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	<title>Leonhard Dobusch &#8211; politik-digital</title>
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		<title>16. Berliner Hinterhofgespräch: Ist der Zugang zum kulturellen Erbe bedroht?</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2014 14:31:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mehrere hundert Millionen Bücher und eine große Anzahl von Sammlungen und Archiven warten darauf, digitalisiert und damit für viele Menschen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/WINTERBLID-v41.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-143019" alt="WINTERBLID-v4" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/WINTERBLID-v41.jpg" width="640" height="360" /></a>Mehrere hundert Millionen Bücher und eine große Anzahl von Sammlungen und Archiven warten darauf, digitalisiert und damit für viele Menschen weltweit zugänglich gemacht zu werden. Doch das derzeit gültige Urheberrecht verhindert vielfach den Zugang zum kulturellen Erbe. Eine Reform scheint vonnöten. Wir sprachen am <strong>Dienstag, 18.11., ab 17 Uhr</strong> mit Experten darüber, wie der Zugang zum kulturellen Erbe künftig gestaltet sein könnte.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=YeRX08GmueA" title="16. Berliner Hinterhofgespräch: Ist der Zugang zum kulturellen Erbe bedroht?" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/YeRX08GmueA?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Das <a href="http://www.urheberrechtsbuendnis.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktionsbündnis &#8220;Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft&#8221;</a> forderte bereits 2004: &#8220;In einer digitalisierten und vernetzten Informationsgesellschaft muss der Zugang zur weltweiten Information für jedermann zu jeder Zeit von jedem Ort für Zwecke der Bildung und Wissenschaft sichergestellt werden.“ Doch davon sind wir noch weit entfernt. Um ein zeitgemäßes Urheberrecht für die Wissensgesellschaft zu gestalten, braucht es einen sinnvollen Ausgleich der Interessen von Urhebern auf der einen Seite sowie Wissenschaft und Lehre auf der anderen Seite.<br />
Der Diskurs über die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen, Hindernisse, Herausforderungen und Veränderungen von Bibliotheken, Archiven und Museen darf nicht abreißen. Darüber haben wir <strong>am Dienstag, 18.11., von 17 Uhr bis 17.45 Uhr</strong> mit den Experten gesprochen.<br />
Unsere Diskussionsgäste im Google Hangout waren <strong>Barbara Fischer</strong>, Kulturmanagerin und Kuratorin für Kulturpartnerschaften bei Wikimedia Deutschland e. V.; <strong>Paul Klimpel</strong>, Rechtsanwalt und Leiter des iRights.Lab Kultur; sowie <strong>Leonhard Dobusch</strong>, der als Juniorprofessor für Organisationstheorie am Management-Department der Freien Universität Berlin u.a. zu transnationaler Urheberrechtsregulierung forscht. Die Moderation des Gesprächs übernahm <strong>Christian Marx</strong> von politik-digital.de.<br />
Wie gewohnt veranstalteten wir das Hinterhofgespräch zusammen mit unserem Kooperationspartner <a href="http://www.netzpiloten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpiloten</a>.</p>
<p style="text-align: left"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Hinterhof_neu1.png"><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-143095" alt="Hinterhof_neu" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Hinterhof_neu1-630x155.png" width="630" height="155" /></a><br />
Porträts v.l.n.r. : Prof. Dr. Leonhard Dobusch: FU Berlin, Barbara Fischer: Wikimedia Deutschland, Dr. Paul Klimpel: collaboratory.de, Chrsitian Marx: politik-digital.de</p>
<p>Bild oben: politik-digital.de<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Meint er mich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 16:59:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ansgar Heveling]]></category>
		<category><![CDATA[Leonhard Dobusch]]></category>
		<category><![CDATA[Netzgemeinde]]></category>
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					<description><![CDATA[Ansgar Heveling ist in aller Munde. Seit gestern ist das im „Handelsblatt“ veröffentlichte Traktat des CDU-Bundestagsabgeordneten über das Ende des [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/meint-er-mich/vernetzung02/" rel="attachment wp-att-10242"><img decoding="async" class="size-full wp-image-10242 alignleft" title="Digitale Vernetzung" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/vernetzung02.png" alt="" width="308" height="205" /></a>Ansgar Heveling ist in aller Munde. Seit gestern ist das im „Handelsblatt“ veröffentlichte Traktat des CDU-Bundestagsabgeordneten über das Ende des Web 2.0-Zeitalters Thema auf Twitter und in zahlreichen Blogs. politik-digital.de stellte sich derweil die Frage nach dem Adressaten seiner Botschaft. Wer ist die „Netzgemeinde“?</p>
<p>Zwar mahnte Peter Altmaier zur Gelassenheit, aber selbst netzpolitisch-engagierte Fraktionskollegen wie die stellvertretende CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär oder der Bundestagsabgeordnete Peter Tauber waren bemüht, <a href="http://twitter.com/DoroBaer/status/164056458504306688" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihren Unmut</a> über <a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-netzgemeinde-ihr-werdet-den-kampf-verlieren/6127434.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Einlassungen</a> Ansgar Hevelings möglichst schnell in 140 Zeichen zu pressen. In den einschlägigen Blogs und der überregionalen Presse erntete Heveling, der ebenfalls Mitglied in der Enquete-Komission „Internet und digitale Gesellschaft“ ist, Unverständnis, <a href="http://netzpolitik.org/2012/die-buttenrede-des-ansgar-heveling-zur-netzpolitik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spott</a> und „<a href="http://www.taz.de/Kommentar-zum-Kulturkampf-im-Netz/!86695/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitleid</a>“.</p>
<p><strong>#heveling und die Reaktionen</strong><strong> </strong></p>
<p>Überdies animierte der Jurist, der erst vor wenigen Tagen in einer <a href="http://www.presseportal.de/pm/7846/2187522/krings-heveling-us-amerikanische-sopa-gesetzgebung-weist-in-die-richtige-richtung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zustimmenden Presseerklärung</a> zur US-amerikanischen SOPA-/PIPA-Gesetzgebung für Furore gesorgt hatte, zu spontanen kreativen Aktionen. So vertonte beispielsweise Mario Sixtus, <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Elektrischer Reporter“ beim ZDF</a>, den im „Handelsblatt“ veröffentlichten Text und reicherte <a href="http://youtu.be/6GkyvvJ6eOw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seine Performance</a> mit historischen Filmsequenzen an, die sich an die mitunter martialische Wortwahl des CDU-Politikers anlehnten. Eine besondere „Ehre“ für öffentlich in die Kritik geratene Politiker, die erst vor einigen Tagen dem ersten Mann im Staat, Bundespräsident Christian Wulff, <a href="http://politik-digital.de/der-vorleser/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zuteil wurde</a>.</p>
<p><strong>Wer ist „die Netzgemeinde“ und wenn ja, wie viele?</strong></p>
<p>„Was, bitte, meint der Mann?“, <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/posse-um-cdu-politiker-heveling-wie-boese-ist-das-internet-1.1271331" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fragt Stefan Plöchinger heute</a> in der Online-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“. Wahrscheinlich wäre es jedoch ebenso erhellend, könnte man herausfinden, <em>wen</em> Ansgar Heveling eigentlich im Auge hatte, als er über „digitales Blut“ und „Schlachtennebel“ sinnierte &#8211; eine Frage, die in der bisherigen digitalen Erregung über die #hevelingfacts eher zur Begleitmusik verkam.</p>
<p>„Die Netzgemeinde“ scheint neben unzweifelhaft polemisierenden Kraftausdrücken wie „digitalen Horden“ dabei noch der präziseste Adressat der Botschaft des niederrheinischen Bundestagsabgeordneten. Ein bereits in der Vergangenheit strapazierter Begriff, der &#8211; unabhängig von der Aufregung über Ansgar Heveling &#8211; einer präzisen Definition harrt. In seiner Bedeutung sei der Begriff „Netzgemeinde“ abhängig vom Standpunkt des Betrachters, wie <a href="http://www.wiwiss.fu-berlin.de/institute/management/sydow/lehrstuhl/team-sprechstunden/dobusch/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leonhard Dobusch</a> gegenüber politik-digital.de ausführte. Der Jurist und Wirtschaftswissenschaftler,  der an der Freien Universität Berlin zu Innovationen, neuen Medien und Technologien forscht, sieht den Begriff „Netzgemeinde“ zum einen als Begriff an, der in erster Linie von klassischen Medien verwendet wird. Dort würde er verwendet, um „dieser Netzgemeinde in ihrer Gesamtheit negative Attribute zuzuschreiben, wie zum Beispiel ‘Gratiskultur‚ oder jüngst ‘Nerdzissmus‘“.</p>
<p>Andererseits, so Dobusch weiter, „beanspruchen Vereine und Initiativen wie beispielsweise <a href="http://www.wiwiss.fu-berlin.de/institute/management/sydow/lehrstuhl/team-sprechstunden/dobusch/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AK Vorrat</a>, der gegen Vorratsdatenspeicherung kämpft, für die Netzgemeinde zu sprechen.“ Ganz zu schweigen von ambitionierten ThinkTanks und Vereinigungen wie dem Verein „<a href="http://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Gesellschaft</a>“, der sich die Lobbyarbeit für die Belange von Internetnutzern und die Gestaltung des digitalen Zeitalters auf die Fahnen geschrieben hat. In diesem Zusammenhang würde „Netzgemeinde“, so Dobusch weiter, mit Blick auf jene Nutzer verwendet, „die digitale Nutzungspotentiale besonders intensiv und versiert ausschöpfen.“</p>
<p><strong>Kernmerkmal der Netzgemeinde</strong></p>
<p>Überhaupt ist nach der Meinung von Leonhard Dobusch die besonders intensive Internet-Nutzung noch kein im engeren Sinne ausschlaggebendes Kriterium für die Zugehörigkeit zur „Netzgemeinde“. Hier seien viel eher jene Nutzer eingeschlossen, „die die neuen technischen Möglichkeiten mit einem neuen Selbstverständnis und neuen Nutzungsverhalten ausschöpfen“. Kulturelle Praktiken, also die neben dem Zugang zu digital verfügbaren Informationen und Kommunikationskanälen „bisweilen mit vordigitalen, rechtlichen oder ökonomischen Rahmenbedingungen nur schwer in Einklang zu bringen sind“, wie Dobusch es ausdrückt.</p>
<p>Die Debatte über die verunglückte Rhetorik Ansgar Hevelings wird eines Tages enden. Möglicherweise wird die Aufregung über seine Zeilen nicht einmal die Karnevalstage überleben. Die Debatte über die Frage, wodurch sich „die Netzgemeinde“ wirklich konstituiert, steht jedoch erst am Anfang.</p>
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