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	<title>Kernenergie &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Kernenergie &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Die Netzwege der Anti-Kernkraft-Bewegung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-netzwege-der-anti-kernkraft-bewegung-5042/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rita Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 11:18:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[AKW]]></category>
		<category><![CDATA[Atomenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Atomausstieg]]></category>
		<category><![CDATA[AKW-Laufzeitverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[Kernenergie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Menschenkette &#34;KETTENreAKTION&#34; im April und die Anti-Atom-Demo im September diesen Jahres waren große Medienereignisse der Anti-Kernkraft-Bewegung. Zehntausende Protestler gingen auf die Straßen. Viele dieser Kampagnen werden mittlerweile über das Internet organisiert. Wie vernetzen sich die einzelnen Organisationen untereinander? Oder sind sie alleine stärker? politik-digital.de hat sich das Netzverhalten der Atom-Gegner angeschaut.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschenkette &quot;KETTENreAKTION&quot; im April und die Anti-Atom-Demo im September diesen Jahres waren große Medienereignisse der Anti-Kernkraft-Bewegung. Zehntausende Protestler gingen auf die Straßen. Viele dieser Kampagnen werden mittlerweile über das Internet organisiert. Wie vernetzen sich die einzelnen Organisationen untereinander? Oder sind sie alleine stärker? politik-digital.de hat sich das Netzverhalten der Atom-Gegner angeschaut.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Für den neuesten Wirbel im Atom-Kampf sorgte eine <a href="http://www.avaaz.org/spiegel" target="_blank" title="Anzeige von Avaaz.org" rel="noopener noreferrer">Anzeige </a>der <a href="http://www.avaaz.org/de" target="_blank" title="Zur Webseite von Avaaz" rel="noopener noreferrer">Online-Bürgerbewegung Avaaz.org</a> im Magazin &quot;Der Spiegel&quot; vom 27. September, in der Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert wird, sich zwischen erneuerbaren Energien oder der Atomlobby zu entscheiden. Über 5000 Deutsche folgten dem Aufruf der weltweit größten Internetbewegung und ermöglichten mit ihrer Spende die Spiegel-Anzeige.  
</p>
<div style="text-align: center">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/20101007_merkel_avaaz_spiegel.jpg" alt="Avaaz-Anzeige" title="Avaaz-Anzeige" width="373" height="261" />
</div>
<p></p>
<p>
Trotz der hohen Anzahl von Atomkraft-Gegnern und Gemeinschaften, sind solche Massenereignisse eher selten. Im Internet lassen sich nur ein paar Aktionen finden, die durch Organisationsbündnisse entstanden sind, zum Beispiel das Bündnis aus  Umweltverbänden und <a href="http://www.atomausstieg-selber-machen.de/ueber-uns.html" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">Verbraucherschutz-Organisationen „Atomausstieg selber machen“</a>.
</p>
<p>
Viel häufiger finden sich vereinzelte regionale oder spezifische Aktionsgemeinschaften. So mobilisiert zum Beispiel der <a href="http://www.bi-luechow-dannenberg.de/" target="_blank" title="Zur Webseite des Vereins" rel="noopener noreferrer">Verein „umweltschutz-initiative von lüchow-dannenberg e.V.“</a> seine Mitglieder gegen Atommüll-Lagerungen, die <a href="http://elbmarsch.org/" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">Bürgerinitiative „Elbmarsch“</a> gegen Leukämie in der Region oder das <a href="http://www.anti-atom.org/" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">&quot;Anti-Atom-Plenum&quot;</a> im Weserbergland.
</p>
<p>
<b>Vorteile regionaler Kampagnen </b>
</p>
<p>
„Das Dezentrale ist die Stärke der Bewegung“, sagt Jochen Stay, Sprecher der Online-Mitmach-Kampagne <a href="http://www.ausgestrahlt.de/" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">&quot;ausgestrahlt&quot;</a>, gegenüber politik-digital.de. Die Vielfalt unabhängiger Organisationen unterstütze die regionale Reichweite der Bewegung. Einem dauerhaften großen Bündnis von Anti-Atomkraft-Gemeinschaften würde die Tragkraft fehlen, so Stay weiter. Jemand müsse die Menschen direkt vor Ort mobilisieren und einbeziehen. Bei bundesweiten Aktionen, wie die <a href="http://www.anti-atom-kette.de/" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">Menschenketten</a> zwischen den Kraftwerken Brunsbüttel und  Krümmel am 24. April 2010, seien große Bündnisse jedoch sinnvoll, da sie mehr Menschen erreichen würden. 
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/20101007_anti-kernkw.jpg" alt="Screenshot &quot;Kettenreaktion&quot;" title="Screenshot &quot;Kettenreaktion&quot;" width="400" height="306" />
</div>
<p></p>
<p>
Auch Peter Dickel, Sprecher der <a href="http://www.ag-schacht-konrad.de/" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad </a>betont die Kraft der regionalen Bündnisse im Gespräch mit politik-digital.de. Die Aktion Lichterkette09 im Raum Braunschweig sei in Zusammenarbeit mit verschiedensten regionalen Gruppen, Verbänden und Gemeinden organisiert worden. „Eine zentrale Anti-Atomkraft-Bewegung wurde schon immer kritisch gesehen“, so Dickel. Die Gefahr der Vereinnahmung durch bestimmte Parteien sei mit einem festen Bündnis zu groß. Autonome Organisationen könnten schneller, flexibler und genauer auf regionale Probleme eingehen. Durch die Eigentständigkeit der Organisationen könne es jedoch  manchmal auch recht lange dauern, bis bundesweite Aktionen entstehen würden, räumt Dickel ein.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Unser Jahrhundert kann zu einem Jahrhundert der Ressourcenkriege werden&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotunser_jahrhundert_kann_zu_einem_jahrhundert_der_ressourcenkriege_werdenquot-133/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mullrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kernenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Biosprit]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="normal">
<b><span style="font-size: x-small">Am Donnerstag, 13. Juli, 
war Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im 
Bundesumwelt-ministerium, zu Gast im tagesschau-Chat <span style="font-size: x-small">in 
Kooperation mit politik-digital.de. Er stellte sich den Fragen der 
Nutzer zu der Besteuerung von Öko-Kraftstoffen, der Zukunft 
der Atomenergie und alternativer Energiegewinnung.</span></span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="normal">
<b><span style="font-size: x-small">Am Donnerstag, 13. Juli,<br />
war Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im<br />
Bundesumwelt-ministerium, zu Gast im tagesschau-Chat <span style="font-size: x-small">in<br />
Kooperation mit politik-digital.de. Er stellte sich den Fragen der<br />
Nutzer zu der Besteuerung von Öko-Kraftstoffen, der Zukunft<br />
der Atomenergie und alternativer Energiegewinnung.</span></span></b><!--break-->
</p>
<p class="normal">
<b><b>Moderator:</b></b> Liebe Chatter, heute<br />
ist Michael Müller zu uns ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen.<br />
Er ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium.<br />
Entsprechend sind Fragen zu den Themen Umwelt und Energie bei ihm<br />
goldrichtig aufgehoben. Wir versuchen wie immer, so viele Fragen<br />
wie möglich zu berücksichtigen. Herr Müller, können<br />
wir loslegen?
</p>
<p>
<b><b>Michael Müller:</b></b> Gerne.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die Beziehungen zwischen Russland und den USA seien<br />
auf dem Tiefpunkt angekommen, schreibt der SPIEGEL. Es geht vor<br />
allem um das neue Selbstbewusstsein, das Russland aus seinen riesigen<br />
Öl- und Gasvorkommen bezieht. Droht der Welt eine ähnliche<br />
Konfrontationslage wie zu Zeiten des Kalten Krieges und kann daraus<br />
sogar ein „warmer“ Krieg werden?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Es sind viele sehr ernsthafte Politiker und<br />
Wissenschaftler, die davor warnen, dass unser Jahrhundert zu einem<br />
Jahrhundert der Ressourcenkriege werden kann. Man muss sehen, dass<br />
es dazu viele Vorwarnungen gibt. 1979 hat der damalige US-Präsident<br />
Carter versucht, seinem Land ein vergleichsweise bescheidenes Einsparprogramm<br />
bei Öl zu diktieren. Er ist gescheitert und eine Konsequenz<br />
daraus war, dass er eine Direktive zur Bildung einer Nahost-Einsatztruppe<br />
zur Sicherung von Öl erlassen hat. Der erste Chef dieser Truppe<br />
war General Schwartzkopf, der 1991 Oberbefehlshaber im Golfkrieg<br />
war. Und schließlich ist heute in der NATO-Doktrin die Sicherung<br />
von Rohstoffquellen auch ein Auftrag. Selbst im Entwurf des Weißbuchs<br />
der Bundeswehr hat Verteidigungsminister Jung herein schreiben lassen,<br />
dass die Bundeswehr auch zur Sicherung von Rohstoffquellen zur Verfügung<br />
stehen soll. Dies ist eine dramatische Zuspitzung. Ich bin dafür,<br />
dass vor allem die EU mit Russland, das in der Tat zu einer neuen<br />
Supermacht wegen seiner Rohstoffquellen aufsteigt, eine strategische<br />
Partnerschaft beginnt. Ziel muss es sein, dass die Westeuropäer<br />
intelligente Nutzungs- und Effizienztechnologien zum schonenden<br />
Abbau von Rohstoffen liefern und im Gegenzug Russland Versorgungssicherheit<br />
garantieren.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Sie können ja das Weißbuch als Leitlinie<br />
scheitern lassen.
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Ich habe schon mehrfach öffentlich erklärt,<br />
dass ich das für grundfalsch halte, was da im Weißbuch<br />
steht. Es geht aber um die Grundfrage, ob die sich zuspitzenden<br />
Energie- und Rohstofffragen militärisch oder zivil gelöst<br />
werden. Im Augenblick überwiegt eher die militärische<br />
Komponente.
</p>
<p>
<b>JPF:</b> Warum ist die Mehrwertsteuer so hoch bei<br />
den Spritpreisen?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Die Mehrwertsteuer ist generell und hat nichts<br />
mit dem Spritpreis zu tun. Damit ist aber wohl gemeint, ob es nicht<br />
zu viele Belastungen der öffentlichen Hand auf den Spritpreis<br />
gibt. Unabhängig davon, dass in Westeuropa der Spritpreis überall<br />
relativ gleich ist, muss man davon ausgehen, dass auch unabhängig<br />
vom staatlichen Anteil die Energiepreise steigen werden. Heute liegt<br />
der Barrelpreis Öl bei 75 US-Dollar, das war vor zwei Jahren<br />
noch völlig undenkbar. Nun müssen wir davon ausgehen,<br />
dass er sogar bis 200 US-Dollar ansteigen kann in den nächsten<br />
Jahrzehnten. Deshalb müssen endlich spritschonendere Fahrzeuge<br />
auf den Markt. Es kann nicht sein, dass wir zwar zum Teil effizientere<br />
Motoren haben, aber der Benzinverbrauch trotzdem kaum sinkt, weil<br />
die Autos immer schwerer werden und immer mehr Nebeneinrichtungen<br />
haben. Hier ist jetzt vor allem die Automobilindustrie am Zuge,<br />
mindestens das Fünf-Liter-Auto auf den Markt zu bringen.
</p>
<p>
<b>Leutselig: </b>Sprit ist eh schon teuer genug, warum<br />
wird er nicht von der Mehrwertsteuererhöhung ausgenommen –<br />
das wäre doch ein faires Signal von der Bundesregierung an<br />
den Verbraucher?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Erstens wäre es europarechtlich gar nicht<br />
machbar und zweitens löst es nicht das Kernproblem, dass wir<br />
wegkommen müssen von dem hohen Ölverbrauch. Das Umweltministerium<br />
wird stattdessen und das wird sich auch für den Verbraucher<br />
auszahlen, schrittweise den Anteil der Biokraftstoffe erhöhen.<br />
Unser Ziel ist es, in den nächsten 15 Jahren auf einen Anteil<br />
von 10-12 Prozent zu kommen.
</p>
<p>
<b>Udo Schuldt:</b> Sie gelten als Förderer des<br />
Bio-Diesels. Alle deutschen Agrarflächen reichen aber nicht<br />
aus, um genug Bio-Diesel für alle deutschen Kfz zu produzieren.<br />
Nun soll z.B. Palmöl aus der Dritten Welt&quot; importiert<br />
werden. Für die Palmölproduktion werden aber Naturwälder<br />
abgeholzt. Ist das sinnvoll?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Nein, überhaupt nicht. Das ist auch nicht<br />
mein Weg. Es geht darum, einerseits reine Biokraftstoffe zu fördern.<br />
Dazu müssen entsprechende ökologisch vertretbare Rahmenbedingungen<br />
gesetzt werden. Und andererseits müssen industrielle Beimischungsformen<br />
gefunden werden. Es darf auf keinen Fall dazu kommen, dass die Strategie<br />
&quot;Weg vom Öl&quot; heißt, die Ausbeutungsspirale<br />
für die indigenen Völker noch weiter zu verschärfen.<br />
Für mich gehören beispielsweise die Urwälder zum<br />
gemeinsamen Erbe der Menschheit und müssen deshalb im Interesse<br />
aller Menschen geschützt werden.
</p>
<p>
<b>ÖkoAir:</b> Keine Steuerprivilegien mehr für<br />
Öko-Kraftstoffe, aber für Kerosin? Seit wann ist eigentlich<br />
das Flugzeug das umweltfreundlichste Verkehrsmittel?
</p>
<p>
<b>Aral:</b> Wird das Steuerprivileg für Öko-Kraftstoffe<br />
definitiv fallen?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Wir haben im Augenblick eine Situation, dass<br />
wir von der EU, also von Brüssel, aufgefordert sind, eine angebliche<br />
Privilegierung von Ökokraftstoffen zu beenden. Deshalb sind<br />
wir auch in Verhandlungen mit der EU, weil wir eine Privilegierung<br />
des Ökokraftstoffs wollen, weil er sich nur so am Markt durchsetzen<br />
kann. Derzeit haben wir eine Regelung, die bis zum Jahre 2013 geht.<br />
Sie muss aus meiner Sicht Ende des Jahrzehnts überprüft<br />
und möglichst verlängert werden. Die Steuerbefreiung für<br />
Kerosin ist und bleibt eine ökologische Sünde, für<br />
deren Beseitigung wir allerdings europäische Regeln brauchen.<br />
Die Finanzminister beraten über eine solche Regelung. Allerdings<br />
habe ich nicht den Eindruck, dass das alle mit Nachdruck tun. Im<br />
Übrigen kann man auch selbst etwas dazu tun. Wir haben deshalb<br />
die Aktion &quot;AtmosFair&quot; gestartet, wo die Benutzer von<br />
Flugzeugen in einen Fonds einzahlen, aus dem wir ökologische<br />
Maßnahmen finanzieren.
</p>
<p>
<b>GTI:</b> Welche Vorteile hat die Beimischung von Biosprit<br />
eigentlich?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Sie senkt, das ist wohl das Wichtigste, ganz<br />
eindeutig den CO2-Gehalt. Wir kommen etwa auf eine Reduzierung von<br />
10-12 Prozent CO2. Außerdem ist es der richtige Schritt zu<br />
größerer Unabhängigkeit einerseits von den großen<br />
Ölkonzernen und andererseits von den Förderländern.<br />
Das ist allerdings nur relativ.
</p>
<p>
<b>TiDE:</b> Ist das Problem bei dem Spritverbrauch der<br />
Autos nicht auch, dass zwar sparsamere Fahrzeuge auf den Markt kommen,<br />
aber keine Nachfrage besteht (siehe VW Lupo)? In den letzten Jahren<br />
ist meines Wissens der konstante durchschnittliche Spritverbrauch<br />
auf steigende PS-Zahlen zurückzuführen &#8211; wie kann man<br />
ein Umdenken in der Bevölkerung stützen?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Es ist richtig, dass auch die Firmen zu wenig<br />
tun, um den sparsamen Autos eine Massenproduktion zu geben. Sie<br />
sind in der Regel vergleichsweise teuer. Autos sind heute höchst<br />
ineffizient, bei Ottomotoren unter 20Prozent der eingesetzten Energie.<br />
Die wesentlichen Faktoren, dass der Spritverbrauch nur langsam sinkt,<br />
sind folgende drei: 1. Höhere PS-Zahlen, 2. immer mehr Zusatzeinrichtungen,<br />
die relativ viel Benzin verbrauchen &#8211; so z.B. eine Klimaanlage mehr<br />
als ein Liter auf 100 Kilometer &#8211; und 3. höhere Gewichte der<br />
Fahrzeuge.
</p>
<p>
<b>Dr. Klaus:</b> Weshalb schafft der Staat nicht Anreize<br />
für die Unternehmen, Automobile, die unhabhängig vom Öl<br />
sind, auf den Markt zu bringen?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Anreize werden geschaffen, allerdings brauchen<br />
sie auch eine entsprechende Infrastruktur. Wir haben gewaltige Möglichkeiten,<br />
sparsame Fahrzeuge zu entwickeln, auch Hybrid-Fahrzeuge, künftig<br />
auch Fahrzeuge mit Brennstoffzelle. Aber wir haben leider keine<br />
ausreichende Bereitschaft bei großen Automobilunternehmen,<br />
diesen Weg auch mitzugehen. Ein Beispiel ist die Auseinandersetzung<br />
zwischen der deutschen Umwelthilfe und Daimler-Chrysler über<br />
den Smart. Mir scheint es interessant zu sein, was 2008 passiert.<br />
Dann muss nämlich die Automobilwirtschaft eingestehen, dass<br />
sie ihre Selbstverpflichtungs-Ziele nicht einhalten wird. Sie hat<br />
zugesagt, die Emissionen auf 140g CO2 zu begrenzen. Tatsächlich<br />
gibt es aber nur ganz wenige Fahrzeuge, die diesen Wert erreichen.
</p>
<p>
<b>Weltbürger:</b> Sind hohe Spritpreise nicht sinnvoll<br />
um die Erderwärmung durch Treibhausgase aus Automotoren zu<br />
schützen?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Der Verkehrssektor verursacht etwa 22-24 Prozent<br />
an den Erwärmungstendenzen der Erde. Entscheidend ist aber<br />
das Wachstum des Autosektors, so dass der Anteil stark zunehmen<br />
wird. Die Klimafrage ist viel problematischer als sie im Augenblick<br />
öffentlich debattiert wird. Nach den neuen Erkenntnissen der<br />
Wissenschaft wird vor allem Europa stark betroffen sein von den<br />
Prozessen, die im Nordatlantik ablaufen. So ist beispielsweise die<br />
Klimasensibilität über Grönland vier- bis fünfmal<br />
höher als im Weltdurchschnitt. Das heißt, wenn es im<br />
Schnitt auf der Erde, wie die UNO prognostiziert, bis zum Ende dieses<br />
Jahrhunderts 2,5° C wärmer wird, dann heißt das,<br />
über Grönland kann es weit über 10° C wärmer<br />
werden. Eine Erwärmung um mehr als 10°C heißt aber,<br />
dass Grönland eisfrei wird. Und eine Eisfreiheit von Grönland<br />
bedeutet langfristig einen Anstieg des Meeresspiegels um drei Meter.<br />
Deshalb brauchen wir vor allem auch im Mobilitätssektor den<br />
Kraftakt, die Emissionen drastisch zu verringern. Das erreichen<br />
wir nicht alleine durch höhere Spritpreise, sondern dafür<br />
müssen sehr viel mehr Alternativen zum Auto aufgezeigt werden<br />
und andererseits neue technische Möglichkeiten eingesetzt werden.
</p>
<p>
<b>ottoessig:</b> USA und England wollen weitere AKWs<br />
errichten. Wie lange wird die Große Koalition, die ja von<br />
einer CDU-Kanzlerin geführt ist und die bekanntlich dem Atomausstieg<br />
eher skeptisch entgegensteht, dagegenhalten?
</p>
<p>
<b>Sven Bock: </b>Wird auch in Europa der Bau von neuen<br />
Atomkraftwerken wieder Thema, wenn die USA und England welche bauen<br />
wollen?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Es ist leider wieder ein Thema geworden. Wobei<br />
ich allerdings nicht sehe, dass in Großbritannien und USA<br />
neue Kraftwerke gebaut werden. In beiden Ländern formiert sich<br />
starker Widerstand. Großbritannien war das Pionierland der<br />
zivilen Atomnutzung, dort wurde 1956 in Calderhall der erste Reaktor<br />
mit 35 MW in Betrieb genommen. Er wurde vor einigen Jahren still<br />
gelegt, was übrigens auch das Gerede von 60 Jahren Laufzeit<br />
als Geschwätz entlarvt. Es gibt keinen Reaktor auf der Welt,<br />
der bisher auch nur 50 Jahre erreicht hat. Weshalb deshalb CDU-Ministerpräsidenten<br />
in Deutschland Laufzeiten von 60 Jahren fordern, zeugt nur von Unkenntnis.<br />
In den USA ist seit 1978 kein Kraftwerk mehr gebaut worden und in<br />
allen Bundesstaaten gibt es mehrheitlich eine Ablehnung. Im Übrigen<br />
ist das Entsorgungsproblem gerade in den USA dramatisch.
</p>
<p>
<b>scheringmeetseon:</b> Wer ist eigentlich schlimmer:<br />
Die Strom- oder die Pharmalobby?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Jeder für sich und beide zusammen. Im<br />
Ernst: Es geht darum, ob ein altes, überholtes Denken auch<br />
in die Zukunft fortgesetzt wird. Der Bau großer Kraftwerke,<br />
die letztlich nur das Ziel haben, möglichst viel Strom zu verbrauchen,<br />
das war die Vergangenheit. Heute geht es um die intelligente Vernetzung<br />
von effizienten Energietechniken, um mit möglichst wenig Energieeinsatz<br />
die gewünschte Leistung zu erzielen. Deshalb muss man sehen,<br />
dass wir jetzt an einem Scheidepunkt sind, denn in den nächsten<br />
20 Jahren gehen fast zwei Drittel der bisherigen Kraftwerke vom<br />
Netz. Wenn sie nur eins zu eins ersetzt werden, dann schreiben wir<br />
bis weit über die Mitte dieses Jahrhunderts eine überholte<br />
Energiestruktur fest. Jetzt muss der Sprung in die erneuerbaren<br />
und in die Effizienzrevolution gemacht werden.
</p>
<p>
<b>Pronature:</b> Warum setzen die Energieversorger eigentlich<br />
nach der Kernkraft vor allem auf umweltschädliche Kohlekraftwerke?<br />
Müsste man dem nicht einen Riegel vorschieben? Es gibt doch<br />
Alternativen!
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Die Alternativen habe ich ja genannt. Schon<br />
mit heutiger Technik können wir in Deutschland den Energieumsatz<br />
um rund 40% verringern. Durch einen bewußteren Umgang mit<br />
Energie, also Einsparen, können weitere 5-10% minimiert werden.<br />
Und im Strombereich werden wir wahrscheinlich bis zum Jahre 2020<br />
den Anteil der Solarenergie auf 25% steigern. Das sind gute Leistungen.<br />
Insofern geht es nicht um die Frage nach Alternativen, sondern um<br />
die Macht, diese Alternativen auch durchsetzen zu können. Ich<br />
hoffe, dass wir in den nächsten drei Jahren wenigstens ein<br />
paar Schritte in diese Richtung machen können.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Sie haben also die Macht nicht und müssen nach<br />
der Pfeife der Konzerne tanzen?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Nein, wir kämpfen um die Macht. Aber<br />
es ist nun schließlich keine neue Erkenntnis, dass vor allem<br />
die Global Player mit ihrer Interessenpolitik auch eine hohe Durchsetzungsmacht<br />
haben. Am liebsten wäre mir aber, wenn diese großen Unternehmen<br />
mit ihren gewaltigen Möglichkeiten sich an die Spitze einer<br />
Energiewende stellen. Dies würde sich schon mittelfristig auf<br />
den Zukunftsmärkten und durch mehr Beschäftigung auszahlen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Aber noch mal ganz klar: Wir bräuchten die Kohlekraftwerke<br />
nicht?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Unter den fossilen Energieträgern hat<br />
die Kohle die längste Reichweite. Insofern wird sie im Übergang<br />
zum solaren Zeitalter auch noch am längsten genutzt. Aber für<br />
mich ist nicht die entscheidende Frage, ob Kohle, Gas oder Öl,<br />
schon gar nicht ob Uran, die kürzeste Reichweite hat, sondern<br />
unter welchen Bedingungen kann ich am schnellsten den Sprung in<br />
die Einspar- und Solarwirtschaft verwirklichen. Wir sind leider<br />
immer noch zu sehr von der Debatte über Optionen oder Energiemix<br />
geprägt. Das ist ein Teil des alten Denkens. Das neue Denken<br />
lautet: Wie kann ich den Energieeinsatz absolut und möglichst<br />
drastisch absolut senken, ohne dabei hohe Emissionen zu haben, die<br />
das Klima und die Umwelt schädigen.
</p>
<p>
<b>Tapier:</b> Guten Tag, wird der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung<br />
(KWK) durch die Großkonzerne verhindert?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Sie erschweren ihn zumindest. Es gehörte<br />
auch in den letzten zehn Jahren zum Kampf der Politik gegen die<br />
großen Unternehmen, den Anteil der KWK deutlich zu erhöhen.<br />
Wir sind beispielsweise weit hinter dem zurück, was die Niederlande<br />
oder Dänemark haben. Zuständig für diesen Bereich<br />
ist das Wirtschaftsministerium. Wir freuen uns schon auf die Debatte<br />
über die Novellierung des KWK-Gesetzes, die nach der Sommerpause<br />
beginnen wird.
</p>
<p>
<b>Pedro:</b> Die Technik ist da aber der Wille der Industrie,<br />
diese auch einzusetzen, nicht existent. Wie wollen Sie die Großindustrie<br />
überzeugen? Ausschließlich durch steuerliche Anreize?<br />
Ist das nicht auch überholtes Denken?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Wir machen ja gar keine steuerlichen Anreize,<br />
sondern wir haben ein Umlagesystem entwickelt, das deshalb schon<br />
nicht überholt sein kann, weil 46 Staaten der Erde dieses Förderinstrumentarium<br />
übernommen haben. Weltweit gilt die Bundesrepublik mit ihrem<br />
Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien als vorbildlich.<br />
Die Großindustrie hätte das gerne geändert, aber<br />
wir haben &#8211; insbesondere durch ein Bündnis mit kleinen und<br />
mittleren Unternehmen- sowie zunehmend mit der Landwirtschaft, eine<br />
Brandmauer errichtet, dass diese Förderung so schnell nicht<br />
mehr beendet werden kann.
</p>
<p>
<b>DaDon:</b> Wird die Kohle nicht durch Subventionen<br />
künstlich konkurrenzfähig gehalten?
</p>
<p>
<b>Periander: </b>Wenn die Regierung nicht mehr auf Kohlekraftwerke<br />
setzt, warum werden diese dann noch subventioniert?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> In der Zwischenzeit sind die Unterstützungsmittel<br />
für Kohle deutlich zurückgegangen &#8211; schon in den letzten<br />
sieben Jahren. Wir werden den Umbau weiter forcieren und es kann<br />
auch sein, dass, wenn Kohle eingesetzt wird, dies nur in Verbindung<br />
mit effizienten Techniken geschieht. Entscheidend ist aber auch,<br />
dass der Ausstieg aus der Kohle auf jeden Fall teuer kommt. Selbst<br />
ein Sofortausstieg hätte erhebliche Belastungen. So haben wir<br />
einen Weg eingeschlagen, der das Auslaufen markiert, aber zugleich<br />
Raum schafft für neue Technologien, so dass wir nicht schlagartig<br />
Kohle beispielsweise durch Öl oder Gas und schon gar nicht<br />
durch Atom ersetzen müssten. Natürlich muss man über<br />
die Umweltbelastungen der Kohle umfassend reden. Aber man darf nicht<br />
vergessen, dass auch die anderen fossilen Energieträger mit<br />
erheblichen Emissionen verbunden sind. Deshalb, wie gesagt, geht<br />
es nicht um einen Austausch von Energieträgern, sondern um<br />
eine Umbaustrategie ins solare Zeitalter.
</p>
<p>
<b>Dr. Klaus:</b> Was halten Sie davon, dass Russland<br />
künftig die Pipeline nach Asien fertig gestellt haben wird.<br />
Wird es dann boomartig mit den Ölpreisen explizit für<br />
Deutschland nach oben gehen?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Erst einmal bin ich froh, dass nicht zuletzt<br />
durch unseren Einsatz verhindert werden konnte, dass die Pipeline<br />
den größten Süßwassersee, den Baikalsee nicht<br />
schneidet, wie das ursprünglich vorgesehen war. Die Trasse<br />
wurde verlegt, so dass die Umweltgefahren deutlich verringert wurden.<br />
Man muss aber sehen, dass Präsident Putin auf zwei Schultern<br />
trägt. Auf der europäischen wie der asiatischen. Auch<br />
wenn die Sympathien überwiegend in Richtung Westeuropa gehen,<br />
ist eine Umorientierung in Richtung Asien nicht auszuschließen.<br />
Auch deshalb die Idee mit der Rohstoffpartnerschaft mit Russland,<br />
über die ich geredet habe. Russland ist zurück auf dem<br />
Weg zu einer Supermacht, denn noch immer ist nicht bekannt, wie<br />
groß die Naturschätze in Sibirien sind. Und Russland<br />
arbeitet mit aller Kraft daran, diese Zukunftsressourcen nutzbar<br />
zu machen. Ein Beispiel: Die Stadt Tomsk, wo der Ölkonzern<br />
Yukos angesiedelt ist, hat 500.000 Einwohner, aber sie hat dort<br />
rund 120.000 Studenten, die mit aller Kraft an der Entwicklung dieses<br />
ungehobenen Schatzes arbeiten. Ich kann deshalb nur raten, im Sinne<br />
des KSZE-Gedankens eine, auch aus ökologischen Gründen<br />
höchst wichtige Partnerschaft mit Russland, zu vertiefen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Gasprom profitiert vom freien Markt in der EU, geriert<br />
sich selbst aber als Staatsmonopolist &#8211; ein Thema für den G<br />
8 &#8211; Gipfel am Wochenende?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Es gibt in der Zwischenzeit zahlreiche Debatten<br />
über die Rolle von Gasprom. In der Tat ist es zum Teil eine<br />
merkwürdige Mischung zwischen Staatskonzern und autoritärem<br />
Kapitalismus. Umso wichtiger ist es, mit diesen Unternehmen den<br />
Kontakt zu suchen und auch geordnete Bahnen in der Geschäftspolitik<br />
zu erreichen. Das ist zweifellos eine gewaltige Aufgabe, aber es<br />
gibt ein wechselseitiges Interesse. Gasprom braucht effiziente Techniken<br />
um den Wohlstand auf Dauer zu sichern und Russland muss sich zunehmend<br />
Sorgen machen über die Erwärmungsprozesse in den Permagebieten.<br />
Dort kann sich eine gewaltige ökologische Katastrophe anbahnen,<br />
wenn nicht die Verbindung zwischen Rohstoffreichtum und schonender<br />
Nutzung erreicht wird.
</p>
<p>
<b>DanielSei:</b> Apropos Gasprom, wie stehen Sie zum<br />
Wechsel von Gerhard Schröder in den Aufsichtsrat von Gasprom?<br />
Und in diesem Zusammenhang auch zu dem Wechsel von Caio Koch-Weser<br />
zur Deutschen Bank, nachdem er als Staatssekretär dieser Bank<br />
über eine ungewöhnliche Bundesbürgschaft einen risikofreien<br />
Kreditgewinn verschaffte?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Das muss sicherlich jeder selber entscheiden.<br />
Aber mir ist es beispielsweise lieber, Gerhard Schröder ist<br />
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Beteiligungsgesellschaft, als<br />
einer der nur harte wirtschaftliche Interessen durchsetzt. Doch<br />
mit diesen Personaldebatten lenken wir doch von etwas anderen ab,<br />
nämlich dass es keine europäische Strategie in der Energiepolitik<br />
gibt.
</p>
<p>
<b>Stephan:</b> Mal angenommen die Bahn ist Kapitalmarktfähig.<br />
Wieso muss sie denn an die Börse?
</p>
<p>
<b>poet:</b> Was halten Sie vom Vorhaben der Privatisierung<br />
der Bahn, auch wenn dadurch ein Abbau in der Fläche und steigende<br />
Autonutzung verbunden sind (Ölzeitalter zu Ende)?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Wir werden nach der Sommerpause sehr intensiv<br />
über den geplanten Börsengang der Bahn beraten. Im Augenblick<br />
stehen unterschiedliche Modelle zur Diskussion, insbesondere in<br />
der Frage, ob es auch eine Privatisierung des Netzes gibt, oder<br />
ob es in öffentlicher Kontrolle bleiben soll. Da kann ich Ihnen<br />
im Augenblick nicht sagen, wie diese Debatte aussehen wird. Auf<br />
jeden Fall müssen die politischen Rahmenbedingungen so aussehen,<br />
dass nicht nur betriebswirtschaftliche Gründe bei der Bahn<br />
ausschlaggebend sind, sondern auch Ziele des Allgemeinwohls, wie<br />
zum Beispiel Erreichbarkeit in der Fläche und ökologische<br />
Verträglichkeit des Gesamtverkehrs.
</p>
<p>
<b>holger3:</b> Zurück zur Einstiegsfrage: Ist es<br />
nicht so, dass die Staaten der EU selbst die militärische Sichtweise<br />
auf das globale Energieproblem vorantreiben und damit die Gefahr<br />
der beschriebenen Ressourcenkriege erhöhen? Welche Möglichkeiten<br />
sehen Sie, zu einer mehr partnerschaftlichen Sichtweise auf die<br />
Staaten der Ditten Welt zurückzukehren und die &quot;Falken&quot;<br />
des Westens zu bändigen?
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Dies ist aus meiner Sicht der Grundkonflikt<br />
dieses Jahrhunderts: Ob es mit der Globalisierung zu einer unilateralen<br />
Welt kommt, in der sich die Spirale von Gewalt und militärischen<br />
Reaktionen immer schneller dreht, weil wir nicht fähig sind,<br />
kulturell, sozial und ökonomisch den Herausforderungen einer<br />
zusammenwachsenden Welt gerecht zu werden. Oder es gibt, ähnlich<br />
wie im Modell der EU, eine Regionalisierung der Weltwirtschaft,<br />
eine Welt der Vielfalt und Kooperation, in der bei aller Notwendigkeit<br />
der Zusammenarbeit der Freiraum für eigene Wege gewahrt bleibt.<br />
Dieser Grundkonflikt wurde auch im Irakkonflikt unter dem Stichwort<br />
&quot;Altes Europa&quot; thematisiert. Ich hoffe, dass das alte<br />
Europa noch so viel Kraft hat, sein historisches Erbe neu zu begründen.<br />
Dieses historische Erbe ist das Modell der sozialen Demokratie und<br />
kooperativen Zusammenarbeit, dass sich hart abgrenzt sowohl von<br />
einem autoritären Kapitalismus asiatischer Prägung als<br />
auch dem &quot;Laisser-faire&quot;- Kapitalismus marktradikaler<br />
Ausrichtung auf die Wallstreet.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das waren 60 Minuten tagesschau-Chat. Herzlichen Dank<br />
an alle, die sich beteiligt haben und die Bitte um Verständnis<br />
an jene, deren Frage wir nicht berücksichtigen konnten. Besonderen<br />
Dank an Michael Müller, dass er sich für uns Zeit genommen<br />
hat.
</p>
<p>
<b>Michael Müller:</b> Ich glaube dass der Grundkonflikt, der dieses<br />
Jahrhundert prägen kann, beschrieben wurde: Entweder es wird<br />
ein Jahrhundert der Gewalt oder ein Jahrhundert, in der aus meiner<br />
Sicht der ökologische Gedanke, die Verbindung von Ökonomie,<br />
soziales und Natur, sich durchsetzen kann. Bis zum nächsten<br />
Mal!
</p>
<p><!-- #EndEditable --></p>
<p>
<!-- Content --><br />
<span style="font-size: x-small"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Fritz Kuhn</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat-mit-fritz-kuhn-539/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2000 10:31:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Kernenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Ökosteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Kuhn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b>Moderator:</b>
Sehr geehrter Herr Kuhn, im Namen von politik-digital und stern.de 
begruessen wir Sie ganz herzlich zu unserem heutigen Chat. Wir wuenschen 
Ihnen angenehme und interessante 60 Minuten.
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b>
Hallo, ok.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b>
Beginnen wir gleich brandaktuell:
</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b>Moderator:</b><br />
Sehr geehrter Herr Kuhn, im Namen von politik-digital und stern.de<br />
begruessen wir Sie ganz herzlich zu unserem heutigen Chat. Wir wuenschen<br />
Ihnen angenehme und interessante 60 Minuten.
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Hallo, ok.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
Beginnen wir gleich brandaktuell:
</p>
<p>
<b>matthes:</b><br />
Herr Kuhn, was sagen Sie zum Rücktritt von Ruprecht Polenz?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Der Rücktritt zeigt, dass die CDU total von der Rolle ist. Das ist eine<br />
Führungskrise.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
Spürt man da als politischer Gegner Schadenfreude?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Nein. Herr Polenz ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Die CDU ist<br />
aber derzeit nicht in der Lage, ihren Auftrag als Opposition zu<br />
erfüllen.
</p>
<p>
<b>JennyP.:</b><br />
Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Renate Künast? Aus ihrem<br />
Umfeld hört man ja durchaus lobende Worte.
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Die Zusammenarbeit klappt gut. Doppelspitzen sind die Hölle, wenn man<br />
nicht kooperiert. Aber mit Renate Künast geht das &#8211; und ich hoffe auch<br />
umgekehrt.
</p>
<p>
<b>JennyP.:</b><br />
Was sind Ihre politischen Ziele als Vorsitzender der Grünen?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
ich möchte die Grüne Politik voranbringen. Ökologische Modernisierung<br />
Deutschlands. Mehr Gerechtigkeit durch soziale und wirtschaftliche<br />
Innovationen, mehr Demokratie und auch das Thema Europa.
</p>
<p>
<b>mozart:</b><br />
Zählen Sie sich zu den Realos oder den Fundis?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Eigentlich Realo. Aber diese Strömungen spielen nicht mehr die Rolle<br />
wie früher.
</p>
<p>
<b>poldine:</b><br />
Welche Bedeutung hat die Zukunft der neuen Medien für die grüne<br />
Politik?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Technologiepolitik, Gentechtnik wie Informationstechnik sind für uns<br />
ganz entscheidend. Wir wollen die technische Entwicklung mitgestalten.<br />
Darauf freue ich mich
</p>
<p>
<b>poldine:</b><br />
Informationsgesellschaft finden ja alle Parteien gut, was ist das<br />
speziell &quot;grüne&quot; an dem Thema?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Ich sehe im Internet ein enormes wirtschaftliches Potential. Und es<br />
ist eine Technik, die im Kern basisdemokratisch ist. Es kommt aber darauf<br />
an, dass das Netz frei zugänglich bleibt. Wichtig ist auch, wie wir die<br />
Zukunft der Arbeitswelt gestalten. Alles eigentlich grüne Themen
</p>
<p>
<b>Martin545:</b><br />
&quot;Einwanderung als Wahlkampfthema&quot; Wie stehen Sie dazu?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Als Wahlkampfthema finde ich das nicht gut. Jedenfalls, wenn man sich<br />
da eine Kampagne zu Lasten der Ausländer vorstellt. So wie das bei Koch in<br />
Hessen war, der eine sehr widerliche Kampagne veranstaltet hat. Das Thema<br />
Einwanderung sollte noch im nächten jahr positiv entschieden<br />
werden.
</p>
<p>
<b>haraldlohse:</b><br />
Wird die CDU langsam unseriös, wenn Sie sich immer wieder unlauterer<br />
Mittel, d.h. grober Worte und Ankündigungen bedient (siehe Merz oder auch<br />
dopplete Staatsbürgerschaft)?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Die CDU hat keine Alternative zur Politk der Bundesregierung. Sie<br />
zeigt keine Modernisierungsperspektive für Deutschland. Deswegen flüchtet<br />
sie sich in reine Kampagnenpolitik. Mit mäßigem Erfolg, wie ich<br />
meine.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
Können Sie sich mittelfristig eine politische Zusammenarbeit mit der<br />
CDU auf Bundesebene vorstellen?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Schwarz-grün könnte es nur geben, wenn die CDU eine echte Reformpartei<br />
würde. Sie müsste endlich auch die ökologische Frage bejahen und dürfte<br />
nicht so reaktionär in der Gesellschaftspolitik sein. Davon sind wir weit<br />
entfernt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
Noch eine Anmerkung zur vorigen Frage:
</p>
<p>
<b>Martin545:</b><br />
Aber ist es nicht Sache des deutschen Volkes, dies zu entscheiden?<br />
Sollte man nicht das Volk fragen, wieviel Immigration es<br />
verträgt?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
ich bin dafür, daß wir ein Einwanderungsgesetz verabschieden, wie dies<br />
in fast allen wichtigen Industrienationen existiert. Man muß politisch<br />
dafür werben, daß wir geregelte Einwanderung brauchen. Aus<br />
gesellschaftlichen, aus humanitären und auch aus wirtschaftlichen Gründen.
</p>
<p>
<b>alto:</b><br />
Halten Sie die neutrale Haltung Deutschlands in der UN-Versammlung<br />
gegenüber Israelis und Palästinensern für korrekt ?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Die Haltung der Bundesregierung zielt darauf, dass der Friedensprozeß<br />
weitergehen muß. Es ist unsere Aufgabe, die Eskalation zurückzudrehen.<br />
Deswegen halte ich das vorsichtige Vorgehen der Bundesregierung für<br />
richtig.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
Muss die Staatengemeinschaft in diesem seit Jahren andauernden<br />
Konflikt nicht einmal härter durchgreifen? Kann sie das<br />
überhaupt?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Der Friedensprozeß war sehr weit fortgeschritten. Mit härter<br />
durchgreifen ist da nicht viel geholfen. Ich hoffe, dass die Vernünftigen<br />
sich am Ende durchsetzen. Gewalt ist keine Lösung.
</p>
<p>
<b>poldine:</b><br />
Glauben Sie persönlich, dass dieser Konflikt irgendwie in den nächsten<br />
Jahren ohne Krieg zu lösen ist?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Es ist schwieriger geworden. Der Konflikt macht mir große Sorgen, weil<br />
der Hass zugenommen hat. Aber die Hoffnung darf man nicht<br />
aufgeben.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
Zurück zum Innland:
</p>
<p>
<b>HelHol:</b><br />
Was gibt es Neues zu Atomtransporten?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Frankreich will erst neue Transporte nach La Hague lassen, wenn die<br />
Rücktransporte stattgefunden haben. Das wird noch dauern. Wichtig ist, dass<br />
der Atomkonsens ein Ende der Atomkraft möglich gemacht hat.
</p>
<p>
<b>haraldlohse:</b><br />
Wie stehen Sie zu den Entscheidungen der Bundesregierung zum<br />
Atomausstieg?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Ich finde sie richtig. Die Atomindustrie ist nun auch für ein Ende<br />
dieser Technologie. Wenn wir jetzt den Einstieg in eine neue<br />
Energiewirtschaft schaffen, mit viel Solarenergie, dann wird das ein<br />
wirklicher Aufbruch in die Zukunft.
</p>
<p>
<b>spaceboy:</b><br />
Immer wieder gibt es kritische Stimmen zur Ökosteuer. Reagieren Sie<br />
überhaupt noch auf diese wiederkehrende Kritik oder halten Sie<br />
bedingungslos an dieser Strategie fest?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Natürlich hören wir uns die Kritik an. Aber die Ökosteuer ist ok.<br />
Umweltverbrauch wird teurer und die Kosten für Arbeit sinken. Dazu gibt es<br />
keine Alternative, weil nur so die Marktwirtschaft ökologisch werden<br />
kann.
</p>
<p>
<b>poldine:</b><br />
Geht Ihnen die oft populistische Ökosteuer-Diskussion nicht langsam<br />
auf die Nerven? Das Thema wird so oft unsachlich behandelt,<br />
warum?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Die Diskussion nervt mich nicht. Ärgerlich werde ich nur, wenn sie<br />
verlogen wird: Wenn zum Beispiel Frau Merkel die Ökosteuer jetzt angreift,<br />
obwohl sie sie früher prima fand.
</p>
<p>
<b>real:</b><br />
Warum ist die gesamtsteuer in Deutschland wesentlich größer als in den USA<br />
???
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Das hat viele Gründe. Einer ist: Wir haben auch einen besseren<br />
Sozialstaat.
</p>
<p>
<b>newsman:</b><br />
Sollte man die Ökosteuer nicht noch deutlicher erhöhen und damit<br />
alternative Energieen fördern, so dass die auch bezahlbar<br />
wären??
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Man muss das richtige Maß finden. Die Erhöhungen müssen auch sozial<br />
verträglich sein. Bei der Ökosteuer kommt es vor allem darauf an, dass<br />
kontinuierlich erhöht wird. Nur so sparen die Leute auch Energieverbrauch<br />
ein. Das ist ja das Ziel
</p>
<p>
<b>SimonOertel:</b><br />
Warum werden die Einnahmen der Ökosteuer nicht auch für etwas<br />
Ökologisches wie Offshore-Windenergieanlagen ausgegeben? Mit ihnen wäre es<br />
dann möglich bis zu 55% des deutschen Energiehaushaltes aus regenerativer<br />
Windenergie zu gewinnen?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Wir haben gesagt, wir wollen die Lohnzusatzkosten senken. Das ist<br />
wichtig, wenn man die Arbeitslosigkeit bekämpfen will. Derzeit werden aber<br />
200 Mio aus der Ökosteuer für regenerative Energien verwendet. Bis 2003<br />
bleiben wir bei dem bestehenden Modell, wonach die Mittel in erster Linie<br />
zur Senkung der Rentenbeiträge verwendet werden. Ich bin dafür , dass ab<br />
2003 die dann zuwachsenden Erhöhungen für ökologische Investitionen verwendet werden. Motto: Dieser Zug<br />
fährt wégen der Ökosteuer.
</p>
<p>
<b>susa:</b><br />
Warum werden die Alternativen zur herkömmlichen Energie nicht besser<br />
promoted?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Wir hängen uns da schon rein. Deutschland muss ein Land für die Sonne<br />
werden.
</p>
<p>
<b>alto:</b><br />
Ich halte es für den falschen Weg in Deutschland Atomreaktoren zu<br />
schliessen, um dann Atomenergie aus dem Ausland einzuführen &#8211; bestes<br />
Beispiel: temelin&#8230; das kann doch nicht Ziel grüner Politik sein<br />
!?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Natürlich ist das ein Problem. Aber die bauen ihre AKWs auch wenn wir<br />
nicht aussteigen. Wenn wir es schaffen, dann zeigen wir der ganzen Welt es<br />
geht. Und wir machen noch Kohle mit den alternativen Energien. überall ist<br />
durch den deutschen Ausstiegsbeschluss eine Diskussion über Atom<br />
entstanden. Selbst in Frankreich
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
Themenwechsel, wir haben hier nämlich einen besonders engagierten<br />
Chatter 😉
</p>
<p>
<b>ökologe:</b><br />
Herr Kuhn, können Sie mir sagen, warum Barbara Graf nicht mehr im<br />
Bundesvorstand ist?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Barbara Graf ist wieder Lehrerin.
</p>
<p>
<b>ökologe:</b><br />
Stimmt es, daß Sie und Graf nicht auf einer politischen Ebene<br />
sind?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Ja
</p>
<p>
<b>ökologe:</b><br />
Ist die Bildungspolitik nicht mehr 1. Thema bei den Grünen?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Doch die Bildungspolitik ist exttrem wichtig. So wie wir Schule machen<br />
können wir die Zukunft nicht bestehen. Ähnliches kann man für die<br />
Hochschulen sagen. Ich kann nicht verstehen, warum man nicht mehr für die<br />
Lehre tut.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
Wollen wir hoffen, dass ökologe jetzt zufrieden ist 😉
</p>
<p>
<b>Berlin:</b><br />
Weniger Auto fahren die Leute trotz hoher Benzinpreise nicht. Wie<br />
könnte man das Ihrer Meinung nach schaffen?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Entscheidend ist, dass wir Zug und Bus verbessern. Es gibt ja viele<br />
Gegenden, v.a. im ländlichen Raum, wo es das gar nicht gibt. Und dann<br />
kommt es mir darauf an, daß die Autos weniger verbrauchen, das brauchen wir<br />
wegen des Kilimaschutzes.
</p>
<p>
<b>matthes:</b><br />
Thema Wirtschaft: Mich ärgert bei der Wohnungssuche die oft hohe<br />
Gebühr für Makler. In anderen Ländern, z.B. Spanien, ist es so geregelt,<br />
dass die Makler vom Vermieter bzw. Verkäufer bezahlt werden? Wann bricht<br />
diese Regierung die Macht der Makler?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Das ist nicht in allen Bundesländern gleich. In einigen wird halbiert.
</p>
<p>
<b>daniel:</b><br />
Wie beurteilen sie die gemeinsame Zukunft mit ihrem<br />
Koalitionspartner
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Gut. Kanzler Schröder ist ein guter Kanzler. Und er braucht grün.<br />
Damit die Richtung stimmt.
</p>
<p>
<b>susa:</b><br />
Wie stehen ihrer Einschätzung nach die Chancen auf eine Fortsetzung<br />
der Koalition nach 2002?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Das entscheiden die WählerInnen. Ich hoffe, daß grün gestärkt wird,<br />
damit die neoliberalen Möllemänner in Sardinien Schaffe züchten<br />
können.
</p>
<p>
<b>haraldlohse:</b><br />
Ist die Gefahr gebannt, dass die SPD eventuell mit der FDP anbandeln<br />
könnte?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Ich denke, dass man in der SPD weiß, daß mit der FDP keine Reform des<br />
Sozialstaates zu machen ist. Die haben das Herz im Ellbogen.
</p>
<p>
<b>daniel:</b><br />
Haben Sie Angst ihren Koalitionspartner an die PDS zu<br />
verlieren
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Nein. Die PDS halte ich für zu strukturkonservativ. Eigentlich geht es<br />
um die Frage, ob die SPD weiterhin zu Reformpolitik steht. Das geht nur<br />
mit uns.
</p>
<p>
<b>SimonOertel:</b><br />
Ich bin Student und muss 40 Kilometer Auto fahren um meinen<br />
Hochschulstandort zu erreichen. Die Zugverbindung existiert fast nicht,<br />
Busse kann man bei so einer Entfernung eh vergessen und eine<br />
Fahrgemeinschaft ist auch nicht möglich. Obwohl ich die Ökosteuer sinnvoll<br />
finde, werde ich mir bald das Benzin nicht mehr leisten können. Was wird<br />
in naher Zukunft für solch arme Studenten wie mich getan?!!
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Ich emfehle an den Studienort zu ziehen.
</p>
<p>
<b>claude:</b><br />
Was tun die Grünen für junge Leute? Wie sieht ihre Nachwuchsförderung<br />
aus? Ich bin Schülerin und würde gerne wissen,warum ich sie 2002 wählen<br />
sollte.
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Weil wir uns am meisten um die Zukunft kümmern. Das sieht man auch bei<br />
so Themen wie Rente. Wir fragen, wie sieht es für Leute 2030 aus. Man kann<br />
sich bei den Grünen auch in usnerem Jugendverband engagieren.
</p>
<p>
<b>alto:</b><br />
Ich glaube dass die Grünen nicht mehr den Einzug in den Bundestag<br />
schafen, weil sie auf die Dauer zu wenig Themen besetzen, bzw andere<br />
Parteien grüne Themen übernehmen&#8230;
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Das sehe ich anders. Niemand ist wirklich für Öko, außer uns. Auch bei<br />
Themen wie Europa sind nur wir die europäische Partei in Deutschland.<br />
Wählen sie uns, dann wird es ganz sicher.
</p>
<p>
<b>werner:</b><br />
Früher haben die Grünen immer gesagt &quot;Computer vernichten<br />
Arbeitsplätze&quot;. Heute tuen sie so, als wären sie die Vorrantreiber der<br />
neuen Technologien. Ist das nicht unlogisch?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Computer vernichten Arbeitsplätze, aber sie schaffen auch sehr viele.<br />
Die Frage ob man für oder gegen Computer ist, erscheint mir sinnlos. Es<br />
kommt darauf an, was wir daraus machen. Wir unterhalten uns gerade und das<br />
finde ich gut.
</p>
<p>
<b>SimonOertel:</b><br />
Warum schaffen Sie keine Entlastung (etwa Kilometerpauschale) für<br />
Studenten?!!
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Es gibt überall Semestertickets.
</p>
<p>
<b>daniel:</b><br />
Die Grünen sind für mich nicht mehr DIE alternative Partei! Die<br />
Diskussion um den Atomausstieg hat sicher viele enttäuscht. Sind ihnen<br />
nicht einfach viel zu sehr die Hände gebunden, hinsichtlich der SPD?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Natürlich würden wir z.B. in der Ökologie gerne mehr tun, wenn wir die<br />
alleinige Mehrheit hätten. Aber für eine Partei mit 6,7% erreichen wir<br />
ganz schön viel. Schauen sie sich doch an, was jetzt bei der Solarenergie<br />
oder bei der Windkraft läuft. Die Aktien gehen fast überall in den Keller,<br />
Wind und Sonne aber brummen.
</p>
<p>
<b>SimonOertel:</b><br />
Sind Sie sicher dass Sie 2003 noch einen so großen politischen<br />
Einfluss haben werden wie Sie ihn heute genießen?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Ich hoffe, daß er sich vergrößert.
</p>
<p>
<b>real:</b><br />
Für einen ausgebildeten Akademiker wird Deutschland immer<br />
uninteressanter als Zielland in dem man leben möchte &#8230; was wird von der<br />
Regierungsseite getan um diesen Zustand zu ändern ???
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Ich würde das nicht so absolut sagen wie sie. Aber natürlich müssen<br />
wir die Bedingungen für Wissenschaftlerinnen verbessern. In der<br />
Hochschulpolitik wurde bei CDU und FDP ja nur zurückgefahren. Jetzt<br />
verbessert sich die Lage langsam. Mit der rot-grünen<br />
Modernisierungspolitik tun sich für engagierte WissenschftlerInnen aber<br />
auch viele neue Chancen auf.
</p>
<p>
<b>mozart:</b><br />
Was halten sie von der ewigen Diskussion über die Trennung von Amt und<br />
Mandat? Wie ist ihre Meinung dazu?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Ich bin persönlich nicht dafür. meine Partei aber schon. Damit kann<br />
ich leben.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
Kommen wir in den letzten Minuten auch zu einigen persönlicheren und<br />
allgemeineren Fragen:
</p>
<p>
<b>poldine:</b><br />
Sie haben Sprachwissenschaften studiert, welche? Wie sind Sie dann zur<br />
Politik gekommen?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Weil mich die Atompolitik der SPD genervt hat. Ökologie ist die große<br />
Frage. Ich wollte nicht, daß mich meine Kinder einmal fragen, warum hast<br />
Du nichts dagegen getan.
</p>
<p>
<b>susa:</b><br />
Haben Sie eine eigene Weppage? Wofür nutzen Sie die? Surfen Sie selber<br />
manchmal?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Nein. Surfen tue ich schon. Zur Recherche oder aus Langeweile
</p>
<p>
<b>susa:</b><br />
Wenn Sie nicht in der Politik wären, was würden Sie dann<br />
machen?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Dann würde ich als Sprachwissenschaftler arbeiten und<br />
unterrichten
</p>
<p>
<b>daniel:</b><br />
Was halten Sie von einem Verbot der NPD?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Wir sollten die NPD verbieten, wenn es möglich ist. Man muss aber genau<br />
prüfen, ob man mit einem Antrag beim Bundesverfassungsgericht durchkommt.<br />
Im übrigen ist mit einem NPD Verbot der Kampf gegen rechte Gewalt<br />
keineswegs abgeschlossen.
</p>
<p>
<b>werner:</b><br />
Wie stehen Sie zum Transrapid?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Es war richtig die Strecke Berlin-Hamburg nicht zu bauen. Viel zu<br />
teuer und aufwendig. Mit dem gleichen Geld erreichen wir beim Ausbau der<br />
Schiene viel mehr.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
Jetzt die Fragen, die die Welt bewegen&#8230;
</p>
<p>
<b>Berlin:</b><br />
Finden Sie den Daum-&quot;Rücktritt&quot; in Ordnung? Sollte er sich<br />
rehabilitieren können und in den Fussball zurückkehren?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Natürlich muß er sich rehabilitieren können. Ich finde, dass dies<br />
überigens für alle Drogensüchtigen gelten sollte. Da ist gestern viel<br />
geheuchelt worden. Und Mayer-Vorfelder sollte sich mal fragen, warum er<br />
nichts gemerkt hat. Früher hat er immer von seinem Freund Daum<br />
gespriochen. Gestern war es auf einmal der &quot;Herr Daum&quot;.
</p>
<p>
<b>daniel:</b><br />
Was halten sie von Westerwelles Auftritt bei BigBrother?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Ich denke, dass da schon ein Stück Anbiederei dabei war. Aber ich bin<br />
liberal. Jeder soll es so machen, wie es zu ihm passt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
und als abschließende Frage:
</p>
<p>
<b>alto:</b><br />
Ich bin zwar dafür, dass jede Sendung im Fernsehen laufen kann, aber<br />
Big Brother sollte man wegen Verdummung der Menschheit verbieten ! Ihre<br />
Meinung ?
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
Ich halte nichts von solchen Verboten. Die Menschheit ist so klug, dass<br />
sie auch Big Brother überleben wird.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
Lieber Herr Kuhn, wir bedanken uns bei Ihnen für den interessanten<br />
Chat und hoffen, dass es Ihnen Spass gemacht hat.
</p>
<p>
<b>FritzKuhn:</b><br />
OK. Auch mir hat es gefallen. So lang.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b><br />
An alle User: das Transcript gibt es wie immer demnächst bei<br />
politik-digital nachzulesen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat-mit-fritz-kuhn-539/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Renate Künast</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat-mit-renate-kuenast-479/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Kernenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Renate Künast]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<br />
<br clear="all" />
<!-- Transcript -->
<table border="0">
	<tbody>
		<tr valign="top">
			<th align="right">RenateKuenast:</th>
			<td>Hallo, ich bin jetzt da und es kann los gehen! ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<br clear="all" /><br />
<!-- Transcript --></p>
<table border="0">
<tbody>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Hallo, ich bin jetzt da und es kann los gehen! 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Sehr geehrte Frau Kuenast, im Namen von politik-digital moechten wir<br />
			Sie herzlich zu unserer heutigen digitalen Diskussionsrunde begruessen!<br />
			Wir wuenschen Ihnen viel Spass!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">login:</th>
<td>Wie lange sind sie schon in der Bundespolitik tätig?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Den möchte ich auch haben!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Tja, ich bin seit dem 24.6. 2000 ca. 11.00 Bundesvorsitzende und<br />
			vorher habe ich mich bei allen Rechtsthemen eingemischt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">muffin:</th>
<td>Was halten Sie von der Trennung zwischen Amt und Mandat?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Eigentlich hätte ich sie gern aufgehoben, aber der Bundesparteitag hat<br />
			anders entschieden. Ich will mich nicht grämen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">popster:</th>
<td>Was halten Sie von der Internetsteuer, die Herr Müller einführen will,<br />
			was bedeutet das eigentlich?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>sind Sie noch da;-)?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Wenn sich die Art des Handel treibens verändert, also außerhalb der<br />
			nationalen Gesetze stattfindet, muß man natürlich darüber nachdenken, wie<br />
			eine gleiche Steuersituation für alle &#8211; vom e-commerce bis zum Tante<br />
			Emma-laden &#8211; hergestellt wird. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Veit:</th>
<td>Zählen Sie sich zu den Realos oder Fundis?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Nix da. Ich bin ich und der Kopf ist zum Denken da.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">login:</th>
<td>Wie schätzen Sie die Stimmung innerhalb der Grünen im moment<br />
			ein?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Positiv. Alle wollen jetzt einen Neuanfang. Das heißt wir werden jetzt<br />
			konkret unsere Projekte für die nächsten zwei Jahre entwickeln.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">login:</th>
<td>Können Sie sich vorstellen, dass sich die GRünen aufgrund des<br />
			&quot;Einknicken&quot; bei typisch grünen Themen spalten werden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>1. Von Spaltung ist nicht die Rede. 2) Wir sind nicht eingeknickt. Wir<br />
			haben raus geholt, was raus zu holen ist. Politik findet nicht statt als<br />
			100 % Umsetzung grüner Programme, sondern in Reformschritten &#8211; mit der SPd<br />
			&#8211; weil wir leider nicht 50 % haben. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r367129:</th>
<td>denken sie nicht auch, dass die gruenen durch ihtre beteiligung an der<br />
			regierungskoalition immer mehr ihre identität/wurzeln verlieren?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Ich habe zwar nicht Das Kapital gelesen.. Aber Karl Marx sagte: Die<br />
			philosophen haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert, es kommt<br />
			aber daruaf an sie zu verändern.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">sunny:</th>
<td>Wie stehen Sie zum Atomkonsens?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Kein Traumergebnis, aber ein wichtiges Signal. Der wichtigste Punkt<br />
			wird sein, daß darauf hin Investitionsentscheidungen bei den großen<br />
			Energieversorgern umgeleitet werden&#8230; Ich gehe davon aus, daß sie die<br />
			vereinbarten Strommmengen nciht ausnutzen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Weil es dann nicht mehr likrativ ist.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">heldensaga:</th>
<td>Denken sie nicht, dass die jetzige Opposition, so sie denn in der<br />
			nächsten Legislaturperiode an die Macht käme den Atomausstieg sofort<br />
			wieder kippen würde?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Gute Frage. Aber die Reaktionen der Vorstandsmitglied von RWE und<br />
			anderen gegenüber der CDU/CSU zeigen doch: sie wollen Planungssicherheit<br />
			und dann ggfls. in andere Energien investieren. Eine Änderung fordern<br />
			ncith mal die von der CDU. Und ich gehe davon aus, die Nächste Regierung<br />
			wird keine an der CDU oder FDP beteiligt sind.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">shoppy:</th>
<td>Frau Künast, was halten Sie politisch gesehen für wichtiger:<br />
			Prinzipientreue oder Kompromissbereitschaft?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>So absolutistisch kann ich nicht Politik machen. Man muß Prinzipien<br />
			haben und Visionen und daran müssen sich die einzelnen Reformschritte<br />
			messen lassen. Ich will ja nicht nur jeden Morgen ein Bekenntnis ablegen,<br />
			es muß sich auch konkret was verändern.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">login:</th>
<td>Gibt es noch &quot;grüne&quot; Themen für das nächste Jahrtausend, wenn der<br />
			grösste Teil der Themen von z.B. der SPD besetzt wird?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Viele reden über Umweltschutz, praktizieren ihn aber nicht.<br />
			&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Wir vertreten die Interessen der Umwelt gegen die der Wirtschaft,<br />
			nehmen sie in die Verantwortung. ohne uns hätte der Kanzler die Debatte um<br />
			das Ende des Atoms fgar ncith erst begonnen. &#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Bei den neuen Technologien , rote und grüne Gentechnik, braucht es<br />
			wieder die Grünen. Die anderen- auch die SPD wollen nur Akzeptanz<br />
			herstellen. Wir sagen, die Verbraucher haben einen Anspruch auf<br />
			Transparenz und Aufklärung über die Folgen neuer Technologien.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">muffin:</th>
<td>Wie stehen Sie zu Joschka Fischer und seiner öffentlichen darstellung<br />
			als Übervater der partei?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Joschka ist einer unserer Besten. Es gibt aber auch andere brillante<br />
			grüne PolitikerInnen. Und nen Übervater kann ich ja gar nicht haben &#8211; ich<br />
			bin doch die Vorsitzende!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Veit:</th>
<td>Können Sie meine Bedenken, dass Sie Joschka Fischer zu wenig<br />
			unterstützen, entkräften ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Gegenfrage, kommt diese Frage aus dem Auswärtigen Amt?? Geben sie sich<br />
			sofort zu erkennen!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Wir warten auf eine Antwort 😉
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">login:</th>
<td>Was sagen sie zu Helmut &quot;Ich-sage-nichts&quot; Kohl?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Ich auch: 🙂 !
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Er soll endlich die Namen der Spender nennen und der Republik das<br />
			unwürdige Schauspiel ersparen. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">login:</th>
<td>wie sehen sie die chancen zu einem sinnvollen steuerkomproiss zu<br />
			kommen, nachdem die cdu offensichtlich blockiert um der blockade<br />
			willen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Warten wir mal ab. Selbst die Industrie sagt, sie müsse nun kmmen.<br />
			Wenn die CDU blockiert, muß sie erklären warum sie den weiteren<br />
			wirtschaftlichen Aufschwung verhindert.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Richard:</th>
<td>Denken Sie Frau Künast, dass es in naher Zukunft auf landesebene auch<br />
			zu schwarz-grünen Koalitionen kommen wird?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Man soll niemals Nie sagen. Auf kommunaler Ebene &#8211; z.B. in NRW machte<br />
			es Sinn die verfilzten SPD-Strukturen zu beenden. Aber für alles Weitere<br />
			ist die Frage: Wer und Was ist die CDU??? Das weiß heute selbst FRau<br />
			Merkel nicht. Oder?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Wulf:</th>
<td>Warum wird eigentlich versucht, mit Hochdruck das Homo-Ehengesetz<br />
			durch den Bundestag zu peitschen? Haben Sie keine Bedenken, dass dieses<br />
			Gesetz mit Rücksicht auf die Verfassung zum Schutz der Ehe und Familie<br />
			gekippt wird?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Von peitschen kann gar nicht die REde sein. Es wird jetzt ordentlich<br />
			beraten. &#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">login:</th>
<td>Wie schätzen Sie den Einfluss der Medien auf politische<br />
			Willensbildungsprozesse ein? Ist er innerhalb der letztzen zehn Jahre<br />
			grösser oder kleiner geworden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Sorry, ein wenig zu früh gedrückt
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Außerdem ist es keine totale Gleichstellung mit der Ehe, eher ein<br />
			Abbau einer durch nichts zu legitimierenden Diskriminierung. Selbst das<br />
			Bundesverwaltungsgericht hat schon entschieden, es muß eine Rechtliche<br />
			Änderung hin zur Gleichstellung geben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Bitte beachten SIe dir zu früh gestellte Frage
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Der wird durch die wachsende Konkurrenz immer größer. Wir müssen<br />
			aufpassen, daß am Ende die Politik nicht zum Klamauk verkommt, weil<br />
			aufgrund der immer schnelleren Medien Politiker Angst haben überhaupt noch<br />
			auf Probleme hinzuweisen,
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">solong:</th>
<td>Was zeichnet Ihrer Meinung nach eine gute Politikerin aus?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Chatten, chatten&#8230;. Mal im Ernst, Lust auf Problemlösungen , gute<br />
			Nerven und sich nicht von den vorschnellen Urteilen anderer beeinflussen<br />
			lassen. Wer immer nur geliebt werden will ist hier falsch.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Santa:</th>
<td>was sind ihre weiteren politischen ambitionen für die<br />
			zukunft?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Darüber führe ich nicht mal Selbstgespräche, ich könnte ja abgehört<br />
			werden! &#8230;.. Erst mal etwas Schwung in den grünen Laden<br />
			bringen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Es kann weiter gehen!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">popster:</th>
<td>werden sie auch jetzt fuer ein minister amt relevant und wenn ja<br />
			welches?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Ich schwanke zwischen &quot;Internet-Ministerin&quot; und Erstes deutsches<br />
			Mitglied der intergalaktischen Weltregierung.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">popster:</th>
<td>was machen die gruenen eigentlich besser als die fdp
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Nahezu alles! Wir wollen, daß die Menschen sich autonom und frei<br />
			entwickeln können, aber solidarisch und verantwortlich leben. Wir denken<br />
			an die Zukunft der heute Jungen, bei Ausbildung, Jobs und Rente. Bei der<br />
			FDP kommt nur durch wer zuerst am ettungsboot ist. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r247244:</th>
<td>Befürchten Sie, dass die FDP die Grünen mittelfristig als<br />
			Koalitionspartner der SPD ablösen wird?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Den Kampf zur Verteidigung des dritten Platzes haben wir aufgenommen.<br />
			Schaun wir mal wie lange sich die Wählerinnen ncoh Möllemanns Luftsprünge<br />
			anschauen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Wir wollen an der ökologischen udn sozialen Modernsierung ernsthaft<br />
			arbeiten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r247244:</th>
<td>Wie stehen Sie zu &quot;out of area&quot; &#8211; Einsätzen der NATO und einer damit<br />
			verbundenen deutschen Beteiligung?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Unser Parteitagesbeschluss lautet:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>darauf sind wir jetzt gespannt 😉
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Mit einem UN-Mandat und breiter parlamentarsicher Mehrheit kann die<br />
			Bundeswehr für Friedensmaßnahmen eingesetzt werden. Nichtmilitärische<br />
			lösungen haben strikten Vorrang. Deshalb hat J.Fischer mit der Ausbildung<br />
			von zivilen Konfliktlösern im Außenministerium begonnen. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Tobi:</th>
<td>Frau Künast. ein Stichwort: Schillys Verknüpfung von Einwanderung und<br />
			asyl. Ihre Auffassung?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Zwei Paar Schuhe. Einwanderung erfolgt nach arbeitsmarkt- sozial- und<br />
			kulturpolitischen Interessen. Flüchtlinge kommen aus humanitären<br />
			Gründen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Wir wollen da nichts verrechnen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">login:</th>
<td>Wie beurteilen Sie die Kampfhunddebatte?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Längst überfällig. Da kann nicht sein, daß sich Menschen nicht zu<br />
			bewegen trauen, weil Hunde Vorrang haben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">login:</th>
<td>Wie beurteilen SIe die Leistungen der Bundesregierung im Bereich des<br />
			Unweltschutzes?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Das kann und wird noch besser werden. Aber schauen sie mal auf unsere<br />
			ersten Erfolge. Das Solargeschäft boomt&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Die bundesrepublik bekommt bei den erneuerbaren Energien einen Schub<br />
			auf den andere Länder schon neidisch blicken&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Jetzt kommt als nächstes zum Beispiel das Naturschutzgesetz udn damit<br />
			mehr Umweltschutz unter dem Gesichtspunkt der Lebensqualität.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">login:</th>
<td>Können Sie den &quot;Verrat&quot; der gerundlegenden Werte der Grünen den<br />
			Wählern gegenüber verantworten?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Die Verratsdebatte nervt. Es reicht nicht das eigene Programm jeden<br />
			Morgen zu zitieren. Es muß auch was passieren&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Wir haben vieles auf den Weg gebracht, ist alles nciht einfach. Aber<br />
			die Wirtschaft wird der veränderten Rechtslage mit ihren finanzeillen<br />
			Entscheidungen folgen &#8212; müssen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">heldensaga:</th>
<td>aber dennoch ist deutschland inmitten seiner nachbarstaaten eine grüne<br />
			insel, wass den umweltschutz angeht. sollte da nicht auch im ausland mehr<br />
			passieren / deutschland mehr eingreifen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Wir können nicht eingreifen &#8211; nur Vorbild sein. Jetzt diskutieren auch<br />
			die Franzosen wieder über ihre Kernkraftwerke, wir fordern bbei der<br />
			EU-Grundrechtscharta die Veranderung des Umweltschutzes&#8230; Vieles ist in<br />
			Bewegung.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">login:</th>
<td>Lässt sich durch das Internet eine stärkere Integration des<br />
			&quot;einfachen&quot; Bürgers in die Strukturen der Demokratie<br />
			bewerkstelligen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Das Internet hat beide Komponenten. Mehr Demokratie weil viele Infos<br />
			bekommen, mitreden können&#8230;..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Aber es hat natürlich auch die neue Macht der Provider begründet. Da<br />
			braucht es jetzt Schutzregeln.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Leider ist die Zeit gleich vorbei, wir kommen zur letzten<br />
			Frage.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ioodii99:</th>
<td>mal hand aufs herz: wie stark ist die partei zerrüttet, gibt es eine<br />
			chance die &quot;ewig gestrigen&quot; endlich loszuwerden und eine moderne,<br />
			ökologische Partei zu werden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Das hat doch der Partewitag im Münster gezeigt, eine große Mehrheit<br />
			will einen Neuanfang. Das heißt:&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Endlch gemeinsam strategsich arbeiten, konkrete Reformprojekte ins<br />
			Visier nehemn und dabei noch Spaß haben. So wie jetzt bei diesem<br />
			chat!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Sehr geehrte Frau Künast, wir möchten uns ganz herzlich für die<br />
			letzten interessanten 60 Minuten bedanken! Es hat uns auch sehr viel Spass<br />
			gemacht! 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RenateKuenast:</th>
<td>Tschö!!!!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Gruss nach Berlin!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Das Transcript wird in den nächsten Tagen bei politik-digital.de zu<br />
			finden sein!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
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	</channel>
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