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	<title>Live-Chat &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Live-Chat &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Bürgersprechstunde mit Volker Bouffier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 13:32:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Bouffier]]></category>
		<category><![CDATA[Live-Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Hessischer Energiegipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Ministerpräsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/volker_bouffier.jpg" align="left" height="137" width="115" />Das Thema „Energie“ wird im Zentrum der ersten Online-Bürgersprechstunde des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier stehen. Diese findet am Donnerstag, dem 7. April 2011, in der Zeit von 12 bis 13 Uhr auf den Internet-Seiten der hessischen Landesregierung unter www.buergersprechstunde.hessen.de statt.  
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/volker_bouffier.jpg" alt="" width="115" height="137" align="left" />Das Thema „Energie“ wird im Zentrum der ersten Online-Bürgersprechstunde des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier stehen. Diese findet am Donnerstag, dem 7. April 2011, in der Zeit von 12 bis 13 Uhr auf den Internet-Seiten der hessischen Landesregierung unter www.buergersprechstunde.hessen.de statt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bürgerinnen und Bürger, die mit Volker Bouffier im Rahmen der Online-Bürgersprechstunde live chatten möchten, können bereits vom heutigen Montag, 4. April 2011 an auf der Internetseite <a href="http://www.buergersprechstunde.hessen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.buergersprechstunde.hessen.de</a> ihre Fragen zum hessischen Energiegipfel an den Ministerpräsidenten stellen. Bis zum Mittwoch, 6. April 2011 um 18 Uhr besteht die Chance, über die bis dahin eingegangenen Fragen abzustimmen. Die am höchsten bewerteten drei Fragen werden vom Ministerpräsidenten als erste im Live-Chat beantwortet.</p>
<p>Die Online-Bürgersprechstunde ist für den hessischen Ministerpräsidenten neben persönlichen Gesprächen vor Ort und einer telefonischen Sprechstunde einer von drei regelmäßigen Kanälen des direkten Bürgerdialogs. Der Chat mit Volker Bouffier wird veranstaltet von der Hessischen Staatskanzlei in Zusammenarbeit mit politik-digital.de</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Keine Drogenkontrollen an Schulen&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/keine-drogenkontrollen-an-schulen-4725/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 16:02:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Drogentest]]></category>
		<category><![CDATA[Live-Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Mechthild Dyckmans]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Live-Chat hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, am 20.01.2010 Fragen rund um das Debattenthema „Sollen in der Schule regelmäßig Drogenkontrollen stattfinden?“ beantwortet. Der Chat fand im Rahmen des Wettbewerbs Jugend Debattiert statt. Die jugendlichen Chatter debattierten mit der Bundestagsabgeordneten u.a. über die Legalisierung von Cannabis und die unterschätzten Gefahren von Alkohol und Nikotin.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Live-Chat hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, am 20.01.2010 Fragen rund um das Debattenthema „Sollen in der Schule regelmäßig Drogenkontrollen stattfinden?“ beantwortet. Der Chat fand im Rahmen des Wettbewerbs Jugend Debattiert statt. Die jugendlichen Chatter debattierten mit der Bundestagsabgeordneten u.a. über die Legalisierung von Cannabis und die unterschätzten Gefahren von Alkohol und Nikotin.<br />
<!--break--><br />
<b>Moderator: </b>So, unser Gast Mechthild Dyckmans ist nun eingetroffen. Wie sieht es aus, Frau Dyckmans, können wir starten?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Ja, gerne!<br />
<b>Liberaler: </b>Was sollen Drogenkontrollen an Schulen denn bringen? Welche Konsequenzen würden Sie denn bei positivem Ergebnis fordern?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Ich glaube, dass wir Drogenkontrollen an Schulen grundsätzlich gar nicht brauchen. Dazu kommt, dass es auch rechtlich schwierig ist, überhaupt Drogenkontrollen an Schulen durchzuführen. Es kann nämlich nicht ein Lehrer, weil er etwa einen Verdacht hat, nun einfach Schüler kontrollieren, abtasten und nach Drogen durchsuchen. Das ist bei uns gar nicht zulässig. Natürlich sollen Lehrer darauf achten, dass an Schulen nicht gedealt wird, sie sollen auch gegebenenfalls Eltern darüber informieren, wenn sie den Verdacht haben, dass Schüler Drogen konsumieren.<br />
<b>Moderator:</b> Was wäre denn, wenn alle Eltern regelmäßigen Drogenkontrollen zustimmen?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> An Privatschulen können Drogentests, wenn die Eltern damit einverstanden sind, durchgeführt werden. An öffentlichen Schulen hat das Kultusministerium es in der Hand, gegebenenfalls Kontrollen vorzuschreiben. Dies muss dann aber in Zusammenarbeit mit der Polizei geschehen.<br />
<b>Mona81: </b>Kontrollen bekämpfen ausschließlich die Folgen, nicht aber die Ursachen für Drogenkonsum. Sind neben den Kontrollen auch bessere Präventionsangebote geplant?<br />
<b>Mechthild Dyckmans: </b>Damit sprechen Sie einen ganz wichtigen Punkt an. Wir müssen die Prävention stärken, das heißt, wir müssen die Jugendlichen über die Gefahren des Drogenkonsums aufklären. Wir müssen in Elternabenden die Eltern für das Thema sensibilisieren, das ist an erster Stelle wichtig.<br />
<b>JohannesB.: </b>Ist die Schule überhaupt der richtige Platz, um mit Kontrollen etwas gegen Drogen zu tun?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Wenn in Schulen mit Drogen gehandelt wird, ist auch die Schule der richtige Platz für entsprechende Kontrollen. Aber wie gesagt, solche Kontrollen dürfte nur die Polizei vornehmen.<br />
<b>SMV2010:</b> Werden Lehrer über auffällig gewordene Schüler informiert? Wenn ja, denken Sie nicht, dass das &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; zu einer schlechteren Beurteilung der Schüler führt, die mit Drogen erwischt wurden?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Also falls es Kontrollen gäbe, was ich ja verneine, sollten Lehrer nur in soweit informiert werden, dass sie dem Schüler Hilfestellung geben könnten, also dass sie erkennen könnten, warum jemand nicht aufmerksam im Unterricht ist, um mit dem Schüler das Problem zu diskutieren. Ganz wichtig ist aber, dass die Leistung des Schülers nicht aufgrund des festgestellten Drogenkonsums schlechter bewertet wird.<br />
<b>Moderator: </b>Frau Dyckmans hat Kontrollen an öffentlichen Schulen ja bereits ausgeschlossen, dennoch eine hypothetische Frage:<br />
<b>heinerbrand:</b> Viele &#8220;kiffen&#8221; halt in Ihrer Jugend, aber schaden dabei niemandem. Durch mehr Kontrollen kriminalisiert man sie allerdings und verbaut ihnen evtl. durch Vorstrafen das ganze Leben, während andere wegen übermäßigem Alkoholkonsum mildernde Umstände bei Körperverletzungsdelikten zugeschrieben bekommen. Finden Sie das verhältnismäßig?<br />
<b>Mechthild Dyckmans: </b>Diejenigen die kiffen, schaden sich selber, denn Cannabis-Konsum ist eben nicht ungefährlich. Natürlich muss man auch sehen, dass übermäßiger Alkohol-Konsum ebenfalls zu großen Schäden führt, zum Teil auch Schäden bei Dritten. Aber auch Kiffen in Verbindung mit Autofahren kann ebenfalls Schäden bei Dritten verursachen. Außerdem wird der Eigenkonsum von Cannabis in geringen Mengen zwar zunächst strafrechtlich verfolgt, allerdings wird das Verfahren in der Regel durch den Staatsanwalt eingestellt.<br />
<b>Jeff:</b> Ich bin auf einer Privatschule. Kann ich verhindern, &#8220;routinekontrolliert&#8221; zu werden?<br />
<b>Mechthild Dyckmans: </b>Das kommt darauf an, welche Regelungen die Privatschule in ihrer Schulordnung hat. Dadurch dass Sie in einer Privatschule sind, haben Sie sich diesen Regeln unterworfen und können daher etwaige Kontrollen auch nicht verhindern.<br />
<b>Maike:</b> Hier geht es ja viel um Cannabis &#8211; ist Ihrer Erfahrung nach nicht Alkohol das größere Problem an Schulen?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Es gibt insgesamt drei große Problemkreise: Tabak, Alkohol und Cannabis. Alle drei sind sehr problematisch und die Lehrer sind angehalten, zu versuchen, die Schulen Tabak-, Alkohol-, und Cannabisfrei zu halten.<br />
<b>Flow: </b>Wäre es nicht sinnvoller mehr Schulsozialarbeiter / Psychologen an die Schulen zu schicken als Ansprechpersonen für die Jugendlichen, anstatt Verbote / Kontrollen durchzuführen?<br />
<b>Mechthild Dyckmans: </b>Da stimme ich Ihnen zu. Wir brauchen mehr Sozialarbeiter an den Schulen, die dafür sorgen, dass den Schülern die Gesundheitsgefahren von Suchtmitteln bewusst werden. Weitere Verbote nützen nichts, insbesondere wenn sie nicht eingehalten werden oder eingehalten werden können.<br />
<b>Lena:</b> Was wären eigentlich die Konsequenzen, die ein Schüler zu fürchten hätte, wenn er mit Drogen in einer Kontrolle erwischt wird?<br />
<b>Mechthild Dyckmans: </b>Also bei Privatschulen, die zum Teil entsprechende Kontrollen durchführen, weiß ich, dass mit einem Schulverweis gerechnet werden muss.<br />
<b>Marvin: </b>Was würden Drogenkontrollen an der Schule bringen &#8211; wie würden Sie die Freiheitseinschränkungen gegen den Schutz vor Drogen abwägen?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Wenn etwas illegales geschieht, muss man auch mit Freiheitseinschränkungen rechnen. Das heißt, wenn in Schulen gedealt wird, muss die Polizei gegebenenfalls Kontrollen durchführen, und diese Kontrollen schränken die Freiheit im Einzelfall ein. Das ist aber bei strafrechtlichem Verhalten zu Recht der Fall.<br />
<b>Peacem4k3r:</b> Ich finde, dass Drogenkontrollen an Schulen eine gute Idee sind, denn meist wird auf den Schulgelände &#8216;gekifft&#8217; und die Lehrer unternehmen nichts.<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Lehrer sind qua ihrer Position verpflichtet, einzugreifen. Wenn sie dies nicht tun, verletzen sie ihre Dienstpflicht und verstoßen gegen entsprechende Regelungen in den Bundesländern.<br />
<b>MarkusG: </b>Wie sollte ich reagieren, wenn ich bei einem Mitschüler sehr oft eine deutliche Alkoholisierung im Unterricht feststelle, vor allem bei Minderjährigen?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Ich würde Ihnen raten, den Schüler anzusprechen und versuchen, das Problem zu erkennen. Wenn er nicht ansprechbar ist und sich nicht helfen lassen will, würde ich im Wiederholungsfall mit dem Vertrauenslehrer der Schule das Problem besprechen.<br />
<b>Moderator:</b> Bei unserem Chat konnte man auch schon vorab Fragen stellen und über diese abstimmen. Diese interessierte besonders viele Chatterinnen und Chatter:<br />
<b>Adrian314: </b>Auf Abgeordnetenwatch schreiben Sie, Frau Dyckmans, dass es für Cannabis keine Unbedenklichkeitsbescheinigung gibt und dass Sie aus diesem Grund gegen eine Legalisierung bzw. Entkriminalisierung sind. Nun frage ich, gibt es für Alkohol oder Nikotin eine &#8220;Unbedenklichkeitsbescheinigung&#8221;? Falls Ja, mit welcher Begründung? MfG Adrian.<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Auch für Alkohol und Nikotin gibt es keine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Nikotin und exzessiver Alkoholgenuss sind ebenfalls gesundheitsschädlich.<br />
<b>Armin:</b> Liegt es nicht in Ihrem Interesse etwas gegen die aktuell bekannten Vorfälle von &#8220;gestreckten weichen Drogen&#8221; zu unternehmen, um den Jugendschutz sowie dem Schutz der Allgemeinheit abzusichern? Wie stehen Sie zum Konzept: &#8220;Staatlich kontrollierte Abgaben&#8221;?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Ich rate jedem überhaupt keine Drogen zu konsumieren. Die gestreckten und verunreinigten Stoffe bergen eine erhöhte Gesundheitsgefahr. Ich kann daher nur von dem Konsum abraten. Eine staatlich kontrollierte Abgabe, das heißt eine Legalisierung von Cannabis kommt für mich nicht in Frage.<br />
<b>Moderator:</b> Zwei Nachfragen zu Adrian314:<br />
<b>daniel_V:</b> Wieso sind Alkohol und Nikotin dann legal und Cannabis nicht?<br />
<b>DHMO:</b> Was spricht dann in diesem Zusammenhang gegen eine &#8220;Entkriminalisierung bzw. Legalisierung&#8221; von Cannabis?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Ich habe ja schon erklärt, dass alle drei Suchtstoffe gefährlich sind. Deshalb macht es keinen Sinn, einen weiteren Suchtstoff, nämlich Cannabis zu legalisieren.<br />
<b>florian:</b> Was wäre denn, außer Drogenkontrollen, ein wirkliche wirksamer Weg den Drogenkonsum von Jugendlichen zu bekämpfen?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Wichtig ist eine stetige Aufklärung hinsichtlich der Gesundheitsgefahren des Drogenkonsums. Hier sind sowohl die Eltern, als auch die Schule in der Pflicht. Wir müssen daher noch bessere Möglichkeiten finden, um Schülerinnen und Schüler wirklich davon zu überzeugen, dass es richtig ist, gar nicht erst mit dem Drogenkonsum zu beginnen.<br />
<b>Debatte:</b> Welche Methoden können an Privatschulen bei einer Drogenkontrolle durchgeführt werden?<br />
<b>Mechthild Dyckmans: </b>Das kommt auch wieder darauf an, was die Schule in ihren Regeln vorgesehen hat. Es gibt die Durchsuchung, Urintests, Wischtests. Schwieriger wird es mit Haartests. Ich weiß im Moment nicht, ob letzterer Test an Privatschulen tatsächlich durchgeführt wird.<br />
<b>Jeff: </b>Nachfrage: Ich habe mir, genau wie meine Mitschüler, doch nicht ausgesucht, auf eine Privatschule zu gehen. Warum haben die staatlichen Schüler manche Rechte und wir nicht? Können wir da was machen?<br />
<b>Mechthild Dyckmans: </b>Ihre Eltern, die die Erziehungsgewalt über Sie haben, haben für Sie entschieden, dass Sie auf eine Privatschule gehen. Damit haben Ihre Eltern für Sie in die entsprechenden Schulregeln eingewilligt. Sollten Sie schon volljährig sein, können Sie selbst entscheiden, auf welche Schule Sie gehen wollen.<br />
<b>Moderator:</b> Frau Dyckmans hat leider einen kurzfristigen Anschlusstermin. Wir sind also leider schon kurz vor Ende dieses Chats:<br />
<b>Veronika: </b>Liebe Frau Dyckmans, in Gemeinschaftskunde waren wir uns einig, dass es für eine Drogenbeauftragte wichtig ist, persönliche Erfahrungen mit jenen suchtgefährdenden Substanzen gemacht zu haben, um die Sachverhalte richtig einzuschätzen. Wie denken Sie darüber und haben Sie Referenzen?<br />
<b>Mechthild Dyckmans:</b> Ich glaube nicht, dass ich wirklich Drogenerfahrungen haben muss, um als Drogenbeauftragte die Politik der Regierung nach außen vertreten zu können. Ich muss auch nicht einen Menschen getötet haben, um als Richterin einen Totschläger verurteilen zu können. Sie dürfen aber sicher sein, dass ich mich ganz intensiv mit der Problematik aufgrund von wissenschaftlichen Untersuchungen auseinandersetze und versuche, mich in die Situation der Betroffenen einzudenken. Was die Alkoholproblematik betrifft, habe ich dies in meinem unmittelbaren Umfeld erlebt, und kann daher durchaus etwas zu den Schwierigkeiten von Alkoholentzug und den Problemen der betroffenen Familien und Angehörigen sagen.<br />
<b>Moderator:</b> Das waren 40 Minuten Internet-Live-Chat auf jugenddebattiert.debatte-digital.de. Vielen Dank an unsere Chatterinnen und Chatter für die rege Beteiligung und ein ganz besonderer Dank an Mechthild Dyckmans für die Antworten. Das Transkript dieser Debatte gibt es in Kürze auf jugenddebattiert.debatte-digital.de zum Nachlesen. Das Chatteam wünscht allen Beteiligten noch einen schönen Abend!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;StudiVZ wird E-Learning ausbauen&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/studivz-wird-e-learning-ausbauen-4661/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Kemmerich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 14:13:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[E-Learning]]></category>
		<category><![CDATA[StudiVZ]]></category>
		<category><![CDATA[e-teaching.org]]></category>
		<category><![CDATA[Live-Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Samir Barden]]></category>
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					<description><![CDATA[StudiVZ ist das bekannteste deutschsprachige Studierenden-Netzwerk. Dient es eher sozialen Zwecken oder ist StudiVZ auch &#34;E-Learning von unten&#34;? Im Experten-Chat gab Samir Barden, als Marketing-Leiter einer der Macher des Netzwerks, am 23.11.2009 Antworten auf diese und andere Fragen der User von e-teaching.org und politik-digital.de.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>StudiVZ ist das bekannteste deutschsprachige Studierenden-Netzwerk. Dient es eher sozialen Zwecken oder ist StudiVZ auch &quot;E-Learning von unten&quot;? Im Experten-Chat gab Samir Barden, als Marketing-Leiter einer der Macher des Netzwerks, am 23.11.2009 Antworten auf diese und andere Fragen der User von e-teaching.org und politik-digital.de.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Herr Barden ist jetzt bei uns eingetroffen, der Chat kann also pünktlich beginnen. Vielen Dank, Herr Barden, dass Sie uns heute Fragen zum Thema &quot;studiVZ &#8211; E-Learning von unten?&quot; beantworten. Meine erste Frage an Sie: Können wir anfangen?
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/sbarden_250x296.jpg" alt="Samir Barden" title="Samir Barden" align="left" height="189" width="160" />
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Klar!
</p>
<p>
<b>loranthus:</b> Von wem genau wird studiVZ betrieben?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Wir gehören seit 2007 der Verlagsgruppe Holtzbrinck an. Wir sind aber eine eigenständige Firma in Berlin mit inzwischen knapp 220 Mitarbeitern.
</p>
<p>
<b>ska:</b> Welches Gewinnmodell steckt hinter studiVZ? Wofür werden die Daten verwendet?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Wir sind komplett werbefinanziert. Das ist auch ein Modell, das anfängt, sich zu tragen. Die Daten der Nutzer werden ausschließlich zum Betrieb der Plattform verwendet. Da weisen wir auch auf unser Datenschutzversprechen hin, welches auf unseren Seiten zu finden ist.
</p>
<p>
<b>loranthus:</b> Wie sieht die Zielgruppe von studiVZ aus? Sind das nur Studierende oder zunehmend auch Mitglieder, die ihr Studium bereits abgeschlossen haben?
</p>
<p>
<b>Samir Barden: </b>studiVZ als Unternehmen, wir heißen jetzt VZ-Netzwerke, betreibt drei Plattformen: schülerVZ, studiVZ und meinVZ. Die Kernzielgruppe sind deutschsprachige Internetnutzer im Alter zwischen zwölf und 29.
</p>
<p>
<b>loranthus:</b> Vernetzen sich Studierende in studiVZ vor allem studiumsbezogen, also innerhalb ihres Studienganges/ ihrer Universität oder studiumsunabhängig?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Die Nutzer vernetzen sich in allererster Linie mit ihren Freunden, mit Menschen, die sie real kennen. Ob sie diese Menschen aus ihrem privaten, nicht-universitären Umfeld kennen oder ob es Kommilitonen sind, spielt dabei keine Rolle. Der Fokus liegt immer auf der Kommunikation.
</p>
<p>
<b>Stefanie:</b> Beim Konkurrenten XING gibt es Alumni-Gruppen. Sind diese auch in studiVZ zu finden?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Ja, mit Sicherheit. Ich kann mich an kein Thema erinnern, zu welchem ich keine Gruppen bei uns auf den Plattformen gefunden habe.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hier eine etwas provokante Frage für den Marketing-Experten:
</p>
<p>
<b>monkey:</b> Was fehlt dem heutigen Studenten, wenn er nicht bei studiVZ ist?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Der schnelle und direkte Kommunikationskanal zu seinen Kommilitonen.
</p>
<p>
<b>Vera:</b> Wie gerechtfertigt ist diese Aussage: Mit sozialen Netzwerken wie studiVZ würden die Nutzer Zeit verschwenden, die sie sinnvoller für das Studium nutzen können?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Gute Frage. Wir verstehen uns nicht als Zeitdieb, sondern als Instrument, mit welchem unsere Nutzer besser und schneller mit ihren Freunden kommunizieren können. Inwieweit eine solche Kommunikation Zeitverschwendung ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir hoffen, dass die Nutzung unserer Plattform für die meisten Nutzer keine Zeitverschwendung, sondern eine Erleichterung ist.
</p>
<p>
<b>Anja:</b> Zu Zeitdieb: Wie werden die VZ-Plattformen zeitlich genutzt (sowohl Tageszeiten, als auch auch Dauer der Nutzung)?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Von unseren über 15,5 Millionen Nutzern sind knapp 50 Prozent täglich mindestens einmal online. Die durchschnittliche Nutzungsdauer beträgt über 30 Minuten am Tag. Die Peaks sind &#8211; nicht überraschend &#8211; im schülerVZ nachmittags, wenn die Schule aus ist, und im studiVZ ab 16, 17 Uhr. Wir merken auch manchmal einen starken Einfluss der Werbepausen im Fernsehen. Zum Beispiel in den Pausen von Germany´s Next Topmodel schießt die Aktivitätskurve jedesmal in die Höhe.
</p>
<p>
<b>Hellen:</b> War das studiVZ jemals als E-Learning-Plattform konzipiert?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Nein. studiVZ war von Anfang an als Kommunikationsplattform gedacht, die Kommunikation von echten, realen Freundeskreisen digital abbildet. Sicherlich war einer der Gedanken bei der Gründung, dass gerade jungen Erstsemestern der Einstieg in eine neue Uni erleichtert wird.
</p>
<p>
<b>E-Learner:</b> Wäre es denn überhaupt sinnvoll, studiVZ für &quot;offizielles E-Learning&quot; zu nutzen?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Ob es denn sinnvoll wäre, unsere Plattform für offizielles E-Learning zu nutzen, weiß ich nicht wirklich. Es gibt ja immerhin von verschiedensten Hochschulen betriebene E-Learning-Plattformen, die teils schon sehr gut funktionieren.Wir sehen uns nicht als Konkurrenz-Produkt zu diesen E-Learning-Plattformen, können uns aber durchaus vorstellen, ein einfacher Zugang dazu zu werden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hier eine aktuelle Nachfrage:
</p>
<p>
<b>KathrinP:</b> Das bedeutet, studiVZ bietet kein E-Learning-Potential?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Wir haben momentan, Stand heute, knapp über neun Millionen Diskussionsgruppen auf unserer Plattform. Eine sehr große Anzahl dieser Gruppen wird zum Austausch in geschlossenen Nutzergruppen genutzt. Ich sehe in sehr vielen Gruppen eine nutzergetriebene Form des Austauschs über studiennahe Inhalte. Ob das jetzt der direkte Austausch zu dem einzelnen Sachthema ist oder einfach nur das Koordinieren und Verabreden einer Lerngruppe, ist für uns nicht so relevant. Wichtig ist, dass eine solche Form der Kommunikation überhaupt stattfindet. Insbesondere im schülerVZ ist es üblich, dass sich nach der Schule über Hausaufgaben oder kommende Klassenarbeiten/Prüfungen ausgetauscht wird. Das Thema E-Learning hat da aber immer einen sehr cliquengeprägten Charakter.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hier eine Nachfrage für die Plattform schülerVZ:
</p>
<p>
<b>Frieda:</b> Könnte man nicht bei schülerVZ ein E-Learning Widget basteln?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Wir sind auf allen Plattformen ab Dezember diesen Jahres in der Lage, Open-Social Applikationen einzubinden. Mit Betreibern von E-Learning-Widgets sind die ersten sehr fruchtbaren Gespräche bereits gelaufen. Ich bin sicher, dass wir schon zu Beginn von Open-Social E-Learning Anwendungen anbieten werden können.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hier noch eine aktuelle Nachfrage zum Thema Open-Social-Applikationen:
</p>
<p>
<b>Brillenbär:</b> Was meiner Meinung nach auch sinnvoll für ein effizientes E-Learning wäre, ist das Hochladen von Dateien, so dass nicht nur alles in Foren geschrieben werden muss, sondern es auch möglich ist, eine Datei zu verschicken. Was halten Sie von dieser Idee?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Der Gedanke ist nicht neu. Der Wunsch, Dateien in unseren Netzwerken sowohl hochzuladen, als auch beweglich zu machen, ist schon lange da. Mit Open-Social werden Applikationen kommen, die genau das leisten werden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das will jetzt aber jemand genauer wissen:
</p>
<p>
<b>Stefanie:</b> Bedeutet die Einbindung von Open-Social-Applikationen, dass auch Dritte Anwendungen bereitstellen können?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Ja.
</p>
<p>
<b>djm:</b> Facebook hat sich ja durch seine API externen Entwicklungen geöffnet. Würde es nicht Sinn machen, auch E-Learning-Tools Zugriff für das studiVZ zu bieten, so dass die Masse zum E-Learning mobilisiert wird?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Facebook erlaubt Anwendungen den Zugriff auf die Daten der Freundesliste. Das werden wir nicht tun. Denn das entspricht in keinster Art und Weise den Vorgaben des deutschen Datenschutzes und birgt unserer Meinung nach auch ein sehr großes Risiko für die Nutzer. Sehr wohl werden die Anwendungen auf unserer Plattform sehr sozial sein. Die eingebauten Einschränkungen werden die Anwendungen allerdings daran hindern, mehr Daten als notwendig zu verarbeiten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> User Blubb hat noch eine Verständnisfrage:
</p>
<p>
<b>Blubb:</b> Was genau sind Social-Applikationen?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Open-Social ist die technische Plattform, die es erlaubt, externe Anwendungen in einem sozialen Netzwerk wie studiVZ zu nutzen. Als kleines Beispiel: Eine solche Anwendung kann ein Backgammon-Spiel sein, was zwei Nutzer live miteinander spielen können.
</p>
<p>
<b>VisPro:</b> Welche Open-Social Applikationen würden denn seitens studiVZ besonders begrüßt werden?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Alles was Kommunikation und Interaktion fördert und erleichtert. Ob es jetzt ein Chat ist, der Austausch von Dateien oder das gemeinsame Spielen, ist für uns nicht so wichtig.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das Thema Open-Social Applikationen und E-Learning scheint unsere Chatter sehr zu interessieren:
</p>
<p>
<b>djm:</b> Wann sollen die ersten Open-Social E-Learning-Anwendungen an den Start gehen?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Ich gehe davon aus, dass wir im Dezember schon die ersten E-Learning-Applikationen auf der Plattform haben werden.
</p>
<p>
<b>djm:</b> Es gibt ja Portale, die das Bewerten der Profs und Hochschulen erlauben. Sind solche Bewertungsfeatures in Zukunft eine Option, um die Kommunikation zu verstärken?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Wenn, dann erlauben wir diesen Diensten den Zugang zu unserer Plattform über Open Social. Die Entwicklung solcher Anwendungen ist zurzeit nicht geplant. Jedes Jahr führen wir jedoch das große VZ-Uni-Ranking durch, was auch weiterhin passieren wird.
</p>
<p>
<b>stefanie:</b> Wie funktioniert das studiVZ-Hochschulranking?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Jeder Studierende kann seine Hochschule nach verschiedensten Kriterien bewerten. Das Hochschulranking ist ein zeitlich begrenztes Ranking und keine ständig mitlaufende Bewertung der Hochschulen.Wir legen hier sehr viel Wert auf die Bewertung von &quot;weichen Faktoren&quot;, von der Lebensqualität der Stadt bis hin zum Mensaessen kann da sehr viel bewertet werden.
</p>
<p>
<b>Stefanie:</b> Wäre studiVZ nicht die ideale Plattform für einen Hochschulführer?
</p>
<p>
<b>Samir Barden:</b> Sehr wahrscheinlich ja. Wir sind kein Anbieter von redaktionellen Inhalten, sondern unterstützen unseren Nutzer bei der Erstellung solcher Inhalte. Wenn also ein Hochschulführer kommt, dann werden die Nutzer ihn machen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hier zwei Fragen zum Thema Dozenten und studiVZ:
</p>
<p>
<b>Brillenbär:</b> Inwieweit kann man es verhindern, dass sich in studiVZ nicht nur Studenten, sondern auch Professoren und Dozenten anmelden, die die regen Diskussionen und Klausurfragen überwachen können? Könnte es gewährleistet werden, sich als tatsächlicher Student zu identifizieren?
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<b>Sandra:</b> Sollten sich DozentInnen aus studiVZ komplett raushalten?
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<b>Samir Barden:</b> Zu Frage 1: Das kann man nicht verhindern. Wir haben keine Verifizierungsmechanismen bei der Anmeldung implementiert und werden das auch in Zukunft nicht tun.
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Zu Frage 2: Wir bieten über die Privatsphäre-Einstellungen und die Instrumente der Gruppensichtbarkeit alle Möglichkeiten, unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu diskutieren, und empfehlen das unseren Nutzern. Wenn Dozenten einen Mehrwert in der Nutzung von studiVZ sehen, sind sie herzlich willkommen. Eine große deutsche Uni organisiert zum Beispiel alle Aktivitäten rund um die Erstsemester komplett über studiVZ, was von den Studenten auch sehr positiv angenommen wird.
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<b>loranthus: </b>Gibt es direkte Verbindungen, d.h. eine Zusammenarbeit von studiVZ und Hochschulportalen?
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<b>Samir Barden:</b> Es gibt erste Gespräche. Mehr darf ich leider noch nicht verraten.
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<b>Moderator:</b> Hier zwei Fragen zum Thema Datenschutz:
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<b>pmc:</b> Machen sich Studierende Gedanken oder Sorgen wegen Datenschutz? Ob beim &quot;offiziellen E-Learning&quot; oder in einem sozialem Netzwerk?
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<b>Simmons:</b> Haben Sie nicht Angst, dass Ihnen nach dem Datenklau die User wegrennen? Was machen Sie, um diese zu halten?
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<b>Samir Barden:</b> Dass sich die deutschen Studierenden sehr intensiv Gedanken und Sorgen zum Thema Datenschutz machen, beweisen die Geschehnisse rund um unsere Änderungen unserer AGBs vor knapp zwei Jahren. Das finden wir gut. Auch wenn wir durch die öffentliche Meinung stellenweise ein Stück weit in schlechtes Licht gestellt worden sind, kann ich hier voller Überzeugung sagen, dass wir uns in jeglicher Hinsicht an geltendes deutsches Datenschutzrecht halten und darüber hinausgehend noch viel mehr leisten.
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Bei der Anmeldung ist es inzwischen so, dass der Nutzer von Anfang an ein komplett unsichtbares Profil bekommt, welches er aktiv sichtbar schalten muss und hier immer wieder unsere Empfehlung bekommt, sich genau zu überlegen, welche Daten er wem zeigt. Wir machen uns eher Gedanken darüber, wie wir solche Dinge in Zukunft noch besser verhindern können und haben bereits nach sehr kurzer Zeit weitere Schutzmechanismen gegen das Auslesen von Nutzerdaten auf unseren Plattformen implementiert. Man darf hier allerdings nie vergessen, dass die ausgelesenen Daten von jedem angemeldeten Nutzer zu sehen waren, was zum Beispiel vergleichbar ist mit dem Abschreiben des Telefonbuchs. Nur dass bei uns keinerlei Adressdaten oder Telefonnummern öffentlich und außerhalb von Freundesnetzwerken sichtbar sind. Datenschutz ist auch einer der Gründe dafür, dass die Profile unserer Nutzer nicht von Suchmaschinen ausgelesen werden können. Andere soziale Netzwerke erlauben den Zugriff von Suchmaschinen auch auf Nutzerprofile.
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<b>derNarr:</b> Gibt es bei Social-Applications und ernsthaftem E-Learning von unten nicht Probleme mit dem Datenschutz? (Nach der momentanen Rechtslage) Wie wird studiVZ dem entgegenwirken?
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<b>Samir Barden:</b> Soziale Applikationen werden bei uns nur auf das Zugriff haben, was ihnen explizit vom Nutzer freigegeben wird. Der Nutzer muss hier vor der Nutzung der Applikation ganz klar selbst angeben, welche seiner Daten verwendet werden dürfen. Hiermit begegnen wir den strengen Richtlinien des deutschen Datenschutzes komplett.
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<b>Andre:</b> Zur Frage von Brillenbär: Wie kann ich mich dann vor Identitätsdiebstahl schützen? Beispielsweise, wenn mich jemand mit einem Bild von mir im VZ anlegt.
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<b>Samir Barden:</b> Das Recht am eigenen Bild ist uns sehr wohl bekannt. Wir haben ein 120-köpfiges Support-Team, das in der Regel binnen 24 Stunden solche Anfragen beantwortet und löst. Man kann nicht verhindern, dass beispielsweise ein Freund ein Foto von einem hochlädt. Wir stellen aber durch schnelle Support-Prozesse sicher, dass dieses Foto dann auch wieder schnell verschwinden kann.
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<b>VisPro:</b> Finden Sie es gerechtfertigt, dass potentielle Arbeitgeber Netzwerke wie studiVZ nutzen, um sich über das Privatleben der Bewerber zu informieren?
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<b>Samir Barden:</b> Das ist übliche Praxis. Es wäre falsch zu denken, dass ein potentieller Arbeitgeber nicht auch mal Google, Xing und andere soziale Netzwerke konsultiert, um sich ein besseres Bild vom Bewerber zu machen. Ich sehe es als zusätzliche Chance, einer oft recht kühlen und sachlichen Bewerbung ein menschliches Bild zu geben, was heute in Bewerbungsprozessen zunehmend wichtiger wird. Wir haben auf unserer Seite einen Bewerbungsleitfaden ins Leben gerufen, welcher Schritt für Schritt erklärt, wie man sich vor dem Absenden einer Bewerbung mit dem eigenen Profil auseinandersetzen sollte, um nicht in peinliche Situationen zu kommen.
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<b>KathrinP:</b> Ist es auch ein Ziel von studiVZ &amp; Co., die Medienkompetenz der User zu schulen? (zum Beispiel was auch die Angabe von Daten auf den Profilseiten betrifft, das Uploaden von Fotos und der Tatsache, dass diese dann im www wiederzufinden sind.)
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<b>Samir Barden:</b> Das Web vergisst bei uns sehr wohl. Alle Inhalte auf den Plattformen sind vor allen Suchmaschinen geschützt. Sprich: wenn ein Nutzer etwas löscht, ist es definitiv für immer weg und nicht über irgendwelche Suchmaschinenarchive oder sonstige Wege wieder auffindbar. Die Vermittlung von Medienkompetenz beschäftigt bei uns ein eigenes Team, welches mit Lehrmaterialien, Livechats und Videokonferenzen und direkt vor Ort in Schulen gemeinsam mit Lehrern und Schülern den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken schult. Zudem gibt es eine Eltern- und Lehrer-Hotline, welche täglich sorgenvolle Eltern und kritische Lehrer betreut.
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<b>Simmons:</b> Gibt es schon so eine Art virtuelles Klassenzimmer, wo sich VZler treffen und Hausaufgaben zusammen besprechen können?
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<b>Samir Barden:</b> Das gibt es als Funktion noch nicht, wird aber sehr häufig über unsere Gruppenfunktion abgebildet.
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<b>Jul23:</b> Was halten sie davon, ganze Klassen (samt Lehrerin) zu verifizieren und denen einen eigenen Room zu geben?
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<b>Samir Barden:</b> Eine sehr gute Frage. Die Funktion eines virtuellen Klassenzimmers bzw. sogar einer virtuellen Schule ist bei uns schon länger in Planung und wird in Teilen, zumindest durch Applikationen, ab Dezember Wirklichkeit. Wichtig an der Stelle ist jedoch, dass das schülerVZ eine komplett abgekapselte Plattform ist, die Erwachsenen nicht zugänglich ist.Wenn wir von der Anwesenheit von erwachsenen Nutzern in schülerVZ Kenntnis erlangen, löschen wir diese Profile unverzüglich.
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<b>coarty:</b> Wird es auch so etwas wie Expertenchats bei studiVZ geben?
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<b>Samir Barden:</b> Wir werden unsere Chatfunktion (Plauderkasten) komplett überarbeiten und dann selbstverständlich auch über Chatmodelle jenseits der 1:1 Kommunikation nachdenken.
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<b>loranthus:</b> Welche Mitgestaltungsmöglichkeiten haben die Mitglieder in studiVZ?
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<b>Samir Barden:</b> Wir haben in verschiedensten Gruppen Feedbackkanäle eingerichtet, die wir wöchentlich auswerten. Die Entscheidung, was als nächstes gebaut wird, prüfen wir sehr genau in Fokusgruppen und laden regelmäßig Nutzer zum Austausch über die Weiterentwicklung der Plattform ein. Grundsätzlich gilt bei uns im Büro die Politik der offenen Türen, jeder kann vorbeischauen, jeder kann reinschauen, jeder kann mitreden.
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<b>VisPro:</b> Mal eine generelle Frage: Soziale Netzwerke gibt es viele im Internet. Einige Namen sind hier schon gefallen. In welchen Plattformbereichen sieht sich studiVZ gegenüber den Konkurrenten im Vorteil?
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<b>Samir Barden:</b> Zu allererst mal bei der Sicherheit der Daten, in Sachen Datenschutz und Privatsphäre-Optionen. Wir sind das einzige, mir bekannte soziale Netzwerk, das sich komplett an den deutschen Datenschutz hält. Wir sind auch in Sachen Jugendschutz sehr aktiv und ordentliches Mitglied in allen großen Jugendschutzorganisationen. Teilweise dort sogar im Vorstand, um das Thema Jugendschutz im Internet aktiv mitzugestalten. Was die Plattform angeht: Im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken bieten wir nicht den funktionalen Mehrwert, sind aber durch unsere lokale Nähe zur Zielgruppe besser in der Lage, auf ihre Bedürfnisse einzugehen.Wichtig für uns ist, dass unsere Plattformen dazu genutzt werden, echte Freundschaften zu pflegen. Das bedeutet: diejenigen Menschen, mit denen sich der Nutzer gerne im echten Leben umgibt und nicht einfach nur lose Bekanntschaften, die man irgendwo mal kennengelernt hat.
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<b>Moderator:</b> Zum Abschluss noch eine Frage zur Person Samir Barden:
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<b>stefanie:</b> Welche anderen Social Networking Plattformen nutzen Sie persönlich?
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<b>Samir Barden:</b> Ich nutze Xing, LinkedIn, ich habe einen Facebook-Account, aber nicht wirklich viel Zeit ihn zu pflegen, und natürlich VZ.
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<b>Moderator:</b> Das waren 60 Minuten e-teaching.org Expertenchat mit Samir Barden von studiVZ zum Thema E-Learning. Leider konnten aufgrund der Kürze der Zeit nicht alle Fragen gestellt werden, dafür bitte ich um Verständnis.
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<b>Samir Barden:</b> Wenn Sie weitere Fragen haben, finden Sie mich auf den oben genannten Plattformen und können mich jederzeit kontaktieren. Vielen Dank für alle gestellten Fragen!
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<b>Moderator:</b> Bis zum nächsten e-teaching.org-Expertenchat</p>
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		<title>Klimakonferenz: Kein Stress, keine Reisekosten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jasmin Reitzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 16:49:10 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der internationalen Klimakonferenz „Klima 2009“ (2. bis 6. November) fallen keine Reisekosten und kaum CO2-Emissionen für die Teilnehmer an. Die Veranstaltung findet ausschließlich im Internet statt und zieht fast alle Register der Online-Kommunikation.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der internationalen Klimakonferenz „Klima 2009“ (2. bis 6. November) fallen keine Reisekosten und kaum CO2-Emissionen für die Teilnehmer an. Die Veranstaltung findet ausschließlich im Internet statt und zieht fast alle Register der Online-Kommunikation.<!--break--></p>
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Alle CO2-Emissionen, die für die eine Million erwarteten Teilnehmer anfallen, werden von deren Computern verursacht. Insgesamt so viel wie für einen Langstreckenflug, schätzt Claus Barthel vom <a href="http://www.wupperinst.org/" target="_blank" title="wupperinst.org" rel="noopener noreferrer">Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie</a>. Die Konferenzorganisatoren wollen auch diesen Ausstoß durch Unterstützung eines Klimaschutzprojekts in der Türkei kompensieren.
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Registrierte Teilnehmer können englischsprachige Beiträge lesen und E-Mails an die Autoren schreiben. Sie können in Live-Chats mit Experten über Klimawandel fachsimpeln und sich in einer umfangreichen Projektdatenbank über Initiativen aus aller Welt informieren. Wer sich nicht extra registrieren will, kann die Tagung als Informationsportal nutzen, Videos über die Folgen in aller Welt anschauen und in der Klimawandel-Bibliothek recherchieren.
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Mitmachen kann man bis zum 6. November unter <a href="http://www.climate2009.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klima2009.de</a>.</p>
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