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	<title>Kaukasus &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Kaukasus &#8211; politik-digital</title>
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		<title>InfoMonitor Jahresüberblick 2008 &#8211; Wirtschaftskrise, Obama und Olympia waren Topthemen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 08:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit mehr als 30 Stunden Berichterstattung (1825 Minuten) war die globale Finanz- und Wirtschaftskrise im abgelaufenen Jahr 2008 das mit Abstand am intensivsten behandelte Thema in den sechs wichtigsten Nachrichtensendungen des deutschen Fernsehens. Dies geht aus der Jahresbilanz des „InfoMonitors“ vor, den das Kölner Institut IFEM veröffentlicht. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit mehr als 30 Stunden Berichterstattung (1825 Minuten) war die globale Finanz- und Wirtschaftskrise im abgelaufenen Jahr 2008 das mit Abstand am intensivsten behandelte Thema in den sechs wichtigsten Nachrichtensendungen des deutschen Fernsehens. Dies geht aus der Jahresbilanz des „InfoMonitors“ vor, den das Kölner Institut IFEM veröffentlicht. <!--break--></p>
<p>
Auf Platz 2 der Topthemen folgt die US-Präsidentschaftswahl mit gut 18 Stunden (1099 Minuten) vor den Olympischen Spielen in Peking mit 16 Stunden (965 Minuten). Weitere Themen unter den Top-10 des Jahres 2008 waren die internen Debatten und der Führungswechsel in der SPD, die Fußball-Europameisterschaft, der Kaukasuskonflikt, die Landtagswahl in Hessen, die Landtagswahl in Bayern und der Führungswechsel in der CSU, der Krieg in Afghanistan mit dem Bundeswehreinsatz dort sowie die Wirbelsturm-Katastrophe in Myanmar (Birma).</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/top-10_themen_tv_nachrichten_in_min.jpg" height="270" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.1.-31.12.2008.<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de<br />
</i>
</p>
<p>
<br />
Hinter den Gesamtwerten für die Topthemen verbergen sich teilweise erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Sendungen im Hinblick auf die Gewichtung der Themen. Bei „Tagesschau“ und „heute“ rangieren in der Regel politische und gesellschaftlich relevante Themen am höchsten, wobei auch Auslandsthemen regelmäßig unter den Top-10 erscheinen. Bei „RTL aktuell“ und den „Sat.1 Nachrichten“ tauchen dagegen häufiger auch bunte Themen in der Topliste auf, so etwa im Jahr 2008 das Eisbärbaby „Flocke“, der Mordfall „Michelle“ oder der Inzestfall im österreichischen Amstetten. Die Nachrichtenmagazine „Tagesthemen“ und „heute-journal“ nutzten ihre längere Sendungsdauer vor allem für Hintergrundinformationen zu politischen Themen und zur Auslandsberichterstattung. Im vergangenen Jahr waren es unter anderem die Debatte in der SPD über das Verhältnis zur Linkspartei, die Entwicklung im Irak, die Vorwahlen in den USA oder der Kaukasuskonflikt, über die in den Nachrichtenmagazinen umfangreicher als in den Hauptnachrichtensendungen berichtet wurde.<br />
<b><br />
Parteienpräsenz und Politikerauftritte in den Fernsehnachrichten</b></p>
<p>Der InfoMonitor erfasst auch die Häufigkeit der Auftritte deutscher Politiker in den Fernsehnachrichten, sei es nur genannt, im Bild oder mit O-Ton. Zusammengefasst nach Parteizugehörigkeit konnte die SPD über das Jahr 2008 hinweg insgesamt die meisten Auftritte ihrer Politiker verzeichnen, mit zum Teil deutlichem Vorsprung in einzelnen Monaten vor der CDU. Dies ist vor allem auf die intensiven innerparteilichen Diskussionen sowie auf die besondere Situation im Land Hessen zurückzuführen. Die CSU erreichte einen außergewöhnlichen Spitzenwert im Oktober anlässlich der Landtagswahl in Bayern und des darauf folgenden Wechsels an der Parteispitze.</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/parteienpraesenz_nachrichten_2008_1.jpg" height="418" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.1.-31.12.2008.<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<br />
Wenn auch die SPD in der Gesamtpräsenz dominiert: Mit großem Abstand führt Bundeskanzlerin Angela Merkel auch 2008 wieder die Top-20 der am häufigsten in den Nachrichten präsenten Politiker an. Bundesaußenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier folgt auf dem zweiten Rang. Die relativ häufigen Auftritte von Andrea Ypsilanti, Roland Koch, Horst Seehofer, Erwin Huber und Günther Beckstein sind auf die besonderen politischen Entwicklungen in Hessen und Bayern in diesem Jahr zurückzuführen.</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/top-20_politiker_nachrichten2008.jpg" height="444" width="467" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.1.-31.12.2008.<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<br />
<b>Themenstruktur: Intensivere Wirtschaftsberichterstattung wegen Finanzkrise</b></p>
<p>Die Grundstrukturen der Fernsehnachrichten sind auch 2008 weitgehend unverändert geblieben, wie der InfoMonitor belegt: Die Sendungen von ARD und ZDF haben weiterhin ihren Schwerpunkt in der Politikberichterstattung. Die „Tagesschau“ kommt auf einen Politikanteil von 48 Prozent im Jahresdurchschnitt (entspricht rund 7 Minuten pro Ausgabe), bei „heute“ sind es 38 Prozent (7 Minuten), in den „Tagesthemen“ 40 Prozent (10 Minuten) und im „heute-journal“ 44 Prozent (11 Minuten). Wie im Vorjahr liegt „RTL aktuell“ auch dieses Mal unter 20 Prozent (18 Prozent, entspricht 4 Minuten), die „Sat.1 Nachrichten“ legen anteilsmäßig zu und kommen auf 27 Prozent. Dies jedoch allein wegen der Verkürzung der Sendungsdauer, wie im Vorjahr machte Politik nur 3 Minuten pro Ausgabe aus.</p>
<p>Die weltumspannende Finanz- und Wirtschaftskrise sorgte für einen erkennbar höheren Anteil an Wirtschaftsthemen in den Fernsehnachrichten. In allen untersuchten Sendungen lag der Wirtschaftsanteil 2008 rund 3 bis 4 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Den höchsten Anteil erreichten „Tagesthemen“ und „heute-journal“ mit 13 bzw. 15 Prozent.</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/themenstruktur_tv_nachrichten_prozent.jpg" height="402" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.1.-31.12.2008.<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/themenstruktur_tv_nachrichten_minuten.jpg" height="420" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.1.-31.12.2008.<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<br />
Die unterschiedlichen Umfänge der Politikberichterstattung bilden sich auch im Vergleich der Monate des Jahres 2008 deutlich ab, mit „heute-journal“ und „Tagesthemen“ jeweils an der Spitze, „Tagesschau“ und „heute“ (zum Teil knapp) darunter und „RTL aktuell“ sowie „Sat.1 Nachrichten“ konstant auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Die Spitzen der Politikberichterstattung gab es im Januar (Landtagswahl in Hessen) sowie im Herbst (Finanzkrise, US-Wahlen, Landtagswahl in Bayern).</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/politik_in_tv_nachrichten_2008_0.jpg" height="418" width="467" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.1.-31.12.2008.<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<br />
Ein genauerer Blick auf den Verlauf der Wirtschaftsberichterstattung zeigt, dass es – vor allem in den Nachrichtenmagazinen – bereits eine Spitze im April gab (Themen u.a.: Milliardenverluste bei der Bayern-LB, Krise bei der KfW, Immobilienkrise in den USA), bevor sich ab September die von den USA ausgehende Finanzkrise massiv bemerkbar machte.</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/wirtschaft_in_tv_nachrichten_2008_0.jpg" height="419" width="467" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.1.-31.12.2008.<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<br />
Die Verlaufskurven der Sportberichterstattung illustrieren die Bedeutung der Großereignisse Fußball-EM und Olympische Spiele für die Nachrichten. Erneut zeigt sich bei „RTL aktuell“ die besonders ausgeprägte Rolle der Sportberichte im Vergleich zu allen anderen Sendungen.</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/sport_in_tv_nachrichten_2008_0.jpg" height="419" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.1.-31.12.2008.<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<br />
Auch was den Umfang der Berichte aus dem Bereich Human Interest/Alltag/Buntes betrifft, nimmt RTL inzwischen eine einsame Spitzenstellung ein, nachdem Sat.1 seine Berichterstattung in diesem Segment etwas zurückgefahren hat. Spitzen gab es hier vor allem anlässlich der Fußball-EM und zur Vorweihnachtszeit.</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/human-interest_in_tv_nachrichten_2008_0.jpg" height="418" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.1.-31.12.2008.<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<i></i><b><br />
Auslandsberichterstattung: Einzelereignisse bestimmen wesentlich den Nachrichtenumfang</b></p>
<p>Ähnlich wie bei den Themenbereichen ist auch bei der Auslandsberichterstattung ein deutlicher Einfluss einzelner Ereignisse oder Entwicklungen nachweisbar. So führen zwar die USA auch sonst regelmäßig die Liste der am häufigsten berichteten Länder (außer Deutschland) an. Im Jahr 2008 dürfte der erhebliche Vorsprung vor allen anderen Ländern jedoch auch auf das große Interesse an den Präsidentschaftswahlen zurückzuführen sein. China nimmt Platz 2 wegen der Olympia-Berichterstattung, aber auch wegen des Tibet-Konflikts im Frühjahr ein. Bei Georgien ist der Grund für die Platzierung in den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland im August zu suchen. Myanmar taucht in der Liste der Top-20 wegen der verheerenden Folgen eines Wirbelsturms im Mai auf, bei Somalia liegt die Erklärung in der häufigeren Berichterstattung über Piratenüberfälle im Indischen Ozean.</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/top-20_laender_in_tv_nachrichten_2008.jpg" height="407" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.1.-31.12.2008.<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal.<br />
Quelle: IFEM, Köln. Grafik: politik-digital.de</i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>InfoMonitor September 2008: Weltweite Finanzkrise ist Topthema</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/infomonitor-september-2008-weltweite-finanzkrise-ist-topthema-4094/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[InfoMonitor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 14:27:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit gut drei Stunden (188 Minuten) Berichterstattung war die weltweite Finanzkrise im September das dominierende Thema in den vier Hauptnachrichtensendungen des deutschen Fernsehens. Wie der InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, berichtet, rangiert an zweiter Stelle der Führungswechsel in der SPD mit 94 Minuten, vor den verheerenden Wirbelstürmen in der Karibik (84 Minuten) und der Landtagswahl in Bayern (76 Minuten). ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit gut drei Stunden (188 Minuten) Berichterstattung war die weltweite Finanzkrise im September das dominierende Thema in den vier Hauptnachrichtensendungen des deutschen Fernsehens. Wie der InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, berichtet, rangiert an zweiter Stelle der Führungswechsel in der SPD mit 94 Minuten, vor den verheerenden Wirbelstürmen in der Karibik (84 Minuten) und der Landtagswahl in Bayern (76 Minuten). <!--break--></p>
<p>
Weitere Top-10-Themen im September waren die Paralympics 2008 in Peking (51 Minuten), der US-Wahlkampf (48 Minuten), der Konflikt im Kaukasus (35 Minuten), die Entführung deutscher Touristen in Ägypten (32 Minuten), erneuter Terrorverdacht in Deutschland (27 Minuten) und die Lage in Afghanistan (25 Minuten).
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/09_top-10_themen_tv_hauptnachrichten.jpg" height="270" width="468" /><i>Untersuchungszeitraum: 1.9.-30.9.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de  </i>
</p>
<p>
Bis auf RTL war bei allen untersuchten Nachrichtensendungen die Finanzkrise das Thema mit der umfangreichsten Berichterstattung. Bei „RTL aktuell“ waren es die Wirbelstürme in der Karibik. Außerdem tauchen nur bei RTL der Amoklauf in einer finnischen Schule und das Oktoberfest in München in den Top-10 auf. Kaum Aufmerksamkeit erlangte bei RTL, aber auch bei Sat.1, der Kaukasuskonflikt, der dagegen in „Tagesschau“ und „heute“ Platz 4 bzw. 6 belegt. Als einzige Sendung berichteten die „Sat.1 Nachrichten“ so gut wie nicht von den Paralympics in Peking.
</p>
<p>
Die Nachrichtenmagazine „Tagesthemen“ und „heute-journal“ hatten im September eindeutige Schwerpunkte bei den Politik- und Wirtschaftsthemen. Dabei standen die Finanzkrise, der Führungswechsel in der SPD und die Landtagswahl in Bayern obenan. Die „Tagesthemen“ berichteten darüber hinaus besonders ausführlich über den Kaukasuskonflikt. Das „heute-journal“ informierte am umfangreichsten über den Wahlkampf in Bayern sowie über den Terrorverdacht in Deutschland.
</p>
<p>
<b>SPD doppelt so viele Auftritte in den Nachrichten wie die CDU</b><b></b>
</p>
<p>
Der Führungswechsel in der SPD trug mit dazu bei, dass die Partei auch im September einen deutlichen Vorsprung vor der CDU bei der Zahl der Politikerauftritte in den Fernsehnachrichten erzielen konnte. Insgesamt 592 Auftritte wurden für die SPD gezählt, damit mehr als doppelt so viele wie für die CDU (280 Auftritte). Die CSU erreichte wegen der Landtagswahl und der folgenden Führungsdebatte ebenfalls eine außergewöhnlich starke Präsenz in den Nachrichten (223 Auftritte). Es folgten die Grünen (80 Auftritte), FDP (62 Auftritte) und Die Linke (57 Auftritte).
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/09_parteienpr_tv_nachrichten.jpg" height="320" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.9.-30.9.2008<br />
Insgesamt 1311 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder mit O-Ton)<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
Der neue Kanzlerkandidat der SPD, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, führt die Liste der am häufigsten in den sechs untersuchten Fernsehnachrichten präsenten Politiker mit 107 Auftritten an, äußerst knapp vor Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 106 Auftritten. Unter den nächstfolgenden zehn Politikern in der Rangliste stammen fünf aus der SPD und vier aus der CSU. Einziger Vertreter der Bundestagsopposition unter den Top-20 ist Guido Westerwelle, FDP, mit 34 Auftritten.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/09_top-20_politiker_nachrichten.jpg" height="439" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.9.-30.9.2008<br />
Insgesamt 1311 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder mit O-Ton)<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de</i>
</p>
<p>
<b>Hoher Anteil an Wirtschaftsnachrichten</b>
</p>
<p>
Die weltweite Finanzkrise schlägt sich auch in einem höheren Anteil an Wirtschaftsthemen in den Fernsehnachrichten nieder: Alle sechs untersuchten Sendungen hatten im September einen zum Teil deutlich höheren Wirtschaftsanteil als im Vormonat. Auch die Politikanteile lagen, unter anderem wegen der Bayernwahl und dem Führungswechsel in der SPD, durchgängig höher als im August. Dies vor allem bei ARD und ZDF, wo „Tagesschau“ mit 47 Prozent (entspricht 7 Minuten pro Ausgabe), „heute“ mit 41 Prozent (8 Minuten) und „heute-journal“ mit 46 Prozent (12 Minuten) fast die bisherigen Spitzenwerte dieses Jahres aus dem Januar (Hessenwahl) erreichten bzw. sogar übertrafen („Tagesthemen“ mit 48 Prozent bzw. 12 Minuten).
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/09_themenstruktur_tv_nachrichten_prozent_0.jpg" height="404" width="476" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.9.-30.9.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i>
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/NEU_09_themenstruktur_tv_nachrichten_minuten.jpg" alt="Themenstruktur in TV-Nachrichten (in Minuten)" height="421" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.9.-30.9.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de  </i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>InfoMonitor August 2008: Olympia und Kaukasus-Krieg waren Topthemen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/infomonitor-august-2008-olympia-und-kaukasus-krieg-waren-topthemen-4093/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[InfoMonitor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 12:18:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
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		<category><![CDATA[US-Wahlkampf 08]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Olympischen Spiele in Peking führen im August die Liste der Topthemen in den Fernsehnachrichten an. Insgesamt fast fünf Stunden (292 Minuten) berichteten „Tagesschau“, „heute“, „RTL aktuell“ und „Sat.1 Nachrichten“ über die sportlichen Aspekte der Spiele, wie der InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, ermittelt hat.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Olympischen Spiele in Peking führen im August die Liste der Topthemen in den Fernsehnachrichten an. Insgesamt fast fünf Stunden (292 Minuten) berichteten „Tagesschau“, „heute“, „RTL aktuell“ und „Sat.1 Nachrichten“ über die sportlichen Aspekte der Spiele, wie der InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, ermittelt hat.<br />
<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Hinzu kommen 93 Minuten Berichterstattung über das Umfeld der Spiele in Peking. Dazwischen platzierte sich auf Rang 2 der Kaukasus-Krieg mit gut vier Stunden (246 Minuten). Weitere Themen der Top-10 waren der US-Wahlkampf (63 Minuten), die Debatte um das Verhältnis zwischen SPD und Linkspartei (43 Minuten), die Flugzeugabstürze in Madrid und Kirgisistan (42 Minuten) sowie der Mordfall Michelle (37 Minuten).
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/08_top-10_themen_tv_hauptnachrichten.jpg" height="270" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.8.-31.8.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
Nachrichten. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de  </i>
</p>
<p>
Die Rangfolge der Themen war bei allen vier Hauptnachrichtensendungen relativ ähnlich. Die „Tagesschau“ berichtete deutlich mehr über den Kaukasus-Krieg als über Olympia, während es bei den anderen drei Sendungen umgekehrt war. „heute“ berichtete umfangreicher als die anderen über den US-Wahlkampf. Bei „RTL aktuell“ und den „Sat.1 Nachrichten“ nahm der Mordfall Michelle Rang 4 bzw. 5 ein, spielte dagegen bei ARD und ZDF so gut wie keine Rolle.
</p>
<p>
Bei den Nachrichtenmagazinen „Tagesthemen“ und „heute-journal“ war der Kaukasus-Krieg mit Abstand das Top-Thema Nr. 1. Das „heute-journal“ berichtete außerdem am ausführlichsten über das Umfeld der Olympischen Spiele und die „Tagesthemen“ über den US-Wahlkampf.
</p>
<p>
<b><br />
SPD deutlich mehr Auftritte als CDU</b>
</p>
<p>
Erneut lag die SPD im August bei der Zahl der Auftritte ihrer Politiker vor der CDU: 364 mal waren SPD-Politiker in den Fernsehnachrichten präsent, die CDU kam auf 175 Auftritte. Hierzu dürfte auch beigetragen haben, dass mit der Diskussion über das Verhältnis zur Linkspartei und dem Ausschlussverfahren gegen Wolfgang Clement zwei SPD-Themen unter den Top-10-Themen platziert waren. Die Linke erreichte mit 38 Auftritten Rang 3, es folgten CSU (34), Grüne (26) und FDP (22).
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/08_parteienpr_tv_nachrichten.jpg" height="280" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.8.-31.8.2008<br />
Insgesamt 665 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder mit O-Ton)<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de   </i>
</p>
<p>
Sechs der zehn am häufigsten in den Fernsehnachrichten präsenten deutschen Politiker stammten im August von der SPD. Kurt Beck und Frank-Walter Steinmeier liegen mit je 54 Auftritten auf Rang 2 bzw. 3, Wolfgang Clement erreichte 39 Auftritte. Angeführt wird die Top-20-Liste weiterhin von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66 Auftritte). Darüber hinaus waren mit Andrea Ypsilanti und Roland Koch die Hauptakteure der hessischen Landespolitik an vorderer Stelle vertreten, ebenso wie Harald Ringstorff und Erwin Sellering, der amtierende und der designierte Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/08_top-20_politiker_nachrichten.jpg" height="490" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.8.-31.8.2008<br />
Insgesamt 665 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder mit O-Ton)<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de   </i>
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<b><br />
Olympia sorgt für erhöhten Sportanteil in den Nachrichten</b>
</p>
<p>
Das Topthema Olympia wirkte sich im August auch auf die Verteilung der Themenbereiche in den Fernsehnachrichten aus. Alle sechs beobachteten Sendungen hatten einen erhöhten Sportanteil. Bei „RTL aktuell“ lag Sport mit 22 Prozent (entspricht 5 Minuten pro Ausgabe) sogar vor der Politik mit 18 Prozent (4 Minuten). Auch bei „heute“ erreichte der Sportanteil 20 Prozent (4 Minuten). Bei den anderen Sendungen lag Sport zwischen 12 und 16 Prozent. Außer der Politik mussten dafür bei allen Sendungen auch andere Themenbereiche Sendeanteile abgeben. Unverändert blieb allerdings, dass die Politik bei ARD und ZDF mit deutlichem Abstand wichtigste Themenkategorie in der Nachrichtenberichterstattung ist.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/NEU_08_themenstruktur_tv_nachrichten_prozent.jpg" alt="Themenstruktur in TV-Nachrichten (in Prozent)" height="403" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.8.-31.8.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i>
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/NEU_08_themenstruktur_tv_nachrichten_minuten.jpg" alt="Themenstruktur in TV-Nachrichten (in Minuten)" height="420" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.8.-31.8.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de</i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„Gezuckt habe ich nie“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 15:33:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wladimir Putin]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[ARD-Korrespondent]]></category>
		<category><![CDATA[Kaukasus]]></category>
		<category><![CDATA[Moskau]]></category>
		<category><![CDATA[ARD-Studio Moskau]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Roth]]></category>
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					<description><![CDATA[Thomas Roth, der Leiter des ARD-Studios in Moskau, war am 04. September 2008 zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Dort nahm er Stellung zu den kritischen Stimmen aus der Netzwelt nach dem gekürzten Interview mit Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas Roth, der Leiter des ARD-Studios in Moskau, war am 04. September 2008 zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Dort nahm er Stellung zu den kritischen Stimmen aus der Netzwelt nach dem gekürzten Interview mit Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin. <!--break--></p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Liebe Kollegen, viele grüße aus Moskau, wir sind bereit!
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Herzlich willkommen, liebe Leser, im tagesschau-Chat. Heute zu Gast: Thomas Roth. Der Leiter des ARD-Studios in Russland ist uns von dort aus verbunden und stellt sich in den kommenden 60 Minuten Ihren Fragen. Sie werden sich voraussichtlich um das Interview Roths mit dem russischen Ministerpräsidenten Putin vor einer Woche drehen. Der Ansturm Ihrer Fragen im Vorfeld lässt vermuten, dass dieser Chat sehr gut besucht sein wird. Deswegen werden wir wohl leider nicht alle Fragen aufrufen können. Dafür stellen wir im Anschluss noch schneller als gewohnt das vollständige Transkript des Chats online.<br />
Bevor es nun losgeht, sei noch der Hinweis erlaubt: Wie immer im Tagesschau-Chat, gilt auch für diesen das Gebot der Fairness. Wir bitten um sachlich richtige und im Ton höfliche Fragen und behalten uns vor, nur solche zu posten.
</p>
<p>
<b>blabla: </b>Halten Sie angesichts der Reaktion Ihrer Zuschauer die Art und Weise, in der das Interview gekürzt wurde, weiterhin für gerechtfertigt und objektiv? Würden Sie es heute anders machen?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>Ja, ich halte es nach wie vor für richtig, dass wir an einem herausgehobenen Programmplatz im ARD-Hauptprogramm das Interview in einer Länge von 10 Minuten ausstrahlen durften. Das ist für uns eine sehr gute Gelegenheit gewesen, den Standpunkt des russischen Ministerpräsidenten einem möglichst großen Publikum präsentieren zu können. Der Vorgang selbst, ein Interview auch in gekürzter Form zur Verfügung zu stellen, ist auch international nichts Ungewöhnliches. Wir haben, da wir kein staatlicher Rundfunk sind, nicht die Verpflichtung, das Interview eines Ministerpräsidenten unmittelbar in gesamter Länge auszustrahlen. Ich habe mich aber gefreut, dass wir im ARD-Hauptprogramm davon zehn Minuten zeigen durften. Die Kürzung selbst habe ich nach aus meiner Sicht streng nachrichtlichen Kriterien vorgenommen.
</p>
<p>
<b>Thomas:</b> Halten Sie das gekürzte Interview inhaltlich für gleichwertig?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Am besten ist ein Interview natürlich immer, wenn man es sofort und unmittelbar in voller Länge zeigen kann. Natürlich auch deshalb, weil in voller Länge jede Nuance viel deutlicher wahrgenommen werden kann &#8211; insofern ist eine gekürzte Version natürlich immer eine gekürzte Version.
</p>
<p>
<b>Thomas:</b> Wer entschied, diesem Interview nur neun Minuten Sendezeit einzuräumen?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Das war eine Entscheidung der ARD-Programmplanung, über die ich mich aber sehr gefreut habe. Es ist nämlich keine Selbstverständlichkeit, politischen Inhalt an einem Freitag Abend im Hauptprogramm der ARD soviel Zeit einzuräumen. Obwohl nach meiner Information das Publikum an einem solchen Abend eher unterhaltungsorientiert zu sein scheint.
</p>
<p>
<b>Steffino:</b> Meines Erachtens wurde die Frage von &#8216;blabla&#8217; nicht beantwortet. Es ging in der Frage darum, ob Herr Roth die Art und Weise der Kürzung als objektiv empfindet, nicht um die Kürzung an sich.
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Ich habe diese Kürzung nach journalistischen Kriterien vorgenommen und versucht, dabei möglichst viele interessante Gesichtspunkte an diesem Abend zu berücksichtigen. Im Zentrum stand die Frage nach der Isolation Russlands, die Erwartungen vor dem Brüsseler Gipfel und ob die Krim der nächste drohende Konfliktpunkt ist. Außerdem war da noch die Frage, welche Rolle die deutsche Politik spielen kann. Ich habe den Eindruck, auch in der Folge der Berichterstattung durch andere Medien (wie Zeitungen in Deutschland), dass sich auch dort das Interesse besonders auf diese Punkte konzentriert hat.
</p>
<p>
<b>Freddie Mac:</b> Wie erklären Sie sich die große Empörung über die Kürzungen?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Offen gestanden tue ich mich damit sehr schwer. Vielleicht ist es nicht jedem Zuschauer bekannt, dass dies eine übliche journalistische Praxis ist, die z. B. auch in Berlin journalistischer Alltag ist. Dort werden auch lange politische Debatten (aber durchaus auch Interviews) sehr selten im Hauptprogramm in voller Länge ausgestrahlt.Was mich an der Reaktion durchaus stört ist, dass von nicht wenigen wie selbstverständlich davon ausgegangen wird, ich hätte dabei ein manipulatives Interesse gehabt. Dem war natürlich nicht so.
</p>
<p>
<b>Joe:</b> Warum haben Sie, abgesehen von größeren Passagen, auch einzelne Worte gestrichen, die ja kaum eine große Zeitersparnis mit sich bringen?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Wir haben versucht, den inneren Sinn des Interviews zu erhalten, damit der Zuschauer dem Interview auch inhaltlich folgen kann, ohne Bezug auf Teile zu nehmen, die der Zuschauer nicht zur Kenntnis nehmen konnte. Das war dann erst in der langen Fassung möglich und auch gut so.
</p>
<p>
<b>Thomas:</b> Warum wurde nicht im Vorhinein auf die Kürzung des Interviews hingewiesen?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Diesen Hinweis nehme ich gerne auf. Und wir machen das das nächste mal sehr gerne so.
</p>
<p>
<b>Peter: </b>Bei Ihrer gekürzten Version sahen die Zuschauer eine lange Eingangssequenz mit der Begrüßung Putins. Sie sahen, wie ihm das Mikrofon angeklemmt wird. In der vollständigen Fassung im WDR wurde auf diese Eingangssequenz verzichtet. Der Sendeökonomie zufolge wäre genau der umgekehrte Fall logisch gewesen. Gerade durch den Schnitt in der gekürzten Fassung entsteht der Eindruck, es handele sich um das vollständige Interview, da die Kamera scheinbar nonstop läuft. Darüber hinaus gibt es Schnitttechniken, z.B. Jumpcuts, die dem Zuschauer eindeutige Hinweise geben, dass es sich um eine gekürzte Fassung handelt. Warum wurden diese Techniken nicht verwendet, stattdessen aber ein, sagen wir, glatter Schnitt, der kaum dazu Anlass gibt, die erste Ausstrahlung als unvollständig zu betrachten? Trotz Zeitdrucks und angesichts der Wichtigkeit dieses Interviews.
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>Die Eingangssequenz mit der Begrüßung diente dazu, den Zuschauer an das Ereignis heranzuführen. Ich finde, dass diese Sequenz auch die Grundathmosphäre des Interviews durchaus wiedergibt. Die eines interessanten und spannenden Gesprächs, das aber durchaus von gegenseitigem (!) Interesse und Respekt geprägt war. Insofern war alleine das schon eine wichtige Information. Richtig ist, dass wir dem Zuschauer, auch wenn er nicht in der Problematik bewandert ist, das Interview in einer möglichst leicht verständlichen (auch bildlichen) Form zu präsentieren, um Hindernisse im Verständnis so weit wie möglich abzubauen. Man hätte, wollte man der ganz puren Form folgen, darauf verzichten können. Ich habe es aber im Interesse der Wahrnehmung der Zuschauer nicht getan.
</p>
<p>
<b>blabla:</b> Halten Sie Ihre Berichterstattung im Speziellen und die Berichterstattung in den deutschen Medien im Allgemeinen in Bezug auf die Georgien-Krise für objektiv? Haben Sie das Gefühl, dass die Meinung und Sorgen aller Seiten hinreichend berücksichtigt wurden?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Ich kann in dieser Sache nur für uns, die ARD, sprechen. Wir haben uns die allergrößte Mühe gegeben, beide Konfliktparteien zu berücksichtigen und darüber möglichst objektiv zu berichten. Mein Kollege Stephan Stuchlik ist sofort nach Ausbruch des Konflikts schnellstmöglich nach Nord-Ossetien und schliesslich bis nach Zchinvali vorgedrungen. Er konnte dort auch authentisch über die Folgen des georgischen Angriffs berichten. Übrigens unter sehr hohem persönlichem Risiko.
</p>
<p>
<b>Jens:</b> Lieber Herr Roth, bitte beschreiben Sie uns doch, mit welcher Personalstärke und welchen Bedingungen die ARD in der &quot;heißen Phase&quot; über den Kaukasus-Konflikt berichtet hat.
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>An dem Konfliktort Nord-Südossetien hatten wir ein Team von sechs Personen unter der Führung von Stephan Stuchlik, an der georgischen Seite ebenfalls sechs Personen. Die politische Beobachtung an der diplomatischen Front übernahmen zwei Korrespondenten im Studio Moskau, die sich dort ebenfalls bemühten, beide Seiten angemessen zu beleuchten. Es war der höchste Personalaufwand bei einem bewaffneten Konflikt seit langem.
</p>
<p>
<b>Moderatorin: </b>Zurück zum Interview:
</p>
<p>
<b>Medienwirt: </b>Warum haben Sie die Langfassung um 6.20 Uhr morgens ausgestrahlt? So hat sie doch kaum jemand sehen können.
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>Das war eine Entscheidung der Programmplanung des WDR. Ich war froh, dass wir die Langfassung im WDR-Fernsehen zeigen konnten. Zudem haben wir ja den Text im Internet auf dem sehr gut besuchten Portal &quot;tagesschau.de&quot; ebenfalls zur Verfügung gestellt. Mehr kann man kaum tun, wie mir scheint.
</p>
<p>
<b>Linse: </b>Finden Sie nicht, dass für ein so wichtiges Interview das Hauptprogramm unterbrochen werden soll, um das Interview ganz zu zeigen?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Jeder Korrespondent freut sich, wenn ein solches, tatsächlich ja sehr spannendes, Interview eine möglichst große Chance im Hauptprogramm bekommt. Aber ein Hauptprogramm setzt sich ja nicht nur aus solchen Aktivitäten zusammen. Es muss auch immer die Interessen aller Zuschauer berücksichtigen und das ist auch gut so.
</p>
<p>
<b>schmidt: </b>Lieber Herr Roth! Warum wurde die Passage ausgeschnitten, wo es sich darum handelte, wer den Krieg angefangen hat? Das ist meiner Meinung nach, eine der wichtigsten Fragen. Alle, die ich kenne, glaubten bis vor kurzem, Russland war der Aggressor.
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>Putin hat doch deutlich gesagt, wie seine Sicht der Dinge ist. In der Langfassung kam ja dann auch ich zu Wort, indem ich bestätigt habe, dass auch aus meiner Sicht der &quot;letzte Auslöser&quot; für den Konflikt der georgische Angriff auf Zchinvali war. Mir scheint, das ist inzwischen überall unbestritten.
</p>
<p>
<b>Das Mensch: </b>Wie wird das nächste Interview mit den russischen Politikern? Wieder gekürzt oder in voller Länge?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>Meine liebste Version wäre, den russischen Ministerpräsidenten und/oder Präsidenten live in voller Länge präsentieren zu dürfen. Das würde uns allen sicher viele Diskussionen ersparen. Vielleicht haben wir ja bald eine Chance dazu, hoffe ich!
</p>
<p>
<b>Jewgenij: </b>Lieber Herr Roth, warum haben Sie gesagt dass Georgien &quot;der letzte&quot; Auslöser war? Warum der letzte?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Ich sage das deshalb, lieber Jewgenij, weil dieser Konflikt eine lange und sehr komplizierte Vorgeschichte hat, die bis in den anfang der 90iger jahre zurückreicht. Ich habe nicht immer den Eindruck gehabt, dass beide Seiten (!) jederzeit konstruktiv an der Beilegung dieser komplizierten Konfliktlage energisch gearbeitet haben. Ich bedauere das sehr, da ich die Gegend kenne und weiß, wie viele Menschen auf beiden Seiten unter diesem Konflikt gelitten haben und leiden.
</p>
<p>
<b>tovarysh:</b> Hat Sie irgendetwas an den Aussagen Putins wirklich überrascht?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Ja, tovarysh. Was mich überrascht hat, war, dass aus Putins Sicht der Krieg, wie er sagte, direkt im weissen Haus in den USA geplant worden sei und er dazu diene, die Popularität von John McCain, des konservativen Kandidaten, voranzutreiben. Das hatte ich in dieser Entschlossenheit von ihm selbst bislang persönlich nicht gehört.
</p>
<p>
<b>Jens:</b> Welche Reaktionen hat es in Russland auf Ihr Interview gegeben?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Das Interview wurde auf verschiedenen Fernsehkanälen gezeigt, allerdings in zum Teil sehr verschiedenen Fassungen. Die beiden großen Kanäle haben zum Teil sehr stark gekürzte Fassungen veröffentlicht. Manche, soweit ich weiß, in der Länge oder Kürze von drei bis fünf Minuten. Der einzige Kanal, der meines Wissens die ganze Länge ausgestrahlt hat, war der Spartenkanal vesti24. Ich selbst wurde durchaus von ganz normalen Menschen auf der Straße angesprochen und zwar durchweg mit Anerkennung. Das hat mich natürlich gefreut.
</p>
<p>
<b>Lissi: </b>Ich frage mich (und vielleicht können Sie darauf eine Antwort finden): Was vermuten Sie, haben die Zuschauer von diesem Interview erwartet? Gab es Informationen, die Sie herausgeschnitten haben, die trotzdem wichtig zu erwähnen gewesen wären? Haben Sie selbst an einigen Stellen gezuckt und sich gefragt, ob man diese Stelle vielleicht lieber drinnen lassen solle?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>Gezuckt habe ich nie. Aber natürlich war es ein ständiges Abwägen zwischen nachrichtlichem Inhalt und dem Bemühen, den Standpunkt des russischen Ministerpräsidenten auch in einer gekürzten Version möglichst adäquat wiederzugeben. Ich hoffe, dass die Zuschauer neugierig darauf waren, den russischen Ministerpräsidenten, angesichts des schweren Konflikts, selbst zu hören.
</p>
<p>
<b>william wolfo:</b> Würden Sie dieselben Maßstäbe auch auf ein Interview mit dem amerikanischen Präsidenten anwenden? Würde es dann Protest aus der Politik und den Aufsichtsgremien geben?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Ich würde, lieber william wolfo, an jeden die gleichen Maßstäbe anwenden, wie ich das auch bisher z.B. in Berlin als Chefredakteur getan habe. Das es Protest geben könnte, darf nicht Teil unserer Überlegungen sein. Auch wenn ich mich natürlich über Zustimmung sehr viel mehr freue!
</p>
<p>
<b>korrespondent: </b>Deutschland hat traditionell gute Beziehungen zu Russland. Sehen Sie hier eine besondere journalistische Verantwortung?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Bei der Berichterstattung über Russland haben wir allen gegenüber die Verpflichtung, so nah wie möglich an der Realität zu berichten. Wie mir auch von europäischer Seite im Vergleich immer wieder gesagt wird, ist das Interesse in Deutschland besonders hoch. Das verwundert auch nicht, bei der langen und zum Teil sehr traurigen Geschichte (Überfall auf die Sowjetunion), die wir miteinander teilen. Ich hoffe allerdings, dass unsere Berichterstattung am Ende dazu beitragen kann, dass wir uns nicht entfernen, sondern einander weiter annähern.
</p>
<p>
<b>olf:</b> Hallo Herr Roth. Wie war die Stimmung in der Redaktion, als sich abzeichnete, wie viel negatives Feedback das Interview erzeugte? War man geschockt oder ist man in der Redaktion auf solche Situationen vorbereitet?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>Ich selbst war überrascht, weil ich ja noch stolz darauf war, dass wir einen Teil des Interviews im ARD-Programm zeigen durften. Geschockt war ich allerdings, da doch ziemlich Viele mir mehr oder weniger deutlich zu unterstellen haben, dass ich ferngesteuert sei. Oder, dass ich mich zu einer offenen Zensur hergeben würde. Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, zumindest diesen Verdacht auszuräumen.
</p>
<p>
<b>Michael:</b> Und noch eine Frage: Inwieweit beeinflusst die Zuschauerrückmeldung in Blogs und Foren, die für jedermann sicht- und lesbar ist, Ihre Arbeit als Journalist?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Sie erinnert uns ständig daran, dass wir unseren Job möglichst gut und möglichst gewissenhaft erledigen müssen. Im übrigen: auch wir sind nur Menschen und auch uns können durchaus einmal Fehler passieren. Ich hoffe, dass unsere Zuschauer auch dafür dann Verständnis auf bringen. Das mit dem Interview war aber natürlich kein Fehler.
</p>
<p>
<b>Steffino: </b>Was halten Sie von Menschen, die der Ansicht sind, dass die Darstellung politischer Sachverhalte in den Medien einseitig, um nicht zu sagen, kontrolliert ist?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Ich kann nur sagen, dass das für uns in gar keinem Fall gilt. Außerdem habe ich, was den allergrößten Teil der Presselandschaft in Deutschland angeht auch dort den Eindruck, dass sich die Kollegen nach bestem Wissen und Gewissen bemühen. Da ich viele andere Länder kenne, weiß ich, dass das keine Selbstverständlichkeit ist.
</p>
<p>
<b>Ihr Benutzername: william wolfo: </b>Haben Sie überwiegend Zustimmung von den Kollegen erhalten? Gab es auch Kritik?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Lieber wolfo, es gab überwiegend Zustimmung, ja sogar Lob!
</p>
<p>
<b>Kai: </b>Hallo, ich fand es bemerkenswert, dass Putin in dieser Situation einem ausländischen Korrespondenten überhaupt ein Interview gegeben hat. War das Ihre Initiative und hat er auch Fernsehsendern anderer Länder Interviews gegeben? Und wenn nicht, warum denken Sie, dass er die ARD ausgewählt hat?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Ich hoffe, er hat uns ausgewählt, weil er glaubt, dass die ARD eine seriöse Fernsehanstalt ist, die die Grundsätze von Fairness beachtet. Ein weiterer Grund war sicher, dass er der europäischen Öffentlichkeit durch ein solches Interview, seine Sicht der Dinge darlegen wollte und auch konnte. Fairer weise will ich sagen, dass er am Abend vor uns, dem amerikanischen Nachrichtensender CNN ebenfalls ein Interview gegeben hat.
</p>
<p>
<b>MIch1968:</b> Hallo Herr Roth &#8230; ich habe nur eine einzige Frage &#8230; ist Herr Putin glaubwürdig?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>Ich glaube, er vertritt seine Interessen und Überzeugungen klar und auch für mich nachvollziehbar. Dass ich sie an bestimmten Punkten nicht teile, war der Grund meiner kritischen Fragen in diesem Interview. Ich bin aber ganz sicher, dass Putin meint, was er sagt.
</p>
<p>
<b>integrity:</b> Finden Sie nicht, dass dieses Interview eigentlich mit dem russischen Präsidenten hätte geführt werden müssen? Finden Sie nicht, dass verfolgt man Putin und seine Interviews über Jahre, dieses Interview eigentlich inhaltlich vorher bekannt war?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>Nein. Ich finde, dass er in diesem Interview sehr viel zugespitzter als früher war. Er hat beispielsweise unterstellt, dass die europäische Politik direkt von den USA gesteuert wird. Das habe ich vorher so direkt noch nie gehört. Ich würde mich natürlich freuen, wenn ich auch den russischen Präsidenten Medwedew interviewen dürfte und zwar möglichst live.
</p>
<p>
<b>assdafdfsdgd: </b>Wäre das vollständige Interview auch ohne allgemeine Empörung ausgestrahlt worden oder war dies bereits eingeplant?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Ja, ich hatte schon damit gerechnet, dass wir auch die lange Fassung zeigen dürfen.
</p>
<p>
<b>Schekker: </b>Ist es aus Ihrer Sicht nicht ein Gewinn für einen Journalisten, wenn er die Diskussion über ein Beitrag im Internet fortführen kann? Zuschauerbindung pur!
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Ja, ich finde das ganz toll und freue mich darüber. Manchmal allerdings, wenn es eine so intensive Reaktion ist, muss ich darauf achten, dass ich auch meiner anderen Arbeit noch nachkommen kann. Aber es ist großartig, dass wir inzwischen via Internet solche Möglichkeiten haben!
</p>
<p>
<b>gregor_keuschnig:</b> Sie schreiben im tagesschau-Blog, dass das Gespräch rund eine Stunde gedauert hat. Jetzt sagen Sie, die Langversion sei gesendet worden. Das waren aber nur 27 Minuten. was war denn Rest?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>Der Rest war die zeit, die der Konsekutiv-Dolmetscher gebraucht hat, der Putin immer stückweise übersetzt hat. Übrigens war der nicht zu beneiden, da Putin glänzend deutsch spricht und ihn immer wieder (zurecht) korrigiert hat. Der Dolmetscher wurde von der russischen Seite gestellt.
</p>
<p>
<b>Schekker: </b>Hallo Herr Roth, bei aller Aufregung um dieses Interview möchte ich auch mal sagen, dass ich es toll finde, dass Sie sich hier den Kritikern stellen. So wird das Medium Internet als Ergänzung zum TV sehr gut genutzt. Zumindest dafür meinen Dank!!!
</p>
<p>
<b>Moderatorin: </b>Diesem Dank schließen wir uns an &#8211; auch an Sie, liebe User von tagesschau.de und politik-digital.de, für die zahlreichen, interessanten und interessierten Fragen. 60 Minuten sind um, der Chat mit Thomas Roth zu Ende. In Kürze können Sie das Transkript bei tagesschau.de und politik-digital.de nachlesen. Herr Roth, haben Sie herzlichen Dank. Sie haben das letzte Wort:
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Ich bedanke mich ebenfalls für das große Interesse und hoffe, dass ich Urteile und Vorurteile vielleicht sogar ein wenig verändern konnte. Alles Gute aus Moskau!</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Digitale Kriegsreporter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 16:34:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Hackerattacke]]></category>
		<category><![CDATA[Georgien]]></category>
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					<description><![CDATA[Kriege sind im Internet angekommen. Eine der ersten Auseinandersetzungen, bei der <a href="/kaukasus-ticker">digitale Angriffe</a> die militärischen Operationen begleiteten, war der Kaukasuskonflikt zwischen Russland und Georgien im August 2008. Zahlreiche Hackerattacken legten Server lahm, die georgische Regierung suchte digitales Asyl auf den Seiten des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski. Nun untersucht eine kanadische Hackergruppe die Vorfälle.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kriege sind im Internet angekommen. Eine der ersten Auseinandersetzungen, bei der <a href="/kaukasus-ticker">digitale Angriffe</a> die militärischen Operationen begleiteten, war der Kaukasuskonflikt zwischen Russland und Georgien im August 2008. Zahlreiche Hackerattacken legten Server lahm, die georgische Regierung suchte digitales Asyl auf den Seiten des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski. Nun untersucht eine kanadische Hackergruppe die Vorfälle.<!--break--></p>
<p>
„Onlineattacken haben eigentlich dieselben Folgen wie militärische. Nur kann hier jeder eine Atombombe bauen“, beschreibt Rafal Rohozinski in der <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/08/26/AR2008082603128.html?nav=rss_technology" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Washington Post</a> die Bedeutung des Onlinekrieges. Er ist einer der Gründer von <a href="http://www.citizenlab.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Citizen Lab</a>, einer Gruppe von Hackern aus Toronto, die sich ursprünglich auf die Umgehung von Filtern in Ländern mit Internetzensur konzentrierte. Nun untersucht sie die Vorgänge im Netz, die sich während der russischen Militäraktion gegen Georgien ereigneten.
</p>
<p>
<b>Online-Streitkräfte<br />
</b>
</p>
<p>
Darauf, dass die Attacken von eifrigen russischen Privatpersonen und nicht auf militärischen Befehl ausgeführt wurden, möchte sich Citizen Lab nicht festlegen. „Je wichtiger eine Internetseite ist, desto größer die Wirkung, wenn man sie in die Luft bläst“, sagt Ronald J. Deibert, der Chef der „Hacktivists“, und spricht bereits von einem digitalen Wettrüsten. Dabei seien nicht nur Zerstörungen von Informationskanälen, sondern auch das gezielte Filtern bestimmter Informationen effektive militärische Mittel. In einem Jahr wollen die Kanadier herausgefunden haben, wer hinter den Netzattacken auf Georgien steckte.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 33)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kalenderwoche-33-4002/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kalenderwoche-33-4002/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 17:07:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlkampf 08]]></category>
		<category><![CDATA[Kaukasus]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[John McCain]]></category>
		<category><![CDATA[Datensicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Europaparlament wendet Netzzensur ab, negative Nachrichten über John McCain verschwinden aus einem amerikanischen News-Dienst, Deutsche sind PC-Profis und politische Hacker stecken offenbar hinter den Angriffe auf georgische Webseiten: Diese und andere Neuigkeiten in der Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Europaparlament wendet Netzzensur ab, negative Nachrichten über John McCain verschwinden aus einem amerikanischen News-Dienst, Deutsche sind PC-Profis und politische Hacker stecken offenbar hinter den Angriffe auf georgische Webseiten: Diese und andere Neuigkeiten in der Linkliste.<!--break-->  </p>
<p>
<a href="http://www.zeit.de/online/2008/28/internet-zensur-eu">Vorerst keine Internet-Zensur</a>
</p>
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Das Europaparlament hat eine EU-weite Netzkontrolle abgelehnt. So wurden Änderungsanträge zum umfangreichen Paragrafenwerk Telekompakt, das den Telekommunikationsmarkt reguliert, gestoppt. Dort waren Passagen zur „Internetsperrung“ enthalten.
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<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,572033,00.html">Ehrenamtliche Helfer für Attacken gegen georgische Web-Seiten </a>
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Trotz der Einigung zwischen Georgien und Russland dauern die massiven Hack-Attacken gegen Web-Seiten aus Georgien an. Hinter den Angriffen steckt jedoch vermutlich nicht die russische Regierung, sondern vielmehr persönlich motivierte Hacker. Experten sehen darin eine Gefahr für die diplomatischen Bemühungen.
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<a href="http://www.welt.de/welt_print/arti2324979/Razzia_nach_Daten-Diebstahl.html">Durchsuchung nach Daten-Diebstahl</a>
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Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbachs ermittelt nach dem Skandal um die Weitergabe von  Datensätze gegen die Geschäftsführer einer Firma aus Viersen. Der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein wurden anonym Datensätze zugespielt, die Namen, Adressen, Geburtstage und Bankdaten von 17000 Bürgern enthielten. Diese soll die Viersener Firma der Staatsanwaltschaft zufolge unter anderem an Callcenter weiterverkauft haben.
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<a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/freie-lizenz-siegt-vor-gericht/">Urteil: Freie Lizenzen rechtmäßig</a>
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Das zuständige Washingtoner Gericht bestätigt, dass Lizenzverträge wie &quot;Creative Commons&quot; (CC) oder die &quot;Gnu Public License&quot; (GPL), die den freien Umgang mit Inhalten und Programmen sicherstellen sollen, rechtlich wirksam sind.
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<a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/40/306003/text/">McCains Bestattungshelfer </a>
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Seit 15. Juli 2008 sind bereits 28 negative Nachrichten über den Präsidentschaftsbewerber John McCain auf ungeklärte Weise von der Seite des amerikanischen News-Dienstes <a href="http://digg.com/">digg.com</a> verschwunden, berichtet das Blog der <a href="http://latimesblogs.latimes.com/webscout/2008/08/on-digg-28-mcca.html">Los Angeles Times</a>. Dies liege daran, dass nicht die Redakteure oder der Computer, sondern die User die Texte bewerten. Blogger sprechen bereits von einer &quot;Totengräber-Brigade&quot; im Auftrag McCains.
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<a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1218534031811">Mitmachnetz bei Deutschen beliebt</a>
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Fast 15 Millionen Deutsche stellen eigene Fotos ins Netz, sieben Millionen unterhalten eine eigene Homepage. Diese und andere Ergebnissen einer aktuellen Studie des Branchenverbandes Bitkom legen nahe, dass eine aktive Teilnahme und Auseinandersetzung mit dem Netz für die Deutschen immer attraktiver wird.
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<a href="http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1118837.html"> </a>
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<a href="http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1118837.html">Vorbild Obama: bayerischer SPD-Spitzenkandidat lässt es im Netz menscheln </a><br />
Franz Maget setzt auf regelmäßige Online-Berichterstattung von seiner Wahlkampftour, treibt  Spenden via Web ein und verknüpft so seinen Alltag mit den politischen Ansichten seiner Partei.
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<a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2008/aug/14/internet.religion">Religiöse Grabenkämpfe im Internet </a>
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Bei Diskussionen im Internet über unterschiedliche Religionsauffassungen  wird ein rauer Ton an den Tag gelegt. Dies habe ernst zu nehmende Auswirkungen auf die reale Welt, schreibt der britische Gurardian.
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<a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/571/305539/text/">Deutsche haben europaweit mit die besten PC-Kenntnisse</a>
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Eine Studie des EU-Statistikamtes Eurostat verkündet: 60 Prozent der Bundesbürger haben mittlere bis gute Computer-Kenntnisse. Allerdings sind die Ergebnisse der Befragung mit Vorsicht zu genießen.
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<a href="http://www.ccc.de/updates/2008/steuerid?language=de">Einführung von Steueridentifikationsnummern </a>
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Einzelne Finanzämter haben bereits angefangen, die neue 11-stellige lebenslang gültige Steuer-ID zu vergeben. Gegen Jahresende sollen die alten Steuernummern automatisch in die neuen überführt werden &#8211; und ermöglichen so die behördenübergreifende Zuordnung von Finanzdaten mit Personendaten.</p>
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		<title>Umkämpfter Liveticker im Kaukasus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 17:17:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Krieg im Kaukasus findet auch im Netz statt. Gerade die georgische Seite bloggt und informiert im Stundentakt über die neuesten Entwicklungen. Doch nun soll auch die Blogosphäre unter Beschuss geraten sein. Ein Einblick in die unübersichtliche Lage.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Krieg im Kaukasus findet auch im Netz statt. Gerade die georgische Seite bloggt und informiert im Stundentakt über die neuesten Entwicklungen. Doch nun soll auch die Blogosphäre unter Beschuss geraten sein. Ein Einblick in die unübersichtliche Lage.<!--break--></p>
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Dass russische Truppen in Senaki einmarschiert sind, vermeldet die Nachrichtenseite <a href="http://www.civil.ge/eng/">Civil.ge</a> noch, der Wirtschaftsticker der georgischen Nationalbank am Rand der Seite funktioniert aber nicht immer. <a href="http://russiangeorgianwar.blogspot.com/">Ein englischsprachiges Blog</a> tickert die neuesten Kriegshandlungen. <a href="http://georgiamfa.blogspot.com/">Ein Blog</a>, das wegen Hackerangriffen angeblich vom georgischen Außenministerium auf einem sicheren Blogspot-Account geführt wird, zeigt Bilder georgischer Opfer. Die offizielle Außenministeriums-Homepage ist gerade erreichbar, die Startseite soll aber vor kurzem nach Manipulationen von Hackern noch mit Bildern von Kriegsverbrechern wie Adolf Hitler umgeleitet <a href="http://www.ireport.com/docs/DOC-57237">worden sein</a>. Auch YouTube wird zur Information und Stimmungsmache <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1218352586650.shtml">genutzt</a>.
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<b><br />
Gezielte Abschaltung</b>
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So hat der militärische Konflikt zwischen Russland und Georgien sein digital-mediales Pendant. Dabei ist es kaum ersichtlich, welche Personen oder Intentionen hinter den Meldungen stehen. <a href="http://www.heise.de/newsticker/Cyberkrieg-im-Kaukasus--/meldung/114065/from/atom10">Heise.de</a> berichtet nun, dass auch im Netz angegriffen wird. Russische Server, über die ein Großteil des georgischen Traffics läuft, sollen für georgische Nutzer nicht mehr zugänglich sein. Zudem hätten russische Online-Attacken verschiedene georgische Seiten gezielt überfordert, so dass diese nun nicht mehr aufzurufen seien. Der polnische Präsident veröffentlicht die Infos der georgischen Regierung daher auf seiner <a href="http://www.president.pl">englischsprachigen Homepage</a>.</p>
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