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	<title>Kunst &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Kunst statt Angst:  A FIELD GUIDE TO THE SNOWDEN FILES</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Sep 2017 10:01:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<category><![CDATA[Edward Snowden]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Jahr 2013 enthüllte der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden das Ausmaß der Überwachung von Einzelpersonen durch die US-Regierung. Mit den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Facebook_Initiative_Fotor.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-148341 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/snowden-skaliert.png" alt="Facebook Initiative Gisela Giardino CC by SA 2.0 via flickr" width="640" height="280" /></a>Im Jahr 2013 enthüllte der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden das Ausmaß der Überwachung von Einzelpersonen durch die US-Regierung. Mit den Enthüllungen einher ging ein öffentlicher Diskurs über die Reichweite der Überwachung durch staatliche Akteure. Gleichbedeutend damit war aber auch eine Angst über das Ausmaß der bisherigen Überwachung. In aktuellen Buch A FIELD GUIDE TO THE SNOWDEN FILES finden die Autoren Magdalena Taube und Krystian Woznicki einen künstlerischen Zugang zu den Snowden Files.</p>
<h3>Das Gefühl: Angst</h3>
<p>„Bürger könnten zwar, wollen aber nicht unbedingt auf die Snowden Files zugreifen“, so Magdalena Taube über ihre aktuelle Buchveröffentlichung. Bereits bei mehreren Verlagen scheiterten die beiden Autoren Taube und Woznicki mit ihrer Idee, die Snowden Files einer Veröffentlichung zugänglich zu machen. Was sich hinter dieser Distanz gegenüber den Snowden Dateien verbirgt, ist ein tiefes Gefühl der Verunsicherung und Angst. Beides konzentriert sich in einer Repression und Vermeidung der durch die Snowden Files zu Tage gekommenen Informationen.</p>
<p>Das von Taube beschriebene Gefühl der Angst im Umgang mit den Snowden Files resultiert letztlich in einem Paradoxon. Das öffentliche Interesse und der Zugang zu den Snowden Files scheitern an der Angst vor den damit einhergehenden Konsequenzen. Dabei ist gerade die Aufgabe der Dateien das zu tun: den Staat und seine Methoden bloßstellen, den Bürger sensibel machen und aufrütteln. In den Snowden Files fixiert sich wie in kaum einer anderen Veröffentlichung der letzten Jahre der Zusammenhang zwischen Wissen und Macht. Das durch die Ausspähung der Bürger gewonnene Wissen bedingt eine Kontrolle über den Bürger in sozialer, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Der Bürger steht dem nicht nur unwissend, sondern gerade deshalb auch machtlos gegenüber. Es findet eine Kontrolle, Eingrenzung und Verengung durch den Staat statt, ausgelöst durch die asymmetrisch verteilten Informationen. Durch die ausgespähten Informationen wird Macht produziert und schließlich reproduziert.</p>
<h3>Kunst: Konfrontieren</h3>
<p>„Erst durch den künstlerischen Zugang wurde die mit den Snowden Akten zusammenhängende Angst genommen“. In dem Kunstband A FIELD GUIDE TO THE SNOWDEN FILES zeugen die Arbeiten von verschiedenen Künstlern wie u.a. Zeljko Blace, Corinna Haas, Colnate Group, Naomi Colvin, Christoph Hochhäusler, M.C. McGrath, Henrik Moltke, SAZAE bot oder Andi Weiland von der Auseinandersetzung mit den Snowden Files. Die Arbeiten sind manchmal humorvoll, irritierend, verstörend in jedem Fall aber konfrontierend.</p>
<figure id="attachment_140620" aria-describedby="caption-attachment-140620" style="width: 213px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Cover_Partizipationskulturen.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-140620  " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/snowden111.png" alt="12109-7_Einspänner.indd" width="213" height="308" /></a><figcaption id="caption-attachment-140620" class="wp-caption-text">A FIELD GUIDE TO THE SNOWDEN FILES / Media, Arts, Archives 2013-2017 / Ed. Magdalena Taube and Krystian Woznicki / DIAMONDPAPER 2017 / ISBN 978-3-9817925-1-5 / SIGNALS. An Exhibition of the Snowden Files – in Art, Media and Archives / Curated by Magdalena Taube and Krystian Woznicki (BG) / DIAMONDPAPER Studio / Köpenicker Straße 96, Berlin / September 12- November 22</figcaption></figure>
<p>Die künstlerischen Arbeiten betrachten die Snowden Files in ihrem gesellschaftlichen und politischen wie auch technischen Umfeld. Sie machen damit das sichtbar, was in der Ignoranz bequemer ist. Die Kunst wirkt dabei als subversives Mittel der Infragestellung gesellschaftlicher Konzepte. Die Ausspähung durch die NSA ist weder eine Ausnahme, noch der Vergangenheit zuzuschreiben. Sie ist im <em>Jetzt</em>, betrifft <em>Jedermann</em> und fordert mehr denn je ein <em>Empören</em>.</p>
<h3>Staat und Macht: Mit Kunst aufbrechen.</h3>
<p>Das durch den Staat konstruierte Machtgefälle zwischen Staat und Bürger lässt sich durch einen künstlerischen Zugang hinterfragen, aufbrechen und in Frage stellen. „Erst mit der Idee, einen Kunstband zu veröffentlichen, zeigten die Verlage Interesse. Letztlich haben wir auch in einem Kunstverlag veröffentlicht“, beschreibt Taube die Verlagssuche.</p>
<p>Das Werk von Taube und Woznicki konfrontiert nicht nur mit der Brutalität von Ausspähung des Einzelnen. In ihm kristallisiert sich auch das tiefliegende Gefühl der Ohnmacht der Bürger. Damit sind die Snowden Files vor allem ein Beweis für eine Asymmetrie zwischen dem Staat und den Bürger, die durch die technischen Möglichkeiten ein neues Ausmaß angenommen hat. Vor vier Jahren wurden durch die Unterstützung des Journalisten Glenn Greenwald und der Regisseurin Laura Poitras die <em>Snowden Files </em>der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In deren Veröffentlichung liegt auch heute noch die Möglichkeit, das Verhältnis zwischen Staat und Bürger zu hinterfragen. <a href="https://diamondpaper.net/title_26">A FIELD GUIDE TO THE SNOWDEN FILES</a> nimmt sich genau dieser Aufgabe an und setzt sich mit den Einwirkungen durch den Staat auf den Bürger künstlerisch auseinander. Die Snowden Files selbst werden dabei zum Gegenstand der Auseinandersetzung: die Ohnmacht des Bürgers zur Aufgabe.</p>
<h6 style="text-align: left;"></h6>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/berlinergazette/36821290660/in/album-72157689026514315/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner.Gazette</a><span class="licensetpl_attr">,</span> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Crowdfunding: das Alles-oder-Nichts-Prinzip</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hendrik Behnisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 May 2012 09:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[Basisdemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Vokabular der Netzgemeinde ist seit ein paar Jahren um einen schillernden Begriff reicher: „Crowdfunding“, die sogenannte „Schwarmfinanzierung“. Was sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/crowdfunding-das-alles-oder-nichts-prinzip/crowd-2/" rel="attachment wp-att-116914"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-116914" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/crowd1-630x421.jpg" alt="" width="630" height="421" /></a><br />
Das Vokabular der Netzgemeinde ist seit ein paar Jahren um einen schillernden Begriff reicher: „Crowdfunding“, die sogenannte „Schwarmfinanzierung“. Was sich hinter dem Konzept verbirgt und ob es sich um ein nachhaltiges Phänomen oder nur einen Trend handelt, klären wir im Interview mit Anna Theil von der Crowdfunding-Plattform startnext.de.</p>
<p><strong>politik-digital.de: </strong>Können Sie kurz die Grundidee des Crowdfunding erklären? In welchen Bereichen wird Crowdfunding eingesetzt?</p>
<p><strong>Anna Theil: </strong>Das Crowdfunding-Prinzip ist eigentlich recht einfach: Viele Menschen finanzieren gemeinsam eine Projektidee. Die Besonderheit dabei ist, dass ich als Unterstützer für meinen finanziellen Beitrag in der Regel ein Dankeschön von dem Projektinitiator bekomme. Das kann das fertige Produkt, eine Einladung zur Premiere oder ein Besuch im Modeatelier sein – die Auswahl der Dankeschöns hängt von der Kreativität des Initiators ab.</p>
<p>Als alternative Finanzierungsmöglichkeit wird Crowdfunding vor allem für kreative Projekte erfolgreich eingesetzt. Es entstehen aber immer mehr Plattformen, die zeigen, dass sich die Crowdfunding-Idee auch auf andere Bereiche übertragen lässt. So starteten im letzten Jahr beispielsweise die ersten Plattformen, über die Startups gemeinsam finanziert werden können und bei dem die Investoren an möglichen Gewinnausschüttungen beteiligt werden.</p>
<p><strong>politik-digital.de: </strong> Wie funktioniert Crowdfunding konkret? Was mache ich, wenn ich ein überzeugendes Projekt verfolge und es über Crowdfunding finanzieren will?</p>
<p><strong>Anna Theil: </strong>Die Erstellung eines Crowdfunding-Projektes ist bei allen Crowdfunding-Plattformen relativ ähnlich. Der Projektinitiator beschreibt seine Idee mit Texten, Bildern und einem Video, setzt eine Finanzierungshöhe sowie einen -zeitraum fest, bis wann er das Budgetziel erreichen möchte. Er erstellt Dankeschöns in gestaffelter Höhe, die seine Fans als Gegenleistung für ihre finanzielle Unterstützung erhalten. Schließlich kommuniziert der Projektinitiator sein Projekt in seinem Netzwerk und bei seinen Fans. Das Geld bekommen die Projektinitiatoren beim Großteil der Plattformen nur ausgezahlt, wenn das Budgetziel erreicht wird, nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Gelingt das nicht innerhalb der geplanten Zeit, geht das Geld wieder an die Unterstützer zurück und kann in neue Projekte gegeben werden.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Gibt es prominente Beispiele, bei denen Crowdfunding zu einem nachhaltig erfolgreichen Produkt geführt hat?</p>
<p><strong>Anna Theil: </strong>Das Projekt <a href="http://hartzivmoebel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Hartz IV Möbel“</a> des Architekten Van Bo Le-Mentzel ist ein spannendes Projekt, da es zeigt, dass Crowdfunding ein nachhaltiges Finanzierungsmodell ist. Nachdem Van Bo Le-Mentzel schon sein erstes Projekt erfolgreich über die Plattform Startnext finanziert hat, wollte er auch sein zweites Projekt – ein <a href="http://www.startnext.de/hartz-iv-moebel-buch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch</a> über seine Hartz IV Möbel – über die Crowd finanzieren. Indem er die Crowd von der Ideenfindung über die Finanzierung bis hin zur Umsetzung der Idee in den kreativen Prozess eingebunden hat, ist es ihm gelungen, 350 Unterstützer für seine Idee zu gewinnen und das Buch zu 260 Prozent zu überfinanzieren. Der Erfolg seiner Kampagne führte u.a. dazu, dass ein großer Kunstverlag auf Van Bo Le-Mentzel aufmerksam geworden ist und das Buch in das Verlagsprogramm aufnimmt. Das Buch wird im Juli dieses Jahres erscheinen und die Unterstützer warten natürlich schon darauf.</p>
<p><strong>politik-digital.de: </strong>Und die andere Seite? Was habe ich davon, ein Projekt zu unterstützen? Wie funktioniert die Beteiligung? Wie steht es mit der Transparenz?</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/crowdfunding-das-alles-oder-nichts-prinzip/anna-theil/" rel="attachment wp-att-116911"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-116911" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Anna-Theil.png" alt="" width="427" height="285" /></a><strong>Anna Theil: </strong>Crowdfunding verändert meines Erachtens vor allem die Art und Weise, wie das Publikum an kreativen Projekten partizipieren kann. Die Motivationsgründe für die Unterstützung von Crowdfunding-Projekten sind vielfältig: Für den einen ist es die Möglichkeit, neue Ideen zu entdecken, diese zu verfolgen und mit dem eigenen Beitrag die Realisierung zu ermöglichen. Für den anderen sind die Dankeschöns ein großer Anreiz, um sich an Crowdfunding-Projekten zu beteiligen; das entspricht dann eher dem Konsumgedanken.</p>
<p>Da die Crowdfunding-Prozesse in der Regel öffentlich und transparent stattfinden, macht der Unterstützer sein Engagement sichtbar und baut Reputation auf bzw. profitiert möglicherweise auch von der Reputation des Projektinitiators. Die Motivation, dies öffentlich zu tun, ist zeitgemäß und entspricht denselben Gründen, weswegen soziale Netzwerke heute überhaupt so erfolgreich sind.</p>
<p><strong>politik-digital.de: </strong>In gewisser Weise ist Crowdfunding ein sehr basisdemokratisches Modell. Kollektive Teilhabe am und Einflussnahme auf den Realisierungsprozess einer Idee sind wesentlich. Gleichzeitig wird die traditionelle Aura des Künstlers bzw. der Kunsterschaffung durch diese Teilhabe relativiert. Wie positionieren Sie sich in diesem Konflikt?</p>
<p><strong>Anna Theil: </strong>Die Kreativen, die ein Crowdfunding-Projekt starten, sehen genau die frühzeitige Einbindung des Publikums als große Chance an. Das Publikum gibt den Projektinitiatoren wichtiges Feedback, um neue Ideen zu bekommen, das Projekt zu verbessern und es in vielen Netzwerken bekannt zu machen. Die Crowd wird damit zum Unterstützer, Ratgeber und Multiplikator.</p>
<p><strong>politik-digital.de: </strong>Kulturkonservative könnten befürchten, dass das Crowdfunding-Modell der staatlichen Kulturförderung mittelfristig den Rang abläuft. Kulturpessimisten könnten sagen, dass dies einen Qualitätsverlust von Kunst-und Kulturförderung nach sich zieht – Ihre Meinung dazu?</p>
<p><strong>Anna Theil: </strong>Crowdfunding ist aus meiner Sicht eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zur öffentlichen Kulturförderung. Die öffentliche Kulturförderung hat ja einen politischen Auftrag – daran ändert Crowdfunding nichts. Um Crowdfunding mit öffentlicher Kulturförderung zu verbinden, arbeiten wir an sogenannten Cofunding-Modellen, bei denen die Förderzusage an die Zusage der Crowd gekoppelt wird. Während die Förderinstitutionen bei einem Cofunding-Modell weiterhin für Qualitätsanspruch stehen, liefert die Crowd die gesellschaftliche Relevanz. Solche Modell erfordern allerdings ein Umdenken im Hinblick auf die Frage, was ich dem Publikum zutraue.</p>
<p><strong>politik-digital.de: </strong>Seit April 2011 sind Sie Mitveranstalterin von Crowdfunding-Konferenzen. Sie betonen auf Ihrer Website <a href="http://www.cofunding.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">co:funding.de</a>, dass sich dort Menschen aus unterschiedlichen Bereichen (Kreative, Leute aus der Kulturwirtschaft, Finanzexperten) zusammenkommen. Kommen konkrete Projekte dabei heraus?</p>
<p><strong><strong>Anna Theil:</strong></strong> Die co:funding Konferenz haben wir ins Leben gerufen, um über die Potenziale von Crowdfunding auf einer größeren Bühne zu diskutieren. Ein wichtiger Teil davon ist, neue, laufende oder abgeschlossene Crowdfunding-Projekte vorzustellen und zu diskutieren. Konkrete Crowdfunding-Projekte entwickeln wir eher in den co:funding-Workshops.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Was wird Thema sein in dem Workshop <a href="http://berlinergazette.de/seminar/projekte/bqv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Fans finanzieren Kultur“</a>, der am 26. Mai vom Büro für Qualifikation und Vermögen (BQV) veranstaltet wird?</p>
<p><strong><strong>Anna Theil:</strong></strong> In dem Workshop werden wir uns sehr praxisnah mit Crowdfunding auseinandersetzen, u.a. mit folgenden Fragen: Wie kann ich ein Crowdfunding-Projekt erfolgreich durchführen? Auf was muss ich achten und wo sind die Hürden, wenn ich ein Projekt über die Crowd finanzieren möchte?</p>
<p><strong>politik-digital.de: </strong> Wenn Crowdfunding idealerweise ein Weg ist, eine größere Autonomie und Reichweite von Kulturschaffenden zu gewährleisten, dann müssten Platten-und Produktionsfirmen – also die Verwerter und „Zwischenhändler“ von Kulturgütern – doch ein Feindbild in diesem Modell sehen, oder? Wie ist Ihr Eindruck, wie ist der Stand der Diskussion diesbezüglich?</p>
<p><strong>Anna Theil: </strong>Eine spannende Frage, da wir hier zwei unterschiedliche Entwicklungen beobachten können. Auf der einen Seite nutzen Labels, Verlage oder andere Kreativunternehmen dieses Instrument selbst, da es ihnen vollkommen neue Möglichkeiten für eine Potenzial- und Marktanalyse bietet. Auf der anderen Seite nutzen die „Zwischenhändler“ Crowdfunding-Plattformen mehr und mehr, um Projekte noch im Ideenstadium zu entdecken und die Kreativen direkt anzusprechen. Das Beispiel, das ich vorhin genannt hatte mit dem Hartz IV Möbel-Buch und dem Kunstverlag verdeutlicht diesen Prozess sehr gut, und ich bin überzeugt davon, dass es zukünftig mehr solche Beispiele geben wird.</p>
<p><strong>politik-digital.de: </strong>Ist Crowdfunding nur ein flüchtiger Trend der Generation Internet, wie einige behaupten? Was entgegnen Sie Kritikern?</p>
<p><strong>Anna Theil: </strong>Crowdfunding ist keineswegs ein kurzfristiger Trend. Die bisherigen Erfahrungen, wachsenden Summen und die Geschichten der Projekte zeigen, dass es ein weiterer Finanzierungsbaustein für kreative Projekte ist und an Bedeutung gewinnen wird. Crowdfunding wird sich in dem Maße etablieren, wie digitale Netzwerke und digitale Geschäftsprozesse an Bedeutung gewinnen. Davon bin ich überzeugt.</p>
<p><a href="http://berlinergazette.de/geld-sammeln-im-netz-crowdfunding/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anna Theil in der Berliner Gazette: Geld sammeln im Netz – aber wie?</a></p>
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		<title>Bilder gegen Internetzensur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 13:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Zensur]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer hat’s erfunden? Zwei Schweizer Künstler sind angetreten, die
digitale Chinesische Mauer zu stürmen, genauer: die mit westlicher
Technik hochgerüstete Internet-Firewall, mit der die Chinesische
Regierung die Internet-Bewegungen der rund 170 Millionen einheimischen
Online-Nutzer im Zaum hält. Die Waffe von Christoph Wachter und Mathias
Jud gegen die Zensoren sind - Bilder. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer hat’s erfunden? Zwei Schweizer Künstler sind angetreten, die<br />
digitale Chinesische Mauer zu stürmen, genauer: die mit westlicher<br />
Technik hochgerüstete Internet-Firewall, mit der die Chinesische<br />
Regierung die Internet-Bewegungen der rund 170 Millionen einheimischen<br />
Online-Nutzer im Zaum hält. Die Waffe von Christoph Wachter und Mathias<br />
Jud gegen die Zensoren sind &#8211; Bilder. <!--break-->Die Schweizer entwickelten laut <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/das_bild_als_tarnkappe_1.548485.html">Neue Zürcher Zeitung</a><br />
ein Verfahren, mit dem die Zensur im Internet überwindbar wird.<br />
„picidae“ (das lateinische Wort für Specht) heißt das Programm, das man<br />
seit Dienstag unter <a href="http://www.picidae.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">picidae.net</a><br />
aufrufen kann. Das Prinzip: picidae wandelt HTML-Seiten, die der Nutzer<br />
in ein Suchfeld eingibt, in Bilder um. Die maschinelle Zensur der<br />
Internetwächter basiert hingegen auf einer Textanalyse und kann die<br />
aufgerufenen Webseiten somit nicht mehr erfassen. Beim Versuch in einem<br />
chinesischen Internetcafé konnten die Schweizer Künstler ungefiltert<br />
brisante Suchbegriffe wie „Tiananmen“ eingeben, um Informationen zum<br />
Massaker gegen chinesische Studenten 1989 aufzurufen. Ohne das<br />
picidae-Skript blinkte auf dem Schirm der übliche Hinweis, die<br />
Verbindung sei während des Ladens zurückgesetzt worden – eine<br />
verschleierte Zensur-Meldung. </p>
<p>Die Künstler sind allgemein interessiert an der Frage: Wie<br />
fremdbestimmt ist unsere Wahrnehmung? Das erhoffte „globale Dorf“ habe<br />
das Internet nicht geschaffen. Je nach Internetzugang und Provider<br />
variiere der Zugang zum Wissen im Internet. Der Knackpunkt für Wachter<br />
und Jud: Die Begrenztheit unseres individuellen Netzzugangs können wir<br />
normalerweise gar nicht wahrnehmen, da uns die Vergleichsbasis fehlt.<br />
picidae soll das beheben.</p>
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			</item>
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		<title>Kunst auf CD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pixelstriche]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Nachschlagewerk]]></category>
		<category><![CDATA[Alte Nationalgalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Bildarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[CD-ROM]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstsammlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><b>Kunst auf CD</b></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Kunst auf CD</b></p>
<p><b>Nach dreijähriger Sanierung wurde die Alte Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel Ende 2001 neu eröffnet. Zur Einweihung haben die Staatlichen Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz (SMPK) einen Gesamtkatalog sowie eine CD-ROM herausgegeben. </b><b>Anstatt sich also den langen Warteschlangen vor der Alten Nationalgalerie auszusetzen, kann man während des ersten großen Ansturms gemütlich vom Desktop zu Hause in den Genuß der wunderbaren Kunstsammlungen gelangen.</b></p>
<p> Mit über 2000 Bildern und 900 Kurzbiographien der Künstler ist die CD ein hervorragendes multimediales Nachschlagewerk zur Kunst des 19. Jahrhunderts, von der Romantik bis zum Sezessionsstil. <br />&#8220;Mit einer Datensammlung von dieser Größe stehen wir im internationalen Vergleich gut da&#8221;, erklärt Dr. Andreas Bienert von der Abteilung Information und Kommunikation der <a href="http://www.smb.spk-berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SMPK</a>. Das Pariser <a href="http://www.louvre.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Louvre</a> oder das <a href="http://www.metmuseum.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Metropolitan Museum of Art</a> in New York verfügt jedenfalls nicht über derartiges Angebot. Möglichst komplett sollte die CD sein, heißt sein Credo. Gemeinsam mit dem deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte in Marburg habe man sich auf ein puristisches Layout geeinigt. Der Vorteil dabei sei, dass die Benutzeroberfläche verschiedenen Bedürfnissen gerecht werde. So können Kunstexperten und interessierte Laien gleichermaßen davon Gebrauch machen. Zwar sollen mit der CD-ROM gerade junge Leute angesprochen werden, so Anne Wagner-Junker von der <a href="http://www.smb.spk-berlin.de/ang/s.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alten Nationalgalerie</a>. Auf interaktive Elemente wurde jedoch bewusst verzichtet. Bienert betont: &#8220;Unser Anspruch war es, die schiere Masse der Sammlung zu dokumentieren&#8221;. </p>
<p>Wer noch nicht die Möglichkeit hatte, den Tempel der vornehmlich deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts zu betreten, kann sich mit der CD-Rom einen Vorgeschmack verschaffen. Dabei verrät sie mehr über die ursprüngliche Originalsammlung als die Ausstellung selbst. Auf der CD vertreten sind nämlich alle Werke, die einst im Besitz des Museums waren, also auch die in Kriegswirren verschollenen oder zerstörten 628 Gemälde der ursprüngliche Kollektion.Die CD-Rom ist gut strukturiert und bietet eine verständliche, benutzerfreundliche Navigation. Neben allgemeinen Informationen zur Geschichte der Alten Nationalgalerie und ihrer Sammlung kann der Anwender die Bilder, nach Künstlern oder nach Themen geordnet, auf den Bildschirm rufen. Diese zwei unterschiedlichen Arten der Kategorisierung haben einen entscheidenden Vorteil: Wer sich zum Beispiel nach dem Besuch der Ausstellung nur noch an ein Motiv erinnern kann, nicht aber an der Künstler oder Titel des Bildes, der kann über thematische Indizien das Bild wiederfinden. In neun Fächern sind die Gemälde nach Themen unterteilt, die im weitesten Sinne mit Natur, Geschichte, Literatur oder der Bibel in Verbindung gebracht werden könnten. Natürlich kann man auch die Suchmaschine der CD bemühen. In eine leicht bedienbare Maske gibt man Stichworte zur Art des Werks, Entstehungsort oder -datum ein. Relativ schnell wird dann auf ein Objekt der Sammlung verwiesen. Die Suche ist zwar nicht immer von sofortigem Erfolg gekrönt, man kann aber am Ende viel Zeit sparen, wenn man nicht alle 2471 Werke der Bestandsdokumentation einzeln durchgehen will. </p>
<p>Eine große Bereicherung bedeutet die CD-ROM in jedem Fall für alle Kunstschüler- und studenten. Neben einer kurzen Beschreibung und Ausstellungshinweisen zu jedem Bild, finden sich Biographien und jede Menge Literaturquellen zu den jeweiligen Meistern und ihren Werken. Der pädagogische Mehrwert für faule Studenten: Die eingebaute Kopiersperre verhindert das Schreiben von Haussarbeiten nach der Copy &#038; Paste Methode. Natürlich sind alle Texte und Bilder urheberrechtlich geschützt, die Rechte liegen zum größten Teil bei der SMPK. </p>
<p>Ein originelles, wenn auch nicht unbedingt notwendiges Spielzeug sind außerdem das Lichtpult und die Sammelmappe, in die man Bilder und Textdokumente nach Wahl ablegen und dann in dieser Konstellation wieder aufrufen kann. Dies erlaubt zum Beispiel den Vergleich mehrer Werke, die aufeinander Bezug nehmen oder in gemeinsamer Tradition stehen.</p>
<p>Die Systemvoraussetzungen der CD-ROM sind Standard; allerdings funktioniert der Datenträger nur auf PCs und nicht auf Macintosh-Computern. Aus Kostengründen wurde auf eine Version für den Mac verzichtet. Eigentlich ist am falschen Ende gespart, wenn man bedenkt, dass ein Großteil der User, die sich professionell oder in der Freizeit mit Kunst und Bildverarbeitung beschäftigen, den Mac bevorzugt. Wer die CD-ROM auf seinem PC abspielen möchte, muss mindestens mit Windows 98 ausgestattet sein. Gefordert sind außerdem 30 MB freier Festplattenspeicher und 800x 600Pixel/16 BIT. <br />Da die CD-ROM auf XML basiert, ist sie inkompatibel mit dem Netscape Communicator. Allerdings befindet sich der Internet Explorer mit auf der CD und kann nachinstalliert werden.</p>
<p>Alles in allem ist die CD-ROM eine echte Bereicherung zur Ausstellung. Sie bereitet den Museumsbesuch inhaltlich interessant vor, eignet sich auch sonst als umfangreiches Nachschlagewerk und vor allem macht sie Lust auf mehr Kunst. Beim Kauf des Silberlings sollte der Kunstbegeisterte sich jedoch kein X für ein U vormachen lassen. Der Ausstellungskatalog zusammen mit der CD-ROM kostet deutschlandweit im Buchhandel stolze &euro; 35. Wer jedoch direkt im Museumsshop zuschlägt, kann das gleiche Packet für &euro; 19,90 ergattern. Die CD-ROM ist dort auch einzeln zum Preis von &euro; 12,90 erhältlich. Und wenn man dann schon einmal da ist, lohnt es sich sicher, die Bilder auch im Original anzuschauen.</p>
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		<title>Eine Millionen Pinguine schreiben Roman</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 11:23:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kann eine Internet-Community einen richtigen Roman zustande bringt? An dieses Experiment wagen sich jetzt der britische Verlag <a href="http://www.penguin.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Penguin Books</a> und <a href="http://www.hum.dmu.ac.uk/blogs/cwnm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studenten</a> der <a href="http://www.dmu.ac.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">De Montfort Universität</a> in Leicester.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kann eine Internet-Community einen richtigen Roman zustande bringt? An dieses Experiment wagen sich jetzt der britische Verlag <a href="http://www.penguin.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Penguin Books</a> und <a href="http://www.hum.dmu.ac.uk/blogs/cwnm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studenten</a> der <a href="http://www.dmu.ac.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">De Montfort Universität</a> in Leicester.<br />
<!--break--><br />
Seit gestern kann jeder Interessierte am Wiki „<a href="http://www.amillionpenguins.com/wiki/index.php?title=Main_Page" target="_blank" rel="noopener noreferrer">A Million Penguins</a>“ mitschreiben – ob wirklich ein Roman daraus erstehen wird, können selbst die Macher hinter dem Projekt noch nicht <a href="http://thepenguinblog.typepad.com/the_penguin_blog/2007/02/a_million_pengu.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abschätzen</a>:<br />
„In den nächsten sechs Wochen werden wir sehen, ob wirklich eine Gemeinschaft entstehen, Meinungsverschiedenheiten zur Seite gepackt und ein Roman produziert werden kann.“<br />
Bis jetzt hat das Wiki „A Million Penguins“ schon zwölf Kapitel. Jeder, der auch Teil der tippenden Pinguine werden möchte, kann sich einfach anmelden und mitmachen. Aber Vorsicht! Wer keine Lust hat, dass seine Beiträge verändert, verschoben, oder sogar gelöscht werden, sollte die Finger davon lassen – es handelt sich hierbei schließlich um ein Wiki.</p>
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		<title>Kunstfreiheit gilt auch für Computerspiele</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 11:20:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Morgen geht die <a target="_blank" href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/bbergervoet_chartmann_sgievert_glossar_computergames_070215.shtml#killerspieldebatte" rel="noopener noreferrer">Debatte</a> um das Verbot von &#34;Killerspielen&#34; in eine entscheidende Runde: Der Bundesrat wird sich auf Antrag Bayerns mit einem <a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/85324&#038;words=Killerspiel" rel="noopener noreferrer">generellen Verbot</a> von gewalthaltigen Computerspielen befassen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen geht die <a target="_blank" href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/bbergervoet_chartmann_sgievert_glossar_computergames_070215.shtml#killerspieldebatte" rel="noopener noreferrer">Debatte</a> um das Verbot von &quot;Killerspielen&quot; in eine entscheidende Runde: Der Bundesrat wird sich auf Antrag Bayerns mit einem <a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/85324&#038;words=Killerspiel" rel="noopener noreferrer">generellen Verbot</a> von gewalthaltigen Computerspielen befassen.<!--break--> Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen geht mit ihrem Vorschlag nicht ganz so weit. Sie <a target="_blank" href="http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Presse/pressemitteilungen,did=94780.html" rel="noopener noreferrer">verkündete</a> vergangenen Dienstag, bis zum Jahresende das Jugendschutzgesetz deutlich zu verschärfen:</p>
<blockquote><p>&quot;Extrem gewaltbeherrschte Trägermedien (z. B. Computerspiele, Videos, DVD) sind in Zukunft per Gesetz automatisch für Kinder und Jugendliche verboten.&quot;</p></blockquote>
<p> Wie man an der Diskussion sehen kann, fallen den meisten Politikern zum Thema Computerspiele häufig nur Verbote ein. Dabei stellt sich sogar der <a target="_blank" href="http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=949&#038;rubrik=2" rel="noopener noreferrer">Deutsche Kulturrat</a> gegen zu strikte Regelungen: &quot;Kunstfreiheit gilt auch für Computerspiele.&quot;<br />
Was es außerdem noch für Schnittmengen und Perspektiven in der Killerspieldebatte gibt, erfährt man in unserem aktuellen Dossier &quot;<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/index.shtml#computerspiele_politik">Computerspiele und Politik</a>&quot;.<br />
via <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,466399,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel Online</a></p>
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		<title>politik-digital.de und die chinesische Internetmauer</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 11:17:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[
<font size="2" face="arial,helvetica,sans-serif">Auch politik-digital.de wird in China zensiert. Laut dem Projekt &#34;<a target="_blank" href="http://www.greatfirewallofchina.org/" rel="noopener noreferrer">The Great Firewall of China</a>&#34; kann momentan niemand im Reich der Mitte unsere Seite aufrufen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="arial,helvetica,sans-serif">Auch politik-digital.de wird in China zensiert. Laut dem Projekt &quot;<a target="_blank" href="http://www.greatfirewallofchina.org/" rel="noopener noreferrer">The Great Firewall of China</a>&quot; kann momentan niemand im Reich der Mitte unsere Seite aufrufen.</p>
<p><!--break--><br />
&quot;The Great Firewall of China&quot; ist ein Kunstprojekt &#8211; eine Art Wachhund, der kontrolliert, welche Websites in China wann und wie oft gesperrt sind. Jeder kann eine Internetadresse eingeben und sehen, ob ein chinesischer User auf diese Website zugreifen kann &#8212; schließlich zensiert die chinesische Regierung das Internet. &quot;The Great Firewall of China&quot; hat dazu mehrere Testserver in China installiert.<br />
Das Projekt  wurde in der vergangenen Woche auf der <a target="_blank" href="http://www.transmediale.de/site/salon+M5c938b4e89f.html" rel="noopener noreferrer">transmediale</a>, dem Berliner Festival für digitale Kunst, gestartet &#8211; aber bis heute war die Internetseite nie zu erreichen&#8230; </font></p>
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		<title>Kunst ohne Ende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Ende Januar lief in Berlin die 20.
<a href="http://www.transmediale.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">transmediale</a>, das größte deutsche Festival für digitale Kunst und den kreativen Einsatz von digitalen Medien. Die Szene ist nicht in den weltberühmten Museen vertreten, sucht aber Anerkennung. Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen und Trends.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Ende Januar lief in Berlin die 20.<br />
<a href="http://www.transmediale.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">transmediale</a>, das größte deutsche Festival für digitale Kunst und den kreativen Einsatz von digitalen Medien. Die Szene ist nicht in den weltberühmten Museen vertreten, sucht aber Anerkennung. Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen und Trends.<!--break--></p>
<p>
Obwohl das Genre des Festivals nach zwei Jahrzehnten transmediale nicht neu ist, ist es ständig in Bewegung. Es ändert sich gemeinsam mit den digitalen Medien – deshalb das transmediale-Motto: „unfinish!“. Das Digitale zeichnet sich schließlich durch seine Unfertigkeit aus. Die ist gekennzeichnet durch die stetige Abfolge von neuen Versionen, mit fortlaufenden und sich stes erhöhenden Nummern wie 1.0, 2.0 und so weiter. „Dem digitalen Medium ist die Reproduzierbarkeit und die Veränderbarkeit eingeschrieben“, sagt Andreas Broeckmann, künstlerischer Leiter der transmediale. Viele Arbeiten bleiben so „stets Projekt“ und kommen nie zu einem Ende – es entstehen schlicht immer neue, aufeinander folgende Versionen.
</p>
<p class="fett">
Streben nach Weltruhm
</p>
<p>
Doch in dieser Unvollkommenheit liegt auch die Chance auf ständige Weiterentwicklung. Setzt man Beendetes noch mal in den Zustand der Unfertigkeit zurück, kann etwas Neues, Besseres, zumindest aber Unerwartetes entstehen. Diese Unfertigkeit und der Wille zur ständigen Weiterentwicklung lassen sich auch auf die Digitalkunstszene übertragen. Die Szene genießt zwar noch nicht den gleichen Stellenwert wie die anerkannte und in klassischen Museen ausgestellte White-Cube-Kunst mit ihren spektakulären Millionendeals und weltbekannten Galerien. Aber sie hat den Anspruch, eine gleichrangige Anerkennung zu erreichen. Die Diskussionen darüber werden auch auf der transmediale geführt.
</p>
<p>
Doch bis die Angleichung der Verhältnisse geschafft ist, dienen Festivals wie die transmediale oder die weitaus größere und etwas ältere ars electronica in Linz als Schauplätze der digitalen Gestaltung. Und das trotz aller Schwierigkeiten bereits seit über zwei Jahrzehnten. Schwierigkeiten bestehen gerade in finanzieller Hinsicht &#8211; ohne die staatliche Kulturförderung sähe es vielerorts mau aus.
</p>
<p class="fett">
Computer und Körper
</p>
<p>
Die transmediale bringt zahlreiche Erweiterungen, Updates und Ideen und befasst sich mit den Chancen, die im Unfertigen liegen. So profitiert die Szene vor allem von der Verfügbarkeit der Technik und widmet sich gerne dem Physical Computing. Die direkte Arbeit mit Code und Elektronik ist en vogue. Man muß es ja nicht gleich auf die Spitze treiben wie der Medienkünstler<br />
<a href="http://www.stelarc.va.com.au" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stelarc</a>, der mit einem künstlich gezüchteten dritten Ohr auf seinem Arm die Erweiterung seines Körpers vorantreibt.
</p>
<p>
Bereits die Betrachtung medialer Wirkungen, wie sie<br />
<a href="http://www.lwstudio.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liu Wei</a> deutlich macht, kann erstaunlich sein. Der Künstler zeigt am Beispiel des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens, dass die heutige Generation in China nichts weiß von Ereignissen, die nicht in den Medien stattfinden – schließlich wurde das Massaker in der staatlich kontrollierten Presse verschwiegen. Und wenn jemand doch etwas weiß, schweigt er in Liu Weis Arbeit: Dem chinesischen Individuum sind die repressiven Folgen der medialen Wirkung bekannt.
</p>
<p>
Der beständige Wandel, dargestellt auch in<br />
<a href="http://www.gratin.org/as/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Antoine Schmitts</a> Werk „still living“, begleitet uns in der digitalen Welt, ob wir wollen oder nicht. Und alle Hoffnung auf Beständigkeit ist letztlich vergebens: Schmitt nutzt die Symbole reiner Information: altbekannte Balken-, Kurven- und Tortendiagramme. Diese hält er permanent in Bewegung, so dass man sie nicht lesen kann. Informationsweitergabe, der Urzweck dieser Darstellungsform, wird so unmöglich.
</p>
<p class="fett">
Warten auf das nächste Update
</p>
<p>
Die Informationen verändern sich ständig und kommen zu keinem Ende. Ein mögliches Motiv für die Diskussion, die der Medientheoretiker Friedrich Kittler auf der transmediale führen will. Er widmet sich dem Thema des Nicht-Beendens und fragt nach der Bedeutung der Endlosschleife, einem Prozeß, der nie fertig ist, der immer neue Versionen produziert und zwangsläufig nur äußeren Einflüssen erliegen kann.
</p>
<p>
Digitale Medienkunst ist nie fertig. Sie ist damit Symbol für den gesamten digitalen Raum, in dem nichts beständig ist &#8211; außer der nie enden wollenden Veränderung. Das nächste Update wartet schon.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Streifzug durch die Netzkunst</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/digitale-kunst/netzkulturaschnepel_netzkunst_070201-shtml-2982/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Webkunstwerke hängen nicht im Museum. Ihre Bühne ist das Internet und meist ist der Betrachter Teil der Inszenierung. Eine kurze Besuchertour durch zehn Jahre Netzkunst – von den Anfängen bis heute.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel) Webkunstwerke hängen nicht im Museum. Ihre Bühne ist das Internet und meist ist der Betrachter Teil der Inszenierung. Eine kurze Besuchertour durch zehn Jahre Netzkunst – von den Anfängen bis heute.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="fett">Die Pioniere</p>
<p>Einzigartig verstörende Netzkunst produziert das holländisch-belgische Duo &#8221;<br />
                            <a href="http://www.jodi.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jodi</a>&#8221; seit Mitte der 90er Jahre. Hinter dem Projekt stehen die Netzkunst-Pioniere Dirk Paesmans und Joan Heemskerk, die zunächst nur online arbeiteten. Dabei ging es dem Duo von Anfang an darum, die &#8220;neuen Informationsfreiheiten&#8221; des Netzes bewusst zu stören, indem Netzinhalte völlig neu kodiert und damit gezielt konterkariert wurden. In den Informationsfluten wird die gesuchte Information so zur Mangelware und bei &#8220;Jodi&#8221; zur Collage aus unzähligen Webseiten-Schnipseln – zusammenhangslos und scheinbar bedeutungslos. &#8220;Jodi&#8221;-Projekte sehen dementsprechend aus: Chaotisch, absurd, ohne Navigation, ohne Suchfunktion, absichtlich nicht intuitiv erfassbar. &#8220;Jodi&#8221; bringt unsere technologische Abhängigkeit ironisch und selbstgefällig zum Ausdruck.<br />
                            <br />Nur Eingeweihte können immer wieder etwas entdecken: Das &#8220;Jodi&#8221;-Projekt<br />
                            <a href="http://wwwwwwwww.jodi.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://wwwwwwwww.jodi.org</a> erscheint als blinkendes Ziffern-Chaos, und der reine HTML-Quelltext ist die eigentliche Aussage. Lässt man den Browser die Programmiersprache anzeigen, eröffnen sich ganz neue Perspektiven.</p>
<p>Das Spiel mit der Angst brachten Paesmans und Heemskerk 1999 mit &#8221;<br />
                            <a href="http://oss.jodi.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OSS</a>&#8221; zum Höhepunkt. Klickt man auf die Seite, rasen plötzlich fünf kleine Browserfenster über den Bildschirm. &#8220;Oh nein, Virus&#8221;, denkt man – doch keine Angst, es ist nur Netzkunst. Und<br />
                            <a href="http://map.jodi.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">so</a> sah &#8220;Jodi&#8221; übrigens das Internet.</p>
<p class="fett">Die Medientaktiker</p>
<p>Die Überrumplungstaktik nutzte 2004 das Künstlerkollekitv &#8221;<br />
                            <a href="http://www.0100101110101101.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">0100101110101101.org</a>&#8221; um Eva und Franco Mattes. Für ihr Projekt &#8220;Nikeground&#8221; in Wien entwarfen sie in Zusammenarbeit mit Public Netbase eine variantenreiche mediale Werbestrategie – von einer gefälschten &#8220;Nike&#8221;-Webseite bis hin zu Werbeflyer-Verteilungsaktionen. So gaukelten sie der Wiener Öffentlichkeit vor, dass der amerikanische Sportwarenhersteller den altehrwürdigen Wiener Karlsplatz in den stylischen und werbefinanzierten &#8220;Nikeground&#8221; verwandeln wolle. Die Wiener liefen Sturm, das Amt für Denkmalschutz war verwirrt, auch das Straßenbauamt wusste nichts.</p>
<p>&#8220;Nike&#8221; verklagte das Künstlerkollektiv sofort nach Aufdeckung des medialen Verwirrspiels wegen Urheberrechtsverletzungen – und unterlag vor Gericht. &#8221;<br />
                            <a href="http://www.nikeground.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nikeground</a>&#8221; spielte also nicht nur ungestraft mit dem Namen und dem Logo eines multinationalen Konzerns, sondern setzte auch durch, dass Markennamen von Kunst- und Kulturprojekten aufgegriffen und weiterverarbeitet werden dürfen.</p>
<p>
                              <span class="fett">Die Verspielten</span>
                            </p>
<p>Auf Interaktivität und &#8220;Web 2.0&#8243; als Schnittstelle zwischen Unterhaltung und praktischem Nutzen setzt &#8221;<br />
                            <a href="http://www.typorganism.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">t.y.p.o.r.g.a.n.i.s.m</a>&#8220;. Für die Macher bedeutet Kunst, den Nutzer durch individuelles Mitmachen selbst Kunst erschaffen zu lassen. Oder &#8211; undramatischer ausgedrückt &#8211; sich spielerisch selber auszuprobieren. In acht hübsche Flash-Animationen verpackt, zeigt &#8221;<br />
                            <a href="http://www.typorganism.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">t.y.p.o.r.g.a.n.i.s.m</a>&#8220;, was mit der Kombination von Computer-Programm und Typographie so alles möglich ist: eigene, kleine Musikstücke erzeugen, Fotographien automatisch in Zahlen und Buchstaben umwandeln, sich gute und schlechte Nachrichten aus dem CNN-Angebot nebeneinander anzeigen lassen – &#8221;<br />
                            <a href="http://www.typorganism.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">t.y.p.o.r.g.a.n.i.s.m</a>&#8221; macht einfach Spaß.</p>
<p>Lust auf noch mehr Netzkunst? Eine sehr umfangreiche Linksammlung der deutschen und internationalen Netzkunst gibt es<br />
                            <a href="http://netzwissenschaft.de/kuenst.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Von Ars Electronica bis White-Cube</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/digitale-kunst/netzkultursgievert_erklaertext_070201-shtml-3043/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Gievert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitale Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunst]]></category>
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					<description><![CDATA[(Glossar) Wer mit dem Wortschatz der Medienkunst nicht vertraut ist, bekommt hier Hintergrundinformationen zu wichtigen Begriffen aus dem Dossier "Digitale Kunst".]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Glossar) Wer mit dem Wortschatz der Medienkunst nicht vertraut ist, bekommt hier Hintergrundinformationen zu wichtigen Begriffen aus dem Dossier &#8220;Digitale Kunst&#8221;.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="fett">Ars Electronica</p>
<p class="normal">Ars Electronica lässt sich frei mit „Die elektronische Kunst“ übersetzen und ist der Titel eines Festivals für digitale Kunst und Medienkultur in Österreich. Die Veranstaltung findet seit 1979 im oberösterreichischen Linz statt und gilt als größter Treff der digitalen Kunstszene. Der Prix Ars Electronica, der seit 1987 im Zusammenhang mit dem Festival vergeben wird, zeichnet künstlerische Leistungen und Innovationen auf dem Gebiet der Digitalkunst aus. Im Jahr 2006 gab es nach Angaben der Veranstalter 3177 Einreichungen aus 71 Ländern. In Linz steht auch ein Museum für digitale Kunst, das<br />
                            <a href="http://www.aec.at/en/index.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ars Electronica Center</a>.</p>
<p class="fett">Transmediale</p>
<p>Die<br />
                            <a href="http://www.transmediale.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transmediale</a> ist nach Veranstalterangabe das größte Festival für digitale Kunst und Medien in Deutschland und findet seit 1988 in Berlin statt – zunächst als Videofilmfest im Zusammenhang mit der Berlinale. unfinish! ist das Motto der diesjährigen Transmediale. Es steht einerseits für „unfertig“. Durch das Ausrufungszeichen wird es aber gleichzeitig zu einem Befehl. Die Unfertigkeit ist der Schlachtruf der transmediale: Digitale Kunst ist nie vollendet, da sich das Digitale immer weiterentwickeln wird.</p>
<p class="fett">White-Cube-Kunst</p>
<p>Der Begriff bezieht sich auf die klassische Museumskunst und fordert Künstler und Kunsthistoriker zu immer neuen Definitionen heraus. Der White Cube, übersetzt „Weißer Würfel“, steht für die kahlen und weiß gestrichenen Mueums- und Galeriewände, an denen Kunst in Form von Gemälden oder Plastiken traditionell präsentiert wird. Digitale Kunst will sich jenseits der Museumswände präsentieren, zum Beispiel im Internet.</p>
<p class="fett">Medienkunst</p>
<p>Medienkunst ist im Vergleich zur Malerei oder Bildhauerei eine junge Kunstsparte, die sich mit Massenkommunikation und ihren Technologien auseinander setzt, z.B. mit Video, Internet oder Handy. Videoinstallationen werden beispielsweise als<br />
                            <a href="http://www.medienkunstnetz.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienkunst</a> bezeichnet. Netzkunst ist Medienkunst im Internet.</p>
<p class="fett">Marshall McLuhan</p>
<p>The Medium is the message („Das Medium ist die Botschaft“): Bekannte und populäre These des kanadischen Medientheoretikers, die besagt, dass der Übermittlungskanal einer Botschaft den Inhalt der Mitteilung verändert. So neigt Fernsehen McLuhan zufolge zu oberflächlichen und kurzen Nachrichten, weil Bild und Ton gleichzeitig gesendet werden und der Zuschauer nicht wie in einer Zeitung zurückblättern kann. Neue Technologien verändern nach McLuhan also direkt die Gesellschaft.</p>
<p class="fett">Partizipatives Element</p>
<p>Partizipation ist ein Fachbegriff aus der Politikwissenschaft und Soziologie. Partizipation bezeichnet den Prozess, in dem der Einzelne in gesellschaftliche Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse eingebunden ist. In der Bundesrepublik kann man beispielsweise durch Wahl aber auch durch Mitgliedschaft in einer Partei oder Gesellschaft oder durch Schreiben eines Blogeintrags partizipieren.</p>
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