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	<title>Kind &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Kind &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#034;Kinder und Eltern sollten gemeinsam surfen&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotkinder_und_eltern_sollten_gemeinsam_surfenquot-504/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotkinder_und_eltern_sollten_gemeinsam_surfenquot-504/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alina Barenz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kindernetz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienerziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Stampfel]]></category>
		<category><![CDATA[SWR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b><span class="fett"> Sabine Stampfel, Leiterin des SWR-Kindernetzes,
war am 19. April 2007 zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation
mit politik-digital.de. Sie gab Hinweise zu kinderfreundlichen Internetseiten
und zur Rolle der Eltern bei den ersten Schritten der Kinder im
Netz.</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b><span class="fett"> Sabine Stampfel, Leiterin des SWR-Kindernetzes,<br />
war am 19. April 2007 zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation<br />
mit politik-digital.de. Sie gab Hinweise zu kinderfreundlichen Internetseiten<br />
und zur Rolle der Eltern bei den ersten Schritten der Kinder im<br />
Netz.</span></b><!--break-->
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Herzlich willkommen<br />
im tagesschau-Chat in der ARD-Themenwoche „Kinder sind Zukunft“<br />
heute zum Thema „Kinder und Internet“. Unser Gast ist<br />
Sabine Stampfel, Leiterin des SWR-Kindernetzes. Frau Stampfel chattet<br />
aus Baden-Baden, gleich die Frage dahin: Können wir beginnen?<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/sstampfel85.jpg" alt="Sabine Stampfel" align="right" height="120" width="85" />
</p>
<p>
<b><b>Sabine Stampfel:</b></b> Aber gerne!
</p>
<p>
<b>arzt im einsatz:</b> Wie kann man als Elternteil überhaupt<br />
überprüfen, was das Kind im Netz so treibt?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Indem Sie das mit Ihrem Kind<br />
besprechen, wohin es surft, welche Seiten es attraktiv findet und<br />
was es gerne im Internet macht.
</p>
<p>
<b>frizz:</b> Was sind sinnvolle Internetuhrzeiten für<br />
meine Kinder (fünf und zwölf Jahre alt)?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Da würde ich sagen, das<br />
richtet sich natürlich ganz nach Ihren Familienzeiten. Wichtig<br />
ist aber, dass für die Kinder bestimmte Zeiten festgelegt werden,<br />
die dann auch gelten und überprüft werden. Das kann zum<br />
Beispiel Stunde pro Tag seiner &#8211; oder aber auch bei Älteren,<br />
denen man ein Zeitkontingent geben kann, zum Beispiel acht Stunden<br />
pro Woche.
</p>
<p>
<b>daniel86:</b> Wozu sollte ein Kind (sagen wir, jünger<br />
als zehn Jahre) überhaupt ins Internet?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Zum Beispiel um andere Sprachen<br />
zu lernen, oder sich mit anderen in Schulforen über bestimmte<br />
Themen auszutauschen. Und natürlich können Brieffreundschaften,<br />
die wir früher noch per Post gepflegt haben, heute per E-Mail<br />
gepflegt werden, wenn die Brieffreunde den Eltern bekannt sind.<br />
Darüber hinaus gibt es im Internet natürlich viele sinnvolle<br />
Spiele, bei denen Kinder etwas lernen können.
</p>
<p>
<b>hannes:</b> An welche Altersgruppe richtet sich das<br />
SWR-Kindernetz?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Sieben bis 15 Jahre.
</p>
<p>
<b>junikind:</b> Wie stellen Sie sicher, dass sich keine<br />
unberechtigten Erwachsenen beim Kindernetz des SWR anmelden? Wie<br />
kann man das überprüfen?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Ganz sicher kann man dieses natürlich<br />
nie wissen, denn wir verlangen keinen Personalausweis. Aber es sind<br />
verschiedene Sicherheitsstufen eingebaut wie zum Beispiel die Unterschrift<br />
der Eltern. Dann wird gelegentlich per Telefon die Anschrift auch<br />
gegengeprüft und auch einige weitere Maßnahmen, die ich<br />
aber nicht unbedingt in der Öffentlichkeit verbreiten möchte<br />
&#8211; und bitte da um Verständnis.
</p>
<p>
<b>kramer:</b> Was haben Sie für einen Eindruck,<br />
sind die Kinder auf Ihrer Website allein unterwegs oder sitzen die<br />
Eltern hinten dran?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Das ist bei der Altersgruppe,<br />
die wir abdecken, natürlich sehr unterschiedlich. Bei den kleineren<br />
Kindern sitzen die Eltern sicher noch dabei &#8211; zumindest empfehlen<br />
wir das immer. Bei den &#8211; ich würde mal sagen &#8211; Zwölfjährigen<br />
habe ich aber den Eindruck, dass diese auch öfter alleine surfen<br />
&#8211; wohl aber mit dem Wissen der Eltern. So sollte es im optimalen<br />
Falle sein. Aber tatsächlich wissen können wir dies nicht.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zweimal zum gleichen Thema:
</p>
<p>
<b>Silversurfer:</b> Meiner Erfahrung nach nutzen Kinder<br />
das Netz in erster Linie zum Chatten &#8211; führt das nicht zur<br />
Vereinsamung, wenn es nur noch überwiegend virtuelle Kontakte<br />
gibt??
</p>
<p>
<b>mina:</b> Ich bin selbst 22 Jahre alt. Ich habe von<br />
vielen jüngeren Freunden (15-18) gehört, dass ihre Eltern<br />
sagen, dass Chatten und Freunde, die man übers Internet kennen<br />
lernt, einen schlechten Einfluss hätten, dass die Kinder nicht<br />
mehr rausgehen würden. Teilweise sind diese Freunde jedoch<br />
die einzigen Bezugspersonen. Wie schätzen sie diese Entwicklung<br />
ein?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Das Chatten birgt natürlich<br />
gerade in diesem Altersbereich noch große Gefahren. Hier ist<br />
es besonders wichtig, dass Kinder schon die Regeln kennen, zum Beispiel<br />
zunächst keine persönlichen Daten weiterzugeben und so<br />
weiter. Insgesamt finde ich es aber wünschenswert, wenn Kinder<br />
Freunde über einen Chat kennen lernen, dass Eltern dieses auch<br />
begleiten und unterstützen. Wir haben gerade jetzt zum zehnjährigen<br />
Jubiläum des Kindernetzes einige unserer langjährigen<br />
Userinnen und User befragt und haben gehört, dass dort wirklich<br />
langjährige Freundschaften mit anderen Kindern entstanden sind,<br />
die sie im Kindernetz kennen gelernt haben – unter anderem<br />
auch im Chat. Ich denke, dass es wichtig ist, dass Eltern hier besonders<br />
aufmerksam sind, da eben im Chat durch die schnelle Kommunikation,<br />
bei der man nicht genau weiß, wer sich dahinter verbirgt,<br />
Gefahren liegen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Sie veranstalten ja auch Chats im SWR-Kindernetz.<br />
Können Sie mal eine besonders positive und eine besonders negative<br />
Erfahrung schildern? Wenn es die gibt.
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Im Kindernetz sind die Chats<br />
moderiert und dieses halte ich für einen Kinderchat auch unabdingbar,<br />
damit ein Erwachsener sofort eingreifen kann, wenn das Gefühl<br />
entsteht, dass hier Daten abgefragt werden sollen. Im Kindernetz<br />
war dies bisher noch nicht der Fall. Ich nehme an, dass es daran<br />
liegt, dass nur Mitglieder chatten können und hier ein sehr<br />
langer Anmeldeprozess durchlaufen werden muss.
</p>
<p>
<b>kid_a:</b> Ist es nicht ein wenig übertrieben,<br />
dass Kinder im Kindernetz nicht mal ihren Namen oder den von ihren<br />
Geschwistern nennen dürfen?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Das ist sicher eine Einschätzungssache.<br />
Kinder werden nicht aus dem Kindernetz ausgeschlossen, wenn sie<br />
den Namen ihrer Geschwister nennen, aber wir weisen sie darauf hin,<br />
dass natürlich auch dieses persönliche Daten sind, an<br />
denen Mitschülerinnen sie zum Beispiel im Netz unter ihrem<br />
Pseudonym erkennen könnten.
</p>
<p>
<b>Petr:</b> Wie funktioniert denn dieser Anmeldeprozess?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Es würde zu weit führen,<br />
die einzelnen Schritte alle aufzuführen. Im Groben ist es so,<br />
dass die Kinder eine Seite gestalten und ihre persönlichen<br />
Daten auf einem Anmeldeformular eingeben. Dieses Anmeldeformular<br />
muss von einem Erziehungsberechtigten unterschrieben an die Redaktion<br />
zurückgeschickt werden. Hier schaut sich das Team die Seite<br />
an, überprüft die Daten und schickt eine E-Mail an die<br />
Eltern mit einem Code zur Freischaltung der Seite. Das heißt,<br />
die Eltern werden hier auch noch mal eingebunden und können<br />
sich die Seite ihres Kindes noch mal anschauen und sie freischalten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wieder zwei Fragen auf einmal:
</p>
<p>
<b>SimoneSays:</b> Sollte Medienkompetenz ein Schulfach<br />
werden, damit Kinder lernen, mit eventuellen Gefahren im Internet<br />
umzugehen?
</p>
<p>
<b>Waibling:</b> Was können den Schulen zum Thema<br />
Kinder und Internet machen? Gibt es da gute Beispiele?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Zu SimoneSays: Eineindeutiges<br />
Ja. Für die Schulen gibt es da sicherlich vielfältige<br />
Möglichkeiten. Mittlerweile scheint ja auch die Medienausstattung<br />
an den Schulen ganz gut zu sein und nun muss ich mal wieder etwas<br />
Eigenwerbung betreiben: Wir starten gerade eine Aktion mit den Schulen<br />
und haben Unterrichtsmaterial vorbereitet, das die Lehrer im Unterricht<br />
verwenden können. Wir rufen sie auf, mit den Kindern ihre Heimat<br />
zu erkunden und dazu zum Beispiel Werbeprospekte von Touristikunternehmen<br />
auszuwerten, zu überlegen, was am eigenen Ort für andere<br />
interessant sein könnte, dazu vielleicht auch ein Interview<br />
mit Verantwortlichen aus der eigenen Stadt zu führen oder auch<br />
eine Umfrage im Dorf zu machen und so weiter. Das Ergebnis können<br />
sie an das Kindernetz schicken und es wird auf einer Deutschlandkarte<br />
veröffentlicht. Hier bieten sich viele Möglichkeiten im<br />
Unterricht, zum Beispiel die Beurteilung von Werbung im Fach Deutsch,<br />
das Erstellen eines eigenen Logos für das Fach Kunst oder auch<br />
Listen zu erstellen mit den Freizeitmöglichkeiten am Ort und<br />
diese entsprechend zu sortieren für das Fach Mathematik. Aber<br />
dies ist natürlich nur ein Beispiel. Insgesamt denke ich, dass<br />
es fächerübergreifend möglich ist, das Internet in<br />
den Unterricht einzubeziehen und ein spezielles Fach Medienkunde<br />
würde dies natürlich unterstützen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Gibt es eigentlich im Lehrplan in einem<br />
der Bundesländer so etwas wie Medienerziehung – oder,<br />
genauer gesagt, Umgang mit dem Internet. Wissen Sie das?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Nein, das weiß ich leider<br />
nicht genau.
</p>
<p>
<b>steve:</b> Nachfrage zu Medienkompetenz an Schulen:<br />
Müssen hier nicht in erster Linie erstmal die Lehrer geschult<br />
werden? Viele sind ja schon ein wenig älter und nutzen das<br />
Internet kaum (meine Erfahrung).
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Nach meiner Erfahrung gibt es<br />
an vielen Schulen viele engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die dieses<br />
voranbringen. Aber natürlich wäre es gut, wenn es Fortbildungen<br />
in diesem Bereich gibt. Diese Frage bekomme ich aber auch häufig<br />
von Eltern gestellt, die selbst auch das Gefühl haben, in diesem<br />
Bereich nicht kompetent genug zu sein. Meine Empfehlung ist hier,<br />
gemeinsam das Internet zu erkunden. Da bringen die Erwachsenen sicher<br />
andere Kompetenzen ein als die Kinder, aber genau das eröffnet<br />
auch die Möglichkeit, gemeinsam zu lernen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kommentar von:
</p>
<p>
<b>loddar1961:</b> Die Medienkompetenz hier sollte sicher<br />
nicht nur der Umgang der Lehrer mit dem Internet sein &#8211; die müssten<br />
auch wissen, was die „lieben Kleinen&quot; denn interessiert,<br />
daran hapert es wohl eher.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Können Sie das nachvollziehen?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Ja, das kann ich nachvollziehen.<br />
Das wird ja manchmal auch über die Kinderseiten gesagt: dass<br />
diese zwar sicher seien, die Kinder sich aber für ganz andere<br />
Seiten interessieren. Hier sind wir sicher als Medienanbieter gefordert,<br />
Spannendes auf einer sicheren Plattform anzubieten.
</p>
<p>
<b>sozpaed:</b> Welche Ausbildung haben Sie? Journalistin<br />
oder Sozialpädagogin?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Ich bin Journalistin.
</p>
<p>
<b>nils:</b> Sehen Sie einen Bedarf an einem Ausbau kindergerechter<br />
Internetangebote? Oder gibt es Ihrer Meinung nach genug?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Es gibt viele Angebote für<br />
Kinder und wichtig wäre sicher zunächst, diese sinnvoll<br />
zu vernetzen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Es gibt mehrfach die Bitte um Empfehlungen:
</p>
<p>
<b>Netsurfer:</b> Was sind denn gute Internetseiten für<br />
Kinder? Können Sie ein paar empfehlen?
</p>
<p>
<b>przyblyski:</b> Können Sie gute, schöne,<br />
lehrreiche und sichere Angebote für Kinder im Netz nennen?
</p>
<p>
<b>nils:</b> Gibt es neben dem Kindernetz ähnliche<br />
Angebote für Kinder im Internet, die Sie empfehlen können?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Gute Hinweise gibt da die Broschüre<br />
vom Familienministerium „Ein Netz für Kinder &#8211; Surfen<br />
ohne Risiko?&quot;. Den Link dazu finden Sie auf der Elternseite<br />
im SWR-Kindernetz.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Es gibt ja auch Angebote, die Geld<br />
kosten. Sind die besser oder schlechter, oder was unterscheidet<br />
die von anderen?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Ohne zu wissen, welches Angebot<br />
Sie konkret meinen, sind dieses in der Regel vom Internet abgeschlossene<br />
Räume, die sicher eine Lernumgebung für Kinder anbieten<br />
können &#8211; aber eben vom Internet abgetrennt sind und die Kinder<br />
dort arbeiten wie auf einer CD-ROM. Zu bevorzugen sind deshalb nach<br />
meiner Meinung freie Angebote, bei denen Eltern und Kinder dann<br />
auch über die Seiten, auf die sie im Internet stoßen,<br />
reden können. Gerade über Suchmaschinen landen Kinder<br />
ja oft auf ungeeigneten Seiten und in der Diskussion mit einem Erwachsenen<br />
können sie hier lernen und Medienkompetenz erwerben. Etwas<br />
provokativ könnte man vielleicht sagen: In einem abgeschlossenen<br />
System sind die Kinder natürlich absolut sicher, wenn sie aber<br />
dann ins richtige Internet gehen, wissen sie nicht, wie sie mit<br />
den Gefahren umgehen können. Das haben sie dort nicht gelernt.<br />
Um schwimmen zu lernen, muss ich mich halt schon ins Wasser begeben<br />
🙂
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei Bemerkungen zu den guten Seiten:
</p>
<p>
<b>cliclaclalala:</b> Können Sie konkrete Internetseiten<br />
nennen?
</p>
<p>
<b>juli:</b> Also die Antwort zu guten Seiten war aber<br />
sehr kurz &#8211; können Sie einige nennen?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Und ein Teil der Antwort von mir, wenn<br />
Sie nicht noch ergänzen wollen. Hier der Link zum <a href="http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen,did=4712.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Familienministerium</a>.
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Die Broschüre ist wirklich<br />
sehr umfangreich und alles Wissenswerte ist darin enthalten. Ebenso<br />
auch Altersangaben, welche Seite für welche Altersgruppe geeignet<br />
ist. Deswegen kann ich meine Empfehlung nur wiederholen.
</p>
<p>
<b>trotzkopf:</b> Stichwort Suchmaschinen: Soll ich meinen<br />
Kindern Google verbieten? Was gibt es sonst für Alternativen?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Wir stellen fest, dass ein Großteil<br />
der Zugriffe über Google zu uns kommt. Insofern kann ich nur<br />
vermuten, dass viele Kinder diese Suchmaschine auch benutzen. Eine<br />
Alternative ist sicher die <a href="http://www.blinde-kuh.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blinde<br />
Kuh</a>, die mittlerweile fast so lange im Netz existiert wie das<br />
Kindernetz und ebenfalls große Erfahrungen hat.
</p>
<p>
<b>upsi:</b> Können Sie vielleicht Adressen nennen,<br />
an die man sich wenden kann, wenn Kinder schlechte Erfahrungen gemacht<br />
haben?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Ja, da gibt es das <a href="http://www.jugendschutz.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jugendschutznet</a>.<br />
Dort können Sie Seiten melden, die Ihnen auffallen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Und an dieser Stelle auch gleich noch<br />
mal der Link zum SWR-Kindernetz. Ganz einfach: <a href="http://www.kindernetz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.kindernetz.de</a>.
</p>
<p>
<b>franzl:</b> Wissen Sie, was Kinder besonders im Internet<br />
interessiert? Was bietet es Ihnen außer Chatbekanntschaften<br />
und Lernangeboten? Kinder suchen ja sicher mehr nach Unterhaltung<br />
als nach Informationen, oder?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Ich denke, Kinder suchen beides.<br />
Die Statistiken zeigen uns, dass der Info-Bereich genauso gut genutzt<br />
wird wie der Spiele-Bereich. Für die Schule informieren sich<br />
Kinder heute auch sicherlich im Internet. Und da ist es wichtig,<br />
dass ihnen kostenfreie Angebote zur Verfügung stehen.
</p>
<p>
<b>Thomas29:</b> Gibt es so etwas wie ein Gütesiegel<br />
für gute Kinderinternetseiten?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Ja, das gibt es. Es nennt sich<br />
„Erfurter Netcode&quot;.
</p>
<p>
<b>Frau Holle:</b> Können Sie etwas zu Filtersoftware<br />
sagen oder vielleicht etwas empfehlen?
</p>
<p>
<b>cliclaclalala:</b> Was gibt es für technische<br />
Möglichkeiten, meine Kinder von bestimmten Seiten fernzuhalten?<br />
Kann ich Seiten sperren lassen? Braucht man dafür extra Software?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Filtersoftware halte ich für<br />
sehr problematisch, weil sie die Erwachsenen in Sicherheit wiegt<br />
und Filter natürlich auch immer umgangen werden können.<br />
Wenn Sie einen Filter einsetzen wollen, sollte aber auch auf jeden<br />
Fall gleichzeitig auch das Gespräch mit den Kindern nicht zu<br />
kurz kommen. Ich halte Verbote &#8211; so sie den Kindern denn erklärt<br />
werden &#8211; für zweckmäßiger. Kinder sagen dann oft<br />
selber, dass sie bestimmte Seiten gar nicht sehen möchten und<br />
verstehen es gut, wenn die Eltern hier Verbote aussprechen. Das<br />
heißt, ich würde eher die Strategie empfehlen, zunächst<br />
gemeinsam zu surfen, vielleicht auch gerade die Linktipps, die die<br />
Kinder auf dem Schulhof bekommen haben, anzusteuern und hier über<br />
die Seiten zu reden.
</p>
<p>
<b>Grete31:</b> Wie kann ich mit der Neugier meiner Kinder<br />
umgehen, das Verbotene hat doch seinen Reiz!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Würde ich unterstützen. Die<br />
Neugier von Kindern ist ja groß. Eigene Erfahrung.
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Das ist richtig. Und genau deshalb<br />
würde ich empfehlen, diese Seiten mit den Kindern gemeinsam<br />
anzuschauen. Oder aber wenn sie nach Ihrer Erfahrung Inhalte zeigt,<br />
die Kinder nicht zugemutet werden könnten, ihnen genau zu erklären,<br />
warum Sie es nicht möchten, dass Ihre Kinder diese Seiten ansteuern.<br />
Ein Filter fordert die Kinder eher dazu heraus, sich diese Seiten<br />
auf dem PC von Freunden anzuschauen und nicht zu Hause.
</p>
<p>
<b>blattlaus:</b> Wenn ich mich jetzt als Mutter gar<br />
nicht mit dem Internet auskenne &#8211; wohin kann ich mich wenden, um<br />
eine Art Einführung zu bekommen?
</p>
<p>
<b>Freia2:</b> Meine Jungs wissen mehr über das<br />
Internet als ich. Wo kann ich denn was lernen?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Zu blattlaus: Eine erste Einführung<br />
bieten sicherlich oft die Volkshochschulen und Freia2 möchte<br />
ich ermutigen, gemeinsam mit den Jungs zu surfen. Sie mögen<br />
mehr technisches Wissen haben, aber als Erwachsene können wir<br />
immer noch viel schneller den Inhalt einer Seite einschätzen<br />
und diese Kompetenz an die Kinder weitergeben. Zum Beispiel darauf<br />
zu achten, wer macht die Seite, wie wird dort mit meinen Daten umgegangen,<br />
werde ich informiert, ob meine Adresse weiter gegeben wird oder<br />
nicht und vieles mehr. Das sind Informationen, die können wir<br />
den Kindern weitergeben, auch wenn wir technisch nicht jeden Trick<br />
kennen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal zwei Fragen stellvertretend<br />
für andere, da es oft kommt, auch wenn das Thema schon gestreift<br />
wurde:
</p>
<p>
<b>Kugelbabsi:</b> Ab wann sollten Kinder überhaupt<br />
alleine surfen?
</p>
<p>
<b>kampmann:</b> Ich habe noch nicht alles gelesen, bin<br />
eben erst eingestiegen. Obwohl IT-Profi, denke ich, Kinder sollten<br />
erst mit Beginn der Pubertät, also ab ca. 13 bis 14 Jahren<br />
mit dem Internet in Verbindung treten.
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Allein surfen sollten Kinder<br />
erst dann, wenn eine lange gemeinsame Internetzeit vorausgegangen<br />
ist. Dies kann also nicht unbedingt am Alter festgemacht werden,<br />
denn wenn ein Kind mit zwölf Jahren zum ersten Mal im Internet<br />
ist, würde ich immer empfehlen, gemeinsam mit einem Erwachsenen<br />
zu surfen. Hat ein Kind aber bereits mit sieben oder acht Jahren<br />
den ersten Kontakt zum Internet gehabt und eine hinreichende Einführung<br />
bekommen, kann es sicherlich mit zehn oder elf Jahren auch alleine<br />
unterwegs sein, wenn es weiß, dass es die Eltern jederzeit<br />
fragen kann, wenn es auf Inhalte stößt, die ihm merkwürdig<br />
erscheinen.
</p>
<p>
<b>wagner:</b> Was sind denn die größten Fallen<br />
für Kinder im Internet?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Zum einen die Suchmaschinen,<br />
weil Kinder dort schnell auf ungeeigneten Seiten landen können,<br />
zum anderen die Chats, weil dort sehr schnell persönliche Daten<br />
abgefragt werden können. Zum Chat möchte ich übrigens<br />
noch eine Broschüre empfehlen, die ich sehr hilfreich empfinde.<br />
Sie heißt: „Chatten ohne Risiko?&quot; und listet für<br />
Kinder und auch für Jugendliche geeignete und ungeeignete Chaträume<br />
auf.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wo findet sich diese Broschüre?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Auf den Elternseiten im Kindernetz<br />
oder bei Jugendschutz.net kann sie heruntergeladen werden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Chats scheinen gerade beim Übergang<br />
ins Erwachsenenalter ein Problem zu sein. Dazu:
</p>
<p>
<b>cornflake:</b> Meine 14jährige Tochter verbringt<br />
jeden Tag mehrere Stunden in irgendwelchen Chats. Ich glaube, dass<br />
sie auch versucht, darüber Jungs et cetera kennen zu lernen.<br />
Ich habe Angst, dass sie sich irgendwann mit einem wirklich treffen<br />
will. Man weiß ja nie, wer sich hinter solchen Chatsynonymen<br />
verbirgt. Wie kann ich ihr die Gefahr verständlich machen?<br />
Ich will ihr das Chatten ja nicht verbieten&#8230;
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Zunächst sind natürlich<br />
mehrere Stunden pro Tag schon sehr viel und es würde sicher<br />
Sinn machen, ein Wochenkonto einzurichten. Wichtig ist, mit Ihrer<br />
Tochter in Kontakt zu bleiben, mit wem sie nach einem Chat auch<br />
in Telefon- oder E-Mail-Kontakt gehen möchte und dieses zu<br />
begleiten. Denn Ihre Angst ist absolut verständlich. Und wenn<br />
sie sich tatsächlich mit jemandem treffen will, sollte natürlich<br />
in jedem Fall ein Erwachsener oder ihre Freunde dabei sein. Ersteres<br />
ist den Jugendlichen ja eher unangenehm. Insofern ist es ja auch<br />
eine Möglichkeit anzubieten, dass ihre Clique sich gemeinsam<br />
mit dem Internetkontakt trifft und Sie vielleicht im Hintergrund<br />
beobachtend dabei sein könnten.
</p>
<p>
<b>Onken:</b> Glauben Sie, Kindererziehung wäre<br />
ohne Internet und neue Medien einfacher?
</p>
<p>
<b>Sabine Stampfel:</b> Jede Zeit hat so ihre Chance<br />
und Herausforderungen 🙂
</p>
<p><b>Moderator:</b> 60 Minuten tagesschau-Chat bei tagesschau.de<br />
und politik-digital.de sind vorbei. Vielen Dank für Ihr Interesse<br />
und vielen Dank an Frau Stampfel, dass Sie sich Zeit dafür<br />
genommen haben. Das Protokoll des tagesschau-Chats ist wie immer<br />
in Kürze auf den Seiten von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
zu finden. Das tagesschau-Chat-Team wünscht allen Beteiligten<br />
noch einen schönen Tag!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Familienpolitik sollte aus Sicht der Kinder gemacht werden&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ahaeming]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Karikaturen-Streit]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Göring-Eckardt]]></category>
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		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="normal">
<b>Am Montag, den 6. Februar, war Katrin Göring-Eckardt 
zu Gast im tagesschau-Chat <span style="font-size: x-small">in Kooperation mit politik-digital.de.</span> 
Die Bundestagsvizepräsidentin und MdB von Bündnis90/Die 
Grünen stellte sich den Fragen der Chatter und diskutierte 
mit ihnen über Familienpolitik, Kinderbetreuung und den sogennanten 
&#34;Karikaturen-Streit&#34;.</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="normal">
<b>Am Montag, den 6. Februar, war Katrin Göring-Eckardt<br />
zu Gast im tagesschau-Chat <span style="font-size: x-small">in Kooperation mit politik-digital.de.</span><br />
Die Bundestagsvizepräsidentin und MdB von Bündnis90/Die<br />
Grünen stellte sich den Fragen der Chatter und diskutierte<br />
mit ihnen über Familienpolitik, Kinderbetreuung und den sogennanten<br />
&quot;Karikaturen-Streit&quot;.</b><!--break-->
</p>
<p class="normal">
<span class="fett"><span class="fett">Moderator:</span></span><br />
Unser Gast im ARD-Hauptstadtstudio ist heute die Vizepräsidentin<br />
des Deutschen Bundestags, Frau Katrin Göring-Eckardt von den<br />
Grünen. Ihr Thema ist die Familienpolitik, es können aber<br />
auch Fragen zu allen anderen Themen gestellt werden.</p>
<p><span class="fett">Moderator:</span> Frau Göring-Eckardt, die<br />
Familienpolitik &#8211; jahrelang eine vernachlässigte Nische im<br />
Politikbetrieb &#8211; scheint derzeit das große Profilierungsding<br />
in der Großen Koalition zu sein. Überrascht Sie das?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Ja und nein. Einerseits<br />
reden wir seit mindestens fünf Jahren intensiv darüber<br />
und schließlich geht es um die Lebensrealität Vieler.<br />
Andererseits haben gerade Union und die SPD lange gebraucht dem<br />
Thema die Bedeutung zu geben, die es praktisch hat.</p>
<p><span class="fett">Erzkonservativer:</span> Glauben sie, dass die<br />
Verstärkung der staatlichen Kinderbetreuung die Familie als<br />
Einheit schwächt?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Kinderbetreuung<br />
ist in Deutschland bei weitem nicht nur staatlich. Neben den öffentlichen<br />
gibt es auch freie Träger. Die Familie wird entlastet aber<br />
nicht geschwächt.</p>
<p><span class="fett">kleist:</span> Warum hat es rot-grün nicht<br />
geschafft, in fast acht Jahren eine neue Kultur für Familienpolitik<br />
und -unterstützung aufzubauen? Ich rede gar nicht vom Geld,<br />
sondern eher von einer Grundstimmung, die die Politik durchaus hätte<br />
beeinflussen können.</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Vielleicht sollte<br />
man sagen, dass wir bei unter Null angefangen haben. Immerhin hat<br />
Gerhard Schröder beim Beginn seiner Regierungszeit von &quot;Gedöns&quot;<br />
geredet, aber wir brauchen uns auch mit den Ergebnissen nicht zu<br />
verstecken. Das Tagesbetreuungsausbaugesetz ist nur ein Beispiel.<br />
Die Bündnisse für Familie, die Kommunen und Wirtschaft<br />
einbeziehen, zeigen dass sich wirklich etwas getan hat.</p>
<p><b>johannest.: </b>Frau Göring-Eckardt, es ist Fakt,<br />
dass die rot-grüne Regierung viel zu wenig für Familien<br />
unternommen hat. Wie rechtfertigen Sie vor diesem Hintergrund Ihre<br />
Kritik an der neuen Initiative zur steuerlichen Absetzbarkeit von<br />
Kinderbetreuungs-Ausgaben?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Zunächst mal<br />
ist Fakt, dass wir die Ausgaben für Kinder und Familien drastisch<br />
erhöht haben. Aber natürlich waren wir nicht am Ende unserer<br />
Ideen. Meine Kritik bezieht sich darauf, dass die steuerliche Absetzbarkeit<br />
weder hilft, wenn es um mehr Kinderbetreuungseinrichtungen geht,<br />
noch bei der Armutsbekämpfung. Genau das sind aber die zentralen<br />
Punkte, besonders wenn sie bedenken, dass Kinder, die in Armut leben,<br />
heute gleichzeitig weniger Chancen in der Schule und damit im Beruf<br />
haben.</p>
<p><b><span class="fett">hansi:</span> </b>Warum sollten<br />
sich junge Menschen für Kinder entscheiden, wenn dies z.B.<br />
bei der Rente nicht belohnt wird? Die Einen ziehen die Kinder groß,<br />
die Anderen sparen fürs Alter. Die mit den Kindern sind dann<br />
später die Dummen!</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Erstens gibt es<br />
Berücksichtigung bei der Rente. Zweitens sind Kinder ein Gewinn,<br />
der sich weder in Geld noch in Rentenpunkten ausdrücken lässt.<br />
<b><br />
hansdampf:</b> Was ich immer wieder bedauere ist die Konzentration<br />
auf die Förderung von Alleinerziehenden und Doppelverdienern!<br />
Ist die Familie in Ihrer klassischen Form &#8211; ein Elternteil geht<br />
arbeiten, einer kümmert sich um die Kinder &#8211; nicht mehr gefragt</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Ob das die klassische<br />
Form ist, sei einmal dahin gestellt. Immerhin wollen die meisten<br />
Mütter arbeiten. Bei der Förderung geht es um die Unterstützung<br />
derjenigen, die Hilfe brauchen um die Berufstätigkeit und Familie<br />
zu vereinbaren. Da brauchen gerade Alleinerziehende und Familien<br />
Unterstützung, wo beide arbeiten. Das Problem ist, dass wir<br />
heute eben keine Wahlfreiheit haben, weil nicht genügend Betreuungsangebote<br />
zur Verfügung stehen. Wie jemand lebt bleibt ihm in jedem Fall<br />
selbst überlassen.</p>
<p><span class="fett">vater:</span> Als Familienvater mit zwei kleinen<br />
Kindern im Alter von 2 und 4 Jahren bin ich vor 2 Jahren aus Protest<br />
gegen ihre Steuerpolitik aus ihrer Partei ausgetreten. Es passt<br />
einfach nicht zusammen, wenn man vorgibt viel für Familien<br />
tun zu wollen, und gleichzeitig den berufstätigen Familienangehörigen<br />
die Pendlerpauschale kürzt. (Sie wollen sie ja sogar ganz streichen!!)<br />
Familien können nicht mal eben schnell dem Arbeitsplatz hinterher<br />
ziehen.</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Die Pendlerpauschale<br />
ist ja nun wirklich keine familienpolitische Maßnahme. Ich<br />
weiß wohl, dass sie vielen hilft, die auf dem Land leben,<br />
und das sind oft Familien. Trotzdem ist mir Familienförderung<br />
dann lieber als eine Pendlerpauschale, die jeder bekommt und die<br />
zusammen mit der Eigenheimzulage in der Vergangenheit falsche Akzente<br />
gesetzt hat.</p>
<p><span class="fett">hansi:</span> Noch einmal zurück zur Rente:<br />
Für jedes Kind gibt es noch Rentenpunkte die dem durchschnittlichen<br />
Rentenbeitrag eines Arbeitnehmers von 3 Jahren entsprechen!! Sie<br />
sprechen von Gewinn!! Wenn es ein gesamtgesellschaftlichen Gewinn<br />
ist Kinder zu haben, dann sollte die Gesellschaft dies auch entsprechend<br />
belohnen!</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Ja, wir haben eingeführt,<br />
dass Ausfallszeiten für Kinder so behandelt werden, als ob<br />
die- oder derjenige ein Durchschnittseinkommen erzielt. Ich finde,<br />
es geht nicht um Belohnung, sondern um Rahmenbedingungen, die das<br />
Leben mit Kindern erleichtern. Und dafür ist der Staat zuständig.</p>
<p><b>ParisShanghai: </b>Frankreich, Schweden, Dänemark<br />
und andere Nachbarstaaten leben es vor&#8230; Weniger Investition in<br />
einzelne Haushalte, sondern kollektiv in Kindertagestätten<br />
und Schulen Gelder einfließen lassen. Würde das nicht<br />
mehr bringen?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Genau.<br />
<b><br />
derhesse:</b> Was halten Sie von der realitätsfernen Idee<br />
von Müntefering, den Rentnern auf Kosten der jüngeren<br />
Generation zu versprechen, dass es nicht zu Rentenkürzungen<br />
kommen wird? Das ist doch hoch ungerecht und ein purer Klientelismus<br />
zur Befriedung der älteren Wählerschichten, oder?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Ich habe Müntefering<br />
so nicht verstanden. Klar ist jedenfalls, dass wir einen Ausgleich<br />
zwischen den Generationen brauchen. Weder die Jüngeren noch<br />
die Älteren dürfen über die Maßen belastet<br />
werden.</p>
<p><b>derhesse:</b> Na, so wie Sie das darstellen war ja<br />
schon alles familienpolitisch Gold, was in Ihrer Regierungszeit<br />
gelaufen ist. Da müssen wir dann eigentlich gar nichts mehr<br />
reformieren?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Das habe ich gerade<br />
nicht gesagt. Ich habe nur dargestellt, wo wir begonnen haben und<br />
wo weiter gemacht werden muss: nämlich bei den Institutionen.<br />
Vor allem finde ich, Familienpolitik sollte aus Sicht der Kinder<br />
gemacht werden. Und der Arbeitsmarkt und andere Interessen, die<br />
gerechtfertigt sind, kommen für mich an zweiter Stelle.</p>
<p><b>derhesse:</b> OK, wo müssen wir denn dann weitermachen?<br />
Wo machen die Grünen mit, auch wenn die Ideen von der Großen<br />
Koalition kommen?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Weitermachen müssen<br />
wir z.B. beim Rechtsanspruch bei Kinderbetreuung, auch für<br />
die unter 3-Jährigen und bei der Besserstellung derer, die<br />
heute in Armut leben. Bei Maßnahmen wie dem Elterngeld werden<br />
wir über die richtige Ausgestaltung mitreden. Trotzdem finde<br />
ich, dass dort das Geld nicht an den richtigen Stellen ausgegeben<br />
wird.</p>
<p><b>regenbogen:</b> Wann wird es endlich Kinderbetreuungsplätze,<br />
die vom Staat finanziert werden, geben?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Sie meinen wahrscheinlich<br />
kostenfreie Kinderbetreuungsmöglichkeiten, denn schon heute<br />
geben ja Länder und Kommunen Geld dazu. Zunächst brauchen<br />
wir genug Kinderbetreuungseinrichtungen, dann können wir über<br />
Kostenfreiheit reden. Und auch darüber, woher das Geld kommt.</p>
<p><b>Sebastian Heck:</b> Familienpolitik dreht sich derzeit<br />
zentral um das Thema Geld. Familien mit Kindern sollen wieder mehr<br />
in der Tasche haben. Ist der Staat überhaupt in der Lage &#8211;<br />
und ich meine damit explizit die monetäre Förderung &#8211;<br />
spürbare Anreize zu setzen? Oder haben die derzeit diskutierten<br />
Maßnahmen zwar symbolischen Charakter, für die Durchschnittsfamilie<br />
ändert sich aber kaum etwas? Ich meine, dass die paar hundert<br />
Euro im Jahr den Familien kaum helfen.</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Der Versuch, die<br />
Geburtenrate über Geld zu erhöhen, ist auch in anderen<br />
Ländern gescheitert. Dass der Staat aber versucht, die Bedingungen<br />
für Familien zu ändern, bleibt richtig. Jede Akademikerin<br />
wird sich jedenfalls genau überlegen, ob sie nach der Inanspruchnahme<br />
eines neuen Elterngeldes auch tatsächlich eine Kinderbetreuungsstätte<br />
hat oder nicht.</p>
<p><b>Münster: </b>Was halten Sie von Familienwahlrecht?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Meine Kinder wären<br />
nicht einverstanden, wenn ich für sie wählen würde.</p>
<p><span class="fett">jens0:</span> Wäre angesichts der hohen<br />
Arbeitslosigkeit nicht ein &quot;Erziehungsgeld&quot; für Elternteile,<br />
die zu Hause bleiben, gut?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Nein, ich glaube<br />
damit kämen wir nicht weiter. Es wäre dann wie immer,<br />
wenn es knapp am Arbeitsmarkt wird: Dann sollen die Frauen zu Hause<br />
bleiben.</p>
<p><b>Zwecknase: </b>Liebe Frau Göring-Eckardt, sie<br />
haben ParisShanghai recht gegeben, dass weniger in einzelne Haushalte<br />
investiert werden sollte, sondern bzgl. Familienbetreuung direkt<br />
in die Kassen der Kitas usw. Aber (der größte Teil der)<br />
Bildungspolitik ist Ländersache. Würden Sie sagen, dass<br />
nach nun bald 60 Jahren Bundesrepublik der Föderalismus überdacht<br />
(wenn nicht gar abgeschafft) werden sollte? Haben wir es mit Strukturproblemen<br />
zu tun?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Auf jeden Fall<br />
hat der Föderalismus nicht dazu geführt, dass die Länder<br />
in einen Wettbewerb um beste Betreuungsmöglichkeiten eingetreten<br />
wären. Ich finde es schade, dass sich nicht alle entschließen<br />
konnten, bei diesem wichtigen Thema an einem Strang zu ziehen.</p>
<p><span class="fett">gilfi:</span> Welche Akzente sollte die Politik<br />
ihrer Meinung nach setzen, damit sich wieder mehr Paare für<br />
Kinder entscheiden?</p>
<p><span class="fett">Erzkonservativer:</span> Wie wollen sie für<br />
die Erhöhung der Geburtenrate unter Akademikern tun?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Zu <span class="fett">Erzkonservativer:</span><br />
Sie haben Recht, das Problem sind eben oft die Akademiker, die von<br />
ihrer anverheirateten Akademikerin selbstverständlich verlangen,<br />
dass sie sich um die Kinder kümmert. Letztlich kommt es sicher<br />
darauf an, dass neben guter und ausreichender Betreuung und Bildung<br />
auch ein bestimmtes Maß an Sicherheit da ist. Wer sich von<br />
Praktikum zu Honorarvertrag hangelt, und das auch noch immer in<br />
einer anderen Stadt, wird sich kaum entscheiden können, Kinder<br />
zu bekommen.</p>
<p><span class="fett">jully:</span> Was wäre denn Ihrer Meinung<br />
nach der richtige Zeitpunkt für einen Akademiker ein Kind zu<br />
bekommen?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Wenn’s passt<br />
oder auch wenn’s nicht passt. Nein, den richtigen Zeitpunkt<br />
gibt es nicht, aber auch nicht den falschen.</p>
<p><span class="fett">Catharina:</span> Die Geburtenrate lässt<br />
sich nicht über Geld, wohl aber durch eine Veränderung<br />
der gesellschaftlichen Einstellung zu Kindern verändern. Erst<br />
wenn es gesamtgesellschaftlich nicht mehr als sozialer Niedergang<br />
angesehen wird, Kinder zu haben, wird sich hier etwas ändern.<br />
Was sind Ihre Vorschläge, um eine solche Bewusstseinsveränderung<br />
in der Gesellschaft zu erreichen?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Zum Beispiel der<br />
ARD-Chat über dieses Thema, aber auch jede andere Debatte.<br />
Gut wäre, wenn sich nicht nur die Politik sondern auch die<br />
Wirtschaft und vor allem die Eltern daran beteiligen würden<br />
(auch wenn letztere natürlich die wenigste Zeit dafür<br />
haben).</p>
<p><b>fisons: </b>Haben Sie selbst Kinder?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Zwei.</p>
<p><span class="fett">Moderator:</span> Themawechsel:</p>
<p><b>ChristianB:</b> Hallo Frau Göring-Eckardt! Was<br />
denken Sie über den &quot;Karikaturen-Streit&quot;? Droht uns<br />
nun ein Kampf der Kulturen?
</p>
<p class="normal">
<b>Katrin Göring-Eckardt: </b>Wir<br />
sollten sehr klar sein bei der Verteidigung unserer Werte. Die Pressefreiheit<br />
gehört dazu. Gleichzeitig gehört zur Freiheit natürlich<br />
auch Verantwortung und Respekt, gerade wenn es um religiöse<br />
Gefühle geht. Ich würde gerne unterscheiden zwischen denen,<br />
die sich verletzt fühlen und denen, die diesen Streit nutzen,<br />
um mit Gewalt ganz andere Ziele durchzusetzen.</p>
<p><b>bombenkopf: </b>Sind sie dafür, dass noch weitere<br />
deutsche Zeitungen die Karikaturen als Zeichen für Pressefreiheit<br />
abdrucken?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Zeichen für<br />
Pressefreiheit ist es, dass wir darüber diskutieren. Ich glaube,<br />
einige der Karikaturen sind nicht einfach nur Satire und Überzeichnung,<br />
sondern verletzen ganz grundsätzlich religiöse Gefühle.<br />
Solche Zeichensetzung ist nicht weiter nötig.</p>
<p><span class="fett">hellno:</span> Müsste sich nicht der Bundestag<br />
mit einer Stimme gegen die Hetze der arabischen Welt gegen die Veröffentlichung<br />
der Karikaturen zu Wort melden, Frau Göring-Eckardt?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Man kann nicht<br />
von &quot;der arabischen Welt&quot; reden. Vor allem kann es nicht<br />
eine Vorverurteilung geben. Der Bundestag wird aber sicher über<br />
die aktuelle Entwicklung diskutieren. Jedenfalls bin ich sehr froh,<br />
dass die Muslime in Deutschland sich ausdrücklich gegen Gewaltanwendung<br />
ausgesprochen haben.</p>
<p><span class="fett">hellno:</span> Glauben Sie, dass Deutschland<br />
nun wegen der auch hier veröffentlichten Karikaturen wieder<br />
ins Fadenkreuz von Attentätern rückt?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Das wäre zu<br />
einfach. Terroristische Angriffe machen sich sicher nicht daran<br />
fest.</p>
<p><span class="fett">Erzkonservativer:</span> Ist die multikulturelle<br />
Gesellschaft gescheitert?<br />
bombenkopf: Sind die Integrationsbemühungen, wie die Grünen<br />
sie verfolgen, nicht an ihr Ende gelangt? Ist ein hartes und präventives<br />
Vorgehen à la Baden-Württemberg nicht inzwischen angezeigt,<br />
wie der Konflikt um die dänischen Karikaturen zeigt?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Die multikulturelle<br />
Gesellschaft ist Realität, und die Frage ist, wie wir sie gestalten.<br />
Der Test in Baden-Württemberg stellt Muslime unter Generalverdacht<br />
und hilft sicher nicht, zu einem gegenseitig respektvollen Zusammenleben<br />
zu kommen.</p>
<p><span class="fett">heidelberger:</span> Zeigt der Karikaturen-Streit<br />
nicht, dass es grundsätzliche Mentalitätsunterschiede<br />
zwischen der &quot;westlichen&quot; und arabischen Welt gibt? Und<br />
täte uns in der westlichen Welt nicht manchmal mehr Zurückhaltung<br />
in solchen Fragen gut?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Nein, es geht nicht<br />
um Zurückhaltung sondern um Respekt und Toleranz. Voraussetzung<br />
dafür ist natürlich, dass man vom anderen etwas weiß.</p>
<p><span class="fett">Catharina:</span> Denken Sie, dass es sich bei<br />
den Randalierern (z.B. in den Botschaften in Syrien) um Minderheiten<br />
handelt, mit denen nicht zu verhandeln ist? Oder handelt es sich<br />
hier um einen repräsentativen Teil der arabischen/islamischen<br />
Bevölkerung?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Die, die gewalttätig<br />
sind, sind ganz sicher Minderheiten. Trotzdem muss uns klar sein,<br />
dass sich sicher viele Muslime verletzt fühlen.</p>
<p><span class="fett">Axel38:</span> Ich bin der Meinung, dass sich<br />
hier radikale Kräfte dieser Karikaturen nur als Mittel zum<br />
Zweck bedienen. Und da muss ich sagen fällt mir kein Mittel<br />
ein, um diesen zu begegnen.</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Mit dem Mittel<br />
zum Zweck haben Sie Recht. Darüber, wie wir dem begegnen können<br />
werden wir noch viel diskutieren müssen. Unsere Freiheitsrechte<br />
werden wir allerdings immer verteidigen.</p>
<p><span class="fett">vivache:</span> Ich hab mit einem Muslimen gesprochen,<br />
der die Karikaturen als &quot;Auslöser&quot; dieser Unruhen<br />
mit dem Auslöser des ersten Weltkriegs verglich, der an und<br />
für sich ebenso wenig Bedeutung hatte, aber in einer schwierigen<br />
politischen Situation eben zur Katatrophe führte. Was sagen<br />
sie zu diesem Vergleich?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Sicher gibt es<br />
welche, die den Anlass nutzen, um andere Ziele zu verfolgen und<br />
Feindschaft zu schüren. Der Vergleich stimmt dennoch nicht.<br />
Schließlich haben sich Regierende ausdrücklich von den<br />
Anschlägen distanziert.</p>
<p><span class="fett">lujano:</span> Wie viel Toleranz halten Sie in<br />
anbetracht der derzeitigen Lage für sinnvoll? Muss auch Toleranz<br />
gegen die Intoleranten geübt werden?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Ich finde, Toleranz<br />
ist einfach nicht messbar. Unsere Grenzen sind dort, wo unser Grundgesetz<br />
sie setzt. Wir würden es ja genau so machen wie die, die uns<br />
herausfordern wollen und damit den Wert der Toleranz aufgeben.</p>
<p><span class="fett">heidelberger:</span> Fänden Sie die geforderte<br />
Entschuldigung Dänemark richtig oder nötig?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Die Regierung ist<br />
nicht zuständig für das, was Zeitungen schreiben oder<br />
abdrucken. Das ist so in einer freien, demokratischen Gesellschaft.<br />
Wie eine Regierung aber mit rassistischen Stimmungen umgeht, ist<br />
eine andere Frage.</p>
<p><b>Frager17:</b> Kaufen Sie dänische Produkte, um<br />
Ihre Unterstützung zu den Dänen zu zeigen?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Persönlich<br />
kaufe ich, wenn ich es mir aussuchen kann, vor allem Produkte aus<br />
meiner Region.<br />
luther: Was kann man als Politikerin eigentlich in so einem Fall<br />
noch tun, wenn der Streit schon längst die politische Ebene<br />
verlassen hat und vor allem die Bevölkerung (und seien es dort<br />
auch die radikalen Teile) den Ton angibt?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Den Ton geben die<br />
an, die mitreden. Aber es ist richtig, dass es längst nicht<br />
mehr um Politik geht oder um PolitikerInnen, sondern im Grunde ist<br />
jeder gefragt, sich verantwortlich zu zeigen. Von mir aus auch am<br />
Stammtisch oder im Sportverein.</p>
<p><b>Carsten37: </b>Wie stehen Sie zu der Forderung nach<br />
einem Anspruch auf islamischen Religionsunterricht in den Schulen<br />
wie von Herrn Wulf gefordert?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Das finde ich richtig,<br />
schließlich soll dieser Anspruch für alle Religionen<br />
gelten. Er müsste in deutsch gehalten werden und der Staat<br />
braucht ein Gegenüber auf islamischer Seite. Ich meine also<br />
Religionen, mit denen Staatsverträge gemacht werden können.</p>
<p><span class="fett">Moderator:</span> Kleines Themenhopping in den<br />
letzten Minuten:</p>
<p><b>oleoleoleole: </b>Wie stehen Sie zum Einsatz von Bundeswehrsoldaten<br />
bei der WM?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Dafür ist<br />
die Bundeswehr nicht da.</p>
<p><b>Bernd K.: </b>Was sagen Sie zu Protestierenden gegen<br />
Castortransporte, die unserem Lande und dem Steuerzahler finanziell<br />
schaden, indem sie Gleise zerstören, aushöhlen und sich<br />
daran befestigen? Ich habe für solche Aktionen kein Verständnis<br />
und würde außerhalb einer Demonstration definitiv vor<br />
Gericht kommen, wenn ich Bahngleise beschädige und somit Unfälle<br />
ermöglichen! Wie ist Ihre Meinung dazu?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Erstens bin ich<br />
froh, dass wir die Demonstrationsfreiheit haben. Unfälle sollen<br />
damit gerade nicht provoziert werden. Zweitens werden diejenigen<br />
durchaus rechtlich belangt.</p>
<p><b>Sonnenblume: </b>Frau Göring-Eckardt, sie sind<br />
für den Abriss des Palasts der Republik, was auch verständlich<br />
ist, aber was soll ihrer Meinung nach an dieser Stelle neues gebaut<br />
werden? Vielleicht ein weiteres Denkmal?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Weder ein Denkmal<br />
noch ein Schloss. Ich bin für ein modernes Gebäude, das<br />
in die Mitte Berlins und in unsere Zeit passt, und öffentlich<br />
genutzt werden kann.</p>
<p><span class="fett">Moderator:</span> letzte Frage:</p>
<p><span class="fett">geros:</span> Wie hat sich ihre Arbeit in der<br />
Opposition verändert? Vermissen Sie als Grüne die Macht?</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Auf jeden Fall<br />
die schnellere Einflussmöglichkeit. Aber in der Demokratie<br />
geht es nun mal nicht ohne Opposition. Und die werden wir nutzen,<br />
uns neue Konzepte auszudenken, die wir dann später hoffentlich<br />
wieder beim Regieren umsetzen können.</p>
<p><span class="fett">Moderator:</span> Das waren 60 Minuten tagesschau-Chat.<br />
Leider konnten nicht alle Fragen beantwortet werden. Im Interesse<br />
eines geregelten Gesprächsflusses moderieren wir die Chats.<br />
Vielen Dank für Ihr Interesse. Vielen Dank an Sie, Frau Göring-Eckardt,<br />
dass Sie heute Zeit für unsere User hatten. Nächster Gast<br />
bei uns ist die FDP-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesjustizministerin<br />
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Sie wird am Donnerstag, den<br />
16. Februar zum tagesschau-Chat ins ARD-Hauptstadtstudio kommen.<br />
Beginnen werden wir auch dann pünktlich um 13 Uhr.</p>
<p><span class="fett">Katrin Göring-Eckardt:</span> Ganz herzlichen<br />
Dank für die rege Diskussion.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Raymond Wiseman</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cloesch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Internetabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Raymond Wiseman]]></category>
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					<description><![CDATA[<table border="0">
	<tbody>
		<tr valign="top">
			<th align="right">RaymondWiseman</th>
			<td><b>
			hat es scih vorm Bildschirm bequem gemacht.<br />
			</b></td>
		</tr>
		<tr valign="top">
			<th align="right">ismene:</th>
			<td>
			Im Namen von BOL und politik-digital begrüßen wir unseren Gast Raymond Wiseman und alle interessierten Chatter ganz herzlich!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman</th>
<td><b><br />
			hat es scih vorm Bildschirm bequem gemacht.<br />
			</b></td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Im Namen von BOL und politik-digital begrüßen wir unseren Gast Raymond Wiseman und alle interessierten Chatter ganz herzlich!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich habe mein Buch in erster Line für Leser geschrieben.<br />
			Ob die einen PC haben oder nicht, ist zweitrangig.<br />
			Es wendet sich an Menschen, die wissen wollen, was sich hinter dem Medium WWW verbirgt.<br />
			Und da dies vor allem viele Eltern interessiert, habe ich mir sie als Zielgruppe gewählt.<br />
			Bücher brauchen Adressaten, wenn sie einen eigenen Stil finden wollen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Sind viele Kinder Netzsuchtgefährdet?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich glaube nicht, daß sich das so global beantworten läßt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Kinder sind empfänglich für alle möglichen Umweltreize.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			um was handelt es sich in ihrem buch?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Sie sind einfach aufnahmefähiger. In mmeinem Buch versuche ich die Welt<br />
			des Internets so zu erklären, daß auch Menschen ohne Vorwissen sich ein<br />
			Blid machen können.<br />
			Dabei kommt die Faszination ebenso zur Sprache wie auch die Gefahren und Gefährdungen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Haben Sie selbst Kinder?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">günni:</th>
<td>
			Wie jung waren Ihre Kinder als sie &quot;losgesurft&quot; sind?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ja, ich habe zwei Kinder.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Mein Sohn hat erste Erfahrungen mit dem Internet schon im Alter von 56 Jahren gemacht.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Tschuldigung: 6 Jahren.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			*lachlaut*
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">js:</th>
<td>
			ach so&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Das kommt vom raschen Tippen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Grunzi:</th>
<td>
			Hallo Herr Autor! Schreiben Sie Ihr naechstes Buch ueber &quot;Hilfe meine<br />
			Grosseltern lassen den Computer nicht mehr los und rocken im<br />
			Cyberspace&quot;?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Zu lang als Titel.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">js:</th>
<td>
			gehen kinder anders an das Internet heran als erwachsene?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ja, sie sind nicht so zielgerichtet.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Sie akzeptieren das, was sie sehen, einfach als interessante Erfahrung.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Um es nicht so global zu formulieren: sind viele Kinder in deutschland netzsuchtgefährdet?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ula:</th>
<td>
			Sollte ich die surfzeit meines 16 Jaehrigen beschraenken?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Weniger als fernsehgefärdet.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Die Beschränkung der Surfzeit empfielt sich schon aus finanzielölen Gesichtspunkten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			noch, raymond..noch..lassen sie die kids nie den chatroom entdecken
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			geht es auch um das Chat-leben in ihrem buch?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Klar geht es auch ums Chat-Leben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			inwiefern raymond?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Allerdings sehe ich die Gefahr für kinder vor allem dann, wenn Ihre Eltern nicht im Dialog mit ihnen bleiben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mattes:</th>
<td>
			Wo lauert denn die für sie größte Gefahr im www?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich denke, daß gerade beim Chat, vor allem in unmoderierten Foren<br />
			Kontakte geknüpft werden, die für Kinder und Jugendliche gefährlich<br />
			sein könnten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">js:</th>
<td>
			gibt es urls, die sie für besonders empfehlenswert für kinder halten?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Das läßt sich allerdings durch ein paar einfache Verhaltensregeln vermeiden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ja, es gibt prima URLs. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">js:</th>
<td>
			welche?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Eine sehr gute URL für Eltern und Kinder ist www.ddrewes.de.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Larsandl:</th>
<td>
			was passiert denn dort?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Es ist die Kinderschutzseite von Detlef Drewes mit Links, Regeln und Tips.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			weitere noch?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			oder haben Sie eine Homepage, auf der die wichtigsten Adressen aufgeführt sind?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Noch nicht, die Homepage wird noch eingerichtet.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ula:</th>
<td>
			auf dei Regeln waer ich neurierig
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			welche verhaltensregeln meinen sie denn?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Sie soll in Kürze unter www.hilfemeinkindsurft.de ins Netz gehen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Es ist wichtig, daß Kinder weder in Emails noch in Chatrooms ihre wahre identität preisgeben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Auch ihr Alter und Angaben zu ihren Eltern sollten sie nicht weitergeben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Wann immer es notwendig ist, solche Daten weiterzureichen, sollten Kinder ihre Eltern zuvor informieren.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Kinder sollten wissen, daß sie bei jeder unangenhmen Begegnung im Netz ihren Eltern davon erzählen können.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			sie sprechen von kindern..welche altersgruppe haben sie da im sinn??
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Sie tragen keine Schuld für das, was sie sehen und was auf den Schirm gespielt wird.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Die Altersgruppe beginnt mit dem Lesealter und endet meines Erachtens mit 14- 15 Jahren.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			Aber denken Sie denn das Dieses zu kontrollieren ist? Alles verbotene ist interessant!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			wie soll das den in der praxis funktionieren???*wunder*
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Es geht nicht um Verbote, sondern um Gespräche.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Solange das Internet in Familien ein schweigendes Medium ist, das nur<br />
			der kommunikation nach außen dient, ist es meines Erachtens<br />
			problematisch.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			Meiner Meinung nach sind für Kinder gefährlichen Seiten nur durch Systeme wie x-check schützbar.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich weiß nicht, ob das Deligieren von Verantwortung an Systeme auf Dauer etwas bringt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Wie schützt man Kinder vor nicht kindgerechten Inhalten?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Es geht um Mündigkeit. Die erlernen wir nicht durch automatische Kontrollen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Larsandl:</th>
<td>
			Wie lange haben Sie an dem Buch gearbeitet?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Indem wir unsere Kinder begleiten, uns für das interessieren, was sie tun, sehen und erleben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Also stets gemeinsam vor dem Bildschirm?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ca. ein halbes Jahr, wobei ich meine Erfahrung mit dem Internet und mein Leben als Vater nicht mitrechne.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Nein, nicht immer gemeinsam, das muß nicht sein.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			aber grad der computer ist nciht immer von den eltern zu kontrollieren
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Wir begleiten unsere Kinder ja auch nicht in Wirklichkeit ununterbrochen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Und doch erwarten wir, daß sie uns erzählen, was ihnen draußen widerfährt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Larsandl:</th>
<td>
			Wann haben Sie die ersten Erfahrungen mit dem Netz gemacht?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Worum es geht, ist, daß wir verstehen, wovon sie sprechen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Das ist für viele Eltern aber sehr schwer, da sie das Medium nicht kennen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			In der ersten Hälfte der Neunziger Jahre.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mattes:</th>
<td>
			Wie alt sind sie Herr Autor?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich arbeite seit vielen Jahren als Computerfachjournalist.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich bin 42 Jahre alt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			ist ihr name eigentlich n künstlername?*G*
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Nein, ich heiße tatsächlich Wiseman.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">js:</th>
<td>
			haben die don tapscotts &quot;growing up digital&quot; gelesen, und wenn ja, was halten sie davon?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Im Rahmen meiner Arbeit ist das Internet unerläßlicher Teil meiner Kommunikation geworden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich halte das Buch für einen interssanten Ansatz, der aber nicht auf deutsche Verhältnisse zu übertragen ist.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">LynX:</th>
<td>
			Wie zeigt sich der angelsächsische Einfluß in Ihrem Namen auch im Leben? Wurden Sie in the UK geboren?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Dirk99:</th>
<td>
			nomen est omen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Nein, ich wurde in Deutschland geboren, bin Österreicher und habe einen enlischen Namen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">js:</th>
<td>
			was unterscheidet die amerikanischen von den deutschen Verhältnissen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			In Amerika ist die Akzeptanz von technischen Medien a priori höher.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Hemmschwellen und Diskussionen über Gefährdungen werden später geführt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Larsandl:</th>
<td>
			Glauben Sie, das Kinder, die allgemein viel vor dem rechner sitzen ,ihr soziales Umfeld verlieren?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ja, Kinder, die weniger in Kontakt zu Gleichatrigen stehen, erfahren dies als Defizit.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">js:</th>
<td>
			verstehen kinder, wie das internet funktioniert, und wo die Inhalte herkommen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Der Rechner ist eine wunderbare Kommunikationsmaschine, aber eben eine Maschine.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Das Verständnis des Netzes ist eine Entwicklung.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			wo sind denn die vorteile des internets für kinder?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Zunächst wird meines Erachtens einfach der Status quo akzeptiert.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">günni:</th>
<td>
			werden kinder schon direkt mit werbung angesprochen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">günni:</th>
<td>
			oder hat die online-werbung die kids noch nicht entdeckt?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Da das Internet aus unserer Kommunikation nicht mehr wegzudenken ist,<br />
			sollten auch Kinder in den Genuß dieser Kommunikationsform kommen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Die Onlie-Werbung hat die Kids sehr wohl entdeckt und bedient sie mit teilweise reißerisch aufgemachten Seiten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			meinen sie nicht, dass kinder die kommunikation im internet als<br />
			gelungenere alternative zur realen sehen, da es sich ja eher um einen<br />
			monolog handelt?!?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Beispielsweise ist die Seite www.actionman.com ein Beispiel für reißerische Kinderunterhaltung im Netz.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			Also sollten Kinder erst ab einem bestimmten Alter Zugang zum Internet bekommen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich glaube nicht, daß kinder den Monolog suchen. Eher im Gegenteil.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Nein, Kinder sollten das Internet kennenlernen, wenn sie Lust haben und verstehen, was sie sehen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			um es noch weiter zu spezifizieren: gibt es statistiken über die chatsucht in deutschlands kinderzimmern?!?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Das Lesen ist im Internet zur Zeit noch unabdingbar, wodurch sie eine gewisse Altersgrenze haben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Mir sind solche Statistiken nicht beklannt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Chatter:</th>
<td>
			Geht es denn hier wirklich um Sucht, oder ist es eher ein Phänomen<br />
			unserer Zeit? Nach gutenberg war das Buch ja auch &quot;zeitbindend&quot;&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich galube aber, daß die Gruppe zu klein ist, um eine aussagestarke Statistik abzugeben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Welche Ausbildung haben Sie?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Sucht ist immer auch ein Zeitphänomen und gesellschaftlich verankert und definieret.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich habe in Germaistik und Philosophie promoviert.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Grunzi:</th>
<td>
			Wie sind Sie zum schreiben gekommen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			In der Volksschule.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Aber im Ernst: Ich habe bereits mit 14 angefangen zu schreiben und wollte immer schriftsteller werden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mattes:</th>
<td>
			haben sie das Buch allein geschrieben?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Nein, ich hatte zum Glück Menschen um mich, die maßgebliche Beiträge geleistet haben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">donnie:</th>
<td>
			glauben sie, das dass Internet oder die elktronischen Medien irgendwann bücher verdrängen werden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Dazu gehören die Erfahrungen, die Eltern und Kinder mit mir teilten ebenso wie die Online-Recherche.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Nein, denn das Lesen eines Buches hat eine andere Qualität als das Surfen im Netz oder die Lektüre am Bildschirm.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Zurück zur Sucht..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			ich denke schon dass man über sucht sprechen kann..wieviel erwachsene<br />
			sind denn heute schon &quot;abhängig&quot; vom internet&#8230;.welche möglichkeiten<br />
			haben eltern dieses zu verhindern..konkret?!?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich denke, daß es weniger um Sucht geht, als um den ganz normalen Gebrauch eines neuen Kommunikationsmediums.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Daß dieser Gebrauch erlernt werden muß, steht außer Frage.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			Falsch es geht um Suvht!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Manche Chatter sind nicht einverstanden&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Und Warum bist du davon so überzeugt?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			wo sollen kinder das lernen, wenn die eltern es schon nicht können?!?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Uuups, Du wirst ihnen immer ein schlechtes Vorbild sein, das stimmt wohl..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			Ich bin süchtig! Chatsüchtig!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			ich auch&quot;!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mattes:</th>
<td>
			meinen sie das das Buch dabei helfen kann?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich denke, das ist eine zu hohe Erwartung an das Buch.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich bin weder Psychologe noch Soziologe.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Im Buch geht es um das Verständnis von Menschen, die das Medium noch nicht kennen für Menschen, die es verwenden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mattes:</th>
<td>
			es stimmt mich jedenfalls froh, dass es dieses buch überhaupt gibt
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">kreon:</th>
<td>
			wie sind sie genau auf das thema gekommen, eigene erfahrung?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Durch Stefan Bollmann, der bei der DVA den Bereich neue Mdien btreut.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			In u8nseren Gespräch entwickelte er die Idee und ich war sofort dabei.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">kreon:</th>
<td>
			Internetführerschein, steht das für sie zur Debatte?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Nein, wir haben auch keinen Telefonführerschein.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Und doch gibt es Menschen, die den Hörer nicht auf die Gabel legen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			In der BRD gibt es doch für alles einem Schein!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">kreon:</th>
<td>
			Wie lange sitzen sie durchschnittlich in der Woche vorm Internet?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Esd bibt Menschen, die schalten den Fernseher niemals aus und brauchen doch keinen Televisionsschein.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich bin permanent ans Internet angebunden. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Im world ide Web surfe ich rund 10 Stunden pro Woche.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Allerdings den größten Teil beruflich und nur selten privat.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Akita-Inu:</th>
<td>
			10 stunden pro woche ist nicht viel
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			wie sehen sie denn die allgemeine entwicklung der i-netnutzung in d-land?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Mir reichen 10 Stunden Online-Recherche. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Die Internetnutzung wird rapide zunehmen. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">donnie:</th>
<td>
			wie werden die kinder von heute ihrer meinung nach die internet-entwicklung der zukunft beeinflussen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Für sie wird die Präsenz des Internets völlig normal sein.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">donnie:</th>
<td>
			wie lange soltte beispielsweise ien 12 jähriges kind am tag surfen dürfen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Es wird sich unspektakulär nebenh anderen Informationsmedien etablieren.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			inwieweit wird denn ihrer meinung nach die gesellschaftliche entwicklung durch das i-net beeinflusst?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			1 Stunde erscheint mir ok. Allerdings bin ich kein Freund von solchen Beschränkungen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Durch die Änderung des Kommunikationsverhaltens werden Menschen über weite Distanzen in Erfahrungsaustausch treten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ganz direkt, wie gerade jetzt wir hier.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mattes:</th>
<td>
			sind sie für eine stärkere Reglementierung des Internet durch unabhängige und objektive Zensoren?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Solche Diskussionsrunden werden das Demokartieverständnis ebenso wie die Beeinflußbarkeit von oben und unten ändern.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ivch halte nicht von Zensur, allerdings viel von freiwilliger Selbstkonhtrolle.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">pab:</th>
<td>
			Herr Wiseman, in einer aktuellen Meldung lese ich gerade, dass das<br />
			Internet genau so suechtig mache, wie Alkohol. Wuerden Sie das<br />
			bestaetigen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Solche Vergleiche hinken immens.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Alkohol zerstört die Leber und führt zur Debilität.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Übermäßiger Internetgenuß oder Sucht hat sicherlich andere Folgen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			Es tritt eine geistige Abhängigkeit auf
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mattes:</th>
<td>
			derzeit verdienen gerade die Unternehmen am Internet, die sich als<br />
			Wächter der Tugend ausgeben &#8211; sagen sie in ihrem Buch auch dazu etwas?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ja, ich halte nicht von der instrumentalisierten Kontrolle via Programm.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">LynX:</th>
<td>
			Könnte es Ihnen passieren, daß Eltern Sie verklagen, weil sie ihr Kind<br />
			Ihren Empfehlungen entsprechend so sehr Freiraum gegeben haben, daß dem<br />
			Kind in irgendeiner Form etwas zugestossen ist, etwa Treffen mit einem<br />
			Pädophilen..?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">LynX:</th>
<td>
			um ein Extremfall an den Haaren herbeizuziehen..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Was die geistige Abhängigkeit betrifft, so ist dies kein Phänomen, das erst durchs Internet auftritt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ich übernehme die elterliche Verantwortung für meine Kinder. Das ist genug.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Wer die Verantwortung für seine Kinder deligieren möchte, sollte sich<br />
			ernsthaft Gedanken über sein elterliches Selbstverständnis machen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Lieber Herr Wiseman, haben Sie noch Fragen an Ihr Publikum?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			*ohrenspitz*
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Ja: hier haben sich einige offen zu ihrer Sucht bekannt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Das finde ich sehr mutig. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Da solche Suchtphänomene nicht direkter Inhalt meines Buches sind, wüßte ich gerne, wie ihr damit umgeht.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			Jeder versteckt sich hinter seiner Fassade
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Ist das alles?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			[Mal vom üblichen Unsinn den Ihr so tippt abgesehen.. ;-)]
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mattes:</th>
<td>
			war prima!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			Es wäre mutig in einer offenen realen Diskussionsrunde
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			ja, von meiner Seite schon, meine Finger sind schon ganz heißgetippt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			hier erspart der chat so manchen psychiater*GG+
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			Er chattet nicht oft!*lach*
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Akita-Inu:</th>
<td>
			das stimmt 7up *g*
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			kommen sie doch öfters..da kriegen sie kondition
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			*lach*
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">skagway:</th>
<td>
			Wir haben allr Hornhaut auf den Fingerkuppen!*lächel*
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			die tastatur ist ein teil des körpers
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Das glaube ich Euch gerne.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mattes:</th>
<td>
			werden die Vorgehensweisen von Pädophilen &#8211; die nicht hinlänglich<br />
			bekannt sind &#8211; hinsichtlich der vorbereitenden Kontaktaufnahme mit<br />
			&quot;Opfern&quot; in ihrem Buch erläutert?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			wirklich&#8230;kommen sie doch wieder*G* 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Nein, ich erläutere lediglich, wie vorsichtig Kinder und Eltern sein sollten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Raymond Wiseman, im Namen von politik-digital und BOL danken wir Ihnen<br />
			herzlich und wünschen Ihnen viel Erfolg mit dem Buch und für die<br />
			Zukunft! Und selbstverständlich keine Klagen! 🙂
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Vielen Dank für das Forum. Und: Klar komme ich wieder ;-))
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UUUUUUUPS:</th>
<td>
			*freu*
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">RaymondWiseman:</th>
<td>
			Also bis bald mal. Ciao 🙂</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_raymond_wiseman-430/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Spielzeug für Flüchtlingskinder</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/spielzeug_fuer_fluechtlingskinder-542/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/spielzeug_fuer_fluechtlingskinder-542/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffen Wenzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Jugoslawien]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo-Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtling]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/spielzeug_fuer_fluechtlingskinder-542/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
Mit dem Aufruf &#34;Schickt ein Paket mit Spielsachen&#34; - startete am Dienstag das
Hilfsprojekt &#34;Kids helfen Kids im Kosovo&#34;. Die Initiative für Flüchtlingskinder
haben mehrere namhafte Online-Dienste für Kinder im Netz ergriffen. Mit Hilfe des
Arbeiter-Samariter-Bundes sollen die gesammelten Schätze in den kommenden Wochen in
mazedonischen und albanischen Flüchtlingscamps direkt an Kinder verteilt werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Mit dem Aufruf &quot;Schickt ein Paket mit Spielsachen&quot; &#8211; startete am Dienstag das<br />
Hilfsprojekt &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot;. Die Initiative für Flüchtlingskinder<br />
haben mehrere namhafte Online-Dienste für Kinder im Netz ergriffen. Mit Hilfe des<br />
Arbeiter-Samariter-Bundes sollen die gesammelten Schätze in den kommenden Wochen in<br />
mazedonischen und albanischen Flüchtlingscamps direkt an Kinder verteilt werden.<!--break-->
</p>
<p>
&quot;Warum Krieg? Wer kämpft da eigentlich warum? Wie kann der Frieden wiederhergestellt werden?<br />
Wie lange müssen Menschen im Kosovo noch leiden? Kann ich helfen?&quot; &#8211; das sind Fragen, die immer<br />
mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland &#8211; fernab von dem unfaßbaren Leid im Kosovo &#8211; beschäftigen.<br />
Der Krieg auf dem Balkan ist längst in die Kinderzimmer und Klassenräume der Republik gerückt.<br />
Ratlos und verängstigt suchen viele Kids nach Antworten.<br />
Auf diese Verunsicherung haben nun sieben namhafte Anbieter von Websites für Kinder reagiert:<br />
Mit der gemeinsamen Aktion &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot; rufen die Suchmaschine für Kinder<br />
&quot;Blinde Kuh&quot;, die Kinderzeitschrift &quot;GEOlino&quot;, &quot;Greenpeace Kids online&quot;, &quot;Kindersache&quot; von der<br />
Infostelle Kinderpolitik des Deutschen Kinderhilfs-werks, die Mailingliste &quot;Kinderpost&quot;, die<br />
WDR-Redaktion &quot;Lilipuz&quot; und das &quot;Kindernetz&quot; des Südwestrundfunks via Internet auf, Spielsachen<br />
zu spenden. Unterstützt wird die Aktion von der Kinderkommission des Deutschen Bundestages und<br />
dem Verein &quot;Schulen ans Netz&quot; (Bonn).
</p>
<p>
Auf den Kids-Websites können inzwischen Hintergründe und aktuelle Informationen zum Balkankrieg<br />
abgerufen werden. Diskussionsforen bieten dem Nachwuchs ferner die Möglichkeit, sich auszutauschen<br />
und zu vernetzen.<br />
&quot;Rund die Hälfte der Flüchtlinge aus dem Kosovo sind Kinder. Sie leiden besonders&quot;, erklärte<br />
Tobias Gehle, Sprecher der Aktion &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot;. &quot;Zahlreiche Flüchtlingskinder<br />
sind krank und mangelernährt, viele haben Eltern, Geschwister und Freunde verloren. Sie werden<br />
lange brauchen, um dieses Trauma zu verarbeiten. Mit unserer Aktion versuchen wir zu helfen &#8211;<br />
klein, aber fein. Die Spielsachen beschäftigen die Kinder, geben ihnen ein kleines Stück Normalität<br />
zurück. Gleichzeitig hilft die Aktion den Kindern, die nicht im Krisengebiet leben. Durch<br />
konkretes Engagement können sie ihrer Verunsicherung über den Krieg im Kosovo entgegensteuern.&quot;
</p>
<p>
Wer spenden will schickt Kuscheltiere, Malstifte, Bälle, Spiele bis zum 6. Juni an:<br />
Führungsakademie der Bundeswehr <br />
Clausewitz-Kaserne<br />
Stichwort &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot;<br />
Manteuffelstr. 20<br />
D-22587 Hamburg
</p>
<p>Mehr Informationen und Links zu allen Initiatoren der<br />
Aktion im Netz:<a href="http://www.blinde-kuh.de/kosovo/">www.blinde-kuh.de/kosovo/</a></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Stern für Kinder&#034; &#8211; Chatten gegen Krankenhaus-Frust</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/stern_fuer_kinder_chatten_gegen_krankenhaus_frust-650/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/stern_fuer_kinder_chatten_gegen_krankenhaus_frust-650/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[shirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsaustausch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Isolation]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/stern_fuer_kinder_chatten_gegen_krankenhaus_frust-650/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der triste Alltag im Kinderkrankenhaus bekommt digitale Farbe. Seit kurzem können nun auch
die Kinder im <a href="http://www.charite.de/index/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Berliner Charité Klinikum
</a> ihren Krankenhaus-Aufenthalt ein bißchen aufheitern. Über ein bundesweit operierendes
Netzwerk haben sie die Möglichkeit, mit anderen Kranken ihres Alters Erfahrungen auszutauschen
und sich den Aufenthalt mit kreativen Denk- und Lernaufgaben zu verkürzen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der triste Alltag im Kinderkrankenhaus bekommt digitale Farbe. Seit kurzem können nun auch<br />
die Kinder im <a href="http://www.charite.de/index/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Berliner Charité Klinikum<br />
</a> ihren Krankenhaus-Aufenthalt ein bißchen aufheitern. Über ein bundesweit operierendes<br />
Netzwerk haben sie die Möglichkeit, mit anderen Kranken ihres Alters Erfahrungen auszutauschen<br />
und sich den Aufenthalt mit kreativen Denk- und Lernaufgaben zu verkürzen.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><a href="http://www.kinderstern.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> &quot; Stern für Kinder&quot; </a> heißt das Projekt,<br />
dass seit Dezember 1998  über <a href="http://www.kinderstern.de/NOFLASH/Wer_Krankenhaeuser.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
13 Kinderkliniken</a> in ganz Deutschland miteinander vernetzt hat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Vorbild ist die von Regisseur Steven Spielberg ins Leben gerufene, amerikanischen Aktion<br />
<a href="http://www.starbright.org/"> &quot;Starbright&quot;</a>.<br />
Mit Hilfe von Multimedia PCs, die bei &quot; Stern für Kinder&quot;  von der Firma MAXDATA zur Verfügung<br />
gestellt wurden und einer speziellen Software, loggen sich die kleinen Patienten in die<br />
&quot;Vernetzte Welt für Kinder in Krankenhäusern&quot; ein und können zwischen mehreren<br />
Bereichen wählen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Aktion, von der <a href="http://www.hek.de/Home.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
Hanseatischen Krankenkasse HEK </a>initiiert steht unter der Schirmherrschaft der Gattin des<br />
Bundespräsidenten, <a href="http://www.bundespraesident.de/frameset/index.jsp" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Christina Rau</a>.<br />
Der &quot;Stern für Kinder&quot; soll den jungen Patienten helfen, aus ihrer schwierigen Lage das<br />
Beste zu machen und sie aus ihrer krankheitsbedingten Isolation herauszuführen.<br />
Finanziell unterstützt wird das Projekt von<br />
<a href="http://www.ebay.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Ebay</a>, einem<br />
Online-Auktionshaus, das zu Gunsten des Projekts zahlreiche<br />
Wohltätigkeitsversteigerungen durchführte und eine Spenderseite<br />
einrichtete.<br />
Weitere Hilfe leisten zahlreiche <a href="http://www.kinderstern.de/NOFLASH/Wer_Botschafter.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
prominente Botschafter</a>, unter anderem Gudrun Landgrebe, Jasmin &quot; Blümchen&quot;  Wagner und<br />
Jörg Pilawa, die die Öffentlichkeit auf das Projekt aufmerksam machen und Spenden sammeln.<br />
</span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="250">
<tbody>
<tr>
<td width="250"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/images/chrau.jpg" alt="Christina Rau" border="1" height="141" hspace="0" vspace="0" width="250" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr width="250">
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Schirmherrin Christina Rau</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der &quot; Stern&quot;  auf der Startseite des Angebots gleicht einem bunten Planeten, auf dem vier<br />
verschiedene Bereiche existieren. Im &quot; Bewohnerforum&quot;  können eigene Visitenkarten erstellt<br />
werden. Außerdem bekommt jedes Kind einen Platz in der Galerie, die als großes Adressbuch<br />
fungiert. Der zugangsgeschützte &quot; Privatbereich&quot;  dient der Aufbewahrung von E-Mails, Briefen<br />
und Bildern. Wenn die Kinder mit Freunden oder Leidensgenossen in anderen Krankenhäusern<br />
chatten und sie über eine Webcam sehen wollen, klicken sie auf die &quot; Funkstation&quot; . Gerade<br />
dieser Bereich sei von großer Bedeutung, denn nur so könnten die Kinder ihre Ängste abbauen,<br />
erklärte Professor Gaerdicke, &quot; Vertreter der Charité Kinder&quot; . Viele von ihnen  würden auf<br />
eine Transplantation warten oder litten unter einer chronischen Krankheit und wüßten nicht,<br />
wie sie alleine mit ihrer Situation umgehen sollten.<br />
Die vierte Abteilung , der &quot; Spielplatz&quot;, beinhaltet Lern- und Denkspiele, mit dessen Hilfe<br />
sich die Patienten, wenigstens kurze Zeit, von ihrer Krankheit ablenken können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Seit ihrem Beginn vor zwei Jahren im Universitäts- Krankenhaus Eppendorf in Hamburg, hat sich<br />
die &quot; Vernetzte Welt für Kinder&quot;  nun zum größten deutschen Kindernetz entwickelt, über 1000<br />
Besucher konnte der &quot; Stern&quot;  schon verzeichnen. Unterstützt werden die jungen Patienten von<br />
bundesweit 40 Betreuern, die darüber wachen, dass technisch alles klappt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Besonderen Wert legen die Veranstalter auch auf die Sicherheit, nur autorisierte Rechner<br />
können auf den Server zugreifen. Auf dem &quot; Stern&quot;  befinden sich, außer den vier<br />
Standart-Optionen, ausgewählte, pädagogische Seiten, das restliche Internet ist gesperrt.<br />
</span>
</p>
<table align="right" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="150">
<tbody>
<tr>
<td width="250"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/images/child.jpg" alt="child" border="1" height="116" hspace="0" vspace="0" width="150" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr width="150">
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Botschafterin Maischberger</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Trotz des Erfolgs geben sich die Leiter der Aktion nicht zufrieden, sie versuchen noch mehr<br />
Kinderkrankenhäusern eine Teilnahme zu ermöglichen, sowie das Projekt auf die Schweiz und<br />
Österreich auszuweiten. Der &quot; Stern für Kinder&quot;  soll aber nicht nur den deutschsprachigen<br />
Raum vernetzen. Eine Verbindung zwischen dem deutschen Projekt und der amerikanischen<br />
&quot; Starbright&quot;  soll hergestellt werden, damit die Kinder grenzüberschreitend<br />
&quot; über ihre Krankheit reden können und innerlich stärker werden&quot;, wie Frau Rau das<br />
Ziel definierte.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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