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		<title>KI, Wissenschaft und Wirtschaft: Eine Bestandsaufnahme. (Teil 1/3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2019 09:22:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Künstliche Intelligenz bewegt heutzutage nicht nur Autos, sondern seit einiger Zeit auch die Politik. Letzten Herbst hat man sich noch große Ziele gesetzt, was innerhalb der interessierten Öffentlichkeit nicht nur Neugier, sondern auch ernsthafte Bedenken um die Umsetzbarkeit der Pläne geweckt hat. Aber was hat sich seitdem getan? Eine Bestandsaufnahme von Sein und Selbstbewusstsein.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Es ist ganz offiziell: <a href="https://www.ki-strategie-deutschland.de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschland soll KI-Weltmeister werden</a> – zumindest wenn es nach der Bundesregierung geht. Die Veröffentlichung der ambitionierten KI-Strategie seitens der Bundesregierung, sowie die Einberufung der KI-Enquete-Kommission im Bundestag sollte allen zeigen: „Wir sind dran, macht euch keine Sorgen!“. Während die Regierung mit ihrer Strategie die Bundesrepublik KI-tauglich machen will, soll die Kommission beraten und gleichzeitig auf Seiten der Bevölkerung und auch bei der Politik selbst Vertrauen schaffen.  Einen herben Rückschlag gab es jedoch schon: Das für die Strategie angesetzte Zusatz-Budget von 3 Milliarden Euro wurde bereits im März von Finanzminister Scholz <a href="https://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/millionen-statt-milliarden-fuer-ki-strategie-a-1258401.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf 500 Millionen Euro zurechtgestutzt.</a></p>
<p>Mit Blick sowohl auf die KI-Strategie, als auch auf die Themensetzung der Enquete-Kommission kann man vier Themen-Schwerpunkte erkennen: Man will die KI-Forschung fördern, die wirtschaftliche Umsetzung sicherstellen, gesellschaftliche Akzeptanz schaffen und nicht zuletzt bei all dem auch noch ethisch verankert sein. Die folgenden Zeilen widmen sich den ersten beiden Schwerpunkten.</p>
<h3>Die großen Digitalunternehmen sind in der Forschung taktgebend</h3>
<p>Die Mittel der klassischen Forschungsförderung – Forschungsgelder, Professuren und Forschungscluster- fanden sich in der Strategie wenig überraschend wieder, doch bei der Umsetzung hagelte es bisher von vielen Seiten Kritik: Von den <a href="https://taz.de/Hemmnisse-in-der-KI-Forschung/!5623727/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">100 KI-Professuren</a>, die das BMBF besetzen wollte,  konnten beispielsweise bisher nur für etwa 30 überhaupt ein Plan zur Besetzung vorgelegt werden. Auch ein zuvor groß angekündigtes neues virtuelles deutsch-französisches KI-Forschungszentrum wurde im Haushaltsentwurf 2019 <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kooperation-deutsch-franzoesisches-prestigeprojekt-zur-ki-forschung-droht-zu-versanden/22906856.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit keinem Wort mehr erwähnt</a>. Man wolle stattdessen bestehende Kooperationen weiter verstärken.</p>
<p>Besonders interessant dürfte aber vor allem der Umgang mit der ungeheuren Dynamik in der Digitalbranche sein, die weltweit die Forschungslandschaft verändert. Das wissen auch die Sachverständigen der KI-Kommission auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung zu berichten. Dr. Tina Klüwer, Gründerin des KI-Unternehmens <em>parlamind </em>und selbst lange Jahre KI-Forscherin, bescheinigt, dass auch in der KI-Grundlagenforschung längst nicht mehr altgediente Forschungseinrichtungen, sondern die größten Digitalunternehmen taktgebend seien. Diese Entwicklung dürfe man nicht verschlafen.</p>
<p>Der preisgekrönte Robotiker Prof. Sami Haddadin konstatiert ebenfalls die schwere Trennbarkeit und hohe Dynamik zwischen digitaler Grundlagenforschung und ihrer wirtschaftlichen Verwertung. Gleichzeitig betont er jedoch die für Deutschland so zentrale Rolle der beharrlichen und zeitintensiven Grundlagenforschung. Das Problem seien hier in erster Linie fehlende Entfaltungsmöglichkeiten für junge Innovatorinnen und Innovatoren – sowohl finanziell, als auch rechtlich. Das Problem ist aber bekannt –  unter Vertretern des Forschungsministeriums wird als Beispiel hierfür gerne das MP3-Debakel genannt, bei dem die vom deutschen Fraunhofer-Institut entwickelte Technologie letztendlich in Japan und in den USA wirtschaftlich umgesetzt wurde. Harald Popp, Mitentwickler des in den 80er Jahren erforschten Kompressionsverfahrens teilte in einem <a href="https://www.mp3-history.com/content/dam/mp3history/de/documents/FraunhoferIIS_Produktbrosch%C3%BCre_mp3.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bericht des Fraunhofer-Instituts</a> diese Analyse und problematisiert an diesem Beispiel die Unterfinanzierung deutscher Digitalunternehmen.</p>
<figure id="attachment_161977" aria-describedby="caption-attachment-161977" style="width: 1920px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-161977 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash.jpg" alt="Zwar sieht man ihn heutzutage nicht mehr sehr häufig, dennoch ist er immer noch in den Erinnerungen vieler Forschungspolitiker*innen: der MP3-Player " width="1920" height="1280" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash.jpg 1920w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-300x200.jpg 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-768x512.jpg 768w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-161977" class="wp-caption-text">Zwar sieht man ihn heutzutage nicht mehr sehr häufig, dennoch ist er immer noch in den Erinnerungen vieler Forschungspolitikerinnen und -politiker: der MP3-Player.</figcaption></figure>
<h3> „A.I. Made in Germany“</h3>
<p>Um einen Brain-Drain gut ausgebildeter, innovationsdurstiger und potentiell unterfinanzierter Wissenschaftlicherinnen und Wissenschaftler zu verhindern, will man momentan von allen Seiten Gegenkräfte mobilisieren. Das Siegel „A.I. Made in Germany“ soll gezielt etabliert werden. Man sieht unschwer: bei der KI geht es nicht nur um eine weitere Technologie, sondern auch um eine Frage der Identität. Die KI-Strategie will selbstbewusst an die sagenumwobene Herkunftsbezeichnung anknüpfen und Deutschlands globale Stellung in den Ingenieurswissenschaften noch für lange Zeit behaupten. Deshalb will sich die Regierung in der Wirtschaft sowohl als treibende, als auch als regelnde Kraft betätigen.</p>
<p>Neben der verstärkten Förderung des ohnehin schon bestehenden Gründungsprogramms <a href="https://www.exist.de/DE/Home/inhalt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EXIST</a> findet sich hier neuerdings auch die staatliche <a href="https://www.bmbf.de/de/agentur-fuer-sprunginnovationen-9677.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agentur für Sprunginnovationen</a>, welche nach langen Diskussionen um den konkreten Ort nun endgültig in Leipzig angesiedelt werden soll. Deren Aufgabe ist es, Schlüsseltechnologien in der Forschung frühzeitig zu erkennen, um diese dann möglichst schnell in Deutschland zur Marktreife zu bringen, indem sie auch noch dabei hilft, das nötige Wagniskapital zu organisieren. Auf diesem Weg sollen die häufig noch eher selbstgenügsamen universitären Forschungseinrichtungen effizienter der Wirtschaft zuspielen können. Ob dies auch so funktioniert oder die enttäuschten Länder und Kommunen, welche sich ebenfalls um den Standort für die Agentur beworben hatten, nicht am Ende doch selbst eine Konkurrenz ins Leben rufen, ist momentan schwer absehbar und wird sich erst die nächsten Monate zeigen.</p>
<h3>Und was ist mit dem Mittelstand?</h3>
<p>Damit der technologische Wandel auch am heiligen deutschen Mittelstand nicht spurlos vorbei geht, sollen außerdem KI-Trainerinnen und Trainer engagiert werden. Dass dies tatsächlich notwendig ist beteuert der Berliner Unternehmer Rasmus Rothe im <a href="https://www.tagesschau.de/inland/kuenstliche-intelligenz-111.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit der Tagesschau</a>. Es vergingen Monate, bis ein Unternehmen verstanden hätten, was für ein Potential dahintersteckt, konstatiert Rothe. Hier lässt sich jedoch ein durchwachsenes Fazit ziehen: Zwar wurden die notwendigen 20 Stellen in den Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren mittlerweile besetzt und es wird auch schon fleißig daran gearbeitet, den Sollwert von 1.000 Unternehmenskontakten im Jahr zu bewerkstelligen. Doch ist nach wie vor fraglich, ob eine einzige Person alleine tatsächlich im Schnitt 50 Unternehmen im Jahr auf KI-Kurs trimmen kann.</p>
<figure id="attachment_161980" aria-describedby="caption-attachment-161980" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-161980 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2-TinaKluewer.png" alt="Sie kann in der Enquete-Kommission aus der Praxis erzählen: parlamind-Gründerin Tina Klüwer" width="640" height="480" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2-TinaKluewer.png 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2-TinaKluewer-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-161980" class="wp-caption-text">Sie kann in der Enquete-Kommission aus der Praxis erzählen: parlamind-Gründerin Tina Klüwer</figcaption></figure>
<h3>Nicht nur für das Klima braucht man stabile Ökosysteme</h3>
<p>Sowohl für Neugründungen aus der Forschung heraus, als auch für neue Geschäftsfelder längst etablierter Unternehmen vernimmt man von allen Seiten die laute Forderung nach einem „Ökosystem“ für künstliche Intelligenz. Doch wie sieht so ein Ökosystem aus?  Dr. Tina Klüwer betont an dieser Stelle den rechtlichen Rahmen als zentrales Kriterium, in ihrem Fall vor allem den Datenschutz. In Form der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) stelle dieser sowohl Unternehmen, als auch Aufsichtsbehörden vor offene Fragen. Es sei teuer, Rechtssicherheit zu gewährleisten, was vor allem junge, aber auch mittelständische Unternehmen trifft. Befürworter der DSGVO würden aber entgegnen, dass sich auch hier längerfristig „best practices“ durchsetzen werden. Dass man die Forschung jedoch heutzutage überhaupt schwer kontrollieren könne, bescheinigt Prof. Haddadin indirekt, als er von eigenen Forschungsprojekten erzählt, bei denen die in Deutschland rechtlich nicht möglichen Parts schlichtweg in die USA ausgelagert worden sind.</p>
<h3>Werte sind kein Unique Selling Point?</h3>
<p>Für diese Fragen der Regulatorik hält sowohl die Kommission, als auch die Strategie der Bundesregierung eine im besten Sinne typisch deutsche Lösung bereit: Normierung. Michael Teigler von der deutschen Kommission Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (DKE) erklärt vor der KI-Kommission, dass das Normungssystem ein Erfolgsmodell für Deutschland sei, das es fortzusetzen gelte. Sowohl die DKE, als auch die DIN versuchen zum Teil mit der Hilfe des Bundeswirtschaftsministeriums sowohl technische, als auch ethische Aspekte der KI zu normieren. Man versucht der Wissenschaft und Wirtschaft Rechtssicherheit und Datenkonsistenz zu gewährleisten durch klare und verbindliche Vorgaben, welche rechtlich jedoch nicht festgeschriebene sind. Demgegenüber verbreitet sich die Kritik, dass sich die aus Deutschland stammenden Normen –insbesondere die ethischen – am Ende international nicht durchsetzen werden können. Mario Brandenburg von der FDP-Bundestagsfraktion fasst zusammen: „Werte sind kein USP“, wobei USP für „Unique Selling Point“ steht. Heißt auch: Man könne als Europa international nur Werte setzen, wenn man sich an der Spitze der Entwicklung befindet.</p>
<p>Inwieweit jedoch die Gesellschaft bereit ist, im Sinne eines globalen Wettbewerbs die eigenen Werte auszudehnen oder aber auch zu verwerfen und ob das überhaupt wünschenswert wäre, steht auf einem anderen Blatt. Genau dies wird Inhalt des zweiten Artikels über den Stand der KI-Kommission sein.</p>
<p>Hier geht es zum zweiten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-gesellschaft-eine-bestandsaufnahme-156825/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Gesellschaft</a><br />
Hier geht es zum dritten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-ethik-eine-bestandsaufnahme-156842/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Ethik</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="_3bJ2H CHExY">
<div class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@franckinjapan?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Franck V.</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/robot?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></div>
<div class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Symbolbild MP3-Player:</strong> by <a href="https://unsplash.com/@sidem0n?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Ruijia Wang</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/ipod?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></div>
<div class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Tina Klüwer</strong>: obs/parlamind</div>
</div>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div>
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		<title>Senator gegen iPods bei Fußgängern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 10:08:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Gemütlich mit Musik in den Ohren eine Straße überqueren, ist im Big Apple bald nicht mehr möglich, wenn sich der New Yorker Senator Carl Kruger durchsetzt. In den letzten Monaten gab es drei tödliche Unfälle in seinem Wahlkreis Brooklyn, bei denen die Opfer Autos oder Busse nicht hörten. Kruger hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der verbieten soll, mit MP3-Spielern, tragbaren Computerkonsolen, Handys oder Blackberrys eine Straße zu überqueren. Sonst droht eine 100-Dollar-Geldstrafe.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gemütlich mit Musik in den Ohren eine Straße überqueren, ist im Big Apple bald nicht mehr möglich, wenn sich der New Yorker Senator Carl Kruger durchsetzt. In den letzten Monaten gab es drei tödliche Unfälle in seinem Wahlkreis Brooklyn, bei denen die Opfer Autos oder Busse nicht hörten. Kruger hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der verbieten soll, mit MP3-Spielern, tragbaren Computerkonsolen, Handys oder Blackberrys eine Straße zu überqueren. Sonst droht eine 100-Dollar-Geldstrafe.</p>
<p><!--break--></p>
<p>&quot;Dieser elektronische Gadgetwahn erreicht einen Punkt, (&#8230;) an dem eine große Gefahr für die Verkehrssicherheit entstehen wird&quot;, sagte Kruger gegenüber <a href="http://yahoo.reuters.com/news/articlehybrid.aspx?storyID=urn:newsml:reuters.com:20070207:MTFH02789_2007-02-07_16-33-22_N07401762&#038;type=comktNews&#038;rpc=44" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reuters</a>.</p>
<p>Auf einem <a href="http://blog.wired.com/cultofmac/2007/02/new_york_state_.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wired-Blog</a> gibt es Kritik an diesem Gesetz, da es unmöglich umzusetzen sei. Der einzige Vorteil wäre mehr Geld für den Staat. Zudem gäbe es noch immer Autofahrer, die nicht rechtzeitig bremsen, und die Kreuzungen in New York seien einfach gefährlich. Also könnte man nicht dem iPod die Schuld geben.</p>
<p>Wie sehen Sie das? Wie weit kann man gehen, um den Verkehr sicherer zu machen? Eignet sich so ein Gesetz auch für Deutschland?</p>
<p />
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		<title>Illegale Musikdownloads: Kein Effekt auf MP3-Markt</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 10:06:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Alptraum jeder Plattenfima, dass wegen illegalen Musikdownloads der legale MP3-Markt keine Chance hat, sollte vorbei sein. Denn laut einer neuen <a target="_blank" href="http://arstechnica.com/news.ars/post/20070212-8813.html" rel="noopener noreferrer">Studie</a> der Harvard University und der Kansas University haben illegale Musikdownloads statistisch gesehen keinen Effekt auf den legalen MP3-Verkauf im Internet. Also: Plattenfirmen sollen aufhören zu meckern und lieber ihr Angebot verbessern!
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Alptraum jeder Plattenfima, dass wegen illegalen Musikdownloads der legale MP3-Markt keine Chance hat, sollte vorbei sein. Denn laut einer neuen <a target="_blank" href="http://arstechnica.com/news.ars/post/20070212-8813.html" rel="noopener noreferrer">Studie</a> der Harvard University und der Kansas University haben illegale Musikdownloads statistisch gesehen keinen Effekt auf den legalen MP3-Verkauf im Internet. Also: Plattenfirmen sollen aufhören zu meckern und lieber ihr Angebot verbessern!<br />
<!--break--></p>
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		<title>Musik und Internet</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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		<title>Wind of Change</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf der Popkomm in Köln wird deutlich: das Internet gilt nicht mehr als Hauptfeind der Musikindustrie. Vielmehr versuchen die Vertriebe jetzt, die Potenziale des Netzes gewinnbringend für sich zu nutzen und setzen auf eigene Musiktauschbörsen und neue Abgabemodelle.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Popkomm in Köln wird deutlich: das Internet gilt nicht mehr als Hauptfeind der Musikindustrie. Vielmehr versuchen die Vertriebe jetzt, die Potenziale des Netzes gewinnbringend für sich zu nutzen und setzen auf eigene Musiktauschbörsen und neue Abgabemodelle.<!--break-->
                    </p>
<p>Die Umsatzeinbrüche der Musikindustrie durch MP3s und Musiktauschbörsen im Internet beherrschen seit Jahren die jährliche Musikmesse<br />
                    <a href="http://www.popkomm.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Popkomm</a> in Köln. Doch während auf dem die Messe begleitenden Kongress vor einigen Jahren noch die Anhebung von CD Preisen auf bis zu 50 Mark und das vehemente Vorgehen gegen Tauschbörsen als Lösungsmöglichkeiten diskutiert wurden, kann bei der diesjährigen Popkomm, die von 15. bis 17. August in Köln stattfand, ein langsames Umdenken beobachtet werden. Dies macht sich besonders an zwei Punkten fest: an der Erkenntnis, dass die Krise der Musikindustrie wenigstens zum Teil hausgemacht ist und dass die juristische Verfolgung von illegalem Kopieren von Musik langfristig nicht zu einer Umsatzsteigerung der Musikindustrie führen wird.</p>
<p>
                    <strong>Legale Musik aus dem Internet</strong><br />
                    <br />Mit der Gründung von kostenpflichtigen Downloadbörsen versucht die Musikindustrie die Eigeninitiative zu ergreifen und illegalen Tauschbörsen legale Alternativen entgegenzusetzen. Während bei<br />
                    <a href="http://www.popfile.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">popfile.de</a> jeder Song pauschal 0,99 € kostet, bietet das Vertriebssystem<br />
                    <a href="http://www.od2.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OD2</a> zwei unterschiedliche Preiskategorien an. Durch eine neu entwickelte Technologie können die Dateien entweder nur auf dem Computer angehört werden, oder, entsprechend teurer, auch einmalig auf CD gebrannt werden. Laut dem Leiter von OD2, Charles Grinsdale, wird das Angebot von den Nutzern sehr positiv angenommen. Er vermutet, dass mit der weiteren Verbreitung von Breitband-Downloadmöglichkeiten wie DSL die Nachfrage nach solchen hochwertigen Angeboten noch weiter steigt. Nicht nur weil dann der Download einer Datei sehr viel schneller geht, sondern auch weil mit dem weiteren Ausbau der Breitbandnetze die klassische Flatrate ohne Zeit- und ohne Downloadbegrenzungen aus Gründen der Rentabilität abgeschafft werden wird. Zukünftig hätte der Nutzer also nur ein begrenztes Downloadkontingent pro Monat zur Verfügung, das er eher für qualitativ hochwertige Dateien als für möglicherweise defekte Mp3s aus Musiktauschbörsen einsetzen wird.<br />
                    <br />Steffen Müller von X-cell Records dagegen findet die Diskussion um bezahlte Downloads als von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Da die Dateien nun mal kostenlos zur Verfügung stehen, kann kein Preis niedrig genug sein, um die Nutzer zu überzeugen, ihn keinem Preis vorzuziehen. Die Preisfrage ist nicht der Ausweg aus dem Dilemma der Musikindustrie, &#8220;das Rad kann nunmal nicht zurückgedreht werden&#8221;. Müller sieht die einzige Möglichkeit, den kriselnden Markt zu halten, in einer Steigerung der Qualität. Darin stimmt ihm Wolfgang Orthmayr, der Direktor von<br />
                    <a href="http://www.wom.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WOM</a> Deutschland, zu. &#8220;Die CD muss preis-wert werden.&#8221; Die Tonträgerhersteller und die Verlage müssen über neue Kaufanreize für Kunden nachdenken, sei es durch neuartige Formen, Verpackungen oder deluxe-Features, die den hohen Preis einer bespielten CD im Vergleich zu einem Rohling rechtfertigen.</p>
<p>
                    <strong>Neue Abgabenmodelle</strong><br />
                    <br />Ein anderer Trend wird durch die Erkenntnis ausgelöst, dass es quasi unmöglich ist, das illegale Tauschen im Internet zu unterbinden. Jede Schließung einer illegalen Tauschbörse lässt zehn weitere aus dem Boden schießen und jahrelang entwickelte Technologien, die CDs kopiersicher machen sollen, werden innerhalb kürzester Zeit von Hackern geknackt. Viele Branchenexperten sind inzwischen der Meinung, dass es gar nicht das Herunterladen der Musik ist, dass die Umsatzverluste der Musikindustrie bedingt, sondern das Brennen auf Datenträger. Diese These wird von einer aktuellen Studie von<br />
                    <a href="http://www.forrester.com/ER/Research/Report/Summary/0,1338,14854,FF.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forrester</a> unterstützt, die einen Zusammenhang zwischen der Verbreitung von Filesharing-Angeboten und den Umsatzeinbrüchen der Musikindustrie nicht bestätigt.<br />
                    <br />Als Konsequenz werden nun GEMA-Abgaben auf CD-Brenner und Rohlinge als Möglichkeit angesehen, die illegale Verbreitung von Musik zu verhindern. Ungeklärt ist dabei allerdings, wie die Einnahmen durch Brenner oder CD-Rohlinge von der GEMA an die Künstler und Labels verteilt werden, da es ja keine gesicherten Daten darüber gibt, welche Künstler und welche Songs heruntergeladen und gebrannt werden. Bis jetzt konnten sich die verschiedenen Vertriebe trotz zahlreicher Diskussionsrunden noch nicht auf einen Standard zur Erfassung von heruntergeladenen Dateien einigen. Eine Implementierung dieses Standards in MP3-Dateien könnte übermitteln, welcher Song wie oft heruntergeladen wird und damit die gerechte Aufteilung der Tantiemen gewährleisten.</p>
<p>
                    <strong>Bewusstsein für Urheberrechtsverletzungen</strong><br />
                    <br />Ein dritter Punkt, der in allen Diskussionsrunden thematisiert wurde, ist die Frage nach Wert und Wertschätzung von Musik. Die Teilnehmer der verschiedenen Diskussionsrunden waren sich größtenteils einig, dass das Bewusstsein für den Wert für Musik gesteigert werden muss. Aber gerade die Entwicklung hin zu Musik als Wegwerfprodukt ist größtenteils von der Musikindustrie hausgemacht. Gerade die Überschwemmung des Marktes mit immer mehr Produkten und die zunehmende Konzentration auf Musik, die ohne den langfristigen Aufbau von Künstlern auf den Markt kommt, weicht eine intensive Bindung der Fans an ihre Idole immer mehr auf. Durch die zunehmende Austauschbarkeit von Bands und deren Musik könne sich beim User kein wirkliches Gefühl für Urheberrecht entwickeln, da er sich einem Massenprodukt gegenübersieht, das jedenfalls seinem Gefühl nach, nicht viel wert ist. Diesem Missverhältnis begegnet die Musikindustrie von zwei verschiedenen Seiten. Die einen fordern eine Anhebung der Preise für CDs, um durch höhere Preise einen höheren Wert von Musik zu symbolisieren. Die anderen setzen eher auf eine aufklärerische Variante und hoffen durch Kampagnen, das Unrechtsbewusstsein für Urheberrechtsverletzungen gerade auch bei industriellen Nutzern von Musik für Werbung oder Filme zu erhöhen.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 29.08.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wir hätten sicher nichts gegen einen Nobelpreis, den gibt es nur nicht für Technik.&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Karlheinz Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[MP3]]></category>
		<category><![CDATA[Musikindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Fraunhofer-Institut]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Der 
MP3-Experte des Fraunhofer-Instituts Karlheinz Brandenburg am 13. 06.2002 
im Chat.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Der<br />
MP3-Experte des Fraunhofer-Instituts Karlheinz Brandenburg am 13. 06.2002<br />
im Chat.</b></span><!--break--><span style="font-size: medium; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b><br />
</b></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/brandenburg.jpg" alt="Franz Müntefering" align="left" height="90" width="80" /></b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Herzlich willkommen Herr Prof. Brandenburg, sind Sie bereit?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ja.</p>
<p><b>Moderator:</b> Guten Tag. Haben Sie je bereut, MP3 erfunden zu haben?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nein, ich habe die Arbeit an MP3 nie bereut</p>
<p><b>Moderator:</b> Die Plattenindustrie fordert Kopierschutz für alle CDs. Was halten Sie davon, will gnom3 wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Den Kopierschutz für CDs finde ich<br />
ziemlichen Unsinn. Ich verstehe die Plattenindustrie zwar, aber der<br />
sogenannte Kopierschutz lässt CDs nicht mehr richtig funktionieren. Das<br />
finde ich ziemlichen Unsinn !</p>
<p><b>Moderator:</b> Damit machen Sie sich aber nicht nur Freunde, oder?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ich kenne einige Leute in der<br />
Musikindustrie, die das genauso sehen. Ich bin ja für Bezahlen von<br />
Musik und auch (in Grenzen) für Kopierschutz bei elektronischem<br />
Vertrieb von Musik. Ich meine nur, dass es dazu gute Angebote braucht<br />
und dass man CDs nicht mehr dem Standard kompatibel machen muss (sonst<br />
müssten sie ja auch auf Computern abspielbar sein). Das finde ich nicht<br />
gut.</p>
<p><b>Moderator:</b> Die Musiklobby will nur ihre Profite weiter sichern, sagt reda. Liegt der User damit richtig?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Das ist doch eigentlich ihr gutes Recht.<br />
Das sind Firmen, die Gehälter bezahlen wollen. Wenn man die großen<br />
Plattenfirmen nicht so mag, dann muss man mehr von Künstlern direkt<br />
oder von kleinen Labels kaufen. Ich habe jedenfalls prinzipiell nichts<br />
gegen die Plattenfirmen und verstehe viele ihrer Sorgen gut.</p>
<p><b>Moderator:</b> Sind Sie von der Politik mit Ihrer Forschung unterstützt worden und  erhalten Sie Fördermittel, fragt berick.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Fraunhofer erhält Grundfinanzierung. Das<br />
ist aber nur ein kleiner Teil der Einnahmen. Forschung am Anfang<br />
geschah auch an der Universität, da sind natürlich auch öffentliche<br />
Mittel geflossen. Insgesamt gab es immer wieder Förderprojekte zu den<br />
Dingen, an denen ich gearbeitet habe, von Bayern, vom Bund, von der EU,<br />
jetzt vom Freistaat Thüringen. Die weiteren Arbeiten an MP3 tragen sich<br />
schon seit ziemlich langer Zeit selber. Wir haben in Erlangen jetzt aus<br />
MP3-Einnahmen die Möglichkeit, manche Vorlaufforschung ohne öffentliche<br />
Förderung angehen zu können.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir kommen jetzt zur ersten Verlosung Herr Brandenburg, liebe Nutzer: <br />
Wir kommen nun zur Verlosung des ersten MP3-Players. Das Gerät hat<br />
einen Wert von 300 €. Im Verlauf des Chats werden noch zwei weitere<br />
MP3-Player verlost. Zusätzlich zu der Frage, die wir Ihnen jetzt<br />
stellen, benötigen wir Ihren Namen und Ihre Telefonnummer, damit wir<br />
Sie am Ende des Chats informieren können, falls Sie gewonnen haben.<br />
Bitte geben Sie die Daten in das Fragefenster ein und schicken Sie die<br />
Antwort und die Kontaktdaten dann an den Moderator. Diese Daten werden<br />
nicht veröffentlicht. Nur vollständige Antworten können berücksichtigt<br />
werden. Die Person, die als erste die richtige Antwort<br />
Wie lautet der Name des Fraunhofer-Instituts, an dem MP3 im<br />
Wesentlichen entwickelt wurde? Bitte rufen Sie jetzt unter 030/24083682<br />
und beantworten Sie die Frage. Der nächste MP3-Player wird in ca. 15<br />
Minuten verlost.</p>
<p><b>Moderator:</b> Und hier die nächste Frage von Chatter grino44: Sind Sie privat Fan elektronischer Musik?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nicht von aller, ich bin ja nicht mehr<br />
der Jüngste. In meiner Jugendzeit war gerade Kraftwerk aktuell, die<br />
Musik hat mir damals gut gefallen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Weitere Fragen zur Musikindustrie sind hier<br />
eingelaufen: Denkt die Industrie in Schemata von gestern, weil sie die<br />
neue Zeit nicht erkennt, fragt hegg.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Das ist natürlich sehr deutlich<br />
ausgedrückt. Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass manche<br />
Entscheider die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt haben. Andererseits<br />
gibt es viele gute Leute, die auch gerne modernere Vertriebsformen<br />
anbieten möchten.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wer scheint Ihnen hier am ernsthaftesten an einer Lösung interessiert zu arbeiten?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ich kenne Leute bei Bertelsmann und BMG, bei Universal (mittlerweile Vivendi Universal), &#8230;</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir haben den ersten Gewinner bitte nicht mehr anrufen !!</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> &#8230;bei Sony Music, wenn ich&#8217;s mir genau<br />
überlege bei allen großen Firmen, die ernsthaft daran arbeiten.<br />
Trotzdem hat sich zu wenig getan.</p>
<p><b>Moderator:</b> Haben Sie eine Idee, wie sich der Konflikt zwischen Usern und der Musikindiustrie lösen lässt, fragt gast 288.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nun, vielleicht nicht mit allen Usern.<br />
Wer prinzipiell nichts zahlen will (oder kann), der wird weiterhin auf<br />
Mechanismen setzen, die (zu Recht) der Musikindustrie nicht gefallen<br />
und die auch juristisch verfolgt werden. Es gibt aber schon ganz gute<br />
Dinge. Ich privat mag zum Beispiel die Idee des MusicMatch Radio, die<br />
haben schon ziemlich viele Abonnenten. Ähnliche Angebote sollte es mehr<br />
geben. <br />
Auf Dauer denke ich, dass gute Angebote (z.B. mit garantierter Qualität<br />
und Herkunft) vielen auch Geld wert sind, und damit haben ja alle, was<br />
sie wollen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir kommen nun zur Verlosung des zweiten MP3-Players.<br />
Es gelten die gleichen Regeln wie bei der Verlosung des ersten Geräts.<br />
Kurz vor Ende des Chats wird noch ein weiterer MP3-Player verlost.<br />
Mitarbeiter der Fraunhofer Gesellschaft sind von dem Spiel leider<br />
ausgeschlossen. Hier kommt die Frage: Viel Glück!<br />
Was bedeutet die Abkürzung MP3? Bitte rufen Sie jetzt unter<br />
030/24083682 und beantworten Sie die Frage. Der nächste MP3-Player wird<br />
in ca. 15 Minuten verlost.<br />
Die nächste Frage: Zurück zum technischen: Gibt es einen Unterschied in<br />
der Qualität zwischen MP3-Musik und richtigen CDs, will powerrrgrrl<br />
wissen.<br />
Hier laufen übrigens die Telefone extrem heiß&#8230;</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Hmmm, um ehrlich zu sein ja, insbesondere<br />
bei der häufig verwendeten Bitrate von 128 kbit/s gibt es einige Musik,<br />
die MP3-codiert nicht mehr so gut klingt. Wenn man auf 192 geht, ist es<br />
schon viel besser. Kleine Unterschiede bleiben noch, aber da muss man<br />
gut trainiert im Hören sein und eine gute Stereoanlage haben, damit die<br />
Unterschiede wirklich wahrnehmbar sind.</p>
<p><b>Moderator:</b> Können Sie das Prinzip MP3 mal kurz umreißen, für einen Laien, bittet jaas.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ich versuche es: MP3 ist ein<br />
gehörangepasstes Codierverfahren. Das heißt, dass die Musik so<br />
übertragen wird, dass sie nachher gleich klingt, auch wenn das Signal<br />
geändert ist. Das geschieht durch Betrachtung einzelner Frequenzen. Je<br />
nach Hörbarkeit werden Anteile weggeschnitten bzw. weniger genau<br />
übertragen (sozusagen unscharf).</p>
<p><b>Moderator:</b> Nachfrage dazu: Hören Sie den Unterschied zu einer CD, fragt ggklo.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ich bin nicht mehr ganz so viel im<br />
Training. Ich erinnere mich an einen Hörtest vor ein paar Jahren<br />
während der Entwicklung von AAC: Bei schwierigen Stücken (nicht<br />
Durchschnittsmusik) konnte ich bei 192 kbit/s ziemlich zuverlässig<br />
hören, was Original und was Fälschung ist.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wem gehört eigentlich der MP3-Code, fragt Michael.<br />
<b><br />
</b></span><b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Karlheinz Brandenburg:</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Es gibt Patente, die gehören im wesentlichen Fraunhofer und Thomson<br />
Multimedia und werden über Thomson Multimedia lizenziert. Einen Code<br />
kann jede/r schreiben, allerdings muss dann für Produkte Patentlizenz<br />
gezahlt werden. Wenn jemand MP3-Player (Software für PC) schreibt und<br />
kostenlos verteilt, dann ist keine Patentlizenz fällig (wenn es<br />
Privatleute sind). Der Code für MP3-Encoder ist von verschiedenen<br />
Personen und Firmen geschrieben worden. Ich denke (soweit ich Tests<br />
kenne), dass der beste Code immer noch von Fraunhofer stammt (z.B. in<br />
MusicMatch enthalten).</p>
<p><b>Moderator:</b> Ist es theoretisch möglich, die Komprimierungsrate von MP3 noch weiter zu optimieren, will heda wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Theoretisch ja, allerdings ist in den<br />
letzten Jahren viel versucht worden, wahrscheinlich geht jetzt nicht<br />
mehr viel. Im Prinzip ist nur das Datenformat festgelegt. Man kann also<br />
bessere Encoder schreiben, wenn es zum Beispiel neue Erkenntnisse in<br />
der Psychoakustik gibt.</p>
<p><b>Moderator:</b> Kann MP3 nur Musik komprimieren, fragt fregatte.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ja, ganz eindeutig, wobei Sprache ein<br />
Sonderfall von Audio (also Tönen) ist. Video kann man mit MP3 nicht<br />
komprimieren, da gibt es andere Verfahren.</p>
<p><b>Moderator:</b> Seit kurzem gibt es das neue Format Ogg Vorbis, das hat einen Open Source Code. Konkurrenz für MP3, will heckmeck wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nicht wirklich. Soweit wir uns das<br />
angeschaut haben, ist es nicht ganz so gut und nicht so verbreitet. Was<br />
nicht ist, kann ja noch werden. Ich bin eigentlich für das<br />
Nebeneinander von open source (GNU und ähnliche Lizenzen) und<br />
kommerziellen Produkten ohne open source.<br />
Allerdings:  Software neu zu schreiben, bedeutet noch nicht, dass etwas frei von Patenten auf die Grundideen ist.<br />
Dazu wird ja viel und teure Forschung betrieben, Patente sollten auch<br />
geachtet werden. Bei OggVorbis wird das wohl irgendwann noch angeschaut<br />
werden.</p>
<p><b>Moderator:</b> Haben Sie sich selbst schon einmal illegale Musik runtergeladen (zu Forschungszwecken?), 😉 fragt Garbu.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nein, ich habe immer darauf geachtet, nur<br />
legale Musik herunterzuladen. Ich habe mir Musik von MP3.com und eMusic<br />
geholt, aber nicht über Napster.</p>
<p><b>Moderator:</b> Hat Sie die Musikindustrie eigentlich schon mal angefeindet oder unter Druck gesetzt, fragt sich 77eh.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nein, obwohl die Geschichten immer wieder<br />
erzählt wurden. Dazu hat sicher beigetragen, dass ich schon 1997 die<br />
RIAA (Recording Industry Association of America) in Washington besucht<br />
habe und mit deren Spezialisten über die Problematik der Raubkopien<br />
geredet habe. Wir haben bei Fraunhofer immer gesagt, dass geistiges<br />
Eigentum, schöpferische Tätigkeit von Künstlern etc. honoriert werden<br />
sollte.</p>
<p><b>Moderator:</b> Gleich stellen wir die letzte Frage für den Gewinn eines MP3-Players. Wenige Sekunden Geduld. Hier erst einmal noch eine Frage.<br />
Werden CDs irgendwann wie Platten von der Bildfläche verschwinden, will frego wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Das kann schon passieren. Wie schnell das<br />
gehen wird, ist allerdings gar nicht klar. Die Plattenindustrie<br />
versucht ja mit SACD (Super Audio CD) und insbesondere DVD-Audio neue<br />
Formate einzuführen. Mal schauen wie schnell das geht. Ich denke, dass<br />
über die nächsten 5 Jahre CDs noch der Normalfall sein werden.</p>
<p><b>Moderator:</b> Noch eine Frage vor der nächsten Verlosung (ganz<br />
ruhig bleiben). Digitale Kinoprojektion ist auf dem Vormarsch, gibt das<br />
MP3 noch mal einen weiteren Schub, will Daniel wissen.</p>
<p></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Karlheinz Brandenburg:</b><br />
MP3 selber nicht, allerdings arbeiten wir in Ilmenau und Erlangen auch<br />
an Verfahren, um Kinoton um möglichst viele Klassen gegenüber dem<br />
jetzigen Stand zu verbessern. Das finde ich eine tolle Sache: mit<br />
sogenannter Schallfeldsynthese und MPEG-4 zur Übertragung kann richtig<br />
eine akustische Umgebung simuliert werden. <br />
Das gibt viel besseren Klang (in 10 Jahren auch für zuhause) als jetzige 5-Kanal-Anlagen.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> So jetzt zur letzten Verlosung des MP3 Players!<br />
Es gelten die gleichen Regeln wie bei der Verlosung der ersten zwei<br />
Geräte. Mitarbeiter der Fraunhofer Gesellschaft sind von dem Spiel<br />
leider ausgeschlossen. Hier kommt die Frage, zum letzten Mal: Viel<br />
Glück!<br />
Mit welchem bedeutenden Preis wurden drei Mitarbeiter stellvertretend<br />
für das Entwicklerteam im Jahr 2000 von Bundespräsident Johannes Rau<br />
ausgezeichnet? Bitte rufen Sie jetzt unter 030/24083682 und beantworten<br />
Sie die Frage.<br />
Hier klingeln die Telefone schon, bevor die Frage gestellt ist &#8230;<br />
Was wollen Sie als nächstes erfinden, will Doro wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Hmmm, wenn ich das wüsste, wäre es ja<br />
schon erfunden, allerdings haben wir hier große Pläne: den Kinoton der<br />
Zukunft (wie oben gesagt), die intelligente Stereoanlage, die ich durch<br />
vorpfeifen dazu bringen kann, mir Musik zu suchen und noch andere Dinge.</p>
<p><b>Moderator:</b> Aber wenn sie pfeifen, brauchen sie doch keine Anlage<br />
mehr ;_) Halten andere Forscher Ihre Erfindung für seriös oder werden<br />
sie belächelt, weil es ein wenig verspielt erscheint, will Hägar wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Na ja, so gut kann ich aber nicht pfeifen<br />
🙂 Dann könnte ich als Musiker mein Geld verdienen ! Nein, ich habe<br />
den Eindruck, dass die Ideen aus Ilmenau und Erlangen sehr<br />
ernstgenommen werden. Manchmal staune ich über zu viel Zutrauen in<br />
unsere Fähigkeiten, aber das ist natürlich eine angenehme Position.<br />
<b><br />
</b></span><b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator:</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Hatten Sie eigentlich nach der Erfindung des Formats viel<br />
Medienaufmerksamkeit oder diffundierte die Erfindung nur langsam, will<br />
grag wissen.<br />
Wir haben den letzten Gewinner! Alle MP3-Player sind vergeben. Bitte nicht mehr anrufen!</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Es hat lange Zeit gedauert. Am Anfang<br />
waren wir Leute aus Erlangen tatsächlich eher belächelt. Dann hat sich<br />
MP3 langsam durchgesetzt. Richtig viel Aufmerksamkeit gibt es erst seit<br />
ca. 1998 / 99, obwohl die Lawine klar sichtbar ab so 1995 losging.</p>
<p><b>Moderator:</b> Was für einen Preis würden Sie gerne einmal gewinnen, fragt cord.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Hmm, eigentlich sollte ich ja sehr<br />
zufrieden sein, mit den bisherigen Preisen für mich und alle im Team,<br />
allerdings hätten wir sicher nichts gegen einen Nobelpreis, den gibt es<br />
nur nicht für Technik 🙁</p>
<p><b>Moderator:</b> Zur letzten Frage: Wo sehen Sie die Musikindustrie und Internetindustrie in fünf Jahren, erfragt Lara.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Schwierig zu sagen: Entweder es geht<br />
manches weiter wie jetzt, und der Musikindustrie geht es schlechter,<br />
oder es gibt neue Ideen, neue Arten der Vermarktung, viele gute neue<br />
Musik und beiden geht es gut.</p>
<p><b>Moderator:</b> Liebe Chatter und Chatterinnen, sehr geehrter Herr<br />
Professor Brandenburg! Unsere Chat-Zeit ist um! Wir bedanken uns im<br />
Namen der Fraunhofer Gesellschaft und der Initiative Wissenschaft im<br />
Dialog für Ihre Teilnahme. Die Gewinner der MP3-Player sind von uns<br />
bereits informiert. Ich hoffe es hat Ihnen ein wenig Spaß gemacht.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Tschüss und ja, mir hat es auch viel Spaß gemacht !</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir wünschen allen Gästen einen schönen Abend!<br />
Viele Grüße nach Ilmenau!</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Viele Grüße nach Berlin und zu allen !</p>
<p></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Weitere Infos unter www.fhg.de<br />
oder unter <a href="http://www.wissenschaft-im-dialog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.wissenschaft-im-dialog.de/</a></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Redundanz als auch eine Irrelevanzreduktion&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotredundanz_als_auch_eine_irrelevanzreduktionquot-350/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotredundanz_als_auch_eine_irrelevanzreduktionquot-350/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[hneymanns]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Fraunhofer-Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Gerhäuser]]></category>
		<category><![CDATA[MP3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Moderator:</b> </b>Liebe
Chatter, liebe Chatterinnen, herzlich willkommen im Chat bei
politik-digital. Guten Abend Prof. Gerhäuser. Heute findet der Chat in
der Reihe &#34;Wissenschaft im Dialog&#34; statt, diesmal präsentiert von der
Fraunhofer-Gesellschaft. Thema heute: MP3 und die Zukunft der
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Moderator:</b> </b>Liebe<br />
Chatter, liebe Chatterinnen, herzlich willkommen im Chat bei<br />
politik-digital. Guten Abend Prof. Gerhäuser. Heute findet der Chat in<br />
der Reihe &quot;Wissenschaft im Dialog&quot; statt, diesmal präsentiert von der<br />
Fraunhofer-Gesellschaft. Thema heute: MP3 und die Zukunft der<br />
Musikwelt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b> Guten Abend. Ich freue mich heute Abend mit Ihnen über das Thema MP3 sprechen zu können. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz: </b>Herr Professor, können Sie etwas über die Anfänge von MP3 erzählen, woher kam die Idee? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b> Wer von den Teilnehmern hat eigentlich selbst einen MP3-Player? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Die Vorarbeiten gehen auf die 70er Jahre an der Universität Erlangen<br />
zurück Dort wurden Verfahren zur Datenreduktion an Sprach- und<br />
Musiksignalen entwickelt. Man bediente sich damals so genannter<br />
Laborrechner, die für die Kodierung von 20 Sekunden Musik mehrere<br />
Stunden Rechenzeit benötigten. Der Durchbruch ist dann später im Rahmen<br />
des Projektes DAB (Digital Audio Broadcasting) und in Verbindung mit<br />
der Standardisierung bei ISO gelungen. Dort wurde in der MPEG-Gruppe<br />
unser MPEG-Layer 3 Standard 1991 angenommen. Daraus wurde später die<br />
Audiofile Extension MP3. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>goetz:</b> gab es denn in den 70ern schon derartiges Datenaufkommen an digitaler Akustik, dass solche verfahren notwendig wurden? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Damals stand die Datenkompression bei Sprachsignalen im Vordergrund.<br />
Auf Grund der Erfolge war es naheliegend dies auch auf Musiksignale zu<br />
übertragen. Insbesondere die Übertragung über ISDN stellte nur eine<br />
Übertragungsrate von 128 Kilobit pro Sekunde zur Verfügung und auch in<br />
digitalen Rundfunksystemen war die Datenrate auf wenige 100 KBit pro<br />
Sekunde beschränkt. Dies bedeutete in jedem Fall eine wirksame<br />
Datenkompression. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz:</b> Kam die Idee der Datenkomprimierung aus den Reihen der Musikindustrie? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Nein, die Notwendigkeit wurde in Verbindung mit der Entwicklung des<br />
digitalen Rundfunks und mit der Standardisierung der Moving Picture<br />
Expert Group (MPEG) erkennbar. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>TanjaF:</b> Ist es nicht eher eine Datenreduzierung als Datenkomprimierung? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b> Es wird sowohl eine Redundanz als auch eine Irrelevanzreduktion durchgeführt. Das heißt mit einfachen Worten &#8230; </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
durch Redundanzreduktion wird eine kompaktere Informationsdarstellung<br />
erzielt ohne dass sich an dem Inhalt etwas verändert. Wir kennen das<br />
bei der File Kompression wo ein Datenfile komprimiert werden kann und<br />
anschließend auf die ursprüngliche Größe entpackt werden kann. Bei der<br />
Irrelevanzreduktion wird alles das, was der Empfänger (unser Ohr) nicht<br />
wahrnehmen kann von der Übertragung ausgeschlossen, bzw. durch starke<br />
Kompression entstehende Störungen durch die Sog. psychoakustische<br />
Verdeckung unhörbar gemacht. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Karsten: </b>Haben Sie jemals mit so einem Erfolg von mp3 gerechnet? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Am Anfang war es für uns sehr schwer Interessenten für das<br />
MP3-Verfahren zu. Erst nach der Veröffentlichung im Internet, wo ein<br />
Nutzer das Verfahren an einigen Beispiel-Audio-Files ausprobieren<br />
konnte ist innerhalb kürzester Zeit eine regelrechte euphorische<br />
Entwicklung zu beobachten gewesen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Netzpilot:</b><br />
Wie schätzen Sie die Bestrebungen ein, einen Standard zu entwickeln,<br />
der das unerlaubte Kopieren unmöglich machen wird? Sind Sie an dieser<br />
Entwicklung beteiligt? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Unser Institut war von Anfang an der Wahrung des Uhrheberrechtsschutzes<br />
interessiert und wir hatten schon frühzeitig entsprechende Software zur<br />
Verfügung. Auch hier war es schwierig, die potenziellen Nutzer vom Wert<br />
einer solchen Verschlüsselung zu überzeugen. Grundsätzlich bin ich der<br />
Meinung, dass die Produktion und Verteilung von Musik nur dann<br />
nachhaltig funktionieren kann, wenn die Nutznießer bereit sind für<br />
Musik aus dem Netz zu bezahlen. Voraussetzung ist allerdings dass<br />
dieser Prozess möglichst einfach und unbürokratisch organisiert werden<br />
kann. Man wird dabei einen Kompromiss zwischen Sicherheit gegen<br />
unzulässige Entschlüsselung und einfache Nutzung durch den Verbraucher<br />
finden müssen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Zwei Fragen zum Thema offener Standard oder nicht: </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Gert: Wie steht<br />
es eigentlich um die &quot;Besitzverhältnisse&quot; des MP3 Codecs? Gibt es (z.B.<br />
von ANSI oder sonstigen Einrichtungen oder Gremien) irgendwelche<br />
Auflagen bezüglich Zugänglichkeit des Standards, oder war die<br />
Verbreitung via Shareware und Freeware ein &quot;Unfall&quot;? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Tomcat: Ist der MP3-Standard eigentlich ein offenes Format? Also&#8230; kann jeder einen Encoder/Decoder schreiben? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Die internationale Standardisierung bei ISO erfordert die Offenlegung<br />
des Bitstroms bei der Übertragung oder Speicherung und des Decoders.<br />
Weiterhin muss jeder, der sich an der Standardisierung beteiligt, seine<br />
Patente offen legen und eine nicht diskriminierende Lizenzierung<br />
garantieren. Das bedeutet, dass es sich um einen offenen Standard<br />
handelt, der aber Schutzrechte berührt. Bei kommerzieller Verwendung<br />
dieses Standards sind deshalb in der Regel Lizenzvereinbarungen zu<br />
treffen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Kress: </b>Hat<br />
Ihnen die Musikindustrie die internetmäßige Verbreitung von<br />
Musikdateien übelgenommen bzw. hatten Sie auch mit urheberrechtlichen<br />
Konsequenzen zu tun? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Die Verwendung des Codier-Verfahrens ist nicht das eigentliche Problem.<br />
Die unerlaubte Bereitstellung von geschützten Musiktiteln im Internet<br />
waren das eigentliche Problem. Das Codierverfahren MP3 ist somit<br />
wertfrei es kann sozusagen für legale Anwender aber auch für illegale<br />
benutzt werden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Schulz:</b> Waren diese Probleme mit de Tauschbörsen nicht vorhersehbar? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Unsere Sorge war zu diesem Zeitpunkt mehr das illegale Duplizieren von<br />
CDs und das kommerzielle Brennen von CD-ROMs. Das Laden von Musik aus<br />
dem Internet ist mit Zeit und Mühe verbunden und zumindest was die<br />
Übertragungskosten anbelangt nicht umsonst. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Zwei Fragen zur Zukunft von MP3: </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>danielk:</b> Wie geht es weiter mit MP3? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Kress:</b> Gibt es neue Komprimierverfahren, wie MP4? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Die nächste Entwicklungsstufe ist unter der Abkürzung AAC(Advanced<br />
Audio Coding) ebenfalls unter ISO-MPEG standardisiert worden und<br />
erlaubt eine deutlich höhere Datenreduktion gegenüber MP3 bei gleicher<br />
Qualität. Zusätzlich wurde ein Verfahren entwickelt, dass<br />
Standardkompatibel die Audio-Qualität bei sehr niedrigen Bit-Raten in<br />
Verbindung mit MP3 deutlich verbessert. Dieses Verfahren wird von einer<br />
Firma, die als Ausgründung aus unserem Institut entstanden ist unter<br />
der Bezeichnung MP3-Pro vermarktet. Die dabei verwendete Technik kann<br />
auch für AAC genutzt werden und erlaubt eine Kodierung von Musik mit<br />
Datenraten bis hinunter zu ca. 20 Kilobit / Sekunde. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Zu Kress. Die weiteren Entwicklungen der Audio Codierung werden im<br />
Rahmen des MPEG4 Standards vorangetrieben. Hier spielt insbesondere AAC<br />
und die oben genannte standardkonforme Erweiterung eine wichtige Rolle.<br />
Dies ist vor allem für digitale Rundfunksysteme wie z.B. DRM (Digital<br />
Radio Modiale) von entscheidender Bedeutung. Damit kann die Kurz- und<br />
Mittelwelle digitalisiert werden und eine verblüffende Klangqualität im<br />
Vergleich zur analogen Übertragung erreicht werden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Schulz:</b> Wann kann mit AAC auf dem Markt gerechnet werden? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Technisch ist AAC bereits heute verfügbar. Die breite Nutzung in<br />
Consumer-Produkten ist von den jeweiligen Geschäftsmodellen abhängig<br />
und deshalb schwer abzuschätzen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz:</b><br />
Wissen Sie, ob Tests durchgeführt wurden, bei denen Musikprofis den<br />
Unterschied zwischen komprimierten Musikstücken und nichtkomprimierten<br />
erkennen mussten? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Das ist eine sehr gute Frage. Die Tests wurden außerordentlich<br />
sorgfältig in sogenannten Doppelblindtests, unter hervorragenden<br />
Abhörbedingungen und mit Hörern die &quot;goldene Ohren&quot; haben durchgeführt.<br />
Dazu hat man den Testpersonen das Original, dann das codierte Signal<br />
und schließlich ein Signal vorgespielt, wo die Testperson entscheiden<br />
musste, ob es sich um das Original oder das codierte Signal handelt.<br />
Wenn die Testperson in 50 Prozent der Fälle falsch entschieden hat,<br />
konnte man davon ausgehen, dass sie den Unterschied zwischen codiert<br />
und Original nicht mehr wahrnehmen kann. In diesen Fällen spricht man<br />
von einer transparenten Codierung. Unter normalen Abhörbedingungen und<br />
weniger kritischen Musikstücken ist auch bei wesentlich höherer<br />
Kompression ebenfalls kein Unterschied feststellbar. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz: </b>Wieviel Prozent der Testpersonen konnten die Codierung erkennen? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Das hing von der jeweiligen Datenrate ab. Die für eine transparente<br />
Codierung erforderliche Datenrate (für MP3 ungefähr 192 KBit/Sek und<br />
für AAC von 128 KBit / Sek) hat bei der European Broadcasting Union<br />
(EBU) das Prädikat &quot;geeignet für Rundfunkübertragung&quot; erzielt. Dabei<br />
haben nur noch sehr wenige Hörer bei extrem schwierigen Musikstücken<br />
mit geringer Trefferquote das codierte Signal erkannt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Kurz vor dem Ende noch die Frage, die viele interessiert: </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>TanjaF:</b> Prof. Gerhäuser, wie wird die Zukunft der Musikwelt ihrer Meinung nach aussehen? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Nachdem wir inzwischen auf MP3-Playern mehrere 100 Stunden Musik<br />
speichern können wird es immer wichtiger, ein gewünschtes Musikstück<br />
aus dieser ungeheueren Datenmenge möglichst schnell und unkompliziert<br />
wiederzufinden. Dabei wird eine benutzerfreundliche Bedienung, die es<br />
möglicherweise erlaubt, dem Player die gewünschte Melodie vorzupfeifen,<br />
einen hohen Stellenwert haben. Die Technik sollte dabei möglichst weit<br />
in den Hintergrund treten. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Kress:</b><br />
Eine persönliche Frage: Haben Sie sich auch schon über Napster oder<br />
andere Tauschbörsen Musik runtergeladen? Und wenn ja: welche? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Bei meiner eigenen Nutzung habe ich mich zunächst darauf beschränkt,<br />
meine vielen CDs im MP3-Format auf meinen MP3-Player zu übertragen.<br />
Vorteil ist jetzt dass ich die gewünschte Musik immer bei mir haben<br />
kann und die entsprechenden Stücke auch tatsächlich wiederfinde. Das<br />
Herunterladen von Musik habe ich noch nicht probiert. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Und noch eine kurze letzte Frage zum Ende des Chats </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Gert:</b> Woran arbeiten Sie zur Zeit? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
An der Verbindung zwischen Audio-Codier-Verfahren, digitalen<br />
Rundfunksystemen und Lokalisierungssystemen die sogenannte location<br />
based services ermöglichen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Liebe Chatter und Chatterinnen, vielen Dank für ihre Teilnahme an<br />
unserem Chat in der Reihe &quot;Wissenschaft im Dialog&quot;. Leider konnten wir<br />
nicht alle Fragen beantworten, es waren einfach zu viele. Ganz<br />
herzlichen Dank an Prof. Gerhäuser für seine Teilnahme am Chat. Wir<br />
würden uns freuen, sie bei unseren nächsten Chats begrüßen zu können.<br />
Danke und einen schönen Abend! 🙂 ps: Informationen zum Zukunftspreis<br />
2000, den das MP3 Entwicklerteam verliehen bekommen hat, unter<br />
folgender url: http://www.deutscher-zukunftspreis.de/archiv/00_pt.htm<br />
Herzlichen Glückwunsch nochmal!! </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b> Vielen Dank für die interessanten Fragen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Vielen Dank für die sehr interessanten Antworten. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Prof_Gerhaeuser:</b><br />
Ich empfehle interessierten Nutzern unsere Webseiten für das<br />
weitergehende Informationen (www.iis.fhg.de). Einen schönen Abend! </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Liebe Chatter, auf Wiedersehen.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>MP3 durch die politische Brille</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-mp3p-shtml-2822/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-mp3p-shtml-2822/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[tbertram]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[CD]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce-Richtlinie]]></category>
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		<category><![CDATA[Musikindustrie]]></category>
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		<category><![CDATA[Regulation]]></category>
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		<category><![CDATA[Europäisches Recht]]></category>
		<category><![CDATA[MP3]]></category>
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					<description><![CDATA[Stärkere politische Regulation oder mehr Selbstkontrolle: Die politische Seite von MP3 ist die politische Seite des Internets.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stärkere politische Regulation oder mehr Selbstkontrolle: Die politische Seite von MP3 ist die politische Seite des Internets.<!--break-->
                    </p>
<p>&#8220;Wir haben MP3 ja nicht einfach so ins Netz gestellt&#8221;, sagt Karlheinz Brandenburg vom Entwicklerteam des Frauenhofer Instituts für Integrierte Schaltungen Erlangen. &#8220;Es gab nur sehr bald auch nicht-lizensierte Versionen. Zum Teil waren diese auch aus unserer Sicht illegal&#8221;, erklärte Brandenburg in einem Interview gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.</p>
<p>Dem Siegeszug des digitalen Musikformats hat die Illigalität jedoch nichts anhaben können. Mit der Entwicklung des bahnbrechenden Kompressionsalgorhythmus Anfang der 90er Jahre und dem gleichzeitigen Entstehen von Musiktauschbörsen a la Napster war der Erfolg vorprogrammiert. Fortan rippte &#8211; wie das umwandeln von CD-Daten in MP3 genannt wird &#8211; die Jugend was das Zeug hielt und legte die Daten zum Tausch online. Seither läuft die Musikindustrie Sturm, fordert von der Politik neue Gesetze und Maßnahmen zur Eindämmung der verbotenen Raubkopien.</p>
<p>So verlangte Peter Zombik, Vorsitzender der Geschäftsführung des<br />
                    <a href="http://www.ifpi.de">Bundesverbands der Phonographischen Wirtschaft</a>, unter anderem eine Regelung, um die Provider und Serverbetreiber in die Verantwortung nehmen zu können. Im Gespräch war eine Filtersoftware, die Adressen von MP3-Seiten blockieren und damit indirekt das Copyright der Musikindustrie schützen sollte. Die vom europäischen Parlament im Mai 2000 verabschiedete E-Commerce-Richtlinie, die beinhaltet, dass Provider bei &#8220;Caching&#8221; und &#8220;Hosting&#8221; keine Verantwortung für Online-Inhalte mehr tragen, setzte jedoch einen Schlußpunkt unter die Diskussion.</p>
<p>Auch deutsche Intellektuelle wie Michael Krüger, Leiter des Münchner Carl Hanser Verlages und selbst Autor, legen sich beim Thema MP3 und Urheberrecht ins Zeug. So forderte Krüger im letzten Jahr von Bundeskulturminister Julian Nida-Rümlin eine Diskussion am Runden Tisch, um der weltweiten Verletzung des Copyrights Herr zu werden.</p>
<p>Von Seiten des Gesetzgeber ist die Lage von MP3-Dateien jedoch klar. Rechtlich ist der MP3-Austausch von MP3-Files, die von urheberrechtlich geschützten CDs kopiert worden sind, absolut illegal. Das umwandeln ist zwar noch legal, da es erlaubt, ist sich für den privaten Gebrauch eine Kopie zu machen. Auch ist es erlaubt eine Kopie einer CD oder auch nur einzelner Tracks an Freunde weiterzugeben, der Download aus dem Internet jedoch nicht.</p>
<p>Nicht strafbar dagegen sind freigegebene MP3-Files, die zum Beispiel auch zur politischen Kommunikation eingesetzt werden könnten. In der Praxis sieht es jedoch anders aus. Radio, Fernsehanstalten oder der<br />
                    <a href="http://www.bundestag.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Bundestag</a> setzen auf Streaming-Formate (z.B. Realplayer), mit denen eine Übertragung von Audio- und Bildsignalen in Echtzeit möglich ist.</p>
<p>Großer Beliebtheit erfreut sich das MP3-Format jedoch auf einer anderen Ebene der politischen Kommunikation. So finden sich in den Musiktauschbörsen zahllose Dateien mit rechtsextremistischen Inhalten. Neben Mitschnitten von Reden Adolf Hitlers stehen auch Musiktitel von einschlägigen bekannten Bands aus der Neo-Nazi-Szene, wie Skrewdriver, Reichssturm oder Endsieg, zum Download bereit.</p>
<p>Spätestens hier ist die politische Seite des MP3-Formats die politische Seite des Internets. Muß das Internet stärker poltisch reguliert, seine Nutzer überwacht und beobachtet werden? Oder setzt man auf Selbstregulation im Sinne liberaler Meinungsfreiheit und Bürgerrechte? Die Internet-Community ist gespalten: Zum einen herrscht ein allgemeiner Konsens, sich gegen rechtsextremistische oder andere illegale Inhalte auszusprechen. Diverse Onlineangebote wie das<br />
                    <a href="http://www.netzgegenrechts.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netz gegen Rechts</a> kämpfen für die Abschaltung und Verbannung solcher Inhalte aus dem Netz. Zum anderen gibt es jedoch Initiativen, wie die des Chaos-Compuer-Clubs oder von Freedom of Speech, die sich für uneingeschränkte Informationsfreiheit und damit gegen Zensur im Internet wehren.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 26.03.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-mp3p-shtml-2822/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Erfolgsstory des MP3</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-mp3-shtml-2546/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-mp3-shtml-2546/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[sschellhaass]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[AAC]]></category>
		<category><![CDATA[Audio-Format]]></category>
		<category><![CDATA[Dateiformat]]></category>
		<category><![CDATA[Fraunhofer Institut für integrierte Schaltung]]></category>
		<category><![CDATA[ISO-Standard]]></category>
		<category><![CDATA[Lizenzierung]]></category>
		<category><![CDATA[MP3-Player]]></category>
		<category><![CDATA[MP3Pro]]></category>
		<category><![CDATA[MPEG4 Audio]]></category>
		<category><![CDATA[Patent]]></category>
		<category><![CDATA[MP3]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/econsumer-verbraucherschutz-mp3-shtml-2546/</guid>

					<description><![CDATA[Schneller, besser, kleiner... Der Siegeszug des MP3-Formats beim digitalen Austausch von Musikfiles ist einzigartig in der Geschichte des Internet. Und während die Musikindustrie noch immer zittert, schreitet die Entwicklung weiter fort.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schneller, besser, kleiner&#8230; Der Siegeszug des MP3-Formats beim digitalen Austausch von Musikfiles ist einzigartig in der Geschichte des Internet. Und während die Musikindustrie noch immer zittert, schreitet die Entwicklung weiter fort.<!--break-->
                    </p>
<p>MP3 steht für<br />
                    <a href="http://www.iis.fhg.de/amm/techinf/layer3/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MPEG 1 Audio Layer 3</a> und kommt, wie der volle Name schon andeutet, eigentlich aus dem &#8216;<br />
                    <a href="http://www.mpeg.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Motion Picture Experts Group</a> (MPEG) Standard&#8217;, der zum Komprimieren von Video-, Audio- und Systemdaten entworfen wurde. Mit Hilfe des MP3-Formats können Musikdateien auf ein Zwölftel der ursprünglichen Größe reduziert, und dadurch rasend schnell über das Internet verschickt werden. Vor allem aufgrund seiner guten Qualität und Plattformunabhängigkeit wurde MP3 in kürzester Zeit zum populärsten Audio-Format und zum Marktführer auf diesem Gebiet. Auch das Standard-Soundformat &#8220;Wave&#8221;, das über eine bessere Klangqualität als MP3 verfügt, konnte auf dem Sektor Dateigröße nicht mithalten und musste die Führungsrolle abgeben.</p>
<p>Begonnen hat die Entwicklung von MP3 1987 am<br />
                    <a href="http://www.iis.fhg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fraunhofer Institut für integrierte Schaltung</a> (IIS-A) in Erlangen. Ursprünglich lag der Idee der Komprimierung von Audiodateien der Wunsch zugrunde, bessere Sprachqualität über Telefonleitungen aus Kupfer zu übertragen. Dies erübrigte sich bald durch die rapide Entwicklung des Glasfasernetzes und neuen Anschlussmöglichkeiten für den Privatbenutzer. Technologien wie<br />
                    <a href="http://www.isdn.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ISDN</a> brachten die Sprachübertragung entscheidend voran. Aufgrund dieser Entwicklung kreierte man neue, visionäre Ansatzpunkte für die Einsatzgebiete der Audiocodierung. Die Wissenschaftler des Fraunhofer IIS-A wollten nicht nur die Übertragung von Sprache, sondern auch von Musik via Telefonleitung oder anderer Kanäle, bei denen man besonders sparsam mit der verfügbaren Datenrate umgehen muss, ermöglichen.</p>
<p>Nach Abschluss einer fast dreijährigen Entwicklungsphase wurde 1989 in Deutschland ein Patent auf MP3 angemeldet und erteilt. 1992 wurde das MP3-Format von<br />
                    <a href="http://www.iso.ch/iso/en/ISOOnline.openerpage" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ISO</a> (International Standards Organisation) standardisiert und in die Spezifikation der MPEG integriert.<br />
                    <br />Den Durchbruch schaffte MP3 jedoch erst mit der Entwicklung von Codier- und Decodiertools sowie Abspielgeräten. Der erste MP3-Player wurde 1990 vom Fraunhofer Institut entwickelt, jedoch nie kommerzialisiert.</p>
<p>1997 wurde das System des MP3-Players von einem Entwicklerteam der ‚Advanced Multimedia Products&#8217; überarbeitet. So entstand der erste herausgegebene MP3-Player mit dem Namen &#8220;AMP&#8221;. Er diente als Vorlage für<br />
                    <a href="http://winamp.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WinAmp</a>. Dies war möglich, da das Fraunhofer Institut als Patentinhaber die freie Nutzung der MP3-Technologie und -Entwicklung zu diesem Zeitpunkt noch zuließ, was sich jedoch kurz darauf änderte. Mittlerweile ist der MP3-Encoder der Fraunhofer-Gesellschaft urheberrechtlich geschützt.</p>
<p>Noch im selben Jahr wurde das MP3-Nachfolgeverfahren &#8216;<br />
                    <a href="http://www.iis.fhg.de/amm/techinf/aac/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Advanced Audio Coding</a>&#8216; (MPEG2-AAC) vom Fraunhofer IIS-A in Zusammenarbeit mit<br />
                    <a href="http://www.dolby.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dolby Labs</a>,<br />
                    <a href="http://www.sony.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sony</a> und<br />
                    <a href="http://www.research.att.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AT&amp;T Research</a> zertifiziert. Dieses Verfahren besitzt eine verbesserte Audioqualität sowie eine bessere Effizienz. So kann mit AAC schon bei einer Bitrate von 64 KBit/s CD-Klangqualität erreicht werden, was mit dem MP3-Format erst bei 128 Kbit/s möglich ist. AAC wird auf vielfältige Weise angewandt: Zum Beispiel bei der elektronischen Verteilung von Musikprogrammen über den digitalen Rundfunk in den USA oder in Japan beim Digitalfernsehen.</p>
<p>Aus dem Schatten von MP3 konnte AAC bislang jedoch nicht heraustreten. Dies könnte darin begründet sein, dass AAC nicht abwärtskompatibel ist, dieser Codec also keine MP3-Dateien lesen kann. Ein weiterer Grund ist sicher, dass die Fraunhofer-Gesellschaft das AAC-Verfahren nur an Firmen lizenziert, die es mit Copyright-Vorkehrungen vermarkten. Diese rigiden Lizenzbedingungen und das fehlen freier Encoder und Player für AAC verhindern, dass sich AAC genauso erfolgreich im Internet ausbreitet wie MP3. Daher gilt dieser Standard nur als MP3-Alternative für den professionellen Markt.</p>
<p>Im Sommer 2001 erschien ein weiterer Nachfolgestandard auf dem Markt:<br />
                    <a href="http://www.mp3prozone.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MP3Pro</a>. Neben einer verbesserten Klangqualität verfügt er im Gegensatz zu AAC über eine Abwärtskompatibilität. Somit können Files im MP3-Format auch in MP3Pro-Playern in gewohnter Qualität abgespielt werden. Umgekehrt lassen sich MP3Pro-Dateien auch mit einem herkömmlichen MP3-Player wiedergeben, allerdings in reduzierter Qualität.</p>
<p>Mittlerweile wird in Erlangen intensiv das Nachfolgeverfahren<br />
                    <a href="http://www.iis.fhg.de/amm/techinf/mpeg4/audio.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MPEG4 Audio</a> bearbeitet, das in Zukunft neben Audio auch die Übertragung und Speicherung von bewegten Bildern oder allgemeiner Multimediainhalte ermöglichen soll, so dass abzuwarten bleibt, ob dieses weitentwickelte Verfahren MP3 den Rang ablaufen wird.</p>
<p>Die Zukunft des MP3-Formats hängt jedoch auch von der strikten Lizenzierung ab.<br />
                    <br />Seit dem Jahr 2000 müssen Gebühren für Downloads von MP3-Dateien an die Fraunhofer-Gesellschaft und<br />
                    <a href="http://www.thomson-multimedia.com/gb/00/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomson Multimedia</a>, den Lizenzpartner, gezahlt werden. Seit dem 1. Januar 2001 werden auch Gebühren für MP3-Streams verlangt.<br />
                    <br />Bezüglich der MP3-Player berät sich die Fraunhofer-Gesellschaft ebenfalls, ob dieser Algorithmus unter das Copyright von Fraunhofer fällt, und somit Gebühren dafür verlangt werden können. Dies könnte das Aus für MP3 bedeuten. Wenn die Abspielprogramme nicht mehr kostenlos erhältlich sind, wird MP3 für den Otto-Normalverbraucher äußerst unattraktiv. Es ist fraglich, ob dann nicht alternative Formate, die bisher nicht gegen MP3 ankamen, in Zukunft den Markt beherrschen werden.</p>
<p>Einen Ausblick auf den Erfolg von digitalen Medien in der Zukunft gibt<br />
                    <a href="http://www.iis.fraunhofer.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Professor Gerhäuser</a>, der Leiter des Fraunhofer IIS-A. Seiner Meinung nach komme der drahtlosen Übertragung in Zukunft besondere Bedeutung zu. Große Hoffnungen setze man dabei auf<br />
                    <a href="/archiv/econsumer/umts.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UMTS</a>, &#8220;mit dem eine wesentlich höhere Datenrate als mit dem heute gebräuchlichen Mobilfunksystem<br />
                    <a href="http://www.gsmworld.com/index.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GSM</a> transportiert werden kann.&#8221; Im Bereich der materiellen Informationsträger ständen mit DVD und deren Weiterentwicklung und Verkleinerung sehr große Speicherkapazitäten zur Verfügung.</p>
<p>So wie es aussieht, werden uns MP3 und seine Geschwister auch noch weiterhin im digitalen Zeitalter begleiten.<br />
                    </p>
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<div class="tidy-2">Erschienen am 21.03.2002</div>
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<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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