<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>MerzAkademie &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/merzakademie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>MerzAkademie &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Strike for your right!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/strike_for_your_right-686/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/strike_for_your_right-686/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperlink]]></category>
		<category><![CDATA[Internetrecht]]></category>
		<category><![CDATA[MerzAkademie]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Student]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/strike_for_your_right-686/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Abmahnungen gegen Seiten, die mit Links auf andere verweisen, mehren sich. Das ist gegen die guten Sitten
des Netzes, fanden einige Studenten der MerzAkademie und übertrugen klassisch-demokratische
Protestformen ins Internet. Herausgekommen ist dabei unter anderem die Online-Demonstration.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Abmahnungen gegen Seiten, die mit Links auf andere verweisen, mehren sich. Das ist gegen die guten Sitten<br />
des Netzes, fanden einige Studenten der MerzAkademie und übertrugen klassisch-demokratische<br />
Protestformen ins Internet. Herausgekommen ist dabei unter anderem die Online-Demonstration.</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es gibt sie, die Synthese aus politisiertem Hacker und computerisiertem Aktivisten. Die beiden Spezies haben<br />
sich zusammengetan, um die gute alte Demo-Tradition in zeitgemäßer Form fortzuführen. Zeitgemäß ist, dass<br />
die Demonstranten sich nicht mehr notwendigerweise die Füße plattstehen und ihre Sit-In-Vergangenheit mit<br />
Frostbeulen dokumentieren können, sondern die Blockaden im Internet ausüben.<br />
<a href="http://www.online-demonstration.org/">www.Online-demonstrationen.org</a> heißt die Seite,<br />
die den zivilen Ungehorsam im Netz entwickelt hat und koordiniert. Dahinter steckt ein Semesterprojekt der<br />
<a href="http://www.merz-akademie.de/">Stuttgarter MerzAkademie</a> zum Thema<br />
<a href="http://student.merz-akademie.de/alink/">&quot;Active Link&quot;</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Eine neu Form der demokratischen Artikulation im Netz? Alvar Freude, der das Projekt entwickelt hat, sieht<br />
die Online-Demonstration als demokratisches Mittel für internetspezifische Anliegen. So startete die Plattform<br />
am 29. Juni mit einem &quot;Sit-In&quot; auf den Seiten des Server des Justizministeriums. Ziel der Akademie-Veranstaltung<br />
war es, &quot;in Öffentlichkeit und Verwaltung Bewusstsein für die Funktion der Links zu schaffen, deren Nutzung<br />
im WWW derzeit durch Gerichtsentscheidungen, Unternehmensstrategien und administrative Überlegungen<br />
empfindlich beeinträchtigt wird.&quot; Ziel: Freedom for links!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Entgegen anderer Berichte handelt es sich bei den Online-Demonstrationen nicht um DOS-Attacken.<br />
Alvar Freude erklärt, wodurch sich die Demonstration von &quot;Denial of Service-Attacken&quot; unterscheidet:<br />
&quot;Die Unterschied liegt auf zwei Ebenen, der ideellen und der technischen.&quot; Die Demonstration findet zunächst<br />
einmal angekündigt statt, ist also öffentlich. Dazu kommt, das die Namen der Initiatoren und Teilnehmer bekannt<br />
sind. Es geht nicht darum, eine Seite anonym lahm zu legen, sondern durch den Protest auf ein konkretes<br />
Anliegen der User-Gemeinde aufmerksam zu machen. Für den Angegriffenen wird dieser Protest auch in Form<br />
von einer Art Plakat sichtbar, die, ähnlich wie bei klassischen Demonstrationen auf der Strasse, für die Betreiber<br />
der Seite sichtbar werden.<br />
Die Demonstrationen sind darüber hinaus nur ein Mittel der Plattform, Protest zu artikulieren.<br />
Ein weiteres wichtiges Instrument stellen die Online-Petitionen der Initiative dar.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Technisch liegt der Unterschied -vereinfacht ausgedrückt &#8211; darin, dass bei DOS-Attacken eine unkontrollierte<br />
Menge Zugriffe von einer unkontrollierten, unbekannten Zahl an Rechnern erfolgt. Die Online-Demonstrationen<br />
verlaufen aber über eine bewusste und bekannte Teilnahme. Der potentielle Demonstrant wird über die<br />
stattfindende Aktion informiert und muss sich mit einem Namen anmelden.<br />
Anders als bei DOS-Attacken finden die Angriffe auch nicht auf niedrige Protokollebenen statt. Die niedrigen<br />
Protokollebenen sind nicht in der Lage, zu unterscheiden, ob der Verkehr, der auf sie trifft, sinnvoll ist, deshalb<br />
wehren sie ihn ab. Bei massenhaftem Beschuss sind diese niedrigen Protokolle so stark mit dem Abwehren der<br />
eintreffenden Anfragen beschäftigt, dass nichts mehr auf die höheren Protokollebenen durchdringt. In diesem Fall<br />
kann es zu einem Denial of Service kommen. Die Online-Demonstration spricht höhere Protokollebenen z.B.<br />
e-mail an, die &quot;intelligenter&quot; auf den Ansturm reagieren und gegebenenfalls Fehlermeldungen produzieren.<br />
Denial of Service kann bei diesem System so gut wie ausgeschlossen werden.<br />
Die Infrastruktur von User und Server, die bei DOS-Attacken &#8211; je nach Betriebssystem &#8211;  in Mitleidenschaft<br />
gezogen wird, nimmt bei den Online-Demonstrationen keinen Schaden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Demonstration auf dem Server des Justizministeriums lief beispielsweise für Außenstehende nahezu<br />
unbemerkt ab. Mit 150 Teilnehmern war sie zwar &#8211; für Internetverhältnisse &#8211;  recht gut besucht, die Zugriffe<br />
waren aber sehr langsam getaktet. Freude dazu: &quot;Mit einem Zugriff pro Minute pro User legt man keine Server<br />
lahm&quot;.<br />
Letztlich ging es auch gar nicht darum. Die Demonstration sollte ein symbolischer Akt sein.<br />
Kennzeichen der Demokratie schematisch ins Netz zu übertragen und dort mit Sinn und Leben zu füllen ist<br />
lautet das Anliegen der Studenten aus Stuttgart. &quot;Es gibt Situationen, da kann man eigentlich nicht außerhalb<br />
des Netzes protestieren&quot; meint Alvar Freude und nennt als Beispiel<br />
<a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/5768/1.html">die Etoy-Kampagne</a> gegen den<br />
Spielzeugvertreiber e-toys Anfang des Jahres: &quot;Wo hätte man denn gegen eine E-Commerce Firma<br />
sinnvoller protestieren können, als im Netz selbst?&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch die Freiheit der Links ist ein netzspezifisches Thema, dessen Problematik am besten im Netz selbst &quot;demonstriert&quot; wird.<br />
Leider ist die Politik noch nicht auf allen Ebenen so weit, den Online-Protest für voll zu nehmen. Deswegen<br />
verhandeln die Betreiber der Plattform der Merz Akademie auch ganz real mit dem Justizmininsterium.<br />
Schon alleine deshalb, um sich nach den Terrorismus-Vorwürfen klar vor Verdächtigungen zu schützen.<br />
&quot;Viele Leute haben überhaupt nicht verstanden, was wir eigentlich machen&quot; bedauert Freude, der sich &#8211;<br />
das Projekt schlug hohe emotionale Wellen &#8211; Bezeichnungen wie Stalin oder KluKluxKlan gefallen lassen musste.<br />
Falls jedoch das Ministerium den Unterschriftenlisten gegenüber taub bleiben sollte,<br />
wird es eine neue Demonstration gegen die Link-Abmahnungen geben. Die Taktung der Server-Angriffe, so deutet Freude an,<br />
kann intensiviert werden &#8230;<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/strike_for_your_right-686/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
