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	<title>Kunsthandel &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Kunsthandel &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Gesucht und gefunden</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jan 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[LOST ART im Internet]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>LOST ART im Internet<!--break-->
                    </p>
<p>
                      <strong>Die Suche nach verschwundenen Kunstwerken war jahrzehntelang eine mühsame Arbeit. Ermittler mussten Museumskataloge wälzen, Auktionen und Kunsthändler auf allen Kontinenten besuchen und in staubige Archive steigen. Seit einigen Jahren versuchen staatliche und private Initiativen, mit den Möglichkeiten des Internet den verschollenen Werken und Eigentümern auf die Spur zu kommen.</strong>
                    </p>
<p>26.000 Teppiche, 33.000 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken, 53.000 sonstige Kunstwerke. So viele Kulturgüter sind allein in Deutschland als gestohlen gemeldet. Kunstdiebe und Hehler schaffen es immer wieder, geraubte Objekte an Händler oder Sammler zu verkaufen, weil diese die Herkunft nicht ausreichend überprüfen wollen oder können. Die beste Möglichkeit, jedem potenziellen Kunstkäufer alle Daten für eine Identifizierung zur Verfügung zu stellen und damit Diebesgut unverkäuflich zu machen, ist das Internet. Das haben öffentliche Stellen ebenso wie private Initiativen erkannt und stellen zunehmend ihre Datenbanken online. Die mit Verlustgeschichten, Aktenzeichen und Fotografien gefütterten Verzeichnisse können nach Werk oder Schöpfer durchsucht werden. Kunstkäufer haben damit eine realistische Chance, ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Sorgfaltspflicht nachzukommen und die &#8220;Provenienz&#8221;, also die Herkunft des Werkes zu überprüfen. Ein positiver Nebeneffekt solcher virtueller Archive ist die Möglichkeit, sie dezentral zu &#8220;lagern&#8221;. So kann verhindert werden, was mit der Kunstabteilung der US-Zollbehörde in New York geschehen ist: Deren Archiv befand sich im Nebengebäude Nr. 6 des World Trade Centers und wurde bei den Anschlägen am 11. September 2001 vernichtet.</p>
<p>
                      <strong>Das Art Loss Register</strong>
                    </p>
<p>Die älteste und erfolgreichste Internet-Datenbank zu gestohlener Kunst ist das<br />
                    <a href="http://www.artloss.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art Loss Register</a> (ALR) mit Hauptsitz in London. Es wurde 1991 von<br />
                    <a href="http://www.artloss.com/Asp/About/mn_shareholders.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Versicherungsunternehmen, Auktionshäusern</a> und der<br />
                    <a href="http://www.ifar.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">International Foundation for Art Research</a> (IFAR) gegründet. Die IFAR hatte seit den 1970er Jahren ein Archiv über geraubte Kunstwerke angelegt und begann 1987, dieses in eine elektronische Datenbank zu überführen. Auf Vorschlag des Auktionshauses Sotheby`s http://www.sothebys.com wurde diese zum Art Loss Register ausgebaut. Dort kümmern sich nun 20 Mitarbeiter um Suchanfragen und um 10.000 neue Diebstahlmeldungen jährlich &#8211; und das mit Erfolg: Bereits 6 % aller verschwundenen Kunstwerke können jedes Jahr mit Hilfe der Datenbank, die rund 100.000 Einträge umfasst, identifiziert werden. So kamen seit der Gründung etwa 1.000 Funde im Gesamtwert von 100 Millionen Dollar zusammen.</p>
<p>Neben Versicherern und Kunsthändlern, die aus eigenem Interesse digitale Archive gestohlener Kunst aufbauen, stellen auch staatliche Ermittlungsbehörden Fahndungsseiten ins Netz.<br />
                    <br />Auf der Homepage des &#8221;<br />
                    <a href="http://www.fbi.gov/hq/cid/arttheft/aboutus.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art Theft Program</a>&#8221; veröffentlicht das FBI vermisste Objekte nach Kategorien unterteilt. In der Rubrik &#8220;Special Cases&#8221; werden besonders spektakuläre Fälle, wie der Diebstahl von 20 Gemälden aus dem Anwesen einer spanischen Bauunternehmerin im August 2001, vorgestellt. Die Privatsammlung, die unter anderem einen Brueghel und mehrere Goyas umfasste, ist bislang noch nicht wieder aufgetaucht. Unter der Rubrik &#8220;Recoveries&#8221; finden sich unter anderem<br />
                    <a href="http://www.fbi.gov/hq/cid/arttheft/recoveries/geronimo/geronimo.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">exotische Fälle</a> wie der des Kriegskopfschmucks von Apachen-Häuptling Geronimo. Einem Verkauf über das Internet kamen Undercover-Agenten des FBI zuvor.</p>
<p>Auf den<br />
                    <a href="http://www.bundeskriminalamt.de/text/fahndungg.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fahndungsseiten</a> des Bundeskriminalamtes sind dagegen nur die 12 meistgesuchten Kunstwerke des Jahres zu sehen. Das deutsche Pendant der US-Bundesbehörde bietet damit ein eher mageres Angebot, das kaum Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Fahndungsplakat aufweist. Deutlich fortschrittlicher ist<br />
                    <a href="http://www.interpol.int/Public/WorkOfArt/Default.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interpol</a>. Zusätzlich zu den ins Netz gestellten Postern mit den &#8220;Most Wanted Works&#8221; gibt es eine Liste mit den aktuell gemeldeten Fällen, eine umfangreiche Zusammenstellung von sichergestellten Objekten, deren rechtmäßige Besitzer noch nicht gefunden wurden und, wie beim FBI, eine Auswahl bereits aufgeklärter Fälle. Interpol bringt außerdem alle zwei Monate eine in drei Sprachen erhältliche CD-Rom heraus, auf der weit über 10.000 vermisste Kunstwerke zusammengefasst sind.</p>
<p>Sowohl das Art Loss Register wie auch die staatlichen Datenbanken beschäftigen sich hauptsächlich mit aktuellen Fällen von Kunstdiebstahl. Andere Projekte konzentrieren sich auf die Suche nach Werken, die während des NS-Regimes oder infolge des Zweiten Weltkriegs verschollen sind. Neben der<br />
                    <a href="http://www.comartrecovery.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Commission for Art Recovery</a>, einer Unterorganisation des<br />
                    <a href="http://www.wjc.org.il/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">World Jewish Congress</a>, deren Datenbank allerdings nicht öffentlich einsehbar ist, ist dies vor allem die<br />
                    <a href="http://www.lostart.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lost Art Internet Database</a> in Deutschland.</p>
<p>
                      <strong>Die Lost Art Internet Database</strong>
                    </p>
<p>Seit 1994 recherchiert und dokumentiert die &#8220;Koordinierungsstelle der Länder für die Rückführung von Kulturgütern&#8221; Kunstwerke, die im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus verschollen sind. Darunter fallen die von den Sonderkommandos der Wehrmacht oder der SS für das geplante Führermuseum in Linz zusammengeraubten Objekte aber auch die sogenannte Beutekunst, die von den Alliierten während des Krieges &#8220;verbracht&#8221; wurde.<br />
                    <br />Das so entstandene interne Archiv ist seit April 2001 auch im World Wide Web verfügbar und verzeichnet beachtliche Zugriffszahlen: Durchschnittlich 150.000 Seiten werden seit dem Start jeden Monat aufgerufen. Beim Aufbau der Datenbank und der Website half die AG Datenbanken der<br />
                    <a href="http://www.uni-magdeburg.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg</a>. In der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt sitzen auch die Mitarbeiter von Koordinierungsstelle und Lost Art-Projekt. Als einer der ersten Erfolge konnte im vergangenen Sommer ein lange vermisstes Gemälde des niederländischen Malers van de Velde an seine Eigentümer übergeben werden.</p>
<p>Auch mit den mehreren zehntausend bei Lost Art verzeichneten Objekten sind allerdings nicht alle vermissten Kunstwerke an einer Stelle erfasst. Zwar tauschen sich die einzelnen öffentlichen und privaten Datenbankanbieter untereinander schon lange aus, ein zentraler Zugriff auf deren Archive ist aber nicht möglich.</p>
<p>Das könnte sich bald ändern. Im November 2001 fand in Magdeburg eine internationale Fachkonferenz unter dem Titel &#8220;Datenbankgestützte Dokumentation von Kulturgutverlusten&#8221; statt, zu der Experten aus neun Staaten anreisten. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die auf die einzelnen Projekte verteilten Datensammlungen mit dem Ziel einer möglichst großen Öffentlichkeit vernetzt werden müssen. Nach den Worten von Dr. Michael Franz, Projektleiter der Lost Art Internet Database, ist eine Meta-Suchmaschine geplant, mit der in allen digitalen Archiven zugleich nach vermissten Kulturgütern geforscht werden kann. Ein internationaler Standard, der als Grundlage für die vernetzte Suche dienen könnte, ist mit der &#8220;Object ID&#8221; bereits jetzt vorhanden.</p>
<p>
                      <strong>Object ID</strong>
                    </p>
<p>Das<br />
                    <a href="http://www.getty.edu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Getty Information Institute</a> entwickelte 1997 in Zusammenarbeit mit Kunstsachverständigen und Kriminologen ein<br />
                    <a href="http://www.object-id.com/checklist/check_eng.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Formular</a> zur Registrierung von Kunstobjekten jeder Art. Dabei werden exakte Angaben zum Künstler und seinem Werk &#8211; zu Technik, Material, Maße, Besonderheiten, dem Marktwert und der Herkunft aufgezeichnet. Zusammen mit Fotografien lässt sich mit Hilfe der als &#8220;Object ID&#8221; bezeichneten Checkliste jedes Kunstwerk eindeutig identifizieren.<br />
                    <br />Die<br />
                    <a href="http://www.axa-art.de/servlet/PB/menu/1006095/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Axa Art</a>, eine der größten Spezialversicherungen für Kunst weltweit, versichert Kunstwerke schon seit längerem nur noch, wenn sie zuvor über die Object ID registriert wurden.</p>
<p>Das Blättern in papiernen Akten wird zwar auch in Zukunft nicht völlig aus dem Alltag der Spurensucher verschwinden – eine vereinheitlichte, gleichzeitige Suche in allen Online-Datenbanken wird jedoch die Recherche beschleunigen und den Verkäufern geraubter Kunst das Leben schwerer machen.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 17.01.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kunstmarkt im Netz</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jan 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit Kunst lässt sich im Netz Geld machen, das beweisen unterschiedliche Online-Portale. Es handelt sich dabei um Dienstleistungsunternehmen wie artnet.com oder eyestorm.com, die die Vermittlung von Informationen über den Kunstmarkt mit den Datenbanken und Lagerbeständen von Galerien koppeln und somit zu Kunstmessen virtueller Natur werden. Auch renommierte Galerien und führende Auktionshäuser wie sothebys.com nutzen das Web, um Sammlern Kunst anzubieten. Und nicht zuletzt bietet das Internet den Hauptakteuren, den Künstlern, die Möglichkeit sich und ihre Kunst weltweit zu präsentieren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Kunst lässt sich im Netz Geld machen, das beweisen unterschiedliche Online-Portale. Es handelt sich dabei um Dienstleistungsunternehmen wie artnet.com oder eyestorm.com, die die Vermittlung von Informationen über den Kunstmarkt mit den Datenbanken und Lagerbeständen von Galerien koppeln und somit zu Kunstmessen virtueller Natur werden. Auch renommierte Galerien und führende Auktionshäuser wie sothebys.com nutzen das Web, um Sammlern Kunst anzubieten. Und nicht zuletzt bietet das Internet den Hauptakteuren, den Künstlern, die Möglichkeit sich und ihre Kunst weltweit zu präsentieren.<!--break-->
                    </p>
<p>Wer schon immer einmal von einem Kunstwerk seines Lieblingskünstlers an den eigenen vier Wänden geträumt hat, das nötige Kleingeld dafür besitzt, aber nicht mit den Spielregeln auf dem Kunstmarkt vertraut ist, dem kann geholfen werden. Vorbei ist das nervöse Nägelkauen vor der Eingangstür einer Galerie. Die Portal-Site für Kunst im Web<br />
                    <a href="http://www.artnet.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artnet.com</a> bietet Kunstinteressierten seit 1995 den kostenlosen Service, sich einen umfassenden Überblick über die Angebote internationaler Galerien zu machen. Mittlerweile sind es 1.300 Händler, die bei artnet vertreten sind. Über die alphabetische Auflistung der Künstlernamen gelangt man zu den Galeristen, die den gesuchten Künstler vertreten. Kaufen kann man allerdings nicht im Netz, dafür muss man sich mit der Galerie in Verbindung setzen. Ein weiteres Angebot der Seite informiert über die Preisentwicklung der Künstler auf dem internationalen Kunstmarkt und verhindert, dass man über&#8217;s Ohr gehauen wird. Seit März 1999 gibt es auch Auktionen bei artnet, die nach schleppenden Beginn mittlerweile so gut laufen, dass sogar Objekte im Wert von 20000 bis 30000 Dollar verkauft werden. 1999 hat artnet 1 Million Dollar erwirtschaftet, mit steigender Tendenz. Hans Neuendorf, Mitbegründer der<br />
                    <a href="http://www.artcologne.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art Cologne</a> und CEO von artnet, hat sich mit diesem Dienstleistungskonzept auch Respekt bei der Konkurrenz verschafft. In einem Interview nannte der Chairman des Auktionshauses<br />
                    <a href="http://www.phillips-auctions.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Phillips</a>, Simon de Pury, den ehemaligen Hamburger Galeristen einen &#8220;Visionär, der mit dem Internet die Markterweiterung vorangetrieben hat.&#8221;</p>
<p>
                      <strong>Wie wäre es mit einem knackigem Paul Newman, fotografiert von Dennis Hopper?</strong>
                    </p>
<p>Übersichtlicher, poppiger und mehr auf den interessierten Laien zugeschnitten ist der Konkurrent<br />
                    <a href="http://www.eyestorm.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eyestorm.com</a>. Per Mausklick kann man hier Werke von Künstlern wie Damien Hirst, Helmut Newton, Andy Warhol oder Jeff Koons online kaufen. Die Preise sind moderat, da keine Unikate, sondern limitierte Editionen angeboten werden. Wie wäre es mit einem jungen, knackigem Paul Newman am Strand, fotografiert von Dennis Hopper? Handsigniert ist das Kunstwerk für 500 Dollar zu haben. Wem es dann doch nicht gefällt, kann das gute Stück innerhalb von 28 Tagen bei Geld-zurück-Garantie wieder loswerden. Um das Geschäft anzukurbeln, knüpft eyestorm ungewöhnliche Kontakte mit branchenfremden Firmen. In Kooperation mit der Fluglinie Virgin können sich Reisende im Londoner Clubhouse der Flughäfen Heathrow und Gatwick Kunstwerke aus dem Angebot ansehen, sozusagen als Lückenfüller zwischen zwei Flügen, bei denen man sich dann die Zeit mit Kunstkauf am mitgebrachten Laptop vertreiben kann. So dürfte das Kalkül der eyestorm Manager aussehen, zumindest haben sie sich damit eine clevere Variante ausgedacht, ihr Angebot bekannt zu machen. Das renommierte britische Auktionshaus<br />
                    <a href="http://www.sothebys.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sothebys</a> ist in der Branche bekannt genug, aber auch hier haben die Marketingstrategen das Internet als wichtigen Marktplatz erkannt &#8211; im Gegensatz zu den Konkurrenten<br />
                    <a href="http://www.christies.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christie&#8217;s</a> und<br />
                    <a href="http://www.phillips-auctions.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Phillips</a>, die keine online auctions im Programm haben. Bei Sotheby&#8217;s gibt es nicht nur bildende Kunst zu ersteigern, sondern auch Bücher, Keramik, Möbel, Schmuck, Silber, Uhren und sogar Briefmarken. Bei einem Ausflug in die Rubrik Kunst stieß die Autorin auf eine T-Shirt-Studie von Keith Haring für 1900 Dollar, drückte auf den Button &#8220;Bid&#8221; und erhielt den Hinweis, dass ihr Bietgesuch vor allen Teilnehmern im Netz geheim gehalten werden würde. Sehr beruhigend, aber 1900 Dollar sind auch kein Pappenstiel. Zeitgenössische Kunst ist aber auch bei Sotheby&#8217;s ab 600 Dollar zu haben.</p>
<p>
                      <strong>Deutsche Kunst-Portale sind nicht sehr professionell</strong>
                    </p>
<p>Im deutschsprachigen Raum gibt es keine vergleichbaren professionellen Angebote. Verschiedene Internet-Portale geben einen Überblick über die deutsche Kunstszene wie<br />
                    <a href="http://www.art-in.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">art-in.de</a>,<br />
                    <a href="http://www.artscene.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artscene.de</a>,<br />
                    <a href="http://www.galeriendeutschland.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">galeriendeutschland.de</a> oder<br />
                    <a href="http://www.art-edition.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">art-edition.de</a>. Andere bieten Werke junger Talente online zum Kauf an, zum Beispiel auf<br />
                    <a href="http://www.bigart.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bigart.de</a>,<br />
                    <a href="http://www.dogmagallery.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dogmagallery.com</a>,<br />
                    <a href="http://www.gama-art.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gama-art.de</a>,<br />
                    <a href="http://www.artonnet.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artonnet.de</a>. Für Berater in Sachen Kunst ist eine Website mittlerweile zum wichtigen Akquiseinstrument geworden. Die Kunstagentur<br />
                    <a href="http://www.kunstagentur-thomessen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomessen</a> berät Unternehmen und Sammler, entwickelt individuelle Konzepte zur Ausstattung von Unternehmensräumlichkeiten und präsentiert diese als computergenerierte Animationen. Beim Kauf eines Kunstobjekts übernimmt sie den Transport, die fachgerechte Hängung und Rahmung, was je nach Aufwand seinen Preis hat und für Interessierte mit kleinem Geldbeutel wohl nicht in Frage kommt. Zielgruppe der<br />
                    <a href="http://www.kunstberatung.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunstberatungen</a> sind deshalb vor allem Unternehmen, die das Engagement für Kunst als wichtigen Imagefaktor entdeckt haben. Die Agentur<br />
                    <a href="http://www.connecting-art.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">connecting-art.com</a> arbeitet gezielt mit sechs jungen Künstlern zusammen, die je nach Vorstellung des Unternehmens Kunstwerke für die Präsentation in den Geschäftsräumen schaffen. Dieses Konzept nennen die Macher corporate art. Es steht für &#8220;unternehmensspezifische Kunstprojekte, die wir in unserer interdisziplinären Gruppe aus der Synergie von Kunst und Marketing entwickeln.&#8221; Inwieweit man das Konzept allerdings noch der Kunst zuordnen kann, ist fragwürdig, da das Unternehmen ganz ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell, in dem die Kunst vor dem Profit-Gedanken in den Hintergrund gerät.</p>
<p>
                      <strong>Nutznießer des Internet sind vor allem junge Künstler</strong>
                    </p>
<p>Die Organisation einer Ausstellung in einer Galerie ist eine teure Angelegenheit. Der Transport der Kunstwerke, die Versicherung und die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kosten viel Geld. Etablierte Künstler, die von einer Galerie professionell vertreten werden, brauchen sich darüber keine Gedanken zu machen, da die Kosten vom Händler übernommen werden. Aber besonders für junge Künstler ist es schwierig, auf dem Kunstmarkt wahrgenommen zu werden. Bereits genannte Web-Sites wie<br />
                    <a href="http://www.bigart.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bigart.de</a> oder<br />
                    <a href="http://www.dogmagallery.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dogmagallery.com</a> präsentieren junge Kunst, ebenso wie<br />
                    <a href="http://www.artist-window.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artist-window.de</a>, die Künstler in alphabetischer Reihenfolge vorstellt und mit denen der Interessent zwecks Kauf individuell in Kontakt treten kann.<br />
                    <br />Das Portal<br />
                    <a href="http://www.kunstdirekt.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kunstdirekt.net</a> bietet viele Serviceleistungen für Künstler an. Zu fairen Preisen kann man sich eine Homepage bauen lassen, die kostenlos in die Linklisten eingetragen wird. Außerdem werden auf Anfrage digitale Werkkataloge auf CD-Rom erstellt. Voraussetzung, um sich bei<br />
                    <a href="http://www.germanartists.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">germanartists.de</a> für eine Monatsausstellung zu bewerben, ist eine funktionstüchtige und dokumentatorische Homepage. Ausgestellt werden alle Genres der bildenden Kunst.</p>
<p>Auffällig bei vielen deutschen Kunst-Portalen ist die Konzentration auf den präsentierten Inhalt, also die Kunst und ihre Künstler, was sinnvoll erscheint. Das Design und der Aufbau der Seiten lässt leider oft zu wünschen übrig, ebenso wie die Qualität, in der die Kunstwerke wiedergegeben werden. Der direkte Blick auf das Original kann durch eine Internetpräsenz nicht ersetzt werden, aber die Möglichkeiten, sich zu informieren und unkompliziert Kontakt zu Künstler und Sammler aufzunehmen, werden dadurch erweitert.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 17.01.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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