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	<title>KPMG &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</lastBuildDate>
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	<title>KPMG &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>KPMG-Studie zur virtuellen Verwaltung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/kpmg_studie_zur_virtuellen_verwaltung-942/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[aherrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Eckard Schindler]]></category>
		<category><![CDATA[KPMG]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><span style="color: #006699"><span style="font-size: x-small"><span style="color: #000000">Interview
mit Eckard Schindler, Manager bei KPMG Consulting und verantwortlich
für den Bereich eGovernment, über die Studie Verwaltung der
Zukunft - Status quo und Perspektiven für eGovernment 2000.</span></span></span></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><span style="color: #006699"><span style="font-size: x-small"><span style="color: #000000">Interview<br />
mit Eckard Schindler, Manager bei KPMG Consulting und verantwortlich<br />
für den Bereich eGovernment, über die Studie Verwaltung der<br />
Zukunft &#8211; Status quo und Perspektiven für eGovernment 2000.</span></span></span></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Die Zukunft der Verwaltungen heißt e(lectronic)Government. Der Begriff eGovernment steht für die Nutzung von netzbasierten<br />
Technologien innerhalb einer Behörde, zwischen Behörden und mit den Abnehmern öffentlicher Dienstleistungen. e-Government<br />
beinhaltet den Einsatz von Internet, Intranet, Extranet und Electronic Data Interchange (EDI).<br />
Die KPMG, eine der weltweit größten Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, hat zu diesem Thema die<br />
<a href="http://www.kpmg.de/library/surveys/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Studie</a>&quot;Verwaltung der Zukunft &#8211; Status quo und Perspektiven<br />
für eGovernment 2000&quot; veröffentlicht. Grundlage der Studie war eine Umfrage in den deutschen Bundes-, Landes- und<br />
Kommunalverwaltungen. politik-digital hat den Autor der Studie, <a href="mailto:eschindler@kpmg.com">Eckard Schindler</a>,<br />
interviewt. Er ist Manager bei KPMG Consulting und verantwortlich für den Bereich eGovernment.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/egovernment/images/schindler.jpg" alt="Eckard Schindler" align="left" border="1" height="175" width="130" /><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Nach der Auswertung Ihrer Studie und vor dem Hintergrund der Erfahrungen,<br />
die KPMG mit dem Thema hat: Kommt Bewegung in das deutsche eGovernment oder sind wir digitales Brachland?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Die Verwaltungslandschaft bewegt sich schon. Die Kommunen waren dabei die ersten, die sich vor etwa<br />
fünf Jahren mit dem Thema Internet beschäftigt haben. Das Thema kommt nunmehr auf allen Verwaltungsebenen in Bewegung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Warum sind gerade die Kommunen bei diesem Thema so schnell aktiv?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Weil die Kommunen am ehesten die Schnittstelle zu den Bürgern sind und die Bürger die Internettechnik<br />
in den letzten Jahren mehr und mehr von ihrer Behörde eingefordert haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Könnten Sie uns erläutern, was für Vorteile das eGovernment den<br />
Verwaltungen bringt und das vielleicht an einem typischen Verwaltungsvorgang erläutern.?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Eine Zielrichtung ist, dem Bürger über das Internet Zugriff auf Verwaltungsleistungen zu ermöglichen,<br />
beispielsweise einen Hochzeitstermin festzulegen oder sein Kraftfahrzeug anzumelden. Die Vision, wie sie in europäischen<br />
Ländern wie England, Finnland und Österreich bereits sichtbar angegangen wird, ist, dass der Bürger irgendwann durch ein<br />
Portal Zugriff auf alle Verwaltungsleistungen hat und er alle Schritte auf einmal erledigen kann, wenn er z.B. umzieht. Er<br />
muss dann nicht erst die verschiedenen Ämter anlaufen. Dieses <i>One-Stop-Government</i> bringt dem Bürger klare zeitliche Vorteile.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Der zeitliche Vorteil für den Bürger liegt auf der Hand. Was ist der große<br />
Vorteil für die Verwaltungen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Nehmen wir mal folgendes Beispiel aus einer Kommune. In einem Meldeamt können sich bestimmte<br />
Einrichtungen nach einer Person erkundigen. Berlin bekommt beispielsweise Tausende Anfragen in einer Woche. Wenn es dazu eine<br />
Datenbank im Internet gibt, in welche der gesuchte Name eingegeben wird und gleichzeitig die fällige Abfragegebühr über eine<br />
sogenannte <i>Smart Card</i> (Chipkarte) erfolgt, braucht es niemanden mehr in der Verwaltung, der diese Prozesse abwickelt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Negativ gesehen kostet diese Entwicklung dann wohl Arbeitsplätze?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Ja, aber u.a. auf die Reduzierung von Personalkosten zielt die Modernisierung der Verwaltungen<br />
ohnehin ab. Die Verwaltungen stehen immer noch unter einem hohen Finanzdruck.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Sie meinten vorhin, dass England, Finnland und Österreich auf dem Gebiet<br />
eGovernment schon sehr weit sind. Wo würden Sie denn Deutschland einordnen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Ich denke, Deutschland befindet sich durchaus im Mittelfeld. Es gibt andere Länder, die schon vor<br />
längerer Zeit erkannt haben, dass ein solches Thema Unterstützung seitens der Regierungen und seitens der Verwaltungsspitzen<br />
bedarf. Solche Zielvorstellungen gibt es in Großbritannien, wo im Regierungsprogramm klar definiert ist, was bis 2002 über<br />
Internet möglich sein soll, beispielsweise die Steuererklärung. Dieses Verankern auf den höchsten Führungsebenen ist in<br />
Deutschland erst in den letzten Monaten zu erkennen gewesen. Aber auch bei uns wird etwas getan. Wir haben zum Beispiel mit<br />
dem Bundesministerium des Inneren und unserem Technologiepartner Cisco Systems den Wettbewerb<br />
&quot;<a href="http://www.verwaltung-der-zukunft.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">eGovernment in Bundes- und Landesverwaltungen</a>&quot; ausgerufen,<br />
durch den Projekte gefördert werden sollen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Welche Bedeutung hat Ihrer Ansicht nach das eGovernment für die<br />
demokratischen Strukturen? Wird unsere Demokratie und ihr Verwaltungsapparat transparenter und pluraler oder nur<br />
technokratischer?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Er kann transparenter und pluraler werden, das ist aber nicht zwangsweise der Fall. Um das einmal zu<br />
erläutern: Das Internet schafft die Möglichkeit, dass Prozesse partizipativer erfolgen. Das heißt, die Verwaltung und der<br />
Bürger können sehr viel enger zusammenarbeiten. So werden in Zukunft stärker die Interessen vieler berücksichtigt. Die<br />
Verantwortung kann stärker verteilt und nach unten gegeben werden. Auf der anderen Seite haben wir Themen wie digitale<br />
Demokratie. Es gibt die Möglichkeit, online zu wählen. Experten erwarten, dass dadurch eine stärkere Aktivierung der Bürger<br />
möglich ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Eine andere Frage: Warum denken Sie, dass sich die Verwaltungen mit dem<br />
Einsatz von neuen Technologien schwerer tun als die Privatwirtschaft?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Ich denke es sind drei Effekte. Es gibt den Wettbewerbsdruck nicht, der die Verwaltungen zwingt, die<br />
neuen Technologien sehr viel schneller zu nutzen. Es gibt nur einen Finanzdruck, aber der wirkt mitunter eher kontraproduktiv,<br />
weil dann nichts für Investitionen übrig bleibt. Ein anderer Effekt ist, dass es den Verwaltungen schwerer fällt,<br />
qualifiziertes IT-Personal zu bekommen, da die Privatwirtschaft höhere Gehälter zu bieten hat. Der dritte Effekt ist, dass es<br />
in den Verwaltungen seit gut zehn Jahren andere Modernisierungsthemen gibt. Sie beschäftigen sich beispielsweise mit der<br />
Einführung neuer betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente, wie der Kosten- und Leistungsrechnung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Was sind denn Ihrer Meinung nach die Hinderungsgründe für die Behörden,<br />
eGovernment stärker oder überhaupt zu nutzen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eckard Schindler:</b> Gerade die Führungsebene ist sich der Möglichkeiten noch nicht bewusst. Es kommt letztlich darauf<br />
an, vor allem Prozesse durch Internettechnologien zu unterstützen. In der Privatwirtschaft, besonders in den USA, gibt es<br />
auf oberster Ebene einen <i>Chief Information Officer</i>, der strategische Entscheidungen mitbeeinflusst. Dieser Chief hat dabei<br />
zweifellos IT-Sachverstand. In der Verwaltung gibt es einen Referatsleiter IT, darüber einen Abteilungsleiter und dann z.B.<br />
einen Staatssekretär. Wenn der IT-Referatsleiter etwas vorschlägt, hat das nicht das gleiche Gewicht, als wenn das eine<br />
Person auf höchster Ebene tun würde. Außerdem gibt es noch viele ungelöste Fragen&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> &#8230;der Sicherheitsgedanke zum Beispiel.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eckard Schindler:</b> &#8230;die digitale Signatur ist noch nicht umgesetzt, beim Thema Sicherheit gibt es die Unkenntnis, wie man<br />
damit umzugehen hat. Der letzte Punkt ist im Augenblick, dass das Budget für die Modernisierung neu umverteilt werden muss.<br />
Andere Projekte müssen zurückgestellt werden, um die gewonnenen Ressourcen für eGovernment zu nutzen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Wie denken Sie, sollten die Mitarbeiter der Verwaltungen an eGovernment<br />
herangeführt werden. In Ihrer Studie sprechen Sie von Pilotprojekten. Wie kann so ein Projekt konkret aussehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eckard Schindler:</b> Wir können uns gut vorstellen, dass allen Führungskräften, z.B. innerhalb eines Ressorts, über<br />
Internet eine Schulung zum Thema &quot;Internet und eGovernment&quot; angeboten wird. Das ganze ist keine fixe Idee. Weltweit wurden<br />
alle Mitarbeiter von KPMG Consulting in so einem eLearning-Projekt fortgebildet. So kann das große Hindernis des<br />
Know-how-Defizites abgebaut werden, um so vor allem aus Sicht der Fachverantwortlichen Ideen für eGovernment-Anwendungen zu<br />
entwickeln.<br />
Ferner könnten in manchen Bereichen E-Business-Solutions auf den öffentlichen Aufgabenbereich übertragen werden. Z.B. nutzt<br />
die Bundesschuldenverwaltung eBanking-Anwendungen zur Depotverwaltung. Ähnliche Solutions könnten z.B. zur Abwicklung der<br />
BAFöG-Darlehen genutzt werden. Die Schwierigkeit für die Behörden ist, herauszufinden, was für sie wirklich sinnvoll ist und<br />
wo schnelle Erfolge zu erzielen sind.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Wird die virtuelle Verwaltung den persönlichen Kundenkontakt vollständig<br />
ersetzen oder wird dieser an bestimmten Punkten auch in Zukunft notwendig sein?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eckard Schindler:</b> Nein, den persönlichen Kontakt kann man nicht komplett ersetzen. Bestimmte Routinetätigkeiten wird<br />
man über das Internet abwickeln, andere Angelegenheiten jedoch, bei der man ein gewisses Vertrauensverhältnis aufbauen muss,<br />
wenn es um Subventionen und dergleichen geht, werden weiterhin persönlich getätigt. Die verschiedenen Altersgruppen werden<br />
zudem das Internet unterschiedlich nutzen. So wird es nie eine Verwaltung geben, die alles über Internet abwickelt. Es wird<br />
immer drei Möglichkeiten geben, mit der Verwaltung in Kontakt zu kommen: einmal das Internet und dann Call-Center und kleine<br />
Bürger-Offices, bei denen man sich meldet, damit die Angelegenheiten dort von Dritten per Internet für einen erledigt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Als abschließende Frage bitten wir Sie um eine Vision. Wo sehen Sie die<br />
virtuelle Verwaltung durch eGovernment in drei Jahren, wo in zehn?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eckard Schindler:</b> Ich denke, in drei Jahren hat es einen Schub gegeben. Wir werden die digitale Signatur haben, so dass<br />
viel mehr Transaktionen über das Internet abgewickelt werden. In den Verwaltungen selbst wird man viel stärker das Intranet<br />
zum Wissenstransfer nutzen. In zehn Jahren werden die Technologien genutzt, um die behördenübergreifenden Prozesse zu<br />
optimieren und das wird zu einer veränderten Verwaltungslandschaft geführt haben. Kommunen, Bund und Länder könnten stärker<br />
verbunden sein. In zehn Jahren werden wir auch in Deutschland durch ein einziges Portal Zugriff auf viele Verwaltungsleistungen<br />
haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Vielen Dank für das Gespräch.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview mit Eckard Schindler führte Arnd Herrmann</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>eGovernment oder Amtsschimmel &#8211; Wie weit ist die deutsche Verwaltung?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment_oder_amtsschimmel_wie_weit_ist_die_deutsche_verwaltung-945/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernment_oder_amtsschimmel_wie_weit_ist_die_deutsche_verwaltung-945/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[aherrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[KPMG]]></category>
		<category><![CDATA[Anderson Consulting]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wie erfahre ich meinen aktuellen Kontostand? Wo kaufe ich mein neues Handy? Wie sieht die Verwaltung der
Zukunft aus? Auf diese drei Fragen gibt es drei einfache Antworten: e(lectronic)Banking, eCommerce und
eGovernment. Doch während eBanking und eCommerce schon länger zu den verbreiteten Technologien gehören,
steckt das eGovernment vor allem in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Zwei neue Studien belegen den
Aufholbedarf der deutschen Amtsstuben.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wie erfahre ich meinen aktuellen Kontostand? Wo kaufe ich mein neues Handy? Wie sieht die Verwaltung der<br />
Zukunft aus? Auf diese drei Fragen gibt es drei einfache Antworten: e(lectronic)Banking, eCommerce und<br />
eGovernment. Doch während eBanking und eCommerce schon länger zu den verbreiteten Technologien gehören,<br />
steckt das eGovernment vor allem in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Zwei neue Studien belegen den<br />
Aufholbedarf der deutschen Amtsstuben.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Erst in den letzten Monaten ist eGovernment so richtig in Mode gekommen. Dass eine Trendwende im Verwaltungsapparat<br />
bevorsteht, belegt das wachsende Interesse der Unternehmensberater am Thema. Große Firmen wie KPMG und Anderson Consulting<br />
haben sich des eGovernments angenommen, um sofort beratend zur Stelle zu sein, wenn die deutsche Bürokratie demnächst aus<br />
ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Denn auch den Chefbeamten der deutschen Verwaltungen dämmert allmählich, welchen Stellenwert<br />
das Internet hat und welche Vorteile es darüber hinaus bietet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Studien der Consultants kommen grundsätzlich zu ähnlichen Ergebnissen. Bislang bieten die Behörden ihren Bürgern viel zu<br />
selten Online-Dienste an. Insgesamt sind die Verwaltungen beim Thema Internet noch wenig fortschrittlich, lediglich 21% der<br />
Behörden-Mitarbeiter haben einen persönlichen Internetzugang und 31% verfügen noch nicht über eine eigene E-Mail-Adresse.<br />
Folgerichtig sehen sich knapp 60% der deutschen Behörden im internationalen Vergleich als Nachzügler (Ergebnisse der<br />
<a href="http://www.kpmg.de/library/surveys/" target="_new" rel="noopener noreferrer">KPMG-Studie</a> &quot;Verwaltung der Zukunft &#8211; Status quo und<br />
Perspektiven für eGovernment 2000&quot;).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Europas Primus ist Großbritannien. eGovernment ist ein zentrales Thema in der Politik von Premierminister Tony Blair. Bis<br />
2005 sollen sämtliche Verwaltungsleistungen im Internet abzurufen sein und bereits bis zum Ende dieses Jahres erwartet die<br />
britische Regierung, dass 20% aller Steuererklärungen digital eingereicht werden. Die Schlüsselrolle bei der technischen<br />
Modernisierung der Verwaltungen spielt dabei die digitale Signatur. Durch eine neue Gesetzgebung wird die elektronische<br />
Unterschrift rechtlich mit der handschriftlichen gleichgesetzt. In den USA wurde dies Gesetz sogar schon verabschiedet und<br />
tritt am 1. Oktober in Kraft.<br />
Die EU hatte diese Gleichstellung in ihren Richtlinien im Januar festgelegt. Bis Mitte 2001 haben die Mitgliedsstaaten Zeit,<br />
ihre nationalen Gesetzgebungen dahingehend zu verändern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Deutschland wird die rechtliche Gleichstellung wohl erst Anfang 2001 beschließen. Schneller reagierte die Landesverwaltung<br />
von Niedersachsen. Dort soll die digitale Signatur Anfang des Jahres in den Verwaltungsapparat einführt werden. Mittlerweile<br />
nutzen 7000 niedersächsische Beamte ihre Chipkarten, um digitale Dokumente zu signieren.<br />
Bereits 1997 hatte Deutschland als weltweit erstes Land das Signaturgesetz eingeführt. Damit wurde die Grundlage für<br />
Online-Transaktionen in Wirtschaft und Verwaltung geschaffen. Seitdem sind digital unterzeichnete Dokumente beweisfähig und<br />
rechtsverbindlich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Potenzial, das in eGovernment steckt, wird deutlich, wenn man es mit den Entwicklungen von eCommerce und eBanking<br />
vergleicht. Viele Bankkunden tätigen ihre Überweisungen inzwischen per Internet oder rufen ihren Kontostand mit einem<br />
einfachen Mausklick ab. Und der elektronische Geschäftsverkehr, sprich eCommerce, boomt. Bereits 60% der User nutzen die<br />
Bestellmöglichkeiten per Internet und das renommierte Marktforschungsinstitut Forrester Research schätzt, dass der Umsatz im<br />
Jahr 2001 allein in Deutschland auf 27 Milliarden Mark steigen wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die technischen Möglichkeiten im Bereich eGovernment sind vielfältig, das Internet steht zweifellos im Mittelpunkt. Darüber<br />
kann der Bürger Verwaltungsdienstleistungen abrufen und Transaktionen durchführen. Die organisationsinterne Vernetzung per<br />
Intranet und dessen organisationsübergreifendes Pendant Extranet helfen, innerhalb oder zwischen zwei Behörden<br />
schnellstmöglich Informationen auszutauschen. Beim Extranet erhält eine Partnerorganisation auf bestimmten Datenbereichen<br />
eine Zugangsberechtigung, die nicht jedes Mal neu erteilt werden muss. Eine Passwortabfrage gestattet den schnellen Zugriff.<br />
Schließlich gibt es noch Electronic Data Interchange (EDI), durch das ein international standardisierter<br />
Geschäftsdatenaustausch von Dokumenten und Protokollen möglich wird. Gängig ist zur Zeit<br />
<a href="http://www.edicenter.de/edi/index.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">EDIFACT</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Entgegen aller technischen Vorteile gibt es jedoch einige Probleme, die eine schnellere Umsetzung des eGovernments behindern.<br />
Besonders die Angst vor Sicherheitslücken bremst den Modernisierungsdrang. So befürchten Regierungen und Behörden, dass<br />
eventuell die Chipkarten, auf denen die digitale Signatur transportiert wird, geknackt werden könnten.Ebenso unsicher werden<br />
die Rechtslage und die Frage des Datenschutzes beurteilt. Des weiteren fehlt es in den Behörden an IT-Fachkräften. Die<br />
zunächst abschreckend hohen Investitionskosten &#8211; in dreistelliger Millionenhöhe allein für die Kommunen &#8211; tun ihr Übriges.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Trotz alledem kommen die Behörden an der virtuellen Verwaltung nicht mehr vorbei. Die Bürger fordern mehr und mehr die<br />
Technologien, die sie selbst privat nutzen. Außerdem stehen die Verwaltungen unter einem ungeheuren Finanzdruck, so dass die<br />
möglichen Personaleinsparungen nach Abschluss des Modernisierungsprozesses gerade noch rechtzeitig kommen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es gibt auch schon ambitionierte Projekte in Deutschland. Ein Beispiel ist die Initiative der Hamburger CDU. Fraktionschef<br />
Ole von Beust plant einen digitalen Marktplatz. Über ein e-Commerce-Portal sollen die städtischen Aufträge im alljährlichen<br />
Wert von 2,1 Milliarden DM abgewickelt werden. Umsetzen will von Beust das &quot;Business-to-Government-Projekt&quot; zusammen mit dem<br />
Internetauktionshaus Ricardo.de, das schon Erfahrung mit eCommerce gesammelt hat. Einen entsprechenden Antrag stellte die<br />
CDU Anfang Juli in der Hamburger Bürgerschaft.<br />
Der Antrag kann aufgrund der Sommerpause erst frühestens im September diskutiert werden, so dass sich die Regierungskoalition<br />
aus SPD und GAL noch nicht zu dieser Idee geäußert hat. Doch der  wissenschaftliche Referent der CDU für Wirtschaft und<br />
Umwelt, Ralf-Peter Christ, geht davon aus, dass die Regierungsparteien den Antrag nicht ablehnen werden. Zu überzeugend<br />
seien die vorgebrachten Argumente und die bereits erzielten Erfolge in der freien Wirtschaft. Die CDU plant, im Jahr 2003 die<br />
meisten Beschaffungstransaktionen der Hansestadt elektronisch durchzuführen. Ob dies tatsächlich eine realistische<br />
Einschätzung ist, konnte auch Christ nicht eindeutig sagen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Hauptziele des Projektes sind Transparenz, Effizienz und vor allem Kosteneinsparungen. Bei sämtlichen Einkäufen der<br />
Hansestadt, selbst für Bleistifte, soll der Bedarf auf einem digitalen Marktplatz im Internet ausgeschrieben werden. Auf<br />
diese Weise soll eine umgekehrte Auktion erfolgen, an deren Ende die Stadt sich den günstigsten Anbieter für das benötigte<br />
Produkt aussuchen kann. Bevor dieses Projekt umgesetzt werden kann, müssten allerdings noch einige rechtliche Voraussetzungen<br />
geschaffen werden. Beispielsweise muss sichergestellt sein, dass das Rechtssystem den Abschluss von Verträgen im Internet<br />
ermöglicht.<br />
Die Hamburger CDU kann sich gut vorstellen, das Projekt zunächst modellhaft in einer einzelnen Behörde zu testen und es<br />
danach langsam auf die gesamte Verwaltung auszudehnen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie erfolgreich auch immer diese Idee oder andere Projekte in der nahen Zukunft umgesetzt werden, die Gesamtentwicklung des<br />
eGovernenment verläuft auf einer vorgezeichneten Bahn. Auf dem Weg zur Informations- und Wissensgesellschaft ist es ohnehin<br />
die einzig logische Konsequenz.<br />
</span></p>
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