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	<title>Münster &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Münster &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Schily vergibt eCommunity Award</title>
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		<dc:creator><![CDATA[hobermeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Feb 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
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					<description><![CDATA[Den eCommunity Award für Konzepte zur Bürgerbeteiligung gewinnt Münster. Die übrigen drei Preise gehen nach Ostdeutschland. Macht Nachholbedarf kreativ?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den eCommunity Award für Konzepte zur Bürgerbeteiligung gewinnt Münster. Die übrigen drei Preise gehen nach Ostdeutschland. Macht Nachholbedarf kreativ?<!--break-->
                  </p>
<p>Deutschlands Kreise, Städte und Gemeinden forderte Innenminister Otto Schily im Juli vergangenen Jahres dazu auf, sich an dem mit 100.000 Euro dotierten<br />
                  <a href="http://www.bmi.bund.de/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundeswettbewerb</a> &#8220;eCommunity&#8221; zu beteiligen. Aus 62 eingegangenen Konzepten für mehr Bürgerbeteiligung via Internet hat die Experten-Jury die drei besten ausgewählt.</p>
<p>Münster konnte sich bei der hochrangigen Jury mit dem Bürgernetz klar gegen Parchim und Schwerin durchsetzen. Vollkommen überrascht seien die Mitarbeiter des Bundesministeriums des Innern (BMI) vom großen Echo gewesen, das der Wettbewerb hervorgerufen hatte, verriet Staatssekretär Göttrik Wewer. &#8220;Insgesamt mehr als zwölf Millionen Bürgerinnen und Bürger leben in den 62 Kommunen, die sich mit Konzepten beteiligt haben.&#8221; Parteinahme zugunsten ostdeutscher Bewerber wollte Christa Maar, Präsidentin der Burda-Akademie zum dritten Jahrtausend, nicht gelten lassen: &#8220;Bei den alten Bundesländern wurden die meisten Web-Auftritte schon Mitte der Neunziger konzipiert. Die haben nicht mehr so hohen Nachholbedarf. Die große Kreativität aus den neuen Bundesländern liegt wohl an der Neuheit des Webs.&#8221;</p>
<p>
                  <strong>Demokratische Beteiligung vor Ort<br />
                  <br /></strong>Das Ziel für den Wettbewerb war klar umrissen. eCommunity steht für die demokratische Beteiligung vor Ort. Die eingereichten Konzepte mussten zuallererst dem Bürger via Internet die Teilhabe an kommunalpolitischen Prozessen ermöglichen. &#8220;Das Internet&#8221;, so Christa Maar, &#8220;bietet im Gegensatz zu anderen Medien die Möglichkeit, die Menschen direkt anzusprechen und sie tatsächlich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen.&#8221; Über das Hauptkriterium demokratischer Teilhabe einigte sich die Jury auf zusätzliche Bewertungsansätze. So musste den Konzepten ein konkretes Ziel und ein realistischer Zeitrahmen nebst Finanzierungsplan zugrunde liegen. Wichtig nahmen die Juroren die Frage der Zielführung mittels vorgesehener Beteiligungswerkzeuge, wie etwa Chats, Foren, Abstimmungen oder Beschwerdenmanagement; und auch, inwieweit die aktive bürgerliche Beteiligung an kommunalen Entscheidungsprozessen in den Konzepten verankert wurde. &#8220;Leere&#8221; Dienste, die bloß passive Transparenz in Entscheidungsprozesse bringen, wurden somit rasch entlarvt. Den letzten Ausschlag gab schließlich die Nachhaltigkeit der Idee und ihre Übertragbarkeit auf andere Kommunen.</p>
<p>
                  <strong>Revolution in der kommunalen Freiwilligenarbeit<br />
                  <br /></strong>Satte 50.000 Euro Preisgeld konnten die Sieger aus Münster einstreichen. Mit dieser Anschubfinanzierung sollte der Realisierung ihres ehrgeizigen Projekts nichts mehr im Weg stehen. Ihr wegweisendes &#8220;Bürgernetz&#8221;-Konzept hat die Jury von Beginn an für sich eingenommen. Und das zurecht. Die Idee der kreativen Westfalen: ein Bürgerportal für ehrenamtliches Engagement in Form einer Freiwilligenagentur im Internet. Hier sollen Informationen und Angebote zu freiwilliger Bürgerarbeit zusammenfließen. Die Bürger können dann auf dieser Online-Börse Ehrenämter anbieten bzw. nachfragen. Schon jetzt zeichnet sich das<br />
                  <a href="http://publikom.muenster.de/buergernetz/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgernetz</a> durch ein riesiges Serviceangebot mit einfacher Navigation aus. Finanzamt-Online, Angebote für Frauen, Kinderbetreuung, Behinderte, wie auch Bringdienste runden den gelungenen Web-Auftritt der Viertelmillionenstadt ab.</p>
<p>
                  <strong>Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung zählt</strong><br />
                  <strong><br />
                    <br />
                  </strong>BMI-Staatssekretär Göttrik Wewer: &#8220;Die meisten der eingereichten Konzepte zielen auf die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an demokratischen Prozessen. Wohlgemerkt an Prozessen, nicht nur an der finalen Entscheidung.&#8221; Diese Entscheidung durch gewählte Repräsentanten stelle zwar ein zentrales Element der Demokratie dar, &#8220;aber Demokratie beginnt früher, nämlich bereits bei der entscheidungsvorbereitenden Kommunikation.&#8221;<br />
                  <br />Eine ungewöhnliche Entwicklung zeigt ein Blick auf die Statistik der Wettbewerber. 20 Konzepte stammen aus Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern, weitere 16 aus Städten mit weniger als einer viertelmillion Bürgern. Nur vier Städte mit mehr als 250.000 (Hamburg, Köln, Düsseldorf, Magdeburg) beteiligten sich am eCommunity Award. Akzeptanz, Engagement und die Innovationsfreude in kleineren Kommunen lassen hier einen erfreulichen Trend in Sachen interaktiver Bürgerbeteiligung erkennen. Jurymitglied Christoph Dowe, Geschäftsführer von politik-digital.de: &#8220;Vor allem die Nachhaltigkeit der zu beurteilenden Konzepte war uns wichtig. So hoffen wir, gerade mit der Auszeichnung des Münsteraner Bürgernetzes ein Zeichen gesetzt zu haben, ein mehr an Bürgerbeteiligung in den einzelnen Kommunen zu wagen. Der Erfolg solcher Konzepte wird erst durch die aktive Teilnahme der Bürger messbar. Demzufolge stehen die Gemeinden auch in der Pflicht, ihre Serviceangebote kontinuierlich zu kommunizieren und zu modifizieren.&#8221;</p>
<p>
                  <strong>Partizipationsmanagement: Mitsprache bei der Stadtentwicklung<br />
                  <br /></strong>Und so empfahl sich für den zweiten Platz samt 30.000 Euro Preisgeld Parchim mit seinem Konzept zum &#8220;Partizipationsmanagement&#8221;. Die 20.000-Seelen-Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern setzt auf Konsens im Ratschlagverfahren. Parchims Bürger sollen künftig aktiv an der innerstädtischen Entwicklung beteiligt werden. Politik, Wirtschaft und Bürger wollen hier gemeinsam ein tragfähiges Konzept zur Entwicklung der Innenstadt als Einkaufs- und Erlebnisstadt erarbeiten. Pluspunkt: Der avisierte Abstimmungsprozess sieht eine echte Beteiligung der Bürger an den zu treffenden kommunalpolitischen Entscheidungen vor. Christa Maar: &#8220;Das Projekt kombiniert beispielhaft unterschiedliche Beteiligungsverfahren: ein schwedisches Ratschlagverfahren, die Zukunftswerkstatt von Robert Jungk und das versammlungstechnische Verfahren Open Space aus den USA.&#8221; Gerade dem nachlassenden Interesse der Bürger an städtischer Entwicklung zollt dieses Projekt Tribut. Das Pilotprojekt muss seine Funktionsfähigkeit allerdings erst noch unter Beweis stellen.</p>
<p>
                  <strong>Die &#8220;aktivierende Kommune&#8221;<br />
                  <br /></strong>Der Jugendserver Schwerin landete auf dem dritten Platz mit seiner Idee eines offenen Netzwerks. Die geplante Internetplattform soll Eigeninitiative fördern, Ratsuchenden helfen und Kontakte vermitteln. Die Macher verstehen Schwerin als &#8220;aktivierende Kommune&#8221; und stellen notwendige Module zur Verfügung. Die Verantwortung für die Updates sind getrennt. Sie liegt für alles, was mit News, Reportagen, Partytipps etc. bei den Jugendlichen selbst. Daneben werden Informationen von den zuständigen Institutionen eingestellt. Ein Prinzip, das ein Umdenken in Politikgestaltung und -vermittlung und eine Öffnung für die Erfordernisse und Chancen neuer Medien voraussetzt.</p>
<p>Außerdem haben die Juroren einen Sonderpreis über 5.000 Euro an Zossen verliehen. Der brandenburgische 6.800-Einwohner-Ort tritt damit ins kommunale Internetzeitalter ein. Die Jury war mit dem Antragsteller einer Meinung, dass allein die Art und Weise, wie diese Gemeinde ihren Internet-Auftritt plant, &#8220;ein Ausdruck erlebter Demokratie ist. Zur Vorbereitung der Website&#8221;, so Christa Maar, &#8220;arbeiten Jugendliche und Erwachsene ehrenamtlich in einer Projektgruppe, um die Interessen möglichst vieler Bürger und Gruppen im Zossen.net zu berücksichtigen. Mir persönlich gefällt am besten, dass im besonderen Maße auch an die Zukunftsperspektive der Jugend und das Vernetzen von Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Bildung gedacht wurde.&#8221;</p>
<p>
                  <strong>eCommunity muss reizvoller werden<br />
                  <br /></strong>Damit die eCommunity tatsächlich einen demokratischen Mehrwert &#8220;erwirtschaften&#8221; kann, müssen sich die Bürger natürlich beteiligen, Services nutzen und Mitsprache kontinuierlich einfordern. Demokratie muss mit der Zeit gehen, um lebendig zu bleiben. IT und Internet erlauben völlig neue Beteiligungformen. Staatssekretär Wewer: &#8220;Sie erleichtern es vielen Bürgern, für die eine Parteimitgliedschaft oder Verbandszugehörigkeit nicht attraktiv ist, am politischen Leben teilzunehmen.&#8221; Gerade weil Deutschland im europäischen Vergleich noch eher zu den<br />
                  <a href="/egovernment/studien/eu3.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nachzüglern</a> im eGovernment gehört, erwächst daraus auch eine Chance. Aus ernüchternden<br />
                  <a href="/egovernment/studien/britonline.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erfahrungen</a> in Großbritannien über die Nutzung des eGovernment könnte man lernen In Großbritannien wurde zum einen das mangelhafte Online-Angebot der Websites angeprangert. Zudem erreichte das Angebot die Bürger noch nicht<br />
                  <br />.<br />
                  <br />In der eCommunity müssen daher Anreize zur Nutzung geschaffen und das Online-Serviceangebot verlässlich ausgebaut werden. Viele Studien bestätigen zwar, dass sich die Bürger gerne Informationen aus dem Netz beschaffen, den Schritt zum eService machen dann allerdings nur wenige. Kommunen garantieren Demokratie von unten und wie die Beteiligung am Wettbewerb zeigte, stehen die Städte und Gemeinden zu dieser Verantwortung. Projekte, wie der „eCommunity award“ des BMI können erst der Anfang sein. Gerade von der obersten Verwaltungsebene müssen die Impulse zu mehr Nutzen und größerer Akzeptanz im eGovernment ausgehen. Der Fortschritt der Demokratie hängt schließlich auch von der Verbreiterung ihrer Rezeption ab.<br />
                  </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 13.2.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vom Forum auf die Anklagebank</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cberghahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Sarkasmus]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Aufregung sorgte der Fall Holger Voss. Der Telepolisleser, der wegen einer sarkastisch gemeinten, aber als strafbar ausgelegten Äußerung im Forum vor dem Amtsgericht Münster erscheinen musste, wurde freigesprochen. Ende gut alles gut?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für Aufregung sorgte der Fall Holger Voss. Der Telepolisleser, der wegen einer sarkastisch gemeinten, aber als strafbar ausgelegten Äußerung im Forum vor dem Amtsgericht Münster erscheinen musste, wurde freigesprochen. Ende gut alles gut?<!--break--></p>
<p>Am 8. Januar musste sich der Münsteraner Holger Voss für seine sarkastisch gemeinte Äußerung im<br />
                    <a href="http://www.heise.de/tp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telepolis-Forum</a>, dem<br />
                    <a href="http://www.heise.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">heise-online</a> Forum, vor dem Amtsgericht Münster verantworten. Ausgangspunkt von all dem ist ein im Juni 2002 erschienender<br />
                    <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/12758/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel</a> von Harald Neuber bei Telepolis über das ungeklärte Massaker in Masar-i-Scharif .</p>
<p>Im Forum<br />
                    <a href="http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&amp;msg_id=1911553&amp;forum_id=30631" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kommentierte</a> der anonyme Teilnehmer „Engine_of_Aggression&#8221;, dass es die Richtigen getroffen habe: &#8220;Warum sollen Massaker immer nur an den Guten angerichtet werden und der Bodycount des Abschaums kommt unterm Strich besser weg!&#8221; Daraufhin<br />
                    <a href="http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&amp;msg_id=1916234&amp;forum_id=30631" target="_blank" rel="noopener noreferrer">postete</a> Holger Voss, der ohne Pseudonym agierte, eine heftige, aber sarkastische Antwort auf diesen Kommentar, um, wie er bei<br />
                    <a href="http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&amp;msg_id=2784442&amp;forum_id=37160" target="_blank" rel="noopener noreferrer">heise-online</a> erklärt, „die menschenverachtende Gewaltverherrlichung seiner Äußerungen deutlich zu machen“. Daraufhin wurde er anonym bei der Staatsanwalt Hannover angezeigt. Diese verlangte vom heise-online die Herausgabe der IP-Adresse des Nutzers. Und die führte zu<br />
                    <a href="http://www.t-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">T-Online</a>. Dort hatte man praktischerweise noch die Verbindungsdaten des Kunden Voss gespeichert, aus denen sich die Netz-Nutzung rekonstruieren ließ. Wegen Billigung eines (Massen-) Mordes wurde er per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 1.500 Euro verurteilt. Er reichte Einspruch ein und musste sich nun vor dem Verwaltungsgericht Münster verantworten. Hier verlas er eine siebenseitigen Erklärung in deren Zuge sich herausstellte, dass der Staatsanwalt keine genaue Kenntnis davon hatte, wer im Forum was gesagt hat. Voss konnte glaubhaft darlegen, dass seine Aussage keine Billigung des Anschlages vom 11. September 2001 war, sondern eine sarkastische Reaktion auf das Posting vom weiterhin anonymem „Engine_of_Aggression“. Daraufhin wurde er, mit ausdrücklicher Zustimmung der Staatsanwaltschaft, freigesprochen.</p>
<p>Dieser Fall wirft einige grundsätzliche Fragen bezüglich der Umfangsformen im Netz, zum Verhalten der Justiz und zum Datenschutzverhalten von T-Online auf.<br />
                    </p>
<p>
                    <strong>Netiquette und ihre Probleme</strong><br />
                    <br />Foren gibt es im Internet zu allerlei Themen. Die Besucher dieser Foren können sich in jeglicher Weise zu den dargebotenen Themen äußern. Diese Äußerungen werden erst dann bedenklich, wenn Gesetze verletzt werden. Äußerungen, die beleidigend, volksverhetzend oder Verbrechen billigend sind, können nach dem<br />
                    <a href="http://www.bib.uni-mannheim.de/bib/jura/gesetze/stgb-bt2.shtml#BELEIDIGUNG" target="_blank" rel="noopener noreferrer">§185 StGB</a> geahndet werden.<br />
                    <br />Doch jedes Forum ist anders, sprich: es herrscht ein meist zum Thema passender Ton vor.<br />
                    <br />Vergleichbar ist ein Forum mit einer Diskussion, die zu einem lautstarken, hier dann eher durch derbe Vokabeln geprägten, Streitgespräch ausufern kann. Ein Teilnehmer reagiert auf den anderen, Störenfriede werden von der Community des Forums oft gleich ignoriert. Wie bei einer öffentlichen Diskussion kann man dort eigentlich nicht sagen, dass z.B. Politiker XY ein „Schwein“ sei. Schwierig ist es für Gesetzesvertreter, sich in die „Geflogenheiten“ der Foren hineinzudenken.<br />
                    <br />Gerade bei Ironie und Sarkasmus, im Internet weder durch den Tonfall noch durch die Mimik der Teilnehmer zu erkennen, ist das ein Problem. Nach Regeln der<br />
                    <a href="http://www.chemie.fu-berlin.de/outerspace/netnews/netiquette.html#neti-09" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netiquette</a> sollten ironische Beiträge mit sogenannten Icons gekennzeichnet werden. So ist es für Einsteiger klar, was wer wie meint. Holger Voss hatte seinen Beitrag wörtlich als Sarkasmus gekennzeichnet. Davon hat die Staatsanwaltschaft allerdings nichts gewusst. Und da sie denn Gesamtbeitrag augenscheinlich nicht kannte, konnte sie das Posting von dem Angeklagten auch nicht zuordnen. Wenn von vorneherein der Gesamtkontext klargewesen wäre, hätte das Verfahren auch nicht stattfinden müssen.<br />
                    </p>
<p>
                    <strong>Verhalten der Justiz &#8211; eine Gratwanderung</strong><br />
                    <br />Im Internet gelten dieselben Gesetze wie im ’wahren Leben’. Wenn ein User einen anderen oder einen Dritten beleidigt oder üble Nachrede verbreitet, kann er angezeigt werden. Dergleichen kann ein Forumsbesitzer für die Postings der Teilnehmer verantwortlich gemacht werden. Er sollte deshalb die Foren<br />
                    <a href="http://www.heise.de/newsticker/data/jk-20.06.02-003/default.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">regelmäßig</a> kontrollieren. Dazu kann er von den ermittelnden Behörden gezwungen werden, die Verbindungsadressen der Besucher herauszugeben, wenn der Verdacht einer Straftat besteht. Deshalb hat heise-online die Daten von Voss weitergeleitet.<br />
                    <br />Schwierig wird es nun für Richter und Staatsanwälte, die Postings der Foren zu deuten. Im oben genannten Fall hatte laut heise-online die Richterin die<br />
                    <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/13919/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Befürchtung</a>, dass viele unbeteiligte Leser sich nicht die Mühe machen würden, den Beitrag komplett bis zum Ende zu lesen, so dass ein bedingter Vorsatz &#8211; nämlich die Billigung eines solchen Missverständnisses &#8211; noch weiter in Frage käme.<br />
                    <br />Für die Justiz ist es eine Gratwanderung zwischen Internet Gepflogenheiten und Gesetzen izu entscheiden, wo die Straftat anfängt und wo die Meinungsfreiheit endet?<br />
                    </p>
<p>
                    <strong>Datenschutz, wo bist Du?</strong><br />
                    <br />Dazu kommt noch der Datenschutzaspekt. Heise online musste die Daten von Voss auf Druck der Staatsanwaltschaft Hannover weitergeben. Das war soweit legal. Diese Daten verwiesen auf T-Online. Dort hatte man noch die Verbindungsdaten gespeichert, aus denen die ermittelnden Behörden die Netz-Nutzung nachvollziehen konnten.<br />
                    <br />Allerdings erlaubt das<br />
                    <a href="http://www.netlaw.de/gesetze/tddsg.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teledienstedatenschutzgesetz</a> (TDDSG) die Speicherung der Daten nur zu Abrechnungszwecken. Holger Voss war allerdings DSL-Flatrate-Kunde und zahlt pauschal. Wieso T-Online die Daten trotzdem speicherte, versuchte der Kundensprecher von T-Online, Michael Schlechtriem, gegenüber<br />
                    <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,229610,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel-Online</a> mit dem Hinweis zu erklären, dass die Speicherung auf „Anlehnung“ an das TDDSG geschehe. Heiß diskutiert wird, ob T-Online gegen des Gesetz verstößt.</p>
<p>Der Fall Holger Voss ist somit symptomatisch für den unsicheren Umgang von staatlicher Seite mit dem Internet. Datenschutzverstöße werden nicht geahndet, Foren und ihre Kommentare nicht verstanden und mit den Netzgeflogenheiten kennt man sich nur unzureichend aus.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 9.01.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      
                    </p>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bürgernetz Münster</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/buergernetz_muenster-610/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mkunze]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1997 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtportal]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgernetz]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
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		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Münster]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Martin Kunze und Ulrich Kathöfer beschreiben
den digitalen Service der historischen Stadt</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Martin Kunze und Ulrich Kathöfer beschreiben<br />
den digitalen Service der historischen Stadt</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Das Bürgernetz Münster wurde auf<br />
dem Colloquium buerger@internet.hh nicht im Vortrag, sondern »zum<br />
Anfassen« dargestellt. Das Foyer war zum Internetcafe umgebaut worden<br />
und bot die Möglichkeit, die vielfältigen Facetten des publikom &#8211;<br />
Stadtnetz für Münster selbst in Augenschein zu nehmen. Als Ergänzung<br />
soll der folgende Text dienen. Vielleicht kann das »Modell Münster« ein<br />
Vorbild für ein Hamburger Bürgernetz und für andere Bürgernetze sein.<br />
Aber sicher sind auch ganz andere Entstehungsgeschichten und Beteiligte<br />
denkbar. Das Projekt <medi@netz> stellt zumindest auch einen recht vielversprechenden Ansatz dar.<br />
</medi@netz></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Münster entstand schon 1995<br />
die Initiative, ein Bürgernetz aufzubauen. Vorgestellt werden soll hier<br />
zum einen die »Geschichte«, soweit man in diesem Zeitrahmen überhaupt<br />
davon sprechen darf, zum anderen soll das publikom &#8211; Stadtnetz für<br />
Münster, und dabei insbesondere die Bürgernetz-Ideen, die dort<br />
eingegangen sind, dargestellt werden. Ein kurzer Blick auf weitere<br />
Aktivitäten des büne e.V. bildet den Abschluß. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Geschichte des Bürgernetzes/Stadtnetzes:</b><br />
Ein paar Faktoren in Münster waren für die Bürgernetz-Entwicklung<br />
sicher förderlich, ein paar eher hindernd. Sicherlich haben aber die<br />
typischen Eigenschaften der Stadt die Entstehung und Entwicklung des<br />
publikom geprägt. Einige Stichworte zur Stadt Münster:<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li>    etwa 280.000 Einwohner </li>
<li>    Universitätsstadt mit mehr als 50.000 Studenten </li>
<li>    »Schreibtisch Westfalens« (fast nur Verwaltung,    kaum Industrie)</li>
<li>    Bischofsstadt </li>
<li>    zwei konservative Tageszeitungen </li>
<li>    aber: rot-grüne Mehrheit im Rat </li>
<p></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bereits Anfang 1995 gab es die ersten Aktivitäten zur Errichtung eines Bürgernetzes / Stadtinformationssystems:<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li>Gründung des Verein Bürgernetz-büne e.V. </li>
<li>Ratsantrag »D.O.M.« (SPD &#8211; Grüne) </li>
<li>Ratsantrag »Telematik und Multimedia« (CDU) </li>
<li>Multimedia-Tage 1995 </li>
<li>Gründung der Initiative Multimedia Münsterland </li>
<li>Gründung des Initiativkreis Telekommunikation (i-tek)</li>
<p></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Am Anfang stand die Idee eines<br />
Bürgernetzes, wie es bereits in vielen Städten existierte (USA: local<br />
civic network). Die Initiative ging zum einen von engagierten Bürgern,<br />
meist Studenten, aus, die die Möglichkeiten des Internet an der<br />
Universität kennengelernt hatten. Das Bürgernetz sollte diese<br />
Möglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger verfügbar machen.<br />
Gleichzeitig wurde bei den Grünen über ein städtisches<br />
Informationssystem gesprochen. Daraus wurde der Ratsantrag (und<br />
-be-schluß) »für eine digitale offene Stadt Münster« ungeschickterweise<br />
»D.O.M.« abgekürzt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Multimedia-Tage im Oktober<br />
1995, eine Veranstaltung der Universität und der Halle Münsterland,<br />
brachte alle zusammen, die am Aufbau eines Stadtnetzes interessiert<br />
waren: Stadt, Uni, Provider, Bürger &#8230; </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es bildete sich eine Initiative<br />
»Multimedia Münsterland«, in der alle Beteiligten übereinkamen, wie ein<br />
Stadtnetz (unter Beteiligung des Umlandes) aussehen sollte und welche<br />
Möglichkeiten die Bürger haben sollten.<br />
Die Ideen, die hier zusammengetragen wurden und umgesetzt werden<br />
sollten, waren die, die der büne e.V. schon vorher formuliert hatte:<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li>    Vernetzung der Bürger durch neue Kommunikationsmedien</li>
<li>technische Unterstützung, Schulung, Abbau von Schwellen(-ängsten) mit den Zielsetzungen</li>
<li>Stärkung der Gemeinschaft </li>
<li>Förderung der Medienkompetenz </li>
<li>Demokratisierung </li>
<li>Stärkung der Wirtschaft</li>
<p></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Realisierung begann Anfang<br />
1996, als sich das Projekt Citykom der Stadtwerke Münster, die neu<br />
gegründete Online-Agentur agenda media und der büne e.V.<br />
zusammensetzten, um ein Stadtinformationssystem mit kommerziellen und<br />
nichtkommerziellen Inhalten aufzubauen, das sich durch kommerzielle<br />
Angebote, Werbung und die Vermarktung von Internetzugängen finanzieren<br />
sollte. Den Stadtwerken fiel dabei insbesondere die Finanzierung zu,<br />
agenda media brachte journalistische Kompetenz ein. Der büne e.V.<br />
brachte die Ideen und Sachkompetenz ein (und auch viel Arbeitseifer).<br />
Nach zwei Monaten stand »www.muenster.de«. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das publikom &#8211; Stadtnetz für Münster:</b><br />
Das System bekam den Namen »das publikom &#8211; Stadtnetz für Münster« und<br />
besteht aus kommerziellen Inhalten, nichtkommerziellen Inhalten (im<br />
Bürgernetz oder auf privaten Homepages) und Informationen der Stadt.<br />
Darüber liegt ein Verzeichnissystem, in dem alle Informationen nach<br />
Themengebieten eingeordnet sind. Eine Volltextsuche ist ebenfalls<br />
verfügbar, dazu kommen weitere Dienste, insbesondere interaktive wie<br />
Kleinanzeigen, Diskussionsforen, Chat, Veranstaltungskalender etc. Die<br />
Interaktivität, also die Möglichkeit für den Bürger, nicht nur<br />
Informationen abzurufen, sondern auch selber mitzugestalten, ist eines<br />
der wichtigsten Charakteristika des Münsterschen Stadtnetzes. Dies<br />
geschieht durch Selbstdarstellung im Bürgernetz, aber insbesondere auch<br />
durch die Möglichkeit zu Diskussionen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neben dem Informationssystem<br />
selbst steht das publikom auch für den Netzzugang über eigene Computer.<br />
Dabei ist der Zugriff auf Informationen aus Münster (nicht nur aus der<br />
Domäne muenster.de, sondern auf alles, was Bezug zu Münster hat) wie<br />
auch eine E-Mail-Kennung (die Möglichkeit, eine Homepage anzulegen) und<br />
der Zugriff auf die Netnews kostenlos. Für 25 DM pro Monat gibt es<br />
einen vollen Internetzugang. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bürger ohne Computer können das<br />
System über öffentliche Terminals benutzen. Zur Zeit gibt es (neben<br />
kommerziellen öffentlichen Internetzugängen und Computern in den<br />
Hochschulen) vier Zugänge, die aber bald deutlich erweitert werden<br />
sollen. Die Hauptaufgabe der Stadtnetzterminals ist das Bekanntmachen<br />
des publikom in der Bevölkerung und damit verbunden die (Einstiegs-)<br />
Nutzung des publikom ohne technische Hürden. Über den kostenlosen<br />
Zugang zum publikom hinaus bieten die Terminals direkten Zugriff auf<br />
Funktionen, die einen Bezug zum Aufstellungsort haben. So kann der<br />
Nutzer der Stadtbücherei am dortigen Terminal zum Beispiel in der<br />
Wissen der Bibliothek nach Titeln und deren Verfügbarkeit<br />
recherchieren. Natürlich steht ihm diese Funktionalität auch vom<br />
heimischen Computer aus zur Verfügung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das publikom wurde und wird<br />
ständig weiterentwickelt, im Jahre 1997 stieg insbesondere die Stadt<br />
selbst stärker in das Angebot ein. Seitdem werden die gemeinsamen<br />
Seiten von einer Redaktion betreut, die sich aus Vertretern der Stadt,<br />
der Citykom und des büne zusammensetzt. Seit Mitte 1997 basiert das<br />
Verteilsystem auf einer Wissen, auch optisch wurde das publikom<br />
aufgewertet und durch neue Dienste ergänzt.<br />
Für die Zukunft ist eine noch weitere Ausweitung der Informationen und<br />
Dienste geplant, insbesondere sollen die Diskussionsforen belebt<br />
werden. Durch eine Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit und durch<br />
Schulungen sollen mehr Bürgerinnen und Bürger an das System<br />
herangeführt werden. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Verein Bürgernetz und seine Aktivitäten:</b><br />
Der Verein besteht aus etwa 50 Mitgliedern, die größtenteils aus dem<br />
universitären Umfeld kommen. Neben der oben beschriebenen maßgeblichen<br />
Mitwirkung beim Aufbau des Stadtnetzes und Beteiligung an der<br />
redaktionellen Arbeit ist der büne insbesondere damit beschäftigt, das<br />
»Bürgernetz im engeren Sinne«, also die Homepages der<br />
nichtkommerziellen Gruppen auf dem eigenen Server www.muenster.org. zu<br />
betreuen. Dies umfaßt neben der Technik insbesondere die Beratung der<br />
Bürgergruppen. Seit Mitte 1997 betreibt der Verein dazu ein eigenes<br />
Büro, das täglich von 14 bis 18 Uhr besetzt ist. Für diese Tätigkeit<br />
stellt die Stadt Münster einen Betrag von 80.000 DM pro Jahr zur<br />
Verfügung. Im Bürgernetz sind mittlerweile fast 300 Gruppen vertreten,<br />
bei stetig steigender Tendenz.<br />
Neben der Beratung in Internet- und Stadtnetz-Fragen ist die Schulung<br />
eine zentrale Aufgabe des Vereins. Schulungen zur Internet-Einführung,<br />
Homepage-Gestaltung und inzwischen auch Angebote für spezielle<br />
Zielgruppen werden zusammen mit verschiedenen Bildungsträgern<br />
durchgeführt. Der büne sieht sich auch als politische Vertretung der<br />
Bürger im Bereich Neue Medien. Durch Mitwirkung im D.O.M.-Beirat und<br />
anderen Gremien, aber auch durch Kontakte zu Parteien und anderen<br />
Interessengruppen soll die Bürgernetz-Idee vorangetrieben werden.<br />
Die Öffentlichkeitsarbeit ist bisher oft ein wenig zu kurz gekommen;<br />
diese soll in Zukunft deutlich ausgeweitet werden. Zum<br />
Erfahrungsaustausch werden Kontakte zu anderen Bürgernetzgruppen<br />
gepflegt, in Vorträgen wird das Bürgernetz Münster in ganz Deutschland<br />
vorgestellt. In Gründung ist der »Verband freier Bürgernetze«, der<br />
übergreifende Projekte (z. B. eine PGP-Schlüssel-Zertifizierung) und<br />
eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit ermöglichen soll.</span></p>
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		<title>Digitaler Spargel</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Fast alle Städte sind im Netz, aber längst nicht alle Angebote sind gleich gut. Aufmachung und Service
der virtuellen Rathäuser divergieren sogar oft erheblich. Dabei sagt die Größe einer Stadt noch nichts über die
Professionalität der Seite aus. Auf der digitalen Landkarte haben wir einige Favoriten angesteuert, die besonders
überzeugen:</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Fast alle Städte sind im Netz, aber längst nicht alle Angebote sind gleich gut. Aufmachung und Service<br />
der virtuellen Rathäuser divergieren sogar oft erheblich. Dabei sagt die Größe einer Stadt noch nichts über die<br />
Professionalität der Seite aus. Auf der digitalen Landkarte haben wir einige Favoriten angesteuert, die besonders<br />
überzeugen:</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fahrt beginnt in <a href="http://www.mannheim.de/">Mannheim</a>. Die Seite ist angenehm übersichtlich<br />
und bietet neben dem gängigen Mix aus Tourismus, Wirtschaft und Lokalnachrichten auch Extras wie die aktuelle<br />
<a href="http://www.mannheim.de/verkehr/index.html">Verkehrslage</a> zur Ferienzeit. Eine<br />
Mannheimer Besonderheit ist das <a href="http://ice.mannheim.de/">virtuelle Bürgerforum</a>, in dem<br />
gegenwärtig Pläne der Bahn diskutiert werden, Mannheim als ICE-Bahnhof stillzulegen. Besonders fit ist die<br />
Universitätsstadt in <a href="http://www.mannheim.de/internetrathaus/index.html">virtuellen Verwaltungsdingen</a>:<br />
Ausweisangelegenheiten, KFZ-Kennzeichenreservierung und sogar Ausleihverlängerungen bei der Stadtbibliothek<br />
sind online möglich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Weiter geht&#8217;s Richtung Nord-Westen, dort wartet im flachen <a href="http://www.muenster.de/">Münster</a>land ein erster Web-Höhepunkt.<br />
Die Münsteraner haben sich etwas ausgedacht, das nicht nur Einheimische und Touristen auf die Seite lockt: der<br />
von Lesern geschriebene <a href="http://www.muenster.de/">Fortsetzungsroman</a> hat eine über Deutschland<br />
verstreute Fangemeinde. Außergewöhnlich in der city-web Landschaft ist auch die Möglichkeit, den Standesamttermin<br />
online zu reservieren und die Trauung per Webcam übertragen zu lassen. Neben der Internet-Hochzeit und der<br />
Geschichte um die Studentin Ruth bietet die Site natürlich auch alle anderen Standards.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.bremen.de/">Hansestadt Bremen</a> hat gemeinsam mit Bremerhaven ein visuell<br />
ansprechendes Webangebot konzipiert, bei dem allerdings die Informationsbeschaffung ein wenig Surfen erfordert.<br />
Die Suche wird aber mit einem ausgereiften Formularangebot belohnt, zu dem auch <a href="http://www.bremen.de/themen.html"><br />
elektronische Steuererklärungen</a> gehören.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die nächste Etappe führt in den hohen Norden nach <a href="http://www.hamburg.de/">Hamburg</a>. Die Hafenstadt wird<br />
ihrem internationalen Anspruch mit Informationen in <a href="http://dibis.dufa.de/">10 Sprachen</a> gerecht.<br />
Dazu gesellen sich zahlreiche Links mit <a href="http://www.hamburg.de/StadtPol/botschaft/welcome.htm">Reiseinformationen</a>,<br />
Auskünfte zu den Konsulaten sowie eine eigene Rubrik <a href="http://www.hamburg.de/Behoerden/Auslaenderbeauftragter/welcome.htm">der Ausländerbehörde</a>.<br />
Downloads der <a href="http://www.hamburg.de/Dibis/form/">gängigen Formulare</a> runden das Angebot ab.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nicht nur größere und große Städte können anspruchsvollen Service im Netz bieten. Ein Schwenk von Hamburg<br />
nach Osten tief ins Brandenburgische zeigt, dass auch im Märkischen Sand ambitionierte Online-Verwaltung<br />
möglich ist. Die <a href="http://www.beelitz.de/">Spargelstadt Beelitz</a> vor den Toren Berlins<br />
zählt zwar nur rund 11.000 Einwohner, kann aber mit einem ansehnlichen Webangebot aufwarten. Auch wenn der<br />
Gang zum Amt in Beelitz nicht ganz so weit sein dürfte, können die Bürger sich zu Hause alle notwendigen<br />
<a href="http://www.potsdam-mittelmark.de/beelitz/index.html">Formulare</a> herunterladen. Die Spanne reicht<br />
von Abfallentsorgung bis Impfempfehlungen. Für Umzüge halten die Beelitzer unter der Rubrik &quot;Verwaltung/Service&quot;<br />
eine eigene Serviceseite bereit, die alle notwendigen Schritte und Termine auflistet. Auch hier finden sich gleich die<br />
passenden Formulare und eine Hilfe beim Ausfüllen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zur Spargelzeit lohnt allerdings auch ein ganz realer Ausflug nach Beelitz &#8230;<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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