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	<title>Kosten &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Kosten &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Internetradio &#8211; das Ende eines Hypes?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[uheimann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internetradio - ein neuer Stern am Medienhimmel?]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internetradio galt in Zeiten der Goldgräberstimmung als das Radio der Zukunft. Jeder sollte sein eigenes Programm bestimmen und on demand abfragen können - natürlich kostenlos. politik-digital.de hat den Internetradio-Experten Prof. Klaus Goldhammer zu den Hypes und Flops der Vergangenheit und den Chancen für die Zukunft des Internetradios befragt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Das Internetradio galt in Zeiten der Goldgräberstimmung als das Radio der Zukunft. Jeder sollte sein eigenes Programm bestimmen und on demand abfragen können &#8211; natürlich kostenlos. politik-digital.de hat den Internetradio-Experten Prof. Klaus Goldhammer zu den Hypes und Flops der Vergangenheit und den Chancen für die Zukunft des Internetradios befragt</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Zu Beginn der so genannten &#8216;New Economy&#8217; wurde eine große Nachfrage nach dem &#8220;neuen&#8221; Internetradio prognostiziert. Was waren die größten Hypes zu Beginn der Webradios?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Plötzlich war es über das Internet möglich, eine unendliche Vielzahl von Radiostationen ins Rennen zu schicken. Man war nicht mehr an die sehr geringe Bandbreite des UKW-Spektrums gebunden, die in aufwändigen Verfahren vergeben werden. Statt dessen hatte jeder auch mit sehr geringen Mitteln die Möglichkeit, einen eigenen Sendern, ein eigenes Programm zu verbreiten. Und noch viel reizvoller erschien die Möglichkeit, das Programm zu personalisieren, also auf die eigenen Vorlieben zuschneiden zu können. Gleichzeitig profitierte man natürlich als Rezipient von der großen Zahl an Webradiosendern, die einem alles bot: Von tibetanischer Gongmusik bis zu afrikanischem Freejazz.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Es sind so viele Ideen aufgetaucht und wieder verschwunden &#8211; was waren die größten Irrglauben der Webradioszene?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Einer der größten Irrtümer war sicherlich, dass man mit einem Webradio nicht nur schnell ein neues Programm aufbauen, sondern auch schnell dankbare Werbepartner finden würde, um die Investitionen schnell rückverdienen könnte. Und noch seltener wurde bedacht, dass es für Internet-Broadcaster keine Senderflatrate gibt, wie im klassischen Rundfunk. Dies heißt: Jeder zusätzliche Nutzer bedeutet zusätzlichen Datentraffic und damit zusätzliche Kosten. Diese Linearität bekommt man ab einem bestimmten Punkt schwer in den Griff. Viele Radiostationen verschwanden daher genauso schnell wie sie kamen.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Wie können Webradios ihre multimediale Plattform besser ausnutzen und statt einfacher Audiostreams einen echten Mehrwert bieten?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Mit zunehmenden Bandbreiten gibt es mehr und mehr die Möglichkeit, neben den Audiostreams auch Bilder, Musikvideos oder TV-Werbespots mitzusenden und so das anzubieten, was die Musiksender immer seltener tun und die Plattenlabel zunehmend anbieten. Musik und Bewegtbild im Doppelpack. Gleichzeitig gibt es auch bezüglich des individuellen Zuschnitts der Musik auf den Hörer noch echtes Entwicklungspotenzial.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Die Idee des personalisierten Internetradio gab es ja schon früher. Was ist denn aus dieser Idee geworden?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Das Internet bietet dem User eine riesige Auswahl von Radiosendern mit allen erdenklichen Stilrichtungen, so dass tatsächlich jeder die Möglichkeit hat ein Programm nach eigenem Geschmack auszuwählen. Abseits der „klassischen“ Streams kann der User bei verschiedenen Sendern zudem eine Vorauswahl der angebotenen Bands treffen (falls man z.B. gerne Brit-Pop hört, aber die Band Oasis nicht mag, kann man diese somit „aus dem Programm klicken“). Ein „echtes“ auf den einzelnen Hörer zugeschnittenes Individualradio steht jedoch noch aus, hätte aber sicher seinen Reiz.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Welchen Anteil hat Internet-Radio am Gesamtmarkt heute, gibt es verlässliche Hörerzahlen? Stellen Internet-Radios überhaupt einen spürbaren Werbemarktanteil dar?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Im Vergleich zur Gesamthörerzahl der einzelnen Sender liegt die Hörerzahl der Internetstreams im Promillebereich. Sie dienen den klassischen Radiostationen in erster Linie als Marketinginstrument für den Offline-Sender, so dass diese eher dazu beitragen, die Werbeerlöse des klassischen Senders zu erhöhen. Verlässliche Hörerzahlen gibt es dabei nicht. Manche Sender in den USA sprechen aber davon, dass sie bis zu 60 oder 80.000 parallele Hörer haben. Das ist schon recht ordentlich.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Woran liegt es denn, dass Radio nach wie vor so wenig über Internet genutzt wird &#8211; ist das Angebot nicht qualitativ genug, ist die Technik nicht ausgereift, oder sind die Zuhörer schlichtweg zu bequem?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Tatsächlich liegt die Qualität der Radiostreams zu weiten Teilen unterhalb der eines normalen Radios. Zum anderen verfügen viele User bisher noch nicht über die nötigen Bandbreiten, um einen Radiostream dauerhaft abspielen zu können. Bei einer Modemverbindung kommt die Kostenfrage hinzu. Viele Streams sind zudem oft überlastet (so bietet Radio Eins beispielsweise nur 500 Hörern die gleichzeitige Nutzung), so dass man sich nicht jederzeit einwählen kann. Insgesamt ist der Zugriff im Vergleich zum Radio recht umständlich und zeitaufwändig. Außerdem ist das Internet an vielen Orten an denen klassischerweise das Radio genutzt wird (Auto/Badezimmer/Küche) in weiten Teilen noch nicht präsent. Aber wenn Sie sich umhören, was junge Menschen mit einem DSL-Anschluss so treiben, ist Internet-Radio schon oftmals dabei.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Werden Webradios und klassische Radiosender Ihrer Meinung nach auf längere Sicht verschmelzen?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Bereits jetzt ist nahezu jeder klassische Radiosender auch im Internet vertreten. Aber eine „Verschmelzung“ ist das nicht, sondern die Erschließung eines neuen Vertriebsweges. Das Internet stellt für das klassische Radio in erster Linie doch ein Marketinginstrument (zur Gewinnung von Marktforschungs-ergebnissen sowie zur Hörer-Bindung) dar. Darüber hinaus werden aber die ausschließlich im Web vertretenen Sender auch weiterhin einen großen Teil der Webradionutzer auf sich ziehen. Gleichzeitig wird auf absehbare Zeit auch das klassische Radio in der jetzigen Form erhalten bleiben.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Haben die Webradios Ihrer Meinung nach eine Zukunft? Und wie könnte sie aussehen??</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Wenn eventuell in fünf bis zehn Jahren wir in jedem einen Breitband-Internetzugang über DSL- oder Kabel als Flatrate haben, und im Wohnzimmer ein Computer steht auf dem die eigene Musik und Videosammlung verwaltet und das Fernsehprogramm gesteuert wird, so wäre es auch nicht unwahrscheinlich, dass in diesem Bereich ein gewisser Teil des Radioangebotes auch irgendwann aus dem Internet genutzt wird – Wenn nicht bis dahin iTunes und Konsorten die modernere Form des Radios geworden sind. Ein vollständiger Ersatz des klassischen Radios wird es aber wohl auch auf längere Sicht nicht werden. Bis es soweit ist, wird das Webradio im Sinne eines Meso-Mediums, das kleinere sehr spezielle Zielgruppen mit einem ausgesuchten Programm erreicht, parallel zum klassischen Radio weiter bestehen. Und weiter gilt das ökonomische Grundproblem, das es zu lösen gilt: Jeder zusätzliche Nutzer bedeutet zusätzliche Kosten. Eine Million Hörer möchte ich über das Internet nicht finanzieren müssen.</p>
</p>
<p class="fett">Prof. Klaus Goldhammer ist Professor für Medienwirtschaft an der Rheinischen Fachhochschule in Köln und Geschäftsführer der Medienberatung Goldmedia GmbH Media Consulting &amp; Research</p>
<p class="fett">
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		<item>
		<title>Das Signaturbündnis &#8211; Ende der Signaturdiskussion</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Sicherheit und Vertrauen sind für die erfolgreiche Umsetzung von eGovernment und eBusiness von zentraler Bedeutung. Werden per e-Mail Verträge abgeschlossen, Verwaltungsakte erlassen, Bescheinigungen beantragt und verschickt, dann muss nachvollziehbar bleiben, von wem diese e-Mail kommt. Auch muss es gewährleistet sein, dass der Inhalt auf dem elektronischem Weg nicht verfälscht werden kann und Unbefugten verborgen bleibt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sicherheit und Vertrauen sind für die erfolgreiche Umsetzung von eGovernment und eBusiness von zentraler Bedeutung. Werden per e-Mail Verträge abgeschlossen, Verwaltungsakte erlassen, Bescheinigungen beantragt und verschickt, dann muss nachvollziehbar bleiben, von wem diese e-Mail kommt. Auch muss es gewährleistet sein, dass der Inhalt auf dem elektronischem Weg nicht verfälscht werden kann und Unbefugten verborgen bleibt.<!--break-->
                  </p>
<p>Kernstück zur Förderung dieses Vertrauens, ist die elektronische Signatur, die bestimmte Sicherheitsanforderungen erfüllt. Elektronische Signaturverfahren garantieren in der elektronischen Welt die Authentizität des Absenders einer Nachricht und die Integrität der Daten in Hinblick auf ihre Unverfälschtheit.</p>
<p>
                  <strong>Elektronische Signatur ersetzt Unterschrift<br />
                  <br /></strong>Die elektronische Signatur ersetzt bei Online-Geschäften und Online-Behördengängen die eigenhändige Unterschrift – zumindest rechtlich. Tatsächlich kommen elektronische Signaturen in der Praxis bislang kaum vor. Denn die elektronische Signatur ist eines der seltenen Beispiele, bei der eine technologische Innovation rechtlich gefasst wurde, bevor sie im Markt überhaupt nennenswert angekommen war. Das erste Signaturgesetz stammt von 1997, die EU-Richtlinie von 1999.</p>
<p>Seitdem haben sich Chipkarten mit elektronischer Signatur nicht durchsetzen können, weil niemand bereit ist, ihre Ausgabe zu bezahlen. Hermann-Josef Lamberti, IT-Vorstand der Deutschen Bank, vergleicht das Signaturgesetz mit der Straßenverkehrsordnung, die Signaturkarten mit den Straßen, der Infrastruktur des Verkehrswesens. Ohne Straßen kein Autoverkehr, selbst wenn die Verkehrsregeln klar sind.</p>
<p>
                  <strong>Verkauf von Signaturkarten läuft schleppend<br />
                  <br /></strong>Woran liegt das? Die Zurückhaltung bei der Ausgabe und dem Erwerb von Signaturkarten hat zwei Ursachen: Zum einen das Wirrwarr unterschiedlicher Signaturen, zum anderen die vielzitierte Henne-Ei-Problematik.</p>
<p>Die elektronische Signatur als technische Innovation hat sich nach ihrer Entstehung in vielfältigen konkurrierenden Produkten niedergeschlagen. Zertifikate werden auf dem PC gespeichert oder in Chipkarten, letztere kontaktlos oder kontaktbehaftet. Spezialanwendungen für den Einsatz der Signatur finden sich als verbundener Teil von Fachanwendungen ebenso wie als Plug-In für Standard-Software. Unterschiedliche Zertifikatsformate und Verzeichnis-Strukturen verkomplizieren die Lage zusätzlich.</p>
<p>
                  <strong>Signaturvielfalt hat Signaturgesetz befördert<br />
                  <br /></strong>Diese Produktvielfalt rund um die Signatur hat das Signaturgesetz nicht verhindert, sondern ein Stück weit befördert: Durch die Definition unterschiedlicher Arten von Signatur, gedacht als Leitlinie für verschiedene Verwendungszwecke, hat das Gesetz eine leidenschaftliche Diskussion über die &#8220;richtige&#8221; Signatur ausgelöst, die durch die technischen Inkompatibilitäten zusätzlich an Schärfe gewann. Als Folge kann niemand genau sagen, was gemeint ist, wenn eine Anwendung &#8220;die elektronische Signatur&#8221; integriert oder wenn ein Nutzer eine Chipkarte &#8220;mit Signatur&#8221; erwirbt. In vielen Fällen wird beides nicht zueinander passen.</p>
<p>Zum Wirrwarr der Signaturen kommt das Fehlen von Anwendungen. Anwendungen, die eine elektronische Signatur voraussetzen, gibt es bislang kaum. Das liegt zum einen daran, dass viele gewinnbringende Geschäftsideen im Internet ohne keine elektronische Signatur auskommen – Beispiel Amazon, Beispiel eBay. Auch bei den Behördendienstleistungen wird die eigenhändige Unterschrift respektive elektronische Signatur nicht so häufig benötigt, wie allgemein angenommen wird: Unter 100 der über 400 BundOnline-Dienstleistungen sind tatsächlich auf die elektronische Signatur angewiesen.</p>
<p>
                  <strong>Signaturkarten könnten Sicherheit von verbessern<br />
                  <br /></strong>Der Mangel an Anwendungen liegt zum anderen daran, dass kaum ein Kunde eine Signatur besitzt. Zwar ließe sich mit der Signatur die Sicherheit von eCommerce- und eGovernment-Anwendungen deutlich erhöhen &#8211; auch da, wo die Signatur rechtlich nicht notwendig wäre. Doch das lohnt sich für Online-Händler oder Behörden nicht, solange die Karten kaum verbreitet sind. Und für den Kunden lohnt sich die Karte nicht, weil es keine Anwendungen gibt die Henne-Ei-Problematik.</p>
<p>Das Signaturbündnis ist angetreten, beides zu überwinden, den technischen Wirrwarr und die Henne-Ei-Problematik. Mit der deutschen Kreditwirtschaft und der öffentlichen Verwaltung haben sich zwei Partner zusammen getan, die beide ein Interesse am Erfolg der elektronischen Signatur haben. Banken und Behörden mit ihrer vielfältigen Kunden- und Anwendungsstruktur haben kein Interesse an der Diskussion über diese oder jene Art der Signatur. Sie brauchen eine Signatur, eine marktgängige, universell akzeptierte Lösung, mit der jeder Kunde alle Services der Banken und Behörden nutzen kann.</p>
<p>
                  <strong>Bündnisziel: Alle Partner sollen alle Anwendungen erledigen können<br />
                  <br /></strong>Sie definiert das Signaturbündnis. In einem &#8220;Konvergenzpapier&#8221; wird festgelegt, welche Standards die Partner der elektronischen Signatur zugrunde legen, damit die Signaturkarten aller Partner für die Anwendungen aller Partner nutzbar sind: Alle Anwendungen mit allen Karten ist das große Ziel des Bündnisses. Wie man sich beim Geldautomaten gemeinhin keine Gedanken machen muss, ob die eigene ec-Karte interoperabel ist, so soll es auch bei den Signaturanwendungen sein. Mit den Standards des Signaturbündnisses im Rücken muss sich kein Anwendungsentwickler mehr Gedanken machen, ob er in die &#8220;richtige&#8221; Signatur investiert. Die Bundesregierung hat mit dem Signaturbündnis die klare Aussage verbunden, dass alle staatlichen Kartenprodukte, von der Jobcard über die Health Professional Card bis hin zu einem elektronischen Personalausweis die Standards des Signaturbündnisses berücksichtigen werden.</p>
<p>Daneben geht das Bündnis auch das Henne-Ei-Thema an: Die Kreditwirtschaft als wichtiger Partner im Bündnis gibt zahlreiche Karten aus, demnächst auch mit Chip. Sie sind allgemein akzeptiert und eignen sich hervorragend als Träger der elektronischen Signatur. Der Staat wird nach und nach auf allen Ebenen die Verwaltungsvorgänge ins Internet stellen und dabei auch auf die elektronische Signatur setzen. Was liegt näher, als diese Anwendungen so zu gestalten, dass sie mit Karten der Banken genutzt werden können? Erfolgreiche Beispiele wie die Elektronische Steuererklärung (ELSTER) und die Rentenauskunft der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte zeigen, dass das machbar ist. Im Signaturbündnis arbeiten wir nun an einem Geschäftsmodell, mit dem die Kosten dieser Vorgehensweise zwischen den Partnern aufgeteilt werden – Henne und Ei entstehen gleichzeitig.</p>
<p>
                  <strong>Deutschland hat als erstes Land eine Standard-Signatur eingeführt<br />
                  <br /></strong>Deutschland ist Marktführer bei der Chipkartentechnologie. Deutschland hat mit dem Signaturgesetz als eines der ersten Länder die Voraussetzung geschaffen, dass elektronische Signaturen rechtsverbindlich werden. Deutschland ist jetzt das erste Land, dass eine von Wirtschaft und Verwaltung breit akzeptierte Standard-Signatur einführt.</p>
<p>
                    
                  </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 03.07.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
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		<title>Das Signaturbündnis als Motor des eGovernment</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernmentesignatursig2-shtml-2483/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dr. Stephan Klein, der Geschäftsführer von bremen online services fordert für die Etablierung einheitlicher Standards für die elektronische Unterschrift die Kooperation von eGovernment und eBusiness.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Stephan Klein, der Geschäftsführer von bremen online services fordert für die Etablierung einheitlicher Standards für die elektronische Unterschrift die Kooperation von eGovernment und eBusiness.<!--break-->
                  </p>
<p>Der Kanzler setzte die Zielmarke. In seiner Rede zur Eröffnung der diesjährigen CeBIT sagte er:<br />
                  <br />&#8220;Man kann mit gutem Grund darauf hinweisen, dass wir in Deutschland Fortschritte gemacht haben und sie weiter machen werden. … Mit der Verbreitung der Online-Kommunikation steigen die Anforderungen an die Sicherheit. Gerade weil der persönliche Kontakt entfällt, müssen sich die Internetpartner elektronisch einwandfrei identifizieren können. Das ist eine wichtige und schwierige Aufgabe. Der Schlüssel dafür ist die elektronische Signatur. Deutschland ist eines der ersten Länder, das alle rechtlichen Grundlagen für die Gleichwertigkeit von elektronischer Signatur und eigenhändiger Unterschrift geschaffen hat. Wir wollen möglichst rasch erreichen, dass Online-Banking, elektronische Einkäufe, aber auch elektronische Behördengänge über das Internet mit ein und derselben elektronischen Unterschrift einfach und sicher möglich werden. … Ziel ist es, dass ab Anfang 2004 in größerem Umfang Bankkarten mit elektronischer Signaturfunktion für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt werden können.&#8221;</p>
<p>Die Gründung eines Signaturbündnisses mit dem Ziel der Entwicklung eines einheitlichen Standards für elektronische Signaturen ist ein entscheidender Schritt auf diesem Weg. Erstmals sitzen die öffentliche Verwaltung und Vertreter der Wirtschaft in einem Boot, um gemeinsam den breiten Einsatz elektronischer Unterschriften zu fördern.</p>
<p>In zwei Arbeitsgruppen, einer für die technische Entwicklung und einer für die Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle, soll nun in den nächsten Monaten gearbeitet werden.</p>
<p>
                  <strong>Unterschiedliche Standards und hohe Kosten<br />
                  <br /></strong>Bürgerinnen und Bürgern, die heute Signaturkarten nutzen möchten, bietet sich ein verwirrendes Bild: unterschiedliche Anwendungen erfordern unterschiedliche Signaturen, mal eine fortgeschrittene, mal eine qualifizierte, gelegentlich geht es auch ganz ohne. Dies oft sogar bei unterschiedlichen Dienstleistungen ein und des selben Anbieters. Entscheidet man sich dann für die Anschaffung einer Signaturkarte, sind dafür immer noch hohe Gebühren zu zahlen.</p>
<p>Bei der Entwicklung des eGovernment zeigte sich schon sehr früh, dass sich nur mit Banken und Sparkassen gemeinsam die notwendige Verbreitung von Signaturkarten erreichen lässt. Sie verfügen einerseits bereits über weit verbreitete Chipkarten, auf denen sich auch digitale Signaturen aufbringen lassen können, andererseits haben sie selbst ein großes Interesse an der Entwicklung von Karten, die auch für das sichere Online-Banking zu verwenden sind. Eine Karte für alle Anwendungen eben.<br />
                  <br />Die Sparkasse Bremen wurde deshalb auch Gesellschafter bei bremen online services GmbH &amp; Co. KG (bos).</p>
<p>In Bremen wurde bislang mit erheblichem Aufwand erreicht, dass sich die Anwendungen des bremer-online-service mit nahezu allen Signaturkarten nutzen lassen. Es wird die Arbeit des technischen Arbeitskreises des Signaturbündnisses sein, die Standardisierung von Signaturkarten und Lesegeräten voran zu treiben, um diesen Aufwand zukünftig zu minimieren.</p>
<p>
                  <strong>Ein wichtiges Ziel: ein tragfähiges Geschäftsmodell<br />
                  <br /></strong>Besonders gespannt sein darf man auch auf die Ergebnisse einer weiteren Arbeitsgruppe, die ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln will, bei dem die Kosten so verteilt werden sollen, wie auch der Nutzen entsteht. Heute müssen die Kosten einer Signaturkarte vom Karteninhaber getragen werden. Angesichts des geringen Nutzen stellen diese Kosten ein großes Hindernis für die weitere Verbreitung dar. Abhilfe könnte ein Gebührenmodell schaffen, wie es bei Geld- und Kreditkarten üblich ist. An deren Kosten wird auch der Einzelhandel beteiligt, und zwar bei jedem Karteneinsatz. Übertragen auf die Signaturkarte müssten Behörden und Unternehmen, die elektronische Signaturen akzeptieren, einen Obolus an die Karten ausgebenden TrustCenter entrichten.<br />
                  <br />EC-Cash ist so erfolgreich, weil sich hier auf Seite des Verbrauchers nur geringe Kosten ergeben und die Karte fast überall als Zahlungsmittel anerkannt wird. Der Handel akzeptiert wegen der damit verbundenen zusätzlichen Umsätze die Kostenbeteiligung. Nur ein Finanzierungsmodell, das sich daran orientiert, wird erfolgreich sein.</p>
<p>
                  <strong>Zukunft des eGovernment<br />
                  <br /></strong>Der Erfolg des eGovernment in Deutschland hängt wesentlich von der erfolgreichen Arbeit des Signaturbündnisses ab. Große Nutzerzahlen für Verwaltungsdienstleistungen im Internet wurden bislang vor allem bei Anwendungen für die Wirtschaft erzielt. In Bremen sind dies beispielsweise das Online-Mahnverfahren oder die elektronische Registerauskunft. Bei diesen Anwendungen stehen die Kosten für die bei den Nutzern notwendige Infrastruktur (Signaturkarte und Leser) in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet die Anschaffung einer Signaturkarte einen erheblichen Kostenfaktor, wenn der Preis nicht, wie in Bremen, durch Fördermittel erheblich subventioniert wird.<br />
                  <br />Nicht nur die Bürgerinnen und Bürger profitieren von den elektronischen Unterschriften. Sie machen interne und externe Verwaltungsabläufe effizienter, schneller und sicherer. Dies birgt für Verwaltung und Wirtschaft ein erhebliches Einsparpotenzial. Bereits heutige eGovernment-Dienstleistungen konnten dies erfolgreich belegen.<br />
                  <br />Wichtig ist hier auch, dass sich Bund, Länder und Kommunen ihrer politischen Verantwortung auf diesem Feld bewusst werden und für den neuen einheitlichen Standard auch eine entsprechende Infrastruktur schaffen.</p>
</p>
<p>
                    
                  </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 03.07.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Digitale Signaturen auf dem Vormarsch</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-esignatur-sig3-shtml-2587/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[astobbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Immer mehr Bürger in Deutschland und Europa nutzen das Internet: die 50%-Marke bei der Internetpenetration ist in einigen europäischen Ländern erreicht, in einzelnen sogar schon durchstoßen. Dennoch fristen E-Government und der B2C-E-Commerce ein Schattendasein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer mehr Bürger in Deutschland und Europa nutzen das Internet: die 50%-Marke bei der Internetpenetration ist in einigen europäischen Ländern erreicht, in einzelnen sogar schon durchstoßen. Dennoch fristen E-Government und der B2C-E-Commerce ein Schattendasein.<!--break--><br />
                  <strong>Ein wichtiger Grund sind die – gerade in Deutschland – oft starken Sicherheitsbedenken bei den Bürgern.</strong></p>
<p>Dabei liegen die Vorteile von E-Commerce und E-Government auf der Hand: Online-Banking und elektronische Ausschreibungen sind wichtige B2C- bzw. B2B-E-Commerce Anwendungen. Auch im E-Government gibt es zahlreiche attraktive Angebote: könnte sich ein Bürger nach einem Wohnungswechsel zum Beispiel auf elektronischem Wege ummelden und über das Internet für sein Auto ein neues Kennzeichen beantragen, würde er oftmals lange Warteschlangen in den Behörden umgehen und Zeit sparen. In Bremen ist das schon möglich – allerdings bleibt diese Option von den meisten Bürgern ungenutzt. Denn zahlreiche E-Government Anwendungen erfordern, dass die Verwaltung ihren Kommunikationspartner eindeutig identifizieren kann und dass dieser auch im Internet eine rechtlich bindende Willenserklärung abgibt. Eine zuverlässige Authentifizierung ist mit Hilfe einer qualifizierten Digitalen Signatur möglich. Eine Karte, die qualifizierte digitale Signaturen erzeugen kann, besitzen allerdings nur wenige Bremer.</p>
<p>
                  <strong>Anwendungen und Karten fehlen<br />
                  <br /></strong>Diese Situation charakterisiert das Grundproblem, dem sich E-Government und E-Commerce derzeit gegenübersehen. Dabei sind die rechtlichen Voraussetzungen gegeben: mit Signaturgesetz und der Gleichstellung von händischer Unterschrift und Digitaler Signatur besteht ein Rahmen, innerhalb dessen rechtlich bindende Willenserklärungen auf elektronischem Weg abgegeben werden können. Bisher fehlt es aber sowohl an einer ausreichenden Zahl interessanter Anwendungen als auch an einer kritischen Masse bei den Signaturkarten. Aus Sicht des Bürgers lohnt es sich in der Regel nicht, für einen Umzug oder eine Kfz-Ummeldung eine Signaturkarte und den dazu gehörigen Leser zu erwerben. Die relativ hohen Kosten für den Kauf einer Karte und des zugehörigen Lesegerätes schrecken mögliche Anwender ab, da ihnen nur vereinzelte nutzbringende Anwendungen gegenüberstehen. So interessant und zeitsparend E-Government ist – eine Killerapplikation ist es sicherlich nicht. Andererseits werden Unternehmen kaum attraktive Anwendungen zur Verfügung stellen, wenn keine ausreichende Zahl von Karten im Markt ist. In diesem Fall wird sich nämlich ihre Investition in die Online-Anwendung nicht amortisieren. Dieses sog. Henne-Ei Problem erschwert die weite Verbreitung und Nutzung der Digitalen Signatur: eine kritische Masse wird nicht erreicht.</p>
<p>Auch das Problem fehlender Standardisierung und Interoperabilität wirkt in die gleiche Richtung. Ziel muss es sein, dass ein Bürger mit einer Signaturkarte nicht nur seine Steuerklärung online durchführen kann oder bei der BfA eine Rentenauskunft erhält. Er sollte auch mit der gleichen Karte seine Adresse bei einer Versicherung ändern oder online ein Konto eröffnen können. Das bedeutet, dass alle Partner technisch in der Lage sein müssen, die von einem beliebigen Anbieter herausgegebenen Karten zu akzeptieren. Dies ist heute noch nicht der Fall: Insellösungen dominieren die Signaturlandschaft. Damit ist aber das Produkt „Signaturkarte“ eines bestimmten Kartenherausgebers für den Kunden nur sehr begrenzt einsetzbar und hat damit einen geringeren Nutzen als es potenziell haben könnte. Dies hemmt die Verbreitung von Signaturlösungen sowohl bei den Bürgern als auch bei den Unternehmen, die Anwendungen bereitstellen könnten.</p>
<p>
                  <strong>Signaturbündnis schafft Abhilfe<br />
                  <br /></strong>Das Anfang April zwischen Vertretern von Staat und Wirtschaft geschaffene Signaturbündnis setzt genau an diesen Problemkreisen an: Es will sowohl die Ausgabe von interoperablen Karten als auch die Verbreitung von signaturfähigen Anwendungen fördern. Einer kritischen Masse von Signaturkarten soll damit der Weg bereitet werden. Dabei handelt es sich nicht nur um eine technisch motivierte Zielsetzung: die Nutzung von Digitalen Signaturen hat hohe praktische Relevanz, da sie die Fortentwicklung von E-Commerce und E-Government mitbestimmt.</p>
<p>Das Signaturbündnis startet unter guten Voraussetzungen: sowohl Anbieter von Kartenlösungen, insbesondere aus der Kreditwirtschaft, als auch Unternehmen und die öffentliche Verwaltung, die Anwendungen bereitstellen, sind Mitglieder des Bündnisses. Ein solches Public-Private-Partnership bietet die Chance, übergreifende Lösungen zu erarbeiten, die alle Beteiligten in einem koordinierten Prozess an der Lösungsfindung beteiligen. Und es hat den entscheidenden Vorteil, dass an beiden Komponenten gearbeitet wird: mit Hilfe der beteiligten Partner wird sowohl die Zahl der Anwendungen als auch die der im Markt befindlichen Karten erhöht.</p>
<p>
                  <strong>Zahlreiche Aufgaben zu lösen<br />
                  <br /></strong>Auf das Bündnis warten zahlreiche Aufgaben: In einer technischen Arbeitsgruppe müssen die Themen Standardisierung und Interoperabilität erarbeitet werden. Dabei geht es darum, die verschiedenen, am Markt angebotenen Karten und Anwendungen interoperabel zu gestalten. Ziel ist es, die bestehenden Insellösungen zu einer Public-Key Infrastruktur (PKI) zu integrieren. Dabei sollte das Bündnis auch europäisch denken: vor dem Hintergrund hoher wirtschaftlicher Integration in der Europäischen Union ist es unabdingbar, dass Signaturlösungen zumindest europaweit einsetzbar sind. Daher muss es auch darum gehen, darauf hinzuwirken, dass ein offenes, interoperables und praktikables System auf europäischer Ebene konzipiert wird.</p>
<p>In der Arbeitsgruppe Geschäftsmodelle sollen Konzepte für tragfähige Geschäftsmodelle entwickelt werden. Die Bereitstellung einer Signatur-Infrastruktur verursacht Kosten bei den Unternehmen, die Karten herausgeben. Diesen stehen Effizienzgewinne bei all den Unternehmen und Teilen der öffentlichen Verwaltung gegenüber, die mit Hilfe des Einsatzes von Digitalen Signaturen ihre Prozesse verschlanken. Für eine mittelfristig tragfähige Signaturlandschaft ist es daher unabdingbar, dass sich alle, die vom Einsatz digitaler Signaturen profitieren, auch an ihrer Finanzierung beteiligen. Es ist auch darüber nachzudenken, wie die Nutzung elektronischer Kanäle für den Bürger attraktiv gestaltet werden kann: denkbar ist zum Beispiel, dass Anwender von den Effizienzsteigerungen in den Behörden in Form von verminderten Verwaltungsgebühren partizipieren.</p>
<p>
                  <strong>Neue Partner helfen, die kritische Masse zu erreichen<br />
                  <br /></strong>Um das Signaturbündnis zum Erfolg zu führen, kommt es entscheidend darauf an, neue Partner zu werben, die ebenfalls Anwendungen bereitstellen und/ oder Karten herausgeben. Dadurch wird das Bündnis auf eine breite Grundlage gestellt und das Ziel, eine kritische Masse bei der Verbreitung digitaler Signaturen zu erreichen, unterstützt. Die Digitale Signatur wird aber nur dann den Durchbruch erfahren, wenn sie in der breiten Öffentlichkeit Akzeptanz erfährt. Studien zeigen, dass vielen Bürgern der Nutzen der Digitalen Signatur unklar ist. Gezielte Öffentlichkeitsarbeit ist notwendig, um den Bürgern die Einsatzmöglichkeiten der Digitalen Signaturen zu verdeutlichen und das Vertrauen in Signaturlösungen zu erhöhen.</p>
<p>Ein Blick auf die bereits bestehenden Möglichkeiten zeigt, dass das Angebot sowohl für den Bürger als auch für Unternehmen attraktiv ist und sich der Ausbau von Signaturanwendungen lohnt. Die Chancen sind groß, mit Medienbruch-freien Prozessen die Effizienz von Unternehmen und öffentlicher Verwaltung zu steigern. Das Signaturbündnis wird auf einen Akzeptanzschub für die digitale Signatur hinwirken.</p>
<p>
                    
                  </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 03.07.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Linux in Bayern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[opassek]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig Späth]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Infrastruktur]]></category>
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					<description><![CDATA[politik-digital sprach mit Ludwig Späth, leitender Ministerialrat beim 
                      Bayerischen Obersten Rechnungshof über den Einsatz von Open Source Software in der öffentlichen Verwaltung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>politik-digital sprach mit Ludwig Späth, leitender Ministerialrat beim<br />
                      <a href="http://www.orh.bayern.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bayerischen Obersten Rechnungshof</a> über den Einsatz von Open Source Software in der öffentlichen Verwaltung.<!--break-->
                    </p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Was hat bei Ihnen ganz persönlich das Interesse an Freier Software und Open Source geweckt?</p>
<p>
                    <strong>Ludwig Späth:</strong> Der Hauptgrund war die neue Lizenzpolitik der Firma<br />
                    <a href="http://www.microsoft.com/germany/lizenzierung/default.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microsoft</a>, die erhebliche finanzielle Auswirkungen für die Informationstechnologie des Freistaats Bayern hat. Außerdem haben unsere Prüfungserfahrungen gezeigt, dass in bestimmten Bereichen, zum Beispiel in der Vermessungsverwaltung oder bei Universitäten, Open-Source-Produkte bereits erfolgreich eingesetzt wurden.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Welche Kostenvorteile und Einsparpotentiale sehen Sie bei der Einführung von Open-Source-Software (OSS) in öffentlichen Verwaltungen gegenüber bestehenden Windows-Infrastrukturen?</p>
<p>
                    <strong>Ludwig Späth:</strong> Ein Kostenvergleich der möglichen Lösungen bei Einführung von Open-Source-Software wie beispielsweise Linux, SuSE eMail und StarOffice oder die<br />
                    <br />Umstellung der bestehenden Infrastruktur auf Windows XP und Exchange 2000 zeigt in unserer Behörde folgendes Bild:</p>
<p>Die Distribution SuSE Linux 8.0 Professional ist für 79,90 Euro beschafft und kann auf beliebig vielen Clients installiert werden. Das Büropaket<br />
                    <br />StarOffice 6.0 wird nach Auskunft der Firma Sun für 300 Clients etwa jeweils 60 Euro kosten, insgesamt also etwa 18 000 Euro. Das Produkt SuSE eMail<br />
                    <br />Server III kostet einmalig etwa 5 000 Euro. Zusammen beträgt der Kaufpreis rund 23 000 Euro.</p>
<p>Microsoft stellt gegenwärtig mit einem &#8220;Enterprise Agreement&#8221; ein neues Lizenzmodell für den Freistaat Bayern vor. Demnach würden pro Microsoft-Client und Jahr Lizenzkosten in Höhe von etwa 208 Euro anfallen. Bei 300 Clients ergibt dies jährlich etwa 62 300 Euro. Hinzu kommen Lizenzkosten für Server-Produkte, insbesondere für den Mail-Server MS-Exchange von rund 2 900 Euro je Standort. Zusammen ergibt dies auf einen Zeitraum von fünf Jahren rund 335 000 Euro. Auch unter Einrechnung von Umstellungs- und Schulungsaufwänden erscheint damit eine Umstellung auf OSS-Produkte wirtschaftlicher zu sein, weil auch eine Migration auf MS-Windows XP einen nicht unerheblichen Umstellungsaufwand erfordert.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Können sie Beispiele aus Bayern nennen?</p>
<p>
                    <strong>Ludwig Späth:</strong> Würde man dieses Ergebnis auf die im Freistaat Bayern Ende 1999 im Verwaltungsbereich eingesetzten rund 70 000 IT-Arbeitsplätze umrechnen, so ergäben sich bei den Lizenzkosten Einsparungen in Höhe von jährlich über 13 Mio Euro, wenn man davon ausgeht, dass für die Lizenz des Büropaketes<br />
                    <br />StarOffice bei der Firma Sun pro Client einmalige Kosten von rund 60 Euro anfallen würden und ein Abschreibungszeitraum von drei Jahren Jahren<br />
                    <br />zugrunde gelegt würde. Die Einsparungen wären noch wesentlich höher, wenn man die Server-Kosten mit einbeziehen und berücksichtigen würde, dass die<br />
                    <br />Zahl der Clients nach den Planungen auf über 110 000 im Verwaltungsbereich anwachsen. Bei einer zusätzlichen Einbeziehung der rd. 130 000 Schul-PCs<br />
                    <br />sowie der PCs im Hochschulbereich würde sich die erwähnten Einsparungen sogar weit mehr als verdoppeln.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Sehen Sie die großen Potentiale von OSS wie Linux eher im Serverbreich oder auch auf dem Desktop?</p>
<p>
                    <strong>Ludwig Späth:</strong> Aufgrund der hohen Installationszahlen sind insbesondere im Client-Bereich große Einsparpotentiale enthalten. Derzeit wird in Pilotprojekten<br />
                    <br />untersucht, inwieweit OSS-Produkte im Client-Bereich eingesetzt werden können.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Stehen die Behörden bei einer großflächigen Einführung von OSS nicht vor massiven Schulungskosten und hohem Zeitaufwand, um Windows-gewöhnte<br />
                    <br />Mitarbeiter umzuschulen?</p>
<p>
                    <strong>Ludwig Späth:</strong> Nicht nur die Einführung von OSS erfordert einen hohen Schulungsaufwand; auch bei einer großflächigen Umstellung auf Windows XP fallen erhebliche<br />
                    <br />Schulungskosten an. Deshalb kommt es darauf an, Versionswechsel nur im notwendigen Umfang durchzuführen. Die neue Lizenzpolitik von Microsoft ist<br />
                    <br />aber eher auf häufige Versionswechsel ausgerichtet. In der Vergangenheit wurden bei den regelmäßigen Versionswechseln von der Firma Microsoft u. a. auch die Dokumentenformate geändert. Wollte die Verwaltung weiterhin am Dokumentenaustausch ohne Probleme teilnehmen, war sie faktisch gezwungen,<br />
                    <br />auf die jeweils aktuellste Version umzustellen. Der Aufwand dafür ist höher als einmalig auf OSS-Produkte umzustellen und diese dann längerfristig zu<br />
                    <br />nutzen. Im übrigen entspricht die Öberfläche von OSS-Produkten weitgehend der Windowsoberfläche.</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>politik-digital:</strong> Sind ihnen Kolleginnen oder Kollegen bekannt, die sich ebenfalls intensiv mit dem Einsatz von OSS in der öffentlichen Verwaltung beschäftigen?</p>
<p>
                    <strong>Ludwig Späth:</strong> Wie anfangs bereits erwähnt, befassen sich auch Kollegen in anderen Verwaltungen mit dem Einsatz von OSS. Im Serverbereich ist der Einsatz schon sehr viel weiter verbreitet.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Abschließend: Welche Perspektiven sehen Sie in der Zukunft für den breiten Einsatz von OSS in Behörden und Verwaltungen?</p>
<p>
                    <strong>Ludwig Späth:</strong> Sicher wird OSS die Microsoft-Produkte nicht verdrängen; aber in vielen Bereichen eine ernstzunehmende Alternative darstellen. Knappe Haushaltsmittel, die Forderung nach mehr kontrollierbarer Sicherheit, das Wachstum sicherer, koexistenzfähiger OSS-Anwendungen verschiedenster Hersteller, die<br />
                    <br />Standardisierung offener Datenaustauschformate, wie zum Beispiel XML, werden dazu beitragen, dass OSS zunehmend auch in der öffentlichen Verwaltung<br />
                    <br />eingesetzt werden wird.</p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die öffentlichen Haushalte entlasten</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-weitere-haushalte-shtml-2582/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[rschmeichel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[E-Procurement]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
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		<category><![CDATA[Einsparung]]></category>
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					<description><![CDATA[
                      Raik Schmeichel, Global Portfolio Manager bei der Siemens Business Services GmbH &#38; Co. OHG in Berlin schreibt in diesem Artikel über die elektronische Beschaffung für öffentliche Auftraggeber]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Raik Schmeichel, Global Portfolio Manager bei der Siemens Business Services GmbH &amp; Co. OHG in Berlin schreibt in diesem Artikel über die elektronische Beschaffung für öffentliche Auftraggeber<!--break-->
                    </p>
<p>Nachhaltiges Optimierungspotenzial bietet der Einsatz moderner Technologien Bund, Ländern und Kommunen. Doch ist der Schritt ins Internet nicht nur sinnvoll, um den Bürgern auf der Datenautobahn ein Stück entgegenzukommen oder Beamte in ihrer Tätigkeit zu entlasten. Ein wichtiges Argument für den Einsatz von Internet-Technologien sind angesichts reduzierter Haushaltsmittel die Einsparmöglichkeiten im Rahmen des Beschaffungswesens.</p>
<p>Für mehr als 254 Milliarden Euro &#8211; rund 13 Prozent des Bruttoinlandprodukts &#8211; beschafft der Staat zur Zeit nach Angaben des<br />
                    <a href="http://www.bdi.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesverbandes der Deutschen Industrie</a> Sach- und Dienstleistungen für seine Ämter und Behörden. Untersuchungen gehen davon aus, dass durch die Abwicklung dieses Prozesses über das World Wide Web die Verwaltungskosten um 25 bis 75 Prozent und die Einkaufspreise um durchschnittlich zehn bis 30 Prozent gesenkt werden könnten. Das so genannte E-Procurement könnte darüber hinaus die Beschaffung insgesamt erheblich beschleunigen. Bundesweit würden so 15 bis 30 Milliarden Euro an Steuergeldern gespart.</p>
<p>Sollen mit E-Government alle Ressourcen ausgeschöpft werden, so kommen die Behörden an E-Procurement nicht vorbei. Doch stehen die Verwaltungen nach einer Studie der<br />
                    <a href="http://www.uni-wh.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universität Witten-Herdecke</a>, die den Entwicklungsstand des kommunalen Beschaffungswesens im Internet analysiert hat, hier noch ganz am Anfang: Demnach haben vier von fünf Einkäufern in den Behörden keine Erfahrung mit Ausschreibungen über das Internet. Lediglich bei neun Prozent der Befragten steht das Thema oben auf der Agenda. Und dies, obwohl ein Fünftel bis ein Viertel der Befragten sich hiervon geringere Verwaltungskosten, kürzere Beschaffungszeiten und niedrigere Einkaufspreise erwarten. Andere Nationen in Europa sind da weiter: Die englische Verwaltung beispielsweise erledigt 90 Prozent aller Beschaffungen via Internet.</p>
<p>Allerdings hält die Umstellung auf elektronische Beschaffung für die öffentlichen Auftraggeber in Deutschland einige Stolpersteine bereit. Im Gegensatz zur Privatwirtschaft muss sich die öffentliche Hand bei der Beschaffung ihres Bedarfs weitgehend nach spezifischen gesetzlichen Vorschriften, wie der Vergabeordnung, sowie weiteren nationalen beziehungsweise europaweiten gesetzlichen Regelungen richten. Immerhin hat die Politik diese Entwicklungen nicht verschlafen: So enthält die seit Februar aktuelle Form der Vergabeverordnung für öffentliche Aufträge die wichtige Neuerung, dass Angebote auch elektronisch abgegeben werden können. Und ab dem 17. Januar 2002 müssen EU-weit bei der Vergabe öffentlicher Aufträge auch elektronische Angebote akzeptiert werden. Das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern hat dazu bereits die technischen Voraussetzungen geschaffen und ist seit Anfang Mai dieses Jahres in der Lage, elektronische Ausschreibung und Vergabe über das Internet abzuwickeln.</p>
<p>Weitere Hürden auf dem Weg zum elektronischen Beschaffungsprozess sind komplexe Genehmigungswege und Organisationsstrukturen, die zwar einerseits dazu beitragen, Korruption zu vermeiden, andererseits aber auch den Prozessablauf behindern. Zusätzlich ist die softwaretechnische Unterstützung der Einkaufsaktivitäten meist mangelhaft. Die Nutzung geeigneter Technologien sowie eine gewisse Dezentralisierung der Beschaffungsprozesse könnten hier einen wesentlichen Beitrag zu Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung leisten.</p>
<p>Eine ganzheitliche Lösung, die den öffentlichen Einkauf durchgehend elektronisch durchführt und schematisiert, ist nur ein Bestandteil einer medienbruchfreien Prozessabwicklung. Ein automatisierter Verwaltungsablauf beinhaltet darüber hinaus auf der Basis der gesetzlichen Grundlagen vereinfachte Arbeitsabläufe. Um die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation optimal und konsequent ausschöpfen zu können, sollten alle Teilnehmer eingebunden werden. Mittlerweile sind verschiedene elektronische Einkaufssysteme und Tools verfügbar, wobei diese Anwendungslösungen vorwiegend auf der Seite der einkaufenden Verwaltung implementiert wurden. Folgende Aspekte werden dabei besonders berücksichtigt:</p>
<ul>
<li>Einbindung der Mitarbeiter in den öffentlichen Beschaffungsprozess</li>
<li>schnellere Abwicklung des eigentlichen Beschaffungsprozesses</li>
<li>unmittelbarer Zugriff auf Produktinformationen durch die Integration der Lieferanten-Kataloge</li>
<li>Einbindung von Produktinformationen in die Leistungsbeschreibung zur einfacheren Erstellung der Verdingungsunterlage</li>
<li>Umsetzung von rechtssicheren Vergabeverfahren mit sicherem Datentransfer</li>
<li>effiziente Abwicklung von Rahmenvertragsabrufen, Warenlieferungen, Rechnungen und Zahlungen</li>
<li>Integration von verwaltungsinternen Genehmigungsverfahren</li>
<li>Realisierung neuer Geschäftsszenarien</li>
<li>flexible Implementierungsszenarien und Integration in bestehende Legacy-Systeme</li>
<li>eine Lösung, die in der Verwaltung wachsen kann</li>
</ul>
<p>Doch haben die bisher gesammelten Erfahrungen gezeigt, dass sich die Einführung oder besser die Vermarktung dieser elektronischen Vergabe- und Beschaffungslösungen in der öffentlichen Verwaltung schwierig gestaltet. Die Gründe dafür sind vielschichtig und liegen einerseits an den technischen sowie organisatorischen Gegebenheiten. Andererseits mangelte es teilweise an dem Bewusstsein, die öffentliche Beschaffung ganzheitlich zu betrachten. Hier hat sich aber mittlerweile viel getan und die öffentlichen Verwaltungen befassen sich mehr und mehr mit diesem Thema. Beispielhaft ist wieder das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Inneren zu nennen, welches künftig den gesamten Vergabeprozess der Behörde &#8211; vom Anmelden des Bedarfs bis zur Auslieferung &#8211; bündeln und elektronisch abwickeln wird. Mit dem Projekt &#8220;Öffentlicher Eink@uf Online&#8221; und dem Leitprojekt &#8221;<br />
                    <a href="evergabe.shtml">e-Vergabe</a>&#8221; hat das Amt ein ganzheitliches Verfahren für den Online-Einkauf entwickelt, welches aus den Elementen Kommunikation zwischen Bedarfsträger und Beschaffungsamt, elektronisches Vergabe-Modul, e-Vergabe-Plattform und virtueller Marktplatz besteht.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 10.05.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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