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	<title>Kenia &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Kenias digitales Identifikationssystem: Zwischen Digitalisierungseuphorie und nicht existentem Datenschutz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Merz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2020 10:49:10 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Am 25. November 2019 fand unter dem Titel Road2IGF „Data, Sovereignty, Democracy and a Global South Perspective“ eine Veranstaltung statt, die sich mit Themen der Datensicherheit und Datenhoheit im globalen Süden beschäftigte. Eine der Vortragenden war die kenianische politische Analystin Nanjala Nyabola, deren Heimatland vor kurzem ein digitales Identifikationssystem eingeführt hat, welches oft mit zahlreichen neuen Risiken für die Bevölkerung und Sicherheit der von ihnen bereitgestellten Daten in Verbindung gebracht wird.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Als WarmUp-Event zum IGF Gipfel am darauf folgenden Wochenende fanden unter dem Titel #Road2IGF zwei Vorträge und eine anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Data, Sovereignty, Democracy and a Global South Perspective“ statt. Dabei wurde vor allem eine konkrete Frage aufgeworfen: Wie können wir Menschen die Macht über ihre eigenen Daten zurückgeben? Eine Frage die weitaus komplexer ist, als es auf den ersten Blick erscheint und auf die es keine einfache Antwort gibt.</p>
<p>Wie Datenschutz und Datensouveränität im globalen Süden gehandhabt wird, lässt sich sehr gut am Beispiel Kenias zeigen, welches von einer der Rednerinnen des Events, <a href="https://twitter.com/nanjala1?lang=de">Nanjala Nyabola</a>, vorgestellt wurde: Nanjala Nyabola versteht sich selbst als politische Analystin, die nicht nur Einblicke in die Politik Afrikas jenseits der eurozentristischen Perspektive eröffnet, sondern auch konkrete Beispiele und Umstände aus ihrem Heimatland und Forschungsobjekt Kenia aufzeigt. Ihre Forschungsergebnisse und Gedanken sind in umfassenderem Maße in ihrem Buch <a href="https://www.nanjalawrites.com/books/">„Digital Democracy, Analogue Politics: How the Internet Era is Transforming Kenya</a>“ nachzulesen.</p>
<p>Zu Beginn ihres Vortrages erzählt Nyabola, wie eine Auslandsreise von ihr durch eine Verkündung der kenianischen Regierung unterbrochen wurde. Diese gab bekannt, ein neues Identifikationssystem (ID) einführen zu wollen, für das sich jede*r Kenianer*in innerhalb von 30 Tagen registrieren lassen sollte. Dieses „National Integrated Identity Management System“ (NIIMS) sollte eine „single source of truth“ sein, auf der alle Daten über Personen vom GPS-Standpunkt über Gesundheitsdaten bis hin zur DNA gespeichert werden sollten. Gleichzeitig würde es ohne sie weder möglich sein öffentliche Dienstleistung, noch medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei wolle der Staat die Daten nicht nur sammeln, so Nyabola, sondern sie auch mit anderen bereits existierenden staatlichen und privaten Datenbanken verbinden. Mit der Einführung des National Integrated Identity Management System (NIIMS) solle auch jeder Bürger eine Humba Numba bekommen, eine Art Sozialversicherungsnummer.</p>
<h3>Klage gegen das ID-System</h3>
<p>Als besonders problematisch erachtet Nyabola aber die Tatsache, dass es dadurch zum Ausschluss bestimmter Minderheiten kommt. Denn Ethnie ist in Kenia ein brisantes Thema. Es gibt über 43 unterschiedliche und viele davon staatlich anerkannt. Anderen hingegen wird immer wieder versucht der Status der Staatsbürgerschaft Kenias vorzuenthalten oder sie sind aktuell staatenlos, wie z.B. die Minderheit der Shona. Nicht anerkannte Minderheiten haben oft nicht die notwendigen Papiere, um sich für eine ID zu registrieren oder die Ausstellung wird durch Korruption und Diskriminierung bewusst hinausgezögert. Besonders betroffen davon sind Muslime und die Nubian. Außerdem warnt die Organisation „<a href="https://www.justiceinitiative.org/uploads/8f3b665c-93b9-4118-ad68-25ef390170c3/briefing-kenya-nims-20190923.pdf">Open Society Justice Initiative</a>“ davor, dass Kenia eine „well-documented history of using these kinds of powers disproportionately against ethnic and religious minorities and other marginalized groups“ hat (Übersetzung: Gut dokumentierte Geschichte davon, diese Art von Machtungleichheiten gegen ethnische oder religiöse Gruppen oder andere Magnetisierte zu nutzen.</p>
<p>Den Menschen, die keine ID innerhalb der vorgesehenen 30 Tage bekommen, weil sie z.B. in entlegenen ländlichen Gebieten leben, droht neben der Verweigerung des Zugangs zur öffentlichen Infrastruktur auch der Verlust ihrer Identität gegenüber dem Staat. Aber auch aus der Perspektive des Datenschutzes hatte der ursprüngliche Entwurf des ID-Systems große Schwächen. Es ist intransparent; für Bürger*innen sollte es keine Möglichkeit geben, die über sie gesammelten Daten einzusehen.</p>
<p>Einige Menschenrechtsorganisationen erkannten die Gefahr der Situation und entschieden sich gegen das ID-System zu klagen. Mit Erfolg. Das Oberste Gericht untersagte dem Staat das Erfassen von DNA- und GPS-Daten. Zudem erklärte es den Anmeldeschluss nach 30 Tagen für rechtswidrig. Das geplante Weiterreichen der Daten innerhalb und außerhalb der Behörden wurde ebenfalls untersagt. Mit diesen erzwungenen Änderungen startete das NIIMS-System.</p>
<h3>Datensicherheit?</h3>
<p>Erhoben werden sollten nun die Nationalität, Geburtsort, Abstammung, Familienstand, Bildung, Behinderungen, Agrar-Aktivitäten und biometrische Daten, wie ein Bild und Fingerabdrücke. Doch ist der kenianische Staat in der Lage, diese Daten sicher zu verwahren und damit auch ihre Besitzer*in zu schützen?</p>
<p>Leider hat Kenia noch kein klares Gesetz, das reguliert, wie Daten gesammelt und sicher gelagert werden. Wie die Persönlichkeitsrechte der Bürger gewahrt bleiben sollen oder wie im Fall einer Datenverletzung vorgegangen wird, bleibt also ungeklärt. Auch wenn die Weitergabe an Dritte vom Gericht als rechtswidrig eingestuft wurde, bleibt es möglich, dass private Firmen Teilaufgaben in der Organisation des Registers übernehmen und so Zugang zu Millionen sensibelster Daten bekommen, da dies rechtlich nicht ausgeschlossen ist.</p>
<p>Nyabola vertritt außerdem den Standunkt, dass Identitäten speziell in einem Land wie Kenia nicht statisch sind. Über die Jahre verändern sie sich mit den Erfahrungen die der Mensch macht, deshalb ruft sie dazu auf, dass wir den Menschen außerhalb von festen Kategorien erfassen und als Individuum behandeln müssen. Die Erfassung der Ethnie ist ein Überbleibsel aus der Zeit der britischen Kolonialherrschaft, gleichzeitig ist es ohnehin möglich die meisten Kenianer*innen über ihren Nachnamen einer der vielen Untergruppe zuzuordnen.</p>
<h3>Versprechungen und Ängste</h3>
<p>Doch warum will der Staat das NIIMS-System überhaupt einführen, wenn es so viele Schwierigkeiten und ungeklärte Fragen dazu gibt?</p>
<p>Der <a href="https://www.globalgovernmentforum.com/kenya-creates-africas-first-national-digital-id-scheme/">kenianische Präsident äußerte sich</a> dazu auf einer Tec-Konferenz: Unsere Vision ist es, innerhalb der nächsten fünf Jahre alle Teile des Landes miteinander zu vernetzten und dadurch allen Bürger_innen zu ermöglichen an der digitalen Bewegung teilzuhaben. Außerdem sei sein Ziel, die Bürger besser zu verstehen und ihnen einen effektiveren öffentlichen Dienst zu bieten. Die Korruption solle bekämpft und noch nicht weiter definierte politische Herausforderungen bezwungen werden.</p>
<p>Doch woher kommt diese Software, die sich auf dem afrikanischen Kontinent ausbreiten soll? Aus Kenia? Zumindest aus Afrika? Oder doch wieder aus Europa? Das bleibt unklar. Fakt hingegen ist, dass das nicht das erste Mal wäre, dass der afrikanische Kontinent zum „Versuchslabor“ für internationale Konzerne wird. China hatte vor einiger Zeit versucht, KI basierte Überwachungssysteme an afrikanische Städte zu verkaufen, um ihre KIs zu trainieren, die Gesichter von schwarzen Menschen treffsicher zu unterscheiden.</p>
<p>Nyabola hingegen findet eine andere Antwort auf das wofür. Für sie ist klar, dass der kenianische Staat ein digitales Panoptikum aufbauen will. Gemeint ist das von dem Philosophen Jeremy Bentham erfundene Gefängnis, das aus einem Kreis aus Zellen besteht, welche sich alle zur Mitte öffnen, in der sich ein Turm befindet. In diesem Turm ist ein einzelner Wachmann, der hinter einem Vorhang verborgen ist, so dass die Insassen in den Zellen nie wissen, ob sie gerade beobachtet werden oder nicht. Und genauso verhält es sich auch mit der Überwachung, die der kenianische Staat gegenüber seinen Bürger*innen mit dem ID-System ausüben will. Es entsteht jederzeit das Gefühl, vom Staat beobachtet zu werden, unabhängig davon, ob das aktuell tatsächlich passiert oder nicht. Mit dem ständigen Gefühl der Überwachung im Nacken lässt sich das Verhalten von Menschen effektiv und ressourcenschonend kontrollieren.</p>
<h3>„Google is no Goverment, that will use Data against you“</h3>
<p>Die Frage der Datensicherheit der Bürger*innen geht letztlich mit der Frage nach dem Vertrauen in den Staat einher. Der kenianische Staat legt ein Register seiner gesamten Bevölkerung an, gleichzeitig ist sich niemand sicher, ob er in der Lage ist, diese Daten sicher zu verwalten. „Google is no Goverment, that will use Data against you“ ist ein Zitat von Nyabola, das die Beziehung zwischen dem kenianischen Staat, seinen Bürgern und ihren Daten illustriert. Sowohl die Zustimmung zur Verwendung der eigenen Daten, also Datensouveränität, als auch Datensicherheit sind in Kenia noch in weiten Teilen rechtlich ungeklärt.</p>
<p>Schon heute nutzen ca. 80% der Kenianer_innen ein Smartphone und haben damit Zugang zum Internet, was das Thema Datenschutz immer wichtiger werden lassen sollte. Immer mehr Menschen werden sich der Chancen bewusst, die das Internet ihnen in einem System mit beschränkter Presse- und Meinungsfreiheit bietet. Anders sieht es bei den Risiken aus. Um dieses Problem zu lösen, ist vor allem Digital-Bildung notwendig, damit ein Bewusstsein für Datensicherheit und Datensouveränität entstehen kann. Auf Seiten des Staates besteht vor allem dringender Handlungsbedarf bei dem Ausbau der Datenschutzgesetzte. Ziel muss es sein, ein System aufzubauen das „safe, based on consent, and (…) based on laws“ (Übersetzung: sicher, basierend auf Zustimmung und Gesetzten) ist, wie es die kenianische<a href="https://twitter.com/thekhrc/status/1111678261308854272"> Twitternutzerin @NiNanjira</a> formuliert.</p>
<p><strong>Photo by:</strong> <a href="https://pixabay.com/de/illustrations/kenia-flagge-fingerabdruck-land-653064/">Kurious on Pixabay</a></p>
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</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Digitale Start-Ups in Afrika: Profitieren die Menschen wirklich?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/digitale-start-ups-in-afrika-profitieren-die-menschen-wirklich-156883/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2019 10:26:07 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Die Neugründungen von vornehmlich digitalen Start-Ups sind für immer mehr afrikanische Länder eine höchst relevante Entwicklung. Und dieser Aufschwung ist auch aus Sicht der Entwicklungshilfe interessant. Dieser Artikel widmet sich der Frage, ob die Menschen in Afrika tatsächlich von den Start-Ups profitieren. Dafür haben wir unter anderem mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gesprochen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das Potential kann man schon aus den<a href="http://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/reihen/infobroschueren_flyer/infobroschueren/Materialie310_Afrika_Marshallplan.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Statistiken</a> herauslesen: Von der 1,2 Milliarden großen Bevölkerung ist derzeit die Hälfte jünger als 25 Jahre, jährlich werden schätzungsweise mehr als 20 Millionen neue Arbeitsplätze benötigt. Mit einem 53-prozentigem Anstieg gegenüber dem Vorjahr konnten 2017 rund <a href="https://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Maerkte/suche,t=mehr-geld-fuer-startups-in-afrika,did=1895068.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">560 Millionen Dollar</a> Risikokapitalzufluss in den subsaharischen Raum verzeichnet werden. In Kenia, Ghana und Nigeria befinden sich dabei die führenden Start-Up-Hubs. Doch bei all dem Hype – die Frage nach dem tatsächlichen Profit für die Menschen im subsaharischen Raum sollte auf jeden Fall gestellt werden.</p>
<h3>Vorsprung durch Innovation</h3>
<p>Im Zusammenhang mit Start-Ups in Entwicklungsländern hört man häufig einen Schlagbegriff: <a href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/leapfrogging-41469" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Leapfrogging</em></a><em>. </em>Gemeint damit ist das Überspringen „klassischer“ Entwicklungsschritte, vornehmlich durch innovative neue Möglichkeiten. Ein Beispiel dafür könnte <em>WeFarm </em>sein, ein Peer-to-Peer-Netzwerk zur Wissensverbreitung zwischen Bauern. Es kann damit zumindest teilweise den teuren Bau klassischer Schulen ersetzen. Man könnte hier auch <em>M-Pesa</em> nennen, ein System zum bargeldlosen Zahlungsverkehr. Es ist vor allem in Westafrika beliebt, schließlich kann man damit sicher sein, dass das bei einem Handel erhaltene Geld auch echt ist. So können illegale Geldgeschäfte effektiver bekämpft werden. Beispiele wie diese lassen sich vielerlei finden. Der positive Effekt für die Menschen sei damit gezeigt, könnte man meinen. Aber man sollte die versteckten Kosten nicht übersehen.</p>
<h3>Wer gewinnt hier eigentlich?</h3>
<p>Auf den ersten Blick ist die Ausgangslage für unternehmenslustige Afrikaner*innen gut: Die Märkte sind trotz der Bemühungen der <a href="https://au.int/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Afrikanischen Union</a> (AU) und kleinerer Verbände häufig noch in hohem Maße regionalisiert. Die Bedürfnisse der afrikanischen Menschen sind aus westlicher Sicht häufig schwer nachzuvollziehen. Dementsprechend gibt es in gewisser Weise einen Schutz vor Konkurrenz. <em>Jumia</em> konnte sich zum Beispiel mit speziellen Transportketten gegen Amazon durchsetzen.</p>
<p>Doch sind die größten Unternehmen –darunter die hier genannten– nur scheinbar „afrikanische“ Unternehmen. Tatsächlich sind sie meisten Unternehmen entweder im Besitz globaler Konzerne oder zumindest in den Führungsebenen von weißen, nicht afrikanisch-stämmigen Personen durchsetzt. So wird <a href="https://www.rocket-internet.com/companies/jumia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jumia</a> in Portugal entwickelt, während einer der Hauptbesitzer das Berliner Unternehmen <em>Rocket Internet SE</em> ist. Mit anderen Worten: erstens wird zwar der Gewinn in (Ost-)afrika gemacht – die Steuern aber in Europa bezahlt. Zweitens werden die hochbezahlten Jobs zumeist nicht von den Afrikaner*innen belegt, die somit von ihrem eigenen Aufschwung oft wenig mitbekommen. Bei den anderen hier genannten Unternehmen sieht es leider nicht viel anders aus.</p>
<p>Man könnte daran anknüpfend viel über <a href="http://www.bpb.de/apuz/146971/kolonialismus-und-postkolonialismus?p=all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den neuen Kolonialismus</a> und dessen lange bisher wenig aufgearbeitete Tradition schreiben – aber um es kurz zu halten kann man dieses große Problem auch auf zwei kleinere Probleme herunterbrechen.</p>
<h3>Reicht Unternehmergeist alleine?</h3>
<p>Erstens: Wenn man den <a href="https://twitter.com/RobertAlai/status/1034132720153243648/photo/1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berichten</a> unzähliger afrikanischer Gründer*innen und jenen vom <a href="https://www.weforum.org/agenda/2019/07/impact-investors-favour-expats-over-african-entrepreneurs-here-s-how-to-fix-that/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weltwirtschaftsforum</a>, Glauben schenkt, ist ein Problem der strukturelle Rassismus. Die Risikokapitalfirma <em><a href="https://vilcap.com/wp-content/uploads/2017/06/VC_Breaking_the_Pattern.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Village Capital</a></em>, hat vor einiger Zeit festgestellt, dass 90% der Investments in den afrikanischen digitalen Finanzsektor an Start-Ups gehen, die einen oder mehrere Gründer*nnen aus Europa oder Nordamerika haben. Während die Inverstor*innen in ihnen bekannte Geschäftsmodelle und Firmenpraktiken investieren, entgegnen afrikanische Gründer*innen häufig, dass vor Ort aufgrund anderer Gegebenheiten andere Vorgehensweisen besser passen.</p>
<p>Im BMZ ist man sich dieser und ähnlicher Probleme selbstverständlich bewusst, Stichwort „<a href="http://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/reihen/infobroschueren_flyer/infobroschueren/Materialie310_Afrika_Marshallplan.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marshall-Plan für Afrika</a>“. Laut einer Sprecherin versuche das BMZ mit unterschiedlichen Projekten, einen möglichst großen Teil der afrikanischen Wirtschaft zu stützen. So werden mit <em><a href="http://www.bmz.de/de/mitmachen/Wirtschaft/Make_IT/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Make-IT </a></em> die Rahmenbedingungen für afrikanische Start-Ups verbessert, indem ein besserer Zugang zu Risikokapital ermöglicht werde, oder geholfen werde, Innovation, Markterfahrung sowie nationale und internationale Sichtbarkeit zu verbessern. Durch <em><a href="https://www.bmz.de/de/zentrales_downloadarchiv/Presse/AfricaGrow-Fonds.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AfricaGrow</a> </em>werden dann Investitionslücken für mittelständische Unternehmen gestopft. Mit einem ähnlichen Programm sticht auch die NGO “<a href="https://www.1millionstartups.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1millionstartups</a>” hervor, die ihre umfangreichen Förderungsangebote für Start-Ups an die Dienlichkeit für die <a href="https://sustainabledevelopment.un.org/?menu=1300" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SDG</a>s, also die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen knüpft. Jedoch wird gegen die rassistischen Tendenzen gegenüber Gründer*innen an sich direkt wenig unternommen. Die Bemühungen zielen eher darauf ab, dass es erfolgreiche afrikanische Gründungen <strong>trotz</strong> des Rassismus geben kann.</p>
<h3>Wer zuerst zugreift, behält</h3>
<p>Das Zweite Problem ist eines von Haben und Nicht-Haben. Egal, ob man ihn befürwortet oder bekämpft, in einer Sache ist man sich in der Wissenschaft einig: Der Kapitalismus funktioniert ohne Eigentum nicht. Viele besitzen kaum mehr als ihr eigenes Land oder können sich nur mit Rücküberweisungen gerade über Wasser halten. Zum Investieren bleibt jedoch nicht viel über – wenn diese Möglichkeit überhaupt bekannt ist. Hingegen gibt es aus dem Ausland umso mehr Geld. Das ist ein Problem, weil die Afrikaner*innen, wenn sich nicht investieren, letztendlich nicht von den Renditen ihres eigenen Wachstums profitieren können und sich eine vom Kapitalbesitz geprägte Mittelschicht nur langsam entwickeln kann. Außerdem fehlt dadurch häufig auch ein für Start-Ups wichtiger Faktor: lokale <a href="https://www.weforum.org/agenda/2019/07/impact-investors-favour-expats-over-african-entrepreneurs-here-s-how-to-fix-that/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Start-Up-Angel</a>, die an einer auch für Afrika nachhaltigen Unternehmensentwicklung arbeiten und im besten Fall das Problem der ethnisch selektiven Investitionen aktiv bekämpfen könnten. Laut eigener Aussagen arbeitet das BMZ speziell in diesem Sinne über Make-IT mit lokal gewachsenen Start-up-Netzwerken wie dem <em><a href="https://abanangels.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">African Business Angel Network</a>, <a href="https://www.afrilabs.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Afrilabs</a></em> oder <em><a href="https://www.jokkolabs.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jokkolabs</a></em> vor Ort zusammen.</p>
<p>Zudem wurden laut der Sprecherin des BMZs „z.B. Policy Hackathons in Nigeria unterstützt, die dazu geführt haben, dass die Regierung ein entsprechendes Rahmenwerk geschaffen hat, das <a href="http://www.med.gov.my/portal/document/files/Booklet%20NEF.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">National Framework for Innovation and Entrepreneurship</a>.“ Dies ist ein Erfolg, weil zahlreichen Berichten von Gründer*innen zufolge viele Regierungen nur wenige Anstrengungen in eine aktive Innovationspolitik setzen würden. So scherzt man gerne über das durchaus erfolgreiche kenianische „Savannah Valley“, es existiere nicht wegen der Regierung, sondern trotz der Regierung.</p>
<h3>Also doch China als Vorbild nehmen?</h3>
<p>Für eine aktivere Innovationspolitik, die gegebenenfalls eine selektiveren Außenwirtschaftspolitik bedeuteten würde, fehlen leider jedoch häufig die Mittel bei den Regierungen. Zudem leiden die meisten afrikanischen Staaten unter einer sehr ungleichen Vermögensverteilung, innerhalb derer die Reichsten ihre Gelder eher versuchen außer Land zu schaffen, statt sie lokal zu investieren. Zwei wichtige Voraussetzungen für einen schnellen Aufstieg wie dem Chinas, nämlich die Mittel durch äußerst hohe Rückinvestitionen und die relativ gleiche Vermögensverteilung, sind so oftmals nicht gegeben. Ein Marshallplan für Afrika, der seinem Original näher käme, müsste deswegen zumindest die Regierungen mit mehr Eigenkapital ausstatten, statt „nur“ Förderprogramme zu betreiben.</p>
<div class="_3bJ2H CHExY">
<p class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Titelbild:</strong> Mkimemia at English Wikipedia. &#8211; Transferred from en.wikipedia to <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4022744">Commons</a>.,</p>
</div>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-5"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
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		<title>Elektronisches Lernen in Afrika</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[Der afrikanische Kontinent zeigt sich den neuen Medien gegenüber aufgeschlossen. Auf der eLearning-Konferenz in Nairobi diskutieren afrikanische und internationale Teilnehmer über medienbasierte Lernmethoden. Johanna Limberg betrachtet die Chancen dieser Konferenz.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der afrikanische Kontinent zeigt sich den neuen Medien gegenüber aufgeschlossen. Auf der eLearning-Konferenz in Nairobi diskutieren afrikanische und internationale Teilnehmer über medienbasierte Lernmethoden. Johanna Limberg betrachtet die Chancen dieser Konferenz.<!--break--></p>
<p>
<i>eLearning Africa 2007: Building Infrastructures and Capacities<br />
to Reach out to the Whole of Africa:</i> Unter diesem Untertitel<br />
findet vom 28. bis 30. Mai in Nairobi, Kenia, die zweite Internationale<br />
Konferenz für Informations- und Kommunikationstechnologie für<br />
Entwicklung, Bildung und Training (<i>International Conference<br />
on ICT for Development, Education and Training</i>)statt.</p>
<p>Vielen erscheint es nach wie vor paradox, dass gerade afrikanische<br />
Staaten technologische Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten<br />
umsetzen wollen. Denn den Staaten fehlt es an anhaltendem Wachstum<br />
und politischer Stabilität, sie befinden sich in einem Stadium<br />
relativ niedriger wirtschaftlicher, sozialer und politischer Entwicklung.<br />
Doch die häufig auftretende Annahme, Afrika habe im Allgemeinen<br />
andere Probleme und verharre in einer Situation, die einer demokratischen<br />
Entwicklungen und Hochtechnologie verschlossenen ist, greift zu<br />
kurz.<br />
<b><br />
Bedarf und Realität in Afrika<br />
</b><br />
Der Untertitel der Konferenz fasst Realität und Bedarf kurz<br />
und bündig zusammen: Es geht um Bildung als einen der grundlegenden<br />
Faktoren der Entwicklung und Demokratisierung Afrikas &#8211; und zwar<br />
um Bildung mit Hilfe von Informations-, Kommunikations- und Recherchetools<br />
zum Beispiel per Internet oder Handy. Hierzu sollen entsprechende<br />
technische Infrastrukturen auf- und ausgebaut werden. Sonst bleibt<br />
Lernen per elektronischen Medien begrenzt auf städtische Gebiete<br />
und einige wenige Pilotprojekte auf dem Land.</p>
<p>Ein Beispiel für den länderübergreifenden Einsatz<br />
von neuen Medien im Unterricht bietet die Initiative <a href="http://www.tessaprogramme.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TESSA</a><br />
(Teacher Education in Sub-Saharan Africa): Sie stellt Bildungsprogramme<br />
und -unterlagen für Lehrer verschiedener Fachrichtungen online<br />
zur Verfügung, die ausgedruckt auch in Schulen ohne Internetzugang<br />
genutzt werden können.</p>
<p>In einem anderen Fallbeispiel erforscht die computerwissenschaftliche<br />
Abteilung der Universität von Botswana die neuesten kabellosen<br />
und mobilen Technologien. Diese sollen helfen, in infrastrukturschwachen<br />
Gegenden Informationen im Gesundheits- und Bildungswesen zugänglich<br />
zu machen.</p>
<p>Trotz dieser Beispiele: Um umfangreiche länderübergreifende<br />
Projekte in Gang zu bringen, sind verbindliche bildungspolitische<br />
Entscheidungen und Zugeständnisse nötig.</p>
<p><b>Was die eLearning Konferenz leisten kann</b></p>
<p>Welchen Beitrag soll die Konferenz hierzu leisten? Im besten Fall<br />
werden nationale und internationale Entscheider aus Politik und<br />
Wirtschaft unter den Teilnehmern sein, dazu gesellschaftlich relevante<br />
Akteure wie Nichtregierungsorganisationen, diverse Initiativen und<br />
Radiosender, Kommunikationsfachleute, Lehrkräfte oder Bibliothekare.<br />
Das gilt idealerweise auch für die eigentlichen Anwender –<br />
also Schüler und Studenten, die mit den anderen Teilnehmern<br />
weitere Schritte für eine Verbesserung von Telekommunikationsmedien<br />
diskutieren und beschließen könnten.<br />
Im Juni werden die Ergebnisse vorliegen und unter <a href="http://www.elearning-africa.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.elearning-africa.com</a><br />
veröffentlicht. Spannend ist, ob sich einzelne starke Akteure<br />
mit ihren Konzeptionen durchsetzen, oder ob im Sinne der afrikanischen<br />
Gesellschaften gemeinsam die wesentlichen Ziele erreicht werden<br />
&#8211; nämlich tatsächlich Infrastrukturen und Kapazitäten<br />
zu schaffen und zu fördern.</p>
<p>Details zur Konferenz sind nachzulesen unter <a href="http://www.elearning-africa.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.elearning-africa.com</a>.<br />
Das Konferenzprogramm ist unter <a href="http://www.elearning-africa.com/pdf/programme/programme.pdf%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.elearning-africa.com/pdf/programme/programme.pdf<br />
</a>verfügbar.</p>
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