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	<title>Marktforschung &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Internet der Dinge – Teil 2: Intelligentes Shopping</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2014 14:33:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Haben Sie sich schon mal bei Starbucks so richtig verloren gefühlt? Bei McDonald&#8217;s, Karstadt? Die Rettung naht! Punktgenaue Ortung durch Navigationsanker ist ein weiterer Baustein im Internet der Dinge. Und darum auch in unserer Sommerreihe. Die Frage bleibt nur: Wer steuert hier eigentlich wen?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Entwicklung technischer Geräte hat seit jeher  vor allem immer auf eines abgezielt: das tägliche Leben bequemer, effizienter und schneller zu machen. Konsequent zu beobachten ist das am Smartphone, das inzwischen zum täglichen Begleiter der Mehrheit aller Deutschen geworden ist: Es ersetzt nicht nur Karte, Kompass, Computer und Kontoauszug, sondern längst auch Fotoapparat und MP3-Player.<br />
Immer weniger Alltagsgegenstände scheinen eine eigene Daseinsberechtigung zu haben, wenn das, was früher einmal nicht mehr als ein Handy war, doch letztlich alles in einem ist. Viel scheint es nicht mehr zu integrieren zu geben, und spätestens mit Apples iBeacon-Technologie verschafft sich ein neuer Trend Raum: die Effizienzsteigerung des eigenen Verhaltens.<br />
Man könnte auch sagen: Wenn keine Mühen mehr übrig bleiben, die uns durch unsere vernetzten Begleiter abgenommen werden können, dann müssen eben neue Erleichterungen erfunden werden:  Mein Handy hilft mir einkaufen. Aber was kommt da noch, mit einer Technik, die in der Lage ist, mich bis auf Zentimeter genau zu orten?<br />
Die Firma Apple genießt einen geteilten Ruf: innovativ, schick, teuer und sehr verschlossen in puncto Interna und neue Produkte. Doch obwohl Apple-Nutzer schon seit drei Jahren mit kompatiblen Geräten ausgestattet werden, hat der Konzern die iBeacons-Technologie besonders erfolgreich aus dem öffentlichen Fokus rausgehalten – aus gutem Grund.</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?<b>    </b></h3>
<p>Weder die Idee noch die Technik ist grundlegend neu, es wird nur feiner: Es geht darum, Menschen auch in geschlossenen Räumen exakt zu orten – und zu steuern.<br />
In der Apple-Version ist die Technik als „iBeacon“ registriert, zu Deutsch „Leuchtfeuer“. Sie basiert auf der <a href="http://www.heise.de/mac-and-i/artikel/iBeacons-statt-NFC-2140159.html?artikelseite=1">Bluetooth Low Energy (BLE) Technologie</a>, die das Problem der „indoor navigation“ löst: GPS verliert in geschlossenen Räumen schnell die Verbindung und kann den Nutzer schon mal zwei Meter weiter links positionieren als geplant. Die Alternative über W-LAN belastet die Smartphone-Batterie. Und die konkurrierenden Hersteller von Android-Geräten haben mit ihrem <a href="http://t3n.de/news/apple-ibeacon-nfc-499992/">Versuch</a> auf dem Gebiet mittels NFC nicht unbedingt glanzvoll vorgelegt.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Jonathan-Nalder-4.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-140964 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Jonathan-Nalder-4-630x421.jpg" alt="Jonathan Nalder 4" width="315" height="210" /></a>In diese Lücke stößt nun Apple und verspricht Abhilfe: Festinstallierte Sender (Beacons), klein, günstig, schlichtes Design, funken ein monotones Bluetooth-Signal, das von kompatiblen Apple-Geräten empfangen werden kann, vorausgesetzt die entsprechende App ist installiert und aktiv. Das Smartphone kombiniert die Signalstärke aller Beacons, in deren Reichweite es sich befindet, und ist so in der Lage, die Position des Nutzers zu bestimmen. Beacons dienen also als Navigationsanker, die die Position eines Endgeräts bestimmen helfen – oder genauer: die seines Benutzers. Auf Zentimeter genau.<br />
Alle Apple-Produkte seit 2011 sind mit Bluetooth 4.0 ausgestattet und somit prinzipiell in der Lage, diese Technik zu nutzen. Mit seinem aktuellen Betriebssystem (iOS 7) hat Apple zwar eine ganze Palette kompatibler Geräte. Die Sender allerdings werden aktuell noch von Drittherstellern bezogen, erst in den letzten Wochen wurden <a href="http://www.techradar.com/news/computing/apple/apple-is-working-on-its-first-ibeacon-hardware-but-what-could-it-be--1257095">Gerüchte</a> laut, Apple steige selber in die Hardware-Produktion ein.</p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Für bestimmte Personengruppen kann die Technik natürlich sehr sinnvoll sein: Wenn der Aufenthaltsort von Menschen exakt bestimmt werden kann, sind Navigationssysteme für blinde oder sehbehinderte Menschen denkbar, der Blindenhund würde überflüssig.<br />
Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten, die aktuell diskutiert werden, ist jedoch ungleich größer: im Museum zielgenau zum Bild des Lieblingsmalers navigiert werden, dazugehörige Informationen können mit dem Smartphone gleich mit abgerufen werden. Auf der Business-Messe ohne Umwege die Gesprächspartnerin finden. Im Flughafen vom eigenen Handy zum Gate gebracht werden, mitsamt dem Hinweis: „Jetzt Bordkarte und Reisepass bereit halten!“.<br />
Während viele dieser Einsatzmöglichkeiten das Leben tatsächlich im oben genannten Sinne erleichtern könnten, hat Apple als großen Abnehmer aber ganz andere Branchen ausgemacht: den <a href="http://www.ibeaconsblog.com/">Einzelhandel und die Werbeindustrie</a>. In einer unselig scheinenden Verbindung.<br />
In den USA lassen sich hierfür schon Beispiele finden. Das Edelkaufhaus Macy’s in New York hat die Einsatzgebiete bereits getestet: Beim Betreten des Ladens wird der potentielle Kunde auf das Sonderangebot hinten links aufmerksam gemacht. Und darauf, dass zu diesen Schuhen der Schal aus dem Erdgeschoss besonders gut passt. Die Anprobe wird überflüssig: Mein Handy hat schon mal für mich ausgerechnet, wie ich in diesem Hemd aussehe. Und bezahlen? Das wird im Vorbeigehen erledigt, weil mein Smartphone registriert, dass ich in mich in der „Sale Zone“ befinde, die mit der profan analogen Kreditkarte verbunden ist. So werden auch gleich heiß begehrte Bonuspunkte addiert. Vielen Dank für ihren Einkauf, bis zum nächsten Mal.<br />
Apple probiert diese Version der  Kundenbindung seit einiger Zeit auch in den eigenen Verkaufsstellen: „<a href="http://www.idownloadblog.com/2013/12/06/a-mixed-experience-with-ibeacon-at-the-apple-store/">Welcome to the Apple Store. Find out how to make the most of your visit today.</a>” erscheint auf dem Display des gewillten Kunden.<br />
Es zeigt sich, dass die Frage nach der Zukunft dieser Technik zwischen den Polen „Blindennavigation“ und „Push-Werbung“ wohl eher damit zu beantworten sein wird, wer am meisten Geld in ihre Weiterentwicklung investiert. Das US-amerikanische Marktforschungsinstitut <a href="https://www.abiresearch.com/press/ibeaconble-beacon-shipments-to-break-60-million-by">ABI Research</a> wagt hier einen Ausblick, der skeptisch stimmt: Als größter Markt werden die Werbung, das vernetzte Haus und „asset tracking“ genannt. Was bitte? Was mit der umschreibenden englischen Phrase (übersetzt etwa: Güternachverfolgung) gemeint ist, erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Denn wer könnte sich dafür interessieren, von wo nach wo ich mich bewege, in welchem Laden ich einkaufe, vor welchen Produkten ich am längsten stehen bleibe, wie schnell ich mich bewege? Selbst für alle, bei denen die NSA-Affäre keine nachhaltige Überwachungsparanoia hinterlassen hat, ist die Antwort so einleuchtend wie besorgniserregend: Es interessiert genau dieselben Produzenten, die die Technik momentan anwendbar machen – alle, die etwas zu verkaufen haben.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>Wenn das Reizwort „NSA“ schon gefallen ist, lautet der erste Einwand natürlich: Datenschutz. Produzenten und Anwender (Apple fällt wie erwähnt gleich in beide Kategorien) werden nicht müde zu <a href="http://radar.oreilly.com/2014/04/ibeacons-privacy-and-security.html?cmp=tw-na-confreg-home-sld14_solid_twitter_posts">betonen</a>, dass iBeacons und vergleichbare Geräte nur in der Lage seien zu senden, nicht aber zu empfangen. Dieser Einwand kann allerdings kaum überzeugen: Denn wenn der Sender meine Position nicht kennt, so errechnet mein Smartphone sie einfach anhand der empfangenen Signale. Und den Standort muss das Smartphone natürlich mit einem App-Händler in Echtzeit abgleichen – sonst erhalte ich die Benachrichtigung über das heutige Sonderangebot zu spät.<br />
Die Nutzung der so generierten Daten ist wie so oft ungewiss und von vielen Interessen geleitet. Für Optimisten hat der gläserne Kunde allerdings auch einen Vorteil: Wenn Bedürfnisse und Konsumgewohnheiten exakt vermessen werden können, so lautet das Argument, dann wird auch nur produziert, was gebraucht wird. Das klingt besonders gut mit dem Hinweis auf die Tonnen von Backwaren, die täglich weggeworfen werden, weil sie nicht gekauft werden. Ein wenig Nachdenken hilft aber auch hier: In den hochtechnisierten und -entwickelten Gesellschaften des Westens zielt Volkswirtschaft schon lange nicht mehr darauf ab, Bedürfnisse zu befriedigen, sondern diese in einer übersättigten Masse <i>überhaupt erst zu erzeugen</i>. Auch deswegen werden Werbeindustrie und Marktforschung Hauptinteressenten dieser Innovation sein.<br />
Und als Einschub muss hier erwähnt werden, dass die weggeworfenen Backwaren auch nicht  die Folge davon sind, dass Bäckereien nicht wüssten, dass das gesamte Sortiment nach 17 Uhr nicht mehr weggeht. Sondern davon, dass eben jene Werbeindustrie errechnet hat, dass Kunden keine halb leeren Regale mögen. Und kein Brot vom Vortag.</p>
<h3>Wohin geht der Trend?</h3>
<p>Der psychologisch vermessene Kunde wird also punktgenau mit Werbung versorgt, um ihn zu Käufen zu bewegen, die er andernfalls vielleicht nicht tätigen würde. Doch auch an anderer Stelle ist Freiwilligkeit ein heikles Thema: Kunden des Herstellers Apple wissen schon seit einiger Zeit, dass sich bestimmte Anwendungen auf ihren Geräten nicht löschen lassen. Umwerfende Technologie hat ihren Preis und zu dem gehört der App-Store eben dazu. Aber wohin geht hier der Trend? Wie viele Kunden könnte Apple wiederum verlieren, wenn die Nutzung von punktgenauen Ortungsdiensten nicht mehr Option, sondern Zubehör ist? Oder wenn Geräte überhaupt nicht mehr dazu gedacht sind, sie auch einmal auszuschalten?</p>
<h3>Je vernetzter das Leben, desto angreifbarer</h3>
<p>Hinzu kommt die Frage nach der Fälschungs- und Manipulationssicherheit. Der Charme von iBeacons liegt in Preis und Einfachheit: Das Einstiegsangebot „<a href="http://estimote.com/?gclid=CLrqtuTnxL8CFQ2WtAod_CUAiw">Developer Preview Kit</a>“ des Herstellers estimote verspricht drei Sender zum Preis von 99 Dollar. Die Batterien halten lange, es wird lediglich ein einziges Signal gesendet. Dieses wäre theoretisch aber auch per Hackerangriff einfach zu kopieren – und der Nutzer somit in die Irre zu leiten. Das wird besonders heikel, wenn mittels indoor navigation auch bargeldlose Bezahlvorgänge abgewickelt werden.<br />
Der Trend zum bargeldlosen Bezahlen, den Apple mit dieser Innovation ebenso vorantreibt, wird vielfach unter dem Aspekt diskutiert, dass er Sicherheit und Diebstahlschutz verspricht – Stichwort: bezahlen mit dem <a href="http://techcrunch.com/2014/07/12/money-at-our-fingertips/">Fingerabdruck</a>. Hier jedoch schließt sich der Kreis wieder zum Datenschutz: Denn wenn es für jeden Einkauf eine eindeutige persönliche Identifizierung braucht, dann „weiß“ jede Kasse am Ende des Tages nicht nur, wann etwas eingekauft worden ist, sondern auch von wem.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Das Fazit zur indoor navigation im Allgemeinen und der iBeacons-Technologie im Speziellen ist also ein geteiltes: Auch wenn jede Technik neue, faszinierende Möglichkeiten mit sich bringt und potentiell in der Lage ist, das Leben vieler Menschen positiv zu verändern, muss der Einsatz auch für den Hersteller immer rentabel sein: Hier können wir uns darauf einstellen, auf die bekannten Gesichter der Global Player zu treffen. Und dann muss immer die größte Sorge sein, was die Bloggerin Sarah Perez auf <a href="http://techcrunch.com/2014/07/08/in-five-years-ibeaconbluetooth-low-energy-device-market-to-reach-60-million-devices/">techcrunch</a> anspricht: Kann schwerfällige, analoge und vor allem nationale Gesetzgebung in der Lage sein, mit der Hochgeschwindigkeit von technischer Entwicklung mitzuhalten?</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt<br />
</a><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home<br />
</a><em>Teil 4:</em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Smart Cars</a></strong><br />
<em><strong>Teil 5: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Smart Country</strong></a><br />
<strong><em>Teil 6:</em> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/">Smart City</a></strong><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em></p>
<p>Titelbild: <a href="http://pixabay.com/en/black-icon-food-outline-symbol-29647/">Nemo</a><br />
Bild iBeacon Baum: <a href="https://www.flickr.com/photos/jnxyz/13570805343/in/photolist-i8sNUr-kZBpkM-mFdfkZ-mFdgDa-mFepFS-mFcVCt-mFdbBr-mFeuAG-o9xzAK-mFf7vN-nvbSKG-nfKb2c-nwYSE9-mFeQRS-mFcWH6-mFdd6R-mFdjxB-mFeVab-mFeS65-mFerd9">Jonathan Nalder </a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="378" height="66" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Internetnutzer in Schubladen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzkultur-mulrich_blogstudie_070314-shtml-2739/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Marktforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) In einer aktuellen Studie versuchen Kölner Marktforscher, Internetnutzer in Kategorien einzuteilen und zahlenmäßig zu erfassen. Internetnutzer lassen sich jedoch nicht so einfach in Schubladen stecken, findet Meike Ullrich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel) In einer aktuellen Studie versuchen Kölner Marktforscher, Internetnutzer in Kategorien einzuteilen und zahlenmäßig zu erfassen. Internetnutzer lassen sich jedoch nicht so einfach in Schubladen stecken, findet Meike Ullrich.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Der Begriff „Web 2.0“ für das Mitmach-Internet hat mittlerweile nicht nur den Einzug in traditionelle Medien gefunden, sondern beschäftigt auch zunehmend die Wissenschaft. Das Kölner Markt- und Meinungsforschungsinstitut<br />
                            <a href="http://www.result.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">result research</a> hat einen Versuch gestartet, das Phänomen „Web 2.0“ und seine Nutzer zahlenmäßig zu erfassen und zu kategorisieren. Die Ergebnisse in einer neuen<br />
                            <a href="http://www.result.de/studien/web-20-studie/uebersicht-der-studie.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> mit dem Titel „Web 2.0 – Begriffsdefinition und eine Analyse der Auswirkungen auf das allgemeine Mediennutzungsverhalten“ veröffentlicht.</p>
<p>Auch diese Studie beginnt mit der entscheidenden Frage: Was versteht man eigentlich unter Web 2.0? &#8211; Web 2.0 ist Mitgestaltung im Netz und öffentliche Kommunikation, so die einfache Antwort. Web 2.0 Angebote zeichnen sich typischerweise durch einen hohen Gestaltungsgrad bei der die Produktion von Inhalten sowie einen erheblichen Kommunikationsgrad mit öffentlichen Informationsaustausch aus. Diese zwei Dimensionen, Gestaltungs- und Kommunikationsgrad, prägen den Begriff und seine Erscheinungsformen. Aber am Anfang stehen zunächst immer die Fakten.</p>
<p>
                              <strong>Zahlen, bitte!</strong>
                            </p>
<p>Wie viele Leute nutzen das Web 2.0? Auf Grundlage der<br />
                            <a href="http://www.daserste.de/service/studie.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARD/ZDF-Onlinestudie 2006</a> enthält die Studie reichlich Zahlen zum Gebrauch der Angebote: 80% der Onliner nutzen innerhalb einer Woche keine Web 2.0 Anwendungen, 11% nutzen diese ein- oder mehrmals pro Woche und immerhin 9% fast täglich. Darunter sind überdurchschnittlich viele Männer und die Altersgruppe der 14-29-Jährigen ist am stärksten vertreten. Das formale Bildungslevel der Web 2.0 -Nutzer ist überdurchschnittlich hoch und der größte Teil der Nutzer befindet sich noch in der Ausbildung.</p>
<p>Die Web 2.0-Nutzer werden einer aktiven und einer passiven Nutzergruppe zugeordnet. Zu der Gruppe der Aktiven zählen Nutzer, die mehr als einen Beitrag oder mehr als fünf Kommentare und Diskussionsbeiträge pro Monat in Videocommunities, Fotocommunities, Social-Networking-Sites, Weblogs, Podcast-Angeboten oder Wikis veröffentlichen.<br />
                            <br />Zu den passiven Nutzern zählen solche, die seltener oder auch nie Beiträge auf den entsprechenden Seiten veröffentlichen oder auf den Websites kommunizieren. Das Ganze wird wieder mit Zahlen untermauert: 20% der Onliner nutzen Web 2.0 Angebote. Das sind 12% der Gesamtbevölkerung. 57% der Nutzer sind aktiv, 43% nutzen die Angebote nur passiv.</p>
<p>
                              <strong>Von Produzenten und Unterhaltungssuchern</strong>
                            </p>
<p>Wer steckt nun hinter diesen ganzen Zahlen und den vielen Begriffen wie Onliner oder aktive und passive Nutzer? Um diesem Rätsel auf die Schliche zu kommen, versucht die Studie Web-2.0-Nutzer zu kategorisieren und acht verschiedenen Typen heraus zu arbeiten. Dabei spielen erneut die Dimensionen Gestaltungsgrad und Kommunikationsgrad eine wichtige Rolle.</p>
<p>Den Anfang machen die Produzenten. Sie nutzen die Möglichkeiten des Web 2.0 in erster Linie dazu, Inhalte zu veröffentlichen. Oft gehen sie einer freischaffenden Tätigkeit nach und sehen das Internet als Plattform ihre Werke zu verbreiten. Der Community- und Kommunikationsaspekt steht dabei im Hintergrund. Den Selbstdarstellern liegt in erster Linie die Präsentation der eigenen Person am Herzen. Beispiele dafür sind Blogger oder MySpace-Nutzer. Eine weitere Gruppe bilden die spezifisch Interessierten, die einem ganz bestimmten Interesse oder Hobby nachgehen oder Gleichgesinnte treffen. Für die Netzwerker steht die Kommunikation im Vordergrund. Der Austausch mit Anderen ist für sie von großer Bedeutung. Beispiele dafür sind Social Networking Plattformen oder Foto- und Videocommunities wie Flickr oder YouTube.</p>
<p>Die Schnittmenge der ersten vier Typen bilden die Profilierten. Sie nutzen die Möglichkeit der Kommunikation und Mitgestaltung in gleichem Maße. Die übrigen drei Typen gehören zur Gruppe der passiv partizipierenden Web 2.0 &#8211; Nutzer. Darunter fallen die Kommunikatoren, die kein Interesse daran haben, gestaltend tätig zu werden oder eigene Produkte zu veröffentlichen. Auch die Infosucher beschränken sich darauf, die Angebote rein betrachtend zu nutzen. Als klassisches Beispiel gehören hierzu die Wikipedia-Leser. Außerdem sind auch die Unterhaltungssucher, die sich beispielsweise Videos auf YouTube anschauen, passive Nutzer des Web 2.0.</p>
<p>Auf Grundlage einer Onlinebefragung kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich die meisten Web 2.0 &#8211; Nutzer zu den Gruppen der Kommunikatoren, Unterhaltungssucher und Infosucher zählen lassen. Dadurch wird deutlich, dass immer noch ein großer Teil der Nutzer zu den passiv Partizipierenden gehört. Anzumerken ist aber, dass es auch viele Überschneidungen zwischen den einzelnen Typen gibt und Nutzer mehreren Kategorien zugeordnet werden konnten. Gerade diese Überschneidungen werfen einige Probleme auf. Ist es wirklich möglich, Nutzer in diese Gruppen einzuteilen? Sicherlich gibt es viele Nutzer, die ihre Online-Aktivitäten in jede dieser Kategorien einordnen könnten. Auch Blogger lesen in Wikipedia-Einträge und auch Videofilmer schauen nicht nur ihre eigenen Videos auf entsprechenden Plattformen an. Gerade bei sehr aktiven Nutzern wird man Gemeinsamkeiten mit jeder Kategorie der Typologie erkennen können. An dieser Stelle der Studie gibt es sicherlich noch Forschungsbedarf.</p>
<p>                            <strong>Medien 2.0 – ohne Fernseher, Zeitung und Radio?</p>
<p></strong>Die zunehmende Nutzung von diesen Angeboten wirft die interessante Frage auf, ob dadurch neue Formen der Mediennutzung auftreten und inwiefern bereits bestehende Angebote beeinflusst werden. Als Vorteile des Internets werden bei der durchgeführten Umfrage vor allem die 24-stündige Erreichbarkeit und die hohe Kommunikationsdichte genannt. Die freie Wahl des Angebotes und die aktuellen Informationen werden als weitere Vorzüge des Mediums genannt. Das Fernsehen hingegen verliert als Informationsdienst an Boden. Vielmehr dient es häufig als Entspannungshilfe und zur Unterhaltung.</p>
<p>Die Tageszeitung genießt hingegen weiterhin einen hohen Stellenwert und wird in erster Linie für ihre vertiefenden Hintergrundinformationen geschätzt. 54% aller Web 2.0 &#8211; Nutzer lesen mindestens fünf Mal pro Woche eine Tageszeitung und verbinden damit auch eine ruhige, ritualisierte Nutzungssituation. Das Radio dient weiterhin als Begleitmedium und wird häufig auch über das Internet per Webradio gehört. Das Internetradio bietet vor allem auch viele zielgruppenspezifische Programme, die verstärkt nachgefragt werden. Auch andere Angebote wie MP3, Videos oder DVD werden immer häufiger genutzt. Die gesteigerte Nachfrage der neuen Medien heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass klassische Medien verdrängt werden. Auch, wenn das Internet als Medium und auch als Transportweg von Medien immer mehr an Bedeutung gewinnt, haben klassische Medien weiterhin inhaltliche oder situative Stärken. Leider kommt der Aspekt der Mediennutzung in der Studie etwas zu kurz. An vielen Stellen würde man gerne noch mehr erfahren und Thesen untermauert sehen. Im Großen und Ganzen ist die Studie aber ein erster Versuch, das Web 2.0 und seine Nutzer quantitativ zu erfassen und daraus entsprechende Schlüsse über Nutzertypen und Auswirkungen aufzustellen.</p>
<p>
                              <em>„Web 2.0“ Begriffsdefinition und eine Analyse der Auswirkungen auf das allgemeine Mediennutzungsverhalten.<br />
                              <a href="http://www.result.de/studien/web-20-studie/uebersicht-der-studie.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grundlagenstudie</a> des Markt- und Meinungsforschungsinstituts result in Zusammenarbeit mit der Medienforschung des Südwestrundfunks.</em></p>
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		<title>Sittengemälde der russischen Surfer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
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                              Creative Commons-License und kann weiter verwendet werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Text steht unter<br />
                              <a href="http://creativecommons.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Creative Commons-License</a> und kann weiter verwendet werden.<!--break--></p>
<p>
                              <strong>In Russland ist das Internet schon längst kein mysteriöses Phänomen mehr. Vor mehr als 11 Jahren, im März 1994, wurde die Domain .ru angemeldet. In dieser Dekade hat das RUNET, die russischsprachige Sparte des Netzes viele Höhen und Tiefen durchlebt. Das russische Marktforschungsunternehmen<br />
                              <a href="http://www.rmh.ru" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Romir</a> hat am Dienstag, den 26. Juni erneut eine<br />
                              <a href="http://rmh.ru/news/res_results/148.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zur Nutzung des RUNET veröffentlicht.</strong>
                            </p>
<p>Das Portrait des typischen RUNET-Users könnte man ungefähr so beschreiben. Ein etwa dreißigähriger Mann, der als Manager in einem mittelständischen oder großen Unternehmen tätig ist, geht jeden Tag mindestens einmal online.</p>
<p>Ungefähr dreizehn Prozent aller Russen benutzen das Internet. 56 Prozent der User sind Männer. 44 Prozent sind Frauen. Die meisten User fallen mit einer Altersspanne von 18-24 Jahren in den attraktivsten Teil der werberelevanten Zielgruppe. Etwa zwanzig Prozent der RUNET-User sind zwischen 25 und 34 Jahre alt. Der Anteil der 35-44 Jährigen nimmt nur zehn Prozent ein. Mit gerade einmal vier Prozent verschwinden die User, die älter als 45 sind, in der Bedeutungslosigkeit.</p>
<p>Das ergibt ein Durchschnittsalter von 30 Jahren. Neunundzwanzig Prozent der User verfügen über ein überdurchscnittlich hohes Einkommen. Der Großteil der RUNET-User verdient aber nur zwischen 3000 und 5000 russische Rubel im Monat. Das entspricht 86,8 bis 144,7 Euro sind.</p>
<p>Im Vergleich zum letzten Quartal des Jahres 2004 hat die Internet-Nutzung durch Männer etwas zugenommen. Frauen surften in den ersten Monaten dieses Jahres etwas weniger im Netz. Die 18-24 Jährigen waren viel öfter online als Ende letzten Jahres, jedoch nicht so viel wie Anfang 2004. Die 35-44 Jährigen nutzten das Internet im ersten Quartal 2005 ebenfalls etwas weniger. Ein leichten Anstieg der Internet-Nutzung kann man bei Menschen über 44 erkennen.</p>
<p>Siebenundzwanzig Prozent der Internet-Nutzer studieren zur Zeit. Zwanzig Prozent sind berufstätige und hochqualifizierte Fachleute. Siebzehn Prozent sind als Angestellte tätig. Die Angaben ergeben sich aus einer dreimonatigen Umfrage unter tausendfünfhundert volljährigen Menschen in einhundert Städten und Siedlungsgebieten der Russischen Föderation.</p>
<p>
                              <strong>Dieser Text steht unter<br />
                              <a href="http://creativecommons.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Creative Commons-License</a> und kann weiter verwendet werden.</strong>
                            </p></p>
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		<title>Traue keiner Statistik, die&#8230;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/traue-keiner-statistik-die-3007/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[shidde]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Feb 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett">
Mit dem Internet erschließt sich auch der Markt- und Sozialforschung ein neues Feld. Zeitschriften, Bundesämter und Forschungsunternehmen führen Umfragen durch, die online besucht und ausgefüllt werden können. Diese schnellen und unkomplizierten Online-Umfragen scheinen jedem den schnellen Weg zu mehr Informationen zu ebnen. Aber sind die Ergebnisse dieser Umfragen auch wissenschaftich nutzbar?
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
Mit dem Internet erschließt sich auch der Markt- und Sozialforschung ein neues Feld. Zeitschriften, Bundesämter und Forschungsunternehmen führen Umfragen durch, die online besucht und ausgefüllt werden können. Diese schnellen und unkomplizierten Online-Umfragen scheinen jedem den schnellen Weg zu mehr Informationen zu ebnen. Aber sind die Ergebnisse dieser Umfragen auch wissenschaftich nutzbar?
</p>
<p><!--break--></p>
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Der <a href="http://www.spiegel.de/archiv/dossiers/0,1518,334706,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Uni-Spiegel</a> tut es, das<br />
<a href="http://www.umweltbundesamt.de/laermumfrage/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umweltbundesamt</a> auch und<br />
<a href="http://www.perspektive-deutschland.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Perspektive Deutschland</a> sowieso. Sie führen Umfragen durch, die online besucht und ausgefüllt werden und dem Herausgeber alle gewünschten Informationen liefern sollen. Inzwischen gibt es sogar<br />
<a href="http://www.2ask.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unternehmen</a>, die im Internet schnell und unkompliziert das Erstellen einer Online-Umfrage anbieten und jedem den Weg zu mehr Informationen zu ebnen versuchen. Mittlerweile kann man sogar selbst (beispielsweise mit dem OpenSource CMS Mambo) eigene Umfragen schnell und einfach erstellen. In Anbetracht der Fülle an Online-Umfragen stellt sich jedoch die Frage, wie sinnvoll diese Methode ist und ob dieser Forschungsansatz wirklich zum Erfolg führt. Anders gefragt: sind die Ergebnisse dieser Umfragen repräsentativ? Sind sie ein Spiegelbild der Wirklichkeit oder liefern sie nur einen Ausschnitt, der unter Umständen der Wirklichkeit nicht gerecht wird?</p>
<p>Von Vorteil ist in jedem Fall die große Anzahl von Teilnehmern, die man mit dem relativ niedrigen Aufwand einer Online-Umfrage erreichen kann. Und dies zu einem Aufwand, der sich auch für kleinere Befragungen lohnt und große Umfragen teilweise überhaupt nur ermöglicht. Erst recht, da dieser Weg die Teilnehmer unabhängig von Uhrzeit, Tag oder anderen äußeren Umständen erreicht. Von Bedeutung ist auch die Tatsache, dass niemand nötig ist, der die Umfrage durchführt, also die Fragen stellt und damit ebenfalls die Ergebnisse beeinflussen kann. Denn auch die Erscheinung des Befragenden, sein Auftreten und die Situation an sich, haben Einfluss auf das Ergebnis der Befragung.</p>
<p>Aber auch die Methoden und Risiken von Umfragen liegen klar auf der Hand: Wie bei jeder Umfrage, beeinflusst die Aufmachung von Online-Polls den Teilnehmer, die Fragestellung und in diesem Fall noch der Weg, auf dem der Teilnehmer auf die Umfrage gestoßen ist. Schon damit sind die ersten Möglichkeiten eröffnet, den Befragten in einer Weise zu beeinflussen, die vielleicht nicht gewünscht ist, aber durchaus kalkuliert werden muss.</p>
<p>Dabei sind es nicht immer gleich die Suggestivfragen, die dem Teilnehmer eine bestimmte Antwort abringen, sondern vielleicht einfach nur die Reihenfolge und Anzahl der Fragen, insgesamt oder pro Abschnitt und die Menge der möglichen Antworten. Ein weiteres Risiko birgt ganz generell der Rahmen, in dem der Teilnehmer an der Befragung teilnimmt, und auf die bei einer Online-Befragung noch weniger Einfluss genommen werden kann, als bei Umfragen generell schon. Dies kann von Vorteil sein, birgt aber eben auch ein gewisses Risiko. In der Eile noch schnell die letzten Antworten gegeben, dabei der Tochter die Schuhe anziehen und schon ändert sich die Perspektive auf Deutschland. Zumindest zwischen Tür und Angel, zwischen 14.00 Uhr und 14.05 Uhr und zwischen Schreibtisch, PC, Teilnehmerin und Tochter. Hinzu kommt der Einfluss, den die Aufbereitung der Online-Umfrage auf den Teilnehmer vor dem PC oder Laptop nimmt. Kleinigkeiten wie Schriftgröße, Lesbarkeit und das generelle Design können dabei eine Rolle spielen. Hinzukommen Kriterien wie der persönliche Geschmack, da online der Kreativität des Umfragenden keine Grenzen gesetzt sind.</p>
<p>Prinzipiell gilt natürlich auch hier die Frage, ab wie vielen Teilnehmern eine Umfrage überhaupt repräsentativ ist: im Sinne der Annäherung an eine objektive Wahrheit &#8211; denn repräsentieren tut eine Umfrage immer etwas. Auch eine Online-Umfrage muss natürlich einen beträchtlichen Pool an Ergebnissen erst einmal sichern, bevor überhaupt an eine Auswertung der Ergebnisse gedacht werden kann. Und wenn diese Umfrage über einen zu langen Zeitraum läuft um diese Menge zu erreichen, dann hat sich die Stimmung vielleicht schon wieder geändert; die äußeren Umstände und der Rahmen führen zu einer Verschiebung der potentiellen Antworten und der Teilnehmer.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt darf nicht außer Acht gelassen werden: wer sind diese Teilnehmer, die an diesen Online-Umfragen teilnehmen? Das Ergebnis wird schon allein dadurch beeinflusst, dass möglicherweise ganz bestimmte Menschen die Zeit haben, an Umfragen teilzunehmen. Auch hat nicht jeder einen Internetzugang. Wohl sind es auch nur bestimmte Menschen, die diejenigen Seiten aufrufen, die zu Umfragen führen. Damit handelte es sich um keine repräsentative Mischung aus der Bevölkerung, der nun im Kleinen entsprochen würde – außer vielleicht es handelte sich um eine Online-Umfrage unter Internetnutzern über ihre Internetnutzung.</p>
<p>Ein Risiko besonderer Art birgt die Online-Umfrage allerdings noch zusätzlich, das die Ergebnisse nicht sämtlicher Online-Umfragen relativieren soll, aber in Einzelfällen sehr beträchtlich ist: niemand kann kontrollieren, ob der Befragte die Wahrheit sagt. Dieses Risiko mag für Umfragen ganz generell gelten, wird aber durch die bereits erläuterten Begleitumstände der Online-Umfrage noch verstärkt. Die Möglichkeit, online mal ganz schnell und ganz unauffällig die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen aufzupolieren, kann nicht ausgeschlossen werden.</p>
<p>Das mag bei Fragen zu persönlichem Empfinden, Geschmack oder sogar politischer Orientierung nicht so bedeutend sein und gilt wohl für jede Umfrage, ob nun online oder auf Papier. Wenn es aber um harte Fakten geht, so kann es eine ganze Umfrage zum Kippen bringen oder zumindest das Ergebnis in Frage stellen. Denn wenn keine Kontrolle darüber besteht, ob der Student wirklich nach sieben Semestern seine zwei Studiengänge mit Bravour bestanden hat, dann stellt sich doch die Frage, was von einer solchen Umfrage noch zu halten ist. Oder generell gefragt, was von der Methode der Online-Befragung zu erwarten ist, denn: glaube keiner Statistik, die vom Befragten selbst gefälscht werden kann!</p>
<p>Um diese Gefahren zu vermeiden und den Wert von Umfrageergebnissen zu steigern, können ein paar einfache Maßnahmen ergriffen werden: schon mit einem Mindestmaß an Transparenz erzielt man die nötigen Einblicke für den Interessierten. Dabei geht es um Informationen zur Methodologie und den Rahmendaten. Also die Fallzahl, die Definition von Untersuchungseinheiten, den Erhebungszeitraum und weitere Informationen, die bei der Interpretation der Ergebnisse relevant sind. Denn den Unterschied zwischen den nackten Daten und den interpretierten Informationen sollte man nicht unterschätzen.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
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		<title>Diktatur der Quote?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/zehn-jahre-online-journalismus/netzkulturdikatatur_der_quote-shtml-2593/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[btueshaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zehn Jahre Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Boulevardisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Page Impression]]></category>
		<category><![CDATA[Werbewirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Erst bilden sich überall kleine Klick-Pfützen. Schon zur Mittagspause meldet das erste Ressort statistisches Hochwasser. Und bis zum Ende des Tages vereinen sich die Top-Story und ihre zahlreichen Hintergrundartikel und Foto-Serien zu einem gewaltigen PI-Strom, der sich auf direktem Wege in die nächste Redaktionskonferenz ergießt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Erst bilden sich überall kleine Klick-Pfützen. Schon zur Mittagspause meldet das erste Ressort statistisches Hochwasser. Und bis zum Ende des Tages vereinen sich die Top-Story und ihre zahlreichen Hintergrundartikel und Foto-Serien zu einem gewaltigen PI-Strom, der sich auf direktem Wege in die nächste Redaktionskonferenz ergießt.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Seit zehn Jahren regnet es unablässlich Page Impressions auf die online-journalistischen Angebote Deutschlands nieder. Täglich, monatlich, jährlich immer mehr und besonders oft so viel wie noch nie. Gemessen wurden die Niederschläge schon immer. Vor allem immer genauer Nur landeten die Wetterdaten lange Zeit mit einiger Verspätung auf dem Tisch des Redakteurs.</p>
<p>Gegen Ende der ersten Dekade ihrer Arbeit halten immer modernere Messungstools Einzug in die Online-Redaktionsräume. Da stellen kleine bunte Kästchen Teaser dar, wechseln im Minutentakt ihre Farbe und bilden so etwas wie die digitale Landkarte der Portal-Startseite. In den Kästchen wiederum wuseln Zahlenkolonnen umher. So, als würden sie den Puls der im Teaser verlinkten Story messen. Um hier zu überleben, braucht man keine gute Kondition. Man braucht einen guten Start.</p>
<p>In Zeiten der Realtime-Quoten muss der komplette Teaser auf Anhieb stimmen, das Bild Aufmerksamkeit anziehen und der Text zum Klicken verlocken, wenn der Online-Redakteur eine neue Geschichte ins Rennen um die Gunst der User schickt. Gehen die Abrufszahlen in den Keller, wird die Geschichte entweder ausgetauscht oder der Teaser „veredelt“. Tilman Aretz von der Nachrichtenmanufaktur (produziert den<br />
                            <a href="http://www.n-tv.de/" target="_self" rel="noopener noreferrer">n-tv.de</a>-Webauftritt) fordert dann Schlagzeilen, die „griffiger, emotionaler, überraschender und irritierender“ sind. „Wenn wir der Meinung sind, dass wir optimierenkönnen, tun wir das“, stimmt Oliver Eckert, Redaktionsleiter bei<br />
                            <a href="http://www.bild.t-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bild.t-online.de</a>, zu. Neben den Headlines „überdenken und überarbeiten wir auch die Bildsprache“, um ein Thema dem User „einfacher und ansprechender zu präsentieren“.</p>
<p>In der Redaktion von<br />
                            <a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sueddeutsche.de</a> gibt es die Echtzeit-Messung erst in einigen Wochen. Chefredakteur Helmut Martin-Jung verspricht sich davon, „besser auf das reagieren zu können, was die Leser interessiert“. Allerdings wolle er sich „nicht allein davon leiten lassen“, sondern es „nur als zusätzliche Hilfe“ verwenden. „Sonst könnten wir Scharon und Konsorten ja von Haus aus ausblenden, denn die werden halt wenig geklickt.“ Ähnlich wie Aretz, würde Martin-Jung eine Überschrift nachträglich ändern. Er kritisiert gleichzeitig aber die Gefahr der zunehmenden Boulevardisierung: „Es ist eben so primitiv. Wenn nur das Wort Sex in der Überschrift auftaucht, dann wird der Artikel schon doppelt so oft geklickt.“ Die technische Neuerung in der eigenen Redaktion sei „Segen und Fluch zugleich“, so wie in „praktisch allen Medien, in denen man unmittelbar die Quote feststellen kann.“</p>
<p>„Wir orientieren uns am täglichen Rhythmus, in der Rückschau auf den vergangenen Tag“, erklärt Michael Maier den Umgang mit den Klickzahlen bei der<br />
                            <a href="http://www.netzeitung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzeitung</a>. Für Nachbesserungen an Teasern „nur nach journalistischen Kriterien“ gäbe es genügend „handwerkliche Erfahrungswerte“. Dennoch: „Jeder Journalist ist sein eigener Blattmacher geworden“, schätzt Maier die Auswirkungen dieser neuen Transparenz des Nutzerverhaltens auf die Redaktionsarbeit ein. Er warnt aber auch vor Leichtfertigkeit angesichts der Verantwortung. In einigen Portalen von Internetprovidern seien ihm oft “Pseudomeldungen begegnet, wo man schon riecht, dass sie aufgeblasen und marktschreierisch sind.“</p>
<p class="fett">Klicks gegen den Kostendruck</p>
<p>Doch die Zähltools alleine lassen noch keine Überschrift reißerischer, kein Teaserbild aufwühlender werden. Sueddeutsche.de-Chefredakteur Helmut Martin-Jung macht vor allem wirtschaftliche Faktoren dafür verantwortlich, dass Medienunternehmen im Internet wie sonst nirgendwo auf die Quote schauen. „Alle Online-Angebote stehen unter dem Druck zu beweisen, dass sie kostendeckend sein können.“ Die Möglichkeiten, die Zahlen zu verbessern, nutze man eben &#8211; so gut es gehe &#8211; aus. „Es ist der Zwang, Erfolg zu haben“.</p>
<p>Doch dieser Erfolg definiert sich nicht etwa über einen hohen Anteil an eigenen Geschichten, exklusiven Korrespondenten-Berichten oder multimedial vorbildlich aufbereiteten Artikeln. Am Ende stehen die Anbieter mit der größten Erotikdatenbank im Hintergrund ja doch wieder ganz vorne im Reichweiten-Ranking. Ausgedehnte Bilder-Serien stehen an jeder Ecke bereit zum nutzerinduzierten Durchklicken, winzig kleine Service-Themen werden in noch kleinere Informationshäppchen zerstückelt, plattes Entertainment kommt mit Foto-Galerien der besten fünf, schnellsten zehn oder reichsten 50 einer Gattung aus &#8211; wenn schon nicht das „Was“, so wird doch in Zukunft immerhin das „Wo“ eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung des onlinejournalistischen Erfolgs von<br />
                            <br />Portalen spielen.</p>
<p class="fett">Neues Messverfahren</p>
<p>„Dem Markt sollen transparentere Daten verschafft werden.“ So trägt die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) dem Wunsch der Werbewirtschaft nach differenzierterer Auskunft über die Seitenabrufe in Zukunft Rechung. Jörg Bungartz, bei der IVW zuständig für den Online-Bereich, erklärt die Gründe für die Einführung eines neuen Zählsystems: „Bisher wurden nur die Gesamtdaten veröffentlicht. Wer aber in den einzelnen Rubriken der Stärkste ist, kam bislang nicht deutlich hervor.“ Seit September gilt nun ein Katalogisierungssystem, pünktlich zum zehnten Geburtstag des Onlinejournalismus, dass „den neuen Charakter des Online-Mediums wiederspiegelt“.</p>
<p>Das Aus der Klickmaschinen? Im Gegenteil: Wieso sollten nicht auch Foto-Serien durch die Bedeutungsverringerung der PageImpressions endlich die journalistische Daseinsberechtigung erhalten, die ihnen schon immer zustand. Denn sie haben nun nicht länger maßgeblichen Anteil an der Bewertung der journalistischen Qualität eines Angebotes auf der Basis nackter Abrufszahlen. „Die Währung der Zukunft werden Visits bleiben“, wagt Bungartz eine Prognose trotz der zunehmend erschwerten Messbarkeit durch Cookie-resistente Internetsurfer. Andere Messverfahren setzen auf weichere, weniger genau zu bestimmende Faktoren wie die Verweildauer eines Nutzers im Portal.</p>
<p>Der Onlinejournalismus in Deutschland hat zehn Boom-Jahre hinter sich und stößt vielleicht schon bald an seine mittelfristigen PI-Grenzen. Spiegel Online-Redakteur Frank Patalong prophezeite erst kürzlich auf einer Frankfurter Tagung, dass die Leserzahlen von<br />
                            <a href="http://www.spiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel Online</a> durch einen täglichen Mehrausstoß von Meldungen kaum mehr zu steigern seien. Vielmehr ginge es nun darum, die Qualität des Vorhandenen zu verbessern.</p>
<p>Doch was hat die Statistiken explodieren lassen? Cicero-Redakteur Peter Littger kritisierte in seinem Artikel „Die Bild der Zukunft“, die Online-Redakteurstätigkeit stünde unter großem Einfluss einer ausgereiften Aufmerksamkeitsökonomie. Boulevardthemen gehörten nun einmal zum normalen Nachrichtenpektrum, entschuldigt sich der Berufsstand. „Am Ende kommt es auf die Mischung an“, sagt Spiegel Online-Chef Mathias Müller von Blumencron. Das sagt aber auch Oliver Eckert, der<br />
                            <a href="http://www.bild.t-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bild.de</a> bestückt. Klar,<br />
                            <a href="http://www.spiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel Online</a> schiebt eher<br />
                            <br />selten mal ein reines Boulevardthema auf den Sonnenplatz der Startseite, als Aufmacher ganz nach vorne.</p>
<p>Sonnenplatz? Pardon, Schlechtwetterzone. Denn im „sichtbaren Bereich“ einer Seite entladen sich erfahrungsgemäß die heftigsten Klickgewitter. Der Onlinejournalist hat sich daran gewöhnt. Auch in Zukunft wird er dem Druck der niederprasselnden Quoten mit allen Konsequenzen ausgesetzt sein.</p>
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