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	<title>Kriminalität &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Kriminalität &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Apple und Microsoft: Die Speerspitzen des Datenschutzes?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 May 2016 13:33:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tech-Unternehmen wehren sich gegen die Ermittlungspraxis von FBI und Co. Diese ziehen hierfür nämlich uralte Gesetze aus dem Hut, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/vorhängeschlösser-abgeschlossen-337569-by-meinerestrrampe-via-Pixabay-licensed-CC0-e1462781178279.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-149220" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/vorhängeschlösser-abgeschlossen-337569-by-meinerestrrampe-via-Pixabay-licensed-CC0-e1462781178279-630x276.jpg" alt="vorhängeschlösser abgeschlossen 337569 by meinerestrrampe via Pixabay licensed CC0" width="630" height="276" /></a>Tech-Unternehmen wehren sich gegen die Ermittlungspraxis von FBI und Co. Diese ziehen hierfür nämlich uralte Gesetze aus dem Hut, die der digitalen Neuzeit nicht gewachsen sind. Dabei begleitet uns offenbar eine traurige Erkenntnis: Nicht der Staat ist Vorreiter im Datenschutz, sondern Apple und Microsoft.</p>
<p>Apple und Microsoft kämpfen für den Datenschutz und gegen den US-amerikanischen Staat. Sie wehren sich gegen die zunehmende Vereinnahmung durch die Ermittlungsbehörden, die sich teilweise uralter Gesetze bedienen, um die Konzerne zur Aufhebung der Verschlüsselung oder Geheimhaltung zu zwingen. Doch auch wenn es den Unternehmen vorgeworfen wird: das ist keine reine PR-Maßnahme. Längst hat das Silicon Valley erkannt, dass Datenschutz ein wichtiger Grundpfeiler digitaler Geschäftsmodelle ist, während das FBI immer öfter den einfachsten Weg zu möglichst effizienten Ermittlungswerkzeugen sucht.</p>
<h3>Eine Hintertür zu sämtlichen iPhones</h3>
<p>Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte das Kräftemessen des Silicon Valley mit dem amerikanischen Staat im Februar. Um das Attentat in San Bernadino, bei dem 14 Menschen starben und 22 verletzt wurden, vollständig aufzuklären, wollte das FBI Zugriff auf das iPhone des Attentäters Syed Rizwan Farook. Das Knacken des Geräte-Passworts wäre mit einem leistungsstarken Rechner zwar kein Problem, doch das Smartphone des Attentäters lief mit dem Betriebssystem iOS 9. Dieses bietet eine Einstellung, die den Zugriff auf die Daten des Geräts nach zehn gescheiterten Versuchten unwiderruflich unterbindet. Deshalb wollte das FBI, dass Apple diese Funktion mittels einer Software ausschaltet, sodass die Ermittler das Passwort so oft wie nötig gefahrlos raten können.</p>
<p>Doch Apple wehrte sich gegen diese Maßnahme, weil ein solches Programm nichts anderes als eine universelle Hintertür zu allen Kundengeräten wäre. Das FBI widerspricht dieser Darstellung natürlich vehement und argumentiert, dass man die Software zum Umgehen der automatischen Löschfunktion nur für diesen einen Fall brauche. Doch der Tech-Riese fürchtet vor allem einen „gefährlichen Präzedenzfall“, da sich die zu entwickelnde Technologie eben nicht auf ein einzelnes Gerät beschränken ließe. Eine solche Software sei das elektronische Äquivalent zu einem Generalschlüssel.</p>
<h3>FBI könnte die Sperre selbst knacken</h3>
<p>Hinter diesem öffentlich ausgetragenen Streit verbirgt sich jedoch viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Das FBI behauptet, dass nur Apple die technischen Voraussetzungen hätte, um Zugriff auf die Daten des iPhone zu bekommen. „Bullshit“, <a href="https://twitter.com/Snowden/status/707299113449230336">konterte der NSA-Whistleblower Edward Snowden</a>. Denn Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass die Behörde die Passwort-Sperre problemlos selbst knacken könnte – <a href="https://www.aclu.org/blog/free-future/one-fbis-major-claims-iphone-case-fraudulent">und das mit recht einfachen Mitteln</a>. Den Software-Riesen zur Programmierung einer entsprechenden Software zu zwingen, ist jedoch die deutlich einfachere Option – und sie würde der Behörde endlich den Weg für weitere ähnliche Situationen freimachen. Der Guardian berichtete, dass sich das FBI offenbar <a href="https://www.theguardian.com/technology/2016/feb/17/inside-the-fbis-encryption-battle-with-apple">monatelang auf einen solchen Fall vorbereitet habe</a>. Es geht den Ermittlern offenbar nicht nur um diesen schlimmen Einzelfall; sie wollen universellen Zugriff auf die Geräte von Apple. In einer anderen Ermittlung verlangte die Behörde ebenfalls die Programmierung einer Software zur Umgehung der Verschlüsselung – mithilfe derselben gesetzlichen Regelung wie im San Bernadino-Fall. Das Ziel war jedoch deutlich harmloser als der Attentäter: es ging um einen Drogendealer.</p>
<p>Dass das FBI zwischenzeitlich einen anderen Weg fand, um an die Daten des iPhones des Attentäters Farook zu kommen, ist letztlich keine Überraschung. <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/apple-versus-fbi-iphone-hack-kostete-mehr-als-1-3-millionen-dollar-a-1088616.html">Angeblich sehr kostspielig</a>, mithilfe <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/cellebrite-diese-firma-soll-apples-iphone-fuer-das-fbi-knacken-1.2920172">einer israelischen Firma</a>, die zum sogenannten militärisch-digitalen Komplex gehört. Dieser Fall zeigt vor allem, dass die US-Ermittlungsbehörde nur zu gerne einen einfachen und universellen Zugang zu Smartphones von Tätern und Tatverdächtigen hätte.</p>
<h3>Ermittler zwingen Microsoft zur Geheimhaltung</h3>
<p>Die Tech-Unternehmen haben spätestens seit den NSA-Enthüllungen von Edward Snowden verstanden, dass Datenschutz ein wichtiges Verkaufsargument und sogar ein eigenes Geschäftsmodell ist. So wehrte sich zuletzt auch Microsoft gegen den US-Staat und klagte gegen das Justizministerium der Vereinigten Staaten. Im Fokus der Debatte: die Cloud-Dienste des Unternehmens. Laut Angaben des Konzerns musste Microsoft in den vergangenen eineinhalb Jahren in über 5.000 Fällen die Daten der eigenen Nutzer auf gerichtliche Anordnung – entsprechend des Wunsches von Ermittlern – herausgeben.</p>
<p>Doch nicht die schiere Zahl der Erlasse ist das Problem, sondern dass Microsoft die Nutzer seiner Cloud-Dienste in knapp der Hälfte der Fälle nicht über die Durchsuchung informieren durfte. Der Grund: eine Geheimhaltungsanordnung. Wiederum in zwei Drittel dieser Fälle gilt diese Geheimhaltung sogar auf unbegrenzte Zeit. Die Begründung der Ermittler: die Kenntnisnahme der Tatverdächtigen würden die Untersuchungen behindern – eine Annahme, die lediglich auf dem Urteil der Behörden beruht, die laut Klageschrift viel zu oft jene „reason to believe“ anwenden. Diese Praxis, <a href="http://online.wsj.com/public/resources/documents/microsoftcomplaint.pdf">so Microsoft</a>, verstoße gegen die Verfassung und dürfe keinesfalls zur Routine werden. Transparenz und Datenschutz sind auch in diesem Fall zwei gewichtige Verkaufsargumente. Der Branche ist mittlerweile bewusst, dass die Käufer – beziehungsweise Nutzer – schnell das Weite suchen, wenn sie dem Produkt nicht vertrauen. Auf der anderen Seite sind es die Unternehmen Leid, dass sie von den Ermittlungsbehörden als Mittel zum Zweck gesehen werden.</p>
<h3>Hervorragende PR für Apple und Microsoft</h3>
<p>Man möchte den Konzernen an dieser Stelle nicht nur rein opportunistisches Gewinnstreben vorwerfen, schließlich sind die Klagen bürgerrechtlich gut begründet. Doch eine gewisse Marketing-Absicht, die Apple und Microsoft hier bewusst hervorrufen, lässt sich nicht abstreiten. Solche öffentlichkeitswirksamen Fälle, in denen die Unternehmen zum Beispiel ausführliche „Briefe an die Kunden“ veröffentlichen, sind gute PR-Maßnahmen. Genau das werfen die Ermittler beispielsweise Apple vor, da sich der Konzern laut FBI jahrelang an das Gesetz gehalten hätte, um sich nun dagegen zu wehren. <a href="http://www.apple.com/customer-letter/">Das gibt der Konzern auch offen zu</a> – mit einem kleinen „aber“. Denn nicht der sogenannte „All Writs Act“, auf den sich die Ermittler berufen, sei das Problem, sondern die großzügige Auslegung seitens des FBI und der Gerichte. „Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir alles getan, was in unserer Macht stand und dem Recht entsprach, um ihnen [dem FBI] zu helfen.“ Doch die neuerliche Forderung einer Backdoor ging dem Unternehmen zu weit.</p>
<h3>Ein Gesetz aus dem Jahre 1789</h3>
<p>Denn würde Apple dieser Forderung nachkommen, so hätte dies in der Zukunft möglicherweise massive Auswirkungen. Der „All Writs Act“, mit dem das FBI versucht, den Konzern zur Programmierung einer Software zur Umgehung des Auto-Lösch-Funktion zu zwingen, stammt aus dem Jahre 1789. Er erlaubt es Bundesrichtern, gerichtliche Anordnungen gegen Personen oder Unternehmen zu erlassen. Die Implikationen, die sich im konkreten Fall ergeben, seien „abschreckend“ – so formuliert es Apple-CEO Tim Cook. Wenn das FBI Unternehmen mithilfe einer gerichtlichen Verfügung zwingen könnte, eine solche Software zu programmieren, warum sollten Tech-Konzerne dann nicht mithilfe des „All Writs Act“ auch dazu aufgefordert werden, Überwachungsprogramme für die Behörden zu programmieren?</p>
<p>Es zeigt sich auch in diesem Fall mal wieder, dass die Gesetze nicht mit der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung mithalten können. Das Recht hängt auf der rechten Spur bergauf hinter einem LKW fest, während die Technologie auf der linken Spur mit 300 Sachen überholt.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich auch im Streit Microsofts mit dem Staat. Das Gesetz, mit dem der Software-Riese zur Herausgabe der Kundendaten gezwungen wird, ist der „Electronic Communications Private Act“ (ECPA) aus dem Jahre 1986 – lange bevor man wusste, dass die digitale Revolution das Leben der Menschheit umkrempeln würde. Das Gesetz wird folgendermaßen interpretiert: die Cloud ist eine Art Lagerhalle, für die ein Durchsuchungsbefehl vorliegt. Der gilt aber nur für den Lageristen, jedoch nicht für den Besitzer der Daten. Dieser muss aus diesem Grund nicht informiert werden, obwohl diese Auslegung nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Schließlich ist eine Cloud heutzutage vielmehr ein persönlicher Aktenschrank. Doch dann müsste der Besitzer laut Verfassung über die Durchsuchung informiert werden.</p>
<p>Selbst das Weiße Haus hat bereits vor einiger Zeit Zweifel am ECPA geäußert und empfahl dem Kongress, das Gesetz an die digitale Neuzeit anzupassen. Doch die Mühlen des Legislative mahlen langsam, die Lager sind zerstritten. Bisher wurde noch kein akzeptabler Vorschlag eingereicht.</p>
<p>Und nicht nur das nationale Recht stößt dabei an seine Grenzen. Bereits 2013 befand sich Microsoft mit den US-Behörden im Clinch. Damals wollte die Regierung die Daten eines Nutzers, die von Microsoft in Irland gespeichert werden. Der Konzern lehnte das Gesuch ab – mit der Begründung, dass die Daten nicht im Rechtsgebiet der USA lägen. Der Staat konterte: Microsoft sei ein amerikanisches Unternehmen und fiele somit auch unter das entsprechende Recht. Man sieht: nicht nur die Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts wird zunehmend zu einem juristischen Problem, sondern auch die Globalisierung.</p>
<h3>Tech-Unternehmen: Die Speerspitzen des Datenschutzes</h3>
<p>Erneut stehen wir vor der Erkenntnis, dass die Gesetzeslage dem technologischen Fortschritt weiterhin hinterherläuft. Gleichzeitig nehmen die Unternehmen diese Klagen natürlich zum Anlass, wichtige PR-Botschaften unter die Leute zu bringen: „Wir kämpfen für den Datenschutz!“ Verlieren die Kunden das Vertrauen in die Produkte, mündet das in realen Verlusten für Apple und Co. Währenddessen versuchen die Ermittlungsbehörden, möglichst umfassenden Zugang zu elektronischen Geräten und Daten zu bekommen – eine erschreckende Vorstellung. So wurden Apple und Microsoft zu Speerspitzen der digitalen Bürgerrechte – wenn auch nicht aus reinem Idealismus. Doch dass ausgerechnet Tech-Unternehmen den Datenschutz verteidigen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Oder <a href="https://twitter.com/Snowden/status/699984388067557376">wie Edward Snowden es ausdrückte</a>: „Das FBI erschafft eine Welt, in der die Bürger auf Apple angewiesen sind, um ihre Rechte zu verteidigen – anstatt umgekehrt.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: <a href="https://pixabay.com/de/users/meineresterampe-26089/">Meineresterampe </a>via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay </a>licensed under <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Netzpolitischer Einspruch: Der Überwachungsepos und die organisierte Kriminalität im Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Nocun]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2014 14:47:47 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Vor fast genau einem Jahr hatte Edward Snowden den Mut, für die Werte einzustehen, die den Kern jeder Demokratie ausmachen. Was Katharina Nocun von der Piratenpartei in der Aufarbeitung der NSA-Affäre am meisten vermisst, ist die Durchsetzung der geltenden Bürgerrechte. In einem Gastbeitrag für unsere Reihe &#8220;Netzpolitischer Einspruch&#8221; wirft sie der Bundesregierung vor, sich zum Komplizen der Geheimdienste zu machen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="text-align: justify;">Die Bundesregierung verspricht vollmundig mehr Transparenz bei der Aufklärung der NSA-Überwachung. Doch Transparenz ist nicht das, was am dringendsten fehlt. Was vor allem fehlt, ist die Durchsetzung der geltenden Bürgerrechte. So lange der britische Geheimdienst unkontrolliert auf Webcams von Yahoo-Nutzern zugreifen kann und die NSA Angry-Birds-Installationen auf Millionen Smartphones als Einfallstor nutzt, ist die Sicherheit gefährdet. Seit Snowden ist die kriminelle Energie der Geheimdienste nicht mehr nur grobe Spekulation, sondern bewiesene Tatsache.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist wichtig, zu rekapitulieren, was hier eigentlich geschehen ist. Was generell passiert, wenn Geheimdienste oder der Staat Bürgerrechte im digitalen Raum außer Kraft setzen. Da kommen Menschen und brechen millionenfach in unsere digitalen vier Wände ein. Unbemerkt durchsuchen sie unsere privaten Ordner und Dateien, lassen ein vollautomatisches Durchsuchungsprogramm ohne Durchsuchungsbefehl über unseren digitalen Besitz laufen, speichern alles Interessante, Kuriose, Merkwürdige oder Verfängliche ab und nehmen es mit. Sie schließen die Tür hinter sich zu, als wäre nichts gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir wissen nicht, wo die so erstellten digitalen Kopien unserer geheimsten Gedanken lagern, wer darauf Zugriff hat, und wann sie gegen uns verwendet werden können. Das Bedrohliche ist: Diese Menschen können jederzeit wieder kommen und sich erneut illegal Zutritt verschaffen. Sie haben einen digitalen Zweitschlüssel, mit dem sie unbemerkt ein- und ausgehen können. Dieser Einbruch wird von der Regierung nicht geahndet. Ja, die Regierung macht sich sogar zum Komplizen, indem auch deutsche Geheimdienste sich derart erlangte Informationen zunutze machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier geht es nicht um einen NSA-Skandal, einen Spähskandal oder einen Überwachungsskandal. Das treffendste Wort wäre ein Überwachungsepos, denn die Entwicklung immer umfassenderer Überwachungssysteme, dem Zugriff von Polizei und Geheimdiensten auf immer mehr Daten und die Aufweichung des Trennungsgebots ist ein Prozess, der bis zum heutigen Tag andauert und auch durch die Snowden-Enthüllung nicht gestoppt werden konnte. Einige der Übergriffe sind durch Recht und Gesetz zumindest vorübergehend gedeckt. Ein Großteil der durch Snowden offenbarten Vorgänge, an denen auch deutsche Geheimdienste beteiligt sind, ist jedoch offensichtlich illegal. Wir haben es hier mit organisierter internationaler Kriminalität zu tun.</p>
<p>Wird niemandem mulmig dabei, wenn man bedenkt, dass irgendwo in einem Hinterzimmer Geheimdienst-Mitarbeiter Ihrer Tochter dabei zusehen können, wie sie sich umzieht und davon vielleicht sogar einen Mitschnitt machen? Trotzdem musste sich noch niemand der Verantwortlichen vor Gericht für diesen millionenfachen Gesetzesbruch verantworten. Eine Bande organisierter Krimineller räumt damit den Tresor des Rechtsstaats aus. Die Demokratie droht so entkernt zu werden.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Unsere Grundrechte werden ausgehölt</h3>
<p style="text-align: justify;">Wer argumentiert, das sei doch alles nicht so schlimm, es sei schließlich niemand zu Schaden gekommen, der irrt. Und verkennt die Tragweite dessen, was hier passiert: Hier geht es nicht um ein wenig Datenschutz. Hier geht es auch nicht um Privatssphäreeinstellungen bei Facebook. Es geht um sehr viel mehr. Im Kern geht es um unsere Grundrechte: Pressefreiheit, die Unverletzlichkeit der Wohnung, das Fernmeldegeheimnis und vor allem um die Würde des Menschen. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Auf diesen Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes schwört jede Bundeskanzlerin und jeder Bundeskanzler seit Inkrafttreten des Grundgesetzes. Das Grundgesetz ist der Rahmen des Arbeitsauftrags jeder Bundesregierung, oder sollte es zumindest sein.</p>
<p>Es geht darum, Journalisten ihren Job machen können ohne abgehört zu werden. Es geht darum, ob wir protestieren und auf die Straße gehen können, wenn uns die Politik derer da oben nicht passt. Es geht darum, einen Rahmen zu haben, in dem ich vom Staat in Ruhe gelassen werde, damit klar ist, wer der eigentliche Souverän in der Demokratie ist. War es nicht das was unsere Demokratien einmal mit Stolz erfüllt hat?<br />
Unter Bundeskanzlerin Angela Merkel wurden mehr als 50 Bundesgesetze für verfassungswidrig erklärt. In den 1950er und 1960er Jahren wäre das Erlassen eines verfassungswidrigen Gesetzes noch ein Rücktrittsgrund gewesen. Heute ist dieser verpönte Ausnahmezustand zum Arbeitsalltag der Bundesregierung verkommen. Dazu muss man sagen, dass viele dieser Gesetze bereits von Vorgängerregierungen erlassen wurden. Die Übergänge zwischen Rot-Grün, Schwarz-Gelb und Schwarz-Rot sind dabei fließend. Die Verträge, die der heutige Außenminister Steinmeier unter Rot-Grün mit US-Geheimdiensten geschlossen hat, sind heute noch gültig. Der „War on Terror“ ist der größte denkbare Anschlag gegen demokratische Grundwerte. Und er ist dabei, zu gelingen.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Überwachungssystemen, die nach 2001 von Staaten in aller Welt installiert wurden, kann sich schon jetzt niemand mehr entziehen. Dieses Problem wird sich in Zukunft noch verschärfen. Es wird kaum noch einen Bereich geben, der nicht durchdrungen ist von elektronischer Datenverarbeitung. Derartige Systeme werden in Zukunft Tausende Aspekte unseres Lebens erfassen können. Wollen wir Geheimdienste, die wissen, wie viel wir wiegen, welche Medikamente wir nehmen, wie unsere Lehrer uns beurteilen, was in unserem Arbeitszeugnis steht und wer unsere Freunde sind?</p>
<h3 style="text-align: justify;">Mündige Bürger vs. alles kontrollierender Staat</h3>
<p style="text-align: justify;">Allen Terrorwarnungen zum Trotz: Wenn ich mich auf Bahnhöfen, Flughäfen oder Demonstrationen umsehe, erkenne ich keine Anzeichen dafür, dass wir ein Staat mit 80 Millionen potentiellen Terroristen und potentiellen Gefährdern sind. Wenn ich in die Augen meiner Mitbürger schaue, sehe ich zuallererst freie Menschen. Wir sind nicht von zu Hause ausgezogen, haben nicht Jahrhunderte von Überwachung und Autokratie in Europa und anderswo hinter uns gelassen, damit Vater Staat jeden Schritt, den wir tun, jeden Klick, den wir tätigen, über Vorratsdatenspeicherung oder andere Überwachungsgesetze nachvollziehen kann. Ich bin in einem Haus aufgewachsen, in dem Derartiges undenkbar gewesen wäre. Denn Eltern, die ihre Kinder zu mündigen Bürgern erziehen wollen, müssen ihnen auch die Freiheit lassen. Das ist ein Zeichen des gegenseitigen Respekts. Eine Regierung, die ihre Bürger überwacht, versetzt uns in den Status unmündiger Kinder. Dabei ist eine Demokratie immer nur so stark wie ihre Bürger.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor fast genau einem Jahr hatte ein junger IT-Spezialist den Mut, uns das zu offenbaren, was unsere gewählten Repräsentanten all die Jahre wussten und uns vorenthielten. Vor fast genau einem Jahr hatte ein junger Mann aus Amerika die Courage, für das einzustehen, was ihm moralisch richtig erschien. Er verlor alles und hat persönlich nichts dadurch gewonnen. Er tat diesen Schritt ins Bodenlose nicht für sich, sondern im Glauben an ein größeres Ganzes, das es zu bewahren gilt.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor fast genau einem Jahr hatte ein junger Mann die Integrität, für die Werte einzustehen, die den Kern jeder Demokratie ausmachen: Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, und die Würde des Menschen. Edward Snowden hat damit mehr für unsere Bürgerrechte getan, als unsere gewählten Repräsentanten. Eine Bundesregierung, die Aufklärung verspricht und währenddessen unverhohlen neue Überwachungsmaßnahmen wie die Vorratsdatenspeicherung diskutiert, hat jegliche Glaubwürdigkeit verspielt. Ein EU-Parlament, das nicht den Arsch in der Hose hat, Edward Snowden Unterschlupf in Europa zu gewähren und ihn lieber in Russland versauern lassen will, sollte sich einmal die EU-Menschenrechtskarte zu Gemüte führen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Asyl von Edward Snowden in Russland läuft Anfang August aus. Es ist wichtig, dass wir in Europa ein Zeichen setzen und ihm unbefristeten Aufenthalt in einem EU-Mitgliedsstaat geben. Das wäre nur recht und billig. Mögen noch dutzende, hunderte, ja vielleicht tausende junge, integre Menschen wie Edward Snowden unsere Bundesregierung und auch das EU-Parlament daran erinnern, was ihr Arbeitsauftrag ist. Die digitale Revolution lässt sich nicht aufschieben. Wenn unsere demokratischen Repräsentanten verpassen, unsere Grundrechte im digitalen Raum zu bewahren, vernichten sie den Raum für den Erhalt der Demokratie in der Zukunft.</p>
<p id="stcpDiv">Bilder: oben: <a href="http://www.flickr.com/photos/95284782@N06/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">marsmet548</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a>, Portrait: Tobias M. Eckrich  <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY 2.0)</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://politik-digital.de/?s=%22netzpolitischer+einspruch%22" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier gibt es weitere Beiträge der Reihe “Netzpolitischer Einspruch”</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" title="Klett-Cotta " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" alt="Buch-Cover von Marina Weisband " width="403" height="70" /></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Leben im roten Bereich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 15:58:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
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					<description><![CDATA[Gute Meldung für ängstliche Briten: Das <a href="http://www.homeoffice.gov.uk/about-us/news/crime-maps" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Innenministerium</a> will die Kriminalitätsstatistiken des Königreiches noch 2008 benutzerfreundlich kartografiert ins Internet stellen. Damit sollen die Einwohner an die lokale Polizeiarbeit herangeführt werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Meldung für ängstliche Briten: Das <a href="http://www.homeoffice.gov.uk/about-us/news/crime-maps" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Innenministerium</a> will die Kriminalitätsstatistiken des Königreiches noch 2008 benutzerfreundlich kartografiert ins Internet stellen. Damit sollen die Einwohner an die lokale Polizeiarbeit herangeführt werden.<!--break--></p>
<p>
Die Polizei in der Hauptstadt London hat bereits einen Anfang gemacht. Auf einer <a href="http://maps.met.police.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">interaktiven Karte</a> kann man Diebstahl, Raub und Autobrüche auf Stadtbezirke bezogen ablesen. In Zukunft soll dies jedoch noch verfeinert werden. Bis auf Straße und Platz herunter gebrochen soll das gesamte Königreich in blaue, gelbe und rote Gegenden unterteilt werden.
</p>
<p>
Gute Vorbilder kommen dabei aus dem USA. Die Polizeikollegen aus <a href="http://www.lapdcrimemaps.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Los Angeles</a> vermerken Verbrechen punkt- und taggenau, die Seite <a href="http://www.spotcrime.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spotcrime.com</a> erzählt sogar noch kurz die Geschichte zu jeder Straftat. Ob das britische Innenministerium den stigmatisierten Quartieren unter die Arme greift, vermeldete es nicht.</p>
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		<title>Australien: Online-Ahnenforschung selbst gemacht</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/australien-online-ahnenforschung-selbst-gemacht-2344/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Seifert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 13:42:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Strafregister]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn einige Australier nachts nicht ruhig schlafen, dann vielleicht deswegen, weil sie sich Gedanken über den womöglich kriminellen Lebenslauf ihrer Urahnen machen. Glaubt man der Genealogie (Abstammungs)-Website <a href="http://ancestry.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ancestry.co.uk</a>, so haben rund vier Millionen Australier mindestens einen Verbrecher-Vorfahr in ihrer Familie. Das verwundert insofern nicht,
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn einige Australier nachts nicht ruhig schlafen, dann vielleicht deswegen, weil sie sich Gedanken über den womöglich kriminellen Lebenslauf ihrer Urahnen machen. Glaubt man der Genealogie (Abstammungs)-Website <a href="http://ancestry.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ancestry.co.uk</a>, so haben rund vier Millionen Australier mindestens einen Verbrecher-Vorfahr in ihrer Familie. Das verwundert insofern nicht,<br />
<!--break--><br />
da Down Under längere Zeit als Kolonie für britische Sträflinge diente. Zwischen 1788 und 1868 ließ die britische Krone mehrere tausend Straftäter von der Insel in den Pazifik verschiffen. Die große Mehrheit von Ihnen kehrte nach Verbüßen ihrer Strafen nie wieder nach Großbritannien zurück, sondern baute sich in Australien ein neues Leben auf.  Ob die eigene Familie in Sachen Verbrechen vorbelastet ist, kann jeder Aussie nun mittels eines <a href="http://landing.ancestry.co.uk/intl/au/convict/default.aspx?o_iid=32674&amp;o_lid=32674&amp;o_it=22148" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Strafregisters</a> herausfinden. Im „Convict Transportation Register“ (Strafgefangenen-Transportverzeichnis) lässt sich mit nur wenigen Klicks recherchieren, ob der Uropa oder die Uroma anno dazumal Australien als Betrüger, Dieb oder gar als Schwerverbrecher erreichte.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Verbraucherschutz im Internet &#8211; Wie viel Vertrauen ist gerechtfertigt?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/verbraucherschutz-im-internet-wie-viel-vertrauen-ist-gerechtfertigt-3023/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[shidde]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Banking]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Shopping]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Phishing]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett">
Das Internet hat sich in den vergangenen Jahren zu einem riesigen Markt entwickelt. Tagtäglich treffen hier Millionen von Anbietern und Kunden aufeinander. Auch in Deutschland wird die Möglichkeit, im Internet einkaufen oder Bankgeschäfte tätigen zu können, immer mehr in Anspruch genommen: Fast jeder zweite shopped online. Doch wie steht es im Internet um Verbraucherschutz? Werden Datenschutz- und Sicherheitsstandards eingehalten?
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
Das Internet hat sich in den vergangenen Jahren zu einem riesigen Markt entwickelt. Tagtäglich treffen hier Millionen von Anbietern und Kunden aufeinander. Auch in Deutschland wird die Möglichkeit, im Internet einkaufen oder Bankgeschäfte tätigen zu können, immer mehr in Anspruch genommen: Fast jeder zweite shopped online. Doch wie steht es im Internet um Verbraucherschutz? Werden Datenschutz- und Sicherheitsstandards eingehalten?
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
„Das Internet ist ein Paradies für Betrügereien“, kritisiert Prof. Dr. Müller vom Verbraucherschutz Bundesverband<br />
<a href="http://www.vzbv.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(vzbv)</a>. Insbesondere die Bereiche Online-Banking, eCommerce und Spamming sind in den Augen des vzbv die Problemkinder in Fragen der Kundenfreundlichkeit. Doch das sei kein rechtliches Problem, betont die Expertin. Die europäische Fernabsatzrichtlinie enthalte bereits eine Reihe grundsätzlicher Rechtsgarantien für die Verbraucher. Nur die Umsetzung in den einzelnen Staaten lasse deutlich zu wünschen übrig.
</p>
<p>
<b>Die gefälschte Bank</b>
</p>
<p>
Rund 20 Millionen Menschen nutzen in Deutschland Online-Banking. Nach einer Einschätzung des vzbv müssen die Sicherheitsstrategien der Banken allerdings als „grob fahrlässig“ bezeichnet werden. Zu dem selben Ergebnis kommt auch eine Untersuchung des<br />
<a href="http://www.sit.fraunhofer.de/cms/media/pdfs/phishing.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fraunhofer-Instituts</a>: von zwölf getesteten Online-Angeboten erhielt lediglich eins die Note „sehr gut“. Die Übrigen mussten sich mit den Bewertungen „befriedigend“ bis „mangelhaft“ genügen.
</p>
<p>
Vor allem die Gefahr des so genannten Phishings sorgt bei den Nutzern für Verunsicherung. Pishing bezeichnet das Simulieren von eMails oder Internetpräsenzen einzelner Banken mit dem Ziel, Kundenzugangsdaten zu erschleichen. Mit den in Deutschland üblichen Kartenlesegeräten oder dem PIN/TAN-Verfahren ist dieses Problem allerdings nicht zu umgehen. In einigen europäischen Ländern wie Belgien oder Schweden setzt man daher auf das Token-Verfahren. Ein Token ist eine Art Taschenrechner, der per Zufall TANs produziert. Diese verfallen nach 60 Sekunden und geben Betrügern damit nur eine kurze Zeitspanne für ihren Betrugsversuch. Eine andere Alternative ist die Gegenabfrage per SMS. Diese muss vom Nutzer zunächst bestätigt werden, bevor Geldgeschäfte getätigt werden können.
</p>
<p>
Doch anstatt zu handeln und sich der verschiedenen Problemlösungsstrategien anzunehmen, warten deutsche Banken weiter auf das Signatur-Bündnis und die übergreifende Signaturkarte. Die Kunden zwischendurch mit Tokens zu belasten, hält Jürgen Ebert, Pressesprecher der Postbank, für sinnlos. Und auch die Deutsche Bank hält weiter an alten Technologien fest. Man habe Tokens in einem Pilotprojekt geprüft und festgestellt, dass es von den Kunden nicht gut akzeptiert werde, heißt es dort.
</p>
<p>
<b>Erst die Ware, dann das Geld</b>
</p>
<p>
Im Bereich eCommerce sind es nach Auffassung des vzbv vor allem vier Risiken, die dem Kunden die Freude am Online-Shopping verderben: Misslungene Übertragungen von Bestellungen, fehlende Warenlieferung, lange Lieferzeiten und eine benutzerunfreundliche Gestaltung der Bestellseiten.
</p>
<p>
Zu selten seien auf den Internetseiten die Geschäftsbedingungen zu finden, Rückgabebedingungen würden nicht geklärt oder es bestehe keine Auswahl bei den Zahlungsmodalitäten, fasst Prof. Dr. Müller die Schwierigkeiten beim Online-Einkauf zusammen. Hinzu komme, „dass der Nutzer oftmals nicht erkennen kann, wer Betreiber der entsprechenden Website ist“. Die Forderung des vzbv &#8211; „erst Ware, dann Geld“ &#8211; würde von den Anbietern sehr oft umgangen und biete so wenig Sicherheit für den Nutzer.
</p>
<p>
<b>Handelsware Daten</b>
</p>
<p>
Auch die Einhaltung des Datenschutzes im Internet lässt zu wünschen übrig. Der gestern vom Berliner Datenschutzbeauftragten Hansjürgen Garstka vorgestellte<br />
<a href="http://www.datenschutz-berlin.de/jahresbe/04/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jahresbericht 2004</a> verdeutlicht anhand zahlreicher Beispiele das Problem des „gläsernen Kunden“ beim Online-Einkauf. Was genau mit seinen Daten passiere, wofür sie weiter verwendet würden und wo er sie im Zweifelsfall wieder löschen könne, erfahre der Nutzer meist gar nicht.
</p>
<p>
Der vzbv fordert deshalb das „Prinzip der Datensparsamkeit“, also eine Beschränkung auf das Abfragen von wirklich nur für den Kauf oder die Beratung relevanten Daten. Zudem dürften die persönlichen Daten nur nach ausdrücklicher und freiwilliger vorheriger Zustimmung des Verbrauchers für Werbezwecke genutzt oder an Dritte weitergegeben werden. Auf diesem Wege soll dem Handel und Weiterverkauf der Daten ein Riegel vorgeschoben werden.
</p>
<p>
<b>Aktionsbündnis gegen Spam</b>
</p>
<p>
Ein lästiges Probleme, das das Internet mit sich bringt, ist Spam. Nach aktuellen Schätzungen sind bis zu zwei Drittel aller eMails digitaler Werbemüll. Der volkswirtschaftliche Schaden in Europa, der daraus resultiert, beläuft sich nach Angaben der EU-Kommission auf rund 2,5 Milliarden Euro. Aus diesem Grund wollen jetzt Verbraucherschützer, Wettbewerbshüter und Provider gemeinsam gegen das Problem vorgehen, in einem Aktionsbündnis gegen Spam. Die auf Iniviative des Verbraucherschutzministeriums gegründete Koalition des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv), der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (WBZ) und des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft (eco) will künftig rechtlich gegen Spammer vorgehen.
</p>
<p>
Denn bereits jetzt verbietet das Teledienstgesetz in Deutschland das Versenden von Spam ohne erkennbaren Absender. Doch den Verbraucherschützern reicht das nicht aus. Der vzbv fordert, das Versenden sämtlicher unerwünschter Werbemails als Ordnungswidrigkeit zu verfolgen, unabhängig davon, ob die Absenderadresse verschleiert wird. Dies scheitert aktuell aber noch an der Einstimmigkeit von Bundestag und Bundesrat, die sehr vorsichtig gegen dieses Problem vorgehen. Zudem soll Spamming mit kriminellem Hintergrund als Straftat eingestuft werden.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Christean Wagner, dem Justizminister in Hessen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_christean_wagner_dem_justizminister_in_hessen-331/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cberghahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Christean Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnis]]></category>
		<category><![CDATA[Strafvollzug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/cwagner2.jpg" alt="Christian Wagner" align="left" height="113" width="87" /></b> 
</span> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean 
Wagner:</b> Wir sind bereit.</span>
</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/cwagner2.jpg" alt="Christian Wagner" align="left" height="113" width="87" /></b><br />
</span> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Wir sind bereit.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Wunderbar, dann fangen wir an, Herr Wagner, sehr geehrte Damen und Herren!<br />
Herzlich Willkommen im <b>tacheles.02 Live-Chat</b>. tacheles.02<br />
ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt<br />
von Der Tagesspiegel. Unser heutiger Gast in Wiesbaden ist Christean Wagner,<br />
Justizminister in Hessen, CDU. Herr Minister Wagner, sind Sie bereit für<br />
sechzig Minuten Diskussion mit unseren Nutzern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Ja.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Herr Wagner, eine erste Frage von uns. Sie gelten als „law-and-order“-Hardliner.<br />
Haben Sie in der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode Ihre Ziele erreicht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Ja, Hessens Gefängnisse sind sicherer geworden.<br />
Die Überbelegung der Gefängnisse ist massiv abgebaut worden,<br />
und zwar von 25 Prozent auf Prozent. Das ist auch ein Beitrag zur Sicherheit<br />
unserer Bürger.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Wir haben hier bereits mehrere Fragen, die sich mit der Verschärfung<br />
von Haftbedingungen etc beschäftigen. Ich greife als erstes die Frage<br />
des Nutzers Joei auf:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
Herr Wagner hat bei Amtsantritt den „härtesten Strafvollzug<br />
Deutschlands“ für Hessen angekündigt. Trotzdem ist die<br />
Kriminalität im vergangenen Jahr gestiegen. Schrecken hohe Strafen<br />
und ein scharfer Strafvollzug potentielle Straftäter wirklich ab?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Das ist so nicht richtig. Die Kriminalität in Hessen<br />
hat zum Beispiel bei den Einbruchsdiebstählen um 10 Prozent bei den<br />
Raubüberfällen um 17 Prozent abgenommen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Nun, insgesamt kam aber offensichtlich eine andere Bilanz heraus?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Berti:</b><br />
Die Kriminalität ist im letzten Jahr in Hessen um über 5 Prozent<br />
gestiegen. Das ist doch ein schlechtes Zeugnis für Sie und Herrn<br />
Koch, oder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Das ist pure Wahlkampfpropaganda der hessischen Opposition.<br />
Endgültige und verlässliche Zahlen für das Jahr 2002 gibt<br />
es noch in keinem Bundesland und auch nicht auf Bundesebene. Jedenfalls<br />
ist richtig, dass in den letzten vier Jahren in Hessen die Kriminalität<br />
zurückgegangen ist und dass Hessen auch im Vergleich zum Bundestrend<br />
eine deutlich geringere Kriminalitätsquote aufweist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Die Zahlen sind also regelrecht von der Opposition erlogen worden? Oder<br />
ist das nur ein Streit unter Statistikern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Beides ist richtig.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Oliver Pohland:</b><br />
Herr Wagner, Sie behaupten immer Hessen sei sicherer geworden. Geben sie<br />
mir doch mal drei nachvollziehbare Beispiele.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Der Innenminister Volker Bouffier hat im letzten Jahr<br />
1.300 neue Polizeiautos angeschafft damit die Polizei mindestens so schnell<br />
ist wie die Verbrecher, die sie jagt.<br />
Zweitens hat Bouffier außerdem an jedem Arbeitsplatz der Polizeibeamten<br />
einen PC mit modernen Kommunikationsprogrammen gestellt, damit die Nachricht<br />
von dem Diebstahl eines Autos z.B. in Wiesbaden schneller an der deutsch-polnischen<br />
Grenze ist als der Dieb mit seinem Auto die Grenze erreicht hat. <br />
Drittens: die Anzahl der Haftmissbräuche in Hessen ist in den letzten<br />
vier Jahren um 95Prozent (!) zurückgegangen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Wir bleiben noch eine Weile beim Strafvollzug:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Meisterkoch:</b><br />
Wieso wollen Sie privates Haftpersonal einführen, wo ist der Sinn<br />
und Zweck?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Der hoheitliche Bereich des Strafvollzugs bleibt in der<br />
Hand von Beamten. Aber Gebäudemanagement, Ausbildung, Fortbildung,<br />
Bereitstellung von Arbeitsplätzen, Essen und Verpflegung, Bekleidung<br />
und Gesundheitsvorsorge können ohne weiteres &#8211; möglicherweise<br />
kostengünstiger &#8211; von Privaten übernommen werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
Was ist besser: Ein harter Strafvollzug zur Abschreckung Krimineller oder<br />
eine gute Betreuung Gefangener zur Vorbereitung auf ein Leben nach dem<br />
Knast?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Beides schließt sich nicht aus, sondern ergänzt<br />
sich notwendig. Deshalb betreibt das Hessische Justizministerium mit großem<br />
Einsatz beides.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
Warum wurde trotz der immer wieder betonten Dringlichkeit immer noch kein<br />
neues Gefängnis in Hessen gebaut?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Zunächst ist richtig: Die rot-grüne Vorgängerregierung<br />
hat in acht Jahren kein neues Gefängnis zustandegebracht. Die Regierung<br />
Koch/Wagner hat die Voraussetzungen für die Errichtung eines neuen<br />
Gefängnisses mit 500 Haftplätzen, Standort Hünfeld, geschaffen.<br />
Das Gefängnis wird im Jahre 2005 bezogen werden. Außerdem hat<br />
diese Landesregierung bereits 525 neue Haftplätze im geschlossenen<br />
Männervollzug geschaffen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Sie wurden von der Opposition kritisiert, weil lediglich der Baubeginn<br />
einer Zufahrt für den Gefängnisneubau in Hünsfeld gefeiert<br />
wurde; ist das legitime Wahlkampfmittel „Spatenstich“ hier<br />
gut eingesetzt worden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Der Bauauftrag wird im nächsten Monat vergeben.<br />
Der besagte Spatenstich war der demonstrative Beginn der Maßnahme.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>StefanH:</b><br />
Wie wird dieses neue Gefängnis eigentlich aussehen &#8211; ähnlich<br />
luxuriös wie damals Weiterstadt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Nein. Während in Weiterstadt ein Haftplatz 250..000<br />
€ kostete, wird er in Hünfeld nur etwa 50.000,&#8211; € kosten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Eine Frage zum Sexualstrafrecht. Soll Kinderschändern auch mit der<br />
Todesstrafe gedroht werden, will &quot;penalty&quot; wissen&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Als engagierter Christ bin ich entschiedener Gegner der<br />
Todesstrafe. Das Grundgesetz lässt sie auch nicht zu.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Claas:</b><br />
Warum sollen die Gesetze gegen Sexualtäter verschärft werden?<br />
Genügt es nicht, die jetzigen auszureizen???</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Ich verspreche mir von einer Verschärfung eine höhere<br />
Abschreckung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Hart:</b><br />
Behindern die harten Gesetze und Vorschriften nicht die Freiheitsrechte<br />
der Bürger?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Nein, wer sich strafbar macht, hat nach unseren Gesetzen<br />
aufgrund richterlicher Entscheidung für einen bestimmten Zeitraum<br />
sein Recht auf Freizügigkeit verwirkt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Oliver Pohland:</b><br />
Sind Sie denn der Meinung, die jetzige Gesetzeslage wird nicht genügend<br />
ausgereizt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Höhere Strafrahmen führen zu höheren Strafen!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bild:</b><br />
Wie stehen Sie zu Ihren eigenen kleinen Sünden? Sie mussten schon<br />
mal den Führerschein abgeben. Und aufgrund ihrer Weigerung auf die<br />
Zigarette zu verzichten, musste die Feuerwehr ausrücken. Sollten<br />
Sie nicht eigentlich auch eine Vorbildfunktion haben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
passend dazu:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>curtis_newton:</b><br />
Was für Verbrechen meinen Sie denn? Sie haben sich doch auch schon<br />
mal strafbar gemacht&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Strafbar habe ich mich nicht gemacht: Für meine<br />
beiden Sünden habe ich ausreichend gebüßt: für das<br />
zu schnelle Fahren habe ich einen Monat Fahrverbot erhalten, und den Einsatz<br />
der Feuerwehr bezahlt. Auch ein Justizminister ist Mensch und daher nicht<br />
völlig fehlerfrei.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Eine Nachfrage von &quot;Bild&quot;:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bild:</b><br />
Hardliner einerseits, Temposünder andererseits. Herr Wagner, hegen<br />
sie Sympathie für Kavaliersdelikte oder wollen Sie auch hier einen<br />
strikten Kurs?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Auch hier bin ich für strikte und konsequente Reaktion<br />
des Staates.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Liane:</b><br />
Soll es auch schärfere Gesetze für Geschwindigkeitsüberschreitungen<br />
geben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Die gegenwärtige Rechtslage reicht aus.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Zu einem weiteren Thema:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael W.:</b><br />
Was hat aber nun die Landesregierung vor, um gegen Internetkriminalität<br />
vorzugehen? Raubkopiererei und Kinderpornographie ist dort ja keine Seltenheit!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Für das Strafrecht ist der Bundestag zuständig.<br />
Wir Hessen statten die Polizei und die Staatsanwaltschaft für die<br />
diesbezügliche Verbrechensbekämpfung ausreichend aus.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Zum Wahlkampf &#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei: </b>Angesichts<br />
der aktuellen Umfragewerte für ihre Partei: ist ihnen eine Alleinregierung<br />
der CDU mit absoluter Mehrheit nicht lieber? Könnten Sie dann nicht<br />
endlich viel härter durchgreifen, wie Sie das so oft fordern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Wir haben mit der FDP hervorragende Regierungsarbeit<br />
auch im Bereich der Strafverfolgung geleistet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
Falls die CDU am 2. Februar gewinnt, werden sie auch danach noch Justizminister<br />
sein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Das entscheidet der Ministerpräsident.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>d.penalty:</b><br />
Es gab im Vorfeld Kritik über die Größe der Wahlkreise,<br />
ist das berechtigt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Die Gültigkeit der Wahl wird von niemandem ernsthaft<br />
in Frage gestellt, weil die Zusammensetzung des Landtages von der Wahlkreisgröße<br />
unabhängig ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Landor:</b><br />
Zur FDP: diese haben den Slogan &quot;Zuviel Koch verdirbt den Brei&quot;.<br />
Was halten Sie davon?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Nichts.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael W.:</b><br />
Nun hat aber die FDP in Hessen verlauten lassen, dass sie, sollte die<br />
CDU eine Absolute Mehrheit erreichen, nicht mitregieren will!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Wir wollen die Fortsetzung der Koalition mit der FDP.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Ingrid:</b><br />
Glauben Sie denn, dass Roland Koch die ganzen vier Jahre bleibt, oder<br />
wird er zum Kanzlerkandidat gekürt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Roland Koch ist angetreten, um weitere fünf Jahre<br />
Ministerpräsident in Hessen zu bleiben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael W.:</b><br />
Wie sieht es mit der Gültigkeit der Bundestagswahl letzen Jahres<br />
aus, die wurde von der CDU schon in Frage gestellt, wird man da von der<br />
CDU noch was hören, oder verläuft sich das?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Das Problem besteht darin, dass es bei Überhangmandaten<br />
keine Ausgleichsmandate gibt. Deshalb hat die SPD mehr Abgeordnete, als<br />
ihr prozentual zustehen. Dies wird verfassungsrechtlich geprüft.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Berti:</b><br />
Wie stehen sie zu den Unterschriftenlisten gegen die doppelte Staatsbürgerschaft,<br />
die Herr Koch 1999 für den Wahlkampf benutzte?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Ich war von Anfang an dafür.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>d.penalty:</b><br />
Wieso klopft die CDU in diesem Wahlkampf nicht auf die Ausländer<br />
ein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Die CDU hat noch nie &quot;auf die Ausländer eingeklopft&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Müller:</b><br />
Was spricht für die Unterschriftenkampagne?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Sie meinen den Wahlkampf 1999: Wer bei uns die vollen<br />
Bürgerrechte erlangen will und dauerhaft in Deutschland bleiben will,<br />
soll sich ungeteilt zu unserem Land bekennen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>bökels_neue:</b><br />
Was machen Sie, wenn Koch der neue Kanzlerkandidat wird? Wer könnte<br />
sein Nachfolger werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Diese Frage stellt sich derzeit nicht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>christean_anders:</b><br />
Was halten Sie vom Herausforderer Gerhard Bökel?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Um höflich zu bleiben: verhältnismäßig<br />
wenig.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Sträfling:</b><br />
Gewinnen Sie diesmal ihren Wahlkreis?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Ich hoffe es.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Und eine weitere Frage zu Ihrem Wahlkreis:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Oliver Pohland:</b><br />
Dr. Wagner, was tun Sie in Ihrer Doppelfunktion als Landtagsabgeordneter<br />
und Justizminister eigentlich für Ihren Wahlkreis, ist da Arbeit<br />
vor Ort überhaupt noch drin? Ich kenne die Region dort und mich würde<br />
interessieren, wie Sie sich einbringen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Gerade mit meinen Möglichkeiten als Kabinettsmitglied<br />
habe ich für meinen Wahlkreis sehr viel tun können: Förderung<br />
durch das Land für Ortsdurchfahrten, für die Ausweisung von<br />
Interkommunalen Gewerbegebieten, für Ortsumgehungen und bei der Förderung<br />
von Vereinen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
1999 haben CDU und FDP entgegen den Prognosen die Wahl gewonnen. Halten<br />
sie diesmal eine Wählerentscheidung entgegen den Prognosen auch für<br />
möglich?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Gezählt wird erst am Sonntag um 18.00 Uhr.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael W.:</b><br />
Herr Wagner, wie soll eigentlich ihre eigene persönlich Karriere<br />
politisch weiter gehen? Streben sie nach Höherem oder sind sie als<br />
Justizminister zufrieden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Mir macht meine Arbeit als Justizminister sehr viel Freude.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Oliver Pohland:</b><br />
Warum mag die Hessen CDU Frau Merkel nicht?? Weil sie aus dem Osten ist??</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Die Unterstellung ist falsch. Die CDU Hessen steht geschlossen<br />
hinter unserer Bundesvorsitzenden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Hier sind noch einige Fragen zum Strafvollzug (in Hessen und insgesamt)<br />
eingegangen, die ich gerne weiterleiten möchte:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Blandsan:</b><br />
Frage zum Sexualstrafrecht: Geht es nur um die Strafhöhe oder auch<br />
um Sicherheitsverwahrung von Sexualstraftätern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Natürlich geht es auch um die Sicherungsverwahrung:<br />
Sexualstraftäter können &quot;tickende Zeitbomben&quot; sein,<br />
daher muss ein Richter auch nachträglich eine Sicherungsverwahrung<br />
anordnen können.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>d.penalty:</b><br />
Ab wann sollte ein Sexualtäter denn für immer weggeschlossen<br />
werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Wenn er weiterhin eine mögliche Gefahr für<br />
potentielle Opfer ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
Der Staat macht stets nur Strafverfolgung? Welche Möglichkeiten haben<br />
Justiz und Polizei, um auch vorbeugend aktiv zu werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> In Hessen gibt es &#8211; bundesweit gesehen &#8211; das dichteste<br />
Netz von örtlichen Präventionsräten, an denen Polizei,<br />
Staatsanwaltschaft, Soziale Dienste und andere Bürgervertretungen<br />
mitarbeiten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>HarterHund:</b><br />
Sie fordern, dass ausländische Gefangene ins Ausland geschoben werden,<br />
um ihre Haftstrafe dort abzusitzen. Dabei sind diese doch in aller Regel<br />
erst in Deutschland kriminell geworden. Deutschland produziert diese Kriminellen,<br />
und schiebt sie dann ab?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Nicht Deutschland &quot;produziert Kriminelle&quot;,<br />
sondern Straftäter produzieren Kriminalität. Ein Haftplatz kostet<br />
den Steuerzahler 30.000 Euro pro Jahr. Es ist nicht mehr als recht und<br />
billig, dass straffällig gewordene Ausländer in ihrem Heimatland<br />
die Strafhaft verbüßen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>d.penalty:</b><br />
Die Polizeigewerkschaft sagt zurecht, es fehlen 700 Stellen. Wieso hat<br />
die CDU ihre vollmundigen Versprechungen aus dem Wahlkampf nicht wahr<br />
gemacht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Die Zahlen der Polizeigewerkschaft sind nicht zutreffend.<br />
Es gibt jetzt mehr Polizeibeamte auf Streife als früher.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Zur letzten Frage:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Lula:</b><br />
Wie stehen Sie eigentlich zum Irak Konflikt und den damit einherrschreitenden<br />
Anti-Terror Gesetze?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner: </b>Internationaler Terror muss auf allen Ebenen bekämpft<br />
werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Liebe Gäste! Unsere Zeit ist leider bereits abgelaufen. Im Namen<br />
der Veranstalter tagesschau.de und politik-digital.de sowie des Unterstützers<br />
tagesspiegel.de wünschen wir allen Beteiligten einen schönen<br />
Abend. Vielen Dank besonders an Sie, Herr Wagner in Wiesbaden! Wir würden<br />
uns freuen, Sie bei unseren nächsten Chats begrüßen zu<br />
dürfen. Es folgen noch die Termine der tacheles.02-Chats der nächsten<br />
Tage&#8230;<br />
30.1. (Do) 17.00-18.00 Uhr: Wolfgang Jüttner, SPD-Umweltminister<br />
Niedersachsen<br />
03.2. (Mo) 17.00-18.00 Uhr: Christian Ströbele, stellv. Fraktionsvorsitzender,<br />
Grüne<br />
05.2. (Mi) 17.00-18.00 Uhr: Angela Merkel, Vorsitzende der CDU/CSU<br />
12.2. (Mi) 17.30-18.30 Uhr: Friedbert Pflüger,außenpol. Sprecher<br />
der CDU/CSU</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner: </b>Herzliche Grüße zurück. Der Internet-Chat<br />
&#8211; mein erster &#8211; hat mir viel Freude bereitet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">M<b>oderator:</b><br />
Das freut uns! Hoffentlich auf ein nächstes Mal, Herr Wagner und<br />
einen schönen Rest-Tag!</span>
</p>
<p>
<b>Mehr Informationen zu </b>
</p>
<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="650">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="545">
<li><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><a href="http://www.christean-wagner.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christean<br />
			Wagner</a></span></li>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			tacheles.02 ist ein Format von <a href="http://www.tagesschau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a><br />
			und <a href="http://www.politik-digital.de/index.shtml">politik-digital.de</a> und<br />
			wird unterstützt von <a href="http://www.tagesspiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesspiegel.de</a>.</span>
			</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_christean_wagner_dem_justizminister_in_hessen-331/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Gesucht und gefunden</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunstlostart-shtml-2669/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunstlostart-shtml-2669/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[fsteglich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jan 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pixelstriche]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
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		<category><![CDATA[Art-Loss-Register]]></category>
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					<description><![CDATA[LOST ART im Internet]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>LOST ART im Internet<!--break-->
                    </p>
<p>
                      <strong>Die Suche nach verschwundenen Kunstwerken war jahrzehntelang eine mühsame Arbeit. Ermittler mussten Museumskataloge wälzen, Auktionen und Kunsthändler auf allen Kontinenten besuchen und in staubige Archive steigen. Seit einigen Jahren versuchen staatliche und private Initiativen, mit den Möglichkeiten des Internet den verschollenen Werken und Eigentümern auf die Spur zu kommen.</strong>
                    </p>
<p>26.000 Teppiche, 33.000 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken, 53.000 sonstige Kunstwerke. So viele Kulturgüter sind allein in Deutschland als gestohlen gemeldet. Kunstdiebe und Hehler schaffen es immer wieder, geraubte Objekte an Händler oder Sammler zu verkaufen, weil diese die Herkunft nicht ausreichend überprüfen wollen oder können. Die beste Möglichkeit, jedem potenziellen Kunstkäufer alle Daten für eine Identifizierung zur Verfügung zu stellen und damit Diebesgut unverkäuflich zu machen, ist das Internet. Das haben öffentliche Stellen ebenso wie private Initiativen erkannt und stellen zunehmend ihre Datenbanken online. Die mit Verlustgeschichten, Aktenzeichen und Fotografien gefütterten Verzeichnisse können nach Werk oder Schöpfer durchsucht werden. Kunstkäufer haben damit eine realistische Chance, ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Sorgfaltspflicht nachzukommen und die &#8220;Provenienz&#8221;, also die Herkunft des Werkes zu überprüfen. Ein positiver Nebeneffekt solcher virtueller Archive ist die Möglichkeit, sie dezentral zu &#8220;lagern&#8221;. So kann verhindert werden, was mit der Kunstabteilung der US-Zollbehörde in New York geschehen ist: Deren Archiv befand sich im Nebengebäude Nr. 6 des World Trade Centers und wurde bei den Anschlägen am 11. September 2001 vernichtet.</p>
<p>
                      <strong>Das Art Loss Register</strong>
                    </p>
<p>Die älteste und erfolgreichste Internet-Datenbank zu gestohlener Kunst ist das<br />
                    <a href="http://www.artloss.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art Loss Register</a> (ALR) mit Hauptsitz in London. Es wurde 1991 von<br />
                    <a href="http://www.artloss.com/Asp/About/mn_shareholders.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Versicherungsunternehmen, Auktionshäusern</a> und der<br />
                    <a href="http://www.ifar.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">International Foundation for Art Research</a> (IFAR) gegründet. Die IFAR hatte seit den 1970er Jahren ein Archiv über geraubte Kunstwerke angelegt und begann 1987, dieses in eine elektronische Datenbank zu überführen. Auf Vorschlag des Auktionshauses Sotheby`s http://www.sothebys.com wurde diese zum Art Loss Register ausgebaut. Dort kümmern sich nun 20 Mitarbeiter um Suchanfragen und um 10.000 neue Diebstahlmeldungen jährlich &#8211; und das mit Erfolg: Bereits 6 % aller verschwundenen Kunstwerke können jedes Jahr mit Hilfe der Datenbank, die rund 100.000 Einträge umfasst, identifiziert werden. So kamen seit der Gründung etwa 1.000 Funde im Gesamtwert von 100 Millionen Dollar zusammen.</p>
<p>Neben Versicherern und Kunsthändlern, die aus eigenem Interesse digitale Archive gestohlener Kunst aufbauen, stellen auch staatliche Ermittlungsbehörden Fahndungsseiten ins Netz.<br />
                    <br />Auf der Homepage des &#8221;<br />
                    <a href="http://www.fbi.gov/hq/cid/arttheft/aboutus.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art Theft Program</a>&#8221; veröffentlicht das FBI vermisste Objekte nach Kategorien unterteilt. In der Rubrik &#8220;Special Cases&#8221; werden besonders spektakuläre Fälle, wie der Diebstahl von 20 Gemälden aus dem Anwesen einer spanischen Bauunternehmerin im August 2001, vorgestellt. Die Privatsammlung, die unter anderem einen Brueghel und mehrere Goyas umfasste, ist bislang noch nicht wieder aufgetaucht. Unter der Rubrik &#8220;Recoveries&#8221; finden sich unter anderem<br />
                    <a href="http://www.fbi.gov/hq/cid/arttheft/recoveries/geronimo/geronimo.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">exotische Fälle</a> wie der des Kriegskopfschmucks von Apachen-Häuptling Geronimo. Einem Verkauf über das Internet kamen Undercover-Agenten des FBI zuvor.</p>
<p>Auf den<br />
                    <a href="http://www.bundeskriminalamt.de/text/fahndungg.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fahndungsseiten</a> des Bundeskriminalamtes sind dagegen nur die 12 meistgesuchten Kunstwerke des Jahres zu sehen. Das deutsche Pendant der US-Bundesbehörde bietet damit ein eher mageres Angebot, das kaum Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Fahndungsplakat aufweist. Deutlich fortschrittlicher ist<br />
                    <a href="http://www.interpol.int/Public/WorkOfArt/Default.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interpol</a>. Zusätzlich zu den ins Netz gestellten Postern mit den &#8220;Most Wanted Works&#8221; gibt es eine Liste mit den aktuell gemeldeten Fällen, eine umfangreiche Zusammenstellung von sichergestellten Objekten, deren rechtmäßige Besitzer noch nicht gefunden wurden und, wie beim FBI, eine Auswahl bereits aufgeklärter Fälle. Interpol bringt außerdem alle zwei Monate eine in drei Sprachen erhältliche CD-Rom heraus, auf der weit über 10.000 vermisste Kunstwerke zusammengefasst sind.</p>
<p>Sowohl das Art Loss Register wie auch die staatlichen Datenbanken beschäftigen sich hauptsächlich mit aktuellen Fällen von Kunstdiebstahl. Andere Projekte konzentrieren sich auf die Suche nach Werken, die während des NS-Regimes oder infolge des Zweiten Weltkriegs verschollen sind. Neben der<br />
                    <a href="http://www.comartrecovery.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Commission for Art Recovery</a>, einer Unterorganisation des<br />
                    <a href="http://www.wjc.org.il/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">World Jewish Congress</a>, deren Datenbank allerdings nicht öffentlich einsehbar ist, ist dies vor allem die<br />
                    <a href="http://www.lostart.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lost Art Internet Database</a> in Deutschland.</p>
<p>
                      <strong>Die Lost Art Internet Database</strong>
                    </p>
<p>Seit 1994 recherchiert und dokumentiert die &#8220;Koordinierungsstelle der Länder für die Rückführung von Kulturgütern&#8221; Kunstwerke, die im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus verschollen sind. Darunter fallen die von den Sonderkommandos der Wehrmacht oder der SS für das geplante Führermuseum in Linz zusammengeraubten Objekte aber auch die sogenannte Beutekunst, die von den Alliierten während des Krieges &#8220;verbracht&#8221; wurde.<br />
                    <br />Das so entstandene interne Archiv ist seit April 2001 auch im World Wide Web verfügbar und verzeichnet beachtliche Zugriffszahlen: Durchschnittlich 150.000 Seiten werden seit dem Start jeden Monat aufgerufen. Beim Aufbau der Datenbank und der Website half die AG Datenbanken der<br />
                    <a href="http://www.uni-magdeburg.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg</a>. In der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt sitzen auch die Mitarbeiter von Koordinierungsstelle und Lost Art-Projekt. Als einer der ersten Erfolge konnte im vergangenen Sommer ein lange vermisstes Gemälde des niederländischen Malers van de Velde an seine Eigentümer übergeben werden.</p>
<p>Auch mit den mehreren zehntausend bei Lost Art verzeichneten Objekten sind allerdings nicht alle vermissten Kunstwerke an einer Stelle erfasst. Zwar tauschen sich die einzelnen öffentlichen und privaten Datenbankanbieter untereinander schon lange aus, ein zentraler Zugriff auf deren Archive ist aber nicht möglich.</p>
<p>Das könnte sich bald ändern. Im November 2001 fand in Magdeburg eine internationale Fachkonferenz unter dem Titel &#8220;Datenbankgestützte Dokumentation von Kulturgutverlusten&#8221; statt, zu der Experten aus neun Staaten anreisten. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die auf die einzelnen Projekte verteilten Datensammlungen mit dem Ziel einer möglichst großen Öffentlichkeit vernetzt werden müssen. Nach den Worten von Dr. Michael Franz, Projektleiter der Lost Art Internet Database, ist eine Meta-Suchmaschine geplant, mit der in allen digitalen Archiven zugleich nach vermissten Kulturgütern geforscht werden kann. Ein internationaler Standard, der als Grundlage für die vernetzte Suche dienen könnte, ist mit der &#8220;Object ID&#8221; bereits jetzt vorhanden.</p>
<p>
                      <strong>Object ID</strong>
                    </p>
<p>Das<br />
                    <a href="http://www.getty.edu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Getty Information Institute</a> entwickelte 1997 in Zusammenarbeit mit Kunstsachverständigen und Kriminologen ein<br />
                    <a href="http://www.object-id.com/checklist/check_eng.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Formular</a> zur Registrierung von Kunstobjekten jeder Art. Dabei werden exakte Angaben zum Künstler und seinem Werk &#8211; zu Technik, Material, Maße, Besonderheiten, dem Marktwert und der Herkunft aufgezeichnet. Zusammen mit Fotografien lässt sich mit Hilfe der als &#8220;Object ID&#8221; bezeichneten Checkliste jedes Kunstwerk eindeutig identifizieren.<br />
                    <br />Die<br />
                    <a href="http://www.axa-art.de/servlet/PB/menu/1006095/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Axa Art</a>, eine der größten Spezialversicherungen für Kunst weltweit, versichert Kunstwerke schon seit längerem nur noch, wenn sie zuvor über die Object ID registriert wurden.</p>
<p>Das Blättern in papiernen Akten wird zwar auch in Zukunft nicht völlig aus dem Alltag der Spurensucher verschwinden – eine vereinheitlichte, gleichzeitige Suche in allen Online-Datenbanken wird jedoch die Recherche beschleunigen und den Verkäufern geraubter Kunst das Leben schwerer machen.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 17.01.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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