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	<title>Macron &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Leaks und Fake News bei der Frankreich-Wahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 May 2017 11:26:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Macron]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Umfeld der französischen Präsidentschaftswahl wurden angebliche Leaks über den Kandidaten Emmanuel Macron gepostet. Den Wahlausgang konnten sie nicht nachhaltig [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Umfeld der französischen Präsidentschaftswahl wurden angebliche Leaks über den Kandidaten Emmanuel Macron gepostet. Den Wahlausgang konnten sie nicht nachhaltig beeinflussen. Sie zeigen aber zweifellos, wie kompliziert das Internet und die Suche nach der Wahrheit mittlerweile geworden sind.</p>
<p>Das sollte uns natürlich nicht dazu bewegen, die Suche nach der Wahrheit aufzugeben – wohl aber dazu, Informationen und die Motive ihrer Urheber und derjenigen, die sie weiter verbreiten, stets kritisch zu hinterfragen.</p>
<h3>Leak gegen Emmanuel Macron</h3>
<p>In Frankreich wurde gewählt. Nachdem der parteilose Kandidat Emmanuel Macron und Marine Le Pen vom rechtspopulistischen Front National aus dem ersten Wahlgang als stärkste Kandidaten hervorgegangen waren, kam es zwischen ihnen am 7. Mai 2017 zu einer Stichwahl. Diese konnte Macron deutlich für sich entscheiden und wird somit nun das höchste Staatsamt in Frankreich bekleiden.</p>
<p>Das Wahl-Wochenende wurde allerdings von einigen spektakulären und chaotischen Meldungen überschattet. Im Internet tauchten große Mengen geleakter Dokumente über Macron auf, erbeutet in einem<a href="https://www.theguardian.com/world/2017/may/06/french-warned-not-to-publish-emmanuel-macron-leaks" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> „spektakulären Hacker-Angriff“</a>. Wer hinter der Kampagne steckt, ist unklar – Verbindungen zu WikiLeaks stellten sich bald als Gerücht heraus – doch es wird vermutet, dass die Urheber rechtspopulistischen Bewegungen nahe stehen. Weiter verbreitet wurden die Dokumente jedenfalls ganz gezielt von Macrons politischen Gegnern.</p>
<p>Spekulationen, dass der Hack von russischen Kräften initiiert wurde – womöglich von denselben, die auch die US-Wahlen durch gezielte Leaks gegen Hillary Clinton zu beeinflussen versuchten – haben eine gewisse Plausibilität, lassen sich aber aktuell nicht endgültig beweisen.</p>
<h3>Veröffentlichungs-Verbot</h3>
<p>Den französischen Medien wurde <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-05/praesidentschaftswahl-frankreich-hackerangriff-macron" target="_blank" rel="noopener noreferrer">untersagt, über die Leaks zu berichten</a>. Auch Macron selbst und seine politische Gegnerin Le Pen durften sich nicht dazu äußern. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine sinistere Zensurmaßnahme. In Frankreich hat es vielmehr Tradition, dass in den letzten Stunden vor der Wahl keine politische Diskussion mehr stattfinden darf.</p>
<p>Zudem, so die französische Wahlkommission, enthalte der Leak falsche oder zumindest auf die Schnelle <a href="https://www.theguardian.com/world/2017/may/06/french-warned-not-to-publish-emmanuel-macron-leaks" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht überprüfbare Informationen</a>. Das ist zweifellos richtig. In dem gigantischen Datenpaket finden sich sogar Dokumente, die Macron gar nicht direkt betreffen. Andere bedürfen einer wochen- oder gar monatelangen Recherche, um die Relevanz und den Wahrheitsgehalt zu überprüfen.</p>
<h3>Ein taktisch günstiger Moment?</h3>
<p>Was also bezweckte dieser Leak – und warum wurde er so kurz vor der Wahl an die Öffentlichkeit gebracht, obwohl der dahinter stehende Hackerangriff wahrscheinlich bereits Anfang April erfolgte?</p>
<p>Die wahrscheinlichste Antwort lautet, dass es sich um eine taktische Entscheidung von Leuten handelte, die Macron nicht gerade wohl gesonnen sind. Auch und gerade, wenn der Leak wenig inkriminierendes Material hergibt, stiftet seine Präsentation so kurz vor der Wahl und ohne Möglichkeit zur Stellungnahme reichlich Verwirrung. Dass Macron sich – wie viele andere Akteure in Zeiten des Internet – bereits zuvor mit <a href="http://www.netzpiloten.de/vertrauen-gegen-fake-news/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fake News</a> und Desinformation herumschlagen musste – so wurde ihm ohne belastbare Anhaltspunkte Steuerhinterziehung unterstellt – macht dieses Szenario noch wahrscheinlicher.</p>
<p>Rund um die Vorfälle entwickelten sich schnell allerhand abstruse Theorien. Gerade über die Rolle der Russen wurde hitzig diskutiert. In vielen Fällen waren die vertretenen Thesen wohl eindeutig ins Reich der <a href="http://www.netzpiloten.de/warum-verschwoerungstheorien-der-wahrheit-oft-im-weg-stehen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verschwörungstheorien </a>einzuordnen. Für eine sachliche politische Diskussion sorgte all das nicht gerade.</p>
<h3>Kritisch bleiben – auch gegen Leaks</h3>
<p>Auch wenn der Ausgang der Wahl letztendlich nicht beeinflusst wurde, sind die Geschehnisse in Frankreich sowohl interessant als auch Besorgnis erregend. Klar ist: Leaks sind eine effektive Waffe gegen Machtmissbrauch und unangemessene Geheimnistuerei von Regierungen und anderen <a href="http://www.netzpiloten.de/nsa-leaks-whistleblower/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Führungspersönlichkeiten</a>.</p>
<p>Wie jedes Werkzeug kann allerdings auch dieses missbräuchlich eingesetzt werden. Genau das ist wohl im vorliegenden Fall geschehen. Wo Leaks nicht mehr der Suche nach der Wahrheit, sondern im Gegenteil nur noch der Desinformation und dem Anschwärzen missliebiger Personen dienen, verfehlen sie ihren eigentlichen Zweck meilenweit. Das müssen wir anprangern.</p>
<p>Der Fall Macron zeigt, wie wichtig es ist, Nachrichten kritisch zu hinterfragen und angeblichen Leaks ebenso wie jeder anderen Information zunächst mit Skepsis zu begegnen. Medienkompetenz war nie schwerer – doch sie war auch nie wichtiger.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="big">Dies ist ein Crosspost von netzpiloten.de. Der Artikel ist zuerst <a class="external" href="http://www.netzpiloten.de/leaks-fake-news-frankreich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen.</p>
<p class="big">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/Elionas2-1238490/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1463478">Elionas2</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1463478">Pixabay</a>  <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
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		<title>Datenbasierter Wahlkampf: Was ist drin?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thibaud Saint-Viteux]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 15:16:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Haustür-Wahlkampf]]></category>
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		<category><![CDATA[Macron]]></category>
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					<description><![CDATA[Tür-zu-Tür-Wahlkämpfe gelten als effektives Mittel der Wahlwerbung: Wie nicht nur die Kampagnen vor der Präsidentschaftswahl in den USA zeigen, sondern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="document-page">
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<p class="text-wrapper user-select-text"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/LMP_Web-app_Berlin.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-150745" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/LMP_Web-app_Berlin-630x394.png" alt="lmp_web-app_berlin" width="630" height="394" /></a>Tür-zu-Tür-Wahlkämpfe gelten als effektives Mittel der Wahlwerbung: Wie nicht nur die Kampagnen vor der Präsidentschaftswahl in den USA zeigen, sondern auch immer mehr Wahlkämpfe in Frankreich und Deutschland. Doch wie effektiv sind solche Tür-zu-Tür-Wahlkämpfe, was bringen und was kosten sie?</p>
<p class="text-wrapper user-select-text">Im Interview erläutert Guillaume Liegey, CEO des Start-ups Liegey Muller Pons, wie seine Firma datengestützte Haustürwahlkämpfe organisiert und was man mit datenbasierten Kampagnen erreichen kann.</p>
<h3>Durch Daten an die richtige Haustür</h3>
<p><b>Herr Liegey, Ihre Firma LMP entwickelt datengestützte Haustürkampagnen. Wie funktioniert das?</b></p>
<p>Wir stellen Daten und die benötigte Technologie für einen datenbasierten Wahlkampf bereit. Dabei ermitteln wir zunächst, in welchen Wahlbezirken sich ein Tür-zu-Tür-Wahlkampf besonders lohnt und koordinieren die Arbeit der Freiwilligen dann per App. So können die Wahlkämpfer ihre Zeit und ihr Geld effizienter einsetzen.</p>
<p><b>Warum sind Daten für einen Tür-zu-Tür Wahlkampf wichtig? </b></p>
<p>Im Wahlkampf hat man immer zu wenig Zeit und Geld. Deswegen muss man zielgerichtet arbeiten, sowohl bei Facebook-Werbungen, auf Twitter, in persönlichen Treffen und eben auch beim Tür-zu-Tür Wahlkampf. Bei letzterem geht es darum, in die Wahlbezirke zu gehen, wo man am meisten bewirken kann, wo viele unentschlossene oder Nicht-Wähler zu finden sind. Dabei sind Roh-Daten alleine nichts wert. Die Kombination aus Daten, der Technologie und den Menschen ist das, was einen guten Wahlkampf auszeichnet.</p>
<h3 style="text-align: right;"><div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Guillaume-Liegey_Photo-536x800.jpg"><img decoding="async" class="  wp-image-150749 aligncenter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Guillaume-Liegey_Photo-536x800.jpg" alt="guillaume-liegey_photo-536x800" width="160" height="239" /></a><strong>Guillaume Liegey</strong>, Mitgründer und CEO von LMP, einem Unternehmen für Wahlkampagnen- und Daten-Technologie, ehemaliger Kampagnen-Leiter bei François Hollandes Präsidentschafts-Wahlkampf</div></div></h3>
<p><b>Welche Daten nutzen Sie?</b></p>
<p>Wir führen die frei verfügbaren demographische Daten, die Ergebnisse der letzten Wahlen und aktuelle Umfragen zusammen und erstellen anhand dieser Datenbank Prognosen für die einzelnen Wahlbezirke. So kommen wir zu einer Einschätzung, in welchen Wahlbezirken sich ein Tür-zu-Tür-Wahlkampf lohnt &#8211; und wo die Wahlkämpfer besser fernbleiben sollten.</p>
<p><b>Um welche Wählergruppen geht es im Haustürwahlkampf: um Nachbarschaften mit vielen Nichtwählern oder um Nachbarschaften mit vielen unentschlossenen Wählern?</b></p>
<p>Das hängt vom Kandidat, der Partei und dem Typ des Wahlkampfs ab. Wir erstellen beispielsweise die Prognose “In diesem Wahlbezirk gibt es 10% potenzielle Nichtwähler”. Oder “in jenem Wahlkreis gibt es viele Wähler, die sicher wählen, aber unentschlossen sind, wen sie wählen”. Und dann versuchen wir diese Personen zu überzeugen. Deswegen ist die Strategie, potenzielle Nichtwähler zu mobilisieren und unentschiedene Wähler zu überzeugen.</p>
<p><b>Die Wahlkämpfer haben also verschiedene Ansätze je nach Typ des Wahlkampfes und Typ des Wählers?</b></p>
<p>Genau. Im Training lernen sie durch Simulationen, wie sie mit verschiedenen Wählern sprechen. Es gibt drei Fälle. Wir versuchen jede Person, die wir treffen, einen Schritt höher auf der Leiter des Engagements zu bringen. Vom Nichtwähler zum Wähler, vom Wähler zum Unterstützer, und vom Unterstützer zum Freiwilligen.</p>
<p><b>Was für ein Training bekommen die Freiwilligen?</b></p>
<p>Das Training ist sehr ähnlich zu dem der Obama-Kampagne in 2008, wo ich als Freiwilliger mit dabei war. Wir haben beispielsweis and viele Türen im <i>Swing State</i> New Hampshire geklopft, dabei viel gelernt und diese Methode adaptiert. Der Training ist sehr praxisbezogen und hat zwei Dimensionen: die Simulation mit den unterschiedlichen Bürgern, und das Kommunikationstraining, bei dem die Freiwilligen lernen auf einer mehr persönlichen und weniger theoretischer Ebene zu sprechen. Bei jemandem der sich von der Politik verlassen fühlt, sollte man keine eine abstrakte Rede über Steuergerechtigkeit halten, sondern lieber eine persönliche Geschichte erzählen, die an den Bürger appelliert.</p>
<h3>&#8220;3-5 Prozent zusätzlich&#8221;</h3>
<p><b>In der letzten Zeit wurde viel darüber diskutiert, welchen Einfluss Datenauswertungen auf Wahlen haben. Wie effektiv ist denn die Nutzung von Daten, um wirklich zu einem Wahlsieg zu verhelfen?</b></p>
<p>Wir haben mittlerweile an über 200 Kampagnen gearbeitet, also haben wir natürlich schon Erfahrung darin gesammelt, wie wir den Effekt evaluieren können. Generell kann einem Kandidaten eine richtig gute Kampagne helfen, 3 bis 5 Prozent zusätzlich zu sammeln, aber nicht mehr. Der Einsatz lohnt vor allem bei Wahlen, wo die Kandidaten um die 5 Prozent auseinander liegen &#8211; das sind übrigens sehr viele Wahlen. Bei François Hollande haben wir zum Beispiel eine umfangreiche Auswertung des Effekts seiner Tür-zu-Tür Kampagne gemacht. Es gab 80.000 Helfer, die an 5 Millionen Türen geklopft und so 280.000 Stimmen gesammelt haben. Er hätte wahrscheinlich auch ohne diese Stimmen gewonnen, aber so hatte er eben einen größeren Abstand. Also jemand, der dir sagt “kauf das und du gewinnst die Wahl”, ist nicht seriös. Wenn er allerdings sagt “kauf das und du wirst eine bessere Kampagne haben”, dann stimmt das.</p>
<p><b>Wie teuer ist ein Tür-zu-Tür Wahlkampf?</b></p>
<p>Generell kosten unsere Technologie und Daten für eine Tür-zu-Tür Kampagne zwischen 5 &#8211; 10 Prozent des Kampagnen-Budgets. Für eine französische Präsidentschaftskampagne liegt das Budget bei etwa 20 Millionen, also kostet unsere Arbeit in diesem Falle zwischen ein und zwei Millionen Euro. Dabei bleibt zu bedenken, dass ein Tür-zu-Tür-Wahlkampf im Vergleich zu anderen Kampagnen sehr effektiv ist.</p>
<p><b>Wie schätzen Sie den Datenschutz in Frankreich ein?</b></p>
<p>Ähnlich hoch wie in Deutschland, da sind wir sehr stolz drauf. Besonders bei persönlichen Daten, wenn es darum geht herauszufinden, welche politischen Präferenzen die Bürger haben ist Deutschland ebenfalls sehr strikt. Außerdem kann man in Frankreich nicht einfach so Emails an Leute schicken, ohne dass diese vorher zugestimmt haben. Solche Regelungen gibt es auch in Spanien und Italien &#8211; die UK ist anders, dort gelten großzügigere Regeln, ähnlich wie in den USA.</p>
<p><b>Mit Emmanuel Macron haben sie die Bewegung &#8220;En Marche!&#8221; koordiniert. Was war dabei das Ziel?</b></p>
<p>Bei &#8220;En Marche!&#8221; gab es zwei Phasen. Unsere Firma hat Macron geholfen, seine Bewegung zu starten. Die zweite Phase ist der Wahlkampf für die Präsidentenwahl nächstes Jahr.</p>
<p>Macron hat bei null angefangen: Er hatte keine Mitglieder, keine Freiwilligen und keine Mandatsträger. Deswegen war sein erstes Ziel, mit den Bürgern zu sprechen und ihnen zuzuhören. Er wollte die Barrieren der traditionellen Politik brechen, und aus diesem Grund hat er eine Tür-zu-Tür Kampagne außerhalb des Wahlkampfs gestartet. Mit unserer Hilfe haben Macrons Freiwillige 25.000 Gespräche mit Bürgern geführt und an 200.000 Türen geklopft. 6.000 Menschen haben sich seitdem der Bewegung angeschlossen und Macron hat die Ergebnisse im September vorgestellt. Jetzt hat Macron seine Kandidatur für den Wahlkampf bekannt gegeben.</p>
<h3 style="text-align: right;"><div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/LMP_Mobile-app_1.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-150750  aligncenter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/LMP_Mobile-app_1-305x542.jpg" alt="lmp_mobile-app_1" width="185" height="329" /></a> App für die Wahlkämpfer  </div></div></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Welches Ziel will Macron bei der Wahl erreichen?</b></p>
<p>Macron will seine politische Stärke zeigen. Meiner Meinung nach ist es wirklich sein Ziel die Wahl jetzt zu gewinnen und nicht erst 2022. Dazu fängt er im Februar mit dem eigentlichen Präsidentschafts-Wahlkampf an. Ob er uns wieder engagieren wird, wissen wir noch nicht. Wir sind eine überparteiliche Firma, und unserer Ziel ist es, mit so vielen Parteien und Kandidaten wie möglich zu arbeiten, ausgenommen Rechtsextremisten und Populisten. Ich weiß noch nicht für wen, das diskutieren wir gerade, aber sehr wahrscheinlich für mehr als eine Partei.</p>
<p><b>Wird Ihre Firma auch bei der Bundestagswahl 2017 tätig?</b></p>
<p>Unsere Firma sitzt in Paris und London. Wir haben in über 10 europäischen Ländern schon bei verschiedenen Wahlkämpfen geholfen. Deutschland ist das nächste Ziel. Wir sind in Gesprächen und wollen bei der Bundestagswahl 2017 dabei sein.</p>
</div>
</div>
<p><em>Das Interview führten Elena Klaas und Thibaud Saint-Viteux.<br />
</em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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