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	<title>Netzaktivismus &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Netzaktivismus &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Köpfe voll – Kasse leer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2014 16:03:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Netzaktivismus ist hierzulande ein zähes Geschäft. Trotz Ausspähskandal und nicht enden wollender Enthüllungen fehlt dem Engagement im und um das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bekassine.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140522" alt="Bekassine" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bekassine.png" width="640" height="345" /></a>Netzaktivismus ist hierzulande ein zähes Geschäft. Trotz Ausspähskandal und nicht enden wollender Enthüllungen fehlt dem Engagement im und um das Netz oft die finanzielle Basis. Die Frage ist: Warum bekommen deutsche Internetaktivisten zu wenig finanzielle Unterstützung?<br />
Die Bekassine, der Vogel des Jahres 2013, wird auch „Meckervogel“ genannt, nicht weil er sich über die permanente Zerstörung seines Lebensraumes beschwert, sondern weil das Meckern zu seinen typischen Balzgeräuschen gehört. Anscheinend lockt das Meckern nicht nur Weibchen an, sondern auch spendable Vogelschützer, denn über 75.000 ehrenamtliche Helfer kümmern sich darum, dass der Lebensraum des Vogels erhalten bleibt.<br />
Der Netzaktivist und Internetberater Sascha Lobo hatte auf der diesjährigen re:publica in seiner <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3hbEWOTI5MI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Rede zur Lage der Nation“</a>, die Bekassine als Beispiel dafür angeführt, dass die Eltern der Netzgemeinde etwas können, was die Kinder der Kostenlosgesellschaft anscheinend verlernt haben: sich finanziell für etwas einzusetzen, was ihnen am Herzen liegt. Das Ganze kulminierte in der Anklage: „Ihr twittert, aber ihr überweist nicht“.<br />
Sascha Lobo übertreibt gern ein wenig. Natürlich wird auch für netzpolitische Aktivitäten und Organisationen gespendet. Aber in dem vergleichsweise geringen Spendenvolumen, das auch <a href="http://politik-digital.de/spenden-im-netz-fuers-netz-ein-ueberblick/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unsere Recherche</a> ergeben hat, drückt sich etwas anderes aus: unsere Unfähigkeit, die Bedrohung und die bereits eingesetzte Zerstörung des digitalen Lebensraumes sichtbar zu machen. Denn die Empörung über die NSA-Affäre ist nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen.</p>
<h3>Wo liegt das Problem?</h3>
<p>Wolfgang Michal geht in <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/whistleblower-edward-snowden-der-hat-doch-gar-nichts-enthuellt-12982298.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seinem Artikel in der FAZ</a> sogar noch einen Schritt weiter, indem er behauptet, dass Edward Snowden gar nichts enthüllt habe, da die Enthüllungen frei von Inhalten gewesen seien und es sich nur um Metainformationen, um Zahlen-Hülsen handele, die aber nicht zu einer Emotionalisierung der Debatte führen würden. Michal zitiert dabei auch die Netzaktivistin Anne Roth, die in ihrer Analyse die Lethargie gegenüber der NSA-Affäre auf das Ohnmachtsgefühl gegenüber einem übermächtigen Gegner, auf die Genügsamkeit der Protestierenden, aber auch auf deren Zersplitterung und auf Eitelkeiten untereinander zurückführt.<br />
Und hier sind wir wieder beim Thema Geld. Die Netzaktivisten haben eine Menge Ideen im Kopf, aber sie konkurrieren auch um die begrenzten ökonomischen Mittel. Lobo hat deswegen Recht, wenn er fordert, dass wir für eine andere Netzkultur, für mehr Bürgerrechte im Internet mehr Geld, also Spenden benötigen. Nur müssen sich die Netzaktivisten auch kritisch fragen lassen, ob sie bei der Spendenakquise alles richtig machen. Sind die Kampagnen einfach und klar, die Ziele verständlich, ziehen alle Organisationen an einem Strang und &#8211; das ist die entscheidende Frage &#8211; wissen die Spender genau, was mit ihrem Geld passiert, sind also die Ausgaben transparent dargelegt?</p>
<h3>Mit guten Geschichten und langem Atem!</h3>
<p>In der NSA-Affäre wird das ungenaue Ziel vieler Kampagnen leider genau deutlich: Es gibt zu wenige Geschichten, keine tatsächliche Konsequenz aus dieser Affäre. Dem einen oder anderen Aktivisten wurde die Einreise in die USA verwehrt. Ok. Aber es ist (noch) nicht fassbar, wie wir uns verändern, wie wir Gedanken nicht mehr schreiben, weil wir uns zensieren und sie irgendwann auch nicht mehr denken. Diese Geschichten können aber geschrieben werden, sie brauchen nur einen langen Atem, sie brauchen großzügige Budgets und Journalisten mit Mut, die diesen Weg gehen wollen.<br />
Die Bekassine hat es da einfacher. Es ist sichtbar, wie ihr Lebensraum zerstört wird und dass immer weniger Exemplare der Spezies zu finden sind. Sie ist ein schutzloser Vogel, den wir Menschen bedrohen. Dass es schwieriger ist, Emotionen zu wecken, wenn wir uns gegenseitig bedrohen, einsperren, foltern oder töten, dies erleben viele Menschen auf dieser Welt leider tagtäglich.<br />
Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/snoopsmaus/14216274406" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr/snoopsmaus</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Spenden im Netz fürs Netz – ein Überblick</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/spenden-im-netz-fuers-netz-ein-ueberblick-140482/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2014 15:17:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Netzpolitik und digitale Bürgerrechte – ein Nischenthema für Nerds und Netzaffine oder die größte Herausforderung unserer gegenwärtigen Gesellschaft? Irgendwie stimmt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Spenden.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140483" alt="Spenden" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Spenden.png" width="640" height="338" /></a>Netzpolitik und digitale Bürgerrechte – ein Nischenthema für Nerds und Netzaffine oder die größte Herausforderung unserer gegenwärtigen Gesellschaft? Irgendwie stimmt ja beides. Während sich die Zivilgesellschaft zu Themen rund um das Internet immer besser organisiert, fehlt der wachsenden Anzahl an Akteuren in vielen Fällen die breite, leider auch finanzielle, Unterstützung. Doch worüber finanzieren die Organisationen sich stattdessen, wie akquirieren sie Spenden und worin unterscheiden sie sich in Finanzierung und Struktur? Ein Überblick über die Netzaktiven und Aktiven im Netz.<br />
Mit seiner <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3hbEWOTI5MI&amp;feature=kp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Rede zur Lage der Nation“</a> auf der diesjährigen re:publica ging es Sascha Lobo auch darum, eine Diskussion über Internet-Aktivismus und dessen chronische Unterfinanzierung anzustoßen. Knackpunkt ist dabei häufig die mangelnde Bereitschaft der Sympathisanten, sich auch tatkräftig oder mittels Spenden zu engagieren. Um den ewigen Status als „Hobby-Lobby“ zu überwinden, müssten die Netzorganisationen ihre Finanzierung jedoch umso mehr auf ein festeres Fundament stellen &#8211; unabhängig und jenseits von Zeitdruck und ökonomischen Zwängen.<br />
Wo also liegt das Problem? Sind die Menschen tatsächlich nicht bereit, netzpolitisches Engagement zu unterstützen? Fehlt es an öffentlichkeitswirksamen Narrativen, handfesten Bedrohungen oder dem Bewusstsein für die Bedeutung netzpolitischer Themen? Oder mangelt es an Professionalität in der Öffentlichkeitsarbeit und Spendenakquise der Organisationen und Vereine?<br />
Unter dem Motto <em>„Was kostet die Demokratie?“</em> wollen wir herausfinden, wie es denn nun konkret um die Spendenbereitschaft der Netzinteressierten bestellt ist und welchen Anteil Spenden in den Einnahmen der führenden Netzorganisationen haben. Wir versuchen einen besseren Einblick in die Finanzierung spendengestützter Netzorganisationen zu gewähren und die Mittelverwendung  verstärkt zu thematisieren. Mit diesem Beitrag wollen wir die Debatte über Defizite, Möglichkeiten und Professionalisierungsbedarf der Organisationen, zu der wir auch unsere zählen, fortsetzen.</p>
<h3>Wie ist das bei uns?</h3>
<p>Aus eigener Erfahrung mit unserer Arbeit für <b>politik-digital e.V.</b> können wir sagen, dass Spenden mit unter 5.000 Euro im Jahr gegenüber 350.000 Euro Gesamteinnahmen nur minimal zu unserer Finanzierung beitragen. Stattdessen sind wir in unserer Arbeit auf alternative  Finanzierungsmodelle angewiesen. So generieren wir einen Großteil der Einnahmen durch Dienstleistungen in den Bereichen Redaktion und Live-Kommunikation. Damit finanzieren wir u.a. die Redaktion und den Betrieb von politik-digital.de als verlagsunabhängige und parteienübergreifende Informations-, Kommunikations- und Partizipationsplattform zum Thema Politik und Internet.<br />
Auftraggeber der Dienstleistungen sind beispielsweise die Bundeszentrale für politische Bildung (<a href="http://www.bpb.de/politik/wahlen/europawahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Dossier zur Europawahl</a>), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (<a href="http://www.ganztagsschulen.org/">http://www.ganztagsschulen.org/</a>), die <a href="http://www.test.de/suche/?q=chat&amp;ff=P3F1ZXJ5PWNoYXQmY2hhbm5lbD1kZSZmb2xsb3dTZWFyY2g9OTk3NSZmb3JtYXQ9WE1M0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Warentest</a> oder der Deutsche Akademische Austauschdienst (<a href="https://www.study-in.de/de/community/chat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DAAD</a>). Mit der <a href="http://digitale-buergersprechstunde.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Bürgersprechstunde</a> (DBS) wird außerdem eines unserer Projekte in Teilen von Google Deutschland mit unterstützt.<br />
Fundraising betreibt der Verein nur in geringem Maße. Zwar wird für die DBS gezielt um Zuschüsse und Spenden geworben, darüber hinaus beschränkt sich die Akquise allerdings auf wenig prominente <a href="http://verein.politik-digital.de/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenaufrufe auf unserer Seite</a>.<br />
Wir fragten bei insgesamt 12*<ins cite="mailto:SimonePoldi" datetime="2014-06-17T17:41"></ins><ins cite="mailto:SimonePoldi" datetime="2014-06-17T17:41"></ins> Vereinen, Organisationen und Initiativen im Bereich der Netzpolitik und des Netz-Aktivismus nach, um Einblicke in den Status Quo der Spendenbereitschaft zusammenzutragen und Lobos Klage mit den notwendigen Fakten zu unterlegen. In sieben Fragen baten wir sie um Auskunft darüber, wie hoch ihre Spendeneinnahmen (auch gegenüber alternativen Einnahmequellen) sind, woher diese größtenteils stammen und auf welche Weise bzw. wie aufwendig sie um Spenden werben. Antworten erhielten wir von acht der angeschriebenen Organisationen. In einem Fall konnten wir die Informationen teilweise selbst recherchieren.</p>
<h3>Netzpolitik: Ein heterogenes Feld</h3>
<p>Nach einem ersten Blick auf die Antworten wird zunächst eines deutlich: So unterschiedlich die von uns adressierten Akteure in Struktur, Aktivitäten und Inhalten sind, so vielfältig sind auch ihre Finanzierungsmodelle. Während sich einige Vereine vorrangig über ihre Mitgliederbeiträge und somit relativ solide finanzieren können, sind andere Organisationen sehr viel mehr von Spenden abhängig. Andere wiederum finanzieren sich teilweise über Dienstleistungen oder konkrete Kampagnenzuschüsse. Außerdem muss unterschieden werden zwischen Organisationen, die vor allem von Großspendern wie Stiftungen oder gar Unternehmen getragen werden, und jenen, die vor allem Einzelpersonen ansprechen. Im Folgenden haben wir versucht entlang dieser Differenzierungen das Feld der im Netz aktiven und netzpolitischen Organisationen zu skizzieren und ihren Praktiken der Spendenakquise gegenüberzustellen.</p>
<hr />
<p>[expand title=&#8221;<strong>Digitalcourage</strong>&#8220;]<br />
Jenseits der Berliner Hauptstadtblase verrichten beispielsweise die Netzaktivisten von <a href="http://digitalcourage.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Digitalcourage</b> <b>e.V.</b></a> (vormals FOEBUD) seit 1987 ihre Arbeit in Bielefeld. In ihrem Engagement für „<a href="https://digitalcourage.de/ueber-uns" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerrechte, Datenschutz und eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter</a>“ richten sie sich mit verschiedenen Aktionen, Projekten und Initiativen an die Öffentlichkeit.<br />
Hier machten im Geschäftsjahr 2012 (<a href="https://digitalcourage.de/ueber-uns/transparenzbericht-wer-steht-hinter-digitalcourage-und-wie-verwenden-wir-die-spenden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparenzbericht</a>) die erwirtschafteten Einnahmen etwa 20 Prozent der Gesamteinnahmen von ca. 315.000 Euro aus, Mitgliedsbeiträge etwa 11 Prozent, Einzelspenden ca. 30 Prozent sowie Großspenden und Zuschüsse  41 Prozent. Eine besondere Rolle nehmen bei Digitalcourage gezielte Bezuschussungen im Rahmen der <a href="https://www.bigbrotherawards.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Brother Awards</a> ein. Die Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen kann damit insgesamt als hoch angesehen werden.<br />
Der Verein ist allerdings darum bemüht, sein finanzielles Fundament vor allem über Kleinspenden zu stützen, die für einen breiteren Rückhalt in der Gesellschaft stehen. Dazu ist es laut eigener Aussage insbesondere wichtig, auch jenseits der netzaffinen Community Geldgeber zu gewinnen. Dennoch setzen die Bielefelder vor allem auf klassische Spendenaufrufe in ihrem Newsletter, in ihren Druckmaterialien und auf <a href="https://digitalcourage.de/spende" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihrer Homepage</a>. Darüber hinaus werden Stiftungen und weitere korporative Geldgeber gezielt und projektbezogen angeschrieben. Gegen externes Fundraising hat man sich hier jedoch bewusst entschieden und integriert die Akquise stattdessen in die alltäglichen Bürotätigkeiten, um Wissen und Ressourcen innerhalb des Vereins zu belassen. Darüber hinaus wurde ein Fundraisingberater hinzugezogen, um das Team in diesem Bereich weiter zu schulen.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: mittel<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: mittel<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Internet Gesellschaft Collaboratory</strong>&#8220;]<br />
Eine völlig andere Finanzstruktur findet sich beim <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Internet &amp; Gesellschaft Collaboratory e.V.</b></a>, das aber auch andere Ziele verfolgt. Als „ <a href="http://www.collaboratory.de/w/%C3%9Cber_uns" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offene Experten- und Interventionsplattform</a>“ will das CoLab vor allem dazu dienen, interdisziplinär und praxisbezogen neue Diskussionen und Projekte in der digitalen Gesellschaft anzustoßen.  Der junge Verein (Gründungsjahr 2012) zehrt noch von einer Anschubfinanzierung des Initiators Google Deutschland und war auch im vergangenen Jahr weiterhin stark auf die Spenden des Konzerns angewiesen (56,7 Prozent der Gesamteinnahmen). Die restliche Finanzierung errechnet sich durch einen Jahresübertrag, nicht-monetäre Zuwendungen und  zu 11,3 Prozente über projektbezogene Kostenbeteiligungen (u.a. Bertelsmann Stiftung, Wikimedia). Kleinspender stehen hingegen  bislang noch kaum auf der Geberliste des Vereins (unter 5 Prozent). Darüber hinaus profitiert das CoLab projektbezogen auch von der engen Zusammenarbeit und dem Austausch mit anderen Organisationen.<br />
Entsprechend seiner Finanzierungsstruktur adressiert das Collaboratory vornehmlich Unternehmen und Stiftungen, die im selben Feld tätig sind, „d.h. mit dem Internet oder weitestgehend mit dem digitalen Wandel in Berührung stehen.“ Neben dem obligatorischen Spendenaufruf auf der Webseite und einem Eintrag bei <a href="https://www.boost-project.com/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">boost-project.com</a>, werden diese gezielt angeworben, häufig auch im Rahmen konkreter Projektfinanzierung (Sponsoring). Insgesamt verwendet der Verein 40-50 Prozent seiner Personalausgaben auf Fundraising.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: hoch<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Digitale Gesellschaft</strong>&#8220;]<br />
Die <a href="https://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Digitale Gesellschaft</b></a> gründete sich 2010 und wurde auf der re:publica 2011 der Netz-Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem hat der eingetragene Verein einen stabilen Stamm an <a href="https://digitalegesellschaft.de/foerdermitglied/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fördermitgliedern</a> aufgebaut, der sein finanzielles Rückgrat bildet. Durch konstante monatliche Mitgliedsbeiträge von mindestens 5 Euro und durchschnittlich 5-10 Euro verschaffen die Fördermitgliedschaften den Netzaktivisten eine gewisse Planungssicherheit. Darüber hinaus spielen traditionelle Kleinspenden eine große Rolle. Insgesamt kam die Organisation im Jahr 2011 somit auf eine Spendensumme von knapp 13.500 Euro, wie dem aktuellen <a href="https://digitalegesellschaft.de/uber-uns/transparenz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparenzbericht</a> zu entnehmen ist. Die zweite große Säule der Finanzierung bilden Großspenden von Stiftungen. Seit Mai 2013 beispielsweise empfängt der Verein eine Förderung der <a href="http://www.opensocietyfoundations.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftungsgruppe Open Society Foundations</a>, die im vergangenen Jahr jede Spendeneinnahme des Vereins mit einem Euro bezuschusst hat. Auch konnte die Bridge-Stiftung zwischen 2012 und 2013 dafür gewonnen werden, die <a href="http://echtesnetz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampagne der Digitalen Gesellschaft zur Netzneutralität</a> mit 9.500 Euro zu unterstützen.<br />
Bereits auf ihrer Startseite wirbt die Digitale Gesellschaft sehr prominent um Fördermitglieder. „Arbeit für digitale Bürgerrechte kostet Zeit und Geld“, heißt es dort. Angesichts der geringen Anzahl hauptberuflicher und voller Arbeitsstellen betreibt der Verein kein aufwendiges oder professionelles Fundraising, sondern bindet den Spendenappell stattdessen <a href="https://digitalegesellschaft.de/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf der Webseite</a> und in Publikationen ein. Außerdem bemüht man sich stetig, bestehende Förderungen zu erhalten bzw. zu verlängern, und um neue Förderpartnerschaften projektbezogen zu werben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: mittel<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>netzpolitik.org</strong>&#8220;]<br />
<a href="https://netzpolitik.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>netzpolitik.org</b> </a> versteht sich selbst als „<a href="https://netzpolitik.org/about-this-blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plattform für digitale Bürgerrechte</a>“ und besteht in seiner derzeitigen  Form seit dem Jahr 2004. Mit seiner  journalistischen Arbeit bewegt sich der Verein an der Schnittstelle von Internet, Gesellschaft und Politik. Dabei finanziert er sich nach eigener Aussage über mehrere Quellen: zum einen über Werbung, Gastbeiträge in anderen Medien und Einnahmen aus externen Vorträgen der Autoren, zum anderen über die Community, also<a href="https://netzpolitik.org/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> spendenbasiert</a>. Allerdings reichen die Einnahmen über die zuerst genannten klassischen Finanzierungsmodelle nicht aus. Dementsprechend sind die Netzpolitik-Experten zusätzlich auf Spenden angewiesen, um sich unabhängig und angemessen mit ihren Themen auseinandersetzen zu können.<br />
2013 startete man aufgrund des systematisch unausgeglichenen Haushaltes eine <a href="https://netzpolitik.org/2013/was-wollen-wir-mit-mehr-finanzierung-schaffen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenkampagne und -Debatte</a>  innerhalb der eigenen Community und legte im Zuge dessen auch <a href="https://netzpolitik.org/wp-upload/Infografik_netzpolitik_klein-725x1024.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die eigene Finanzierung</a> offen. Ziel sollte es unter anderem sein, die Leser davon zu überzeugen, so genannte Freiwilligen-Abonnements abzuschließen. Ein erstes positives <a href="https://netzpolitik.org/2014/unser-vermarktungsdilemma-teil-2-freiwillige-finanzierung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fazit</a> zog netzpolitik.org-Gründer Markus Beckedahl  zu Beginn dieses Jahres: Seit dem Appell verfügt der Verein über relativ kontinuierliche Spendenzuflüsse von etwa 5.500 Euro monatlich und konnte dadurch sogar eine zusätzliche Halbtagsstelle finanzieren. Entsprechend ist und bleibt netzpolitik.org sehr stark auf die Spendenbereitschaft seiner Nutzer angewiesen.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: mittel<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>abgeordnetenwatch.de</strong>&#8220;]<br />
Ein etwas anderes Ziel verfolgt <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Abgeordnetenwatch.de</b></a>. Die Organisation will einen  „direkten Draht von Bürgerinnen und Bürgern zu den Abgeordneten und Kandidierenden“  herstellen. Auch darüber hinaus setzt sich die Organisation für öffentlichen Dialog, Transparenz und die Verbindlichkeit von Politik ein.<br />
Das organisationale Konzept  sticht in gewisser Weise aus dem Feld der politischen Netzorganisationen heraus. Abgeordnetenwatch.de versteht sich als Sozialunternehmen und verfügt über eine bei Sozialunternehmen immer beliebtere Hybridstruktur, sprich eine Doppelstruktur aus Verein und GmbH: Die GmbH übernimmt  als technischer Dienstleister Aufträge für den Verein und stellt sie diesem in Rechnung. Im Jahr 2013 betrug der Wert dieser Dienstleistungen 73.471 Euro. Weitere Einnahmequellen der GmbH sind Medienpartner und Dienstleistungen für Partnerprojekte im Ausland sowie Gebühren für erweiterte Profile, die Kandidaten im Vorfeld von Wahlen angeboten werden.  Die Basisprofile der gewählten Abgeordneten sind jedoch ausschließlich spendenfinanziert. Die GmbH erreichte auf diese Weise im Jahr 2013 Gesamteinnahmen in Höhe von 236.107 EUR. 24 Prozent davon machten Einnahmen aus Profilerweiterungen für Kandidaten aus.<br />
Der Verein finanziert sich über Förderbeiträge, Kleinspenden, Stiftungszuwendungen und Kooperationen und erreichte <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns/mehr/finanzierung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Jahr 2013</a> Einnahmen in Höhe von 368.393 EUR. Während die Zuwendungen von Stiftungen in den vergangenen Jahren leicht schwankten (und zuletzt sanken), ist die Zahl der Kleinspender stetig gestiegen und erreichte zuletzt einen Wert von 265.383 Euro (72 Prozent der Vereinseinnahmen).<br />
Seit 2013 existiert eine Stelle für Fundraising (neben sechs weiteren Festangestellten, den zwei Geschäftsführern und einer Vielzahl freier Mitarbeiter). Darüber hinaus bittet der Verein über den Newsletter und den Spenden-Button auf der Startseite um Zuwendungen. Zumindest 5 Prozent seiner Einnahmen konnte der Verein durch Kooperationszuschüsse zu Einzelprojekten decken.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Liquid Democracy</strong>&#8220;]<br />
An der Schnittstelle von Politik und BürgerInnen angesichts einer veränderten Kommunikationsinfrastruktur arbeitet auch der Verein <a href="https://liqd.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Liquid Democracy e.V.</b></a> Der Verein bemüht sich durch die Bereitstellung von Software und Knowhow darum, <a href="https://liqd.net/about/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">demokratische Partizipation und Teilhabe zu befördern</a>.<br />
Die Einnahmen und Ausgaben des Vereins sind entsprechend der Organisationsphilosophie sehr transparent und <a href="https://liqd.net/about/transparency/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online zugänglich</a>. Die Finanzierung teilt sich auch hier in unterschiedliche Geschäftsbereiche auf:  in den ideellen Bereich, den Zweckbetrieb sowie den steuerrechtlichen Geschäftsbereich. Die <a href="https://liqd.net/projekte/adhocracy-de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freie Software Adhocracy</a> konnte in den vergangenen Jahren konstant einen Mehrwert erzeugen (2011: ca. 1.000 Euro und 2012/2013 bereits über 5.000 Euro). Auch die Einnahmen aus Beratungsleistungen und Software- Anpassungen konnten entsprechende Gewinne generieren (etwa 6.000 Euro für 2013).<br />
Interessant ist insbesondere der ideelle Bereich: Zuwendungen im Rahmen des <a href="http://policycompass.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Projekts „Policy Compass“</a> (158.656,10 Euro) und <a href="http://www.stark-gemacht.de/de/aktuelles/meldungen/4start/gruenes_licht_erste_runde.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Aktiv mitentscheiden</a> (10.200,32Euro) beliefen sich 2013 auf zusammen rund 169.500 Euro. An Spenden hat der Verein im selben Zeitraum etwa 4.000 Euro eingenommen. Mitgliederbeiträge beliefen sich auf ca. 2.400 Euro. Im Vorjahr waren die Spendeneinnahmen mit 8.000 Euro wesentlich höher und die Mitgliederbeiträge nur geringfügig geringer. Auch von 2011 auf 2012 war das Spendenaufkommen stark gesunken (um 14.000 Euro), während die Mitgliedsbeiträge zumindest etwas zunahmen (um ca. 550 Euro). Bis auf das Jahr 2013 verzeichnete der ideelle Bereich zumeist ein Defizit.<br />
Laut eigner Aussage sind die Spender bei Liquid Democracy vor allem Einzelpersonen, die lediglich über den Spendenaufruf auf der Homepage dazu motiviert werden. Darüber hinaus unternimmt der Verein keine Bemühungen und investiert entsprechend auch nicht in professionelles Fundraising. Die Abhängigkeit von Spenden muss  im Vergleich zum gut laufenden Zweck- und Geschäftsbetrieb dementsprechend als sehr gering eingeschätzt werden.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: gering<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: gering<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Transparency International Deutschland</strong>&#8220;]<br />
Schon etwas länger im Geschäft sind die Transparenzverfechter von <a href="http://www.transparency.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Transparency International Deutschland </b></a>. Seitz 1993 engagiert sich der gemeinnützige Verein gegen Korruption und Missbrauch.  Dazu will die Organisation <a href="http://www.transparency.de/UEber-uns.44.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nach eigener Aussage</a> „Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Schaffung von Transparenz zusammenbringen“.<br />
Der Verein kann auf einen breiten und stetig wachsenden Mitgliederstamm setzen, wodurch Einnahmen zwischen 78.240 Euro (2011) und 87.040 Euro (2013) entstanden. Noch stärker fallen Mitgliedsbeiträge korporativer Mitglieder ins Gewicht, und zwar mit 110.900 Euro (2013). Die Spendeneinnahmen lagen im selben Zeitraum mit zwischen 40.331 Euro (2013) und maximal 72.895 Euro (2012) darunter und nahmen damit einen Anteil von lediglich 10-20 Prozent der Gesamteinnahmen ein. Davon sind wiederum 20-30 Prozent Kleinspender. Obgleich die Spenden nicht den maßgeblichen Teil der Finanzierung bei TI Deutschland ausmachen, stellen sie doch einen elementaren Bestandteil der Finanzstruktur dar.<br />
Die Spendenakquise richtet sich hier vor allem an Privatleute, aber es werden auch Unternehmen erreicht. In Fundraising wird allerdings nicht gezielt und direkt investiert, stattdessen wird <a href="http://www.transparency.de/Spende.1259.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">über die Website</a> sowie über ein alljährliches Mailing zu Weihnachten und über Spendenaufrufe in den Publikationen, im Newsletter und der Mitgliederzeitschrift um Spenden geworben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: mittel<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: mittel<br />
Akquise-Bemühung: mittel bis hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Wikimedia Deutschland</strong>&#8220;]<br />
Ein ähnlich etablierter Akteur ist <a href="http://wikimedia.de/wiki/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Wikimedia Deutschland</b></a>. Der gemeinnützige Verein hat sich der Förderung freien Wissens verschrieben, arbeitet eng mit der Wikimedia Foundation zusammen und unterstützt vielzählige Projekte in diesem Bereich. Das wohl bekannteste ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online Enzyklopädie Wikipedia</a>. Wikimedia finanziert sich fast ausschließlich über Spenden (2012: 91,43 Prozent, 2013: 85,53 Prozent), zu einem geringen Teil auch durch Mitgliederbeiträge (2012: 4,3 Prozent, 2013: 8,52 Prozent) und im Schnitt nur zu etwa 5 Prozent über andere Erlöse. Im Fall von Wikimedia Deutschland sprechen wir tatsächlich von jährlichen <a href="http://wikimedia.de/images/a/a0/Wmde_jb_2013_RZ_web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendeneinnahmen</a> im Millionenbereich.<br />
Die Spenden stammen zum allergrößten Teil von „Klein- und Kleinstspendern“. Nach eigener Aussage belief sich die durchschnittliche Spende im Zuge der letzten Kampagne auf eine Höhe von 22 Euro. Nur selten erreichen die Organisation Spenden im vierstelligen Bereich. Eine Ausnahme bilden einzelne Projekte wie Wikidata, für die auch größere Zuschüsse von Stiftungen erlangt werden konnten. Andere Projekte werden über Drittmittel finanziert, beispielsweise die <a href="http://wikimedia.de/wiki/Bildungsprojekte/OERde13" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OER-Konferenz</a> (Open Educational Resources) , für die zudem verschiedene Sponsoren gewonnen werden konnten.<br />
Da die Kleinspenderschaft eine so große Rolle spielt, steckt der Verein viele Ressourcen in das Fundraising. Ein Blick in das <a href="http://wikimedia.de/wiki/Mitarbeitende" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitarbeiterregister</a> zeigt, dass hierfür 2,7 Vollzeitstellen, unterstützt von vier  Werkstudenten, angestellt sind. Wikimedia setzt auf gezielte Kampagnen, um Kleinspenden seiner Nutzer einzuwerben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: gering<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Open Knowledge Foundation</strong>&#8220;]<br />
Keine Antworten, aber dafür einen ausführlichen <a href="http://okfn.de/about/#Ttigkeitsberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tätigkeitsbericht in Netz</a> konnte zur <b>Open Knowledge Foundation </b>zur Rate gezogen werden. Die Daten-Aktivisten verfügen über eine prozentual geringe Mitgliederförderung (5.000 Euro), die nur 1,5 Prozent der Gesamteinnahmen 2013 ausmachte. Spenden fielen mit ca. 29.000 Euro zumindest zu 8,4 Prozent ins Gewicht. Den größten Anteil nehmen Zuschüsse zu gezielten Projekten wie <a href="http://ec.europa.eu/information_society/apps/projects/factsheet/index.cfm?project_ref=325091" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eCloud</a> oder <a href="http://www.big-project.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BIGData</a> ein, die insgesamt 250.000 Euro (72,1 Prozent) einbrachten. Dem stehen anderweitige geschäftliche Einnahmen von circa 62.500 Euro (18 Prozent) gegenüber. 2012 hingegen waren die Gesamteinnahmen noch wesentlich geringer  (etwa 130.000 Euro) Das ähnlich hohe Spendenaufkommen (29.000 Euro) trug in diesem Jahr zu immerhin über 20 Prozent dazu bei. Die OKFN funktioniert also, wie viele der aufgeführten Organisationen auch, durch eine Mischfinanzierung. Dabei wird versucht die Fixkosten möglichst zu minimieren und projektgebunden zu arbeiten.<br />
Spendenakquise betreibt die Open Knowledge Foundation über <a href="http://okfn.de/support/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihre Seite</a> und <a href="https://www.betterplace.org/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">betterplace.org</a>. Gleichzeitig wird sehr stark projektbezogen <a href="http://okfn.de/projects/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">um Beteiligungen geworben</a>. Für Fundraising existiert zudem eine halbe Stelle und es wird im <a href="http://okfn.de/wp-content/blogs.dir/21/files/2011/01/OKFDE-Taetigkeitsbericht-2012.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tätigkeitsbericht 2012</a> als Zielsetzung  im Rahmen diverser Projekte erwähnt<br />
[/expand]</p>
<hr />
<h3>Unterm Strich</h3>
<p>Wie eingangs angedeutet, weisen die Befunde auf eine Vielfalt an Organisations- und Finanzstrukturen hin. Dennoch haben wir im Folgenden versucht, ein wenig Ordnung in das netzpolitische und -aktive Feld zu bekommen. Zentral werden hierfür die bisherigen Kategorien sein: Spendenabhängigkeit, Spendenherkunft und Spendenakquise.<br />
Um dem Leser einen Überblick über die Organisationen zu verschaffen und die Ergebnisse der Recherche auch visuell aufbereiten zu können, haben wir versucht, die untersuchten Akteure (beschränkt auf ihre Vereinstätigkeiten) entlang bestimmter Kategorien grob einzuteilen.*<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graph_Spenden.png"><img decoding="async" class=" wp-image-140493  " alt="Eigene Darstellung" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graph_Spenden.png" width="600" height="404" /></a><br />
<em>*Den Kategorien: Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen; Höhe der Mitgliederbeiträge; Anteil der Großspender; Anteil von Unternehmensspenden sowie Grad der Akquise-Bemühung wurde wurden die Werte gering, mittel oder hoch zugeordnet.</em><br />
Die <b>Abhängigkeit von Spenden</b> ist für die untersuchten Akteure allgemein sehr hoch. Viele Organisationen sind <i>nahezu vollständig</i> auf Spenden und Zuschüsse angewiesen, beispielsweise das Co:llaboratory, Wikimedia oder die Open Knowledge Foundation. Mit <i>geringen Einnahmen</i> können zumindest netzpolitik.org (über Werbung und Gastreden bzw. -Beiträge)  oder Digitalcourage (Online-Shop) zu ihrem Einnahmen beitragen.<br />
Speziell ist die Situation von Liquid Democracy und Abgeordnetenwatch, die ihre Vereinsstruktur jeweils um eine <i>geschäftstätige GmbH</i> erweitert haben. Diese Doppelstruktur macht sie jedoch nicht gänzlich unabhängig von Spenden. So finanziert sich die GmbH Parlamentenwatch z.B. vor allem über die Dienstleistungen gegenüber dem Verein. Bei Liquid Democracy hingegen erzeugt die GmbH durch externe Dienstleistungen erhebliche Zusatzeinnahmen.<br />
Eine weitere zentrale Möglichkeit, neben selbst generierten Einnahmen und sporadischen Spenden Einnahmen zu erhalten, sind <b>Mitgliedschaften. </b>Hier muss mit Blick auf die untersuchten Akteure allerdings unterschieden werden. Transparency International Deutschland kann beispielsweise auf einen klassischen Mitgliederstamm zurückgreifen, während andere Vereine wie die Digitale Gesellschaft oder netzpolitik.org eher durch Fördermitglieder im Sinne konstanter Spender unterstützt werden. Hier wäre zu überlegen, wie kleinere Vereine ihre Vereinsstrukturen weiter professionalisieren können im Hinblick auf Attraktivität und Akquise entsprechender Mitgliedschaften.<br />
Gesondert davon zu sehen sind <b>Großspenden</b> von Stiftungen, die im netzpolitischen und -aktiven Bereich eine wichtige Rolle spielen. Während sich die durchschnittliche Spende bei vielen Vereinen deutlich unter 20 Euro bewegt (Wikimedia, Digitale Gesellschaft, Liquid Democracy), kann durch entsprechende Langzeitförderungen und Projektunterstützung größere Planungssicherheit hergestellt werden. Besonders angewiesen darauf scheinen jüngere Organisationen wie die Digitale Gesellschaft oder das Co:llaboratory. Aber auch etablierte Akteure wie Transparency International greifen auf entsprechende Zuschüsse zurück. Dabei wird in vielen Fällen auch gezielt um Projektbeteiligungen geworben (Big Brother Awards von Digitalcourage, EU Policy Compass von Liquid Democracy, BIG Data von Open Knowledge Foundation, Digitale Bürgersprechtsunde von politik-digital und andere).<br />
Gewichtige <b>Spenden von Unternehmen</b> finden sich hingegen kaum auf der netzpolitischen Landkarte. Nennenswerte Spenden seitens der Wirtschaft bestätigten uns lediglich das von Google anschubfinanzierte Co:llaboratory und Transparency International. Abgeordnetenwatch erhielt zumindest Zuwendungen von unternehmensnahen Institutionen wie der Robert Bosch-Stiftung oder der Vodafon-Stiftung.<br />
So vielfältig die Wege der Mittelbeschaffung, so unterschiedlich auch die ihrer <b>Akquise</b>: Bei dem an Kleinspender gerichteten Fundraising setzen die meisten Organisationen auf Hausarbeit. Vereine wie die Digitale Gesellschaft,  Liquid Democracy, Digitalcourage oder netzpolitik.org  verfügen jedoch <i>nicht über einzelne Stellen</i>, die sich konkret mit Strategien auseinandersetzen, sondern verteilen entsprechende Arbeiten über die bestehenden Stellen und Mitarbeiter. Überraschend  ist, dass auch Transparency International nach eigener Aussage keine Arbeitsstelle im Bereich Fundraising hat.<br />
Über <i>personelle Ressourcen</i> für Fundraising verfügen hingegen die Open Knowledge Foundation (0,5 Stelle), Abgeordnetenwatch (1 Stelle) und Wikimedia. Letztere Organisation sticht jedoch deutlich heraus, da sie eine ganze Abteilung damit betraut. Auch das CoLab ließ uns wissen, dass zwischen 40 und 50 Prozent der personellen Ressourcen in die Mittelbeschaffung eingehen.<br />
Hier bleibt jedoch zu bedenken, dass viele Organisationen, ob das CoLab, die Digitale Gesellschaft oder Abgeordnetenwatch, auch Arbeitszeit in die Stiftungsförderung und Anwerbung von Projektpartnern investieren.</p>
<h3>Fazit<b> </b></h3>
<p><b>Die Stiftungen müssen‘s richten: </b>Zusammenfassend lassen sich nur wenige verallgemeinerbare Aussagen treffen. Auffällig ist mit Sicherheit, wie bedeutsam Stiftungen sind,  insbesondere in Bereichen, in denen die breite Unterstützung aus der Bevölkerung fehlt. Das betrifft in erster Linie neuere und netzpolitische Organisationen. Etablierte Akteure wie Transparency oder Wikimedia hingegen, die einen durchaus anders gelagerten Fokus haben, stehen dem gegenüber. Auch zeigt sich, dass gerade Tätigkeitsfelder, die jenseits des klassischen Aktivismus oder der netzpolitischen Öffentlichkeitsarbeit liegen, imstande sind, durch ihre Expertise und ihr Know-how Einnahmen zu generieren.<br />
<b>Wenige Spenden, wenig Akquise: </b>Der auf der re:publica 14 von Sascha Lobo gescholtene Vogel hatte mit Sicherheit keine Lobby, bis die Umweltverbände auf ihn aufmerksam machten. Netzpolitik und Transparenz haben diese auch nur zum Teil. Gerade erstere steht unter dem Verdacht, für die breite Bevölkerung vollkommen unbedeutend zu sein. Entsprechend gering sind die Bemühungen der Organisationen, auch jenseits der eigenen Klientel um Unterstützung zu werben. Fundraising, so scheint es, entwickelt sich erst mit einem erhöhten Spendenaufkommen.<br />
<b>Konkrete Angebote schaffen: </b>Eine konkrete und im besten Falle auch regionale Vogelart zu retten, ist mit Sicherheit attraktiver, als sich mit 10 Euro für „den Artenschutz“ im Allgemeinen zu engagieren. Auch beim Aktivismus im und für das Internet sind einzelne Projekte und Kampagnen eine gute Möglichkeit, Zuschüsse und Förderungen zu generieren. Vor allem oben genannte Stiftungen, aber auch Unternehmen scheinen  durchaus mehr dazu bereit, Gelder bereitzustellen, wenn klare Ziele verfolgt werden und In- und Output transparent gemacht werden. Dementsprechend sollte darüber nachgedacht werden, weniger abstrakt die „Freiheit des Netzes“ zu bewerben, als um Unterstützung für konkrete Kampagnen oder Projekte zu werben.<br />
<strong>Siehe dazu auch den Kommentar <em><a href="http://politik-digital.de/koepfe-voll-kasse-leer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Köpfe voll &#8211; Kasse leer</a></em></strong><em> von <a href="http://politik-digital.de/user/swenzel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Steffen Wenzel</a><br />
</em><br />
<em>Abschließend will ich an dieser Stelle noch einmal allen Mitarbeitern und Vertretern der hier vorgestellten Organisationen vielmals dafür danken, dass sie trotz geringer Zeitreserven bereit waren, die notwendigen Informationen bereitzustellen und auf unsere Fragen zu antworten.</em><br />
Bild: <a href="http://pixabay.com/en/money-coins-donate-moneybox-cash-230265/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay/bohed</a><small> (<a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0</a>) </small><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a><br />
&nbsp;</p>
<div>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
</div>
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		<title>Digitale Presseschau 30/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2012 14:15:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Netzaktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Association]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Defense League]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Weber]]></category>
		<category><![CDATA[Olympische Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
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					<description><![CDATA[Soziale Netzwerke können die Welt verändern. Das trifft nicht nur auf die Olympischen Spiele von London zu, sondern auch auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Soziale Netzwerke können die Welt verändern. Das trifft nicht nur auf die Olympischen Spiele von London zu, sondern auch auf die Informationsbeschaffung von Journalisten. Zwei neue Kämpfer für ein freies Netz gibt es seit dieser Woche mit der &#8220;Internet Association&#8221; und der &#8220;Internet Defense League&#8221;. Ach ja, und Pixel gehören bald zu YouTube dazu, stellen wir uns darauf ein. Dies und mehr in der heutigen Ausgabe der digitalen Presseschau.</p>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=P39-ldwnPic&amp;list=UUCjkK_Qk9BUytDlAzz0iCZw&amp;index=8&amp;feature=plcp;w=630&amp;h=340]</p>
<p>Heute Abend geht es los: Der Start der Olympischen Sommerspiele von London steht kurz bevor. In der Medienwelt gibt es kein anderes Thema mehr und auch politik-digital.de sieht sich gezwungen, dem Druck nachzugeben. Immerhin: Die 30. Olympischen Sommerspiele stehen zum ersten Mal ganz im Zeichen der sozialen Medien. Zum Beispiel werden weltweit bis zu 13.000 Tweets pro Sekunde während des Sportspektakels erwartet. Und selbst das größte Riesenrad Europas, das London Eye, wird zur Twitter-Wall der anderen Art.</p>
<p><strong><a title="Wie ARD, BBC und CNN Inhalte aus dem Social Web verifizieren" href="http://konradweber.ch/2012/07/25/ard-bbc-cnn-verifikation/">Wie ARD, BBC und CNN Inhalte aus dem Social Web verifizieren</a></strong></p>
<p>Ohne soziale Netzwerke hätte es vielleicht keinen arabischen Frühling geben. An dieser Aussage kann man zweifeln. Fakt ist jedoch, dass Blogs, YouTube, Twitter und Facebook entscheidenden Anteil am Sturz von Machthabern in der arabischen Welt hatten. Die dort veröffentlichten Informationen waren dabei nicht nur für Einheimische von Bedeutung, sondern auch für ausländische Journalisten. Wie verifiziert man aber Informationen dieser Art? Der Schweizer &#8220;Journalist 2.0&#8221; Konrad Weber hat auf seinem Blog herausgearbeitet, wie ARD, BBC und CNN mit Inhalten aus dem sozialen Netz umgehen.</p>
<p><strong><a title="Verfolgt und ausgespäht – für Wahlwerbung" href="http://blog.zeit.de/us-wahl/2012/07/25/verfolgt-und-ausgespaht-fur-wahlwerbung/">Verfolgt und ausgespäht – für Wahlwerbung</a></strong></p>
<p>Noch knapp drei Monate sind es bis zum großen Showdown ums Weiße Haus. Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney liegen bisher noch Kopf an Kopf. Wie der Zeit-Blogger Patrick Beuth in dieser Woche berichtete, setzen die US-Wahlkämpfer mehr denn je auf das Internet. Vergleichbar mit Unternehmen benutzen sie dafür Nutzer-Tracking sowie Statistik- und Datensammlungen, um möglichst zielgerichtet die Wählerschaft zu erreichen. &#8220;Verschenktes Geld&#8221; wie Beuth schreibt, denn eine neue Studie belege, dass personalisierte Online-Anzeigen bei den meisten US-Amerikanern ohne Wirkung bleiben.</p>
<p><strong><a title="Eine machtvolle Lobby entsteht" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/the-internet-association-eine-machtvolle-lobby-entsteht-11833278.html">Eine machtvolle Lobby entsteht</a></strong></p>
<p>Lobbyverbände gibt es viele. Ein Novum ist allerdings die am Mittwoch neu gegründete &#8220;Internet Association&#8221;, der die größten Internetgiganten wie Google, Facebook, Amazon und Ebay angehören werden. Wie der FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld aufzeigt, treten die Initiatoren für ein &#8220;offenes, innovatives und freies Internet&#8221; ein. Wir sind gespannt auf die &#8220;vereinte Stimme der Internetwirtschaft&#8221;.</p>
<p><strong><a title="Die Liga der Netzaktivisten" href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-07/internet-defense-league-aktivisten">Die Liga der Netzaktivisten</a></strong></p>
<p>Neben der neuen Lobbygruppe der Internetunternehmen will sich in Zukunft auch die &#8220;Internet Defense League&#8221; auf ihre Art für ein freies Netz einsetzen und den Kampf dafür vereinfachen. Eike Kühl, Autor und Blogger bei Zeit Online, beschreibt, wie Unterstützer der neuen Liga auf die erfolgreichen Proteste gegen die US-Gesetzesentwürfe SOPA und PIPA setzen und auf aktuelle Pläne, Vorhaben und Proteste hinweisen. Namhafte Unterstützer wie die Open Source-Softwarebetreiber WordPress und Mozilla und Bürgerrechtsorganisation wie die Electronic Frontier Foundation (EFF) wollen zusätzlichen Druck auf die Politik ausüben. &#8220;Das ist nötig&#8221;, kommentierte Kühl dieses Vorhaben.</p>
<p><strong><a title="Anonyme Aktivisten" href="http://taz.de/Youtube-bietet-Gesichts-Verpixelung/!97625/">Anonyme Aktivisten</a></strong></p>
<p>Das Videoportal YouTube wird als Nachrichtenlieferant immer wichtiger. Aus diesem Grund soll es künftig eine Funktion geben, die Gesichter unkenntlich machen kann. Das berichtete die taz in dieser Woche. Die YouTube-Managerin Amanda Conway erklärte, dass sich dank dieser &#8220;visuellen Anonymität&#8221; künftig auch solche Menschen mitteilen können, die dies bislang nicht wagten.</p>
<p><strong><a title="Relevanz ist machbar, Herr Nachbar" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/erfahrungsbericht-eines-wikipedia-autors-relevanz-ist-machbar-herr-nachbar-11829668.html">Relevanz ist machbar, Herr Nachbar</a></strong></p>
<p>Wikipedia gehört längst zu unserem Alltag. Wie der Fall Guttenberg bestätigt, benutzten zahlreiche Journalisten Wikipedia zur schnellen Vornamen-Recherche. Es gibt aber auch Journalisten, die selbst Wikipedia-Autoren sind, wie Jürgen Oetting in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung darstellt. Sein „Hobby“ setze ihm keine Grenzen, sei es bei seinem Interesse an Kriminologie oder an unbekannten Soziologen des vergangenen Jahrhunderts. Sein Wissen teilt er gerne, und die Nutzer profitieren.</p>
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		<title>Digitale Presseschau 19/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hendrik Behnisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 14:41:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Seehofer]]></category>
		<category><![CDATA[Netzaktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook-Party]]></category>
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					<description><![CDATA[Sind Künstler nicht mehr systemrelevant? Oder ist der offene Protestbrief, mit dem Charlotte Roche und andere Publizisten diese Woche Stellung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sind Künstler nicht mehr systemrelevant? Oder ist der offene Protestbrief, mit dem Charlotte Roche und andere Publizisten diese Woche Stellung gegen das Filesharing bezogen haben, gerechtfertigt? Wie wandeln sich die Strukturen politischer Kommunikation durch soziale Netzwerke? Und wie viel hipper wird Horst Seehofer durch eine Facebook-Party? Antworten auf diese und andere Fragen in der Presseschau.</p>
<p><a href="//www.youtube.com/embed/FyJLBd68PCc&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;">[youtube http://www.youtube.com/watch?v=FyJLBd68PCc&amp;w=560&amp;h=315]</a></p>
<p>Die Piraten und die Grünen. Auch wenn sie heutzutage nicht allzu viel verbindet, werden immer wieder Parallelen zwischen ihnen gezogen. Eine unterhaltsame Video-Zeitreise in die Anfangstage der Grünen erklärt, warum das so ist.</p>
<h3><a href="http://christophkappes.de/strukturwandel-politischer-kommunikation-interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Strukturwandel politischer Kommunikation</a></h3>
<p>Der Publizist Christoph Kappes äußert sich in einem Interview, das er auf seinem Blog veröffentlicht hat, zum stetig wachsenden Einfluss des Internet auf politische Kommunikation. Darin erklärt er, wie Twitter, Facebook und Co. zur Effizienzsteigerung der Politik beitragen können und was sie dennoch niemals leisten werden.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/kuenstler-schreiben-offenen-brief-fuer-das-urheberrecht-a-832538.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1500 Künstler gegen Gier und Geiz</a></h3>
<p>Auf Spiegel Online wird die aktuelle Urheberrechtsdebatte zusammengefasst und detailliert über den offenen Brief berichtet, in dem Mario Adorf, Charlotte Roche und viele weitere deutsche Urheber eine Verteidigungsrede auf das klassische Urheberrechtsmodell halten: <a href="http://wir-sind-die-urheber.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wir-sind-die-urheber.</a></p>
<h3><a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/05/10/ihr-seid-nicht-systemrelevant/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Ihr seid nicht systemrelevant&#8221;</a></h3>
<p>Der Jurist Udo Vetter nimmt sich dieser Position auf seinem lawblog kritisch an und entwickelt eine interessante Replik, die einige Schwächen in der Künstler-Argumentation aufdeckt und zu einem schonungslosen Ergebnis kommt: Ihr seid nicht mehr systemrelevant.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/internet-aktivist-isaac-mao-chinas-netzaktivisten-werden-nicht-verschwinden-1.1351190" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Chinas Netzaktivisten werden nicht verschwinden&#8221;</a></h3>
<p>Im Interview mit sueddeutsche.de spricht Chinas prominentester Blogger Isaac Mao über Glaubwürdigkeit im Netz, die Rolle von Blogs bei der Demokratisierung Chinas und erkärt, warum es für sein Land nur besser werden kann: „Dies ist nicht mehr das 20. Jahrhundert.“</p>
<h3><a href="http://carta.info/43324/zankapfel-urheberrecht-der-ungeloste-grundwiderspruch-der-piraten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zankapfel Urheberrecht: Der ungelöste Grundwiderspruch der Piraten</a></h3>
<p>Wolfgang Michal steigt auf carta.info in den Kanon der Kritik an der Piratenpartei ein und liefert die fundierte Analyse eines inneren Widerspruchs. Während die Piraten einerseits das Urheberrecht „in vollem Maße“ garantieren wollen, stehen sie doch wie keine andere Partei für die Bejahung und Förderung der kostenlosen Download-Kultur. Eine Lösung dieses Dilemmas sei noch nicht in Sicht, so Michal.</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/05/netzpolitiker-horst-der-erste/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpolitiker Horst der Erste</a></h3>
<p>Für das ZDF-Blog Hyperland hat sich Pascal Paukner unter die Gäste von Horst Seehofers Facebook-Party in einer Münchener Edeldisco gemischt und eine launige Schilderung des Abends verfasst.</p>
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		<item>
		<title>Digitale Presseschau 03/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Thielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 22:38:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[SOPA]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Netzaktivismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Diskussionen um SOPA und Urheberrechte, Anonymität im Netz und ein Israeli, der über den Iran und das Internet schreibt &#8211; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diskussionen um SOPA und Urheberrechte, Anonymität im Netz und ein Israeli, der über den Iran und das Internet schreibt &#8211; dies und mehr in der aktuellen Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 align="center"><strong>Video der Woche</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<div align="center">
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/31100268?byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="480" height="315"></iframe></p>
</div>
<p>Unser Video der Woche wurde anlässlich des „SOPA Blackout“-Tages auf <a href="http://www.fightforthefuture.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.fightforthefuture.org</a> veröffentlicht und von Netzaktivisten und Seitenbetreibern verbreitet. Es malt nicht nur die möglichen Auswirkungen des US-Gesetzentwurfs aus, sondern ruft auch zu Protest und Aktionismus gegen SOPA auf.</p>
<p><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/streit-um-internet-piraterie-in-den-usa-hollywood-vs-silicon-valley-1.1261358" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hollywood vs. Silicon Valley </a></strong></p>
<p>Einen Überblick über die Diskussionen um den „Stop Online Piracy Act“ (SOPA) und die damit verbundene Netzzensur verschafft Moritz Koch in seinem Artikel auf sueddeutsche.de. Dabei geht er insbesondere auf die Positionen von US-Regierung und Internet-Unternehmen ein, die ihre Geschäftsinteressen wahren wollen . Zum europäischen Modell des Gesetzentwurfes zur Netzüberwachung, ACTA, und zu der Gefahr, die von diesem ausgeht, äußert sich Markus Beckedahl im <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/interview-markus-beckedahl-acta-sopa" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> mit Zeit Online.</p>
<p><strong><a href="http://petertauber.wordpress.com/2012/01/17/was-ich-unter-einem-%E2%80%9Efairen-urheberrecht-verstehe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Faires“ Urheberrecht</a></strong></p>
<p>Was er unter einem &#8220;fairen&#8221; Urheberrecht versteht, erläutert der Bundestagsabgeordnete Peter Tauber in einem aktuellen Blogbeitrag. Anhand üblicher Beispiele, wie die Kopie von Musik oder Filmen, stellt er die Absurdität des Vervielfältigungsverbots „geistigen Eigentums&#8221; dar. Damit schafft Tauber einen aktuellen Bezug zu den Diskussionen um eine gesetzliche Kontrolle von Urheberrechtsverstößen im Netz.</p>
<p><strong><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/6705-anonymitaet-von-netzaktivisten-in-gefahr.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anonymität von Netzaktivisten in Gefahr</a></strong></p>
<p>Auf futurezone.at thematisiert Jakob Steinschaden die Gefahr, die Netzwerkaktivisten durch Verfahren zur Identifikation im Netz drohen. Der Autor beschreibt, wie zunehmend moderne Überwachungstechnik zum Einsatz kommt, die die Anonymität der User bedroht. Indem autoritäre Staaten wie China den Internetverkehr immer akribischer überwachen, werde die Arbeit der Betreiber von Anonymisierungsdiensten wie „Tor“ zunehmend erschwert.<strong></strong></p>
<p><a href="http://tzwaen.com/blog/2012/grundsaetzliche-thesen-fuer-pa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Parteipolitische Auftritte im Internet</strong></a></p>
<p>Auf Platz vier wählten wir in dieser Woche den Blogbeitrag von Sven Przepiorka mit grundsätzlichen Thesen zu parteipolitischen Auftritten im Internet. Dabei analysiert der Webentwickler, welche Qualitäten und Vorgehensweisen für ein erfogreiches Auftreten von Parteien entscheidend seien. Dazu, so Przepiorka, sei nicht immer zwangsläufig ein soziales Netzwerk erforderlich.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2012-01/ron-leshem" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ein Israeli, 100 Iraner und das Internet</strong></a></p>
<p>Mit einem Interview, das die Zeit-Redakteurin Evelyn Runge mit dem israelischen Romanautor Ron Leshem führte, schließt die dieswöchige Presseschau. Darin erzählt Leshem, was ihn dazu bewegte, einen Roman über den Iran zu schreiben, und warum Facebook eine wichtige Rolle dabei einnahm. Bei seiner Recherche interessierte ihn insbesondere, ob das angespannte politische Verhältnis zwischen seiner Heimat und dem Iran sich auch im Umgang mit der Bevölkerung niederschlägt. Das überraschende Ergebnis fasst der Schriftsteller so zusammen: „Ich sandte 100 Iranern Freundschaftsanfragen. Am Morgen wachte ich auf – und hatte 100 neue Freunde.&#8221;</p>
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		<title>Netzaktivist  mit Wut und Herz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Drescher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 17:40:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Urbach]]></category>
		<category><![CDATA[Telecomix]]></category>
		<category><![CDATA[Netzaktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten. Syrien]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/urbach_5.jpg" align="left" height="104" width="155" />Stephan Urbach ist Pirat, Datenfreund und Kommunikationshelfer im Arabischen Frühling. Vor allem aber will der Berliner Netzaktivist Freiheit - für Menschen, Computer und Daten. Ein Porträt. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-6718" title="Stephan Urbach" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/stephan_urbach.png" alt="" width="185" height="121" />Stephan Urbach ist Pirat, Datenfreund und Kommunikationshelfer im Arabischen Frühling. Vor allem aber will der Berliner Netzaktivist Freiheit &#8211; für Menschen, Computer und Daten. Ein Porträt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Stephan Urbach ist derzeit eine gefragter Gesprächspartner. Nicht etwa weil er als Pirat unter Piraten haust und einer seiner Mitbewohner bald ins Berliner Parlament einziehen wird. Für Aufsehen sorgte er vielmehr als &#8220;Revolutionshelfer&#8221; im Arabischen Frühling. Als das Mubarak-Regime im Januar dieses Jahres Ägypten vom Netz nahm, solidarisierten sich weltweit Internetnutzer, um die isolierten Aktivisten wieder zurück ins Netz zu holen. Mit dabei auch das Kollektiv <a href="#home" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telecomix</a>, in dem Stephan Urbach seit 2009 aktiv ist. Er und andere Telecomix-Agenten, wie sich die Netzaktivisten selbst nennen, bauten via Telefon oder Analog-Modems alternative Verbindungen auf und erhielten schon nach kurzer Zeit Nachrichten aus Ägypten. Telecomix sei so etwas wie eine Werkstatt für das globale Internet. Wenn irgendwo die freie Kommunikation unterbrochen wird, werde man aktiv. &#8220;Freiheit ist der Normalzustand, den es wiederherzustellen gilt&#8221;, findet der 31-Jährige – und meint damit vor allem die Freiheit zu kommunizieren. Er ist der Überzeugung, dass der Freiheitsgrad einer Gesellschaft am Freiheitsgrad ihrer Kommunikationsnetze gemessen werden soll.</p>
<p>Seit dem Sommer konzentrieren sich Urbach und seine Kollegen, die unter anderem aus Schweden und Frankreich stammen, auf Syrien. Die Auseinandersetzung zwischen oppositionellen Kräften und dem autoritärem Regime hat dort bislang mehr als 3.000 Menschenleben gefordert. Berichte aus unabhängigen Quellen gibt es wenige, denn das Regime zensiert und überwacht das Internet. Die Kommunikationshelfer von Telecomix unterstützen oppositionelle Stimmen, indem sie über Verschlüsselungstechniken informieren, Verbindungen zu sicheren IRC-Chats und Proxy-Servern anbieten und die Nachrichten aus Syrien im Netz verbreiten. Infolge der Ereignisse in Syrien ist der arbeitslose Urbach in den vergangenen Monaten zum <a href="http://www.spreeblick.com/2011/08/31/telecomix-its-all-about-fun/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vollzeitaktivisten</a> geworden. Ein Hacker sei er aber nicht: &#8220;Programmieren ist für mich harte, körperliche Arbeit&#8221;. Stattdessen redet er: mit Aktivisten aus Syrien, mit den anderen Mitgliedern des Netzwerkes, mit Journalisten, die Kontakte oder Informationen wollen. Was ihn dabei antreibt, sind die Geschichten, die er zu verbreiten hilft. Wie die von Muhammad, einem 20-jährigen Freiheitskämpfer aus Syrien, dem er ein <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-08/interview-syrien-aktivist" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview in der Zeit</a> vermittelte. Sein größtes Erfolgserlebnis sei aber eine E-Mail gewesen. Darin bedankte sich ein junger Ägypter, dass er dank der Unterstützung von Telecomix endlich seinen Eltern schreiben konnte. Zumindest teilweise erfolgreich war auch die <a href="http://netzpolitik.org/2011/bluecoat-us-technologie-uberwacht-syrische-online-burger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veröffentlichung von Logdateien</a> syrischer Router durch Telecomix. Diese weisen angeblich nach, dass in Syrien Überwachungssoftware der US-amerikanischen Firma <a href="http://www.bluecoat.com/company" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bluecoat</a> eingesetz wurde. Die Forderung Urbachs nach einem &#8220;Exportverbot für Überwachungstechnologie&#8221;, fand jedoch wenig Unterstützung.</p>
<p>Urbachs Arbeitsplatz ist eine chaotische Wohnküche in Berlin-Friedrichshain. Während des Gesprächs blickt er immer wieder auf sein Macbook. Im Minutentakt kommen Nachrichten via IRC-Chat, Twitter, Jabber oder das Mail-Programm herein: Kommunikation auf allen Kanälen. Dabei mag Stephan Urbach Menschen eigentlich überhaupt nicht. Deshalb wäre er damals auch am liebsten in seinem Kellerzimmer im hessischen Hanau vor dem Bildschirm sitzen geblieben. Aber die Politik hat ihn herausgetrieben &#8211; zum Glück, möchte man fast sagen. Die ersten Netzsperren in den 1990er Jahren und später die restriktiven Anti-Terror-Gesetze haben ihn wütend gemacht, ihn politisiert. Die logische Konsequenz: Pirat werden. &#8220;Alle anderen waren zu verkrustet. Und wir hatten die Chance, etwas Neues zu machen, die Partei von Anfang an zu prägen&#8221;.</p>
<p>Wütend ist Urbach immer noch, über <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/phase3/video/252" target="_blank" rel="noopener noreferrer">staatliche Überwachung</a> und auf die zunehmend paternalistische Politik: &#8220;Der Staat kann uns nicht alles verbieten. Wir müssen Fehler machen dürfen!&#8221; Statt neue Gesetze zu veranlassen, die den einzelnen entmündigen, solle die Politik lieber mehr Geld in Bildung investieren. Und natürlich in den weiteren Ausbau der Breitbandverbindung: &#8220;Es kann doch nicht sein, dass wir mitten in Berlin nur eine 3000er-Verbindung haben&#8221;.</p>
<p>Daten sind essentiell in Urbachs Welt. Daten seien frei, gehören keinem, und nichts und niemand dürfe den freien Fluss der Daten unterbrechen, <a href="http://datalove.me/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beschreibt der Datenliebhaber</a> seine Philosophie. Obwohl Urbach bekennendermaßen nicht viel von Datenschutz hält, will er mit der Post-Privacy-Bewegung und der datenschutzkritischen <a href="http://blog.spackeria.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spackeria</a> nichts <a href="http://stephanurbach.de/2011/03/warum-datalove-nicht-post-privacy-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zu tun haben</a>. &#8220;Alles, was man ins Netz stellt, ist öffentlich, Privat ist, was im Kopf ist. Sobald die Daten im Netz sind, gehören sie nicht mehr dir!&#8221;. Sensible Daten hätten deshalb grundsätzlich nichts im Netz zu suchen &#8211; genausowenig wie die Server von Versicherungen oder Krankenhäusern. Und wer bei Amazon einkauft und dort seine Kreditkartennummer hinterlässt? Selbst schuld. Mehr informelle Selbstbestimmung sei nötig, dazu fehle es aber vor allem vielen jungen Menschen noch an Wissen und Kompetenz.</p>
<p>Wo er die Bewegung und die Piratenpartei in zehn Jahren sieht? &#8220;Entweder, wir werden es großflächig verkacken und so wie alle anderen werden, oder wir schaffen es, Transparenz zu leben und die Menschen mit einzubeziehen&#8221;. Sinn und Zweck der Piratenpartei sei es auch, ihr technisches Elitenwissen zu teilen und anderen zugänglich zu machen. Daran seien die Nerds und Hacker bisher immer gescheitert. Und es gehe auch darum, menschlich zu bleiben: &#8220;In der Politik geht es noch viel zu viel um Macht und viel zu wenig um Mensch sein&#8221;.</p>
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		<title>Freiheit retten, CDU provozieren</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/freiheit-retten-cdu-provozieren-4558/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[sruff]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 15:17:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Internetfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Netzaktivismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit seinem neuen Film <a href="http://www.rettedeinefreiheit.de/" target="_blank" title="Rette deine Freiheit!" rel="noopener noreferrer">„Rette deine Freiheit“</a>, der Bürgerrechte und Netzfreiheit thematisiert, legt der Macher des Videoclips <a href="http://dubistterrorist.de/" target="_blank" title="Du bist Terrorist" rel="noopener noreferrer">„Du bist Terrorist“</a> nach. Obwohl die Aktion explizit für keine Partei werben will, steht einzig die CDU im Visier der Provokation.<br />
<center>
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<br />
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit seinem neuen Film <a href="http://www.rettedeinefreiheit.de/" target="_blank" title="Rette deine Freiheit!" rel="noopener noreferrer">„Rette deine Freiheit“</a>, der Bürgerrechte und Netzfreiheit thematisiert, legt der Macher des Videoclips <a href="http://dubistterrorist.de/" target="_blank" title="Du bist Terrorist" rel="noopener noreferrer">„Du bist Terrorist“</a> nach. Obwohl die Aktion explizit für keine Partei werben will, steht einzig die CDU im Visier der Provokation.<br />
<center><br />
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</center><br />
<br />
<!--break--></p>
<p>
„Also wähle CDU und rette deine Freiheit“: Mit einer gehörigen Portion Satire endet der fünfminütige Film in Animationsoptik. In Szene gesetzt werden aus einer vermeintlichen Ich-Perspektive der Christdemokraten bunt gemischt Themen wie Netzsperren, Urheberrechtsverletzungen und Inlandseinsätze der Bundeswehr.
</p>
<p>
Der Staat als willkürlicher Kontrollapparat in Big Brother-Manier, Internetuser als Generalverdächtige: Inhaltlich will das satirische Video vor allem provozieren. Dabei zeigt der Macher keine Scheu vor drastischen Horrorszenarien des Überwachungsstaates („Was uns noch fehlt, sind viel mehr Überwachungskameras und die Bundeswehr im Inneren“). Zum Teil beziehen sich Äußerungen im Video („Schwerpädokriminelle im Netz“) auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rp2vfurkgos" target="_blank" title="Video: Ursula von der Leyen über 'versierte Internetnutzer'" rel="noopener noreferrer">Aussagen der Familienministerin Ursula von der Leyen.</a></p>
<p>Vom Vorgängerprojekt, das Lehmann Anfang 2009 als Design-Abschlussarbeit schuf, unterscheidet sich „Rette deine Freiheit“ durch die explizite Ansprache der politisch Verantwortlichen. Im Fokus der Kritik steht dabei einzig die Innen- und Sicherheitspolitik der Union, der jegliche Netzkompentenz abgesprochen wird. </p>
<p>Auf der Internetseite der Aktion können User Hintergrundinformation zu einzelnen Sequenzen nachlesen. Im Video finden sich dagegen keine Hinweise auf Quellen zu einzelnen Behauptungen.
</p>
<p><center><br />
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</center></p>
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