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	<title>Ländersache &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Ländersache &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#8220;Ich bin eben ein überzeugter Anhänger von Wettbewerb&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/ich-bin-eben-ein-ueberzeugter-anhaenger-von-wettbewerb-136/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Ilse Aigner]]></category>
		<category><![CDATA[Ländersache]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="normal">
<b><span style="font-size: x-small">Am Donnerstag, 29. Juni, 
war Ilse Aigner, bildungs- und forschungspolitische Sprecherin der 
CDU/CSU-Fraktion, zu Gast im tagesschau-Chat <span style="font-size: x-small">in Kooperation 
mit politik-digital.de. Sie diskutierte mit den Nutzern über 
Studiengebühren, die Bedeutung von Bildung und die Kompetenzverteilung 
zwischen Bund und Ländern.</span></span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="normal">
<b><span style="font-size: x-small">Am Donnerstag, 29. Juni,<br />
war Ilse Aigner, bildungs- und forschungspolitische Sprecherin der<br />
CDU/CSU-Fraktion, zu Gast im tagesschau-Chat <span style="font-size: x-small">in Kooperation<br />
mit politik-digital.de. Sie diskutierte mit den Nutzern über<br />
Studiengebühren, die Bedeutung von Bildung und die Kompetenzverteilung<br />
zwischen Bund und Ländern.</span></span></b><!--break-->
</p>
<p class="normal">
<b><b><b><b>Moderator:</b></b></b></b><br />
Liebe Bildungs-, Forschungs- und Politik-Interessierte, herzlich<br />
willkommen zum tagesschau-Chat. Unser Gast im ARD-Hauptstadtstudio<br />
ist heute Ilse Aigner, Bundestagsabgeordnete und bildungspolitische<br />
Sprecherin der Unions-Fraktion. Vielen Dank fürs Kommen, Frau<br />
Aigner. Neben Bildung und Forschung, Gentechnik und Schulbank darf<br />
es natürlich auch um andere interessante Themen gehen und Ihre<br />
Fragen können Sie natürlich wie immer jederzeit stellen,<br />
sie werden gesammelt. Eine Bemerkung noch: Im Bundestag hat sich<br />
der Zeitplan verschoben. Frau Aigner muss uns daher bereits nach<br />
40 Minuten verlassen &#8211; es kommt bei der Abstimmung auf ihre Stimme<br />
an.
</p>
<p>
<b>Benjamin Stierl:</b> Werte Frau Aigner, sind Sie persönlich<br />
für Studiengebühren, oder sind Sie dagegen?
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/photos/iaigner%20webcam1.jpg" align="right" height="130" width="127" />Ilse<br />
Aigner:</b> Ich bin für Studiengebühren, weil es<br />
zu einer Verbesserung der Studienbedingungen führen wird und<br />
es eine Gleichbehandlung gibt mit denjenigen, die die berufliche<br />
Weiterbildung durchlaufen.
</p>
<p>
<b>peterm:</b> Mit welchen Argumenten könnte man<br />
mich dafür begeistern, für mein letztes Semester an einer<br />
bayerischen Hochschule noch 500 Euro zu zahlen – die Bedingungen<br />
werden sich nicht von heute auf morgen verbessern!
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Doch. Weil diese Mittel zusätzlich<br />
eingesetzt werden und deshalb wird es auch zu Verbesserungen für<br />
Sie kommen.
</p>
<p>
<b>scully:</b> Wie sollen Studiengebühren die Studienbedingungen<br />
verbessern, wenn das Geld die Institute nicht erreicht?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Ich weiß nicht, wie Sie zu<br />
der Erkenntnis kommen, dass die Mittel die Hochschulen nicht erreichen.<br />
Mein Kenntnisstand ist, dass die Länder ihre Mittel aufrecht<br />
erhalten und die Mittel zusätzlich den Hochschulen zur Verfügung<br />
stehen.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Wissen Sie, ob das<br />
in allen Bundesländern so gehandhabt wird oder gibt es Unterschiede?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Meines Wissens ist es in allen Bundesländern<br />
so.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Nachfrage von:
</p>
<p>
<b>arzt-im-streik:</b> In wie fern bedeuten denn 500<br />
Euro im Semester eine Gleichbehandlung der Studierenden mit Auszubildenden?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Da muss ich missverstanden worden<br />
sein. Es ist nicht um die Auszubildenden gegangen, sondern um die<br />
berufliche Weiterbildung wie z.B. Meister oder Techniker. Ich selbst<br />
bin so ein Beispiel. Hier müssen Schulgeld und Lebensunterhalt<br />
selbst bestritten werden. Nur über das so genannte Meister-BAföG<br />
gibt es mittlerweile eine teilweise Entlastung bei den Lebenshaltungskosten<br />
auf Darlehensbasis.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Sie sprechen von sich<br />
als Beispiel &#8211; können Sie das ein bisschen näher erklären?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Ich habe ich eine Berufsausbildung<br />
als Radio- und Fernsehtechniker durchlaufen. Nach fünfjähriger<br />
Berufserfahrung dann eine zweijährige Weiterbildung zur staatlich<br />
geprüften Elektrotechnikerin. Meine Mitstudierenden und ich<br />
waren aber immer der Meinung, dass eine Investition in die Ausbildung<br />
sich langfristig rechnet.
</p>
<p>
<b>Mike S:</b> Aber Weiterbildungen können doch<br />
nicht mit einer universitären Erstausbildung verglichen werden?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Ich glaube, das ist genauso eine<br />
Investition in die Zukunft. Der Arbeitslosenanteil von arbeitslosen<br />
Akademikern ist weit geringer als der Durchschnitt.
</p>
<p>
<b>Finity:</b> Studierende aus Arbeiterfamilien sind<br />
ohnehin an Unis stark in der Minderzahl. Wird diese soziale Selektion<br />
nicht noch weiter vorangetrieben durch die Studiengebühren?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Hier muss natürlich von den<br />
Ländern (die auch zuständig sind) ein Stipendiensystem<br />
aufgebaut werden, andererseits kann ich auch sagen, dass eben diese<br />
besprochenen Arbeiter über die Steuermittel eine universitäre<br />
Ausbildung bisher voll finanzieren, um anderen damit eine bessere<br />
Aussicht auf potentiell höhere Verdienste zu ermöglichen.
</p>
<p>
<b>hanss:</b> Wird mit der Erhebung von Studiengebühren<br />
auch das BAföG erhöht werden, um die finanzielle Mehrbelastung<br />
finanzschwacher Studenten auszugleichen?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Die Frage der Studiengebühren<br />
ist Sache der Länder und sie müssen auch ein Stipendiensystem<br />
gewährleisten, das jungen Menschen mit geringen finanziellen<br />
Mitteln die Aufnahme eines Studiums ermöglicht. Unabhängig<br />
davon haben wir ein Studienkreditprogramm auf den Weg gebracht,<br />
das es auch denjenigen, die nicht BAföG-berechtigt sind, ermöglicht,<br />
ihre Lebenshaltungskosten über einen Kredit mitzufinanzieren<br />
(ohne Bonitätsprüfung).
</p>
<p>
<b>lenita:</b> Sind Studiengebühren nicht nur ein<br />
Tropfen auf den heißen Stein? Ein Dozent der Ruhr-Uni sagte<br />
mir, dass diese lediglich einen Anteil von 1,5 Prozent ausmachen.
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/photos/iaigner%20webcam2.jpg" align="left" height="137" width="150" />Ilse<br />
Aigner:</b> Ich kann die Zahl nicht nachvollziehen. Wichtig<br />
ist aber auch, dass durch eine Mitfinanzierung der Studenten eine<br />
stärkere Erfolgskontrolle von diesen eingefordert wird &#8211; gegenüber<br />
dem Lehrbetrieb.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Stichwort Generation<br />
Praktikum:
</p>
<p>
<b>DanielS:</b> Halten Sie es für richtig, dass<br />
man gerade in Zeiten unsicherer Arbeitsbedingungen &#8211; auch für<br />
Akademiker &#8211; mit einem Schuldenberg in sein Berufsleben starten<br />
soll?
</p>
<p>
<b><b>Ilse Aigner:</b></b> Es ist eine Frage<br />
auch der Rückzahlungsmodalitäten, die die Länder<br />
auch so regeln müssen, dass bei geringem oder keinem Verdienst<br />
die Rückzahlung ausgesetzt oder gegebenenfalls erlassen werden<br />
muss. Dieses trifft übrigens genauso auf diejenigen zu, die<br />
eine berufliche Ausbildung durchlaufen. Bei den Studiengebühren<br />
noch einmal der Hinweis, dass dies alleinige Angelegenheit der Länder<br />
ist und in ihrem alleinigen Verantwortungsbereich. Dies wurde durch<br />
ein Bundesverfassungsgerichtsurteil bestätigt. Der Bund hat<br />
hier keine Handlungskompetenz.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Die Kompetenz bei<br />
Bildungsangelegenheiten liegt aber ganz sicher bei Ihnen. Darum<br />
weiter:
</p>
<p>
<b>jojo:</b> Warum werden keine zinslosen Kredite für<br />
Studierende diskutiert, sonder von 7 Prozent geredet, also einem<br />
Mehrwert, den z.B. die KFW plant und viele Banken. Weshalb wird<br />
an der von Ihnen richtig benannten Investition in die Zukunft dieser<br />
Mehrwert vorausgesetzt? Warum sind zinslose Kredite nicht diskutabel?
</p>
<p>
<b>anna.adb:</b> Ich studiere in Großbritannien<br />
und dort gibt es bereits Studiengebühren. Dort existiert aber<br />
ein funktionierendes Bildungskreditsystem mit keinen oder geringen<br />
Zinsen. In Deutschland fehlt ein entsprechendes Angebot bis jetzt.<br />
Was gedenken Sie hier zu tun?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Zum einen sind mir die Kreditkonditionen<br />
der KfW mit 5 bis 5,5 Prozent bekannt und nicht 7 Prozent. Zum anderen:<br />
Wenn zinslose Kredite bereit gestellt werden müssen, bedeutet<br />
dies indirekt eine weitere Verschuldung des Staates. Bei einer momentanen<br />
täglichen Zinslast des Bundes von 100 Millionen Euro können<br />
wir uns dies nicht mehr erlauben. Der Bund zieht sich aber nicht<br />
aus dem Bereich der Forschung und Hochschulen zurück, sondern<br />
setzt in diesem Bereich Akzente. Wir investieren bis zum Jahr 2009<br />
zusätzlich 6 Milliarden Euro. Unter anderem wird dabei der<br />
Einstieg in eine Overhead-Finanzierung (Aufschlag von bis zu 20<br />
Prozent für die Hochschulen auf eingeworbene Drittmittel der<br />
DFG) vollzogen.
</p>
<p>
<b>Anders:</b> Bisher ist es allerdings so, dass die<br />
Studenten an den Universitäten immer weniger politische Macht<br />
ausüben können / dürfen. Wie könnte ein effizientes<br />
Evaluationssystem der Lehre an den Unis aussehen? Können studentische<br />
Kommissionen Professoren, die eine schlechte Lehre bieten, abmahnen?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Ich kann mir vorstellen, dass die<br />
Länder ihre Hochschulen auch dahingehend modernisieren müssen,<br />
dass eine Evaluation auch die berechtigten Interessen der Studierenden<br />
mit einbezieht.
</p>
<p>
<b>sabine:</b> Hätten Sie sich bei der Föderalismusreform<br />
noch mehr Kompetenzen für die Länder gewünscht? Wenn<br />
ja, in welchen Bereichen?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Ich finde es richtig, dass die Länder<br />
eine eindeutige Kompetenz aber auch die volle Verantwortung für<br />
die Bildung haben. Bei den Hochschulen war mein Wunsch die jetzt<br />
geplante Regelung im Paragraph 91b, die Länder wollten dies<br />
ursprünglich nicht. Ich bin froh, dass im Sinne der Hochschullandschaft<br />
dieser Kompromiss geglückt ist. Im Gegensatz zur Bildung ist<br />
eine strikte Trennung zwischen Forschung an Hochschulen (Kompetenz<br />
des Bundes auch schon bisher) und der Lehre in der Praxis schwierig<br />
gewesen.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Noch mal zu den Studiengebühren.<br />
Kritik von:
</p>
<p>
<b>gkztgui:</b> Angeblich kommen Studiengebühren<br />
den Unis zusätzlich zugute. Spätestens beim nächsten<br />
Haushaltsloch wird die Politik Fördermittel abziehen, denn<br />
kaum jemand wird den Unis mehr geben als unbedingt nötig. Woran<br />
liegt es also, dass die Politiker uns diese absehbare Reduktion<br />
verschweigen? Sind die wirklich so naiv und unfähig in die<br />
Zukunft zu schauen oder verschaukeln sie den Bürger absichtlich?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Diese Unterstellung kann ich so nicht<br />
teilen. Die Länder sind sich, glaube ich, sehr wohl ihrer Verantwortung<br />
für die Studierenden bewusst. Wir hatten am Montag erst eine<br />
Diskussion mit dem zuständigen hochschulpolitischen Sprechern,<br />
die uns dies versichert haben.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Kommentar dazu:
</p>
<p>
hanss: Dies ist teilweise schon indirekt geschehen. In NRW wurden<br />
die Fördermittel für die Studentenwerke gekürzt!
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Haben Sie den Eindruck,<br />
dass die Bildungspolitik einen größeren Stellenwert in<br />
der Politik bekommen hat?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Allein durch die Diskussion um die<br />
Föderalismusreform und die Frage der Kompetenzverteilung ist<br />
aktuell dieser Politikbereich mehr in den Fokus gerückt. Ich<br />
glaube aber, insgesamt ist die Erkenntnis auf allen Ebenen mittlerweile<br />
ausgeprägter, dass wir hier ein sehr wichtiges Themenfeld finden.
</p>
<p>
<b>Herodot:</b> Als Dozent eines Massenfaches sehe ich<br />
den Studiengebühren skeptisch entgegen. Wie soll man bei einem<br />
Schlüssel von 80 Studierenden pro Dozent eine angemessene Ausbildung<br />
gewährleisten. Die Studiengebühren sind da nur ein Tropfen<br />
auf den heißen Stein, zumal ein Großteil im Hochschulbau<br />
und der Verwaltung versickert. Müsste nicht parallel zu den<br />
Gebühren auch ein deutliches Signal von Bund und Ländern<br />
zur finanziellen Aufstockung erfolgen?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Ich habe schon darauf hingewiesen,<br />
dass der Bund 6 Mrd. Euro in diesen Bereich in den nächsten<br />
Jahren zusätzlich investiert. Das ist für meine Begriffe<br />
ein deutliches Zeichen, wenn man die Rahmenbedingungen der Haushaltslage<br />
berücksichtigt. Ich appelliere auch an die Länder, dies<br />
zu tun.
</p>
<p>
<b>Emjay:</b> Die zusätzlichen 6 Mrd. werden aber<br />
als Aufstockung der Drittmittel verwendet und kommen daher bestenfalls<br />
der Forschung, nicht aber der Lehre zugute.
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Wenn die Länder gerade im Bereich<br />
der Forschung vom Bund etwas entlastet werden, besteht umso mehr<br />
die Möglichkeit, in Bereich der Lehre einen Handlungsspielraum<br />
der Länder zu eröffnen.
</p>
<p>
<b>anna.adb:</b> Wie wollen Sie sicherstellen, dass es<br />
aufgrund der Länderhoheit nicht zu unterschiedlichen Studienbedingungen<br />
bezüglich der Finanzen in den einzelnen Bundesländern<br />
kommt? Wird auf diese Weise nicht ein Marktwettbewerb begünstigt,<br />
der sich nicht mehr an der Studienqualität, sondern am Preis<br />
orientiert?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Ich glaube ganz im Gegenzug, dass<br />
sich die Studenten sehr wohl an der unterschiedlichen Qualität<br />
der Lehre und den unterschiedlichen Bedingungen an den Hochschulen<br />
orientieren werden. Ich glaube, dass Wettbewerb immer zu besseren<br />
Lösungen führt als eine Nivellierung.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Und noch einmal auf<br />
das alte Problem zurück &#8211; Frage an die Bundespolitikerin.
</p>
<p>
<b>MartinS79:</b> Sie verweisen hier sehr viel auf die<br />
Länder, die dies oder jenes sollten&#8230; Hätten Sie sich<br />
hier nicht mehr Kontrollmöglichkeiten gewünscht?
</p>
<p>
<b>Ilse Aigner:</b> Natürlich wäre einem Politiker<br />
immer eine größtmögliche Regelungsfreiheit immer<br />
lieber, weil der persönliche Einfluss größer ist.<br />
Ich bezweifle aber, dass generell zentralistische Lösungen<br />
zu einem besseren Ergebnis führen. Ich bin eben ein überzeugter<br />
Anhänger von Wettbewerb und ich würde mir auch wünschen,<br />
dass eben die Hochschulen selbst mehr Kompetenzen erhalten um in<br />
einen direkten Wettbewerb einzusteigen. Wir konkurrieren nicht nur<br />
auf nationaler Ebene, sondern müssen immer bedenken, dass wir<br />
mittlerweile praktisch weltweit im Wettbewerb liegen.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Das war unser tagesschau-Chat,<br />
heute nur 45 Minuten, der geänderte Bundestagsterminplan ist<br />
schuld. Vielen Dank Frau Aigner, dass Sie sich Zeit genommen haben.<br />
Das Protokoll des Chats ist wie immer in Kürze zum Nachlesen<br />
auf den Seiten von tagesschau.de und politik-digital.de zu finden.<br />
Das Tagesschau-Chat-Team dankt allen Teilnehmern für Ihr Interesse<br />
und die zahlreichen Fragen und wünscht noch einen angenehmen<br />
Tag.
</p>
<p><b>Ilse Aigner:</b> Auf Wiedersehen und einen schönen<br />
Tag. Und hoffentlich einen Sieg der deutschen Mannschaft morgen<br />
nachmittag.</p>
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