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	<title>Leipzig &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Leipzig &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>„Computerspiele sind für viele Kinderzeug&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/computerspiele-sind-fuer-viele-kinderzeug-3607/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Games Convention]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Große]]></category>
		<category><![CDATA[thomas Gigold]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiel]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Blogpiloten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Gut gelaunt kamen Daniel Große und Thomas Gigold am 21. August aus Leipzig nach Berlin zur Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten. Dort sprachen die beiden über ihr offizielles Blog zur Games Convention, Spiele-Konsolen für jeden Typ und das Halbwissen vieler Politiker.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Gut gelaunt kamen Daniel Große und Thomas Gigold am 21. August aus Leipzig nach Berlin zur Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten. Dort sprachen die beiden über ihr offizielles Blog zur Games Convention, Spiele-Konsolen für jeden Typ und das Halbwissen vieler Politiker.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo liebe Nutzer und herzlich Willkommen<br />
zur Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten.<br />
Heute dreht sich hier alles um die Games Convention, Europas größte<br />
Computerspiel-Messe in Leipzig. Zu Gast sind Daniel Große<br />
und Thomas Gigold, die das offizielle GC-Blog betreiben. Extra für<br />
die Blogsprechstunde unterbrechen die beiden ihre Berichterstattung<br />
und sind zu Gast in Berlin. Um Punkt 16 Uhr geht es los. Fragen<br />
können Sie gerne jetzt schon stellen, die Moderatoren leiten<br />
sie dann weiter. <br />
Thomas Gigold und Daniel Große sind jetzt auch bei uns eingetroffen.<br />
Können wir anfangen?
</p>
<p>
<b>Daniel Große</b>: Ja, gern.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold: </b>Immer doch 🙂
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.11freunde.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ABlogs/dgrosse_tgigold.jpg" alt="Jens Kirschneck" border="0" height="118" width="170" /></a><br />
<i><br />
Daniel Große und Thomas Gigold schreiben<br />
</i><i>das offizielle <a href="http://www.gc-blog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a><br />
zur Games Convention in Leipzig<br />
</i><span class="normal"></span>
</p>
<p align="left">
<b>Moderator:</b> Unsere Nutzer konnten<br />
bereits im Vorfeld Fragen stellen und darüber abstimmen. Die<br />
Fragen mit den meisten Stimmen eröffnen auch heute wieder unseren<br />
Chat. Hier kommt Nummer eins &#8211; zu Beginn gleich eine Glaubensfrage:
</p>
<p>
<b>Spielefuxx:</b> PC oder Konsole? Worauf sollte der<br />
Spieler in Zukunft setzen?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Das ist wirklich eine Glaubensfrage,<br />
ähnlich wie bei PC und Mac. Ich denke, es kommt drauf an, was<br />
und wo man spielen mag. Wer Strategie mag, kommt am PC fast nicht<br />
vorbei, wer lieber &#8211; wie ich &#8211; auf der Couch lümmelt oder mit<br />
Freunden im gleichen Raum sitzt und Partyspiele mag, der kauft sich<br />
eine Konsole.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Würde ich mitgehen. 🙂<br />
<b><br />
Leipziger Allerlei: </b>Warum sollte man dieses Jahr auf die<br />
Games Convention gehen?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Die Frage ist: warum nicht?<br />
🙂
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Kennt jemand einen Grund, nicht<br />
hinzugehen?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Nein, im Ernst: Es ist die<br />
Mischung aus Unterhaltung und Information. Diese Messe ist seit<br />
Jahren Treffpunkt für Spieler, die wirklich nur die neuesten<br />
Games testen wollen. Aber eben auch für Leute, die Hintergründe<br />
wollen. Das Schöne ist, dass dort neben Messe-Babes auch die<br />
Entwickler vor Ort sind, mit denen man sich unterhalten kann.
</p>
<p>
<b>oliver12345:</b> Welche Next-Generation-Konsole wird<br />
eurer Meinung nach das Rennen machen und warum?<br />
Thomas Gigold: Ich denke, man muss zwischen den drei Konsolen unterscheiden,<br />
denn die Wii ist ja vom Konzept her etwas vollkommen Anderes als<br />
die XBox oder PS3.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Genau, es ist auch hier wieder<br />
eine Glaubensfrage &#8211; ich denke, die Zielgruppen sind völlig<br />
anders gelagert zwischen Wii und PS3. Ich kann beispielsweise meine<br />
Frau für die Wii begeistern. Die PS3 gefällt ihr schon<br />
vom Design nicht. Nintendo macht das schon gut, vor allem Spaß<br />
und neuerdings Fitness in den Vordergrund zu stellen.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Wer im Moment viele Spiele will,<br />
nimmt vielleicht die XBox, wer satte Grafik und ein Blu-Ray-Laufwerk<br />
will, greift zur PS3. Man muss eher wissen, welche Spiele man spielen<br />
will bzw. welche Art Spiele, dann kann man sich für die richtige<br />
Konsole entscheiden.
</p>
<p>
<b>MafiaSource.de:</b> War die Kooperation zwischen Ausstellern<br />
und Presse bis zum jetzigen Zeitpunkt zufriedenstellend?</p>
<p><b>Thomas Gigold: </b>Wir können uns nicht beschweren.<br />
Wir bekommen Pressemeldungen, haben Kontakt zu den Pressestellen<br />
und durften Bilder von den Aufbauarbeiten machen. Keiner verweigert<br />
sich oder findet Blogs blöd 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große: </b>Die Frage war auch etwas missverständlich<br />
&#8211; wie die Kooperation ZWISCHEN Ausstellern und Presse ist, wissen<br />
wir ja nicht. 🙂 Aber wir hoffen, wir haben die Frage richtig interpretiert.<br />
Das Schöne ist wirklich, dass viele Aussteller inzwischen wissen,<br />
dass es das GC-Blog gibt und uns mit Presseinfos an redaktion@gc-blog.de<br />
füttern.
</p>
<p>
<b>maik:</b> Was erwartet uns denn auf eurem Blog zur<br />
Games Convention?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold: </b>Lies es 😉<br />
<b><br />
Daniel Große:</b> Morgen vor allem Live-Berichte der<br />
Pressekonferenzen. Das war im vergangenen Jahr schon schön,<br />
die Leute „draußen“ zu informieren. Da kam sehr<br />
viel Feedback, was uns natürlich freut, weil wir dann wissen,<br />
dass es gewürdigt wird, was wir da tun.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Wir werden Games testen, Impressionen<br />
posten. Unser Ziel ist es, denen, die daheim geblieben sind, ein<br />
Bild der GC zu präsentieren, als wären sie selbst vor<br />
Ort.
</p>
<p>
<b>Shreg:</b> Wollt ihr nicht aus dem Blog eine Community<br />
machen? Die Comments werden ja größtenteils zu Unterhaltungen<br />
genutzt und dafür wäre ein Forum sehr gut.</p>
<p><b>Daniel Große:</b> Also wir glauben, Foren gibt<br />
es genügend. Und die Kommentare sind ja zur Unterhaltung gedacht.<br />
Uns stört es nicht, wenn Ihr Euch dort unterhaltet. Wenn ein<br />
Beitrag für einen Kommentar doch zu lang ist, besteht die Möglichkeit,<br />
uns zu mailen.
</p>
<p>
<b>casino:</b> Ihr habt es ja auch in eurem Blog geschrieben,<br />
dass so genannte Casual Games gerade im Trend liegen. Was macht<br />
diese kleinen Spiele, die doch eigentlich recht einfach sind, für<br />
Spieler und für Unternehmen so interessant?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Der Zwischendurch-Faktor.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Ich denke, das Interessante daran<br />
ist, dass sie so klein sind und man sie zwischendurch spielen kann.<br />
Man muss sich also nicht fünf Stunden am Stück damit beschäftigen<br />
und kann sie auch einmal zwischendurch auf der Arbeit spielen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wie lässt sich für Unternehmen<br />
damit Geld verdienen?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold: </b>Die kleinen Games werden meist<br />
ja durch Werbung finanziert (man kennt das ja vom Moorhuhn). Wenn<br />
man sich dann aber auch bei Yahoo und dergleichen umschaut, gibt<br />
es auf der anderen Seite dann kostenpflichtige Spiele, die alle<br />
so um die 5 Euro kosten. Das ist nicht viel und schnell mal „nebenbei“<br />
ausgegeben. Sprich: Keine große Investition für den Spieler,<br />
vor der er zurückschreckt (im Gegensatz zu einem Konsolenspiel,<br />
die heute ja um die 50 Euro kosten).
</p>
<p>
<b>Felicitas:</b> Für wie vielversprechend haltet<br />
ihr Handy-Spiele?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Wir selbst versprechen uns<br />
davon nicht viel. 🙂 Allerdings ist der Markt dafür wohl recht<br />
groß. Electronic Arts beispielsweise hat eine eigene Abteilung<br />
für solche mobilen Games. Die Handydisplays werden größer,<br />
die Grafiken besser. Sprich: der Markt ist da. Da sind wir zu wenig<br />
Entwickler, als dass wir das erschöpfend beantworten könnten.<br />
🙂</p>
<p><b>Thomas Gigold:</b> &#8230; und wächst. Man sieht das<br />
ja bei Jamba und Co. Ich denke, die Handygames sind ein guter Ersatz<br />
für DS oder PSP, zumindest für eine gewisse Gruppe.
</p>
<p>
<b>Stefanie:</b> Die Spielebranche setzt in Deutschland<br />
jährlich zwei Mrd. Euro um. Wird sie dafür nicht recht<br />
stiefmütterlich behandelt?</p>
<p><b>Daniel Große:</b> Eindeutig ja. Thomas hat noch<br />
mehr&#8230;.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Eine gewisse Branche mit anzüglichen<br />
Videos verdient noch mehr, und wird stiefmütterlicher behandelt.<br />
😉 Im Ernst: Darüber hat sich ja gestern der Herr Eggebrecht<br />
auf der Developer Conference ausgelassen. Seine (und auch unsere)<br />
Antwort: Ja, durchaus.
</p>
<p>
<b>Nataku:</b> Julian Eggebrecht, Chef vom Spielehersteller<br />
Factor 5, forderte in einem Vortrag, Sex und Gewalt in Computerspielen<br />
als Kunst zu akzeptieren, ähnlich wie in Filmen. Was ist Eure<br />
Meinung dazu?</p>
<p><b>Thomas Gigold:</b> Ein schwieriges Thema: Ich kann<br />
auch nicht an jeden Splatter-Movie das Wort „Kunst“<br />
schreiben, und damit die schlimmsten Gewaltszenen rechtfertigen.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Schauen wir uns doch mal „SAW<br />
II“ an. Oder „Final Destination“. So was würde<br />
niemand seinem Kind zeigen. Spiele werden allerdings in Deutschland<br />
sofort zensiert. Blut muss blau sein, Fetzen dürfen keine fliegen.<br />
Ich glaube, man sollte die Leute nicht für unmündiger<br />
halten, als sie sind.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Aber es ist schon wahr: Computerspiele<br />
werden durchaus noch immer eher als „Kinderzeug“ wahrgenommen,<br />
weshalb epische Werke, in denen man mit Sex, Gewalt und Rock&#8217;n&#8217;Roll<br />
kunstvoll spielt, eher kritisch beäugt werden. Man macht schon<br />
immer noch einen Unterschied zwischen Film und Games. Die Diskussion<br />
aber ist recht umfangreich dazu.</p>
<p><b>Daniel Große: </b>Unsere Meinung ist klar: Gewalt<br />
und von mir aus auch Sex sind natürlich Ebenen innerhalb eines<br />
Spiels, die für die Dramaturgie nötig sind. Und wenn gewisse<br />
Spiele so etwas beinhalten, dann kommt es auf die Rezipienten an,<br />
damit sorgsam umzugehen.
</p>
<p>
<b>axt:</b> Crytek &#8211; immerhin die Spielschmiede in Deutschland<br />
&#8211; hat heute angekündigt, dass sie abwandern (möglicherweise<br />
nach Budapest), sollten in Deutschland gewaltbeherrschende Spiele<br />
verboten werden. Eure Meinung dazu?</p>
<p><b>Daniel Große:</b> Durchaus verständlich.<br />
Und schade, dass gewisse Medien sofort mit „Killerspiele-Firma“<br />
titeln. Das Ding ist ja, dass Crytek selbst sagt, sie verherrlichen<br />
keine Gewalt. Auf der anderen Seite würde eine Abwanderung<br />
Cryteks nun kein Wirtschafts-Desaster in Deutschland auslösen.<br />
Ich glaube, da steckt auch viel PR hinter solch einer Äußerung<br />
&#8211; ohne das böse zu meinen.
</p>
<p>
<b>caseopaia:</b> Glaubt ihr, dass Altersbeschränkungen<br />
für Computer- und Konsolenspiele was bringen?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Bringen sie das im Video- oder<br />
DVD-Bereich? Letztlich ist es egal ob es ein Spiel, eine DVD oder<br />
ein Comic ist: Der Jugendschutz hat schon seine Berechtigung, wenn<br />
manche Entscheidungen von ihm auch nicht ohne Kritik gesehen werden<br />
sollten.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Ich finde allerdings, dass<br />
man dem Handel auf die Finger klopfen sollte, wenn Spiele an Minderjährige<br />
verkauft werden, die nicht für sie geeignet sind. Ähnlich<br />
wie bei Zigaretten und Alkohol.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> &#8230; mit Zigaretten und Alkohol<br />
ist es das gleiche: Eigentlich darf sie keiner unter 16 bzw.18 Jahren<br />
bekommen, aber es gibt eben Mittel und Wege (oder Menschen), um<br />
doch daran zu kommen. Bei Games und DVDs ist es das gleiche. Wer<br />
es haben will und die Wege kennt, bekommt es, aber die Mehrheit<br />
wird schon davon „fern“ gehalten, was ja auch Sinn macht,<br />
wenn ein Siebenjähriger kein Spiel für 18-Jährige<br />
bekommt.</p>
<p><b>Kritikverteiler:</b> Für wie kompetent haltet<br />
Ihr die Äußerungen von Politikern zum Thema &quot;Killerspiele<br />
&quot;?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Ehrlich?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Politiker sind auf dem Gebiet<br />
nicht kompetent.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Für wenig kompetent. Das merkt<br />
man auch am Thema Internet, Online-Durchsuchung und Co.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Das Problem ist, dass diese<br />
Leute meist nur Theoretiker sind. </p>
<p><b>Thomas Gigold:</b> Was man dagegen tun kann?! Wenig,<br />
die Lobbyarbeit und Aufklärung in der Allgemeinheit vielleicht<br />
verstärken. Letztlich ist das Thema Killerspiele auch wegen<br />
falscher Äußerungen einiger Medien und Politiker so hoch<br />
gekocht. Nicht jeder „Killerspieler“ ist ein potentieller<br />
Amokläufer, wie man das gemeinhin unterstellt.
</p>
<p>
<b>Daniel Große: </b>Die haben mal was gehört,<br />
kennen vielleicht das eine oder andere Spiel namentlich. Wenn man<br />
schon hört, was die <a href="http://www.medienrauschen.de/archiv/deutsche-politiker-auf-der-hoehe-der-zeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zum<br />
Thema Internet wissen</a>.</p>
<p><b>hbk:</b> Dieses Jahr ist ein Schwerpunkt der GC „Kinder-<br />
und Jugendschutz“. War dazu auch die Diskussion um so genannte<br />
Killerspiele ausschlaggebend?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Nicht doch erst dieses Jahr. Die<br />
GC-Family gibt es ja nicht erst seit 2007.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Bereits zur GC 2003 war Jugendschutz<br />
ein wichtiges Thema.</p>
<p>f<b>emaleemail</b>: Wie wollen Entwickler die wachsende<br />
Zielgruppe weiblicher Spieler erobern?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Tun sie bereits, oder?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Das haben sie doch schon.<br />
🙂<br />
Thomas Gigold: Mit Spielen wie „Buzz!“ oder den Sportspielen<br />
auf der Wii begeistern sie doch mittlerweile auch und vor allem<br />
Frauen &#8211; zumindest meine. 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Och &#8211; aber doch auch Rollenspiele,<br />
Thomas. 🙂
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> &#8230; und daneben gibt es auch Frauen<br />
und Mädels die Warcraft und Co. spielen.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Ach so. 🙂</p>
<p><b>minkwal:</b> Was meint Ihr, wie hoch der Jungs-Anteil<br />
bei den GC-Besuchern ist? Ich war vor Jahren mal da und ich fühlte<br />
mich wie in einem (hormonell aufgeladenen) Klischee &#8211; Was ist mit<br />
neuen Zielgruppen bei den Games?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Also im vergangenen Jahr gab<br />
es auch einen Tag, an dem ältere Spieler da waren. 🙂 Aber<br />
es stimmt schon &#8211; der überwiegende Teil ist männlich.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> „Hormonell aufgeladenes Klischee“<br />
&#8211; muss ich mir merken. 😉</p>
<p><b>Daniel Große:</b> Bei den vielen Babes bringt<br />
ja auch keiner seine eigene Freundin mit. Nein, im Ernst: Ich glaube,<br />
es sind in erster Linie die Jungs, die sich für die neuesten<br />
Games interessieren. Frauen ziehen nicht sofort los, um sich so<br />
was anzuschauen. Auch wir sind aufgeladen. Jetzt schon. 🙂 Nein,<br />
war ein Spaß (großer Kaffee von Starbucks – wirkt).<br />
Next question bitte!
</p>
<p>
<b>axt:</b> @daniel: Liest deine Frau mit? 😉
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Nein, offenbar nicht. 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Nein.
</p>
<p>
<b>teichtier:</b> Wie seid Ihr eigentlich dazu gekommen,<br />
für die GC zu bloggen?
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> „Es war ganz allein<br />
meine Idee“. Nein, im Ernst: Ich bin in erster Linie Lokaljournalist<br />
und fand es schade, wie viele Themen rund um die GC einfach liegen<br />
bleiben. Die Zeitungen können und wollen nicht alles abarbeiten.<br />
Das fand ich sehr schade. Darum suchte ich einen Weg, wie man die<br />
Themen trotzdem bearbeiten kann. Also hab ich mir Thomas als Blog-Experten<br />
gesucht und wir haben ein Konzept geschrieben. Und die Leipziger<br />
Messe steht dem Thema Blogs und Internet sehr offen gegenüber.<br />
Mit ihr haben wir wirklich einen Partner, der das Medium versteht<br />
und uns freie Hand lässt. Das macht Vieles einfacher.
</p>
<p>
<b>Tony:</b> Was war euer schönstes Erlebnis auf<br />
den GC´s ?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> 1 &#8230; 2 &#8230; 3 &#8230; Speedlink
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> 🙂
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> *g
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> (das verstehen nur Insider)
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Sorry, ein Insider. Mir hat tatsächlich<br />
die Energie und der Spaß dort gefallen. Die Leute sind einfach<br />
gut drauf, haben Spaß und machen jeden Mist mit (auch im Chor<br />
eben obiges schreien).
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Genau. Auch wenn das pathetisch<br />
klingt, aber es wirklich so. Die Stimmung, der Spaß, die Energie.<br />
Und die Mischung aus all dem. Das gibt es auf keiner anderen Messe.<br />
Es gibt daher kein wirklich „schönstes“ Erlebnis.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Man wird so überflutet mit<br />
Eindrücken, da gibt es dann nur einen großen „Erlebnisbrei“<br />
nach 5 Tagen GC.<br />
tony_hawk: Was war denn Euer erstes Computerspiel?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> „Titanic“ auf dem C64.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> „Choplifter“ auf<br />
dem C64.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Beide auf&#8217;m C64 &#8230; siehste mal.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wann war das?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Weit weg &#8230;
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Nach der Wende. Ich bin mit<br />
meinem Opa und meinen Eltern „rüber“ gefahren und<br />
habe einen C64 gekauft. Wann das war&#8230; schwierig. Datasette FTW!<br />
😉
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Muss so um 1988 oder 1989 gewesen<br />
sein. Sehr nah vor oder nach der Wende (frag mal bitte einer meine<br />
Frau, die wüsste das, wann ich meinen C64 bekommen habe, ich<br />
merk mir so was nicht *g).
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Ja, Frauen merken sich die<br />
komischsten Dinge. 🙂</p>
<p><b>Moderator:</b> Themawechsel. Noch ein paar Blicke in<br />
die Zukunft:
</p>
<p>
<b>Maik:</b> Welche Spiele sind interessant für<br />
die ältere Generation, die bislang kaum erschlossen ist?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Daniel, Deine Frage!
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> (Weil ich drei Jahre älter<br />
bin&#8230;)
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Vielen Dank, Herr Gigold,<br />
das gibt Abzug. So, wo waren wir&#8230; Ich vermute mal, so was wie<br />
„Big Brain Academy“. Oder? Ich weiß es nicht.<br />
Glaubt man Spieleportalen, in denen online gespielt wird, sind es<br />
solche Spiele wie Solitaire oder Skat, die am Computer von älteren<br />
Leuten gern gespielt werden.
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Also meiner Mutter beispielsweise<br />
macht „Buzz!“ riesigen Spaß. Wobei die jetzt noch<br />
nicht ultimativ in der „silbernen“ Zielgruppe ist. Aber<br />
ich denke, solche kleinen „Partyspiele“ und Wissensdinger<br />
sind schon für die „ältere“ Generation interessant.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Müsste man die Älteren<br />
mal fragen.
</p>
<p>
<b>frollein:</b> Mal ehrlich: Euer liebstes Killer-Splatter-Metzel-Game?
</p>
<p>
<b>Daniel Große: </b>„Command &amp; Conquer”.<br />
Das ist aber lange her.</p>
<p><b>Thomas Gigold:</b> Ganz ehrlich? Ich spiele GTA, in<br />
dieser Richtung. „Killzone“ und Co. sind schon eher<br />
fern, mein Bruder ist da weit vorn, der geht mit dem technischen<br />
Equipment solcher Spiele weit geschickter um, als ich. *bin halt<br />
doch schon alt* 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Du Armer.
</p>
<p>
<b>Maik:</b> Sind kostenpflichtige Online-Rollenspiele<br />
wie World of Warcraft die Spiele-Zukunft?
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Weiß ich nicht. Ich glaube<br />
aber, die Spiele mit Online-Anbindung sind auf jeden Fall die Zukunft.<br />
Weil man mit Freunden zusammen spielen kann, und mit anderen realen<br />
Menschen. Ich glaube schon, dass das wichtig ist.
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Und die Kosten halten sich<br />
ja in Grenzen. Ich habe jedenfalls noch nichts von einer privaten<br />
Pleite wegen WOW gehört.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das waren 60 Minuten Blogsprechstunde<br />
zur Games Convention. Danke an alle Nutzer für die Fragen und<br />
natürlich ein Dankeschön an Daniel Große und Thomas<br />
Gigold, dass sie heute bei uns vorbeigeschaut haben. Das Protokoll<br />
dieses Chats gibt es in Kürze bei politik-digital.de und den<br />
Blogpiloten. Das letzte Wort für heute haben unsere Gäste:
</p>
<p>
<b>Thomas Gigold:</b> Schon vorbei?! Wow! Kommt nach<br />
Leipzig. 😉
</p>
<p>
<b>Daniel Große:</b> Tja &#8211; wir sehen uns, würden<br />
wir sagen. Und Danke an die Blogbesucher!<br />
(reicht) 😉</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wem kann man vertrauen? 6</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/metablockerarchives1291-wem-kann-man-vertrauen-6-html-2219/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/metablockerarchives1291-wem-kann-man-vertrauen-6-html-2219/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 May 2007 14:16:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
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					<description><![CDATA[Thema auch in der Mittagspause unter den Kongress-Teilnehmern: Der Vortrag des AOL-Europa-Chefs Dana Dunne. Unverständnis, wie ein solches Product Placement in einem solchen Rahmen zugelassen werden konnte - immerhin durfte er nach einem Staatsminister und einem Ministerpräsidenten als Dritter vor dem Plenum reden. Vorgetragen mit dem Morgenstern, nicht mit dem Florett. Einer sprach sogar von "Skandal". Ich würde eher sagen: Gutes Placement durch eine Public Affairs Agentur im Hintergrund, aber nichts draus gemacht. Dürfte eher nach hinten losgegangen sein, vor diesem Publikum.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Thema auch in der Mittagspause unter den Kongress-Teilnehmern: Der Vortrag des AOL-Europa-Chefs Dana Dunne. Unverständnis, wie ein solches Product Placement in einem solchen Rahmen zugelassen werden konnte &#8211; immerhin durfte er nach einem Staatsminister und einem Ministerpräsidenten als Dritter vor dem Plenum reden. Vorgetragen mit dem Morgenstern, nicht mit dem Florett. Einer sprach sogar von &#8220;Skandal&#8221;. Ich würde eher sagen: Gutes Placement durch eine Public Affairs Agentur im Hintergrund, aber nichts draus gemacht. Dürfte eher nach hinten losgegangen sein, vor diesem Publikum.</p>
<p><!--break--><br />
Jetzt: Teil zwei des Workshop 2: &#8220;Vertrauenswürdige Anbieter. Wer bietet verlässliche und vielfältige Informationen in der digitalen Welt und wie finden Nutzer den Zugang zu diesen Informationen?&#8221; Zunächst: Jörg Sadrozinski, Leiter tagesschau.de. Eine Bewertung spar ich mir, denn ich bin befangen. Sadrozinski freut sich über das neue EU-Urteil: Demnach kann der öffentlich-rechtliche Internetfunk in Deutschland in Zukunft mit etwas mehr Freiheiten rechnen &#8211; bisher musste das Online-Angebot immer peinlich genau darauf achten, dass es &#8220;programmbegleitend&#8221; ist. Das schränkte die Möglichkeiten, mal was neues auszuprobieren, stark ein. Dies könnte nun anders werden.<br />
Dann zeigt Sadrozinski auf, wie spiegel-online oder sueddeutsche.de mit Boulevardinhalten Quote machen, Product Placement betreiben oder die Grenzen zur Werbung verwischen &#8211; und damit eine indirekte Daseinsberechtigung für öffentlich-rechtliche Angebote liefern. Beispiele: Klick-Foto-Strecken mit 100 Bildern &quot;die besten Biere Deutschlands&quot;, Paris-Hilton News oder die LVZ-online-Website, die mit einer &quot;Plus&quot;-Werbung &quot;aufmacht&quot;. Beispiele auch von T-Online: Z.B. das redaktionelle &quot;Special&quot; zum Thema Gesundheit, präsentiert von einer Krankenkasse.<br />
Dann kündigt er an, im Herbst mit einer Video- und Audio-Downloadplattform anzubieten &#8211; Arbeitstitel &quot;Wunschprogram zum Mitnehmen&quot;. Mit 0,75 Prozent der GEZ-Gebühren &#8211; mehr darf das Online-Angebot der ARD derzeit nicht kosten &#8211; aber wäre es zukünftig nicht mehr getan: Er fordert eine Umschichtung aus den Radio- und Fernsehbereichen hin zu Online. Bei diesen internen Kämpfen würde ich ja gerne ein Podcast-Mikrofon reinhalten &#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wem kann man vertrauen? 9</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 15:40:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Noch eine Podiumsdiskussion: &#34;Das Internet als Wissensarchiv&#34;. Suchmaschinenentwickler, Wissenschaftler, eine itailenische Wikipedianerin und eine BBC-Journalistin auf dem Podium reden über die Zukunft des Suchens und Findens. Unter den Diskutanten auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Bourdoncle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Francois Bourdoncle</a>, Entwickler der Suchmaschine <a href="http://www.exalead.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">exalead</a>, mit der versucht werden soll, auch Videos, Audios und Bilder besser auffindbar zu machen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch eine Podiumsdiskussion: &quot;Das Internet als Wissensarchiv&quot;. Suchmaschinenentwickler, Wissenschaftler, eine itailenische Wikipedianerin und eine BBC-Journalistin auf dem Podium reden über die Zukunft des Suchens und Findens. Unter den Diskutanten auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Bourdoncle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Francois Bourdoncle</a>, Entwickler der Suchmaschine <a href="http://www.exalead.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">exalead</a>, mit der versucht werden soll, auch Videos, Audios und Bilder besser auffindbar zu machen.<br />
<!--break--><br />
Immerhin selbstkritisch: Bourdoncle hat das Gefühl, die Aufkaufpolitik großer Corporates ist letztendlich eher eine Innovations-Verhinderungs-Strategie, um gute Ideen unter der Decke zu halten. Genaueres zum Algorithmus von exalead will er dennoch nicht sagen.<br />
Vertrauen in Inhalte: Nein.<br />
Gebrauchtwagenkauf: Scheint ein interessantes Auto zu sein, aber irgendwie wäre ich vorsichtig.<br />
Oder Becky Palmer, BBC: Soll die BBC mehr User Generated Content anbieten? Palmer überzeugt mit einer differenzierten einerseits-andererseits Argumentation, die mir als Politologen durchaus sympathisch ist. Ihr Kommentar zu BBC-I can (heute <a href="http://www.bbc.co.uk/dna/actionnetwork/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">action network</a>), dem interessanten Bürger-Aktions-Projekt der BBC: Guter Ansatz, aber die Nutzer hätten mehr daraus machen können.<br />
Vertrauen in Inhalte: Ja.<br />
Gebrauchtwagenkauf? Ja.<br />
Heute abend hat uns noch der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Georg Milbradt, zum Essen eingeladen. </p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wem kann man vertrauen? 8</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 14:20:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p><font style="BACKGROUND-COLOR: #faffff">Die Podiumsdiskussion gerade war dann weniger spannend. Immehin: Der bulgarische blutjunge Online-Leiter von &#34;Capital Weekly&#34;, Elenko Elenkov, ging mit gesunder Naivität ans Werk, behaupet einer der wichtigsten Blogger seines Landes zu sein und geht davon aus, dass herkömmliche Journalisten von den Informationen in Blogs als Recherchewerkzeug profitieren, und dass sich professionelle journalistische Standards in Blogs entwickeln werden. Naja.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><font style="BACKGROUND-COLOR: #faffff">Die Podiumsdiskussion gerade war dann weniger spannend. Immehin: Der bulgarische blutjunge Online-Leiter von &quot;Capital Weekly&quot;, Elenko Elenkov, ging mit gesunder Naivität ans Werk, behaupet einer der wichtigsten Blogger seines Landes zu sein und geht davon aus, dass herkömmliche Journalisten von den Informationen in Blogs als Recherchewerkzeug profitieren, und dass sich professionelle journalistische Standards in Blogs entwickeln werden. Naja.<!--break--> Für Deutschland zumindest sehe ich das eher nicht, aber wer weiss, wie die Welt in Bulgarien aussieht.</font></p>
<p><font style="BACKGROUND-COLOR: #faffff">Vertrauen in Inhalte: Nein. Aber ich denke, er glaubt, was er sagt. Kein Berufsoptimist, sondern echte addict.</font></p>
<p><font style="BACKGROUND-COLOR: #faffff">Gbrauchtwagenkauf? Ja, schon eher: Ich könnte einen besseren Deal machen als der Verkäufer,vielleicht.</font></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wem kann man vertrauen? 7</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 13:04:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gerade ist Pause. Naja. Eigentlich spricht gerade Gabor Benke, ein Ungar, der die privaten Broadcaster repräsentieren soll. Es hört aber niemand mehr zu, alle dösen in ihren Stühlen - liegt vielleicht auch am Nachmittagstief. Ich verstehe nicht, was er uns sagen will, aber immerhin spricht er frei. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade ist Pause. Naja. Eigentlich spricht gerade Gabor Benke, ein Ungar, der die privaten Broadcaster repräsentieren soll. Es hört aber niemand mehr zu, alle dösen in ihren Stühlen &#8211; liegt vielleicht auch am Nachmittagstief. Ich verstehe nicht, was er uns sagen will, aber immerhin spricht er frei. <!--break--></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wem kann man vertrauen? 5</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 12:15:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>
Der nächste Sprecher entäuscht mich auch: Christian S. Nissen von der Copenhagen Business School stellt zwar ebenfalls die richtige Frage - wie kann man neue Formen von Berichterstattung, die eher der Zivilgeselschaft oder der sozialen Software zuzuordnen wären, öffentlich finanzieren? Aber leider kommt er dann wieder mal mit Brechts Radiotheorie. Und das kann ich nicht mehr hören, die Referenz ist abgelutscht.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Der nächste Sprecher entäuscht mich auch: Christian S. Nissen von der Copenhagen Business School stellt zwar ebenfalls die richtige Frage &#8211; wie kann man neue Formen von Berichterstattung, die eher der Zivilgeselschaft oder der sozialen Software zuzuordnen wären, öffentlich finanzieren? Aber leider kommt er dann wieder mal mit Brechts Radiotheorie. Und das kann ich nicht mehr hören, die Referenz ist abgelutscht.<br />
<!--break-->
</p>
<p>
Andererseits: Er hat wohl eine Umfrage gemacht, in der er untersucht, inwieweit innerhalb der EU neue Formen einer Förderung solcher Inhalte besteht. Das sollte man sich vielleicht mal ansehen. Sein Fazit: Manche öffentlich-rechtlichen Sender in Europa müssen qua Amt solche Dinge fördern; zudem gebe es vielversprechende Koopetionen zwischen Privaten und Öffentlich-rechlichen. Es gebe aber nur ein Beispiel, wo die öffentliche Hand sich aktiv an der Förderung neuer Inhalteformen beteiligt: die Niederlande. Sein &#8211; soweit ich sehen konnte einziges &#8211; Beispiel: <a href="http://www.digitalpioneers.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitaal Pioniers</a>. Mein Standard-Paradebeispiel, wenn ich gefragt werde, was ich mir wünsche. Lustig: Seine Powerpoint ist interaktiv, aber die Grafiken laden in Zeitlupe. Das bremst seinen Vortrag ein bisschen. Macht aber nix.<br />
Vetrauen in Inhalte: Ja. Fragen: interessant. Antworten: Alt, aber bezahlt.<br />
Gebrauchtwagenkauf: JA, sieht vertrauenswürdig aus.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wem kann man vertrauen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 09:52:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Tatsächlich habe ich mich also nach Leipzig aufgemacht, um auf der Konferenz &#34;<a href="http://www.leipzig-eu2007.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Vertrauen in Inhalte</a>&#34;, die als Teil der EU-Ratspräsidentschaft von der Bundesregierung durchgeführt wird, teilzunehmen. Wie schafft man das, mehr Vertrauen in Inhalte zu organisiere, steht hier über allem - mich interessiet aber auch: Wer hat Interesse daran, Vertrauen im Internet zu schaffen und warum?
Daher habe ich für den Rest mein eigenes persönliches Ranking beschlossen, was die Vortragenden betrifft:</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tatsächlich habe ich mich also nach Leipzig aufgemacht, um auf der Konferenz &quot;<a href="http://www.leipzig-eu2007.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Vertrauen in Inhalte</a>&quot;, die als Teil der EU-Ratspräsidentschaft von der Bundesregierung durchgeführt wird, teilzunehmen. Wie schafft man das, mehr Vertrauen in Inhalte zu organisiere, steht hier über allem &#8211; mich interessiet aber auch: Wer hat Interesse daran, Vertrauen im Internet zu schaffen und warum?<br />
Daher habe ich für den Rest mein eigenes persönliches Ranking beschlossen, was die Vortragenden betrifft:</p>
<p><!--break--></p>
<p>1. Vertraue ich dem was die Person sagt?</p>
<p>2. Würde ich der Person einen Gebrauchtwagen abkaufen?</p>
<p>
Und hier geht&#8217;s schon los. Den Aufschlag machte Staatsminister Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur. Er glaubt an die Selbsregulierungskräfte der Wirtschaft und an die Freiwillige Selbstkontrolle, was die Inhalte angeht. Daher sollen die Anbieter auch in Zukunft für ihre Inhalte haften.</p>
<p>Vertauen in Inhalte: JA! Denn es tut kaum weh.</p>
<p>Gebrauchtagen: NEINI! Da war mal was mit der CDU-Spendenaffäre als Neumann noch CDU-Chef in Bremen war. Seitdem kann ich mir das beim besten Willen nicht mehr vorstellen.</p>
<p>
Weiter machte Kurt Beck, in seiner Funktion als Chef der Rundfunkkommission. Seine Aussage: Die EU ist toll und wir schaffen das schon mit der Harmonisierung des europäischen Medienrechts ohne die nationalen Unterschiede zu verwischen.</p>
<p>Vertrauen in Inhalte: JA. Denn die Aussagen tun noch weniger weh als die von Neumann. Der Redenschreiber hatte einen schlechten Tag, dass kann nicht mal Beck mit seiner unterhaltsamen Art und lebendigen Ausstrahlung rausreißen.</p>
<p>Gebrauchtwagenkauf: JA! Ich mag den Kerl, weil er sich in seinem Bundesland für bürgeschaftliches Engagement einsetzt (mehr als andere Landesväter), auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass er Kanzler werden wird. </p>
<p>
Als nächstes sprach Dana Dunne, AOL-Chef in Deutschland. Er stellte sein Unternehmen vor, redete nicht über das Thema der Konferenz, aber über die Kompetenz des Unternehmens im Bereich Social Software. Aussagen: &quot;Wir haben Web 2.0 immer schon gemacht&quot;; &quot;Social Networking has been our mission for over 20 years&quot;; &quot;Die Konkurrenz ist einen Klick entfernt&quot;; &quot;20 neue oder reformierte Produkte im Jahr 2007&quot;; &quot;Wir haben eine social vision&quot;; &quot;Trust is a way of life&quot;. Gar nicht passte das zu seiner Aussage: &quot;We just sold all our subscribers&quot;.</p>
<p>Inhalte: NEIN! Der Mann ist eine PR-Maschine.</p>
<p>Gebrauchtwagen: NEIN. Typischer Veteter der Fraktion, die einen IMMER übers Ohr haut. </p>
<p>
Dann war da noch Viktor Mayer-Schönberger (Harvard University). Sympathisch: Schmiss sofort sein Jackett auf den Boden (hallo, alle wach), rief &quot;let&#8217;s get some activity in here&quot; und vestand es so halbwegs, die Spannung zu halten. Inhaltlich von Gutenberg bis Google &#8211; naja, wer&#8217;s noch nicht gehört hat.</p>
<p>Inhalte: Ja. Alles richtig und gut.</p>
<p>Gebrauchtagen: Ja, warum nicht.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Klassentreffen für Eingeweihte</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/klassentreffen_fuer_eingeweihte-774/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fniedlich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ICANN]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Governance]]></category>
		<category><![CDATA[ICANN Studienkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/klassentreffen_fuer_eingeweihte-774/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
In Leipzig trafen sich vergangene Woche Mitglieder der deutschen und internationalen Internet-Community zum
Workshop des <a href="http://www.icann-studienkreis.net/">ICANN-Studienkreises</a>. Neulinge konnten dabei
fast den Eindruck gewinnen, auf ein Ehemaligen-Klassentreffen geraten zu sein. Man kannte sich, man unterhielt
sich über alte Zeiten - und man stritt sich.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
In Leipzig trafen sich vergangene Woche Mitglieder der deutschen und internationalen Internet-Community zum<br />
Workshop des <a href="http://www.icann-studienkreis.net/">ICANN-Studienkreises</a>. Neulinge konnten dabei<br />
fast den Eindruck gewinnen, auf ein Ehemaligen-Klassentreffen geraten zu sein. Man kannte sich, man unterhielt<br />
sich über alte Zeiten &#8211; und man stritt sich.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Workshop des ICANN-Studienkreises am 30./31. März 2000 in Leipzig </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch wenn sich durchaus neue Gesichter im Tagungssaal des Marriott Hotels einfanden, machte die Konferenz<br />
eines deutlich: Diejenigen, die sich mit der Internet-Regulierungsorganisation<br />
<a href="http://www.icann.org/">ICANN</a> und der &quot;Governance&quot; des Internets befassen, sind zumeist auch<br />
professionell im Bereich Internet tätig. Der enge Kreis der Internet-Community wirkt wie eine eingeschworene<br />
Gemeinschaft, in der der einfache User kaum vertreten ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Eine Klasse für sich?<br />
</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dieses Erscheinungsbild ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass die Teilnahme an der Debatte ein<br />
erhebliches technisches Wissen voraussetzt. Siegmar Mosdorf, SPD, Parlamentarischer Staatssekretär im<br />
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, warnte daher davor, die Informationsgesellschaft mit einer<br />
informierten Gesellschaft gleich zu setzen. Und seine Parteigenossin, die Europa-Abgeordnete Erika Mann fügte<br />
hinzu: &quot;Die Diskussionen nehmen Eigendynamiken an, die Outsider nicht mehr nach vollziehen können.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie eingefahren Strukturen und Beziehungen sind, illustrierte Siegfried Langenbach, Gründer von<br />
<a href="http://www.csl-gmbh.net/homepage.htm">Computer Services Langenbach</a> (CSL), einem deutschen<br />
Internet Service Provider, und Mitglied des <a href="http://www.icann.org/macbios.html">ICANN Membership<br />
Advisory Committee</a>. Er sei in die Arbeit des Committees involviert worden, so Langenbach, weil ihm ein<br />
Bekannter von der (prinzipiell jedem offen stehenden) Möglichkeit berichtet habe, sich in den Entstehungsprozess<br />
von ICANN einzubringen. Dass es scheinbar vor allem darauf ankomme, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu<br />
sein, um  Kenntnis von diesen Prozessen zu erlangen, habe ihn stutzig gemacht und sein Interesse geweckt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Langenbach ist kein Unbekannter in der Cyberwelt. Seit der Gründung von CSL 1972 ist er in der Computer- und<br />
Internetbranche aktiv. Er war an der Gründung der Domain Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft<br />
<a href="http://www.denic.de/">DENIC</a> beteiligt und deren erster Aufsichtsratvorsitzender. Zudem ist<br />
Langenbach (als Person oder durch CSL) Mitglied des Réseaux IP Européens<br />
(<a href="http://www.ripe.net/">RIPE NCC</a>), des Internet Council of Registrars<br />
(<a href="http://www.corenic.org/">CORE</a>) und der Internet Engineering Task Force<br />
(<a href="http://www.ietf.org/">IETF</a>).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Viele, die sich in der Netzpolitik engagieren, verfügen über ähnliche Lebensläufe, sei es in Verbänden oder in<br />
wirtschaftlichen Unternehmen. Allerdings bedeutet dies keinesfalls, dass sie alle mit Langenbachs Ansichten<br />
konform gehen würden. Der gehörte in Leipzig nämlich zu der eher kleinen Fraktion derer, die sich nicht<br />
bedingungslos für eine Selbstregulierung des Internet einsetzten und durchaus politische Aspekte in den<br />
technischen Entscheidungen von ICANN erkennen konnten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Keine Sympathie für den Teufel<br />
</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Staatliche Eingriffe erscheinen vielen Internet-Aktivisten immer noch als Sakrileg. Denn zum  verbreiteten<br />
Selbstverständnis der Internet-Community gehört nach wie vor ein traditioneller Argwohn gegenüber Regierungen.<br />
Ihre Repräsentanz innerhalb von ICANN ist denn auch auf einen einzigen Schnittpunkt begrenzt: Das Governmental<br />
Advisory Committee (<a href="http://www.icann.org/gac/gac.htm">GAC</a>).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dieses Gremium nimmt im institutionellen Gefüge von ICANN eine Sonderstellung ein. Es stellt den einzigen Ort<br />
dar, an dem sich staatliche Vertreter bei ICANN einbringen können. Die Kompetenzen des GAC sind dabei eng<br />
auf beratende Tätigkeiten begrenzt. Es verfügt über keinerlei Handlungsbefugnisse für ICANN und darf sich lediglich<br />
zu regierungsrelevanten Angelegenheiten äußern. Das Gewicht der abgegebenen Ratschläge ist zudem völlig<br />
unklar.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Michael Leibrandt, Mitarbeiter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und Mitglied im GAC<br />
berichtete in Leipzig, mit welchem Mißtrauen das GAC zunächst zu kämpfen hatte. Einige Mitglieder der<br />
Internet-Community hätten anfangs wohl gedacht, das GAC bestehe aus kleinen roten Männchen mit Hörnern auf<br />
der Stirn und einem langem Schwanz, die hinter verschlossenen Türen darüber berieten, wie sie ICANN unter ihre<br />
Kontrolle bekommen könnten. Dass das GAC als einziges ICANN-Gremium gewöhnlich nicht-öffentliche Sitzungen<br />
abhält, hat die Vertrauensbildung sicherlich nicht gefördert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">ICANN selbst weist zur Rechtfertigung ihrer Unabhängigkeit stets auf ihr rein technisches Mandat hin.<br />
<a href="http://www.icann.org/biog/blokzijl.htm">Robert Blokzijl</a>, Mitglied im ICANN-Direktorium, wehrte sich<br />
wiederholt dagegen, aus der Organisation mehr zu machen als sie tatsächlich darstelle. Dies gelte sowohl für<br />
die Gegenwart als auch für die Zukunft. Soll heißen: Ihre Aufgabe ist eng begrenzt und so soll es auch bleiben.<br />
Dem stimmt zwar auch ICANN-Finanzchef<br />
<a href="http://www.icann.org/biog/mclaughlin.htm">Andrew McLaughlin</a> zu. Andererseits gesteht er aber<br />
ein, dass mit den anfallenden Aufgaben durchaus politische Implikationen einhergehen. Diese Fragen lägen aber<br />
nicht in der Zuständigkeit von ICANN, die keine politische Organisation werden dürfe und könne. Wenn man das<br />
Internet politisch regulieren wolle, müsse dies an anderem Orte geschehen.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Konsens herrschte darüber, dass kein einzelner Akteur allein in der Lage ist, diese Aufgabe zu bewältigen. Das<br />
Internet zwinge zu rechtlicher Internationalisierung, notwendig sei daher eine einheitliche Gesetzgebung, so der<br />
Tenor. Diese hinke der technologischen Entwicklung bisher aber stets hinterher. Einige, wie etwa der Vertreter der<br />
Bertelsmann AG und Abgeordnete des Europäischen Parlaments Elmar Brok (CDU), zogen daraus die<br />
Konsequenz, staatliche Regulierung müsse auf ein Minimum zurückgeführt und durch privatwirtschaftliche<br />
Selbstregulierung ersetzt werden. Selbst Brok gestand aber zu, dass in der gegenwärtigen Situation<br />
technologische Entwicklung und demokratische Legitimierung teilweise nur noch schwer in Einklang zu bringen<br />
seien.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Damit werden sich die Nationalstaaten kaum einfach so abfinden. Erika Mann wies darauf hin, das die Frage, wie<br />
Internet-Governance aussehen könnte, durchaus auf der Tagesordnung bei internationalen Zusammenkünften<br />
stehe. So habe das Thema beispielsweise  auf dem WTO-Gipfel in Seattle Beachtung gefunden, wenn auch nur<br />
für den Bereich e-commerce. Auch im Rahmen der OECD diskutiere man darüber. Internationale Gesetzgebung<br />
sei aber ein mühsamer Prozess, der zudem fast ausschließlich zwischen Regierungsvertretern ablaufe.<br />
Parlamente fielen aus der Diskussion oft heraus.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wer tatsächlich das Internet reguliere werde sich letztendlich wohl erst im Konfliktfall zeigen, prognostizierte<br />
Volker Leib vom <a href="http://www.mpi-fg-koeln.mpg.de/inhalt/index.html">Max-Planck-Institut für<br />
Gesellschaftsforschung</a> in Köln. Bis dahin darf munter weiter diskutiert werden. Hoffentlich nicht nur unter<br />
Insidern.<br />
</span></p>
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