<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Liebe &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/liebe/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 04 Jun 2020 09:11:09 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Liebe &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Make a Date 2.0:  Vom Suchen und Finden der Liebe</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/make-a-date-2-0-vom-suchen-und-finden-der-liebe-146609/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/make-a-date-2-0-vom-suchen-und-finden-der-liebe-146609/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2015 14:24:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zusammen im Netz - Beziehungen in Zeiten neuer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Elitepartner]]></category>
		<category><![CDATA[Friendscout24]]></category>
		<category><![CDATA[Parship]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Tinder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=146609</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Tinder, Grindr, Finya – Was ein bisschen nach Kindernamen für Fantasy Fans klingt, sind digitale Orte der modernen Partnersuche. Im Internet Menschen zu finden, um sie zu daten und zu lieben, fällt nicht mehr aus dem Rahmen. Sondern ist eine unter vielen Möglichkeiten, mit potentiellen Liebes- und Sexpartnern in Kontakt zu kommen. Als neue Kulturtechnik und neues Geschäftsmodell beschäftigt Online-Dating Wissenschaftler und Journalisten gleichermaßen wie Business Manager und Entrepreneurs. Ich habe mich gefragt, wer, wie und warum eigentlich auf Online-Partnersuche geht.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>The place to be: Von GothicMatch bis Poppen.de.</h3>
<p>Da gibt es Dominik. Er ist 33 und kommt aus Münster. Bevor er seine Fast-Verlobte („<em>Der Ring ist schon gekauft</em>“) über die Community- und Dating-Seite <a href="http://www.metalflirt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">metalflirt.de</a> kennengelernt hat, hatte er viele Treffen von sehr unterschiedlicher Qualität. Einige waren mehr oder minder One-Night Stands, andere einfach witzig oder langweilig. Oder sogar tragisch, weil nur er sich in sein Gegenüber verguckt hatte. Mit seiner jetzigen Freundin ging dann aber alles ganz schnell. Gechattet, getroffen, geknutscht und dann irgendwie gleich zusammengekommen.</p>
<p>Von circa 20 Millionen Singles in Deutschland suchen laut Stiftung Warentest 7 Millionen ihr Liebesglück im Netz. Und das offensichtlich nicht ohne Erfolg, denn insgesamt beginnt über ein Viertel aller Partnerschaften im Internet. Im Grunde wenig überraschend, wenn man bedenkt wie viele unserer Lebensbereiche bereits vollkommen oder teilweise digitalisiert sind. Warum sollte also in einer digital vernetzten Welt das Flirten und Kennenlernen weiterhin nur analog ablaufen?</p>
<p>Das erste Online-Dating Projekt hieß TACT (Technical Automated Compatibility Testing) und wurde 1964 von Buchhalter Lewis Altfest und IBM-Programmierer Robert Ross in New York erfunden. Für fünf Dollar konnten Kunden einen Multiple-Choice-Bogen mit über 100 Fragen ausfüllen, deren Antworten auf Lochkarten übertragen wurden. Anhand entsprechender Übereinstimmungen spuckte TACT anschließend fünf Partnervorschläge aus &#8211; für Frauen auf blauen, für Männer auf rosa Karten. Gute 50 Jahre später ist Online-Dating zur Dienstleistung geworden, die einen weit ausdifferenzierten Markt bedienen muss. Hier treffen Menschen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung und Vorlieben, unterschiedlichem Alter und völlig unterschiedlichen Erwartungen aufeinander. Wie im Analogen führt Online-Dating je nach Lebenssituation zu ganz verschiedenen Erfahrungen mit ganz verschiedenen Plattformen. So gibt es Online-Dating unter anderem hip verpackt in App-Form für ein jüngeres heterosexuelles Publikum (<a href="https://www.gotinder.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tinder</a>), für ein junges schwules Publikum (<a href="http://grindr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grindr</a>), auf klassischen Websites für ältere Semester und “ernsthaft” Interessierte (<a href="http://www.friendscout24.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Friendsout24</a>, <a href="https://www.parship.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parship</a>), für Akademiker und “Singles mit Niveau” (<a href="https://www.elitepartner.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Elitepartner</a>), bestimmte Berufsgruppen (<a href="http://www.polizeisingles.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">polizeisingles.de</a>, <a href="http://flirt.landwirt.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flirt.landwirt</a>), spezielle Interessensgruppen (<a href="http://www.gothicmatch.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GothicMatch)</a>, gelangweilte Monogamisten (<a href="https://www.ashleymadison.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AshleyMadison</a>) oder die ganz Zwanglosen (<a href="http://www.poppen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">poppen.de</a>).</p>
<p>Dabei hat insbesondere die Dating App Tinder Online-Dating einer breiten Masse bekannt gemacht. Da die App, so hört “man”, eher für ein unverbindliches Stelldichein taugt, assoziieren viele Menschen Online-Dating neuerdings generell mit der Suche nach schnellem Sex. Und das obwohl (oder gerade weil?) Tinder verspricht: “it´s like real life, but better”. Daneben gibt es nach wie vor erfolgreiche Dating-Seiten wie Parship oder Elitepartner, die ihren Kunden mit ermutigenden Slogans (“alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Paarship”) mehr Gefühl und Verbindlichkeit versprechen.</p>
<h3>Online-Dating ist was für&#8230;die anderen</h3>
<p>Mit Online-Dating Nutzern ist es offensichtlich ein bisschen wie mit Dschungelcamp-Zuschauern oder Bildzeitungslesern: Wir wissen, dass es sie gibt, aber kaum jemand möchte ernsthaft zur Zielgruppe gehören. So wollten auch die meisten Menschen, mit denen ich im Zuge der Recherche über Online-Dating gesprochen habe, kaum oder gar nicht mit dem Thema in Berührung gekommen sein. Es fielen “verständnisvolle” Sätze wie “<em>Das finde ich überhaupt nicht schlimm, wenn das (andere) Leute machen</em>”, gnadenlose Äußerungen wie “<em>Klingt jetzt blöd, aber Online-Dating ist doch eher was für Verzweifelte</em>” oder auch der “Klassiker”  “<em>Online-Dating ist was für alte Leute</em>”. Letzteres stammt charmanterweise von meiner 22 jährigen Nachbarin. Meine Mutter hingegen, Jahrgang 1954, fühlt sich wiederum zu alt fürs Online-Dating. Nach circa 48 Stunden auf Friendscout24 gab Sie entnervt auf. Da wären nur Freaks unterwegs und das sei ihr in ihrem Alter zu anstrengend, lautete ihre Begründung.<br />
Dann gibt es da noch Sim. Auch die 63 jährige Australierin hat nicht nur positive Erfahrungen mit Männern, die sie über Online-Dating Seiten getroffen hat. Über die Jahre war sie auf mindestens vier verschiedenen Plattformen angemeldet und hatte mehrere “so genannte” Beziehungen, die online entstanden sind, aber alle wieder in die Brüche gingen.“<em>Viele Männer auf den Plattformen haben Minderwertigkeitskomplexe, mentale Probleme oder wollen einfach nur Sex haben</em>”.</p>
<p>Schenkt man dem Gründer der Seite <a href="www.okcupid.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OkCupid</a> Vertrauen, so ist heterosexuelles Online-Dating für Frauen und Männer tatsächlich eine völlig unterschiedliche Erfahrung. In einem <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/dating-webseite-okcupid-maenner-sollten-nutzer-anschreiben-die-in-ihrer-liga-spielen-1.2538114-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit der Süddeutschen</a> rät er Frauen, gezielt auf Männer zu zugehen, die ihnen gefallen und die zahlreichen, restlichen Anfragen zu ignorieren. Männer hingegen sollten sich zugänglich präsentieren und darauf achten, in ihrer “Liga” zu bleiben. Soll heißen: Keine Supermodels anschreiben, es sei denn man ist selbst eines.</p>
<h3>Der Digitale Raum als Prokrastinationsmaschine und Freak-Filter</h3>
<p>Dominik bezeichnet sich selbst als okay aussehend, aber nicht wirklich gut. Als Pluspunkte beim Flirten sieht er vor allem seine positive Ausstrahlung und seine kommunikativen Fähigkeiten. Beides sind Attribute, die sich bei einer schnellen Abfuhr in der Bar oder dem Club nicht entfalten können, denen man erst etwas Zeit geben muss. Online-Dating war für ihn also stets eine Möglichkeit, die eigenen vermeintlichen Unzulänglichkeiten in den Hintergrund zu rücken, um der Oberflächlichkeit und Flüchtigkeit der analogen Welt zu entkommen.</p>
<p>Für Sim hingegen nimmt das Netz eher eine Filterfunktion ein. Sie findet es gut, dass vor dem ersten Treffen bereits ein Austausch stattfindet, und sie aussortieren kann, wer ihr gefällt und wer nicht. Tatsächlich gibt es für fast alles Kategorien und Felder zum ausfüllen. Wie alt ist die Person? Welchen Bildungsgrad hat er/sie? Ist er Raucher? Vegetarier? Bevorzugt sie Monogamie oder führt sie eine offene Beziehung? So ist die Chance höher, dem <em>Unpassenden</em>, <em>Gegensätzlichen</em>, <em>Falschen</em> aus dem Weg zu gehen und jemanden zu finden, der oder die das gleiche mag wie man selbst. Daneben gibt es natürlich noch jene allgemein gültigen Attribute des Internets wie ständige Verfügbarkeit und Unverbindlichkeit der Kommunikation, die den digitalen Raum zu einem populären Ort des romantischen Zusammentreffens machen.</p>
<p>Zusätzlich spricht der Filmkritiker und Autor von “<a href="http://www.bertz-fischer.de/product_info.php?products_id=455" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitales Dating. Liebe und Sex in Zeiten des Internets</a>“ Georg Seeßlen von der Möglichkeit, die digitalen Ereignisse vollständig von der analogen Welt zu entkoppeln. Online-Dating könne auch als einfache Rückzugsmöglichkeit oder Ersatz des “realen” Ereignisses fungieren. So nutzt auch die Berlinerin Nicole (30) ihren Online-Dating-Account überwiegend als „Prokrastinationsmaschine“, wie sie mir erzählt. Als sie vor ein paar Monaten auf der Suche nach Ablenkung war (sie schrieb gerade an ihrer Masterarbeit), hat sie sich auf einer Online-Dating Plattform angemeldet. Insgesamt hatte sie vier Dates, die alle weder toll waren noch ihren Erwartungen entsprachen. Inzwischen hat sie ihre Masterarbeit abgegeben und kein Interesse mehr daran, jemanden „aus dem Internet“ zu treffen. Trotzdem chattet Nicole weiter mit verschiedenen Männern, zumindest so lange bis sie einen Job oder ihren Traummann beim Feiern findet: „<em>Manche Unterhaltungen verlaufen lediglich über einen Abend, wie ein spaßiges Ping-Pong Spiel, mit anderen wechselt man täglich ein, zwei Sätze. Manche Unterhaltungen reißen einfach ab. Die Frage nach dem &#8220;warum&#8221; stellt man sich nach ein paar Mal nicht mehr</em>&#8220;.</p>
<h3>Geschäftsmodell, Datenkrake und andere Hintergedanken</h3>
<p>Der zusätzliche Raum, den das Internet in puncto Dating anbietet, hat umgekehrt auch seine speziellen Tücken und problematischen Aspekte. Wie jede soziale Beziehung setzen Kontakte, die über das Netz geschlossen werden, ein gewisses Maß an Vertrauen ins Gegenüber voraus. Nur dass beim Online-Dating das verlangte Maß ungleich höher ist. Da erstmal niemand genau wissen kann (und soll), wer da am anderen Ende des Chatfensters sitzt, muss darauf vertraut werden, dass der  Flirtpartner erstens „echt“ ist und er oder sie (zweitens) keine zweifelhaften Absichten verfolgt. Fake-Profile, Stalker, Erpresser, Datensammler, Heiratsschwindler- Die Liste der möglichen Täuschungen und Enttäuschungen ist lang.</p>
<p>Dazu kommt die Möglichkeit, die Wahrnehmung der eigenen Person im Internet besser steuern zu können als in der analogen Welt. Nicht nur Papier, auch Bildschirme sind geduldig. Ähnlich wie Facebook auffallend viele schöne, beliebte, kreative Userprofile verzeichnet, werden viele Menschen das eigene Online-Dating-Profil wahrscheinlich vorteilhaft gestalten. Die Australierin Sim hat selbst keine Erfahrungen mit „gepimpten“ Profilen gemacht, aber Geschichten von Freunden gehört, deren Dates auf ihren Fotos deutlich jünger oder schlanker aussahen als beim ersten physischen Zusammentreffen. Das wurde auch mir mehrfach berichtet. Ein Freund hatte neulich sogar ein Date mit einer Frau, die ihre Transsexualität bis zum ersten Treffen verschwiegen hatte. Er fühlte sich reingelegt und hatte danach erst einmal keine Lust auf weiter Dates. Auch wenn dieses Beispiel extrem sein mag, die Frage ist doch, kann man solche kleinen und größeren Schummeleien in einer sich selbst gnadenlos optimierenden Gesellschaft eigentlich jemandem übel nehmen?</p>
<p>Darüber hinaus verlangt digitales Dating ebenfalls einen Glauben an die Sicherheit und Integrität der Vermittlungsmaschinen. So produziert das Anbandeln im Netz Unmengen an sensiblen Daten: Fotos, sexuelle Vorlieben, persönliche Nachrichten. Ende Juli wurde bei einem <a href="http://www.vice.com/read/everything-we-know-so-far-about-the-ashley-madison-hack-265" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hack der Seitensprung Plattform „Ashley Madison“</a> die Daten aller 37 Millionen Kunden aus 46 Ländern gestohlen und teilweise veröffentlicht. Da es häufig nicht schwer ist, die Identität einer Person über ihr Profil festzustellen, mussten viele User der Plattform um Enttarnung ihrer Affären bangen.</p>
<p>Im Zuge des Hacks kam außerdem heraus, dass das kostenpflichtige Löschangebot der Profildaten offensichtlich ein Fake war. Trotz der erhobenen Gebühr von 19 Dollar blieben die wichtigsten Daten weiterhin gespeichert und konnten so auch von den Hackern abgerufen werden. Dieser Skandal erinnert daran, dass Online-Dating auch ein Geschäftsmodell ist, das ähnlich wie andere Kommunikationsdienste und Social Media Plattformen nicht aus Nächstenliebe betrieben wird, sondern aus ökonomischen Interessen. Kostenpflichtige Dienste bezahlen wir mindestens mit Geld, kostenlose Angebote in jedem Fall immer mit unseren Daten. Der Aufbau von intimen und persönlichen Bindungen im digitalen Raum wird wohl immer mit einem gewissen Datenschutzrisiko verbunden sein.</p>
<h3>Die digitale Übersättigung: Was ist anders mit Online-Dating?</h3>
<p>Als neue Kulturtechnik und gesellschaftliches Phänomen wird Online-Dating häufig kritisch in die übergeordnete Debatte um die Auswirkungen von Internet auf Gesellschaft eingeordnet. Oft geht es dabei um das „Verschwinden des öffentlichen Raums“, die „Unnatürlichkeit“ der virtuellen Kommunikation oder einer prognostizierten tiefgreifenden Transformation sozialer Interaktion.</p>
<p>Der Feuilletonist und Filmkritiker Georg Seeßlen sieht die Bedingungen der Paar-Bildung durch Digitalisierung fundamental verändert. Dabei funktionierten im Netz alle Komponenten einer Liebesgeschichte, das Sehen und Erzählen, der Körper und die Biografie, die Sprache und das Bild auf eine andere, unkontrollierbare Weise. Auch Nicole findet es problematisch, dass online so viele Dinge, die Attraktivität ausmachen unsichtbar bleiben. Eine angenehme Stimme, eine herzliche Geste oder eine lustige gemeinsam erlebte Situation sind nicht virtuell übertragbar. Durch das Überangebot in einer Stadt wie Berlin wird so ein Profil, das einem nicht vollständig zusagt, im Zweifelsfall einfach weggeklickt. Dort, wo Dates wie ein schneller Snack konsumiert werden können, kann man schnell das Gefühl bekommen satt zu sein bzw. das wahre Hungergefühl nicht mehr zu kennen, befürchtet sie.</p>
<p>Ob nun zur ernsthaften Partnersuche, zum Herausfiltern der potentiellen Nieten auf dem Dating-Markt oder einfach zum Zeitvertreib – letztlich wird der eigene, romantische und sexuelle Handlungsspielraum durch das Internet in erster Linie erweitert und sicherlich auch transformiert. Oder um noch einmal Georg Seeßlen zu zitieren:„ <em>Jetzt haben wir eine postbürgerliche, digitale und finanzkapitalistisch hegemonialisierte Gesellschaft. Und jetzt müssen wir sehen, wo wir bleiben, mit der Liebe (&#8230;)</em>&#8220;.</p>
<p>Weitere Beiträge unserer Sommerreihe “Zusammen im Netz – Beziehungen in Zeiten neuer Medien”<a title="Dossier Sommerreihe &quot;Zusammen im Netz&quot;" href="http://politik-digital.de/category/themen/zusammen-im-netz-beziehungen-in-zeiten-neuer-medien/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> lesen Sie hier</a>.</p>
<p>Bild: <a class="owner-name truncate" title="Geh zum Fotostream von Gisela Giardino" href="https://www.flickr.com/photos/gi/">Gisela Giardino</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png?resize=305%2C53" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/make-a-date-2-0-vom-suchen-und-finden-der-liebe-146609/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zusammen im Netz &#8211; Sommerreihe 2015</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/zusammen-im-netz-sommerreihe-2015-146606/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/zusammen-im-netz-sommerreihe-2015-146606/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Teresa Keil]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2015 14:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zusammen im Netz - Beziehungen in Zeiten neuer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tinder]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=146606</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Schon längst sind fast alle Lebensbereiche digital berührt. Nicht nur „unter anderem“, sondern eher „vor allem“ die zwischenmenschlichen Beziehungen haben durch den digitalen Wandel eine neue Dimension erreicht. Schnelle, günstige und globale Kommunikationsmöglichkeiten schlagen ein neues Blatt der Geschichte in puncto Beziehungen auf. Familie, Freunde und Partner sind einfach und durch unterschiedlichste Medien mit fast allen Sinnen adressierbar. Mal ist es der bloße Austausch via Kurznachricht, das Senden einer Voicemail oder gar der Videochat, wodurch uns unsere Liebsten stets nahe sind. Aber nicht nur Neuigkeiten werden auf diese Weise ausgetauscht, auch Sinne des Hörens und Sehens werden angesprochen und senden viel mehr als bloß reine, sachliche Informationen. Es werden Gefühle vermittelt.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Zahlreiche Websites, soziale Netzwerke und Apps ermöglichen den ständigen Austausch mit den Menschen, die uns wichtig sind. Und erlauben uns zu wissen, was aktuell ansteht, wie die neue Frisur aussieht oder wie groß die Enkel geworden sind &#8211; Kommunikation auf den unterschiedlichsten Ebenen. Aber was geschieht dabei mit der Beziehung an sich? Das Gefühl jemanden zu kennen, alle Facetten eines Menschen zu erfassen, verliebt zu sein, gute Freundschaft und familiäre Nähe zu spüren – ist das digital machbar? Gefühle aus Einsen und Nullen herstellen? Und was ist eigentlich mit Bekanntschaften die aus dem Netz heraus entstehen? Sollten diese besser digital bleiben oder kann der Sprung in die analoge Welt gelingen?</p>
<p>Mit diesen Fragen beschäftigt sich die diesjährige Sommerreihe von politik-digital.de und geht verschiedenen Formen der Beziehung in Zeiten von digitaler Medien auf den Grund. Fernbeziehungen&#8230;Onlinedating&#8230;.alte Bekanntschaften erhalten&#8230;. oder neue Freundschaften schließen – es gibt zahlreiche Wege und Geschichten, wie sich zwischenmenschliche Intimität im Netz bildet und erhält.</p>
<h3>Die Onlinewelt von Liebe und Freundschaft in Zahlen</h3>
<p>Einen Weg, um mit Freunden, Partnern und Familie in Kontakt zu bleiben, haben die <span lang="zxx"><a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/285230/umfrage/aktive-nutzer-von-whatsapp-weltweit/">800 Millionen</a></span> Whatsapp-Nutzer schon gefunden. Der Instant-Messenger verbindet Personen rund um den Globus und ermöglicht es, Nachrichten, Bilder und Videos in Echtzeit zu verschicken. Um das Funktionieren der App kümmern sich gerade mal <span lang="zxx"><a href="http://blog.whatsapp.com/472/400-Millionen-Geschichten?">50 Angestellte</a></span>.<br />
Der Facebook-Messenger wird von <span lang="zxx"><a href="http://allfacebook.de/news/q2-2015">700 Millionen</a></span> Menschen genutzt. Durchschnittlich verbringen Nutzer <span lang="zxx"><a href="http://allfacebook.de/news/q2-2015">45 Minuten </a></span>pro Tag in der Facebook-, Messenger- oder Instagram-App. Zum Vergleich: laut optimistischer Erhebungen spricht ein Ehepaar im Durchschnitt nur <span lang="zxx"><a href="http://www.berliner-zeitung.de/archiv/ehepartner-haben-sich-mehr-zu-sagen--als-gemeinhin-angenommen-wird--das-behauptet-eine-studie-hoerst-du-mir-ueberhaupt-zu-,10810590,10734468.html">93 Minuten</a></span> am Tag miteinander &#8211; also etwa eine Spielfilmlänge. Von den rund <span lang="zxx"><a href="https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2014/05/PD14_185_122.html">14 Millionen</a></span> Alleinstehenden in Deutschland suchen laut der Website Single-Börsen-Vergleich etwa <span lang="zxx"><a href="http://www.singleboersen-vergleich.de/presse/online-dating-markt-2013-2014.pdf">8 Millionen </a></span>ihr Liebesglück im Netz. Der Vermittlungsmarkt boomt, was daran deutlich wird, dass es allein in Deutschland <span lang="zxx"><a href="http://www.servicevalue.de/studien-tests/themenschwerpunkte/sonstige-themen/studie/deutschland-test-partnervermittlungen-und-singleboersen-2014/">2.000</a></span> verschiedene Singlebörsen, Partnervermittlungen, Seitensprung-Portale oder Sextreffs gibt. Die Websites bieten jedem Nutzer das, was er sucht: ob feste Beziehung oder eine kurze Affäre, an Auswahl fehlt es jedenfalls nicht.</p>
<p>Das Internet bietet viel Raum für individuelle Herangehensweisen. Intensive Gespräche sind nicht nur nachts auf einer Parkbank schön, auch online gibt es viele Möglichkeiten, sich über Tiefgründiges auszutauschen. Das World Wide Web bietet günstige Rahmenbedingungen für solche Gespräche, und dies ist ein wichtiger Schlüssel zur Intimitätsentwicklung. Während auf Single-Börsen Websites knapp jeder zweite Nutzer <span lang="zxx"><a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/252673/umfrage/alter-der-nutzer-von-online-dating-in-deutschland/">über 50 Jahre</a></span> alt ist, ist die deutliche Mehrheit der <span lang="zxx"><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/tinder-dating-app-hat-zwei-millionen-nutzer-in-deutschland-a-1015930.html">2 Millionen </a></span>Nutzer der Flirt- und Kuppel-App <a href="https://www.gotinder.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tinder </a>unter 34 Jahre alt. Daraus werden Zielgruppen und Absichten recht gut erkennbar. Angeblich trifft sich aber nur <a href="http://paragonpoll.com/mobile-dating-tinder/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einer<span lang="zxx"> von fünf</span> </a>Tinder-Nutzern auch wirklich mit einem Tinder-Match, also einer virtuell eingeleiteten Sympathie. Insgesamt beginnt dennoch über ein Viertel aller Partnerschaften im Internet. Leider wird das Internet aber auch immer häufiger zum Trennungsgrund: Ein Drittel der 5.000 Scheidungen, die im letzten Jahr bei der britischen Agentur Divorce-Online eingereicht wurden, erhielten einen Hinweis auf das soziale Netzwerk Facebook. Jede <a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/fremdgehen-in-sozialen-netzwerken-scheidungsgrund-facebook-1.1031854">fünfte</a> Scheidung in Amerika geht bereits auf Facebook und das Kommunikationsverhalten deren Nutzer zurück. Und die Tatsache, dass <a href="https://www.globalwebindex.net/blog/what-to-know-about-tinder-in-5-charts">42%</a> der Tinder-Nutzer bereits vergeben sind, macht den Kreis rund.</p>
<h3>Sommerreihe beleuchtet verschiedene Facetten von Beziehungen im Netz</h3>
<p>Der durchschnittliche Facebooknutzer hat <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/der-facebook-boersengang/zehn-jahre-facebook-7-dinge-die-sie-ueber-facebook-nicht-wissen-12782981.html">342</a> Freunde. Ein Deutscher hat laut Wissenschaftszentrum für Sozialforschung im Schnitt 3,3 wirklich gute Freunde.<br />
Das Internet bietet uns einen Weg, Bekanntschaften zu erhalten, die möglicherweise sonst längst keine mehr wären. Distanzen zu überbrücken, um eine Liebe am Leben zu erhalten. Den Kontakt zu Geschwistern und Eltern -auch nach einem Umzug in eine ferne Stadt- intensiv zu pflegen. Menschen zu treffen, denen man sonst nie begegnet wäre, und Fantasien auszuleben, für die im Alltag kein Platz ist. Welchen Einfluss das auf Gefühle, Intensität, Echtheit und Vertrauen zwischen Menschen hat, soll in mehreren Artikeln dieser Sommerreihe untersucht werden. Dafür werden wir verschiedene Facetten digital gelebter Beziehungen, technische Neuheiten und interessante Lebensgeschichten vorstellen.</p>
<p><strong>Lesen Sie weiter:</strong> Tinder, Grindr, Finya – Was ein bisschen nach Kindernamen für Fantasy Fans klingt, sind digitale Orte der modernen Partnersuche. Im Internet Menschen zu finden, um sie zu daten und zu lieben, fällt nicht mehr aus dem Rahmen. Sondern ist eine unter vielen Möglichkeiten, mit potentiellen Liebes- und Sexpartnern in Kontakt zu kommen. Als neue Kulturtechnik und neues Geschäftsmodell beschäftigt Online-Dating Wissenschaftler und Journalisten gleichermaßen wie Business Manager und Entrepreneurs. Unsere Redakteurin Alexa Schaegner hat sich gefragt, wer, wie und warum eigentlich auf Online-Partnersuche geht. Was sie herausgefunden hat,<a href="http://politik-digital.de/news/make-a-date-2-0-vom-suchen-und-finden-der-liebe-146609/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> lesen Sie hier</a>.</p>
<p><img decoding="async" src="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png?resize=305%2C53" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/zusammen-im-netz-sommerreihe-2015-146606/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehr Transparenz, kaum Beteiligung und neue Liebe &#8211; Digitale Presseschau 12/2014</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mehr-transparenz-kaum-beteiligung-und-neue-liebe-digitale-presseschau-122014-138522/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/mehr-transparenz-kaum-beteiligung-und-neue-liebe-digitale-presseschau-122014-138522/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Krotz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2014 16:48:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Schröder]]></category>
		<category><![CDATA[Informationskrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Vorwahlen]]></category>
		<category><![CDATA[digital native]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Snowden]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Ledgett]]></category>
		<category><![CDATA[NSA]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Fuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualaufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[wochenwebschau]]></category>
		<category><![CDATA[Ted Conference]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[NSA-Affäre]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Adriana Radu]]></category>
		<category><![CDATA[Verzweiflung]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenwatch]]></category>
		<category><![CDATA[Anne Laumen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Whistleblower]]></category>
		<category><![CDATA[Green Primary]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Ulrich]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=138522</guid>

					<description><![CDATA[Was macht der Internetkonsum mit uns und mit den jüngeren von uns? Nicht nur gutes, wenn wir Adriana Radus kurz [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was macht der Internetkonsum mit uns und mit den jüngeren von uns? Nicht nur gutes, wenn wir Adriana Radus kurz gefasste Lebensgeschichte lesen. Genervt vom Transparenzdrang im Internet ist Kristina Schröder (CDU), die ab jetzt keine indirekten und unpersönlichen Anfragen mehr beantworten will. Den US-Geheimdiensten kann das egal sein, denn für sie ist sowieso fast alles transparent. Die National Security Agency (NSA) kann offenbar Telefonate ganzer Länder abhören, wie diese Woche bekannt wurde. Erstmals kam es zu einer Art Diskussion zwischen Edward Snowden und dem stellvertretenden NSA-Chef. Im Europawahlkampf sollte dies doch eigentlich auch Thema sein. Zur Interaktion über das Internet kommt es bisher aber kaum.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=zLNXIXingyU" title="Richard Ledgett: The NSA responds to Edward Snowden&#039;s TED Talk" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/zLNXIXingyU?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Der stellvertetende NSA-Chef Richard Ledgett stellt sich öffentlich Fragen zur NSA-Affäre. Bei Minute elf räumt Ledgett ein, dass die NSA transparenter werden muss.</p>
<h3><a title="Permanent Link zu Sieben Jahre Hassliebe zu Google, Facebook und Co." href="http://berlinergazette.de/hassliebe-zu-google-facebook/">Sieben Jahre Hassliebe zu Google, Facebook und Co.</a></h3>
<p>Im Mittelpunkt steht sie selbst: Adriana Radu, die schon mit 22 Jahren eine rumänische Website für Sexualaufklärung gründete, erzählt von ihrem Leben als Digital Native. Von neuen Formen der Liebe und Zuneigung und alten Formen der Verzweiflung und Unsicherheit. Wer braucht die Therapie – das Individuum oder doch die Gesellschaft? Einen bewegenden Einblick in eine neu heranwachsende Generation gab es diese Woche in der Berliner Gazette.</p>
<h3><a href="http://www.kristinaschroeder.de/aktuelles/standpunkt-abgeordnetwatch/">Wird durch „Transparenzinitiativen“ die interne Organisation des Bundestages unterlaufen?</a></h3>
<p>Die Bundestagsabgeordnete und Ministerin a. D. Kristina Schröder (CDU) hat sich entschlossen, keine Anfragen auf Internetplattformen wie <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/">Abgeordnetenwatch</a> zu beantworten. Dies gab Schröder auf ihrer Website – auch in Form eines Podcasts – am Mittwoch bekannt. Da es immer mehr vergleichbare Angebote im Internet gibt, sei der personelle Aufwand, um diesen nachzukommen, schlicht zu groß. Einer ihrer beiden Referenten sei nur noch damit beschäftigt gewesen, Anfragen zu teilweise fachfremder Materie zu beantworten. Sie kritisierte zudem das Geschäftsmodell von Abgeordnetenwatch. Diese würden Geld dafür verlangen, dass zu Wahlkampfzeiten ein Bild der Kandidierenden auf ihrem „eigenen“ Profil erscheine. Sie betonte gleichzeitig, dass sie um Transparenz in ihrer Arbeit bemüht und eine direkte Kontaktaufnahme zu ihr stets möglich sei.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/ted-konferenz-in-kanada-naechste-runde-im-informationskrieg-zwischen-nsa-und-snowden-1.1918381">Nächste Runde im Informationskrieg zwischen NSA und Snowden</a></h3>
<p>Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, kam es beim Ideenfestival der Ted Conference in Kanada zu einem indirekten Schlagabtausch zwischen Whistleblower Edward Snowden und Richard Ledgett, dem stellvertretenden Chef der US-amerikanischen NSA. Am Dienstag bekräftigte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=yVwAodrjZMY">Snowden in einer Videokonferenz</a> seine Vorwürfe gegen die NSA und forderte von den Menschen, sich zu überlegen, welche Art Internet und welche Art Staat sie für sich wollen. Am Donnerstag kam dann die Videoantwort von Ledgett (siehe oben), der Snowden vorwarf, Halbwahrheiten zu verbreiten und damit US-Geheimdienstmitarbeiter in Gefahr zu bringen. Gleichzeitig räumte er ein, dass Geheimdienste transparenter arbeiten müssten. Snowden hatte angekündigt, dass die wichtigsten Enthüllungen noch kommen würden. Die NSA behauptete diese Woche, dass Netzunternehmen wie Google und Facebook von den Ausspähaktionen gewusst hätten, wie die <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/google-yahoo-co-nsa-anwalt-internetfirmen-wussten-von-ausspaehaktionen-12855553.html">Frankfurter Allgemeine</a> berichtete.</p>
<h3><b><a href="http://www.bpb.de/apuz/180375/ep2014-europawahlkampf-im-netz?p=0">#Europawahlkampf im Netz</a></b></h3>
<p>Es scheint, als würde der Europawahlkampf langsam anlaufen. Um der sinkenden Wahlbeteiligung der letzten Jahre entgegenzuwirken, versucht das EU-Parlament mit einer 16 Millionen Euro teuren Kampagne, das Wahlvolk zu mobilisieren. Viel Kosten hat sich die EU damit nicht aufgebürdet aber immerhin fließen mindestens 4,4 Millionen Euro in die Online-Kommunikation. Und nutzen die Kandidaten das Internet im Wahlkampf? Sehr detailreich beschreibt und bewertet der Beitrag von Martin Fuchs und Anne Laumen den Einsatz von Sozialen Medien beim Europawahlkampf in Deutschland. Dabei schneiden die Kandidaten nicht gut ab, denn sie würden das Potential der Medien nicht ausnutzen. Statt Dialoge über Inhalte zu führen, würden eher belanglose Statusmeldungen verkündet. Auch für die Parteienverbände gelte, dass, bis auf wenige Ausnahmen wie z. B. die <a href="http://politik-digital.de/europawahlkampf-2-0-das-projekt-green-primary/">Vorwahlen von Spitzenkandidaten bei den Europäischen Grünen</a>, die Kommunikation weitestgehend einseitig bleibe.<br />
Hinweis: Beitrag zum Europawahlkampf wurde am 26.03.2014 geändert.<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/mehr-transparenz-kaum-beteiligung-und-neue-liebe-digitale-presseschau-122014-138522/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
