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	<title>Laurenz Meyer &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Laurenz Meyer &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#8220;Unser Problem ist, die Mittel wirklich auf die zu konzentrieren, die Unterstützung und Hilfe brauchen.&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/unser-problem-ist-die-mittel-wirklich-auf-die-zu-konzentrieren-die-unterstuetzung-und-hilfe-brauchen-127/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[bbergevoet]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Sep 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Laurenz Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="normal">
<b><span style="font-size: x-small"><span style="font-size: x-small"><span style="font-size: x-small">Am 
Donnerstag, 21. September, <span style="font-size: x-small">war Laurenz Meyer, wirtschaftspolitischer 
Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zu Gast im tagesschau-Chat 
in Kooperation mit politik-digital.de. Er diskutierte mit den Nutzern 
über die Gesundheitsreformen, Mindestlöhne und Energiepolitik.</span></span></span></span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="normal">
<b><span style="font-size: x-small"><span style="font-size: x-small"><span style="font-size: x-small">Am<br />
Donnerstag, 21. September, <span style="font-size: x-small">war Laurenz Meyer, wirtschaftspolitischer<br />
Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zu Gast im tagesschau-Chat<br />
in Kooperation mit politik-digital.de. Er diskutierte mit den Nutzern<br />
über die Gesundheitsreformen, Mindestlöhne und Energiepolitik.</span></span></span></span></b><!--break-->
</p>
<p class="normal">
Herzlich willkommen zu 60 Minuten tagesschau-chat.<br />
Zu Gast im ARD-Hauptstadtstudio ist heute der CDU-Bundestagsabgeordnete<br />
und wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Laurenz Meyer.<br />
Vielen Dank, dass Sie gekommen sind, Herr Meyer. Ihr Feld ist die<br />
Wirtschaftspolitik, Sie sind aber Generalist genug, um auch Fragen<br />
aus anderen Bereichen beantworten zu können. Können wir<br />
beginnen?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer</b>: Ja.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zum Thema Gesundheitsreform: Die SPD beharrt auf der<br />
Ein-Prozent-Regelung, über die die Union neu verhandeln möchte.<br />
Geht es hier schon um das Überleben der großen Koalition?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Nein, es handelt sich um ein wichtiges Detail der<br />
Gesundheitsreform, was möglicherweise den Wettbewerb unter<br />
den Krankenversicherungen sehr stört und auch nicht praktikabel<br />
erscheint. Deshalb sind wir dafür, eine solche Begrenzung nicht<br />
einzuführen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die SPD beharrt aber auf den schon verhandelten Eckpunkten<br />
&#8211; eine schwierige Situation.
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Ich gehe davon aus, dass das Funktionieren eines<br />
möglichst konsequenten Wettbewerbs unter den Krankenversicherungen<br />
die einzige Möglichkeit ist, für die Versicherten die<br />
Kosten in diesem Wachstumsmarkt Gesundheit in erträglichen<br />
Grenzen zu halten. Das muss oberste Priorität haben. Wenn sich<br />
also im Nachhinein Details herausstellen, die nicht praktikabel<br />
sind, muss man darüber auch vor der Verabschiedung eines Gesetzes<br />
reden können.
</p>
<p>
<b>malota:</b> Wie weit wird sich die Gesundheitsreform<br />
Ihrer Meinung nach noch verzögern?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Hier gilt der Grundsatz Qualität vor Schnelligkeit.<br />
Nach den bisherigen Zeitvorgaben gehe ich nicht von einer weiteren<br />
Verzögerung über den 1.4.2007 hinaus aus.
</p>
<p>
<b>robotics45:</b> Hallo Herr Meyer, die Umfragen sind<br />
so schlecht &#8211; da können Sie sich ein Platzen der Koalition<br />
doch gar nicht leisten, oder? Dann landen Sie beide bei 30 Prozent.
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Wichtig ist, dass wir am Ende der Legislaturperiode<br />
in der Beurteilung der Wähler vernünftige Ergebnisse vorzuzeigen<br />
haben. Zwischenzeitliche Umfragen zu einem Zeitpunkt wie jetzt sollten<br />
uns nicht in dieser Absicht verunsichern. Wir haben zurzeit eine<br />
Vielzahl von Reformprojekten in Arbeit. In solchen Zeiten wird immer<br />
ein gewisses Maß an Unsicherheit bei den Wählern aufkommen.<br />
Das lässt sich leider nicht vermeiden.
</p>
<p>
<b>Jay:</b> Beide Volksparteien haben vor der Bundestagswahl<br />
sehr unterschiedliche Vorschläge zur Reform des Gesundheitssystems<br />
gemacht. Glauben Sie, dass eine Mischung aus beiden Vorschlägen<br />
überhaupt eine effektive und langfristige Lösung darstellen<br />
kann?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Die Gesundheitspolitik ist, wenn man die Vorgaben<br />
aus den Wahlprogrammen betrachtet, sicher einer der schwierigsten<br />
Punkte für eine Einigung unter den Parteien der großen<br />
Koalition. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir den Wettbewerb<br />
unter den Versicherungen und bei den Anbietern im Gesundheitsmarkt<br />
vernünftig gemeinsam regeln können, wenn alle das wirklich<br />
wollen. Die Frage des heutigen Beitragssystems, das ich für<br />
die Durchschnittseinkommensbezieher in Deutschland für sehr<br />
ungerecht halte, werden wir in der großen Koalition nicht<br />
lösen können und haben es deshalb ausgeklammert.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei Fragen im Doppelpack:
</p>
<p>
<b>Hanne Behn:</b> Brauchen wir überhaupt so viele<br />
verschiedene Kassen, die das Geld unter sich ständig umverteilen<br />
müssen und dabei unnötige Verwaltungskosten erzeugen?
</p>
<p>
<b>zweiling:</b> Weshalb wird die Zahl der Krankenkassen<br />
nicht deutlich reduziert? Wie werden künftig chronisch Kranke<br />
zumutbar finanziell belastet? Wer wird als chronisch krank eingestuft?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Es ist nicht Aufgabe des Staates, die Zahl der Kassen<br />
zwangsweise zu reduzieren. Es kann durchaus sein, dass kleinere<br />
Kassen für ihre Versicherten bessere Leistungen erbringen als<br />
große Kassen. Von einer Einheitskasse halte ich gar nichts.<br />
Das Beispiel des Telekommunikationssektors sollte jedem zeigen,<br />
dass Wettbewerb unter den verschiedenen Anbietern die beste Lösung<br />
ist für die Verbraucher. Das gilt auch für die Versicherten<br />
bei den Krankenversicherungen. Zur Frage der chronisch Kranken:<br />
Jede Versicherung, die sich an dem Wettbewerb im Gesundheitsbereich<br />
beteiligen will, muss sich verpflichten, jeden unabhängig von<br />
seinem Alter, seinem Einkommen und seinem Gesundheitszustand zu<br />
gleichen Konditionen zu versichern. Das ist Grundvoraussetzung.
</p>
<p>
<b>Hermann:</b> Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft<br />
der privaten Krankenkassen aus?
</p>
<p>
<b>marhal75:</b> Sind noch maßgebliche Änderungen<br />
in Bezug auf die privaten Kassen zu erwarten? Immerhin fördern<br />
die doch durch die deutlich höheren Arzthonorare das gesamte<br />
System.
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Marhal75 hat recht. Wir wollen die privaten Krankenkassen<br />
erhalten und auch hier den Wettbewerb unter den privaten Kassen<br />
stärken. Zum Beispiel dadurch, dass man Altersrückstellungen<br />
beim Wechsel der Krankenkasse mitnehmen kann. Heute ist ein Wechsel<br />
im Bereich der privaten Krankenkassen nur zu verschlechterten Versicherungsbedingungen<br />
möglich, wenn man etwa zehn Jahre oder länger in einer<br />
privaten Krankenkasse versichert war. Richtig ist aber, dass wir<br />
bei der SPD noch einige ideologische Vorbehalte gegen private Krankenkassen<br />
korrigieren müssen vor Verabschiedung eines Gesundheitsreformgesetzes.
</p>
<p>
<b>kurt_funk:</b> Ich kenne kein anderes Politikfeld,<br />
das so von hochbezahlten Interessenverbänden durchsetzt ist<br />
wie das Gesundheitswesen. Wie hält man das als Parlamentsmitglied<br />
eigentlich aus, wenn man andauernd von hochbezahlten Lobbyisten<br />
mit wohlmeinenden Vorschlägen angegangen wird? Halten Sie das<br />
auch für das zentrale Strukturproblem des Gesundheitswesens?<br />
Wie unabhängig sind da unsere Politiker, sind Sie?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Bei Lobbyisten weiß man als Parlamentarier,<br />
welche Position sie vertreten. Lobbyisten haben nach meiner Meinung<br />
auf Dauer überhaupt nur Einfluss, wenn sie einem wichtige aber<br />
auch nachprüfbare Informationen liefern. Vieles von dem, was<br />
Lobbyisten, die nur beeinflussen wollen liefern, landet sicher bei<br />
den allermeisten Kollegen im Papierkorb. Wir erleben bei der Gesundheitsreform<br />
jetzt allerdings, wie schwer es ist, Strukturen, in denen sich die<br />
Betroffenen wohlgefühlt haben, aufzubrechen. Solche Verbände<br />
und Interessenvertretungen wehren sich naturgemäß gegen<br />
Veränderungen. Davon dürfen wir uns bei unserer Entscheidungsfindung<br />
aber nicht beeinflussen lassen.
</p>
<p>
<b>SPDmensch:</b> Wird in Deutschland tatsächlich<br />
schleichend Sozialabbau betrieben? Warum fallen Kürzungen (auch<br />
im Gesundheitswesen) immer zu Lasten der ohnehin schon Benachteiligten?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Ich kann in Deutschland aus den Haushaltsentwicklungen<br />
unseres Landes keinen Sozialabbau feststellen. Der Sozialhaushalt<br />
ist in keinem Land Europas größer als bei uns. Unser<br />
Problem ist, die Mittel wirklich auf die zu konzentrieren, die Unterstützung<br />
und Hilfe brauchen. Die wirklich Benachteiligten dürfen aus<br />
meiner Sicht nicht gekürzt werden.
</p>
<p>
<b>321..meins:</b> Gibt es Ihrer Meinung nach bereits<br />
ein Gesundheitssystem, das Deutschland als Vorbild dienen kann?<br />
In welchem Land?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> In den Niederlanden ist man nach den Veränderungen<br />
von vor ca. zwei Jahren in eine Richtung gegangen, die nahe an dem<br />
ist, was ich für sinnvoll halte.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal zur Ein-Prozent-Regelung: Welchen Kompromiss<br />
halten Sie für denkbar?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Dazu werden wir wirklich die Verhandlungen der kommenden<br />
Tage vielleicht Wochen abwarten müssen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Aber es wird einen geben?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Da bin ich sicher.
</p>
<p>
<b>Hanseat:</b> In wieweit kann auf die Forderung des<br />
bayerischen Ministerpräsidenten nach regionalspezifischen &quot;Rabatten&quot;<br />
für den Gesundheitsfonds eingegangen werden? Gefährdet<br />
die CSU damit absichtlich eine schnellere Einigung der Koalitionspartner?<br />
Wie sehen die anderen Unions-Landeschefs diesen Vorschlag?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Die Lage in den einzelnen Bundesländern ist<br />
bedingt durch die Einkommenshöhe aber auch &#8211; Beispiel Sachsen<br />
&#8211; durch politisches Handeln und Erfolge der Landesregierung durchaus<br />
unterschiedlich. Wir werden aber solche Unterschiede in einem System,<br />
in dem nicht die Länder, sondern Versicherungen im Wettbewerb<br />
stehen sollen, nur sehr begrenzt berücksichtigen können.
</p>
<p>
<b>Herr A.: </b>Man hätte auch mal aber die Pharmaindustrie<br />
zur Kasse bitten können, diese Gruppe verdient am meisten an<br />
den Patienten!
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Solche Eingriffe des Staates auch im Bereich der<br />
Pharmaindustrie hat es in der Vergangenheit mehrfach gegeben. Meine<br />
Grundüberzeugung ist, dass wir vom grünen Tisch in den<br />
Ministerien in Berlin den Gesundheitsmarkt durch Regulierung oder<br />
&quot;zur Kasse bitten&quot; niemals in den Griff bekommen können.<br />
Die Krankenversicherungen müssen in die Lage versetzt werden,<br />
mit den einzelnen Gruppen in diesem Markt Verträge zu schließen,<br />
also mit der Pharmaindustrie, mit Ärzten, Apothekern, Krankenhäusern.<br />
Dann sehen die Versicherten an den Versicherungsbeiträgen,<br />
wie erfolgreich ihre Versicherung gewesen ist. Das ist Markt und<br />
das ist im Interesse der Versicherten.
</p>
<p>
<b>hannah_arendt:</b> Wie sehen Sie das Spannungsverhältnis<br />
zwischen den Pflichten des Staates und der Verantwortung der Wirtschaft<br />
im Bereich des Gesundheitswesens, insbesondere der Krankenkassen,<br />
aber auch der Arbeitgeber?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Es ist in unserem System Pflicht des Staates, für<br />
ein Gesundheitswesen zu sorgen, das jedem unabhängig von Alter<br />
und Einkommen die bestmögliche Gesundheitsversorgung sichert.<br />
Die Arbeitgeber haben sicher in ihrem Bereich &#8211; Stichwort Arbeitsschutz,<br />
Arbeitsmedizin &#8211; spezifische Aufgaben. Außerdem beteiligen<br />
sie sich über die Sozialversicherungsbeiträge an den Kosten<br />
des Gesundheitssystems.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wir wechseln das Thema: Zum Mindestlohn. Die SPD will<br />
Mindestlöhne einführen, die Union lehnt dies ab. Aber<br />
was wollen sie für jene tun, die Vollzeit arbeiten, aber nicht<br />
davon leben können?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Genau um den letzten Satz ihrer Frage geht es. Wir<br />
brauchen Mindesteinkommen für die Familien und nicht Mindestlöhne,<br />
die möglicherweise Hunderttausende von Arbeitsplätzen<br />
kosten könnten. Wer arbeitet und dabei nicht genügend<br />
verdient, um seine Familie ernähren zu können, sollte<br />
zusätzlich staatliche Transferleistungen bekommen. Das verstehen<br />
wir unter dem Stichwort Kombilohn. Wir müssen immer den ganz<br />
einfachen Satz beherzigen &quot;Wer arbeitet, soll mehr in der Tasche<br />
haben, als wenn er nicht arbeitet.“
</p>
<p>
<b>kl:</b> Sind Sie nicht auch der Auffassung, dass der<br />
Preis, den die Union für diese Koalition zahlt, zu hoch ist?<br />
Wo sind die mutigen Beschlüsse von Leipzig hin? Ich bin 27<br />
Jahre und habe große Hoffnungen in den Reformmut der Union<br />
gehabt.
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Da ich an den Beschlüssen von Leipzig nicht<br />
unwesentlich beteiligt war, freue ich mich über Ihre Stellungnahme.<br />
Die Beschlüsse von Leipzig sind aus meiner Sicht nach wie vor<br />
wegweisend und zielbestimmend für die CDU. Wir müssen<br />
jetzt in dieser großen Koalition dafür kämpfen,<br />
dass Teile dieser Politik umgesetzt werden können. Auch wenn<br />
uns vielleicht an manchen Stellen nur 30-40 prozent des Weges sind,<br />
den wir uns vorgenommen haben. Was wir demgegenüber vermeiden<br />
müssen, ist, Schritte in die falsche Richtung zu tun. Dafür<br />
sehe ich allerdings bisher kaum Ansatzpunkte.
</p>
<p>
<b>Hossa: </b>Hallo Herr Meyer, einen Mindestlohn wollen<br />
Sie nicht, von der Globalisierung profitieren aber nachweislich<br />
nur die Firmen. Wäre hier nicht ein Ausgleich angebracht?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Von der Globalisierung profitieren nicht nur die<br />
Firmen. Millionen von Arbeitsplätzen in Deutschland wären<br />
ohne freien Welthandel gar nicht denkbar. Stichwort Exportweltmeister.<br />
Wir müssen aber auch sehen, dass wir eben in manchen Bereichen<br />
nicht auf einer Insel leben, wo man sich abschotten kann, sondern<br />
unsere Bedingungen in allen Bereichen immer wieder überprüfen,<br />
ob wir unsere Wettbewerbsfähigkeit aufrecht erhalten können.<br />
Soziale Probleme müssen dann über Sozialpolitik gelöst<br />
werden, für die eine funktionierende Wirtschaft erst die Voraussetzungen<br />
schafft.
</p>
<p>
<b>Georg Frankl:</b> In Österreich gibt es nun seit<br />
sechs Monaten einen Kombilohn. Mit der ersten Halbjahres-Bilanz<br />
entpuppte sich das Projekt laut Einschätzung des Chefs der<br />
oberösterreichischen Arbeitsagentur jedoch als &quot;Rohrkrepierer&quot;,<br />
da mit den 15 Millionen Euro statt der erwarteten 5 000 Jobs nur<br />
ca. 180 geschaffen wurden.
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Wir haben auch in Deutschland schon einige Kombilohnmodelle<br />
gehabt, die nicht immer besonders erfolgreich gewesen sind. Trotzdem<br />
ist für mich das größte Problem unseres Arbeitsmarktes,<br />
dass bei sinkender Arbeitslosenzahl die Zahl der Langzeitarbeitslosen<br />
kaum zurückgeht. Insbesondere Menschen ohne Schulausbildung<br />
und Berufsabschluss werden es auf Dauer bei den heute vorhandenen<br />
Lohnstrukturen sehr schwer haben, neue Arbeit zu finden. Deshalb<br />
wollen wir jetzt versuchen, zumindest für die unter 25-jährigen<br />
und die über 50-jährigen neue Anreize der Beschäftigung<br />
über Kombilohnmodelle zu schaffen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Der Siemens-Vorstand will seine Gehälter um 30<br />
Prozent erhöhen. Die Belegschaft wird gleichzeitig zum Lohnverzicht<br />
aufgefordert. Ist das die Art und Weise, wie unser Wirtschaftssystem<br />
funktioniert?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Der Siemensvorstand sollte sich darüber im<br />
Klaren sein, dass in dieser Kombination die Öffentlichkeit<br />
Gehaltserhöhung für den Vorstand nicht versteht. Eine<br />
solche Botschaft passt auch nicht zusammen mit dem Bild, was ich<br />
in der Vergangenheit von der Siemens AG gewonnen habe.
</p>
<p>
<b>Sc: </b>Guten Tag Herr Meyer, wieso arbeiten Sie nur<br />
mit diesen Worthülsen? Alles bekannte Stellungnahmen, aber<br />
wann folgen Taten? Ich bin auch 27 Jahre alt und habe keine Zeit<br />
mehr nur diesen Politstillstand zu erleben. Reformieren Sie und<br />
sprechen Sie dann von Reformen, wenn diese auch das Wort Reform<br />
verdienen. Wieso treibt die Politik uns Junge in die Arme rechter<br />
Gestriger?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Nach meiner Überzeugung gab es bisher keine<br />
einzige Periode in der deutschen Politik, in der so grundsätzliche<br />
Reformen in solcher Vielzahl angegangen worden sind wie gerade jetzt.<br />
Wir werden uns in diesem Herbst mit der Reform der Gesundheitsvorsorge,<br />
der Unternehmenssteuer, der Erbschaftssteuer, mehr Wettbewerb und<br />
Kontrolle am Energiemarkt, der Kohlefinanzierung, der weiteren Kernenergienutzung,<br />
mit Fehlentwicklungen bei Hartz IV, mit Kombilöhnen, mit dem<br />
Grundthema Bürokratieabbau und einer Vielzahl von weiteren<br />
Projekten, z.B. Beteiligung Privater an der Deutschen Bundesbahn<br />
auseinander zusetzen haben. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man<br />
davon &quot;nur Reden&quot; sprechen kann. Ich bin allerdings überzeugt,<br />
wir werden an den Ergebnissen gemessen und nicht an Ankündigungen.
</p>
<p>
<b>erwinperwin: </b>Wie viel Freiraum will die Politik<br />
den großen Stromkonzernen eigentlich noch lassen?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Richtig ist, dass der Wettbewerb unter den großen<br />
Stromkonzernen nur unvollkommen funktioniert. Erste Änderungen<br />
sind bereits erfolgt, weil die Regulierungsbehörde, die neu<br />
eingerichtet wurde, die Kosten für die Stromnetze bereits gesenkt<br />
hat. Der Wirtschaftsminister hat darüber hinaus vor, die Möglichkeiten<br />
des Kartellamtes gegen Machtmissbrauch von Energiekonzernen zu verstärken.<br />
Die CDU/CSU-Fraktion unterstützt den Wirtschaftsminister in<br />
seinem Vorhaben.
</p>
<p>
<b>RPG:</b> Wie sehen Sie die Zukunft der deutschen Steinkohle?
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Die deutsche Steinkohle ist für die Stromerzeugung<br />
nach wie vor sehr viel teurer als Importkohle. Deshalb wird der<br />
Weg, die Steinkohlesubventionen abzubauen, fortgesetzt werden. Wir<br />
werden in diesem Herbst darüber entscheiden müssen, ob<br />
und in welchem Jahr ein Enddatum für den Abbau deutscher Steinkohle<br />
festgesetzt wird. Darüber hinaus werden wir Anfang nächsten<br />
Jahres über neue Strukturen und einen eventuellen Börsengang<br />
der Teile der heutigen RAG entscheiden, die nicht Kohle sind. Wichtig<br />
für die im Bergbau Betroffenen ist, dass alle Verantwortlichen<br />
zugesagt haben, den Abschmelzungsprozess sozialverträglich<br />
ablaufen zu lassen.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Das waren 60 Minuten tagesschau-Chat.<br />
Wir bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben. Unsere Bitte um<br />
Verständnis an jene, die wir heute mit ihrer Frage nicht berücksichtigen<br />
konnten. Unser besonderer Dank gilt Laurenz Meyer, der sich für<br />
uns Zeit genommen hat. Der nächste Chat findet am 9. Oktober<br />
statt. Unser Gast ist dann ab dreizehn Uhr der Ministerpräsident<br />
von Thüringen, Dieter Althaus. Das letzte Wort gehört<br />
Ihnen, Herr Meyer.
</p>
<p>
<b>Laurenz Meyer:</b> Allen Teilnehmern noch einen guten Tag. Mir hat<br />
der Chat wieder neue Erkenntnisse gebracht. Die direkte Art von<br />
Fragen und Antworten beim Chat ist bei den großen Reformfragen<br />
manchmal schwierig, zwingt aber auch, sich gedanklich kurz zu fassen.<br />
Falls es an der einen oder anderen Stelle zu kurz war, tut es mir<br />
leid. Tschüss!
</p>
<p><!-- #EndEditable --></p>
<p>
<!-- Content --><br />
<span style="font-size: x-small"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
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			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Vorgezogene Steuerreform nur wenn Arbeitnehmern mehr Geld bleibt.&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/vorgezogene-steuerreform-nur-wenn-arbeitnehmern-mehr-geld-bleibt-275/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/vorgezogene-steuerreform-nur-wenn-arbeitnehmern-mehr-geld-bleibt-275/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[thofsaess]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerreform]]></category>
		<category><![CDATA[Laurenz Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Rentenreform]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/Lmeyer_2003.jpg" alt="Laurenz Meyer" align="left" border="0" height="110" width="82" /></b> 
<b><span style="color: #000000">Der Generalsekretär der CDU Laurenz Meyer</span></b><span style="color: #000000"><b><b> 
ist am 29. Oktober 2003 zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de 
und politik-digital.de.</b></b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/Lmeyer_2003.jpg" alt="Laurenz Meyer" align="left" border="0" height="110" width="82" /></b><br />
<b><span style="color: #000000">Der Generalsekretär der CDU Laurenz Meyer</span></b><span style="color: #000000"><b><b><br />
ist am 29. Oktober 2003 zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de<br />
und politik-digital.de.</b></b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Liebe Politik-Interessierte, herzlich willkommen im tacheles.02-Chat.<br />
Die Chat-Reihe tacheles.02 ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
und wird unterstützt von tagesspiegel.de und von sueddeutsche.de.<br />
Im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin begrüße ich heute den CDU-Generalsekretär<br />
Laurenz Meyer. Bis 14 Uhr hat sich Herr Meyer Zeit genommen, um Ihre Fragen<br />
zu beantworten. <br />
Herr Meyer, sind Sie bereit?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Ja.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Angelo</b>:<br />
Kommt es der CDU nicht ganz gelegen, dass die SPD nun die über Jahrzehnte<br />
verschleppten Reformen anfasst?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Bis jetzt ist die SPD lediglich dabei, die Fehler rückgängig<br />
zu machen, die sie nach dem Regierungsantritt 1998 gemacht hat &#8211; siehe<br />
630 DM Verträge, heute 400 €, und Abschaffung des demografischen<br />
Faktors in der Rentenversicherung. Wirkliche Veränderungen für<br />
Deutschland oder richtige Reformen sehe ich bisher nicht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bundesrat-Fan</b>:<br />
Frage: Welche Chancen geben Sie dem Vorziehen der Steuerreform und den<br />
Hartz-Gesetzen im Bundesrat?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Bei den Hartz-Gesetzen müssen wir im Bundesrat Verbesserungen für<br />
mehr Flexibilität in den Betrieben und eine bessere Motivation der<br />
bisherigen Bezieher von Transferleistungen anstreben. Der Steuerreform<br />
dürfen wir nur zustimmen, wenn den Arbeitnehmern wirklich mehr Geld<br />
in der Tasche verbleibt und sie nicht ganz überwiegend über<br />
noch mehr Schulden finanziert wird.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>jens2</b>:<br />
Sie haben Recht. Sollten Sie jedoch nicht konstruktiv an den Reformen<br />
mitarbeiten, und Kompromisse suchen, statt zu blockieren?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Das ist völlig richtig. Aber wo wird blockiert?<br />
Das einzige, was wir bisher blockiert haben, waren Steuererhöhungen<br />
und das ist auch gut so.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Gesunde Skepsis</b>:<br />
Gibt es mittlerweile eine einheitliche Position der CDU/CSU zum Vorziehen<br />
der Steuerreform? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Im Prinzip ja, mit den Voraussetzungen, die ich eben schon genannt habe.<br />
Allerdings haben unsere Ministerpräsidenten unterschiedliche Akzentsetzungen,<br />
je nach dem, wie schlecht die derzeitige Haushaltslage in dem jeweiligen<br />
Land ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Herr Meyer, in den vergangenen Wochen sind Sie zum &quot;Zahlenmeister<br />
der Union&quot; geworden. Auf zahlreichen Regionalkonferenzen haben Sie<br />
versucht, mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation und diversen Zahlenkolonnen<br />
die Vorzüge der Herzog-Vorschläge zur Reform der Sozialversicherung<br />
der Unionsbasis schmackhaft zu machen. Man hatte jedoch mitunter den Eindruck,<br />
dass nicht alle Ihren Rechenkünsten folgen konnten. Haben Sie Ihre<br />
Parteifreunde nicht etwas überfordert? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Die Materie der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland<br />
ist sehr kompliziert, deshalb habe ich auch versucht, über Bilder<br />
und Grafiken die Veränderungen aufzuzeigen. Ich bin sicher, dass<br />
alle in unserer Partei zumindest eins begriffen haben: Vor dem Hintergrund,<br />
dass immer weniger Junge mehr Älteren gegenüberstehen müssen<br />
wir handeln. Nichts tun und die Dinge auf sich zukommen lassen wäre<br />
geradezu sträflich.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>josefine</b>:<br />
Wie würden Sie kurz und prägnant den Unterschied zwischen der<br />
Kopfpauschale und der Bürgerversicherung bezeichnen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Die Bürgerversicherung hat den schöneren Namen.<br />
Ich halte allerdings von dieser Zwangs-AOK überhaupt nichts. Sie<br />
würde auch keinen Beitrag zur Lösung der demografischen Probleme<br />
bringen. Die Kopfpauschale bringt diesen Beitrag auch nicht, koppelt aber<br />
wenigstens die Arbeitskosten in einem Teilbereich von den Sozialkosten<br />
ab. Weil beide Vorschläge langfristig nicht tragen, schlagen wir<br />
eine Gesundheitsprämie vor, die bei jeder Person für das Alter<br />
Vorsorge treffen soll.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>josefine</b>:<br />
Der Vorschlag der Grünen umfasst allerdings auch eine Wettbewerbssteigerung<br />
zwischen den Krankenkassen. Was halten Sie von diesem Aspekt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Die wird es bei der Bürgerversicherung nicht geben.<br />
Im Gegenteil, der Ausgleich in den Kosten unter den Krankenkassen soll<br />
noch ausgedehnt werden. Das führt letztlich zur Einheitskasse.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Simon Weber</b>:<br />
Ist die Kopfpauschale nicht sozial unausgewogen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Andreas Möhring</b>:<br />
Herr Meyer, ist es nicht sozial &quot;ungerecht&quot;, wenn ein Abteilungsleiter<br />
den gleichen Betrag zahlen muss wie eine kleine Schreibkraft?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Eine Kopfpauschale braucht sozialen Ausgleich für geringe Einkommen<br />
und Familien. Der Ausgleich über das Steuersystem, den wir vorsehen,<br />
ist allerdings wesentlich sozialer als weiter wie bisher ausschließlich<br />
die Arbeitnehmer mit Einkommen zwischen zwei- und dreieinhalbtausend Euro<br />
Monatseinkommen mit den gesamten Kosten des sozialen Ausgleichs zu belasten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurentinus</b>:<br />
Dr. Herbert Rische, der Präsident der Bundesversicherungsanstalt<br />
für Angestellte und Mitglied der Herzog-Kommission, sagte vor Wochen<br />
hier im Chat, dass die Kopfpauschale nicht organisierbar sei. Was sagen<br />
sie dazu?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Herr Rische hat Unrecht, ein solches System gibt es zum Beispiel in der<br />
Schweiz. Wir wollen allerdings im Gegensatz zur Kopfpauschale, dass der<br />
Einzelne individuelle versicherungsmathematisch berechnete Prämien<br />
zahlt, um für sein jeweiliges Alter vorzusorgen, weil sonst die Beiträge<br />
sowohl im jetzigen System wie auch bei der Bürgerversicherung und<br />
den Kopfpauschalen, in wahnsinnige Höhen steigen werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Herzogin</b>:<br />
Die Kopfpauschale erfordert vielfältige soziale Ausgleichsmechanismen,<br />
die weder verwaltungsmäßig organisierbar sind, noch dem Gerechtigkeitsempfinden<br />
vieler Versicherter entsprechen. Ihre Meinung dazu?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Ich sehe überhaupt keine Verwaltungsprobleme. In unserem System sind<br />
zurzeit die Beträge auf maximal 15 Prozent vom Einkommen begrenzt.<br />
Bei Arbeitnehmern oder Rentnern, bei denen die Prämie 15 Prozent<br />
übersteigen würde, würde sich die Versicherung den Rest<br />
direkt als staatliche Zuwendung besorgen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Frau Maget</b>:<br />
Aber die Schweiz hat ja auch Probleme in ihrem System, oder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Weil sie eben keine Gesundheitsprämie, sondern eine Kopfpauschale<br />
eingeführt hat, und deshalb die Beiträge mit zunehmender Alterung<br />
der Bevölkerung und dem medizinischen Fortschritt nach wie vor steigen.<br />
Trotzdem, auch diese Kopfpauschale hat wirtschaftlich erhebliche Vorteile<br />
und ist auch durch den Ausgleich über das Steuersystem sozialer.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Das sieht Herr Geißler aber anders.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Das habe ich auch gelesen, aber erstens hat Herr Geißler nicht immer<br />
Recht und zweitens lehne ich die Lösung, die er vorschlägt,<br />
die Probleme über zusätzliche Zuwanderung zu suchen, ab.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Martini</b>:<br />
Wie hoch schätzen Sie betragsmäßig den Anteil ein, den<br />
die Krankenkassen durch Einsparung im Verwaltungsbereich nach Einführung<br />
des Kopfpauschalensystems einsparen werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Ich glaube nicht, dass die Einsparungen bei den Verwaltungskosten, die<br />
notwendig sind, die Systemprobleme lösen helfen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Simon Weber</b>:<br />
Muss man aber nicht grundsätzlich ALLE Abgaben und Sozialversicherungen<br />
in einer Art und Weise organisieren, die festlegt, dass diejenigen, die<br />
mehr verdienen, auch einen höheren sozialen Ausgleich tragen müssen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Ja, genau aus dem Grunde schlagen wir ja diesen sozialen Ausgleich über<br />
das Steuersystem vor, weil nur hier alle, auch die höheren Einkommen,<br />
die Freiberufler, die Beamten, die Politiker, einen Beitrag zu diesem<br />
Ausgleich leisten. Bisher müssen ausschließlich die qualifizierten<br />
Arbeitnehmer zwischen 2000 und 3500 € den gesamten Sozialausgleich<br />
für die geringen Einkommen leisten. Der Ausgleich, der hier stattfindet,<br />
beträgt immerhin rund 40 Milliarden Euro.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Maju</b>:<br />
Und wie soll sichergestellt werden, dass die geplanten staatliche Rücklagen<br />
im Bereich der Gesundheitsvorsorge nicht angetastet werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Wir brauchen staatliche Rücklagen, in unserem Vorschlag nur für<br />
die Zeit bis zur Umstellung auf das Prämiensystem, damit die Älteren<br />
im Umstellungszeitpunkt nicht horrend hohe Prämien zu zahlen haben.<br />
Wir wollen diese Rücklagen bei der Bundesbank ansiedeln oder ein<br />
Sondervermögen bilden, damit das Geld dem Zugriff des Finanzministers<br />
entzogen ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Eichhorn</b>:<br />
Die Bundesregierung erwägt die Reduzierung der so genannten Schwankungsreserve<br />
der gesetzlichen Rente, die Grünen denken sogar an „Null“<br />
Schwankungsreserve. Aus Ihrer Sicht o.k.?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Nein, damit sind die Rentner endgültig Verfügungsmasse des Finanzministers.<br />
Nach unseren Vorschlägen soll die Schwankungsreserve schrittweise<br />
auf zwei Monate aufgestockt werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Martini</b>:<br />
Wie hoch schätzen Sie die Einsparung für eine durchschnittliche<br />
Familie bei der beide Eltern berufstätig sind ein, wenn das Pauschalenmodell<br />
zum tragen kommt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Das hängt vom Einkommen ab. Ein Arbeitnehmer der heute 3000 Euro<br />
verdient, würde um rund 200 Euro pro Monat entlastet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Maju</b>:<br />
Fehlt in Deutschland nicht viel mehr das nötige Gespür für<br />
private Vorsorge und Eigenverantwortung? Wollen wir nicht immer zuviel<br />
Staat?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Wir werden für die Zukunft, insbesondere bei der Altersvorsorge,<br />
sehr viel mehr private und betriebliche Vorsorge brauchen. Ein heute 30-Jähriger<br />
wird sich darauf einrichten müssen, dass er aus der gesetzlichen<br />
Rentenversicherung nur noch zwischen 35 und 40% seines Bruttoeinkommens<br />
erhalten wird.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Maju</b>:<br />
Thema Gesundheitsreform: wieso benötigt die CDU nach 4 Jahren Opposition<br />
und dem allseits bekannten Wissen um den demografischen Faktor, erst wieder<br />
eine &quot;Kommission&quot;, um sich dem Thema anzunehmen? Hatte man nicht<br />
genug Zeit &quot;vorzuarbeiten&quot;?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Graf</b>:<br />
Warum kommen die Reformvorstellungen der CDU erst so spät?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Wir sind die erste Partei, die überhaupt für alle sozialen Sicherungssysteme<br />
langfristige Vorschläge erarbeitet hat. Insofern kann ich die Frage<br />
nicht richtig nachvollziehen. Sie sollte lieber der Regierung und der<br />
SPD gestellt werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bundesrat-Fan</b>:<br />
Frage: Raten Sie der Bevölkerung derzeit zum Abschluss einer Riester-Rente?<br />
Würde eine CDU-geführte Bundesregierung die &quot;Riester&quot;-Rente<br />
abschaffen oder modifizieren?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Die CDU würde die Riester-Rente in der jetzigen Form abschaffen,<br />
das Prinzip aber erhalten. Die Riester-Rente ist viel zu bürokratisch.<br />
Wir brauchen für die Zukunft nur ganz wenige Kriterien, die eine<br />
Kapitalanlage erfüllen muss, um als private Altersvorsorge auch gefördert<br />
zu werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>josefine</b>:<br />
Wie würden Sie die derzeitige Lage der CDU/CSU beschreiben. Gibt<br />
es ihrer Meinung nach die Entwicklung einer starken Partei bis zur nächsten<br />
Bundestagswahl 2006? Auch wenn die CDU/CSU Personaldebatten dahingehend<br />
vermeiden will, sollte doch zumindest eine starke Person, das Bild der<br />
Partei summierend darstellen können. Wie schätzen Sie die derzeitige<br />
Situation der CDU/CSU ein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Wir werden zurzeit in den Meinungsumfragen nahezu bei einer absoluten<br />
Mehrheit in Deutschland gesehen. Das darf uns allerdings nicht überheblich<br />
machen. Wir dürfen auch die Fehler der SPD nicht wiederholen, die<br />
in ihrer langen Oppositionszeit keine wirklichen programmatischen Vorstellungen<br />
für eine Regierungszeit entwickelt hat. Deshalb haben wir unser Arbeitsprogramm<br />
unmittelbar nach der letzten Bundestagswahl in Angriff genommen und werden<br />
bis zum Ende des Jahres allen Menschen in Deutschland ganz konkret Antwort<br />
geben können, was sich ändern muss im Bereich Arbeitsmarkt,<br />
Steuern, und soziale Sicherungssysteme.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>General</b>:<br />
Meinen Sie nicht, die Blockade-Haltung der CDU kann auf Dauer die Umfragewerte<br />
nach unten beeinflussen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Eichhorn</b>:<br />
Wer wird von den guten Umfrageergebnissen profitieren? Koch, Merkel oder<br />
Stoiber?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Auch wenn ich mich jetzt wiederhole: Blockiert haben wir bisher lediglich<br />
Steuererhöhungen, die die Bundesregierung durchführen wollte.<br />
Im Übrigen geht es darum, die Vorstellungen der Bundesregierung auszuweiten.<br />
Nun zu den Umfrageergebnissen: Meine Überzeugung ist, dass kein Mensch<br />
in Deutschland zurzeit möchte, dass sich die CDU um Personaldebatten<br />
kümmert, aber alle wollen, dass wir bei dieser unfähigen Regierung<br />
einen Beitrag zur Überwindung der schweren Krise in unserer Wirtschaft<br />
leisten. Das werden wir auch tun. Personalentscheidungen stehen an, kurz<br />
vor einer Bundestagswahl, wann immer sie auch kommen mag. Hoffentlich<br />
möglichst schnell.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Edmund</b>:<br />
Kann Angela Merkel sich im nächsten Wahlkampf gegen Stoiber und Koch<br />
durchsetzen? Wen würden Sie als Kanzlerkandidaten favorisieren?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Siehe die letzte Antwort.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>General</b>:<br />
CSU-Chef Stoiber und DGB-Chef Sommer demonstrieren Einigkeit in der Ablehnung<br />
des Herzog-Konzepts, die CSU bezeichnet sich als die Partei der kleinen<br />
Leute &#8211; wo bleibt da die CDU? Ist es nicht ein Schlag ins Gesicht der<br />
CDU in welcher Form sich die Schwesterpartei derzeit verhält?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Gegen Partei der kleinen Leute ist zunächst mal überhaupt nichts<br />
zu sagen, die sind nämlich zurzeit die wirklich gekniffenen der derzeitigen<br />
rot-grünen Politik. Ansonsten wünsche ich mir natürlich,<br />
dass sich die CSU möglichst argumentativ mit unseren Vorschlägen<br />
auseinandersetzt. Für bessere Vorschläge sind wir nämlich<br />
jederzeit offen. Die liegen allerdings bisher noch von niemandem, der<br />
die Ergebnisse der Herzog-Kommission kritisiert hat, auf dem Tisch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Hat Sie die Harmonie zwischen Stoiber und Sommer überrascht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
So harmonisch hab ich das persönlich nicht empfunden. Herr Sommer<br />
sucht ganz offensichtlich Verbündete gegen die derzeitige Bundesregierung.<br />
Bei CDU und CSU würde er sie sicher dann auch finden, wenn der DGB<br />
in seinen Positionen ein bisschen mehr an die denken würde, die heute<br />
keine Arbeit haben, statt nur Besitzstände zu verteidigen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurentinus</b>:<br />
Deutschland wird nach einer Prognose der EU-Kommission auch 2004 gegen<br />
den Euro-Stabilitätspakt verstoßen. Soll die vorgezogene Steuerreform<br />
nun kommen oder nicht? Und wie wollen sie die Finanzierung realisieren?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wirtschaftsweiser</b>:<br />
Hallo Herr Meyer, wann kommen die Vorschläge der Union für die<br />
Finanzierung einer vorgezogenen Steuerreform. Diese Woche, nächste<br />
Woche, nie?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Laurenz Meyer</b>:<br />
Wir werden uns mit der vorgezogenen Steuerreform dann beschäftigen,<br />
wenn wir um die Ergebnisse der nächsten Steuerschätzung Bescheid<br />
wissen. Das wird Anfang bis Mitte November der Fall sein. Ich wiederhole<br />
aber noch mal, wenn den Arbeitnehmern die Steuersenkung für ein Jahr<br />
vorgezogen wird und ihnen gleichzeitig über Kilometerpauschale streichen<br />
und Eigenheimzulage streichen mehr Geld abgenommen als ihnen gegeben wird<br />
zu den enormen Schulden noch zusätzliche Schulden gemacht werden<br />
sollen, halte ich diese Politik für unvertretbar.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Hinweis</b>:<br />
Wegen eines technischen Problems wurde der Chat wenige Minuten vor Schluss<br />
unterbrochen. Wir bitten alle User um Verständnis.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Mehr Arbeitsplätze, bessere Wirtschaftspolitik, eine neue Balance von Flexibilität und Sicherheit&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/mehr-arbeitsplaetze-bessere-wirtschaftspolitik-eine-neue-balance-von-flexibilitaet-und-sicherheit-344/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 May 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/lmeyer.jpg" alt="Bernhard Gertz" align="left" height="90" width="80" />tacheles.02: 
Chat mit Laurenz Meyer</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/lmeyer.jpg" alt="Bernhard Gertz" align="left" height="90" width="80" />tacheles.02:<br />
Chat mit Laurenz Meyer</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Herzlich willkommen im tacheles.02-Chat. Heute ist der Generalsekretär<br />
der CDU, Laurenz Meyer, für die kommenden 45 Minuten unser Chat-Gast.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Herr Meyer, heute hat die IG Metall im Südwesten beschlossen, am Montag<br />
im Kampf um höhere Löhne zu streiken &#8211; eine schöne Wahlkampfvorlage für<br />
einen Generalsekretär der CDU?</p>
<p><b>Laurenz Meyer: </b>Einerseits ist die Unzufriedenheit der<br />
Arbeitnehmer aufgrund der Belastung durch die vielen Steuererhöhungen<br />
und die Preissteigerung verständlich, andererseits ist sie für die<br />
Konjunkturentwicklung Gift, also kein Grund zur Freude.</p>
<p><b>ernie: </b>Für den Montag ist Streik angesagt, auf welcher Seite steht die CDU?<br />
<b><br />
Laurenz Meyer:</b> In Tarifstreitigkeiten sollten die Politiker sich nach Möglichkeit nicht auf eine der beiden Seiten schlagen.</p>
<p><b>Christian Neuhaus:</b> Was würden sie im Falle eines Wahlsieges in der Wirtschaftspolitik ändern?</p>
<p><b>Laurenz Meyer: </b>Wir brauchen dringend eine Entbürokratisierung<br />
des Arbeitsmarktes, damit mehr Einstellungen möglich werden und<br />
niedrigere Steuern. Das sind die beiden wichtigsten Punkte.</p>
<p><b>Kristin: </b>Was wollen sie in der Steuerpolitik besser machen?</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Das Wichtigste ist, dass die Steuern für den<br />
Normalverdiener sinken,. Dazu müssen wir den Eingangssteuersatz für<br />
niedirge Einkommen auf unter 15% und den Spitzensteuersatz auf unter<br />
40% senken. Durch Senkung des Eingangssteuersatzes kann man auch am<br />
Wiksamsten Schwarzarbeit bekämpfen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Da kommt auch gleich die Gretchenfrage:</p>
<p><b>Daniel24:</b> Wie haben sie vor, diese Steuersenkung zu finanzieren?</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Diese Steuersenkung muss zunächst durch höheres<br />
Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätze möglich gemacht werden,<br />
deshalb werden wir die Arbeitsmarktmaßnahmen in 2003 und den ersten<br />
Schritt der Steuersenkung erst in 2004 durchführen. Langfristig<br />
finanzieren sich Steuersenkungen aber selbst wie andere Länder zeigen,<br />
weil mehr Wirtschaftswachstum entsteht.</p>
<p><b>gonzo:</b> Wie soll die &quot;entbürokratisierung des arbeitsmarktes &quot; aussehen?<br />
<b><br />
Laurenz Meyer: </b>Wir werden Teilzeit entbürokratisieren,<br />
niedrige Löhne unterstützen durch Zuzahlung des Staates,<br />
Scheinselbständigengesetz abschaffen, die 630 DM Regelund als 400 Euro<br />
Regelung wieder einführen und bessere Bedingungen für betriebliche<br />
Bündnisse für Arbeit schaffen.</p>
<p><b>Christian Neuhaus:</b> Was ist wenn das Wirtschaftwachstum auf sich warten lässt, das ihre Vorschläge finanziert?<br />
<b><br />
Laurenz Meyer:</b> Die Arbeitsmarktmaßnahmen werden sofort<br />
Wirkung zeigen. Eine aktuelle Untersuchung für 49 Industrieländer der<br />
Welt hat gezeigt, dass Deutschland hier inzwischen auf dem 49. Platz<br />
liegt. Einstellungen werden praktisch unmöglich gemacht, die hohe Zahl<br />
der Überstunden und das starke Steigen der Scharzarbeit sind der beste<br />
Beweis.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dagobert: </b>Welche Länder zeigen, dass dadurch ein größeres Wachstum entsteht?<br />
<b><br />
Laurenz Meyer:</b> USA, Großbritannien, Österreich, Luxemburg, und so weiter und so weiter.<br />
<b><br />
Dagobert:</b> Wird die CDU unsinnige Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen abschaffen?<br />
<b><br />
Laurenz Meyer:</b> Wir werden unsere Maßnahmen zur<br />
Finanzierung des Niedriglohnsektors aus den bisherigen Töpfen für ABM<br />
finanzieren. Für ältere Arbeitnehmer, insbesondere in Ostdeutschland,<br />
soll es allerdings weiterhin ABM geben. Für Jüngere im Wesentlichen<br />
Umschulung und Weiterbildung. Die Gesamtsumme für den zweiten<br />
Arbeitsmarkt ist zur Zeit 20 Mrd. Euro, da ist eine Menge Spielraum.<br />
<b><br />
Moderator: </b>Noch einmal etwas spezieller zum Thema Wirtschaft: Zum vielzitierten Mittelstand:</p>
<p><b>micx:</b> Und wie wollen Sie die Wirtschaft wieder zum Laufen bringen? Dem Mittelstand geht es ja schlecht wie nie zuvor.</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Der Mittelstand ist von der Rot-Grünen Regierung<br />
regelrecht abgestraft worden. Man hat nur die Großkonzerne im Auge<br />
gehabt. Wir werden die Bedingungen für den Mittelstand und die vielen<br />
kleinen Unternehmen an die Bedingungen für die Großen angleichen.</p>
<p><b>logoman:</b> zur Steuerpolitik: Die Stufen die sie ankündigen stehen doch längst im Gesetz</p>
<p><b>Laurenz Meyer: </b>Die Steuerreform des jetzigen Regierung ist<br />
ungerecht und unfair. Wir werden eine neue Steuerreform zum 1.1. 2004<br />
beschließen, die das Existenzminimum steuerfrei läßt die Steuersätze<br />
senkt und dafür sorgt, das Normalarbeitnehmer nicht in den Bereich der<br />
Spitzensteuer kommen.</p>
<p><b>Moderator: </b>gleich mehrfach gibt es die Fragen zu den Kindergeldplänen der CDU:</p>
<p><b>maria 2002:</b> Wie will die cdu das beabsichtigte höhere kindergeld bezahlen?</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Wir wollen kein höheres Kindergeld, sondern den<br />
Ersatz und die Zusammenfassung aller bisherigen Leistungen durch unser<br />
Familiengeld. 600 Euro für Kinder von 1-3 Jahren, 300 Euro für<br />
3-18-Jährige. Es geht darum, die Kinder aus der Sozialhilfe<br />
herauszuholen und alle Kinder unabhängig vom Einkommen der Eltern<br />
gleich zu behandeln.</p>
<p><b>Waltraut:</b> Will die CDU auch Änderungen am Ehegattensplitting?</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Das Ehegattensplitting bleibt erhalten.</p>
<p><b>Moderator:</b> Jetzt geht`s um konkrete Zahlen:</p>
<p><b>Dagobert: </b>Wie hoch soll die Wunscharbeitslosenzahl zur Wahl 2006 sein?<br />
<b><br />
Laurenz Meyer:</b> Wir werden nicht den selben Fehler machen<br />
wie der derzeitige Bundeskanzler, der seine vielen Versprechen<br />
gebrochen hat. Konkrete Zahlen sind deshalb nicht vorgesehen. Jeder<br />
Arbeitslose ist ein Arbeitsloser zuviel.</p>
<p><b>kiko:</b> Der Unions-Kanzlerkandidat will in den kommenden 4 Jahren<br />
700.000 neue Jobs schaffen. Die momentane Regierung hat die Zahl der<br />
Beschäftigten seit Antritt um 1,1 Millionen ansteigen lassen. Sollten<br />
Sie das nicht besser können?</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Die 7-800.000 Jobs beziehen sich ausschließlich<br />
auf unsere Vorschläge zum Niedriglohnsektor. Man muss allerdings<br />
hinzufügen, dass wir auch den Druck erhöhen werden, auf die die Arbeit<br />
annehmen könnten aber nicht wollen. Es gilt der Satz: Wer arbeitet,<br />
muss mehr Geld verdienen als wenn er nicht arbeitet.</p>
<p><b>XRaterX:</b> Waren Sie schon einmal arbeitslos? Kennen Sie Arbeitslose?</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Ich war noch nie arbeitslos gemeldet. Aber ich<br />
kenne selbstverständlich Arbeitslose, und zwar welche, die Arbeit<br />
suchen, zum Teil ganz verzweifelt, aber auch welche, die keine Arbeit<br />
suchen.<br />
<b><br />
rossi:</b> Was wird eigentlich geschehen, wenn die Grenzen<br />
naheliegender Billiglohnländer zur EU geöffnet werden. Sind dann nicht<br />
die Arbeitsplätze mittels Lohndumping durch osteuropäische Gastarbeiter<br />
in Gefahr. Schließlich können die hier in einer kurzen Zeit das<br />
verdienen, was sie zu hause in einem Jahr verdienen?</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Für den EU-Beitritt der östlichen Nachbarländer<br />
wird es Übergangsfristen geben für den Arbeitsmarkt. Außerdem hat<br />
Deutschland bisher von dem Handel innerhalb der EU-Länder erheblich<br />
profitiert. Die Chancen werden für uns durch weitere Mitgliedsländer<br />
steigen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Zu einem anderen Thema: Nach dem Amoklauf in Erfurt gibt es viele Fragen zum Waffenrecht und zu Gewalt in den Medien:</p>
<p><b>Leo:</b> Warum wollen Sie Computerspiele verbieten, aber bei der<br />
Verschärfung der Waffengesetze auch des Exports deutscher Waffen, so<br />
zurückhaltend waren und sind?<br />
<b><br />
Laurenz Meyer:</b> Gewaltverherrlichende Computerspiele<br />
dürfen nicht weiter zur Normalausstattung in unseren Kinderzimmern<br />
gehören. auch beim Waffengesetz müssen mögliche Verschärfungen geprüft<br />
werden. Allerdings wäre nach meiner Überzeugung durch alle konkreten<br />
Vorschläge, die jetzt diskutiert werden, eine schreckliche Tat wie die<br />
jetzt in Erfurt nicht auszuschließen.<br />
<b><br />
christophlange:</b> Guten Abend Herr Meyer. Eine Frage:<br />
Gestern war in Berlin der Bär los. Warum können unter den Augen der<br />
Polozisten Läden geplündert werden. Was wird die CDU dagegen tun?</p>
<p><b>Laurenz Meyer: </b>Die Strategie der Polizei von gestern abend von<br />
ich grundfalsch. Der Innensenator hätte ein frühzeitiges Eingreifen<br />
anordnen müssen. Die Polizisten konnten einem nur Leid tun, und die<br />
Anwohner erst recht.<br />
<b><br />
christophlange:</b> Warum will die CDU nicht die Einwanderung zum Wahlkampfthema machen?</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Das Zuwanderungsgesetz wird von uns<br />
selbstverstänlich im Wahlkampf angesprochen werden. Bei über 4<br />
Millionen Arbeitslosen brauchen wir keine Zuwanderung in ganz normale<br />
Arbeitsplätze. Da sind wir ganz anderer Meinung als einige<br />
Wirtschaftsverbände.<br />
<b><br />
gonzo:</b> Ist die staatliche Zuzahlung zu Niedriglöhnen nicht ein Elfmeter für betrügerisches Abzocken in bestimmten Branchen?</p>
<p><b>Moderator: </b>Bitte die Frage noch mal kurz irgnorieren:<br />
Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber hat sich aber doch bisher beim<br />
Thema Zuwanderung doch recht zurückgehalten?</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Beim Thema Zuwanderung kommt es darauf an, in der<br />
Sache klar und im Ton maßvoll zu sein. Ausländerfeindliche Parolen wird<br />
es aus der CDU nicht geben.</p>
<p><b>Moderator:</b> noch einmal zum Thema Amoklauf in Erfurt:</p>
<p><b>Dagobert: </b>Wie kann man sehr brutale illegale Baller&quot;Spiele&quot; bekämpfen?<br />
<b><br />
Laurenz Meyer:</b> Indem man gewaltverherrlichende Spiele schlicht verbietet.<br />
<b><br />
general_pjotr:</b> Was halten sie persönlich von dem<br />
Vorhaben des Bundesinnenministers , die Volljährigkeit auf 21 zu heben<br />
? Ich persönlich bin dagegen .</p>
<p><b>Laurenz Meyer: </b>General_pjotr, da bin ich genau Ihrer Meinung.</p>
<p><b>666: </b>Wie wollen Sie, wenn Sie an der Regierung sind, solche Zwischenfälle wie Erfurt verhindern?</p>
<p><b>Laurenz Meyer: </b>Nach meiner Überzeugung kann man mit noch so viel<br />
Gesetzen solche Extremtaten nicht ausschließen. Viel wichtiger als<br />
manche konkreten Vorschläge finde ich, dass wir ausgehend von dieser<br />
Gewalttat über Fragen von Erziehung und über den Zusammenhang Schule &#8211;<br />
Eltern &#8211; Lehrer diskutieren.</p>
<p><b>Daniel Lemmen:</b> Glauben sie nicht das ein Verbot solcher &quot;Gewaltspiele&quot; die Selben nicht noch atraktiver macht als sie schon sind?</p>
<p><b>Laurenz Meyer: </b>Für einige wenige vielleicht ja, aber es geht darum, dass die Gesellschaft solche Aufrufe zur Gewalt nicht akzeptieren darf.<br />
<b><br />
Waltraut:</b> Guten Abend, ich habe bisher immer die SPD<br />
gewählt, im Bund und im Land. Sagen Sie mir 3 gute Gründe, warum ich<br />
jetzt die CDU wählen soll</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Mehr Arbeitsplätze, bessere Wirtschaftspolitik,<br />
eine neue Balance von Flexibilität und Sicherheit in den<br />
Sozialsystemen, und Leistung muss sich wieder lohnen.<br />
<b><br />
Moderator: </b>Noch ein kleiner Themawechsel, auch wenn wir heute nur 45 Minuten Zeit haben:<br />
Daniel Lemmen: Was hält die Christlich Demokratische Union von den<br />
derzeitigen globalen militärischen Einsätzen der BRD und wird es trotz<br />
der schlechten Ausrüstung der Bundeswehr zu weiteren<br />
&quot;Friedenseinsätzen&quot; bei der CDU geführten Regierung kommen?<br />
<b><br />
Laurenz Meyer:</b> Die Bundeswehr ist was Material und<br />
Situation der Soldaten angeht am Ende der Fahnenstange angekommen. Wir<br />
können uns allerdings internationalen Verpflichtungen nicht entziehen.<br />
Deshalb werden wir mittelfristig auch mehr Geld für die Bundeswehr<br />
brauchen. Ein Einsatz der Bundeswehr im Nahen Osten schließe ich<br />
allerdings grundsätzlich aus.</p>
<p><b>Dagobert:</b> Wird die CDU die Bundeswehr im Falle eines Wahlsieges besser finanzieren?</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Ja.</p>
<p><b>Moderator:</b> Zum Schluss noch ein &quot;persönliche&quot; Frage:</p>
<p><b>ruprecht_polenz:</b> Wenn die CDU die Wahl gewinnt, was wird denn danach ihre Position sein? Haben Sie eine Position in Stoibers Schattenkabinett?</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Ich bin gerne CDU Generalsekretär und stelle mir<br />
die Aufgabe noch spannender vor als Generalssekretär der größten<br />
Regierungspartei nach dem 22. September.</p>
<p><b>Moderator:</b> Leider ist unsere Chat-Zeit nun schon vorbei. Vielen Dank, Herr Meyer.</p>
<p><b>Laurenz Meyer:</b> Tschüß an alle Chatter</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir würden uns freuen, Sie bei unserem nächsten Chat<br />
wieder begrüßen zu dürfen. In der kommenden Woche wird voraussichtlich<br />
der bayerische Innenminister </span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Günther<br />
Beckstein (CSU) zum Chatten kommen. Am Mittwoch, 15.Mai, ist der<br />
Grünen-Politiker Oswald Metzger bei tacheles.02 zu Gast.<br />
<b>Moderator:</b> Im Namen der Veranstalter tagesschau.de und<br />
politik-digital.de sowie des Unterstützers tagesspiegel.de wünschen wir<br />
allen Beteiligten einen schönen Abend.</span></p>
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		<title>&#8220;Ich schäme mich nicht, ein Deutscher zu sein&#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Laurenz Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Patriotismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Laurenz Meyer im Chat am 19. März 2001</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Laurenz Meyer im Chat am 19. März 2001</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Laurenz Meyer, Generalsekretär<br />
der CDU, hatte im Chat von Stern.de und politik-digital alle Hände voll<br />
zu tun, seinen Standpunkt zur jüngsten Patriotismus-Diskussion zu<br />
erklären.:&quot;<i>Ich schäme mich nicht, ein Deutscher zu sein&quot;</i>, lautete seine Quintessenz.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Gefühl, stolz auf Deutschland zu sein, sei ein Gefühl der Mitte und es sei <i>&quot;verhängnisvoll&quot;</i>,<br />
dies den Rechten zu überlassen. Beispielhaft könne man hier für<br />
Deutschland besondere Leistungen im Bereich Kultur, Sport, Wissenschaft<br />
oder Politik nennen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch die aktuelle Debatte um die <i>&quot;Skinhead-Äußerung&quot;</i><br />
Jürgen Trittins kam auf den Bildschirm.<br />
Bundesumweltminister Trittin disqulifiziere sich selbst, wenn er Meyer<br />
als moralischen Skinhead bezeichne, schätzte der CDU-Politiker . Für<br />
ihn sei die Sache mit der Entschuldigung Trittins zwar erledigt, für<br />
die CDU aber nicht, <i>&quot;weil<br />
Herr Trittin den Rechtsradikalismus als Kampfmittel gegen demokratische<br />
Parteien verwendet und damit den Rechtsradikalismus auch verharmlost&quot;</i>.<br />
Die Deutschen sollten ein entspanntes Verhältnis zum eigenen Vaterland<br />
entwickeln, ohne die dunklen Seiten der eigenen Geschichte<br />
auszuklammern. <i>&quot;Aber ich glaube, wer wie Herr Trittin, die dritte<br />
Strophe des Deutschlandes nicht mitsingen will, oder stolz darauf ist,<br />
dass er sie noch nie gesungen hat, hat in der Bundesregierung nichts zu<br />
suchen&quot;</i>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In diesem Zusammenhang konkretisierte der <i>&quot;General&quot;</i> den Chattern gegenüber seine Vorstellungen zur Einwanderungspolitik: <i>&quot;Wir<br />
müssen darauf achten, dass für einen Teil der Zuwanderer in Zukunft wie<br />
in anderen Ländern auch gilt, dass wir diejenigen bevorzugt einwandern<br />
lassen, die einen besonderen Beitrag für unsere Wirtschaft oder Kultur<br />
leisten können&quot;</i>. Ohnehin sei er davon überzeugt, dass sich ein<br />
Großteil der Notwendigkeiten, die bei der Zuwanderung diskutiert<br />
würden, durch Weiterbildung der deutschen Arbeitslosen und Arbeitnehmer<br />
erledigen ließen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für die guten Ergebnisse der CDU bei den Kommunalwahlen in Hessen hatte Meyer gleich drei Erklärungen parat: <i>&quot;Weil<br />
sie erstens gute Kommunalpolitik gemacht hat, zweitens die neue<br />
CDU-Regierung z.b. in der Schulpolitik gute Leistungen vorzuzeigen hat<br />
und drittens die Bundesregierung auch die rote Karte für ihre<br />
Rentenpolitik und die Ökosteuer bekommen hat&quot;.</i><br />
Natürlich fragte die Chatgemeinde auch nach Meyers Internet-Gepflogenheiten: <i>&quot;Ich<br />
nutze das Internet privat, einen Onlinekauf habe ich noch nicht<br />
getätigt. Allerdings habe ich schon Urlaubsreisen per Internet<br />
organisiert und schon Hotels und Flüge gebucht&quot;.</i> Bei seinem vollen Terminkalender stünde das Privatleben allerdings meist zurück: <i>&quot;Ich<br />
sehe leider meine Kinder viel zu selten, und für Sport habe ich zur<br />
Zeit überhaupt keine Zeit. Das finde ich sehr bedauerlich&quot;.</i><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><!--<b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/politik/chataktuell/archiv/5150_7614.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b>--><br />
<!-- Content Ende --><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> </p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
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