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	<title>Kommunalwahl &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Kommunalwahl &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Virtuelle Wahlkampfstände &#8211; Online Wahlkampf 2021 startet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Louisa Kropp]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2021 08:18:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><strong>Dass die Corona-Pandemie unser Leben nachhaltig verändert hat, ist uns allen mittlerweile bewusst. Aber nicht nur das gesellschaftliche Leben ist davon betroffen &#8211; auch die deutschen Parteien müssen ihren Kurs im Superwahljahr 2021 neu ausrichten. Doch wie sehr sind die Parteien betroffen und kann ein digitaler Wahlkampf gelingen?</strong></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Auswirkungen der Pandemie auf Wahlkampf</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Noch in diesem Monat sind in Deutschland bereits drei Wahlen: In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind Landtagswahlen, Hessen wählt kommunal. Prof. Dr. Norbert Kersting von der Universität Münster hat über 1.000 Stadtverordnete und Gemeinderät*innen zur kommenden Kommunalwahl </span><a href="https://www.hessenschau.de/politik/wahlen/kommunalwahlen/studie-zur-kommunalwahl-corona-beeintraechtigt-den-wahlkampf-massiv,studie-corona-wahlkampf-100.html"><span style="font-weight: 400;">befragt</span></a><span style="font-weight: 400;"> und festgestellt, dass sich 75% massiv durch die Pandemie im Wahlkampf beeinträchtigt fühlen. Trotz dessen geben 83% an, dass sie sich traditionelle und keine reinen Online-Wahlen wünschen.</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Nicht nur die Frage wie am Ende gewählt wird stellt sich, sondern auch wie die Kandidat*innen trotz Corona-Maßnahmen ihre Wähler*innen mobilisieren wollen. Durch Abstandsregelungen werden Haustürwahlkampf, Infostände und Co. erschwert, denn insbesondere auf Kommunal- und Landesebene ist der Austausch mit den Kandidat*innen gefragt. Können digitale Formate hier die Lösung für sein?</span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Auf die Krise reagieren</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Sebastian Müller, Rettungsassistent und ehemaliger Stadtrat in Freiburg hat auf dieses Problem reagiert und die Idee für einen </span><a href="https://wahlkampfstand.online/"><span style="font-weight: 400;">Online Wahlkampfstand </span></a><span style="font-weight: 400;">im Rahmen der kommenden Landtagswahlen in Freiburg entwickelt. Es handelt sich um eine Art virtuellen Marktplatz mit Ständen von den Parteien und lokalen Unternehmen. “Wichtig war uns die Websites der Kandidaten oder Parteien einzubinden, aber auch das ein oder andere Extra wie beispielsweise ein Bierpongspiel für “Die Partei”. Auf Grundlage dieser Idee hat das Start-Up </span><a href="https://mobanisto.com/"><span style="font-weight: 400;">Mobanistio</span></a><span style="font-weight: 400;"> die Map erstellt und den Münsterplatz in Freiburg nachempfunden. Seit dem 20.02 ist bis zum 13.03 jeden Samstag von 17-19 Uhr das Tool nutzbar.</span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Digitalisierung der “klassischen” Formate als Chance</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Kann so ein Online-Tool den Wahlkampf nun revolutionieren und beispielsweise einen Wahlkampfstand ablösen? Sebastian Müller selbst hält es für eine Ergänzung. </span></p>
<blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">“Der Vorteil ist, das man eben individuelle Fragen stellen kann und nicht die strikte Ordnung einer Videokonferenz oder eines Streams hat. Es können eben viele mit vielen diskutieren und auch wieder gehen, wenn sie keine Lust haben”. </span></p>
</blockquote>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Gabi Rolland von der SPD-Freiburg hält den Online Wahlkampfstand für eine sinnvolle Alternative, durch die viele Bürger*innen digital erreicht werden können, die den klassischen Infoständen sonst ausweichen. </span></p>
<blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">“Vor allem Personen, die sich vor Wahlen gezielt informieren wollen, nutzen den Online-Wahlkampfstand, um ihre Fragen hervorzubringen”. </span></p>
</blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Sie berichtet beispielsweise von einer längeren Diskussion über die Sozialdemokratie, sowie vereinzelte Themen über Bundes-, sowie Landespolitik. Allerdings seien die Fragen eher weniger differenziert, so Frau Rolland. Aber auch nette Gespräche mit den Mitkandidierenden seien zustande gekommen. </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Zwar hält sich die Nutzung des Tools bisher in Grenzen, jedoch erklärt die Landtagsabgeordnete, dass es in Zukunft ihrer Meinung nach eine Mischung aus Präsenz- und Online-Formaten, sowohl bei Infoständen als auch Veranstaltungen, geben wird. </span></p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Perspektiven</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Ideen und Anregungen wie der Online Wahlkampfstand sind in Zeiten wie diesen wohl umso mehr gefordert. Dennoch ist auch klar, dass nach wie vor viele Menschen das Internet nicht in dem Ausmaß nutzen, dass Online-Angebote ein Ersatz sind, stellt Frau Rolland von der SPD fest. </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">In diesem Jahr stehen neben der Bundestagswahl noch acht weitere Wahlen an. Wir von politik-digital.de werden uns den digitalen Wahlkampf der Kandidat*innen und Parteien in den nächsten Monaten genauer anschauen. Werden wir einen &#8211; bedingt durch die Corona-Pandemie &#8211; wirklich stärker auf digitale Medien ausgerichteten Wahlkampf erleben oder wird es wieder “business as usal”? </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@glencarrie?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Glen Carrie</a> on <a href="/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Wir können Twitter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alemme]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 15:51:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerkontakt]]></category>
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		<category><![CDATA[Microblogging]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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		<category><![CDATA[Bürgermeister]]></category>
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					<description><![CDATA[Twitternde Spitzenpolitiker sind in Deutschland noch selten, ihre Accounts häufig Fälschungen, wie eine <a href="http://netzpolitik.org/wp-upload/kurzstudie-politik-im-web-2-auflage3.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> von '<a href="http://newthinking-communications.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">newthinking communications</a>' 2009 feststellte. Bei den Parlamentariern und Landespolitikern tut sich in Sachen Twitter deutlich mehr. Und auf kommunaler Ebene? Hier twitterten bislang vor allem die Ortsgruppen der Parteien, nicht aber der Oberbürgermeister selbst. Doch der Kommunalwahlkampf 2009 hat hier einiges in Bewegung gebracht.<br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Twitternde Spitzenpolitiker sind in Deutschland noch selten, ihre Accounts häufig Fälschungen, wie eine <a href="http://netzpolitik.org/wp-upload/kurzstudie-politik-im-web-2-auflage3.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> von &#8216;<a href="http://newthinking-communications.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">newthinking communications</a>&#8216; 2009 feststellte. Bei den Parlamentariern und Landespolitikern tut sich in Sachen Twitter deutlich mehr. Und auf kommunaler Ebene? Hier twitterten bislang vor allem die Ortsgruppen der Parteien, nicht aber der Oberbürgermeister selbst. Doch der Kommunalwahlkampf 2009 hat hier einiges in Bewegung gebracht.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
&quot;Die griechisch-dt. Gemeinschaft gibt ein Lamm-Essen, wenn ich am 30.08. Erfolg habe.&quot; Mit diesem <a href="http://twitter.com/juergenroters" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aufruf</a> bei Twitter versuchte Jürgen Roters am 29. Juli 2009 seine Follower an die Wahlurnen zu bewegen. Funktioniert hat es, Roters ist der neue Oberbürgermeister von Köln. Mittlerweile gehört es zum Standardprogramm, dass im Wahlkampf und insbesondere an Wahlsonntagen getwittert wird was das Zeug hält. In vielen Fällen bleibt der Microblogging-Dienst aber &#8211; wie so viele andere Web-2.0-Anwendungen auch &#8211; ein reines Wahlkampfinstrument, das nach dem Urnengang wieder in den <a href="/koalitionsverhandlungen-20-fehlanzeige" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Standby-Modus</a> geschaltet wird.
</p>
<p>
<b>&quot;Üben!&quot;</b>
</p>
<p>
Auf kommunaler Ebene findet Twitter bei Politikern dagegen immer mehr Verbreitung. Neun twitternde Oberbürgermeister sind politik-digital.de derzeit bekannt, die drei aktivsten von ihnen kommen aus Kiel, Bonn und Köln. Sie alle haben Twitter schon während ihrer Wahlkämpfe 2009 für sich genutzt und zwitschern auch nach ihrer Amtseinführung weiter. Werden Wahlkämpfe in Zukunft also auch über Twitter entschieden? 
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://twitter.com/juergennimptsch" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Nimptsch_Twitter.jpg" alt="Twitteraccount von Jürgen Nimptsch" title="Twitteraccount von Jürgen Nimptsch" height="225" width="350" /></a>
</div>
<p></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Der Bonner Oberbürgermeister <a href="http://twitter.com/juergennimptsch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jürgen Nimptsch</a> (SPD) glaubt das nicht und äußerte gegenüber politik-digital.de auch noch weitere Bedenken. Die rasend schnelle Verbreitung von Spekulationen über den Wahlausgang bereits vor Schließung der Wahllokale lehnt er ab. Für einen demokratischen Wahlprozess sei das problematisch. Sein Parteigenosse Torsten Albig sieht das anders. &quot;In spätestens zehn Jahren werden Wahlen über solche Kommunikationsformen entschieden werden&quot;, ist sich der Kieler Oberbürgermeister im <a href="http://www.vorwaerts.de/artikel/twitter-interview-mit-torsten-albig" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter-Interview</a> mit der SPD-Zeitung &#8216;vorwärts&#8217; sicher. Der Sozialdemokrat empfiehlt daher: &quot;Üben!&quot;
</p>
<p>
<b>&quot;Ich tu´s!&quot; </b>
</p>
<p>
Zum <a href="http://twitter.com/OBKiel2009" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twittern</a> gekommen ist Albig aber eher zufällig und ganz ohne Wahlkampf-Absichten: &quot;Ich habe es beim Rasieren im Radio gehört &#8211; &#8216;Ruft uns an oder twittert.&#8217; Nachgeschaut, was das ist und fand es sehr interessant.&quot; Auf ähnliche Weise landete auch Siegfried Balleis (CSU),  Oberbürgermeister von Erlangen, beim Mikroblogging-Dienst: &quot;Herr Folger (Web-Beauftragter der Stadt – die Redaktion) überzeugte mich mit Twitter zu starten. Ich tus.&quot; Seit dem 16. Dezember 2009 <a href="http://twitter.com/Balleis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zwitschert</a> jetzt der CSU-Politiker regelmäßig etwa alle zwei Tage.
</p>
<p>
Zum überwiegenden Teil wird Twitter bei den Bürgermeistern genutzt, um den politischen Standpunkt zu einem aktuellen Thema zu verdeutlichen. OB Siegfried Balleis aus Erlangen verbreitet so zum Beispiel seine &quot;Erkenntnis des Tages: Integration ist Chefsache! Menschen mit Migrationshintergrund müssen sich als Stadtbereicherung empfinden.&quot;
</p>
<p>
<b>&quot;Keiner macht mit. Kann das sein?&quot;</b>
</p>
<p>
Sein Kollege Jürgen Roters aus Köln positioniert sich mit seinen Tweets auch gerne Mal gegenüber dem politischen Kontrahenten: &quot;CDU und CSU sind gegen ein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben. Die Diskriminierung setzt sich also fort! Ich bin für gleiche Rechte!!&quot; Und der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch informiert seine Follower über seine Arbeit: &quot;Wir bekennen unsere besondere Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz <a href="http://www.bonn.de/familie_gesellschaft_bildung_soziales/topthemen/09304/index.html?lang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://bit.ly/cFvLht</a>&quot;.
</p>
<p>
Die Tweets von Torsten Albig hingegen transportieren neben reiner Information auch schon mal eine gute Portion Emotionen: &quot;Hi, auf Kiel.de gibt&#8217;s nen Chat mit dem Kieler OB &#8211; also mit mir. Keiner macht mit. Kann das sein?&quot; Im &#8216;vorwärts&#8217;-Interview nennt Albig das Microbloggen &quot;eine spannende Beteiligungsform.&quot; Als OB müsse man allerdings aufpassen, &quot;dass man nicht eine Präsenz vorgaukelt.&quot; Twitter kann demokratische Prozesse zwar kommunizieren, aber eben nicht ersetzen.
</p>
<p>
<i>Die hier erwähnten Bürgermeister sind nicht die einzigen mit Twitteraccount, auch in Steinbach, Giengen, Gießen, Bremen und Augsburg können die Bürger beim OB mitlesen. Und damit ist die Liste sicher noch nicht komplett. Wenn Sie auch noch jemanden kennen, freuen wir uns auf Hinweise.</i></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Koalitionsvertrag steht – Kommt jetzt die Internetwahl in Hessen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Roleff]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 14:01:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Internetwahl]]></category>
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					<description><![CDATA[„Vertrauen. Freiheit. Fortschritt“ - Unter diesen verheißungsvollen Titel haben die Bauherren des schwarz-gelben Koalitionsvertrages in Hessen ihre zukünftige Legislaturperiode gestellt. Und fortschrittlich ist, dass das heikle Thema „Internetwahl“ im Vertrag seine ausdrückliche Erwähnung findet. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Vertrauen. Freiheit. Fortschritt“ &#8211; Unter diesen verheißungsvollen Titel haben die Bauherren des schwarz-gelben Koalitionsvertrages in Hessen ihre zukünftige Legislaturperiode gestellt. Und fortschrittlich ist, dass das heikle Thema „Internetwahl“ im Vertrag seine ausdrückliche Erwähnung findet. <!--break--></p>
<p>
Zum Thema Wahlrecht heißt es da: „Um die Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen zu erhöhen, werden wir prüfen&#8230;.ob auch die Stimmabgabe auf elektronischem Wege (Internetwahl) realisierbar ist.“ 
</p>
<p>
Das ist natürlich kein Bekenntnis zum E-Voting als vielmehr eine strategische Prüfungsabsicht. Denn in Anbetracht der stetig sinkenden Wahlbeteiligung sieht sich die Koalition zum Handeln gezwungen. Bei der Landtagswahl im Januar gingen nur 61 Prozent der Wahlberechtigen in ein Wahllokal, bei den letzten Kommunalwahlen sogar nur 45,8 Prozent – ein Negativrekord.<b> </b>
</p>
<p>
<b>Hessens Breitbandoffensive</b>
</p>
<p>
Die digitale Reichweitenerhöhung erscheint den Koalitionären als ein mögliches Mittel, diesen Trend zu stoppen. Gerade die FDP positioniert sich hierbei als Motor der digitalen Revolution. Dazu passt auch die angekündigte „Breitbandoffensive“ in Hessen.
</p>
<p>
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<title></title><br />
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</style>
</p>
<p>
Im Abschnitt  „Wirtschaft und Arbeit“ heißt es im Koalitionsvertrag: „Im Bereich der Telekommunikation werden wir&#8230;die Voraussetzungen dafür schaffen, dass auch der ländliche Raum flächendeckend mit leistungsstarken Internetanschlüssen versorgt wird.“
</p>
<p>
<b>Technische Vorbehalte</b>
</p>
<p>
Es ist fraglich, ob E-Voting die Wahlbeteiligung merklich erhöhen<br />
kann, da als Grund für niedrige Wahlbeteiligung meist<br />
Politikverdrossenheit genannt wird. Außerdem sind die technischen<br />
Probleme nicht zu unterschätzen. Die Intransparenz der<br />
elektronischen Stimmabgabe war nämlich genau der Grund, warum die<br />
Verwendung von Wahlcomputern bei der Landtagswahl 2009 in Hessen<br />
scheiterte. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>NRW-Kommunalwahl 2004 &#8211; Über den lokalen Wahlkampf im globalen Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/nrw-kommunalwahl-2004-ueber-den-lokalen-wahlkampf-im-globalen-netz-2853/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[dknabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Sep 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
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					<description><![CDATA[Am kommenden Sonntag sind Kommunalwahlen in NRW. Wie sieht der elektronische Wahlkampf, längst Standard auf Länderebene, in den Kommunen aus - Langeweile oder Experimente an der Basis?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am kommenden Sonntag sind Kommunalwahlen in NRW. Wie sieht der elektronische Wahlkampf, längst Standard auf Länderebene, in den Kommunen aus &#8211; Langeweile oder Experimente an der Basis?<!--break--><br />
</p>
<p class="normal">
Am 26.<br />
<span class="normal">September sind die Bürger in Nordrhein-Westfalen aufgerufen, ihre Bürgermeister, Gemeinderäte, Kreistagsabgeordnete und Landräte zu wählen. Nachdem die Parteien bei der Bundestagswahl 2002 den Wahlkampf mit Online-Kampagnen und persönlichen Websites der Politiker für sich entdeckt haben stellt sich die Frage, ob sich dieser Trend auch beim Wahlkampf auf kommunaler Ebene fortsetzt. Politik-digital.de hat sich die Strategien der Parteien im Online-Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen genauer angeschaut und ist zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen.</span>
</p>
<p class="normal">
<b>SPD: Höfliche Distanzierung in Tarnfarbe gelb</b>
</p>
<p class="normal">
Selten war in der Wahlwerbung von Spitzenkandidaten das Parteilogo so selten zu sehen wie bei den diesjährigen SPD-Kandidaten. Auf der Seite des Siegener Oberbürgermeisterkandidaten<br />
<a href="http://www.detlef-rujanski.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Detlev Rujanski</a> beispielsweise findet sich auf der Hauptseite nur ein Textlink und ein Foto mit Hinweis auf seine Parteiangehörigkeit. Der<br />
<a href="http://www.spd-siegen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD-Verband Siegen</a> tarnt sich in der Farbe gelb. Weder das blaue Corporate-Design für Ortsverbände, noch das klassische SPD-Rot sind zu sehen &#8211; außer der Seitenaufteilung erinnert nichts an die SPD-Seiten des Bundesportals.<br />
<br />
Was in den USA schon zur Tagesordnung gehört, verbreitet sich nun auch im deutschen Kommunalwahlkampf: Weblogs (kurz: Blogs). So werden auf der Seite des<br />
<a href="http://blog.nrwspd.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a> des NRW-Landesverbands der SPD momentan aktuelle Informationen zur Wahl am Sonntag geblogt.
</p>
<p class="normal">
<b>CDU: Nichts Neues im Westen</b>
</p>
<p class="normal">
Die lokalen Verbände der Union erscheinen meist im einheitlichen Corporate-Design der Union. Die<br />
<a href="http://www.cdu-nrw.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christdemokraten</a> präsentieren Wahlprogramme und Thematisches, Fotos, Lebensläufe der Kandidaten und Termine auf ihren Seiten. Interaktive Internetangebote, die über das Standardangebot hinausgehen, werden hier aber noch nicht angeboten.
</p>
<p class="normal">
<b>FDP: Wer zu spät kommt&#8230;</b>
</p>
<p class="normal">
.. verliert seine Domains. Hinter www.fdpnrw.de verbirgt sich ein “Popup“-Fenster mit Werbung. Viel schlimmer für die liberalen Wahlkämpfer: Die Netzeitung präsentiert unter www.nrwfdp.de ihre Sonderseite zu Möllemanns Spendenaffäre vom März 2004.
</p>
<p class="normal">
Auf ihrer<br />
<a href="http://www.fdp-nrw.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Landesseite</a> steckt sich die FDP hohe Ziele: Die Liberalen wollen ihr Wahlergebnis verdoppeln. Im Netz werden sie ihre Wähler jedoch kaum gewinnen. Die Partei unterstützt ihre Onlinewahlkämpfer an der Basis längst nicht so gut, wie die politische Konkurrenz. Zudem fehlt den einzelnen Kommunalverbänden ein einheitliches Design.
</p>
<p class="normal">
<b>Grüne Jugend: Für mehr Nahverkehr</b>
</p>
<p class="normal">
Auf der Website der<br />
<a href="http://www.gruene-jugend-nrw.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">grünen Jugend</a> können sich engagierte Parteimitglieder mit dem nötigen Wahlkampfmaterial eindecken &#8211; die Kondome &quot;für mehr Nahverkehr&quot; sind für 80 Cent pro Stück im Wahlkampfshop erhältlich.<br />
<br />
Die Qualität der kommunalen Websites schwankt auch bei den Grünen erheblich. Besondere Innovationen oder weitergehende Interaktivität finden sich eher selten.
</p>
<p class="normal">
<b>Die PDS will drei Prozent</b>
</p>
<p class="normal">
Die<br />
<a href="http://www.pds-nrw.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Partei des Demokratischen Sozialismus</a> ist mittlerweile in allen großen Städten Nordrhein-Westfalens vertreten. Die<br />
<a href="http://www.pds-wuppertal.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDS Wuppertal</a> bietet ein offenes Forum zur Diskussion an &#8211; eine Seltenheit unter den Parteiwebsites. Genutzt wird es allerdings eher selten.
</p>
<p class="normal">
Obwohl ein Internetwahlkampf auch auf kommunaler Ebene mit relativ einfachen Mitteln effizient umgesetzt werden kann, nutzen die Parteien die Möglichkeiten der Ausgestaltung eher selten. Das Beispiel der PDS Wuppertal zeigt, wie die Einbindung des interessierten Wählers in die Wahlthemen funktionieren kann. Bei den immer noch steigenden Nutzerzahlen des Internets wäre ein weiterer Ausbau der Möglichkeiten direkter Bürgerpartizipation im Internet wünschenswert.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table border="0" cellpadding="2" width="146">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">
			Erschienen am 23.09.2004
			</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
			<i><br />
			<a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:">Kommentieren Sie diesen Artikel!</a><br />
			</i></p>
<p>			<i><br />
			<a href="/salon/diskussion/">Diskutieren Sie mit anderen in unserem Forum!</a><br />
			</i><br />
			
			</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr class="tidy-5" noshade="noshade" size="1" width="390" />
</p>
<p>
<b>Weiterführender Link:</b>
</p>
<ul>
<li>Erinnern Sie sich noch an die letzten Wahlergebnisse?<br />
	<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/wahlchecker.shtml">hier gehts zum Wahlchecker&#8230;</a></li>
</ul>
<p>
<!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kommunalwahl, na und?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-kommunalnaund0909-shtml-2786/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Jungwähler]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie sich junge "NRWähler" zur Kommunalwahl stellen, möchte eine Duisburger Studierendengruppe der Angewandten Kommunikations- und Medienwissenschaft ermitteln. Sie hat dazu eine Online-Umfrage entwickelt, die ab sofort abgerufen werden kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Wie sich junge &#8220;NRWähler&#8221; zur Kommunalwahl stellen, möchte eine Duisburger Studierendengruppe der Angewandten Kommunikations- und Medienwissenschaft ermitteln. Sie hat dazu eine Online-Umfrage entwickelt, die ab sofort abgerufen werden kann.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Der Countdown läuft: Am 26. September ist Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen (NRW). Mit über 18 Millionen Einwohnern ist NRW das bevölkerungsreichste Land der Bundesrepublik. Ist die Kommunalwahl ein relevantes Thema für Jungwähler, die hier zum ersten Mal oder erst seit kurzer Zeit die Chance haben, über ihr Wahlrecht politischen Einfluss auszuüben? Spielt es für sie eine Rolle, wie sich ihr Stadtparlament zusammensetzt und über ihre Anliegen mitentscheidet?</p>
<p>
                            <span class="fett">Umfrage zur NRWahl</span><br />
                            <br />Wie sich junge &#8220;NRWähler&#8221; zur Kommunalwahl stellen, möchte eine Duisburger Studierendengruppe der Angewandten Kommunikations- und Medienwissenschaft ermitteln und hat dazu eine Online-Umfrage entwickelt, die ab sofort unter<br />
                            <a href="http://www.nrwahl.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.nrwahl.de</a> aufrufbar ist.</p>
<p>Sie soll Jungwählern die Bedeutung der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen näher bringen. Die Projektgruppe leitet Thorsten Faas vom Institut für Politikwissenschaft und Christian Schütz vom Institut für Medienwissenschaften und Software Engineering der Universität Duisburg-Essen. „Wir hoffen auf bis zu 10.000 Teilnehmer online“, erklärt Faas. Das Praxisvorhaben soll dabei helfen, das spezifische Wahl- und Informationsverhalten von 16- bis 30-Jährigen zu ermitteln. Fass weiter: „Ziel ist es, etwas daran zu ändern, dass die Jugend in der Politik oft ungehört bleibt.“</p>
<p>
                            <span class="fett">Jungwähler im Visier</span><br />
                            <br />Warum sie sich gerade für eine junge Zielgruppe und deren Wahlverhalten entschieden haben, beantworten die 15 Kommedia-Studierenden so: &#8220;Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie ahnungslos manche Jugendliche vor so einer Wahl stehen. Auf unserer Homepage bieten wir deshalb neben der eigentlichen Online-Umfrage auch noch wichtige Zusatzinformationen für die Zielgruppe.&#8221;</p>
<p>Man findet unter anderem Antworten auf häufig gestellte Fragen, interessante Links zu anderen politischen Informationsforen, die Abbildung eines exemplarischen Stimmzettels sowie detaillierte Präsentationen der Studierenden rund um das Thema Kommunalwahl. Zusätzlich sollen zur &#8220;Halbzeit&#8221; die prägnantesten Zwischenergebnisse auf der Homepage veröffentlicht werden. Für die Entwicklung des Fragebogens und der Homepage, sowie die Vermarktung der Online-Umfrage, waren besonders Teamwork, selbstverantwortliches Arbeiten und Kreativität vom NRWahl-Team (<br />
                            <a href="http://www.nrwahl.de/index.php?menu=team" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.nrwahl.de/index.php?menu=team</a>) gefragt. Bereits 2002 betreute Thorsten Fass eine Online-Umfrage zur Bundestagswahl 2002 (<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/bundestagswahl2002/onlineumfrage.shtml">http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/bundestagswahl2002/onlineumfrage.shtml</a>). Damals betraten alle beteiligten Forscher noch methodisches Neuland.</p>
<p class="fett">
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ungleicher Wahlkampf</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ungleicher-wahlkampf-3018/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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					<description><![CDATA[Braucht der Online-Wahlkampf eine eigene Domain? Oder erreicht man die Bürger besser innerhalb vorhandener Parteiseiten? Die Parteien in Bayern nutzen beide Strategien.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Braucht der Online-Wahlkampf eine eigene Domain? Oder erreicht man die Bürger besser innerhalb vorhandener Parteiseiten? Die Parteien in Bayern nutzen beide Strategien.<!--break--></p>
<p>
Selten war die politische Stimmung in Bayern so klar wie in den letzten Wochen und Monaten vor der Landtags- und Bezirkswahl am 21. September. Natürlich hinterlassen 41 Jahre absolute Mehrheit der CSU an der Spitze des Freistaates nicht nur Spuren im politische Umgang, sondern beeinflussen auch die Wahlkampfstrategien der Parteien. Der Hauptunterschied liegt in der Herangehensweise. Dabei sind zwei Strategien erkennbar: zum einen die Schaffung eines eigenen Internetauftritts speziell für die Wahl, zum anderen das Nutzen der bekannten Domain. Aber welche Strategie auch immer gefahren wird, eins ist sicher: Der Online-Wahlkampf ist fester Bestandteil eines jeden Wahlkampfes geworden, auch auf Landesebene.
</p>
<p>
<b>SPD: interaktiv und negative campaigning</b><br />
<br />
Für den ersten Weg haben sich SPD und FDP entschieden. Die<br />
<a href="http://www.bayern-gewinnt.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialdemokraten</a> haben dabei viel Energie in die Erstellung der Seiten gesteckt. Nicht nur die URL „Bayern gewinnt“ soll die Wähler überzeugen, sondern auch eine breite Palette an Inhalten. Dazu gehören Profile der Kandidaten und ausführliche Informationen über den Spitzenkandidaten ebenso wie die wesentlichen Wahlkampfpositionen und das Regierungsprogramm. Sehr deutlich wird hier Wahlkampf aus der Opposition heraus gemacht – alle inhaltlichen Schwerpunkte werden anhand der Kritik an Stoibers Politik herausgearbeitet. Die Wahlkampfmanager nennen das „negative campaigning“. Mit &quot;<br />
<a href="http://www.filzgeschichten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Filzgeschichten</a>&quot; werden die Politik und die &quot;Machenschaften&quot; von Goppel und Co. attackiert: Hier werden dem Bürger noch einmal alle Skandale und Affären (von Wiesheu über Gauweiler bis hin zur Amigo-Affäre) der letzten Jahre in Erinnerung gerufen und mit dezidiertem Quellennachweis aufgelistet. Auffällig ist die starke Einbindung der Nutzer: Mit zahlreichen interaktiven Angeboten sollen sie möglichst lange auf den Seiten gehalten werden. Sie können sich hier z. B. an einer Abstimmung beteiligen, sich Videos und den Kinospot ansehen, dürfen aber auch im „Kampamat“ Kreativität beweisen und sich im „Stoibomat“ mit diversen Schuldzuweisungen an den Landesvater vergnügen. Unter der Fülle der Angebote leidet allerdings die Navigation– wichtige Bestandteile wie Kandidatenprofile oder das Regierungsprogramm sind zum Teil nicht auf den ersten Blick auffindbar.
</p>
<p>
<b>FDP: sachlich</b><br />
<br />
Übersichtlicher ist dagegen die Navigation bei den<br />
<a href="http://www.gelb-mobilisiert.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liberalen</a>. Mit einem eher schlichten Erscheinungsbild haben auch sie sich für einen eigenen Internetauftritt zur Landtagswahl entschieden, und auch hier wird bereits mit der URL „Gelb mobilisiert“ eine erste Aussage gemacht. Die politischen Positionen sind in der gebotenen Ausführlichkeit, aber auch in einer Kurzübersicht zu finden. Sympathisch an den Kandidatenprofilen ist die Kombination aus eigenen politischen Aussagen und persönlicher Einschätzung statt reiner Auflistung der Daten und Fakten. Interaktive Angebote finden sich auch bei der FDP, allerdings ist hier der Spaßfaktor ausgeblendet. Mit Hörfunk- und Fernsehspot, Online-Mitgliedsantrag und der Möglichkeit des Downloads von Werbemitteln steht hier die Wahlkampfarbeit im Vordergrund. Leider braucht der Spot zur Wahl sehr lange bis er heruntergeladen ist. Und Spenden kann man nur klassisch per Überweisungsträger und nicht direkt auf der Seite online.
</p>
<p>
<b>CSU: modern</b><br />
<br />
Ebenfalls sachlich, aber mit einem modernen Erscheinungsbild präsentiert sich die<br />
<a href="http://www.csu.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CSU</a>. Hier wird bewusst die andere Strategie verfolgt, die darin besteht, Besucher nicht zu einer eigenen Wahlkampfseite zu lenken, sondern die entsprechenden Inhalte in den vorhandenen Internetauftritt der Landespartei zu integrieren. Online-Redakteur Alexander von Schmettow begründet das mit dem Wunsch nach Kontinuität: „Dies entspricht unserem Selbstverständnis, nicht nur als &quot;Wahlverein&quot; zu Wahlkampfzeiten mit Aktionismus aufzufallen, sondern den Besuchern unserer Seiten einen vollständigen Eindruck des Spektrums einer Partei zu geben, die auf allen Ebenen und zu jeder Zeit erfolgreiche Politik für die Menschen in Bayern macht.“ Die Einbindung der Wahlkampfinhalte auf den Parteiseiten habe den Vorteil, dass Inhalte nicht doppelt geliefert werden müssen und Nutzern keine Informationen „durchrutschen“. Allerdings werden dadurch der Fülle an Inhalten auch Grenzen gesetzt. Dies hat auch die CSU erkannt und – ausgehend von der Mutterseite – „<br />
<a href="http://www.csu.de/LTW2003/display/disp_home" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sonderseiten</a>“ zum Wahlkampf erstellt, die alle wahlkampfrelevanten Inhalte abdecken sollen.
</p>
<p>
Dennoch dominiert der Wahlkampf auch die Mutterseite, so dass eine umfassende und aktuelle Information der Wähler dort ebenfalls gewährleistet ist. Bei aller Sachlichkeit bleibt bei den Christsozialen der Spaß nicht auf der Strecke. So gibt es für spielerische Naturen ein mit einem Hindernisrennen verknüpftes Gewinnspiel. Wer hingegen sein Faible für die CSU in diesem heißen Sommer auch im Freibad oder auf der Terrasse demonstrieren wollte, hatte die Möglichkeit, sich blau-weiße Bademode zu bestellen. Mit einem steuerbaren Nachrichtenticker, einem Newsletter und der Online-Mitgliedschaft werden weitere interaktive Elemente bereitgestellt. Auf andere wurde bewusst verzichtet, denn „grundsätzlich ist bei allen Features der finanzielle und technische Aufwand mit dem Nutzen abzuwägen. Nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch sinnvoll“, erläutert von Schmettow.
</p>
<p>
<b>Grüne: ohne Schnörkel</b><br />
<br />
Eine ähnliche Online-Strategie wie die CSU verfolgen die<br />
<a href="http://www.gruene-bayern.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grünen</a>. Auch sie lenken die Besucherströme zunächst auf die Hauptseiten, wo wesentliche Inhalte zum Wahlkampf zu finden sind. Das Layout ist an das der Bundespartei angelehnt – man profitiert von dem gleichen Content Management System. In der Rubrik „Wahlen 2003“ werden Inhalte und Kandidaten vorgestellt. „Unser Ziel ist es, den Bürgern ohne große Schnörkel / Pop-Ups / Flash-Animationen usw. die notwendigen Informationen zum Wahlkampf leicht auffindbar und in ansprechendem Design anzubieten“, erklärt Webredakteur Dieter Janecek. Entsprechend ruhig geht es auch auf der Homepage zu. Keine Video- oder Audiotracks lenken von den eigentlichen Inhalten ab. Wer sich zur Partei bekennen möchte, kann dies mittels E-Cards an Freunde und Bekannte tun, aber auch online spenden oder Mitglied werden.
</p>
<p>
Dieter Janecek kündigt noch eine Intensivierung des Online-Wahlkampfs bei den bayerischen Grünen an: „In der heißen Phase ab Anfang September wird die Homepage zunehmend deutlicher vom Wahlkampf geprägt sein. Die Erfahrungen aus dem Bundestagswahlkampf legen es uns nahe, eine Dramaturgie zu verfolgen, die sich auf die letzten drei Wochen vor der Wahl als Höhepunkt konzentriert.“ Daher kommen die Grünen nicht ohne Extra-Seite aus.<br />
<a href="http://www.gruenes-spitzenteam.de/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spitzenteam</a> und Positionen werden noch einmal auf einer eigenen Seite mit eigenem Layout präsentiert. Die neunwöchige Wahlkampftour des Viererteams kann hier Schritt für Schritt verfolgt werden. Ähnlich angriffslustig wie die SPD gibt sich das bayerische Wahlkampfteam der Grünen mit seinen Aktionsseiten &quot;<br />
<a href="http://www.s-reicht.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">s-reicht</a>&quot; (S-Bahnausbau statt Transrapid) und &quot;<br />
<a href="http://www.pass-her.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pass-her</a>&quot; (Einbürgerungskampagne).
</p>
<p>
Der Artikel entstand unter freundlicher Mithilfe von<br />
<a href="http://www.muellero.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Roland Müller</a>.
</p>
<table border="0" cellpadding="2" width="146">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">
			Erschienen am 17.09.2003
			</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Rettet die Wahlprogramme &#8211; Wählerinformationssystem zur Landtagswahl in Bayern 2003 im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/rettet-die-wahlprogramme-waehlerinformationssystem-zur-landtagswahl-in-bayern-2003-im-netz-2947/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/rettet-die-wahlprogramme-waehlerinformationssystem-zur-landtagswahl-in-bayern-2003-im-netz-2947/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mdiermann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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		<category><![CDATA[CSU]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Onlinedienst 
<a href="http://www.waehlerinformationssystem.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WIS</a> bietet eine strukturierte Gegenüberstellung der Wahlprogramme von CSU, SPD, B’90/Grüne und FDP in Originaltexten an. Die informative Wiedergabe soll meinungsbildend auf den Wähler wirken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Onlinedienst<br />
<a href="http://www.waehlerinformationssystem.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WIS</a> bietet eine strukturierte Gegenüberstellung der Wahlprogramme von CSU, SPD, B’90/Grüne und FDP in Originaltexten an. Die informative Wiedergabe soll meinungsbildend auf den Wähler wirken.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Wahlprogramme sind besser als ihr Ruf. Viele Bürger sind der Ansicht, dass die Programme, in denen die Parteien ihre Pläne und Absichten darlegen, die sie im Falle einer Regierungsübernahme oder -beteiligung realisieren wollen, nur Schall und Rauch sind – Propaganda, aus der keine Rückschlüsse auf späteres Handeln gezogen werden können. Andere meinen, Wahlprogramme seien vor allem ein Ort ideologisch überhöhter Scheingefechte ohne Beziehung zum realen politischen Geschehen.<br />
<br />
Diese Vermutung ist falsch, denn politikwissenschaftliche Untersuchungen haben für Deutschland, aber auch für andere Länder gezeigt, dass die Parteien ihre Programminhalte sogar häufig realisieren. Wahlprogramme bieten also durchaus eine verlässliche Informationsquelle.
</p>
<p>
Das Lesen ist allerdings harte Arbeit, denn ein durchschnittliches Wahlprogramm der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien umfasst schon mal an die hundert Seiten. Dabei sind zwar nicht für jeden Wähler alle Themen von Interesse, aber auch bei spezifischen Anliegen müsste man die kompletten Programme durchforsten, um herauszufinden, was die Parteien im Angebot haben. Weil dafür oft die Zeit fehlt, kann es nicht verwundern, dass die Kenntnisse der Wähler über die Inhalte von Wahlprogrammen zumeist bescheiden sind.
</p>
<p>
<br />
<b>www.waehlerinformationssystem.de &#8211; von Duisburger Studierenden entwickelt</b><br />
<br />
An dieser Stelle setzt das interaktive, online-verfügbare<br />
<a href="http://www.waehlerinformationssystem.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wählerinformationssystem (WIS)</a> an. Als Informationsangebot zur bayerischen Landtagswahl am 21. September 2003 konzipiert, ermöglicht es auf Grundlage einer Datenbank gezielte Recherchen in den Wahlprogrammen der CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP. WIS wurde von 15 Studierenden des Studiengangs Angewandte Kommunikations- und Medienwissenschaft (KOMMEDIA) an der Universität Duisburg-Essen im Rahmen eines interdisziplinären Projekts im Sommersemester 2003, in der unter der Leitung des Parteienforschers Prof. Dr. Rüdiger Schmitt-Beck politikwissenschaftliche und informationstechnische Kompetenzen zusammengebracht und praktisch nutzbar gemacht wurden – entwickelt.
</p>
<p>
<br />
<b>Wahlprogramme der „vier bundespolitisch wichtigsten Parteien“</b><br />
<br />
Die Wahlprogramme der „bundespolitisch wichtigsten Parteien“, die auch um Sitze im bayerischen Landtag konkurrieren &#8211; CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen sowie die seit 1990 nicht mehr im Landtag vertretene FDP- wurden einer inhaltlichen Klassifikation unterzogen, in allgemeine Politikbereiche und spezifischere Politikfelder unterteilt und in eine Datenbank eingepflegt. Dabei wurden keinerlei Änderungen am Originaltext vorgenommen. Arbeitsökonomischen Gründen ist es geschuldet, dass nur die Wahlprogramme der vier bundespolitisch relevantesten Parteien durch WIS zur Verfügung gestellt werden. Demokratietheoretisch angemessener wäre es, das Angebot auf die Wahlprogramme sämtlicher Parteien und Vereinigungen auszuweiten, die sich an der bayerischen Landtagswahl beteiligen. Dies war im Rahmen des einsemestrigen studentischen Projektes auf Grund begrenzter zeitlicher Ressourcen nicht möglich.
</p>
<p>
<br />
<b>Benutzerfreundliche Recherche, Gegenüberstellung und Volltextsuche</b><br />
<br />
Über eine Selektion nach Parteien, Politikbereichen und Politikfeldern kann der User direkt zu den gewünschten Textpassagen aus den Wahlprogrammen gelangen. Für 10 Politikbereiche mit insgesamt 58 Politikfeldern kann so per Mausklick in kürzester Zeit ermittelt werden, welche Positionen in den Wahlprogrammen vertreten werden. Auch die Gegenüberstellung der Positionen von zwei, drei oder allen vier Parteien zu einem bestimmten Politikfeld ist online möglich. Es bestehen außerdem die Möglichkeiten einer Freitextsuche in allen vier Wahlprogrammen oder des Download der Orginal-Programme.
</p>
<p>
<br />
<b>Wissenschaftliche Hintergrundinformationen zum Thema Wahlprogramme</b><br />
<br />
Als Ergänzung zur Recherche in den aktuellen Programmen bietet WIS außerdem Einblicke in die politikwissenschaftliche Forschung des Themas „Wahlprogramme“ und ihren Stellenwert in der repräsentativen Demokratie. Von den TeilnehmerInnen des Praxisprojektes verfasste Essays erörtern Unterschiede in Wahlprogrammen der deutschen Parteien, Faktoren, die Parteien zu Programmänderungen veranlassen, sowie das Ausmaß, in dem Wähler die Inhalte von Wahlprogrammen überhaupt zur Kenntnis nehmen. Weitere Aufsätze beschäftigen sich mit Wahrnehmungen und Bewertungen der Parteien und Programme durch Wähler, dem Stellenwert von politischen Sachfragen und Problemen für das Wählerverhalten oder erörtern die Frage, ob sich das Handeln von Parteien nach ihren programmatischen Versprechungen richtet und inwieweit sich Wahlprogramme somit zur Prognose des politischen Handelns der Parteien nach der Wahl eignen.
</p>
<p>
<br />
<b>Kein zweiter Wahl-O-Mat</b><br />
<br />
Wenn für immer mehr Menschen Politik immer weniger fassbar und politische Zusammenhänge immer weniger greifbar werden, haben informationsverdichtende Angebote Hochkonjunktur. Das hat nicht zuletzt der bahnbrechende Erfolg der Seite<br />
<a href="http://www.wahlomat.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.wahlomat.de</a> im Bundestagswahlkampf 2002 gezeigt. Die Idee dazu stammt aus den Niederlanden und ist im Grunde genial: Mit wenigen Mausklicks kann der Internetnutzer herausfinden, welche Partei er wählen sollte. Ermittelt wurde diese Empfehlung auf der Basis von aktuellen 25 Streitfragen, die zuvor den Bundesgeschäftsstellen der fünf im Bundestag vertretenen Parteien zur Beantwortung vorgelegt wurden. Der Wahlomat hat damit eine politisch-mediale Marktlücke gefüllt. Seine Dienste wurden auf Grund der kurzen und unkomplizierten Verfahrensweise von einer großen Öffentlichkeit in Anspruch genommen. Das ist weit mehr, als die meisten politischen Portale erreichen, und der Studierendengruppe aus Berlin und ihren wirtschaftlichen Unterstützern kann man dazu nur gratulieren.
</p>
<p>
Wie viele Benutzer aber tatsächlich am Wahltag entsprechend ihrer Empfehlung entschieden haben, ist gleichwohl nicht bekannt. Auch gibt es keine Erkenntnisse darüber, ob User ihre Wahlentscheidung tatsächlich verändert haben, oder ob potentielle Nichtwähler auf Grund der Wahlomat-Empfehlung doch an der Wahl teilnahmen. Der Wahlomat konnte zwar helfen, die Beurteilung von Politikzielen durch User einzuschätzen, eine Wahlentscheidung wird aber letzten Endes auch von der Parteienpräferenz, dem sozialen Umfeld oder der Wahrnehmung von Kandidaten beeinflusst. Diese Einflüsse blieben bei der Empfehlung des Wahlomaten unberücksichtigt. Stattdessen wurde auf der Basis von 25 Antworten die Wahl einer Partei empfohlen – populärwissenschaftlich hervorragend, politikwissenschaftlich zumindest hinterfragungswürdig.
</p>
<p>
Das Wählerinformationssystem setzt an einer anderen Stelle an und ist insofern nicht in Konkurrenz zum Wahlomaten zu sehen: WIS holt Wahlprogramme &#8211; die von Parteitagen verabschiedeten Fahrpläne für die Zeit nach der Wahl &#8211; aus den staubigen Kellern der Wahlkreisbüros und präsentiert sie im Internet einer interessierten Öffentlichkeit. Über verschiedene Selektionen wird dem Nutzer die Lektüre der Programme deutlich erleichtert. Dabei gibt es weder eine starre Frage-Antwort-Navigation – allein der User bestimmt, was er als nächstes wissen will – noch eine Empfehlung, welche Partei zu wählen ist. Dem User wird zugemutet, selbst zu lesen, zu vergleichen und zu bewerten. Das ist gewiss umständlicher, als 25 Fragen mit „Ja“, „Nein“ oder „Enthaltung“ zu antworten. Aber im Gegensatz zum Wahlomat ist eine so gebildete oder gestärkte Meinung von eigenen, individuellen Schwerpunktsetzungen geprägt.
</p>
<table border="0" cellpadding="2" width="146">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">
			Erschienen am 3.9.2003
			</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<!-- Content Ende --></p>
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		<title>Unten mit dem Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
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					<description><![CDATA[Oder: Warum das Webcampaigning in den USA nun auch Klassenzimmer und Bürgermeisterstuben erreicht
                    ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Oder: Warum das Webcampaigning in den USA nun auch Klassenzimmer und Bürgermeisterstuben erreicht<br />
                    <br /><!--break--><br />
                    <strong><br />
                      <br />
                    </strong>Wer sich heutzutage in den USA für ein öffentliches Amt bewirbt – und sei es als Klassensprecher in einer Highschool – der kommt um das Internet nicht mehr herum. Wenn auch der diesjährige Kongresswahlkampf kaum Innovationen in Sachen Online-Kampagnen gebracht hat, so hat er doch zumindest wiederum bewiesen, dass ohne Internet keine ernstzunehmende Kampagne mehr zu führen ist. Die Digitalisierung des amerikanischen Wahlkampfs hat inzwischen sogar die Niederungen der kommunalen Politik erreicht – allerdings fehlt es den Wahlkämpfern dort oftmals an Professionalität im Umgang mit dem Internet als Kommunikationsmittel.</p>
<p>
                    <strong>Fernsehen und Internet im Wahlkampf</strong><br />
                    <br />Angesichts der rasanten Verbreitung des Internets als Kampagnemedium in den Neunzigern haben viele Medienexperten und Politiker eine digitale Revolution vorausgesagt, vergleichbar etwa mit dem Aufstieg des Fernsehens im Kennedy-Nixon-Wahlkampf dreissig Jahre zuvor. Nach den bemerkenswerten Erfolgen von Bob Dole, Jesse Ventura, John McCain und anderen im Bereich des digitalen Spendensammelns und der Freiwilligenmobilisierung via Internet wurde das Netz zum unverzichtbaren Werkzeug der Kampagnenführung erklärt – auch und insbesondere für die „Kleinen“ in der Politik.</p>
<p>
                    <strong>Vorteil Internet</strong><br />
                    <br />Für Kandidaten, denen im Wahlkampf nur ein sehr beschränktes Budget zur Verfügung steht – beispielsweise Politiker aus Randparteien wie der „Green Party“ von Ralph Nader, aber auch Amtsanwärter auf den unteren Politikebenen – ist das Internet aufgrund seiner relativen Kostengünstigkeit ein äußerst attraktives Medium. Dies erklärt auch die Begeisterung kleinstädtischer<br />
                    <a href="http://www.shopseaside.com/donlarson">Bürgermeisteraspiranten</a>,<br />
                    <a href="http://www.dirk2002.com">County-Sheriffskandidaten</a> und allen anderen, die – auf welcher Ebene auch immer – in die Politik streben, für das neue Medium. Sie sehen im Webcampaigning eine sinnvolle Erweiterung des Klinkenputzens im klassischen Wahlkampf, da beispielsweise viele potentielle Wähler auf der Arbeit im Netz surfen und so mit ein erster Kontakt zwischen Kandidat und Bürger hergestellt werden kann. Hierin liegt aber wiederum auch die Krux der Sache, da das Internet, im Gegensatz etwa zum Fernsehen, eine Abkehr vom passiven Informationskonsum und damit ein Aktivwerden des Bürgers erfordert – eine realistische Erwartungshaltung im Zeitalter der couch potatoes?<br />
                    <br />Ein weiterer, oft angeführter Vorteil des Netzwahlkampfes besteht in der Möglichkeit, Informationen ungefiltert, direkt und kostengünstig an den Wähler zu bringen. Wer es sich nicht leisten kann, Millionen von Dollars für aufwendige TV-Werbespots auszugeben, findet im Internet eine Alternative. Allerdings gilt auch hier: Es ist verhältnismäßig einfach, Informationen bereitzustellen. Ob sie aber nachgefragt werden, steht auf einem anderen Blatt. Präsenz ist wichtig. Viele der Amtsanwärter auf kommunaler und regionaler Ebene versehen daher sämtliches Kampagnematerial – Plakate, Broschüren, Aufkleber – mit ihrer Internetadresse. Das Echo unter den Wahlkämpfern ist geteilt. Während die einen das Netz als demokratieförderndes Kommunikationsmedium begrüßen, weil es die Meinungen derer, die nicht über Einfluss und einen großen Geldbeutel verfügen, zu Gehör bringt, klagen andere Kandidaten über mangelndes Wählerinteresse und Ineffizienz des Internets.</p>
<p>
                    <strong>Kritik am Onlinewahlkampf</strong><br />
                    <br />Letzteres ist vor allem auf mangelnde Professionalität der kommunalen Wahlkämpfer im Umgang mit dem Medium Internet zurückzuführen. Wahlkampfexperten kritisieren die amateurhafte Aufmachung vieler Homepages, die oftmals vom Kandidaten selber erstellt werden. Die Seiten sind meist nicht mehr als einfache Werbebroschüren, die noch dazu im Netz schwierig aufzufinden sind, da viele Wähler auf lokaler Ebene die Namen ihrer Kandidaten nicht genau kennen. Häufig sind die Informationen auf den Seiten veraltet, Suchfunktionen fehlen und Links funktionieren nicht. Wahlkampfprofis empfehlen kommunalen Politikern daher, statt eines unprofessionellen Internetwahlkampfes ihre Ressourcen besser für einen intensiven konventionellen Wahlkampf einzusetzen, bei dem der persönliche Kontakt zwischen Kandidat und Wähler immer noch im Vordergrund steht. Nach dem Motto: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Beziehungsweise: Bürgermeister, bleib bei deinem Bierhumpen.</p>
<p></p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 31.10.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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		<title>Kumuliert, panaschiert, irritiert?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mhartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahlrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wirklich neu ist das angewandte Wahlrecht für
die hessische Kommunalwahl am 18. März nur für die hessischen Wahlbürger, denn in
anderen Bundesländern werden bereits seit einigen Jahren Stadtverordnetenversammlungen, Kreistage
und Ortsbeiräte nach dem Prinzip des Kumulierens und Panaschierens gewählt.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wirklich neu ist das angewandte Wahlrecht für<br />
die hessische Kommunalwahl am 18. März nur für die hessischen Wahlbürger, denn in<br />
anderen Bundesländern werden bereits seit einigen Jahren Stadtverordnetenversammlungen, Kreistage<br />
und Ortsbeiräte nach dem Prinzip des Kumulierens und Panaschierens gewählt.</b></span><!--break-->
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese beiden Verfahren stellen die zentralen inhaltlichen Veränderungen im Vergleich<br />
zu den vorangegangenen Kommunalwahlen dar. Mit dem Gesetz zur Stärkung der<br />
Bürgerbeteiligung und der kommunalen Selbstverwaltung vom 23. Dezember 1999 wurde neben<br />
der aufgewerteten Rechtstellung der direkt gewählten Bürgermeister und Landräte, der<br />
Sport in die Kommunalverfassung aufgenommen, die Mitwirkung kommunaler Spitzenverbände an<br />
der Landesgesetzgbeung verbessert und schließlich auch das bisherige Kommunalwahlrecht<br />
umfangreich geändert.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dabei wurde auch das aktive Wahlalter &#8211; mit einer Übergangsregel für die kommende<br />
Kommunalwahl &#8211; wieder von sechzehn auf 18 Jahre angehoben, die Legislaturperiode von vier<br />
auf fünf Jahre verlängert, die Fünf-Prozent-Hürde gestrichen und ein neues Wahlsystem<br />
eingeführt, das im folgenden näher erläutert werden soll.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Unverändert bleibt das Prinzip der Verhältniswahl bestehen, nach dem die Verteilung<br />
der Mandate auf die einzelnen Parteien entsprechend ihrem Anteil an den insgesamt<br />
abgegebenen Stimmen erfolgt. Mit der Einführung des neuen Wahlrechts soll den Wählern<br />
die Möglichkeit offeriert werden, nicht mehr nur zwischen den bisherigen starren Listen<br />
wählen zu können, sondern mit der Stimmabgabe auch einen direkten Einfluss auf die<br />
Reihenfolge der Bewerberinnen und Bewerber zu haben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Wähler können bei der bevorstehenden Kommunalwahl so viele Stimmen verteilen, wie<br />
Sitze in Stadtparlamenten oder  Kreistagen zu wählen sind. Dabei steht ihnen zu,<br />
jedem Kandidaten bis zu drei Stimmen zu geben (&quot;kumulieren&quot;) und somit die<br />
Rangfolge der Bewerberinnen und Bewerber auf dem favorisierten Wahlvorschlag zu<br />
beeinflussen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zudem müssen sich die Wähler nicht mehr nur für eine bestimmte Partei oder eine<br />
Wählergruppe entscheiden, sondern können zusätzlich ihre Stimmen auch Kandidaten in<br />
einem oder mehreren Wahlvorschlägen zuteilen (&quot;panaschieren&quot;).</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nicht vergebene Stimmen des Wählers werden schließlich bei der Auswertung den<br />
Bewerberinnen und Bewerbern des gekennzeichneten Wahlvorschlags zugerechnet. Dabei<br />
erhalten alle Bewerberinnen und Bewerber, die nicht bereits drei Stimmen bekommen haben,<br />
ausgehend von der überzähligen Stimmenanzahl von oben nach unten jeweils ein Stimme.<br />
Dieser Vorgang wird so lange durchgeführt, bis alle Stimmen verteilt wurden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wer jedoch verhindern will, dass bestimmte Bewerberinnen und Bewerber bei diesem Modus<br />
allein durch die Kennzeichnung eines Wahlvorschlags zusätzliche Stimmen erhalten, kann in<br />
der gewählten Liste Streichungen von Bewerberinnen und Bewerbern vornehmen. In diesem<br />
Fall werden die überzähligen Stimmen den verbleibenden Kandidaten zugeordnet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Allerdings können die Wähler sich natürlich wie bisher auch für eine favorisierte<br />
Liste mit der vorgegebenen Reihenfolge der Bewerberinnen und Bewerber entscheiden &#8211; und<br />
die Wahl mit einem einzigen Kreuz entscheiden. </span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kommunaler Kulturkampf</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/kommunaler_kulturkampf-790/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[emeyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtleben]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Antragsteller als Ärgernis?</b></span>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Das Frankfurter Nachtleben leidet unter Überregulierung. Seit Mitte
der 90er Jahre setzen sich deshalb Initiativen für eine Liberalisierung
des restriktiven Reglements ein und kassierten dabei auch schon
handfeste Prügel für ihr unkonventionelles politisches Engagement. Im
Konflikt um die Störung von &#34;Ruhe und Ordnung&#34; hat sich die
subkulturelle Praxis politisiert: Jetzt intervenieren die Akteure in
den Kommunalwahlkampf.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Antragsteller als Ärgernis?</b></span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Das Frankfurter Nachtleben leidet unter Überregulierung. Seit Mitte<br />
der 90er Jahre setzen sich deshalb Initiativen für eine Liberalisierung<br />
des restriktiven Reglements ein und kassierten dabei auch schon<br />
handfeste Prügel für ihr unkonventionelles politisches Engagement. Im<br />
Konflikt um die Störung von &quot;Ruhe und Ordnung&quot; hat sich die<br />
subkulturelle Praxis politisiert: Jetzt intervenieren die Akteure in<br />
den Kommunalwahlkampf.</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Unter dem Motto &quot;Was ihr wollt vs. Was geht&quot; hatte die Frankfurter Party-Szene  in den alternativen Veranstaltungsort <a href="http://www.space-place.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Space Place</a><br />
eingeladen. In der alten Milchsackfabrik war ein Boxring aufgebaut<br />
worden, in dem sich vor allem die amtierende Oberbürgermeisterin <a href="http://www.petra-roth.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Petra Roth</a>(CDU) und der SPD-Spitzenkandidat  <a href="http://www.achim-vandreike.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Achim Vandreike</a> den Fragen eines eher jungen Publikums stellten. Über vier Runden ging der von Fernseh-Moderator <a href="http://www.latelounge.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Roberto Cappelluti</a><br />
moderierte Kulturkampf. Thema war die restriktive Politik der Stadt<br />
gegenüber den Veranstaltern von Partys und Betreibern von<br />
Szene-Hang-Outs. Hier kann Frankfurt dem vielfach formulierten Anspruch<br />
als weltoffene Metropole wahrgenommen zu werden, in keiner Weise<br />
gerecht werden. Auch wenn die Sperrzeit in der Frankfurter Innenstadt<br />
inzwischen auf die Putzstunde zwischen 5 und 6 Uhr verkürzt wurde,<br />
zeigt dies beispielsweise das Vorgehen der Polizei, die selbst<br />
Veranstaltungen im Umfeld der Kunstmesse &quot;Art&quot; sowie der Frankfurter<br />
Buchmesse bereits mit Verletzten beendet hat.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In den Mittelpunkt der<br />
Podiumsdiskussion geriet immer wieder das Ordnungsamt, das die<br />
Antragsteller nach Auskunft von Anwesenden lieber als Ärgernis, denn<br />
als Bürger behandele. Mitveranstalter Matthias Morgenstern forderte<br />
deshalb, statt dem Verbotsbescheid das sogenannte<br />
&quot;Realisierungsgespräch&quot; zur Regel zu machen. Auch Vandreike mahnte eine<br />
Umorientierung vom Obrigkeitsdenken zur Partnerschaft an, die auch die<br />
Oberbürgermeisterin unter dem Stichwort &quot;Serviceorientierung&quot;<br />
versprach. Während Roth damit vor allem eine Vereinfachung der<br />
Verwaltungsverfahren durch verbesserte Koordination (&quot;one-stop-agency&quot;)<br />
meint, wurde deutlich, dass darüber hinaus ein verändertes<br />
Kulturverständnis gefragt ist. In der abschließenden Runde über<br />
&quot;Kulturpolitik&quot; fragte sie wiederholt, was denn nun für ein Gegenstand<br />
diskutiert werde &#8211; etwa &quot;Stadtteilkultur&quot;? Hier zeigte sich auch, dass<br />
die zur Beurteilung herangezogenen Maßstäbe recht unterschiedlich sind:<br />
Während prestigeträchtige Großveranstaltungen wie der <a href="http://www.sof.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Sound of Frankfurt&quot;</a><br />
sowie der Lärm von LKWs akzeptiert werden, werden die Dezibelmessungen<br />
lieber am Club neben der Strasse vorgenommen, wie der ehemalige<br />
Betreiber des Ostklub, Hans Romanov, berichtete.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Abschließend lässt sich von einem<br />
Punktsieg für Vandreike sprechen: Während sich die Verwaltungschefin<br />
als paternalistisches Stadtoberhaupt präsentierte und jedes Problem<br />
durch persönliche Absprache zu lösen versprach (&quot;Rufen Sie mich morgen<br />
an&#8230;&quot;), konnte der SPD-Kandidat zum Beispiel mit dem juristischen<br />
Problem der persönlichen Haftbarkeit von Mitarbeitern der städtischen<br />
Verwaltung in Sachen &quot;Brandschutz&quot; argumentieren. Auch wies er darauf<br />
hin, dass das Thema durch diese Veranstaltung nun im<br />
politisch-administrativen System angekommen sei. Was Aktivisten wie<br />
Romanov, der für die Nutzung rechtlicher Freiräume plädierte, suspekt<br />
erscheinen muss, ist aus der Perspektive politischer Kommunikation<br />
plausibel: Die Akteure haben sich mit einer Diskussionsveranstaltung im<br />
Kommunalwahlkampf und der Ankündigung zur Formulierung von<br />
Wahlprüfsteinen als potenzielle Wähler so artikuliert, dass es auch<br />
Politiker verstehen müssten. Ergänzt wird der Versuch<br />
kommunalpolitischer Einflussnahme durch eine <a href="http://www.nachttanzdemo.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Nachttanzdemo&quot;</a>,<br />
die am 10. März ab 22 Uhr durch die Frankfurter Straßen ziehen soll. Ob<br />
diese das Ergebnis der Wahl am 18. März tatsächlich zugunsten einer<br />
Frankfurter Kultur, die jenseits repräsentativer Edel-Events und<br />
etablierter Institutionen stattfindet, beeinflussen wird, darf jedoch<br />
bezweifelt werden.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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