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	<title>meineSPD.net &#8211; politik-digital</title>
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	<title>meineSPD.net &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Britische Parteien: Online recht dumpf</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 20:58:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Großbritannien gilt in in Deutschland gerne als leuchtendes Vorbild in Sachen elektronischer Demokratie - seien es die <a href="http://petitions.pm.gov.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Petitionen</a> des britischen Premiers oder die Projekte der Nichtregierungsorganisation <a href="http://www.mysociety.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySociety.org</a>. Doch während sich zivilgesellschaftliche Mitmach-Seiten und politische Blogs prächtig entwickelten, verpassten es Parteien im Vereinigten Königreich, sich die Neuen Medien zu nutze zu machen. Das schreibt Robert Colvile vom Centre For Policy Studies in einer aktuellen <a href="http://www.politicsonline.com/cgi-bin/display.asp?thisURL=http://www.cps.org.uk/newsarchive/news/?pressreleaseid=74" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Großbritannien gilt in in Deutschland gerne als leuchtendes Vorbild in Sachen elektronischer Demokratie &#8211; seien es die <a href="http://petitions.pm.gov.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Petitionen</a> des britischen Premiers oder die Projekte der Nichtregierungsorganisation <a href="http://www.mysociety.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySociety.org</a>. Doch während sich zivilgesellschaftliche Mitmach-Seiten und politische Blogs prächtig entwickelten, verpassten es Parteien im Vereinigten Königreich, sich die Neuen Medien zu nutze zu machen. Das schreibt Robert Colvile vom Centre For Policy Studies in einer aktuellen <a href="http://www.politicsonline.com/cgi-bin/display.asp?thisURL=http://www.cps.org.uk/newsarchive/news/?pressreleaseid=74" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a>.<!--break--></p>
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Colviles Kritik und seine Forderungen in <a href="http://www.politicsonline.com/cgi-bin/display.asp?thisURL=http://www.cps.org.uk/newsarchive/news/?pressreleaseid=74" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Politics, Policy and the Internet&quot;</a> erinnern an das, was auch politik-digital.de oft an den Internetauftritten deutscher Parteien bemängelt hat: Zwar habe jede größere Partei eine eigene Website, nutze diese aber hauptsächlich, um Informationen anzubieten. Die Parteien verharrten in einer Sender-Rolle, selbst dann, wenn sie sich an die neuen Techniken heranwagten. Beim YouTube-Kanal der Labour Party, <a href="http://www.youtube.com/user/theuklabourparty" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Labour:Vision&quot;</a> sehe Colvile zum Beispiel &quot;rather dull ministers making rather dull points and answering rather dull questions.&quot; (auf deutsch: recht dumpfe Minister mit recht dumpfen Argumenten, die recht dumpfe Fragen beantworten.) Stattdessen sollten Partein in den &quot;Empfänger-Modus&quot; wechseln und offen werden für die Meinungen und Ratschläge der Bevölkerung.
</p>
<p>
Mit einer überzeugenden Internetstrategie könnten Parteien zum einen mehr Spendengelder gewinnen, argumentiert Colvile. Zum anderen ließen sich auch Kampagnen weiter verbreiten, wenn zum Beispiel Blogger YouTube-Videos von Parteien und Politikern aufgreifen. Wobei diese Art des viralen Marketings ja durchaus nach hinten losgehen kann, <a href="/spam-im-auftrag-der-fdp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie die FDP Hamburg lernen durfte</a>.
</p>
<p>
Laut Colvile sollten Parteien auch Soziale Netzwerke nutzen und dort für ihre Prositionen werben. Schließlich gebe es etwa bei Facebook politisch interessierte Gruppen. In diesem Punkt machen deutsche Parteien einmal den Briten vor, wie es funktionieren kann. SPD und FDP etwa versuchen sich seit einiger Zeit selbst am Aufbau Sozialer Netzwerke: FDP-Mitglieder und Sympathisanten  diskutieren seit 2005 auf <a href="https://my.fdp.de/webcom/show_websiteprog.php/_c-882/i.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">my.FDP</a>, die SPD eröffnete im Dezember 2007 <a href="http://www.meinespd.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meineSPD.net</a>.</p>
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		<title>Kurt Becks Volksporsche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 15:38:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Die SPD will „Vorreiter in der politischen Online-Kommunikation“ sein. Mit der Online-Offensive 2007 / 2008 setzt die Partei jedoch vor allem auf Bewährtes: Anderthalb Jahre nach der FDP startet sie eine Online-Gemeinschaft und Kurt Beck stellt wie schon die Bundeskanzlerin Videos ins Netz. Das Know-How für ihre Internetauftritte holt sich die SPD von einem Online-Beirat. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Die SPD will „Vorreiter in der politischen Online-Kommunikation“ sein. Mit der Online-Offensive 2007 / 2008 setzt die Partei jedoch vor allem auf Bewährtes: Anderthalb Jahre nach der FDP startet sie eine Online-Gemeinschaft und Kurt Beck stellt wie schon die Bundeskanzlerin Videos ins Netz. Das Know-How für ihre Internetauftritte holt sich die SPD von einem Online-Beirat. <!--break-->
</p>
<p>
SPD-Generalsekretär Hubertus Heil stellte die Offensive in einem Pressegespräch am 5. Dezember 2007 vor. Erste Säule ist die Kommunikations-Plattform meineSPD.net. Seit dem 28. Oktober können sich hier Nutzer, ob SPD-Mitglied oder nicht, Profile anlegen, in Foren diskutieren, Kontakte knüpfen, bloggen und an „Missionen“ teilnehmen, politischen Aufgaben wie „Hilf mit am Wahlstand in deiner Stadt“.
</p>
<p>
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</p>
<p>
<b>Der Porsche unter den politischen Websites</b></p>
<p>„Die SPD ist die erste Partei in Deutschland, die etwas derartiges anbietet,“ sagt Heil. Aber gibt es da nicht <a href="https://my.fdp.de/webcom/show_websiteprog.php/_c-882/i.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">was von der FDP</a>, schon seit 2005? Heil winkt ab: „Das ist ein Unterschied wie zwischen Trabbi und Porsche,“ gibt er sich auf Nachfrage von politik-digital.de überzeugt. Sowohl in Qualität der Angebote als auch in der Quantität der Mitglieder liege die SPD klar vorne. Knapp über 11.000 Mitglieder habe meineSPD.net jetzt, ergänzt Benjamin Mikfeld, Verantwortlicher für die Online-Offensive. Bei myFDP.net sind nach Informationen der Universum Online AG etwa 31.000 Nutzer angemeldet – und etwa 6.000 aktiv. Zum Vergleich: Laut <a href="http://www.bpb.de/themen/YX2B5Z,0,0,Parteien_in_Deutschland.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bpb.de</a> hat die SPD hat etwa 590.000 Mitglieder, die FDP 65.000.</p>
<p>Sebastian Reichel, ehemals Internetbeauftragter der SPD und in dieser Funktion auch noch an der Konzeption von meineSPD.net beteiligt, meint, die Partei orientiere sich hier an großen Vorbildern wie den sozialen Online-Netzwerken Facebook oder StudiVZ. Er sieht aber noch Entwicklungsspielraum: „Es muss noch einiges gelernt werden, etwa für die Übersichtlichkeit oder die Abstimmung der einzelnen Elemente untereinander.“
</p>
<p>
<b>Kurt Becks Online-Sprechstunde</b></p>
<p>Die zweite Säule ist ein eigener Kanal bei der großen Videplattform YouTube: <a href="http://www.youtube.com/user/SPDvision" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD:vision</a>. Parteivorsitzender Kurt Beck hält hier ab sofort eine digitale Sprechstunde ab: „Es ist mir wichtig, das Medium Internet zu nutzen, um mit Ihnen zu kommunizieren, um von Ihnen Fragen zu erbitten und darauf eingehen zu können.“ Denn für den Bundesvorsitzenden einer Partei sei die Zeit zu knapp, um jeden Sonntag Bürgerfragen persönlich zu beantworten. </p>
<p>Wer Kurt Beck eine Frage stellen möchte, kann ebenfalls einen Clip drehen und bei YouTube hochladen – oder einfach eine E-Mail bzw. ganz altmodisch einen Brief schreiben. Alle 14 Tage will Beck seine Antworten veröffentlichen. Ganz neu ist die Idee hinter „Ihre Frage an Kurt Beck“ nicht: Auf tagesschau.de können Bürger seit August 2007 „<a href="http://www.tagesschau.de/fragenachberlin4.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ihre Frage nach Berlin</a>“ stellen. Beck war dort übrigens am <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video202192.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">3. September zu Gast</a>. </p>
<p><b>Günstiger als Merkel</b></p>
<p>Am 5. Dezember ging Beck, Episode eins, online. Generalsekretär Heil möchte sich mit der Video-Sprechstunde ausdrücklich abgrenzen vom Verkündungs- und Ansprachencharakter, den er etwa beim Podcast von Bundeskanzlerin <a href="http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/DE/Aktuelles/VideoPodcast/video-podcast.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Angela Merkel</a> sehe. Ungefiltert und ungeschnitten solle Parteichef Beck rüberkommen, nah beim Menschen und authentisch &#8211; diese Schlagworte benutzt Heil häufig. Günstig sei man außerdem: Die Produktion einer Folge Beck koste „ein Fünftel von dem, was der Podcast von Merkel kostet.“ Eine Folge von Merkels Ansprache soll nach Informationen von <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/97041" target="_blank" rel="noopener noreferrer">heise.de</a> mit 10.800 Euro zu Buche schlagen.
</p>
<p>
Heil erklärt, dass die SPD dafür auf große Inszenierungen verzichten wolle, man brauche zum Beispiel keinen Reichstag im Hintergrund. Kurt Beck baut sich stattdessen vor der Willy-Brandt-Statue in der SPD-Parteizentrale auf. Die Fragen von „Herrn Beger“ und „Frau Koch“ liest er vom Papier ab. Es geht um Mindestlohn für Postbeamte und Kinderarmut. </p>
<p>Ungeschnitten ist das Video. Wie ungefiltert sind die Fragen? Wie geht die Partei mit Kritik und unangenehmen Beiträgen um? „Jede ernstgemeinte Frage erhält eine ernstgemeinte Antwort,“ versichert Hubertus Heil. Wenn nicht im YouTube-Video, dann per E-Mail. </p>
<p>Neben der Aktion „Ihre Frage an Kurt Beck“ soll SPD:vision zur zentralen Plattform für alle Videos der Partie werden, kündigte Heil an. Demnächst sollen hier sowohl die montäglichen Pressekonferenzen als auch ausgewählte Wahlwerbespots zu sehen sein. </p>
<p><b>SPD holt sich Rat von Bloggern</b></p>
<p>Dritte Säule der Web-Strategie ist ein Online-Beirat. Die Parteiführung sucht Anschluss ans Mitmach-Web 2.0 und möchte lernen, wie man das Internet für politische Kommunikation nutzen kann &#8211; auch mit Blick auf den Wahlkampf in 2009. Helfen sollen Vertreter aus Wissenschaft (u.a. Christoph Bieber vom Zentrum für Medien und Interaktivität der Universität Gießen, auch Vorstandsmitglied bei politik-digital.de, und Jan Schmidt, Uni Hamburg), Wirtschaft und Institutionen. Zwei Blogger beraten die SPD außerdem: Sascha Lobo (<a href="http://www.riesenmaschine.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">riesenmaschine.de</a>) und Nico Lumma (<a href="http://lumma.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lumma.de</a>). Frauen fehlen im Online-Beirat übrigens noch. </p>
<p>Lumma, selbst SPD-Mitglied seit dem „16. Geburtstag“, war von der Einladung nicht wirklich überrascht, sagte er im Gespräch mit politik-digital.de. Schließlich habe er die Partei schon für <a href="http://www.spd-hamburg.de">spd-hamburg.de</a> beraten und die Software für die Online-Wahlmannschaft <a href="http://www.roteblogs.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rote Blogs</a> geliefert. Dass die SPD Experten befragt, hält er für „eine sinnvolle Geschichte“. „Ich finde es gut, dass es nicht nur um die konkrete Umsetzung von Projekten geht, sondern auch um eine generelle Diskussion: Welchen Stellenwert hat das Internet in der Gesellschaft? Was sind die Auswirkungen von politischer Kommunikation im Internet?“ meinte er. </p>
<p>Hubertus Heil ist von der ersten Sitzung des Beirats begeistert: „Ich habe unglaublich viel Neues gelernt.“ Über amerikanischen Online-Wahlkampf zum Beispiel. Viel weiter sei man da schon bei der politischen Nutzung des Internets. Deutsche Partei- und Wahlkampf-Seiten seien im Vergleich furchtbar langweilig.</p>
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