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	<title>Loïc le Meur &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Loïc le Meur &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Le Meur verliert den Überblick</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 10:00:04 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Loïc le Meur]]></category>
		<category><![CDATA[Französische Präsidentschaftswahl 2007]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Loic le Meur gilt als einer der bekanntesten Blogger Frankreichs, ist Chef der Blogsoftwarefirma &#34;Six Apart Europe&#34; und Internetexperte für den rechts-konservativen Präsidentschaftskandidaten Nicolas Sarkozy. Sein politisches Engagement führte in Zusammenhang mit den großen französischen Wahlkämpfen im Netz zu noch größerer Berühmtheit. Viele Fernsehprogramme luden ihm zum Beispiel als Internetexperte ein. Es hat aber auch seine Nachteile. Ich glaube, Loic ist ein bisschen überfordert.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Loic le Meur gilt als einer der bekanntesten Blogger Frankreichs, ist Chef der Blogsoftwarefirma &quot;Six Apart Europe&quot; und Internetexperte für den rechts-konservativen Präsidentschaftskandidaten Nicolas Sarkozy. Sein politisches Engagement führte in Zusammenhang mit den großen französischen Wahlkämpfen im Netz zu noch größerer Berühmtheit. Viele Fernsehprogramme luden ihm zum Beispiel als Internetexperte ein. Es hat aber auch seine Nachteile. Ich glaube, Loic ist ein bisschen überfordert.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
Seit einer Woche gibt es eine <a href="http://ilesarkozy.typepad.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sarkozy-Insel</a> in der virtuellen Welt <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/bbergervoet_chartmann_sgievert_glossar_computergames_070215.shtml#second_life" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Second Life</a>. Das <a href="http://www.loiclemeur.com/france/2007/03/une_semaine_sur.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transkript</a> einer Diskussion mit 70 Avataren erschien auf le Meurs Blog. Dazu erkannte le Meur selbst, dass es ziemlich schwierig sei, einen Chat mit 70 Avataren zu kontrollieren. Ein klarer Lernmoment für Herrn le Meur. Bin ich froh, dass es bei politik-digital immer moderierte Chats gibt!
</p>
<p>
Zudem hat le Meur die Kommentarfunktion seines eigenen Blogs geschlossen. Den Grund erklärt er in einem <a href="http://www.loiclemeur.com/france/2007/03/371_24h_aprs_la.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Video-Podcast</a>: &quot;Spam&quot;. Einen Teil der Schuld gibt er den Anhängern der sozialistischen Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal. Seitdem le Meur für Sarkozy arbeitet, hätten sie &#8211; trotz einer Warnung der eigenen sozialistischen Wahlkampfleitung &#8211; sein Blog vollgespamt. Wegen der Vielfalt an Kommentaren verlor le Meur den Überblick und schloss die Kommentarfunktion. Trotzdem möchte er die Diskussion fortsetzen, aber dann in einem <a href="http://groups.google.com/group/loiclemeur/browse_thread/thread/ccad121657a1a054" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Google Groups&quot;-Forum</a>.</p>
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		<title>Wahlkampf mit anderen Mitteln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Apr 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Präsidentschaftswahlen in Frankreich 2007]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
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					<description><![CDATA[(10. April 2006) Die turbulente Präsidentschaftswahl 2002 in Frankreich ist noch in reger Erinnerung. Doch die Präsidentschaftswahl 2007 könnte noch spannender werden. Bekommt Frankreich endlich eine Präsidentin? Und was hat das Internet damit zu tun? Die Vorbereitungen zur Wahl laufen jetzt schon an. Die Konservativen planen, das Internet konsequent für ihre Wahlkampagne zu nutzen. Die Linken suchen noch nach ihrer Linie, erhalten aber sichtbar Unterstützung durch die „Internautes“, wie die Internetnutzer in Frankreich genannt werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(10. April 2006) Die turbulente Präsidentschaftswahl 2002 in Frankreich ist noch in reger Erinnerung. Doch die Präsidentschaftswahl 2007 könnte noch spannender werden. Bekommt Frankreich endlich eine Präsidentin? Und was hat das Internet damit zu tun? Die Vorbereitungen zur Wahl laufen jetzt schon an. Die Konservativen planen, das Internet konsequent für ihre Wahlkampagne zu nutzen. Die Linken suchen noch nach ihrer Linie, erhalten aber sichtbar Unterstützung durch die „Internautes“, wie die Internetnutzer in Frankreich genannt werden.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Wenn die Politik im Internet auftritt, dann meistens nur in Form von Nachrichten über Politik oder so genannten eGovernment-Angeboten seitens der Politik an die Bürger. Mit der Bundestagswahl 2005 bot sich die Gelegenheit, auch in Deutschland das Internet als demokratisches Kommunikationsmedium zu verwenden. Allerdings offenbarte sich im deutschen Wahlkampf auch eine gewisse Ambivalenz: Internetangebote wie Ich-gehe-nicht-hin.de konnten den partizipatorischen Ansatz verwirklichen. Bei den meisten Wahlblogs hingegen kam es nicht zu einem demokratischen Diskurs. Genau dies will aber Nicolas Sarkozy, einer der heißesten Anwärter auf das französische Präsidentenamt. Im Internet will der umstrittene Innenminister das junge Frankreich erreichen und seine Politik dort verteidigen. Eine breit angelegte Kampagne hat Sarkozy angekündigt, als er als erster hochrangiger Politiker des Landes für ein Podcast-Interview dem bekannten Blogger Loïc Le Meur<br />
                            <a href="http://www.loiclemeur.com/france/files/sarkozypodcast.m4v" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rede und Antwort</a> stand. Angeblich plant die Partei Sarkozys, die UMP, für die Präsidentschaftswahl ein webTV, das über Handys zu empfangen sein soll, wie das „Forum e-democratie“ Anfang Januar<br />
                            <a href="http://www.forum-edemo.org/article.php3?id_article=551" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtete</a>. Doch ist das, was Sarkozy und die UMP ankündigen, wirklich ein Meinungsaustausch oder lediglich die Fortführung des Wahlkampfes mit anderen Mitteln?</p>
<p>Nun besticht das Internet als eine Plattform des politisch-medialen Guerillakampfes gegen alle Bestrebungen, Meinungen dominieren zu wollen. Allein die Vielfalt des professionellen Journalismus im Internet hat zugenommen. Kritische, kommunikative Menschen machen ihrerseits Gebrauch von den Chancen, die das Netz bietet, und hinterfragen die etablierten Medien und die Politik. Wenn Frankreich jetzt schon mobil macht, dann hängt das maßgeblich mit der Person Sarkozys zusammen. Nicht wenige Webseiten karikieren den Konservativen und auch dezidiert anti-Sarko-Seiten kämpfen gegen den Politiker (<br />
                            <a href="http://sarkostique.over-blog.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sarkostique.over-blog.com</a>,<br />
                            <a href="http://www.mjscentre.free.fr/serendipity/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mjscentre.free.fr</a>). Diese Seiten kommen nicht nur von den Jungen Sozialisten, sondern auch von Parteiunabhängigen. Gerade letztere tragen dazu bei, dass der demokratische Diskurs im Netz stattfindet. Wenn Sarkozy davon spricht, dass er sich wünscht, die Seite der UMP werde eine Plattform, wo die Gesellschaft ihre Debatten führe, dann stellt sich die Frage, ob eine solche Zentralisierung selbst im zentralistischen Frankreich möglich sein wird. Denn die Debatten werden an verschiedenen Stellen geführt und es ist zu vermuten, dass sie sich immer weiter von den Parteien entfernen. Dass solche Annahmen nicht aus der Luft gegriffen sind, belegen<br />
                            <a href="http://abstention2007.over-blog.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogosphäre</a> und unabhängige Webseites wie<br />
                            <br />
                            <a href="http://presidentiables.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">presidentiables.org</a>. Letztere bieten Informationen zu früheren Wahlen, den möglichen Kandidaten, das komplizierte Prozedere, aber auch die Möglichkeit, für den eigenen Kandidaten zu votieren oder aber sogar Informationen dazu, wie man einen eigenen Kandidaten bewerben kann. (<br />
                            <a href="http://francepolitique.free.fr/presidentielle2007.htm%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">francepolitique.free.fr</a>,<br />
                            <a href="http://www.presidentielle-2007.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">presidentielle-2007.net</a>,<br />
                            <a href="http://www.presidentielles-2007.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">presidentielles-2007.org</a>) Es gibt sogar eine französische Variante des<br />
                            <a href="http://www.phrasinator.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Phrasinators</a> unter<br />
                            <a href="http://www.presidentielle-2007.net/generateur-de-langue-de-bois.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">presidentielle-2007.net</a>. Dass dieser Générateur aus der politischen Kaderschmiede Frankreichs, der<br />
                            <a href="http://www.ena.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ecole Normale d&#8217;Administration</a> stammt macht das Ganze umso interessanter.</p>
<p>
                              <strong>Frankreich im Bloggerfieber</strong>
                            </p>
<p>Die Tageszeitung „Le Monde“<br />
                            <a href="http://www.lemonde.fr/web/recherche_breve/1,13-0,37-928947,0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtet</a> am 4. Januar, dass bereits jeder zehnte Franzose über einen eigenes Weblog verfüge. Besonders in den letzten Monaten hat die Zahl der Blogger rapide zugenommen Jüngstes Kind dieser Entwicklung ist die neue Zeitschrift „Netizen“ (www.netizen.fr), die von Journalisten und Bloggern gegründet worden ist, um auch bei denen, die mit der Blogosphäre noch nicht vertraut sind, und ihnen so den Einstieg zu erleichtern. Die Gründung der Zeitschrift hängt direkt mit den Präsidentschaftswahlen 2007 zusammen. Wie ernst die Parteien das Medium Blog nehmen, wird an dem Bloggerstar Loïc Le Meur deutlich, der am 31. Januar in seinem Blog vermerkte, dass die UMP seinen Namen ihrer<br />
                            <a href="http://www.loiclemeur.com/france/2006/01/lump_a_achet_mo.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampagnenseite</a> hinzugefügt hat, um bei Google an erster Stelle zu erscheinen. Loïc fragt weiter, ob nun der Googlekrieg um ihn ausbrechen werde? Der Eintrag erhielt noch am selben Tag 38 Kommentare. Sogar die Statistiker haben Blogs als Medium entdeckt, um den „Medienlärm“ zu messen, den ausgewählte Politiker verursachen. Das Projekt des Technischen Universität Compiègne bietet ein Barometer an, das zählt, wie oft bestimmte Politiker in Internetmeldungen, Blogeinträgen und Newsgroup-Beiträgen erwähnt werden und das Ergebnis<br />
                            <a href="http://www.utc.fr/rtgi/op2007/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">graphisch darstellt</a>. Wie die eigenständige Vernetzung ohne parteipolitische Mediation erfolgt, macht der aktive Blog von<br />
                            <a href="http://blog.netpolitique.net/index.php/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netpolitique.net</a> deutlich, der seinen Besuchern das Barometer der TU Compiègne sofort weiterempfohlen hat.</p>
<p>Es spricht wohl für das politische Gespür Sarkozys, dass er als erster Politiker ein eigenes Weblog hatte. Seine Konkurrenten mussten nachziehen, so z. B. der Ministerpräsident Dominique de Villepin, der ebenfalls Interesse am Präsidentenamt angekündigt hat. Noch auf sich warten lässt Sarkozys schärfste Widersacherin, Ségolène Royal von der Parti Socialiste (PS). Dafür gibt es aber bereits einige Blogs, die sie zum Teil wie einen Popstar verehren. Das wiederum passt ins Bild. Ségolène Royal ist keine Unbekannte in der französischen Politik. Als Umwelt-, später Schul- und Familienministerin unter dem ehemaligen Ministerpräsidenten Lionel Jospin hatte sie bereits für Furore gesorgt und sich immer wieder gekonnt medial in Szene gesetzt. Selbst in Deutschland informierten vor kurzem die<br />
                            <a href="http://www.sueddeutsche.de/sz/2006-01-27/seitedrei/artikel/HMG-2006-01-27-003-JQlfm4dZcmQGoXsetGLyIg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Süddeutsche</a> und die<br />
                            <a href="http://www.europolitan.de/cms/?aid=1187&amp;tid=0&amp;" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europolitan</a> mit größeren Porträts über die beliebte Sozialistin. Leider müssen beide Artikel für eine vollständige Einsicht bezahlt werden.) Die Frau mit der eisernen Sanftmut, wie die Süddeutsche schreibt, steht zwar bei den Franzosen (vgl. die Umfragen des<br />
                            <a href="http://www.csa-fr.com/dataset/data2006/opi20060118e.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meinungsforschungsinstitut CSA</a> und besonders im Internet hoch im Kurs. Doch der eigenen Partei ist die eigensinnige Politikerin ungeheuer, wenn nicht gar gefährlich, weil sich außer ihr Lionel Jospin, Laurent Fabius und der eigene Lebensgefährte, auch derChef der PS, François Hollande sich Hoffnungen auf das höchste Staatsamt machen, für die PS zu kandidieren.</p>
<p>
                              <strong>Das „Pronetariat“</strong>
                            </p>
<p>Obwohl der Wahlkampf noch nicht eröffnet ist und viele Partei längst noch nicht medial mit der UMP im Internet mithalten können, lässt sich bereits jetzt erkennen, dass die anstehende Wahl viele Debatten im Netz provozieren wird. Wird es aber zu dem vielbeschworenen politischen Internetdiskurs kommen und wird er einen anderen Einfluss auf die Wahl haben als die Massenmedien?</p>
<p>Ginge es nach Joël de Rosnay, Docteur dès Sciences und Spiritus Rector der Website<br />
                            <a href="http://www.pronetariat.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pronetariat.com</a>, dann können und werden sich die Internetnutzer mittels der Medien der Massen den Massenmedien entgegenstellen und selbständig Öffentlichkeit herstellen, statt sie noch länger nur zu konsumieren. De Rosnay hat seinem Blog den Aufruf vorangestellt: „Eine neue Demokratie ist im Werden begriffen, erfunden dank der neuen Technologien bzw. der Medien der Massen (Internet, Blogs, SMS, chats&#8230;) durch die Bürger der Welt. Nun aber verstehen weder die traditionellen Medien noch die Politiker wirklich, was auf dem Spiel steht“. Die neuen Akteure werden seiner Meinung nach die „Pro-Net-arier“ sein, jene also, die im Netz aktiv sind. De Rosnay will hier bewusst einen Bezug zum berühmten Proletariat herstellen. Seine Vorstellungen gehen weiter als die der meisten Seiten (vgl.<br />
                            <a href="http://www.sciencepolitique.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sciencepolitique.net</a> oder<br />
                            <a href="http://www.refairelafrance.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">refairelafrance.org</a>), aber sie zeigen an, was möglich ist, wenn Blogbegeisterung und der Wunsch nach Kommunikation mit politischen Intentionen verbunden wird. Fraglich ist allerdings, ob die politische Partizipation per Internet schon während der nächsten anderthalb Jahre so weit zunehmen wird. Noch sind es einzelne wie der Bürgermeister von Issy les Moulineaux, oder der Abgeordnete André Santini, die sich für die eDemokratie im Sinne einer neuen Demokratie<br />
                            <a href="http://www.forum-edemo.org/article.php3?id_article=541" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einsetzen</a>. Dies kann sich aber ändern, vor allem wenn so polarisierende Politiker wie Nicolas Sarkozy versuchen, im Internet auf die Meinungsbildung Einfluss zu nehmen.</p>
<p>
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		<title>Wenn die Blase platzt &#8211; Politique 2.0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ahaeming]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Apr 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Präsidentschaftswahlen in Frankreich 2007]]></category>
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					<description><![CDATA[(10. April 2006) In Frankreich tut sich was. Denn was in Deutschland seit einigen Monaten an Fahrt gewinnt, ist im Nachbarland längst Teil der allgemeinen web-basierten Diskussionskultur: Jeder schreibt für jeden. Leser werden zu Autoren, Konsumenten werden zu Produzenten
                            .]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(10. April 2006) In Frankreich tut sich was. Denn was in Deutschland seit einigen Monaten an Fahrt gewinnt, ist im Nachbarland längst Teil der allgemeinen web-basierten Diskussionskultur: Jeder schreibt für jeden. Leser werden zu Autoren, Konsumenten werden zu Produzenten<br />
                            <strong>.</strong></p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">&#8220;Ich habe leider gerade zu viel zu tun, sonst würde ich selbst kurz schildern, was ich von der gestrigen Diskussion halte. Aber hier sind ein paar Links&#8230;&#8221; Der viel beschäftigte Mann ist Blogger und Politiker. Alain Lambert war unter Finanzminister Nicolas Sarkozy zuständig für den Staatshaushalt, jetzt sitzt er als Senator im Département Orne und bloggt um der politischen Meinungsbildung willen. Der Diskussionsabend, auf den Lambert in seinem Weblog verweist, drehte sich um sein Lieblingsthema: &#8220;Blogs und Politik &#8211; verträgt sich das überhaupt?&#8221; Das war die zentrale Frage, die auf jener Konferenz in Paris Ende Januar debattiert wurde, Lambert saß als Experte auf dem Podium. Die Organisatoren wollten wissen, ob die<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzelbewegung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grassroot-Bewegung</a>, die seit einem guten Jahr auch die breite Masse der Internetnutzer erfasst, Auswirkungen auf die Politik hat. Sie haben kurzerhand die einschlägige französische Szene zusammengetrommelt und der Versammlung einen vielsagenden Titel verpasst: Politique 2.0.</p>
<p class="normal">Der Zeitpunkt, das Thema, der Titel und vor allem der Ort der Veranstaltung sind programmatisch: In Frankreich tut sich was. Denn was in Deutschland seit einigen Monaten an Fahrt gewinnt, ist im Nachbarland längst Teil der allgemeinen web-basierten Diskussionskultur: Jeder schreibt für jeden. Leser werden zu Autoren, Konsumenten werden zu Produzenten. Der &#8221;<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prosumer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prosument</a>&#8220;, das ist das Lebewesen der sogenannten<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Web 2.0</a>-Bewegung.</p>
<p class="normal">Diese Spezies auf Blogger zu reduzieren, greift zwar zu kurz, aber die Logik des Bloggens ist durchaus signifikant für die französischen Art der ePartizipation. Politische Meinungsbildung von unten und dabei stets strikt diskursiv &#8211; das ist die Grundhaltung der &#8220;Netizens&#8221;. Oder wie es Benoit Dausse, einer der Initiatoren von &#8220;Politique 2.0&#8221;, ausdrückt: &#8220;Ein Weblog ist in erster Linie ein Hobby, kann aber auch schnell zu einer Lobby werden.&#8221; Zugegeben: Das Vertrauen in die Relevanz der eigenen Meinung gehört zur Natur der Blogger. Doch können sie tatsächlich die Art und Weise verändern, wie Politik gedacht und gemacht wird?</p>
<p class="normal">Die partizipativen Strukturen in Frankreich sind mittlerweile so stark etabliert, dass sie durchaus das nötige Gewicht hätten, das Selbstverständnis von Politik nachhaltig zu beeinflussen. Das zeigen allein die Zahlen: Im November existierten geschätzte 3,5 Millionen Weblogs in Frankreich &#8211; zum Vergleich: in Deutschland sollen es gerade einmal rund 350.000 sein. Die Zahlen sind von Hugo E. Martin, er begleitete schon die Anfänge der Computerzeitschrift CHIP 1978 und arbeitet mittlerweile als Unternehmensberater im Bereich Medien und Internet. &#8220;Diese Statistik ist aber nur ein &#8216;best guess'&#8221;, warnt er gleich. &#8220;Es ist ein Näherungswert, eine allgemeinverbindliche Zählung zum Thema &#8216;Anzahl von Blogs in XY&#8217; wird es wohl nie geben.&#8221; Er habe sich die Zahlen über Internetrecherchen, Experten und Insider und vor allem Redaktionen von Fachzeitschriften zusammengepuzzelt, erzählt Martin. Er hält es für relativ sicher, dass es in Frankreich dreimal so viele Weblogs gibt wie hier.</p>
<p class="normal">Natürlich sind nicht alle dreieinhalb Millionen Weblogs politisch motiviert, aber die Politik-Diskurse sind relativ stark vertreten. Klaus Schönberger vom Institut für Volkskunde an der Hamburger Universität<br />
                            <a href="2007ahaeming_int_schoen060407.shtml">stützt sich</a> auf die &#8220;politische Tradition&#8221; als Teil des bürgerlichen Selbstverständnisses der Franzosen: &#8220;Als Citoyen hat man eben das Selbstbewusstsein, seine Stimme zu erheben und sich in Szene zu setzen.&#8221; Denn im französischen Wahlsystem zähle schließlich jede einzelne Stimme tatsächlich &#8211; &#8220;anders als bei einer Verhältniswahl wie in Deutschland.&#8221; Schönberger koordiniert das Forschungskolleg für kulturwissenschaftliche Technikforschung in Hamburg und beschäftigt sich seit längerem mit kulturellen Vergleichen dieser Art. Er warnt aber auch vor voreiligen Schlüssen, eine empirische Basis gebe es noch nicht. Er ist überzeugt, dass die deutsche Blogosphäre einen ähnlichen Boom erleben wird, sobald es die entsprechenden Themen gibt.</p>
<p class="normal">Und die entsprechenden Personen. Personen wie Loïc le Meur. Er ist einer der Väter der Szene, Vizepräsident bei Six Apart, einer der führenden französischen Weblog-Firmen, und auf allen Konferenzen zum Thema vertreten, so scheint es. Sogar der neue Innenminister<br />
                            <a href="http://sarkozyblog.free.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicolas Sarkozy</a> schrieb schon in seinem Blog. Dass die französische Blogosphäre so stark sei, meint Marcel Reichart, Geschäftsführer der Abteilung Marketing und Kommunikation bei Hubert Burda Media, liege zwar auch an der ausgeprägten Kultur öffentlichen Meinungsaustausches in Frankreich. Aber eben in erster Linie an &#8220;Loïc&#8221;: &#8220;He makes the difference! Er ist in der Pariser Szene sehr präsent. Und Frankreich ist nun mal traditionell auf Paris konzentriert. Das hat Auswirkungen.&#8221; Reichart und le Meur waren im Dezember auf einer anderen Konferenz in Paris, der Titel ebenso deutlich: &#8221;<br />
                            <a href="http://lesblogs.typepad.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Les Blogs 2.0</a>&#8220;.</p>
<p class="normal">Ob Deutschland solche Figuren braucht &#8211; und auch annehmen würde? Das Besondere an der französischen Web 2.0-Bewegung ist ihr Hang zum Diskurs und daher konsequenterweise zu Personen, die den Ton angeben. Denn während im deutschsprachigen Raum verspielte Angebote wie etwa der<br />
                            <a href="http://www.wahl-o-mat.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahl-o-Mat</a>,<br />
                            <a href="http://www.kandidatenwatch.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kandidatenwatch.de</a> oder<br />
                            <a href="http://www.ich-gehe-nicht-hin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ich-gehe-nicht-hin.de</a> relativ stark vertreten sind, gibt es in Frankreich in allererster Linie zwei Kategorien von politischer ePartizipation: politisch ausgerichtete Weblogs sowie Angebote, die sich mit politischer Meinungsbildung im Internet befassen &#8211; beides extrem textlastig.</p>
<p class="normal">Welche Zukunft die Verbindung aus Weblogging und politischer Meinungsbildung hat, bleibt erst einmal abzuwarten. Das implizieren auch die Daten, die der Pariser Politikwissenschaftler Yves-Marie Canne von der Universität Sorbonne in seiner aktuellen Studie vorgestellt hat. Forschungsobjekt: der &#8221;<br />
                            <a href="http://www.sciencepolitique.net/blogs_politiques.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Poliblogueur</a>&#8220;, der politische Blogger in Frankreich. Bis Ende Januar 2006 lief Cannes Umfrage unter knapp 400 Teilnehmern. Auch wenn diese Erhebungen nicht als repräsentativ gelten können, sind einige Ergebnisse durchaus interessant: 43 Prozent der &#8220;Poliblogueurs&#8221; sind Mitglied einer politischen Bewegung. Gegen allzuviel Euphorie spricht, dass fast zwei Drittel (72%) qualititativ hochwertige politische Blogs für Mangelware halten. Nichts desto trotz scheinen die meisten ähnlich wie der UMP-Politiker Alain Lambert an das politische Potenzial dieses Mediengenres zu glauben: Denn 78 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Weblogs die Kontakte zwischen den Wählern und den Gewählten verstärken können.</p>
<p class="normal">Egal ob in Form von Weblogs wie dem von<br />
                            <a href="http://www.correntewire.com/blog/lambert" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Senator Lambert</a> oder anderen Arten von Internetpartizipation, Tatsache ist: Politisches Engagement bei französischen Netizens ist stark verbreitet. Angebote wie<br />
                            <a href="http://www.agoravox.fr" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agoravox.fr</a>,<br />
                            <a href="http://www.netpolitique.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netpolitique.net</a>,<br />
                            <a href="http://www.publicsenat.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Publicsenat.fr</a> oder<br />
                            <a href="http://www.citoyenne-tv.net/citoyennetv.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Citoyenne-TV.net</a> sprechen für sich.</p>
<p class="normal">Als Auftakt zu Politique 2.0 zeigten die Macher einen alten Film mit Robert Redford, über den US-Wahlkampf. Auf dem Filmplakat zu &#8220;The Candidate&#8221; steht Redford mit verschränkten Armen da, bis auf seinen kessen Blick ist sein Gesicht verdeckt von einer Kaugummibubble. Die Blase, so scheint es, ist kurz vorm Platzen.</p>
<p class="normal">
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