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	<title>Köln &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Köln &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Deine Stadt &#8211; Dein Geld</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 14:15:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalfinanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Gütersloh]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/2010/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/buergerhaushalt01.png" height="60" width="440" /></a><span style="color: #ffffff"> <br />
</span>Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) unterstützt Kommunen bei der Realisierung von konsultativen Beteiligungsverfahren. Die Forscher entwickelten dazu eine Internet-Plattform, mit der Bürger in Haushaltsplanungen einbezogen werden können. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/2010/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/buergerhaushalt01.png" height="60" width="440" /></a><span style="color: #ffffff"> <br />
</span>Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) unterstützt Kommunen bei der Realisierung von konsultativen Beteiligungsverfahren. Die Forscher entwickelten dazu eine Internet-Plattform, mit der Bürger in Haushaltsplanungen einbezogen werden können. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Das Projekt des IAIS wurde erstmals <a href="http://www.iais.fraunhofer.de/fileadmin/images/pics/Abteilungen/KD/Downloads/eGovernmentComputing_Koeln.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Herbst 2007</a> in der <a href="http://www.koelnagenda.de/buergerhaushalt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stadt Köln</a> erfolgreich <a href="http://www.kommune21.de/meldung_10131" target="_blank" rel="noopener noreferrer">umgesetzt</a>. Der Projektfilm &quot;<a href="http://www.iais.fraunhofer.de/fileadmin/user_upload/Abteilungen/MP/videos/DSDG.flv" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deine Stadt – Dein Geld</a>&quot; dokumentiert <a href="http://www.stadt-koeln.de/1/stadtfinanzen/buergerhaushalt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese Art</a> der E-Partizipation durch die Bürger. Mittlerweile hat auch die Gemeinde Gütersloh das Projekt des IAIS für sich entdeckt. Gemeinsam mit <a href="http://www.zebralog.de/buergerhaushalt_guetersloh" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zebralog</a> wurde die interaktive Plattform &quot;<a href="https://www.buergerhaushalt.guetersloh.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerhaushalt Gütersloh</a>&quot; ins Leben gerufen.
</p>
<p align="center">
<a href="/wp-content/uploads/buergerhaushalt02.png" class="colorbox"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/buergerhaushalt02.png" title="Bürgerhaushalt in Gütersloh" alt="Bürgerhaushalt in Gütersloh" height="157" width="250" /></a>
</p>
<p align="center">
<strong>(Bitte zum Vergrößern auf das Bild klicken)</strong>
</p>
<p>
Dort reichten zwischen dem 26.11. und 22.12.2010 insgesamt 1664 Teilnehmer mehr als 300 Vorschläge zum städtischen Haushalt ein und bewerteten diese. Ziel war die Erreichung eines ausgeglichenen Haushalts ohne Defizit. Die Gütersloher Bürgerinitiative &quot;<a href="http://www.demokratie-wagen.org/artikel/warum_einen_buergerhaushalt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Demokratie wagen!</a>&quot; war maßgeblich (u.a. durch eigene Anträge)  am Bürgerhaushalt beteiligt, der vergangenen Freitag vom Stadtrat <a href="http://www.demokratie-wagen.org/presse/kein_konsens_beim_haushalt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beschlossen</a> wurde. Bei der Sitzung gab es auch eine kritische Auseinandersetzung der Parteien mit dieser Art der Bürgerbeteiligung, die von einer grundsätzlichen Ablehnung bis zur Verbesserung des Verfahrens reichte. Die dort gefassten Beschlüsse werden in den kommenden Wochen <a href="https://www.buergerhaushalt.guetersloh.de/inhalt/erreichte-summen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> eingepflegt werden. Auf der Webseite <a href="http://www.buergerhaushalt.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.buergerhaushalt.org</a> findet sich eine gute Übersicht vergleichbarer Projekte. </p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Online-Kataster für Kölns fieseste Ecken</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-kataster-fuer-koelns-fieseste-ecken-4082/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 11:14:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Citizen Media]]></category>
		<category><![CDATA[interaktiver Stadtplan]]></category>
		<category><![CDATA[unortkataster.de]]></category>
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					<description><![CDATA[Unortkataster.de zeigt Köln von seiner hässlichsten Seite. Auf dem interaktiven Stadtplan können die Bewohner der Metropole am Rhein ihre persönlichen Unorte markieren. Neben unbenutzbaren Fahrradwegen, nervigen Bimmelbahnen und Hundekot im Eingangsbereich vor dem Waldbad, fanden die Kölner bereits 297 weitere Schandflecken. 
<p>
&#160;
</p>
<p>
<img src="/sites/politik-digital.de/files/Screenshot_Unortkataster_0.jpg" alt="Screenshot Unortkataster" width="326" height="200" /> 
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unortkataster.de zeigt Köln von seiner hässlichsten Seite. Auf dem interaktiven Stadtplan können die Bewohner der Metropole am Rhein ihre persönlichen Unorte markieren. Neben unbenutzbaren Fahrradwegen, nervigen Bimmelbahnen und Hundekot im Eingangsbereich vor dem Waldbad, fanden die Kölner bereits 297 weitere Schandflecken. </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/Screenshot_Unortkataster_0.jpg" alt="Screenshot Unortkataster" width="326" height="200" />
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
Hinter <a href="http://www.unortkataster.de/">Unortkataster.de</a> stecken die Initiative Leitbild Köln2020 und die Kunsthochschule für Medien Köln. Realisiert wird die interaktive Beschwerde-Plattform auch vom EU Forschungsprojekt Citizen Media. Selbsterklärtes Ziel der Seite ist, dass sich Kölner als „Benutzer/innen der Stadt“ aktiv mit der Entwickelung des Stadtbildes auseinander setzen.
</p>
<p>
Engagierte Bürger können vorgeschlagene Unorte bewerten und kommentieren. Momentaner Spitzenreiter unter den schaurigsten Flecken Kölns ist der U-Bahnhof Wiener Platz. Diese Gegend gehört laut besorgtem Anwohner  zu den „bestausgestattesten in Köln. Was Taubenkot und schlechte Graffiti angeht“.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kölner Bürgerhaushalt ausgezeichnet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/koelner-buergerhaushalt-ausgezeichnet-3901/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2008 13:10:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Preis]]></category>
		<category><![CDATA[Preisverleihung]]></category>
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		<category><![CDATA[Bürgerhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[UN Public Service Award]]></category>
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					<description><![CDATA[Der <a href="https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerhaushalt der Stadt Köln</a> hat es unter die sechs Finalisten des &#34;<a href="http://www.unpan.org/DPADM/UNPublicServiceDayAwards/UNPublicServiceDayAwards/tabid/566/Default.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UN Public Service Award</a>&#34; geschafft. Damit erhält die Stadt bei der Preisverleihung am 23. Juni in New York eine Anerkennungsurkunde. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerhaushalt der Stadt Köln</a> hat es unter die sechs Finalisten des &quot;<a href="http://www.unpan.org/DPADM/UNPublicServiceDayAwards/UNPublicServiceDayAwards/tabid/566/Default.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UN Public Service Award</a>&quot; geschafft. Damit erhält die Stadt bei der Preisverleihung am 23. Juni in New York eine Anerkennungsurkunde. <!--break--></p>
<p>
In New York ehren die Vereinten Nationen zwölf öffentliche Institutionen mit dem Preis für die besten Serviceleistungen; sechs weitere Finalisten können sich über eine Ehrenurkunde freuen. Diese Urkunde erhält die Stadt Köln in der Kategorie &quot;Förderung und Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen durch innovative Mechanismen&quot; für den Bereich Europa und Nordamerika. Den Preis in dieser Kategorie bekommt die <a href="http://www.gencat.net/index_eng.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Generalitat de Catalunya</a>, die eine Hauptabteilung für Bürgerbeteiligung eingerichtet hat.
</p>
<p>
Auf der Bürgerhaushalts-Plattform konnten Kölner Einwohner vom 22. Oktober bis zum 19. November 2007 beraten, wofür die Stadt ihr Geld ausgegeben soll &#8211; und wo sie besser sparen sollte. Mehr als 10.000 Teilnehmer diskutierten mit. Für die Durchführung und die Moderation des Forums war <a href="http://www.zebralog.de/de/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zebralog</a>, Anbieter für medienübergreifende Dialoge aus Berlin, verantwortlich.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„Polizeiarbeit könnte viele Blogs füllen&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/polizeiarbeit-koennte-viele-blogs-fuellen-3605/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Karl]]></category>
		<category><![CDATA[Polizist]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 18. September, war der bloggende Polizist Guido Karl zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er erklärte, wie sich
die Polizei im Internet darstellt und welche Impulse sie von internationalen Websites übernehmen könnte.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 18. September, war der bloggende Polizist Guido Karl zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er erklärte, wie sich<br />
die Polizei im Internet darstellt und welche Impulse sie von internationalen Websites übernehmen könnte.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich willkommen bei der<br />
Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten.<br />
Heute ist der bloggende Polizist Guido Karl unser Gast. Ab 16 Uhr<br />
wird er hier mit Ihnen chatten. Ihre Fragen können Sie jetzt<br />
schon stellen, wir Moderatoren sammeln sie hier, nichts geht verloren.<br />
<br />
Jetzt ist es vier und los geht&#8217;s. Können wir beginnen, Herr<br />
Karl?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Gerne
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ABlogs/guido_karl.jpg" alt="Guido Karl" height="120" width="85" /><br />
<i>Guido Karl</i><br />
<i>bloggender Polizist auf k11.de/blog</i>
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Unsere Nutzer konnten bereits im Vorfeld<br />
Fragen stellen und darüber abstimmen, welche Fragen heute den<br />
Chat eröffnen sollen. Und hier ist die erste:
</p>
<p>
<b>Peter: </b>Wie reagieren die Kollegen auf den Blog?<br />
Kommen da schon mal blöde Sprüche? </p>
<p><b>Guido Karl:</b> Nein, blöde Sprüche kommen<br />
nicht, die Nutzung neuer Medien und Wege ist zwar nicht allen Kollegen<br />
so vertraut, trotzdem stehen meine Kollegen dem positiv gegenüber.</p>
<p><b>Moderator:</b> Ganz allgemein gefragt:</p>
<p><b>carol:</b> Wie kommt man als Polizist eigentlich zum<br />
Bloggen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Durch meinen Besuch des ersten Barcamps<br />
in Köln (2006) und den engeren Kontakt zu Bloggern und Internetnutzern.<br />
Das war für mich der Start.</p>
<p><b>SherlockHolmes:</b> Ist der Durchschnittspolizist nicht<br />
noch recht unbeholfen, was das Internet jenseits von Google und<br />
E-Mail angeht?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> 🙂 Polizei ist ein Querschnitt der<br />
Gesellschaft. Und dort gibt es eben wie in allen anderen Bereichen<br />
moderat engagierte Internetnutzer und Internetjunkies. </p>
<p><b>Riese:</b> Auf Ihrem Blog schrieben Sie davon, auch<br />
mit Vorurteilen gegenüber der Polizei aufräumen zu wollen.<br />
Was für Vorurteile sind Ihnen denn schon begegnet?</p>
<p><b>Guido Karl: </b>Polizei unternimmt nichts im Internet,<br />
Polizei ist nicht qualifiziert genug, Polizei reagiert nur und agiert<br />
nicht&#8230;das sind einige Beispiele gängiger Vorurteile gegenüber<br />
Polizei und Internet.</p>
<p><b>Moderator:</b> Und wie versuchen Sie dann, diese zu<br />
widerlegen?<br />
Guido Karl: Durch Aufklärung, Gespräche auf Barcamps und<br />
anderen Veranstaltungen wie z.B. Pl0gbar.</p>
<p><b>Kevin:</b> Welcher Blogeintrag hat bisher die meisten<br />
Reaktionen hervorgerufen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Themen rund um den Bundestrojaner sind<br />
natürlich auf der Hypewelle ganz oben, aber auch auf die präventiven<br />
Videos habe ich viele Rückmeldungen bekommen. Das, was in der<br />
Presse aktuell diskutiert wird und die Menschen selber betrifft.</p>
<p><b>Moderator: </b>Stichwort Bundestrojaner: Wie stehen<br />
Sie als Polizist zu den Plänen von Wolfgang Schäuble zu<br />
Online-Durchsuchungen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Wer sich an geltendes Recht hält,<br />
braucht auch keine Angst vor Maßnahmen von Ermittlungsbehörden<br />
zu haben, egal ob offline oder online. Es ist ja nicht so, als würden<br />
jetzt auf einmal alle in Deutschland befindlichen Internetrechner<br />
überwacht. Ich denke, die öffentliche Diskussion wird<br />
gerade bei dem Thema überbewertet.</p>
<p><b>bla: </b>Wie intensiv beobachten Sie die Blogosphäre?<br />
Was gefällt Ihnen da, was weniger?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Ich habe circa 15 Blogs, die ich regelmäßig<br />
lese. Von sehr bunten Blogs wie Saftblog oder pl0g bis hin zu den<br />
einschlägigen Lawblogs. Mir gefällt Qualität, aber<br />
auch schon mal ausgefallene Themen. Die Mainstreamblogs sind nicht<br />
so mein Ding.</p>
<p><b>kr:</b> Was für Reaktionen kommen denn von anderen<br />
Bloggern auf einen Polizeiblog?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Erstaunen, gelassene Beobachtung bis<br />
hin zu „Brauchen wir nicht“ &#8211; mit all diesen Reaktionen<br />
kann ich gut leben. Ich lese ja auch nicht jeden neuen Blog.</p>
<p><b>Kruse:</b> Wie viel dürfen Sie eigentlich im Blog<br />
verraten und welche Inhalte haben dort gar nichts verloren?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Die Frage könnte auch lauten „hat<br />
die Polizei eine Blogging-Policy?“ &#8211; Nein, haben wir nicht.<br />
Für Polizei regeln Gesetze wie das Landesbeamtengesetz Rechte<br />
und Pflichten und man kann ziemlich klare Grenzen ziehen. Sachverhalte<br />
mit personenbezogenen Daten würde ich niemals veröffentlichen.<br />
Keiner möchte ja gerne seinen Namen in einem vielleicht negativen<br />
Zusammenhang in einem Blog lesen.</p>
<p><b>Hausmeister:</b> Es gibt ja auch einen Polizeiblogger<br />
&#8211; Steel &#8211; der Notrufprotokolle anonymisiert veröffentlicht.<br />
Was halten Sie davon?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Steel beschreibt Polizei, wie sie ist<br />
und was für Anrufe bei einer Leitstelle der Polizei (über<br />
110) so ankommen. Das zeigt, dass man Content nicht erfinden muss,<br />
Polizei hätte unendlich viel Content um viele Blogs zu füllen.<br />
Contentsuchende werden hier fündig: <a href="http://www1.polizei-nrw.de/presseportal" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www1.polizei-nrw.de/presseportal</a>.<br />
Da gibt es ungefähr 300 echte Meldungen pro Tag aus ganz NRW.<br />
Ein Riesenblog eigentlich.</p>
<p><b>Henryk:</b> Was halten Sie denn von polizeilichen Pseudo-Innenansichten<br />
im TV wie „Toto und Harry“?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Toto und Harry sind zwei Kollegen aus<br />
Bochum, die ich bereits persönlich kennen gelernt habe und<br />
schätze. Und was als „Pseudo“ abgetan wird, ist<br />
in den meisten Fällen real. Pseudo sind die meisten anderen<br />
Polizeiserien im Fernsehen, die ich allesamt NICHT schaue, weil<br />
diese weit von dem, was man als real bezeichnen kann, entfernt sind.</p>
<p><b>camper:</b> Worauf bezieht sich der Blogname k11?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Das ist keine Abkürzung. Als ich<br />
vor vielen Jahren eine Domain für mich registrieren wollte,<br />
waren die gängigen Namen belegt und k11 war mal ein Teil meines<br />
Autokennzeichens. Diese Domain habe ich schon seit vielen Jahren<br />
registriert (lange vor der gleichnamigen TV Serie).<br />
<b><br />
stammleser:</b> Warum bist du mit deinem Blog eigentlich umgezogen?<br />
Und wie kann man sich deine alten Beiträge noch ansehen?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Kurz und knapp: Providerwechsel und<br />
keine vernünftige Sicherung. Muss die alten Beiträge mal<br />
alle „von Hand“ umziehen. Wenn ich die Zeit habe, mache<br />
ich das. </p>
<p><b>camper:</b> Was fasziniert sie eigentlich so an Barcamps?<br />
Sie scheinen da ja eine Menge Zeit zu verbringen?</p>
<p><b>Guido Karl: </b>Wenn man zwei Barcamp-Besuche als eine<br />
Menge versteht, dann war es eine Menge. Mich faszinieren die verschiedenen<br />
Menschen und Themen dort. Da wird für mich das kommende Internet<br />
gelebt, da finde ich Impulse.</p>
<p><b>Moderator:</b> Impulse, die auch die Polizei für<br />
ihren Internetauftritt nutzen könnte?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Auf jeden Fall. Neben dem bestehenden<br />
Angebot planen wir natürlich viele Dinge und um ein Gespür<br />
zu bekommen, ob diese überhaupt brauchbar sind und angenommen<br />
werden könnten, sind die Gespräche auf Barcamps unbezahlbar.</p>
<p><b>Moderator</b>: Zum selben Thema &#8211; Polizei und Internet:</p>
<p><b>Poldianer</b>: Wie nutzt die Polizei das Netz heute?<br />
Und welche Ideen, glauben Sie, wären noch sinnvoll?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Hierzu empfehle ich die Lektüre<br />
meiner letzten Blogeinträge, da gehe ich auf diese Fragen ein.<br />
😉 Polizei nutzt das Internet in alle Richtungen. Ermittlungen,<br />
Fahndungen, Selbstdarstellung, Nachwuchswerbung, Onlineservices<br />
wie Strafanzeige online, alle Facetten werden genutzt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachfrage zum Thema Barcamps:</p>
<p><b>wunder:</b> Ich war jetzt noch nie auf einem Barcamp<br />
&#8211; wie muss man sich denn das da vorstellen? </p>
<p><b>Guido Karl:</b> Eine sich selbst organisierende Menge<br />
von teilweise mehreren hundert Menschen diskutiert zwei Tage lang<br />
über die unterschiedlichsten Themen des Internets. Einfach<br />
mal reinlesen unter: <a href="http://barcampcologne2.mixxt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://barcampcologne2.mixxt.de/</a><br />
Anfangs konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass ein solches &quot;Konzept&quot;<br />
funktioniert, aber es klappt. Die Themen sind so unterschiedlich,<br />
wie die dort anwesenden Menschen. Selbst für mich waren einige<br />
Themen zu „abgefahren“. Aber so ist für jeden etwas<br />
dabei.
</p>
<p>
<b>Ricardo:</b> Bei welchen anderen Berufszweigen könnten<br />
Sie sich ein Blog noch vorstellen oder würden es interessant<br />
finden?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Es gibt ja vom Feuerwehrblog über<br />
den Wurstblog bis zum Taxiblog wirklich alles, was man sich irgendwie<br />
vorstellen kann. Ich könnte mir gut „Retroblogs“<br />
vorstellen. Das Wissen und die Geschichten älterer Menschen<br />
in Blogform vorzuhalten. Ich versuche meinen Vater von der Idee<br />
zu überzeugen, seine Geschichte in Blogform aufzuschreiben.</p>
<p><b>Lauter:</b> Haben Sie auch einen Einblick, was die<br />
Polizei in anderen Ländern im Internet so treibt und wo sich<br />
die deutschen Beamten noch was für ihre Websites abschauen<br />
könnten?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Das Thema Benchmarking kommt natürlich<br />
auch bei uns nicht zu kurz. Ich habe Kontakte in alle Welt, wir<br />
tauschen uns aus, England, Spanien, Benelux, USA, viele Ideen der<br />
Polizei NRW stammen aus diesen Ländern und umgekehrt. Ich bin<br />
ein Freund davon, nicht alles selber neu erfinden zu müssen,<br />
andere Ideen können bei uns auch ganz gut umsetzbar sein.
</p>
<p>
<b>Nitro:</b> Was gibt es denn so für Feedback auf<br />
die Website der Polizei NRW? Kommt das gut bei der Bevölkerung<br />
an?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Feedback gibt es jede Menge. Gerade<br />
die Bemühungen um Barrierefreiheit (die Zugänglichkeit<br />
auch für Menschen mit Behinderungen im Internet) erntet großes<br />
Lob. Aber auch die aktuellen Themen werden gerne gelesen. Die meisten<br />
identifizieren sich aber mit ihrer Polizei vor Ort, und nicht mit<br />
der übergeordneten Polizei NRW. Die Themenportale werden gerne<br />
genutzt und auch die E-Government-Angebote. So werden jeden Tag<br />
ca. 120 Strafanzeigen in NRW online erstattet.</p>
<p><b>Retro:</b> Zum Thema andere Ideen übernehmen:<br />
Was ist Ihnen denn da international besonders ins Auge gefallen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl</b>: So hat mich vor kurzen die Idee der<br />
amerikanischen Presse begeistert: Morde werden bei Google Earth<br />
als besondere Plätze markiert. OK, Morde müssen es nicht<br />
sein, aber so könnte ich mir vorstellen, z.B. gefährliche<br />
Strecken für Motorradfahrer in Regionen wie Eifel oder dem<br />
Bergischen in Google Earth und anderen zu hinterlegen. Prävention<br />
mal anders.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Rückfrage zu den Online-Anzeigen:</p>
<p><b>steno:</b> Hinter wie vielen dieser Anzeigen steckt<br />
wirklich eine Straftat?<br />
Guido Karl: Hinter ca. 95-98 Prozent. Dazu folgendes: Teilweise<br />
wird z.B. in einschlägigen Hilfeforen (z.B. EBay) darauf verwiesen,<br />
bei Massenbetrügereien online seine Strafanzeige zu erstatten.<br />
Das wird dann auch gerne genutzt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kleiner Themawechsel:</p>
<p><b>kölsch:</b> In Köln leben und in Düsseldorf<br />
arbeiten &#8211; wie lässt sich das denn vereinbaren 🙂 ?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Es ist immer wieder schön, nach<br />
Köln nach Hause zu fahren.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Styler und steno interessieren sich<br />
beide für mehr Jobdetails:</p>
<p><b>Styler:</b> Mal was zu Ihrem Job: Sind Sie eigentlich<br />
im Innen- oder im Außendienst tätig?</p>
<p><b>steno:</b> In welcher Abteilung versehen Sie Ihren<br />
Dienst, wenn Sie nicht bloggen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Ich bin im Innenministerium des Landes<br />
NRW, dort in der Polizeiabteilung. Früher habe ich aber „ganz<br />
normal“ Streifendienst versehen (5 Jahre auf der Wache Eigelstein<br />
in Köln).
</p>
<p>
<b>paul:</b> Gangs, die sich prügelnd und randalierend<br />
filmen und die Videos ins Internet bringen, Rechtsradikale, die<br />
ihre Propaganda auf ungezählten Seiten verbreiten, immer mehr<br />
Phisher richten immer mehr Schaden an, von Kinderpornographie, Wirtschaftsspionage,<br />
Sabotage und netzweitem Terrorismus ganz zu schweigen und Ihr Innenminister<br />
schickt immer mehr Polizisten auf die Straße &#8211; gibt der Staat<br />
das Internet verloren?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Eine eher politische Frage. Nein,<br />
das Internet wird nicht verloren gegeben. Wenn dieser Eindruck durch<br />
Medien erweckt wird, ist er falsch. Richtig ist, dass Polizeivollzugsbeamte<br />
von reinen Verwaltungstätigkeiten entlastet werden sollen.<br />
Der Bereich der Ermittlungen im Internet wird weiter gestärkt.
</p>
<p>
<b>hmmm:</b> Zu Pauls Frage: Brauchen wir mehr Überwachung<br />
des Netzes? Darf sich der Staat hier einmischen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Ich denke, vieles im Netz reguliert<br />
sich selber und dort, wo es sich nicht reguliert, muss Polizei auch<br />
Hinweise erhalten, damit sie eingreifen kann. Virtuell kann Polizei<br />
nicht überall sein. Hier ist Polizei auf die Mithilfe aller<br />
angewiesen
</p>
<p>
<b>steno:</b> Welche Art von Kriminalität ist Ihrer<br />
Kenntnis nach im Internet besonders stark verbreitet?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Kriminalität wandelt sich. Gerade<br />
mit Aufkommen des Internets verlagern sich Delikte aus dem Betrugsbereich<br />
/ Vermögensdelikte mehr ins Virtuelle. Aber natürlich<br />
auch die Bereiche Extremismus, Pornographie haben im Internet neue<br />
Möglichkeiten, sich zu entfalten.
</p>
<p>
<b>kundura:</b> Mal wieder zurück zum Blog, bitte:<br />
Da war in den letzten Tagen ein wenig Funkstille, was war denn los?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> :-() Ganz einfach&#8230;. Ich war zwei<br />
Wochen im Urlaub und diese Zeit war auch PC-frei! Ab und zu muss<br />
man sein Offlineleben genießen!</p>
<p><b>teichtier:</b> Mal ganz was anderes: Wo ist denn eigentlich<br />
das schicke Foto von Ihnen entstanden?
</p>
<p>
<b>Guido Karl: </b>Bei mir im Wohnzimmer. Das war aber<br />
auch ein Profi, der die Idee hatte!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Mal eine kleine Zukunftsaussicht:
</p>
<p>
<b>bla:</b> Wo sehen Sie denn die Trends im Internet?<br />
Was wird kommen?
</p>
<p>
<b>Guido Karl: </b>Ich denke „&#8217;back to the roots“&#8217;,<br />
wieder hin zu den Ursprüngen des Internets. Ich sehe in Communities,<br />
die sich ihr Wissen teilen, die Zukunft. Ob das dann Web 3.0 heißt<br />
oder nicht, sei dahingestellt. Das Web wird intelligenter werden<br />
und ich hoffe, dass sich das Web nicht nur in von wenigen Marken<br />
aufgezeigten Richtungen bewegt.
</p>
<p>
<b>DirkM:</b> Würden sich solche Communities auch<br />
auf Polizeiwebsites anbieten? Oder ein „offizielles“<br />
Poilizeiweblog, das den Bürgern einen offenen Einblick in den<br />
Polizeieinblick bietet, direkt zugänglich von der Polizeiwebsite<br />
&#8211; was halten Sie davon?</p>
<p><b>Guido Karl:</b> Was meinen Sie, was wir alles planen&#8230;<br />
Aktuell wird das Intranet der Polizei NRW neu aufgesetzt, da wird<br />
es das alles geben. Im Internet denken wir auch stark über<br />
solche Dinge nach. Unser „Blog“ Presseportal ist einer<br />
der ersten Schritte.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Wie viele Leute arbeiten denn an der<br />
„Internetstrategie“ der Polizei? Fällt das der<br />
Presseabteilung zu, oder sind mehrere Abteilungen daran beteiligt?
</p>
<p>
<b>Guido Karl:</b> Daran sind mehrere Abteilungen beteiligt,<br />
da die Themenvielfalt nicht nur in einer Hand liegt. Jede Abteilung<br />
hat natürlich ein eigenes Interesse: Sei es Verkehr, Kriminalität<br />
oder Vorbeugung, alle wollen sich wiederfinden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das war´s schon wieder, die Blogsprechstunde<br />
ist vorbei. Vielen Dank an alle Nutzer für die Fragen und an<br />
Herrn Karl, dass er sich heute Zeit für uns genommen hat. Das<br />
Schlusswort gehört natürlich dem Gast:
</p>
<p>
<b>Guido Karl: </b>Ich bedanke mich bei allen Interessierten<br />
und natürlich dem Team von politik-digital. Natürlich<br />
stehe ich nach dem Chat gerne für Fragen zur Verfügung.<br />
Einfach eine Mail an info@k11.de</p>
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		<title>G8: Katastrophenmanagement für den &#039;Millenium Bug&#039;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[wbauchhenss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Jahr-2000-Problem]]></category>
		<category><![CDATA[G8-Gipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophenmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Informationssicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Erst kam das Wasser, dann kamen die Bakterien: 15 Millionen Liter Abwasser ergossen sich Mitte
Juni über das kalifornische San-Fernando-Valley. Am nächsten Tag machten
Tagestemperaturen um 35 Grad das Gelände zur stinkenden Kloake; wegen möglicher
Bakterienverseuchung wurde die Gegend abgesperrt.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Erst kam das Wasser, dann kamen die Bakterien: 15 Millionen Liter Abwasser ergossen sich Mitte<br />
Juni über das kalifornische San-Fernando-Valley. Am nächsten Tag machten<br />
Tagestemperaturen um 35 Grad das Gelände zur stinkenden Kloake; wegen möglicher<br />
Bakterienverseuchung wurde die Gegend abgesperrt.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein Vorgeschmack auf den Jahresanfang 2000? Die Überschwemmung war durch den Millenium<br />
Bug ausgelöst worden; bei einem Testlauf hatte ein Computer versagt und eine Schleuse<br />
in einer nahegelegenen Kläranlage geschlossen gehalten, obwohl im Kontrollzentrum das<br />
Gegenteil angezeigt war. Die Behörden hatten in einem Testlauf herausfinden wollen, wie<br />
die Abwasserversorgung im Ort für den Millenium Bug gerüstet ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Am gleichen Wochenende tagten in Köln die Regierungschefs der G8-Staaten, und auf ihrer<br />
Agenda stand auch das Jahr-2000-Problem. Bereits auf dem letzten G8-Gipfel in Birmingham hatten<br />
die führenden Wirtschaftsnationen darauf gedrängt, negativen Folgen des Millenium<br />
Bug entgegenzuwirken. Auf ihrem Treffen am Rhein zeigten sie sich zuversichtlich, in ihrem<br />
eigenen Bereich die Probleme unter Kontrolle zu halten, auch wenn in den sechs Monaten bis zum<br />
Jahresende noch viel zu tun sei. Experten hatten bereits vor dem Gipfel in einer Studie der<br />
OECD angedeutet, daß in den wichtigsten Industrienationen die Computersysteme in<br />
besonders sensiblen Bereichen weitgehend störungsfrei ins nächste Jahrtausend gehen<br />
dürften.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch auf dem Kölner EU-Gipfel Anfang Juni war das Problem ein Thema gewesen: Die<br />
Regierungschefs forderten die europäische Kommission auf, ihre Bemühungen um einen<br />
reibungslosen Jahrtausendwechsel zu verstärken und die Öffentlichkeit umfassend zu<br />
informieren. Zuvor hatten US-amerikanische Experten beklagt, in Europa nehme man das Problem<br />
noch nicht ernst genug.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die G8-Staaten sehen in der Telekommunikation, im Finanzbereich, im Verkehrswesen und in der<br />
Gesundheitsversorgung Schlüsselbereiche, in denen sie alle Staaten auffordern, mit<br />
besonderer Priorität am Jahr-2000-Problem zu arbeiten. Die Industrienationen sehen sich<br />
für diese Sektoren gerüstet &#8211; ein Testlauf von 500 Banken aus 19 Ländern verlief<br />
zufriedenstellend; selbst Fluglinien wollen entgegen aller früheren Bedenken in der<br />
Neujahrsnacht in die Luft gehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch das Verteidigungswesen, der Umweltbereich und die öffentliche Sicherheit gelten als<br />
Problemzonen. Horrorszenarien schildern immer wieder genüßlich die möglichen<br />
Folgen: Verteidigungssysteme werden irrtümlich aktiviert, Nuklearanlagen geraten<br />
außer Kontrolle, Stromausfälle führen zu Chaos und Plünderungen. Doch in<br />
den Industrienationen dürften die Bewohner den Jahrtausendwechsel eher glimpflich<br />
überstehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dennoch fordern die G8-Regierungschefs in ihrem Abschlußpapier dazu auf, Pläne<br />
für gezieltes Katastrophenmanagement zu entwerfen. So soll dem gröbsten Chaos<br />
entgegengesteuert werden, wo die Zeit für eine Umrüstung mit millenium-bug-<br />
sicherer Software nicht mehr reicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Selbst wenn die sensiblen Bereiche der Infrastruktur funktionieren, steckt der Teufel<br />
allerdings im Detail: Große Firmen hatten Zeit und Mittel für die Umstellung ihrer<br />
Systeme, nicht aber viele der kleinen und mittleren Betriebe. Sie könnten daher für<br />
Chaos sorgen und auch die Abläufe in den großen Unternehmen durcheinanderbringen.<br />
Zudem verweisen Experten auf die große Zahl von Chips, die im täglichen Leben fast<br />
unbemerkt elektrische Geräte steuern &#8211; etwa in Aufzügen, Autos oder Herzschrittmachern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In ihrem Kommuniqué richten sich die G8-Staaten unmittelbar an die Länder, in denen<br />
bislang erst wenige Maßnahmen gegen das Jahr-2000-Problem ergriffen wurden. Besonders Afrika<br />
und Asien gelten als problematische Regionen. In Rußland erklärte der<br />
stellvertretende Ministerpräsident Wladimir Bulgak noch im Mai, in den meisten Ministerien<br />
habe man sich noch keine Gedanken über das Problem gemacht, vorgesehene Gelder seien nicht<br />
abgerufen worden. Im Ministerium für Atomenergie erklärte man, sich erst mit dem<br />
Problem auseinandersetzen zu wollen, wenn es tatsächlich eintrete. Vor diesem Hintergrund<br />
klingt es zweifellos beruhigend, wenn die zuständigen Stellen zumindest Pläne für<br />
den Zivilschutz vorbereiten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die G8-Staaten haben für die zweite Jahreshälfte ein Sondertreffen zum<br />
Millenium-Bug-Notfallmanagement angekündigt und wollen gerade in diesem Bereich auch mit<br />
Drittstaaten kooperieren. Besonderen Wert legen sie auch auf eine umfassende Information, um<br />
Panikreaktionen in der Öffentlichkeit zu vermeiden.<br />
</span></p>
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