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	<title>Networking &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Networking &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Internet Makes the Musicstar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik und Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Für Musiker werden Social-Network-Websites wie MySpace immer interessanter - vor allem für solche ohne Plattenvertrag. Die Seiten werden zur zweiten Bühne, sogar etablierte Plattenlabels stöbern dort mittlerweile nach hoffnungsvollen Talenten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Für Musiker werden Social-Network-Websites wie MySpace immer interessanter &#8211; vor allem für solche ohne Plattenvertrag. Die Seiten werden zur zweiten Bühne, sogar etablierte Plattenlabels stöbern dort mittlerweile nach hoffnungsvollen Talenten.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Bands wie die<br />
<a href="http://www.myspace.com/arcticmonkeys" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arctic Monkeys</a>,<br />
<a href="http://www.myspace.com/lilymusic" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lilly Allen</a>,<br />
<a href="http://www.myspace.com/gnarlsbarkley" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gnarls Barkley</a> oder<br />
<a href="http://www.myspace.com/panicatthedisco" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Panic! at the Disco</a> haben vorgemacht, wie man mit Hilfe eines MySpace-Accounts einen Plattenvertrag bekommt. Ebenso die weniger talentierte<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=kJuM9llMUeM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grup Tekkan</a>, deren Lied „Du bist mein Sonnenlicht“ im März 2006 durch YouTube zunächst zur Lachnummer und dann zum Verkaufsschlager avancierte. Auch wenn sich derartige Erfolgsgeschichten nicht immer als wahr erwiesen haben, wie beispielsweise im Falle der britischen Künstlerin Lilly Allen, die bereits vor ihrer MySpace-Präsenz einen lukrativen Vertrag in der Tasche hatte, schaden sie nicht den Umsatzzahlen.
</p>
<p>
<b>Melodischer Schrott und musikalische Perlen</b>
</p>
<p>
Der Musikbereich war von Anfang an ein erklärter Schwerpunkt von MySpace. Die simple Idee von Mitbegründer Tom Andersen war es, Fans den direkten Kontakt mit ihren musikalischen Idolen zu ermöglichen. Mittlerweile zählt das Portal rund 130 Millionen registrierte User und hat es in den Club der<br />
<a href="http://www.welt.de/data/2006/07/13/956825.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weltweit meistbesuchten Internetseiten</a> geschafft. Verantwortlich für diesen immensen Erfolg dürfte sein, dass sich jeder kostenlos eine virtuelle Präsenz und damit eine Bühne schaffen kann. In Zeiten, in denen jeder ein Popstar sein möchte, hat MySpace damit den Nerv der zumeist jungendlichen Nutzer getroffen. Der geneigte User kann Bilder, Musik und Videos hochladen, ein Blog betreiben sowie durch so genanntes ‚adden’ von virtuellen Freunden ein Netzwerk ausbauen. Die Zähler der Besucher- und Freundeszahlen geben anschließend Auskunft über die Beliebtheit. Da viele Nutzer offenbar aus eben diesem Grund möglichst viele Freunde anhäufen, lauten die meistgeposteten Kommentare schlicht „Thanks for the add“. Zu den inhaltlichen Defiziten gesellen sich oftmals noch die ästhetischen. Auf vielen Seiten blinkt es hier und dort, Text und Bild überlappen sich und die Grundsätze des guten Geschmacks werden schlicht über Bord geworfen. Doch neben den negativen gibt es durchaus positive Aspekte an MySpace: Beim Eintauchen in die MySpace-Welt lassen sich einige musikalische Perlen entdecken. Zahllose durchaus talentierte Künstler bieten ihre Songs dazu umsonst zum Download an. Zudem hilft die Vernetzung gleichgesinnten Musikern miteinander in Kontakt zu treten. Für viele Bands ist die MySpace-Präsenz daher inzwischen wichtiger als die offizielle Homepage.
</p>
<p>
<b>Aus dem Nichts zum Plattenvertrag</b>
</p>
<p>
„Richtig geil!“ dürften auch die Berliner Trash-Hip-Hopper<br />
<a href="http://www.myspace.com/ickeer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Icke und Er</a> MySpace finden. Die Geschichte des Duos entspricht dem modernen Internetmärchen. Sie stellten ihr selbstproduziertes Video zu ihrem Song „Richtig geil“ auf ihr MySpace-Profil. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete es sich in der virtuellen Gemeinde. Mittlerweile zählt ihre Seite mehr als 140.000 Besucher. Da ließ auch das Interesse der Offline-Medienwelt nicht lange auf sich warten. Der Song läuft im Radio, das Video auf MTV, selbst in Sendungen wie „Titel Thesen Temperamente“ tauchten die beiden Spandauer auf. Mittlerweile sind Icke und Er beim Plattenlabel der Fantastischen Vier,<br />
<a href="http://www.fourmusic.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Four Music</a>, untergekommen.<br />
<br />
Für Bands ohne Plattenvertrag könnte sich MySpace bald im wörtlichen Sinne bezahlt machen. Wie MySpace-Mitbegründer Chris DeWolfe<br />
<a href="http://www.pctipp.ch/webnews/wn/34216.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ankündigte</a>, plant das Unternehmen, Musikbörsen wie iTunes Konkurrenz zu machen. Rund drei Millionen registrierte Bands ohne Plattenvertrag sollen künftig selbst entscheiden, wie viel sie für den Download eines Songs auf ihrem Profil verlangen wollen. Ein kleiner, bisher nicht festgelegter Anteil soll dabei an das MySpace-Unternehmen fließen. Dies könnte ein lukratives Zubrot zu den Werbeeinnahmen werden, durch die sich MySpace bisher ausschließlich finanziert.
</p>
<p>
<b>Von der virtuellen auf die reale Bühne</b>
</p>
<p>
Auch in der Offline-Welt nutzen einige die Vermarktungspotenziale von MySpace. Seit kurzem holt der Berliner Club<br />
<a href="http://www.silverwings.de/cms/index.php" target="_top" rel="noopener noreferrer">Silverwings</a> MySpace-Talente auf die Bühne. Auf der dazugehörigen Website<br />
<a href="http://www.myspace-live.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">myspace-live.de</a> kann man aus acht Bands seinen Favoriten wählen. Die drei meistgewählten Bands werden dann live im Club zu bestaunen sein. Besucher mit einem MySpace-Account zahlen dabei nur die Hälfte an Eintritt – vorausgesetzt sie haben den Veranstalter in ihre Top-Freundesliste aufgenommen. Was bei der Konzertveranstaltung noch plausibel erscheint, mutet bei den Kooperationspartnern der MySpace-Live-Seite etwas seltsam an. Hotels und Hostels gewähren MySpace-Nutzern bei<br />
<a href="http://www.myspace-live.de/vacancy.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySpace-Vacancy</a> auf gleiche Weise Rabatt. Bei einem potenziellen Kundenkreis von mehr als 100 Millionen Usern bleibt abzuwarten, welche Formen der Crosspromotion in Zukunft noch auf die MySpace-Gemeinde zukommen.</p>
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		<title>Social Software im Networking-Prozess</title>
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		<dc:creator><![CDATA[frenz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jun 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie demokratisch wird das Netz im Web 2.0?]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[OpenBC]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Networking]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
(22. Juni 2006) Die Möglichkeiten des Online-Networkings werden auch hierzulande immer stärker genutzt. Florian Renz fasst die Ergebnisse seiner Untersuchung zu Social Networking am Beispiel des Online-Netzwerks openbc.com für politik-digital.de zusammen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
(22. Juni 2006) Die Möglichkeiten des Online-Networkings werden auch hierzulande immer stärker genutzt. Florian Renz fasst die Ergebnisse seiner Untersuchung zu Social Networking am Beispiel des Online-Netzwerks openbc.com für politik-digital.de zusammen.<!--break-->
</p>
<p>
War früher eher abfällig von Begriffen wie „Seilschaften“ und „Vetternwirtschaften“ die Rede, so nimmt seit einiger Zeit der Begriff des „Networkings“ in unseren Sprachgebrauch Einzug. Damit ist das zielgerichtete Ausbauen persönlicher sozialer Netzwerke gemeint &#8211; das beinhaltet auch die regelmäßige Pflege dieser Kontakte. In der soziologischen Theorie ist die Mobilisierung von Ressourcen zur Einbettung in ein soziales Beziehungsgeflecht („soziales Netzwerk“) als „Sozialkapital“ bekannt. Etwas plakativ formuliert kann man erfolgreiches Networking mit einem höheren Ausmaß an Sozialkapital gleichsetzen.
</p>
<p>
<b>Social Software im Networking Prozess</b></p>
<p>Die in den letzten Jahren wachsende Bedeutung des Internets drückt sich auch in der Entwicklung neuer Online-Anwendungen aus, die die Möglichkeit bieten, soziale Netzwerke darzustellen und zu erweitern. Relativ neu ist der für solche Technologien geprägte Sammelbegriff der „<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Software" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Social Software</a>“. Im Wesentlichen gehören dazu Weblogs,<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikis</a> und „Social Network Sites“.</p>
<p>Am deutlichsten tritt das Phänomen der Vernetzung bei den Social Network Sites zutage, bei denen angemeldeten Mitglieder untereinander in Kontakt treten. Das seit 2003 existierende Hamburger Internetangebot<br />
<a href="http://www.openbc.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Business Club</a>, kurz „openBC“, ist eine dieser Social Network Sites, die sich in den letzten Jahren zahlreich entwickelt haben und das soziale Netzwerk eines Individuums zumindest teilweise abbilden können. Dies geschieht durch die Visualisierung der Kontakte der einzelnen Teilnehmers, die sich untereinander als Bekannte bzw. Freunde verifizieren. Über Visualisierungspfade können die Nutzer – in Anlehnung an das bekannte „<br />
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Small_world_phenomenon" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Small World Phenomenom</a>“ (Milgram 1967), nach dem einzelne Mitglieder großer sozialer Netzwerke nur durch wenige Schritte miteinander verbunden sind &#8211; feststellen, dass sich die Mitglieder zumindest indirekt kennen.</p>
<p>openBC vernetzt weltweit inzwischen über eine Million Menschen.– das business-orientierte Angebot steht nach eigenen Angaben mittlerweile in 16 Sprachen zur Verfügung und wird von Mitgliedern aus 200 verschiedenen Nationen genutzt.
</p>
<p>
<b>Das Entstehen neuer Networking Praktiken</b></p>
<p>Statt auf Visitenkartenpartys sich durch Dritte einander vorstellen zu lassen, können Geschäftsleute dies online tun. Neben der Kontaktanbahnung bieten die technischen Möglichkeiten der Netzwerkplattform weitere Kommunikationsformen an. In thematisch eingegrenzten Foren kann beispielsweise Wissen ausgetauscht werden oder mit anderen Mitgliedern auf verschiedene Arten kommuniziert werden. Jeder Anwender verfügt zudem über eine Profilseite, die über die eigene Person informiert und gleichzeitig direkte und indirekte Verbindungen zu anderen Mitgliedern anzeigt.
</p>
<p>
Gegenüber der herkömmlichen Kontaktpflege bedeutet dies, dass die Funktionsvielfalt der Plattform dem Nutzer neue Handlungsoptionen anbietet, die unter Umständen alte Handlungsroutinen ergänzen und sogar ersetzen können. Mit der Nutzung dieser Social Network Sites entstehen neue Möglichkeiten des Networkings, die das persönliche Sozialkapital erheblich ausweiten können.
</p>
<p>
<b>Praktiken des Networkings in openBC</b></p>
<p>Die Realität sieht jedoch anders aus. Zahlreiche im Rahmen einer Diplomarbeit erhobene Interviews mit Nutzern von openBChaben ergeben, dass das Generieren von neuen Kontakten eher zweitrangig ist und die Anwender vor allem bereits aus der Offline-Welt bestehende Kontakte pflegen. Die Mehrzahl der Befragten gab an, dass sie über erheblich mehr Kontakte aus der Offline-Welt als aus der Online-Welt verfügen.</p>
<p>Für den Großteil der Nutzer bildet openBC dabei vor allem eine praktikable Form eines sich aktualisierenden Adressbuches. So sei das Generieren von Geschäftsbeziehungen nicht ihre Hauptmotivation, die Netzwerkplattform zu nutzen. Oftmals sei das Verwalten von bekannten Kontakten der wichtigere Grund für die Nutzung. Es finden sich folglich vermehrt einander bekannte Gruppen zueinander, die zudem eher im privat-freundschaftlichen als im geschäftlichen Bereich anzusiedeln sind.</p>
<p>Versteht man Networking in einer ganzheitlichen Definition, die sowohl die Pflege bereits geknüpfter Kontakte als auch das Generieren neuer Kontakte beinhaltet, so wird deutlich, dass das Online-Networking nur teilweise umgesetzt wird. Im Gegensatz zur Idealvorstellung, dass mit Hilfe von business-orientierten Social Network Sites in großem Maße neue Kontakte generiert und damit auch neue Kundenkreise und/oder Aufträge an Land gezogen würden.</p>
<p>Die meisten Befragten gaben vielmehr an, bisher keine Geschäftsbeziehungen über die Plattform geknüpft zu haben, oftmals aber interessante Kontakte aufgebaut zu haben, von denen sie sich in der Zukunft einen Nutzen versprechen. Statt durch neue Verbindungen konkrete Verhandlungen anzustreben, werden Kontakte eher hergestellt, um eine „Nutzenreserve“ aufzubauen, aus der man in Zukunft bei Bedarf schöpfen kann.
</p>
<p>
<b>Die Nutzertypologien</b></p>
<p>Aus den dargestellten Erkenntnissen der Nutzerbefragung zu schließen, dass openBC nur halbherzig genutzt wird, ist jedoch vorschnell. Denn es existieren zwei verschiedene Nutzertypen: Zum einen die Anwender, die von sich behaupten, openBC eher passiv und unregelmäßig zu nutzen. Zum anderen Anwender, die das Networking nach eigener Aussage aktiv und regelmäßig betreiben. Diese Einteilung korreliert stark mit der Unterscheidung zwischen dem Status der kostenfreien Mitgliedschaft und dem Status der Premiummitgliedschaft, die gegen eine monatliche Gebühr erweiterte Funktionalitäten bietet. In beiden Gruppen herrscht eine geringe Bereitschaft, den innehabenden Mitgliedschaftsstatus zu wechseln.
</p>
<p>
<b>Erwartungen</b></p>
<p>Nicht nur die Nutzung der Online-Netzwerkplattform ist eingeschränkt, auch die Erwartungen der Nutzer sind eher gering und beschränken sich auf Aspekte, die mit den technischen Möglichkeiten der Plattform einhergehen (erleichterte Kontaktmanagement und die Suchfunktionalitäten). So sind die Nutzer der Auffassung, dass die Plattform für die Generierung eines Erstkontaktes durchaus geeignet, für die Ausweitung einer geschäftlichen Beziehung jedoch der direkte persönliche Kontakt mit dem potentiellen Geschäftspartner unvermeidlich sei. Die Netzwerkplattform kann nach Aussagen der Nutzer den herkömmlichen Networking-Prozess nicht ersetzen. Die meisten Befragten sehen in der Plattform eher eine Ergänzung und Unterstützung ihrer sonstigen Networking-Aktivitäten.
</p>
<p>
<b>openBC Networking im Offline-Bereich</b></p>
<p>Dazu zählen vermehrt auch die so genannten „openBC-Treffen“ &#8211; von den openBC Mitgliedern in vielen Städten nach dem „bottom-up“ Prinzip durchgeführte Veranstaltungen, die zum Zwecke des Networkings organisiert werden. Mittels mehrerer teilnehmender Beobachtungen wurden diese Treffen analysiert, wobei ähnliche Tendenzen wie beim Online-Networking festgestellt wurden. Vor allem bei Veranstaltungen, an denen mehrere hundert Personen teilnehmen, finden sich wieder einander bekannte Gruppen zusammen, deren Verhalten auf eine hohe Vertrautheit untereinander schließen lassen.</p>
<p>Aus den Aussagen von Teilnehmern der Treffen, aber auch aus den Ergebnissen der Nutzerbefragung geht dennoch hervor, dass es sich bei den openBC Treffen um eine Fortführung der Networking-Prozesse auf der Online-Ebene handelt. So kann der für Geschäftsbeziehungen oft notwendige persönliche Kontakt bei diesen Veranstaltungen geschlossen werden. Diese Verknüpfung der Online- und der Offline-Ebene wird von einigen aktiven Nutzern als äußerst wertvoll eingestuft.
</p>
<p>
<b>„Mehr-Ebenen-Networking“</b></p>
<p>In den Erhebungen wurde erkannt, dass openBC einen sozialen Raum bildet, in dem Praktiken des Networkings ausgeübt werden und neue Nutzungsroutinen entstehen, die bisher gängige Praktiken ergänzen.</p>
<p>Versucht man die zentrale Motivation zu benennen, über openBC Networking zu betreiben, so ist nach den Ergebnissen der Nutzerbefragung zwar zu konstatieren, dass der Auf- und Ausbau von Sozialkapital an vorderster Stelle steht, allerdings nicht in der optimalen Weise. Neben einer Gruppe von Anwendern, die openBC nur passiv und unregelmäßig nutzt und in der Plattform nicht viel mehr als ein digitales Adressbuch sieht, gibt es eine zweite Gruppierung, die das Online-Networking erheblich aktiver betreibt, aber auch in den wenigsten Fällen „ganzheitliches Networking“ betreibt, also neuen Kontakte generiert und bereits bekannte Kontakte pflegt. Ebenso wenig ist openBC eindeutig als geschäftlich-orientierte Social Network Site zu deuten, denn zu viele Praktiken, die auf private Bekanntschaften ausgerichtet sind, werden ausgeübt.</p>
<p>Vielmehr scheinen die Networking Praktiken in openBC nur ein Element übergeordneter Praktiken zu sein, die auf ein „Mehr-Ebenen-Networking“ hindeuten. Traditionelle Mechanismen der Kontaktpflege werden mit den neuen Optionen des Online-Networkings verbunden, die openBC und die dazugehörigen Treffen bieten. Nach Aussage einiger Anwender bilden die neuen Elemente die ideale Ergänzung zum traditionellen Networking, dessen kompletten Wegfall keiner der Nutzer erwartet.
</p>
<p>
<b>Individuelle und gesellschaftliche Konsequenzen</b></p>
<p>Wie der Begriff der Social Software neu ist, so sind auch die meisten darunter subsumierten Angebote äußerst jung. Im Anschluß an Theoretiker wie<br />
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Barry_Wellman" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Barry Wellman</a> (2000) oder<br />
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Manuel_Castells" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Manuel Castells</a> (2001) sind die Anwendungen der Social Software als weiterer Katalysator für das Entstehen einer „Netzwerkgesellschaft“ zu deuten. In dieser Organisationsform verlagert sich Castells zufolge der soziale Austausch zwischen Akteuren zunehmend in Netzwerke, die delokalisiert organisiert sind, deren Teilnehmer sich aber durch die neuen Kommunikations- und Informationstechnologien über große Distanzen hinweg austauschen können. Der potentielle Transfer von Networking-Praktiken aus dem Offline- in den Online-Bereich entspricht den Prognosen Castells für die weitere Ausgestaltung der Netzwerkgesellschaft.</p>
<p>Social Network Sites, wie das diskutierte Angebot openBC, erleichtern dem Einzelnen die Pflege und die Erweiterung des eigenen sozialen Netzwerkes, besonders dann, wenn man die Online-Networking Praktiken mit denen der traditionellen Networking-Formen kombiniert. Ihre Nutzer können sich gegenüber anderen Personen einen Vorteil verschaffen, weil sie in der Lage sind, ihr soziales Netzwerk auszubauen und damit die Ressourcen – das Sozialkapital – zu steigern, das ihnen zur Verfügung steht.</p>
<p>Die Entwicklung im gesamten Bereich der Social Software kann demnach in der Lage sein, die „Digitale Spaltung“, die Kluft zwischen Internet-Nutzern und Internet-Nichtnutzern, weiter zu erhöhen. Dies kann zum sozialen Problem werden, vor allem deswegen, weil die Kluft zwischen Onlinern und Offlinern entlang anderer gesellschaftlicher Spaltungen, wie dem Alter und dem Bildungsniveau, verläuft.
</p>
<p>
<b>Der Autor des Textes, Florian Renz, beschäftigte sich im Rahmen seiner Diplomarbeit „Praktiken des online-gestützten Netzwerkens am Beispiel von openBC“ und seiner Tätigkeit an der<br />
<a href="/www.fonk-bamberg.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universität Bamberg</a> mit Social Software Anwendungen.<br />
<br />
</b></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wie ich blogge?! &#8211; eine Online-Befragung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/studien-zu-weblogs-und-sozialen-netzwerken/wie-ich-blogge-eine-online-befragung-3128/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Studien zu Weblogs und Sozialen Netzwerken]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Networking]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstpräsentation]]></category>
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					<description><![CDATA[Weblogs haben sich mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum etabliert. Es funktioniert als Online-Format, das Merkmale der öffentlichen und der interpersonalen Kommunikation verbindet und so neue Praktiken der Selbstpräsentation und des Networking 
<a href="/jschmidtWeblogsSocialSoftware060214.shtml">erlaubt</a>. Jan Schmidt fasst die Ergebnisse seiner Online-Befragung über die Nutzung von Weblogs für politik-digital.de zusammen.
<p>
&#160;
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weblogs haben sich mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum etabliert. Es funktioniert als Online-Format, das Merkmale der öffentlichen und der interpersonalen Kommunikation verbindet und so neue Praktiken der Selbstpräsentation und des Networking<br />
<a href="/jschmidtWeblogsSocialSoftware060214.shtml">erlaubt</a>. Jan Schmidt fasst die Ergebnisse seiner Online-Befragung über die Nutzung von Weblogs für politik-digital.de zusammen.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
Die Aufmerksamkeit, die Weblogs entgegenkommt, ist groß – doch trotz der wachsenden Zahl von Fachtagungen, Workshops und Artikeln in anderen Medien liegen noch vergleichsweise wenig empirische Daten über die tatsächliche Nutzung von Weblogs vor. Die Umfrage „Wie ich blogge?!“ sollte erste Aufschlüsse über die deutschsprachige Blogosphäre geben und eine Grundlage für weitere wissenschaftliche Studien bieten.<br />
<br />
Die Studie der Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“ der Universität Bamberg entstand in Zusammenarbeit mit den Weblog-Providern twoday.net und blogg.de sowie mit Unterstützung der Anbieter sixapart.de, blog.de und blogigo.de.
</p>
<p>
<b>Das Untersuchungsdesign</b>
</p>
<p>
Dazu war im Oktober 2005 ein Online-Fragebogen verfügbar, der über eine Kombination von E-Mail-basierter Ankündigung und einem per „Schneeballprinzip“ kursierenden grafischen Hinweis beworben wurde. Auch wenn durch diese Art der Teilnehmerrekrutierung kein Anspruch auf Repräsentativität im statistischen Sinne beansprucht werden kann, geben die Ergebnisse doch wertvolle Hinweise auf die Nutzungspraktiken und Merkmale der Blogger.</p>
<p><b>Fast ausgeglichenes Geschlechterverhältnis unter Bloggern</b>
</p>
<p>
An der Umfrage beteiligten sich 5.246 Personen, darunter 84 Prozent aktive Blogger (die ein oder mehrere Weblogs betreiben), 3 Prozent ehemalige Weblog-Autoren sowie 13 Prozent, die Weblogs „nur“ als Leser verfolgen. Die relative Neuheit des Online-Formats zeigt sich darin, dass 45 Prozent der Befragten ihr Weblog zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht länger als ein halbes Jahr führten. Das soziodemografische Profil der Weblog-Autoren entspricht daher in etwa dem von Pioniernutzern neuer Internet-Technologien: Sie sind mehrheitlich zwischen 20 und 30 Jahren alt, haben eine hohe formale Bildung und befinden sich oft noch in einer schulischen oder studentischen Ausbildung. Bemerkenswert ist jedoch das vergleichsweise ausgeglichene Geschlechterverhältnis von etwa 54 Prozent Männern zu 46 Prozent Frauen. Unter den Weblog-Autoren im Teenager-Alter sind Frauen gegenüber Männern sogar mit 66 zu 34 Prozent deutlich in der Überzahl. Sie entschließen sich vor allem aus selbstbezogenen Gründen, ein eigenes Weblog zu führen: zum Spaß, aus Freude am Schreiben, aber auch um Ideen und Erlebnisse für sich selbst festzuhalten – diese Motive nannten jeweils mehr als 60 Prozent aller Befragten. Etwa die Hälfte führte als Beweggrund allerdings explizit an, mit anderen kommunizieren zu wollen, und verweist damit auf den dialogorientierten Charakter des Weblog-Formats.
</p>
<p>
<b>Formen und Inhalte</b>
</p>
<p>
Ein wichtiger Aspekt der Umfrage war, Weblogs als &quot;Social Software&quot; zu begreifen und Aufschlüsse über Strategien des Identitätsmanagements, des Informationsmanagements und des Beziehungsmanagements durch weblog-basierte Kommunikation zu erhalten. Identitätsmanagement geschieht durch die individuelle Gestaltung des eigenen Weblogs und die Auswahl von Themen zur Veröffentlichung, worin sich Aspekte der eigenen Persönlichkeit ausdrücken. Die Mehrheit der Weblog-Autoren schreibt über Episoden und Erlebnisse aus dem Privatleben (75%) bzw. zu Themen wie Arbeitswelt, Schule und Studium (58%). Oft werden die Einträge mit eigenen Bilder und Fotos (64%) und Verweisen auf „Fundstücke“ im Internet (58%) ergänzt. Jeweils etwa 40 Prozent äußern auch Meinungen zu politischen, beruflichen und ausbildungsbezogenen Themen. Neuere multimediale Formate wie Filmdateien (5%) oder Podcasts (3%) werden bislang jedoch nur von ein kleinen Gruppe der Blogger eingesetzt. Etwa drei Viertel der Befragten aktualisieren zumindest mehrmals die Woche ihr Weblog, elf Prozent veröffentlichen sogar mehrmals am Tag neue Beiträge. Der Leitgedanke der persönlichen Authentizität drückt sich auch darin aus, dass 70 Prozent in ihrem Weblog Hinweise auf ihre „reale“ Identität geben, entweder in den Beiträgen selber oder durch eine gesonderte „about me“-Seite mit weiterführenden persönlichen Informationen. Nur 30 Prozent bloggen anonym oder unter einem Pseudonym.
</p>
<p>
<b>Weblogs als Werkzeug des Informationsmanagements</b>
</p>
<p>
Als Werkzeug des Informationsmanagements dienen Weblogs insofern, als man über ihre Lektüre an Informationen gelangen kann, die in dieser Form nicht in anderen Medien verfügbar sind (59 Prozent aller Befragten geben an, dass dies einer der Aspekte ist, die sie von Weblogs erwarten). Diese Leistung wird durch zwei Merkmale weblog-basierter Kommunikation unterstützt: Einerseits können durch die hochgradig vernetzte Struktur der Blogosphäre bestimmte Nachrichten und Themen an Aufmerksamkeit gewinnen, die sich quasi epidemisch verbreiten. Dies musste in jüngster Zeit zum Beispiel Jean-Remy von Matt feststellen, dessen Polemik gegen Weblogs („Klowände des Internets“) rasant die Runde durch die Blogosphäre machte. Andererseits sind sie als Ausdruck von interpersonaler Kommunikation zu verstehen und helfen dem Einzelnen, über Ereignisse und Meinungen aus dem eigenen sozialen Netzwerk auf dem Laufenden zu bleiben. Die Informationsfilterung geschieht dabei augenscheinlich in eher kleinen Zirkeln: Nur 20 Prozent geben an, mehr als 20 Weblogs regelmäßig zu verfolgen, während 40 Prozent fünf Weblogs oder weniger lesen.
</p>
<p>
<b>Weblogs stärken soziale Beziehungen</b>
</p>
<p>
Damit ist die Brücke zu Weblogs als Werkzeug des Beziehungsmanagements geschlagen: Über Verweise auf andere Quellen, durch Kommentare zu Beiträgen und durch spezielle Linklisten („Blogroll“) setzen Weblog-Autoren nicht nur hypertextuelle Links sondern knüpfen und bestärken auch soziale Beziehungen unterschiedlicher Intensität (zum Beispiel Freundschaften oder geteilte thematische Interessen). Je länger ein Weblog geführt wird, desto umfangreicher sind in der Regel auch diese sozialen Netzwerke: Autoren, deren Weblog älter als ein halbes Jahr ist, erhalten zum Beispiel verhältnismäßig öfter und mehr Kommentare auf ihre Beiträge. Sie haben auch mehr Weblogs in ihrer Blogroll, die vor allem Ausdruck der eigenen regelmäßigen Lektüre (85%) oder freundschaftlicher Beziehungen (60%) zu den verlinkten Autoren ist. Erschwert wird das Knüpfen von sozialen Beziehungen dadurch, dass Leser eines Weblogs zunächst für den Autoren nicht oder nur sehr eingeschränkt sichtbar sind, so lange sie „Lurker“ bleiben und keine Kommentare hinterlassen. 41 Prozent der Befragten können dementsprechend nicht einschätzen, wie viele und welche Personen ihr Weblog lesen. Eine Strategie, um zumindest einen ungefähren Eindruck vom Leserkreis zu bekommen, ist die Analyse der eigenen Server Log Files oder von Zugriffsstatistiken – das machen 66 Prozent der befragten Blogger zumindest gelegentlich.
</p>
<p>
<br />
<b>Weiterführende Links:</b><br />
<br />
Ausführliche Dokumentation der Methode und der Antworten auf die einzelnen Fragen finden sich in:<br />
<br />
Schmidt, Jan und Martin Wilbers: „Wie ich blogge?!“. Erste Ergebnisse der Weblogbefragung 2005. Berichte der Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“, Nr. 06-01. Bamberg 2006.<br />
<a href="http://www.fonk-bamberg.de/pdf/fonkbericht0601.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online verfügbar</a>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/studien-zu-weblogs-und-sozialen-netzwerken/wie-ich-blogge-eine-online-befragung-3128/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Wieviel Plagiat darf sein? Streit um Namensrechte von &#8220;socialBC&#8221; entbrannt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wieviel-plagiat-darf-sein-streit-um-namensrechte-von-socialbc-entbrannt-3129/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Networking]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Dort]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Social Responsibility]]></category>
		<category><![CDATA[Markenrechtsverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[OpenBC]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[SocialBC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett">
Business Clubs gibt es im Internet viele. Da muss man sich von der Masse abheben, um Erfolg zu haben. Wie man das schafft? Zum Beispiel indem etwas Altbewährtes mit sozialem Engagement gepaart wird. Die Betreiber der social-Networking-Plattform 
<a href="http://www.socialbc.de/de/home" target="_self" rel="noopener noreferrer">socialBC</a> haben es so gemacht und verbuchten innerhalb von acht Wochen Erfolge. Doch nun gerät das sozial engagierte Projekt durch das juristische Vorgehen des Marktführers 
<a href="https://www.openbc.com/" target="_self" rel="noopener noreferrer">„openBC“</a> in Bedrängnis.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
Business Clubs gibt es im Internet viele. Da muss man sich von der Masse abheben, um Erfolg zu haben. Wie man das schafft? Zum Beispiel indem etwas Altbewährtes mit sozialem Engagement gepaart wird. Die Betreiber der social-Networking-Plattform<br />
<a href="http://www.socialbc.de/de/home" target="_self" rel="noopener noreferrer">socialBC</a> haben es so gemacht und verbuchten innerhalb von acht Wochen Erfolge. Doch nun gerät das sozial engagierte Projekt durch das juristische Vorgehen des Marktführers<br />
<a href="https://www.openbc.com/" target="_self" rel="noopener noreferrer">„openBC“</a> in Bedrängnis.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
<b>Das Konzept von socialBC</b>
</p>
<p>
Die Idee kommt einem bekannt vor: Menschen geben auf einer Internetplattform ihre Kontaktdaten ab, um mit anderen Menschen aus ihrem Arbeitsfeld zusammenzukommen. Doch was sich anhört wie eine Beschreibung der Business-Plattform „openBC“ ist inzwischen auch in einer anderen Variante zu haben: SocialBC setzt einen Schwerpunkt auf Nonprofit-Akteure und hat sich nach eigenen Angaben die Verbesserung der sozialen Verantwortung von Unter-nehmen zum Ziel gesetzt. Den Marktführer openBC, 800.000 Nutzer und soeben mit einer 5,7 Millionen Euro-Finanzspritze von Venture-Kapitalgebern ausgestattet, ließ das nicht kalt.
</p>
<p>
SocialBC will nicht alles anders, aber vieles besser machen als openBC: Die Business-Plattform, die erst seit Anfang Oktober 2005 online ist und in der Kürze der Zeit nach eigenen Angaben bereits rund 1000 Mitglieder hat, will die Hälfte der Einnahmen aus Mitglieder-beiträgen sowie 100% möglicher Spendeneinnahmen vierteljährlich an Hilfsorganisationen auszahlen. Im Mittelpunkt steht hierbei das Soziale beim Netzwerken &#8211; deshalb auch die Namensgebung.
</p>
<p>
Den Mitgliedern stehen die herkömmlichen Funktionen einer Networking-community zur Verfügung – wie bereits von openBC hinlänglich bekannt. Die zusätzlichen PR- und News-Bereiche von socialBC beinhaltet Presseinformationen über Unternehmen oder Personen, die von den Mitgliedern selbst eingestellt werden können. Im Jobportal werden aktuelle Stellenangebote und Stellengesuche bereitgestellt.
</p>
<p>
Darüber hinaus können Foren zu unterschiedlichen Themen von den Nutzern besucht werden. Beispielsweise steht den Mitglieder das Forum &quot;Allgemeine Kommunikation&quot; zur Verfügung. Es splittet sich in vier Unterforen. In dem Unterforum &quot;Vorstellungsrunde&quot; werden Unternehmen, Produkte oder Referenzen vorgestellt. Im &quot;Smalltalk&quot;-Forum wird ungezwungen und ohne Themenvorgabe kommuniziert. Das Unterforum &quot;Vorschläge, Ideen und Kritik&quot; gibt den Mitgliedern die Möglichkeit des Feedbacks und Anregungen.
</p>
<p>
Ein weiteres Beispiel einer Forumsgruppe sind die Mitglieder-Foren. Hierin könnnen sich die Mitglieder zu einer Interessengruppe for-mieren und eine eigene Plattform zu einem speziellen Themengebiet anbieten. Beispielsweise gibt es die &quot;Initiative ZukunftsForum Deutschland&quot;, in der unter anderem über die Steigerung der Wirt-schaftskraft und Zukunftsfähigkeit in Deutschland diskutiert wird. Die Interessenforen soll den Mitgliedern die Möglichkeit bieten, Ihre eigenen Spezialisten Netzwerke aufzubauen und diese dann selbst zu moderieren &#8211; eine Art Netzwerk im Netzwerk.
</p>
<p>
Im socialBC-Blog sind viele Beiträge zu diversen Ansichten und Erfahrungen der Nutzer vorhanden, die in Blog-Form kommentiert werden können. Einzelne Blogs können auch von den Mitgliedern abonniert werden. Im Kontakt-Portal stellen die Mitglieder ihre beruflichen Daten zur Verfügung, damit sich die verschiedenen Nutzer ein weitreichendes Netzwerk aufbauen könnnen.
</p>
<p>
<b>Konkurrent streitet um Namen</b>
</p>
<p>
Doch jetzt ist der neue Dienst in seiner Existenz bedroht. Der Gründer des offensichtlich als Ideenvorlage genutzen Vorbild-Projektes, „openBC“ hat „socialBC“ abmahnen lassen. Ziel: socialBC soll wieder vom Netz gehen. Initiator der Abmahnung gegen socialBC ist Lars Hinrichs, Gründer und Geschäftsführer der Networking-Plattform Open Business Club GmbH.
</p>
<p>
Streitpunkt der Auseinandersetzung ist die Namensgebung des Konkurrenten. Mit dem Kürzel &quot;BC&quot; für &quot;Business Club&quot; verstoße dieser gegen das Markenrecht des Hamburger Marktführers, soll Hinrichs argumentieren. Ob socialBC weiterexistieren wird, ist daher fraglich.
</p>
<p>
<br />
<b>Zusammenhalt verleiht neue Stärke</b>
</p>
<p>
Zunächst wollte das Team von socialBC als Reaktion auf die Abmahnung wegen Markenrechtsverletzung ihre Plattform vom Netz nehmen. Doch nun schöpfen die Betreiber nach eigenen Angaben durch die emotionale, finanzielle und juritische Unterstützung ihrer Mitglieder neue Hoffnung für die Fortführung ihres Projekts. Zudem steigen die Nutzerzahlen auf Grund des Wirbels in den letzten Tagen offenbar beständig an. Die Solidarität und Mithilfe die socialBC nun widerfahre, sei genau das, was socialBC seinen Mitgliedern vermitteln wolle.
</p>
<p>
In einem<br />
<a href="http://www.socialbc.de/de/node/1414" target="_blank" rel="noopener noreferrer">veröffentlichten Brief</a> an die Mitglieder und Nutzer der Plattform äußert sich socialBC-Betreiber Alexander Dort über das mögliche Ende des Projekts. Er kritisiert darin die wirtschaftlichen Ziele von vergleichbaren Unternehmen wie openBC und äußert sich pathetisch zu der Bedrohung der Existenz socialBC&#8217;s.
</p>
<p>
Doch Dort sollte vorsichtig sein. Tatsächlich weist nicht nur die Namensgebung „socialBC“ auf die Orientierung am Vorbild „openBC“ hin. Im Weblog von openBC wird zudem diskutiert, ob die Macher von socialBC nicht auch Grafiken verfremdet übernommen haben.
</p>
<p>
Zudem bleiben die Eigeninteressen von Dort im Dunkeln. Auf der<br />
<a href="http://www.alexander-dort.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website des Unternehmers</a> jedenfalls wird nicht erkennbar, dass Dort sich auch professionell vordringlich dem Thema Corporate Social Responsibility widmet. Als Absender von „socialBC“ fingiert Dorts Firma „Cross.Media.Design“. Kunden wie Agfa, Adobe oder Merck werden aufgeführt, offenbar ist der Unternehmer an der Erstellung von Messeständen beteiligt.
</p>
<p>
Auch das<br />
<a href="http://www.business-associates.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weblog von Dort</a> bringt keine weitere Erkenntnis – abge-sehen davon, dass er openBC als einzigen externen Link als „genialen Business Club“ mit „kongenialen Usern aus allen Managerebenen“ anpreist. socialBC &#8211; Alles nur Eigen-PR von Dort?
</p>
<p>
Für eine juristische Auseinandersetzung mit dem Marktführer aus Hamburg fehlt dem eigenfinanzierten socialBC jedenfalls nach eigenen Angaben die Finanzkraft. Schon die 2.000 € Kosten, die mit der Abmahnung verbunden sein sollen, scheinen für die Betreiber ein finanzielles Problem darzustellen.
</p>
<p>
Durch Spendenangebote und Informationen über juristischen Beistand versuchen engagierte Mitglieder dem Betreiber der Website und seinem Team Mut zu machen. Die Mitglieder geben sich in ihren Kommentaren des Forums kämpferisch und signalisieren eine hohe Spendenbereitschaft um eine finanzielle Basis für das Weiterbestehen des Projekts zu gewährleisten.
</p>
<p>
Nach anfänglichem Zögern nimmt Alexander Dort die Hilfe seiner Unterstützer nun doch an. &quot;Zu wichtig ist auch der soziale Aspekt, den wir über socialBC erzeugen wollen und es scheint fast, als wäre eine Niederlage von socialBC gleichzusetzen mit einer Niederlage sozialer Verantwortung vor dem Kommerz&quot; schreibt Dort.
</p>
<p>
Gleichzeitigt beteuert er, es sei „definitiv“ nie Absicht gewesen, in „irgendeiner Form mit openBC verglichen zu werden“. Vielmehr sei eine grafische Nähe zum openBC-Projekt eher so zu erklären, dass die eigene Aktivität auf der Plattform openBC mit „tausenden ge-schriebenen Zeilen und hunderten von Stunden wohl visuell prägend für mich“ gewesen sein könnten.
</p>
<p>
Dort ist nicht der einzige Projektmacher, dem eventuell Plagiatsvor-würfe von openBC gemacht werden können. Im hauseigenen Weblog von openBC wird etwa die Website „successBC“ genannt, die eben-falls eng an das Original angelehnt zu sein scheint und ebenfalls inzwischen von openBC abgemahnt wurde. Ob dies weiteren Angeboten droht, die sich ebenfalls von openBC inspirieren ließen, bleibt derzeit offen.
</p>
<p>
Auch wenn Alexander Dort sich bei der Auseinandersetzung nach eigener Darstellung keinesfalls an „David gegen Goliath“ erinnert sehen möchte sondern eher an einen Konflikt zwischen „Stan Laurel und Oliver Hardy“ &#8211; die ganze Sache hätte vermutlich leicht vermieden werden können. OpenBC griff offenbar ohne Vorwarnung zum Instrument der Abmahnung – vielleicht hätte es auch eine inoffizielle Warnung in Freundschaft getan. Die Rolle des „Underdogs“ jedenfalls steht socialBC nur teilweise gut.
</p>
<p class="fett">
</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Webwerkzeuge für Frauen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/webwerkzeuge-fuer-frauen-587/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Maria Schertler]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Networking]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Webgrrls]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Das Internetmagazin Konr@d wählte <b>Karin Maria Schertler</b>, 31, 1998 zu einer der 25 wichtigsten deutschen &#34;Cyberfrauen&#34;-
und das mit gutem Grund: 1997 baute  Schertler eine Dependance des internationalen Netzwerkes <a href="http://www.webgrrls.de/">&#34;webgrrls&#34;</a> in Deutschland auf,
nachdem sie in New York zufällig die Webgrrls und deren Gründerin Aliza Sherman kennengelernt hatte.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Das Internetmagazin Konr@d wählte <b>Karin Maria Schertler</b>, 31, 1998 zu einer der 25 wichtigsten deutschen &quot;Cyberfrauen&quot;-<br />
und das mit gutem Grund: 1997 baute  Schertler eine Dependance des internationalen Netzwerkes <a href="http://www.webgrrls.de/">&quot;webgrrls&quot;</a> in Deutschland auf,<br />
nachdem sie in New York zufällig die Webgrrls und deren Gründerin Aliza Sherman kennengelernt hatte.</span><!--break--></p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/schertler/images/karin.jpg" alt="Karin Maria Schertler" border="1" height="230" hspace="0" vspace="0" width="190" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer>
			</td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Karin Maria Schertler</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Begeistert von den Möglichkeiten<br />
eines solchen Netzwerkes beschloss sie zurück in Deutschland, dass es<br />
auch hier für Frauen die Gelegenheit geben sollte, auf unkomplizierte<br />
Art und Weise Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Also<br />
gründete sie im August 1997 die deutschen Webgrrls, &quot;ohne zu wissen,<br />
worauf ich mich damit einließ&quot;, wie sie heute sagt. Denn 1999, nach nur<br />
zwei Jahren, gibt es in Deutschland bereits über 4000 Webgrrls, die<br />
sich neben dem virtuellen Kontakt über Mailinglisten mittlerweile in<br />
sechs regionalen Gruppen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg,<br />
München und Stuttgart auch real treffen.<br />
Und auch für die Zukunft der Webgrrls hat Karin Maria Schertler noch<br />
viele Pläne: ein Verein sollen sie werden, damit das Netzwerk Webgrrls<br />
Deutschland e.V. sich mit anderen wichtigen Frauen- und<br />
Branchennetzwerken zur schnelleren Verfolgung gemeinsamer Interessen<br />
zusammenschließen kann.<br />
Die Quereinsteigerin, die Europäische Betriebswirtschaft studierte und<br />
vom klassischen Verlagsgeschäft schließlich zu den Neuen Medien<br />
wechselte, ist heute Mitglied der Geschäftsleitung bei der Münchener<br />
Werbeagentur &quot;die argonauten&quot; und leitet dort die interactive unit II. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Frau Schertler, was genau sind die webgrrls und was hat sie<br />
dazu bewogen, ein deutsches Pendant zu dem amerikanischen<br />
Modell aufzubauen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Webgrrls Deutschland ist ein Netzwerk für Frauen, die im Bereich<br />
&quot;new media&quot; tätig sind. Aufgabe und Ziel ist es, diese Frauen zu<br />
vernetzen, um zum einen ihre berufliche Weiterentwicklung und zum<br />
anderen ihre Präsenz und ihren Einfluß innerhalb der Branche zu<br />
fördern. Dieses Forum für Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch,<br />
Jobvermittlung, Weiterbildung und Networking wird getragen<br />
vom Gedanken des &quot;Gebens und Nehmens&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als ich 1995/1996 in New York bei Newsday Electronic Publishing tätig war, lernte ich<br />
per Zufall die New Yorker Webgrrls &#8211; sozusagen die Keimzelle des inzwischen internationalen<br />
Netzwerkes &#8211; und deren Gründerin Aliza Sherman kennen.<br />
Die Selbstverständlichkeit, mit der Jobs angeboten und nachgefragt wurden,<br />
mit der Tips und Tricks rund um das Thema &quot;Internet&quot; ausgetauscht wurden, und<br />
der Enthusiasmus der so diversen Teilnehmerinnen diese neue Branche aktiv mitzugestalten,<br />
begeisterten mich derart, daß ich spontan Mitglied bei den New Yorker Webgrrls wurde.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zurück in Deutschland vermißte ich diese unkomplizierte Art des Kontakteknüpfens auf<br />
beruflicher Ebene und des Erfahrungsaustausches unter Gleichgesinnten. Schließlich bewegte<br />
sich frau damals noch mehr als heute in einer überwiegend männlich geprägten Arbeitswelt.<br />
Was lag also näher, als das internationale Netzwerk der Webgrrls um eine weitere Dependance<br />
zu erweitern?<br />
So kam es, daß ich im August 1997 mit Webgrrls Deutschland begann &#8211;<br />
ohne zu wissen, worauf ich mich letztendlich einlasse&#8230;  </span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b>  Welche Hilfe bieten die webgrrls Frauen, die beruflich<br />
mit dem<br />
Internet zu tun haben oder auch jungen Frauen, die sich dafür<br />
interessieren?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Virtueller Erfahrungsaustausch via 4 Mailinglisten: Job, Business,<br />
Webentwicklung und  Privat. Ferner gibt es inzwischen 6 Regionalgruppen<br />
(Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, München) die ein<br />
sehr umfangreiches Programm anbieten: von Stammtischen bis hin zu<br />
Workshops und Vorträgen (Webdesign, HTML-Programmierung, Existenz-<br />
Gründung, Online-Recht, etc.). Für junge Frauen in der Berufsfindungsphase<br />
werden Orientierungsveranstaltungen angeboten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Gibt es Bemühungen seitens der webgrrls, diejenigen Frauen und<br />
Mädchen zu erreichen, bei denen noch Hemmungen gegenüber diesem Medium<br />
vorhanden sind, und wie sehen diese Bemühungen aus?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Mit der Möglichkeit, sich über die Webgrrls-Mailinglisten virtuell<br />
auszutauschen,<br />
sind unsere Mitgliedsfrauen räumlich und zeitlich ungebunden.  Gerade<br />
für Frauen in ländlichen Regionen oder für Frauen, die zeitweise im Ausland<br />
tätig sind oder ein Austauschsemester absolvieren, stellt dies somit eine ideale<br />
Form der Vernetzung dar: unkompliziert und effizient. Eine Voraussetzung um<br />
Webgrrl zu werden ist allerdings die Nutzung eines Email-Accounts. Für Frauen,<br />
die noch Hemmungen gegenüber dem Internet haben, oder für junge Frauen in<br />
der Berufsfindungsphase bieten die Webgrrls jedoch regelmäßig Informations-<br />
Veranstaltungen an. Und natürlich leisten viele unserer Mitgliedsfrauen<br />
tatkräftige Überzeugungsarbeit  in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass Frauen und Mädchen trotz<br />
steigender User-Zahlen immer noch eine unterrepräsentierte Gruppe in den<br />
neuen Medien sind? Gibt es irgendwelche speziellen Hindernisse, die<br />
gerade Frauen und Mädchen auf dem Weg ins Internet zu überwinden haben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Frauen setzen sich mit dem Medium Internet anders auseinander als Männer.<br />
Um es auf einen Punkt zu bringen: &quot;for men it&#8217;s a toy, for women it&#8217;s a tool&quot;.<br />
Zugegebenermaßen waren viele Internetanwendungen in den frühen Jahren des<br />
World Wide Webs nicht sehr nutzenorientiert und erst in den letzten ein, zwei<br />
Jahren haben wir einen verstärkte Entwicklung von Mehrwert-orientierten<br />
Anwendungen (e-commerce, e-banking, e-auktionen u.s.w.) gesehen. Hinzu kommt,<br />
daß viele Frauen die Chancen, die Ihnen das Internet bieten um den Alltag leichter<br />
zu gestalten, oft nicht für sich erkennen. Für sie steht primär der Computer<br />
und all der technische Kauderwelsch im Vordergrund. Daß der Computer<br />
letztendlich aber nur das Tool ist im Internet von A nach B zu kommen , sehen<br />
sie oft nicht. So wie man nicht wissen muß wie ein Auto bis ins letzte Detail funktioniert,<br />
um von A nach B zu kommen, braucht man auch nicht zu wissen, wie ein Computer<br />
funktioniert, um surfen zu können. Die Frauen aber, die sich mit den Chancen des<br />
Internets auseinandersetzen, sind oftmals restlos begeistert. In Aliza Shermans Buch<br />
Cybergrrl &#8211; der Internetguide für Frauen (Signum Verlag) finden sich ein Vielzahl<br />
von weiblichen Biographien, die diese Tatsache sehr schön unterstreicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Wie wird sich ihrer Meinung nach die Situation für Frauen in der<br />
Informationsgesellschaft in den nächsten Jahren ändern?<br />
Denken Sie, dass zur Verbesserung der Situation der Frauen in diesem<br />
Bereich auch Impulse aus der Politik nötig sind und wenn ja, wie könnten<br />
diese aussehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Wie ein Blick über den großen Teich zeigt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis<br />
die Internetnutzerschaft zu gleichen Teilen männlich und weiblich ist. Sinkende<br />
Telekommunikationskosten, nutzenorientierte Internetapplikationen für die<br />
Zielgruppe &quot;Frauen&quot; und Aktionen wie &quot;Frauen ans Netz&quot;  initiiert von der<br />
Telekom, der Frauenzeitschrift Brigitte und der Intitiative &quot;Frauen geben<br />
Technik neue Impulse&quot; unterstützen den ohnehin nicht zu bremsenden<br />
Trend zu einer verstärkt weiblichen Nutzerschaft.<br />
Weniger optimistisch ist mein Ausblick jedoch, wenn es darum geht, die Berufswahl junger<br />
Frauen zu beurteilen. Leider stehen immer noch die klassischen &#8211; und<br />
schlecht bezahlten &#8211; Frauenberufe auf der Beliebtheitskala weit oben. Daß aber<br />
im Bereich der Neuen Medien die Sterne so leicht zu greifen sind, übersehen viele.<br />
Hier fehlt es meiner Meinung nach an gezielter Förderung von Mädchen im<br />
Hinblick auf die neuen Medien sowie an weiblichen Vorbildern in der Gesellschaft.<br />
Hier ist die Politik gefordert &#8211; aber auch Netzwerk wie Webgrrls Deutschland leisten<br />
hierzu einen wichtigen Beitrag indem sie junge Frauen für die Neuen Medien<br />
begeistern und ihnen als berufliche Vorbilder dienen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Vielen Dank für das Gespräch.<br />
<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview führte Jana Schröder.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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