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	<title>Martin Fuchs &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Rathaus 2.0 – Soziale Netzwerke für besseren Bürgerdialog</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jul 2014 15:55:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Bürokratie ist nicht gerade als flinke neugierige Katze bekannt, die unablässig nach neuen Wegen sucht, ihre Bürger zu erreichen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left" align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/rathaus20_teaserbild_engagement.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-140853 alignnone" alt="rathaus20_teaserbild_engagement" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/rathaus20_teaserbild_engagement.jpg" width="540" height="240" /></a><br />
Die Bürokratie ist nicht gerade als flinke neugierige Katze bekannt, die unablässig nach neuen Wegen sucht, ihre Bürger zu erreichen. Das ist mitunter nicht schlecht, weil viele Hypes ebenso schnell verpuffen wie sie aufgekommen sind. Doch soziale Netzwerke sind längst als Kommunikationsmittel etabliert – und es steckt viel Potenzial für die Kommunalpolitik darin.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Ist Ihr Bürgermeister auf Twitter? Meiner, Dieter Salomon aus Freiburg im Breisgau, ist es nicht. Dafür ist die <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="https://twitter.com/freiburg">Stadt Freiburg</a></span></span> sehr aktiv auf Twitter. Mit ihrem gemeinsamen Twitteraccount „Rathaus 2.0“ haben der Social Media-Experte <a href="http://www.hamburger-wahlbeobachter.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Fuchs</a> und Franz-Reinhard <a href="http://www.habbel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Habbel</a>, <a href="http://www.dstgb.de/"><span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline">Sprecher des </span></span><span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline">D</span></span><span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline">eutschen Städte- und Gemeindebundes,</span></span></a> <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://buerger-freunde.de/rathaus-2-0-gestartet">Twitterlisten</a></span></span> erstellt, die die Twitteraccounts auf kommunaler Ebene, von Großstädten über Gemeinden bis hin zu Landkreisen, aufführen. Mit ihrem <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="https://twitter.com/Rathaus20">Twitteraccount</a></span></span> wollen die Beiden einen zentralen Ort des Austauschs über den Einsatz sozialer Netzwerke in Kommunen und Verwaltungen schaffen, den es bisher in dieser Form nicht gibt.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Einsatz sozialer Netzwerke in der Politik</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Während die <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.hamburger-wahlbeobachter.de/2013/10/18-deutscher-bundestag-95-prozent-der.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundestagsabgeordneten</a></span></span> inzwischen eifrig die sozialen Netzwerke zur Kommunikation einsetzen und immer mehr Landtagsabgeordnete nachziehen, schwankt der Einsatz auf Kommunalebene bundesweit sehr stark. Die 100 größten deutschen Städte sind in den sozialen Netzwerken bereits sehr stark vertreten: 79 Prozent von ihnen sind auf Facebook, 75 Prozent auf Twitter und 66 Prozent verfügen über einen YouTube-Kanal.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Als unverzichtbar gilt es landläufig für Kommunalpolitiker, im Wahlkampf sämtliche Vereine der Kommune abzuklappern und sich den Bürgern persönlich vorzustellen. Unlängst zeigte der <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://buggisch.wordpress.com/2014/04/14/social-media-im-kommunalwahlkampf-interview-mit-dem-neuen-erlanger-oberburgermeister-florian-janik/">Wahlsieg</a></span></span> des neuen Bürgermeisters von Erlangen, <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="https://www.facebook.com/florian.janik.35" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Florian Janik</a></span></span>, dass der Einsatz oder Verzicht von sozialen Netzwerken inzwischen über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Schillerndstes Beispiel auf Kommunalebene ist wohl der Bürgermeister der Gemeinde Wennigsen/Deister in Niedersachsen, <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="https://twitter.com/Wennigsen">Christoph Meineke</a></span></span>, der Twitter äußerst rege zur Kommunikation mit seinen Bürgern nutzt.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Über die genaue Zahl <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://buggisch.wordpress.com/2014/02/04/wie-viele-twitter-nutzer-gibt-es-in-deutschland/">aktiver Twitternutzer</a></span></span> in Deutschland herrscht keine Klarheit, sicher ist hingegen, dass ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung deutlich kleiner ausfällt als in vielen anderen Staaten. Daher stellt sich unausweichlich die Frage nach dem Nutzen für eine Stadt oder Gemeinde, eigens personelle Ressourcen für einen Twitteraccount aufzuwenden.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Die Wahl der Strategie ist entscheidend</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Für Martin Fuchs ist der Nutzen abhängig von der Strategie, die die jeweilige Stadt auf Twitter verfolgt: Liegt der Schwerpunkt auf der Verbreitung aktueller Service-Informationen (z.B. Hochwasser, Straßensperrungen oder geänderte Öffnungszeiten), auf Tourismuswerbung oder soll ein ernstzunehmender Rückkanal für die Kommunikation mit den Bürgern geschaffen werden? Von Facebook <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://allfacebook.de/nutzerzahlen/">wissen wir</a></span></span>, dass 26 Millionen Deutsche ein Profil in dem sozialen Netzwerk pflegen. Zur Einbindung ihrer jungen Bürger ist Facebook ein wichtiger Kanal in der Kommunalpolitik, da sich junge Menschen überwiegend auf Facebook über <a href="http://www.presseportal.de/pm/62483/2550502/junge-internetnutzer-informieren-sich-ueber-das-aktuelle-zeitgeschehen-primaer-ueber-facebook">das aktuelle Zeitgeschehen informieren</a>. Dagegen diene Twitter, so Martin Fuchs, vorwiegend als Wissensquelle und dazu, wichtige Persönlichkeiten und Multiplikatoren mit Informationen zu versorgen.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Einsatz muss ubiquitär sein</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Entscheidet sich eine Behörde oder ein Politiker für den Einsatz sozialer Netzwerke, dann sollte sie diesen auch konsequent umsetzen und in alle Aktivitäten der Behörde oder Person mit einbinden. Nur dann kann das volle Potenzial der sozialen Netzwerken genutzt werden. Doch leider verlinken manche Behörden nicht einmal auf ihren eigenen Seiten auf ihren Twitteraccount oder tun dies nur sehr versteckt. Der verwaiste Twitteraccount des <a href="https://twitter.com/Kreis_Lippe"><span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline">Landkreis</span></span><span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline">es</span></span><span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"> Lippe</span></span></a> oder der von <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="https://twitter.com/zuhauseimladadi/with_replies">Darmstadt-Dieburg</a></span></span>, der nur eigene Informationen verbreitet, statt auch anderen Nutzern zu folgen, sind keine Musterbeispiele für die Nutzung sozialer Netzwerke auf Kommunalebene.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Facebook und Twitter sind nicht die einzigen sozialen Netzwerke</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Schließlich darf sich die Diskussion um die Nutzung sozialer Netzwerke in Kommunen und Verwaltungen nicht zu stark auf Facebook und Twitter beschränken. Mit <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.seniorbook.de/">Seniorbook.de</a></span></span> gibt es beispielsweise ein soziales Netzwerk aus Deutschland, das besonders unter älteren Menschen beliebt ist, u.a. weil es sich streng an die deutschen Datenschutzregeln hält. In einigen Städten gibt es zudem sogenannte Stadtwikis (z.B. <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://ka.stadtwiki.net/Hauptseite">Karlsruhe</a></span></span>, <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.stadtwiki-stuttgart.de/">Stuttgart</a></span></span>, <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.koelnwiki.de/">Köln</a></span></span>), auf denen Bürger Informationen über die Städte zusammentragen können. Es offenbart sich also ein Strauß an Möglichkeiten für Kommunen und Verwaltungen, um den Dialog mit ihren Bürgern neu zu gestalten. Es ist ihnen nur noch mehr Mut zu wünschen, mit den sozialen Netzwerken zu experimentieren und anderswo Erprobtes selbst umzusetzen.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/krisolin/6913210065/sizes/o/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kris Olin</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">CC BY-NC-SA 2.0</a>)</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="wp-image-139428 alignnone" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>@President – Wie Staatsoberhäupter twittern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2014 09:58:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Putin retweeten oder Obama folgen &#8211; kein Problem! Regierungschefs in der ganzen Welt haben den Mikrobloggingdienst Twitter längst für sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Putin retweeten oder Obama folgen &#8211; kein Problem! Regierungschefs in der ganzen Welt haben den Mikrobloggingdienst Twitter längst für sich entdeckt. Einige von ihnen kommen dabei auf sehr beachtliche Followerzahlen und werden auch kräftig retweetet. Die Twiplomacy Studie 2014 gibt einen aktuellen Überblick über  das Online-Gezwitscher der Obrigkeiten aus Kreml, Weißem Haus und Co. Social Media-Experte Martin Fuchs hat sich die Erhebung und ihre Ergebnisse genau angeschaut und fand den einen oder anderen Kritikpunkt.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=COgwKktrSfM&amp;feature=youtu.be" title="Twiplomacy 2014" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/COgwKktrSfM?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Vor gut einem Jahr hatten wir auf <a href="http://politik-digital.de/staats-gezwitscher-in-europa-und-der-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a> bereits über das weltweite <a href="http://twiplomacy.com/blog/twiplomacy-study-2014/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter-Ranking der  Regierungsoberhäupter</a> berichtet. Seitdem hat sich die Zahl der untersuchten Accounts um 139 auf insgesamt 644 erhöht. Mittlerweile, so die Studie, seien immerhin 83 Prozent der Regierungen von UN-Staaten auf Twitter vertreten. Wenig geändert hat sich hingegen auf den Spitzenpositionen. Der Papst, <a href="https://twitter.com/Pontifex" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@Pontifex</a>, ist auch in diesem Jahr Feedback-König im Twitternetzwerk: Tweets aus dem Vatikanstaat wurden im vergangenen Jahr am meisten retweetet, im Durchschnitt über 10.000 Mal. Auf die größte Fangemeinde mit etwa 43,7 Millionen Followern kommt weiterhin US-Präsident <a href="https://twitter.com/BarackObama" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@BarackObama</a>. Neuling im Kreis der meist gefolgten Twitterer und auf Platz 5 des Rankings ist in diesem Jahr der indische Premierminister <a href="https://twitter.com/narendramodi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@NarendraModi</a>. Damit schickt sich der seit Mai dieses Jahres amtierende Regierungschef an, sogar das <a href="https://twitter.com/WhiteHouse" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weiße Haus</a> zu überholen. Mit 4.967.847 erreichten Nutzern fehlen ihm hierzu nur noch weniger als 10.000 neue Follower.</p>
<h3>Twittern à la Merkel?</h3>
<p>Lediglich Zaungast ist und bleibt die deutsche Regierungsspitze: Wie auch im Vorjahr verfügt kein deutscher Spitzenpolitiker über einen Account in dem sozialen Netzwerk. Unsere Regierungsvertreter werden von den Verfassern dementsprechend zu „Twitter-Außenseitern“ ernannt. Dass die deutsche Kanzlerin nicht selbst auf Twitter unterwegs ist und stattdessen Sprecher Steffen Seibert über <a href="https://twitter.com/RegSprecher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@RegSprecher</a> offizielle Tweets absetzen lässt, passe allerdings zu Merkels „präsidialem Führungsstil“ und entspreche auch  eher der Regel unter Spitzenpolitikern, so Christian Thams von der Agentur Burson-Marsteller, die die Studie verfasst hat. Allerdings ergab die Untersuchung auch, dass unter den Regierungschefs und Staatsoberhäuptern zumindest Zwei Drittel einen persönlichen Twitteraccount pflegen (oder pflegen lassen).<br />
Überraschend ist hingegen, welche Rolle Twitter mittlerweile in der internationalen Diplomatie einnimmt. Als neuen Trend beobachten die Verfasser, dass  Außenminister rund um den Globus Twitter verstärkt dazu nutzen, sich zu vernetzen und miteinander in Kontakt zu treten. Die Studie spricht im Hinblick darauf von einem „Virtual diplomatic network“. Auch Deutschlands Außenvertretung ist mit <a href="https://twitter.com/AuswaertigesAmt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@AuswaertigesAmt</a> in die diplomatischen Kreise Twitters eingebunden.<br />
So weit so gut, viele Zahlen und viel Kritik an der deutschen Twitter-Politik. Ganz so einfach ist das aber dann auch wieder nicht. Denn so „spannend und gut“ es grundsätzlich sei, die Twitteraktivitäten der Regierungschefs und Regierungen genauer zu betrachten, seien die Ergebnisse auch mit Vorsicht zu genießen. Das meint zumindest der Hamburger Wahlbeobachter und Politikberater Martin Fuchs. Er hat für uns einige Kritikpunkte zusammengetragen:<br />
<figure id="attachment_130260" aria-describedby="caption-attachment-130260" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fuchs.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-130260  " alt="fuchs" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fuchs.jpg" width="180" height="180" /></a><figcaption id="caption-attachment-130260" class="wp-caption-text">Martin Fuchs ist <a href="http://www.hamburger-wahlbeobachter.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogger</a> und Politikberater in Hamburg. Seit über 14 Jahren beschäftigt er sich mit Wahlkampf, strategischer Politikberatung und den Hintergründen des Politikgeschäftes. Darüber hinaus berät er Unternehmen, öffentliche Institutionen und die Politik beim Einsatz von Social Media.</figcaption></figure></p>
<h3>Zur Kritik an der deutschen Außenseiterrolle</h3>
<p style="padding-left: 150px">„Was ich nicht nachvollziehen kann, ist die seit Jahren vorgetragene Kritik, Deutschland und die deutsche Regierung hinke bei der Social-Media-Nutzung hinterher, nur weil Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht twittert. Merkel hat sich Twitter vor ein paar Jahren angeschaut, hat schnell gemerkt, dass es nicht ihr Kanal ist und sich bewusst gegen eine Nutzung entschieden. Das ist konsequent und zu begrüßen. Und besser als ein mehr schlecht als recht gepflegter Account, nur weil &#8216;man&#8217; das im Jahr 2014 so macht und andere Regierungschefs dort kommunizieren. Twitter ist nicht das Medium der Kanzlerin und die bewusste Entscheidung dagegen zeugt von einer großen Social-Media-Kompetenz.</p>
<p>Zudem ist die Argumentation der Studie auch noch falsch. In der Pressemitteilung heißt es prominent: &#8216;Deutschland weiterhin einzige G8-Nation ohne twitternde Spitzenpolitiker&#8217;. Das ist einfach falsch. <a href="http://www.hamburger-wahlbeobachter.de/2013/12/wie-social-media-ist-die-bundesregierung.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Allein in der Bundesregierung gibt es</a> fünf twitternde Minister, und 22 von 50 (politischen) Regierungsmitgliedern twittern. Dies entspricht 44 Prozent und bedeutet eine deutlich größerer Verbreitung als in der Gesamtbevölkerung (ca. 7 Prozent im Durchschnitt). Betrachtet man nur Minister und Staatssekretäre, nutzen sogar 94 Prozent der Regierungsmitglieder Social Media. Weitere Spitzenpolitiker wie Partei- und Fraktionschefs, Ministerpräsidenten und der Regierungssprecher twittern ebenfalls.</p>
<h3>Martin Fuchs: „Nackte Zahlen nur schwer vergleichbar“</h3>
<p>Außerdem finde ich es schwierig, die Regierungschefs anhand der (sehr plakativen, aber wenig aussagekräftigen) Anzahl ihrer Follower miteinander zu vergleichen. Davon abgesehen, dass man einen Regierungschef aus einem Land mit 1,8 Milliarden Einwohnern (wie Indien) nur schwer mit dem Oberhaupt eines Drei-Millionen-Einwohner-Landes vergleichen kann, sagt die Masse allein nichts über die Reichweite und den Einfluss aus. Es ist ein Indiz, aber eine klare Aussage lässt sich damit nicht treffen. Entscheidend ist vielmehr die Qualität der Follower und die Frage: &#8216;Wen will ich mit meinen Tweets eigentlich erreichen?&#8217; Wenn ein Staatschef oder Minister Public Diplomacy betreiben will, dann reicht es, wenn er die wichtigen 10-20 anderen Regierungschefs bzw. Minister als Follower hat, dann  braucht er gar nicht Millionen &#8216;normale Bürger&#8217;.“<br />
Bild: Screenshot aus dem Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Mehr Transparenz, kaum Beteiligung und neue Liebe &#8211; Digitale Presseschau 12/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Krotz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2014 16:48:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was macht der Internetkonsum mit uns und mit den jüngeren von uns? Nicht nur gutes, wenn wir Adriana Radus kurz [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was macht der Internetkonsum mit uns und mit den jüngeren von uns? Nicht nur gutes, wenn wir Adriana Radus kurz gefasste Lebensgeschichte lesen. Genervt vom Transparenzdrang im Internet ist Kristina Schröder (CDU), die ab jetzt keine indirekten und unpersönlichen Anfragen mehr beantworten will. Den US-Geheimdiensten kann das egal sein, denn für sie ist sowieso fast alles transparent. Die National Security Agency (NSA) kann offenbar Telefonate ganzer Länder abhören, wie diese Woche bekannt wurde. Erstmals kam es zu einer Art Diskussion zwischen Edward Snowden und dem stellvertretenden NSA-Chef. Im Europawahlkampf sollte dies doch eigentlich auch Thema sein. Zur Interaktion über das Internet kommt es bisher aber kaum.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=zLNXIXingyU" title="Richard Ledgett: The NSA responds to Edward Snowden&#039;s TED Talk" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/zLNXIXingyU?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Der stellvertetende NSA-Chef Richard Ledgett stellt sich öffentlich Fragen zur NSA-Affäre. Bei Minute elf räumt Ledgett ein, dass die NSA transparenter werden muss.</p>
<h3><a title="Permanent Link zu Sieben Jahre Hassliebe zu Google, Facebook und Co." href="http://berlinergazette.de/hassliebe-zu-google-facebook/">Sieben Jahre Hassliebe zu Google, Facebook und Co.</a></h3>
<p>Im Mittelpunkt steht sie selbst: Adriana Radu, die schon mit 22 Jahren eine rumänische Website für Sexualaufklärung gründete, erzählt von ihrem Leben als Digital Native. Von neuen Formen der Liebe und Zuneigung und alten Formen der Verzweiflung und Unsicherheit. Wer braucht die Therapie – das Individuum oder doch die Gesellschaft? Einen bewegenden Einblick in eine neu heranwachsende Generation gab es diese Woche in der Berliner Gazette.</p>
<h3><a href="http://www.kristinaschroeder.de/aktuelles/standpunkt-abgeordnetwatch/">Wird durch „Transparenzinitiativen“ die interne Organisation des Bundestages unterlaufen?</a></h3>
<p>Die Bundestagsabgeordnete und Ministerin a. D. Kristina Schröder (CDU) hat sich entschlossen, keine Anfragen auf Internetplattformen wie <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/">Abgeordnetenwatch</a> zu beantworten. Dies gab Schröder auf ihrer Website – auch in Form eines Podcasts – am Mittwoch bekannt. Da es immer mehr vergleichbare Angebote im Internet gibt, sei der personelle Aufwand, um diesen nachzukommen, schlicht zu groß. Einer ihrer beiden Referenten sei nur noch damit beschäftigt gewesen, Anfragen zu teilweise fachfremder Materie zu beantworten. Sie kritisierte zudem das Geschäftsmodell von Abgeordnetenwatch. Diese würden Geld dafür verlangen, dass zu Wahlkampfzeiten ein Bild der Kandidierenden auf ihrem „eigenen“ Profil erscheine. Sie betonte gleichzeitig, dass sie um Transparenz in ihrer Arbeit bemüht und eine direkte Kontaktaufnahme zu ihr stets möglich sei.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/ted-konferenz-in-kanada-naechste-runde-im-informationskrieg-zwischen-nsa-und-snowden-1.1918381">Nächste Runde im Informationskrieg zwischen NSA und Snowden</a></h3>
<p>Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, kam es beim Ideenfestival der Ted Conference in Kanada zu einem indirekten Schlagabtausch zwischen Whistleblower Edward Snowden und Richard Ledgett, dem stellvertretenden Chef der US-amerikanischen NSA. Am Dienstag bekräftigte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=yVwAodrjZMY">Snowden in einer Videokonferenz</a> seine Vorwürfe gegen die NSA und forderte von den Menschen, sich zu überlegen, welche Art Internet und welche Art Staat sie für sich wollen. Am Donnerstag kam dann die Videoantwort von Ledgett (siehe oben), der Snowden vorwarf, Halbwahrheiten zu verbreiten und damit US-Geheimdienstmitarbeiter in Gefahr zu bringen. Gleichzeitig räumte er ein, dass Geheimdienste transparenter arbeiten müssten. Snowden hatte angekündigt, dass die wichtigsten Enthüllungen noch kommen würden. Die NSA behauptete diese Woche, dass Netzunternehmen wie Google und Facebook von den Ausspähaktionen gewusst hätten, wie die <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/google-yahoo-co-nsa-anwalt-internetfirmen-wussten-von-ausspaehaktionen-12855553.html">Frankfurter Allgemeine</a> berichtete.</p>
<h3><b><a href="http://www.bpb.de/apuz/180375/ep2014-europawahlkampf-im-netz?p=0">#Europawahlkampf im Netz</a></b></h3>
<p>Es scheint, als würde der Europawahlkampf langsam anlaufen. Um der sinkenden Wahlbeteiligung der letzten Jahre entgegenzuwirken, versucht das EU-Parlament mit einer 16 Millionen Euro teuren Kampagne, das Wahlvolk zu mobilisieren. Viel Kosten hat sich die EU damit nicht aufgebürdet aber immerhin fließen mindestens 4,4 Millionen Euro in die Online-Kommunikation. Und nutzen die Kandidaten das Internet im Wahlkampf? Sehr detailreich beschreibt und bewertet der Beitrag von Martin Fuchs und Anne Laumen den Einsatz von Sozialen Medien beim Europawahlkampf in Deutschland. Dabei schneiden die Kandidaten nicht gut ab, denn sie würden das Potential der Medien nicht ausnutzen. Statt Dialoge über Inhalte zu führen, würden eher belanglose Statusmeldungen verkündet. Auch für die Parteienverbände gelte, dass, bis auf wenige Ausnahmen wie z. B. die <a href="http://politik-digital.de/europawahlkampf-2-0-das-projekt-green-primary/">Vorwahlen von Spitzenkandidaten bei den Europäischen Grünen</a>, die Kommunikation weitestgehend einseitig bleibe.<br />
Hinweis: Beitrag zum Europawahlkampf wurde am 26.03.2014 geändert.<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>„Erst denken, dann schreiben“: Über Twitter in der Politik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Gerth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2014 10:18:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Roman Gerth]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Fuchs]]></category>
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					<description><![CDATA[Bundestagsabgeordnete, die mit ihren Smartphones im Plenarsaal sitzen und ihre Meinung zu dem Gesagten noch während der Sitzung twittern, sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-Logo.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-136346" alt="Twitter-Logo" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-Logo.jpg" width="600" height="375" /></a>Bundestagsabgeordnete, die mit ihren Smartphones im Plenarsaal sitzen und ihre Meinung zu dem Gesagten noch während der Sitzung twittern, sind zum Alltag geworden in der deutschen Politik. Im Gespräch mit dem Politik- und Digitalberater Martin Fuchs wird deutlich, wie dieser Trend die politische Debatte beeinflusst und wie die demokratische Meinungsbildung durch soziale Medien profitieren kann – wenn sie ernst genommen werden.<br />
<strong><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </strong><em>Social Media sind im politischen Alltag der Bundesrepublik  angekommen. Wie sind die Entwicklungen in der jüngeren Vergangenheit zu bewerten?</em><br />
<strong>Martin Fuchs:</strong> Diese Entwicklung steht eng im Zusammenhang mit der sich verbessernden Verbreitung des Internetzugangs. Auf dieser Grundlage haben soziale Netzwerke eine größere Reichweite erhalten. Darin sehen die Politiker ein großes Potential, ihr Metier wieder attraktiv zu machen. Zum einen nutzen sie diese Plattformen dafür, um ihre Meinungen zu verbreiten. So tritt der Abgeordnete in direkten Kontakt zu den Bürgern, was den politischen Diskurs positiv beeinflusst. Zum anderen sind diese aber auch eine Möglichkeit, um Meinungsforschung zu betreiben. Allerdings ist es zeit- und auch kostenintensiv, zum Beispiel wenn Personal für diese Aufgaben eingestellt werden muss.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Sie haben bereits einige Vorteile angesprochen. Wäre es überhaupt möglich, dieselbe Reichweite in dieser Schnelligkeit auch ohne Twitter zu erreichen?</em><br />
<figure id="attachment_136305" aria-describedby="caption-attachment-136305" style="width: 183px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Portrait-HAMBURGER-WAHLBEOBACHTER_klein.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-136305 " alt="Portrait HAMBURGER WAHLBEOBACHTER_klein" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Portrait-HAMBURGER-WAHLBEOBACHTER_klein-305x305.jpg" width="183" height="183" /></a><figcaption id="caption-attachment-136305" class="wp-caption-text">Martin Fuchs war von 2005 bis 2011 als Lobbyist in Berlin und Brüssel tätig. Seit drei Jahren lebt und arbeitet er in Hamburg, wo er als Politik- und Digitalberater die Aktivitäten der Politiker in den sozialen Netzwerken beobachtet. Dazu hat er auch den Blog <a href="http://www.hamburger-wahlbeobachter.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.hamburger-wahlbeobachter.de</a> ins Leben gerufen. Außerdem berät er mit seinem Unternehmen &#8220;Bürger &amp; Freunde&#8221; Kommunen und Verwaltungen im Umgang mit Twitter, Facebook und anderen sozialen Medien.</figcaption></figure><br />
<strong>Fuchs:</strong> Sicherlich gibt es andere Möglichkeiten, um eine schnelle und weitreichende Bürgernähe herzustellen. Nicht jeder Politiker muss Twitter, Facebook oder andere Dienste nutzen – und trotzdem können sie erfolgreich sein und sich großer Beliebtheit erfreuen. Politik und politische Diskussionen funktionierten auch ohne Social Media. Sichtbar wird dies vor allem in ländlicheren Gebieten, wo Bürgernähe immer noch „offline“ hergestellt wird. Diese Präsenz durch tatsächliche Anwesenheit ist nach wie vor sehr wichtig.<br />
<strong><em><strong>politik-digital.de: </strong></em></strong><em>Die Entwicklung bringt nicht nur positive Wirkungen mit sich. Der Schutzraum der Anonymität lässt bei einigen Nutzern die Hemmschwelle sinken, was namhafte Politiker bereits zu spüren bekamen. Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken?</em><br />
<strong>Fuchs:</strong> Diese Diskussion gibt es seit geraumer Zeit. Aus meiner Sicht ist es falsch, die Anonymität im Netz in Frage zu stellen. Die Problematik liegt darin, dass die wenigen schwarzen Schafe dafür sorgen können, dass die positiven Effekte vergiftet werden. Dieser geringe Teil unter allen Usern erhält eine große Beachtung, so dass die Problematik in der Außenwirkung aufgebauscht wird. Wenn sich Politiker für Twitter entscheiden, müssen sie den Umgang damit lernen. <a href="https://twitter.com/RegSprecher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regierungssprecher Seibert</a> beispielsweise schaltet seinen Rechner ab, wenn ihm die ausfallenden Kommentare zu viel werden. Am nächsten Tag schaltet er wieder ein und die Ausuferungen sind vergessen. Die Methode, nicht alles nah an sich heranzulassen, scheint gut zu funktionieren. Die Idee eines „digital caring“, also eines Verhaltenskodex für den Meinungsaustausch im Netz, ist dabei der erste Schritt. Grundsätzlich gilt: erst denken, dann schreiben.<br />
<strong><em><strong>politik-digital.de: </strong></em></strong><em>140 Zeichen sind schnell getippt. Was macht den Reiz für einen Abgeordneten aus, wenn die Chance groß ist, dass sein Tweet in der Masse untergeht?</em><br />
<strong>Fuchs:</strong> Da gibt es sicherlich einige Reize. Zum einen wissen die Politiker, dass Twitter so etwas wie ein Ersatz für Nachrichtenagenturen ist, weil wichtige Themen dort kurz und bündig angestoßen werden. Dadurch hat er selbst die Möglichkeit, politische Akzente zu setzen. Natürlich besteht die Gefahr, dass diese untergehen. Aber wenn er die Plattform überhaupt nicht nutzt, ist diese Chance nicht mal vorhanden. Ein gutes Beispiel dafür, dass soziale Netzwerke hilfreich sein können, ist der CDU-Generalsekretär. <a href="https://twitter.com/petertauber" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peter Tauber </a>erhielt unter anderem durch die professionelle Nutzung von sozialen Medien eine hohe Beliebtheit in der Netzgemeinde und somit auch eine erhöhte Aufmerksamkeit in der eigenen Partei. Diese brachte ihm schließlich den Aufstieg zu politischer Wichtigkeit.<br />
Soziale Netzwerke sind außerdem direkter als die klassischen Medien. Politiker können schnell zentrale Statements für die Öffentlichkeit herausgeben. Das bietet Vorteile auch für Journalisten, die dadurch zitierfähiges Material erhalten.<br />
<strong><em><strong>politik-digital.de: </strong></em></strong><em>Inwieweit können soziale Medien der Tragweite politischer Diskussionen gerecht werden und wie sieht der Umgang mit Twitter und anderen Plattformen in Zukunft aus ?</em><br />
<strong>Fuchs:</strong> Die Kritik, dass durch diese Form die Diskussionen möglicherweise flacher werden, halte ich für nicht berechtigt. Jedem ist klar, dass auf sozialen Netzwerken keine hunderte Seiten langen Haushaltspläne diskutiert werden können. In 140 Zeichen kann nie eine diffizile Problematik behandelt werden. Das ist keineswegs der Anspruch. Allein die Möglichkeit, Twitter als Anstoß zur Diskussion zu benutzen, ist positiv zu bewerten. Es wird sich entwickeln – und schon im Bundestagswahlkampf 2017 wird dies zu beobachten sein. Wichtig dabei wird sein, dass sich die Politiker ernsthaft damit auseinandersetzen. Nahezu 100 Prozent der Bundestagsabgeordneten sind auf einer Social Media-Plattform angemeldet, aber maximal 20 Prozent davon nutzen diese richtig. Doch das wird sich entwickeln.<br />
Bilder: oben: <a href="http://www.flickr.com/photos/masterosm2011/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Master OSM 2011</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a>; Porträt: (C) Martin Fuchs<br />
<img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
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		<title>3. &#034;Berliner Hinterhofgespräch&#034;: Auf Stimmenfang im #Neuland &#8211; Die Online-Kampagnen zur Bundestagswahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jul 2013 08:53:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA["Berliner Hinterhofgespräche"]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Fuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Zeisberger]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Kampagnen]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Jungherr]]></category>
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		<category><![CDATA[#btw2013]]></category>
		<category><![CDATA[Julius van de Laar]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit Beginn der parlamentarischen Sommerpause geht auch der diesjährige Wahlkampf langsam in die heiße Phase. politik-digital.de widmet sich daher nun [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://youtu.be/Fe0pI4YYQU4" title="3. &quot;Berliner Hinterhofgespräch&quot;: Auf Stimmenfang im #Neuland-Die Online-Kampagnen zur Bundestagswahl" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/Fe0pI4YYQU4?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Seit Beginn der parlamentarischen Sommerpause geht auch der diesjährige Wahlkampf langsam in die heiße Phase. politik-digital.de widmet sich daher nun verstärkt den Online- Kampagnen der im Bundestag vertretenen Parteien. Parallel zum Start der <a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-1-die-piraten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview-Reihe</a> mit den Wahlkampfverantwortlichen auf politik-digital.de, sprachen wir in unserem 3. <em>Berliner Hinterhofgespräch</em> am Mittwoch, den 17. Juli über &#8220;Stimmenfang im #Neuland&#8221;.<br />
Unser Moderator <a href="http://politik-digital.de/user/cmarx-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Marx</a> von politik-digital.de traf dabei persönlich auf den Blogger und Hamburger Wahlbeobachter <a href="http://www.hamburger-wahlbeobachter.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Fuchs</a>.<br />
Im Live-Hangout waren außerdem dabei:<br />
<a href="http://juliusvandelaar.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Julius van de Laar</a>, Strategie- und Kampagnenberater,<br />
<a href="http://andreasjungherr.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Jungherr</a>, Wissenschaftler und Wahlkämpfer,<br />
<a href="http://www.barracuda.de/das-team/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oliver Zeisberger</a>, Geschäftsführer der barracuda digitale agentur GmbH.<br />
Im Gespräch wurde die Qualität der diesjährigen Online- Kampagnen unter die Lupe genommen. Welche Trends und Innovationen gibt es 2013? Und wie relevant ist das Internet als Wahlkampfplattform in Deutschland eigentlich?<br />
<a href="http://politik-digital.de/3-berliner-hinterhofgespraech-auf-stimmenfang-im-neuland-die-online-kampagnen-zur-bundestagswahl/fuchs/" rel="attachment wp-att-130260"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130260" title="Martin Fuchs" alt="fuchs" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fuchs.jpg" width="132" height="132" /></a><a href="http://politik-digital.de/3-berliner-hinterhofgespraech-auf-stimmenfang-im-neuland-die-online-kampagnen-zur-bundestagswahl/julius_vandelaar/" rel="attachment wp-att-130259"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130259" title="Julius van de Laar" alt="Julius_vandeLaar" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Julius_vandeLaar.jpg" width="131" height="131" /></a><a href="http://politik-digital.de/3-berliner-hinterhofgespraech-auf-stimmenfang-im-neuland-die-online-kampagnen-zur-bundestagswahl/jungherr2/" rel="attachment wp-att-130264"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130264" title="Andreas Jungherr" alt="Jungherr2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Jungherr2.jpg" width="106" height="133" /></a><a href="http://politik-digital.de/3-berliner-hinterhofgespraech-auf-stimmenfang-im-neuland-die-online-kampagnen-zur-bundestagswahl/zeisberger/" rel="attachment wp-att-130261"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130261" title="Oliver Zeisberger" alt="zeisberger" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/zeisberger.jpeg" width="133" height="133" /></a><a href="http://politik-digital.de/3-berliner-hinterhofgespraech-auf-stimmenfang-im-neuland-die-online-kampagnen-zur-bundestagswahl/cmarx-91/" rel="attachment wp-att-130265"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-130265" title="Christian Marx" alt="cmarx-91" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cmarx-91.jpg" width="97" height="133" /></a><br />
&nbsp;<br />
Bild: politik-digital.de</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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