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	<title>Markus Söder &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Markus Söder &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitale Bürgersprechstunde: Minister Spezial mit Markus Söder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julie Rothe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2015 13:18:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Donnerstag, den 7. Mai 2015, war der Bayerische Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat Dr. Markus Söder in der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content">
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/söder-bearb.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145493" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/söder-bearb.jpg" alt="söder bearb" width="594" height="280" /></a><br />
Am Donnerstag, den 7. Mai 2015, war der Bayerische Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat Dr. Markus Söder in der <a href="http://digitale-buergersprechstunde.de/">Digitalen Bürgersprechstunde</a> zu Gast. Am Rande der weltweit größten Bloggerkonferenz re:publica 2015 beantwortete er zwischen 10.00 und 10.45 Uhr Fragen rund um die Themen Digitalisierung, Medienkompetenz sowie dem WLAN- und Breitbandausbau. Passend zum Motto der re:publica 2015 „Finding Europe“ konnten die Teilnehmer dem ehemaligen Europaminister außerdem Ihre Fragen zur Griechenlandrettung und der Zukunft des Euros stellen.<br />
<iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/O-aAYfA6alc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Über den bayerischen Finanzminister Markus Söder</strong></p>
<p>Markus Söder ist seit 1983 Mitglied der CSU und seit 1994  bayerischer Landtagsabgeordneter im Stimmkreis Nürnberg-West. Zwischen 2003 und 2007 war der promovierte Jurist und ehemalige Redakteur des Bayerischen Rundfunks außerdem Generalsekretär der CSU.</p>
<p>Als prominente Stimme der CSU äußert sich Söder ebenfalls zu bundespolitischen Vorhaben, zuletzt auch über die Griechenlandrettung. Bei der Landtagswahl 2013 wurde Dr. Markus Söder mit 43,2 % gewählt. Markus Söder ist Stimmenkönig in Mittelfranken mit 160 369 Stimmen.</p>
</div>
<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Söder: „Die Möglichkeiten der digitalen Welt in der Politik nutzen“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/soeder-die-moeglichkeiten-der-digitalen-welt-in-der-politik-nutzen-136649/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2014 14:08:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Breitbandausbau]]></category>
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					<description><![CDATA[„Digitalisierung ist das Schlüsselthema schlechthin.“ Mit dieser Aussage hat der bayerische Staatsminister für Finanzen, Markus Söder (CSU), in den letzten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Voting-Estonia-2011.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-136672" alt="E-Voting-Estonia-2011" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Voting-Estonia-2011.jpg" width="640" height="427" /></a><br />
„Digitalisierung ist das Schlüsselthema schlechthin.“ Mit dieser Aussage hat der bayerische Staatsminister für Finanzen, Markus Söder (CSU), in den letzten Wochen auf sich aufmerksam gemacht. Neben E-Government- und Breitbandausbau will Söder bis 2018 in Bayern Online-Wahlen durchführen. Die gesetzlichen Änderungen, die dazu nötig sind, könnten zunächst in Online-Volksbefragungen getestet werden. Bayern will hier Vorreiter nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa werden. Wie er sich die Einführung von Online-Wahlen vorstellt, beantwortet Söder im Interview mit politik-digital.de.<br />
<strong><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </strong><em>Ihre Vorschläge zu Online-Wahlen wurden bereits durch Oppositionsparteien, unter anderem von den Grünen und der Piratenpartei, kritisiert. Es wurde etwa in Frage gestellt, ob das Wahlgeheimnis gewahrt werden könne, und auf die Manipulierbarkeit von Online-Wahlen hingewiesen. Auch die nachträgliche Überprüfung von Online-Wahlen wird selbst von der Piratenpartei für nicht möglich gehalten. Die Piraten haben sogar eine Klage mit Bezug auf das Bundesverfassungsgerichtsurteil vom März 2009 angekündigt. Wie gehen Sie mit dieser Kritik um?</em><br />
<strong>Markus Söder: </strong>Mich wundert, dass ausgerechnet die Piratenpartei diese Position vertritt. Aus meiner Sicht muss man neue, zeitgemäße Möglichkeiten offen anpacken, statt immer nur Bedenken zu äußern.<br />
Der Anteil der Briefwähler steigt rasant an. Bei der Bundestagswahl 1990 haben nur 9% der Wahlberechtigten per Brief gewählt – 2013 war es schon jeder Vierte! In Bayern haben bei der Landtagswahl 2013 sogar 37% per Brief abgestimmt. Deshalb wäre es eine gute Idee, wenn Bayern das erste Land wäre, das eine elektronische Briefwahl möglich macht, ergänzend zu Wahlkabine und klassischer Briefwahl. Wenn Online-Banking möglich ist, muss auch Online-Voting machbar sein! Online-Wahlen auf Dauer auszuschließen, halte ich für einen Anachronismus. Bei den rechtlichen Voraussetzungen sind sicherlich noch Änderungen notwendig. Auch wenn Online-Voting noch eine Vision ist, werden wir das Thema angehen.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Wie wollen Sie die Manipulierbarkeit von Online-Wahlen durch Cyber-Attacken verhindern?</em><br />
<figure id="attachment_136658" aria-describedby="caption-attachment-136658" style="width: 154px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/30000201_10_soeder_1_preview.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-136658     " alt="30000201_10_soeder_1_preview" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/30000201_10_soeder_1_preview-305x250.jpg" width="154" height="126" /></a><figcaption id="caption-attachment-136658" class="wp-caption-text">Dr. Markus Söder ist seit 2013 Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat im Kabinett Seehofer II</figcaption></figure><br />
<strong>Söder</strong>: Die Datensicherheit ist insbesondere bei der elektronischen Briefwahl sehr wichtig. In Bayern haben wir mit dem Bayern-Server eine bereits hochsichere und effiziente IT-Infrastruktur. Für dessen Betrieb ist ebenfalls das Finanzministerium zuständig. Hier wehren IT-Spezialisten täglich mehr als 40.000 Angriffe auf die IT-Systeme des Freistaats ab. Neue Sicherheitsmaßnahmen wie Profiling, eine Entschlüsselung von Angriffsmustern, und Intrusion Detection, noch schnelleres Aufspüren erfolgreicher Angriffe, werden den Bayern-Server zukünftig noch sicherer machen – dies kann auch Online-Voting zugutekommen. Die IT-Sicherheitsstrategien werden auch laufend weiterentwickelt. Es muss unser Ziel sein, in der IT-Sicherheit immer einen Schritt voraus zu sein. Die mit Online-Wahlen verbundenen IT-Risiken müssen auf ein Minimum reduziert werden, um sie so sicher wie die Briefwahl zu machen.<br />
<strong>politik-digital.de: </strong><em>Wie stehen Sie zu der Verwendung von Wahlcomputern?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Dem Einsatz von Wahlcomputern bei Bundestagswahlen wurden vom Bundesverfassungsgericht enge verfassungsrechtliche Grenzen gesetzt. Online-Wahlen unterscheiden sich aber grundsätzlich vom Einsatz von Wahlcomputern. Während die Online-Wahl eine elektronische Briefwahl ist, stehen Wahlcomputer in Wahllokalen und ersetzen dort die analoge Abgabe und Auszählung der Stimmen.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong></em> <em>Denken Sie bei der Einführung von Online-Wahlen an Vorbilder wie Estland, wo es die Möglichkeit von E-Voting bereits seit 2007 gibt?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Zunächst geht es uns darum, hier in Deutschland eine gesellschaftspolitische Diskussion über die Möglichkeit von Online Wahlen anzustoßen. Erfahrungen aus dem Ausland werden wir bei der technischen Umsetzung prüfen. Hier gibt es eine Reihe von interessanten Ansätzen, nicht nur in Estland. Wir müssen aber sorgfältig prüfen, ob sie sicherheitstechnisch und rechtlich auf Bayern übertragbar sind.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Wie stellen Sie sich die Durchführung genau vor? Zum Beispiel per ID-Chipkarte wie in Estland?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Der neue Personalausweis mit seinem ID-Chip ist eine gute technische Grundlage. Gleichzeitig muss allerdings aus Sicherheitsgründen noch die elektronische Signaturen-Gesetzgebung vorangebracht werden.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong></em> <em>Ein weiterer Kritikpunkt ist die „digitale Spaltung“ der Gesellschaft, die es mit sich bringe, dass Online-Wahlen nicht repräsentativ genug seien sowie Elitenbildung förderten. Wie wollen sie die „digitale Spaltung“ der Gesellschaft überwinden?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Die Digitalisierung ist das Top-Thema in Bayern. Dazu gehören Breitbandausbau, die Datensicherheit und der Ausbau von E-Government. Der Zugang zu schnellem Internet muss eine Selbstverständlichkeit für jedermann sein – unabhängig vom Wohnort. In Bayern fördern wir den Breitbandausbau mit ca. 1,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig vereinfachen wird das EU-Förderverfahren mit dem Ziel: Es darf kein Bayern der zwei Geschwindigkeiten geben. Denn das könnte tatsächlich das Risiko einer digitalen Spaltung der Gesellschaft erhöhen. Wichtig ist auch die frühzeitige Vorbereitung unserer Kinder auf die Herausforderungen einer digitalen und mobilen Gesellschaft. Mit dem Digitalen Bildungsnetz Bayern bekommen 1,8 Millionen Schüler und 140.000 Lehrer an 5.800 Schulen bis 2018 eine moderne, hochverfügbare und sichere IT-Infrastruktur. Außerdem muss ganz klar sein: Online-Wahlen sollen nur eine weitere Alternative zur Briefwahl und der Wahl in der Kabine darstellen – jeder soll auf die Weise wählen können, die ihm am liebsten ist.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong> Welche Zielgruppe stellen Sie sich für Online-Wahlen vor? Denken Sie dabei auch an jüngere Generationen?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Wir haben keine konkrete Zielgruppe im Auge – jeder kann die Möglichkeit der Online-Wahl nutzen. Es liegt natürlich nah, dass diese neue Alternative bei der jungen Generation gut ankommt. Aber mehr als 40% der über 60-jährigen nutzen regelmäßig das Internet. Auch hier sind bestimmt zukünftige Online-Wähler zu finden.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Glauben Sie, dass mit der Einführung von Online-Wahlen Phänomene wie die Politikverdrossenheit vermindert werden könnten?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Wir müssen auch in der Politik die Möglichkeiten der digitalen Welt besser nutzen. Zur Aufklärung, zur Mitgestaltung und zur Mitentscheidung. Die Möglichkeit des Online-Voting könnte auch die Wahlbeteiligung wieder anheben. Man erkennt das doch auch an den sprunghaft ansteigenden Zahlen von Briefwählern. Die Vision der Online-Wahl wäre die zeitgemäße digitale Fortsetzung der Briefwahl – aber nur als Alternative.<br />
Bilder: oben: <a href="http://www.flickr.com/photos/european_parliament/5554919771/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Parliament</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-ND 2.0)</a>; Porträt: (C) <a href="http://www.stmf.bayern.de/aktuelles/pressegalerie/?pic=61&amp;view=&amp;ref=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bayerisches Staatsministerium der Finanzen</a><br />
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		<title>Neue Netzdebatten braucht das Land &#8211; Digitale Presseschau 3/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2014 17:20:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserer Presseschau blicken wir auf eine debattenreiche Woche zurück. Der Blogger Sascha Lobo fühlt sich auf einmal gekränkt und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer Presseschau blicken wir auf eine debattenreiche Woche zurück. Der Blogger Sascha Lobo fühlt sich auf einmal gekränkt und tritt eine breite Debatte los. Stehen Internet und Politik vielleicht in einem engeren Zusammenhang, als wir alle dachten? Ist nur das Internet kaputt oder ist sogar unsere Demokratie in Gefahr? Warum spielt die CSU einen „digitalen Doppelpass“ in den eigenen Reihen, so als spielte sie das Endspiel gegen die Piraten? Hat das Internet also nun positive Effekte, bei der Verwaltung, der Regierung oder der Diskussion politischer Themen oder ist es der negative Alleszermalmer unserer Gesellschaft? Vielleicht wird das Internet in anderen Teilen der Welt noch als nützliches Instrument und weitaus positiver als hierzulande gesehen.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=l9ZqXlHl65g#t=131&amp;hd=1" title="The Problem With Facebook" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/l9ZqXlHl65g?start=131&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Derek Muller betreibt den Youtube-Channel <a href="http://www.youtube.com/user/2veritasium?feature=watch&amp;hd=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veritasium.</a> In unserem Video der Woche vergleicht er die Filtermechanismen und die Funktionsweise von Werbung bei Youtube und Facebook.</p>
<h3><a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/920909.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Von der Kränkung zur Politik</a></h3>
<p>Sascha Lobo, „Internet-Guru“ und „Medienjournalist“, hat in der <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/eine-absage-an-das-internet-die-digitale-kraenkung-des-menschen-12747258.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FAZ</a> seiner Kränkung freien Lauf gelassen und das Internet wegen der ausufernden Überwachung für kaputt erklärt. Damit hat er eine Welle von Repliken entfacht. Unter anderen freut sich <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/920909.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian Dörfler im Neuen Deutschland</a> darüber, dass das „politische Betriebssystem“ wieder mehr in den Blick kommt und fragt sich, was das für die Linke bedeutet. Auch Thomas Stadler stellt auf <a href="http://www.carta.info/69037/zwei-blickwinkel-ist-das-internet-wirklich-kaputt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">carta.info</a> die Frage, ob nicht eher die Demokratie kaputt sei. <a href="http://mspr0.de/?p=3927" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Seemann </a>schließlich unterstellt Lobo, die Seiten gewechselt zu haben und wissend als Stichwortgeber für eine Schlandnet-Kampagne zu fungieren.</p>
<h3><a href="http://www.welt.de/regionales/muenchen/article123749192/Online-Wahl-auszuschliessen-ist-anachronistisch.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der „digitale Doppelpass“ der CSU</a></h3>
<p>„Digitalisierung ist das Schlüsselthema schlechthin.“ Mit dieser Aussage nahm Dr. Markus Söder (CSU), bayerischer Staatsminister für Finanzen, in einem Interview mit WELT-Online den Pass der Initiative „Digitales Deutschland“ von Bundesminister Alexander Dobrindt auf und will Bayern zum „Chefprogrammierer für die digitale Verwaltung in Deutschland“ machen. Neben dem E-Government will Söder bis 2018 in Bayern Online-Wahlen durchführen. Die gesetzlichen Änderungen, die dazu nötig sind, könnten zunächst in Online-Volksbefragungen getestet werden. Auch hier solle Bayern „Vorreiter“ nicht nur für ganz Deutschland, sondern für ganz Europa werden. Dazu wurde Söder gleich zum <a href="http://www.stmf.bayern.de/internet/stmf/aktuelles/pressemitteilungen/22079/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Chef der Digitalisierung“</a> ernannt und stockte zudem die finanziellen Mittel für den <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bayern-stockt-finanzielle-Mittel-fuer-schnelles-Internet-auf-dem-Land-auf-2084398.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Breitbandausbau des Internets</a> auf.</p>
<h3><a href="http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Zwischenfazit zu Open Data</a></h3>
<p>Claus Arndt, Referent des Bürgermeisters für E-Government und Neue Medien der Stadt Moers, resümiert über den Nutzen von Open Data, die seit einem Jahr auf der <a href="https://www.govdata.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GovData-Plattform</a> gesammelt werden. Die Transformation von Daten, etwa die Umformung von PDF-Haushalten in einen XML-Datensatz, sei sehr aufwendig, daher werde Open Data noch viel zu wenig genutzt. Stattdessen beschränke sich die Verwendung auf „Schnarchdaten“ wie Vornamenstatistiken, die in Apps zusammengeführt werden. Er ruft vor allem die Webgesellschaft dazu auf, Wissenschaftlern, Journalisten und Unternehmern zu zeigen, was man mit den Daten machen kann.</p>
<h3><a href="http://blogs.faz.net/10vor8/2014/01/17/entwurf-elisabeth-362/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rettet das Internet!</a></h3>
<p>Elisabeth Ruge betrachtet in einem Artikel auf ihrem FAZ-Blog das Internet von seiner praktischen Seite. Die digitale Technik und das Netz sei für viele eben immer noch ein Werkzeug – in den prekäreren Regionen der Welt, die oftmals als sogenannte „dritte Welt“ bezeichnet werden, sogar ein „Werkzeug zum Überleben“. In ihrem Bericht über den Einsatz von Hightech-Internet bei Kleinbauern in Indien oder bei Finanztransfers in Afrika und Afghanistan kommt dann auch der Widerspruch der Digitalisierung klar zum Vorschein: Während im Westen über totale Überwachung, das fehlende Demokratisierungspotential oder die „Kaputtheit“ des Internets diskutiert wird, gilt es in anderen Teilen der Welt als ein nützliches Instrument und wird dementsprechend genutzt.<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wir warnen vor Rot-Rot-Grün&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotwir_warnen_vor_rotrotgruenquot-178/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hworch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Aug 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Söder]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="normal">
<b><b>Markus Söder, Generalsekretär 
der CSU, war am 19. August zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von 
tagesschau.de und politik-digital.de. Er zeichnete das Bild einer 
Entscheidungswahl zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Rot-Grün. Zur 
politischen Zukunft Stoibers wollte er sich nicht konkret äußern.</b></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="normal">
<b><b>Markus Söder, Generalsekretär<br />
der CSU, war am 19. August zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von<br />
tagesschau.de und politik-digital.de. Er zeichnete das Bild einer<br />
Entscheidungswahl zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Rot-Grün. Zur<br />
politischen Zukunft Stoibers wollte er sich nicht konkret äußern.</b></b><!--break-->
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Liebe Politik-Interessierte,<br />
willkommen im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe tacheles.02 ist ein<br />
Format von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt<br />
von tagesspiegel.de. Zum Chat ist heute der CSU-Generalsekretär<br />
Markus ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen. Herr Söder, können<br />
wir beginnen?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Ja.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Warum will Edmund Stoiber nicht nach<br />
Berlin?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Die Entscheidung, wo Edmund<br />
Stoiber arbeiten wird &#8211; ob in Berlin oder in München &#8211; wird<br />
erst nach der Wahl entschieden. Jetzt kommt es darauf an, dass wir<br />
die Wahlen gewinnen &#8211; darauf konzentrieren wir uns.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Sowohl Jürgen Rüttgers als<br />
auch Friedrich Merz rechnen offenbar nicht mit ihm. Wie kommentieren<br />
Sie das?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Es bleibt dabei: Es wird nach<br />
der Wahl entschieden. Jetzt müssen wir gemeinsam gewinnen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das war keine Antwort auf die Frage.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Doch. Denn wir müssen<br />
uns auf die Schwerpunkte konzentrieren. Und die sind nun einmal<br />
die Wahlen am 18. September, die Regierungsbildung kommt erst danach.
</p>
<p>
<b>Montanunion:</b> Ist die Ostschelte Stoibers nicht<br />
nur als Mittel gedacht, die CSU durch starke Mobilisierung in Bayern<br />
besonders stark zu machen, auch damit die CSU in einer möglichen<br />
Schwarz-Gelben Koalition in jedem Fall stärker ist als die<br />
FDP?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Es ging und geht darum, die<br />
PDS inhaltlich zu stellen und sich mit ihr auseinander zu setzen.<br />
Die neuesten Umfragen zeigen, dass die Linkspartei offenbar zurück<br />
fällt. Wir sollten die inhaltliche Auseinandersetzung mit Lafontaine<br />
und Gysi fortsetzen.
</p>
<p>
<b>CSUvoran:</b> Der Wahlkampfauftakt ist daneben gegangen<br />
&#8211; wann setzen sie endlich die richtigen Themen?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Da bin ich anderer Meinung.<br />
Unser Wahlprogramm ist ein Drehbuch für die Zukunft. Anstatt<br />
Umverteilung auf Pump wie SPD, Grüne und PDS betreiben, setzen<br />
wir auf ehrliche und effektive Konzepte.
</p>
<p>
<b>Ullu:</b> Glauben Sie wirklich ernsthaft, dass Edmund<br />
Stoiber in Berlin noch eine politische Zukunft hat?
</p>
<p>
<b>Markus Söder: </b>Ein CSU-Vorsitzender gestaltet<br />
stets die deutsche Politik mit. Ob in einem Kabinett in Berlin oder<br />
als Ministerpräsident im Bundesrat trägt Edmund Stoiber<br />
Verantwortung in Deutschland. Die Entscheidung wird aber in der<br />
Tat erst nach der Wahl getroffen.
</p>
<p>
<b>heinmueck:</b> Will die CSU den Außenminister<br />
stellen, wenn sie bei der Bundestagswahl mehr Stimmen bekommt als<br />
die FDP?
</p>
<p>
<b>Markus Söder: </b>Personalfragen werden erst<br />
nach der Wahl entschieden. Auch diese. Dabei bleibt es.
</p>
<p>
<b>sarra13:</b> Warum entscheiden Sie immer alles erst<br />
nach der Wahl?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Weil es den Menschen jetzt<br />
auf Inhalte und nicht auf Postenspekulationen ankommt. Wir brauchen<br />
einen Wechsel in Deutschland. Rot-Grün hat abgewirtschaftet.<br />
Deutschland muss aus der Krise kommen. Dabei zählen zuerst<br />
die Konzepte.
</p>
<p>
<b>alphachris: </b>Wieso stellt sich Stoiber keinem TV-Duell<br />
mit Lafontaine? Befürchten Sie, dass Lafontaine sich medial<br />
zu GUT verkaufen könnte?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Nein. Aber es soll vor allem<br />
die Kraft der inhaltlichen Argumente und nicht das Oberflächliche<br />
im Vordergrund stehen. Deswegen ist ein Printduell geeigneter.
</p>
<p>
<b>Franzensfeste_2:</b> Müssen wir uns jetzt alle<br />
den Spiegel kaufen, wenn wir das Streitgespräch zwischen Herrn<br />
Stoiber und Herrn Lafontaine verfolgen wollen?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Sieht so aus.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Aber wie soll das ankommen. Das Fernsehen<br />
erreicht doch viel mehr Wähler?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Es kommt auf Argumente an.<br />
Wir müssen die Linkspartei inhaltlich stellen. Das geht sehr<br />
gut in einem Printduell.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Warum dann nicht in der Süddeutschen,<br />
der FAZ oder taz? Oder allen zusammen? Wurde da Geld geboten?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Nein. Es gab das Angebot des<br />
Spiegels. Dies ist sicher eine geeignete Plattform.
</p>
<p>
<b>dfsdfsfs:</b> Wie ist das bei einem Printduell, Herr<br />
Söder &#8211; bekommen Sie die Stoiber-Textpassagen nach dem Gespräch<br />
zur Autorisierung? Und können dann Ausrutscher noch korrigieren?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Die genauen Modalitäten<br />
müssen noch geklärt werden. Insbesondere Lafontaine hat<br />
noch nicht endgültig zugesagt. Aber dies wird hoffentlich bald<br />
passieren.
</p>
<p>
<b>socke:</b> Wie wird das Printduell aussehen? Wird<br />
das ein gedrucktes Streitgespräch? Oder verfasst jeder der<br />
beiden langweilige Propaganda-Artikel?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Stoiber argumentiert, Lafontaine<br />
polemisiert. Rest siehe obige Antwort.
</p>
<p>
<b>Müller_ffm:</b> Was sagen Sie zur guten Beurteilung<br />
des Economist zum Zustand der deutschen Wirtschaft?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Dies war nur ein Teilaspekt.<br />
Nach Auffassung aller Menschen in Deutschland, der Wirtschaft und<br />
Wissenschaft und der EU ist Deutschland in der größten<br />
ökonomischen Krise der Nachkriegsgeschichte. Dafür stehen<br />
Rekordarbeitslosigkeit, Rekordarmut und Rekordschulden. Das muss<br />
sich ändern.
</p>
<p>
<b>lerchenbrink:</b> Herr Söder, bei allem Verständnis<br />
für die Wahlkampf-Situation: Bitte etwas konkretere Aussagen<br />
hier im Chat, genau das wird ja derzeit von allen Parteien vermisst.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Wir sind sehr konkret. Unser<br />
Programm nennt klare Ziele und Maßnahmen. Das werfen uns die<br />
anderen ja gerade vor. Aber wir wollen nach der Wahl das tun, was<br />
wir vor der Wahl angekündigt haben. Anders als Schröder.
</p>
<p>
<b>fargo007:</b> Glauben sie wirklich, dass Stoibers<br />
plötzliche Kehrtwende in Bezug auf das Fernsehduell mit Lafontaine<br />
die Glaubwürdigkeit von Stoiber erhöht?
</p>
<p>
<b>Markus Söder: </b>Es war immer klar, das es ein<br />
Printduell war.
</p>
<p>
<b>Christoph R.:</b> Guten Tag Herr Söder, zurzeit<br />
kann ich bei den großen Parteien nur einen Visionär finden:<br />
Herrn Prof. Kirchhof. Da die CSU per se ein Koalitionspartner der<br />
CDU sein wird, deshalb die für mich wahlentscheidende Frage<br />
an Sie: Wird die CSU einen Finanzminister Paul Kirchhof und sein<br />
Steuermodell akzeptieren? Dazu die zweite Frage: Oder wird, um Herrn<br />
Stoiber zu paraphrasieren, Bayern entscheiden, wie die Finanzpolitik<br />
der Republik aussehen wird?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Erstens: Prof. Kirchhof ist<br />
ein großer Gewinn für das Kompetenzteam. Er bekennt sich<br />
ausdrücklich zu dem Wahlprogramm von CDU/CSU. Daher werden<br />
wir gemeinsam das Steuerrecht vereinfachen und gerechter gestalten.<br />
Zweitens: Wir haben unsere Ideen zur Steuerpolitik gemeinsam beschlossen<br />
und werden sie auch gemeinsam umsetzen.
</p>
<p>
<b>Christoph R.:</b> Konkret, akzeptieren Sie Herrn Kirchhof<br />
als Finanzminister?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Er wäre eine starke Lösung.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wie auch Herr Stoiber?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Jetzt wird es langweilig. Immer<br />
die gleiche Frage. Edmund Stoiber steht wie Angela Merkel 2002 als<br />
Parteivorsitzender für alle Politikbereiche. Das hat Angela<br />
Merkel ausdrücklich unterstützt.
</p>
<p>
<b>ibizenko:</b> Was will die CSU mit ihrem Plakat &quot;Lass<br />
dich nicht linken&quot; ausdrücken?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Wir warnen vor Rot-Rot-Grün,<br />
denn am 18. September um 18.00 Uhr ist Schröder Geschichte.<br />
Die Nachfolger wie Wowereit wollen eine linke Mehrheit. Dies ist<br />
nicht die neue Mitte, sondern die alte Linke. Deutschland darf aber<br />
nicht von Rot-Rot-Grün regiert werden. Denn das bedeutet Arbeitslosigkeit,<br />
Schulden und Armut.
</p>
<p>
<b>mawie:</b> Warum kritisiert Herr Seehofer Frau Merkel<br />
im Wahlkampf?
</p>
<p>
<b>kennydee:</b> Wie stehen sie zu der Kritik des Kollegen<br />
Seehofer am Kompetenzteam von Angela Merkel?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Das ist eine absolute Einzelmeinung,<br />
die CSU steht geschlossen hinter dem Kompetenzteam.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Und wie beurteilen Sie diese Einzelmeinung?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Die Kritik ist überflüssig.<br />
Wir stehen zu unserem Kompetenzteam.
</p>
<p>
<b>klartext:</b> Sollte die CDU/CSU es nicht wie die<br />
Linkspartei machen und unter einem gemeinsamen Namen auftreten,<br />
um gegebenenfalls ebenso erfolgreich 10 zusätzliche Prozente<br />
zu holen?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Wir sind zwei Parteien in der<br />
Unionsfamilie. Wir kämpfen für eine bürgerliche Regierung<br />
der Vernunft. Unsere Namen sind bekannt und bewährt. Und anders<br />
als die Linkspartei brauchen wir keinen Etikettenschwindel: Denn<br />
die Linkspartei ist die alte, muffige PDS.
</p>
<p>
<b>Buerger-Herold:</b> Herr Söder, können Sie<br />
nicht die Langeweile durchbrechen, indem Sie mit Antworten sehr<br />
konkret werden?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Bin ich doch.
</p>
<p>
<b>TingelTangelBob: </b>Die Umfragen zeigen, dass es<br />
ein knappes Rennen wird. Würde eine große Koalition in<br />
Frage kommen?
</p>
<p>
<b>Markus Söder: </b>Wir wollen keine große<br />
Koalition. Zum einem kann man mit den Abgehalfterten wie Eichel<br />
oder Clement Deutschland nicht voran bringen. Zum zweiten wird die<br />
SPD nach Schröder am liebsten mit der PDS zusammen gehen. Wowereit<br />
ist dafür der Kronzeuge. Deswegen heißt die Alternative:<br />
Schwarz-Gelb oder Rot-Rot-Grün.
</p>
<p>
<b>Siggi Stardust: </b>Warum hat Edmund Stoiber schon<br />
vorab Namen aus dem Merkel-Kompetenzteam verraten?
</p>
<p>
<b>Markus Söder: </b>Es war allen klar, dass Günter<br />
Beckstein als erfolgreichster Innenminister in Deutschland für<br />
die Sicherheit in der gesamten Union gesetzt ist.
</p>
<p>
<b>Android:</b> Wird Horst Seehofer nach der Wahl wieder<br />
eine größere Rolle spielen in der CSU?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Er ist in der CSU stellvertretender<br />
Parteivorsitzender. Und das bleibt er auch.
</p>
<p>
<b>KiezKalle:</b> Worin begründen Sie eine Steuervergünstigung<br />
für Verheiratete? Ist es nicht sinnvoll diese abzuschaffen<br />
und mit dem Geld eine kinderfreundlichere Umgebung zu schaffen?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Wir halten an Ehe und Familie<br />
fest. Daher unterstützen wir die Familie durch einen Kinderbonus<br />
in der Rentenversicherung von 50 Euro und den Steuerfreibetrag je<br />
Kind von 8000 Euro. Damit setzen wir ein starkes Signal für<br />
Familien in Deutschland.
</p>
<p>
<b>Köth:</b> Verstehen sie die Menschen, die aufgrund<br />
16 Jahren Versagens seitens der Union und 7 Jahre katastrophaler<br />
Politik von rot-grün nun die Linkspartei wählen?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Ich verstehe die Enttäuschung<br />
über gebrochene Versprechen. Vor allem Gerhard Schröder<br />
persönlich hat die Menschen enttäuscht. Aber Protestwahl<br />
verbessert nichts. Überall wo die PDS mitregiert, geht es den<br />
Menschen schlechter. Überall dort, wo die Union regiert, geht<br />
es den Menschen besser. Wir brauchen den Wechsel. Das ist konstruktiv<br />
und hilft. Protest bringt keine Arbeitsplätze.
</p>
<p>
<b>T. Mayer:</b> Wie würde ein Einsatz der Bundeswehr<br />
im Inland konkret aussehen? Was versprechen Sie (und Herr Beckstein)<br />
sich davon?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Eine Erhöhung der Sicherheitslage.<br />
Dabei geht es z.B. um eine Entlastung der Polizei beim Objektschutz.
</p>
<p>
<b>Knopf:</b> Wieso wurde im Kompetenzteam von Angela<br />
Merkel niemand für den Bereich Umwelt oder Entwicklungshilfe<br />
benannt?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Umwelt ist benannt mit Gerda<br />
Hasselfeld. Der Bereich Entwicklungshilfe gehört zu dem großen<br />
Kompetenzbereich Außen- und Sicherheitspolitik und wird von<br />
Wolfgang Schäuble vertreten.
</p>
<p>
<b>Qualderwahl:</b> Warum schafft es Herr Stoiber zu<br />
keinem Zeitpunkt, den Eindruck zu erwecken, er unterstütze<br />
Angela Merkel als Kanzlerkandidatin voll und ganz? Das gefährdet<br />
die Chancen für einen klaren Wechsel, und das finde ich sehr<br />
ärgerlich.
</p>
<p>
<b>Markus Söder: </b>Wir wollen den Erfolg der Union.<br />
Die CSU wird dazu in Bayern einen überproportional großen<br />
Anteil bringen. Wir unterstützen Angela Merkel voll und ganz.
</p>
<p>
<b>sim_of:</b> Streben Sie persönlich einen Posten<br />
im Bundeskabinett von Frau Merkel an? Oder bleiben Sie CSU-Generalsekretär?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Ich bleibe CSU-Generalsekretär.<br />
Das ist mein Lieblingsjob.
</p>
<p>
<b>maan:</b> Was denken sie über ihre früheren<br />
Äußerungen, wie z.B. Nationalhymne singen zu Integrationszwecken?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Wir brauchen verbesserte Integration<br />
in Deutschland. Dazu gehört auch ein Bekenntnis zu unseren<br />
gemeinsamen Grundwerten der Verfassung. Vor allem die freiheitlich-demokratische<br />
Grundordnung ist die Basis des Zusammenlebens in Deutschland. Auch<br />
die gemeinsame Sprache ist ein zentrales Anliegen. Nicht jeder muss<br />
die Nationalhymne singen, aber jeder sollte sie verstehen können,<br />
der hier dauerhaft leben will.
</p>
<p>
<b>Qual der Wahl:</b> Als Medienprofi wissen Sie, dass<br />
der Eindruck zählt. Und der ist: Stoiber unterstützt Merkel<br />
nicht voll. Das sehe ich so, das sehen viele andere so. Also noch<br />
mal: Wann wird Herr Stoiber endlich den Eindruck erwecken, er stehe<br />
voll hinter der Kandidatin der Union?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Das sehe ich anders. Wir haben<br />
von Anfang an inhaltliche wie personelle Unterstützung gezeigt.<br />
Dabei bleibt es. Lassen Sie sich nicht von medialen Eindrücken<br />
zu sehr beeinflussen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Der Spiegel berichtete über einen<br />
Eklat zwischen Stoiber und Wulff. Stimmt das?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Was in internen Sitzungen besprochen<br />
wird, bleibt auch intern. An Medienspekulationen beteilige ich mich<br />
nicht.
</p>
<p>
<b>cornelius:</b> Könnten sie sich vorstellen, irgendwann<br />
einmal Ministerpräsident in Bayern zu werden?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Meine Vorstellung reicht im<br />
Moment vor allem bis zum 18. September, 18 Uhr. Dafür arbeite<br />
ich wirklich hart. Daher habe ich keine Zeit über die ferne<br />
Zukunft zu philosophieren.
</p>
<p>
<b>Caesar1809:</b> Herr Wulff hat diesen Eklat in einer<br />
Talkshow selbst bestätigt.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Das ist die Sache von Christian<br />
Wulff. Es gibt wichtigeres als Talkshows.
</p>
<p>
<b>Shaggy:</b> Wieso will die CDU am Konzept der Wehrpflicht<br />
weiterhin festhalten? Gerecht finde ich dieses System nicht mehr,<br />
da nur noch etwa 10 Prozent meines Jahrgangs zum Bund mussten.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Die Wehrgerechtigkeit ist in<br />
der Tat eine große Herausforderung. Dies muss in Einklang<br />
mit den Herausforderungen der Bundeswehr stehen. Ich stehe zur Wehrpflicht,<br />
weil damit die neuen Aufgaben von Landesverteidigung, Heimatschutz<br />
und Sicherheit am besten zu verwirklichen sind. Allerdings brauchen<br />
wir mehr Wachstum, um die Bundeswehr dafür auch entsprechend<br />
ausrüsten zu können. Eine Berufsarmee wäre teurer<br />
und würde ihre Bindung zu der Gesellschaft verlieren.
</p>
<p>
<b>BayerausUeberzeugung:</b> Ich finde, zu Zeiten von<br />
Franz Josef Strauß ist es der CSU besser gelungen, sich von<br />
der CDU abzuheben und eigenes Profil zu bewahren. Wie denken Sie<br />
darüber, Herr Söder?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Wir haben unser eigenes Profil.<br />
Das belegt die hohe Zustimmung der Bayern zur CSU. Jetzt kommt es<br />
aber auf den gemeinsamen Wechsel an. Das geht nur mit CDU und CSU.<br />
Das hat auch Franz Josef Strauß gewusst.
</p>
<p>
<b>Lupenrein: </b>Nimmt sich die CSU als bayerische Regionalpartei<br />
bundespolitisch nicht zu viel heraus? Die genauso große NRW-Landesgruppe<br />
zumindest tritt öffentlich nicht so protzig auf.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Die CSU tritt immer bescheiden<br />
und zurückhaltend auf. Wir setzen auf Argumente und meistens<br />
können diese auch überzeugen.
</p>
<p>
<b>Wester:</b> Welche Rolle wird die CSU im Falle eines<br />
Wahlsiegs der Union spielen?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Eine positiv-konstruktive wie<br />
in jeder Unionsregierung bisher. Wir wollen, dass Deutschland wieder<br />
stärker wird.
</p>
<p>
<b>socke: </b>Wie hoch wird die Zahl der Arbeitslosen,<br />
sagen wir, im Jahr 2009 sein, wenn die Union am 18.9. die Wahl gewinnt?
</p>
<p>
<b>Markus Söder: </b>Eine genaue Festlegung hat<br />
wenig Sinn und wäre unseriös. Wir sind aber sicher, dass<br />
wir mit unseren Konzepten viele Arbeitsplätze schaffen können.
</p>
<p>
<b>Polizei:</b> Sind Sie der gleichen Meinung, wie Ihr<br />
Kollege Glos, dass Drogenabhängige in einer Gendatenbank erfasst<br />
werden sollten?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Wir sind, anders als die PDS,<br />
gegen die Freigabe harter Drogen. Wir müssen Dealer bekämpfen<br />
und Abhängigen aus der Sucht helfen. Gerade Bayern ist bei<br />
der Suchttherapie besonders engagiert.
</p>
<p>
<b>alphachris:</b> Wie steht die CSU zu den Rechten von<br />
Lesben und Schwulen? Es gibt eine große Angst, dass die Toleranz<br />
dieser Minderheiten durch die Union zurückgedrängt wird.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Wir respektieren die private<br />
Lebensentscheidung eines jeden Einzelnen. Wir glauben aber, dass<br />
aus Sicht der Gesamtgesellschaft die Familie besonders schützenswert<br />
ist.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Unsere Zeit ist bereits um. Vielen<br />
Dank an alle User für das große Interesse. Etliche Fragen<br />
sind leider unbeantwortet geblieben. Vielen Dank, Herr Söder,<br />
dass Sie sich Zeit für den Chat genommen haben. Das Transkript<br />
dieses Chats finden Sie auf den Seiten der Veranstalter. Den nächsten<br />
Chat gibt es am 26. August von 12.30 bis 13.30 Uhr mit Brandenburgs<br />
Innenminister Jörg Schönbohm.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Alles Gute und auf Wiedersehen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Steuerausfälle und Zuwanderung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/steuerausfaelle_und_zuwanderung-215/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mfrost]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 May 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
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					<description><![CDATA[<b>Markus Söder (CSU)<!-- #EndEditable --> 
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->13.05.2004<!-- #EndEditable -->]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Markus Söder (CSU)<!-- #EndEditable --><br />
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->13.05.2004<!-- #EndEditable --><br />
</b><br />
<!-- #BeginEditable "chat" --> </p>
<p>
<b>Moderator:</b> Liebe Politik-Interessierte, willkommen<br />
im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe tacheles.02 ist ein Format von tagesschau.de<br />
und politik-digital.de und wird unterstützt von tagesspiegel.de<br />
und von sueddeutsche.de. Zum Chat begrüße ich heute in München<br />
den Generalsekretär der CSU, Markus Söder.
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/msoeder.jpg" alt="Markus Söder, CSU-Generalsekretär" align="left" height="114" width="84" />Markus<br />
Söder:</b> Hallo. Ich freue mich auf unser Gespräch zur<br />
Mittagsstunde. Ich hoffe, alle haben gut gegessen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wir werden heute sicher auch über<br />
die jüngste Steuerschätzung reden &#8211; 8,3 Milliarden Steuereinnahmen<br />
in diesem Jahr und 9,6 Milliarden weniger im nächsten Jahr sind<br />
ein herber Schlag für Finanzminister Eichel. Sie können dazu<br />
und zu anderen Themen bereits Fragen stellen, zunächst aber zur<br />
Zuwanderung.
</p>
<p>
<b>kleidoskop3:</b> Das Zuwanderungsgesetz verheddert sich<br />
in einem Gezerre um die Sicherheitsfragen. Dadurch werden andere, wichtige<br />
Entscheidungen (Integration, Arbeitsmigration, etc.) verhindert und<br />
die Entscheidungsfähigkeit Deutschlands wird blockiert! Was sagen<br />
Sie dazu?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Es geht dabei vor allem um die<br />
Sicherheitsfragen. In Deutschland brauchen wir kein Mehr an Zuwanderung,<br />
sondern eine Begrenzung. Aber viel wichtiger ist die Sicherung vor der<br />
terroristischen Herausforderung. Und dabei muss ich die Koalition bewegen:<br />
Die Sicherheit der Bürger geht vor Koalitionsfrieden bei Rot-Grün.
</p>
<p>
<b>trimmer:</b> Renommierte Wirtschaftsforschungsinstitute<br />
drängen darauf, dass Deutschland Zuwanderer braucht, um das Beschäftigungsniveau<br />
langfristig halten zu können. Gerade aus Ihrer Partei wird immer<br />
nur von einem Zurückdrängen der Zuwanderung gesprochen. Leben<br />
Sie an der Wirklichkeit vorbei oder passt das einfach nicht in ihre<br />
Programmatik?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Bei über 4,6 Millionen Arbeitslosen<br />
und dem täglichen Abwandern von Arbeitsplätzen aus Deutschland<br />
kann niemand ernsthaft eine massive Ausweitung der Zuwanderung fordern.<br />
Wir brauchen eher eine Begrenzung. Und eine klare Regelung, wie wir<br />
mit den Bedrohungen durch den Terrorismus umgehen. Das ist der entscheidende<br />
Punkt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Vorhin sprachen Sie von Begrenzung, jetzt<br />
„eher“ von Begrenzung: Wie radikal darf es denn sein: Keine<br />
ausländischen Facharbeiter hier in Deutschland?
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/photos/soeder01.jpg" alt="Markus Soeder im Chat" align="left" height="180" width="240" />Markus<br />
Söder:</b> In bestimmten Bereichen macht es durchaus Sinn,<br />
Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. Eine generelle<br />
Ausweitung bzw. ein Aufheben des Anwerbestopps ist jedoch das völlig<br />
falsche Signal für den Arbeitsmarkt. Aber ich bleibe dabei: Die<br />
dringenderen Fragen betreffen die Sicherheit. Und hier muss Rot-Grün<br />
zeigen, ob es ihr ernst ist, den Gefahren wirksam zu begegnen. Dabei<br />
reichen nicht nur Interviews, sondern es bedarf seriöser Gesetzestexte.
</p>
<p>
<b><br />
ewiurhuw:</b> Aber Deutschland ist ein Einwanderungsland. Wir brauchen<br />
eine gesteuerte Einwanderung: Das fordert auch die Wirtschaft. Wir brauchen<br />
keinen Parteienpoker!
</p>
<p>
<b>muller:</b> Aber die Bevölkerung schrumpft. Wir brauchen<br />
doch gute Leute &#8211; egal woher?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Stimmt, wir brauchen keinen Parteienpoker.<br />
Uns geht es um die Sicherheit der Bürger, nicht um Ideologie. Der<br />
demographischen Herausforderung kann man nicht mit Zuwanderung begegnen.<br />
Dazu braucht es eine intensive Familienpolitik und eine Verbesserung<br />
der Betreuungsmöglichkeiten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die Grünen entwickeln sich zu einem<br />
Sicherheitsrisiko für Deutschland, sagen Sie. Aus Sicht der Grünen<br />
gibt es jede Menge Zugeständnisse an Innenminister Schily und die<br />
Union, die ja wohl nicht weit auseinander sind. Worin liegt das Sicherheitsrisiko?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Weil die Grünen den Bundesinnenminister<br />
letztlich nicht zu den entscheidenden Fragen vorlassen.
</p>
<p>
<b>mboka:</b> &#8230; den entscheidenden Fragen wie der totalen<br />
Überwachung aller Bürger?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Zum Beispiel: Schnellere Möglichkeiten<br />
zur Ausweisung bei entsprechenden Gefährdungstatbeständen,<br />
die Erstellung einer zentralen islamistischen Datei oder die Verhinderung<br />
der Einreise von Personen, die z.B. in Taliban-Trainingscamps gewesen<br />
sind. Darum geht es und die Grünen haben sich bislang nicht bewegt.<br />
Schade! Zu mboka: Quatsch! Es geht um Sicherheit, nicht um Überwachung.
</p>
<p>
<b>Skeptiker:</b> Die These von der Bedrohung durch den Terrorismus,<br />
welche durch geschlossene Grenzen abzuwehren sei, dazu würde mich<br />
mal der Standpunkt der CSU interessieren. Kann die Ablehnung von Arbeitserlaubnissen<br />
Terroristen aufhalten?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Die Überprüfung von Personen,<br />
die nach Deutschland wollen, muss genauer und mit mehr rechtlichen Möglichkeiten<br />
ausgestattet werden. Das internationale Bedrohungsszenario gilt auch<br />
für Deutschland.
</p>
<p>
<b>ajo:</b> Wie kann die CSU oder die Union es überhaupt<br />
verantworten, ein Gesetz zu verhindern, von dem die Wirtschaft allgemein<br />
sagt, dass Deutschland es dringend benötigt? Da ja gerade sich<br />
die Union als immer die einzige Partei bezeichnet, die die Wirtschaft<br />
wirklich fördern würde?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Die wirtschaftlichen Probleme in<br />
Deutschland liegen an einer chaotischen Steuerpolitik, einem völlig<br />
überregulierten Arbeitsmarkt, den hohen Lohnnebenkosten und einer<br />
skandalösen Verschuldungspolitik von Rot-Grün. Ein mögliches<br />
Zuwanderungsgesetz löst nun wirklich keines dieser Probleme.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Mit Teil eins der Problembeschreibung haben<br />
Sie ja &#8211; je nach politischer Einstellung &#8211; vielleicht Recht. Das sieht<br />
wohl auch die Wirtschaft so. Trotzdem will sie aber das Zuwanderungsgesetz.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Und auch eine deutliche Lohnsenkung.<br />
Das würde die CSU aber nicht unterstützen. Sie sehen, wir<br />
haben das gesamte Interesse im Auge. Daher müssen wir bei diesem<br />
Gesetzesvorhaben auch die Sicherheitsfragen berücksichtigen. Außerdem<br />
fordert die Wirtschaft noch intensiver als die Zuwanderung eine Beseitigung<br />
der berechtigten Probleme in der Steuer- und Arbeitsmarktpolitik.
</p>
<p>
<b>Möh:</b> Das Gefühl, dass es ihnen nicht um<br />
parteipolitische Spielchen geht, hat man jedoch nicht, wenn man sieht,<br />
wie die CDU im Laufe der Verhandlungen immer mehr von ihrer ursprünglichen<br />
Position abgerückt ist und nun das ursprüngliche Zuwanderungsgesetz<br />
fast komplett ausgehöhlt hat, nur um Rot Grün zu immer mehr<br />
Kompromissen zu zwingen.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Ich kann nichts für Ihre Gefühle,<br />
aber es geht wirklich nach der erhöhten Bedrohung durch den islamistischen<br />
Terrorismus um die Sicherheit in Deutschland. Die Anschläge in<br />
Madrid haben gezeigt, der Terror hat auch Europa erreicht. Und Bundesinnenminister<br />
Schily scheint das ja ähnlich zu empfinden. Nur die Grünen<br />
blockieren. Jetzt muss sich die SPD entschieden, was ihr wichtiger ist:<br />
Der Frieden in der Koalition oder der Frieden im Land.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal konkretes Beispiel: Eine Sicherungshaft<br />
für mutmaßliche Terroristen ohne zeitliche Begrenzung und<br />
richterliche Überprüfung der Fakten &#8211; und die sind bei &quot;mutmaßlichen&quot;<br />
Terroristen schwer zu klären &#8211; würde Ihnen vom Verfassungsgericht<br />
vermutlich schnell wieder verboten werden. Reden Sie da nicht ein bisschen<br />
nur für die Schlagzeilen?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Nein. Alle anerkannten Sicherheitsexperten<br />
in Deutschland fordern eine Verschärfung der Gesetzeslage. Wie<br />
es übrigens in anderen europäischen Ländern zum Teil<br />
Rechtspraxis ist.
</p>
<p>
<b>Martin90:</b> &quot;alle&quot; ist polemisch
</p>
<p>
<b>supergromit:</b> Sehen Sie hinter jedem Ausländer<br />
jemanden der Deutschland schwächt oder doch der Deutschland bereichert<br />
&#8211; auch in Bezug auf Kultur und Toleranz?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Quatsch! Ich bin sehr für<br />
Integration. Wir müssen intensiv daran arbeiten, alle hier lebenden<br />
Menschen zu integrieren. Dabei müssen wir aber selbstverständlich<br />
erwarten können, dass alle unsere freiheitlich demokratische Rechtsordnung,<br />
die Freiheit des Glaubens und die Rolle der Frau so akzeptieren, wie<br />
wir alle es empfinden. Darum geht es und nicht um Vorurteile oder Unterstellungen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das führt zum nächsten Thema,<br />
zu dem reichlich Fragen vorliegen:
</p>
<p>
<b>ginger:</b> Das Deutsch-Türkische Forum (DTF) in<br />
der CDU protestiert gegen ihre Ankündigung, die EU-Wahl zur Volksabstimmung<br />
über einen Beitritt zu machen. Ziehen sie ihren Plan zurück?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Nein.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Ein bisschen Fanpost:
</p>
<p>
<b>sven32os:</b> Verehrter Herr Söder: ich möchte<br />
Ihnen eigentlich keine Frage stellen, sondern nur ganz deutlich zum<br />
Ausdruck bringen, dass Sie auf jeden Fall weiterhin gegen einen EU-Beitritt<br />
der Türkei kämpfen sollten. Und ich möchte betonen, dass<br />
ich in keiner Weise ausländerfeindlich bin (das wird einem ja schnell<br />
unterstellt wenn man derartige Positionen vertritt). Meine Erfahrung<br />
zeigt, dass die Türkei bzw. auch die Türken selbst, nicht<br />
&quot;reif&quot; für einen Beitritt sind. Alles Gute für Sie!
</p>
<p>
<b>Araber:</b> Wieso behauptet die CSU, dass sie in der Lage<br />
sei, einen Beitritt der Türkei zu verhindern?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Danke. CDU/CSU gemeinsam setzen<br />
uns für eine privilegierte Partnerschaft mit der Türkei ein.<br />
Aber ein Beitritt zur EU würde Europa wirtschaftlich und geografisch<br />
überfordern. Wir müssen jetzt 10 neue Staaten in die EU integrieren<br />
&#8211; das ist allein eine gewaltige Aufgabe. Außerdem braucht Europa<br />
Grenzen.
</p>
<p>
zu Araber: Weil Rot-Grün zum Einem das Votum der Menschen in Deutschland<br />
nicht ignorieren darf. Zum anderen muss auch der Bundesrat bei Erweiterungen<br />
zustimmen. Im konkreten Fall wird die CDU/ CSU gemeinsam im Bundesrat<br />
dagegen stimmen.
</p>
<p>
<b>Barakuda:</b> Wie kann man denn geografisch überfordert<br />
sein? Außerdem habe ich bis jetzt von der CDU/CSU noch kein Argument<br />
gehört, was gegen die Türkei spricht.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Die Türkei liegt zu 97 Prozent<br />
nicht in Europa. Außerdem kommen nach wie vor die meisten anerkannten<br />
Asylbewerber aus der Türkei und schließlich würde ein<br />
Beitritt der Türkei auch die finanziellen Grenzen der Integrationskraft<br />
sprengen.
</p>
<p>
<b>Kurt Eisler:</b> Welche geographischen Grenzen stellen<br />
Sie sich für Europa vor?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Europa hat klare Grenzen. Asien<br />
und Afrika sind selbständige Kontinente und gehören nicht<br />
zu Europa. Ein Blick auf den Globus zeigt dies sehr deutlich.
</p>
<p>
<b>Vinceflynn:</b> Grundsätzlich unterstütze ich<br />
Ihre Aussage: Europa braucht eine Abgrenzung, und die sollte nicht etwa<br />
erst am Irak beginnen, das macht weder wirtschaftlich noch geografisch<br />
oder sicherheitspolitisch Sinn. Allerdings ist Deutschland meiner Meinung<br />
nach nicht in der Position, andere Länder wegen ihrer schlechten<br />
Wirtschaftslage zu kritisieren. Und auch eine CDU/CSU Regierung würde<br />
den Stabilitätspakt nicht von heute auf morgen erfüllen.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Danke für die Unterstützung.<br />
Sie haben sicher Recht, dass Deutschland in Europa Schlusslicht in ökonomischen<br />
Fragen wird. Gerade die skandalöse Art und Weise, wie die Bundesregierung<br />
den Stabilitätspakt untergräbt, belegt dies. Die Union würde<br />
anstatt ständig neue Schulden zu machen, sparen und die Rahmenbedingungen<br />
für Investoren und Verbraucher verbessern. Aber trotzdem liegt<br />
die durchschnittliche Wirtschaftskraft der Türkei noch deutlichst<br />
unter dem EU-Durchschnitt.
</p>
<p>
<b>Supergromit80:</b> Wissen Sie &#8211; wenn die EU nicht will,<br />
dann erreicht es den Punkt, an dem die Türkei sich umdreht und<br />
dann schadet es der EU und nicht der Türkei. Bedenken Sie dies<br />
einmal: Viele Multinational Corporations sind mittlerweile in der Türkei<br />
angesiedelt weil Sie nämlich wirtschaftlich die Voraussetzungen<br />
mehr erfüllt als z.B. Polen!!!
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Wir fordern eine privilegierte<br />
Partnerschaft, die wirtschaftliche Beziehungen unterstützt. Trotzdem<br />
bleiben die Bedenken gegen einen Beitritt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal zum Globus bzw. Kartenlesen:
</p>
<p>
<b>azurro:</b> Also gehört Israel ebenso entschieden<br />
nicht in die EU?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Wenn man die Türkei aufnehmen<br />
will, wie soll man dann einen Beitritt von Tunesien, Marokko oder auch<br />
Israel verweigern?
</p>
<p>
<b>Barakuda:</b> Eine privilegierte Partnerschaft ist wie<br />
ein Schlag ins Gesicht. Unhöfflicher kann man einem nicht sagen,<br />
dass man ihn nicht will.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Das ist nicht so. Wir wollen enge<br />
freundschaftliche Beziehungen mit der Türkei. Wir stehen als Union<br />
anders als Rot-Grün zur Sicherheitspartnerschaft mit der Türkei.<br />
Aber der Beitritt ist etwas anderes. Schade, dass Sie es so empfinden.
</p>
<p>
<b>Bugatti:</b> Wenn die CSU neuerdings ihr Herz für<br />
den Feminismus entdeckt hat (&quot;Rolle der Frau so akzeptieren&quot;),<br />
müssten Sie an der kemalistischen Verfassung der Türkei doch<br />
Ihre Freude haben. Die sieht nämlich die Gleichstellung der Frau<br />
vor und verbietet das Kopftuch.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Da haben Sie Recht. Leider gibt<br />
es Vertreter von Rot-Grün, die das wiederum anders sehen und für<br />
die Kopftücher sind.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kleiner Schwenk auf die Finanzen:
</p>
<p>
<b>urudern:</b> Eichel: Die Steuermindereinnahmen in Höhe<br />
von 61 Milliarden Euro bis zum Jahr 2007 würden ihn nicht von seinem<br />
Konsolidierungskurs abhalten, lese ich. Glauben sie das?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Nein, das ist ein Witz. Aber ein<br />
schlechter. Hans Eichel hat überhaupt keine Unterstützung<br />
beim Sparen in der SPD. Dabei ist Schuldenmachen der falsche Weg. Schulden<br />
von heute, sind Steuern von morgen und Zinsen von jetzt. Bereits heute<br />
ist die Zinszahlung für alte Schulden der zweithöchste Haushaltsposten<br />
in Deutschland.
</p>
<p>
<b>Araber:</b> Alte Schulden der CDU!
</p>
<p>
<b>Ovid:</b> Woher wissen Sie das, dass Eichel beim Sparen<br />
keine Unterstützung hat? Woran machen Sie das fest?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> zu Araber: Die Schulden der letzen<br />
3 &#8211; 4 Jahre sind gerade wegen der hohen Arbeitslosigkeit immer weiter<br />
gestiegen. Ein Gegensteuern von Rot-Grün ist nicht erkennbar.
</p>
<p>
zu Ovid: Interviews von Müntefering belegen das. Die SPD ist der<br />
Totengräber des Stabilitätspaktes in Europa. Wer immer neue<br />
Schulden macht versündigt sich an der nächsten Generation.
</p>
<p>
<b>Barakuda:</b> Aber sie haben doch, als die CDU/CSU an<br />
der Regierung war, genauso gehandelt und Jahre lang Schulden gemacht.<br />
Warum darf die SPD dies jetzt nicht? Ich persönlich bin strikt<br />
gegen Schulden, schon immer gewesen.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Das ist so nicht richtig. Denn<br />
gerade die EU-Osterweiterung zeigt die neue wirtschaftliche Konkurrenz.<br />
Darauf muss sich Deutschland einstellen. Die Finanzlöcher entstehen<br />
in Folge der hohen Arbeitslosigkeit und der fehlenden Wachstumspolitik.<br />
Daher helfen auch keine neuen Schulden, es braucht eine andere Politik<br />
&#8211; und zwar jetzt!
</p>
<p>
<b>Ovid:</b> Nicht dass ich Rot-Grün irgendwie Schützenhilfe<br />
leisten wollte &#8211; aber was ist denn die Alternative Ihrer Meinung nach?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Steuern runter und international<br />
konkurrenzfähig machen. Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, z.B.<br />
beim Kündigungsschutz. Und wir müssen länger arbeiten.<br />
Senkung der Lohnnebenkosten, durch z.B. aktivierende Sozialhilfe. Und<br />
ein Umsteuern bei den Staatsausgaben, weg von konsumtiven hin zu investiven<br />
Bereichen. All das schafft mehr Arbeitsplätze und Wohlstand.
</p>
<p>
<b>nasebohne:</b> Man kann sich ja auch nicht kaputtsparen.<br />
Wo wollen Sie das nötige Geld denn herholen? Wohl vom kleinen Mann?<br />
An das andere Geld kommen Sie ja auch nicht ran. Brauchbare und realisierbare<br />
Vorschläge Herr Söder &#8211; nicht nur meckern! Was verstehen Sie<br />
unter Wachstumspolitik? Weniger Lohn?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> siehe Antwort vorher.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zweimal in die gleiche Richtung und die<br />
Frage, können wir ein paar Minuten überziehen, ich hätte<br />
noch ein paar:
</p>
<p>
<b>Skeptiker:</b> Ich glaube wir sollten uns alle mal eingestehen,<br />
dass wir unser immenses Wohlstandsniveau angesichts der neuen Wettbewerbsbedingungen<br />
nicht halten können. Und die CSU sollte endlich aufhören,<br />
uns vorzumachen, dass das doch möglich sei. Und wenn sie das glaubt<br />
bewerkstelligen zu können, dann möchte ich gerne wissen wie?
</p>
<p>
<b>Ovid:</b> Aber mit Steuern runter &#8211; Entschuldigung, ich<br />
bin Theologe, kein Mathematiker &#8211; mit Steuern runter wird doch erst<br />
einmal das Loch im Haushalt noch größer &#8211; und wie soll man<br />
das dann füllen?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Jeder Volkswirt weiß: Wenn<br />
man Steuern ständig erhöht, wird der Ertrag geringer und umgekehrt.<br />
Da aber die Bundesregierung wirtschaftlichen Sachverstand ignoriert,<br />
könnten sie helfen. Bei Rot-Grün kommt man wahrscheinlich<br />
nur mit Beten weiter.
</p>
<p>
zu skeptiker: gleiche Antwort wie nasebohne.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Herr Söder, in Sachen Kanzlerkandidatur-Streit<br />
in der Union ist ja jetzt endlich die Lösung da. Merkel wird Kanzlerkandidatin<br />
und CSU-Chef Edmund Stoiber macht als Herr über das Finanz- und<br />
das Wirtschaftsministerium den Superminister. Das berichten zumindest<br />
der &quot;Münchner Merkur&quot; und die &quot;Syker Kreiszeitung&quot;.<br />
Selbst wenn es noch nicht beschlossen und besiegelt ist, das ist doch<br />
die Ideallösung oder?
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Unsinn. CDU/ CSU sind sich einig,<br />
dass Personalfragen für die Bundestagswahl Anfang 2006 gemeinsam<br />
entschieden werden. Jetzt geht es um Sach- und nicht um Personalfragen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Eine Stunde ist um, vielen Dank für<br />
das große Interesse. Herzlichen Dank an Herrn Söder in München,<br />
schön, dass Sie Zeit für den Chat hatten. Die Transkripte<br />
aller Chats finden Sie auf den Seiten der Veranstalter. Der nächste<br />
tacheles.02-Chat findet am 21. Mai mit dem thüringischen Ministerpräsidenten<br />
Dieter Althaus statt. Das tacheles.02-team wünscht allen noch einen<br />
schönen Tag.
</p>
<p>
<b>Markus Söder:</b> Grüße und Dank für<br />
das Gespräch.</p>
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