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	<title>Lebensmittel &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Lebensmittel &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Australien empfiehlt ALDI</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 16:20:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Australian Labor Party]]></category>
		<category><![CDATA[Supermarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Reaktion auf die gestiegenen Lebensmittelpreise hat die australische Regierung eine Webseite entwickelt, bei der der jeweils billigste Anbieter aufgeführt wird. Problem dabei: Lokale Supermärkte werden klar benachteiligt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Reaktion auf die gestiegenen Lebensmittelpreise hat die australische Regierung eine Webseite entwickelt, bei der der jeweils billigste Anbieter aufgeführt wird. Problem dabei: Lokale Supermärkte werden klar benachteiligt.<!--break--></p>
<p>
Mit der Seite <a href="http://www.grocerychoice.gov.au/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GROCERYchoice</a> will die australische Labor-Regierungspartei helfen, in den immer größer werdenden Supermärkten das Gefühl für die Preise nicht zu verlieren. Seit August 2008 werden dazu die Preise von 500 Produkten in den verschiedenen Handelsketten in 61 Regionen getestet. Dargestellt werden diese dann zusammengefasst in acht Körben, etwa dem Obst&amp;Gemüse- oder dem Haushalts-&amp;Hygieneartikel-Korb. Die aktuellen Preise der Körbe können die Australier dann für ihre Regionen aufgelistet abrufen. Insgesamt am billigsten ist ALDI.
</p>
<p>
<b>Schlechtes Feedback</b>
</p>
<p>
Wie <a href="http://www.heise.de/newsticker/Australien-Opposition-fordert-Ende-der-staatlichen-Supermarkt-Empfehlung-im-Internet--/meldung/114891" target="_blank" rel="noopener noreferrer">heise online</a> berichtet, zeigt sich die australische Oppositionspartei jedoch wenig begeistert und bereits stark nachlassende Userzahlen geben ihr recht. Besonders sorgt für Unmut, dass kleinere lokale Anbieter zwar mitunter aufgeführt, allerdings nicht namentlich genannt werden. Vielleicht liegt es ja nur daran, dass das australische Sieben-Gänge-Menü nicht aufgeführt ist: ein Steak und ein Six-Pack.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Die Gefahr einer Einschleppung besteht&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/die-gefahr-einer-einschleppung-besteht-164/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Klöckner]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelskandal]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemie]]></category>
		<category><![CDATA[Vogelgrippe]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett">
Am Mittwoch, 11. Januar, war Julia Klöckner, 
MdB der CDU, zu Gast im tagesschau-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de. 
Mit den Teilnehmern sprach sie über die Gefahr der Vogelgrippe 
und über Verbraucherschutz bei Lebensmitteln.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
Am Mittwoch, 11. Januar, war Julia Klöckner,<br />
MdB der CDU, zu Gast im tagesschau-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de.<br />
Mit den Teilnehmern sprach sie über die Gefahr der Vogelgrippe<br />
und über Verbraucherschutz bei Lebensmitteln.<!--break-->
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Liebe Politik-Interessierte, herzlich<br />
willkommen im tagesschau-Chat. Unsere Chat-Reihe wird veranstaltet<br />
von tagesschau.de und politik-digital.de. Heute chatten wir mit<br />
Julia Klöckner. Sie ist für die CDU Abgeordnete im Deutschen<br />
Bundestag. Zu ihren Spezialgebieten zählen der Verbraucher-<br />
und Umweltschutz. Guten Tag, Frau Klöckner, können wir<br />
starten?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Ja, können wir!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Horst Seehofer sieht trotz Ausbreitung<br />
der Vogelgrippe in der Türkei keine erhöhte Gefahr einer<br />
Einschleppung nach Deutschland. Andere Experten und Politiker sind<br />
da klar anderer Meinung. Was stimmt?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Erst mal die Frage: Welcher<br />
Meinung sind Ihrer Meinung nach die anderen?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die anderen sehen eben diese erhöhte<br />
Gefahr einer Einschleppung &#8211; im Gegensatz zu Seehofer. Wer hat Recht?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Die Gefahr einer Einschleppung<br />
besteht durch die Nähe zur Türkei natürlich. Aber<br />
die Gefahr ist nicht derart, dass Panikmache angebracht ist. Wir<br />
müssen den nationalen Krisenplan, den Horst Seehofer erarbeitet<br />
hat, nun konsequent anwenden. Zum Beispiel stehen erhöhte Kontrollen<br />
an Flughäfen, Busbahnhöfen und eine Deklarationspflicht<br />
auf der Tagesordnung.
</p>
<p>
<b>Bauer Möller:</b> Hallo Frau Klöckner, wie<br />
wahrscheinlich ist es, dass ich meine Gänse und Hühner<br />
im Frühling wieder in den Stall sperren muss?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Wo ist Ihr Hof? Die Wahrscheinlichkeit<br />
wird recht hoch sein, denn gerade im Frühjahr, wenn der Vogelzug<br />
beginnt, steigt die Gefahr einer Ansteckung. Deshalb bin ich für<br />
Prophylaxe.
</p>
<p>
<b>olaf:</b> Wenn dieser Virus so gefährlich ist,<br />
sollten dann nicht die Städte und Gemeinden zuallererst mal<br />
etwas gegen die unzähligen Stadttauben, die sich jetzt auch<br />
schon in den Dörfern breit machen und sowieso Krankheitsüberträger<br />
sind, unternehmen?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Stadttauben mögen zwar<br />
nicht jedermanns Sache sein, dennoch sie sind nicht Überträger<br />
der Vogelgrippe.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachtrag des Users:
</p>
<p>
<b>Bauer_Möller:</b> In der Nähe von Rendsburg.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Ja, auch Rendsburg ist nicht<br />
vor einer möglichen Ansteckungsgefahr gefeit.
</p>
<p>
<b>Bern4912 aus Kanada:</b> Viele Menschen reagieren<br />
auf relativ eingrenzbare Vorkommnisse (Vogelgrippe, Sars und andere)<br />
crazy und neurotisch. Und es gibt immer Politiker, die das politisch<br />
ausschlachten. Hier wäre eine gemeinsame, an die Vernunft der<br />
Menschen appellierende Sprache angebracht und keine politischen<br />
Spielchen. Ich erinnere mich noch an Tschernobyl, wo Menschen so<br />
viele Jodtabletten gegessen haben, dass sie wegen Jodvergiftung<br />
ins Krankenhaus mussten.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Grüße nach Kanada!<br />
Hoffentlich geht es den Hühnern dort gut. Panikmache und politische<br />
Show sind immer unangebracht. Dennoch ist es wichtig, dass sich<br />
Politiker über Vorgehensweisen &#8211; wie zum Beispiel heute Nachmittag<br />
in einer Bund-Länder-Runde &#8211; verständigen. Sollen Ihrer<br />
Meinung nach Politiker denn auf Anfragen keine Auskunft geben, um<br />
somit auch nicht zitiert und den Verdacht des &quot;Ausschlachtens&quot;<br />
ausgesetzt zu werden?
</p>
<p>
<b>Marc:</b> Wie lange schätzen Sie, wird es noch<br />
dauern, bis sich der Vogelgrippenvirus in eine von Menschen auf<br />
Menschen übertragbare Variante verwandelt hat?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Ich hoffe, dass dies auf<br />
Grund globaler Abstimmungen und Vorsichtsmaßnahmen niemals<br />
geschehen wird. Kann Ihnen aber, da ich keine Virologin bin, dazu<br />
keine genauen Zeitfenster nennen.
</p>
<p>
<b>Wagenheber:</b> Ist es nicht paranoid, jetzt auf den<br />
Genuss von Geflügel zu verzichten?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> In der Tat, das wäre<br />
es. Die Frage ist nur, woher das Geflügelfleisch kommt. Ich<br />
würde zurzeit weder welches aus Asien noch aus der Türkei<br />
verzehren. Aber beim Bauern um die Ecke gibt es unbedenklich gutes.
</p>
<p>
<b>geisha21:</b> Wie kann man den Notfallplan noch optimieren<br />
&#8211; mit Medikamenten für nur knapp 20% der Bevölkerung wird<br />
es ja wohl noch nicht getan sein. Gerade heute stand in der FAZ,<br />
dass selbst große Firmen eigene Notfallpläne haben, um<br />
ihre Mitarbeiter vor Erkrankungen schützen.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Den Notfallplan kann man<br />
durch konsequente Anwendung der Prophylaxe-Maßnahmen optimieren.<br />
Im Übrigen ist auch gar nicht gesichert, dass uns das passende<br />
Medikament bei einer möglichen Übertragung der Viren vom<br />
Tier auf den Menschen zur Verfügung stünde. Das Robert<br />
Koch Institut sagt selbst, man benötige erst einmal das vermeintlich<br />
menschliche Überträgervirus, um einen Impfstoff entwickeln<br />
zu können.
</p>
<p>
<b>ddandra:</b> Welche Maßnahmen bespricht denn<br />
die Bundesregierung heute?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Unter anderem wird über<br />
eine allgemeine Aufstallungspflicht im Frühjahr gesprochen.<br />
Ebenso über die Maßnahmen, die die einzelnen Bundesländer<br />
im Kontrollbereich von Reisenden und Importen durchführen.<br />
Es wird auch über eine so genannte Deklarationspflicht von<br />
Einreisenden gesprochen, die Lebensmittel bei sich tragen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Themenwechsel:
</p>
<p>
<b>Jonas:</b> Wird es einen neuen Anlauf für das<br />
in der vergangenen Legislaturperiode gescheiterte Verbraucherinformationsgesetz<br />
geben?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Ja, der Anlauf befindet sich<br />
schon fast auf der Zielgeraden. Es liegt ein Entwurf vom Verbraucherschutzministerium<br />
vor, welcher von den Fraktionen und den Ländern diskutiert<br />
wird.
</p>
<p>
<b>Dornfelder:</b> Wieso interessieren Sie sich als junge<br />
Frau für das Thema Landwirtschaft? Das Themengebiet beinhaltet<br />
immerhin nicht ausschließlich den Weinanbau.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Das stimmt. Zum einen komme<br />
ich aus einer ländlichen Region und bin intensiv mit der Landwirtschaft<br />
im Kontakt und weiß um deren Arbeit, Ziele und politische<br />
Aufgabenstellungen. Und zum anderen fällt in diesen Bereich<br />
auch der Verbraucherschutz und die Ernährung, welche uns alle<br />
angeht &#8211; und im Übrigen schließt es sich ja nicht aus:<br />
Junge Frau mit intellektuellem Verständnis für männliche<br />
Landwirtschaft 🙂
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal zum Verbraucherinformationsgesetz:
</p>
<p>
<b>Jonas:</b> Wird es in dem Gesetz auch einen direkten<br />
Informationsanspruch gegen Unternehmen geben?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Wenn es nach mir ginge, nein.<br />
Denn was vielleicht für große Unternehmen zu leisten<br />
wäre (Info-Hotlines), ist für kleine mittelständische<br />
Unternehmen nicht leistbar. Deshalb plädiere ich für einen<br />
Auskunftsanspruch an Behörden. Doch letztlich ist die Frage<br />
noch nicht entschieden. Wir möchten uns sowohl die Seite der<br />
Anbieter als auch der Verbraucher noch einmal anhören und beurteilen.
</p>
<p>
<b>Lillyfee:</b> Welcher Charaktereigenschaft beziehungsweise<br />
welchem Persönlichkeitsmerkmal haben Sie es Ihrer Meinung nach<br />
zu verdanken, dass Sie bei der Bundestagswahl 2005 als erste CDU-Kandidat(in)<br />
seit 50 Jahren das Direktmandat in Ihrem Wahlkreis gewonnen haben?<br />
Oder führen Sie den Direktmandatsgewinn auf äußere<br />
Umstände zurück?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Was meinen Sie mit &quot;äußeren<br />
Umständen&quot;?
</p>
<p>
<b>Marsmensch:</b> Hat Ihre Herkunft mit Ihrer Sympathie<br />
für die CDU zu tun?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Sie schließen sich<br />
nicht aus. Aber diese Verbindung ist nicht zwingend.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Noch mal zum Direktmandat:<br />
Ich gehe davon aus, dass ich auf Grund meiner Präsenz und Arbeit<br />
gewählt worden bin. Und wenn die Bürger in meinem Wahlkreis<br />
mich auch noch sympathisch finden, habe ich kein Problem damit.<br />
So ist Demokratie, junge Frauen können ältere Herren auch<br />
besiegen.
</p>
<p>
<b>Anna:</b> Wie stehen Sie zur Agrarpolitik Horst Seehofers?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Horst Seehofer ist ein Glücksgriff<br />
sowohl für die Landwirte (ökologisch wie konventionell<br />
wirtschaftende) als auch für Deutschlands Verbraucher. Im Übrigen<br />
hat er sich sehr schnell um die brennenden Themen unmittelbar nach<br />
Ministeriumsübernahme gekümmert und hat zudem noch einen<br />
unterhaltsamen Humor.
</p>
<p>
<b>Dirk Nowitzki:</b> Stimmen Sie mit der Absicht Seehofers<br />
überein, den Anbau genveränderter Pflanzen voranzutreiben?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Nicht unmittelbar den Anbau,<br />
sondern die Forschung an gentechnisch veränderten Pflanzen<br />
sollte meiner Meinung nach nicht weiter ideologisch abgelehnt werden.<br />
Wir müssen Chancen wie Risiken verantwortungsvoll abwägen<br />
und weder auf dem einen noch auf dem anderen Auge in dieser Frage<br />
den blinden Mann / die blinde Frau spielen.
</p>
<p>
<b>Homer J. Simpson:</b> Wie sieht die Zukunft der Gentechnik<br />
aus?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Hallo Simpson, gewiss nicht<br />
wie Homer. Die Zukunft der Gentechnik &#8211; an ihr muss gearbeitet werden.<br />
Wichtig ist, dass bei Produkten, die mit gentechnisch veränderten<br />
Organismen versehen sind, die Kennzeichnung stimmt und dass diejenigen,<br />
die keine gentechnisch veränderten Organismen nutzen möchten,<br />
dazu auch die tatsächliche Freiheit haben. Dennoch sollte man<br />
nicht aus Glaubensgründen die Gentechnik als solche verdammen.<br />
Wir haben wertvolle Fortschritte auf dem Feld der roten Gentechnik<br />
erzielt, aber genauso öffnen sich Türen, die man meiner<br />
Meinung nach nicht hätte öffnen sollen. Nicht anders wird<br />
es wahrscheinlich auch bei der grünen Gentechnik aussehen.
</p>
<p>
<b>Dr. Ruhrpott:</b> Welche Risiken sehen Sie?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Dass der Verbraucher keine<br />
Informationen darüber hat, wo gentechnisch veränderte<br />
Organismen drin ist oder nicht.
</p>
<p>
<b>vogefrei:</b> In Sachen Lebensmittelskandale: Warum<br />
weigert sich eigentlich Seehofer &#8211; vielleicht insgesamt die deutschen<br />
Behörden &#8211; die schwarzen Schafe zu benennen? Wer gammeliges<br />
Fleisch verkauft, verkauft bald nix mehr, wenn er als Verursacher<br />
beim Namen genannt wird. 35 Euro Bußgeld tun dagegen nicht<br />
weh.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Da sind Sie leider nicht<br />
auf dem neusten Stand. Horst Seehofer hat einen Zehn-Punkte-Plan<br />
vorgelegt, der Anwendung findet, nach dem sowohl Vertreiber als<br />
auch der Abnehmer von Gammelfleisch namentlich genannt werden und<br />
denen auch der Lizenzentzug drohen kann.
</p>
<p>
<b>Johannes:</b> Wann wird es eine Kennzeichnungspflicht<br />
für Fleisch und Milchprodukte geben, die von Tieren stammen,<br />
die mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurden?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Das macht keinen Sinn. Denn<br />
eine Kuh, die eine Pflanze gefressen hat, auf der zum Beispiel ein<br />
Pollen einer gentechnisch veränderten Pflanze lag, ist weder<br />
selbst danach gentechnisch verändert, noch ihre Milch. Denn<br />
wenn wir Geflügel essen, werden wir selbst ja auch nicht zum<br />
Huhn. Gentechnische Futtermittel werden ausgeschieden.
</p>
<p>
<b>BitteBio:</b> Ich komme auch aus einer ländlichen<br />
Gegend. Nach Allergieerkrankungen habe ich mich auch mit Ernährung<br />
beschäftigen müssen und bevorzuge heute Bioprodukte. Giftrückstände,<br />
Konservierungsmittel und Skandale lassen meines Erachtens nur noch<br />
das zu. Unterstützen Sie Bio auch persönlich oder sind<br />
Sie nur für den Status quo?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Bioanbau wie auch konventioneller<br />
Anbau haben gleichermaßen ihre Berechtigung. Ich unterstütze<br />
beide Arten des Anbaus, ohne die eine oder andere zu bevorzugen.<br />
Denn in Deutschland sind die Anforderungen für konventionell<br />
wirtschaftende Landwirte so streng und hoch wie in anderen Ländern<br />
etwa für Biobauern. Sie sehen, die Einteilung in Bio und Nicht-Bio<br />
ist relativ. Schwarze Schafe gibt es überall. Und ich bin der<br />
Meinung, dass unsere hohen Umwelt-, Tierschutz- und Verbraucherschutzstandards<br />
auch Richtschnur für andere Länder (WTO) sein sollten.
</p>
<p>
<b>grandezza:</b> Hallo Frau Klöckner, Sie plädieren<br />
für reinen Wein. Seehofer will die Biobauern nicht mehr so<br />
fördern, wie das Künast gemacht hat. Wie finden Sie das?<br />
(Einmal ab davon, dass im Wein schon genug fremdes Zeug erlaubt<br />
ist.)
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Sie unterstellen, dass in<br />
Nicht-Bio-Produkten &quot;fremdes Zeug&quot; drin ist. Diese Einschätzung<br />
teile ich pauschal nicht. Horst Seehofer wird auch Biobauern unterstützen.<br />
Aber nicht wie Renate Künast planwirtschaftlich den Verbrauchern<br />
20 Prozent vorschreiben. Die Bioproduktion beträgt in Deutschland<br />
zwischen drei und vier Prozent, viele Biobauern haben sich dadurch<br />
einen guten Markt und auch etablierte Nische geschaffen. Würde<br />
dieser Markt künstlich durch Staatslenkung ausgeweitet, hätten<br />
die jetzigen Biobauern &#8211; wie bereits von diesen beklagt &#8211; enorme<br />
Probleme.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Ich bin gegen diese Schwarz-Weiß-Malerei<br />
und Einteilung in Gut und Böse.
</p>
<p>
<b>tobiasheck:</b> Vor wenigen Wochen wurde von Greenpeace<br />
eine Studie zu Pestiziden in Lebensmitteln präsentiert. In<br />
einigen Supermärkten wurde bei Obst und Gemüse über<br />
den zulässigen Grenzwert hinaus belastete Obst- und Gemüsesorten<br />
gefunden. Hat hier der Verbraucherschutz versagt? Was muss sich<br />
Ihrer Meinung nach verändern?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Die Kontrolle dieser Produkte<br />
muss effektiver werden. Meist sind es Waren, die aus dem Ausland<br />
importiert worden sind. Deshalb sollten die Import- und Grenzkontrollen<br />
auch schon vor Ort des Exportlandes effektiver sein.
</p>
<p>
<b>Roger:</b> Gentechnisch verändertes Gemüse<br />
schmeckt doch nach gar nichts. Würden Sie soweit gehen, Aromen<br />
in das Gemüse reinzuspritzen, damit es nicht nur nach Wasser<br />
schmeckt?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Interessante These. Ich kenne<br />
auch Gemüse, dem es gut stehen würde, wenn es gentechnisch<br />
verändert würde, damit es mal Geschmack bekäme. Ich<br />
bin gegen eine Aromatisierung. Wenn doch, dann sollte der Verbraucher<br />
das wissen und selbst entscheiden, ob er zu dem Produkt greift.
</p>
<p>
<b>Heinz-Holger_02:</b> Sehen Sie in der anstehenden<br />
&quot;Grünen Woche&quot; eine Chance, das durch den Fleischskandal<br />
verloren gegangene Vertrauen des Verbrauchers zurückzugewinnen?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Interessant ist, dass das<br />
Vertrauen in Fleisch &#8211; laut Verzehrszahlen &#8211; gar nicht so erschüttert<br />
ist. Davon abgesehen, bietet die Grüne Woche eine gute Gelegenheit,<br />
die Landwirtschaft jeglicher Couleur dem Endverbraucher näher<br />
zu bringen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Themenwechsel: Überschreiten die<br />
Verbraucherschützer von der Stiftung Warentest nicht ihre Kompetenzen,<br />
wenn sie sogar Fußballstadien testen?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Es kommt auf die Testkriterien<br />
und die Validität der Tests an. Warum sollte die Stiftung Warentest<br />
die Glaubwürdigkeit und Kompetenz nur bei Waschmaschinen haben?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Was halten Sie von dem Studienergebnis?<br />
Panikmache oder ernster Hintergrund?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Das kann ich nicht beurteilen,<br />
zumindest hat die Stiftung Warentest ein Thema aufgegriffen, das<br />
ins Schwarze getroffen hat und Herrn Beckenbauer unruhig werden<br />
lässt. Hat doch schon mal einen hohen Unterhaltungswert 🙂
</p>
<p>
<b>Callahan:</b> Frau Klöckner, herzlichen Glückwunsch<br />
dafür, die junge Generation im Bundestag zu vertreten. Meine<br />
Frage: Wann müssen wir aufhören, irgendetwas &#8216;Deutsches<br />
&#8216; zu essen? Die Frage deshalb, weil diese Skandale in letzter Zeit<br />
GERADE in Deutschland (das Land der strikten Gesetze) immer sehr<br />
spät herauskommen. Wer weiß, wie viele andere Skandale<br />
noch nicht entdeckt sind oder einfach unter den Teppich gekehrt<br />
werden?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Danke für das Kompliment.<br />
Das Leben ist bekanntlich tödlich. Wir haben sicherlich schon<br />
einiges nur deshalb überlebt, weil unsere Mess- und Analysekriterien<br />
vor zehn oder 20 Jahren nicht so genau waren, wie sie es heute sind.<br />
Es gibt keine klinisch reine Welt. Und obwohl unsere Nahrungsmittel<br />
noch nie so sicher und hochwertig waren wie heute, sind Allergene<br />
und Krankheiten entstanden, die Ausdruck unserer Zeit und Lebensweise<br />
sind. Ein gesundes Maß an Gelassenheit wie auch Informiertheit<br />
sind hilfreich für ein entspanntes Leben.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das war unsere Chat-Stunde, vielen<br />
Dank für Ihr Interesse. Herzlichen Dank Frau Klöckner,<br />
dass Sie sich die Zeit genommen haben. Am kommenden Dienstag, dem<br />
17. Januar, ist die Grüne Finanzexpertin Christine Scheel von<br />
13 Uhr an zu Gast im Chat. Wir wünschen allen einen schönen<br />
Tag!
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Vielen Dank &#8211; es hat mir<br />
sehr viel Spaß gemacht, über so viele Themen mit Ihnen<br />
zu chatten. Die Versorgung hier direkt vor Ort in der ARD war auch<br />
wunderbar.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Verbraucherschutz und Gentechnik</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/verbraucherschutz_und_gentechnik-186/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/verbraucherschutz_und_gentechnik-186/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[sfuhrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Verbaucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Herta Däubler-Gmelin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/verbraucherschutz_und_gentechnik-186/</guid>

					<description><![CDATA[<b>Herta Däubler-Gmelin<!-- #EndEditable --> 
im europathemen.de-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->29.07.2004</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Herta Däubler-Gmelin<!-- #EndEditable --><br />
im europathemen.de-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->29.07.2004</b><!--break--><b><!-- #EndEditable --><br />
</b><br />
<!-- #BeginEditable "chat" --> </p>
<p>
<b>Moderator:</b> Herzlich willkommen im Chat von europathemen.de,<br />
dem Projekt der Bundeszentrale für Politischen Bildung und des<br />
Zentrums für Medien und Interaktivität an der Uni Gießen<br />
zur Europawahl. Dieser Chat wird von politik-digital.de durchgeführt.<br />
Heute ist bei uns die SPD-Politikerin Herta Däubler-Gmelin zu Gast,<br />
Mitglied des Bundestages, Ministerin der Justiz a.D. und Vorsitzende<br />
des Auschusses für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft<br />
im Deutschen Bundestag. Frau Däubler-Gmelin ist Schirmherrin verschiedenster<br />
karitativer Einrichtungen und des &quot;virtuellen Ortsvereins der SPD&quot;.
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/hdaeublergmelin.jpg" alt="Herta Däubler-Gmelin (SPD), MdB und Bundesjustizministerin a.D." align="left" height="124" width="92" />Herta<br />
Däubler-Gmelin:</b> Guten Tag an Alle. <b></p>
<p>Moderator:</b> Eine erste Frage von mir als Moderator zum Thema Gentechnik.<br />
Vor dem Chat erreichten uns auch schon einige Fragen zum Thema. Auf<br />
einer Internetseite sind Sie Patin einer Frage, die Internetnutzer zur<br />
Debatte einlädt. Die Frage lautet: &quot;Gibt es gute Jobs künftig<br />
nur noch für Leute mit passenden Genen?&quot;. Die Frage wird im<br />
angeschlossenen Forum heiß diskutiert. Frau Däubler-Gmelin,<br />
ist das ein Zukunfts-Horror-Szenario oder glauben Sie, dass es wirklich<br />
so weit kommen kann?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Nun, es kann wirklich so weit kommen,<br />
die Auswahl von Leuten für gute Jobs läuft heute schon. Wir<br />
wissen auch, dass die echten und vermeintlichen Segnungen in Zusammenhang<br />
mit der humanen Gentechnik nicht nur von Ethikbewussten eingesetzt werden,<br />
wenn es sich wirtschaftlich lohnt. Bei uns allerdings werden wir das<br />
hoffentlich verhindern können.
</p>
<p>
<b>Peri:</b> Welche Gefahren sehen Sie in der Forschung mit embryonalen<br />
Stammzellen und deren Einsatz?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Hallo, Peri. Zunächst die, dass<br />
menschliches Leben &quot;vernutzt&quot; und verbraucht wird &#8211; zu Experimenten,<br />
die man mit tierischen Embryonen auch machen könnte,<br />
dann sehe ich die Gefahr, dass die Möglichkeiten der adulten Stammzellen<br />
nicht ausreichend finanziert werden, obwohl es da große Chancen<br />
gibt. Im übrigen sind wohl Gefahren der Selektion &quot;geeigneter&quot;<br />
oder gewollter Eigenschaften nicht von der Hand zu weisen und das gibt<br />
dann auch Probleme mit dem sozialen Umgang mit Behinderungen.
</p>
<p>
<b>schmitt:</b> Wird es in Zukunft verbrauchende Embryonalforschung<br />
in Deutschland geben?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Hallo, Schmitt: Wir befinden uns<br />
ja im Zustand eines Kompromisses, dem Stammzellen-Gesetz, das sich bewährt<br />
hat, so das Bundeskabinett am Mittwoch. Also es soll nicht erweitert<br />
werden. Ein bisschen Verbrauch ist es dennoch, auch wenn die embryonalen<br />
Stammzelllinien an ein bestimmtes Datum geknüpft sind und aus dem<br />
Ausland kommen. Aber, interessant ist vor allem, dass auch die forschende<br />
Wirtschaft und die Forschung selbst keine Gründe für eine<br />
Erweiterung des Gesetzes vorbringen kann.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei Fragen, die in die gleiche Richtung zielen:
</p>
<p>
<b>MTB:</b> &quot;Ohne Patente auf DNA-Sequenzen gibt es keine neuen<br />
Arzneimittel&quot;. Wie stehen Sie in zur Frage der Bio-Patente?
</p>
<p>
<b>clara:</b> Sollte sich ein Unternehmen Teile des menschliche Erbgut<br />
patentieren lassen können?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Danke für beide Fragen. Ich<br />
halte in solchen Fällen Verfahrenspatente für angemessen,<br />
also keine im eigentlichen (technischen) Sinne &#8211; Stoffpatente. Das ist<br />
aber in Europa noch umstritten, deshalb muss die Biopatentrichtlinie<br />
geändert werden.
</p>
<p>
<b>Huber:</b> Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte<br />
erklärte kürzlich, dass das Recht auf Leben offenbar nicht<br />
für Menschen vor der Geburt gilt (Klage einer Französin)?<br />
Ihre Meinung?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Lieber Herr Huber, das betrifft etwas<br />
anderes. In Straßburg ging es um die Reichweite der Europäischen<br />
Menschenrechtskonvention und die Richter haben erklärt (richtig!),<br />
dass dort über den umstrittenen Beginn menschlichen Lebens nichts<br />
enthalten ist und &#8211; wichtig!! &#8211; dass es darüber in Europa keinen<br />
Konsens gibt.
</p>
<p>
<b>ager:</b> Ist der Schutz eines Embryos in der EU Verfassung ausreichend<br />
verankert?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Ager, in der EU-Verfassung ist das<br />
nicht ausdrücklich verankert &#8211; das war offensichtlich unter den<br />
Beteiligten nicht zu machen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachfrage zur Antwort auf Herrn Huber:
</p>
<p>
<b>Reus:</b> Wie ist denn die Reichweite definiert? Fehlt ein Konsens?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Reus, nein, die Reichweite ist nicht<br />
definiert. Wenn es Sie interessiert, schauen Sie doch bitte in die Biokonventionen<br />
des Europarates, die als Zusatzprotokolle zur Europäischen Menschenrechtskonvention<br />
(EMRK) fungieren.
</p>
<p>
<b>Sunder:</b> In vielen Fragen der Gentechnik gibt es einen breiten<br />
öffentlichen Diskurs. Wie schwer ist es in diesen Fragen fachlich<br />
immer auf dem Laufenden zu sein. Sind nicht sehr auf Ihre Berater angewiesen?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Lieber Sunder, Berater sind immer<br />
gut, selbst zu lesen allerdings noch viel besser. Man kann sich mit<br />
Hilfe des Internets ganz ordentlich auf dem laufenden halten, Französisch<br />
und Englisch ist allerdings von Vorteil.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zum nächsten Thema: Lebensmittel.
</p>
<p>
<b>aus_Köln:</b> Wahlfreiheit bei gentechnisch veränderten<br />
Lebensmitteln ist ja schön und gut, aber ist das nicht auch für<br />
manche zu schwer, weil sie zum Beispiel auf die Preise schauen müssen<br />
oder einfach keine zwei Stunden Zeit für den Einkauf haben?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> ausköln, nun ja. Einen Tod muss<br />
der Hase sterben. Ich finde, man sollte schon für bedachten und<br />
überlegten Einkauf werben.
</p>
<p>
<b>Morole:</b> Wie weit sind die Forschungen zu den Gefahren von gentechnisch<br />
veränderten Lebensmitteln? Das ist doch bei jedem einzelnen Produkt(-zusatz)<br />
anders, also gar nicht zu überblicken?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Morole, es gibt hier Grundsatzfragen<br />
und viele, viele Details, zu den Grundsatzfragen gehören die nach<br />
gesundheitlichen Schäden (wenig bekannt, es gibt kaum Auswertungen<br />
von Langzeitversuchen) &#8211; die Schäden am Boden (Bakterien&#8230;) sind<br />
auch wenig bekannt. Und an der Umwelt (hier sind sogar noch die Methoden<br />
umstritten), über die Verträglichkeit bei Tieren wird auch<br />
noch gestritten und die Frage nach den sozialen Auswirkungen (Indien,<br />
Argentinien&#8230;) stellen sich ebenfalls.
</p>
<p>
<b>Freidel:</b> Wie werden Gesundheitsgefahren von Lebensmitteln denn<br />
erforscht? Ist es nicht so, dass diese teilweise eben nicht exakt nachgewiesen<br />
werden können, zum Beispiel Elektrosmog?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Freidel, so ist das halt mit neuen<br />
Methoden oder Möglichkeiten: Die Frage stellt sich, ob man alles<br />
zulassen soll bis zum Beweis der konkreten Schädlichkeit, das kann<br />
dann furchtbar große Schäden mit sich bringen (Thalyomide),<br />
oder ob man sorgfältige Untersuchungen, auch langfristige verlangt,<br />
bevor etwas zugelassen wird. Ich plädiere dafür, das Schadenspotential<br />
und die gewollte Verbreitung zu sehen und zu würdigen. Bei uns<br />
tendiert die Öffentlichkeit auf jeden Fall in die zweite Richtung,<br />
schon wegen der Erfahrungen mit BSE.
</p>
<p>
<b>ole_berlin:</b> Wieder und wieder gibt es Skandale mit verseuchten<br />
Lebensmitteln (zum Beispiel Salmonellen) &#8211; sobald es einmal ruhig geworden<br />
ist, kommt der nächste Skandal. Sind die gesetzlichen Strafen und<br />
Reglements nicht abschreckend genug?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Ole, verseuchte Lebensmittel sind<br />
eigentlich einfach: Da ist eine Schädigung nachweisbar und jemand<br />
zu schädigen ist verboten. Dennoch gibt es Schlampereien und Betrügereien.<br />
Das ist aber nicht auf Lebensmittel begrenzt, sonst gäbe es die<br />
Justiz nicht seit tausenden von Jahren.
</p>
<p>
<b>Don:</b> Haben Sie überhaupt Einfluss auf Lebensmittelüberwachung<br />
und -kontrolle oder werden die wichtigen Entscheidungen eh in Brüssel<br />
entschieden?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Don, Brüssel entscheidet viele<br />
Grundsatzfragen, setzt also Standards, die dann national umgesetzt oder<br />
ausgefüllt werden müssen. Die Lebensmittelüberwachung<br />
geschieht durch die Bundesländer und deren Behörden.
</p>
<p>
<b>Raps:</b> Zeigt das Thema nicht, dass auf nationaler Ebene andere<br />
Ansichten vorherrschen, als auf EU-Ebene? Hat Deutschland schärfere<br />
Gesetze als die EU? Ein Thema wo die Bürger das Gefühl bekommen,<br />
sie werden nicht gehört!
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Raps, das sehe ich nicht so, jedenfalls<br />
nicht durchgehend. Bei der Saatgut-Kennzeichnung allerdings haben Sie<br />
Recht. Da müssen wir &#8211; international vernetzt &#8211; noch arbeiten.<br />
Aber sonst, gibt es auch aus Brüssel ordentliche Vorgaben. Das<br />
Problem der Lebensmittelüberwachung kommt von den Ländern.
</p>
<p>
<b>Rainer:</b> Wenn wir über Lebensmittelkontrolle sprechen, ich<br />
denke wir haben sehr gute Gesetze, aber: wenn ein Restaurant nur alle<br />
drei Jahre kontrolliert wird und auch noch weiß wann, dann kann<br />
von einer wirksamen Kontrolle nicht die Rede sein, oder?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Rainer, das können Probleme<br />
sein. Auch die Termine, das Geld, die ausgebildeten Kontrolleure, die<br />
Organisation können Fehlerquellen sein. Das lassen wir uns im Ausschuss<br />
des Bundestages regelmäßig berichten.
</p>
<p>
<b>abi1999:</b> Inwieweit darf die EU eigentlich in die Lebensmittelüberwachung<br />
eingreifen? Was sollte eher national, und eher lokal geregelt werden?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Abi, die Ausführung von EU-Gesetzen<br />
und von nationalen Gesetzen passiert bei uns in den Bundesländern,<br />
die das, soweit sie es vernünftig machen, lokal organisieren.
</p>
<p>
<b>abi1999:</b> Bei der Wahl im Supermarkt, gibt es da eigentlich irgendwelche<br />
deutlichen Embleme/Zertifikate, auf die man achten kann oder muss man<br />
das Kleingedruckte lesen?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Abi, das Kleingedruckte zu lesen,<br />
empfiehlt sich immer! Aber es gibt die Kennzeichnungspflicht, es müssen<br />
also zum Beispiel bei Gentechnik-Veränderungen klare Hinweise lesbar<br />
sein. Zertifikate, die also bestimmte Methoden oder Reinheiten (zum<br />
Beispiel Bio) aber nicht alles kennzeichnen, gibt es auch.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wenn Sie für sich Maultaschen einkaufen, dann<br />
stellt sich doch sicher für Sie auch folgendes Problem:
</p>
<p>
<b>PöleP:</b> Wie soll der Verbraucher bei dem ganzen Biosiegeln<br />
die es mittlerweile gibt, beurteilen können, welche gut und welche<br />
nur Imagemarken sind?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Zunächst zu meinen Maultaschen:<br />
ich brauche Fleisch &#8211; da gilt das Gebot der Rückverfolgbarkeit.<br />
Das ist in Supermärkten bei verpacktem Fleisch kontrollierbar,<br />
mein Metzger (Fleischer) kennt seine Tiere noch persönlich. Ich<br />
brauche Eier, da gilt das Gleiche (außer, dass jetzt in der heißen<br />
Zeit zusätzlich die Kühlkette stimmen muss). Bei anderen Fragen<br />
ist es gut, sich den genauen Inhalt eines Siegels oder Zertifikats einmal<br />
anzuschauen. Dann weiß man, was es sagt und was nicht. Wie gesagt,<br />
informierte Verbraucher sind nicht nur die Besten, sondern essen auch<br />
am besten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Und? Gibt es zu viele Gütesiegel?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Es gibt viele unterschiedliche, das<br />
ist wahr. Aber wer sich informiert, steigt durch.Wer das nicht tut,<br />
muss es lernen.
</p>
<p>
<b>abi1999:</b> Aber was ist mit den Bio-Siegeln, gibt es irgendwo<br />
eine staatliche Garantie? Oder muss ich einfach einem Siegel vertrauen?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Abi, Bio-Siegel sind meist Selbstzertifikate<br />
der Wirtschaft, die aber unter staatlicher Beteiligung an Kontrollprozesse<br />
angebunden sind. Auf Deutsch: Man kriegt sie oder behält sie nur,<br />
wenn man in überprüfbare Kontrollprozesse eingebunden ist.
</p>
<p>
<b>TreterPe: </b>Was tun Sie für die Förderung von Bioläden<br />
oder regionalen Einkaufsgenossenschaften?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Zunächst, selbst dort einkaufen,<br />
dann für sie werben &#8211; je mehr desto besser.
</p>
<p>
<b>Susanne:</b> Kann denn ein Preis von zwei bis drei Euro für<br />
ein Kilo Fleisch in den Discountern gesund sein?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Susanne, schwierig. Nun kann ein<br />
Discounter ja einige Waren subventionieren (Kampfpreise&#8230;). Meine Landwirtfreunde<br />
sagen mir allerdings, dass es einfach nicht möglich ist, ein gutes<br />
Tier unter akzeptablen Bedingungen, gentechnikfrei ernährt, zu<br />
diesem Preis anzubieten.
</p>
<p>
<b>Eidl:</b> Nicht alle Menschen können sich teure Bio-Produkte<br />
leisten. Sollten solche Produkte nicht staatlich gefördert werden?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Eidl, wahr! Allerdings geben Leute<br />
heute für Firlefanz viel mehr Geld aus. Der Anteil des Haushaltseinkommens,<br />
der für Essen ausgegeben wird, ist heute wesentlich geringer als<br />
vor circa 30 Jahren.
</p>
<p>
<b>Rainer:</b> Ich denke, Sie habe recht, dennoch: Heutzutage soll<br />
Essen schnell und billig sein. Supermärkte mit Wahlfreiheit verschwinden<br />
und machen den Discountern Platz. Kann ich da noch wählen?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Rainer, das macht in der Tat große<br />
Probleme. Wir sollten die Möglichkeiten der regionalen Erzeuger<br />
viel bewusster nutzen (Wochenmärkte, Hofverkäufe, Läden<br />
in Dörfern &#8230;)
</p>
<p>
<b>Lecker:</b> Müssen die Agrarsubventionen nicht stärker<br />
abgebaut werden? Und damit die Preise für Fleisch steigen?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Lecker, durch die GAP (Gemeinschafts-Agrar-Politik)<br />
der EU kommt es in den nächsten Jahren zu einem erheblichen Umbau<br />
und der zwangsläufigen Senkung von Agrarsubventionen. Es soll nicht<br />
mehr Masse, sondern Qualität und Klasse subventioniert werden.<br />
Ich finde es wichtig, dass nicht die kleinen Familienbetriebe, die wir<br />
auch aus Umwelt- und Sozialaspekten dringend brauchen, vollends durch<br />
den Wettbewerb vernichtet werden.
</p>
<p>
<b>Webchatter:</b> Was sagen sie denn zu den Tiertransporten quer durch<br />
Europa?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Webchatter: Problem! Hier arbeiten<br />
wir an vernünftigen kürzeren Gesamtzeiten und besseren Transportbedingungen<br />
im Bereich der EU. Das Problem der konzentrierten Schlachthöfe<br />
stellt sich hier übrigens auch.
</p>
<p>
<b>Vox:</b> Sind Sie für eine Stärkung der regionalen Landwirtschaft<br />
und des regionalen Konsums, bei dem der Kunde besser nachvollziehen<br />
kann, was sie/er kauft und deutsche Verbraucherpolitik auch Einfluss<br />
hat? Wenn ja, wie setzen Sie sich dafür ein?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Vox, ja! Persönlich und auch<br />
werblich (Interviews, Chats, Gesetzesinitiativen &#8230;).
</p>
<p>
<b>Dino:</b> Mit der Agrarwende soll ein Umsteuern in der Agrarpolitik<br />
eingeleitet werden, wie kann das funktionieren, wenn die notwendige<br />
Transparenz nicht geschaffen wird, um die Macht wirklich in die Hände<br />
der Verbraucher zu legen
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Dino, könnten Sie bitte näher<br />
sagen, was genau Sie meinen?
</p>
<p>
<b>Yorim:</b> Würde man ausschließlich auf Bioprodukte setzen,<br />
könnten diese dann billiger angeboten werden?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Yorim, es kommt halt darauf an, wer<br />
&quot;man&quot; ist. Aber schauen Sie mal in Ihrer Umgebung nach, es<br />
gibt auch hier genossenschaftliche Organisationen, die auf den Preis<br />
schauen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachfrage zu kleinen Betrieben in der EU (Antwort<br />
auf Webchatter):
</p>
<p>
<b>KLM:</b> Aber wo in der EU gibt es noch kleine Betriebe? Und sollte<br />
das nicht der Markt regeln anstatt die Politik?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> KLM, bei uns in Deutschland gibt<br />
es hauptsächlich im Süden kleinere Betriebe. Im Norden und<br />
im Osten haben wir auch riesige Industrie-Landwirtschaft. Ich vertraue<br />
dem Markt nicht blind. Der hat einfach keinen Sinn für die Erhaltung<br />
der Umwelt, für Nachhaltigkeit und soziale Beziehungen.
</p>
<p>
<b>Kirschblüte:</b> Worin sehen Sie den dringendsten Handlungsbedarf<br />
deutscher Verbraucherschutzpolitik?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Kirschblüte, danke, wenn auch<br />
etwas allgemein. Ich halte Transparenz und klare Rechte für den<br />
Verbraucher für sehr wichtig, und auch, dass man sich wehren kann,<br />
wenn etwas versprochen, aber nicht eingehalten wird.
</p>
<p>
<b>KristinaW.:</b> Zu verbraucherfreundlicher Politik gehören<br />
nicht nur Lebensmittel. Wie sieht es mit der Förderung von ÖPNV<br />
oder noch besser der Deutschen Bahn (Umweltschutz) aus?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Kristina, Förderung des ÖPNV<br />
ist ein Gebot der Klugheit! Die Bundesbahn ist sehr wichtig, die macht,<br />
glaube ich, große Anstrengungen.
</p>
<p>
<b>Olivia:</b> Nahezu kein Fall von Verbaucherschutz, der in Deutschland<br />
vor Gericht kam, (ein Fall zum Beispiel Verwendung billigsten Materials<br />
bei dem Hausbau für eine lungenkranke Frau) wurde zu Gunsten der<br />
Ankläger entschieden, weil oft große Firmen auf der Anklagebank<br />
saßen. Wie wollen Sie hier die Verbraucher stärken?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Olivia, bitte etwas präziser:<br />
Heute finden täglich tausende von Verbraucherschutzprozessen statt,<br />
viele mit sehr gutem Ausgang für die Verbraucher/Kläger. Ich<br />
selbst habe auch schon zahlreiche gewonnen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nochmal ÖPNV:
</p>
<p>
<b>Arbeitsloser,34:</b> Verbraucherpolitik: Gehört dazu nicht<br />
auch das besonders ÖPNV und die Deutsche Bahn günstiger werden?<br />
Das kann sich doch keiner mehr leisten.
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Richtig, Allerdings werden Ihnen<br />
die Betreiber vorrechnen, dass sie zum einen ordentlich wirtschaften<br />
müssen, zum anderen billiger seien als ein Auto. Ich finde allerdings<br />
auch, dass hier die Öffentliche Hand die Subventionierung der Strasse<br />
stärker auf die Schiene verlagern sollte (jetzt werden alle Autofahrer<br />
schreien).
</p>
<p>
<b>Probst:</b> Mehr Wettbewerb heißt das Motto, die Realität<br />
ist eine andere: Auf den großen Märkten Telekommunikation,<br />
Bahn und Post haben zum Großteil in staatlicher Hand liegende<br />
Unternehmen die Vormachtsstellung. Die Verbraucher haben das Nachsehen.<br />
Wollen wir den Wettbewerb oder nicht?
</p>
<p>
<b>KLM:</b> Ergänzung zu Probst: Energiekonzerne!
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Probst, ich halte Wettbewerb für<br />
richtig, &#8211; da , wo er hingehört. Allerdings kann er halt auch soziale<br />
Beziehungen kaputtmachen und wichtige andere Aspekte, wie Nachhaltigkeit,<br />
Qualität, Menschlichkeit torpedieren. Das können wir nicht<br />
zulassen. KLM: Energiekonzerne, hier sehen wir, wie wichtig schnelle<br />
staatliche Preiskontrolle ist. Da wird viel Verbraucher unfreundlicher<br />
Gewinn gemacht.
</p>
<p>
<b>Webchatter:</b> Welche Lobby hat mehr Einfluss in Brüssel?<br />
Die der Industrie oder die der Verbraucherschützer?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Webchatter, gute Frage. Das ist in<br />
Brüssel wie in Berlin oder in den Landeshauptstädten: Wirtschaftlich<br />
starke Lobbyisten haben immer ein Prä vor schwer organisierbaren<br />
Verbraucherinteressen.
</p>
<p>
<b>LuckyL:</b> Stimmen Sie in Fragen des Verbraucherschutzes mit Ihren<br />
Partei-Kollegen überein?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> LuckyL, häufig. In wichtigen<br />
Fragen schon.
</p>
<p>
<b>raffneck:</b> Wie definieren Sie Nachhaltigkeit im Bereich Verbraucherschutz?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Raffneck, Nachhaltigkeit heißt<br />
im Prinzip hier nichts anderes als in anderen Bereichen. Definierbar<br />
vielleicht so: Berücksichtigung der Produktionsbedingungen ( soziale<br />
Beziehungen), der Umweltbedingungen ( Schädlichkeit vermeiden),<br />
aber auch etwa des Energieverbrauchs ( Art und Menge), aber auch des<br />
anfallenden Mülls und dessen Gefährlichkeit, Energieverbrauch.<br />
Wichtig sind auch die Transportfaktoren, die mit einem Lebensmittel<br />
verbunden sind. Deshalb schmecken regional frische Lebensmittel nicht<br />
nur besser, sondern sind auch gesellschaftlich bekömmlicher.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nochmal zu Rechtsschutz und Verbraucherschutz:
</p>
<p>
<b>Olivia:</b> Konkretisierung: Ich kenne andere Fälle, in denen<br />
große Firmen mit mehreren Anwälten die Sache einfach ausgesessen<br />
haben. Gibt es Ansprechpartner für die Betroffenen?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Olivia, die gibt es, können<br />
aber nur konkret im Einzelfall genannt werden. Es ist am besten, Sie<br />
schreiben mir: Mail herta.daeubler-gmelin@bundestag.de
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nochmal kurz zurück zu Gentechnik:
</p>
<p>
<b>pisa:</b> Im Bezug auf die Gentechnik: Ist der Verbraucher zu ängstlich<br />
geworden, ja, fast technikfeindlich oder sagen Sie, es gibt begründete<br />
Zweifel an der Verträglichkeit dieser Technik mit Mensch und Umwelt?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Pisa, ich halte von solchen Bezeichnungen<br />
wie ängstlich nichts. Denken Sie nur an die Anfänge der Methode,<br />
die dann zu BSE geführt hat. Das Problem ist, dass viele Menschen<br />
und Tiere Genveränderungen zu sich nehmen und keiner langfristig<br />
weiß, was daraus wird. Bei Boden und Umwelt gibt es noch deutlichere<br />
Probleme, bei den sozialen Beziehungen ganz brennende. Im übrigen<br />
würde ich ( Schaden- Risiken-Nutzen-Abwägung) und viele sich<br />
leichter tun, wenn es darum ginge, etwa in Trockengebieten durch genveränderte<br />
Pflanzen den Hunger zu bekämpfen ( oder in Eisgebieten, oder speziellen<br />
anderen Problemzonen). Das findet jedoch nicht statt. Im Augenblick<br />
drücken die großen Chemo-Agrarier bei Soja (Tierfutter) und<br />
Mais ( dito) in den Markt, weil es bei tierischen Produkten ( noch)<br />
keine Kennzeichnungspflicht gibt. Geldverdienen reicht mir nicht aus,<br />
um Risiken zu konterkarieren.
</p>
<p>
<b>Reus:</b> Freiland Versuche: Gibt es ein Register wo alle Versuche<br />
verzeichnet sind? Greenpeace klagt da gerade, oder?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Reus, nach dem Gentechnik-Neuordnungsgesetz<br />
dürfen solche Versuche nicht grundsätzlich geheimgehalten<br />
werden. Im Augenblick muss die Info noch eingeklagt werden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Neues Thema: Europäische Union, unterschiedliche<br />
Themenbereiche:
</p>
<p>
<b>Sommerloch:</b> Was sagen sie zur geringen Wahlbeteiligung bei den<br />
EU-Wahlen und dem schlechten Abschneiden ihrer SPD?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Sommerloch, beides ist sehr ärgerlich,<br />
nicht nur im Sommerloch.
</p>
<p>
<b>Moore:</b> Sind sie für eine Volksabstimmung zur EU-Verfassung<br />
oder teilen sie die Ansicht, dass das die Verfassung untersagt?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Moore, ich habe mich schon häufig<br />
zu Volksbegehren und Volksentscheid (national) eingesetzt (unter klaren<br />
Bedingungen, die in der Verfassung verankert sein müssen).<br />
Ich bin für eine EU-weite Volksabstimmung über die EU-Verfassung,<br />
halte allerdings den jetzt gewählten Weg von einigen national veranstalteten<br />
für außerordentlich bedenklich. Da wird das Gleiche passieren,<br />
was bei der EU-Wahl vor sich ging: Es wird nicht nach europäischen<br />
Fragen, sondern nach interner nationaler Kritik abgestimmt befürchte<br />
ich.</p>
<p><b>roter:</b> Warum will Schröder keine Abstimmung zur Verfassung?<br />
Verstehen sie das?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Roter, ich hätte gerne eine<br />
EU-weite Abstimmung in allen 25 Mitgliedsstaaten. Ob wir eine nationale<br />
machen sollten, bezweifle ich, weil das eine punktuelle Sonderlösung<br />
wäre und &#8211; wahrscheinlich &#8211; der Opposition dazu genutzt würde,<br />
innenpolitische Aspekte wahlentscheidend zu machen. Ärgerlich,<br />
aber vorhersehbar. Der richtige Weg wäre, die EU-Verfassung würde<br />
mit einer neuen Bestimmung versehen oder die Staatsspitzen würden<br />
sich verabreden, in der ganzen EU eine Abstimmung zu machen.
</p>
<p>
<b>Plebs:</b> Halten sie die „Pro Volksabstimmung“-Aussagen<br />
von Stoiber und Westerwelle für reine PR?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Plebs, ja.
</p>
<p>
<b>Plebs:</b> Also eine EU-weite Abstimmung? Teuer und langwierig?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Plebs, weder noch. Warum sollte eine<br />
EU- Volksabstimmung teuerer sein als nationale in den Mitgliedsstaaten?<br />
Langwieriger als der jetzige Ratifikationsprozess wäre das auch<br />
nicht.
</p>
<p>
<b>Barolo:</b> Wie finden sie das Geschacher um den Posten des nächsten<br />
Kommissionspräsidenten?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Barolo, warum benutzen Sie das Wort<br />
&quot;Geschacher&quot;? Das ist ein ganz normaler Auswahlprozess. Ich<br />
finde, wir sollten aufpassen, schon mit den Bezeichnungen nicht unbedingt<br />
der Massenpresse zu erliegen.
</p>
<p>
<b>Perse:</b> Sind sie für einen Beitritt der Türkei?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Perse, ich bin dafür, endlich<br />
einzuhalten, was der Türkei seit Adenauer und Kohl versprochen<br />
wurde: Dann die Verhandlungen über einen Beitritt zur EU aufzunehmen,<br />
wenn bestimmte Bedingungen (Rechtsstaatlichkeit, Abschaffung von Folter<br />
und Todesstrafe &#8230;) erfüllt sind. Das könnte Ende des Jahres<br />
so weit sein, wir sollten indes die Bewertung durch die EU abwarten.
</p>
<p>
<b>Ukr:</b> Sollte die Erweiterung im Osten weitergehen? Wenn ja, welche<br />
Länder?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Ukr, es ist sicherlich klug, nicht<br />
gleich an weitere Erweiterungen zu denken, sondern jetzt erst einmal<br />
auf Konsolidierung. Wichtig ist, dass die EU die guten Beziehungen zu<br />
ihren Nachbarn, also insbesondere auch Russland und Ukraine, wahrnimmt.<br />
Da gibt es auch gute Abkommen, die alle auf der EU-Website abzurufen<br />
sind.
</p>
<p>
<b>Fisch:</b> Sollte die EU mehr Engagement beim Wiederaufbau im Irak<br />
zeigen?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Fisch, da müssen einige Voraussetzungen<br />
erfüllt sein (UNO-Beschluss, Bitte der autonomen Irak-Regierung,<br />
Ende der US-Besatzung&#8230;.), aber einzeln kann man und sollte man den<br />
Menschen dort helfen.
</p>
<p>
<b>RalfRichter:</b> Die Europäische Kommission stellt der palästinensischen<br />
Autonomiebehörde in diesem Jahr 65 Millionen Euro zur Verfügung.<br />
Trotz Korruption?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> RalfRichter, die EU ist auch der<br />
härteste Kontrolleur der Administration. Das hilft. Und die Menschen<br />
in Palästina brauchen die Hilfe dringend &#8211; sie leiden ja nicht<br />
nur unter dem Unrecht, sondern richtig materielle Not.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Letzte Frage:
</p>
<p>
<b>Quaratino:</b> Sie zitieren auf ihrer Website Willy Brandt &quot;Politik<br />
sei dann richtig und gut, wenn sie dazu diene, Menschen mit großen<br />
Sorgen und großen Belastungen beides ein bisschen leichter zu<br />
machen.&quot; Tut das die heutige Politik?
</p>
<p>
<b>Herta Däubler-Gmelin:</b> Quaratino, gute Frage, aber sehr<br />
allgemein. Sie tut es in einiger Hinsicht, bei anderen Fragen &#8211; so vermute<br />
ich &#8211; stimme ich Ihrer Kritik zu. Aber der Satz von Willy Brandt ist<br />
wichtig für Politiker. Oder sollte es wenigstens sein.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Liebe Mitwirkende, Fragesteller, sehr geehrte Frau<br />
Däubler-Gmelin! Unsere Zeit ist leider schon wieder um. Ich bedanke<br />
mich im Namen der Bundeszentrale für politische Bildung für<br />
die vielen Fragen und natürlich bei Ihnen, Frau Däubler-Gmelin,<br />
dass Sie sich zum Internet-Austausch bereit erklärt haben. Ich<br />
hoffe, es hat Ihnen Spaß gemacht! Nächste Woche ist Herr<br />
Bütikofer zu Gast im Chat!
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Broccoli wirkt krebshemmend, Ketchup nicht&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotbroccoli_wirkt_krebshemmend_ketchup_nichtquot-408/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Mar 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährungswissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Renate Frank]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Renate Frank im Chat am 5. März 2001</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Renate Frank im Chat am 5. März 2001</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i>&quot;Man sollte zweimal pro Woche Fleisch, zweimal pro Woche Fisch und zweimal pro Woche eine Eispeise essen&#8230;&quot;</i><br />
&#8211; in Zeiten von Maul- und Klauenseuche, BSE und Salmonellen eine<br />
gewagte These. Aber Ernährungsberaterin Renate Frank muß es schließlich<br />
wissen: Am 5. März war sie zu Gast im Chat von stern.de de und<br />
politik-digital.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die meisten Fragen drehten sich um die Risiken beim Fleischverzehr. <i>&quot;Was können wir überhaupt noch essen&quot;</i>?<br />
Die Ökotrophologin gab Entwarnung: Maul- und Klauenseuche sei durch<br />
Fleischverzehr nicht auf den Menschen übertragbar. Schwerwiegender für<br />
die Ernährung sei daher nach wie vor BSE. Mit Rindfleisch und daraus<br />
hergestellten Wurstwaren sollte man mit Sicherheit zurückhaltend sein,<br />
die Ansteckungsgefahr durch Milchprodukte oder durch die in<br />
Gummibärchen enthaltene Gelatine hingegen sei sehr gering. Von Geflügel<br />
ginge momentan keine Gefahr aus, dies müsse aber wegen der<br />
Salmonellengefahr durchgegart werden. Auch Fisch sei nach wie vor<br />
ungefährlich. Zuchtfische würden zwar auch mit Fischmehl gefüttert, der<br />
BSE-Erreger könne ihnen aber nichts anhaben, da sie Kaltblüter seien<br />
und einen ganz anderen Stoffwechsel als Warmblüter hätten.<br />
Pferdefleisch sei gesund weil die Tiere nicht gemästet werden und auch<br />
&quot;neue Alternativen&quot; wie Känguruh- oder Straussfleisch seien bedenkenlos<br />
zu verzehren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Viele User wollten wissen, wie<br />
gesunde Ernährung helfen könne, bestimmten Krankheiten vorzubeugen.<br />
Hier hielt die Ernährungsberaterin wertvolle Tipps parat: Meerestiere<br />
und Pilze seien gut gegen Jodmangel, Broccoli und Tomaten helfen gegen<br />
Krebs, Karotten schützten durch ihre hohen Anteil an Beta-Carotin gegen<br />
Nachtblindheit. Kopfschmerzen könnten durch Studentenfutter und Obst<br />
mit Honig gelindert werden. Noch besser als Cola und Salzstangen wirken<br />
bei Durchfall schwarzer Tee mit einem Teelöffel Honig und einem Schuß<br />
Orangensaft, Knoblauch hemme Entzündungen und senke den Blutdruck.<br />
Die Ökotrophologin klärte auch über die Risiken einiger Nahrungsmittel<br />
auf. Hinter dem <i>&quot;Chinarestaurant-Syndrom&quot;</i><br />
etwa verberge sich eine Überempfindlichkeit gegen den<br />
Geschmacksverstärker Glutamat, die zu Kopf-und Muskelschmerzen sowie<br />
sofortigem Erbrechen führen könne. Lakritze könne unter Umständen zu<br />
Herzrhythmusstörungen führen. Trockenobst werde mit giftigem Schwefel<br />
haltbar gemacht, der unbedingt abgewaschen werden sollte.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dennoch, von den meisten<br />
Lebensmitteln sei nicht wirklich abzuraten. Sogar einem Fastfood-Burger<br />
konnte Renate Frank mit einem Augenzwinkern etwas Gesundes abgewinnen: <i>&quot;Wenn<br />
das Brot Vollkornbrot ist, liefert es Ballaststoffe, wenn Salat und<br />
Tomaten zwischen den Brötchenhälften liegen, liefern sie Vitamine&#8230;&quot;</i><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/politik/chataktuell/archiv/5150_7977.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
<p>
			&nbsp;
			</p>
<p>			<center><br />
			<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
			Sie diesen Artikel!</span></a></i><br />
			</center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			</span><br />
			<center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
			Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
			</center></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Zeit für Selbstkritik</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/zeit_fuer_selbstkritik-415/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cdowe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[BSE]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Horst]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Agrarpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Matthias Horst am 24. Januar 2001</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Matthias Horst am 24. Januar 2001</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine falsche Einschätzung der BSE-Gefahr hat der Hauptgeschäftsführer<br />
der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie im Chat mit stern.de<br />
und politik-digital eingeräumt. Prof. Dr. Matthias Horst antwortete im Chat<br />
auf die Frage, ob die Verbände die BSE-Frage heruntergespielt hätten: <i>&quot;Alle,<br />
Politik, Verwaltung und auch die Verbände der Wirtschaft haben sich auf die<br />
BSE-Freiheit verlassen. Im Nachhinein war dies ein Fehler.&quot;</i> Auf die Nachfrage,<br />
ob er an &quot;das Märchen vom BSE-freien Deutschland geglaubt habe&quot;, antwortete Horst:<br />
<i>&quot;Leider ja&quot;.</i></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fragen der Chat-Gäste kreisten immer wieder um die Frage, ob die<br />
Ernährungsmittelindustrie durch die BSE-Krise Vertrauen verloren habe und<br />
wie dieses Vertrauen wieder hergestellt werden könne. Die Ernährungsmittelindustrie<br />
müsse  <i>&quot;die Verbraucherinformation deutlich verbessern&quot;</i>, räumte Horst selbstkritisch<br />
ein und versprach: <i>&quot;Wir werden dies tun&quot;</i>. Zudem müsse die Industrie, für die er<br />
spreche, <i>&quot;sehr viel mehr als bisher über ihre Produktion, die Qualität ihrer Produkte<br />
und auch über die Wertigkeit&quot;</i> informieren. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Horst sprach sich dafür aus, die BSE-Tests schnell<br />
weiterzuentwickeln und Gesetzesverstöße gegen das Lebensmittelrecht  <i>&quot;mit<br />
aller Schärfe&quot; </i> zu ahnden. Es sei auch  <i>&quot;eindeutig falsch&quot;</i>, nun gegen Brüssel<br />
und die EU-Politik zu wettern:  <i>&quot;Wir müssen bei uns Schwachstellen suchen&quot;</i>,<br />
tippte Horst. Dann müsse gemeinsam mit Brüssel überlegt werden, welche Regelungen<br />
nötig sind.  <i>&quot;Dabei muss Deutschland eine aktivere Rolle spielen&quot;</i> forderte Horst. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Der neuen Ministerin für Verbraucherschutz, Renate Künast (Grüne) stellte Horst<br />
gute Noten aus.  <i>&quot;Sehr beeindruckend&quot;</i> sei, wie sie das Thema aufgegriffen habe.<br />
Positiv sei, dass Künast  <i>&quot;keinen Keil zwischen konventioneller und öko-Produktion<br />
zulassen&quot; </i> wolle. Ihr fehle nicht der  <i>&quot;Stallgeruch&quot;. </i></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/news/chat/2001/01/22/chat_horst.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
<p>
			&nbsp;
			</p>
<p>			<center><br />
			<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
			Sie diesen Artikel!</span></a></i><br />
			</center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			</span><br />
			<center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
			Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
			</center>
			</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></span>
</p>
<hr align="left" noshade="noshade" size="1" width="390" />
<!-- Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="540">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#000000" height="1" width="120"><spacer type="block" height="1"></spacer></td>
<td bgcolor="#000000" height="1" width="420"><spacer type="block" height="1"></spacer></td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/zeit_fuer_selbstkritik-415/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>In ferner Zukunft vielleicht auch schwarz-grün?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/in-ferner-zukunft-vielleicht-auch-schwarz-gruen-416/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/in-ferner-zukunft-vielleicht-auch-schwarz-gruen-416/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Kerstin Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Agrarpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[BSE]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Kerstin Müller am 17. Januar 2000</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Kerstin Müller am 17. Januar 2000</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ob Kerstin Müller,<br />
Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Grüne, auch gerne<br />
Landwirtschaftsministerin geworden wäre? Zumindest blieb sie in dieser<br />
Frage diplomatisch:<br />
<i>&quot; Ich werde in meinem Amt als Fraktionsvorsitzende gebraucht&quot;</i> erklärte sie im Chat von politik-digital und stern.de und verwies darauf, dass Renate Künast <i>&quot;eine hervorragende<br />
Verbraucherschutzministerin werden&quot;</i> wird. Trotzdem sei es nach wie vor zu bedauern, dass Andrea Fischer ihren Hut nehmen mußte: <i>&quot;es ist schon absurd, dass ausgerechnet eine Grüne<br />
die Verantwortung für die jahrzehntelange verfehlte Landwirtschaftspolitik übernimmt&quot;</i>. In jedem Fall werde sich in diesem Ministerium<br />
einiges ändern. Verbraucherinteressen statt Agrar-Lobby sei nun das Motto, so die Grünen-Politikerin.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Das Thema BSE<br />
stand auf der Chat-Liste verständlicherweise ganz oben, aber auch zu<br />
Joschka Fischer und seiner militanten Vergangenheit wurde Kerstin<br />
Müller befragt.<br />
<i>&quot;Man sollte ihn heute an seiner Arbeit als Außenminister messen und die ist sehr gut&quot;</i> zog sie ihren Schluss aus einer Debatte, die sie selber<br />
als <i>&quot;absurd&quot;</i> bezeichnete. Trotzdem freut sich Kerstin Müller darauf, Joschkas Leben verfilmt im Kino zu sehen, denn von dem Gerücht, dass<br />
Hollywood Interesse an der Fischerschen Biographie angemeldet hat, habe sie auch schon gehört.<br />
Um allen Gerüchten vorzubeugen: Kerstin Müller ist selber nicht militant gewesen, allerdings war sie bei Sitzblockaden dabei <i>&quot;und<br />
würde das für bestimmte Anliegen auch immer wieder tun&quot;</i>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für die Zukunft der Grünen will die Fraktionsvorsitzende sich nicht festlegen:<i>&quot;im Prinzip würde ich für eine ferne Zukunft auch schwarz/grüne Koaltionen nicht<br />
ausschließen&quot;</i>. Wichtig war ihr allerdings, dass die Grünen nicht als reine &quot;Mehrheitsbeschaffer&quot; fungieren, sondern <i>&quot;ganz klar der Motor für Reformen&quot;</i> sind.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/news/chat/2001/01/08/chat_kmueller.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
<p>
			&nbsp;
			</p>
<p>			<center><br />
			<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
			Sie diesen Artikel!</span></a></i><br />
			</center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			</span><br />
			<center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
			Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
			</center></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
					
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