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	<title>Künstliche Befruchtung &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Künstliche Befruchtung &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#8220;Ich persönlich bin der Meinung, dass der Wehrdienst ausgesetzt werden sollte und glaube, dass die damit verbund</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotich_persoenlich_bin_der_meinung_dass_der_wehrdienst_ausgesetzt_werden_sollte_und_glaube_dass_die_-301/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[espies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>
		<category><![CDATA[Wehrpflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Befruchtung]]></category>
		<category><![CDATA[Renate Schmidt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/rschmidt.gif" alt="Renate Schmidt" align="left" border="0" height="108" width="89" />Renate 
Schmidt</b><b>, Familienministerin (SPD), </b><b>war am 03. 
Juni 2003 zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de 
im ARD-Hauptstadtstudio</b></span>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/rschmidt.gif" alt="Renate Schmidt" align="left" border="0" height="108" width="89" />Renate<br />
Schmidt</b><b>, Familienministerin (SPD), </b><b>war am 03.<br />
Juni 2003 zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
im ARD-Hauptstadtstudio</b></span>.<!--break--> <br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"></p>
<p><b>Moderator: </b>Herzlich willkommen im tacheles.02-Chat. tacheles.02<br />
ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt<br />
von tagesspiegel.de. Die Bundesfamilienministerin und stellvertretende<br />
SPD-Vorsitzende Renate Schmidt ist heute im ARD-Hauptstadtstudio unser<br />
Chat-Gast. Frau Schmidt, sind Sie bereit für den 60-Minuten-Chat<br />
mit unseren Usern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Ja!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>nevaplus:</b> Frau<br />
Schmidt, Sie waren einmal Betriebsrätin und kennen vermutlich die<br />
Sorgen und Nöte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Frage: Veränderungen<br />
sind nötig; doch dürfen sie Ihrer Meinung nach überwiegend<br />
zu Lasten von Beschäftigten, Rentner und Arbeitslosen &#8211; wie jetzt<br />
geplant ohne einen Beitrag der Vermögenden in unserem Land &#8211; durchgesetzt<br />
werden? Wo bleibt die noch im Wahlkampf von der SPD versprochene Soziale<br />
Gerechtigkeit bei der Agenda 2010?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Ich finde, dass es nicht gerecht ist, wenn man älteren Arbeitslosen<br />
32 Monate Arbeitslosengeld zahlt und damit Anreize schafft für den<br />
Arbeitgeber, sich möglichst kostengünstig zu Lasten der Sozialkassen<br />
ihrer zu entledigen. Deshalb ist es richtig, das zu verändern, wenn<br />
man gleichzeitig sicherstellt, dass diejenigen, die dann immer noch ohne<br />
Job dastehen, ein Angebot bekommen. Genau das wollen wir tun. Was die<br />
Rentner betrifft, müssen wir einfach sehen, dass wir eine dramatisch<br />
schlechte Alterstruktur in Deutschland haben. Die Lebenserwartung steigt,<br />
Gott sei Dank. Aber das Renteneintrittsalter liegt deutlich unter dem<br />
gesetzlich vorgesehenen von 65 Jahren &#8211; nämlich bei 60, d.h. für<br />
einen immer längeren Zeitraum müssen die Renten finanziert werden.<br />
Das wird auf Dauer nicht gehen. Deshalb ist es richtig, dass ab 2011 das<br />
Eintrittsalter in die Rente auch im Gesetz steigen wird und in der Zwischenzeit<br />
die Rentensteigerungen nicht ganz so hoch sein werden, wie wir es uns<br />
mal vorgenommen haben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>über_allem:</b><br />
Frau Schmidt. Unser Kanzler hat ja beim Parteitag der SPD ein hervorragendes<br />
Votum für seine Politik bekommen. Sehen Sie die Position des Kanzler<br />
gestärkt und steht die Partei jetzt vereint hinter dem Kanzler? War<br />
diese Entscheidung der Delegierten die Entscheidung für die Agenda<br />
oder sehen Sie Probleme, die Agenda jetzt im Bundestag durchzusetzen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Es war eine Entscheidung für die Agenda und ich gehe davon aus, dass<br />
diejenigen in der Fraktion, die sie bisher kritisiert haben, dieses eindeutige<br />
Votum respektieren werden und dann der Agenda und den Gesetzen, die daraus<br />
folgen, auch zustimmen werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>nevaplus:</b> Die<br />
Post hat ca. 120.000 Arbeitsplätze vernichtet und setzt diese sogenannte<br />
Personalanpassung fort. Was tun Sie als Mitglied dieser Bundesregierung<br />
konkret gegen den Abbau von Arbeitsplätzen bei der Post und damit<br />
für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Die Post ist in der Zwischenzeit ein privatisiertes Unternehmen. Die Bundesregierung<br />
sitzt zwar im Aufsichtsrat, hat aber rein gesetzlich gar nicht die Möglichkeit,<br />
Unternehmensentscheidungen zu beeinflussen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Zum Thema Wehrpflicht gibt es viele Fragen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>zivi-1:</b> Warum<br />
halten Sie am Wehrdienst fest? Wer bedroht uns und ist das nicht ineffektiv<br />
und teuer?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Ich persönlich bin der Meinung, dass der Wehrdienst ausgesetzt werden<br />
sollte und glaube, dass die damit verbundenen Probleme sowohl bei der<br />
Bundeswehr als auch beim Zivildienst lösbar sind. Meine Partei und<br />
die SPD-Fraktion sind mit großer Mehrheit anderer Auffassung. Wir<br />
werden die Entscheidung darüber am 1.Juli treffen. Ich bin allerdings<br />
überzeugt davon, dass auf eine mittlere Sicht gesehen &#8211; auch angesichts<br />
der Tatsache, dass um uns herum überwiegend Berufsarmeen installiert<br />
werden &#8211; auch bei uns die Wehrpflicht eher ein Auslaufmodell ist. Als<br />
Bundesministerin werde ich natürlich die Entscheidungen der Fraktion<br />
und des Kabinetts respektieren und umsetzen. Wichtig ist mir, dass junge<br />
Leute beiderlei Geschlechts einen Dienst an der Gesellschaft leisten.<br />
Deshalb habe ich auch eine Kommission zur Zukunft von Zivildienst und<br />
freiwilligen Diensten eingerichtet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>petermann25:</b><br />
Dann sind Sie anderer Meinung als Struck?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
In diesem Fall ja, obwohl wir sehr gut zusammenarbeiten, und dies kein<br />
verbissener Streit ist sondern einen Auseinandersetzung um die beste Lösung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>zivi-1:</b> Fortentwicklung<br />
des freiwilligen sozialen Jahres, klingt gut, aber bei der Staatsverdrossenheit<br />
kein leichtes Spiel? Der Staat nimmt durch immer mehr Steuern, warum soll<br />
ich da geben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Weil der Staat wir alle sind und wenn wir alle Aufgaben auf den Staat<br />
verlagern, wird die Steuerlast immer größer. Wir brauchen mehr<br />
Eigenverantwortung, mehr ehrenamtliches Engagement, mehr Nachbarschaftshilfe<br />
und müssen schauen, welche Probleme wir selber lösen können,<br />
bevor wir nach dem Staat rufen. Wenn das viele tun, werden auch Steuerlasten<br />
sinken können.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>samariter:</b><br />
Sie sagen: Der Zivildienst sei keine Begründung für eine weitere<br />
Existenz der Wehrpflicht. Aber können die Wohlfahrtsverbände<br />
auf die billigen Arbeitskräfte verzichten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Im Zivildienstgesetz steht, dass der Zivildienst arbeitsmarktneutral sein<br />
muss und Zivildienstleistende nur für Aufgaben eingesetzt werden<br />
dürfen, die nicht zwingend notwendig sind. Ich weiß natürlich,<br />
dass das so nicht überall der Fall ist. Aber es gibt natürlich<br />
Lösungen, falls die Wehrpflicht ausgesetzt würde, wie man die<br />
Zivildienstleistenden durch reguläre Arbeitskräfte ersetzen<br />
könnte. Allerdings brauchen die Wohlfahrtsorganisationen und die<br />
anderen Träger endliche Planungssicherheit. Und deshalb brauchen<br />
wir eine schnelle Entscheidung. Es bleibt aber dabei, dass der Zivildienst<br />
nicht die Begründung der Wehrpflicht bedeuten kann. Der Zivildienst<br />
ist eine Konsequenz der Wehrpflicht und kann nur bleiben, wenn wir die<br />
Wehrpflicht tatsächlich noch benötigen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>offizier:</b> Wehrpflicht<br />
und Zivildienst sollten die gleiche Dauer haben. Warum plötzlich<br />
diese Kehrtwendung? Früher war der Zivildienst immer länger.<br />
Wer geht da noch zum Bund?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Der eine Monat ist schon längst keine &quot;Abschreckung&quot; mehr.<br />
Es gibt im Moment pro Geburtsjahrgang jeweils die Hälfte Bundeswehr-<br />
und Zivildienstleistende. Dies wird sich auch bei gleicher Dauer von Zivildienst<br />
und Wehrdienst nicht verändern.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>rurupro:</b> Wenn<br />
man die Wehrpflicht abschafft und ein Soziales Jahr für Frauen und<br />
Männer einführt, dann wäre dies doch viel sinnvoller und<br />
gerechter, oder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Wir haben uns in unserer Verfassung verpflichtet, keinen sogenannten Zwangsdienst<br />
einzuführen und wir sind auch in internationalen Vereinbarungen vertraglich<br />
gebunden, dies nicht zu tun. Es gibt meines Wissens nur zwei Länder<br />
auf der Welt, die einen solchen Zwangsdienst kennen. Beides sind Diktaturen.<br />
Ich möchte aber nicht missverstanden werden, auf freiwilliger Ebene<br />
halte ich für beide Geschlechter einen solchen Dienst für richtig<br />
und sinnvoll!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>petermann25:</b><br />
Wenn es beim Wehrdienst bliebe, wolle man rasch entscheiden, wie lange<br />
dieser dann dauern solle. Ja wie lange denn?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Dies wird sich nicht nach den Bedürfnissen meines Ministeriums richten,<br />
<br />
sondern nach den Bedürfnissen der Bundeswehr. Hier gibt es unterschiedliche<br />
Äußerungen. Die Verabredung ist, bis zum Jahresende auch Klarheit<br />
über die Dauer des Wehrdienstes zu haben. Die gleiche Dauer wird<br />
dann auch für den Zivildienst gelten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Kommen wir zu einem weiteren Thema &#8211; die künstliche Befruchtung erregt<br />
die Gemüter.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jana:</b> Wie sehen<br />
Sie die Abschaffung der künstlichen Befruchtung?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:<br />
</b>Die künstliche Befruchtung wird natürlich nicht abgeschafft,<br />
die Möglichkeit besteht nach wie vor &#8211; allerdings wird sie nicht<br />
mehr von der gesetzlichen Krankenkasse finanziert. Dies ist für mich<br />
sicher eine schwierige Entscheidung gewesen. In der Abwägung, was<br />
aber wirklich zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen gehen muss und<br />
was nicht und damit zu Lasten der Beiträge von Arbeitnehmern und<br />
-gebern, ist die Entscheidung meines Erachtens nachzuvollziehen, das dies<br />
mit der Grundidee der gesetzlichen Krankenversicherung nichts zu tun hat.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dini:</b> Sind<br />
Sie auch der Meinung, dass die Streichung der Kostenübernahme der<br />
künstlichen Befruchtung die KK wirklich entlastet? Nachweislich handelt<br />
es hierbei um ca. 0,1% der Gesamtkosten, für die betroffenen (kranken<br />
!) Paare sind die Beträge aber teilweise unerschwinglich. Und das<br />
in einer Gesellschaft, in der immer mehr von &quot;Vergreisung&quot; die<br />
Rede ist?!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Es ist sicherlich richtig, dass das jetzt nicht der große Brocken<br />
in der Krankenversicherung ist. Aber auch andere Dinge, die gestrichen<br />
werden mussten, wie z.B. das Sterbegeld, machen auch allein für sich<br />
gesehen nicht soviel aus. Zusammengenommen werden wir es aber durch die<br />
Herausnahme von Leistungen, die entweder über Steuern finanziert<br />
werden oder gar nicht mehr bezahlt werden, schaffen, auf mittlere Sicht<br />
den Krankenversicherungsbeitrag zu senken.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Andreas:</b> Warum<br />
werden Schwangerschaftsabbruch, Verhütung etc. aus Steuergeldern<br />
gezahlt und Kinderwunsch nicht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Verhütung wird nicht aus Steuergeldern gezahlt. Schwangerschaftsabbrüche<br />
auch nicht immer. Weil ersteres in jedem Fall zur Privatsphäre gehört<br />
und es keinen Grund gibt, dieses über Beiträge zu finanzieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Heiko:</b> Ist<br />
das nicht sogar ein Verlustgeschäft? Weniger Geburten &#8211; weniger Einnahmen<br />
an Mehrwertsteuer für Kinderprodukte, weniger neue Steuerzahler?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Wir sollten jetzt nicht so tun, als ob die Masse der Kinder über<br />
künstliche Befruchtung zur Welt kommt. Vorhin ist richtigerweise<br />
auf den Betrag von 0,1% hingewiesen worden. Das zeigt, dass die Zahl der<br />
Geburten über diese Maßnahme nicht wesentlich steigen wird.<br />
Ich bin außerdem der Überzeugung, dass Paare, für die<br />
der Kinderwunsch so dringend ist, dass sie diese wahrhaftig nicht angenehme<br />
und psychisch belastende Prozedur auf sich nehmen, in vielen Fällen<br />
dies auch selber finanzieren werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Justine:</b> Sterbegeld<br />
macht die Toten nicht lebendig &#8211; aber wir brauchen neue Kinder. Im Moment<br />
sind es 12.000 Kinder, die pro Jahr durch IVF oder ICSI entstehen, das<br />
könnte allein den Jahresrentenbetrag jedes Einzelnen um 300 Euro<br />
aufbessern. Warum ist man da so kurzsichtig?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Renate Schmidt:</b> Diese Berechnungen sind leider sehr theoretisch.<br />
Nicht aus jedem Kind &#8211; egal ob über künstliche Befruchtung oder<br />
auf dem üblichen Weg entstanden &#8211; wird ein künftiger Rentenbeitragszahler.<br />
Aus manchen werden nicht rentenbeitragszahlende Beamte, aus anderen Selbständige,<br />
aus dritten leider vielleicht Sozialhilfeempfänger. Diese Rechnung<br />
ist so nicht haltbar. Und ich betone nochmals: vielleicht wird die Zahl<br />
der Geburten auf diesem Weg abnehmen, aber garantiert nicht auf null.<br />
Denn in anderen Ländern werden die Kosten auch nicht vom Staat oder<br />
von den Krankenversicherungen übernommen. Länder, in denen die<br />
Zahl der Geburten über künstliche Befruchtung auch höher<br />
sind als bei uns, z.B. die USA.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Kommen wir zu einem anderen Aspekt der Familienpolitik. Kürzlich<br />
ist der dritte Girlsday erfolgreich zu Ende gegangen. Dazu eine ganz spezielle<br />
Frage.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>joachim2003:</b><br />
10. Frage: Gibt es neben dem Girlsday auch mal den Boysday, um Jungs auch<br />
einen Einblick in Berufe zu ermöglichen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Natürlich gibt es das. Und ich hoffe, an allen Schulen und nicht<br />
nur einmal im Jahr. <br />
Außerdem geht es bei dem girlsday darum, dass Mädchen in Berufe<br />
Einblicke gewinnen, in denen sie bisher absolut unterrepräsentiert<br />
sind. Also vor allen Dingen in technisch orientierten Berufen. <br />
Einige Schulen haben jetzt für die Jungen an diesem Tag ebenfalls<br />
Möglichkeiten angeboten, sich mit Berufen auseinander zusetzen, in<br />
denen sie unterrepräsentiert sind, z. B. Erzieher in Kindergärten,<br />
Altenpflege und andere soziale Berufe, in denen es teilweise Männer<br />
nur in seltenen Ausnahmefällen gibt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Trotzdem gibt es vor allem bei Frauen Probleme, Arbeit und Familie unter<br />
einen Hut zu bringen. Was muss über den Girlsday hinaus auf diesem<br />
Gebiet passieren?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Eine ganze Menge. Wir sind in diesen Fragen leider Entwicklungsland, innerhalb<br />
der europäischen Union, aber auch darüber hinaus. Und die Tatsache,<br />
dass wir bei der Geburtenrate in Deutschland an der 180. Stelle von 191<br />
Staaten liegen, hat ihre Ursache vor allen Dingen darin, dass die am besten<br />
ausgebildete Frauengeneration, die es jemals in Deutschland gab, eine<br />
geringe Chance hat, ihre Ausbildung auch beruflich zu nutzen und dennoch<br />
Kinder haben zu können. Deshalb brauchen wir mehr und bessere Kinderbetreuungseinrichtungen,<br />
aber auch bessere Arbeitsmöglichkeiten. Ich bin dabei, beides auf<br />
den Weg zu bringen. Einmal dadurch, dass die vier Milliarden jetzt für<br />
Ganztagsschulen investiert werden, und ab Ende 2004 1, 5 Milliarden Euro<br />
für die Betreuung für die Kleinsten, die unter-3-Jährigen.<br />
Außerdem habe ich mit Unternehmensverbänden und Gewerkschaften<br />
eine Allianz für die Familien gegründet, mit dem Ziel, familienfreundliche<br />
Arbeitsbedingungen anzubieten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Günter Dantrimont:</b><br />
Ist es nicht illusorisch, 100%ige berufliche Gleichberechtigung ohne familiäre<br />
Gleichberechtigung erreichen zu wollen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Wir brauchen beides. Wir brauchen echte Partnerschaft in der Familie und<br />
gleiche Chancen und Pflichten im Beruf. Das heißt, die Väter<br />
müssen sich mehr in der konkreten Arbeit für die Familie aber<br />
auch im Haushalt engagieren und die Frauen werden mehr dazu beitragen,<br />
das Familieneinkommen zu sichern. Das erstere kann man nun garantiert<br />
nicht gesetzlich vorschreiben. Aber man kann dafür sorgen, dass die<br />
Arbeitgeber die Inanspruchnahme von Teilzeitbeschäftigung eines Vaters<br />
nicht als karriereschädlich bewerten, sondern als positive Erweiterung<br />
seines Horizonts.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Warum gibt es aber immer noch so wenig Frauen in Toppositionen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Aus dem gerade geschilderten Grund. Nachdem Frauen keine Übermenschen<br />
sind, und sie in Deutschland über Jahrzehnte hinweg mit der Betreuung<br />
der Kinder wesentlich alleingelassen worden sind, ziehen die Männer<br />
in der Zeit, wo sie sich um die Kinder kümmern, beruflich an ihnen<br />
vorbei. Und wenn sie dann wieder in den Beruf einsteigen, haben sie ihre<br />
persönliche Karrierechancen verpasst. Genau das möchte ich durch<br />
die geschilderten Maßnahmen ändern.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>isuvwb:</b> Wie<br />
sehen Sie Home Arbeit am Computer, per Internet, dazu ??</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Es gibt sehr viele Möglichkeiten, die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit<br />
und Kindern zu verbessern. Für mich gehört Dezentralisierung<br />
von Arbeit und damit auch Telearbeit dazu. In nicht wenigen Betrieben<br />
wird das bereits praktiziert und zwar zum Vorteil von allen und in diesen<br />
Fällen übrigens auch zum Vorteil einer nicht geringen Zahl von<br />
Männern.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Einfache, aber wichtige Frage:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christine:</b><br />
Warum verdienen Frauen weniger als Männer?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Wir sind immer wieder beim selben Grund: Wenn heute Frauen und Männer<br />
in den Beruf einsteigen, beträgt der durchschnittliche Einkommensabstand<br />
rund 10% zu Lasten der Frauen. <br />
Dies liegt vor allem daran, dass Frauen sehr viel häufiger die schlechter<br />
bezahlten Berufe wählen und sehr viel seltener in die gut bezahlten<br />
technischen Berufe gehen. Siehe unsere Diskussion zum Girlsday. Dieser<br />
Einkommensabstand wächst dann mit zunehmendem Alter der Frauen auf<br />
heute bis zu 30 % und hat seine Ursache in der häufigeren Unterbrechung<br />
der Erwerbstätigkeit von Frauen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Kathrin: </b>Guten<br />
Tag Frau Schmidt! Zum Thema Familienfreundlichkeit deutscher Unternehmen:<br />
Was wird Ihr Ministerium in Zukunft dafür tun, um familienorientierte<br />
Personalpolitik zu fördern? Mich interessiert im besonderen, ob es<br />
gemeinsame Initiativen mit der Wirtschaft in diesem Bereich gibt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:<br />
</b>Genau diese haben wir angeleiert. Die Unternehmensorganisationen haben<br />
ein so genanntes Familien-Monitoring vor wenigen Wochen begonnen. Das<br />
heißt, 10.000 Unternehmen werden auf unsere Bitte hin befragt, welche<br />
familien- und frauenfreundliche Maßnahmen sie in ihren Betrieben<br />
getroffen haben. So etwas hat es bisher in Deutschland noch nicht gegeben.<br />
Die Ergebnisse werden im Oktober vorgestellt. Und wir haben dann vor Ministerium,<br />
Arbeitgeber und Gewerkschaften, gemeinsam daraus Schlüsse zu ziehen<br />
und Empfehlungen abzugeben. Darüber hinaus habe ich das Prognos-Institut<br />
beauftragt, den betriebswirtschaftlichen Vorteil von derartigen Maßnahmen<br />
zu berechnen, anhand von konkreten Unternehmen, kleinen, mittleren und<br />
großen, die so etwas schon praktizieren. Diese Ergebnisse werde<br />
ich ebenfalls vor Unternehmern dann öffentlich machen. Zum dritten<br />
haben wir uns vorgenommen, so genannte lokale Bündnisse für<br />
Familien zu installieren, wo alle Verantwortlichen in einer Kommune &#8211;<br />
Arbeitgeber, Gewerkschaften, Wohlfahrtsorganisation, Kirchen und andere<br />
&#8211; zusammenkommen, um konkrete Maßnahmen zu mehr Familienfreundlichkeit<br />
zu ergreifen. Dies fürs Erste, mehr Platz habe ich nicht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Politik praktisch umgesetzt? Dazu die folgende Frage zu Teilzeitarbeit<br />
oder Kinderbetreuung?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>isuvwb:</b> Bieten<br />
Sie in &quot;ihrem&quot; Ministerium Eltern diese Möglichkeit?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
In einem ganz großen Ausmaß. Wir sind auch nach dem Urteil<br />
anderer hier vorbildlich. Die hohe Geburtenrate in meinem Ministerium<br />
bestätigt, dass solche Maßnahmen wirken.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>WildCard:</b> Welche<br />
Maßnahmen ergreifen Unternehmen denn heutzutage schon zu diesem<br />
Zweck, außer einer Quotenregelung?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Eine Quotenregelung ist in diesem Fall überhaupt nicht sinnvoll.<br />
Es gibt Unternehmen, die haben besondere Wiedereinstiegsprogramme, bieten<br />
Frauen die Möglichkeit, während der Familienphase Kontakt zum<br />
Beruf zu halten, haben besondere Teilzeitmodelle, ermuntern Väter,<br />
Elternzeit in Anspruch zu nehmen, haben besondere Förderprogramme,<br />
um Frauen in Führungspositionen zu bringen (vor allem dann, wenn<br />
sie zusätzliche Familienpflichten haben) und bieten Betreuungsmöglichkeiten<br />
im Betrieb an oder kaufen sich in öffentliche Betreuungseinrichtungen<br />
für ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein. Hierzu gibt es konkrete,<br />
so genannte best-practice Beispiele. Die müssen publik werden und<br />
es muss deutlich werden, dass die nicht nur Kosten verursachen, sondern<br />
auch betriebswirtschaftlich etwas bringen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Schönfelder:</b><br />
Man könnte aber gesetzlich verbieten, dass Frauen weniger verdienen,<br />
indem entsprechende Arbeitsverträge unwirksam sind.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:<br />
</b>Frauen verdienen ja nicht weniger: bei gleicher Tätigkeit, gleicher<br />
Qualifikation und gleicher Berufserfahrung wird es sehr schwer nachzuweisen<br />
sein, dass es tatsächlich in nennenswertem Umfang (von Einzelfällen<br />
abgesehen) eine ungleiche Bezahlung gibt.<br />
Nur leider hapert es im Regelfall daran, dass es wegen der häufigeren<br />
Unterbrechung der Erwerbstätigkeit eben nicht die gleiche Berufserfahrung<br />
ist, und es häufig auch nicht die gleichen Tätigkeiten sind.<br />
Ansonsten ist Lohndiskriminierung auch heute schon bei uns verboten. Und<br />
jede Frau hat die besten Chancen einen Klage zu gewinnen, wenn es eine<br />
ungleiche Bezahlung bei sonst gleichen Voraussetzungen gibt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Neues Thema!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>matheo: </b>da<br />
wir gerade beim Thema Familie sind. Wie sehen Sie den von der Opposition<br />
befürchteten Verfall der Familie gegenüber den gleichgeschlechtlichen<br />
Paaren und was gedenken Sie der &quot;Homoehe&quot; an weiteren Rechten<br />
zuzugestehen???</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:<br />
</b>Ich sehe keinen Verfall der Familie. Im Gegenteil: Familie ist derzeit<br />
&quot;in&quot; wie nie.<br />
Die Wertschätzung der Familie liegt heute bei rund 90% in allen Altersgruppen<br />
&#8211; gegenüber der angeblich so heilen Welt der 50er Jahre ein deutliche<br />
Steigerung, damals waren es gerade einmal<br />
50%, die Familie für wichtig oder sehr wichtig hielten. Was die Frage<br />
der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften betrifft, haben wir das, was<br />
ohne Zustimmung des Bundesrates möglich war,<br />
auf den Weg gebracht. Bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen<br />
sind weitere Veränderungen <br />
nicht durchsetzbar.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Wenn wir schon so viel über neue Jobs reden&#8230;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michelle:</b> Hallo<br />
Frau Renate Schmidt! ich bin zwar erst 17 Jahre alt und ich mag sie sehr!<br />
Würden sie bitte für das Amt als &quot;Bundespräsidentin&quot;<br />
plädieren?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Also die Ministerin soll sich wohl für das Amt bewerben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Ich bin jetzt 42 Jahre lang erwerbstätig, in mindestens drei sehr<br />
unterschiedlichen Berufen. Für mich sehr überraschend, hat mich<br />
der Bundeskanzler gebeten, als Familienministerin in sein Kabinett einzutreten.<br />
Diese Aufgabe mache ich gerne und möchte auch etwas erreichen. Das<br />
ist aber in einem Zeitraum bis zur nächsten Bundespräsident(innen)wahl<br />
gar nicht möglich. Deshalb bleibe ich Bundesministerin für Familie,<br />
Senioren, Frauen und Jugend. Außerdem kommt noch was ganz wichtiges<br />
dazu: Wie ich dieses Amt angenommen im letzten Oktober habe, habe ich<br />
mit meinem Mann gesprochen und ich habe ihm versprochen, dass das jetzt<br />
das letzte Mal ist, dass sich unser Berufs- und Familienleben nach meinen<br />
Bedürfnissen richtet. Ich werde also nicht kandidieren und mein Versprechen<br />
gegenüber meinem Mann halten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Liebe Politik-Interessierte, eine Stunde ist vorbei. Vielen Dank für<br />
Ihre Fragen, vielen Dank Frau Schmidt, dass Sie ins ARD-Hauptstadtstudio<br />
gekommen sind. Dank auch an unsere User. Wir freuen uns, wenn Sie beim<br />
nächsten Chat wieder dabei sind. Einen schönen Abend wünscht<br />
das tacheles.02-Team.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renate Schmidt:</b><br />
Einen wunderschönen Abend, ich hoffe, ihr schwitzt nicht so wie ich.<br />
Ich muss jetzt noch zu &quot;Vorsicht Friedmann&quot;.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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