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	<title>KI-Kommission &#8211; politik-digital</title>
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		<title>KI und Ethik: Eine Bestandsaufnahme (Teil 3/3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2019 08:44:04 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Mit der Frage nach der Ethik für künstliche Intelligenz soll sich der letzte Teil dieser Serie zum Stand der KI in Deutschland beschäftigen. Das Thema lädt dazu ein, die wirklich großen Fragen zu stellen. Doch wie finden ethische Bedenken konkret ihren politischen Weg in die Praxis? Eine Bestandsaufnahme von Sein und Bewusstsein.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der frühe französische Aufklärer Julien Offray de La Mettrie hatte eine revolutionäre Idee, die noch heute bei vielen heftige Reaktionen auslöst: der Mensch ist seiner Ansicht nach bloß eine biologische Maschine – Geist und Intelligenz seien im Grunde reproduzierbar. Und damit stand auf einmal die Grundidee für künstliche Intelligenz im Raum. Faszinierend ist, dass das Nachdenken über eine künstliche Intelligenz dem technischen Stand schon immer weit voraus war: Bereits seit den 1950ern nennt man zum Beispiel den Zeitpunkt, ab dem eine künstliche Intelligenz die menschliche übertreffen kann die <em>technologische Singularität.</em></p>
<p>Heute leben wir in einer Zeit, in der solche und ähnliche theoretische Überlegungen und Bedenken immer mehr Realität werden. Man beschäftigt sich deswegen immer ernster mit der Digitalethik. Umso wichtiger wird es zu fragen, wie die Politik damit konkret umgeht.</p>
<h3>Edel sei die KI, hilfreich und gut</h3>
<p>In der höchst ambitionierten <a href="https://www.bmbf.de/files/Nationale_KI-Strategie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Strategie der Bundesregierung</a>, welche 2018 veröffentlich wurde, ist nachlesbar: Künstliche Intelligenz solle „soziale Teilhabe und Handlungsfreiheit fördern“, sowie den „Schutz der Privatsphäre“ bewahren. Ein Fokus liege zudem auf möglichst großer „kultureller und medialer Freiheit“. Der hohe ideelle Anspruch der Bevölkerung kommt also nicht zu klein, und das ist auch gut so. Auch die schon lange als Schlagbegriff genutzte Forderung nach „Ethics by and for design“ wird als Bestandteil des Brands „A.I. made in Germany“ zum Ziel erklärt. Nach diesem Vorsorgeprinzip sollen ethische Überlegungen schon während der Entwicklung berücksichtigt werden, sodass potentielle Gefährdungen schon im Vorfeld eingeschränkt werden können. Dahinter könnte der Glaube daran stecken, dass Deutschland und Europa gerade wegen seiner hohen Moral mehr Integrität und Verlässlichkeit und damit einen Marktvorteile schaffe – Stichwort „<a href="https://politik-digital.de/news/interview-mit-wolf-dieter-lukas-bmbf-156661/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ehrbarer Datenkaufmann</a>“. Jedoch genießen diese und ähnliche ethische Forderungen weltweit unter Wissenschaftlern und auch Unternehmern hohe Zustimmung. Die Europäer sind nicht moralischer als andere. Erst jüngst bestätigte dies auch Wolfgang Wahlster, eine Koryphäe der deutschen KI-Forschung, im <a href="https://background.tagesspiegel.de/digitalisierung/wolfgang-wahlster-wir-muessen-mit-china-kooperieren" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> mit dem Tagespiegel.</p>
<h3>Alles eine Frage der Perspektive</h3>
<p>Die Umsetzung ist aber wie zu erwarten sehr unterschiedlich. Während die USA klassischerweise auf die Selbstverpflichtung der Unternehmen setzt, irritiert China den Westen mit einem eigenen, erst mal widersprüchlich erscheinenden Weg:  Einerseits gibt es die staatlich unterstützten <a href="https://www.baai.ac.cn/blog/beijing-ai-principles" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Beijing AI Principles</em></a>, welche weitestgehend den Positionspapieren der EU und von Google entsprechen,  andererseits aber auch das <a href="https://politik-digital.de/news/jede-handlung-wird-bewertet-willkommen-in-der-zukunft-154096/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialkreditsystem</a>. Während man jedoch bei letzterem schnell an Orwells <em>1984 </em>und eine absolute Gleichförmigkeit denkt, bedeutet das System für die meisten Chinesen gerade das Gegenteil: den Schutz des Individuums und der Gesellschaft vor sich selbst. Warum? Als einer der am schnellsten wachsenden Gesellschaften der Welt hat sich China binnen weniger Jahre vom Entwicklungsland zu einer Informationsgesellschaft entwickelt – die Menschen brauchen aber länger als der technologische Fortschritt. Korrupte Beamte und Geldleiher sind ein häufiges Problem und behindern die Entwicklung einer wirklichen Zivilgesellschaft. Das Beispiel soll zeigen, dass ähnliche Wertevorstellungen je nach aktueller Lage extrem unterschiedlich umgesetzt und von der Bevölkerung wahrgenommen werden können.</p>
<h3>Gradlinig ausweichend</h3>
<figure id="attachment_161959" aria-describedby="caption-attachment-161959" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-161959 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800.jpg" alt="Das KI-Siegel des KI-Bundesverbands" width="800" height="350" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800.jpg 800w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800-300x131.jpg 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800-768x336.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-161959" class="wp-caption-text">Das neue KI-Siegel des KI-Bundesverbands e.V.</figcaption></figure>
<p>Auch Deutschland und Europa gehen ihren eigenen Weg. Im Gegensatz zu den anderen Punkten der KI-Strategie sind die ethischen Ziele aber scheinbar bewusst offen gehalten; wenig verbindende Phrasen wie „die Bundesregierung wird prüfen, ob…“ finden sich relativ häufig wieder. Bei der Umsetzung geht man dabei zwei Wege:</p>
<p>Einerseits können und werden dabei bestehende Strukturen weiter unterstützt, wie beispielsweise das <a href="https://www.digitale-ethik.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Institut für Digitalethik</a>. Auch wurde erst jüngst in Kooperation mit Facebook das <a href="https://fbnewsroomde.files.wordpress.com/2019/10/tum-erc3b6ffnung-ieai.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Institut für KI-Ethik der TU München</a> eröffnet. Facebook und andere Digitalunternehmen dürften ein Interesse daran haben, die aktuell in Bezug auf Digitalethik eher kritische Stimmung mit solchen Mitteln beizulegen, bevor die Politik statt Unterstützung und Leitlinien doch noch einen harten Rahmen vorgeben könnte. Interdisziplinäre Gruppen wie die <a href="https://initiatived21.de/arbeitsgruppen/ag-ethik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AG Ethik</a> der Initiative D21 erarbeiten Konzepte. Im Frühjahr stellte der aus über 160 Unternehmen bestehende KI-Bundesverband außerdem sein <a href="https://ki-verband.de/ki-guetesiegel-ai-made-in-germany" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Gütesiegel</a> vor. Darin zu finden: Viele thematische und begriffliche Überschneidungen mit  Forderungen der Datenethikkommission und der europäischen Expertengruppe für KI. Und kürzlich stellte die 2018 von der Bundesregierung ins Leben gerufene Datenethikkommission ihre <a href="https://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/Fokusthemen/Gutachten_DEK_DE.html;jsessionid=1287F4CBD5DFA2E589FCE847A8D40CCD.1_cid324?nn=11678504" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Handlungsempfehlungen</a> vor.</p>
<p>Andererseits lässt sich eben auch eine Strategie der „Europäisierung“ dieser Frage beobachten. Gerne wird unterstellt, dass auf EU-Ebene unliebsame Entscheidungen getroffen werden, die sonst auf Nationalebene nicht durchsetzbar wären. Grund dafür wäre demnach, dass die Augen der Öffentlichkeit noch immer auf die Nationalparlamente ausgerichtet sind. Man könnte genau das unterstellen, aber in diesem Fall kann dieser Schritt durchaus Sinn ergeben. Nur wenn man gute und vor allem einheitliche Bedingungen für die Nutzung von KI schafft und so die Vorteile des größten Binnenmarktes der Welt auch nutzt, kann Europa sich längerfristig im weltweiten Wettbewerb behaupten. Sich wiederum gegenseitig in immer liberaleren Steuer- und vor allem auch Ethikgesetzgebungen zu unterbieten bringt letztendlich niemandem etwas. Bei diesem Vermittlungsprojekt hat die <em>„</em><a href="https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/high-level-expert-group-artificial-intelligence" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>High Level Expert Group on Artificial Intelligence</em></a><em>” </em>alle Arbeit geleistet. Doch sie wird auch heftig kritisiert – zu industriefreundlich seien ihre Richtlinien. Damit rechnet <a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/eu-ethikrichtlinien-fuer-kuenstliche-intelligenz-nehmt-der-industrie-die-ethik-weg/24195388.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Metzinger</a>, Philosophie-Professor und selber Mitglied der Expertengruppe mit selbiger ab. Das verwundere ihm zufolge wenig, schließlich ist die Expertengruppe beinahe ausschließlich aus Industriellen zusammengesetzt.</p>
<h3>Oder soll man es lassen?</h3>
<figure id="attachment_161960" aria-describedby="caption-attachment-161960" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-161960 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/Biarritz.jpg" alt="Biarritz: Könnte dieser romantische, kleine Ort als der Gründungsstätte einer KI-Weltordnung bekannt werden? " width="640" height="280" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/Biarritz.jpg 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/Biarritz-300x131.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-161960" class="wp-caption-text">Biaritz: Könnte dieser romantische, kleine Ort als der Gründungsstätte einer KI-Weltordnung bekannt werden?</figcaption></figure>
<p>Es drängen sich also wieder die großen Fragen auf: wie stark kann man Ethik in Form politischer Intervention überhaupt noch durchsetzen? Darauf kann dieser Artikel selbstverständlich keine Antwort liefern, schließlich beschäftigt diese Frage seit Jahrzehnten Sozialwissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler aller Couleur. Doch zwei mehr oder weniger konkrete Maßnahmen wären trotzdem denkbar:</p>
<p>Einerseits kann man den politischen Diskurs hierzulande in die Mangel nehmen. Grundsätzlich sind sich die Menschen nämlich in den meisten Themen, die die Digitalisierung anbelangen, relativ einig. Freiheit, Arbeitsplätze, Datensicherheit sind als Forderungen Allgemeinposten, denen die meisten Parteien und auch die meisten Bürgerinnen und Bürger zustimmen dürften. Der Teufel steckt jedoch im Detail – also dort, wo niemand hinschaut. Es gibt <a href="https://www.freiheit.org/netzpolitik-mehr-digitale-bildung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein fehlendes Bewusstsein</a> um die Relevanz digitaler Problematiken allgemein. Die Bundesregierung hat sich zwar zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung besser aufzuklären – so widmet sich das Wissenschaftsjahr 2019 beispielsweise der KI. Doch eine großangelegte Aufklärungskampagne, wie sie auch in der Strategie geplant ist, sähe anders aus. Mit dem Thema Datensicherheit kann man als Partei (zumindest heute noch) keine Wahlkämpfe gewinnen, sodass bei diesem ohnehin schon eher als Konsens gehandhabten Thema auch nicht so recht ein „Wettbewerb“ um die besten Lösungen entstehen will. Aber gerade davon lebt ja bekanntlich die Demokratie. Ein paar interessante Ideen springen dabei natürlich immer noch heraus, wie zum Beispiel die Idee der Innovationsstiftung für nachhaltige und soziale digitale Anwendungen (<a href="https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressestatements/anna-christmann-und-dieter-janecek-zum-digitalgipfel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">INSDA</a>), welche die Grünen seit geraumer Zeit fordern.</p>
<p>Andererseits könnte man noch größer denken und ein Abkommen auf globaler Ebene anstreben: Auf dem G7-Gipfel haben Frankreich und Kanada kürzlich ihre Idee eines <a href="https://www.nature.com/articles/d41586-019-02491-x" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>„International Panel on Artificial Intelligence“</em></a>  (IPAI) vorgestellt. Nicht wenige fordern, dass sich hier Deutschland ebenfalls beteiligen soll.  Ziel dieses Panels ist es, grundlegende Abmachungen über die Nutzung von KI zu schließen. Angesichts der Gefahr, die von KI-Waffensystem ausgeht und der Ungewissheit, wie man mit dem Zeitpunkt der „technologischen Singularität“ umgehen soll, macht dies durchaus Sinn. Aber obwohl das IPAI vom Namen und vom Anspruch her dem fürs Klima prominenten <em><a href="https://www.de-ipcc.de/119.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„International Panel on Climate Change“</a></em>  (IPCC), nacheifern will, sollen die Vereinten Nationen hier keinen eigenen Sitz bekommen. Entsprechend diesem wahrscheinlich an das trumpistische Amerika gerichtete Zugeständnis müsste dieser KI-Rat also eher „intergouvermental“ genannt werden.</p>
<h3>Sollten wir Fortschrittsoptimisten werden?</h3>
<p>Was lässt sich nun zusammenfassend sagen? Es gibt noch viel Raum dafür, um künstliche Intelligenz ethischer zu erfassen, und sehr viele gegenläufige Interessen. Die hier vorgestellten Projekte sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielzahl der teilweise graswurzelhaften Initiativen, die sich für eine ethische KI einsetzen. Man könnte tatsächlich darauf pochen, dass sich die Wirtschaft und Wissenschaft an dieser Stelle mehr oder weniger selbst regulieren.</p>
<p>Ein Fortschrittsoptimist war der Anfangs erwähnte Julien Offray de La Mettrie übrigens nicht. Seiner Ansicht nach war der Mensch nicht zu bändigen, das sei sein Schicksal. Aber ob das auch für eine vom Menschen geschaffene Maschine gilt, ließ er offen.</p>
<p class="_1l8RX _1ByhS">Hier geht es zum ersten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/bestandsaufnahme-ki-deutschland-2019-156755/">KI und Wirtschaft</a><br />
Hier geht es zum zweiten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-gesellschaft-eine-bestandsaufnahme-156825/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Gesellschaft</a></p>
<p class="_1l8RX _1ByhS">Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
<div class="_3bJ2H CHExY">
<p class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Photo:</strong> by <a href="https://unsplash.com/@nasa?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">NASA</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/earth?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a><br />
KI-Siegel: <a href="https://ki-verband.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Bundesverband</a><br />
Biarritz: <a href="https://unsplash.com/@heftiba" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Toa Heftiba</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/biarritz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsplash</a></p>
</div>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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			</item>
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		<title>KI und Gesellschaft: Eine Bestandsaufnahme (Teil 2/3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Oct 2019 11:43:14 +0000</pubDate>
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</div><div class="uncode_text_column" ><p>Über Künstliche Intelligenz wird seit mittlerweile 20 Jahren diskutiert. „Doch das öffentliche Interesse könnte irgendwann erlahmen. Man hakt die mit der KI verbundenen Chancen und Risiken geistig ab – und plötzlich ist man überrascht, dass die technische Entwicklung mit aller Durchschlagskraft am Ende doch stattfindet.“ So warnte zumindest der Bundestagspräsident a.D. Norbert Lammert auf einer Veranstaltung über die KI-Kommission. Um sicherzustellen, dass es so genau nicht kommt, gibt es sowohl die höchst ambitionierte <a href="https://www.ki-strategie-deutschland.de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Strategie der Bundesregierung</a>, als auch die <a href="https://www.bundestag.de/ausschuesse/weitere_gremien/enquete_ki" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Enquete-Kommission</a> des Bundestages. Es ist parteipolitisch allgemeiner Konsens, dass man gesellschaftliche Akzeptanz schaffen will. Doch wie soll das eigentlich genau funktionieren?</p>
<h3>„German Angst“, oder doch eher „German Mut“? Und wer nutzt überhaupt diese Begriffe?</h3>
<p>Zunächst ein Lagebericht: Laut einer <a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Kuenstliche-Intelligenz-Bundesbuerger-sehen-vor-allem-Chancen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BITKOM-Umfrage</a> aus dem Jahr 2018 befanden 71% der Deutschen künstliche Intelligenz als für den zukünftigen Wohlstand entscheidend und fast genauso viele Menschen hielten KI überwiegend für eine Chance. Noch 2017 waren es nicht mal die Hälfte. Auch die vielbeschworene „german angst“ findet sich statistisch nicht wieder: Auf die <a href="https://taz.de/Umfrage-zu-kuenstlicher-Intelligenz/!5605059/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frage</a>, welche Popkultur-KI am ehesten zu den eigenen Vorstellung einer KI passt, wurden am häufigsten der sympathische Star-Wars-Roboter „R2D2“ genannt und nicht etwa die Killer-Maschine „Terminator“. Aber von einem „R2D2“ ist heute trotzdem noch wenig zu sehen.</p>
<p>Und das ist auch das erste Problem, welches politisch angegangen werden soll: Viele haben anscheinend unzutreffende Vorstellungen davon, was KI überhaupt ist. Das kann man auch daran sehen, dass über 80% der Befragten glauben, KI würde die Gesellschaft heute noch nicht beeinflussen. Angesichts der Rolle der KI in Digitalwirtschaft, Industrie, Sicherheit, Medizin, etc. geht dieser Glaube an der Realität vorbei. Wichtig ist hier die Unterscheidung zwischen der auf einer bestimmten Aufgabe spezialisierten „schwachen KI“ und der „starken KI“, welche der menschlichen Intelligenz zumindest ebenbürtig ist. Letztere Vorstellung hält sich hartnäckig in den Köpfen, ist aber eher noch Zukunft.</p>
<h3>Konkurrenz belebt das Geschäft</h3>
<p>Die KI-Strategie will ein realistischeres Bild von künstlicher Intelligenz vermitteln und damit die immerhin noch 33 kritischen Prozent der Bevölkerung überzeugen. Das soll gezielt durch die Unterstützung ökologischer oder sozialer Leuchtturmprojekte geschehen, die über einen <a href="https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/G/gewinner-beim-ki-innovationswettbewerb-des-bmwi.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=6" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Innovationswettbewerb</a> auserkoren werden. Die 16 Gewinner der ersten Runde des mit jeweils ca. 10-20 Millionen Euro dotierten Preises stehen auch schon fest. Darunter: <em>REIF</em>, ein intelligentes Wertschöpfungsnetzwerk zur Verringerung des unnötigen Lebensmittelabfalls, <em>EMPAIA</em>, ein auf KI basierendes Diagnose-Werkzeug für den medizinischen Bereich, und viele Ökosysteme für KI-Anwendungen. Man will eben auch internationale Normen durchsetzen. Kritisieren kann man hier lediglich die Höhe der Förderungen: Amerikanische Digitalkonzerne oder der chinesische Staat rüsten einzelne Forschungsprojekte teilweise mit deutlich höheren Beträgen aus.</p>
<p>Positiv ist außerdem, dass es bereits sehr relevante staatlich finanzierte Institutionen gibt, die die Auswirkung der Digitalisierung und der KI auf die Gesellschaft umfangreich beforschen. Ein prominentes Beispiel wäre das <a href="https://www.hiig.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Institut für Internet und Gesellschaft</em></a> (HIIG). Aber auch die Länder bemühen sich: Vor kurzem hat das von der Landesregierung geförderte <a href="https://www.bidt.digital/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation</em></a> (bidt) den Betrieb aufgenommen. Das Problem ist hier jedoch häufiger wieder ein fehlendes mediales und gesellschaftliches Interesse an den teilweise höchstinteressanten Forschungsprojekten.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-4"><div class="row one-top-padding one-bottom-padding single-h-padding limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light shift_x_neg_double shift_x_fixed"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h3 class="h3" ><span>Die Utopisten sind die Realisten von morgen</span></h3></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-160956" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2.png" width="640" height="480" alt="" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2.png 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div>
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				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><em>Eine Parade durch New York für die Besatzung der Apollo 11. Doch wie sieht heute breite Euphorie für technischen Fortschritt aus?</em></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-5"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Deshalb kann man nun fragen: Reichen diese Leuchtturmprojekte und intensive Forschung aus, um allgemeine Akzeptanz für KI zu schaffen? Man könnte hier der Ansicht sein, dass zu dem krassen Ziel des „KI-Weltmeisters Deutschland“ ein ebenso krasses soziales Ziel gehören müsste, welches dann auch ebenso laut offenbart wird. Die Regierung könnte dann zeigen, aus welchem sozial-marktwirtschaftlichen Holz sie geschnitzt ist. Für solch ein großes Denken gibt es neben der ausführlichen Forschung auch Zustimmung aus einem breiten Spektrum an Meinungen. Zu erwähnen wäre der Soziologe Harald Welzer. Auch wenn seine Thesen umstritten sind,  gehört er zu den lautesten und kritischsten Stimmen in den politischen Feuilletons. In einem <a href="https://www.zeit.de/2019/34/digitalisierung-kuenstliche-intelligenz-algorithmen-denken-dummheit/seite-3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Essay</a> forderte Welzer kürzlich, die Politik solle KI primär für zivilisatorische Zwecke nutzen, um beispielsweise ein bedingungsloses Grundeinkommen zu ermöglichen. Die Digitalisierung sei kein Schicksal, sondern eine Gestaltungsaufgabe.</p>
<p>Es gibt aber auch aus den Reihen der CDU laute Forderungen. Genauer gesagt in einem <a href="https://www.kas.de/documents/252038/4521287/Bewertung+der+deutschen+KI-Strategie+Teil+3.pdf/aa0ecb4e-3a71-de71-63ba-fb08bf72dd57?version=1.1&amp;t=1559810781469" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Positionspapier</a>, das die <em>Konrad-Adenauer-Stiftung</em> mit der industrienahen <em>Cambrian-Group</em> schon vor der Veröffentlichung der offiziellen KI-Strategie herausgegeben hat. Darin enthalten: Der Wunsch nach einer breiten gesellschaftlichen Euphorie, wie es sie auch schon während des Apollo-Raumfahrt-Programms in den USA gab. Häufige Forderungen, wie beispielsweise ein Digitalministerium, eine aktive und vor allem globale KI-Ethikpolitik, oder Digitalwissenschaften als Schulfach, sind in der tatsächlichen Strategie nur noch schemenhaft zu erkennen.</p>
<p>Die Frage mit den Digitalwissenschaften als Schulfach griff auch jüngst <a href="https://www.freiheit.org/netzpolitik-mehr-digitale-bildung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ann Cathrin Riedel vom Verein für liberale Netzpolitik</a> auf: Eine magere digitale Medienbildung sei längerfristig eine Gefahr für die Stabilität der Gesellschaft. Sichtbar sei dies am fehlenden Bewusstsein für Falschmeldungen und Scheinidentitäten, von dem viele und vor allem Ältere betroffen sind. Schon immer von russischen Desinformationskampagnen geplagt, zeigt sich Finnland hier vorbildlich und betreibt breite Aufklärungsprogramme.</p>
<p>An sozialen Ideen, aber auch Notwendigkeiten mangelt es also nicht. Und dass solch große Pläne auch von Regierungen verlautbart werden können, sieht man neben Finnland auch an Japan: Die Idee der <a href="https://www.gov-online.go.jp/cam/s5/eng/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Society 5.0</em></a>, einer vollvernetzten und smarten Gesellschaft muss man zwar nicht gut finden, aber sie zeigt: Es ist möglich zu träumen.</p>
<h3>Wird künstliche Intelligenz zur neuen sozialen Frage?</h3>
<p>Um einen Funken zu entfachen, reicht es aber nicht aus, nur mit Utopien zu zündeln. Genauso wichtig ist es, bestehenden Bedenken auszuräumen. Und diese sind nicht nur leise seitens der noch regierenden SPD zu vernehmen. Auch <em>Die Linke</em> zeigt sich besorgt: Sowohl die Auswirkungen der KI auf den Arbeitsmarkt, als auch der damit verbundene Machtzuwachs der multinationalen Plattformriesen würden das Wohl des Individuums gefährden.</p>
<p>Bezogen auf die Arbeitswelt gibt es viele Bemühungen, diese auf KI-Kurs zu trimmen. Durch KI-Trainerinnen und Trainern für den Mittelstand, oder auch das „KI-Observatorium“. Dieses sich momentan noch in den Startlöchern befindliche Forschungszentrum soll die Folgen der KI auf die Arbeitswelt erforschen und reflektieren. Vielleicht ergeben sich dann mehr Erkenntnisse zu der immer noch hart umkämpften Frage, ob sich künstliche Intelligenz wirklich negativ auf Arbeitsplätze auswirkt.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-5" data-row="script-row-unique-5" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-5"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-6"><div class="row one-top-padding one-bottom-padding single-h-padding limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light shift_x_neg_double shift_x_fixed"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h3 class="h3" ><span>Ein Steiniger Weg</span></h3></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-160954" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/ki32.png" width="640" height="480" alt="" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/ki32.png 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/ki32-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div>
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				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><em>Die Bundestagskuppel: Die Mühlen der Demokratie mahlen langsam aber gründlich. Nur gilt das heute immer noch?</em></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-6" data-row="script-row-unique-6" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-6"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-7"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Der Frage nach der Wirkung der KI auf Plattformökonomien wiederum wurde bisher sowohl in den öffentlichen Sitzungen der KI-Kommission, als auch in der KI-Strategie weniger beachtet. Und das, obwohl die monopolisierende Dynamik dieser Wirtschaftsfelder und die dabei unterstützende Rolle der KI-Technologie von <a href="http://digital.fuerstenberg-forum.de/wp-content/uploads/2018/10/SJ_03-18_EBOOK_Plattformoekonomie_als_Game-Changer.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unterschiedlichen Seiten</a> konstatiert wurden. Eine denkbare Erklärung: Zwar können die Möglichkeiten der KI-Nutzung reguliert werden, wie an der DSGVO zu sehen ist. Doch finden die Regulierungsmöglichkeiten ihre Grenze bei den vermehrt auf KI basierenden Geschäftsmodellen der (multinationalen) Unternehmen. Ein Beispiel hierfür ist der mittlerweile als systemrelevant eingestufte Finanzdienstleister <em>Blackrock</em>, der seine Vormachtstellung dem intelligenten Risikomanagement-System <em>Aladdin </em>zu verdanken hat. Und gleichzeitig übt <em>Blackrock </em>auch noch großen <a href="https://lobbypedia.de/wiki/BlackRock" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einfluss auf die Finanzgesetzgebung</a> aus.</p>
<p>Wenn ganzheitliches Aufklären das Ziel ist, könnte es sinnvoll sein, solche Fälle öffentlich zu problematisieren, gleichzeitig aber auch die Relevanz der Innovationskraft durch die Wirtschaft zu betonen.</p>
<h3>Welchen Traum wollen wir träumen?</h3>
<p>Doch welches Resümee lässt sich jetzt ziehen? Einerseits versucht die Bundesregierung, Tatsachen zu schaffen und die Debatte damit zu erden. Das ist positiv zu bewerten. Andererseits jedoch fehlte bisher der Mut, nicht nur eine große wirtschaftliche Vision zu formulieren, sondern sich auch ein ebenso klares und großes soziales Ziel zu setzen. Diese Einseitigkeit muss nicht zwingend zu schlechten Ergebnissen führen. Doch um hier wieder mit Worten Norbert Lammerts zu enden: „Es muss ja nicht so kommen. Aber das es sicher nicht so kommt, ist so sicher auch wieder nicht“.</p>
<p>Hier geht es zum ersten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/bestandsaufnahme-ki-deutschland-2019-156755/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Wirtschaft</a><br />
Hier geht es zum dritten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-ethik-eine-bestandsaufnahme-156842/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Ethik</a></p>
<div class="_3bJ2H CHExY">
<p class="_1l8RX _1ByhS">Titel: <a href="https://unsplash.com/@franckinjapan?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Franck V.</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/ai?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a><br />
Parade in New York: <a href="https://images.nasa.gov/details-S70-17433.html">NASA</a><br />
Bundestagskuppel: <a href="https://unsplash.com/@ripato" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ricardo Gomez Angel</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/bundestag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsplash</a></p>
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</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-7" data-row="script-row-unique-7" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-7"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-9"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-9" data-row="script-row-unique-9" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-9"));</script></div></div></div>
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