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	<title>Medienwissenschaft &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Medienwissenschaft &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Mächtig empirisch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 10:32:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
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		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Über vier Jahre vom Projektantrag über eine groß angelegte Befragung und Inhaltsanalyse bis hin zur Publikation: &#34;Journalismus im Internet&#34; will das Online-Medienschaffen neu vermessen. Mit der technischen Entwicklung Schritt halten kann der Band aufgrund der langen Bearbeitungszeit natürlich nicht - obwohl auch journalistische Weblogs zum Online-Journalismus gezählt wurden.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Über vier Jahre vom Projektantrag über eine groß angelegte Befragung und Inhaltsanalyse bis hin zur Publikation: &quot;Journalismus im Internet&quot; will das Online-Medienschaffen neu vermessen. Mit der technischen Entwicklung Schritt halten kann der Band aufgrund der langen Bearbeitungszeit natürlich nicht &#8211; obwohl auch journalistische Weblogs zum Online-Journalismus gezählt wurden.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Der von Christoph Neuberger, Christian Nuernbergk und Melanie Rischke herausgegebene Sammelband definiert  Journalismus nicht über das Verbreitungsmedium. Vielmehr sollten funktionelle Äquivalente zum traditionellen Journalismus in Zeitungen oder im Radio erfasst und ebenfalls untersucht werden.
</p>
<p>
<b>Viele Blogs fielen raus </b>
</p>
<p>
Viele Weblogs jedoch überstanden aber den Kriterientest der Wissenschaftler nicht, der unter anderem Aktualität, regelmäßiges Erscheinen und Universalität in den Themen umfasste (es scheiterten aber auch die Internetangebote einiger klassischer Medien wie Radiosender). Die Autoren folgern daraus, dass Blogger &quot;im Wesentlichen komplementäre und nur punktuell journalistische Leistungen erbringen.&quot; Professionellen und organisierten Journalismus könnten sie nicht ersetzen. Für die Öffentlichkeit seien die Blogs dennoch bedeutsam: Als Quelle für Informationen und als Ort der Anschlusskommunikation und kritischer Auseinandersetzung mit Journalismus.
</p>
<p>
Im Gegensatz zu den Blogs wiederum schöpften viele Angebote die Multimedia- und Partizipationschancen des Internets nicht aus, stellen die Autoren fest.
</p>
<p>
<b>Bestandsaufnahme </b>
</p>
<p>
Das knapp 350 Seiten starke Werk ist eine Bestandsaufnahme des Journalismus im Internet &#8211; nicht mehr und nicht weniger.  Den überwiegenden Teil des Bandes nehmen Bestandsaufnahme, Definition, Modelle und Methoden ein, die Forschungsergebnisse werden im Vergleich deutlich kürzer abgehandelt. Dennoch hebt sich der Band durch seine konsequent empirische Ausrichtung aus der Masse der wissenschaftlichen Journalismus-Literatur ab.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr Massenmedien, mehr Klasse-Medien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:45:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett">(Buchbesprechung) Wie schlecht das Fernsehprogramm        ist und wie böse Computerspiele sind, hört man häufig.        Die Zunahme des Medienangebots bringt aber auch mehr Perlen im Programm,        argumentiert David Pfeifer in seinem Buch &#8222;Klick, wie moderne        Medien uns klüger machen.&#8220; Jasmin Herbell hat das Buch        gelesen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Buchbesprechung) Wie schlecht das Fernsehprogramm ist und wie böse Computerspiele sind, hört man häufig. Die Zunahme des Medienangebots bringt aber auch mehr Perlen im Programm, argumentiert David Pfeifer in seinem Buch „Klick, wie moderne Medien uns klüger machen.“ Jasmin Herbell hat das Buch gelesen.<!--break--></p>
<p>Dieses Buch beruhigt das Gewissen. Wen bisher das Gefühl beschlich, er müsse von Zeit zu Zeit die WLAN-Karte am Computer entfernen, um seine Zeit sinnvoll zu verbringen, dem liefert David Pfeifer in seinem Buch „Klick. Wie moderne Medien uns klüger machen“ entlastende Argumente. Der Ex-Chefredakteuer des Computermagazins Konrad möchte den beständigen Warnrufen gegen neue Medien etwas entgegensetzen.<br />
Dabei gehört der Autor, Jahrgang 1970, noch nicht zu der Generation, die mit allgegenwärtiger Technik aufgewachsen ist. In lockerem Plauderton erzählt Pfeifer von seinen ersten Kontakten mit einem Computer, dem inzwischen legendären Commodore-64 und wie dieser ihn in Ausdauer und Konzentration schulte.<br />
<strong>Traumschiff versus Kulturzeit<br />
</strong><br />
Pfeifer betet in seiner Verteidigungsschrift für die neuen Medien bisweilen altbekannte Argumente nach, wie dass es zu jeder Zeit und für jedes Medium zahlreiche Kulturpessimisten gegeben habe, die den Untergang des Abendlandes nahen sahen. Aber er deckt auch neue positive Seiten auf. Selbstverständlich macht es Pfeifer auch traurig, einem „Schwachdenker namens Zlatko“ im Big Brother Container beizuwohnen, wie er zum ersten Mal von Shakespeare hört. Aber sei das wirklich dümmer, so die rhetorische Frage des Autors, als „Traumschiff“ oder „Mainz, wie es singt und lacht“?<br />
Beides sind schließlich Sendungen, die vor 20 Jahren in der guten, alten Zeit, im Fernsehen liefen. Der gestiegene Wettbewerb mit über 30 Fernsehprogrammen habe andererseits bessere Serien und anspruchsvollere Informationssendungen hervorgebracht. Diese gegenläufigen Entwicklungen fasst der Autor mit einem schönen Satz zusammen: „Das Niveau ist an vielen Stellen gesunken, aber der geistige Anspruch ist gestiegen“.<br />
<strong>Viel hilft viel<br />
</strong><br />
Ein Rechenbeispiel soll Kritikern, die sich noch an die Zeit ohne Privatfernsehen erinnern können &#8211; und damit auch ohne 9Live, aber auch ohne arte &#8211; den Wind aus den segeln nehmen: Pfeifer zählt die gesendeten Minuten an Unterhaltung, Information, Spielfilm und Kultur stellvertretend für den 19. April 1984 und den 13. April 2006 zusammen &#8211; wohlgemerkt ohne Spartensender wie ntv, CNN, etc.<br />
Das Ergebnis: Die Sendeminuten sind von 1.415 auf 28.893 gestiegen, wobei sich der prozentuale Anteil der Unterhaltungssendungen von knapp 40 Prozent auf über 50 Prozent steigerte, während der Anteil der Informationssendungen von 40 Prozent auf etwas über 30 Prozent schrumpfte. Damit werde die 27-fache Menge an leichter Kost gesendet, aber auch die 16-fache Menge an Informationssendungen. Außerdem gebe es 18mal mehr Spielfilme, allerdings zum Preis von Werbeunterbrechungen.<br />
An dieser Stelle kommt Pfeifers Konzept des intelligenten Mediennutzers ins Spiel, der nicht vor dem stumpfsinnigen Fernsehprogramm ausharre, sondern intelligente Serien wie die Simpons, Lost oder 24 gleich per „Video-on-demand“ oder auf DVD gucke. Für diese These führt er die satten Gewinne des DVD-Marktes an.<br />
<strong>Alles halb so schlimm</strong><br />
Pfeifer kämpft auch gegen die Mär von den gewaltanimierenden Computerspielen. Tatsächlich spiele nur ein kleiner Prozentsatz brutale Spiele wie Counter Strike, das beliebteste Spiel weltweit seien hingegen die Sims. Der Simulation, in der man Menschen durch den Alltag steuert, werde sogar nachgesagt, das soziale Verhalten positiv zu beeinflussen, so Pfeifer.<br />
In diesem Sinne arbeitet sich de Autor noch durch einige andere Aspekte der neuen Medienwelt, immer geleitet von persönlicher Erfahrung, angereichert mit Zahlen und Experten-Statements. Einige <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/26862.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rezensenten</a> argwöhnen, dass Pfeifers Thesen zu sehr an Steven Johns Essay „Die neue Intelligenz“ erinnern und seiner Argumentation die Tiefenschärfe fehle.<br />
Den geforderten Tiefgang vermisst man jedoch bei der einseitigen Debatte über die bösen Medien noch schmerzlicher, so dass man sie Pfeifers Antwort nicht vorwerfen kann. Das Buch ist ein journalistischer Schlagabtausch und keine wissenschaftliche Abhandlung – und das ist auch gut so.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Für die Mehrzahl wird Bloggen ein Hobby bleiben&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/fuer-die-mehrzahl-wird-bloggen-ein-hobby-bleiben-506/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alina Barenz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b><span class="fett"> Der Blogforscher und <a href="http://www.hardbloggingscientists.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Hard
bloggin´scientist“</a> Dr. Jan Schmidt war am 17. April
2007 zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de
in Kooperation mit den Blogpiloten. Er erzählte, weshalb das
„Journal-Bloggen&#34; eine weibliche Domäne ist, über
die Zukunft von Weblogs und die Machtverteilung im Blog-Diskurs.</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b><span class="fett"> Der Blogforscher und <a href="http://www.hardbloggingscientists.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Hard<br />
bloggin´scientist“</a> Dr. Jan Schmidt war am 17. April<br />
2007 zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de<br />
in Kooperation mit den Blogpiloten. Er erzählte, weshalb das<br />
„Journal-Bloggen&quot; eine weibliche Domäne ist, über<br />
die Zukunft von Weblogs und die Machtverteilung im Blog-Diskurs.</span></b><!--break-->
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Herzlich willkommen zur Blogsprechstunde.<br />
Jan Schmidt, Deutschlands bekanntester Weblogforscher, chattet mit<br />
uns aus Bamberg, der Heimat seines <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bamblogs</a>.<br />
Jan, können wir<br />
starten?<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/jschmidt.jpg" alt="Jan Schmidt" align="right" height="120" width="85" />
</p>
<p>
<b>Jan Schmidt:</b> Gerne 🙂</p>
<p><b>Moderator:</b> Die Nutzer konnten bereits im Vorfeld<br />
Fragen stellen und darüber abstimmen. Die drei Fragen mit den<br />
besten Bewertungen starten nun unsere Blogsprechstunde. Nummer eins:</p>
<p><b>junikind:</b> Bei all Ihren Forschungen &#8211; haben Sie<br />
den „typischen“ Blogger finden können? Was macht<br />
ihn oder sie aus?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Den „typischen“ Blogger<br />
gibt es nicht wirklich. Wir haben in unseren Untersuchungen eine<br />
große Bandbreite gefunden, was das Alter, aber auch die Themen<br />
angeht. Wenn man „typisch“ über „dominierende“<br />
Gruppe definieren will, könnte man sagen: Blogger sind typischerweise<br />
relativ jung (Teenager bis etwa 30 Jahre), haben eine höhere<br />
formale Bildung (Abitur oder Studium) und sind Computer-, beziehungsweise<br />
Web-affin. Sie bloggen überwiegend über Themen von persönlicher<br />
Relevanz, also Berichte aus dem Privatleben oder Links zu anderen<br />
Seiten, die sie persönlich für relevant halten. Und ganz<br />
wichtig: Das Geschlechterverhältnis ist mindestens ausgeglichen;<br />
nach manchen Untersuchungen sind Frauen sogar in der Mehrheit.</p>
<p><b>Moderator:</b> Frage Nummer zwei: </p>
<p><b>Hannah:</b> Warum zählt kaum eine Frau zu den<br />
Top-Bloggern Deutschlands?</p>
<p><b>Jan Schmidt: </b>Das hat was mit der Aufmerksamkeitsstruktur<br />
in der Blogsosphäre zu tun, ich hole mal ein wenig aus: Die<br />
Top-Blogs (oder auch „A-List“) sind Blogs, die sich<br />
mehrheitlich mit Themen befassen, die über die reine persönliche<br />
Relevanz hinausgehen, also zum Beispiel zu (Netz-)Politik, zu Populärkultur,<br />
zu Medien und so weiter. Solche Themen werden tendenziell eher von<br />
Männern verfolgt, oder anders gesagt: Unter Männern gibt<br />
es tendenziell mehr Blogger, die solche Themen von „weiterer“<br />
Relevanz bloggen, während die Bloggerinnen tendenziell eher<br />
Themen behandeln, die geringere Reichweite haben. Das ist kein Naturgesetz,<br />
und das heißt auch nicht, dass Bloggerinnen immer nur kleine<br />
Publika bzw. geringe Reichweite haben aber da (wiederum tendenziell)<br />
unter Frauen das „Journal-Bloggen“ weiter verbreitet<br />
ist, und dieses Journal-bloggen eher im „long tail“<br />
stattfindet (also im Bereich der Blogosphäre mit geringerer<br />
Reichweite), finden wir verhältnismäßig wenige Frauen<br />
in den Top 100.</p>
<p><b>Moderator: </b>Hierzu noch eine Nachfrage:</p>
<p><b>spectator:</b> Das heißt, Frauen bloggen meist<br />
nur über Persönliches?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Jein. Andersherum würde ich sagen:<br />
Männer bloggen eher über Themen, die über das rein<br />
persönliche hinausgehen, und deswegen haben Männer höhere<br />
Chancen, eine höhere Reichweite zu bekommen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Und nun Platz drei aus dem Vor-Umfrage:</p>
<p><b>Caligula:</b> Was macht denn als Blogforscher den ganzen<br />
Tag? Die 1000-seitige Blogroll ablesen?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Das ist sicher ein wichtiger Teil<br />
meiner Arbeit, ich verfolge zur Zeit etwa 150 RSS feeds [RSS feeds<br />
fassen Artikel, zum Beispiel Weblogeinträge webkompatibel zusammen.<br />
Ein RSS-Feed ist eine textbasierte Datei, die aus dem Titel, einer<br />
Zusammenfassung und einem Link zu zur kompletten Nachricht besteht.<br />
(Anm. d. Red.)] Aber ich halte auch Lehrveranstaltungen, gebe in<br />
letzter Zeit recht viele Interviews und bin auf Tagungen unterwegs.<br />
Und ich habe ja noch Forschungsinteressen, die über Blogs hinausgehen.<br />
„Blogforscher“ alleine beschreibt es vermutlich nicht<br />
ganz angemessen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Einige User fragen nach „Bloggen<br />
als Studium oder Beruf“:</p>
<p><b>AndreasKiel:</b> Wird es, wie es zum Beispiel Journalistenschulen<br />
gibt, auch professionelle Blogschulen geben? Wird es das Berufsbild<br />
Blogger geben?</p>
<p><b>LodzTheo: </b>Wird Blogforschung ein eigener Studiengang?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Beides nein, aber einige Entwicklungen<br />
in die Richtung wird es geben beziehungsweise zeichnen die sich<br />
jetzt schon ab: In dem Maße, wie Blogs auch für professionelle<br />
Tätigkeiten (Journalismus, Werbung, Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit,<br />
auch politische Tätigkeiten) an Bedeutung gewinnen, wird ein<br />
Bedarf für Einführungen, Kursen, Workshops und mehr entstehen.<br />
Es gibt zur Zeit ja schon eine Reihe von Menschen, die als „Blogberater“<br />
(in einem weiten Sinn) tätig sind und ihren Lebensunterhalt<br />
bestreiten. Aber für die überwiegende Mehrzahl der Blogger<br />
wird es ein Hobby bleiben. <br />
Zum Studiengang: Die Auseinandersetzung mit Blogs wird auf absehbare<br />
Zeit Teil von „klassischen“ Studiengängen bleiben,<br />
insbesondere von Kommunikationswissenschaften, Medienwissenschaften<br />
und -soziologie, und so weiter. Aber es ist in meinen Augen wichtig,<br />
dass sich diese und andere Fächer den Entwicklungen im „Web<br />
2.0“ (doofer Begriff) öffnen, weil dort in den nächsten<br />
Jahren eine hohe Dynamik zu finden sein wird [Unter „Web 2.0“<br />
versteht man interaktive Internet-Dienste, zum Beispiel Websites,<br />
über die Fotos, Videos und Software getauscht werden und die<br />
zur Vernetzung der Benutzer dienen – wie eben auch Weblogs<br />
(Anm. d. Redaktion)].</p>
<p><b>Blogwart:</b> Wie kann man die ganzen Blogs und Feeds<br />
im Griff halten und sinnvoll selektieren? Mit elektronischen Medien<br />
gibt es doch eine ungeahnte Flut von Informationen. Wird es Blogs<br />
geben, die Blogs zusammenfassen?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Ja, in gewisser Weise gibt es die<br />
ja jetzt schon: In unseren Umfragen haben mehr als zwei Drittel<br />
der Blogger gesagt, dass sie auf andere Online-Quellen verweisen.<br />
Viele dieser kommentierten Links führen zu anderen Blogs, das<br />
heißt, hier findet ja schon eine Filterung statt. Aber es<br />
ist richtig, dass RSS dazu verführt, einfach noch ein Blog<br />
und noch ein Blog und noch eins zu abonnieren, bis man irgendwann<br />
die Komplexität der Blogosphäre in seinem Reader hat.<br />
Hier ist die individuelle Selektions- und Aufnahmefähigkeit<br />
ein entscheidendes Kriterium. Ich mache es beispielsweise so, dass<br />
ich zu bestimmten Themen versuche, Blogs zu identifizieren, die<br />
einen Überblick bieten (zum Beispiel Markus Breuer/Notizen<br />
aus der Provinz zu Second Life). Dadurch erspare ich mir, selbst<br />
alle Quellen absuchen zu müssen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Thema Blogs und Politik:</p>
<p><b>waterkant:</b> In Bremen wird ja gewählt. Warum<br />
passiert da kaum was in Sachen Blogs, Web 2.0 und so weiter wie<br />
in Frankreich?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Hmmm&#8230;.mehrere Antworten fallen mir<br />
spontan ein:<br />
a) In Frankreich sind Blogs noch etwas stärker verbreitet als<br />
bei uns, deswegen ist die (erhoffte) Resonanz auf diesen Kommunikationskanal<br />
eventuell noch etwas höher.<br />
b) Das deutsche politische System ist, soweit ich das einschätzen<br />
kann, stärker von politischen Parteien und ihren Strukturen<br />
geprägt, was einer weitgehenden Personalisierung (wofür<br />
Blogs ja unter anderem stehen) etwas entgegenläuft.<br />
c) Möglicherweise fehlt es aber auch einfach an Menschen in<br />
den Kampagnen-Hauptquartieren, die einfach mal mit dem neuen Format<br />
experimentieren wollen. Diesen Faktor darf man nicht unterschätzen.<br />
Oft sind es einzelne Leute, die solche Dinge anstoßen und<br />
damit dann Dynamik in die Sache bringen. In den USA war das beispielsweise<br />
Howard Dean, der vorgemacht hat, wie man über Blogs mobilisiert<br />
und wahlkämpft.</p>
<p><b>citoyen: </b>Glauben Sie, dass deutschen Blogs in absehbarer<br />
Zeit ähnliche Bedeutung im politischen Prozess zukommen könnte,<br />
wie bereits heute in den USA?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Generell: Wir können uns gerne<br />
duzen. Ich denke, dass Blogs in Deutschland auch noch an Bedeutung<br />
gewinnen werden, aber ich bezweifele, dass sie einen ähnlichen<br />
Stellenwert bekommen wie in den USA. Auch dort haben wir ein anderes<br />
politisches System, das noch stärker auf einzelne Personen<br />
(als auf Parteistrukturen) setzt und in dem vor allem auch der Zwang<br />
zum „fundraising“ deutlich höher ist als hierzulande<br />
(wo es staatliche Parteienfinanzierung gibt). Deswegen ist in den<br />
USA der Druck auf einzelne Politiker viel größer, sich<br />
schon im Wahlkampf ganz stark zu profilieren und Unterstützer<br />
zumindest zeitlich für die Kampagne begrenzt an sich zu binden.<br />
Zudem ist das Mediensystem der USA anders; es gibt keinen vergleichbaren<br />
öffentlich-rechtlichen Rundfunk und TV, und auch ein geringeres<br />
Spektrum an überregionaler Qualitätspresse und Printzeitungen.<br />
Dadurch ist der Bedarf der Bevölkerung an alternativen Informationen<br />
(auch im Sinne einer Gegenöffentlichkeit, beispielsweise zum<br />
Irakkrieg) höher als bei uns. <br />
Ich will nicht ausschließen, dass wir uns in Deutschland in<br />
den nächsten Jahren auch noch stärker in Richtung „Politische<br />
Blogosphäre“ entwickeln, aber die genannten strukturellen<br />
Faktoren machen einen Vergleich mit den USA etwas schwierig.</p>
<p><b>Leser:</b> Im Moment werden die Blogger mit Verträgen<br />
und Werbegeschenken überschüttet (siehe Opel, Sony PS3<br />
[PlayStation 3 (Anm. der Red.)] und so weiter) &#8211; ist dieser Werbekanal<br />
wirklich so relevant oder einfach nur overhyped?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Ich denke, dass zu einem gewissen<br />
Grad sicherlich Hype dabei ist: Blogs und Web 2.0 sind neu, sind<br />
sexy, haben den Ruf des Innovativen (übrigens ein bisschen<br />
wie Second Life gerade).<br />
Aber der Grundgedanke von Firmen, die Blogs als Marketingkanal nutzen<br />
wollen, ist durchaus richtig und relevant: Blogs sind keine One-Way-<br />
oder Massenkommunikation, sondern eher öffentliche interpersonale<br />
Kommunikation, das heißt Gespräche zwischen Menschen.<br />
Zudem sind Blogger von ihrem soziodemografischen Profil (siehe oben)<br />
durchaus eine interessante Zielgruppe. Diese Zielgruppe zu erreichen,<br />
und vielleicht noch dafür zu sorgen, dass Blogger auch über<br />
neue Produkte berichten und so Mund-zu-Mund-Propaganda betreiben,<br />
ist für Marketingmenschen sicher reizvoll.<br />
Problem nur: Es gibt in der Blogosphäre noch eine starke anti-kommerzielle<br />
Tendenz, oder zumindest eine Grundhaltung gegen unauthentische Kommunikation.<br />
Das ist wiederum ein schlechtes Umfeld für Werbung.</p>
<p><b>Moderator:</b> Daran anschließend eine Frage<br />
zu einer Werbekampagne vom Parfümhersteller CK, die in der<br />
Blogosphäre für Ärger sorgte:</p>
<p><b>Blogwart: </b>Was halten Sie denn von der CK Aktion?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Hier wurde meines Erachtens genau<br />
die genannte Erwartung der authentischen Kommunikation verletzt;<br />
das musste im Grunde nach hinten losgehen. Insofern fand ich es<br />
als Wissenschaftler ein interessantes Experiment, aber ich fand<br />
die Reaktion der Blogosphäre ebenfalls sehr interessant. Und<br />
als Blogger und Privatperson finde ich es gut, dass sich so viele<br />
kritische Stimmen gemeldet haben.</p>
<p><b>selbstdarsteller:</b> Was hat die re:publica deiner<br />
Meinung nach für die Blogosphäre gebracht? Außer<br />
ner Menge Spaß für die üblichen Verdächtigen?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Wenn ich das wüßte. Ich<br />
bin immer noch am Verarbeiten:). Nein, Spaß beiseite: Ich<br />
finde, dass die re:publica eine tolle Veranstaltung war, um einen<br />
Großteil der Menschen zusammenzubringen, die im Moment gerade<br />
über Blogs und das neue Netz nachdenken. Und interessanterweise<br />
eben nicht nur die Top 100, sondern auch jede Menge Menschen aus<br />
dem „long tail“ (wenn man das so sagen kann), also die<br />
nicht zu den &quot;üblichen Verdächtigen&quot; gehören.<br />
Man kann nicht sagen, dass „die“ Blogosphäre vertreten<br />
war, dazu haben die Strickbloggerinnen gefehlt, die Tokio-Hotel-Fans,<br />
überhaupt die Teenage-Blogger, aber auch die Menschen, die<br />
nicht über das Bloggen bloggen und deswegen keinen Anreiz haben,<br />
zu so einer Tagung zu fahren. Eine sehr spannende Sache war, dass<br />
auch Leute, die nicht vor Ort waren (most notably Don Alphonso,<br />
aber auch viele andere) sich trotzdem zu Wort gemeldet haben und<br />
über die Konversationen in Blogs, aber auch im Gespräch<br />
vor Ort in Berlin dann doch irgendwie präsent waren. Für<br />
mich persönlich (ich denke auch für viele andere) hat<br />
es ausserdem gebracht, dass man mal eine Reihe von Leuten „in<br />
echt“ kennen gelernt hat, die man sonst nur vom Rechner kennt.<br />
Und das macht eine ganze Menge aus, finde ich.</p>
<p><b>Moderator:</b> Noch eine Nachfrage zur re:publica:</p>
<p><b>HartbloggenderStudent:</b> Auf eurem Workshop auf der<br />
re:publica habt ihr von internen Streitereien bei den hart bloggenden<br />
Wissenschaftlern geredet. Was war denn da?</p>
<p><b>Jan Schmidt: </b>Die Streitereien hängen wohl<br />
damit zusammen, dass einige der Gründungsmitglieder inzwischen<br />
nicht mehr an einer Uni sind, sondern in einem anderen Job, und<br />
deswegen nicht mehr ganz so viel Zeit in die Pflege der Seite investieren<br />
können. Das Problem scheint im Moment technisch-administrativ<br />
zu sein: Wer hat Admin-Zugang zur HBS-Seite [Seite der Hard bloggin´scientists<br />
(Anm. der Red.)]? Aber ich gehöre nicht zum „Kernteam“,<br />
deswegen kann ich das gar nicht so genau sagen :).</p>
<p><b>Moderator: </b>Die Umfrage unter unseren Nutzern hat<br />
ergeben: Die Mehrheit, nämlich 61%, bloggt zu privaten Themen.<br />
Und einer führt anscheinend tatsächlich ein Strickblog.</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> 🙂</p>
<p><b>Leser:</b> Gibt es denn eine Zweiteilung in der Blogsophäre<br />
&#8211; die „richtigen“ und „coolen“ Blogger à<br />
la Schultheiss und Co. und die „anderen“ genannten Tokio<br />
Hotel Fans und so weiter? Wer ist der Bessere?</p>
<p><b>Jan Schmidt: </b>Darauf gibt es zwei antworten:<br />
Je nachdem, was Dich (oder jeden anderen interessiert) gibt es diese<br />
Zweiteilung: Blogs, die spannend sind, und Blogs, die Dich nicht<br />
interessieren. Weil ein Großteil der „Wortführer“<br />
(also der Top 100/1000/whatever, der A-List) nicht über Tokio<br />
Hotel und das Stricken schreibt, entsteht so eine Art „Abwertungsdruck“,<br />
dass letztere Art von Bloggen irgendwie banal oder kein „echtes“<br />
Bloggen sei. Aber aus Sicht des Tokio-Hotel-Bloggers sind Don Alphonso,<br />
mein Blog und die re:publica womöglich völlig langweilig<br />
und schlecht, insofern ist es eine Frage des Standpunktes und der<br />
Perspektive. <br />
Für mich als Wissenschaftler gibt es nicht „das richtige“<br />
Bloggen, sondern nur unterschiedliche Praktiken, die unterschiedlich<br />
bewertet werden. Das hatte ich ja auch in meinem Eröffnungsvortrag<br />
geschildert: Bestimmte Arten des Bloggens werden von außen<br />
(von Journalisten) aber auch von innen (aus der Blogosphäre)<br />
selbst oft abgwertet und als „banal“ oder „irrelevant“<br />
abgestempelt.<br />
Das ist eine klassische Soziologische Frage: Wer bestimmt den Diskurs,<br />
wer hat Einfluss darauf, welches Bild vom Bloggen sich öffentlich<br />
durchsetzt &#8211; sehr spannend! </p>
<p><b>Trinh03: </b>Wie reagieren eigentlich die Blogger darauf,<br />
dass sie von dir beforscht werden? Bei ein paar Diplomarbeiten wurden<br />
die Blogger ja ziemlich allergisch?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Ich habe den Vorteil, dass ich selbst<br />
schon seit einigen Jahren (März 2004) ein Blog führe und<br />
inzwischen zum Glück auch einigermaßen bekannt bin. Das<br />
hilft mir sehr, möglicherweise auch, weil die Blogger wahrnehmen,<br />
dass ich nicht eine bestimmte Vorstellung vom Bloggen vertrete („Blogs<br />
müssen Alternativjournalismus sein“ oder so). Es gab<br />
aber Ende 2005, als ich meine erste „Wie ich blogge?!“-Umfrage<br />
gemacht habe, im Umfeld von Don Alphonso eine sehr hitzige Diskussion<br />
darüber, ob die Wissenschaft überhaupt fähig ist,<br />
Blogs zu begreifen. Immerhin ist bloggen oft sehr spontan, impulsiv,<br />
subjektiv, sehr schnell &#8211; in gewisser Weise das genaue Gegenteil<br />
von „klassischer“ Wissenschaft. Ich fand diese Streit<br />
damals sehr lehrreich, weil er mir auch geholfen hat, meine eigene<br />
Rolle als bloggender Wissenschaftler genauer zu verstehen. Ganz<br />
generell sehe ich mich als Blogger auch in der Rolle des teilnehmenden<br />
Beobachters, aber wenn ich zum Beispiel einen Aufsatz für ein<br />
Buch schreibe, muss ich von meinen eigenen Erfahrungen soweit wie<br />
möglich abstrahieren. Und ganz generell zu dem Widerstand:<br />
Es gibt ja auch ausserhalb der Blogs eine gewisse „Umfragemüdigkeit“,<br />
das heißt, Menschen haben immer weniger Lust, an Markforschung<br />
teilzunehmen. Das macht es auch für wissenschaftliche Umfragen<br />
schwer.</p>
<p><b>Moderator:</b> Du hast dein Blog bamberg-gewinnt.de<br />
erwähnt. Dazu gibt es eine Nachfrage:</p>
<p><b>haidu:</b> Warum gewinnt Bamberg eigentlich ;-)?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Dahinter steckt eine Anekdote: Ich<br />
habe früher unter www.schmidtmitdete.de gebloggt, mit einer<br />
Software namens &quot;greymatter&quot;. Irgendwann wollte ich auf<br />
Wordpress umsteigen und hab mir dazu eine neue Domain holen müssen,<br />
wo ich mySQL dabei hatte. Dazu habe ich „bamberg-gewinnt“<br />
gesichert, und ich wollte das eigentlich mal für einen Wahlkampf<br />
oder so verwenden. Dummerweise habe ich es dann nicht auf die Reihe<br />
bekommen, mein Blog wieder auf www.schmidtmitdete.de „umzubiegen“<br />
&#8211; und dann war es zu spät, den Namen wieder zu ändern<br />
weil sich die URL inzwischen etabliert hatte. Aber generell: Bamberg<br />
ist eine wunderschöne Stadt :).</p>
<p><b>Sid Vicious:</b> Wird mein Blog von meinem eventuellen<br />
zukünftigen Arbeitgeber erst mal nach psychologischen Gesichtspunkten<br />
durchleuchtet, bevor ich eingestellt werde &#8211; mit anderen Worten<br />
– kann es nachteilig sein, ein persönliches Blog zu haben?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Unter Umständen kann das passieren,<br />
ich denke aber, dass die Chancen relativ gering sind, dass dir Nachteile<br />
entstehen. Es hängt natürlich ein wenig davon ab, worüber<br />
du bloggst, bei welcher Firma du dich bewirbst, ob du anonym oder<br />
pseudonym bloggst und so weiter.Genauso gut kann es andersrum sein:<br />
Dein Blog kann (je nach beruflicher Tätigkeit) demonstrieren,<br />
dass Du schreiben kannst, schlaue Ideen hast, Projekte realisieren<br />
kannst und mehr. Ich würde aber ganz generell (und auch über<br />
Blogs hinaus, bei Studi VZ oder Xing [Online-Plattformen zum Austausch<br />
zwischen Studierenden und Businesstreibenden (Anm. der Red.)]) dazu<br />
raten, sich immer bewusst zu sein: Was ich in das Internet schreibe<br />
kann prinzipiell jeder lesen, und es ist prinzipiell auch noch in<br />
30 Jahren auffindbar. Das heißt, bei manchen Texten, Fotos<br />
und Videos ist es vielleicht ratsamer, die in geschützteren<br />
Umgebungen als einem öffentlichen Blog zu posten, beispielsweise<br />
in Umgebungen wie flickr, wo du Bilder nur für bestätigte<br />
Kontakte freigeben kannst. <br />
Das ist aber eine hoch spannende Frage, denn in diesem Bereich der<br />
Veränderung der Privatspähre werden sich in den nächsten<br />
Monaten und Jahren noch sehr viele Dinge tun, technisch wie sozial-gesellschaftlich.</p>
<p><b>rotflmao:</b> Kannst Du etwas zu Trollen [Leute, die<br />
in Foren oder Blogs bewusst stören und andere mit ihren Kommentaren<br />
provozieren (Anm. der Red.)] in Weblogs sagen? Was kann man gegen<br />
die machen und warum trollen die rum?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Dazu gab es ja einen ganz interessanten<br />
Vortrag bei der re:publica. Es gibt wohl unterschiedliche Typen<br />
von Trollen: Die, die tatsächlich einfach nur provozieren wollen,<br />
weil sie es lustig finden, wenn sie andere Leute zur Weißglut<br />
bringen. Oder auch die, die möglicherweise einen ernsthaften<br />
Beitrag leisten wollen, der aber im betreffenden Blog am falschen<br />
Platz ist, oder der (gewollt oder ungewollt) missverstanden wird.<br />
Generell hilft meines Erachtens, dem Kommunikationspartner (gerade<br />
wenn man nicht weiß, welche Person sich hinter einem Namen<br />
verbirgt) erstmal so zu begegnen, als habe sie etwas Relevantes<br />
zu sagen. Das heißt, möglicherweise muss man nachfragen<br />
und schauen, ob es sich um ein Missverständnis handelt. Aber<br />
wenn deutlich wird, dass es „echtes trolling“ ist, dann<br />
hilft wohl nur ignorieren, beziehungsweise, wenn möglich),<br />
sperren &#8211; einfach weil ein einziger Troll eine funktionierende community<br />
kippen kann.</p>
<p><b>Moderator: </b>Und nun zur Lieblingsfrage unserer Nutzer:</p>
<p><b>pillepalle:</b> Na los, outen: Was ist denn dein Lieblingsblog?</p>
<p><b>Jan Schmidt: </b>Ui, sehr schwere Frage..Was fachliche<br />
Dinge angeht, verfolge ich sehr gerne den elektrischen reporter<br />
(eher ein Videoblog) [Blog des Handelsblatts (Anm. der Red).], die<br />
Interviews finde ich höchst spannend. Im politischen Bereich<br />
finde ich netzpolitik.org [Blog von Markus Beckedahl] sehr gut.<br />
Das ist für mich eines der wenigen Beispiele für ein gutes<br />
politisches Blog in Deutschland. Und was den ganzen Rest angeht,<br />
da ist es wohl wirres.net [Weblog von Felix Schwenzel (Anm. der<br />
Red.)].</p>
<p><b>Moderator:</b> Zum Schluss ein Ausblick:</p>
<p><b>Williwollteswissen:</b> Welche Zukunft haben Weblogs?</p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Zunächst einmal ganz grundsätzlich:<br />
Blogs werden nicht mehr verschwinden. Der Wunsch nach einer einfachen<br />
Möglichkeit, sich selbst und seine Interessen im Netz zu präsentieren<br />
und darüber mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, ist<br />
einfach gegeben. Und dafür sind Blogs eine sehr gut geeignete<br />
Technologie. Ich denke auch, dass in den nächsten Monaten und<br />
Jahren mehr Organisationen (Unternehmen, Parteien, NGOs, öffentliche<br />
Verwaltungen&#8230;) mit Blogs experimentieren werden. Nicht alles wird<br />
klappen, aber dieser Bereich wird meines Erachtens zunehmen. Im<br />
privat-persönlichen Bereich werden Blogs, denke ich, auf absehbare<br />
Zeit noch stärker mit social-networking-Plattformen [Websites,<br />
auf denen die Nutzer Private und Berufliche Kontakte knüpfen<br />
und pflegen können (Anm. der Red.)] zusammenwachsen. Das liegt<br />
daran, dass die momentane technische Situation noch viel zu binär<br />
ist: Öffentlich publiziert versus nicht öffentlich publiziert.<br />
Wir sind es aber gewohnt, dass wir uns in unterschiedlichen Kontexten<br />
unterschiedlich präsentieren und deswegen wird es, denke ich,<br />
mehr technische Unterstützung dafür geben müssen,<br />
dass wir bestimmte Texte, Fotos und so weiter nur für bestimmte<br />
Personenkreise zugänglich machen. Da sind wir wieder bei der<br />
Frage nach den Veränderungen von Privatsphäre versus Öffentlichkeit,<br />
aber das ist vermutlich ein Thema für einen neuen Chat, oder?</p>
<p><b>Moderator:</b> Gerne wieder!</p>
<p><b>Moderator:</b> Das war die Blogsprechstunde von politik-digital.de<br />
in Kooperation mit den Blogpiloten. Vielen Dank an alle Chatter<br />
fürs Mitmachen und vielen Dank an Jan Schmidt für die<br />
Antworten. In der kommenden Woche ist Peter Turi zu Gast in der<br />
Blogsprechstunde. Wir chatten nächste Woche Dienstag von 19<br />
bis 20 Uhr. Wie schon dieses Mal können Fragen bereits im Vorfeld<br />
im <a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=43&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wartezimmer</a><br />
gestellt werden. Das Transkript dieses Chats kann man in Kürze<br />
auf politik-digital.de und bei den Blogpiloten nachlesen. Das letzte<br />
Wort für heute hat Jan Schmidt: </p>
<p><b>Jan Schmidt:</b> Hat sehr viel Spaß gemacht!<br />
Danke an all eure Fragen! Und jetzt schau ich das DFB- Pokalspiel!<br />
🙂</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Daddeln macht schlau</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/computerspiele-und-politik/daddeln-macht-schlau-2453/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Feb 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Computerspiele und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Bund und Länder wollen Jugendliche mit verschärften Maßnahmen vom „Killer spielen“ abhalten. Bayerns Innenminister Beckstein fordert ein entsprechendes Verbot auch für Erwachsene.
Abseits der Talkshow-Politik finden sich jedoch sinnvolle Andockmöglichkeiten von Politik und Computerspielen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Bund und Länder wollen Jugendliche mit verschärften Maßnahmen vom „Killer spielen“ abhalten. Bayerns Innenminister Beckstein fordert ein entsprechendes Verbot auch für Erwachsene.<br />
Abseits der Talkshow-Politik finden sich jedoch sinnvolle Andockmöglichkeiten von Politik und Computerspielen.<!--break--></p>
<p>
<b><br />
</b>
</p>
<p>
Computerspiele sind böse – auf diesen schlichten Nenner könnte man die öffentlichen Debatte der vergangenen Wochen und Monate bringen. Das Bild ist geprägt durch<br />
<a href="http://shortnews.stern.de/feedback.cfm?fanz=1&amp;fbid=2770872&amp;rubrik=Gesundheit%20&amp;feedback_archive=0&amp;offset=11" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spielesüchtige Jugendliche</a>,<br />
<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/0,1518,k-7068,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">alberne Avatare</a> und<br />
<a href="http://www.we-make-money-not-art.com/archives/008211.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">computergestützte Zwangsarbeit</a>. Vor allem die berüchtigten „<br />
<a href="http://netzpolitik.org/2006/podcast-guenther-beckstein-und-die-killerspiele/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Killerspiele</a>“ verhindern eine nüchterne Diskussion der Thematik. Davon weitgehend unberührt boomt allerdings der Markt: Schätzungen zufolge wurden im Jahr 2005 weltweit mehr als 20 Milliarden Dollar umgesetzt. Für 2007<br />
<a href="http://www.mediabiz.de/newsvoll.afp?Nnr=226803&amp;Biz=gamesbiz&amp;Premium=N&amp;Navi=00000000&amp;T=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ermittelte</a> die Gesellschaft für Konsumforschung im deutschen Markt für Computer- und Videospiele ein Wachstum um 7,4 Prozent auf 1,126 Mrd. Euro Umsatz. Beim Verkaufsstart der neuesten Erweiterung von<br />
<a href="http://www.wow-europe.com/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">World of Warcraft</a> vor wenigen Wochen kam es zu Tumulten, wie man sie von den Erscheinungstagen der Harry-Potter-Romane kennt.
</p>
<p class="tidy-3">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/images/spieler_wow.jpg" alt="Quelle: Flickr Creative Commons (adactio)" height="225" width="300" /><br />
<br />
<i>Computerspiele fesseln Gamer über Stunden.</i><br />
<br />
<i>Quelle: Flickr Creative Commons (adactio)</i>
</p>
<p>
Während Pädagogen und Psychologen regelmäßig Studien vorlegen, die wahlweise die immensen<br />
<a href="http://www.golem.de/0508/39968.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gewaltpotenziale von Spielen</a> oder aber deren positive Folgen für die<br />
<a href="http://www.golem.de/0503/37004.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialisation Jugendlicher</a> herausstellen, verschiebt sich die Debatte schnell hin zu Fragen der Medienrezeption und Medienwirkung, die auch schon in weniger komplexen Medienumgebungen als höchst umstritten gelten.
</p>
<p>
<b>Game Studies schauen genauer</b>
</p>
<p>
Stellt man die Spiele selbst stärker in den Fokus, wie dies etwa im Rahmen der in Deutschland noch kaum verbreiteten Disziplin der<br />
<a href="http://gamestudies.org/0601" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Game Studies</a> geschieht, ergeben sich auch noch andere Anschlussmöglichkeiten zur Politik. Betrachtet man Computerspiele als ein weiteres Format aus dem reichhaltigen Fundus von Kulturgütern, in dem stets auch die politische und kulturelle Dimension der Gesellschaft aufscheint, so ist schnell die Abteilung „Politainment“ erreicht. Mit diesem Begriff beschreibt der Marburger Politologe<br />
<a href="http://www.staff.uni-marburg.de/%7Edoerner/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Dörner</a> die stets wachsende Bedeutung einer medienorientierten Kultur, die „die für eine soziale Gruppe maßgebenden Grundannahmen über die politische Welt“ liefert und damit „so etwas wie Maßstäbe dar(stellt), an Hand derer Politik wahrgenommen, interpretiert und beurteilt wird.“
</p>
<p>
Längst haben politische Akteure das Fernseh-Politainment als mächtiges Vermittlungsinstrument erkannt und klammern sich an die Stühle der Talkshows – anspruchsvolle Formen medial aufbereiteter Politik, etwa auch als Serie oder Spielfilm, finden keinen Raum in einer rede-seligen Medienlandschaft. Ein ähnliches Schicksal scheint auch für Computerspiele reserviert: die Anerkennung als möglicherweise relevante Umgebung für „politische Unterhaltung“ oder „unterhaltende Politik“ wird ihnen verweigert, es dominiert die Ablehnung der nicht selten pauschal als verabscheuungswürdig abqualifizierten Computerspiele. Allenfalls in Schwundformen als tumbe Mini-Games und alberne Comic-Animationen tauchen sie in Wahlkämpfen auf – und schnell wieder ab.
</p>
<p>
<b>Potenziale für Politainment</b>
</p>
<p>
Wenn das mal nicht ein Missverständnis ist. Der interaktive und inklusive Charakter von Spielwelten, der engagierte Gamer schon mal tage- oder wochenlang an die Abarbeitung unterschiedlicher Aufgaben bindet, verweist auf die großen Potenziale auch für ein computerbasiertes Politainment: das Spiel dauert längst nicht mehr nur 90 Minuten, es dürfen auch schon mal 9000 sein. Und immer häufiger sitzen die Spieler<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/cheise_computerspiele_070215.shtml">nicht isoliert</a> vor dem Rechner, sondern arbeiten in flexiblen Gruppen.
</p>
<p>
Nur sehr, sehr langsam gewinnen auch optimistischere Perspektiven auf ein meist äußerst beschränkt betrachtetes Phänomen der jüngeren Mediengeschichte an Raum: so weist der stets hellsichtige<br />
<a href="http://www.stevenberlinjohnson.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Steven Johnson</a> in seinem gerade erst in deutscher Übersetzung erschienenen Buch „Everything Bad is Good for You“ darauf hin, dass Computerspiele als wesentliches Element moderner Popkultur überaus komplexe Gebilde geworden sind, die sehr wohl positive Folgen und Erkenntnisgewinne für die Nutzer bereit halten können. Das wesentliche Anliegen seiner Argumentation liest sich leicht aus dem deutschen Titel heraus: „Neue Intelligenz. Warum wir durch Computerspiele und TV klüger werden.“
</p>
<p>
Sachdienliche Hinweise zu einer möglichen Annäherung von Computerspielen und Politik kann aktuell auch der Blick in die digitale Welt von<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/bbergervoet_chartmann_sgievert_glossar_computergames_070215.shtml#second_life" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Second Life</a> geben – die groß angelegte Simulation wird gemeinhin als Computerspiel wahrgenommen, jedoch fehlt ein im strengen Sinne erkennbares Spielziel: der Slogan lautet bewusst ergebnisoffen „Your World, Your Imagination“. Dass in diesem Vorstellungsraum auch Platz für Politik sein kann, beweist der in den letzten Wochen zu beobachtende Trend zur Errichtung digitaler Dependancen im zweiten Leben. Neben einer noch recht abstrakt wirkenden Version des US-Repräsentantenhauses und einer<br />
<a href="http://www.si.se/templates/CommonPage____3051.aspx)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">virtuellen Schwedischen Botschaft</a> geben sich auch die Protagonisten des<br />
<a href="http://www.secondlifeherald.com/slh/2007/01/sgolne_royal_sa.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">französischen Präsidentschaftswahlkampfs</a> dort ein Stelldichein.
</p>
<p>
Während in der fernsehgeprägten Welt der Medienpolitiker das TV-Studio noch für eine Weile das Maß aller Dinge zu sein scheint, formiert sich abseits der Fernsehschirme ein rasch wachsendes Feld der Computer-Unterhaltung, die mit dem Begriff „Computerspiel“ nur unzureichend und verkürzt beschrieben werden kann. Es braucht vermutlich eine engagierte und ausdauernde Aufklärungsarbeit, denn die Zeit der Missverständnisse ist noch lange nicht vorbei. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die Herren Beckstein,<br />
<a href="http://www.kfn.de/profdrpfeiffer.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pfeiffer</a> &amp; Co. ihre<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/bbergervoet_chartmann_sgievert_glossar_computergames_070215.shtml#avatar" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Avatare</a> in<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/bbergervoet_chartmann_sgievert_glossar_computergames_070215.shtml#second_life" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Second Life</a> auf Streife schicken…</p>
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