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	<title>Kosovo-Krieg &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Kosovo-Krieg &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Zum Diskurselend der kriegsversehrten Intellektuellen</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo-Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Intellektueller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Goedart Palm in einem Essay über das Diskurselend der kriegsversehrten Intellektuellen in Deutschland
</p>
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Goedart Palm in einem Essay über das Diskurselend der kriegsversehrten Intellektuellen in Deutschland
</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Zu Beginn der siebziger Jahre, als Altkanzler Brandt<br />
provokativ mehr Demokratie, nicht nur im Staat,<br />
sondern auch in der Gesellschaft wagen wollte, waren<br />
sie auf einmal da: Die Intellektuellen. Ihre plurale Rolle<br />
zwischen Kultur und Politik war zwar gesellschaftlich<br />
angefochten, vermuteten doch einige, daß Ratten und<br />
Schmeißfliegen diskursiven Unrat über das Volk<br />
brachten, aber das reflexive Selbstverständnis<br />
leuchtete mit neuer Kraft und Herrlichkeit. Auf die<br />
selbstgestellte Frage, ob sie den &quot;opinion leaders&quot; oder<br />
selbstverlorene Schwätzer seien, die folgenlos dem<br />
Weltgeist hinterherhechelten, sollte kein neuerliches<br />
Verdikt folgen, daß sie innere Emigration äußerem<br />
Widerstand bevorzugten? &quot;Nicht länger schweigen&quot; war<br />
das spät entdeckte Fazit in der quälenden<br />
Retrospektive ihrer historischen Abwesenheit, von der<br />
Nationalsozialismus und Stalinismus gleichermaßen<br />
profitierten. Ihr neues altes Problem damals: Ob sie<br />
denn etwas veränderten mit wohlwissenden Diskursen,<br />
aufklärenden Reden, Antifa-Pamphleten und<br />
mediengerechten Menschenrechtstribunalen a la<br />
Bertrand Russel. In dieser Aporie befangen konnten sie<br />
sich zwar nicht über ihre gesellschaftliche<br />
Wirkungsmächtigkeit einigen, aber die Plädoyers der<br />
Intellekuellen lösten zugleich das von Sartre vertretene<br />
Plädoyer für die Intellektuellen ein. Vom Diskurs zur<br />
Tat pochte die Intelligentsia auf öffentliche<br />
Aufmerksamkeit und einige wechselten sogar die<br />
Waffen, um folgenreicher dem Weltgeist auf die<br />
Sprünge zu helfen. Nicht nur Heinrich Böll<br />
demonstrierte in Mutlangen, Demos wurden zum<br />
intellektuellen Stelldichein, das nicht länger in<br />
Debattierclubs oder im Saale, sondern auf der hart<br />
asphaltierten Straße der Meinungsfreiheit stattfinden<br />
sollte. Ulrike Meinhof und andere entschieden sich<br />
dagegen für den bewaffneten Kampf, der endgültig das<br />
Elend der Intellektuellen ratifizierte, daß Textsorten<br />
zwar gegen Maschinenpistolen ausgetauscht werden<br />
können, aber deshalb noch lange nicht bessere<br />
Gesellschaften zurücklassen. Im Dissens der Mittel<br />
und Methoden herrschte glechwohl die relative Einigkeit<br />
der Einzelgänger, daß Einmischung zum literarischen<br />
Arsenal gehört, wenn Kultur mehr als ein Blütentraum<br />
gewaltgrundierter Gesellschaften sein soll. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Diese Emanzipation der Bescheidwisser ist nach<br />
Jahrzehnten medialer Folgenlosigkeit nun bis zur<br />
Unerkennbarkeit ihrer politischen Profile weich- und<br />
rundgespült worden. So legt die geistige Avantgarde im<br />
ersten Krieg der Bundesrepublik Deutschland seit dem<br />
Zweiten Weltkrieg vorsichtige Glaubensbekenntnisse<br />
ab, windet sich gegenüber der windigen<br />
Weltwetterlage, reklamiert Betroffenheit und<br />
schleichende Apathie macht sich da breit, wo früher<br />
mehr oder weniger fröhliches Räsonnement den<br />
widrigen Verhältnissen ins dummgrinsende<br />
Mediengesicht spuckte. Vordem war der diskursive<br />
Elan noch ideologisch durch die Antagonismen des<br />
Systemdenkens zwischen Ost und West gesichert,<br />
wurde praktisch demonstriert, was programmatisch<br />
vorbereitet war. Globale Verbrüderung im Zeichen des<br />
Dollars, ideologischer Kollaps und Mauerfall scheinen<br />
in Nachhinein nicht nur die politischen<br />
Welterschließungsweisen entschärft zu haben,<br />
sondern auch das Selbstvertrauen des Geistesadels in<br />
die eigene Genealogie der Moral schleichend<br />
anästhesiert zu haben.   </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Vage stehen zwar intellektueller Diskurs und politische<br />
Praxis noch immer im Zusammenhang, aber die<br />
NATO-Doktrin des gerechten Humankrieges hat die<br />
vorauseilenden Bescheidwisser bis zur Sprachlosigkeit<br />
gelähmt. Als Losung mag dieser Aphasie Adornos<br />
negativdialektisches Aperçu dienen &quot;Es gibt kein<br />
richtiges Leben im falschen&quot;. Darauf verständigt sich<br />
jedenfalls die aufgeklärte Staatsräson Außenminister<br />
Fischers, der öffentlich über das Für und Wider des<br />
Krieges reflektiert, ohne damit im Gegensatz zu seinen<br />
Freunden alter Seilschaften die geringste<br />
Handlungsschwäche zu legitimieren. Zwischen einem<br />
klaren &quot;Ja&quot; und einem entschiedenen &quot;Nein&quot; liegt<br />
inzwischen ein nicht minder entschiedenes &quot;Jein&quot; für<br />
den NATO-Krieg. &quot;Wir machen uns immer schuldig,<br />
also bomben wir&quot; lautet der kategorische Imperativ der<br />
neohumanen Spätaufklärung. Allein über dem<br />
sehnsüchtig perhorreszierten showdown des<br />
Bodenkrieges mag noch einige Tage diskursiver<br />
Schleier liegen, bis auch diese Jungfrau von<br />
medi-zynischen &quot;spin-doctors&quot; vom Schlage Jamie<br />
Sheas enthüllt wird. Wie soll sich da noch intellekueller<br />
Widerstand gegen die Omnipotenz der<br />
Menschenfreunde rühren? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Intellektuelle umspielen inzwischen den gerechtesten<br />
aller Angriffskriege mit diskursiven Arabesken, die das<br />
Selbstverständnis pluralistischer Demokratien im<br />
Feuilleton nachglasiert. Dieter Forte weiß etwa mit<br />
Erasmus, daß ein Friede nie so ungerecht sei, daß er<br />
nicht dem gerechtesten Krieg vorzuziehen wäre. Ein<br />
humanistisches Zeigefingerchen &#8211; fernab lautstarker<br />
Demos und des paramilitärischen Drucks der Straße.<br />
Aber ist der Humanist von Rotterdam, der selbst seine<br />
Zeitgenossen &#8211; etwa Luther oder Ulrich von Hutten &#8211; mit<br />
der Enthaltsamkeitspolitik des weltabgewandten<br />
Bibliothekenbewohners nicht zu überzeugen<br />
vermochte, noch länger Gewährsmann in einer<br />
spätmodernen Gesellschaft? Wer heute in der<br />
inflationären Währung flüchtiger Aufmerksamkeiten für<br />
seine Meinung zahlen muß, kann nicht auf<br />
Kalenderblätter rekurrieren, sondern muß sein<br />
Diskursethos mit ungleich schärferer Präzision<br />
aufrüsten.  </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Harald Schmidt hält den Kosovokrieg in seiner<br />
&quot;Late-Show&quot; nicht für satirefähig; lang vergessen ist<br />
Tucholskys Dekret, daß Satire alles darf. Diese in der<br />
Weltbühne für die &quot;comédie humaine&quot; ausgestellte<br />
Blankovollmacht des Antimilitarismus wird nicht länger<br />
gegengezeichnet, weil Einschaltquoten zuletzt der<br />
gefährlichen Kritik an selbstbewußter Globalhumanität<br />
geopfert werden dürfen. Das satirische Mediengesetz<br />
des folgenlosen Frohsinns lautet: Wir dürfen uns<br />
totlachen, aber nicht über den Tod lachen! Harald<br />
Schmidt bietet indes ersatzweise an, aus solidarischen<br />
Gründen im Kosovo anzutreten, wenn der Krieg länger<br />
währen sollte. Also doch: Lachsalven<br />
bundesrepublikanischer Friedens-engel als<br />
mediengerechte Saldierung von Breitseiten?  </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Dem ubiquitären Essayisten Enzensberger gar fällt<br />
zum Kosovo überhaupt nichts mehr ein, obwohl ihn<br />
noch zuvor die historisch hoch-originelle Erkenntnis<br />
zum öffentlichen Glaubensbekenntnis trieb, daß<br />
Saddam Hussein Hitler sei. Zumindest die<br />
amerikanische T-Shirt-Industrie überzeugte er damit.<br />
Welcher diskursive Nährwert sich mit<br />
Geschichtsklitterungen der dritten Art verbindet, bleibt<br />
freilich heute so offen wie damals, als der gerechte<br />
Medienkrieg noch in den Kinderschuhen marschierte.<br />
Vergessen ist nun mit Tucholsky auch Karl Kraus, dem<br />
seine Einfallslosigkeit gegenüber Hitler zu einer seiner<br />
stärksten Widerreden und sichersten Prognosen gegen<br />
den damals noch jungen Faschismus geriet. Der alte<br />
Enzensberger hält die möglichen Meinungen dagegen<br />
für hinreichend repräsentiert. Hier markiert sich das<br />
Diskurselend der vormals selbstbewußten Mandarine<br />
am nachhaltigsten: Alle reden vom Krieg. Wir nicht.<br />
Christa Wolf verwehrt sich dagegen, diese<br />
Sprachlosigkeit als Zeichen von Gleichgültigkeit oder<br />
Feigheit zu werten, sieht sie sich doch in einer<br />
Zwangslage, aus der sie keinen Ausweg weiß. Sartre<br />
hatte dieser Selbstbescheidung der Schreibenden noch<br />
eine klare Absage erteilt: &quot;Aufgabe des Intellektuellen<br />
ist es, seinen Widerspruch für alle zu leben und ihn<br />
durch Radikalität (das heißt durch die Anwendung der<br />
exakten Techniken auf die Lüge und Illusionen) für alle<br />
zu überwinden&quot;. So wird es zum Treppenwitz der<br />
Geschichte, daß ausgerechnet der selbsternannte<br />
&quot;Bewohner des Elfenbeinturms&quot; und<br />
harmlos-prätentiöse &quot;Publikumsbeschimpfer&quot; Handke<br />
zum glühenden Gegner militärisch verabreichter<br />
Menschlichkeit wird. Die Rückgabe des 1973<br />
erhaltenen Büchner-Preises und der Kirchenaustritt<br />
sind zwar wenig mehr als stumpfe Klingen im<br />
schneidigen Gefecht und die proserbische Paranoia ist<br />
alles andere als ein geschmacksneutrales Placebo,<br />
aber wenigstens leuchtet hier der alte Zorn der<br />
Kopfkrieger wieder auf, der anderenorts abhanden kam. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Verkümmern die Intellektuellen nun endgültig zum<br />
feuilletonistischen Appendix globaler<br />
Mediengesellschaften, die den Diskurs den Politikern<br />
überlassen, weil die doch größere Köpfe, zumindest<br />
aber intellektuell nicht anfechtbare<br />
Informationsprivilegien besitzen? Während die<br />
späteuroamerikanischen Öffentlichkeiten zu<br />
Risikogesellschaften mutierten, haben nicht nur die<br />
deutschen Geistesriesen das diskursive Risiko aus<br />
ihrem Arsenal der Selbst- und Fremdverständigung<br />
verbannt. Nicht länger hält sich das Wissen, daß das<br />
Denken sich in Vorläufigkeit und Versuch bescheiden<br />
kann, ohne der larmoyanten Apathie eigener Folgen-<br />
und Sprachlosigkeit zu verfallen. Aus der vormaligen<br />
Hitze ideologischer Fronten mag kein einfacher Weg in<br />
das Experiment tastenden, gleichwohl selbstgewissen<br />
Denkens zurückführen. Aber allein diesen<br />
Welterschließungsmodus meinte Adorno, als er die<br />
&quot;minima moralia&quot; gegen die Arroganz der<br />
Besserwissenden ins Feld führte &#8211; nicht aber den<br />
Dezisionismus von Handelnden, die sich einen<br />
schnellen Endreim auf die ungereimten Verhältnisse<br />
machen, um doch nur prosaisch draufzuschlagen. Im<br />
freiwilligen Exil der Selbstpazifizierung der<br />
Intellektuellen erleben wir jetzt die armseligste Stunde<br />
des postideologischen Geistes. Endgültig scheint der<br />
Strukturwandel der Öffentlichkeit dahin, wird der<br />
Diskurs wieder an die Auguren des Handelns<br />
abgetreten, schweigen oder säuseln die, die doch<br />
reden müssen, wenn wir an ihre Existenz glauben<br />
sollten</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Spielzeug für Flüchtlingskinder</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/spielzeug_fuer_fluechtlingskinder-542/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffen Wenzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Jugoslawien]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo-Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtling]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Mit dem Aufruf &#34;Schickt ein Paket mit Spielsachen&#34; - startete am Dienstag das
Hilfsprojekt &#34;Kids helfen Kids im Kosovo&#34;. Die Initiative für Flüchtlingskinder
haben mehrere namhafte Online-Dienste für Kinder im Netz ergriffen. Mit Hilfe des
Arbeiter-Samariter-Bundes sollen die gesammelten Schätze in den kommenden Wochen in
mazedonischen und albanischen Flüchtlingscamps direkt an Kinder verteilt werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Mit dem Aufruf &quot;Schickt ein Paket mit Spielsachen&quot; &#8211; startete am Dienstag das<br />
Hilfsprojekt &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot;. Die Initiative für Flüchtlingskinder<br />
haben mehrere namhafte Online-Dienste für Kinder im Netz ergriffen. Mit Hilfe des<br />
Arbeiter-Samariter-Bundes sollen die gesammelten Schätze in den kommenden Wochen in<br />
mazedonischen und albanischen Flüchtlingscamps direkt an Kinder verteilt werden.<!--break-->
</p>
<p>
&quot;Warum Krieg? Wer kämpft da eigentlich warum? Wie kann der Frieden wiederhergestellt werden?<br />
Wie lange müssen Menschen im Kosovo noch leiden? Kann ich helfen?&quot; &#8211; das sind Fragen, die immer<br />
mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland &#8211; fernab von dem unfaßbaren Leid im Kosovo &#8211; beschäftigen.<br />
Der Krieg auf dem Balkan ist längst in die Kinderzimmer und Klassenräume der Republik gerückt.<br />
Ratlos und verängstigt suchen viele Kids nach Antworten.<br />
Auf diese Verunsicherung haben nun sieben namhafte Anbieter von Websites für Kinder reagiert:<br />
Mit der gemeinsamen Aktion &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot; rufen die Suchmaschine für Kinder<br />
&quot;Blinde Kuh&quot;, die Kinderzeitschrift &quot;GEOlino&quot;, &quot;Greenpeace Kids online&quot;, &quot;Kindersache&quot; von der<br />
Infostelle Kinderpolitik des Deutschen Kinderhilfs-werks, die Mailingliste &quot;Kinderpost&quot;, die<br />
WDR-Redaktion &quot;Lilipuz&quot; und das &quot;Kindernetz&quot; des Südwestrundfunks via Internet auf, Spielsachen<br />
zu spenden. Unterstützt wird die Aktion von der Kinderkommission des Deutschen Bundestages und<br />
dem Verein &quot;Schulen ans Netz&quot; (Bonn).
</p>
<p>
Auf den Kids-Websites können inzwischen Hintergründe und aktuelle Informationen zum Balkankrieg<br />
abgerufen werden. Diskussionsforen bieten dem Nachwuchs ferner die Möglichkeit, sich auszutauschen<br />
und zu vernetzen.<br />
&quot;Rund die Hälfte der Flüchtlinge aus dem Kosovo sind Kinder. Sie leiden besonders&quot;, erklärte<br />
Tobias Gehle, Sprecher der Aktion &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot;. &quot;Zahlreiche Flüchtlingskinder<br />
sind krank und mangelernährt, viele haben Eltern, Geschwister und Freunde verloren. Sie werden<br />
lange brauchen, um dieses Trauma zu verarbeiten. Mit unserer Aktion versuchen wir zu helfen &#8211;<br />
klein, aber fein. Die Spielsachen beschäftigen die Kinder, geben ihnen ein kleines Stück Normalität<br />
zurück. Gleichzeitig hilft die Aktion den Kindern, die nicht im Krisengebiet leben. Durch<br />
konkretes Engagement können sie ihrer Verunsicherung über den Krieg im Kosovo entgegensteuern.&quot;
</p>
<p>
Wer spenden will schickt Kuscheltiere, Malstifte, Bälle, Spiele bis zum 6. Juni an:<br />
Führungsakademie der Bundeswehr <br />
Clausewitz-Kaserne<br />
Stichwort &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot;<br />
Manteuffelstr. 20<br />
D-22587 Hamburg
</p>
<p>Mehr Informationen und Links zu allen Initiatoren der<br />
Aktion im Netz:<a href="http://www.blinde-kuh.de/kosovo/">www.blinde-kuh.de/kosovo/</a></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>PR-Manöver vor dem Krieg</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/pr_manoever_vor_dem_krieg-543/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/pr_manoever_vor_dem_krieg-543/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jwehnelt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Jugoslawien]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo-Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wie entwickelte die USA Interesse für das
Kosovo? PR-Agenturen warben für
Kosovo-Albaner und Serben.
Von Joachim Wehnelt</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wie entwickelte die USA Interesse für das<br />
Kosovo? PR-Agenturen warben für<br />
Kosovo-Albaner und Serben.<br />
Von Joachim Wehnelt</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Selbst Abgeordnete des US-Kongresses, so erzählt<br />
PR-Manager James Harff, fragten noch Anfang der 90er<br />
Jahre: &quot;Kosovo? Wer ist Kosovo?&quot; Nach vier Wochen<br />
Krieg gegen das Milosevic-Regime wissen die<br />
Amerikaner Bescheid. Der Aufstieg des Kosovo vom<br />
politischen Niemandsland zur Existenzfrage für das<br />
mächtigste Verteidigungsbündnis der Welt dauerte<br />
Jahre. Dass die Amerikaner sich überhaupt für diese<br />
ferne Krisenregion interessieren, ist auch Harff zu<br />
verdanken. Er war PR-Manager der Kosovo-Albaner. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Seit 1991/92 versuchen Serben und Kosovo-Albaner<br />
den Nato-Anführer USA von ihren politischen und<br />
wirtschaftlichen Interessen zu überzeugen. Die<br />
Schlacht vor dem Krieg führten die verfeindeten Seiten<br />
mit den Waffen professioneller Öffentlichkeitsarbeit:<br />
Renommierte PR-Firmen vermittelten Termine mit<br />
US-Abgeordneten, organisierten Reisen in die<br />
Krisenregion und sorgten für Interviews in den Medien.<br />
&quot;Die Arbeit war nicht leicht&quot;, erzählt James Harff. Von<br />
1992 bis 1997 war er bei der PR-Agentur Ruder Finn für<br />
die Lobby-Arbeit der Kosovo-Albaner in den USA<br />
verantwortlich. Auftraggeber: die Exilregierung der<br />
&quot;Republik Kosovo&quot; mit Sitz in Bonn. Harffs Rezept:<br />
Hochrangige Politiker erhielten regelmäßig Newsletters<br />
über die politische Lage im Kosovo, &quot;immer kombiniert<br />
mit einer Landkarte, damit sie verstehen, wo dieses<br />
Land ist&quot;. Unter den Empfängern: Mitglieder des<br />
Kongresses, des Nationalen Sicherheitsrats und des<br />
Weißen Hauses. Wichtiger waren nach Harffs Meinung<br />
allerdings die persönlichen Begegnungen. Sein größter<br />
Erfolg: Er arrangierte eine Zusammenkunft des<br />
gewählten Kosovo-Präsidenten Ibrahim Rugova und des<br />
Exil-Ministerpräsidenten Bujar Bukoshi mit<br />
Außenministerin Madeleine Albright. &quot;Ein zweiter<br />
wichtiger Punkt waren die acht Reisen von<br />
Kongressdelegationen in das Kosovo, damit sich die<br />
Abgeordneten aus erster Hand informieren konnten.&quot;<br />
Weitere Maßnahmen: ein Interview-Training für Rugova<br />
und Unterstützung der albanisch-amerikanischen<br />
Gemeinde, Demonstrationen zu organisieren. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Die Agentur Ruder Finn, die auch für Bosnien und die<br />
Schweiz tätig war, erhielt für ihre Kosovo-Arbeit 982<br />
493,56 Dollar (918 218,28 Euro). Das geht aus<br />
Dokumenten des US-Justizministeriums hervor. In<br />
diesen Listen sind auch alle weiteren PR-Maßnahmen<br />
verzeichnet. Zum Beispiel für die Demokratische Liga<br />
Kosovo (LDK). Die Partei des Kosovo-Präsidenten<br />
Rugova engagierte die Washingtoner Agentur Arnold &amp;<br />
Porter. Die PR-Manager warben bei zahlreichen<br />
Regierungsvertretern um Verständnis für die Lage im<br />
Kosovo. Ihr prominentester Gesprächspartner: James<br />
Rubin, den sie am 27. Januar 1994 und vier weitere<br />
Male sprachen. Damals war er US-Sprecher bei den<br />
UN, heute erläutert der Ehemann von CNN-Reporterin<br />
Christiane Amanpour die Nato-Kriegsstrategie<br />
Albrights. Unabhängigkeit, Frieden, Freiheit: Während<br />
sich die Vertreter der Kosovo-Albaner stets darum<br />
bemühten, für ihre Politik Unterstützer zu finden,<br />
zielten die Serben hauptsächlich auf wirtschaftliche<br />
Interessen. Denn die Souveränität ihres Staates war<br />
zunächst nicht gefährdet. Doch die im Mai 1992 wegen<br />
der andauernden Menschenrechtsverletzungen in<br />
Kroatien und Bosnien verhängten<br />
UN-Wirtschaftssanktionen gegen Rest-Jugoslawien<br />
sorgten für ökonomische Einbußen in Serbien und<br />
Montenegro. PR-Maßnahmen sollten helfen sie in<br />
Grenzen zu halten. Der führende serbische<br />
Arzneimittelhersteller ICN Galenika, 1991 privatisiert,<br />
trug wesentlich zum serbischen Exportvolumen bei.<br />
Kein Wunder, dass die Firmenführung bereits am 8.<br />
Mai 1991 die PR-Agentur Rivkin, Radler, Bayh, Hart &amp;<br />
Kremer engagierte. Während der Terror gegen Kroatien<br />
und Bosnien immer brutaler wurde, hatten die<br />
Lobbyisten die Aufgabe, &quot;Ratschläge zu erteilen und<br />
Kontakte mit US-Regierungsmitgliedern aufzunehmen<br />
bezüglich der Ereignisse in Jugoslawien&quot;. Pharma-Chef<br />
Milan Panic war von Milosevic sogar zum<br />
Ministerpräsidenten ernannt worden. Doch die<br />
Weggefährten überwarfen sich bald. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Mit Wirtschaft Politik machen ­ und umgekehrt: Auch<br />
die serbischen Brüder Karic, die Banken, Unternehmen<br />
und den Belgrader Sender BK besitzen, beherrschen<br />
diese Kunst. In Jugoslawien ist die Familie laut dpa<br />
wichtiger Finanzier der Sozialistischen Partei von<br />
Milosevic. In den USA engagierte Bogoljub Karic &amp; the<br />
Karic Group of Companies unterdessen die PR-Agentur<br />
LeBoeuf, Lamb, Greene &amp; MacRae. Aufgabe:<br />
&quot;Öffentlichkeitsarbeit für Geschäftsentwicklungen und<br />
US-Geschäftsinteressen&quot;. Kosten: 90 000 Dollar (84<br />
112,15 Euro). Auch der Ölkonzern Jugopetrol<br />
investierte Hunderttausende Dollar in amerikanische<br />
Öffentlichkeitsarbeit (siehe Kasten). Der Kampf um<br />
Einfluss ist nicht billig. Manchmal ist er allerdings<br />
umsonst. Danielle Sremac ist eine der raren Stimmen<br />
in den USA, die bereits seit dem Bosnien-Krieg<br />
öffentlich für die Politik der Serben eintreten ­ auch, als<br />
die amerikanischen Sanktionen gegen Jugoslawien<br />
immer schärfer wurden. Ihr Einsatz war allerdings ohne<br />
Erfolg. Als &quot;die einzige Verteidigerin&quot; charakterisierte<br />
die &quot;Washington Post&quot; sie in einem Porträt. In<br />
Interviews verteidigt sie immer wieder die Sache der<br />
Serben und wettert gegen die &quot;kommunistische<br />
Propagandamaschine&quot; ­ der USA. In der<br />
amerikanischen Politik gehören PR-Agenturen zur<br />
Grundausstattung. Wie wichtig sie sind, zeigte bereits<br />
der Golfkrieg. Hill &amp; Knowlton vertrat die &quot;Bürger für ein<br />
freies Kuwait&quot;. Ein Mädchen berichtete über irakische<br />
Soldaten, die Babys aus Brutkästen genommen und<br />
getötet hätten. Später stellte sich allerdings heraus,<br />
dass Hill &amp; Knowlton die Geschichte erfunden hatte.<br />
Doch das war nach dem Golfkrieg. Wie stark<br />
PR-Firmen die öffentliche Meinung vor dem<br />
Kosovo-Krieg beeinflusst haben, wird sich erst nach<br />
dem Ende der Nato-Schläge erweisen. Kosovo-Streiter<br />
Harff, heute Chef der Agentur Global Communicators,<br />
ist über den Kriegsausbruch unglücklich: &quot;Wenn es<br />
erst mal zum Krieg kommt, ist das fast ein Zeichen<br />
des Versagens für alle Beteiligten.&quot; Immerhin: Seinen<br />
Beitrag in der PR-Schlacht sieht er &quot;als Erfolg&quot;.</span></p>
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		<title>Krieg im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffen Wenzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
		<category><![CDATA[Jugoslawien]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo-Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Die Parteien im Kosovo-Krieg nutzen längst das Internet für spezielle Informationen und Propaganda. Nachdem der unabhängige Belgrader Radiosender B92 kurz nach Beginn der Luftangriffe von der serbischen Regierung abgeschaltet wurde, war zu vermuten, daß dies auch das Ende der serbischen Oppostion war. Doch das Internet ist inzwischen für alle Parteien zum Nebenkriegsschauplatz geworden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Die Parteien im Kosovo-Krieg nutzen längst das Internet für spezielle Informationen und Propaganda. Nachdem der unabhängige Belgrader Radiosender B92 kurz nach Beginn der Luftangriffe von der serbischen Regierung abgeschaltet wurde, war zu vermuten, daß dies auch das Ende der serbischen Oppostion war. Doch das Internet ist inzwischen für alle Parteien zum Nebenkriegsschauplatz geworden.<!--break-->
</p>
<p>
Daß sich das Internet zum wichtigsten Medium der Zukunft entwickelt, ist unumstritten. Mit dem Kosovo-Konflikt<br />
wird nun auch der erste Krieg zusätzlich im Netz ausgefochten. Während im Golf-Krieg das Fernsehen noch das zentrale Medium<br />
war, in dem die Stategen des Krieges ihr Werk teilweise ungehindert als ein routiniertes Computerplanspiel simulieren durften,<br />
finden sich im Internet ungeschminkte Bilder der Zerstörung und des Leides genauso wie die übliche Propaganda der verschiedenen<br />
Parteien.
</p>
<p>
Aber auch das Internet ist nicht vor Manipulationen geschützt. Auf den Seiten des ehemaligen oppositionellen<br />
Radiosenders <a href="http://www.b92.net/">B92 </a><br />
fand man nach seiner Schließung durch die serbischen Behörden zunächst<br />
eine etwas undurchsichtige Homepage, die nicht genau darauf schließen<br />
ließ, ob es sich hier um eine Fortsetzung des alten Programms oder um<br />
staatliche Zensur handelt. Mittlerweile haben die holländischen<br />
Internet-Pioniere <a href="http://www.xs4all.nl/">xs4all</a> eine Hilfsaktion unter<br />
<a href="http://www.helpb92.xs4all.nl/">www.helpB92.xs4all.nl</a><br />
gestartet, die der serbischen Oppostion wieder eine Stimme verleihen soll.
</p>
<p>
Dennoch nutzen auch die staatlichen Stellen das Internet zur Verbreitung von Informationen.<br />
Während <a href="http://www.beograd.com/">Radio Beograd</a><br />
einerseits sein Programm etwas zynisch &quot;eine freie Stimme gegen den<br />
Krieg&quot; nennt, verbreiten andererseits auch die westlichen Streitmächte<br />
gezielte Propaganda über das Internet, um die serbische Bevölkerung &quot;zu<br />
informieren&quot;. Diese Netzaffinität der staatlichen Stellen hat aber auch<br />
dazu geführt, daß sich andere &quot;Experten&quot; in den Computer-Krieg<br />
eingeschaltet haben. Die SZ berichtete in diesem Zusammenhang von<br />
Computer-Hackern, die kurz vor Ostern einen regelrechten Angriff aus<br />
dem Cyberspace auf die Nato starteten (siehe dazu auch das<br />
politik-digital-special <a href="http://www.politik-digital.de/netzpolitik/cyberwar/">Cyber-War</a>).<br />
Von einem Belgrader Computer aus wurden nämlich Tausende von E-mails an die Adresse der Nato gesendet, die dadurch<br />
tagelang kaum erreichbar gewesen war. Einer anderen Hacker-Gruppe, die sich Russian Hackers Union nennt, gelang es<br />
anscheinend eine Seite der amerikanischen Marine zu zerstören und Florian Rötzer berichtet von einer weiteren Hacker-Gruppe,<br />
die eine Nato-Seite mit dem Vermerk &quot;Haut ab aus dem Kosovo&quot; gehackt haben. Feststellbar bleibt aber, daß die <a href="http://www.nato.int/">Nato-Seiten</a> seit Beginn des Kosovo-Krieges<br />
auffällig lange Ladezeiten haben.
</p>
<p>Doch E-Mails lassen sich auch auf eine andere Art und Weise einsetzen. So veröffentlicht Pater Sava Janjic von einem Kloster im<br />
Süden des Kosovos aus eine Website unter <a href="http://www.decani.yunet.com/">www.decani.yunet.com</a>,<br />
die Links zu Chats, eine Mailingliste und Augenzeugenberichte aus den<br />
bombardierten Gebieten beinhaltet. Trotzdem wird es immer schwieriger<br />
ausgewogene und hilfreiche Informationen aus dem Krisengebiet zu<br />
bekommen. Denn obwohl das Computerzeitalter nun endgültig auch den<br />
Krieg erreicht hat, bleiben die Übertragungen der Informationen<br />
weiterhin einem anfälligen Relikt alter Zeiten vorbehalten: dem Telefon.</p>
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