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	<title>Netiquette &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Netiquette &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Wir wählen das netzpolitische Wort des Jahres 2012!</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2012 15:42:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat es getan. Wir tun es auch. Nur ein wenig anders, deutlich digitaler und viel [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Originalbild-von-limbte-via-FlickR.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-125410" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Originalbild-von-limbte-via-FlickR-630x419.jpg" width="630" height="419" /></a><br />
Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat es getan. Wir tun es auch. Nur ein wenig anders, deutlich digitaler und viel partizipativer: politik-digital.de wählt das netzpolitische Wort des Jahres 2012. Auf der Suche nach geeigneten Worten haben wir in den vergangenen Tagen in der Redaktion gegrübelt, uns die Haare gerauft, heiß diskutiert und uns schließlich die Meinung einiger Kollegen eingeholt. Am Ende konnten wir fünf Begriffe identifizieren, die wir prägend für das Jahr 2012 halten. Fünf Paten stellen ihren Wort-Kandidaten in kurzen Plädoyers vor. Und nachdem Sie, liebe Leserinnen und Leser, abgestimmt haben, werden wir das Gewinnerwort Anfang 2013 offiziell küren.</p>
<p>Welcher Begriff wird das netzpolitische Wort des Jahres 2012? Wählen Sie ihren Liebling und stimmen Sie bis <span style="text-decoration: underline">7. Januar 2013</span> ab!</p>
<h3>Dr. Leonard Novy: <span style="text-decoration: underline">Microtargeting</span> wird auch 2013 eine Rolle spielen</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wir-waehlen-das-netzpolitische-wort-des-jahres-2012/leonard_novy_300x300/" rel="attachment wp-att-125380"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-125380" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/leonard_novy_300x300.jpg" width="300" height="300" /></a>Das netzpolitische Wort des Jahres ist scheinbar keines. Die diesjährige US-Wahl, in Folge derer &#8220;Microtargeting&#8221; plötzlich zum Lieblingsthema von Politikjunkies auf beiden Seiten des Atlantiks avancierte, jedenfalls war weniger von spektakulären Innovationen im Netz geprägt. Entscheidend war, was hinter den Kulissen lief: eine perfekt geplante Wählermobilisierung durch die Obama-Kampagne, die ihre beispiellose Effizienz letztlich auch der Nutzung des Netzes verdankte. Bildung, Beruf, Einkommen, Hobbies, Konsumverhalten – Unmengen von Daten wurden gesammelt und ausgewertet, um potentielle Wähler insbesondere in den Swing States direkt und mit personalisierten Botschaften anzusprechen – online wie offline. Obwohl die Rahmenbedingungen ganz andere sind, wird Microtargeting auch beim Bundestagswahlkampf  2013 eine größere Rolle spielen, geht es doch angesichts zunehmender Volatilität des Wählerverhaltens auch für deutsche Parteien zusehends darum, Unentschiedene für sich zu gewinnen und die eigenen Anhänger zu mobilisieren. Von den dafür erforderlichen Informationen sind auf dem Markt mehr verfügbar, als dem ein oder anderen lieb sein dürfte – Datenschutz hin oder her.</p>
<p><em>Dr. Leonard Novy (Jhrg. 1977) ist Direktor am <a title="Homepage Institut für Medien- und Kommunikationspolitik" href="http://medienpolitik.eu/cms/index.php?idcat=54" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Institut für Medien- und Kommunikationspolitik</a>, Berlin, und Herausgeber des Mehrautorenblogs<a title="Blog &quot;carta.info&quot;" href="http://www.carta.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> carta.info</a>.</em></p>
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<h3>Prof. Dr. Christoph Bieber: <span style="text-decoration: underline">Liquid</span> gleich mehrfach relevant</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wir-waehlen-das-netzpolitische-wort-des-jahres-2012/bieber_christoph_300/" rel="attachment wp-att-125421"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-125421" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/bieber_christoph_300.jpg" width="300" height="291" /></a>&#8220;Liquid&#8221; ist für mich das netzpolitische Wort des Jahres, weil es gleich in drei Perspektiven relevant ist. Als abstraktes Konzept der &#8220;Liquid Democracy&#8221; beschreibt es die Verflüssigung unterschiedlicher demokratietheoretischer Ansätze durch Online-Kommunikation, bei der Elemente aus repräsentativer, direkter und deliberativer Demokratie zusammengeführt werden. In der Software-Lösung &#8220;Liquid Feedback&#8221; steht es für die flexible Rückkopplung innerhalb begrenzter Nutzergruppen, die damit neue Wege zur Entscheidungsvorbereitung und –findung im Praxisversuch testen. Und schließlich beschreibt die Politikwissenschaft damit eine zentrale Eigenschaft des deutschen Parteiensystems. So ist spätestens seit der Wahl 2009 die Rede vom &#8220;liquiden Fünfparteiensystem&#8221;, in dem die Rangfolge der Parteien variabel geworden ist und sich die Parteien ihrer Position nicht mehr sicher sein können. Das Aufkommen der Piratenpartei betont dieses Charaktermerkmal zusätzlich – inzwischen scheinen Sechs-Fraktionen-Parlamente ebenso in Reichweite wie unterschiedliche Konstellationen mit fünf Fraktionen. Dadurch wächst die Unsicherheit der Parteien über ihren parlamentarischen Status und insofern erhält der Begriff der &#8220;Liquidität&#8221; des Parteiensystems eine neue Qualität.</p>
<p><em>Prof. Dr. Christoph Bieber ist Politikwissenschaftler am <a href="http://www.uni-due.de/politik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Institut für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen</a>. Seit Mai 2011 hat er dort die Welker-Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft an der <a href="http://www.nrwschool.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NRW School of Governance </a>übernommen. Er ist seit der Gründung Mitglied im Vorstand von <a href="http://verein.politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pol-di.net e.V.</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Wolf-Christian Ulrich: Früher kamen die Beleidigungen per Post – heute kommt der Tweet. Fröhlich nominiere ich die <span style="text-decoration: underline">Netiquette</span>!</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/fernsehmoderator-wolf-christian-ulrich-alles-aus/am-dienstag-09-08-11-in-berlin-wolf-christian-ulrich/" rel="attachment wp-att-119231"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-119231" alt="Foto Wolf-Christian Ulrich" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Portrait-Wolf-Christian-Ulrich.jpg" width="300" height="300" /></a>Neulich war eine junge Piratin in meiner Sendung zu Gast – die sich für ein wirklich gutes Thema engagiert: Menschen mit Behinderung bessere Möglichkeiten zu geben, an unserer Gesellschaft teilzuhaben. Sie ist gehörlos. Für ihren Auftritt gab es Tweets, in denen sich die Verfasser über ihre Behinderung lustig gemacht hatten. Das war wirklich extrem beknackt.</p>
<p>Wer sich öffentlich äußert, muss mit Beleidigungen leben. Früher kamen die per Post – heute kommt der Tweet. Oder die Kommentare auf YouTube (das sind die schlimmsten). Es tippt sich halt leicht dahin. Das ist schade, weil das Netz eigentlich die Chance bietet für einen besseren Diskurs als auf der Straße, wo man sich gemeinhin wegen der Vorfahrt anschnauzt.</p>
<p>Ich habe das Glück, in diesem Jahr 98% tolle oder freundliche oder witzige Nachrichten in digitaler Form erhalten zuhaben; darunter auch konstruktive Kritik, für die ich dankbar bin. Ich glaube, dass uns das weiterbringt. Deshalb nominiere ich fröhlich und <em>in good spirits</em> die Netiquette zum Onlinewort des Jahres!</p>
<p><em><a title="Homepage Wolf-Christian Ulrich" href="http://wolfchristianulrich.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wolf-Christian Ulrich</a> moderiert den crossmedialen Polit-Talk <a title="Website ZDF Log-In" href="http://blog.zdf.de/zdflogin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDF log in</a>. Auf ZDFinfo präsentiert er darüber hinaus weitere gesellschaftspolitische Formate wie die Reportage-Reihe <a title="Sendung Ulrich protestiert" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1439956/Ulrich-protestiert#/beitrag/video/1439956/Ulrich-protestiert" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ulrich protestiert</a> oder den pop-politischen Talk <a title="Sendung ZDF Verstärker!" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1515246/Verst%C3%A4rker!#/beitrag/video/1515246/Verstaerker!" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verstärker!</a> Er lebt in Berlin.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Matthias Spielkamp: Das <span style="text-decoration: underline">Leistungsschutzrecht</span> ist die Steinkohlesubvention des 21. Jahrhunderts</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wir-waehlen-das-netzpolitische-wort-des-jahres-2012/spielkamp_300/" rel="attachment wp-att-125395"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-125395" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/spielkamp_300.jpg" width="300" height="245" /></a>Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger: Springer will es, Burda will es, der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger und der Verband deutscher Zeitschriftenverleger wollen es auch. Das ist offenbar genug, damit es auch das Kanzleramt will. Nicht einführen wollen es: jeder unabhängige Urheberrechtsjurist dieser Republik, vertreten (wenn man so will) durch 16 der bekanntesten Akademiker unter Führung des Max-Planck-Instituts für Immaterialgüterrecht und die deutsche Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht, der Bundesverband Deutscher Industrie, der Bundesverband Digitale Wirtschaft, der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco), der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) und (mindestens) 20 weitere Verbände, Freischreiber – der Zusammenschluss freier Journalisten und die Gesamtheit dessen, was man hierzulande die Netzgemeinde oder Internet-Community nennt. Ach ja: Das Bundesjustizministerium will es auch nicht. Das darf dort nur niemand offen sagen. Denn es ist ein verkorkster Gesetzesvorschlag, der einer noch verkorksteren Idee entsprungen ist. An ihm wird kein Generationenkonflikt deutlich, wie es mancher behauptet. Sondern es wird daran deutlich, wie fest die Presseverlage die CDU im Griff haben und wie wenig der Union an einer Politik gelegen ist, die in die Zukunft schaut, statt die Gegenwart zu betonieren. Das Leistungsschutzrecht (das besser Leistungsschutzgeld heißen sollte) ist die Steinkohlesubvention des 21. Jahrhunderts. Das allein sollte genug sein, es zum netzpolitischen (Un)Wort des Jahres 2012 zu küren.</p>
<p><em>Matthias Spielkamp arbeitet als Journalist, Referent und Berater in Berlin. Er ist Partner beim <a title="Homepage iRightsLab" href="http://irights-lab.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iRightsLab</a> sowie Gründungsmitglied und Projektleiter von <a title="Homepage iRights.info" href="http://iRights.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iRights.info</a>. Als Dozent für Urheberrecht und Journalismus Online sowie Redaktions- und Management-Coach arbeitet er u.a. für die ARD-ZDF-Medienakademie und die DW-Akademie. Er ist Autor mehrerer Bücher und Vorstandsmitglied bei Reporter ohne Grenzen.</em></p>
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<h3>Dirk von Gehlen: Im Gemeinsamen steckt der Wert der <span style="text-decoration: underline">#Crowd</span>, nicht in der Masse</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wir-waehlen-das-netzpolitische-wort-des-jahres-2012/dirkvongehlen_300/" rel="attachment wp-att-125567"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-125567" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/dirkvongehlen_300.jpg" width="300" height="246" /></a>Der Begriff der Crowd ist eigentlich irreführend. Er beschreibt eine gesichtslose Masse, die in der Verwendung als Verb im Englischen sogar einen bedrängenden Aspekt in sich trägt. Die Form der Finanzierung der Vielen, die mit dem Begriff des Crowdfunding beschrieben wird, zeichnet sich aber eben dadurch aus, dass es keine gesichtslose Masse ist, sondern eine Verbindung vieler Einzelner, die etwas verbindet: das Interesse an einem Produkt, die Begeisterung für einen Künstler oder ganz einfach der Wille, jetzt gemeinsam etwas zu schaffen. Denn im Gemeinsamen steckt der Wert der Crowd, nicht in der Masse. Die erfolgreichen Ansätze des im späten 2012 etwas überhypten Crowdfundings, gründen genau darauf: gemeinsam etwas zu schaffen, was alleine nicht gelingen würde. Dieser Ansatz verdient Anerkennung &#8211; über das Jahr 2012 hinaus.</p>
<p><em><a title="Homepage Dirk von Gehlen" href="http://www.dirkvongehlen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dirk von Gehlen</a> leitet bei der Süddeutschen Zeitung die Abteilung &#8220;Social Media/Innovation&#8221;, zu der auch das junge Magazin <a title="Homepage jetzt.de" href="http://www.jetzt.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jetzt.de</a> zählt. Der Diplom-Journalist finanzierte im Winter 2012 sein Buchexperiment &#8220;Eine neue Version ist verfügbar&#8221; mit Hilfe seiner Leser auf der Plattform startnext. Rund 14.000 Euro kamen für das Buch zusammen, das als Nachfolger seines Suhrkamp-Titel &#8220;Mashup &#8211; Lob der Kopie&#8221; die These aufstellt: Die Digitalisierung macht Kultur zu Software.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline">-Die Abstimmung ist beendet-<em><br />
</em></span></p>
<p><a name="Voting"></a><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-125450" alt="Logo &quot;Abstimmung&quot;" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Abstimmung_Wort_2012.png" width="149" height="52" /></p>
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<p><strong>[poll id=&#8221;32&#8243;]</strong></p>
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]]></content:encoded>
					
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 33</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 15:57:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Domscheit-Berg]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-33"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="87" width="80" /></a>Militär vs. Demokratie in Ägypten, Anonymous ruft zu &#34;Offline-Demo&#34; auf, Plädoyer für bessere Diskussionskultur im Netz, elitärer Hahnenkampf beim CCC - dies und mehr in der Digitalen Presseschau.   
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Militär vs. Demokratie in Ägypten, Anonymous ruft zu &#8220;Offline-Demo&#8221; auf, Plädoyer für bessere Diskussionskultur im Netz, elitärer Hahnenkampf beim CCC &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>Bei unserer wöchentlichen Suche nach lesenswerten Beiträgen der vergangenen Woche stießen wir auf einen Artikel zum Arabischen Frühling, der einstimmig zum Sieger erkoren wurde. Darin geht es um die Verhaftung des ägyptischen Bloggers Maikel Nabil und deren Bedeutung für die Revolution.</p>
<p><strong>&#8220;</strong><strong><a href="http://www.zeit.de/2011/34/Arabische-Jugend-Aegypten/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wir lassen uns die Revolution nicht stehlen</a>&#8221;<br />
</strong></p>
<p>Anhand der Geschichte eines Einzelschicksals zeigt Annabel Wahba in einer spannenden Reportage bei Zeit Online auf, dass das alte System in Ägypten trotz des Sturzes von Machthaber Mubarak noch nicht am Ende ist. Im Mittelpunkt des langen, aber sehr lesenswerten Beitrags steht das Schicksal des Bloggers Maikel Nabil, der von einem Militärgericht zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Die Autorin besuchte ihn im El-Marg-Gefängnis, wo er seit mehr als vier Monaten einsitzt, weil er das Militär kritisierte. Der Vorwurf: Beleidigung und Falschinformation.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/2011-08/anonymous-bart-protest/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Anonymous geht auf die Straße</strong></a></p>
<p>Auf Platz 2 landete ein Beitrag von Patrick Beuth, ebenfalls bei Zeit Online. Der Autor berichtet von einer eher seltenen Aktion der Hackergruppe Anonymous. Diese rief in San Francisco zu einem &#8220;physical protest&#8221; in Form einer „Offline-Demo“ auf. Der Grund dafür: Die kalifornische Bahnbehörde BART hatte den Mobilfunk-Empfang in Einrichtungen ihres Schnellbahn-Netzes teilweise gekappt, um Proteste gegen ihre eigens beschäftigte BART-Polizei zu verhindern. Diese hatte zuvor einen Betrunkenen in einer U-Bahn-Station erschossen und war dafür massiv kritisiert worden. (Zum selben Thema gibt es <a href="http://annalist.noblogs.org/post/2011/08/17/democracy-now-uber-hacktivism-anonymous-telecomix-ccc-camp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier weiterführende Videos</a>.)</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,779707,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Plädoyer für eine bessere Kommunikationskultur</strong></a></p>
<p>Der Journalist Frank Patalong bemängelt bei Spiegel Online die verkommene Diskussionskultur im Netz und fordert eine größere Selbstbeherrschung bzw. Selbst-Kontrolle der Nutzer. Dies müsse allein schon deshalb geschehen, um weiterhin frei und ohne Zensur und Aufsicht durch kontrollwütige Politiker agieren zu können. Abschließend verweist er noch auf <a href="http://www.knigge-rat.de/themen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zwölf vom Deutschen Knigge-Rat verfasste Verhaltensregeln</a> für die Online-Kommunikation.</p>
<p><strong><a href="http://www.huffingtonpost.com/alison-craiglow-hockenberry/arab-spring-and-the-long-_b_928532.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freie Meinungsäußerung im Netz</a></strong></p>
<p>Vor dem Hintergrund des Arabischen Frühlings schreibt Alison Craiglow Hockenberry von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ashoka_(Organisation)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NGO Ashoka</a> in einem Artikel bei der Huffington Post, dass soziale Dienste wie Facebook und Twitter in bestimmten Teilen der Welt überhaupt keine Rolle für die Wahrnehmung freier Meinungsäußerung spielen &#8211; solange fünf Milliarden Menschen noch immer auf einen Internet-Zugang warten. Die Autorin berichtet über die Bemühungen zivilgesellschaftlicher Organisationen, diese Situation zu ändern. Zugleich wirbt sie dafür, bis zum 14. September eigene Ideen bei Ashoka einzureichen, um zu Lösungen beizutragen.</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1530538/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Eitler Hahnenkampf beim CCC</strong></a></p>
<p>Am vergangenen Wochenende hatte der Vorstand des Chaos Computer Club (CCC) den OpenLeaks-Gründer Daniel Domscheit-Berg aus dem Verein ausgeschlossen. Der ehemalige WikiLeaks-Mitarbeiter schade dem Verein, hieß es in einer Presseerklärung. Mit diesem Eklat beschäftigt sich Philip Banse bei dradio.de und hinterfragt die eigentlichen Gründe der Entscheidung. Wer wissen will, warum er diese scheinheilig findet, sollte seinen Artikel lesen.</p>
<p><strong><a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/529325" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geisteswissenschaftler, wacht auf!</a></strong></p>
<p>Auf den sechsten Platz unserer Digitalen Presseschau schaffte es ein Interview von Julia Siedelhofer mit dem Kulturwissenschaftler Michael Seemann. Dieser hatte im Laufe der Woche <a href="http://mspr0.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in seinem Blog</a> mit einer pauschalen Kritik an der Internetunfähigkeit von Geisteswissenschaftlern eine kontroverse Debatte losgetreten. Im Interview erläutert er seine umstrittene Auffassung.</p>
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