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	<title>Kathrin Passig &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Kathrin Passig &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Das Internet in der Midlife-Crisis? &#8211; Digitale Presseschau 6/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2014 15:50:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seit der von Sascha Lobo angestoßenen Diskussionen über den Zustand des Internets drängt sich die Frage auf, ob wir von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der von Sascha Lobo angestoßenen Diskussionen über den Zustand des Internets drängt sich die Frage auf, ob wir von einer neuen „Phase“ des Internets sprechen können. Steckt das Internet noch in der Pubertät und wird nach und nach den Zwängen des Erwachsenwerdens unterworfen? Das soziale Netzwerk Facebook feierte in dieser Woche seinen zehnten Geburtstag und wäre in diesem Maßstab noch im Stadium der Kindheit. Wenn dem so wäre, dann müsste es auch möglich sein, eine Art Zwischenfazit zu ziehen, aus dem sich Schlussfolgerungen ergäben. Doch wie sähen diese aus? Steckt das Internet in einer Midlife-Crisis? Vielleicht geben die ausgewählten Artikel der Digitalen Presseschau Aufschluss.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=fq2kVn5uWU0" title="Anregende Konfusion" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/fq2kVn5uWU0?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Vor zwei Wochen fand die Konferenz <a href="http://www.einbruch-der-dunkelheit.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Einbruch der Dunkelheit“</a>  in der Berliner Volksbühne statt. Mittlerweile sind alle Vorträge sowie einige zusätzliche Interviews online. In unserem Video der Woche interviewt <a href="http://philipbanse.de/wp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Philip Banse</a>  den Unternehmer und Autor <a href="http://christophkappes.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Kappes</a>.</p>
<h3><a href="http://isarmatrose.com/?p=3747" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Zu viele Blogger“ im Bundestag? Oder: Was ist (Online-)Journalismus?</a></h3>
<p>In Vorbereitung auf den Einsatz des ersten Ausschusses für Internet und digitale Agenda (AIDA) wird gegenwärtig darüber diskutiert, wer berechtigt ist, aus dem Deutschen Bundestag zu berichten. Ausgelöst wurde dies durch den Bericht unseres Autors Tobias Schwarz, der keine Akkreditierung erhielt, weil „zu viele Blogger“ sich bei der Pressestelle des Bundestags angemeldet hätten. Schwarz resümiert die Kontroverse auf seinem Blog „Isarmatrose“.</p>
<h3><a href="http://blogs.faz.net/digitaltwin/2014/02/04/befreiung-aus-der-facebook-falle-117/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jubiläum? 10 Jahre Facebook</a></h3>
<p>Facebook hat Geburtstag – ein Grund zum Feiern? Das soziale Netzwerk ist nach wie vor enorm beliebt, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass das Unternehmen alle Konversationen, Interaktionen und Daten seiner User speichert. Stefan Schulz gibt auf seinem FAZ-Blog praktische Tipps, wie wir uns aus der „Facebook-Falle“ befreien und die Kontrolle über unsere Daten zurückerobern können.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2014-02/kathrin-passig-internetpubertaet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Soziale Netzwerke: Wie lange dauert die Internetpubertät?</a></h3>
<p>Erleben wir in unserer Rolle als Internet-User immer wieder von Neuem eine Art Pubertät? Falls ja, wiederholt sie sich mit jeder neuen Entwicklung? Und folgt auf die Pubertät die Netz-Midlfe-Crisis? Dieser Frage geht Kathrin Passig in der ZEIT nach und kommt zu dem Urteil: „&#8217;Das Neue braucht Freunde&#8217;, wie Anton Ego, der Gastrokritiker aus Ratatouille sagt, und häufig stecken diese Freunde des Neuen eben gerade in einer Pubertätsphase.“</p>
<h3><a href="http://www.dw.de/demokratischer-akt-statt-digitaler-erregung/a-17403023" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Zukunft der Online-Partitizipation</a></h3>
<p>In den vergangenen Wochen sorgten einige Online-Petitionen für öffentlichen Wirbel. In Verbindung mit einer Online-Petition gegen den Moderator Markus Lanz wird nun über den Sinn und Unsinn von Online-Petitionen diskutiert. Jeannette Seiffert plädiert dafür, Online-Petitionen auf lange Sicht mehr als demokratischen Akt, denn als Ausdruck digitaler Erregung zu nutzen.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-02/vorratsdatenspeicherung-heilmann-replik-yannick-haan-spd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorratsdatenspeicherung: Eingriff in unsere Freiheitsrechte</a></h3>
<p>In der letzten Digitalen Presseschau wiesen wir auf das Plädoyer des Berliner Justizsenators Thomas Heilmann (CDU) für die Vorratsdatenspeicherung hin. In dieser Woche antwortete der SPD-Netzpolitiker Yannick Haan: „Die Vorratsdatenspeicherung stellt, das muss allen klar sein, einen tiefen Eingriff in unsere Freiheitsrechte dar.“</p>
<h3><a href="http://www.carta.info/69797/merkel-und-die-nsa-wenn-burger-die-regierung-anzeigen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Bundesregierung und der BND vor Gericht</a></h3>
<p>In dieser Woche stellten der <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2014/02/interview_constanzekurz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chaos Computer Club</a>, der Verein <a href="http://digitalcourage.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalcourage</a> und die <a href="http://ilmr.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internationale Liga der Menschenrechte</a> eine gemeinsame Strafanzeige gegen Vertreter_innen der Regierung Merkel sowie führende Mitarbeiter_innen des BND. Wolfgang Michal geht auf Carta der Frage nach der Wirksamkeit solcher Strafanzeigen gegen Regierungen nach.<br />
Bild: (C) <a href="http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kulturstiftung des Bundes</a> / <a href="http://www.christian-ditsch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Ditsch</a>.<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Die Redaktion liest: Bücher rund um das Thema Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Solinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Dec 2012 10:06:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor nicht allzu langer Zeit war das Internet noch ein Spezialthema, mit dem sich nur wenige in Büchern befassten. Das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/537556252_2ec77e2f1b_z/" rel="attachment wp-att-124340"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-124340" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/537556252_2ec77e2f1b_z-630x420.jpg" alt="" width="630" height="420" /></a><br />
Vor nicht allzu langer Zeit war das Internet noch ein Spezialthema, mit dem sich nur wenige in Büchern befassten. Das ist jetzt vorbei: Die Publikationen purzeln nur so! Schnell verliert man den Überblick über die &#8211; zumal oft ähnlichen &#8211; Titel. Doch das lässt sich ändern: Die Redaktion hat sich einige der diesjährigen Publikationen zur Brust genommen und eine Übersicht erstellt, auf dass jede und jeder das passende Sachbuch finden möge!<br />
<br class="clear" /></p>
<h3>„Internet“ &#8211; Segen oder Fluch“ von Kathrin Passig und Sascha Lobo</h3>
<p><em>Gelesen von Johann Eggert</em><br />
<em><strong><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/internet-segen-oder-fluch_cover/" rel="attachment wp-att-124387"><img decoding="async" class="wp-image-124387 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Internet-segen-oder-fluch_cover-305x468.jpg" alt="" width="195" height="299" /></a></strong></em><br />
<em><strong>Um was geht&#8217;s?</strong></em> Um den „modernen Kulturkampf“, die Auseinandersetzung zwischen „Internet-Ausdruckern“ und „Webbies“ und den Disput dieser beiden, sich scheinbar diametral entgegenstehenden Haltungen zu Themen wie Privatsphäre, Filterblasen und den Begriff der Freundschaft im 21. Jahrhundert.</p>
<p><em><strong>Um was hätte es gehen sollen?</strong></em> Lobo und Passig sind beide Vorreiter der Netzkommunikation und der Arbeit im und mit dem Internet. Aufschlussreich wären teilnehmende Beobachtungen aus beiden Welten, aus der der Skeptiker und aus der der Netz-Fans, gewesen.</p>
<p><em><strong>Wen könnte das interessieren?</strong></em> Menschen, denen der Internet-Anschluss für den Konsum von Lobos wöchentlicher Spiegel-Online-Kolumne fehlt.</p>
<p><em><strong>Fazit:</strong></em> Die Länge des Buches und die Langatmigkeit einiger Kapitel wird &#8211; je nach Standpunkt &#8211; den Internetskeptikern die Euphorie nehmen, sich mit dem Objekt ihrer Skepsis zu befassen. Den Fürsprechern des Lebens auf der Datenautobahn könnte sie Argumente FÜR die Kommunikation in 140 Zeichen liefern.</p>
<p><em>Erschienen im Rowohlt Verlag, zu haben für 19,99 €</em><br />
<br class="clear" /></p>
<h3>Die digitale Gesellschaft von Markus Beckendahl &amp; Falk Lüke</h3>
<p><em>Gelesen von Germar Molter</em><br />
<strong><em><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/die_digitale_gesellschaft-cover/" rel="attachment wp-att-124396"><img decoding="async" class="wp-image-124396 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/die_digitale_gesellschaft-Cover-305x474.jpg" alt="" width="183" height="284" /></a></em></strong></p>
<p><strong><em>Um was geht&#8217;s?</em></strong> Das Internet verändert die Gesellschaft und die Politik steht hilflos daneben. Wenn sie trotzdem versucht einzugreifen, geht es schief.</p>
<p><strong><em>Wen könnte das interessieren?</em></strong> Eignet sich für Menschen mit wenig bis gar keinen oder nur rudimentären Kenntnissen über das Internet. Anekdotenreich führen die Autoren in Begrifflichkeiten wie den Streisand-Effekt ein und erläutern, warum nicht alles aus der analogen Welt genauso auch in der digitalen funktioniert.Versierte Nutzer werden hingegen kaum etwas Neues erfahren.</p>
<p><em><strong>Fazit: </strong></em>Kurzweil und Anspruch auf über 200 Seiten.</p>
<p><em>Erschienen im Deutschen Taschenbuch Verlag, zu haben für 14,90 €</em><br />
<br class="clear" /></p>
<h3>„Die stille Revolution“ von Mercedes Bunz</h3>
<p><em>Gelesen von Julia Solinski</em><br />
<em><strong><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/bunz_cover-2/" rel="attachment wp-att-124399"><img decoding="async" class=" wp-image-124399 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bunz_Cover1-305x500.jpg" alt="" width="183" height="300" /></a></strong></em><em><strong>Um was geht&#8217;s? </strong></em>Mechanische Webstühle haben die Industrialisierung eingeleitet, wir erleben jetzt die Digitalisierung: Das Internet verändert unsere Arbeitswelt und macht so manchen Beruf bald überflüssig,  schafft aber auch neue Betätigungsfelder.</p>
<p><em><strong>Um was hätte es gehen sollen? </strong></em>Bei „Revolution“ denkt man schon irgendwie an etwas Politisches: Twitter-Revolution, E-Voting oder Online-Bürgerbeteiligung sind aber Phänomene, die Bunz eher streift als thematisiert. Stattdessen fokussiert sie auf den Journalismus. Vielleicht wollte sie sich ja auch nur Stoff für&#8217;s nächste Buch aufsparen.</p>
<p><em><strong>Wen könnte das interessieren? </strong></em>Neben Journalisten und allen, die es werden wollen, ein Muss für Leute mit dem diffusen Gefühl, dass da gerade „was ganz Großes“ in Gange ist. Bunz liefert ihnen nicht nur den theoretischen Unterbau, sondern auch viele tolle Beispiele, die bei der nächsten Küchentisch-Diskussion garantiert für Stimmung sorgen werden.</p>
<p><em><strong>Fazit:</strong></em> Daumen hoch! <a href="http://politik-digital.de/heute-schreiben-sie-buecher-rezension/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier gehts zur ausführlichen Rezension </a></p>
<p><em>Erschienen im Suhrkamp-Verlag, zu haben für 14,00 €</em><br />
<br class="clear" /></p>
<h3>„Grenzenlos vernetzt?“, herausgegeben von Frank Bsirske, Lothar Schröder u. a.</h3>
<p><em>Gelesen von Sabine Vogel</em><br />
<em><strong><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/bsirske_ua_netzpolitik/" rel="attachment wp-att-124397"><img decoding="async" class="wp-image-124397 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bsirske_ua_Netzpolitik-305x457.png" alt="" width="183" height="274" /></a></strong></em><em><strong>Um was geht&#8217;s?</strong></em> Um Gewerkschaftsarbeit und Mitbestimmung zukunftsfähig zu gestalten, müssen diese mit netzpolitischen Instrumenten verflochten werden. Die Autoren stellen mit persönlichen Schwerpunkten eine breite Auswahl an Instrumenten der Netzpolitik vor, geben Anregungen für die Gewerkschaftsarbeit und hinterfragen kritisch Trends.</p>
<p><em><strong>Um was hätte es gehen sollen?</strong></em> Der Untertitel „Gewerkschaftliche Positionen zur Netzpolitik“ lässt eine ungewöhnliche Verknüpfung erwarten. Die Neugier, wie diese Verflechtung im Detail aussehen kann, wird allerdings nur teilweise befriedigt.</p>
<p><em><strong>Wen könnte das interessieren?</strong></em> Funktionäre, Personalentscheider und Strategen können sich mit dem Buch schnell auf den aktuellen Stand des Wissens bringen und Anregungen für die operative Arbeit erhalten.</p>
<p><strong><em>Fazit:</em></strong> Das Buch gibt einen sehr guten Überblick über den aktuellen Stand der Netzpolitik und die Schnittstellen zur gewerkschaftlichen Arbeit.</p>
<p><em>Erschienen im VSA Verlag, zu haben für 14,80 €</em><br />
<br class="clear" /></p>
<h3>„Unter Piraten. Erkundungen in einer neuen politischen Arena“, herausgegeben von Christoph Bieber und Claus Leggewie</h3>
<p><em>Gelesen von Johann Eggert</em><br />
<em><strong><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/ums2071xleggewie-indd-3/" rel="attachment wp-att-124398"><img decoding="async" class=" wp-image-124398 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Unter-Piraten_Buchcover.jpg" alt="" width="156" height="237" /></a></strong></em></p>
<p><em><strong>Um was geht&#8217;s?</strong></em> Um ein neues politikwissenschaftliches UND popkulturelles Phänomen bzw. die Rezeption durch aufgeweckte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.</p>
<p><em><strong>Um was hätte es gehen sollen?</strong></em> Endlich um weniger Seefahrermetaphern und sonstige Wortspiele!</p>
<p><em><strong>Wen könnte das interessieren?</strong></em> Menschen, die schon im Internet wohnten, als es die Piraten als Partei noch gar nicht gab, und die daher ein Verständnis für die angelegentlich nerdige Sprache des ansonsten überaus lesenswerten Sammelbandes haben.</p>
<p><em><strong>Fazit:</strong></em> Eines der ersten Werke auf dem Markt, das dieses neue Phänomen am Sternenhimmel der Parteienforschung aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Subdisziplinen beleuchtet und dabei sowohl nationale wie auch internationale Perspektiven in den Blick nimmt. <a href="http://politik-digital.de/buchveroeffentlichung-unter-piraten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier gehts zur ausführlichen Rezension</a></p>
<p><em>Erschienen im transcript Verlag, zu haben für 19,80 €</em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-121978" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" alt="CC-BY-SA-Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Digitale Presseschau KW 41</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Wilke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Oct 2012 14:03:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Kathrin Passig]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Lobo]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Kappes]]></category>
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					<description><![CDATA[Über die Zukunftsvision des vernetzten Menschen; über eine Abrechnung mit der Netzgemeinde; ein Interview mit Christoph Kappes; über den Einfluss [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Zukunftsvision des vernetzten Menschen; über eine Abrechnung mit der Netzgemeinde; ein Interview mit Christoph Kappes; über den Einfluss von Egoshootern und 16.000 falschen Twitter-Followern – dies und viel mehr in unserer Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>[vimeo 51138699  w=630 h=354]</p>
<p>In nicht allzu naher Zukunft wird der Mensch direkt mit dem Internet verbunden sein &#8211; körperlich und geistig. In dem Kurzfilm von Autor William Gibson erlebt der Protagonist dank eines implantierten Chips eine unwirkliche Reise durch ein futuristisches Bangkog.</p>
<h3><a href="http://lumma.de/2012/10/11/die-deutsche-netzgemeinde-ist-klein-und-runzelig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die deutsche Netzgemeinde ist klein und runzelig</a></h3>
<p>Die Petition gegen das Leistungsschutzrecht ist gescheitert und nur knapp 20.000 Unterschriften konnten gesammelt werden. Das nimmt Nico Lumma zum Anlass, auf seinem Blog Lummaland mit der Netzgemeinde abzurechnen. Dabei kritisiert er die Piraten, das Verhalten auf Social Media Plattformen und den überschwänglichen Hype einiger Blogs.</p>
<h3><a href="http://www.medienfische.de/interview-mit-christoph-kappes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit Christoph Kappes</a></h3>
<p>In einem Interview  des Onlineblogs Medienfische beantwortet der Internet-Experte Christoph Kappes pointiert Fragen zu den Themen Datenschutz, Netzgemeinde, Crowdfunding, Medienminister, soziale Netzwerke sowie E-Books. Und empfiehlt sich augenzwinkernd für den Job des Internetministers: „Das mache ich gern, sobald ich wieder Zeit habe, und da stehe ich natürlich auf der Seite der Freiheit. Jedenfalls solange, wie ich noch nicht gewählt bin.“</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/wissen/physik-chemie/digitale-vernetzung-die-masse-macht-s-11916683.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Vernetzung: Die Masse macht’s</a></h3>
<p>Als der Informatiker Luis von Ahn 2000 das „Captcha“ erfunden hatte, konnte er noch nicht ahnen, wie viel Zeit die Menschen täglich auf das Authentifizierungsverfahren verwenden würden. Deshalb will er jetzt ein neues System einführen, welches das Zeitproblem lösen soll. Wie ausgeklügelt das ist, beschreibt Piotr Heller auf faz.net.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/aggressiv-durch-egoshooter-ich-mach-schaschlik-aus-dir-1.1493661" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Ich mach&#8217; Schaschlik aus dir!</a>&#8220;</h3>
<p>Egoshooter erhöhen die Aggressivität von Jugendlichen. Diese Aussage ist von einigen Politikern immer wieder zu hören. Dass diese Behauptung dennoch nicht unbedingt richtig ist, zeigen einige Studien, die anlässlich der andauernden Debatten um derlei Spiele durchgeführt wurden. Christian Weber fasst aus diesem Grund auf sueddeutsche.de die wichtigsten  Ergebnisse und Eckpunkte der Studien zusammen.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/twitter-experiment-16-000-fake-follower-fuer-club-molke-a-859643.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Von 0 auf 16.000 und zurück</a></h3>
<p>Man nehme einen frei erfundenen Nutzernamen, ein paar zufällig gewählte Inhalte und tausende Fake-Follower, herauskommt ein marktreifer Twitter-Account. SpiegelOnline hat das Experiment gewagt, 5000 gefälschte Follower bei einer Firma zu kaufen. Am Ende blieben dann von den überraschend gelieferten 16.000 nur noch eine Handvoll und ein treuer Fan aus der FDP.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kathrin-passig-und-sascha-lobo-die-wahre-debatte-ueber-das-web-a-859628.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die wahre Debatte über das Web</a></h3>
<p>In der Netzwelt gibt es zwei verschiedene Lager: Skeptiker vs. Optimisten. Doch meistens reden die beiden aneinander vorbei,  es gibt also  dringenden Aufklärungsbedarf. In der Rolle als Vermittler nehmen sich Kathrin Passig und Sascha Lobo auf SpiegelOnline dem Problem an und „übersetzen“ die beliebtesten Sätze beider Seiten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Weltherrschaft und Weltverbesserung&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/weltherrschaft-und-weltverbesserung-515/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kathrin Passig]]></category>
		<category><![CDATA[Riesenmaschine.de]]></category>
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					<description><![CDATA[<b><span class="fett">
Die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig von Riesenmaschine.de
chattete am 27. März in der Blogsprechstunde über Haustierblogs
und Weltverbesserung durch Sado-Maso-Bücher. Sie erklärte,
warum sie nicht Teil der Blogosphäre sein will und warum man
Blog-Kommentatoren hart rannehmen sollte.</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b><span class="fett"><br />
Die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig von Riesenmaschine.de<br />
chattete am 27. März in der Blogsprechstunde über Haustierblogs<br />
und Weltverbesserung durch Sado-Maso-Bücher. Sie erklärte,<br />
warum sie nicht Teil der Blogosphäre sein will und warum man<br />
Blog-Kommentatoren hart rannehmen sollte.</span></b><!--break--></p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich<br />
willkommen zur Blogsprechstunde mit Kathrin Passig von riesenmaschine.de.<br />
Der Chatraum ist von 16.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, Sie können<br />
aber schon jetzt gerne Ihre Fragen stellen.
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> So, ich bin jetzt schon mal da.
</p>
<p>
<b>sonne:</b> Warum sind Nagetiere die Schutzpatrone<br />
der Riesenmaschine?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Weil es ja wohl ganz klar die<br />
besten Tiere der Welt sind. Das sieht man schon am niederländischen<br />
Wort für Nagetiere: Knaagdieren oder so. Und außerdem,<br />
wie es in „We are the beaver&quot; heißt: „The<br />
beaver always gives a dam.&quot;
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/photos/kpassig.jpg" /><br />
<i>Kathrin Passig, Zentrale Intelligenz Agentur</i>
</p>
<p>
<b>sdf s:</b> Wie toll ist Google? Du hast dich ja mal<br />
unbeliebt gemacht, als Du Google – na ja &#8211; lobtest. Hängt<br />
Dir das in der Blogosphäre noch nach?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ich muss jetzt erst mal überlegen,<br />
wo ich mich da unbeliebt gemacht haben könnte. Um die Frage,<br />
die sicher noch kommt, gleich mal zu beantworten: Ich lese nämlich<br />
überhaupt keine anderen Blogs. Also schon, aber nur ausländische<br />
Gadgetblogs und so, nichts Deutsches und auch kein Katzen- und Befindlichkeitsblogging.
</p>
<p>
<b>M+E:</b> Momentan sind alle Medien und Firmen in einem<br />
Web-2.0-Rausch, der &#8211; zumindest was Kapitalverfügung angeht<br />
&#8211; an die alte New Economy erinnert. Steht uns ein neuer Zusammenbruch<br />
bevor?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ich habe weder die New-Economy-Blase<br />
kommen sehen (sonst wäre ich jetzt steinreich durch Aktien)<br />
noch ihren Zusammenbruch. Wie soll ich da irgendwas über den<br />
nächsten Zusammenbruch wissen?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wir haben sehr viele Frage zur Riesenmaschine,<br />
dem Weblog, für das Kathrin Passig unter anderem schreibt:
</p>
<p>
<b>Oraksy:</b> Was genau ist die Zentrale Intelligenz<br />
Agentur (ZIA) eigentlich? Und wie ist das Weblog Riesenmaschine<br />
damit verbunden?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Das kann man nachlesen. Zum Beispiel<br />
auf den Seiten der Zentralen Intelligenz Agentur und der Riesenmaschine.<br />
Gibt&#8217;s darüber hinaus noch Fragen?
</p>
<p>
<b>Opel:</b> Wie kommt Ihr eigentlich an all die skurrilen<br />
Themen auf Eurem Blog?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Wenn&#8217;s irgendwie geht, finden<br />
wir sie auf der Straße oder denken sie uns selbst aus. Wenn<br />
dadurch keine drei Beiträge täglich zustande kommen, suchen<br />
wir im Web danach.
</p>
<p>
<b>Lola:</b> Was habt Ihr eigentlich gegen Smileys? In<br />
Euren Kommentaren werden die ja immer rausgelöscht&#8230;
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Wir erwarten von unseren Kommentatoren,<br />
dass sie sich die Mühe geben, sich auch ohne Smileys verständlich<br />
auszudrücken. Womit nichts gegen Smileys generell gesagt sein<br />
soll, ich benutze sie auch ganz gern mal. Eigentlich wollen wir<br />
natürlich in erster Linie unsere Kommentatoren hart rannehmen,<br />
als Ausgleich für die vielen Höllenkommentare, die man<br />
anderswo immer so lesen muss.
</p>
<p>
<b>Tine:</b> Warum kann man per RSS-Feed nie die ganzen<br />
Blogeinträge lesen? Warum löscht Ihr den Mittelteil und<br />
wer denkt sich die witzigen Sprüche aus?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ersteres steht unter „Die<br />
Wahrheit über die Riesenmaschine&quot; ausführlich erklärt.<br />
Sprüche ausdenken: Alle.
</p>
<p>
<b>Wirsing:</b> Alle berichten über Knut (Eisbärbaby<br />
im Berliner Zoo, Anm. der Redaktion). Die Riesenmaschine berichtet<br />
über alles. Wo bleibt Knut?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Die Riesenmaschine berichtet eigentlich<br />
immer nur dann über das, worüber alle anderen schon berichtet<br />
haben, wenn wir nicht mitgekriegt haben, dass das Thema längst<br />
totgebloggt ist oder bei Spiegel online stand. Das kann bei Knut<br />
ja nun nicht passieren.
</p>
<p>
<b>Umsatz:</b> Die Werbung auf Eurer Seite fällt<br />
kaum auf, man könnte meinen, es wäre nur „Fake“-<br />
Werbung. Erfüllt sie trotzdem Sinn und Zweck der Aktion?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Na ja, ein Großteil davon<br />
ist ja auch Fake-Werbung. Aber ein Teil ist bezahlt, also funktioniert<br />
das Ganze wohl. Ich glaube, dass Werbung besser funktioniert, wenn<br />
man sie sich gern anguckt, und die Riesenmaschine-Werbung, ob echt<br />
oder unecht, gucke ich mir immer noch ganz gern an.
</p>
<p>
<b>Werbung:</b> Was halten Sie eigentlich von viral ausgelegten<br />
Corporate Blogs wie Horst Schlämmer?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ich bin mir sicher, Sascha Lobo<br />
(Mitarbeiter der Riesenmaschine, Anm. der Redaktion) kann dazu irgendwas<br />
Kluges sagen. Ich nicht, ich weiß nicht mal, wer Horst Schlämmer<br />
ist. Man kann sich nicht um alles kümmern, deshalb gibt es<br />
ja Arbeitsteilung in der Riesenmaschine.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei Fragen gebündelt:
</p>
<p>
<b>RegenAusFrost:</b> Wie wird man eigentlich ein Teil<br />
der Riesenmaschine? Kann man sich, wenn man immer wieder über<br />
skurrile Geschichten stolpert, bewerben?
</p>
<p>
<b>little_earthquake:</b> Kann man eigentlich bei Euch<br />
mitmachen?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Nein.
</p>
<p>
<b>podfjje:</b> Wie viele Leute schreiben denn an der<br />
Riesenmaschine?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Wie man unter <a href="http://riesenmaschine.de/index.html?wastun=autoren_anzeigen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://riesenmaschine.de/index.html?wastun=autoren_anzeigen</a><br />
sehen kann, um die siebzig Leute. Ungefähr die Hälfte<br />
davon schreibt öfter mal was, der Rest nur einmal jährlich.
</p>
<p>
<b>hajudk:</b> Wie Sie gesagt haben, habe ich mal auf<br />
Ihren Seiten nachgeguckt, was die ZIA ist: „&#8230;ist ein kapitalistisch-sozialistisches<br />
Joint Venture mit dem Anspruch, neue Formen der Kollaboration zu<br />
etablieren.&quot; Na ja, damit kann ich nicht viel anfangen. Wer<br />
steckt genau dahinter? Was macht Ihr alles? Was ist euer Ziel? Und<br />
so weiter.
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Das steht doch da alles. Und in<br />
tausend auf den ZIA-Seiten verlinkten Zeitungsartikeln steht es<br />
auch. Mal ein ganz genereller Manierentipp für das Fortkommen<br />
im Leben: Wer erst googelt und dann fragt, macht sich beliebt.
</p>
<p>
<b>Sokrat:</b> Was ist das eigentlich für ein Ding<br />
auf Eurem Blog-Logo? Baut Ihr etwa im verborgenen wirklich an der<br />
analogen Riesenmaschine?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Das Ding ist ein Generator oder<br />
so was und stammt aus einem Beitrag im Jahrbuch „Das neue<br />
Universum&quot; aus den 60er Jahren zum Thema „Riesenmaschinen<br />
stillen Stromhunger&quot;.
</p>
<p>
<b>bachmann:</b> Sie reden sehr oft von Weltverbesserung.<br />
Was war denn, Ihrer Meinung nach, Ihr bisher wichtigster Beitrag<br />
zur Verbesserung der Welt?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Mein privater? Oder der Riesenmaschine?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Vielleicht beides?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Hm, privat vielleicht das SM-Ratgeberbuch<br />
„Die Wahl der Qual&quot;, zumindest habe ich da viele nette<br />
Mails von Leuten bekommen, die meinten, es hätte ihnen geholfen.<br />
Leider ist inzwischen fast alles, was zum Thema Internet in dem<br />
Buch steht, komplett veraltet. Man müsste es mal gründlich<br />
überarbeiten.<br />
An der Riesenmaschine ist für mich das weltverbessernde Element,<br />
dass ihre Aufgabe explizit im Loben liegt. Wenn etwas besser wird,<br />
dann loben wir das. Und wenn es zumindest nicht schlechter geworden<br />
ist, dann auch. Das wird gern als Satire missverstanden, ist aber<br />
ernst gemeint.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Eine Nachfrage zur Antwort, dass Kathrin<br />
Passig kaum andere Blogs liest:
</p>
<p>
<b>sonne:</b> Würdest Du dich nicht als Teil der<br />
Blogosphäre bezeichnen?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Die Riesenmaschine sollte anfangs<br />
ein Blog für Leute sein, die sonst keine Blogs lesen. Wir mussten<br />
schnell einsehen, dass das so schnell nicht geht, eigentlich würden<br />
wir aber weiterhin gern eine Zielgruppe außerhalb der Blogosphäre<br />
erreichen.
</p>
<p>
<b>Ulik:</b> Wieso steht die ZIA laut Websiteangabe erst<br />
bei 4 Prozent in Richtung Weltherrschaft? Bei dem ganzen Medienrummel<br />
könnten es doch schon mindestens 27 Prozent sein&#8230;
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ich denke auch, die Öffnung<br />
der Blogosphäre nach außen passiert ganz von allein,<br />
es ist einfach dasselbe Phänomen noch mal, das man Mitte der<br />
90er beim gesamten Web sehen konnte.</p>
<p><b>Kathrin Passig:</b> Tja, Medienrummel macht halt leider<br />
noch keine Weltherrschaft.
</p>
<p>
<b>/// Sarah:</b> Warum sind Blogs besser als traditionelle<br />
Mainstreammedien und werden sie jemals aus der Geek-Ecke rauskommen<br />
hin zu den nicht internetsüchtigen Menschen?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Zur Geek-Ecke: Siehe oben und<br />
zu den traditionellen Mainstreammedien: Ich glaube, Blogger recherchieren<br />
tendenziell sorgfältiger als Printjournalisten, weil sie genau<br />
wissen, dass man ihnen jeden Fehler sofort in den Kommentaren um<br />
die Ohren haut. Beim Zeitunglesen fehlt mir oft der Kommentarteil<br />
– nicht, weil ich Kommentare so gern lese, aber weil man an<br />
ihnen einigermaßen ablesen kann, ob der Artikel Quatsch ist<br />
oder nicht.
</p>
<p>
<b>feldwaldundwiesen:</b> Wie findet Ihr raus, ob Eure<br />
Quellen stimmen?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Wir warten ab, was die Kommentatoren<br />
sagen 🙂
</p>
<p>
<b>Ulik:</b> Warum ist es Euch so wichtig, Leute außerhalb<br />
der Blogosphäre zu erreichen? Einfach um anders zu sein?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Weil wir natürlich 100 Prozent<br />
aller Leser in Deutschland erreichen wollen, wegen der Weltherrschaft.
</p>
<p>
<b>Hannelore:</b> Kann man sagen, dass Sie selbst nicht<br />
so ein Blog-Fan sind? Und die Blogform für das Konzept Riesenmaschine<br />
ist eigentlich nur Mittel zum Zweck?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ich finde es sehr gut, dass es<br />
Katzenblogging und Befindlichkeitsblogging gibt. Das sind nur Textformen,<br />
die mich persönlich nicht so interessieren. Und meine Meinung<br />
ist auch nur eine von mehreren innerhalb der Riesenmaschine, wir<br />
haben durchaus auch gründliche Blogleser.
</p>
<p>
<b>Penelope:</b> Es gab ja lange Zeit den Vorwurf, dass<br />
in Blogs nur Katzenbilder beziehungsweise Haustiergeschichten zu<br />
finden seien. Hast Du auch mit Hobbies oder Haustieren angefangen<br />
im Internet zu veröffentlichen?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Das ist jetzt eine Fangfrage,<br />
oder? Meine erste Website, die man auch noch finden kann (in ihrer<br />
ersten Inkarnation mit dem Compuserve Homepage Wizard erstellt,<br />
zusammen mit Peter Witzel) handelte in der Tat von Nage-, wenn auch<br />
nicht Haustieren.
</p>
<p>
<b>Mensa34:</b> Wie steuert sich eigentlich die Riesenmaschine<br />
beziehungsweise die Zentrale Intelligenz Agentur?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Steuert? Wie, steuert? Wir treiben<br />
natürlich hilflos dahin, von den Medien hierhin und dahin geworfen.<br />
Das spart sehr viel organisatorische Arbeit.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kathrin Passig ist Journalistin, Übersetzerin,<br />
Schriftstellerin und Webdesignerin:
</p>
<p>
<b>Furi:</b> Wenn Sie sich entscheiden müssten,<br />
welchen Ihrer vielen Berufe würden Sie dann ausüben?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Hm, dafür habe ich doch den<br />
digitalen Bohémienne-Beruf gewählt, damit ich diese<br />
Frage nie beantworten muss.
</p>
<p>
<b>WersnLobo:</b> Was verbindest Du mit der Digitalen<br />
Bohème? Gehörst Du dazu?
</p>
<p>
<b>Igel:</b> Zählst Du dich auch zur Digitalen Bohème<br />
deines Kollegen Sascha Lobo? Was genau bedeutet das eigentlich?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Es bedeutet, dass das Internet<br />
gerade noch rechtzeitig für mich erfunden worden ist. Sonst<br />
hätte ich einen richtigen Beruf lernen müssen, womöglich<br />
irgendwas mit Frühaufstehen.
</p>
<p>
<b>facy:</b> Was sind Ihre konkreten Pläne als Schriftstellerin<br />
in der Zukunft? Was dürfen wir erwarten?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> facy, ich weiß genau, dass<br />
Du in Wirklichkeit Martin Baaske (Grafik-Designer und Mitarbeiter<br />
der Zentralen Intelligenz Agentur, Anm. der Redaktion) bist, dafür<br />
gibt es um Punkt 17:00 auf die Fresse. Ähm, will sagen: Weiß<br />
ich noch nicht so genau. Falls geschickte Roman-Ghostwriter im Saal<br />
sind: Meine Mailadresse steht ja überall.
</p>
<p>
<b>Magnolia:</b> Hast Du Autoren, die Du empfehlen kannst?<br />
Online und Offline?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ja, und zum Glück brauche<br />
ich die jetzt nicht alle aufzuzählen, sondern sie stehen schon<br />
bei <a href="http://www.lovelybooks.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.lovelybooks.de/</a><br />
versammelt.
</p>
<p>
<b>Barfuss:</b> Was bedeuten Dir all die Auszeichnungen,<br />
die Ihr oder speziell Du bekommen habt? Also Ingeborg-Bachmann-Preis<br />
oder Grimme-Online-Award?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ja, meine Güte, das freut<br />
mich natürlich alles sehr. Obwohl das alte Grimme-Award-Design<br />
besser war, ausgerechnet 2006 wurde so ein Glasklotz stattdessen<br />
eingeführt.
</p>
<p>
<b>litlifestyle:</b> Wie ist das eigentlich so vor der<br />
Bachmann-Jury zu sitzen, was geht einem da durch den Kopf?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Nicht viel, das war eigentlich<br />
der einfachste Teil. Die Interviews nachher fand ich viel schwieriger.
</p>
<p>
<b>BerlinHamburg:</b> Können Sie sich vorstellen,<br />
nicht in Berlin zu leben?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ja. Aber ich kann mir auch vorstellen,<br />
ein <a href="http://www.axolotl-online.de/" target="_self" rel="noopener noreferrer">Axolotl</a><br />
zu sein (Kiemenquasten!).
</p>
<p>
<b>Hamburg:</b> Deine erste Erzählung „Sie<br />
befinden sich hier&quot; wurde sofort mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis<br />
ausgezeichnet. Wow! Solltest Du nicht alles stehen und liegen lassen<br />
und dich nur noch um die Schriftstellerei kümmern?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Weiß nicht, meine anderen<br />
Jobs sind halt auch ganz interessant. Aber die Antwort wüsste<br />
ich eigentlich auch ganz gern. Es ist ja nicht so, dass die Jury<br />
unfehlbar wäre, ich weiß nicht, ob man da gleich alles<br />
stehen und liegen lassen muss deshalb.
</p>
<p>
<b>Hipokrates:</b> Könnt Ihr mit den bei der ZIA<br />
angebotenen Diensten eigentlich schon Euren Lebensunterhalt bestreiten?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Eigentlich schon seit 2003, ja.
</p>
<p>
<b>weltenweiser:</b> Was kann man in Zukunft von der<br />
ZIA erwarten?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Erst mal einen Dokumentarfilm<br />
über den Untergang der ZIA (im April irgendwann). Dann sehen<br />
wir weiter.
</p>
<p>
<b>Janno:</b> Wie seid Ihr auf die Idee „<a href="http://www.riesenmaschiene.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Riesenmaschiene<br />
für Doofe</a>&quot; (Die Texte der Riesenmaschine in fehlerhafter<br />
Rechtschreibung, Anm. der Red. ) gekommen? Glaubt ihr, dass so viele<br />
beim Wort Maschine ein e mit reinpacken?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Das haben wir uns gar nicht selbst<br />
ausgedacht. Tatsächlich sind wir mehrmals von Menschen mit<br />
richtigen Berufen (häufig in der Werbung) darauf angesprochen<br />
worden: „Unter riesenmaschiene.de ist ja gar nichts!&quot;<br />
Und man soll ja die Leser da abholen, wo sie stehen.
</p>
<p>
<b>bachmann:</b> Thema „Lexikon des Unwissens“:<br />
Ist das Buch eigentlich jetzt fertig? Es klingt sehr aufwändig.
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ja, seit letztem Donnerstag. Jetzt<br />
kommt nur noch die Fahnenkorrektur.
</p>
<p>
<b>mbr:</b> In der ZIA habt Ihr ja alles, was an einer<br />
echten Firma stört, einfach weggelassen (hab es so ähnlich<br />
mal gelesen) &#8211; habt Ihr dann wirklich ein traumhaftes Arbeitsklima<br />
oder ist es nur eine schöne Utopie?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Selbstverständlich ist alles<br />
ganz genau so, wie wir immer behaupten. Nur noch besser (Kopfhautmassagen,<br />
Betriebsausflüge in die Karibik).
</p>
<p>
<b>erster:</b> Was hältst Du von Second Life?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ich bin leider hochgradig suchtgefährdet,<br />
was neue Möglichkeiten der Onlinezeitverschwendung angeht,<br />
und darf mich deshalb Second Life nicht auf 50 Meter nähern.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei Fragen im Block:
</p>
<p>
<b>Janno:</b> Wo findet Ihr eigentlich die ganzen Bilder<br />
zu den Einträgen? Reine flickr-Suche? Oder gibt&#8217;s da noch bessere<br />
Seiten?
</p>
<p>
<b>Janno:</b> Was dauert bei der Riesenmaschine länger,<br />
Bildersuche oder Textschreiben?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Seit wir anständig geworden<br />
sind, was Bildrechte angeht, sind es meistens flickr-Bilder mit<br />
Lizenz für kommerzielle Verwendung. Manchmal dauert die Bildersuche<br />
tatsächlich länger als das Schreiben.
</p>
<p>
<b>ichnenneesarbeit:</b> Wie sieht ein Tagesablauf von<br />
Dir aus?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Hey, das kann man doch alles googeln.<br />
Nein, nicht wirklich, also: Ich stehe so zwischen zwölf und<br />
zwei auf und verlasse meine unwohnliche Abstellkammer in Neukölln<br />
zugunsten des viel schöneren Büros in Kreuzberg. Dort<br />
gehe ich zahlreichen Berufen nach bis gegen drei Uhr morgens, dann<br />
zurück in die Abstellkammer.
</p>
<p>
<b>hajudk:</b> Wie seid Ihr denn auf Powerpoint-Karaoke<br />
(Stegreifauftritte zu Bildschirmpräsentationen unbekannten<br />
Inhalts, Anm. der Redaktion) gekommen? Selbst ausgedacht oder ein<br />
neuer Trend aus Japan &#8211; oder wo auch immer?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Das hat sich Holm Friebe (Mitarbeiter<br />
der Zentralen Intelligenz Agentur, Anm. der Red.) selbst ausgedacht,<br />
ich kann das bezeugen, ich war dabei. Wenn es das in Japan gibt,<br />
haben sie es von der ZIA abgeguckt.
</p>
<p>
<b>anhannesschreibtisch:</b> Mal was ganz anderes, na<br />
ja so anders dann auch nicht: Welche drei Dinge würden Sie<br />
an dieser Welt als erstes verbessern, wenn alles ginge?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Weniger unterschiedliche Ladegeräte,<br />
jeder Tag soll zehn Stunden länger sein&#8230; Nein, natürlich<br />
in Wirklichkeit Weltfrieden und keine niedlichen Tiere mehr aufessen.
</p>
<p>
<b>Schlämmer:</b> Können Sie sich vorstellen,<br />
in die Politik zu gehen?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ja! Meine diplomatische Art prädestiniert<br />
mich für keinen Beruf so sehr wie für den der Politikerin!<br />
Angebote bitte gleich hier und jetzt (alle Parteien).
</p>
<p>
<b>HWB:</b> Die Riesenmaschine produziert ja momentan<br />
„nur&quot; Text. Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht<br />
Pod- oder Videocasts aufzunehmen?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Dann würde aber auffallen,<br />
dass manche von uns gar nicht lesen können und viele andere<br />
sehr hässlich sind. Das Bild der Riesenmaschine in der Öffentlichkeit<br />
würde seinen Glanz einbüßen. Außerdem ist<br />
das natürlich alles viel mühsamer als Schreiben.
</p>
<p>
<b>Olaf:</b> Aber vermisst Du nicht manchmal auch die<br />
Vorzüge des geregelten Lebens? Also zu geregelten Zeiten zur<br />
Arbeit und zurück, dafür danach Feierabend und freie Wochenenden?<br />
Kein Termindruck und dann einfach nur Privatleben?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Ja, total, aber man hat es sich<br />
ja nicht ausgesucht.
</p>
<p>
<b>Janno:</b> Jeder Text wird ja im Team besprochen,<br />
bevor er online geht. Mit dem gesamten Team? Mit über 70 Leuten?<br />
Wie lange dauert denn dann der Weg bis ein Text online ist?
</p>
<p>
<b>Kathrin Passig:</b> Manchmal Jahre. Wir schalten jetzt<br />
noch Beiträge frei, die im Sommer 2005 entstanden sind. Deshalb<br />
sind die Themen („YouTube, das neue Ding in Sachen Filme&quot;)<br />
auch manchmal nicht mehr so ganz frisch.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Vielen Dank fürs Mitchatten und<br />
vielen Dank an Kathrin Passig. In der kommenden Woche ist Mathias<br />
„MC Winkel&quot; Winks zu Gast in der Blogsprechstunde von<br />
politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten, diesmal am<br />
Dienstag von 18.00 bis 19.00 Uhr. Am kommenden Freitag ist von 14.00<br />
bis 15.00 Uhr Kerstin Plehwe von der Initiative ProDialog im ProDialog-Chat<br />
zum Thema Politikverdrossenheit. Das Transkript dieses Chats gibt<br />
es in Kürze zum Nachlesen auf politik-digital.de.
</p>
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