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	<title>Mario Sixtus &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Mario Sixtus &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Ein neues Jahr &#8211; die gleichen Fragen &#8211; Digitale Presseschau 1/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jan 2014 14:41:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wer dachte, dass es nach den Enthüllungen des letzten Jahres im NSA-Skandal nicht mehr schlimmer kommen könnte, lag leider falsch: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer dachte, dass es nach den Enthüllungen des letzten Jahres im NSA-Skandal nicht mehr schlimmer kommen könnte, lag leider falsch: Es kam schlimmer. Internetaktivist Jacob Applebaum brachte zum 30. Chaos Communication Congress Informationen mit, die belegen, dass die NSA unsere digitale Kommunikation praktisch vollständig überwachen kann. In einem Interview mit der Berliner Zeitung, spricht er über die neuesten Snowden-Enthüllungen. Partrick Beuth zieht in seinem Beitrag auf Zeit Online Konsequenzen aus der Übermacht der Geheimdienste. Außerdem in der Digitalen Presseschau: Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald definiert die Rolle des Journalisten und Aktivisten, die Sharing Economy nimmt neue politische und ideologische Dimensionen an und Googles Gesichtserkennung könnte weit mehr als nur ein Social-Media Gimmick sein.<br />
&nbsp;</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&amp;v=HIsSgLIw_1A" title="Interview mit Janina Sombetzki zu Roboterethik" width="840" height="630" src="https://www.youtube.com/embed/HIsSgLIw_1A?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p dir="ltr">Janina Sombetzki ist Philosophin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern wir etwas von Robotern über Menschen lernen und welche Verantwortung wir den intelligenten Maschinen in Zukunft übertragen können.</p>
<h3><a href="http://www.berliner-zeitung.de/spionage-skandal/jacob-appelbaum-zur-ueberwachung--eine-taktik-der-zersetzung-,23568638,25682272.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Im Auge der NSA</a></h3>
<p>Internetaktivist Jacob Applebaum ist vielen im Zusammenhang mit NSA-Whistleblower Edward Snowden bekannt. Trotz der teilweisen Verfolgung und Schikanen durch den amerikanischen Geheimdienst setzt er seine Arbeit im Berliner Exil fort. Im Interview mit der Berliner Zeitung spricht er über seine Erfahrungen mit der NSA und wie man deren Macht eingrenzen könnte.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2013-12/glenn-greenwald-journalismus-debatte/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Journalistischer Aktivismus?</a></h3>
<p>Geht es nach der Meinung von Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald sind Journalisten immer auch Aktivisten. Vor allem, da Journalisten eigentlich nie neutral sind und eine Meinung vertreten, das hat die Berichterstattung zum NSA-Skandal des Öfteren gezeigt. Doch so klar wie er diese Behauptung auf dem Chaos Communication Congress (30C3) präsentiert, so unklar sind die Standpunkte bei seinen Berufskollegen. Aus diesem Grund kommentieren die beiden ZEIT Online Redakteure Kai Biermann und Patrick Beuth die bereits seit langem währende Diskussion.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/shareconomy-der-terror-des-teilens-12722202.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teilen ist seliger denn besitzen</a></h3>
<p>Car-Sharing, Flat-Sharing, Self-Storage, File-Sharing usw. Die sogenannte Sharing Economy erlebt seit einigen Jahren eine Hochkonjunktur. Via Handy-App oder über den heimischen Rechner erscheint alles spielend einfach, doch haben die vielen Vorteile auch einen schalen Beigeschmack. In der Onlineausgabe der FAZ schreibt Autor Harald Staun über den Wechsel vom Einzelgänger-Kapitalismus zum Sharing-Kommunism.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-12/30c3-nsa-methoden/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die &#8220;Owner&#8221; des Internets</a></h3>
<p>Warum Hacker und Journalist Jacob Applebaum der “Stimmungskiller” des 30. Chaos Communication Congress war, beschreibt Patrick Beuth auf Zeit Online. Applebaum hatte neue Informationen von Edward Snowden veröffentlicht, welche Überwachungsfähigkeiten des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA dokumentierten, “die einem düsteren Hollywood-Film entsprungen sein könnten”. Die nun bekannt gewordenen Methoden zur Infiltration jeder erdenklichen Ebene des Internets, “dürften in Raffinesse und Umfang die Vorstellungskraft der meisten Menschen sprengen”, so Beuth. Die lähmende Gewissheit, dass Geheimdienste sich das Internet praktisch vollends zu eigen gemacht haben, verleihe so einer bereits bekannten Hacker-Forderung absolute Dringlichkeit, die letztlich einem Arbeitsauftrag an alle gleichkomme: &#8220;Wir müssen das Internet neu erfinden&#8221;.</p>
<h3><a href="http://future.arte.tv/de/cyborgs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsere Software ist frei </a></h3>
<p>Mario Sixtus leidet an einer milden Form von Gesichtsblindheit (Prosopagnosie) und erklärt auf ARTE Future, warum eine Gesichtserkennungsfunktion, wie jene, die bereits Google+ anbietet, seinen “Makel” ausgleichen könnte. Weil Google die großflächige Einführung von Gesichtserkennungssoftware und die Reaktionen von Datenschützern nicht verantworten wolle, arbeiteten nun andere Unternehmen an einer Software für Datenbrillen wie “Google Glass”, die Gesichter erkennen kann. Für Sixtus steht fest, dass die Einführung von Datenbrillen mit Gesichtserkennung Wirklichkeit werden, ganz unabhängig von etwaigen Konsequenzen und dem gesellschaftlich &#8220;Wünschenswerten&#8221;. Letztlich verhalte es sich mit Software wie mit Gedanken: “Sie sind frei, man kann sie nicht verbieten”, resümiert Sixtus.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Journalismus hat andere Probleme. Blogger gehören nicht dazu&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Sixtus]]></category>
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					<description><![CDATA[<span class="fett">Der
elektrische Reporter Mario Sixtus outete sich am Dienstag in der Blogsprechstunde
als digitaler Bohemien und riskierte die Einweisung in die Metaphernhölle.
Im Chat ging es um Journalismus und Blogs, freies Arbeiten und das
nächste große Ding im Internet.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fett">Der<br />
elektrische Reporter Mario Sixtus outete sich am Dienstag in der Blogsprechstunde<br />
als digitaler Bohemien und riskierte die Einweisung in die Metaphernhölle.<br />
Im Chat ging es um Journalismus und Blogs, freies Arbeiten und das<br />
nächste große Ding im Internet.</span><!--break--></p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich willkommen zum Chat<br />
mit Mario Sixtus. Dies ist ein moderierter Chat, es geht gleich<br />
um 16 Uhr los. Sie können gerne schon jetzt Ihre Fragen stellen.<br />
Wir werden versuchen, sie bis 17 Uhr zu beantworten. Viel Spaß<br />
beim Chat!
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Ping!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Mario Sixtus chattet mit uns aus Düsseldorf. Der<br />
elektrische Reporter ist also schon im Chat, die User sind auch<br />
in den Startlöchern&#8230; Okay, Startschuss. Herr Sixtus, kann<br />
es los gehen?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Klar!
</p>
<p>
<b>herbert:</b> Wollen Sie als elektrischer Reporter<br />
den rasenden Reporter wieder aufleben lassen?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Ich wollte vor allem mal was mit Video machen. In<br />
den letzten Jahren hatte ich die Tastaturarbeit ein wenig übertrieben<br />
und wollte mal ein wenig raus zu den Menschen.
</p>
<p>
<b>SchwarzerPeter:</b> Wenn du in klassischen Medien<br />
arbeitest, schreibst du da anders als im Blog?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Auf jeden Fall. Ich bemühe mich eigentlich sogar,<br />
in einer Fachzeitschrift anders zu schreiben, als beispielsweise<br />
in einer Tageszeitung. Man spricht halt andere Leute an.
</p>
<p>
<b>bufdi:</b> Der letzte Artikel auf Ihrer Seite ist<br />
von Mai 2006! Wann gibt es neuen Stoff?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Was mir noch aufgefallen ist: Ich schreibe auch in<br />
meinem Blog anders, seit ich weiß, dass es viele meiner Kunden<br />
lesen. Ja, ich hinke etwas hinterher mit der Aktualisierung&#8230; (schäm).<br />
Ich stelle demnächst wieder ein paar Texte ein.
</p>
<p>
<b>liebling:</b> Wäre es nicht viel einfacher, fest<br />
angestellt in irgendeiner Redaktion zu sein? Ich schätze, Ihr<br />
Job ist ziemlich stressig!
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Hmmm&#8230; Das ist sicherlich eine Mentalitätsfrage.<br />
Ich liebe die Freiheit als Freier. Zum Beispiel, was die Arbeitszeiten<br />
angeht. Ich arbeite oft bis in die Nacht und schlafe dann dementsprechend<br />
lange. Das geht in einer Redaktion kaum. Außerdem hasse ich<br />
Meetings und Konferenzen. Zeitfresser sind das 😉
</p>
<p>
<b>tamtam:</b> Ich glaube &quot;liebling&quot; möchte<br />
wissen, ob Sie ein digitaler Bohemien sind?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Sagen wir mal: Wenn man mich so nennen würde,<br />
wäre ich nicht beleidigt.
</p>
<p>
<b>crazyhorse:</b> Don Alphonso hat Sie mal als Web-Esoteriker<br />
verunglimpft. Wie gehen Sie damit um?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Ist doch nett. Aber von Don Alphonso beschimpft zu<br />
werden, gehört einfach dazu.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Also zum Thema &quot;Esoteriker&quot;:
</p>
<p>
<b>six_feet_under:</b> Was wird das nächste große<br />
Ding im Internet?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Mit Esoterik habe ich allerdings überhaupt nichts<br />
am Hut. Derzeit laufen eine Menge Entwicklungen in Sachen Online-Identität.<br />
Das beginnt mit Single-Sign-In-Lösungen, bei denen man sich<br />
nicht mehr auf jeder Plattform mit Username/Passwort anmelden muss.<br />
Und geht weiter bis zur Authentifizierung bei Banken oder ähnlichem.<br />
Ich denke, solche Systeme werden das Netz, wie wir es jetzt kennen,<br />
radikal verändern. Ob man das will oder nicht, steht noch zur<br />
Diskussion.
</p>
<p>
<b>Fragesteller:</b> Können Sie sich vorstellen,<br />
auch andere Themen in ihrem elektrischen Reporter aufzunehmen? Also<br />
weg von reinen Internetthemen?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Fußball? 😉
</p>
<p>
<b>haarmonika:</b> Dein neustes Video vom elektronischen<br />
Reporter handelt ja von Netzneutralität &#8211; glaubst du, die Telekommunikationskonzerne<br />
werden ihre Androhungen verwirklichen? Gehen dann nicht die Blogger<br />
unter?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Ich finde, das, was das Netz in unserer Gesellschaft<br />
an Veränderungen auslöst, ungemein spannend. Daher werde<br />
ich mich noch eine Weile darauf konzentrieren.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Ich war gerade wohl zu schnell mit der neuen Frage,<br />
Entschuldigung! Vielleicht jetzt zu haarmonika?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Netzneutralität ist eine ungemein heikle Sache:<br />
Ich singe da mit David Weinberger im Chor: Den Telcos darf man die<br />
Netzstandardisierung nicht überlassen. Momentan kann jeder,<br />
der Lust und Zeit hat, beispielsweise ein Videoblog starten und<br />
er geht mit (quasi) den gleichen Bedingungen an den Start wie ein<br />
TV-Sender, der im Web aktiv ist. Dem Netz ist es momentan noch egal,<br />
woher die Daten kommen. Sollte zwischen Großen und Kleinen<br />
unterschieden werden, wie das einige Telcos planen, wäre das<br />
Netz nicht mehr das, was es jetzt ist.
</p>
<p>
<b>Citoyen:</b> Wieso wird in Deutschland so wenig politisch<br />
gebloggt? Warum sind die Zahlen in anderen Ländern wie USA<br />
oder in Frankreich soviel höher? Ihre Einschätzung, bitte.
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Gute Frage. Darüber habe ich schon oft mit vielen<br />
Leuten diskutiert und wir sind zu keiner befriedigenden Antwort<br />
gekommen. Einige Vermutungen: In Frankreich oder den USA herrscht<br />
eine andere Gesprächs- und Debattenkultur. In Deutschland hält<br />
man mit seiner Meinung lieber hinterm Berg. Aus Angst, der Chef<br />
könnte einen lesen oder so. Wie gesagt: Eher eine Vermutung.<br />
Unabhängig davon ist das Interesse an Politik in Deutschland<br />
nicht sonderlich groß.
</p>
<p>
<b>tassilo:</b> Welcher Gast hat sie als elektrischer<br />
Reporter am meisten beeindruckt?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Wahrscheinlich Brewster Kahle vom Internet-Archiv.<br />
Der Mann ist überzeugt davon, das Wissen der Welt für<br />
alle Menschen gratis zugänglich machen zu können. Er schwärmt<br />
mit leuchtenden Kinderaugen von der Vorstellung, im Netz Bücher<br />
zu veröffentlichen, die man ausdrucken und so in die entlegensten<br />
Winkel der Welt bringen kann. Toller Typ mit großer Vision.
</p>
<p>
<b>redundant:</b> Gab es eigentlich mal ein Promi-Interview,<br />
bei dem der Interviewte richtig schwierig und zickig war?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Bislang eigentlich nicht. Ich spreche Interviews<br />
ja vorher ab und wenn mein potenzieller Gesprächspartner mir<br />
zu zickig erscheint, dann verliere ich die Lust und lass es lieber.<br />
Ich habe ja keine Publikationspflicht :-). Organisatorisch am schwierigsten<br />
war sicherlich Marissa Mayer von Google. Die hat schon einen gewissen<br />
Popstar-Status und ist recht schwierig vor die Kamera zu bekommen.<br />
Beim Interview war sie aber professionell freundlich.
</p>
<p>
<b>dastz:</b> Wieviel Aufwand bereitet eine elektrische<br />
Reporter-Sendung?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Das möchte ich lieber nicht zusammenrechen.<br />
Dann käme ich wahrscheinlich auf den Stundenlohn eines Straßenmusikers<br />
:-). Ernsthaft: Es ist recht viel Arbeit, alles alleine zu machen,<br />
von der ersten Kontaktaufnahme über die ganze Produktion, bis<br />
zum Konvertieren und Uploaden.
</p>
<p>
<b>nolookpass:</b> Sind Sie ein Einzelkämpfer oder<br />
könnten Sie sich vorstellen, mal eine Art elektrische Reportergruppe<br />
aufzuziehen?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Aber wie viele Stunden? Keine Ahnung. Ach, ich arbeite<br />
gerne alleine, aber im Team wäre auch okay. Hmmm&#8230; Elektrische<br />
Reportergruppe: Gute Idee!
</p>
<p>
<b>Citoyen:</b> Gibt es eigentlich den elektrischen Reporter<br />
auch bald in Second Life?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Das ist ein Zeitproblem. Die Idee hatten wir auch<br />
schon, aber die Videos einfach dort zu streamen, finde ich als Idee<br />
nicht so knackig. Wenn, dann müsste man auch ab und an vor<br />
Ort sein &#8211; und dafür fehlt mir einfach die Zeit.
</p>
<p>
<b>Sarah G.:</b> Wie unabhängig sind Blogger, die<br />
unter der Schirmherrschaft eines etablierten Medienhauses wie Handelsblatt.de<br />
vloggen?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Ich bin redaktionell weitgehend unabhängig.<br />
Ich informiere die Redaktion zwar ab und an darüber, was ich<br />
demnächst vorhabe, aber letztlich entscheide ich selbst, was<br />
ich mache und was nicht. Es gibt auch keine Abnahme. Wenn ich einen<br />
Film fertig habe, stelle ich ihn online. Bislang hat das sehr gut<br />
funktioniert.
</p>
<p>
<b>Cardine:</b> Glaubst du, dass die traditionelle Tageszeitung<br />
noch lange leben wird? Sogar die New York Times hatte doch sogar<br />
letztens große Probleme, wenn ich mich richtig erinnere.
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Bedrucktes Papier zu verkaufen, ist sicherlich kein<br />
Geschäft mit Zukunft. Ich denke, wer den Sprung ins Netz nicht<br />
schafft oder nur halbherzig vollzieht, wird ernsthaft Probleme bekommen.
</p>
<p>
<b>danman2:</b> Geht von den vielen Amateurreportern<br />
nicht eine Gefahr für die professionellen Journalisten aus?<br />
Leidet insgesamt die journalistische Qualität?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Aaalso&#8230; Die journalistische Qualität leidet<br />
vielerorts derzeit sowieso schon. Aber das hat andere Gründe.<br />
Mangelnde Trennung von PR und Nachricht, Druck der Anzeigenabteilung<br />
auf die Redaktion, Budgetmangel et cetera. Blogger sind in keinster<br />
Weise eine Gefahr für den Journalismus. Sie nehmen aber natürlich<br />
in der Summe Online-Magazinen einiges an Leserschaft weg. Aber:Man<br />
darf sich auch fragen, wie groß der Anteil des Journalismus<br />
am Medienaufkommen derzeit überhaupt ist? Wenn man sich in<br />
einem Zeitschriftenladen umschaut, sieht man gefühlte 98 Prozent<br />
Promi-Klatsch, den Journalismus muss man ja suchen. Im TV sieht<br />
es ähnlich aus und vom Radio sprechen wir am besten überhaupt<br />
nicht. Der Journalismus hat andere Probleme. Blogger gehören<br />
nicht dazu.
</p>
<p>
<b>punjabi:</b> Welches Online-Angebot großer Zeitungen<br />
finden Sie denn persönlich am besten &#8211; unabhängig von<br />
Ihren beruflichen Tätigkeiten? Spiegel? Oder gibt es bessere<br />
Beispiele?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Ich müsste jetzt ja <a href="http://www.handelsblatt.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Handelsblatt.com</a><br />
sagen ;-). Sage aber <a href="http://www.zeit.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zeit.de</a>. Gefällt<br />
mir sehr gut, der Mix aus Nachrichten und längeren Artikeln.<br />
Die Frage musste kommen&#8230;Moment&#8230;Telefon&#8230; just a sec!
</p>
<p>
<b>Danman2:</b> Na, das ist live! Handy aus in der Schule!
</p>
<p>
<b>Tollpatsch:</b> Welche Blogs liest Du am liebsten?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b><a title="wirres" name="wirres"></a> Okay. Wieder da. An deutschen Blogs<br />
lese ich so das Übliche, <a href="http://www.spreeblick.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spreeblick</a>,<br />
<a href="http://www.wirres.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wirres</a> und Konsorten halt. Aber<br />
die meisten Blogs, die ich im Feedreader habe, sind von US-Bloggern<br />
aus dem Technologie- oder Mediensektor:<br />
<a href="http://www.thepomoblog.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.thepomoblog.com/</a><br />
<a href="http://www.unmediated.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.unmediated.org/</a><br />
<a href="http://www.yelvington.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.yelvington.com/</a><br />
<a href="http://www.hyperorg.com/blogger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.hyperorg.com/blogger/</a><br />
<a href="http://www.lostremote.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.lostremote.com/</a><br />
Noch mehr?<br />
<a href="http://radar.oreilly.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://radar.oreilly.com/</a>
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das sind doch schon gute Tipps!
</p>
<p>
<b>danman2:</b> Wird es reine Blogbündelungsmedien<br />
geben, die Portale wie zum Beispiel Spiegel.de mit zentralisierten<br />
Redaktionen et cetera Konkurrenz machen?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Blogbündelungsmedien&#8230; Was<br />
ein Wort! Mal abwarten. <a href="http://www.techmeme.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Techmeme.com</a><br />
ist zum Beispiel ein interessanter Ansatz. Die bündeln Postings<br />
nach Verlinkung, aber auch thematisch. Da wird sicher noch einiges<br />
kommen. Ob das den Nachrichtenportalen aber die Butter vom Brot<br />
nehmen wird, ist eine andere Frage. Ich denke, es ist viel Butter<br />
da und es wird immer mehr. Die langt für viele unterschiedliche<br />
Brote &#8211; und dafür komme ich jetzt in die Metaphernhölle.
</p>
<p>
<b>Heintje:</b> Auf Ihrem Blog setzen Sie freiwillig<br />
<a href="http://www.plazes.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">plazes.com</a> an, also eine Landkarte,<br />
auf der jeder sehen kann, wo Sie sich gerade befinden &#8211; stört<br />
es Sie nicht, dass Sie jetzt von überall kontrolliert bzw.<br />
überwacht werden können?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Der Plazer, also die Software auf meinem Notebook,<br />
die den jeweiligen Ort angibt, läuft nicht automatisch, sondern<br />
wird von mir getriggert. Ich bin also nur dort sichtbar, wo ich<br />
es zulasse. Das ist eigentlich das Gegenteil von Überwachung.<br />
Ich entscheide, wo ich mich sehen lasse.
</p>
<p>
<b>Peter23:</b> Sie haben gerade den Podcast-Award gewonnen.<br />
Was bedeutet das für Sie? Mehr Geld oder mehr Anerkennung?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Letzteres. Preise bekommen ist natürlich toll<br />
&#8211; vor allem, weil meine Frau eine Schwäche für Preisverleihungen<br />
hat. Aber generell: Wenn man wahrgenommen wird, mit dem, was man<br />
macht und auch noch ausgezeichnet, ist das schon klasse.
</p>
<p>
<b>luigi:</b> Woher kommen diese Schwarzweißbilder<br />
in Ihren Videos?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Die Hintergründe stammen allesamt aus dem Bewegtbildarchiv<br />
von Archive.org. Dort liegen tausende von Filmen, die rechtefrei<br />
sind. Ich lade mir immer ein paar Stunden SciFi aus den 40ern herunter<br />
und schnipsele dann ein paar Sekunden Hintergrund heraus. Das nochmal<br />
zum Thema: Wie viel Arbeit.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> So, die Zeit ist auch schon fast um. Ein Schlusswort<br />
noch?
</p>
<p>
<b>Mario Sixtus:</b> Prost!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das war die Blogsprechstunde mit Mario Sixtus. Vielen<br />
Dank fürs Mitchatten. Nächste Woche von 16 bis 17 Uhr<br />
ist Katharina Borchert, Onlinechefredakteurin der Westdeutschen<br />
Allgemeinen Zeitung und bekannt als Lyssa, im Chat. Wie immer von<br />
16 bis 17 Uhr auf politik-digital.de und auf blogpiloten.de.
</p>
<p>
<b>danman2:</b> Ein ähnlich schönes Schlusswort<br />
wie letzte Woche!
</p>
<p class="normal">
&nbsp;</p>
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