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	<title>Klaus Wowereit &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Klaus Wowereit &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Startups in Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Oct 2012 12:57:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Wowereit]]></category>
		<category><![CDATA[The European]]></category>
		<category><![CDATA[Basecamp]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Deutsche Startups e.V.]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer wieder heißt es, Berlin sei ein attraktiver Standort für internationale Startups. Doch bevor junge Unternehmen sich in der Hauptstadt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/startups-in-berlin/untitled-1-2/" rel="attachment wp-att-121500"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-121500" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-11-630x424.jpg" alt="" width="630" height="424" /></a>Immer wieder heißt es, Berlin sei ein attraktiver Standort für internationale Startups. Doch bevor junge Unternehmen sich in der Hauptstadt niederlassen, müssen sie so einige Hürden nehmen. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit ist gefordert, die Bedingungen für junge Firmengründer zu verbessern.</p>
<p>&#8220;<em>Im Notfall hilft nur noch ziviler Ungehorsam!</em>&#8221; Was wie ein Akt der Verzweiflung klingt, ist das Fazit eines Mitarbeiters in einem Berliner Startup auf die Frage, wie denn die Politik dazu bewegt werden könne, sich endlich der digitalen Kreativwirtschaft in der Bundeshauptstadt anzunehmen. Berlin hat sich in den vergangenen Jahren zu einer internationalen Hochburg für junge Unternehmen entwickelt, die dank des Internet global agieren. Diese Entwicklung geschah vor allem trotz der Politik und nicht wegen ihr.</p>
<p>Denn so global das Geschäftsfeld ist, so lokal sind die Probleme. Das fängt in Berlin schon in den Bezirken an. Im Land der Dichter und Denker fehlt es vor allem an jungen Entwicklern, weshalb sich das Rekrutieren neuer Mitarbeiter zur zunächst wichtigsten Aufgabe in einem Startup-Unternehmen entwickelt hat, unabhängig vom jeweiligen Kerngeschäft. Nicht selten müssen junge Talente aus Ländern wie Brasilien, Bangladesch oder Indonesien angeworben werden. Diese sehen sich dann in der deutschen Hauptstadt einer Verwaltung gegenüber, die kaum Fremdsprachen beherrscht und sich aufgrund bürokratischer Hürden zu einem wahren Verhinderer von Entwicklung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer erweist. So scheitern viele ausländische Interessenten – ganz banal –an Formularen in Fremdsprachen.</p>
<p>Hinzu kommt, dass zum Beispiel die Wohnungssuche oder das Eröffnen eines Bankkontos sich auch in einer weltoffenen Stadt wie Berlin im Jahr 2012 zu einer Herkulesaufgabe für Menschen aus fremden Kulturkreisen und ohne Sprachkenntnisse werden kann. Ein Ansprechpartner, der sich schnell und unproblematisch den Problemen der von den Startups benötigten Neu-Berliner annimmt, fehlt in Berlin. Die Berliner Verwaltung sei noch nicht ausländerfreundlich genug, fasste Pawel Chudzinski von dem Investor Point Nine Capital, der sich vor allem auf die Unterstützung von jungen Unternehmen aus dem Technologiebereich konzentriert ,die Kritik gegenüber dem Debatten-Magazin &#8220;<a href="http://www.theeuropean.de/alexander-goerlach/12249-wowereit-trifft-start-up-industrie" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">The European</span></a>&#8221; zusammen.</p>
<p>Neben den Einstellungsproblemen von sogenannten High-Level Experts fehlt es aber vor allem auch an einem <em>digitalen Proletariat</em>. Startups müssen vom ersten Tag an reibungslos arbeiten können, damit ihr Angebot funktioniert und den hohen Ansprüchen der Kunden gerecht wird. Jungfirmen mit drei Freunden in der Garage gehören der Vergangenheit an, doch um den gesteigerten Arbeitsaufwand optimal zu bewältigen, bedarf es größerer Kapazitäten an gut ausgebildeten Arbeitnehmern. Diese müssen und sollen vor allem nicht immer studiert sein, sondern grundlegende Aufgaben in einem Unternehmen selbstständig bewältigen können.</p>
<p>Arbeitgeber in Startups können es sich nicht leisten, in Schulungen die Bedienung von Mailprogrammen oder Grundlagen der elektronischen Datenverarbeitung erst noch erklären zu müssen. Die Entwicklung neuer Ausbildungskonzepte und eines Lehrplans für das 21. Jahrhundert sind offene Aufgaben der Berliner Senatsverwaltung. Dazu kommt, dass sogenannte 400-Euro-Jobs sehr bürokratisch gestaltet sind, aber Festanstellungen bei einem anfangs meist niedrigen Ausbildungsstand ein zu hohes Risiko für die Unternehmen darstellen können. Die Folge ist, selbst bei engagierten Startups, dass vor allem Praktikanten und Freelancer tätig sind. Diese Lösung sollte nicht im Sinne der Stadt sein.</p>
<p>Die beiden genannten Probleme &#8211; eine nicht-internationale Verwaltung und der niedrige Ausbildungsstand potenzieller Mitarbeiter &#8211; sind zwei hausgemachte Probleme der Stadt, um die das Rote Rathaus sich kümmern sollte, wenn es denn das selbst gesteckte Ziel, Berlin zu einem Silicon Valley an der Spree zu entwickeln, erreichen will. Bisher hat sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in dieser Angelegenheit jedoch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Im Februar 2012 schrieb Christian Reber, Gründer und CEO des Berliner Startups 6Wunderkinder, eine E-Mail an den Chef der Berliner Senatskanzlei Björn Böhning und an Klaus Wowereits persönlichen Referenten Falk Branzke. Darin bat er um einen <a href="http://netzwertig.com/2012/02/21/internetstandort-berlin-buergermeister-klaus-wowereit-will-nicht-mit-startups-sprechen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Termin mit Wowereit</span></a>, um ihm Einblick in die digitale Kreativwirtschaft Berlins zu geben. Das Rote Rathaus lehnte ab, angeblich weil es dem Regierenden Bürgermeister laut Koalitionsvertrag <a href="http://fiahless.tumblr.com/post/18127393964/the-berlin-mayor-local-politics-and-why-they-dont#quotefmReady" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">nicht erlaubt ist</span></a>, sich mit Unternehmen zu treffen, wenn diese nicht zuvor Kontakt mit dem Wirtschaftssenat aufgenommen haben. Woran auch immer es lag, Reber war brüskiert, und der Ärger war erst einmal da. Seither versuchen Politiker, die in der Webbranche angesehen sind wie der Staatssekretär <a href="http://www.berlin.de/sen/wirtschaft/struktur/leitung/sts_zimmer.de.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Nicolas Zimmer</span></a> aus der Senatsverwaltung für Wirtschaft, den Berliner Senat für die Bedürfnisse der Startups und ihre Bedeutung für die Stadt zu sensibilisieren.</p>
<p>Startups sind aber nicht nur eine einmalige Chance für die Hauptstadt Berlin, neben dem Prestigegewinn auch an Wirtschaftskraft zuzulegen, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland von enormer Bedeutung. Was Berlin hier entwickeln kann, könnte ein Konzept für die gesamte Republik sein. Die digitale Kreativwirtschaft in all ihren verschiedenen Facetten könnte sich von einer Wirtschaftsnische zum Arbeitgeber der Zukunft entwickeln. Umso wichtiger ist es, dass in Berlin erste entscheidende Grundlagen geschaffen werden. Alexander Görlach, der Gründer, Herausgeber und Chefredakteur des Magazins &#8220;The European&#8221;, <a href="http://www.theeuropean.de/alexander-goerlach/12392-zusammenarbeit-zwischen-neuer-und-alter-wirtschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">beschreibt</span></a> die Entwicklung der Wirtschaft wie folgt: &#8220;<em>Der digitale Wandel erfasst alle Industrien, seien sie Teil der klassischen Wirtschaft oder der Online-Industrie. Ob Medienbetrieb, Schuhhandel oder Lieferservice: Der digitale Wandel ändert alte Industrien und zwingt auch die neuen zur steten Optimierung ihrer Geschäftsmodelle. Wenn klassische Wirtschaft und neue Ökonomie lernen, dem Wandel gemeinsam zu begegnen, ist das ein großer Gewinn für die deutsche Wirtschaft und für die Zukunftsfähigkeit unserer Unternehmen.</em>&#8221;</p>
<p>Das Bewusstsein für die Möglichkeiten muss sich jetzt ändern, denn der Weg ist noch weit. Rund 80 Prozente der Gesetze, die Startups betreffen, sind Bundesgesetze, also außerhalb der  Landeskompetenz und damit auch nicht unmittelbar in Wowereits Einflussbereich. Doch wenn Berlin weiterhin ein Anziehungspunkt für Startups bleiben möchte, dann muss zuallererst mehr von der lokalen Politik kommen. Diese sollte die Gründerszene also nicht mehr wie bisher übersehen, sondern sollte sich aktiv mit ihr beschäftigen. Die bisherigen Treffen der Politik mit Startups wirkten meist unkoordiniert, die Auswahl der Gesprächspartner merkwürdig und nicht immer nachvollziehbar für die Branche.</p>
<p>Mit dem <a href="http://www.facebook.com/pages/Bundesverband-Deutsche-Startups-eV/419225811467294?sk=info" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Bundesverband Deutsche Startups e.V.</span></a> hat sich im September 2012 die erste politische Interessenvertretung gegründet, die Ansprechpartner für Politik wie Startups in Deutschland sein will. Am Dienstag übergab er dem Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler ein selbst formuliertes &#8220;<a href="http://www.gruenderszene.de/allgemein/startup-manifesto" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Startup Manifesto</span></a>&#8220;, mit dem der Bundesverband sich gegen die Empfehlung des Bundesrates zum Jahressteuergesetz 2013 ausspricht. Wenn, wie vorgeschlagen, Streubesitzanteile, also Beteiligungen unter zehn Prozent, fortan umfangreich besteuert werden, würde dies vor allem Startups schwer in ihrer Entwicklung treffen.</p>
<p>Wowereit will sich mit lokalen Startups noch in diesem Herbst treffen. Ob dabei etwas herauskommt, ist ungewiss. Die Berliner Startups wissen aber schon ganz genau, was sie wollen. Neben einem verbesserten Stadtmarketing, das dringend benötigte Investoren für die Wachstumsfinanzierung in die Stadt holen soll, müssen vor allem bürokratische Hürden bei der Einstellung von internationalen Mitarbeitern abgebaut und zukunftsfähige Konzepte entwickelt werden, um das Ausbildungsdefizit zu verringern und die Berliner Startups auch global wettbewerbsfähig zu machen. Der Ball liegt in Wowereits Feld, der nach dem Flughafendebakel auch ein persönliches Erfolgserlebnis braucht. Mit einer sinnvollen und effektiven Unterstützung der digitalen Kreativwirtschaft könnte ihm das gelingen.</p>
<p><em><a href="http://politik-digital.de/unter-linken-kipping-und-schloemer-suchen-vergeblich-nach-gemeinsamkeiten/cc/" rel="attachment wp-att-119994"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-119994" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cc.png" alt="" width="88" height="31" /></a></em><em>Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz. </em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Freies Netz für Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Thielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 13:32:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Wowereit]]></category>
		<category><![CDATA[WLAN]]></category>
		<category><![CDATA[Senat]]></category>
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					<description><![CDATA[Der neue Berliner Senat hat heute seine Richtlinien für die künftige Regierungsarbeit vorgestellt. Dabei präsentierte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-6160" title="wlan-berlin" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wlan-berlin1.png" alt="" />Der neue Berliner Senat hat heute seine Richtlinien für die künftige Regierungsarbeit vorgestellt. Dabei präsentierte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit auch seine Pläne für ein landesweites, freies WLAN.</p>
<p>In der heutigen Senatssitzung stellte Klaus Wowereit einen neuen Entwurf zur Einführung eines landesweiten, gebührenfreien Internetzugangs vor.<br />
Pläne für eine offene WLAN-Verbindung bestehen bereits seit 2007, waren jedoch nicht umgesetzt worden, da es noch immer ungeklärte Fragen gab, darunter diejenige, wie mit der Nutzung von illegalen Tauschbörsen umzugehen sei. Hinzu kamen, laut Auskunft der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, fehlende technische Voraussetzungen.</p>
<p>In der heutigen Regierungserklärung wurde ein erneuter Anlauf zur Realisierung des Projekts unternommen, mit dem Ziel, die Attraktivität Berlins weiter zu steigern. Schließlich hatte Klaus Wowereit dem Thema Netzpolitik in der Koalitionsvereinbarung eine besondere Bedeutung beigemessen. Das öffentlich zugängliche Netz soll vorrangig im Zentrum der Hauptstadt etabliert werden, angestrebt wird ein Gebiet innerhalb des S-Bahn-Ringes. Somit könnten auch Touristen kostenlos mobil im Internet surfen. Wie weitläufig das Netz letztlich sein wird, hängt vor allem vom Interesse der Berliner Bezirke ab.<br />
Mit Hilfe von Werbung, Vermarktung und kostenpflichtigen Zusatzangeboten sollen aufkommende Gebühren gedeckt werden, so dass dem Land keine zusätzlichen Kosten entstehen. Der freie Internetzugang soll durch ein bereits eingerichtetes, privat betriebenes Funknetz ermöglicht werden.</p>
<p>Als Referenz dienen Vorbilder wie London, wo anlässlich der Olympischen Spiele 2012 das größte freie WLAN-Netz Europas eingerichtet werden soll, aber auch Aachen. Dort gilt der freie Internetzugang bislang als reines Forschungsprojekt und ist dementsprechend noch nicht zur öffentlichen Nutzung freigegeben. Die Piratenpartei <a href="http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1879225/Wowereit-will-kostenloses-WLAN-in-Berlin.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">begrüßte</a> die Pläne, inwieweit das Projekt tatsächlich umsetzbar ist, blieb in den Details jedoch noch ungeklärt. Das Projekt stecke noch in den <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/vor-der-regierungserklaerung-wowereit-verspricht-kostenloses-internet-fuer-alle/6057086.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kinderschuhen</a>, wie der für Netzpolitik zuständige Senatskanzleichef Björn Böhning betonte.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht mit einer großen Koalition&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotich_habe_schlechte_erfahrungen_gemacht_mit_einer_grossen_koalitionquot-175/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hworch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Aug 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Wowereit]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="normal">
<b><b>Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister 
des Landes Berlin, stellte sich am 29. August im tacheles.02 Live-Chat 
von tageschau.de und politik-digital.de den vielfältigen Fragen 
der Teilnehmer. Themen waren mögliche Koaltionen nach der Wahl, 
die Zusammenarbeit zwischen SPD und PDS in Berlin, aber auch Fragen 
der internationalen Politik</b></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="normal">
<b><b>Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister<br />
des Landes Berlin, stellte sich am 29. August im tacheles.02 Live-Chat<br />
von tageschau.de und politik-digital.de den vielfältigen Fragen<br />
der Teilnehmer. Themen waren mögliche Koaltionen nach der Wahl,<br />
die Zusammenarbeit zwischen SPD und PDS in Berlin, aber auch Fragen<br />
der internationalen Politik</b></b><!--break-->
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Liebe Politik-Interessierte,<br />
willkommen im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe tacheles.02 ist ein<br />
Format von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt<br />
von tagesspiegel.de. Zum Chat ist heute der regierende Bürgermeister<br />
Berlins, Klaus Wowereit ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen. Eine<br />
Stunde lang wird er Ihre Fragen beantworten. Herr Wowereit, können<br />
wir beginnen?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Ja, ich bin bereit.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Herr Wowereit, macht der Wahlkampf<br />
überhaupt Spaß bei den Umfragewerten?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Wahlkampf ist ein Kampf, und da<br />
muss man um jede Stimme kämpfen. Die Stimmung ist besser als<br />
die Umfragewerte, und die SPD-Leute vor Ort kämpfen, und deshalb<br />
macht es auch Spaß.
</p>
<p>
<b>gerol:</b> Herr Wowereit, glauben Sie, ein schlechtes<br />
Abschneiden der SPD würde auch Ihre Regierung beeinträchtigen?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Nicht direkt, aber natürlich<br />
ist für Berlin auch wichtig, wer im Bund regiert. Und die Bundesregierung<br />
und wir haben gut zusammengearbeitet und deshalb schauen wir natürlich<br />
mit Spannung auf das Ergebnis.
</p>
<p>
<b>jhgfdjhf:</b> Wie genau wollen Sie als rot-rot-grüner<br />
Fan in Zukunft mit einer schwarz-gelben Bundesregierung kooperieren?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Ich bin kein Fan von rot-rot-grün<br />
sondern ein Fan von SPD-rot. Aber unabhängig von der parteipolitischen<br />
Zugehörigkeit müssen die Landesinteressen gegenüber<br />
der Bundesregierung vertreten werden.
</p>
<p>
<b>Musterknabe:</b> Welche Chancen räumen Sie der<br />
Linkspartei in der Bundestagwahl ein? Und halten Sie sie für<br />
koalitionsfähig mit den Grünen?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Die Linkspartei wird zur Zeit<br />
in den Umfragen überschätzt. Sie wird verlieren bis zu<br />
den Bundestagswahlen. Wer den Parteitag der Linkspartei am Samstag<br />
verfolgt hat, konnte leicht feststellen, dass diese Partei überhaupt<br />
nicht regieren will, sondern den Menschen das Blaue vom Himmel verspricht,<br />
aber keine realistischen Politikantworten gibt.
</p>
<p>
<b>helles:</b> Sie werden ja gerade in der Presse auch<br />
als heimliches Vorbild für die SPD / für eine PDS-Grünen-SPD-Regierung<br />
auf Bundesebene ziemlich zerrissen. Macht ihnen das was aus?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Als Politiker muss man auch Zerreißproben,<br />
wenn sie denn da sein sollten, überstehen. In einer solchen<br />
befinde ich mich aber zur Zeit nicht. Wir leisten in Berlin eine<br />
gute Regierungsarbeit, was daran liegt, dass die PDS-Senatoren das<br />
Gegenteil von dem tun, was ihre Bundespartei fordert.
</p>
<p>
<b>Kennedy:</b> Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit<br />
mit der PDS in Berlin? Wo sehen Sie Erfolge, wo gab es die größten<br />
Schwierigkeiten? Kann man Erfahrungen aus der Koalition auf Landesebene<br />
auf den Bund überhaupt übertragen?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Wir haben gut zusammen gearbeitet<br />
und werden dies auch weiter tun. Wir haben das, was Bundeskanzler<br />
Schröder für den Bund gefordert hat, nämlich die<br />
Systeme grundlegend zu reformieren, in Berlin in weiten Feldern<br />
umgesetzt. Dies war schwer, zeigt aber Erfolge. Man kann die Situation<br />
in Berlin nicht automatisch auf den Bund übertragen, da beispielsweise<br />
die ganze Thematik der Außenpolitik in Berlin einen anderen<br />
Stellenwert einnimmt als im Bund.
</p>
<p>
<b>Titus:</b> Haben Sie Lust, auch mal in der Bundespolitik<br />
aktiv zu werden?
</p>
<p>
<b>kasimir_gott:</b> Wäre für Sie eigentlich<br />
auch ein Amt als Bundesminister interessant?
</p>
<p>
<b>Super-Moderator:</b> Wollen sie Schröder beerben<br />
Herr Wowereit?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Als Quasi-Ministerpräsident<br />
ist man automatisch auch auf der Bundesebene präsent und natürlich<br />
werde ich die Interessen Berlins im Bund weiter mit Nachdruck vertreten.<br />
Ich bin nicht auf Jobsuche und mache das Amt des Regierenden Bürgermeisters<br />
gerne und kandidiere nächstes Jahr erneut für dieses Amt.
</p>
<p>
<b>Capitano:</b> Als noch einer der wenigen Sympathieträger<br />
der SPD: würde es für Sie in Frage kommen, in 4 Jahren<br />
als Kanzlerkandidat anzutreten? Wenn nein, weshalb?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Das ist eine schöne Frage,<br />
die von jedem Politiker wie folgt beantwortet wird: Ich bin Regierender<br />
Bürgermeister und will die Arbeit gut machen.
</p>
<p>
<b>engelebrt:</b> Finden Sie nicht, dass die SPD immer<br />
unglaubwürdiger wird, da Gerhard Schröder erst das Vertrauen<br />
absichtlich verloren hat, und dann wird er wieder Spitzenkandidat.<br />
Finden sie das nicht auch etwas komisch?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Das glaube ich nicht. Schröder<br />
hat Mut bewiesen, den Weg der Neuwahl zu gehen mit allen damit verbundenen<br />
Risiken. Er braucht und will ein erneutes Votum der Wähler,<br />
um die schwierige Arbeit fortzusetzen. Dies ist ein ganz klarer<br />
Weg.
</p>
<p>
<b>J.O.:</b> Wie beurteilen Sie die Möglichkeit<br />
einer großen Koalition, sollte schwarz-gelb keine Mehrheit<br />
haben? Gäbe es mehr Schwierigkeiten als Chancen?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Ich habe schlechte Erfahrungen<br />
gemacht mit einer großen Koalition. Es ist ein Irrtum zu glauben,<br />
große Koalitionen lösen große Probleme. Eine große<br />
Koalition sollte man nicht anstreben, weil sie klare politische<br />
Konzepte verwässert.
</p>
<p>
<b>kalle55:</b> Sie werden es ja bestimmt nicht sagen<br />
wollen, aber was machen Sie, wenn Sie der Ruf zur Mitarbeit in einer<br />
Großen Koalition erreicht? Koalitionserfahren sind Sie ja<br />
genug.
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Ich bin Regierender Bürgermeister<br />
und kandidiere nächstes Jahr noch einmal zum Regierenden Bürgermeister.
</p>
<p>
<b>kobra:</b> Steuert die SPD auf einen großen<br />
personellen Umbruch zu? Wenn Schröder geht, geht dann auch<br />
Müntefering? Wer kommt dann?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Ich gehe davon aus, dass die SPD<br />
die Wahlen erfolgreich bestehen wird. Dementsprechend wird Gerhard<br />
Schröder Kanzler bleiben und Müntefering in seinen Ämtern.<br />
Aber selbstverständlich muss sich jede Partei erneuern und<br />
deshalb werden in der nächsten Legislaturperiode andere Personen<br />
eine wichtigere Rolle einnehmen, als es bislang der Fall war.
</p>
<p>
<b>Uwe Drahn:</b> Sie und Herr Platzeck gelten als neue<br />
Generation, als Kronprinzen in der SPD. Wie sehen Sie Ihre persönliche<br />
Zukunft in der SPD?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Platzeck und Wowereit werden als<br />
Ministerpräsidenten in der Bundespolitik stärker Gehör<br />
finden und gerade auch die besonderen Interessen Ostdeutschlands<br />
vertreten.
</p>
<p>
<b>Wowi:</b> Was halten Sie vom Comeback ihres ehemaligen<br />
Wirtschaftssenators Gregor Gysi?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit: </b>Dies ist schon sehr verwunderlich<br />
und zeigt, dass die PDS ohne Gysi nichts zu bieten hat. Gysi hatte<br />
die Chance, im Berliner Senat praktische Politik zu betreiben. Er<br />
hat hingeschmissen und damit gezeigt, dass es ihm mehr ums Reden<br />
als ums Handeln geht.
</p>
<p>
<b>Robin:</b> Wie schätzen Sie die Kompetenzen der<br />
CDU-Riege ein? Welche Konsequenzen fürchten Sie bei einem Wahlerfolg<br />
der Schwarzen?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Ich denke, die CDU hat ein gänzlich<br />
anderes Gesellschaftskonzept als die SPD. Die SPD tritt für<br />
soziale Gerechtigkeit ein, bei der CDU hat man den Eindruck, dass<br />
nur der Starke sich durchsetzen wird. Deswegen sollte jeder gut<br />
überlegen, welche Gesellschaft er in Deutschland haben will:<br />
Eine solidarische oder eine egoistische.
</p>
<p>
<b>andreas82:</b> Was halten Sie vom Kirchhofschen Steuermodell?<br />
Und ganz allgemein: Halten sie das jetzige Steuersystem reformierbar<br />
oder meinen Sie nicht auch dass ein ganz Neues her muss?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit: </b>Ich bin sehr für Subventionsabbau,<br />
damit auch alle die unterschiedlichen Steuersätze zahlen müssen.<br />
Nur der Reiche kann viel von der Steuer absetzen, der Normalbürger<br />
kann dies nicht. Aber wir brauchen Geld in den öffentlichen<br />
Kassen, deshalb können wir uns zur Zeit Steuersenkungen nicht<br />
leisten. Aber Subventionsabbau ist notwendig, um mehr in Bildung<br />
und Wissenschaft zu investieren. Kirchhof hat keine Mehrheit in<br />
der CDU/CSU.
</p>
<p>
<b>wise:</b> Warum ist es keiner Partei möglich,<br />
konsequent Reformen umzusetzen? Sind die Politiker ihren Lobbies<br />
so sehr verpflichtet, dass es nicht möglich ist beispielsweise<br />
Subventionen zu kürzen? Was denken Sie?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Wir brauchen auch außerhalb<br />
der Politik ein gesellschaftliches Klima, das grundlegende Reformen<br />
ermöglicht. Wenn man sieht, wie die SPD für die Reformpolitik<br />
der Agenda 2010 bei den Landtagswahlen schlecht abgeschnitten hat,<br />
dann macht das nicht gerade Mut. Also vielmehr Unterstützung<br />
für Politiker, die bereit sind auch unangenehme Dinge zu sagen<br />
und zu verändern.
</p>
<p>
<b>carn123:</b> Herr Wowereit, die SPD hat ja in der<br />
letzten Legislaturperiode Reformen gemacht, die vielfach als unsozial<br />
bezeichnet wurden. Glauben sie, dass eine rot-grüne Regierung<br />
in den nächsten 4 Jahren noch mehr Reformen anpacken wird,<br />
die viele für unsozial halten oder ist es erst einmal genug?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Wir müssen noch weiter Reformen<br />
in der BRD umsetzen, z.B. die Fragen im Zusammenhang mit der Pflegeversicherung.<br />
Aber alle Reformen müssen sozial gerecht und ausgeglichen sein<br />
und es muss den Menschen erklärt werden, wozu sie notwendig<br />
sind.
</p>
<p>
<b>S. Haber:</b> Halten Sie eine hohe Kapitalsteuer für<br />
vertretbar?
</p>
<p>
<b>beefybiker:</b> Wer ist denn nach Ihrer Auffassung<br />
reich?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Ich denke, dass jemand, der &#8211;<br />
wie in unserem Wahlmanifest geschrieben &#8211; als Single 250.000 Euro<br />
und als Verheirateter 500.000 Euro Jahreseinkommen bezieht, durchaus<br />
als reich zu bezeichnen ist. Deshalb ist es auch vertretbar, dass<br />
diese hohen Einkommen stärker besteuert werden. Bei der Kapitalsteuer<br />
muss man die Summe der Belastungen für Unternehmen sehen. Sie<br />
dürfen Investitionen nicht verhindern aber große Gewinne<br />
nicht schonen.
</p>
<p>
<b>Musterknabe:</b> Wie sieht Ihre Politik der Familienförderung<br />
aus? Warum sollte ich mir bei der wirtschaftlichen Lage Kinder zulegen?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Erstens ist die Frage nur sehr<br />
persönlich zu beantworten, d.h. jeder muss aufgrund seiner<br />
Lebenssituation die eigene Entscheidung treffen. Der Staat muss<br />
aber Rahmenbedingungen schaffen, dass Familien finanziell gut dastehen,<br />
dass Betreuungsangebote in Kita und Schule dem Bedürfnissen<br />
von Familien entsprechen und natürlich müssen Familien<br />
steuerlich begünstigt werden. Wir brauchen vor allem eine Ganztagsbetreuung<br />
in Schulen.
</p>
<p>
<b>wise: </b>Herr Wowereit, Sie schreiben &quot;alle<br />
Reformen müssen sozial gerecht &#8230; sein&quot;. Ich denke, dieser<br />
Aussage würde auch ohne Zögern ein Mitglied einer anderen<br />
Partei zustimmen. Die Frage ist doch, wo man eine Trennlinie ziehen<br />
kann und muss. Wie viel Sozialstaat können wir uns leisten?<br />
Denken Sie an die Renten. Ich bin 27 Jahre alt und glaube nicht,<br />
dass ich eines Tages eine (wenn überhaupt) tragfähige<br />
Rente erhalten werde. Wie könnte man die Rentenfrage also &quot;sozial<br />
gerecht&quot; anpacken?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Eine reiche Industrienation wie<br />
die Bundesrepublik Deutschland muss Vorsorge treffen, damit Menschen<br />
im Alter nicht in Armut leben müssen und auch für den<br />
Fall der Pflege menschenwürdige Bedingungen finanziert bekommen.<br />
Deshalb müssen heute die Systeme dem demographischen Wandel<br />
angepasst werden. Das bedeutet, dass Veränderungen notwendig<br />
sind. Wer heute nicht 5 % spart, wird zukünftig nicht mehr<br />
95 % bezahlen können.
</p>
<p>
<b>S. Haber:</b> Was halten Sie von einer Grundrente?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Das Rentensystem muss sich nach<br />
den bisherigen Beiträgen richten. Falls die erworbenen Ansprüche<br />
nicht ausreichen, muss die Sozialkasse die Ergänzungen vornehmen.
</p>
<p>
<b>genosse:</b> Herr Wowereit, in meinem Ortsverein (NRW)<br />
war man sehr verärgert darüber, dass Schröder und<br />
Müntefering noch am Wahlabend Neuwahlen angekündigt haben<br />
&#8211; wovon vorher niemand etwas wusste. Die Motivation, jetzt noch<br />
mal Wahlkampf zu machen, ist dementsprechend vielerorts im Keller.<br />
Glauben Sie nicht, Schröder hätte vorher wenigstens im<br />
Parteivorstand über Neuwahlen abstimmen lassen sollen?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Es ist heute ganz schwierig, hinter<br />
verschlossenen Türen Gremien bei solchen Entscheidungen zu<br />
beteiligen. Ich glaube, dass in solch einer Situation die Partei<br />
dem Vorsitzenden und dem Kanzler so viel Vertrauen einräumen<br />
müssen, dass solch eine Frage auch ohne vorherige Beschlussfassung<br />
durch die Gremien als Weg der Öffentlichkeit präsentiert<br />
wird.
</p>
<p>
<b>Capitano:</b> Was sagen Sie zum Thema Föderalismus?<br />
Soll alles so bleiben wie es ist? Was würden Sie ändern?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Berlin tritt dafür ein, föderale<br />
Strukturen zu verändern, d.h. klare Verantwortlichkeiten zu<br />
schaffen. Wo die Kommune bessere Arbeit leisten kann, soll sie es<br />
tun. Wo es das Land tun kann, das Land und natürlich der Bund<br />
in seinen Kompetenzfeldern. Wir brauchen eine klarere Trennung der<br />
Zuständigkeiten, sonst ist die Neigung zur Blockade sehr groß.<br />
Dies kann sich die Republik nicht leisten. Ich selber bin für<br />
ein Zusammengehen von Berlin und Brandenburg, und auch andere Regionen<br />
sollten sich überlegen, ob der Zuschnitt der Bundesländer<br />
noch zeitgemäß ist.
</p>
<p>
<b>miesseler:</b> Herr Wowereit, die SPD muss langfristig<br />
auch im Bundesrat wieder Mehrheiten bekommen. Wie sehen sie die<br />
langfristige Entwicklung?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Es ist klar, dass wir unsere Stärke<br />
in der Kommunal- und Landespolitik wieder gewinnen müssen.<br />
Dementsprechend werden wir alles daran setzen, Länder wieder<br />
zurückzugewinnen.
</p>
<p>
<b>Ödipus:</b> Befürchten Sie, dass die SPD<br />
im Osten langfristig nur noch dritte Kraft sein wird? Was kann dagegen<br />
unternommen werden?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Die SPD ist eine Partei, die für<br />
ganz Deutschland da ist. Wir setzen nicht nur auf eine West- oder<br />
eine Ostkarte. Dies tun andere Partein bewusst. Wir müssen<br />
Lösungen für ganz Deutschland finden. Aber natürlich<br />
die besonderen Notwendigkeiten der Förderung in Ostdeutschland<br />
garantieren.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Ein paar Fragen zu Berlin:
</p>
<p>
<b>herbasveezer:</b> In Berlin sind die Schulen dramatisch<br />
unterbesetzt. Wie stellen sie sich die Einstellung neuer Lehrer<br />
oder die bessere Betreuung der Schüler vor?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Wir haben in diesem Schuljahr<br />
über 500 neue Lehrer eingestellt und die Betreuung ist damit<br />
sicher gestellt. Natürlich kann man mehr für Bildung fordern,<br />
aber es muss auch finanziert werden. Wir haben zum neuen Schuljahr<br />
viele auch kostenwirksame Reformen umgesetzt und werden deshalb<br />
eine verbesserte Situation in der berliner Schule in den nächsten<br />
Jahren beobachten können.
</p>
<p>
<b>groschen:</b> Werden Studiengebühren in Berlin<br />
kommen, wenn die PDS nicht mehr an der Macht ist?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Die SPD schließt sowohl<br />
auf Bundes- wie auch auf Landesebene Studiengebühren für<br />
das Erststudium aus. Aber man muss auch die Entwicklung in den anderen<br />
Bundesländern beobachten.
</p>
<p>
<b>Pythagoras:</b> Herr Bürgermeister, was hindert<br />
Sie, das Problem Bankgesellschaft offensiv anzugehen?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Wir sind das Problem offensiv<br />
angegangen, die Bank ist auf einem guten Konsolidierungskurs. Wir<br />
haben versucht, die verantwortlichen Manager sowohl zivilrechtlich<br />
wie auch strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.
</p>
<p>
<b>Pythagoras:</b> Der sozial ungerechteste Vorgang in<br />
Deutschland ist der Milliardenbetrug der Bankgesellschaft Berlin.<br />
Was haben Sie getan um das Geld wieder zurück zu holen?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Zur Zeit laufen die Strafprozesse.<br />
Wir haben mit einer Verstärkung der Staatsanwaltschaft von<br />
Anfang an versucht, die Verantwortlichen zu stellen. Juristisch<br />
sind die Verfahren nicht einfach zu führen, und wir haben leider<br />
auch schon einige Zivilprozesse verloren.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kommen wir zur internationalen Politik:
</p>
<p>
<b>acs: </b>Frau Merkel sagt auch mit der CDU hätte<br />
es keine Soldaten im Irak gegeben, glauben sie das?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Das glaube ich nicht. Sie hat<br />
in Washington deutlich gemacht, dass sie bedingungslos hinter Herrn<br />
Bushs Irakpolitik steht, und dies zeigt, dass die Entscheidung von<br />
Gerhard Schröder keine Soldaten in den Irak zu entsenden, richtig<br />
war.
</p>
<p>
<b>ProContra:</b> Was sagen Sie zu der Thematisierung<br />
der Türkei-Frage der Union?
</p>
<p>
<b>annonymus:</b> Wie stehen Sie zu einem möglichen<br />
Beitritt der Türkei zur EU? Insbesondere vor dem Hintergrund<br />
der Bevölkerungsstruktur Berlins?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Ich bin für einen Beitritt<br />
der Türkei, wenn die Aufnahmebedingungen erfüllt sind.<br />
Ich hoffe, dass keine Partei versucht, durch das Wecken von Ressentiments<br />
im Wahlkampf Stimmung gegen unsere türkischen Mitbürgerinnen<br />
und Mitbürger zu machen.
</p>
<p>
<b>Authentio:</b> Welche mittel- u. langfristigen nationalen<br />
Konsequenzen sehen Sie durch den Globalisierungs-Trend?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Globalisierung ist einerseits<br />
eine Chance, andererseits aber auch ein Risiko für nationale<br />
und lokale Interessen. Deshalb müssen gesamtstaatliche Organisationen<br />
wie die EU oder auch Weltorganisationen Mechanismen finden, um weltweite<br />
Fehlentwicklungen zu korrigieren. Insbesondere den ärmsten<br />
Ländern der Welt muss internationaler Schutz auch im ökonomischen<br />
Bereich geboten werden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal zur Türkei:
</p>
<p>
<b>JungerLiberaler:</b> Wie gehen Sie mit dem Unionsargument<br />
um, die Türkei habe eine völlig andere historische und<br />
kulturelle Entwicklung?
</p>
<p>
<b>elvy:</b> Empfinden sie es nicht so, dass die EU einfach<br />
zu groß wird durch den Türkei-Beitritt? Und dass die<br />
EU Bewohner übergangen werden? Die meisten sind doch gegen<br />
ein EU-Beitritt der Türkei.
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Ich glaube, dass es ökonomisch<br />
sinnvoll ist, aber auch für die Stabilität in Europa und<br />
in angrenzenden Regionen sehr wichtig ist, die Türkei bei ihrem<br />
Reformprozess weiterhin zu unterstützen. Wer sich die moderne<br />
Türkei von heute anschaut, der wird feststellen, dass vieles<br />
getan worden ist, aber natürlich vieles noch vor der Türkei<br />
liegt.
</p>
<p>
<b>ProContra:</b> Wann ist die EU vollständig? Im<br />
Sinne von: wie vielen Ländern.
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit: </b>Diese Frage müssen die Staaten<br />
der EU beantworten. Es ist klar, dass die Beitrittsverhandlungen,<br />
die jetzt laufen, von vielen skeptisch gesehen werden. Wichtig ist,<br />
dass die Aufnahmekriterien erfüllt werden.
</p>
<p>
<b>Roter Horst:</b> Was entgegnen Sie dem Vorwurf, Gerhard<br />
Schröder versuche beim Thema Iran eine Friedenskarte auszuspielen,<br />
obwohl eine militärische Option von keinem der Beteiligten<br />
(auch nicht von den USA) je ins Spiel gebracht wurde?
</p>
<p>
<b>Chef-Moderator:</b> Will die SPD mit Kriegsangst die<br />
Wahlen gewinnen??
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Es ist richtig, dass auch im Wahlkampf<br />
Friedensfragen thematisiert werden. Wir wissen, dass die CDU eine<br />
gänzlich andere Außenpolitik machen möchte. Es ist<br />
richtig und notwendig, dass der Bundeskanzler auch zum jetzigen<br />
Zeitpunkt die klare Position der Bundesregierung auch gegenüber<br />
unseren Bündnispartnern deutlich macht.
</p>
<p>
<b>Marcus (SPD):</b> Hallo. Wissen Sie, dass die Sozialdemokratie<br />
auf dem Demokratischen Sozialismus basiert (das steht u.a. in unserem<br />
Grundsatzprogramm)? Aber warum macht die SPD derzeit eine völlig<br />
entgegengerichtete Politik?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Reformpolitik im Rahmen der Agenda<br />
2010 ist notwendig, um soziale Sicherung auf zukünftige Generationen<br />
sicherzustellen und deshalb gibt es keine Alternative zu Reformen<br />
in sozialer Verantwortung.
</p>
<p>
<b>ruhrpott:</b> Sie wollen die besonderen Interessen<br />
Ostdeutschlands vertreten. Was ist denn dort besonders? Fahren Sie<br />
mal nach Gelsenkirchen, da gibt`s mehr Probleme als in manchen Städten<br />
in den neuen Bundesländern.
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit: </b>Es ist richtig, dass Regionen<br />
in der gesamten Republik, die strukturschwach sind, Hilfe von ihrem<br />
Land oder von der Bundesebene bekommen müssen. Aber unbestreitbar<br />
ist, dass die wirtschaftliche Situation in Ostdeutschland im Vergleich<br />
zu den alten Ländern deutlich schlechter ist. Deshalb braucht<br />
man dies nicht in Ost und West kategorisieren, sondern auch sagen,<br />
es muss dort geholfen werden, wo die Hilfe am notwendigsten ist.
</p>
<p>
<b>snudel:</b> Guten Tag &#8211; glauben Sie ernsthaft, dass<br />
sich nach den Neuwahlen etwas signifikant an der Lage Deutschlands<br />
ändern wird &#8211; obgleich welche Partei regieren wird?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Es muss sich vieles ändern,<br />
vieles ist erreicht worden, aber Deutschland muss sich weiterhin<br />
modernisieren. Sonst werden wir im internationalen Wettbewerb nicht<br />
mithalten können.
</p>
<p>
<b>BK:</b> Mal ehrlich: Wie viel Jahre geben Sie Deutschland<br />
noch, bevor uns die sozialen Lasten zusammenbrechen lassen? Immerhin<br />
können wir nicht endlos Schulden machen wie die USA.
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Wenn wir nichts tun, wird sich<br />
relativ deutlich zeigen, dass der Staat nicht mehr das leisten kann,<br />
was notwendig ist. Heute ist noch die Chance da, durch Veränderungen<br />
die Vorsorge zu treffen. Aber man muss es konsequent tun.
</p>
<p>
<b>Agamemna:</b> Glauben sie, dass es mit der Union an<br />
der Spitze Deutschland eine solch starke transatlantische Annäherung<br />
gibt, dass das zu Lasten der deutschen (französischen) EU-Politik<br />
geht?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Ich glaube, dass Deutschland gut<br />
beraten ist, das gute Verhältnis zu unseren direkten Nachbarn<br />
weiter zu pflegen. Dazu gehört natürlich Frankreich, aber<br />
auch Polen.
</p>
<p>
<b>groschen:</b> Was sagen Sie dazu, dass die Umweltpolitik<br />
im Wahlkampf der SPD so vernachlässigt wird? Sind der Atomausstieg<br />
oder die Verbraucherschutzpolitik nur Themen, die wir den Grünen<br />
zu verdanken haben ?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Nein, die SPD hat in ihrer Regierungsverantwortung<br />
klare Antworten zum Atomausstieg geben. Es ist aber immer schwierig,<br />
alle politischen Themen in die öffentliche Diskussion einzubringen.<br />
Gerade im Umwelt- oder Verbraucherschutz gibt es deutliche Unterschiede<br />
zur CDU/CSU, und die müssen im Wahlkampf heraus gestellt werden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die Zeit ist fast um. Eine letzte Frage:
</p>
<p>
<b>Pille90:</b> Schließen sie auch wie unser Bundeskanzler<br />
Gerhardt Schröder ein Linksbündnis auf jeden Fall aus<br />
?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Dies schließe ich für<br />
die nächste Legislaturperiode auf jeden Fall aus.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Und danach?
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Ich will die Wählerinnen<br />
und Wähler, die heute den Linkspopulisten folgen, wieder zurückgewinnen.<br />
Dies ist die Aufgabe für die nächsten Jahre.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Unsere Zeit ist bereits um. Vielen<br />
Dank an alle User für das große Interesse. Etliche Fragen<br />
sind leider unbeantwortet geblieben. Vielen Dank, Herr Wowereit,<br />
dass Sie sich Zeit für den Chat genommen haben. Das Transkript<br />
dieses Chats finden Sie in Kürze auf den Seiten der Veranstalter.<br />
Den nächsten Chat gibt es am Dienstag, den 6. September. Von<br />
13.00 bis 14.00 Uhr wird Grünen-Chef Reinhard Bütikofer<br />
auf Ihre Fragen antworten.
</p>
<p>
<b>Klaus Wowereit:</b> Vielen Dank für die vielen<br />
interessanten Fragen und hoffe auf weiterhin so viel Interesse an<br />
der Politik.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Zur Zeit kämpfen wir um jede Stimme&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jul 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhauswahl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<img src="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/images/kwowereit3.JPG" alt="Klaus Wowereit beim poldi-Chat" align="left" height="234" width="175" /> 
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> 
</span>
</p>
<p align="left">
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Chat mit Klaus Wowereit (SPD), regierender Bürgermeister 
Berlins über die Zukunft der Hauptstadt</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/images/kwowereit3.JPG" alt="Klaus Wowereit beim poldi-Chat" align="left" height="234" width="175" /><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
</span>
</p>
<p align="left">
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Chat mit Klaus Wowereit (SPD), regierender Bürgermeister<br />
Berlins über die Zukunft der Hauptstadt</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b> Hallo liebe Chatter und Chatterinnen! Herzlich willkommen<br />
beim Chat von berlin.de und politik-digital. Heute sind wir zu Gast bei Klaus<br />
Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin im Roten Rathaus. Wir sitzen<br />
im Amtszimmer des Regierenden und freuen uns auf spannende 60 Minuten. Sind<br />
Sie bereit, Herr Wowereit?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> ja<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator:</b> Hier sind bereits einige Fragen aufgelaufen, ich schlage<br />
vor, wir steigen gleich ein &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Claudia2: </b> Herr Wowereit: Was am Amt des &quot;Regierenden&quot; ist ganz anders,<br />
als Sie es sich vorgestellt haben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Ich habe noch weniger Zeit als vorher.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>sissi</b>:Wie läuft der Wahlkampf?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Für die SPD sehr gut.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>RolfHerrmann: </b> Werden Sie, falls die Wahlen es so ergeben, mit der<br />
PDS koalieren?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Ich möchte keine Koalition mit der PDS, kann sie aber<br />
nicht ausschließen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>gutso: </b> Machen Ihnen die persönlichen Angriffe der CDU auf Sie und<br />
Ihre Parteifreunde zu schaffen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Diese Art von Angriffen schaden insgesamt der Politik.<br />
Aber sie richten sich gegen die CDU selbst<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b> Noch eine Frage zur PDS:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>papperlapapp: </b> Was halten Sie &#8211; politisch &#8211; von Herrn Gysi?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Herr Gysi ist für jede Talk-Show ein Gewinn. Sein Problem<br />
ist, daß er so tut, als habe er mit der PDS nichts zu tun.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Und hier eine weitere Nachfrage zu Ihrem Vorgänger&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>RolfHerrmann: </b> Was ist Ihr größter Vorwurf an Diepgen? Und was, meinen<br />
Sie, ist sein größter Verdienst?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Ich glaube, dass Hr. Diepgen nur noch die Probleme<br />
ausgesessen hat. Wichtige Entscheidungen sind nicht getroffen worden. Verdienste<br />
hat er auch.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> welche denn?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Muß ich zu lange überlegen.<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/images/kwowereit4.JPG" alt="Wowereit: &quot;Muß ich zu lange überlegen.&quot;" align="right" height="159" width="225" /><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Helmut 41: </b> Alle reden vom Sparen. Viele reden von Visionen. Wie paßt<br />
beides sinnvoll zusammen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Wir müssen das eine tun, ohne das andere zu lassen.<br />
Zukunftsfähigkeit geht nur mit soliden Finanzen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>alexander: </b> Wann wird es endlich Klarheit über die Zukunft der Bankgesellschaft<br />
geben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Wir sind zur Zeit in Verhandlungen mit möglichen Partnern<br />
zur Lösung der Bankenkrise. Ich hoffe, dass wir bereits zur Hauptversammlung<br />
positive Signale geben können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Hugo: </b> Herr Wowereit sagen sie mir bitte, wie sie zur inneren Sicherheit<br />
der Stadt stehen. Genau zu den Berliner Polizeibeamten, bitte ehrliche Antwort.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Die innere Sicherheit ist für uns sehr wichtig. Wir<br />
brauchen eine gut ausgebildete und ausgestattete Polizei. Dies ist unverzichtbar.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Wir machen einen kleinen Ritt durch die verschiedenen Politikfelder,<br />
die hier anstehen &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>gutso: </b> Sie wollen in der Bildungspolitik nicht sparen. Werden Sie<br />
das bei den Finanzproblemen durchhalten können?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Das muss durchgehalten werden. Investitionen in die<br />
Bildung sind Zukunftsinvestitionen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Medienpolitik..<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rene: </b> Wünschen Sie eine Fusion der Sendeanstalten SFB + ORB? Wenn unter<br />
welcher Regie?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Die Fusion ist notwendig. Die Regie muß gemeinsam erfolgen.<br />
Ein Sender &#8211; eine Strategie.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Länderpolitik.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>bundeskanzler: </b> Was halten Sie von der Fusion Berlin-Brandenburg?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Sehr wichtig. Berlin gehört zu Brandenburg. Deshalb<br />
Fusion in 2009.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> ÖPNV&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>larry: </b> Fusion S-Bahn und BVG, warum wollen sie nicht die Arbeitnehmervertretungen<br />
beteiligen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Selbstverständlich werden die Gewerkschaften und die<br />
Personalräte einbezogen. Ohne die Mitarbeiter kann es nicht laufen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Steuerpolitik&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>M Albrecht: </b> Was werden Sie tun, um das Steueraufkommen des Landes<br />
Berlins zu verbessern?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Steuergerechtigkeit ist sehr wichtig. Aber zuerst die<br />
Ansiedlung neuer Unternehmen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>WolfgangPietsch: </b> Herr Regierender Bürgermeister, sind die Ansiedlungen<br />
von Universal und Liberty Media schon in trockenen Tüchern ? Haben Sie laufende<br />
Kontakte zu diesen Unternehmen ? Stimmt es, daß Universal 500 Mitabeiter in<br />
Berlin plant ? Wieviele bringen die mit und wieviele neue Stellen wird es geben<br />
?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Universal kommt nach Berlin. Da ist sicher. Ich bin<br />
in engem Kontakt mit Hr. Renner. Tatsächlich kommen 500 Arbeitsplätze nach Berlin.<br />
Weitere werden indirekt geschaffen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b> Moderator:</b> Bezirkspolitik&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Melissa: </b> Wie stehen Sie zu der durchgeführten Bezirksfusion?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Die Fusion ist notwendig. Wo Verwaltung sich selbst<br />
verwaltet, muß neu strukturiert werden. Dies spart viel Geld, ohne den Bürger<br />
zu belasten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Familienpolitik &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>MarionH : </b> Einstellungs- und Mittelsperre in den Kindertagesstätten,<br />
warum? Und warum gilt dieses nicht auch für die Schulen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Für die Kita`s und Schulen gibt es keine Sperre. In<br />
den Kitas können Überhangkräfte eingesetzt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>diebrandenburger: </b> Sportpolitik &#8211; wie aktuell ist für Sie eine Berliner<br />
Olympiabewerbung?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Diese Frage habe ich gerade mit dem Landessportbund<br />
besprochen. Wenn wir eine Chance haben, dann sollten wir uns im Jahre 2016 bewerben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Kontakt zur Bundespolitik&#8230;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>RolfHerrmann: </b> Wird der Kanzler jetzt eher mehr für das Land Berlin<br />
&quot;springen&quot; lassen (weil auch SPD)?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Ein guter Kontakt zur Bundesregierung kann nie schaden.<br />
Der Kanzler hat aber auch schon meinem Vorgänger geholfen. Es darf aber ruhig<br />
etwas mehr sein.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Fun-Politik/Tourismus/Umweltschutz&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>papperlapapp: </b> Wat iss nu, mit die LoveParade? Hat man sich heute auf<br />
etwas einigen können, und wenn ja, auf was?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Der Senat will die Love-Parade in Berlin halten. Wir<br />
werden mit den Veranstaltern demnächst konkrete Verhandlungen aufnehmen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Kulturpolitik &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>jaybee: </b> Herr Wowereit, wann wird eines der drei Opernhäuser geschlossen??<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Nie!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Können wir sie damit zitieren?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Das habe ich schon in der Regierungserklärung gesagt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>gutso:</b> Sie haben einen Berlin-Pakt vorgeschlagen. Gibt es da schon Reaktionen<br />
von der Bundesregierung?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Ja. Positive Reaktionen von Bund und Ländern. Wir müssen<br />
aber noch viel Überzeugungsarbeit leisten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Finanz- und Haushaltspolitik &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Heino: </b> Was wollen Sie zur Reduzierung der &quot;Schulden&quot; bzw. der Vermeidung<br />
einer weiteren Neuverschuldung konkret unternehmen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Wir<br />
müssen den öffentlichen Bereich umstrukturieren. Ineffiziente Verwaltungsstrukturen<br />
verändern und uns auf das konzentrieren, was wesentlich ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>NisbleFan: </b> Reicht Ihnen der Rücktritt des Schmutzschmeisers Ingo Schmidt?<br />
Oder wollen sie mehr von der CDU wegen der Beleidigung sehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Es ist gut, daß Herr Schmidt zurückgetreten wurde.<br />
Die CDU schadet sich selbst.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Noch eine Nachfrage zur Kultur &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b> herrschmidt:</b> Wie steht es mit der Schließung des &quot;Theater des Westens&quot;<br />
?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Das Theater des Westens ist hoch verschuldet. Dies<br />
tut mir leid. Die letzte Aufführung war eine Katastrophe. 20 Mio. Zuschuß für<br />
schlechte Qualität ist zuviel.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Ost-West<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Melissa: </b> Wie erklären Sie sich die immer noch bestehende Kluft zwischen<br />
Ost und West?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Wir müssen die Mauer in den Köpfen beseitigen. Auch<br />
heute noch gibt es reine Ost- und reine Westkontakte. Wir müssen mehr miteinander<br />
reden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Karl: </b> Wie schaffen Sie es, Ost- und West-Berlin näher zusammen zu<br />
bringen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Berlin darf in seinen Entscheidungen nur noch nach<br />
Prioritäten entscheiden. Diese können im Osten, aber auch imWesten liegen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Jones: </b> Wann werden Beschäftigte in Ost- und West-Berlin nicht mehr<br />
nach ihrer Herkunft, für die gleiche Arbeit bezahlt? Lohn- u. Gehaltssenkungen<br />
auf Westeinkommen??? als Sparmaßnahme 🙂<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Berlin hat bei den Angestellten und Arbeitern des öffentlichen<br />
Dienstes die Lohnangleichung vorgenommen. Die Beamten bekommen noch unterschiedliche<br />
Gehälter. Dies ist eine Bundeszuständigkeit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Mercy: </b> Herr Wowereit, nach den neuesten Umfrageergebnissen bringt<br />
eine Rot-Grüne Koalition nicht die notwendige Mehrheit in Berlin. Wird es dann<br />
eine Rot-Rote Koalition, entgegen dem Wählerwillen, geben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Zur Zeit kämpfen wir um jede Stimme. Deshalb noch abwarten.<br />
Es gibt auch die Möglichkeit einer Ampelkoalition.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>RolfHerrmann: </b> Ihr Tipp für die SPD bei der Wahl? Ihr Tipp, welche<br />
Koalition es geben wird?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Eine Koaliton, die bereit ist, die Probleme der Stadt<br />
zu lösen<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>gutso: </b> Thema Wirtschaftsansiedlung: Gibt es Möglichkeiten, das noch<br />
einfacher zu machen für Firmen, die sich hier ansiedeln wollen? Eine Anlaufstelle<br />
zum Beispiel, die alles regeln kann?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Wir müssen die verschiedenen Bereiche der Wirtschaftsförderung<br />
konzentrieren. Es gibt zur Zeit zu viele Zuständigkeiten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Hier sind viele Fragen zu folgendem Thema eingegangen:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>diebrandenburger: </b> Wie bewerten Sie die Haltung einiger &quot;Südstaatler&quot;<br />
zur Homoehe?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Nachdem das Bundesverfassungsgericht entschieden hat,<br />
sollten sich alle Länder an das Gesetz halten und keine Tricksereien machen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> jetzt kommt eine persönlichere Frage &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>herrschmidt: </b> Warum haben Sie sich öffentlich geouted? Hat man sie<br />
gedrängt? Und lebt es sich jetzt leichter?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Ich habe es nicht nötig, meine persönliche Lebensführung<br />
durch die Schlammschlachten des Wahlkampfes ziehen zu lassen. Jetz kann man<br />
über Inhalte diskutieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Ein journalistischer Trick ist, die gleiche Frage zweimal,<br />
nur anders formuliert zu stellen :<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>papperlapapp: </b> Wie war das mit Ihrem Outing bezüglich Ihrer sexuellen<br />
Orientierung: Eher ausgelöst, durch bereits hier und da gestreute Vermutungen<br />
anderer, oder sahen Sie &#8211; völlig unabhängig davon &#8211; einfach die Zeit für ein<br />
Outing gekommen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Es war klar, das bestimmte Medien eine Kampagne vorbereitet<br />
hatten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Rene: </b> Werden Sie beim kommenden CSD auf einem Wagen mitfahren? <b>KlausWowereit:<br />
</b> Auf dem Wagen sicher nicht. Aber bestimmt werde ich an der Abschlußkundgebung<br />
teilnehmen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>DavidJost: </b> Sehr geehrter HerrWowereit! Wie stehen Sie in Ihrer Funktion,<br />
als regierender Bürgermeister, zu der geplanten Schliessung der Abteilung für<br />
Infektionskrankheiten mit Hiv-Schwerpunkte des Krankenhauses Prenzlauer Berg,<br />
sowie zu der Schliessung der Hiv-Tagesklinik (mit rund 400 Patienten), sowie<br />
zu der Schliessung der Notaufnahmen des Krankenhauses Prenzlauer Berg und des<br />
Auguste-Viktoria-Krankenhauses?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Die Arbeit des neuen Krankenhausbetriebes muß von der<br />
Politik inhaltlich überprüft werden. Betriebswirtschaftliche Überlegungen sind<br />
nicht alles. Die Notaufnahme von HIV-Patienten muß auf jeden Fall sichergestellt<br />
werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b> Arbeitsmarktpolitik&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>missC: </b> Herr Wowereit, wie würden Sie den Stellenmarkt in Zukunft für<br />
Berlin beurteilen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen. Im industriellen<br />
Bereich werden wir Bestandssicherung vornehmen müssen. Wir haben Chancen bei<br />
Medien, Film, New Economy, Bio.Tech, Forschung usw.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Paule: </b> Gehen Sie davon aus, dass zukünftig Vollbeschäftigung überhaupt<br />
erreicht werden kann?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Dies wird sehr schwer. Wir werden alles tun, damit<br />
vor allen Dingen junge Menschen einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz bekommen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>M Albrecht: </b> Wie sieht es mit den Low-Tech-Jobs aus, die zumindest in<br />
einigen Bezirken wegen mangelnder Qualifizierung dringend gebraucht werden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Wir sind zu weiten Teilen eine Dienstleistungsgesellschaft.<br />
Dies bedeutet auch, daß es Arbeitsplätze im unteren Lohnniveau geben wird. Ein<br />
auskömmliches Einkommen muß aber sichergestellt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>M Albrecht: </b> Herr Wowereit, wie stehen Sie zu der Verknüpfung von Sozialämtern<br />
und den Arbeitsämtern?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Sehr wichtig. Wir wollen Sozialhilfe als Hilfe zur<br />
Selbsthilfe verstehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Wissenschaftspolitik&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Martin: </b> Die Universitäten leiden unter akuter Geldknappheit. Paßt<br />
es zu einer Weltmetropole, die Bildung so verhungern zu lassen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Nein. Deshalb haben wir die Hochschulverträge abgeschlossen.<br />
Für die Universitäten und Fachhochschulen bedeutet dies eine Verbesserung um<br />
159 Mio DM. Weitere Schritte müssen folgen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Haben Sie schon konkrete Vorstellungen, welche Schritte<br />
die nächsten sein müssen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Eine Reform der Studienordnung. Mehr Bachelor und Master-Studiengänge.<br />
Beamtenrecht für die Professoren verändern usw.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> New Media-Politik:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>RolfHerrmann: </b> Wann wird mehr Kraft darin investiert, Berlin auch zur<br />
Internet-Hauptstadt zu machen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Wir müssen vor allen Dingen Star-ups unterstützen.<br />
Z.B. durch preiswerte Gewerberäume.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>frankPajonk: </b> Thema Wohnungsbau: Seit ewigen Zeiten suche ich eine<br />
Wohnung im Kiez &#8211; keine Chance nur über WBS ! Ist das nicht längst überholt<br />
? Es schadet der Mischung in Wohnbezirken..<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> WBS haben sich überlebt. Wir wollen auch die Fehlbelegungsabgabe<br />
abschaffen. Der Mietermarkt ist zur Zeit günstig.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Noch ein paar weniger politische Fragen &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Birte: </b> Waren Sie eigentlich seelisch auf diesen Quantensprung in Ihrer<br />
Karriere vorbereitet? Wie kommt man mit so etwas klar, wenn es passiert?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Vorbereitet war ich nicht. Wichtig ist, daß man Freunde<br />
und Verwandte hat, die einen auf den Boden der Realitäten gegebenenfalls zurückholen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>staff: </b> Guten Tag, für welchen Fußballclub schlägt ihr Herz in Berlin?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Hertha!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Claudia2: </b> Ärgern Sie sich noch über die Schlagzeilen zum Beispiel<br />
von der B.Z., die Sie und den Übergangs-Senat betreffen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Ja, aber nicht sehr.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>DrHesselmann: </b> Haben Sie in ihrem derzeitigen Amt eigentlich noch Zeit<br />
für private Angelegenheiten, z.B. Hobbies, usw.?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Sehr wenig, aber ich hoffe, dass noch besser wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>M Albrecht: </b> Wer sind ihre politischen Vorbilder?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Willy Brandt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Paule: </b> Wie berücksichtigen Sie in Ihrer persönlichen Lebensführung<br />
Anliegen von Umweltschutz und einer fairen Entwicklung des Südens?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema für unsere weitere<br />
Lebensgestaltung. Wir müssen in allen Bereichen uns engagieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Wir sind auch schon am Ende der 60 Minuten; hier die letzte<br />
Frage&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Rene </b> : Was würden Sie machen, wenn Sie einmal König von Deutschland<br />
wären?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Schlagersänger werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Moderator: </b> Vielen Dank an alle Beteiligten und besonders an Sie, Herr<br />
Wowereit im Namen von berlin.de un dpolitik-digital.de. Wir hatten heute wahrlich<br />
rekordverdächtige Zugriffszahlen trotz des Wetters &#8230; Sie locken die Menschen<br />
also offenbar vom Grill weg ;-)Wir freuen uns, dass Sie hier Ihren Chat-Einstand<br />
mit uns gefeiert haben und bedanken uns bei den vielen Fragern draussen in der<br />
Stadt!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>KlausWowereit: </b> Jetzt ist es aber Zeit wieder raus zu gehen. Viel Spaß<br />
im Biergarten!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>g298618: </b> prost klaus 🙂<br />
</span></p>
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