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	<title>Meinungsumfrage &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Meinungsumfrage &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Das Internet als Demokratieverstärker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Vaccaro]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 17:37:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzung]]></category>
		<category><![CDATA[BITKOM]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internet wird von einer Mehrheit der Nutzer als ein Instrument zur Förderung der Demokratie wahrgenommen, so eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), die heute veröffentlicht wurde. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet wird von einer Mehrheit der Nutzer als ein Instrument zur Förderung der Demokratie wahrgenommen, so eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), die heute veröffentlicht wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Laut der Studie sehen zwei Drittel der Befragten einen positiven Effekt für „mehr Demokratie“ durch das Internet. Fast jeder zweite erkenne im Web Chancen zur Mitgestaltung von Politik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unabhängig von Alter, Geschlecht oder Bildungsstatus halten insgesamt 64 Prozent der Internetnutzer das Internet für ein wertvolles Instrument zur Bereicherung der Politik. Möglichkeiten zur politischen Mitgestaltung werden vor allem von der jungen Generation zwischen 14 und 29 Jahren gesehen. Die geringsten Chancen zur politischen Mitgestaltung über das Web sehen laut Studie die 50- bis 64-jährigen Nutzer.</p>
<p>Die Basis der Studie ist eine repräsentative Erhebung des Insituts Aris, bei der mehr als 1.000 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt wurden.</p>
<p>BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf kommentiert die Ergebnisse der Befragung mit einem Verweis auf die Informations- und Kommunikationspotenziale des Internet. „Politiker können das Internet einsetzen, um die Menschen zum Mitmachen bei politischen Aktionen zu bewegen und die zunehmende Distanz zwischen Staat und Gesellschaft zu verringern“, so Kempf. Zudem biete es auch der Kommunalpolitik zahlreiche Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung. So sei das Internet nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den Gemeinden ein ausgezeichnetes Mittel gegen Politikverdrossenheit.</p>
<p>Warum die Einschätzung der eigenen politischen Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Gruppe der 50- bis 64-Jährigen eher gering ausfällt, lässt sich aus den veröffentlichten Daten nicht erkennen. Zu vermuten ist, dass die grundsätzlich niedrigere Internetpräsenz in dieser Altersgruppe eine entscheidende Rolle spielt.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Umfrage: Bürger wollen E-Beteiligung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/umfrage-buerger-wollen-e-beteiligung-4514/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 15:29:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
		<category><![CDATA[BITKOM]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerhaushalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Deutsche Bundestag und die Bundesregierung sollen sich mehr dem Wunsch der Bürger nach Transparenz und Beteiligung öffnen. Das forderte der Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) Prof. August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung <a href="http://www.bitkom.org/60756_60749.aspx" target="_blank" title="Zur Bitkom-Umfrage" rel="noopener noreferrer">einer Studie</a> an diesem Mittwoch in Berlin. 
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutsche Bundestag und die Bundesregierung sollen sich mehr dem Wunsch der Bürger nach Transparenz und Beteiligung öffnen. Das forderte der Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) Prof. August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung <a href="http://www.bitkom.org/60756_60749.aspx" target="_blank" title="Zur Bitkom-Umfrage" rel="noopener noreferrer">einer Studie</a> an diesem Mittwoch in Berlin.<br />
<!--break--></p>
<p>
Nach der Umfrage zum Thema E-Democracy, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat, interessieren sich viele Wähler u.a. für die Nebeneinkünfte und &#8211; tätigkeiten der Politiker. &quot;Ja, der Bundestag sollte hier offener werden,&quot; sagte Scheer, warnte aber zugleich, es dürfe &quot;keinen gläsernen Abgeordneten&quot; geben.
</p>
<p><b>Dokumente schwer auffindbar</b></p>
<p>
Der Bundestag hat gerade seinen <a href="http://www.bundestag.de" target="_blank" title="Deutscher Bundestag" rel="noopener noreferrer">Internetauftritt</a> aufgefrischt, wurde aber dafür kritisiert, dass bestimmte Daten nur sehr umständlich auffindbar seien. So liegen Informationen über das Verhalten bei Abstimmungen oder zu Spenden an Parteien nur in PDF-Form vor. Übersichtlich aufbereitet bieten diese Informationen nur Nicht-Regierungsorganisationen wie <a href="http://nebeneinkuenfte-bundestag.de" target="_blank" title="Nebeneinkünfte-Bundestag.de" rel="noopener noreferrer">nebeneinkuenfte-bundestag.de</a>, <a href="http://parteispenden.unklarheiten.de" target="_blank" title="Parteispenden.Unklarheiten.de" rel="noopener noreferrer">parteispenden.unklarheiten.de</a> und <a href="http://abgeordnetenwatch.de" target="_blank" title="Abgeordnetenwatch" rel="noopener noreferrer">abgeordnetenwatch.de</a> an.
</p>
<p>
Die Bitkom-Umfrage ergab zudem, dass fast 40 Prozent der Befragten per Internet direkt an politischen Entscheidungen mitwirken wollen &#8211; in der Gruppe der 18 bis 29jährigen sogar 46 Prozent. Besonders online-aktiv wären die Bürger, so die Umfrage, in ihrer Kommune, wo rund 80 Prozent Anregungen oder Beschwerden zu öffentlichen Leistungen über das Internet vorbringen würden. Fast zwei Drittel der Befragten interessieren sich für sogenannte Bürgerhaushalte, bei denen die Bewohner einer Stadt über die Verwendung einen Teils der Steuermittel bestimmen können.
</p>
<p>
<b>Keine Überraschungen</b>
</p>
<p>
Weitere überraschende Ergebnisse lieferte die Umfrage unter 1005 repräsentativ ausgewählten Bürgern nicht. So kam u.a. heraus, dass das Internet die wichtigste politische Informationsquelle für junge Menschen ist, diese nach Inhalten und nicht nach Home-Stories direkt auf den Seiten der Parteien und Politiker suchen und am liebsten online ihre Stimme bei Wahlen abgeben möchten. Besonders der letzte Punkt ist seit langem ein Hauptthema für den Verband der Hightech-Branche, dessen Mitglieder sicherlich gerne die Infrastruktur für diese technische und rechtliche Herausforderung bereitstellen würden.
</p>
<p>
Ob mit diesen technischen Hilfsmitteln allerdings die Parteien- und Politikerverdrossenheit der Bürger bekämpft werden kann, darf bezweifelt werden. Wer nicht wählen möchte, weil er keinen Sinn darin sieht, macht dieses online genauso wenig wie offline.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wie ich blogge?! &#8211; eine Online-Befragung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/studien-zu-weblogs-und-sozialen-netzwerken/wie-ich-blogge-eine-online-befragung-3128/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Studien zu Weblogs und Sozialen Netzwerken]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstpräsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Networking]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
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					<description><![CDATA[Weblogs haben sich mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum etabliert. Es funktioniert als Online-Format, das Merkmale der öffentlichen und der interpersonalen Kommunikation verbindet und so neue Praktiken der Selbstpräsentation und des Networking 
<a href="/jschmidtWeblogsSocialSoftware060214.shtml">erlaubt</a>. Jan Schmidt fasst die Ergebnisse seiner Online-Befragung über die Nutzung von Weblogs für politik-digital.de zusammen.
<p>
&#160;
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weblogs haben sich mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum etabliert. Es funktioniert als Online-Format, das Merkmale der öffentlichen und der interpersonalen Kommunikation verbindet und so neue Praktiken der Selbstpräsentation und des Networking<br />
<a href="/jschmidtWeblogsSocialSoftware060214.shtml">erlaubt</a>. Jan Schmidt fasst die Ergebnisse seiner Online-Befragung über die Nutzung von Weblogs für politik-digital.de zusammen.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
Die Aufmerksamkeit, die Weblogs entgegenkommt, ist groß – doch trotz der wachsenden Zahl von Fachtagungen, Workshops und Artikeln in anderen Medien liegen noch vergleichsweise wenig empirische Daten über die tatsächliche Nutzung von Weblogs vor. Die Umfrage „Wie ich blogge?!“ sollte erste Aufschlüsse über die deutschsprachige Blogosphäre geben und eine Grundlage für weitere wissenschaftliche Studien bieten.<br />
<br />
Die Studie der Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“ der Universität Bamberg entstand in Zusammenarbeit mit den Weblog-Providern twoday.net und blogg.de sowie mit Unterstützung der Anbieter sixapart.de, blog.de und blogigo.de.
</p>
<p>
<b>Das Untersuchungsdesign</b>
</p>
<p>
Dazu war im Oktober 2005 ein Online-Fragebogen verfügbar, der über eine Kombination von E-Mail-basierter Ankündigung und einem per „Schneeballprinzip“ kursierenden grafischen Hinweis beworben wurde. Auch wenn durch diese Art der Teilnehmerrekrutierung kein Anspruch auf Repräsentativität im statistischen Sinne beansprucht werden kann, geben die Ergebnisse doch wertvolle Hinweise auf die Nutzungspraktiken und Merkmale der Blogger.</p>
<p><b>Fast ausgeglichenes Geschlechterverhältnis unter Bloggern</b>
</p>
<p>
An der Umfrage beteiligten sich 5.246 Personen, darunter 84 Prozent aktive Blogger (die ein oder mehrere Weblogs betreiben), 3 Prozent ehemalige Weblog-Autoren sowie 13 Prozent, die Weblogs „nur“ als Leser verfolgen. Die relative Neuheit des Online-Formats zeigt sich darin, dass 45 Prozent der Befragten ihr Weblog zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht länger als ein halbes Jahr führten. Das soziodemografische Profil der Weblog-Autoren entspricht daher in etwa dem von Pioniernutzern neuer Internet-Technologien: Sie sind mehrheitlich zwischen 20 und 30 Jahren alt, haben eine hohe formale Bildung und befinden sich oft noch in einer schulischen oder studentischen Ausbildung. Bemerkenswert ist jedoch das vergleichsweise ausgeglichene Geschlechterverhältnis von etwa 54 Prozent Männern zu 46 Prozent Frauen. Unter den Weblog-Autoren im Teenager-Alter sind Frauen gegenüber Männern sogar mit 66 zu 34 Prozent deutlich in der Überzahl. Sie entschließen sich vor allem aus selbstbezogenen Gründen, ein eigenes Weblog zu führen: zum Spaß, aus Freude am Schreiben, aber auch um Ideen und Erlebnisse für sich selbst festzuhalten – diese Motive nannten jeweils mehr als 60 Prozent aller Befragten. Etwa die Hälfte führte als Beweggrund allerdings explizit an, mit anderen kommunizieren zu wollen, und verweist damit auf den dialogorientierten Charakter des Weblog-Formats.
</p>
<p>
<b>Formen und Inhalte</b>
</p>
<p>
Ein wichtiger Aspekt der Umfrage war, Weblogs als &quot;Social Software&quot; zu begreifen und Aufschlüsse über Strategien des Identitätsmanagements, des Informationsmanagements und des Beziehungsmanagements durch weblog-basierte Kommunikation zu erhalten. Identitätsmanagement geschieht durch die individuelle Gestaltung des eigenen Weblogs und die Auswahl von Themen zur Veröffentlichung, worin sich Aspekte der eigenen Persönlichkeit ausdrücken. Die Mehrheit der Weblog-Autoren schreibt über Episoden und Erlebnisse aus dem Privatleben (75%) bzw. zu Themen wie Arbeitswelt, Schule und Studium (58%). Oft werden die Einträge mit eigenen Bilder und Fotos (64%) und Verweisen auf „Fundstücke“ im Internet (58%) ergänzt. Jeweils etwa 40 Prozent äußern auch Meinungen zu politischen, beruflichen und ausbildungsbezogenen Themen. Neuere multimediale Formate wie Filmdateien (5%) oder Podcasts (3%) werden bislang jedoch nur von ein kleinen Gruppe der Blogger eingesetzt. Etwa drei Viertel der Befragten aktualisieren zumindest mehrmals die Woche ihr Weblog, elf Prozent veröffentlichen sogar mehrmals am Tag neue Beiträge. Der Leitgedanke der persönlichen Authentizität drückt sich auch darin aus, dass 70 Prozent in ihrem Weblog Hinweise auf ihre „reale“ Identität geben, entweder in den Beiträgen selber oder durch eine gesonderte „about me“-Seite mit weiterführenden persönlichen Informationen. Nur 30 Prozent bloggen anonym oder unter einem Pseudonym.
</p>
<p>
<b>Weblogs als Werkzeug des Informationsmanagements</b>
</p>
<p>
Als Werkzeug des Informationsmanagements dienen Weblogs insofern, als man über ihre Lektüre an Informationen gelangen kann, die in dieser Form nicht in anderen Medien verfügbar sind (59 Prozent aller Befragten geben an, dass dies einer der Aspekte ist, die sie von Weblogs erwarten). Diese Leistung wird durch zwei Merkmale weblog-basierter Kommunikation unterstützt: Einerseits können durch die hochgradig vernetzte Struktur der Blogosphäre bestimmte Nachrichten und Themen an Aufmerksamkeit gewinnen, die sich quasi epidemisch verbreiten. Dies musste in jüngster Zeit zum Beispiel Jean-Remy von Matt feststellen, dessen Polemik gegen Weblogs („Klowände des Internets“) rasant die Runde durch die Blogosphäre machte. Andererseits sind sie als Ausdruck von interpersonaler Kommunikation zu verstehen und helfen dem Einzelnen, über Ereignisse und Meinungen aus dem eigenen sozialen Netzwerk auf dem Laufenden zu bleiben. Die Informationsfilterung geschieht dabei augenscheinlich in eher kleinen Zirkeln: Nur 20 Prozent geben an, mehr als 20 Weblogs regelmäßig zu verfolgen, während 40 Prozent fünf Weblogs oder weniger lesen.
</p>
<p>
<b>Weblogs stärken soziale Beziehungen</b>
</p>
<p>
Damit ist die Brücke zu Weblogs als Werkzeug des Beziehungsmanagements geschlagen: Über Verweise auf andere Quellen, durch Kommentare zu Beiträgen und durch spezielle Linklisten („Blogroll“) setzen Weblog-Autoren nicht nur hypertextuelle Links sondern knüpfen und bestärken auch soziale Beziehungen unterschiedlicher Intensität (zum Beispiel Freundschaften oder geteilte thematische Interessen). Je länger ein Weblog geführt wird, desto umfangreicher sind in der Regel auch diese sozialen Netzwerke: Autoren, deren Weblog älter als ein halbes Jahr ist, erhalten zum Beispiel verhältnismäßig öfter und mehr Kommentare auf ihre Beiträge. Sie haben auch mehr Weblogs in ihrer Blogroll, die vor allem Ausdruck der eigenen regelmäßigen Lektüre (85%) oder freundschaftlicher Beziehungen (60%) zu den verlinkten Autoren ist. Erschwert wird das Knüpfen von sozialen Beziehungen dadurch, dass Leser eines Weblogs zunächst für den Autoren nicht oder nur sehr eingeschränkt sichtbar sind, so lange sie „Lurker“ bleiben und keine Kommentare hinterlassen. 41 Prozent der Befragten können dementsprechend nicht einschätzen, wie viele und welche Personen ihr Weblog lesen. Eine Strategie, um zumindest einen ungefähren Eindruck vom Leserkreis zu bekommen, ist die Analyse der eigenen Server Log Files oder von Zugriffsstatistiken – das machen 66 Prozent der befragten Blogger zumindest gelegentlich.
</p>
<p>
<br />
<b>Weiterführende Links:</b><br />
<br />
Ausführliche Dokumentation der Methode und der Antworten auf die einzelnen Fragen finden sich in:<br />
<br />
Schmidt, Jan und Martin Wilbers: „Wie ich blogge?!“. Erste Ergebnisse der Weblogbefragung 2005. Berichte der Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“, Nr. 06-01. Bamberg 2006.<br />
<a href="http://www.fonk-bamberg.de/pdf/fonkbericht0601.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online verfügbar</a>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Weblogs im Bundestagswahlkampf 2005</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/neuwahlen-zum-bundestag-2005/weblogs-im-bundestagswahlkampf-2005-3105/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuwahlen zum Bundestag 2005]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach ersten Gehversuchen bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben sich Weblogs neuerdings zu einem neuen Wahlkampfinstrument und zu einer neuen politischen Informations- und Diskussionsplattform entwickelt. Wie sehr konnten sich Weblogs aber im Wahlkampf zur
Bundestagswahl 2005 etablieren?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach ersten Gehversuchen bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben sich Weblogs neuerdings zu einem neuen Wahlkampfinstrument und zu einer neuen politischen Informations- und Diskussionsplattform entwickelt. Wie sehr konnten sich Weblogs aber im Wahlkampf zur<br />
Bundestagswahl 2005 etablieren?<!--break--></p>
<p>
<b><br />
</b>
</p>
<p>
Die Studie „Internet im Wahlkampf 2005“ des Lehrstuhls für Politikwissenschaft II der Universität Bamberg geht der Frage nach, wie sich Akzeptanz und Nutzung von politischen Weblogs im Laufe des Wahlkampfs verändert haben. An der Online-Befragung, die in Kooperation mit dem Bamberger Centrum für Europäische Studien durchgeführt wurde, haben sich bei den beiden Befragungswellen im Juni und September 2005 insgesamt knapp 1300 Internetnutzer beteiligt.
</p>
<p>
Das charakteristische Merkmal von Weblogs ist, dass sie die Zugangsschranken bei der Veröffentlichung von Texten im Internet abbauen. Sie erlauben jedem Internetnutzer ohne technische Vorkenntnisse, Webseiten zu publizieren, Kommentare zu schreiben und Verweise zu anderen Quellen zu erstellen. In der politischen Kommunikation sind vor diesem Hintergrund insbesondere zwei Gruppen von Nutzern von Interesse: politische Parteien und Kandidaten auf der einen und politisch interessierte Bürger auf der anderen Seite. Erstere wurden dabei bereits quantitativ analysiert und ein Übergewicht von Blogs der SPD und der Grünen festgestellt (siehe dazu die Studie der „<br />
<a href="http://www.ausschnitt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ausschnitt Medienbeobachtung</a>“). In qualitativer Hinsicht wurde vor allem die<br />
<a href="/text/edemocracy/wahlkampf/bundestagswahl05/wahlkampfinderblogshaere050818.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geringe persönliche Komponente</a> der parteipolitischen Weblogs beklagt.</p>
<p>Wie aber sieht es auf Seiten der Bürger als Adressaten parteipolitischer Kommunikation aus? Fördern zivilgesellschaftliche Weblogs im Wahlkampf tatsächlich die Information und den Meinungsaustausch über politische Themen, wie dies beispielsweise von<br />
<a href="/edemocracy/wahlkampf/wahlkampf_blogosphere050525.shtml?link=550" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan Schmidt</a> erwartet wird? Die Ergebnisse der Onlineumfrage zeigen, dass sich in der untersuchten Gruppe der politisch interessierten Internetnutzer knapp ein Drittel regelmäßig durch das Lesen von Weblogs über aktuelle politische Sachthemen informiert.</p>
<p>Der Anteil der Befragten, die überhaupt nichts mit dem Begriff „Weblog“ anzufangen wussten, ist dabei im Laufe des Wahlkampfs deutlich zurückgegangen, die Zahl der Leser jedoch beinahe konstant geblieben. Die Möglichkeit der Artikulation von Meinungen und politischen Aussagen über die Kommentarfunktion bzw. das Schreiben von eigenen Beiträgen in Weblogs wurde im Wahlkampf von einem knappen Viertel der Internetnutzer regelmäßig wahrgenommen. Auch hier haben sich die Anteile von Juni bis September nur geringfügig verändert. Bei den Nutzern stehen vor allem private Weblogs sowie Weblogs von Journalisten hoch im Kurs. Die Nutzung von Parteiblogs hat im Wahlkampfverlauf sogar eher abgenommen, während Weblogs von Kandidaten beliebter wurden.</p>
<p>Wie nicht anders zu erwarten stellen die Nutzer von Weblogs dabei keinesfalls einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung dar. Als Autoren von politischen Weblogs treten vor allem vergleichsweise jüngere Internetnutzer auf. Der Frauenanteil der Umfrage fällt mit etwa 20 Prozent insgesamt wie bei den meisten Online-Umfragen sehr niedrig aus. Daher ist es umso bemerkenswerter, dass unter den Weblog-Nutzern ein gleicher bis geringfügig höherer Anteil Frauen zu beobachten ist. Dies zeigt, dass die Möglichkeiten politischer Weblogs von internetaffinen Frauen mindestens ebenso häufig genutzt werden wie von Männern. Lediglich die Kommentarfunktion von Weblogs wird von weiblichen Nutzern eher unterdurchschnittlich wahrgenommen.</p>
<p>Die bei den Internetnutzern generell überdurchschnittliche formale Bildung ist bei den Weblog-Autoren nochmals deutlich höher. Über 85 Prozent derjenigen, die ein eigenes Weblog führen, haben mindestens die Hochschulreife erworben. Auch das politische Interesse ist generell bei den Nutzern politischer Weblogs deutlich höher als bei den übrigen Befragten. Über 90 Prozent der Mitglieder der politischen Blogosphäre geben an, stark bis sehr stark an politischen Themen interessiert zu sein. Analog zur parteipolitischen Verteilung der Parteiblogs, dominieren auch bei den Autoren zivilgesellschaftlicher Weblogs die Anhänger des linken politischen Spektrums. Über den gesamten Wahlkampf hinweg gaben über 60 Prozent der Politblogger an, bei der bevorstehenden Wahl der SPD, den Grünen oder der Linkspartei ihre Stimme zu geben.</p>
<p>Die Rolle und Bedeutung von Weblogs im Bundestagswahlkampf 2005 schätzen die Befragten sehr differenziert ein. Ein besonderer Verdienst dieser Form der Veröffentlichung von Inhalt im Internet ist für über 50 Prozent der Nutzer, dass hier auch Themen zu finden sind, die in den herkömmlichen Massenmedien nicht zu lesen sind. Einen erkennbaren Einfluss auf die öffentliche Meinung leiten daraus allerdings nur gut 15 Prozent der Nutzer ab, wobei dieser Anteil im Verlauf des Wahlkampfs tendenziell eher zurückgegangen ist. Als glaubwürdige Informationsquelle werden politische Blogs von knapp einem Viertel der Nutzer betrachtet, wobei sich die große Mehrheit voll darüber im Klaren ist, in Weblogs keine parteipolitisch neutralen Informationen, sondern politische Meinungen und Standpunkte vorzufinden.</p>
<p>Weit über die Hälfte der Nutzer sehen daher auch eine positive Wirkung von Weblogs auf die Diskussion politischer Themen in der Öffentlichkeit. Bei der Betrachtung dieser Einstellungen zu politischen Weblogs zeigt sich durchgängig und konstant über die Zeit hinweg, dass Autoren wesentlich stärker vom Nutzen und der Bedeutung von Politblogs überzeugt sind, als diejenigen, die sich lediglich als Leser einstufen. Insbesondere im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit, die von den Lesern eher negativ, von den Autoren jedoch tendenziell positiv beurteilt wird, ergeben sich deutliche Unterschiede.</p>
<p><b>Fazit</b></p>
<p>Insgesamt können zwei Schlussfolgerungen im Hinblick auf die politische Bedeutung von Weblogs abgeleitet werden. Zum einen bleibt trotz des Medienhypes um Weblogs im Wahlkampf 2005 die Nutzung dieser Form des Meinungsaustausches die Angelegenheit einer kleinen Gruppe von hoch gebildeten, politisch stark interessierten Internetnutzern, die politisch eher dem linken Spektrum zuzuordnen ist.</p>
<p>Zum anderen stellen Weblogs für diese Gruppe eine starke Bereicherung des Angebots an politischer Information und eine Plattform für politische Diskussionen dar. Da die Zusammensetzung der politischen Blogosphäre darauf schließen lässt, dass es sich dabei vor allem um so genannte Meinungsführer handelt, ist eine starke indirekte Wirkung von Weblogs auf die „öffentliche Meinung“ jedoch keineswegs ausgeschlossen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kand-O-Mat Nutzer wählen eindeutiges Kabinett</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/neuwahlen-zum-bundestag-2005/kand-o-mat_neuabschluss-shtml-2758/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuwahlen zum Bundestag 2005]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
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					<description><![CDATA[
                              Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden. Und zwar deutlich. Im Kabinetts-Kand-O-Mat haben die Nutzer ihre Stimmen abgegeben und das neue Regierungskabinett für die 16. Wahlperiode des Deutschen Bundestages zusammengestellt. Mit über 120.000 Bewertungen war der Kabinetts-Kand-O-Mat in einer Laufzeit von nur einem Monat noch erfolgreicher als sein Vorläufer, der politik-digital.de Kand-O-Mat der Präsidentschaftswahlen in den USA.
                            ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                              <strong>Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden. Und zwar deutlich. Im Kabinetts-Kand-O-Mat haben die Nutzer ihre Stimmen abgegeben und das neue Regierungskabinett für die 16. Wahlperiode des Deutschen Bundestages zusammengestellt. Mit über 120.000 Bewertungen war der Kabinetts-Kand-O-Mat in einer Laufzeit von nur einem Monat noch erfolgreicher als sein Vorläufer, der politik-digital.de Kand-O-Mat der Präsidentschaftswahlen in den USA.</strong>
                            </p>
<p><!--break--></p>
<p>Geht es nach den Nutzern der Seite, besteht das neue Regierungs-kabinett aus klar aus einer Uniosgeführten Mannschaft: Ursula von der Leyen (CDU) als Bundesministerin für Familie, Christian Wulff (CDU) als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Peter Müller (CDU) als Bundesminister für Wirtschaft, Arbeit/Soziales und Infrastruktur, Wolfgang Bosbach (CDU) als Bundesminister der Justiz oder Bundesminister für Verbraucherschutz und Dieter Althaus (CDU) als Bundesminister für den Aufbau Ost oder als Bundesminister für Verkehr. Keine Chance, in das neue Regierungskabinett zu kommen, haben Ursula Schmidt (SPD), Brigittte Zypries (SPD) und Hans Eichel (SPD).</p>
<p>Diese Ergebnisse spiegeln sich auch in der Parteiensympathie wieder: Mit dem parteilosen Paul Kirchhof kommt es eindeutig zu einer schwarz-gelben Regierungskoalition, wenn es nach der Verteilung der Sympathien der Nutzer der Seite geht. Das Schlusslicht bilden SPD und Bündnis’90/Die Grünen.</p>
<p>Wie die Nutzer über die Parteien abgestimmt haben können Sie folgender Darstellung entnehmen:</p>
<p>
                              <img fetchpriority="high" decoding="async" height="252" src="abschluss/parteiengesamt.jpg" width="307" alt="" />
                            </p>
<p>Das Abstimmungsverhalten der Websitenutzer über die einzelnen Kandidaten finden Sie hier:</p>
<p>
                              <img decoding="async" height="481" src="abschluss/kandidaten11.jpg" width="392" alt="" />
                            </p>
<p>
                              <img decoding="async" height="375" src="abschluss/kandidaten22.jpg" width="392" alt="" />
                            </p>
<p>
                              <img decoding="async" height="431" src="abschluss/kandidaten33.jpg" width="392" alt="" />
                            </p></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr Ironie, bitte!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/neuwahlen-zum-bundestag-2005/wahlkampfbundestagswahl05interviewmitulrichsollmann050901-shtml-2834/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuwahlen zum Bundestag 2005]]></category>
		<category><![CDATA[Charisma]]></category>
		<category><![CDATA[Körpersprache]]></category>
		<category><![CDATA[nonverbale Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Sollmann]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlentscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Duell]]></category>
		<category><![CDATA[Spitzenkandidat]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Schröder]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit dem Berater und Coach Ulrich Sollmann über sein Internetprojekt www.charismakurve.de und die Interpretationsmöglichkeiten der Körpersprache von Angela Merkel und Gerhard Schröder.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Interview mit dem Berater und Coach Ulrich Sollmann über sein Internetprojekt www.charismakurve.de und die Interpretationsmöglichkeiten der Körpersprache von Angela Merkel und Gerhard Schröder.</p>
<p><!--break--></p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Herr Sollmann, die &#8220;Charismakurve&#8221; untersucht die öffentliche Wirksamkeit von Angela Merkel und Gerhard Schröder anhand ausgewählter Bilder. Was haben Sie bislang rausfinden können?</p>
<p>                            <strong>Ulrich Sollmann:</strong> Das Projekt<br />
                            <a href="http://www.charismakurve.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.charismakurve.de</a> zeigt, dass das Internet schnell, direkt und weltweit reagiert und sich dabei eigenständig entwickelt. Es passieren unvorhergesehene Dinge. Absichten, wie bspw. bestimmte Zielgruppen wie Parteien und andere Institutionen zu erreichen, gingen nicht oder selten auf. Unsere Website bildet Trends der Online-Bewertung des Charismas von Schröder und Merkel ab, setzt aber auch eigene Zeichen. Inzwischen gibt es mehr als 47.000 Zugriffe. 85 % kommen aus Deutschland und Europa, 15 % aus dem außereuropäischen Bereich. Hinsichtlich der Bewertung der Bilder durch die User lässt sich festhalten, dass Schröder positiver und charismatischer eingeschätzt wird als Merkel und politische Ereignisse, wie bspw. die Vorstellung des Kompetenzteams, sich auf das Ergebnis auswirken.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Wie unterscheiden sich die Ergebnisse im Internet von den Umfragewerten der Spitzenkandidaten aus den anderen Medien?</p>
<p>                            <strong>Ulrich Sollmann:</strong> Der Zeitfaktor, nämlich die Unmittelbarkeit von Einschätzung und Ergebnis, macht das Internet spannend. Umfragen in den anderen Medien brauchen viel länger, bis sie ihre Ergebnisse veröffentlichen können. Ein weiterer Unterschied ist das Feedback und die hierdurch angeregte Interaktion. Auch wenn dieser Aspekt noch einiger Reflexion bedarf. Zum Inhalt folgendes: die Umfragen zum Thema in den Medien unterscheiden in der Regel nicht zwischen der persönlichen Ausstrahlung und der Verkörperung von Macht bei den Kontrahenten. In so weit sind die Ergebnisse dieser Umfragen unspezifisch und im Grunde genommen nicht aussagekräftig, um handlungsanleitende Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen zu ziehen.<br />
                            <br />Die Ergebnisse der Online-Befragung dürfen aber nicht nur für sich gesehen werden. Sie müssen immer auf den politischen Kontext sowie die anderen Medien bezogen gesehen werden. Letztendlich, und das werden wir hoffentlich in unserer Auswertung zeigen können, gewinnt das Internetprojekt durch die spezifizierte Unterscheidung zu den anderen Medien eine eigene, interessante Aussagekraft, da sich die User interaktiv beteiligen und an konkreten Bildern Bewertungen abgeben können.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Aus den Ergebnissen der Charismakurve können konkrete Verbesserungsvorschläge an die Kandidaten abgeleitet werden. Glauben Sie Frau Merkel oder Herr Schröder lassen sich diesbezüglich coachen?</p>
<p>                            <strong>Ulrich Sollmann:</strong> Die User differenzieren deutlich ihre Empfehlungen zur Verbesserung der Performance. Ebenso beziehen sie sich auf die jeweils neue Entwicklung der aktuellen Bilder von Schröder und Merkel im Netz. Ich glaube nicht, dass die Politik schon so weit ist, solche Empfehlungen aufzugreifen. Sie täte aber m.E. gut daran, dies zu tun.<br />
                            <br />Herkömmliche Verbesserungsvorschläge für ein TV-Duell bleiben eher auf der Ebene von Kamera- und Sprechtraining. Dies sind zwei Arbeits-Konzepte. Sie reichen aber nicht aus, will man das Zusammenspiel von Körpersprache, nonverbaler Wirkung, Persönlichkeit und Handlungsmustern gerecht werden. Und um die geht’s. Will man die ganze Person und den besonderen Streß beim TV-Duell gerecht werden. Nehmen Sie Stoiber 2002. Alle Welt wollte sehen, wie oft er wohl „äh“ sagen würde. Im 1. TV-Duell glänzte er ohne ein einziges „äh“ , kam aber nicht glaubhaft als Person rüber. Offensichtlich hatte er sich “gutes Benehmen vor der Kamera“ antrainieren lassen, was man natürlich sofort bemerkt.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Wie wichtig ist die Körpersprache der Kandidaten für die Wahlentscheidung des Wählers?</p>
<p>
                            <strong>Ulrich Sollmann:</strong> Die Körpersprache bzw. nonverbale Wirkung der Kandidaten ist für die Wahlentscheidung von großer Bedeutung. Entscheidet man doch gerade beim TV-Duell zu einem großen Prozentsatz aufgrund der nonverbalen Botschaften wie Mimik, Gestik, Stimme usw.<br />
                            <br />Der eingeschränkte Blick auf die Körpersprache verfälscht jedoch das Wirkungsbild der beiden Kontrahenten. Der Königsweg ist die Analyse des Zusammenspiels von Körpersprache, nonverbaler Wirkung, Persönlichkeit und Handlungsmustern. In der Regel gewinnen die Menschen intuitiv und spontan ihren eigenen Eindruck, der wie eine Überzeugungsebene wirkt. Über diese kann der Politiker sich als Identifikationsangebot darstellen. Er wird dann von den Wählerinnen und Wählern mit seinem typischen Habitus wahrgenommen.<br />
                            <br />Würde man Körpersprache lediglich auf der deskriptiven Ebene belassen, kämen fotografische Aussagen über die Körpersprache der Kontrahenten einer subjektiven, wenn nicht gar einer moralisierenden Befindlichkeitszuschreibung gleich. Hierauf aufbauende Empfehlungen würden „gutes Benehmen“ als antrainiertes Verhalten entlarven. Ein solches goutieren die Wählerinnen und Wähler nicht.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Was erwarten Sie an neuen Erkenntnissen im Hinblick auf das TV-Duell?</p>
<p>                            <strong>Ulrich Sollmann:</strong> Das TV-Duell wird eine hohe Aufmerksamkeit bei den Medien und insbesondere bei den Wählerinnen und Wählern haben. Es hat in diesem Jahr zudem eine besondere Bedeutung dadurch bekommen, dass es nur ein TV-Duell gibt. Alles muß punktgenau getroffen werden. Jeder der Kontrahenten hat nur einen Schuß frei. Beide werden die Gelegenheit nutzen, um deutlich, nachdrücklich und persönlich überzeugend „zur Sache zu gehen“. In so weit kann man eine spannende Auseinandersetzung erwarten. Entscheiden wird aber die Kunst der Choreographie von Sachverstand, Souveränität und Verkörperung von Macht in der Gesprächsführung und nonverbalen Präsenz. Hierbei ist von besonderer Bedeutung wie der enorme Stress der Situation gemeistert wird. Eine sichere und souveräne Performance steht und fällt mit der Stresskompetenz in der direkten Konfrontation. Während Merkel wahrscheinlich auf sachliche Korrektheit und Überzeugung bauen wird, bei gleichzeitiger nachdrücklicher Abgrenzung von Schröder, wird Schröder hart an der Sache bleibend Merkel persönlich konfrontieren. Letztendlich wird derjenige der beiden punkten, der klar in der Sache, hart in der Konfrontation und überzeugend in der rhetorischen Wertschätzung ist.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Die Charismakurve ist ein reines Internetprojekt, das natürlich keine repräsentative Daten erheben kann. Dennoch, für wie valide halten Sie die Ergebnisse und gab es auch bereits Manipulationsversuche?<br />
                            <strong></p>
<p>Ulrich Sollmann:</strong><br />
                            <a href="http://www.charismakurve.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.charismakurve.de</a> zielt nicht auf eine empirisch-statistische Validität ab. Es geht in dem Projekt um die Wirkungsanalyse und die sorgsame und sparsame Steuerung derselben. Interessant ist für uns, wie die Website im Internet als selbstreferenziellem System wahrgenommen wird, Bedeutung bekommt und faktische Wirkung, d.h. Interaktion erzeugt. Das genaue Studium der Zugriffs-Statistik hilft uns dies zu ermitteln, ebenso die Analyse der Art und Weise wie die Website mit ihrem Inhalt thematisch aufgegriffen wird. Der Prozess im Internet läuft aber nicht von alleine, was vielleicht manche glauben mögen. Man muss Trends und Themen, die sich abzeichnen, aufzugreifen und zu kommunizieren. Dies ist wichtig, um Spielräume und Entwicklungsräume der Meinungsbildung auszuloten.<br />
                            <br />Insoweit ist<br />
                            <a href="http://www.charismakurve.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.charismakurve.de</a> auch eine gesellschaftspolitische Kampagne, die das Ziel hat, das Zusammenspiel von Körpersprache, nonverbaler Kommunikation und persönlichen Handlungsmustern in der Politik als Thema zu platzieren, an dem man in Zukunft nicht mehr vorbeikommt. Zum Thema Manipulationsversuch: Es gab einen Manipulationsversuch einer Partei oder Unterstützergruppe, der aber durch die Analyse der Statistik schnell erkannt und abgefedert werden konnte.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Was empfehlen Sie oder die User den beiden Kandidaten hinsichtlich der Verbesserung ihrer Körpersprache?</p>
<p>                            <strong>Ulrich Sollmann:</strong> Frau Merkel wird empfohlen energischer und kraftvoller aufzutreten, wie sie es z.B. in der Fernsehsendung „Berliner Runde“ getan hat. Sie wirkt dann überzeugender. Außerdem muss sie gerade in Stresssituationen noch selbstsicherer werden. Bundeskanzler Schröders Körpersprache wird oft als zu souverän empfunden. Er sollte sich nicht zu präsidial geben, sondern &#8211; wie beim Parteitag in Berlin &#8211; auch mal ironisch und mit Humor Sachverhalte interpretieren.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Vielen Dank für das Gespräch.</p>
<p>Das Interview führte Steffen Wenzel</p>
<p class="fett">
<p class="fett">
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Parteien sind doch käuflich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tpeick]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuwahlen zum Bundestag 2005]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsforschung]]></category>
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		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
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					<description><![CDATA[
                            In der realen Welt würde obige Aussage sofort – und zu Recht - einen gewaltigen Sturm der Entrüstung auslösen, nicht jedoch in den scheinbar unergründlichen Weiten des WorldWideWeb: Dort sind Parteien - ganz legal und völlig legitimiert – käuflich. Kein empörter Aufschrei der sonst oft so sensiblen Internetgemeinde ist zu vernehmen, im Gegenteil: Es wird gezockt, was das eigene virtuelle oder auch reale Kapital hergibt.
                          ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                            <strong>In der realen Welt würde obige Aussage sofort – und zu Recht &#8211; einen gewaltigen Sturm der Entrüstung auslösen, nicht jedoch in den scheinbar unergründlichen Weiten des WorldWideWeb: Dort sind Parteien &#8211; ganz legal und völlig legitimiert – käuflich. Kein empörter Aufschrei der sonst oft so sensiblen Internetgemeinde ist zu vernehmen, im Gegenteil: Es wird gezockt, was das eigene virtuelle oder auch reale Kapital hergibt.</strong>
                          </p>
<p><!--break--></p>
<p>„Wahlbörsen“ heißen diese interaktiven Plattformen, die regelmäßig vor allen wichtigen realen Urnengängen angeboten werden und inzwischen eine eingefleischte, doch immer noch stetig wachsende Community um sich scharen. Bis zu 24 Stunden täglich – also de facto rund um die Uhr &#8211; werden (dunkel- oder hell-) rote, schwarze, grüne oder gelbe Aktien an den Mann oder die Frau gebracht – gehandelt wird die gesammelte politische Farbenlehre.</p>
<p>Im Unterschied zu klassischen Umfragen lautet die Frage, die sich der erfolgsorientierte Online-Händler stellt, nicht &#8220;Was würden Sie wählen?&#8221; sondern: &#8220;Was glauben Sie, werden die Anderen wählen?“ Und so kaufen und verkaufen selbst überzeugte Gysi-Anhänger die Merkel- und Stoiber-Aktien, wenn sie davon überzeugt sind, dass diese Partei unter- bzw. überbewertet ist. Auch Fischers Friends und Westerwelles Jecken gehen beinahe friedlich Hand in Hand, wenn es gilt, mit Schröders Aktien womöglich ein Schnäppchen zu jagen. (Der Ahnungslose mag ja fragen: Geht es auf diesen Handelsplätzen wirklich so friedlich zu? – Ja! Meistens jedenfalls, doch Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel – Und, wissen Sie, selbst die beste politische Freundschaft endet spätestens dann, wenn der andere mir andauernd die günstigsten Aktienpakete direkt vor der Nase wegschnappt…)</p>
<p>Dieses beinahe schon banal anmutende Verhalten mag den Erfolg der Wahlbörsen erklären, deren Prognosen häufig zuverlässiger sind als die Umfrageergebnisse der traditionellen Forschungsinstitute. Denn was für die Institute beinahe ein Umfrage-GAU darstellen würde, entpuppt sich bei den Wahlbörsen als Vorteil: Diese benötigen keine Repräsentativität, sondern nur die Entschlossenheit ihrer – freiwillig – teilnehmenden Händler. Unentschlossenheit und Antwortverweigerung gibt es zudem genauso wenig wie eine von der Größe einer Stichprobe abhängige Schwankungsbreite. Auch liegt hier die sogenannte kritische Masse viel niedriger, denn schon mit 50 Händlern lassen sich gute Prognosen „erspielen“.</p>
<p>Apropos „erspielen“: Ist dies wirklich nur ein Spiel? Nein! Die Donauuniversität Krems wertete diverse österreichische Wahlbörsen wissenschaftlich aus, verglich diese mit den Umfragen der Forschungsinstitute und kam zu folgendem Ergebnis: Bei den in der Alpenrepublik seit 1994 stattgefundenen Wahlbörsen betrug die Abweichung der virtuell „erspielten“ Prognose vom realen Wahlergebnis nur zwischen 0,9 und 3,1 Prozent. Vorhersagen, von denen viele Forsa- oder Emnid-Mitarbeiter oft nur träumen – sofern sie denn dieses zu träumen wagen. Selbiges gilt natürlich auch für die Kollegen von Infratest Dimap und der Forschungsgruppe Wahlen.</p>
<p>Auch zur bevorstehenden Bundestagswahl 2005 werden, wie üblich, diverse Wahlbörsen angeboten. Zumeist in Kooperation mit Zeitungen oder Zeitschriften, so auf<br />
                          <a href="http://www.ftd.de">www.ftd.de</a> oder<br />
                          <a href="http://www.zeit.de">www.zeit.de</a>. Selbst der Rosa-Riese mischt dieses Mal mit und präsentiert (nicht nur) seinen Kunden unter<br />
                          <a href="http://www.t-online.de">www.t-online.de</a> eine solche Handelsplattform. Alle eben genannten Börsen arbeiten allerdings mit dem Einsatz von realem Geld. Erst nach der Überweisung eines Betrages zwischen 10 &#8211; und 50 &#8211; Euro öffnet sich für den Händler das virtuelle Börsenfenster.</p>
<p>Seit Beginn dieser Woche steht der deutschsprachigen Trading-Community ein weiterer Börsenmarkt zur Verfügung. Auf<br />
                          <a href="http://www.wahlfieber.de">www.wahlfieber.de</a> findet der Handel ausschließlich mit virtuellem Geld statt. Und noch eines unterscheidet diesen Markt von seiner Konkurrenz: Als einzige Börse bietet er seinen Händlern eine Plattform zum direkten Austausch untereinander. Im „Wahlfieber-Forum“ können die Trader nach Lust und Laune über den tagesaktuellen Wahlkampf, sofern gewünscht auch über die Höhe der Fehlerquote in den neuesten Wahlumfragen oder über den sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassenden nächsten (ungewollten?) Versprecher eines Bundespolitikers und dessen mögliche negative wie positive Auswirkungen auf das zu erwartende Wahlergebnis diskutieren &#8211; und natürlich streiten.</p>
<p>Der Anbieter, die Wiener Agentur für neue Medien BDF-net, verspricht sich von diesem Diskussionsforum eine längerfristige Community-Bindung, da ihr „Wahlfieber“ als kontinuierliche Börse angelegt ist, die auch über die Bundestagswahl hinaus mit Erfolg bestehen soll.</p>
<p>
                            <br />
                            <strong>Thomas Peick ist freier Journalist, Mitglied des Medienrates der schleswig-holsteinischen Landesmedienanstalt ULR und Freier Mitarbeiter der Agentur<br />
                            <a href="http://www.BDF-net.com">www.BDF-net.com</a>.</strong>
                          </p>
<p></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>E-Government 2004:Lücke zwischen Angebot und Nachfrage</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-studien-accenture-shtml-2602/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mbraeuer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Nov 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Accenture]]></category>
		<category><![CDATA[Akzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsbeschaffung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-studien-accenture-shtml-2602/</guid>

					<description><![CDATA[Angebot und Nachfrage treffen im E-Government nicht zusammen.
                          Während die Bürger/innen vor allem die Websites der öffentlichen
                          Verwaltungen zur reinen Informationsbeschaffung nutzen, wollen die Verwaltungen durch reine Online-Transaktionen Geld sparen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Angebot und Nachfrage treffen im E-Government nicht zusammen.<br />
                          <br />Während die Bürger/innen vor allem die Websites der öffentlichen<br />
                          <br />Verwaltungen zur reinen Informationsbeschaffung nutzen, wollen die Verwaltungen durch reine Online-Transaktionen Geld sparen.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Dies ist eine Kernaussage der Studie „E-Government 2004“. Zum fünften Mal hat die Unternehmensberatung „accenture“ ihre inter-nationale Studie zum E-Government durchgeführt. Mit dieser werden jeweils die Trends in der elektronischen Verwaltung beschrieben. Für die diesjährige Untersuchung wurde erstmals eine Meinungsumfrage von Bürger/innen in 22 untersuchten Ländern zur Akzeptanz und Nutzung der elektronischen Dienstleistungen durchgeführt.</p>
<p>
                          <span class="fett">Fortschritte haben an Geschwindigkeit verloren – Deutschland fällt zurück</span></p>
<p>Die Fortschritte in der E-Government-Entwicklung sind gegenüber dem Vorjahr langsamer geworden. Dabei haben sich die Abstände zwischen den Ländern verringert. An der Spitze liegt nach wie vor Kanada, gefolgt von Singapur und den USA. Deutschland ist in der Bewertung auf Platz 14 (im Vorjahr Platz 10) zurück gefallen. Nach guten Ausgangspunkten konnte es den Anschluss nicht halten. In Deutschland ist E-Government, im Vergleich zu allen anderen untersuchten Ländern, am wenigsten akzeptiert.</p>
<p>
                          <span class="fett">Mit E-Government sparen</span></p>
<p>In Zeiten hohen Kostendrucks hat sich der Blickwinkel verlagert: Ursprünglich sollten mit Hilfe des E-Governments vor allem die Dienstleistungen verbessert werden. Momentan liegen die Einsparpotenziale im Fokus. In Kanada wurde berechnet, dass eine Transaktion mit persönlichem Kontakt 44 Dollar kostet. Im Vergleich mit einer reinen Online-Transaktion, die weniger als ein Dollar kostet, bietet sich hier ein enormes Sparpotenzial.<br />
                          <br />Allerdings nutzen auch in Ländern mit sehr guten E-Government Angeboten nur wenige diese Dienstleistungen. Daher wird vor allem auf eine Stärkung der Akzeptanz der Angebote gesetzt. Zum Beispiel wird in Frankreich, Irland und Singapur bei elektronisch eingereichten Steuererklärungen die Abgabefrist verlängert. In den USA erhalten Bürger, die ihre Steuererklärung online einreichen, ihre Rücker-stattungen doppelt so schnell. Solche Ergebnisse sind aber nur zu erreichen, wenn die Nutzer von den Angeboten wissen. Mit Kampag-nen wird daher versucht, die Angebote bekannt zu machen. In den Ländern, in denen solche Marketingaktivitäten liefen, konnten die stärksten Akzeptanzsteigerungen bei den Bürger/innen gemessen werden.</p>
<p>                          <span class="fett">Die Sicht der Bürger/innen: Lieber zum Telefon greifen oder zum Amt gehen</span></p>
<p>Die Mehrheit der Bürger nutzt die Online-Angebote der öffentlichen Verwaltung zur reinen Informationsbeschaffung. Dies gilt auch für jene Länder mit den am stärksten ausgebauten elektronischen Dienstleistungsangeboten. Dabei interessieren sich die Nutzer/innen vor allem für Tourismus und Gesundheit. Konkrete Angebote, wie das Abgeben der Steuererklärung oder das Beantragen von Ausweisen werden hingegen kaum in Anspruch genommen.</p>
<p>Ein zentraler Grund zur Nichtnutzung von E-Government-Angeboten liegt in der Schwierigkeit, die richtige Website für das Anliegen zu finden (26%). Hinzu kommt, dass die telefonische Abwicklung von Anfragen (20%) und der persönliche Gang zur Behörde (34%) vielen Bürger/innen einfacher erscheint. Zusätzlich bestehen Bedenken wegen der Sicherheit der Transaktionen und des Datenschutzes.<br />
                          <br />Nur ein kleiner Teil der Befragten nimmt an, dass durch E-Government die Transaktionen erleichtert werden. Dies ist auf die bislang nur geringe Inanspruchnahme von Online-Transaktionen zurück zu führen. Als Lösung empfiehlt „accenture“ eine Verbesserung der Kundenfreundlichkeit der Dienstleistungen. Zusätzlich soll für die elektronischen Dienstleistungen verstärkt geworben werden.<br />
                          <br />Es bleibt abzusehen, ob mit solchen Maßnahmen mehr Menschen E-Government Dienstleistungen nutzen werden.</p>
<p>Download der Studie<br />
                          <a href="http://www.accenture.de/static_pdf/st_eGov_0504_ge.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.<br />
                          </p>
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		<title>Wähler informiere Dich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[politisches Ereignis]]></category>
		<category><![CDATA[Wählerinformations-System]]></category>
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					<description><![CDATA[
                              Duisburger Studierende entwickelten ein Wählerinformations-System (WIS). Das Portal bietet Informationen und Recherchemöglichkeiten zum gezielten Medienmanagement der Parteien in Wahlkampfzeiten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Duisburger Studierende entwickelten ein Wählerinformations-System (WIS). Das Portal bietet Informationen und Recherchemöglichkeiten zum gezielten Medienmanagement der Parteien in Wahlkampfzeiten.<!--break--></p>
<p>
                              <strong><br />
                              <br />Duisburger Studierende entwickelten ein Wählerinformations-System (WIS). Das Portal bietet Informationen und Recherchemöglichkeiten zum gezielten Medienmanagement der Parteien in Wahlkampfzeiten.</strong>
                            </p>
<p>Im Sommer 2003 entwickelten Duisburger Studierende das<br />
                            <a href="http://www.waehlerinformationssystem.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WählerInformationsSystem</a> (WIS). Das Portal erschien ursprünglich mit einem Schwerpunkt auf die bayerische Landtagswahl 2003 und wurde seither stetig weiterentwickelt. In der aktuellen Version steht neben der umfangreichen Recherchemöglichkeit in den Wahlprogrammen zur bayerischen Landtagswahl 2003 eine ausführliche Dokumentation zum Bundestagswahlkampf 2002 zur Verfügung. Eine entsprechende Erweiterung des Portals mit Bezug auf die Europawahl 2004 ist geplant.</p>
<p>Im Wahlkampf haben Parteien vor allem ein Ziel: Sie wollen den Wähler bei seiner Entscheidungsfindung beeinflussen. Weil nach wie vor viele Wähler bereits vor Beginn des eigentlichen Wahlkampfes ihre Wahlentscheidung getroffen haben und weil nicht eine, sondern viele Parteien versuchen, den Wähler für sich zu gewinnen, kommt der Wahlkampf einem politischen Tauziehen gleich, bei dem die Parteien um die Gunst der noch nicht festgelegten Wählerschaft buhlen.</p>
<p>Parteien richten sich in medienzentrierter Zeit allerdings nicht in erster Linie direkt an den Wähler. Mit gezieltem Medienmanagement versuchen sie vor allem die Berichterstattung durch Massenmedien zu ihren Gunsten zu beeinflussen, um auf diesem Weg eine möglichst große Anzahl an Wählern zu erreichen. Auch die Inhalte von Wahlprogrammen sind in diesem Kontext von Bedeutung, denn indem über inhaltliche Auszüge aus den Programmen berichtet wird, erreichen schließlich auch programmatische Ziele der Parteien den Wähler. Hinzukommt, dass auch zufällige Ereignisse – man denke an den 11. September 2001 oder die Flutkatastrophe vor der Bundestagswahl 2002 – die Themenagenda des noch unentschiedenen Wählers prägen können, auf deren Basis er schließlich seine Wahlentscheidung trifft. Dass sich die Bemühungen um positive Medienauftritte für Parteien rechnen, liegt auf der Hand, denn im Zweifelsfall entscheiden wenige tausend Stimmen über Regierungskoalitionen oder den Fraktionsstatus.</p>
<p>
                            <strong>Was ist WIS?<br />
                            <br /></strong>Das WIS-Portal wurde als multimediales Informationsangebot für interessierte Bürger von Studierenden des Studiengangs Angewandte Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen unter Leitung des Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Rüdiger Schmitt-Beck und des Diplom-Ingenieurs Frank Schwarz entwickelt. In seiner aktuellen Version bietet es neben einem umfangreichen Recherchetool zur bayerischen Landtagswahl 2003 (WIS I) eine umfassende, multimedial gestaltete Dokumentation des Bundestagswahlkampfs 2002 (WIS II) an, die aus drei Komponenten besteht. Teil Eins von WIS II beinhaltet eine multimedia-basierte Dokumentation der Wahlkampagnen der fünf im Bundestag vertretenen Parteien und der Wahlkampfaktivitäten von elf Verbänden. Die zweite Komponente umfasst eine Aufstellung zentraler politischer Ereignisse des Wahljahres 2002. In der dritten Komponente von WIS II sind schließlich zentrale Umfragedaten des Wahljahres der Institute infratest dimap, Forsa, und Allensbach dokumentiert.</p>
<p>
                            <strong>Die Kampagnen zur Bundestagswahl 2002<br />
                            <br /></strong>Im Wahlkampf konkurrieren Parteien, Verbände und Interessenvertretungen gleichermaßen um die knappe Ressource Medien, wenn es darum geht, ihre Interessen, Ziele und Sichtweisen zu artikulieren. Unter dem Link „Kampagnen“ steht im Rahmen von WIS II eine ausführliche Dokumentation der Wahlkampagnen aller fünf Parteien, die nach der Bundestagswahl Abgeordnete in den Bundestag entsenden konnten, zur Verfügung. Beim Verfassen entsprechender Essays orientierten sich die Studierenden an folgenden Leitfragen: Welche Themen standen im Zentrum der jeweiligen Kampagne?, Welche Botschaften sollten dem Wähler vermittelt werden? und Welche Kommunikationskanäle wurden dazu gewählt?.</p>
<p>Ferner sind in dem Kampagnenbereich die Wahlkampfaktivitäten einer Reihe von Verbänden und Interessenvertretungen aufgeführt, die sich mit unterschiedlichen Mitteln, verschieden starker Intensität und divergierenden Zielsetzungen am Bundestagswahlkampf 2002 beteiligt haben. Erörtert werden so die Aktivitäten des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), des Christlichen Gewerkschaftsbundes (CGB), des Bundes der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (DBA), des Deutschen Bauernverbandes (DBV), des Deutscher Beamtenbundes (DBB), des Hartmannbundes und des Bundes der Steuerzahler (BdSt).</p>
<p>
                            <strong>Politische Ereignisse im Wahljahr 2002<br />
                            <br /></strong>Betrachtet man Wahlkämpfe als dynamische Gemengelagen von Ereignissen, die den Wählen vor allem durch Massenmedien bekann gemacht werden, wird die enorme Bedeutsamkeit eines erfolgreichen Medienmanagements durch die Parteien offensichtlich. Weil verschiedene Ereignisse unterschiedlich auf das Bild der Partei in der Öffentlichkeit zurückwirken sind die PR-Berater der Parteien vornehmlich an der Berichterstattung über solche Ereignisse interessiert, in denen die eigene Partei, Kandidaten und Politikziele in gutem Licht erscheinen. Dafür kommen zum einen inszenierte Ereignisse infrage, bei denen ein prominenter Politiker bei einer symbolischen Handlung gezeigt wird, die einzig zum Zwecke der Berichterstattung stattgefunden hat.</p>
<p>Zum anderen werden Parteiereignisse mediatisiert – optimal in Szene gesetzt – beispielsweise durch die zuvorkommende Betreuung von Journalisten und die reichliche Bereitstellung von Interviewzeiten, sowie von Informations- und Bildmaterial. Auch zufällig stattfindende Ereignisse werden vom Medienmanagement der Parteien aufgearbeitet – so ist eine Flutkatastrophe für eine sozial-ökologisch orientierte Regierungskoalition im Wahlkampf nicht nur eine politische Herausforderung, sondern unter Umständen auch eine visuelle Steilvorlage.</p>
<p>Die Ereignisübersicht von WIS II, die auf der Basis des Themenarchivs der „Tagesschau“ erstellt wurde, reicht vom Jahresbeginn 2002 bis zur Bundestagswahl am 22. September und hebt farblich hervor, um welche Art von politischem Ereignis es sich handelt. Dabei werden Parteiereignisse von Medienereignissen und zufälligen Ereignissen unterschieden. Ferner ist kenntlich gemacht, ob die jeweiligen Ereignisse einen wirtschaftspolitischen Bezug haben.</p>
<p>
                            <strong>Ergebnisse von Meinungsumfragen im Wahljahr 2002<br />
                            <br /></strong>Die Einflüsse des gesamten Wahlgeschehens auf die öffentliche Meinung spiegeln sich nicht zuletzt auch in den Umfragedaten wider, die von den Instituten der politischen Meinungsforschung begleitend zum Wahlkampf erhoben werden. WIS II dokumentiert eine breite Palette von Umfrageergebnissen verschiedener Institute, die während des Wahljahres 2002 gemessen und über die Medien an die Wählerschaft zurückgegeben wurden. An der Entwicklung der Wahlabsichten selbst, aber auch an den Bewertungen der Parteien, ihrer Leistungen und ihrer Politiker lasse sich, so die WIS II-Autoren, über die gesamte Vorwahlzeit hinweg wie an Konjunkturbarometern ablesen, welche Parteien in der Wählergunst Aufrieb erfahren und welche einen weniger guten Eindruck gemacht haben.</p>
<p>Die Tatsache, dass solche Befunde über Medien in immer größerem Ausmaß an die Wählerschaft zurückgemeldet würden, zeige eine zusätzliche Dimension der gesteigerten Komplexität des modernen Wahlkampfgeschehens auf. Denn manch ein Wähler orientiere sich bei seiner Wahlentscheidung nicht nur an seiner eigenen Bewertung sondern auch daran, wie andere die Kandidaten und Parteien bewerteten. Wenn sich die Ergebnisse von Parteien in Umfragen verändern, können auf diese Weise durch Rückkoppelungsvorgänge eigendynamische Prozesse in Gang kommen, die weitere Steigerungen oder Verluste mit sich bringen.</p>
<p>
                            <br />In diesem Zusammenhang sei es von herausragender Bedeutung zu wissen, dass die Umfragedaten von verschiedenen konkurrierenden Meinungsforschungsinstituten stammen, die mit unterschiedlichen Erhebungsmethoden arbeiten und nicht nur für Medien sondern auch für die Parteien selbst tätig seien.</p>
<p>Das Wählerinformationssystem WIS II bietet somit in Summe ein breites Potpourri an Informationen zum Bundestagswahlkampf 2002 auf deren Basis – nicht nur von Studierenden &#8211; mannigfaltige Analysen durchgeführt werden können. Im Sommersemester 2004 wird eine weiterer Ausbau des Wählerinformationssystems erfolgen, bei dem die im Juni stattfindende Europawahl 2004 im Mittelpunkt stehen soll. Wer das nicht abwarten will, kann schon jetzt mit den Organisatoren Verbindung aufnehmen, eine entsprechende Kontaktinformation ist auf der Seite zu finden.</p>
<p>
                            <strong>Der Studiengang Angewandte Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Universität Duisburg Essen<br />
                            <br /></strong>Der interdisziplinäre Studiengang<br />
                            <a href="http://www.uni-duisburg.de/kommedia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Angewandte Kommunikations- und Medienwissenschaften</a> (KOMMEDIA) der Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg vernetzt die Bereiche Informatik, Psychologie und Sozialwissenschaften und bezieht ferner Inhalte aus den Bereichen Angewandte Literaturwissenschaft, Kunst und Gestaltung mit ein. Als innovativ ist besonders die Integration von informatisch-technischen mit human- und kulturwissenschaftlichen Inhalten hervorzuheben. Der praxisorientierte Studiengang vermittelt auf diese Weise sowohl wissenschaftliche als auch berufsqualifizierende Kompetenzen in den Bereichen „Informatik und neue Medien“, „Kommunikation und Sprache“ sowie „Human und Public Relations“. Die Anzahl der verfügbaren Studienplätze ist pro Jahrgang auf etwa 80 begrenzt – die Zahl der Bewerbungen ist groß.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Linkliste USA-Wahlen 2004</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/wahlkampfus04linkliste-shtml-2810/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[John Edwards]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[John Kerry]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn sie sich selber ein Bild machen wollen, das Internet steckt voller Informationen über die Wahlen am 2. November. Ein Wegweiser zu den wichtigsten Links. Von Volker Gäng und Markus Wendler. Letzte Aktualisierung am 2.8.04]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sie sich selber ein Bild machen wollen, das Internet steckt voller Informationen über die Wahlen am 2. November. Ein Wegweiser zu den wichtigsten Links. Von Volker Gäng und Markus Wendler. Letzte Aktualisierung am 2.8.04<!--break--></p>
<p>
                              <strong>Wenn sie sich selber ein Bild machen wollen, das Internet steckt voller Informationen über die Wahlen am 2. November. Ein Wegweiser zu den wichtigsten Links. Von Volker Gäng und Markus Wendler. Letzte Aktualisierung am 2.8.04</strong>
                            </p>
<p>
                              <strong>Der Präsidentschaftskandidat der Demokraten:</strong>
                            </p>
<p>
                            <strong><br />
                              <a href="http://www.johnkerry.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">John Kerry</a><br />
                            </strong><br />
                            <br />Kerrys Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten galt nach den Erfolgen am &#8220;Super Dienstag&#8221;, an dem in zehn Bundesstaaten gewählt worden war, nur noch als Formalität. So kam es dann auch, dass Kerry auf dem Konvent der Demokraten in Bosten gewählt wurde.</p>
<p>Jüngste Umfragen zeigen, dass er sogar bei der Wahl im November Bush schlagen könnte. Prominenter Unterstützer ist Ted Kennedy. Die aktuellen Inhalte seiner Website sonnen sich im Schein seines Erfolges. Das Design fällt vor allem durch Schlichtheit auf und unterstützt sein Image als wählbaren Staatsmann. Neben einem Weblog ist natürlich das Online-Spendensammeln prominent platziert. Seine Frau Teresa Heinz-Kerry spielt im Wahlkampf eine wichtige Rolle. Die Witwe des Heinz-Ketchup Gründers hat daher ein eigenes Netztagebuch.</p>
<p>
                              <strong>Die ausgeschiedenen demokratischen Kandidaten:</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.johnedwards2004.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>John Edwards</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Update: John Edwards geht als Vize-Präsidentschaftskandidat mit John Kerry ins Rennen gegen Bush.<br />
                            <br />Der jugendlich-smarte Anwalt aus dem Süden der USA wechselte erst vor fünf Jahren in die Politik und gilt vielen als der &#8220;neue Bill Clinton&#8221;. Sein jugendliches Aussehen macht ihn für die Fernsehkameras zu einem beliebten Objekt. Aber gegen John Kerry hatte auch er keine Chance und ist am 4.3. offiziell aus dem Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur ausgestiegen. Offen ist, ob er für das Amt des Vizepräsidenten an der Seite von Kerry bereitstehen wird. Eine Unmenge von Informationen sowie die Verwendung unterschiedlicher Schrifttypen lassen die Seite überfrachtet wirken. Rote Überschriften und viel Blau nutzt die Seite im Unterschied zum „staatsmännischen“ Grau der Seiten von Kerry und Clark.</p>
<p>
                            <a href="http://www.deanforamerica.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Howard Dean</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Unter linken Demokraten war Howard Dean äußerst populär, und das nicht nur wegen seiner radikalen Kritik an Bushs Außenpolitik. Seine starke Medienpräsenz und die intensive und innovative Internetnutzung sorgte für<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/us04dean.shtml">Schlagzeilen</a>, in letzter Zeit vermehrt für Negative. Prominenter Unterstützer war Al Gore. Nach den enttäuschenden Vorwahlergebnissen in Wisconsin am 18. Februar gab er seine Bewerbung um die Kandidatur auf.<br />
                            <br />Auf seiner Internetseite findet sich ein wildes Farbengemisch, für dass sich der gelernte Arzt Howard Dean eventuell entschieden hat, um auch Menschen mit Rot-Grün-Blindheit einen barrierefreien Zugang zu gewähren. (Check der Website mittels des<br />
                            <a href="http://www.vischeck.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Farblindheits-Simulator Vischeck</a>). Die Seitennavigation ist andernorts besser gelungen. Wiederholt weiß man nicht, wo man sich gerade befindet, zumal die Seite in zwei verschiedenen Layouts gestaltet ist.</p>
<p>
                            <a href="http://www.sharpton2004.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Al Sharpton</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Unter dem Motto &#8220;Keep the Dream Alive&#8221; präsentierte sich mit Al Sharpton der einzige schwarze Kandidat der Demokraten. Dem Pfarrer werden allerdings kaum Chancen eingeräumt. Die wichtigsten Forderungen und Vorhaben Sharptons sind auf der Startseite zu finden. Im „Eckenbrüller“ (Bereich der Seite, der statistisch die größte Aufmerksamkeit auf sich zieht) wird der User gefragt, was die wichtigsten Themen für die Bürger Amerikas sind. Im Gegensatz zu den Websites der anderen Kandidaten ist keine spanische Version der Website vorhanden.</p>
<p>
                            <a href="http://www.kucinich.us" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Dennis Kucinich</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Der Kongressabgeordnete aus Ohio mag Gewerkschaften und alternative Energien. Atomwaffen und die Welthandelsorganisation (WTO) lehnt er ab. Dem bekennenden Veganer werden keine Chancen eingeräumt. Ganz im Sinne der amerikanischen Nationalfahne ist die Website in Rot und Blau gehalten. Kucinich erläutert ausführlich seine Ansichten zu den zehn wichtigsten Themen der Politik.</p>
<p>
                            <strong><br />
                              <a href="http://www.clark04.com/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wesley Clark</a><br />
                            </strong><br />
                            <br />Ein ernstzunehmender Bewerber um die demokratischen Präsidentschaftskandidatur war der Ex-NATO-General Wesley Clark &#8211; bis zum 11. Februar, dann gab er das Rennen auf. Zwei Tage später machte er seine Unterstützung für John Kerry öffentlich. Sein militärischer Hintergrund gab seiner Gegnerschaft zum Irak-Krieg zusätzliches Gewicht. Der aus dem Süden stammende Clark erfreute sich der Unterstützung durch Ex-Präsident Clinton. Die in dezenten Farben gehaltene Seite ist übersichtlich und soll seine Seriösität und Wählbarkeit (electability) unterstreichen. Clark präsentierte sich als militärischer &#8220;Leader&#8221; mit einer Vision für die nächsten 100 Jahre. Wer es gerne konkreter mag, kann sich auf der Seite die persönliche Steuerersparnis ausrechnen lassen, die ihm Clarks Steuerreform bringen würde.</p>
<p>
                            <a href="http://www.joe2004.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Joe Lieberman</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Nach den enttäuschenden Vorwahlergebnissen zog er sich aus dem Rennen zurück. Nach seiner Kandidatur als Vizepräsident unter Al Gore im Jahr 2000 tratt Lieberman dieses Jahr erneut an und wollte erster jüdischer Präsident der USA werden.</p>
<p>
                              <strong>Der amtierende Präsident:</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.georgewbush.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>George W. Bush</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Angesichts des massiven Erfolges seines Herausforderers startet US-Präsident George W. Bush früher als geplant seinen Wahlkampf. Ungemach droht ihm innenpolitisch: Das Haushaltsdefizit und die Untersuchung der Irak-Kriegsursachen bringen Bush in Bedrängnis. In Umfragen liegt der Demokrat John Kerry um wenige Prozentpunkte vor George W. Bush. Der Internetauftritt des Präsidenten unterscheidet sich kaum von den Websites seiner möglichen Konkurrenten. Der einzige auffallende Unterschied ist, dass Bush bereits Präsident ist und sein Konkurrent es erst werden will.</p>
<p>
                              <strong>Die Parteien:</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://rnc.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Die Republikaner</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Der Internetauftritt der Republikaner widmet sich ausführlich der politischen Konkurrenz. Allein die Auswahl der Photos der demokratischen Kandidaten verweist auf eine intensive Recherche nach unvorteilhaften Aufnahmen.</p>
<p>
                            <a href="http://www.democrats.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Die Demokraten</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Die nationale Plattform der Partei bietet Links zu den Kandidaten, Informationen zur Präsidentschaftswahl und Argumente gegen George W. Bush. Im Vergleich zu den großen deutschen Parteien nimmt sich die offizielle Internetseite der Demokraten eher bescheiden aus.</p>
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                              <strong>Informationen über die Wahl:</strong>
                            </p>
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                            <a href="http://www.bpb.de/publikationen/PF2R8N,1,0,Institutionen_im_politischen_System.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Wie wird gewählt?</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Für Europäer ist das US-amerikanische Wahlsystem häufig ein Buch mit sieben Siegeln. Was sich hinter Begriffen wie &#8216;Primaries&#8217;, Wahlmännern und &#8216;Caucus&#8217; verbirgt, erklärt die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung.</p>
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                            <a href="http://www.amazon.com/gp/misc/flag.html/104-2324282-9488749" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Präsidenten kaufen bei Amazon</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Amazon hat eine neue Kategorie: &#8220;Presidential Candidates&#8221;. Die Nutzer können über das Portal kleine Spenden bis zu 200 US-Dollar an den Wunschkandidaten überweisen.</p>
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                            <a href="http://www.pollingreport.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Meinungsumfragen</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Die Ergebnisse aktueller und älterer Meinungsumfragen zur Präsidentschaftswahl sind auf dieser Seite einzusehen.</p>
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                            <strong>Aktuelle Informationen&#8230;</strong><br />
                            <br />&#8230;sowie Hintergrundberichte liefern<br />
                            <a href="http://www.tagesschau.de/thema/0,1186,OID2826302_REF1_NAVSPM1,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a> sowie die<br />
                            <a href="http://www.dw-world.de/german/0,3367,1454_A_1016315,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle</a></p>
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                            <strong><br />
                              <a href="/archiv/edemocracy/usa/index.shtml">Ein lohnender Rückblick &#8211; Die Präsidentschaftswahlen 2000</a><br />
                            </strong><br />
                            <br />Die Milleniumswahlen in den USA waren in allen Belangen eine weltbewegende Angelegenheit. Alle wichtigen Hintergründe und damaligen Trends des Online-Wahlkampfes finden Sie in unserer Sammlung von Wahl-Dossiers.</p>
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