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	<title>Kritik &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Kritik &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Kabinett beschließt neues Datenschutzgesetz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2017 17:05:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Trotz Kritik von Datenschutzexperten hat das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf zur Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung befürwortet. Die mittlerweile vierte Fassung von Innenminister Thomas [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-weight: 400;"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/files-720612_1920.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-151242" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/files-720612_1920-630x420.jpg" alt="files-720612_1920" width="630" height="420" /></a>Trotz Kritik von Datenschutzexperten hat das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf zur Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung befürwortet. Die mittlerweile vierte Fassung von Innenminister Thomas de Mazière wurde am Mittwoch beschlossen und soll nun im Bundesrat und Bundestag beraten werden.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: 400;">Der Beschluss ist vor allem in Kritik geraten, da die Umsetzung der EU-Datenschutzverordnung ins deutsche Recht von den 70 Öffnungsklauseln Gebrauch macht. Dies hat zur Folge, dass nicht nur die Kontrollrechte der Datenschutzbehörden konkret eingeschränkt werden, sondern auch die Rechte von Bürgern auf Widerspruch und Auskunft. So müssen Betroffene nicht über eine Datenverarbeitung unterrichtet werden, wenn dies allgemein anerkannte Geschäftszwecke des Verantwortlichen erheblich gefährdet. </span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Durch diese Änderungen fürchten viele, dass de Mazières Ziel eines einheitlichen Datenschutzrechtes in Europa verfehlt wird. Nichtsdestotrotz begrüßt Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff, dass das Gesetzgebungsverfahren noch in dieser Legislaturperiode abgeschlossen werden soll. Sollte dies allerdings ohne Überarbeitung der wichtigsten Kritikpunkte geschehen, vermutet MdEP Jan-Philipp Albrecht, dass das Gesetz schnell vor dem Europäischen Gerichtshof landet, da es gegen das EU-Recht verstößt. </span></strong></p>
<p>Titelbild by Counselling via <a href="https://pixabay.com/en/files-aktenberg-work-off-paper-720612/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, CC0 Public Domain</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-630x110.png" alt="cc-lizenz-630x11011" width="453" height="79" /></a></p>
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		<title>Vectoring: Technischer Fortschritt oder Bremsklotz für den Glasfaserausbau?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Wolff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2016 12:08:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Deutsche Telekom möchte das umstrittene Vectoring als Übergangstechnologie einsetzen, um kurzfristig schnelleres Internet bei geringeren Investitionskosten anbieten zu können. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/telephonecable_brebooks_flickr_CC-BY-SA-2.0_v1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149140 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/telephonecable_brebooks_flickr_CC-BY-SA-2.0_v1.jpg" alt="" width="640" height="280" /></a>Die Deutsche Telekom möchte das umstrittene Vectoring als Übergangstechnologie einsetzen, um kurzfristig schnelleres Internet bei geringeren Investitionskosten anbieten zu können. Wo liegen die Vor- und Nachteile und was ist Vectoring eigentlich?</p>
<p>Anstatt den Glasfaserausbau weiter voranzutreiben, möchte die Deutsche Telekom – das größte Telekommunikationsunternehmen Deutschlands – nun in Vectoring investieren. Konkurrenten und Verbände üben jedoch scharfe Kritik. Re-Monopolisierung, langfristiger Schaden für den Wirtschaftsstandort Deutschland und Fehlinvestition in eine veraltete Technologie lauten ihre Einwände. Ist Vectoring also nur ein Hemmschuh gegenüber dem Heilsbringer Glasfaser? Mittlerweile haben sich insgesamt 25 deutsche und europäische Wirtschaftsverbände in einem Brief direkt an die EU-Kommission und Digital Kommissar Günther Oettinger gewandt. Neben vielen ITK-Branchenorganisationen wie BREKO und VATM, wenden sich aber auch der Deutsche Landkreistag, Digitale Gesellschaft e.V., der Deutsche Bauernverband und der Deutsche Landfrauenverband gegen die Vectoring-Pläne von Bundesnetzagentur und Telekom. Gegenstimmen kommen also nicht nur von Seiten der direkten Telekom-Konkurrenz. In dem gemeinsamen Schreiben sprechen sie sich gegen den Antrag der Telekom aus. Eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ist in Planung. Was ist also dran an diesem Vectoring und woher rührt die große Kritik?</p>
<h3>Vectoring: Was ist das?</h3>
<p>Vectoring ist ein technischer Lösungsansatz, der aktuelle Datenübertragungsmethoden optimieren soll. Mithilfe der Technologie kann die bestehende Telekommunikationsinfrastruktur, welche vorwiegend auf Kupferleitungen aufbaut, aufgewertet werden. Laut <a href="https://www.telekom.com/medien/156156">Telekom</a> könnte das zu einer Steigerung der Datendurchsatzraten von bis zu 100 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload führen. Ein deutlich höherer Wert als bei vielen alternativen Methoden – zum Vorteil für VerbraucherInnen. Doch wie ist das möglich?</p>
<p>Bisher stellen sogenannte „Übersprechungseffekte“ einen limitierenden Faktor für einen optimalen Datendurchsatz dar. Mithilfe von Vectoring können nun gegenseitige Störsignale in den betroffenen Hauptkabeln gefiltert und höhere Durchsatzraten erzielt werden. Klingt zunächst ganz hervorragend!</p>
<p>Dennoch hat der Einsatz von Vectoring einen deutlichen Nachteil. Wirtschaftlich rentiert sich der Einsatz von Vectoring erst, wenn er flächendeckend erfolgt. Sind mehrere Technologien von verschiedenen Anbietern gleichzeitig in einer Hauptleitung im Einsatz, sinken die Optimierungseffekte von Vectoring – Durchsatzraten blieben ungewiss. Kundenfreundliche Vertragsangebote könnten auf einer solchen Basis nur schwerlich realisiert werden. Um alleinigen Zugang zu den etwa 8.000 Hauptverteilern des deutschen Telekommunikationsnetzwerkes zu erhalten, hat sich die Deutsche Telekom deshalb am 23. November vergangenen Jahres mit einem ersten Konsolidierungsantrag an die Bundesnetzagentur gewandt. Nur so könne ein wirtschaftlicher und flächendeckender Einsatz von Vectoring gewährleistet werden.</p>
<p>Moment, ein einzelner Netzbetreiber, Zugriff auf einen gesamten Hauptverteiler? Ja, hier werden die Probleme von Vectoring deutlich. Sie beziehen sich vor allem auf die Frage nach dem Wettbewerb. Bisher besteht dieser nämlich zwischen Netzanbietern und wäre nun durch die Zusage der Bundesnetzagentur zumindest beeinflusst. Das bemängeln auch Konkurrenten und protestieren gegen den am 07. April veröffentlichten <a href="http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Service-Funktionen/Beschlusskammern/1BK-Geschaeftszeichen-Datenbank/BK3-GZ/2015/2015_0001bis0999/BK3-15-0004/Konsolidierungsverfahren/Konsolidierungsentwurf_final.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1">Vectoring-II Antrag</a>.</p>
<h3>„Telekom-II Antrag“?</h3>
<p>Die Bundesnetzagentur gibt sich gegenüber dieser Kritik diplomatisch. Forderungen und konstruktive Vorschläge wurden ausführlich im neuen Entscheidungsentwurf beachtet. In der <a href="http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1432/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/160407_Vectoring.html;jsessionid=3F4B936D6990DAB941674A263E23C210">Pressemitteilung</a> der Bundesnetzagentur führt Jochen Homann, Präsident der Regulierungsbehörde, dazu aus: „[…] Wir kommen auch nach nochmaliger intensiver Analyse zu dem Schluss, dass ein Vectoring-Ausbau der Nahbereiche hilft, den Breitbandausbau zu fördern. Es werden weder der Wettbewerb außer Kraft gesetzt noch werden andere Technologien ausgebremst.“</p>
<p>Vor dem Hintergrund der weitreichenden Kritik habe die Bundesnetzagentur den neuen Antrag entschärft. Hierzu sei Wettbewerbern die Möglichkeit eingeräumt worden, Nahbereiche ebenfalls durch die Vectoring-Technologie zu erschließen. Dadurch sei der Wettbewerb weiter gewährleistet, so die Bundesnetzagentur. Mitbewerbern werde außerdem ein hochwertiges Vorleistungsprodukt angeboten, sollten sie aus Hauptverteilern gedrängt werden. Außerdem verweist die Bundesnetzagentur auf die neuesten Ausbau- und Investitionszusagen der Deutschen Telekom, welche vor dem aktuellen Antrag noch nicht feststanden. Nun wolle sich die Telekom aber einseitig dazu verpflichten, bis 2018 alle Nahbereiche auch wirklich mit Vectoring zu erschließen. Der Antrag sei deshalb an die europäische Kommission übermittelt worden. Sollte die Kommission keine Einwände gegen den Vorschlag vorbringen, steht dem Antrag nichts mehr entgegen.</p>
<h3>Stau auf dem Weg zum schnelleren Internet?</h3>
<p>Auf der Seite der VerbraucherInnen ist der Einsatz der Übergangstechnologie, Vectoring, zunächst sehr vielversprechend. Haushalte in Nahbereichen die kurzfristig nicht mit höheren Bandbreiten durch Glasfasernetze versorgt werden könnten, sind klare Profiteure der Technologie. Kurzfristig schnelleres Internet: Vectoring schafft hier Abhilfe.</p>
<p>Aus der Perspektive der Verbände und Konkurrenten sind die Reaktionen und Zugeständnisse der Bundesnetzagentur aber lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn der Zugang zu Hauptverteilern bedeutet eine massive Einflusssteigerung der Deutschen Telekom. Daher ist es einseitig, an dieser Stelle mit der Restriktion der Vectoring-Technologie zu argumentieren und darauf  zu pochen, dass ein optimaler Einsatz der Technologie nur gewährleistet werden kann, wenn er flächendeckend durch einen einzelnen Netzbetreiber umgesetzt wird. Zudem stellt sich die Frage, ob hier die Unternehmensanteile der Bundesrepublik Deutschland an der Deutschen Telekom (14,3 Prozent) Einfluss auf die Entscheidung hatten. Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), vertritt die Interessen von etwa 100 Telekommunikations- und Multimediaunternehmen. Er verdeutlicht in einer Pressemeldung: „[…] Grundsätzlich gestattet die BNetzA weiterhin nach fast 20 Jahren erfolgreichen Wettbewerbs erstmals einem Unternehmen den weitgehend monopolistischen Einsatz einer Technologie“.</p>
<p>Selbstverständlich sind Unternehmen darauf angewiesen Übergangstechnologien zu nutzen, um Gewinne zu erwirtschaften und weiter in den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur zu investieren. Probleme entstehen aber, wenn einzelne Markteilnehmer von Regulierungsbehörden bevorteilt werden. Hier eröffnet sich beispielsweise in „Maßnahmenpunkt 11“ der Breitbandstrategie der Bundesregierung ein deutlicher Widerspruch: „Bei der konkreten Ausgestaltung der Anreizmechanismen wird die Bundesregierung im Interesse des Wettbewerbs darauf achten, dass niemand vom Netzzugang ausgeschlossen wird und das Prinzip der Nicht-Diskriminierung gewahrt bleibt. Auch dürfen die Regelungen nicht zu Wettbewerbsverzerrungen im Markt führen.“ Vor diesem Hintergrund der Telekom dennoch den Zugang zu Hauptverteilern zuzusprechen und Wettbewerber mit Vorleistungsprodukten zu vertrösten, ist daher problematisch.</p>
<p>Die Breitbandstrategie der Bundesregierung zielt zudem darauf ab, eine zukunftsfähige Netzmodernisierung sicherzustellen und zu beschleunigen. Kupferstrecken sollen dabei gezielt durch Glasfaserausbau ersetzt und Fehlinvestitionen vermieden werden. Entgegen dieser Zielsetzung eröffnet die Bundesnetzagentur nun den Einsatz von Vectoring. Durch die Möglichkeit, bei geringeren Investitionskosten schneller Gewinne zu erzielen als durch den Ausbau von Glasfasernetzen, werden Alternativen zum Vectoring gehemmt. Auch Wettbewerber der Telekom werden aktiv in ihren Glasfaserausbauplänen gebremst, da eine parallele Investition in Glasfaser- und Kupferleitungen nicht wirtschaftlich ist. Die Integration von Vectoring in die Telekommunikationsinfrastruktur führt deshalb schließlich zu einer Abnahme der Investitionen in die deutschen Glasfasernetze. Deren flächendeckender Ausbau verzögert sich so weiter. Vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs nach noch schnelleren Internetverbindungen, ist das ein Problem. Die fehlenden Investitionen in die Glasfaserinfrastruktur entwickeln sich dann auch zum langfristigen Nachteil für Nahbereiche. Insgesamt sollte der neue Vectoring-II Antrag daher kritisch betrachtet werden. Hier gilt es, Vor- und Nachteile des Vectoringeinsatzes für den Wettbewerb der Telekommunikationsbranche, den langfristigen Breitbandausbau in Deutschland und schließlich für VerbraucherInnen abzuwägen.</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/brewbooks/7780990192/in/photostream/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(011): 200 pair telephone cable model of corpus callosum </a> by <a href="https://www.flickr.com/photos/brewbooks/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">brewbooks</a> via <a href="https://www.flickr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a> is licensed under <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Rezension: Digitale Politikvermittlung in interaktiven Medien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2014 09:26:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Band „Digitale Politikvermittlung. Chancen und Risiken interaktiver Medien“ widmet sich der Beeinflussung von politischen Diskursen und politischer Willensbildung durch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Dialog-Com-Skal.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-139032" alt="Dialog-Com-Skal" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Dialog-Com-Skal-630x307.jpg" width="630" height="307" /></a><br />
Der Band „Digitale Politikvermittlung. Chancen und Risiken interaktiver Medien“ widmet sich der Beeinflussung von politischen Diskursen und politischer Willensbildung durch neue Medien. In über 30 Beiträgen wird dem Potential und den Risiken digitaler Medien aus theoretischen sowie praktischen Perspektiven nachgegangen.<br />
<figure id="attachment_139023" aria-describedby="caption-attachment-139023" style="width: 227px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/digitale_Politikvermittlung.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-139023  " alt="digitale_Politikvermittlung" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/digitale_Politikvermittlung-630x510.jpg" width="227" height="184" /></a><figcaption id="caption-attachment-139023" class="wp-caption-text">Friedrichsen, Mike; Kohn, Roland A. (Hg.): Digitale Politikvermittlung. Chancen und Risiken interaktiver Medien. Wiesbaden: Springer VS 2013. 525 Seiten, Preis: 49,95 Euro. ISBN 978-3-658-01125-3</figcaption></figure><br />
In der neuen Publikation, herausgegeben von Mike Friedrichsen, Professor für Media Economics and Media Innovation in Stuttgart, und dem ehemaligen Mitglied des Bundestags für die FDP Roland A. Kohn, kommen Stimmen aus Wissenschaft, Politikberatung, Politik sowie aus der gesellschaftlichen Praxis zu Wort. Die rund 30 Autoren beschreiben darin, wie digitale Medien in ihren jeweiligen Bereichen in unterschiedlicher Weise genutzt und beobachtet werden.<br />
Der erste Teil des Buchs widmet sich zunächst dem Einfluss der neuen Medien auf die Veränderung der politischen Kommunikation. Die zunehmende Abwendung der Menschen von der Politik zeige ein Kommunikationsproblem bei deren Vermittlung auf. Die Beiträge beschäftigen sich hier mit der Veränderung der vermittelnden Rolle journalistischer Medien von Print zu Online, der Veränderung von (politischen) Symboliken, Mediennutzung sowie Meinungsbildung im Internet.<br />
Besonders hervorzuheben ist ein Beitrag des Wirtschafts- und Politikberaters Hauke Laackmann, der „Die Rolle der Medien im gesellschaftlichen Legitimitätskonstrukt“ analysiert. Danach „haben Medien als Organisationen eine besondere Rolle als Wächter der Transparenz und Motor einer andauernden Hinterfragung der aktuellen Legitimitätsanforderungen. Dies ist jedoch kein eindimensionaler Vorgang, in dem die Medien einseitig Botschaften in die Gesellschaft einspeisen, sie sind ebenfalls dazu angehalten, gesellschaftliche Tendenzen publik zu machen und damit auf mögliche Missstände im gesellschaftlichen Machtverhältnis hinzuweisen.“</p>
<h3>Neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit?</h3>
<p>Im zweiten Teil wird der Blick verstärkt darauf gerichtet, dass sich durch das Internet ein neuer Strukturwandel der (politischen) Öffentlichkeit vollziehe. Hier gibt es einige skeptische Beiträge zur Unübersichtlichkeit der Informationsflut im Internet, die sich als Warnungen verstehen lassen. In anderen Beiträgen, wie dem des langjährigen Journalisten und Professors für Medienwissenschaft Jens Wendland, werden genau diese skeptischen Betrachtungsweisen kritisiert: „besonders starke, verfestigte, wenn nicht geschlossene Gesellschaften verhalten sich in der Regel gegenüber Innovationen defensiv, abwehrend. Kulturelle Traditionen, soziokulturelle Muster und Konventionen dienen als Schutzschirm gegen Umwälzungen und Untiefen fundamentaler neuer Entwicklungen.“ Man könnte darüber hinaus gegen solche konservativen Positionen entgegnen: Um einem neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit zu begegnen, bedarf es der Förderung von politischer Urteilskraft. Christopher Gohl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Weltethos-Institut Tübingen, beschäftigt sich in seinem Beitrag zudem mit der Ethik digitaler Kollaboration, durch die neue Formen der kollektiven Intelligenz geschaffen werden können.</p>
<h3>Digitale Politik und Partizipation</h3>
<p>Der dritte Teil des Bandes konzentriert sich wesentlich auf die Grundpfeiler von demokratisch verfassten Gesellschaften: Transparenz, Legitimation und Partizipation. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, „ob der neue Medientyp den politischen Partizipationsprozess und dessen Grundlage neu zu organisieren vermag“. Ist das vielleicht schon etwas forsch voraus gedacht, so kommen die Beiträge zu einem ambivalenten Ergebnis. Danach biete das Internet verstärkte Möglichkeiten der Partizipation, verstanden als kollektive Einflussnahme auf politische Handlungen. Dies wird beispielsweise anhand der digitalen Partizipation an den Protesten gegen „Stuttgart 21“ über Twitter demonstriert. Die Möglichkeiten der digitalen Partizipation brächten aber auch Risiken und Gefahren mit sich, etwa verfassungsrechtliche Probleme bei Online-Wahlen, aber auch ressentimentgeladenen „Shitstorm“ und „Wutbürgertum“. Interessanterweise antwortet auch darauf ein Beitrag aus dem Band selbst. Die Kommunikationsmanagerin Nina Keim zeigt in ihrem Aufsatz „Erfolgreich beteiligt“ auf, dass für gelingende Online-Beteiligungsprojekte begleitende Kommunikationsarbeit notwendig sein kann. Zudem wird der Umgang mit Sozialen Medien und die damit verbundene Kommunikationsarbeit aus der Erfahrung von Politikern geschildert.</p>
<h3>Repräsentive Tradition und die Aktualität der Digitalen (Direkt-)Demokratie</h3>
<p>Im letzten Teil des Bandes finden noch einige weitere Thesen und Beiträge Platz. Ein Beitrag von Roland A. Kohn betrachtet das Verhältnis von repräsentativer und digitaler Direktdemokratie und versucht nachzuweisen, dass der Parlamentarismus sowie das Prinzip der Repräsentation mit den direktdemokratischen Möglichkeiten des Internets keineswegs funktions- oder nutzlos geworden sei. Zudem finden sich einige Beiträge zur Bewertung der Beteiligungsmöglichkeiten durch Liquid Democracy in der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft sowie zur Liquid Democracy allgemein. Auch der Einfluss von digitalen Medien auf Interessenverbände und Lobbyismus bleibt nicht unberücksichtigt.</p>
<h3>Fazit: Insgesamt lohnenswerte Lektüre</h3>
<p>Generell kann abschließend kritisiert werden, dass aus Sicht der Leser_innen bei über 30 sehr heterogenen Beiträgen ein wenig mehr strukturierender Eingriff der Herausgeber wünschenswert gewesen wäre. Wie im Medium Internet auch muss die Leserin das Wichtigste hier eigenständig herausfiltern. Damit wird also auch die Urteilskraft der Leser beansprucht. In vielen Beiträgen wird zudem das Thema Social Media jeweils wieder ganz von vorn behandelt. Menschen, die bspw. Twitter kennen und sogar nutzen, werden wohl gelangweilt sein, wenn sie zum fünften Mal lesen, dass man sich bei Twitter Nicknames gibt, die mit @ beginnen, Hashtags durch # gekennzeichnet werden und man Tweets auch retweeten kann. Dem Ganzen setzt der Herausgeber Prof. Friedrichsen noch die Krone auf, indem er zusätzlich zu seinem Einführungsbeitrag im Teil „Partizipation“ einen Beitrag platziert, der lexikonartig Social-Software-Tools funktional durcherklärt und sich wie eine Einführungsvorlesung liest. Zudem weist der Band insgesamt einige kleinere Mängel beim Lektorat auf. Insgesamt ist der Band aber aufgrund seiner Multiperspektivität durchaus lohnenswert. Wenn die wichtigen Beiträge und Informationen herausgefiltert sind, bringt er auch spannendes Neues zu Tage. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Beiträge in gegenseitigem kritischen Dialog stehen.<br />
Bilder: oben: <a href="http://pixabay.com/de/cartoon-comic-wort-blasen-268493/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prawny</a> (<a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0</a>) /Buch-Cover: <a href="http://www.mike-friedrichsen.de/index.php/neuerscheinung-digitale-politikvermittlung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mike-friedrichsen.de</a><br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Kritik Online: Inge Hannemann bloggt sich bis zur Petition in den Bundestag</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/kritik-online-inge-hannemann-bloggt-sich-bis-zur-petition-in-den-bundestag-138572/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2014 09:43:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was als Kritik über den Blog „altonabloggt“ begann führte nun bis zur Vorsprache einer Petition im Deutschen Bundestag: Inge Hannemann, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/clara_zetkin-skal-cut.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-138593" alt="clara_zetkin-skal-cut" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/clara_zetkin-skal-cut-630x305.jpg" width="630" height="305" /></a><br />
Was als Kritik über den Blog „altonabloggt“ begann führte nun bis zur Vorsprache einer Petition im Deutschen Bundestag: Inge Hannemann, von den Medien nur die „Hartz IV-Rebellin“ genannt, trug letzte Woche im Petitionsausschuss öffentlich ihre Petition zur Abschaffung von Hartz IV-Sanktionen vor. Ein gelungenes Beispiel für politischen Online-Aktivismus.<br />
Alles begann mit der Unzufriedenheit über eine Praxis, innerhalb der Inge Hannemann sich selbst bewegte. Seit 2005 arbeitete sie in verschiedenen Jobcentern und war zuletzt im Jobcenter Hamburg-Altona als <a href="http://www.taz.de/!116051/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arbeitsvermittlerin</a> beschäftigt. Sie will die unmenschliche Behandlung, die Erzeugung von Angst und existentieller Erpressung der Menschen in Jobcentern ändern, stößt aber auf die institutionellen Grenzen der Behörde für die sie arbeitet. Also fängt sie 2011 an öffentlich darüber zu schreiben, genauer: zu bloggen. Ihre Kritik veröffentlicht sie seit April 2012 zentral auf der Seite <a href="http://altonabloggt.wordpress.com/">„altonabloggt“</a>. Um mehr <a href="http://www.ndr.de/regional/hamburg/ingehannemann101.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Öffentlichkeit</a> zu erzeugen, verschärft sie Anfang 2013 den Ton. In einem öffentlichen Brief, der als <a href="http://altonabloggt.wordpress.com/2013/02/19/und-die-bundesagentur-fur-arbeit-schaut-zu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Brandbrief“</a> bekannt ist, greift sie die Bundesagentur für Arbeit direkt an: „Menschenunwürdiges und gedankenloses Handeln, wie es tagtäglich in den Jobcentern geschieht, macht krank. Bedrohungen, Angst vor Sanktionen und die Behandlung als Mensch zweiter, dritter, vierter Klasse durch die Jobcenter führen nicht in Arbeit, sondern in die totale Verweigerung, in ständige Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, in die Resignation, in die Wut bis zum Suizid.“</p>
<h3>Das „System Hartz IV“ als Verstoß gegen die demokratischen Grundrechte</h3>
<p>Was kritisiert Hannemann? Zunächst die gegen die Menschenwürde verstoßende Behandlung der Erwerbslosen, etwa die Idee der Schrittzähler für „faule“ Arbeitslose oder die Verlosung von Arbeitslosen auf dem Weihnachtsmarkt. Darüber hinaus die Leistungskürzungen bei nicht eingehaltenen Terminen, bei Zwangsmaßnahmen des Jobcenters oder nicht angenommenen Jobangeboten im Niedriglohnsektor. Durch Eingliederungszuschüsse für Arbeitgeber befördere der Staat kurzfristige, ausbeuterische Beschäftigungsformen in Zeitarbeitsfirmen und finanziere damit Armut, Niedriglöhne und moderne Sklavenarbeit. Der primäre Effekt dessen sei ein „Drehtüreffekt“, durch den Erwerbslose nach wenigen Monaten wieder auf Sozialleistungen angewiesen sind.<br />
Hannemann ist durchaus auch als Whistleblowerin anzusehen. Sie macht eine institutionelle Praxis öffentlich, die sonst nur die betroffenen Menschen tagtäglich erfahren, weist auf Missstände und Fehlentwicklungen hin. Dabei zitiert sie auch aus internen Weisungen und Dokumenten des Arbeitsalltags der Jobcenter. Als Beteiligte nimmt sie nicht nur diejenigen wahr, die auf Hilfeleistungen angewiesen sind, sondern auch die Mitarbeiter_innen der Jobcenter, die ihre Mitmenschen als Fall behandeln, in <a href="http://altonabloggt.wordpress.com/2014/02/07/fuhrungskompass-contra-menschlichkeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zahlen und Statistiken messen</a> und mit Sanktionen bestrafen müssen. Im April 2013 wird sie wegen ihrer Kritik und der Weigerung, bestimmte Sanktionen gegen Erwerbslose zu verhängen, vom Dienst suspendiert.<br />
Seit der „Freistellung“ von ihrem Arbeitsplatz ist Inge Hannemann eine gefragte Rednerin, hält viele Vorträge über das „Unrechtssystem Hartz IV“. Es finden sich unzählige Vollzeit-Videos mit ihren Vorträgen sowie <a href="http://thomasrinkl.de/inge-hannemann-hartz-iv-gewollte-armut/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interviews</a> bei <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=qZ_6rkjNiLY" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Youtube</a>. Im September 2013 wird ihr für politisches Engagement der <a href="http://www.taz.de/!123774/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">taz-Panter-Preis für Zivilcourage</a> verliehen.</p>
<h3>Die Abschaffung der Angst</h3>
<p>Hannemanns Mission und Vision ist die Abschaffung von Hartz IV. Aus der „Agenda 2010“ resultiere ein Machtgefälle zwischen Mitarbeiter_innen der Jobcenter und Erwerbslosen – Hilfeleistungen seien auch ohne „existentielle Erpressbarkeit“ möglich. In den Jobcentern hingegen bestehe ein <a href="http://altonabloggt.wordpress.com/2013/06/10/das-hartz-desaster-vorwort-inge-hannemann-zum-buch-von-norbert-wiersbin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„mit Schuld- und Schamgefühlen gepaartes Angstklima.“</a> Diese Praxis widerspreche den Grundrechten einer demokratischen Gesellschaft.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Hannemann-Hartz-IV-Abschaffen.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-138586 alignleft" alt="Hannemann-Hartz-IV-Abschaffen" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Hannemann-Hartz-IV-Abschaffen.jpg" width="242" height="240" /></a>Am 23.10.2013 setzt sie daher als ersten Schritt eine <a href="https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2013/_10/_23/Petition_46483.nc.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Petition zur Abschaffung der Hartz IV-Sanktionen</a> auf. Die Möglichkeit, eine öffentliche E-Petition über das mittlerweile erfolgreichste Internetangebot des Deutschen Bundestags zur Mitzeichnung zu stellen, besteht seit 2005. Dabei muss innerhalb von 4 Wochen ein Quorum von 50.000 Unterschriften erreicht werden, was kaum ohne Öffentlichkeitsarbeit gelingt. Deswegen werden in den letzten Jahren verstärkt <a href="http://www.collaboratory.de/images/e/ed/OpenGovFactsheet2Legislative20v1.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Soziale Netzwerke zur Verbreitung der Anliegen hinter E-Petitionen genutzt</a>. Schon seit dem 09. März 2013 ist Inge Hannemann auch bei <a href="https://www.facebook.com/IngeHannemann1?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> vertreten. Dort hat sie eine Community von mehr als 12.000 Menschen aufgebaut. Zur Petition gab es ab 20.11.2013 auch ein <a href="https://www.facebook.com/events/219953338178742/?ref=22" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Event</a>, das zur Unterstützung aufrief.<br />
Zusätzlich vernetzt sie sich stärker mit der gesellschaftlichen Bewegung gegen Hartz IV, die sich bereits seit ihrer Entlassung mit ihr solidarisiert hat: Ein Netzwerk aus Erwerbsloseninitiativen, Gewerkschaften, Mitglieder von Parteien sowie auf einen persönlichen und bundesweiten Unterstützer_innen-Kreis. Die Petition wird auch als <a href="http://altonabloggt.wordpress.com/2013/12/11/wir-sammeln-fur-eine-demokratie-und-menschenwurde-petition-zur-abschaffung-von-sanktionen-bei-hartz-iv-und-grundsicherung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unterschriftenliste</a> verbreitet und Hannemann sammelt selbst Unterschriften vor den Jobcentern der Bundesrepublik. Die Petition erreicht über 90.000 Unterschriften, <a href="http://altonabloggt.wordpress.com/2013/12/20/petition-zur-abschaffung-sanktionen-hartz-iv-und-grundsicherung-erreicht-mehr-als-90-000-stimmen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">55.271 Stimmen wurden online, 34.515 offline abgegeben</a>. Ohne die Möglichkeit der Onlineabstimmung, hätte sie also vermutlich das Quorum nicht erreicht.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/bild_pet-kopie-21.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-138661 alignright" alt="bild_pet-kopie-21" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/bild_pet-kopie-21.jpg" width="292" height="199" /></a><br />
Letzte Woche Montag, am 17.03.2014, sprach sie nun in einer <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2014/49840366_kw12_pa_petitionen_hartz_IV_sanktionen/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">öffentlichen Sitzung des Petitionsausschuss</a> zu ihrer Petition vor. Der Ausschuss wird in der nächsten Sitzung darüber entscheiden, ob die Petition im Bundestag behandelt wird. Der parlamentarischen Staatssekretärin des Ministeriums für Arbeit und Energie zufolge, steht die Regierung der Abschaffung von Sanktionen weiterhin ablehnend gegenüber. Hannemann macht indessen weiter mit ihrer <a href="http://altonabloggt.wordpress.com/2014/03/21/worte-zur-anhorung-im-petitionsausschuss-berlin-17-marz-2014/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kritik</a>. Frei nach dem Motto, unter dem die Verleihung des Clara-Zetkin-Frauen-Preises steht, der ihr von der <a href="http://www.die-linke.de/politik/frauen/clara-zetkin-frauenpreis/clara-zetkin-frauenpreis-2014/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Partei DIE LINKE 2014</a> verliehen wurde: <a href="http://altonabloggt.wordpress.com/2014/03/08/clara-zetkin-preis-2014/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Erst recht“</a>.<br />
Bilder: oben: <a href="http://altonabloggt.files.wordpress.com/2014/03/clara_zetikin.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">altonabloggt</a>/Facebook-Seite <a href="https://www.facebook.com/IngeHannemann1?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Inge Hannemann</a> sowie Facebook Event: <a href="https://www.facebook.com/events/219953338178742/?ref=22" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Abschaffung der Sanktionen und Leistungseinschränkungen“</a><br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /><br />
&nbsp;</p>
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		<title>„Best of Online Activism“: Blogs in 14 Sprachen können sich für Auszeichnung bewerben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2014 14:31:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bereits zum zehnten Mal zeichnet die Deutsche Welle gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen Webseiten und Blogs aus, die sich im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px.png"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-137250" alt="Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px-630x229.png" width="630" height="229" /></a>Bereits zum zehnten Mal zeichnet die Deutsche Welle gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen Webseiten und Blogs aus, die sich im Netz herausragend für Meinungsfreiheit, Menschenrechte und die Zivilgesellschaft einsetzen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 5. März.<br />
Aktivismus kann vieles heißen. Meist ist es zunächst die Haltung, etwas nicht hinnehmen zu wollen, die zum Aktivismus führt. Politischer Aktivismus will in der Regel bestimmten Zielen zur Durchsetzung verhelfen, etwas am Status Quo ändern. Im Internet gibt es zudem speziellere Formen des Aktivismus, etwa den sogenannten <a href="http://www.clicktivist.org/what-is-clicktivism/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Clicktivism</a>, bei dem außer Klicken im Grunde nicht viel zu tun ist. Doch es gibt auch online durchaus Formen des Aktivismus, bei denen eigene Initiativen gefragt sind.<br />
Solche werden nun zum zehnten Mal bei den <a href="https://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bob Awards</a> der Deutschen Welle in Kooperation mit Reporter ohne Grenzen ausgezeichnet. Die Jubiläumsausgabe der Bobs läuft noch bis zum 5. März. Bewerben können sich Projekte in 14 Sprachen. Die „Best of Online Activism“-Awards konzentrieren sich auf Webseiten, <a href="https://thebobs.com/deutsch/uber-die-bobs/219-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„die im Sinne der Meinungsfreiheit den offenen Diskurs im Internet vorantreiben und bereichern.“</a><br />
In den vergangenen Jahren wurden immer wieder internationale Blogger_innen ausgezeichnet, die kritisch über die gesellschaftliche Lage in ihren oft autokratisch geprägten Ländern berichten, und kritische Einblicke in die Gesellschaft vermitteln, die infolge staatlicher Zensur oder althergebrachter Mediensysteme sonst nicht sichtbar werden. Im Jahr 2013 wurde etwa das Blog der togolesischen Menschenrechtsaktivstin <a href="http://fabbikouassi.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fabbi Kouassi</a> ausgezeichnet, ebenso wie das Projekt des chinesischen Bloggers <a href="http://blog.sina.com.cn/lichengpeng" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Li Chengpeng</a>, sowie der Podcast von <a href="https://soundcloud.com/ichripodcasts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kambiz Hosseini</a>, der die aktuelle Lage der Menschenrechte im Iran thematisiert.<br />
Vorschläge für in diesem Sinne aktivistische Blogs, Facebook-Seiten, Youtube-Channels, Microblogs, Podcasts oder News-Seiten können auch online vorgeschlagen werden. Die Gewinner_innen werden von einer internationalen Jury ausgewählt, am 7. Mai bekannt gegeben und zur Preisverleihung zum <a href="http://www.dw.de/global-media-forum/home/s-30956" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Global Media Forum</a> in Bonn (30. Juni bis 2. Juli) eingeladen. Zusätzlich wird es eine Online-Abstimmung geben.<br />
Bild: <a href="https://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle / The Bobs</a><br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /><br />
&nbsp;</p>
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