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	<title>Kommerzialisierung &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Kommerzialisierung &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Kampf auf dem digitalen Schlachtfeld</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/kampf_auf_dem_digitalen_schlachtfeld-77/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerzialisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="fett">(Buchrezension) Manche Thesen sind ihrer Zeit        voraus: Bereits 2003 fragte sich ein Autorenteam, was passiert,        wenn der Kommerz auf soziale Netzwerke trifft. Thematisch hochaktuell        und ein sinnvolles Buch für Einsteiger, findet Julia Sommerhäuser        &#8211; auch wenn ein Miteinander noch nicht in Sicht ist.<br />       <br />       </span>Die soziale Rückeroberung des Netzes: Der Buchtitel        versetzt den Leser auf ein digitales Schlachtfeld. Hier scheint        es um einen Kampf zu gehen &#8211; das Soziale will im Netz wieder        Boden gut machen. Und tatsächlich bestätigt sich der erste        Eindruck. In dieser Monographie geht es um das Spannungsverhältnis        zwischen <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/index.shtml#social_networks">social        software</a> und kommerziellen Internetseiten. In &#8222;Online-Communities,        Weblogs und die soziale Rückereroberung des Netzes&#8220; stellen        sich die Autoren Christian Eigner, Helmut Leitner, Peter Nausner        und Ursula Schneider die Frage, ob digitale Netzwerke und andere        Elemente der Blogosphäre rein soziale Phänomene bleiben        oder ob sie unter bestimmten Bedingungen kommerziell nutzbar sein        können. Die Gegner stehen sich gegenüber: Die Logik des        Schenkens tritt gegen die Logik des Geldes an.<br />       <br />       Auf den ersten Blick scheinen denn auch Konzepte von Gemeinschaft        und Profitstreben nicht miteinander vereinbar zu sein. Die Unterschiede        sind zu groß, eine Gegnerschaft ist vorprogrammiert.</p>      <p><strong>Online-Communities als zarte Pflänzchen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fett">(Buchrezension) Manche Thesen sind ihrer Zeit voraus: Bereits 2003 fragte sich ein Autorenteam, was passiert, wenn der Kommerz auf soziale Netzwerke trifft. Thematisch hochaktuell und ein sinnvolles Buch für Einsteiger, findet Julia Sommerhäuser – auch wenn ein Miteinander noch nicht in Sicht ist.</span><br />
Die soziale Rückeroberung des Netzes: Der Buchtitel versetzt den Leser auf ein digitales Schlachtfeld. Hier scheint es um einen Kampf zu gehen – das Soziale will im Netz wieder Boden gut machen. Und tatsächlich bestätigt sich der erste Eindruck. In dieser Monographie geht es um das Spannungsverhältnis zwischen <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/index.shtml#social_networks">social software</a> und kommerziellen Internetseiten. In „Online-Communities, Weblogs und die soziale Rückereroberung des Netzes“ stellen sich die Autoren Christian Eigner, Helmut Leitner, Peter Nausner und Ursula Schneider die Frage, ob digitale Netzwerke und andere Elemente der Blogosphäre rein soziale Phänomene bleiben oder ob sie unter bestimmten Bedingungen kommerziell nutzbar sein können. Die Gegner stehen sich gegenüber: Die Logik des Schenkens tritt gegen die Logik des Geldes an.<br />
Auf den ersten Blick scheinen denn auch Konzepte von Gemeinschaft und Profitstreben nicht miteinander vereinbar zu sein. Die Unterschiede sind zu groß, eine Gegnerschaft ist vorprogrammiert.<br />
<strong>Online-Communities als zarte Pflänzchen<!--break--></strong><br />
Die Autoren arbeiten jedoch verschiedene Szenarien heraus, in denen eine friedliche Verbindung von social software und Kommerz gelingen könnte. Ausgangspunkt ist die Metapher der Online-Community als biologisch-organisches System: Eine Gemeinschaft kann nicht maschinell produziert werden, sondern entwickelt sich wie ein Organismus. Aus einem Keim entsteht nach und nach eine Pflanze. Ihr Wachstum kann unterstützt, aber nicht erzwungen werden. Der Gründer einer Community muss seine Gemeinschaft also aufziehen wie ein Gärtner seine Pflanzen. Bei Online-Gemeinschaften kann nicht der Profit im Vordergrund stehen, weil er – wie das Pflanzenwachstum – nicht kalkulierbar ist. Online-Communities bedienen eher weiche Faktoren: Kundenbindung, Feedback oder Werbung. Um diese kommerziellen Potenziale dieser digitalen Netzwerke nutzen zu können, bedarf es jedoch viel Zeit.<br />
Noch beschränkt sich das wirtschaftliche Potenzial der Gemeinschaften auf das so genannte social learning: Hier wird eine kritische und gruppenorientierte Lernkultur geschaffen, die sich kommerziell nutzen lässt. Indem Unternehmen diese neue Kultur in ihre Geschäftsabläufe einbeziehen, können sie vom Community-Gedanken profitieren. Es eröffnen sich verschränkte Formen der Wissensgenerierung. Das arbeiten Christian Eigner und Peter Nausner in ihrem Beitrag heraus.<br />
Soziale Netzwerke und kommerzielle Anbieter müssen sich also nicht bekämpfen, sondern können sinnvolle Anknüpfungspunkte finden, so die Schlussfolgerung. Das ist das Fazit der vier Autoren, die sich mit ihrem populärwissenschaftlichen Buch vor allem an interessierte Einsteiger wenden. Es sollen „neue, in der Praxis zu erprobende Wege“ aufgezeigt werden. Dem entspricht der gesamte Stil des Buches. Es ist mit vielen Beispielen gespickt und hat wenig Literaturangaben. Reportage und Erfahrungsbericht lockern als ausgefallene Darstellungsformen das Buch zusätzlich auf.<br />
Im Beitrag von Christian Eigner beispielsweise diskutieren zwei fiktive Personen über den Nutzen von Onlineangeboten traditioneller Medien. Beide Gesprächspartner kritisieren, dass diese Seiten Informationsinseln gleichen, von denen keine Links nach außen führen. Auf ihrem Streifzug durch das Internet finden die zwei dann aber doch noch zahlreiche Informationsseiten, die viele externe Bezüge aufweisen. Mit der Entdeckung der Weblogs steht ihnen nun eine „neue Kulturtechnik“ zur Verfügung, die Information und Hypertextualität miteinander verbindet.<br />
<strong>Viele Perspektiven im Kompetenzteam</strong><br />
Die Autorenmannschaft bildet eine Art Kompetenzteam, das Kenntnisse aus verschiedenen Fachbereichen einbringt. Das merkt man den Darstellungen an. Viele Themen werden aus mehreren Perspektiven beleuchtet: Christian Eigner und Peter Nausner vertreten als gelernte Journalisten die Perspektive der ‚schreibenden Zunft’. Helmut Leitner stellt seine technischen Erfahrungen als Softwareentwickler zur Verfügung und ist selbst Gründer mehrerer Online-Communities. Ursula Schneider kann als Professorin für BWL die Sichtweise der Unternehmen und der Wirtschafteinbringen. Diese Vielfalt der Sichtweisen macht das Buch zu einem sinnvollen praxisorientierten Beitrag.<br />
Obwohl bereits 2003 erschienen, reiht es sich in eine hochaktuelle Forschungsdiskussion ein. Der Kampf zwischen sozialen und kommerziellen Elementen im Internet wird auch weiterhin ausgetragen: Das zeigen die Debatten um Werbemöglichkeiten bei Wikipedia oder den Kauf des Videoportals YouTube durch den Suchmaschinenriesen Google und des Studentennetzwerkes StudiVZ durch den Holtzbrinck-Verlag. Ein Miteinander, wie es sich die Autoren des Buches vorstellen, ist derzeit nicht in Sicht. Vielmehr sind schnelle Übernahmen die neue Strategie auf dem digitalen Schlachtfeld, auf dem die Entscheidung noch immer nicht gefallen ist.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>WM-2002: Der digitale Ball ist rund!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-wm-shtml-3060/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[rheinemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[globale Vermarktung]]></category>
		<category><![CDATA[T-Online]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Video-Streaming]]></category>
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		<category><![CDATA[Berichterstattung]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball-Weltmeisterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[FIFA]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Zukunft der Berichterstattung im Netz bei sportlichen Großereignissen heißt Video Streaming]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zukunft der Berichterstattung im Netz bei sportlichen Großereignissen heißt Video Streaming<!--break-->
                    </p>
<p>Erstmals findet eine Fußball-Weltmeisterschaft auf dem asiatischen Kontinent statt, noch nie wurde sie in zwei Ländern gleichzeitig ausgetragen und noch nie erreichte ein sportliches Großereignis eine solche multimediale Bandbreite. Am 30. Mai wird in Japan und Süd-Korea der<br />
                    <a href="http://www.fifaworldcup.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">17. Fifa-World-Cup 2002</a> eröffnet. Zählte der Olympische Gedanke (&#8220;Dabeisein ist alles&#8221;) für das Internet-Angebot während der letzten beiden olympischen Spiele noch relativ wenig, so bekommen Fans und Zuschauer auf der ganzen Welt zur diesjährigen Fußball-WM eine veritabele Hightech-Show geboten. Die Welt-Fußball-Organisation (Fifa) hat auf internationaler Ebene einen großvolumigen Kooperationsvertrag mit dem Internetportal Yahoo geschlossen. Neben Mannschaftsaufstellungen, Spielplänen, Merchandising und aktuellen Live-Nachrichten rund um das Turnier, versucht<br />
                    <a href="http://www.yahoo.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yahoo</a> Schwerpunkte im Bereich<br />
                    <a href="http://www.akmedia.de/streaming-media.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Streaming-Media</a> zu setzen.</p>
<p>Geboten werden Video-Höhepunkte aller 64 Begegnungen und ein Archiv mit Clips der letzten neun Fifa-Weltpokale. Doch wer sich für Pay-TV nicht erwärmen kann und im Internet den Kick sucht, wird enttäuscht. Fußball wird zwar zum großen Test für das Streaming im Internet &#8211; der einstige &#8220;Freeworld&#8221;-Gedanke des WorldWideWeb jedoch ist längst verworfen. Um in den Genuß von Videobeiträgen zu kommen müssen WM-Begeisterte eine Mitgliedschaft im Yahoo-Vip-Club erwerben, die mit 22,50 Euro zu Buche schlägt. Als Gegenleistung erhält der Gast ganze vier Minuten Videomaterial pro Spiel &#8211; als Highlights zusammengefasst. Die Bestellung des Services berechtigt zu insgesamt 15 Stunden Streaming, die zu Spitzennutzungszeiten allerdings nicht garantiert werden können. Der Abruf von Spielergebnissen, Mannschaftstabellen und Hintergrundnachrichten wird von Yahoo kostenfrei angeboten. Die Fifa macht in Zusammenarbeit mit Yahoo deutlich, dass sich die globale Vermarktung von Medienereignissen längst nicht mehr nur auf Fernsehübertragungen eingrenzen lässt. Gerade im Streit über die Senderechte an der Fußball-Weltmeisterschaft spielt das Internet eine zunehmend wichtige Rolle. In Deutschland wurde diese Tendenz vom Breitband-Provider<br />
                    <a href="http://www.t-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">T-Online</a> und dem<br />
                    <a href="http://www.dfb.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Fußball Bund</a> (DFB) erkannt, da mit über 30 Millionen Internetnutzern (laut Infratest April 2002) eine ausreichend große Zielgruppe vorhanden ist. Beide wollen während der Wettkämpfe im Internet kooperieren. Vor dem Hintergrund der großen Entfernung zu Asien und der damit verbundenen Zeitverschiebung sieht Thomas Holtrop, Vorstandsvorsitzender von T-Online, im Internet &#8220;eine attraktive Plattform für die aktuelle Berichterstattung aus Japan und Korea&#8221;. Marketingexperten argumentieren, dass &#8220;zu den Spielzeiten zwischen 15.30 Uhr und 20.30 Uhr Ortszeit die meisten Zuschauer am Arbeitsplatz, in der Uni oder in der Schule sind&#8221;.</p>
<p>Auch beim DFB und T-Online stehen multimediale Inhalte im Vordergrund. Auf den Websites beider Unternehmen sollen zum Beispiel aktuelle Interviews und Hintergrundberichte aus dem Mannschaftsquartier, exklusive Live-Chats mit den Nationalspielern und die Highlights aus den DFB-Pressekonferenzen als Video-Dateien angeboten werden. Außerdem können User auf Basis-Informationen wie tägliche News, Tabellen und Statistiken, sowie historische Daten zurückgreifen. Kostenpflichtige Inhalte sind bislang nicht zu finden. Nach Angaben von T-Online bekommen die zahlreichen Journalisten vor Ort sogar eine Internet-Lounge zur Verfügung gestellt. Abgesehen von Pay-per-View Aspekten gewinnt das Internet für die gesamte Print-Branche zur WM-Berichterstattung an Attraktivität. Die dpa-infocom GmbH bietet zum Worldcup ein umfangreiches Content-Modul mit aktueller Berichterstattung, Hintergründen, Statistiken und vielen Bildern. Online- Formate von<br />
                    <a href="http://www.kicker.de" target="_top" rel="noopener noreferrer">Kicker</a> und<br />
                    <a href="http://www.sportbild.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sport-Bild</a>, genauso wie jede Tageszeitung deren Ausgaben im WorldWideWeb zu finden sind, werben mit ähnlichen Angeboten.<br />
                    </p>
<p>Unterdessen versucht das europäische Internet-Portal<br />
                    <a href="http://www.sports.com" target="_top" rel="noopener noreferrer">Sports.com</a> in Verbindung mit dem amerikanischen Telekommunikations-Dienstleister Avaya seinen Live-Ticker auf den mobilen Bereich auszuweiten. Bei diesem Service bekommt der User alle Tore per SMS direkt auf sein Handy. Fußball-Fans haben in diesem Jahr die Chance auf ein engmaschiges, globales Netzwerk von Informationsdienstleistungen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 zurückzugreifen- ob kostenpflichtig oder kostenfrei. Hautnahes Erleben soll möglich gemacht werden. Zurückzuführen ist dieses breite Angebotsspektrum auf flexible Verträge, die die Fifa ganz im Gegensatz zum Internationalen Olympischen Komitee mit seinen Medienpartnern schloss. Die olympischen Funktionäre konnten bislang aufgrund langfristiger Vermarktungsverträge mit Fernsehsendern nur extrem wenigen Online-Diensten die Berichterstattung von den Wettkampfstätten erlauben. Jegliche Informationsvermittlung über das neue Medium wurde mit Argusaugen überwacht. Online-Journalisten erhielten keine Presseakkreditierung, Sportlern wurde untersagt, persönliche Eindrücke von den Spielen in &#8220;Internet-Tagebüchern&#8221; im Web zu veröffentlichen. Die Bedrohung durch Streaming-Media und die mediale Aufmerksamkeit des Internets war zwar 2000 in Sydney offenkundig, doch Konzepte zur Realisierung einer Vermarktungsstrategie konnte keiner vorlegen. Die Kommerzialisierung des Sports funktionierte bislang nur deshalb so gut, weil sich nationale Übertragungsrechte fein säuberlich nach Ländern getrennt verkaufen ließen. Das Internet stand lange Zeit auf keiner Rechnung.<br />
                    </p>
<p>Der diesjährige Fußball-Weltcup wird entscheiden, ob Online-Dienste in Zukunft verstärkt bei sportlichen Großereignissen auf Streaming-Formate zurückgreifen werden. Es bleibt jedoch die Frage, wie kostenpflichtige und kostenfreie Inhalte künftig verteilt werden. Eine breite Akzeptanz von Pay-per-View Übertragungen im Internet würde die momentane Gewichtung empfindlich verschieben. Fans hätten bald die Möglichkeit, sofern sie nicht die vollkommene Kommerzialisierung des Sports im WWW unterstützen wollen, sich Spiele ohne Ton oder sogar ohne Ball anzusehen. Eine durchaus interessante Vorstellung. Doch der Ball ist rund, das Spiel dauert 90 Minuten, soviel ist schon mal klar. Alles andere ist Theorie.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 23.05.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;You&#039;ll never walk alone&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/mitten-ins-netz-die-initiative-pro1530/youll_never_walk_alone-661/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitten ins Netz: Die Initiative Pro15:30]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Fan]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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		<category><![CDATA[Pro 15:30]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Schwier]]></category>
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		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Vom Klüngel
zum Protest: Die Initiative Pro15:30 zeigt, dass der
Fußball ein politisches Potential entwickeln kann.
Der Professor für Sportsoziologie, Jürgen
Schwier, zeichnet den Weg vom Arbeitervergnügen
zum Mediensport nach.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Vom Klüngel<br />
zum Protest: Die Initiative Pro15:30 zeigt, dass der<br />
Fußball ein politisches Potential entwickeln kann.<br />
Der Professor für Sportsoziologie, Jürgen<br />
Schwier, zeichnet den Weg vom Arbeitervergnügen<br />
zum Mediensport nach.</span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Ein Gespräch über Fußballfans und Mediensport mit Professor<br />
Jürgen Schwier</b></span></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><a href="http://www.uni-giessen.de/%7Eg51039/index.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Jürgen Schwier</a> ist seit März<br />
2000 Professor für Sportsoziologie an der Universität Giessen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im<br />
Bereich der Sportpädagogik, der Jugendforschung, der kulturellen Analyse des Sports und der populären<br />
Kultur. Zur Zeit steht das Thema &quot;Mediensport&quot; bei ihm ganz oben auf der Agenda. <i>Theorie meets Praxis</i>:<br />
Dem Fußball ist Jürgen Schwier  sowohl als &quot;Aktiver&quot; wie auch als Fan seit frühster Jugend verbunden&#8230;<br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="font-family: Arial,helvetica; color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Professor Schwier, wie medial ist der Sport?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b> Wenn man<br />
über Medien und Sport spricht, spricht man eigentlich über sehr wenige<br />
Sportarten. Das hat auf der einen Seite den Vorteil, dass es einigen<br />
wenigen ökonomisch sehr viel besser geht als früher, es führt auf der<br />
anderen Seite aber zu einer Konzentration auf sehr wenige Sportarten.<br />
Handball oder Leichtatlethik beispielsweise scheinen nicht mehr<br />
stattzufinden. Dieser Prozess führt zu einer Sättigung. Inzwischen ist<br />
die Ware Fußball so teuer, dass die Sendezeit immer länger werden muss:<br />
ein Spiel dauert nicht mehr 90 Minuten, sondern wird auf drei Stunden<br />
gedehnt, und das passiert dann sechs mal wöchentlich.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Die Initiative 15:30 protestiert auch gegen diese Kommerzialisierung<br />
des Fußballs. Überrascht Sie das Protestpotential der Fußsballfans?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b><br />
Überraschen? Nein. Das Klima hat sich seit Mitte der 90er Jahre durch<br />
eine breite Welle von Fanzines verändert. Diese oft von wenigen Leuten<br />
semiprofessionell hergestellten Fanzeitschriften kamen einem<br />
Zusammenschluss &quot;von unten&quot; gleich. Das hängt auch damit zusammen, dass<br />
der Fan für den Verein immer weniger wichtig ist. Wenn die Spieler<br />
sagen, dass sie für die Fans spielen, ist das medienwirksam. Fans sind<br />
Folklore im Stadium. Die Fans haben das gemerkt und fühlten sich wie<br />
das fünfte Rad am Wagen &#8211; daher rührt der Ursprung des Protests. Eine<br />
Vorreiterrolle haben in diesem Zusammenhang die studentischen Fans<br />
gespielt, die leichter politisiert sind und beispielsweise das Thema<br />
Antirassismus in die Stadien und Fanclubs getragen haben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Hat der Fußball dadurch eine neue, eine politische Dimension gewonnen, die sich in 15:30 manifestiert? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b> Ja, und<br />
dabei haben die Medien auch wieder eine Rolle gespielt. Bisher war die<br />
Szene wie gesagt höchstens semiprofessionell, die breite Öffentlichkeit<br />
hat die Aktionen zum Beispiel gegen Rassismus oder gegen die<br />
Abschaffung von Stehplätzen nicht wahrgenommen. Eine Ausnahme war da<br />
vielleicht Schalke, die mit den Antifa-Initiativen zusammengearbeitet<br />
haben und den Antirassismus sogar in die Vereinssatzung geschrieben<br />
haben. Inzwischen bekommt eine Initiative wie 15:30 große<br />
Medienaufmerksamkeit und das ganz ohne Kosten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Und das Internet? Was für eine Rolle spielen die Neuen Medien bei der Konstituierung von Protest?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b> Bei der<br />
Initiative 15:30 konnte der Grad der internen Vernetzung viel höher<br />
getaktet werden. Das Internet bietet solchen Initiativen eine<br />
Verbreitung im Schneeballsystem. Ausserdem öffnet sich hier eine neue<br />
Möglichkeit der Rekrutierung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Gibt es in der Fußballgeschichte eigentlich ähnliche Beispiele von Protest?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b> Bis vor<br />
10, 15 Jahren war das Fußballfan-Millieu konservativ und unkritisch.<br />
Den Fans wurde auch schon damals viel zugemutet, nur hat sich keiner<br />
öffentlich beschwert. Das hat sich erst in dem Maße geändert, in dem<br />
andere gesellschaftliche Schichten in das Fanmillieu Eingang gefunden<br />
haben. Die besser ausgebildeten Fans erhöhen das Protestpotential.<br />
Inzwischen haben es beispielsweise Neonazis schwer, in der<br />
Fußballfan-Szene Fuß zu fassen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Und wie sieht es mit anderen Sportarten aus? Wäre da eine solche Protestwelle denkbar?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b> Zunächst<br />
ist dieser Protest kulturell abhängig. Fußball ist ein<br />
geschlechtsspezifischer Sport aber kein schichtspezifischer. In so fern<br />
gibt es keine vergleichbare Sportart für eine derartige<br />
Protestkommunikation. Der Vergleich liesse sich eher auf der Ebene von<br />
sportlichen Großereignissen ziehen: Formel 1, oder Olympia: da werden<br />
auch regelmäßig breitere Schichten protestierend aktiv.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Kommen wir mal vom strukturellen aufs programmatische: warum braucht der Fußball das Geld der Kirchgruppe?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b> Warum<br />
braucht Herr Kirch den Fußball? Es meinen ja alle, auch Leo Kirch, man<br />
bräuchte den Fußball, als Fernsehmarkt-Eintrittsticket. Und da die<br />
Nachfrage das Angebot bestimmt, ist der Fußball entsprechend teuer. Im<br />
internationalen Vergleich nimmt Deutschland da eine durchschnittliche<br />
Rolle ein. Der Grund, warum Leo Kirch nicht reüssiert, ist dass Fußball<br />
immer noch frei zugänglich gesendet wird. Eigentlich gibt es inzwischen<br />
einen ökonomischen Zwang, die Spiele nur noch kodiert zu senden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sehnen sich also die Aktiven von 15:30 nach einer Utopie?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b> Fußball<br />
ist beides: Big Business und Traumwelt. Ohne die Idee von der<br />
Fan/Verein-Idylle funktioniert der Fußball nicht. Die Sehnsucht nach<br />
authentischem Sport ergänzt sich ja durch den Wunsch der Fans,<br />
möglichst gute und entsprechend teure Spieler in &quot;ihrem&quot; Verein zu<br />
haben. Die völlige Fußballidylle hat es so auch früher nie gegeben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Manager und Fernsehleute argumentieren der Initiative 15:30 gegenüber,<br />
dass die Gruppe der reisenden Fans im Vergleich zu den<br />
Fernsehzuschauern verschwindend ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b> Ja, es<br />
gibt zwei Fangruppen. Aus rein ökomomischen Gruppen spricht nichts für<br />
die Fan-Folklore. Aber der Fußball lebt auch ganz stark von der<br />
Inszenierung und welcher Fernsehzuschauer will schon Spiele sehen, bei<br />
denen niemand mehr im Stadion sitzt?</span>
</p>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was kann man von dem im Mai stattfindenden runden Tisch erwarten?</span>
</p>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b> Runde<br />
Tische haben in Deutschland ja eine sehr positive Tradition&#8230;<br />
Interessanterweise gab es schon vor 3-4 Jahren mal eine Kampagne gegen<br />
die Montagsspiele. Kirch hatte die Rechte für die 2. Bundesliga gekauft<br />
und um diese zu vermarkten, gab es ein fanunfreundliches<br />
Montagabendspiel. Über die Fanzines wurde zum Protest der Produkte<br />
aufgerufen, die diese Spiele über Werbung finanzierten. An einem runden<br />
Tisch überredete man damals die Fans, den Boykott einzustellen, weil er<br />
&quot;ihren&quot; Vereinen ökonomisch schadet. Ich sehe diesen Runden Tisch als<br />
ein Zeichen. Man signalisiert den Fans, dass man sie wichtig nimmt und<br />
hofft, dass es damit getan ist. Was dann passiert, hängt davon ab, wie<br />
lange die Initiative das Niveau durchhält.<br />
</span>
</p>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Und was glauben Sie?<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b></b></span>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b> Es handelt<br />
sich ja um &quot;après-le-travail-Protest&quot;, also um Feierabendprotest. Da<br />
kann es sein, dass einige Leute wegbrechen. Dafür spricht, dass die<br />
Initiative es schon geschafft hat, sehr massenwirksam zu sein. Dadurch<br />
identifizieren sich viele mit dem Protest. Übrigens hat die Initiative<br />
15:30 auf jeden Fall etwas ganz neues geschafft: es ist die erste große<br />
vereinsübergreifende Initiative. Eine Tendenz, die übrigens aus<br />
Großbritannien kommt, dort haben solche Fanorganisationen eine etwas<br />
größere Tradition. Hierzulande hatten sich die Fans der einzelnen<br />
Vereine verbal eher wenig mitzuteilen, das hat sich mit der Initiative<br />
15:30 erstmals geändert. </span>
</p>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Vielen Dank für das Interview. </span>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jürgen Schwier:</b> Gerne&#8230;</span>
</p>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fragen stellte Carolin Welzel.</span></p>
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