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	<title>Kosovo &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Kosovo &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>InfoMonitor Februar 2008: Liechtensteiner Steueraffäre war Topthema</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/infomonitor-februar-2008-liechtensteiner-steueraffaere-war-topthema-4084/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[InfoMonitor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 09:21:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[US-Wahlkampf 08]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Affäre um deutsche Steuerflüchtlinge mit Bankkonten in Liechtenstein führt im Februar die Liste der Topthemen in den Hauptnachrichten von ARD, ZDF, RTL und SAT.1 an.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Affäre um deutsche Steuerflüchtlinge mit Bankkonten in Liechtenstein führt im Februar die Liste der Topthemen in den Hauptnachrichten von ARD, ZDF, RTL und SAT.1 an.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Dies ermittelte der InfoMonitor des IFEM-Instituts, Köln. Zusammengerechnet 97 Minuten berichteten die „Tagesschau“, „heute“, „RTL aktuell“ und „SAT.1 News“ über dieses Thema. An zweiter Stelle platzierten sich die Vorwahlen in den USA mit 82 Minuten. Mit etwas Abstand folgen der Bundeswehreinsatz in Afghanistan mit 57 Minuten, die Unabhängigkeit des Kosovo mit 57 Minuten und die Brandkatastrophe von Ludwigshafen mit 55 Minuten. Weitere Themen unter den Top-10 waren: die Bürgerschaftswahl in Hamburg, das Verhältnis der SPD zur Linkspartei, der Tarifstreit im öffentlichen Dienst, das Filmfestival „Berlinale“ sowie der deutsche Astronaut auf der Raumstation ISS.
</p>
<p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/02_top-10_themen_tv_hauptnachrichten_.jpg" height="270" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.2.-29.2.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
News. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de  </i>
</p>
<p>
Extreme Unterschiede in der Gewichtung der Themen durch die verschiedenen Hauptnachrichtensendungen gab es im Februar nicht. Außer RTL setzten alle untersuchten Sender die Steueraffäre auf den ersten Platz. Bei „RTL aktuell“ waren es die Vorwahlen in den USA. Die „Tagesschau“ platzierte als einzige den Bundeswehreinsatz in Afghanistan auf Rang 2, dafür rangierte die „Berlinale“ deutlich niedriger als bei den Hauptnachrichten von ZDF, RTL und SAT.1. Erheblich mehr Sendezeit als die anderen widmete „heute“ vom ZDF der Bürgerschaftswahl in Hamburg. Bei „RTL aktuell“ und „SAT.1 News“ rangierte die Brandkatastrophe in Ludwigshafen höher als bei ARD und ZDF, in Sendeminuten ausgedrückt lagen jedoch alle vier Hauptnachrichten auch bei diesem Thema in etwa auf dem gleichen Niveau.
</p>
<p>
Die beiden öffentlich-rechtlichen Nachrichtenmagazine „Tagesthemen und „heute-journal“ widmeten im Vergleich zu den Hauptnachrichtensendungen deutlich mehr Sendezeit dem Verhältnis der SPD zu den Linken. Auch über die Wahl eines neuen Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz wurde in den Nachrichtenmagazinen intensiver berichtet.
</p>
<p>
<b>SPD-Politiker mit vielen Auftritten in Februar-Nachrichten</b>
</p>
<p>
Die Diskussionen im Gefolge der Landtagswahlen in Hessen über eine eventuelle Zusammenarbeit der SPD mit der Linken trugen unter anderem dazu bei, dass Politiker der SPD im Februar besonders häufig in den Fernsehnachrichten auftraten. Mit insgesamt 426 Auftritten überflügelte die SPD die CDU, die 398mal in den Nachrichten präsent war.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/02_parteienpr_tv_nachrichten.jpg" height="260" width="468" /><i><br />
Untersuchungszeitraum: 1.2.-29.2.2008<br />
Insgesamt 1083 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder mit O-Ton)<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 News; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de   </i>
</p>
<p>
Besonders häufig trat Kurt Beck auf und erreichte Rang 2 der Top-20 mit 78 Auftritten, davon 39 mit O-Ton. Auf den Plätzen 3 und 4 folgen Peer Steinbrück (52, davon 22 mit O-Ton) und Andrea Ypsilanti (45, davon 14 mit O-Ton). Als einziger Vertreter der Linken erreichte Gregor Gysi die Top-20 (16 Auftritte, alle mit O-Ton). An erster Position findet sich allerdings zum wiederholten Mal Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 97 Auftritten (49mal mit O-Ton).
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/02_top-20_politiker_nachrichten.jpg" height="440" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.2.-29.2.2008<br />
Insgesamt 1083 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder mit O-Ton)<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 News; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i><i>  </i>
</p>
<p>
<b>Themenstruktur: Stabile Unterschiede</b>
</p>
<p>
Nach überdurchschnittlich hohen Politikanteilen in den Nachrichten von ARD und ZDF im Januar &#8211; hervorgerufen im Wesentlichen durch zwei Landtagswahlen &#8211; zeigen sich für den Februar (trotz Bürgerschaftswahl in Hamburg) wieder relativ „normale“ Verhältnisse: Die „Tagesschau“ weist einen Anteil politischer Themen von 46 Prozent (entspricht rund 7 Minuten pro Ausgabe) auf, bei „heute“ sind es 39 Prozent (8 Minuten), für die „Tagesthemen“ wurden 38 Prozent (10 Minuten) ermittelt und das „heute-journal“ kam auf 44 Prozent (11 Minuten).
</p>
<p>
Die privaten Nachrichten zeigen gegenüber dem Vormonat unveränderte Politikanteile: Die „SAT.1 News“ weisen einen Anteil von 23 Prozent politischer Themen auf. Dies entspricht rund 3 Minuten pro Ausgabe. Bei „RTL aktuell“ lag der Wert bei 19 Prozent (4 Minuten).
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/NEU_02_themenstruktur_tv_nachrichten_prozent.jpg" alt="Themenstruktur in TV-Nachrichten (in Prozent)" height="404" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.2.-29.2.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
News; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i>
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/02_themenstruktur_tv_nachrichten_minuten.jpg" height="420" width="468" /><i><br />
Untersuchungszeitraum: 1.2.-29.2.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
News; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Spielzeug für Flüchtlingskinder</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/spielzeug_fuer_fluechtlingskinder-542/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/spielzeug_fuer_fluechtlingskinder-542/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffen Wenzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo-Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtling]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Jugoslawien]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Mit dem Aufruf &#34;Schickt ein Paket mit Spielsachen&#34; - startete am Dienstag das
Hilfsprojekt &#34;Kids helfen Kids im Kosovo&#34;. Die Initiative für Flüchtlingskinder
haben mehrere namhafte Online-Dienste für Kinder im Netz ergriffen. Mit Hilfe des
Arbeiter-Samariter-Bundes sollen die gesammelten Schätze in den kommenden Wochen in
mazedonischen und albanischen Flüchtlingscamps direkt an Kinder verteilt werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Mit dem Aufruf &quot;Schickt ein Paket mit Spielsachen&quot; &#8211; startete am Dienstag das<br />
Hilfsprojekt &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot;. Die Initiative für Flüchtlingskinder<br />
haben mehrere namhafte Online-Dienste für Kinder im Netz ergriffen. Mit Hilfe des<br />
Arbeiter-Samariter-Bundes sollen die gesammelten Schätze in den kommenden Wochen in<br />
mazedonischen und albanischen Flüchtlingscamps direkt an Kinder verteilt werden.<!--break-->
</p>
<p>
&quot;Warum Krieg? Wer kämpft da eigentlich warum? Wie kann der Frieden wiederhergestellt werden?<br />
Wie lange müssen Menschen im Kosovo noch leiden? Kann ich helfen?&quot; &#8211; das sind Fragen, die immer<br />
mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland &#8211; fernab von dem unfaßbaren Leid im Kosovo &#8211; beschäftigen.<br />
Der Krieg auf dem Balkan ist längst in die Kinderzimmer und Klassenräume der Republik gerückt.<br />
Ratlos und verängstigt suchen viele Kids nach Antworten.<br />
Auf diese Verunsicherung haben nun sieben namhafte Anbieter von Websites für Kinder reagiert:<br />
Mit der gemeinsamen Aktion &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot; rufen die Suchmaschine für Kinder<br />
&quot;Blinde Kuh&quot;, die Kinderzeitschrift &quot;GEOlino&quot;, &quot;Greenpeace Kids online&quot;, &quot;Kindersache&quot; von der<br />
Infostelle Kinderpolitik des Deutschen Kinderhilfs-werks, die Mailingliste &quot;Kinderpost&quot;, die<br />
WDR-Redaktion &quot;Lilipuz&quot; und das &quot;Kindernetz&quot; des Südwestrundfunks via Internet auf, Spielsachen<br />
zu spenden. Unterstützt wird die Aktion von der Kinderkommission des Deutschen Bundestages und<br />
dem Verein &quot;Schulen ans Netz&quot; (Bonn).
</p>
<p>
Auf den Kids-Websites können inzwischen Hintergründe und aktuelle Informationen zum Balkankrieg<br />
abgerufen werden. Diskussionsforen bieten dem Nachwuchs ferner die Möglichkeit, sich auszutauschen<br />
und zu vernetzen.<br />
&quot;Rund die Hälfte der Flüchtlinge aus dem Kosovo sind Kinder. Sie leiden besonders&quot;, erklärte<br />
Tobias Gehle, Sprecher der Aktion &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot;. &quot;Zahlreiche Flüchtlingskinder<br />
sind krank und mangelernährt, viele haben Eltern, Geschwister und Freunde verloren. Sie werden<br />
lange brauchen, um dieses Trauma zu verarbeiten. Mit unserer Aktion versuchen wir zu helfen &#8211;<br />
klein, aber fein. Die Spielsachen beschäftigen die Kinder, geben ihnen ein kleines Stück Normalität<br />
zurück. Gleichzeitig hilft die Aktion den Kindern, die nicht im Krisengebiet leben. Durch<br />
konkretes Engagement können sie ihrer Verunsicherung über den Krieg im Kosovo entgegensteuern.&quot;
</p>
<p>
Wer spenden will schickt Kuscheltiere, Malstifte, Bälle, Spiele bis zum 6. Juni an:<br />
Führungsakademie der Bundeswehr <br />
Clausewitz-Kaserne<br />
Stichwort &quot;Kids helfen Kids im Kosovo&quot;<br />
Manteuffelstr. 20<br />
D-22587 Hamburg
</p>
<p>Mehr Informationen und Links zu allen Initiatoren der<br />
Aktion im Netz:<a href="http://www.blinde-kuh.de/kosovo/">www.blinde-kuh.de/kosovo/</a></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>PR-Manöver vor dem Krieg</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/pr_manoever_vor_dem_krieg-543/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/pr_manoever_vor_dem_krieg-543/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jwehnelt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugoslawien]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo-Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wie entwickelte die USA Interesse für das
Kosovo? PR-Agenturen warben für
Kosovo-Albaner und Serben.
Von Joachim Wehnelt</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wie entwickelte die USA Interesse für das<br />
Kosovo? PR-Agenturen warben für<br />
Kosovo-Albaner und Serben.<br />
Von Joachim Wehnelt</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Selbst Abgeordnete des US-Kongresses, so erzählt<br />
PR-Manager James Harff, fragten noch Anfang der 90er<br />
Jahre: &quot;Kosovo? Wer ist Kosovo?&quot; Nach vier Wochen<br />
Krieg gegen das Milosevic-Regime wissen die<br />
Amerikaner Bescheid. Der Aufstieg des Kosovo vom<br />
politischen Niemandsland zur Existenzfrage für das<br />
mächtigste Verteidigungsbündnis der Welt dauerte<br />
Jahre. Dass die Amerikaner sich überhaupt für diese<br />
ferne Krisenregion interessieren, ist auch Harff zu<br />
verdanken. Er war PR-Manager der Kosovo-Albaner. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Seit 1991/92 versuchen Serben und Kosovo-Albaner<br />
den Nato-Anführer USA von ihren politischen und<br />
wirtschaftlichen Interessen zu überzeugen. Die<br />
Schlacht vor dem Krieg führten die verfeindeten Seiten<br />
mit den Waffen professioneller Öffentlichkeitsarbeit:<br />
Renommierte PR-Firmen vermittelten Termine mit<br />
US-Abgeordneten, organisierten Reisen in die<br />
Krisenregion und sorgten für Interviews in den Medien.<br />
&quot;Die Arbeit war nicht leicht&quot;, erzählt James Harff. Von<br />
1992 bis 1997 war er bei der PR-Agentur Ruder Finn für<br />
die Lobby-Arbeit der Kosovo-Albaner in den USA<br />
verantwortlich. Auftraggeber: die Exilregierung der<br />
&quot;Republik Kosovo&quot; mit Sitz in Bonn. Harffs Rezept:<br />
Hochrangige Politiker erhielten regelmäßig Newsletters<br />
über die politische Lage im Kosovo, &quot;immer kombiniert<br />
mit einer Landkarte, damit sie verstehen, wo dieses<br />
Land ist&quot;. Unter den Empfängern: Mitglieder des<br />
Kongresses, des Nationalen Sicherheitsrats und des<br />
Weißen Hauses. Wichtiger waren nach Harffs Meinung<br />
allerdings die persönlichen Begegnungen. Sein größter<br />
Erfolg: Er arrangierte eine Zusammenkunft des<br />
gewählten Kosovo-Präsidenten Ibrahim Rugova und des<br />
Exil-Ministerpräsidenten Bujar Bukoshi mit<br />
Außenministerin Madeleine Albright. &quot;Ein zweiter<br />
wichtiger Punkt waren die acht Reisen von<br />
Kongressdelegationen in das Kosovo, damit sich die<br />
Abgeordneten aus erster Hand informieren konnten.&quot;<br />
Weitere Maßnahmen: ein Interview-Training für Rugova<br />
und Unterstützung der albanisch-amerikanischen<br />
Gemeinde, Demonstrationen zu organisieren. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Die Agentur Ruder Finn, die auch für Bosnien und die<br />
Schweiz tätig war, erhielt für ihre Kosovo-Arbeit 982<br />
493,56 Dollar (918 218,28 Euro). Das geht aus<br />
Dokumenten des US-Justizministeriums hervor. In<br />
diesen Listen sind auch alle weiteren PR-Maßnahmen<br />
verzeichnet. Zum Beispiel für die Demokratische Liga<br />
Kosovo (LDK). Die Partei des Kosovo-Präsidenten<br />
Rugova engagierte die Washingtoner Agentur Arnold &amp;<br />
Porter. Die PR-Manager warben bei zahlreichen<br />
Regierungsvertretern um Verständnis für die Lage im<br />
Kosovo. Ihr prominentester Gesprächspartner: James<br />
Rubin, den sie am 27. Januar 1994 und vier weitere<br />
Male sprachen. Damals war er US-Sprecher bei den<br />
UN, heute erläutert der Ehemann von CNN-Reporterin<br />
Christiane Amanpour die Nato-Kriegsstrategie<br />
Albrights. Unabhängigkeit, Frieden, Freiheit: Während<br />
sich die Vertreter der Kosovo-Albaner stets darum<br />
bemühten, für ihre Politik Unterstützer zu finden,<br />
zielten die Serben hauptsächlich auf wirtschaftliche<br />
Interessen. Denn die Souveränität ihres Staates war<br />
zunächst nicht gefährdet. Doch die im Mai 1992 wegen<br />
der andauernden Menschenrechtsverletzungen in<br />
Kroatien und Bosnien verhängten<br />
UN-Wirtschaftssanktionen gegen Rest-Jugoslawien<br />
sorgten für ökonomische Einbußen in Serbien und<br />
Montenegro. PR-Maßnahmen sollten helfen sie in<br />
Grenzen zu halten. Der führende serbische<br />
Arzneimittelhersteller ICN Galenika, 1991 privatisiert,<br />
trug wesentlich zum serbischen Exportvolumen bei.<br />
Kein Wunder, dass die Firmenführung bereits am 8.<br />
Mai 1991 die PR-Agentur Rivkin, Radler, Bayh, Hart &amp;<br />
Kremer engagierte. Während der Terror gegen Kroatien<br />
und Bosnien immer brutaler wurde, hatten die<br />
Lobbyisten die Aufgabe, &quot;Ratschläge zu erteilen und<br />
Kontakte mit US-Regierungsmitgliedern aufzunehmen<br />
bezüglich der Ereignisse in Jugoslawien&quot;. Pharma-Chef<br />
Milan Panic war von Milosevic sogar zum<br />
Ministerpräsidenten ernannt worden. Doch die<br />
Weggefährten überwarfen sich bald. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Mit Wirtschaft Politik machen ­ und umgekehrt: Auch<br />
die serbischen Brüder Karic, die Banken, Unternehmen<br />
und den Belgrader Sender BK besitzen, beherrschen<br />
diese Kunst. In Jugoslawien ist die Familie laut dpa<br />
wichtiger Finanzier der Sozialistischen Partei von<br />
Milosevic. In den USA engagierte Bogoljub Karic &amp; the<br />
Karic Group of Companies unterdessen die PR-Agentur<br />
LeBoeuf, Lamb, Greene &amp; MacRae. Aufgabe:<br />
&quot;Öffentlichkeitsarbeit für Geschäftsentwicklungen und<br />
US-Geschäftsinteressen&quot;. Kosten: 90 000 Dollar (84<br />
112,15 Euro). Auch der Ölkonzern Jugopetrol<br />
investierte Hunderttausende Dollar in amerikanische<br />
Öffentlichkeitsarbeit (siehe Kasten). Der Kampf um<br />
Einfluss ist nicht billig. Manchmal ist er allerdings<br />
umsonst. Danielle Sremac ist eine der raren Stimmen<br />
in den USA, die bereits seit dem Bosnien-Krieg<br />
öffentlich für die Politik der Serben eintreten ­ auch, als<br />
die amerikanischen Sanktionen gegen Jugoslawien<br />
immer schärfer wurden. Ihr Einsatz war allerdings ohne<br />
Erfolg. Als &quot;die einzige Verteidigerin&quot; charakterisierte<br />
die &quot;Washington Post&quot; sie in einem Porträt. In<br />
Interviews verteidigt sie immer wieder die Sache der<br />
Serben und wettert gegen die &quot;kommunistische<br />
Propagandamaschine&quot; ­ der USA. In der<br />
amerikanischen Politik gehören PR-Agenturen zur<br />
Grundausstattung. Wie wichtig sie sind, zeigte bereits<br />
der Golfkrieg. Hill &amp; Knowlton vertrat die &quot;Bürger für ein<br />
freies Kuwait&quot;. Ein Mädchen berichtete über irakische<br />
Soldaten, die Babys aus Brutkästen genommen und<br />
getötet hätten. Später stellte sich allerdings heraus,<br />
dass Hill &amp; Knowlton die Geschichte erfunden hatte.<br />
Doch das war nach dem Golfkrieg. Wie stark<br />
PR-Firmen die öffentliche Meinung vor dem<br />
Kosovo-Krieg beeinflusst haben, wird sich erst nach<br />
dem Ende der Nato-Schläge erweisen. Kosovo-Streiter<br />
Harff, heute Chef der Agentur Global Communicators,<br />
ist über den Kriegsausbruch unglücklich: &quot;Wenn es<br />
erst mal zum Krieg kommt, ist das fast ein Zeichen<br />
des Versagens für alle Beteiligten.&quot; Immerhin: Seinen<br />
Beitrag in der PR-Schlacht sieht er &quot;als Erfolg&quot;.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/pr_manoever_vor_dem_krieg-543/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Krieg im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/krieg_im_netz-541/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/krieg_im_netz-541/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffen Wenzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
		<category><![CDATA[Jugoslawien]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo-Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Die Parteien im Kosovo-Krieg nutzen längst das Internet für spezielle Informationen und Propaganda. Nachdem der unabhängige Belgrader Radiosender B92 kurz nach Beginn der Luftangriffe von der serbischen Regierung abgeschaltet wurde, war zu vermuten, daß dies auch das Ende der serbischen Oppostion war. Doch das Internet ist inzwischen für alle Parteien zum Nebenkriegsschauplatz geworden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Die Parteien im Kosovo-Krieg nutzen längst das Internet für spezielle Informationen und Propaganda. Nachdem der unabhängige Belgrader Radiosender B92 kurz nach Beginn der Luftangriffe von der serbischen Regierung abgeschaltet wurde, war zu vermuten, daß dies auch das Ende der serbischen Oppostion war. Doch das Internet ist inzwischen für alle Parteien zum Nebenkriegsschauplatz geworden.<!--break-->
</p>
<p>
Daß sich das Internet zum wichtigsten Medium der Zukunft entwickelt, ist unumstritten. Mit dem Kosovo-Konflikt<br />
wird nun auch der erste Krieg zusätzlich im Netz ausgefochten. Während im Golf-Krieg das Fernsehen noch das zentrale Medium<br />
war, in dem die Stategen des Krieges ihr Werk teilweise ungehindert als ein routiniertes Computerplanspiel simulieren durften,<br />
finden sich im Internet ungeschminkte Bilder der Zerstörung und des Leides genauso wie die übliche Propaganda der verschiedenen<br />
Parteien.
</p>
<p>
Aber auch das Internet ist nicht vor Manipulationen geschützt. Auf den Seiten des ehemaligen oppositionellen<br />
Radiosenders <a href="http://www.b92.net/">B92 </a><br />
fand man nach seiner Schließung durch die serbischen Behörden zunächst<br />
eine etwas undurchsichtige Homepage, die nicht genau darauf schließen<br />
ließ, ob es sich hier um eine Fortsetzung des alten Programms oder um<br />
staatliche Zensur handelt. Mittlerweile haben die holländischen<br />
Internet-Pioniere <a href="http://www.xs4all.nl/">xs4all</a> eine Hilfsaktion unter<br />
<a href="http://www.helpb92.xs4all.nl/">www.helpB92.xs4all.nl</a><br />
gestartet, die der serbischen Oppostion wieder eine Stimme verleihen soll.
</p>
<p>
Dennoch nutzen auch die staatlichen Stellen das Internet zur Verbreitung von Informationen.<br />
Während <a href="http://www.beograd.com/">Radio Beograd</a><br />
einerseits sein Programm etwas zynisch &quot;eine freie Stimme gegen den<br />
Krieg&quot; nennt, verbreiten andererseits auch die westlichen Streitmächte<br />
gezielte Propaganda über das Internet, um die serbische Bevölkerung &quot;zu<br />
informieren&quot;. Diese Netzaffinität der staatlichen Stellen hat aber auch<br />
dazu geführt, daß sich andere &quot;Experten&quot; in den Computer-Krieg<br />
eingeschaltet haben. Die SZ berichtete in diesem Zusammenhang von<br />
Computer-Hackern, die kurz vor Ostern einen regelrechten Angriff aus<br />
dem Cyberspace auf die Nato starteten (siehe dazu auch das<br />
politik-digital-special <a href="http://www.politik-digital.de/netzpolitik/cyberwar/">Cyber-War</a>).<br />
Von einem Belgrader Computer aus wurden nämlich Tausende von E-mails an die Adresse der Nato gesendet, die dadurch<br />
tagelang kaum erreichbar gewesen war. Einer anderen Hacker-Gruppe, die sich Russian Hackers Union nennt, gelang es<br />
anscheinend eine Seite der amerikanischen Marine zu zerstören und Florian Rötzer berichtet von einer weiteren Hacker-Gruppe,<br />
die eine Nato-Seite mit dem Vermerk &quot;Haut ab aus dem Kosovo&quot; gehackt haben. Feststellbar bleibt aber, daß die <a href="http://www.nato.int/">Nato-Seiten</a> seit Beginn des Kosovo-Krieges<br />
auffällig lange Ladezeiten haben.
</p>
<p>Doch E-Mails lassen sich auch auf eine andere Art und Weise einsetzen. So veröffentlicht Pater Sava Janjic von einem Kloster im<br />
Süden des Kosovos aus eine Website unter <a href="http://www.decani.yunet.com/">www.decani.yunet.com</a>,<br />
die Links zu Chats, eine Mailingliste und Augenzeugenberichte aus den<br />
bombardierten Gebieten beinhaltet. Trotzdem wird es immer schwieriger<br />
ausgewogene und hilfreiche Informationen aus dem Krisengebiet zu<br />
bekommen. Denn obwohl das Computerzeitalter nun endgültig auch den<br />
Krieg erreicht hat, bleiben die Übertragungen der Informationen<br />
weiterhin einem anfälligen Relikt alter Zeiten vorbehalten: dem Telefon.</p>
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