<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Netzausbau &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/netzausbau/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Mar 2020 08:37:48 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Netzausbau &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Europas Meilenstein zur Netzneutralität</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/europas-meilenstein-zur-netzneutralitaet-150133/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/europas-meilenstein-zur-netzneutralitaet-150133/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carlotta Duken]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2016 15:22:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Service-Provider]]></category>
		<category><![CDATA[SaveTheInternet]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Spezialdienste]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikationsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikationsindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zero-Rating]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Netzausbau]]></category>
		<category><![CDATA[digitaler Europäischer Binnenmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[GEREK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=150133</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-150134 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzneutralität-Europa.png" alt="EU Netzneutralität" width="640" height="385" /></p>
<p>Es war ein langer Weg zu einheitlichen Netzneutralitäts-Regeln in Europa. Seit April 2016 ist die Verordnung zur Netzneutralität zwar in Kraft, aber bis gestern arbeitete das Gremium Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (GEREK) an den Umsetzungs-Richtlinien für die Verordnung. Wie steht es nun um Netzneutralität in Europa?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong> </strong><a href="http://politik-digital.de/news/faktencheck-netzneutralitaet-gleiches-internet-fuer-alle-145130/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was bisher geschah</a>: nach mühsamen Trilog-Verhandlungen zwischen Europarat, Kommission und Parlament einigten sich die Institutionen im Oktober 2015 auf die erste Europäische Verordnung zur Netzneutralität. Die Bestimmungen waren jedoch so schwammig und unpräzise, dass sie sowohl für als auch gegen Netzneutralität interpretiert werden konnten. Die GEREK (engl. BEREC) sollte deswegen die praktische Umsetzung der Verordnung für nationale Regulierungsbehörden erarbeiten, die im Juni 2016 vorgestellt wurde. Im Anschluss startete die letzte Phase der Konsultation, in der sich die EU-Bürger im Internet zu dem Entwurf der GEREK äußern durften. Nach Auswertung und Einbeziehung der Kommentare wurde gestern die endgültige Fassung der Umsetzungs-Richtlinien präsentiert.</p>
<h3>GEREK-Richtlinien zur Umsetzung von Netzneutralität in Europa</h3>
<p>Kritik an der Verordnung zur Netzneutralität stammte sowohl aus dem Lager der Zivilgesellschaft und Netzneutralitäts-Befürworter als auch von Seiten der Telekommunikationsindustrie. Für das erste Lager waren die neuen Regeln zu lasch, um ein neutrales Netz zu sichern, für das zweite zu restriktiv. Zwar verbot die Verordnung grundlegende Verletzungen von Netzneutralität, wie das willkürliche Blockieren von Internetseiten oder die Forderung von Zusatzgebühren für schnellere Verbindungen durch Internet-Service-Provider (ISP), aber der Spielraum für die Telekom-Industrie in der Umgehung von Regeln blieb bestehen.</p>
<p>Seit gestern stehen die Ergebnisse der Richtlinien fest: Die Netzneutralität in Europa scheint nun weitestgehend gesichert. Umso zufriedener zeigt sich Grünen Politiker und EU-Abgeordneter Jan Philipp Albrecht über die Ergebnisse der GEREK Richtlinien: „Im Vergleich zum Gesetzestext ist nun klarer, dass es Spezialdienste mit Sonderbehandlung nur in wirklich seltenen und objektiv notwendigen Ausnahmenfällen geben kann, und dass eine Diskriminierung des Datenstroms nach Anwendungen und Anbietern praktisch ausgeschlossen sein wird.“ Sonder-Deals zwischen Telekommunikationsunternehmen und einzelnen Onlinedienst-Anbietern werden so eingedämmt. Spezialdienste bleiben in bestimmten Fällen erlaubt, zum Beispiel bei Diensten wie der Telemedizin, für die eine garantierte Übertragungsqualität notwendig ist. Unklar bleibt der genaue Umgang mit Zero-Rating Angeboten, die es für einzelne Dienste und Anwendungen weiterhin geben soll. Der Verbraucherzentrale Bundesverband warnt: „Dies bevorzugt die Telekommunikationsunternehmen sowie finanzstarke Inhalte- und Dienstanbieter und kann den Wettbewerb verzerren. Nun müssen die nationalen Regulierungsbehörden die Rechtmäßigkeit von Zero-Rating-Angebote im Rahmen von Einzelfallentscheidungen beurteilen.“</p>
<h3>Rolle der Zivilgesellschaft und Telekommunikationsindustrie</h3>
<p>Die Bürgerbeteiligung an den öffentlichen Konsultationen über „<a href="http://www.savetheinternet.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Save The Internet</a>“ war mit mehr als 500.000 Kommentaren erstaunlich hoch. Sechs Wochen lang konnten EU-Bürger den Leitlinien-Entwurf kommentieren und kritisieren, um so die Regulierungsbehörden von einem offenen Internet zu überzeugen. Jan Philipp Albrecht schreibt der Zivilgesellschaft eine maßgebende Rolle für den Erfolg der Konsultationen zu: „Der sehr massive Einsatz der Zivilgesellschaft war hier entscheidend, denn er hat die Netzregulierer stetig daran erinnert, dass es um die Interessen der Endkunden geht und darum, dass auch in Zukunft ein offenes Internet Innovation und neue Entwicklungen möglich macht.“</p>
<p><em> </em>Aber auch die Telekommunikationsbranche versuchte den Ausgang der Konsultationen zu beeinflussen. Mit den „<a href="https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/commissioner-oettinger-welcomes-5g-manifesto" target="_blank" rel="noopener noreferrer">5G Manifest</a>“ forderten die 17 größten Telko-Konzerne Europas, unterstützt von Digitalkommissar Günther Oettinger, eine Abschwächung der Netzneutralitäts-Bestimmungen von GEREK und <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/5G-Telcos-machen-mobil-gegen-Netzneutralitaet-3263379.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">drohten damit, den Ausbau der 5G-Infrastruktur einzuschränken</a>. Die Deutsche Telekom begrüßt so zwar, dass eine europäische Harmonisierung zu Netzneutralitäts-Regeln erzielt werden konnte, kritisiert aber die restriktive Auslegung der GEREK: „Dadurch werden innovative Geschäftsmodelle – insbesondere für den industriellen Anwendungsbereich – gefährdet. Erst die konkreten Einzelfallprüfungen der nationalen Regulierungsbehörden werden zeigen, inwieweit innovative Geschäftsmodelle möglich bleiben und ob die angestrebte EU-weite Harmonisierung der Anwendung gelingt.“</p>
<h3>Netzneutralität in Deutschland</h3>
<p>Im <a href="http://europe.newsweek.com/how-net-neutrality-working-countries-have-it-269632?rm=eu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">internationalen Vergleich</a> steht Deutschland nicht als Vorreiter eines freien und gleichberechtigten Netzes da. Als erstes Land verschrieb sich Chile 2010 den Prinzipien der Netzneutralität, gefolgt von den Niederlanden, Slowenien, Brasilien, den USA und Indien. Laut Verbraucherzentrale Bundesverband gab es in Deutschland in der Vergangenheit viele Beispiele von Sonder-Deals: „In den vergangenen Jahren behandelten viele Internetanbieter in Deutschland eigene Dienste bevorzugt, schlossen die Nutzung konkurrierender Dienste (wie Voice-Over-IP oder Instant Messaging) in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen vertraglich aus oder drosselten technisch die dafür verfügbare Bandbreite.“ Der Beschluss zu neuen Spielregeln zur Netzneutralität in der EU hatte also Konsequenzen für Deutschland: Im August antwortete die Bundesregierung bereits auf die neue EU-Verordnung mit einem <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G/tkg-aenderungsgesetz,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entwurf zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG)</a>.  Demnach gibt es zukünftig hohe Bußgelder für Anbieter, die gegen die Gleichbehandlung von Daten verstoßen. Bei der Beschränkung von Datenverkehr liegen die Strafen bei bis zu 500.000 Euro, bei Drosselung des Datenvolumens bei bis zu 100.000 Euro. Auch die Deutsche <a href="http://www.golem.de/news/netzneutralitaet-telekom-fuehrt-drosselung-fuer-spotify-ein-1603-119994.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telekom reagierte auf die neuen Regeln zur Netzneutralität</a> und beendete im April die bevorzugte Behandlung von Spotify, dessen Nutzung bis dato nicht in das normale Datenvolumen mit einberechnet wurde.</p>
<h3>Netzneutralität: Utopie der Internetfreiheit?</h3>
<p>Für Prof. Dr. Walter Brenner, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität St. Gallen, ist die allgemeine Debatte zur Netzneutralität oft zu idealistisch: „Die Diskussion rund um das Thema Netzneutralität muss entmystifiziert werden“. Es habe schon immer Netzwerke gegeben, die höhere Dienste und Übertragungsgeschwindigkeiten brauchten, wie zum Beispiel Computerspiele. Gerade in Bereichen wie dem automatisierten Fahren sei eine Priorisierung von Daten sogar überlebenswichtig. Auch Dr. Roland Bless vom KIT ist der Auffassung, dass die absolute Gleichbehandlung sämtlicher Daten technisch keinen Sinn macht: „So sollten z.B. für eine gute Gesprächsqualität Voice-over-IP-Daten schneller durch das Netz transportiert werden als WWW-Daten, aber das sollte für alle VoIP-Dienstleister gleichermaßen der Fall sein und nicht nur für den VoIP-Dienst des Internetzugangsdienstleisters.“ Bless fände es gerecht, wenn Verbraucher selber festlegen, welche Daten wie behandelt werden sollen, weil es „durchaus subjektiv und situationsabhängig ist, was dem Verbraucher wichtig bzw. dringlich ist. Dazu fehlen jedoch technisch derzeit noch passende Schnittstellen, die auch für den Verbraucher einfach verständlich und nutzbar sind.“</p>
<p>Brenner hält auch die Angst für unbegründet, dass Kleinunternehmer und Startups ohne eine garantierte Netzneutralität keine Überlebenschance hätten. Im Gegenteil: Unternehmen werden sich an die neuen Bedingungen anpassen und beispielsweise Gebühren für bevorzugten Transport zahlen, um dann bessere Dienstleistungen anbieten zu können. „Die Telekommunikations-Industrie wird die Infrastruktur weiter ausbauen. Es bleibt eine unternehmerische Entscheidung, in 5G einzusteigen oder nicht. Es gibt Dienstleistungen, die 5G brauchen und für die Kunden bereits sind zu zahlen“, so  Brenner. Die Umsetzung und Finanzierung des Ausbaus der Netzinfrastruktur liegt demnach nicht allein bei der Telko-Industrie, sondern wird genauso von großen Webdiensten wie Google oder YouTube, aber auch vom Endnutzer selbst bestimmt werden.</p>
<h3>Ausblick: Mehr oder weniger digitaler Europäischer Binnenmarkt?</h3>
<p>Trotz dieser technischen und wirtschaftlichen Argumente gegen eine absolute Gleichbehandlung von Daten bleibt das Prinzip der Netzneutralität elementar, um Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in einem freien Internet zu sichern. Die Basis für Netzneutralität in Europa wurde mit der EU-Verordnung gelegt und von den Umsetzungs-Richtlinien definiert. Mit der gestrigen Entscheidung geht die EU so einen weiteren, entscheidenden Schritt in Richtung digitaler Europäischer Binnenmarkt. Die Regeln zu Netzneutralität sind auf europäischer Ebene vereinheitlicht und konkretisiert, auch wenn weiterhin Schlupflöcher für die Bevorzugung von Daten bestehen bleiben. Die Umsetzung der Verordnung liegt nun bei nationalen Behörden, in Deutschland ist das die Bundesnetzagentur. Laut dem Bundesverband der Verbraucherzentralen müssen nun erst bestehende Praktiken und Geschäftsmodelle der Telekommunikationsunternehmen überprüft und gleichzeitig deren Maßnahmen zum Netzwerkmanagement kontrolliert werden. Die Schlüsselrolle in der Realisierung eines freien, gleichberechtigten Netzes liegt also bei den nationalen Behörden, die sich in Zukunft gegen Sonder-Deals und Wettbewerbsverzerrung durchsetzen müssen.</p>
<p>Titelbild: EU Netzneutralität von politik-digital</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/europas-meilenstein-zur-netzneutralitaet-150133/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Netzpolitischer Check zur Europawahl: Positionen der Parteienverbände</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzpolitischer-check-zur-europawahl-positionen-der-parteienverbaende-139767/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/netzpolitischer-check-zur-europawahl-positionen-der-parteienverbaende-139767/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Krotz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 May 2014 15:33:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialdemokratische Partei Europas]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Open Government]]></category>
		<category><![CDATA[Netzausbau]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[TTIP]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Grüne Partei]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Volkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Partei der Europäischen Linken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=139767</guid>

					<description><![CDATA[Nimmt man den Wahl-O-Mat zur Europawahl als Grundlage, kann man den Eindruck erhalten, Netzpolitik spiele keine Rolle in diesem Wahlkampf. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cover_ep_np_bearbeitet_cut.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-139771" alt="cover_ep_np_bearbeitet_cut" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cover_ep_np_bearbeitet_cut.jpg" width="640" height="280" /></a>Nimmt man den <a href="https://www.wahl-o-mat.de/europawahl2014/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahl-O-Mat</a> zur Europawahl als Grundlage, kann man den Eindruck erhalten, Netzpolitik spiele keine Rolle in diesem Wahlkampf. Die 38 Thesen zielen größtenteils auf allgemeine Themen der europäischen Integration. Großzügig ließe sich die Frage, ob ein EU-Mitgliedsstaat Edward Snowden Asyl gewähren soll, als netzpolitisches Thema auslegen, ansonsten taucht diese nicht auf. Doch Netzpolitik ist auch im politischen System der EU längst angekommen, und die Politik beschäftigt sich auf europäischer Ebene durchaus damit. Die Europäische Union hat in manchen netzpolitischen Bereichen (z. B. dem Datenschutz) sogar offiziell die ausschließliche Kompetenz. Netzpolitische Positionen der europäischen Parteienverbände können und sollten also bei der Wahl am 25. Mai berücksichtigt werden.</p>
<p style="text-align: justify">Für den Netzpolitik-Check zur Wahl des <a href="http://www.bpb.de/internationales/europa/europaeische-union/42938/europaeisches-parlament" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europaparlaments</a> 2014 hat politik-digital.de einen Fragebogen an eine Auswahl der Parteienverbände verschickt, um ihre Position zur Netzpolitik zu erfassen. Berücksichtigt haben wir in unserem Überblick die Parteien, von denen wir Antworten bekommen haben, die da wären: <a href="http://www.quisthoudt-rowohl.de/image/inhalte/file/2014_03_06_Manifesto-with -cover-DE.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäische Volkspartei (EVP)</a>, <a href="http://d3n8a8pro7vhmx.cloudfront.net/partyofeuropeansocialists/pages/1/attac hments/original/1398786390/PES_Manifesto_DE.pdf?1398786390" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialdemokratische Partei Europas (SPE)</a>, <a href="http://www.aldeparty.eu/sites/eldr/files/news/10204/2014_alde_party_manifest o.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE),</a> <a href="http://europeangreens.eu/sites/europeangreens.eu/files/2014%20Manifesto.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäische Grüne Partei (GRÜNE)</a>, <a href="http://www.european-left.org/sites/default/files/final_platform_en_7.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Partei der Europäischen Linken (LINKE)</a>, <a href="http://ppeu.net/wiki/doku.php?id=statutes:manifesto" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäische Piratenpartei (PIRATEN)</a>. Zu den Themen Netzausbau, Netzneutralität, Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung, Urheberrecht im digitalen Zeitalter, E- und Open-Governance haben wir ihre Positionen gegenübergestellt. Infolge der NSA-Affäre wurden die Verhandlungen über das sogenannte Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) mit der Netzpolitik der Europäischen Union in Verbindung gebracht, weshalb auch dieser Aspekt Einfluss findet.</p>
<h3 style="text-align: justify">Thema Netzausbau</h3>
<p style="text-align: justify">Die EU-Kommissarin für <a href="http://ec.europa.eu/digital-agenda/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Agenda</a>, Neelie Kroes, will „<a href="http://europa.eu/rapid/press-release_IP-13-968_de.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schnelle Breitbandzugänge</a>“ für alle EU-Bürger durchsetzen. Grundlegende Breitbanddienste via Satellit (mit 20 Mbit/s) seien bereits in ganz Europa verfügbar, auch für ländliche Gebiete. Bis zum Jahre 2020 sollen Netze der nächsten Generation (mindestens 30 Mbit/s) für alle EU-Bürger und Breitbandanschlüsse mit mindestens 100 Mbit/s für 50 Prozent der Privathaushalte verfügbar sein. Mit einer moderneren europäischen Infrastruktur werden Hoffnungen auf wirtschaftliches Wachstum verbunden. Die EU-Kommission beruft sich dabei auf die Annahme, dass „eine Steigerung der Breitbandversorgung um 10 Prozent einen Anstieg der Bruttoinlandsprodukte um 1 bis 1,5 Prozent“ bewirke. Zuletzt wurden jedoch durch einen <a href="http://grosch.be/cms/images/stories/pdfdaten/vr2022021320eu20euro20weniger2a1.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beschluss des Europäischen Rates</a> Mittel der „Connecting Europe Facility“, die die Projekte für den Ausbau der digitalen Infrastruktur fördert, um ca. 30 Prozent gekürzt.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/internet-alter-eu.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-139773 aligncenter" alt="internet alter eu" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/internet-alter-eu.jpg" width="455" height="341" /></a></p>
<p style="text-align: justify">Über das grundlegende Ziel eines “<a href="https://www.wko.at/Content.Node/Interessenvertretung/Wirtschaftsrecht/EU-_Regelungspaket__.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vernetzen Kontinents</a>” sind sich alle Parteien einig. Differenzen bestehen jedoch in der Frage, wie eine solche flächendeckende Infrastruktur erreicht werden kann. Die <strong>SPE</strong> bedauert in ihrem Programm die Mittelkürzung durch den Europäischen Rat und fordert die EU auf, regulierend einzugreifen und Anreize zum Ausbau durch private Akteure zu schaffen. Auch die <strong>ALDE</strong> will dies nicht nur privaten Akteuren überlassen und sieht in der Europäischen Investitionsbank die richtige Institution, um die notwendigen Mittel bereit zu stellen. Investitionen von Unternehmen in Netze sollen durch öffentliche Instrumente gehebelt werden. Sogenannte <a href="http://www.eib.europa.eu/products/project-bonds/index.htm?lang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projektanleihen</a> könnten den Investoren Sicherheit dafür bieten, auch in ländlichen Gebieten zu investieren. Monopolbildungen müssten dabei unbedingt verhindert werden, verlangen neben den <strong>GRÜNEN</strong> auch die <strong>PIRATEN</strong>. Letztere sind der Meinung sind, dass es einen rechtlichen Anspruch auf den Zugang zu Kommunikationsmitteln gibt. Gemäß der <strong>LINKEN</strong> sollen „kommunale und genossenschaftliche Akteure“ dabei eine entscheidende Rolle spielen. Auch die europäischen Strukturfonds, die Mittel aus wohlhabenderen Regionen für weniger wohlhabende Regionen zur Verfügung stellen, seien hier der richtige Adressat. Die <strong>EVP</strong> bleibt eine konkrete Antwort schuldig: Man wolle nach der Wahl einen frischen Blick auf die EU-Internetstrategien entwickeln. Wichtig seien gute „Geschäftsbedingungen“ und „Netzneutralität“. Die Netzneutralität steht in einem engen Zusammenhang zum Thema Netzausbau, doch konnte man sich auf EU-Ebene noch nicht darauf einigen, was das überhaupt bedeuten soll. Die <strong>GRÜNEN</strong> fordern die Dekonstruktion der bisherigen Definition (siehe nächster Abschnitt). Für sie sollte das Ziel eines „Vernetzten Kontinent“ weder nationalen noch privaten Akteuren überlassen werden, sondern müsse aktiv durch die EU verfolgt werden.</p>
<h3 style="text-align: justify">Thema Netzneutralität</h3>
<p style="text-align: justify"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/netzneutralität-eu.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-139777 aligncenter" alt="netzneutralität eu" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/netzneutralität-eu-630x285.jpg" width="630" height="285" /></a>Auch das Thema Netzneutralität stand in den letzten Monaten auf der europäischen Agenda. Der Vorschlag der EU-Kommission (<a href="http://www.ipex.eu/IPEXL-WEB/dossier/document/COM20130627.do" target="_blank" rel="noopener noreferrer">COM(2013) 627 final</a>) hat zu einer kontroversen Diskussion innerhalb der EU geführt. Anfang April hat das EU-Parlament <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ep-netzneutralitaet100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">für einen besseren Schutz der Netzneutralität gestimmt</a>. Drosselungen oder Blockaden des Datenverkehrs sind damit grundsätzlich verboten worden. Die bevorzugte Behandlung bestimmter Datenpakte durch Telekommunikationsunternehmen soll zukünftig nur noch für sogenannte Spezialdiensten erlaubt sein. Welche das sind, bleibt aber noch zu klären, weshalb einige Experten weiterhin die Schaffung eines “Zwei-Klassen-Netzes” befürchten.</p>
<p style="text-align: justify">Die Mehrheit der EU-Parteien ist gegen eine Bevorzugung bestimmter Unternehmen und Konsumenten. Die <b>GRÜNEN</b> sehen kleine Unternehmen und Start-ups bedroht, wenn Provider Datenverbindungen kontrollieren dürfen, und sind daher gegen jede Form der Diskriminierung. Diese Auffassung wird von der <b>ALDE</b> geteilt. Harte und klare Auflagen für Spezialdienste fordern <b>LINKE</b>, <b>PIRATEN</b> und die <b>SPE</b>. Grundsätzlich dürfe die Idee eines „offenen Internets“ auch in ihren Augen nicht gefährdet werden. Die <b>EVP</b> warnt indessen vor Suchmaschinen, die durch Algorithmen den Zugang zu Informationen profitorientiert steuern, und betrachtet diese Frage als zentral in der Debatte.</p>
<h3 style="text-align: justify">Thema Datenschutz</h3>
<p style="text-align: justify">Die EU besitzt mit <a href="http://dejure.org/gesetze/AEUV/16.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel 16</a> (<a href="http://www.aeuv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AEUV</a>) die volle Kompetenz im Bereich Datenschutz. Seit 2011 wird an einer Datenschutzverordnung gearbeitet, um die bislang gültige <a href="http://byds.juris.de/byds/013_1.5_95_46_EG_rahmen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Richtlinie von 1995 (95/46/EG)</a> zu ersetzen. Diese wird von den Mitgliedsstaaten bisher sehr unterschiedlich umgesetzt. Kritik gegenüber dem bisherigen <a href="http://www.ipex.eu/IPEXL-WEB/dossier/document/COM20130627.do" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorschlag der EU-Kommission</a> (gleiches Dokument wie oben) kam u. a. vom <a href="http://www.ipex.eu/IPEXL-WEB/dossier/document/COM20130627.do" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäischen Datenschutzbeauftragten Peter Hustinx</a>. Datenschutz im Internet zu garantieren ist heute nahezu unmöglich. Eng verknüpft mit dem Thema ist die Vorrats- bzw. Mindestspeicherung von Daten. Zum Symbol der Verletzung von Grundrechten der EU-Bürger durch staatliche Instanzen ist die NSA-Affäre geworden. EU-Mitgliedsstaaten haben, meist durch bilaterale Abkommen, eine Massenüberwachung durch nationale Geheimdienste ermöglicht. Hier tun sich große Gräben zwischen den EU-Mitgliedsstaaten bzw. dem Europäischen Rat und dem EU-Parlament auf &#8211; und weniger zwischen den EU-Parteienverbänden.</p>
<p style="text-align: justify">Für alle Parteienverbände gilt der Datenschutz als ein wichtiges Grundrecht. Es dürfe kein Datenmissbrauch betrieben werden, heißt es von Seiten der <b>EVP</b>, jedoch müsse eine Balance zwischen Unternehmer- und Konsumenteninteressen gefunden werden, so wird es schwammig im Programm formuliert. Für die <b>SPE</b> sind die bisher gültigen Regelungen für die Einschränkung des Datenschutzes zur Verbrechensbekämpfung zu vage formuliert. Es müssten härtere Gesetze für einen besseren Schutz her, fordert auch die <b>ALDE</b>. Die bisherigen Kompetenzen müssten endlich sinnvoll eingesetzt werden, meinen die <b>LINKEN</b>. Auch die <b>PIRATEN</b> wollen einen einheitlichen Datenschutz, der Industriespionage effektiv unterbindet. Mit Jan Philipp Albrecht stellen die <b>GRÜNEN</b> derzeit den EU-Datenschutz-Berichterstatter. Sie wollen die Datenschutz-Rahmenvereinbarung von Grund auf renovieren. Instanzen, die gegen das Grundrecht auf Datenschutz verstoßen, müssten effektiv sanktioniert werden können.</p>
<p>                                                                                                                   (Fortsetzung auf Seite 2)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/netzpolitischer-check-zur-europawahl-positionen-der-parteienverbaende-139767/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sex, Überwachung und der Koalitionsvertrag &#8211; Digitale Presseschau 48/2013</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/sex-ueberwachung-und-der-koalitionsvertrag-digitale-presseschau-482013-135070/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/sex-ueberwachung-und-der-koalitionsvertrag-digitale-presseschau-482013-135070/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2013 16:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzausbau]]></category>
		<category><![CDATA[Shame]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Lohninger]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinenneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Source]]></category>
		<category><![CDATA[Annette Mühlberg]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Don Jon]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Felix von Leitner]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Her]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Knüwer]]></category>
		<category><![CDATA[Luxuria Superbia]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Niggemeier]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Richel]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[Porno]]></category>
		<category><![CDATA[NSA]]></category>
		<category><![CDATA[Malte Spitz]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[digitalcourage]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=135070</guid>

					<description><![CDATA[Wie viel Netzpolitik steckt im Koalitionsvertrag der großen Volksparteien? Obwohl der Begriff kein einziges Mal vorkommt, sind digitale Themen so [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie viel Netzpolitik steckt im Koalitionsvertrag der großen Volksparteien? Obwohl der Begriff kein einziges Mal vorkommt, sind digitale Themen so präsent wie nie zuvor. Was sich hinter den vielen Formulierungen versteckt &#8211; und was nicht &#8211; ist seit einigen Tagen Gegenstand der Diskussion. Dass Antworten auf den Überwachungsskandal bitter nötig wären, verdeutlicht Digitalcourage e. V. mit einer Liste persönlicher Berichte von Betroffenen aus Deutschland, den USA und Großbritannien. Derweil thematisieren Filme, Studien, Blogs und sogar die NSA die Sexualität in Zeiten des allgegenwärtigen Internets und der andauernden Vernetzung. Schließlich wird in zwei Beiträgen an der Utopie der freien digitalen Gesellschaft gebaut.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&amp;v=ZfPAwgo8FTs&amp;start=340&amp;end=504" title="086: Künstliche Tiere, ein Wahlkampfanzug und gedrosselte Netze" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/ZfPAwgo8FTs?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Der Elektrische Reporter: &#8220;140 Sekunden&#8221; &#8211; @matthiasrichel: Politische Parteien tummeln sich in Wahlkampfzeiten zunehmend im Social Web.</p>
<h3></h3>
<h3><a href="https://digitalcourage.de/blog/2013/wer-nichts-zu-verbergen-hat" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schwarze Schafe</a></h3>
<p>Sind wir nicht alle Schafe einer globalen Herde, deren väterlicher Schäfer uns vor uns selbst schützen muss? Hat Überwachung nicht nur für Kriminelle und Terroristen negative Konsequenzen, während wir anderen Unschuldslämmer keine Angst mehr vor Wölfen haben müssen? Um das zu widerlegen, hat Digitalcourage e. V. eine kleine Liste von Berichten über Menschen zusammengestellt, die ganz konkret die Folgen staatlicher Überwachung zu spüren bekommen haben. Darunter sind in Deutschland ein kritischer Sozialwissenschaftler, eine Journalistin und ein vom Verfassungsschutz beobachteter Islam-Experte. Hinzu kommen Berichte von Journalisten, Musikern und Touristen, denen die Einreise in die USA verweigert wurde, sowie von einem britischen Ehepaar, das die falschen Begriffe bei Google suchte.</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2013/11/26/killer-applikation-des-internets-die-pornoflut-und-ihre-auswirkungen/#more-31309" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sexualität und Internet</a></h3>
<p>Ein Großteil des Datenverkehrs im Internet fällt auf pornographische Inhalte. Damit haben ziemlich viele Leute etwas zu verbergen, <a href="https://netzpolitik.org/2013/nsa-untersucht-online-porno-konsum-um-zielpersonen-zu-diskreditieren/#more-59195" target="_blank" rel="noopener noreferrer">findet zumindest die NSA</a>, die mit Informationen über Sexualität und den Konsum von Pornographie „Radikalisierer“ verunglimpfen will. Spannender ist aber die Frage, ob neue Kommunikationstechniken unsere Sexualität verändern? Ja, meint Alexander Lohninger auf <a href="http://netzwertig.com/2013/11/26/killer-applikation-des-internets-die-pornoflut-und-ihre-auswirkungen/#more-31309" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netzwertig.com</a> und warnt davor, dass die Darstellung von Sex und Geschlechterbildern in Pornovideos Einfluss auf das reale Sexleben vieler Menschen habe. Zudem geben <a href="http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/nov/26/smartphones-bonking-crisis-british-less-sex-technology" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studien</a> zu bedenken, dass die Verwischung von Privatleben, Arbeit und Öffentlichkeit Sexualität und Beziehungen verändere. In Großbritannien führen Forscher einen starken Rückgang der sexuellen Aktivität auch auf die Allgegenwärtigkeit von Smartphones und Laptops zurück. Diese Themen sollten offen diskutiert werden, meint Lohninger. Popkulturell haben eine <a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/11/luxuria-superbia-liebe-dein-tablet/#more-13873" target="_blank" rel="noopener noreferrer">App</a>, die Sex mit dem geliebten Gadget ermöglichen soll, und Hollywood &#8211; mit Filmen wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=24cjqfVv1fs&amp;hd=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shame</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bcGO_oAahV8&amp;hd=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Don Jon</a> oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=WzV6mXIOVl4&amp;hd=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Her</a> &#8211; bereits den Anfang gemacht.</p>
<h3><a href="http://www.boell.de/de/2013/11/28/der-digitale-aufbruch-kommt-nicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hätte schlimmer kommen können</a></h3>
<p>Der Koalitionsvertrag steht und obwohl kein einziges Mal der Begriff „Netzpolitik“ darin vorkommt, sind digitale Themen so präsent wie nie zuvor. Dennoch sieht Malte Spitz in seinem Artikel für die Heinrich-Böll-Stiftung den Vertragsentwurf aus netzpolitischer Sicht kritisch. Dies liege vor allem an drei Punkten: Vorratsdatenspeicherung, <a href="http://www.neunetz.com/2013/11/27/koalitionsvertrag-keine-netzneutralitat-aber-neutralitat-bei-suchergebnissen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzneutralität</a> und <a href="https://netzpolitik.org/2013/urheberrecht-im-koalitionsvertrag-bedrohungen-lichtblicke-und-auslassungen/#more-59296" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Urheberrecht</a>. Annette Mühlberg von ver.di fasste ihre Kritik im <a href="http://politik-digital.de/9-berliner-hinterhofgespraech-wunschliste-an-die-neue-regierung-welche-netzpolitik-brauchen-wir/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hangout mit politik-digital.de</a> mit der Feststellung zusammen, dass Netzpolitik im Vertrag als Wirtschaftspolitik behandelt würde. Jedoch selbst unter diesem Aspekt sieht Thomas Knüwer auf <a href="http://www.intmag.de/2013/11/koalitionsvertrag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">intmag.de</a> den Vertrag als verfehlt, denn die Förderung der digitalen Wirtschaft würde Sicherheitsinteressen untergeordnet. Immerhin, so resümiert Spitz, „es hätte durchaus schlimmer kommen können“.</p>
<h3><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/mir-liegt-der-177-seitige-entwurf-des-koalitionsvertrages-vor-und-ihnen-auch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8230;liegt der Öffentlichkeit exklusiv vor</a></h3>
<p>Die unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehaltenen Koalitionsverhandlungen wurden von einem ständigen Fluss von Arbeitspapieren an die Öffentlichkeit begleitet. Mit der exklusiven Verwendung dieser Dokumente durch die großen Medien sei es nun aber vorbei, hofft Stefan Niggemeier auf seinem Blog. Seit Malte Spitz diese Exklusivität sinnlos machte, indem er den ersten Entwurf des Koalitionsvertrags einfach als pdf online stellte, folgten auch große Online-Medien diesem Beispiel. Dies sei, <a href="http://malte-spitz.de/2013/11/27/eine-neue-offenheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">so Spitz auf seinem Blog</a>, eine neue Art von Journalismus, die den Lesern Quellen zur Verfügung stelle und sie damit mündiger mache.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/lehren-aus-dem-nsa-skandal-der-bauplan-fuer-ein-sicheres-internet-12680524.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dezentral &amp; Open Source bitte</a></h3>
<p>Weder eine Nationalisierung der Netzinfrastruktur, noch ein zentrales europäisches IT-Großprojekt seien adäquate Antworten auf die NSA und das digitale Zeitalter. So argumentiert zumindest Felix von Leitner auf faz.net und fordert den dezentralen Aufbau einer europäischen Open-Source-Infrastruktur, den viele kleine Unternehmen vorantreiben sollten. Durch die Spezifikation einheitlicher Schnittstellen würde dieser die IT-Wirtschaft fördern und Monopolen entgegenwirken, die anfälliger für Überwachung seien. Schließlich sei so auch das Internet entstanden. Dass dies im Netzausbau tatsächlich der bessere Ansatz sein könnte, belegt auch eine <a href="http://www.fr-online.de/wirtschaft/wettbewerb-auf-telekommunikations-markt-telekom-konkurrenz-ruestet-auf,1472780,25445734.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/mehr-transparenz-was-wir-von-suchmaschinen-wissen-wollen-a-900326.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liebe Suchmaschinen</a></h3>
<p>Suchmaschinen wie Google sind der primäre Zugang zur vernetzten Öffentlichkeit, werden jedoch von privaten Konzernen betrieben. Damit sie ihre Macht weniger ausnutzen können, fordert die Große Koalition von Ihnen „Neutralität“ gegenüber allen Angeboten. Das widerspreche jedoch der Aufgabe von Suchmaschinen, meint Jürgen Geuter, da sie ja gerade diejenigen Ergebnisse filtern sollten, welche die NutzerInnen interessiere. Eine andere Möglichkeit wäre die Offenlegung der verwendeten Algorithmen. Diese öffne jedoch Tür und Tor für Manipulation seitens der Anbieter. Darum hat Geuter auf Spiegel Online einen Katalog von fünf Forderungen an Suchmaschinenbetreiber erstellt, der es NutzerInnen ermöglichen soll, Suchergebnisse kritisch zu hinterfragen.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/sex-ueberwachung-und-der-koalitionsvertrag-digitale-presseschau-482013-135070/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Netzpolitik-Check: Was wollen die Parteien?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzpolitik-check-was-wollen-die-parteien-131549/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/netzpolitik-check-was-wollen-die-parteien-131549/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2013 10:58:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Netzausbau]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[#btw13]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Open Governmnent]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis90/Die Grünen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=131549</guid>

					<description><![CDATA[Wir chatten mit Freunden in aller Welt, kaufen online ein und finden auf beinahe alle Fragen eine Antwort. „Ohne Internet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Kabelsalat.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-131566" alt="Kabelsalat" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Kabelsalat-630x285.jpg" width="630" height="285" /></a>Wir chatten mit Freunden in aller Welt, kaufen online ein und finden auf beinahe alle Fragen eine Antwort. „Ohne Internet geht es nicht mehr“, das würden sicher die allermeisten Bundesbürger unterschreiben. Laut <a href="http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2013/04/digitalindex.pdf">(N)Onliner-Atlas 2013</a> sind 76,5 Prozent der Deutschen online, wir leben in einer digitalen Gesellschaft. Aber wie reagiert die Politik auf diesen elementaren Bestandteil unserer heutigen Lebenswirklichkeit?<br />
Im großen Netzpolitik-Check zur Bundestagswahl hat die politik-digital.de-Redaktion sich die Wahlprogramme von CDU/CSU, SPD, FDP, Grünen, der Linken und der Piratenpartei angeschaut. Welchen Stellenwert haben digitale Themen bei Regierungs- und Oppositionsparteien und welche Standpunkte zur Netzpolitik vertreten diese im Wahlkampf? Die folgende Zusammenstellung der Positionen zu den wichtigsten Themen soll helfen, im netzpolitischen Dschungel nicht den Überblick zu verlieren.<br />
Dabei haben wir uns auf die Programme zur Bundestagswahl konzentriert, auch wenn sie nicht immer die Mehrheitsmeinungen in den Parteien wiedergeben und auch nicht unbedingt die Politik der vergangenen Jahre widerspiegeln. Auch ist anzunehmen, dass zwischen links und rechts nicht immer dasselbe Verständnis verschiedenster Begriffe zugrunde liegt, sondern häufig viel Raum für Interpretationen bleibt.</p>
<h3>Netzausbau</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzausbau_t3n.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-131624" alt="Netzausbau_t3n" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzausbau_t3n-305x180.jpg" width="305" height="180" /></a>Vor allem in ländlichen Gegenden ist das Internet auch im Jahr 2013 noch sehr langsam. Von flächendeckender Breitbandversorgung kann höchstens in den Städten die Rede sein, viele Menschen müssen sich weiterhin mit weniger leistungsfähigen Leitungen begnügen. Die Parteien zeigen in diesem Punkt weitestgehend Geschlossenheit. Die Forderung, das Breitbandnetz auszubauen, findet sich in allen Programmen. Bis es so weit ist, wollen Grüne und Linke den Übergang erst einmal mit WLAN überbrücken. Die Linke möchte den Netzausbau aus Sorge um eine zu geringe Refinanzierung aber nicht dem freien Markt überlassen. Sie will sich für eine Mindestgeschwindigkeit von 10 Mbits/Sekunde für die Datenübertragung einsetzen. Ebenso wie die Grünen und die SPD möchte die Linke eine Universaldienstverpflichtung für die Anbieter durchsetzen, damit diese auch in wirtschaftlich schwächeren Regionen für schnelle Netze sorgen. Wenn es nach der Linken geht, sollen zudem die „technischen Standards in regelmäßigen Abständen“ angepasst werden. Bis zum Ende der kommenden Legislaturperiode möchten die Grünen flächendeckend Breitbandanschlüsse bereitstellen können. Darüber hinaus fordern sie als einzige Partei den Ausbau des Glasfasernetzes. Die CDU möchte eine flächendeckende Breitbandversorgung bis zum Jahre 2018 realisieren und zudem die  WLAN-Versorgung weiter ausbauen. Eine europäische Koordinierungsstelle soll nach dem Willen der Union eine Versorgung des ländlichen Raums sicherstellen. Und auch die Piratenpartei denkt global und strebt den gesamteuropäischen Netzausbau an.</p>
<h3>Netzneutralität</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzneutralität_t3n.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-131625" alt="Netzneutralität_t3n" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzneutralität_t3n-305x183.jpg" width="305" height="183" /></a>Die Pläne der Deutschen Telekom, künftig nach dem Verbrauch einer bestimmten Datenmenge die Geschwindigkeit der Übermittlung von DSL-Anschlüssen zu drosseln, begreifen fast alle Parteien als Eingriff in die Freiheit des Internets. Denn damit hätten Netzbetreiber die Möglichkeit, Inhalte unterschiedlich zu behandeln und zum Beispiel eigene Angebote bevorzugt zu behandeln. Die Festschreibung der Netzneutralität würde dies verhindern und eine Gleichbehandlung garantieren. Daher plädieren die drei Oppositionsparteien SPD, die Grünen und die Linke sowie die Piratenpartei ganz klar für eine gesetzliche Verankerung der Netzneutralität. Auch für die FDP stellt Netzneutralität das „Grundprinzip der Telekommunikationsregulierung“ dar, ohne dass sie sich in ihrem Programm klar für ein Gesetz ausspricht. Auch die Christdemokraten drücken sich wenig präzise aus; sie möchten „prüfen, ob der Gesetzgeber handeln muss, zum Beispiel zur Sicherung der Netzneutralität“.</p>
<h3>Datenschutz</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Datenschutz_t3n.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-131626" alt="Datenschutz_t3n" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Datenschutz_t3n-305x171.jpg" width="305" height="171" /></a>Der Umgang mit persönlichen Daten im Internet bleibt nach verschiedenen Datenschutzskandalen der vergangenen Jahre ein heißes Thema, das uns auch in der kommenden Legislaturperiode beschäftigen wird. Das schlägt sich erwartungsgemäß in den Wahlprogrammen nieder. Eine einmütige Forderung aller sechs Parteien lautet daher, dass persönliche Daten nur nach ausdrücklicher Einwilligung gespeichert und verwendet werden dürfen. Die Nutzer sollen weitestgehend autonom über eigene Daten im Internet bestimmen können, Persönlichkeitsrechte sollen gestärkt werden. Die FDP, die Linke, die Grünen und die Piratenpartei setzten sich für die Verwendung datenschutzfreundlicher Technik („Privacy by Design“) ein. Unterschiede gibt es bei diesem Thema im Detail: Die CDU/CSU vertraut auf das Verantwortungsbewusstsein von Unternehmen, Behörden sowie Nutzern und kündigt an, mit gesammelten Daten die „Umsetzung neuer, innovativer Projekte“ vorantreiben und die Nutzung von Daten fördern zu wollen. Über den Zweck wird der Leser des Wahlprogramms im Unklaren gelassen.<br />
Die SPD formuliert wolkig, man wolle in Sachen Datenschutz weiterhin auf das Know-How von Experten aus der Netz-Community setzen, und tritt für unabhängige Datenschutzbeauftragte ein. Die Grünen plädieren für eine anonyme Kommunikation durch Verwendung von Pseudonymen. Die FDP schlägt vor, das Thema Datenschutz künftig im Justizministerium anzusiedeln und per Gesetz mehr Datensicherheit am Arbeitsplatz herzustellen. Die Linke spricht sich offen für ein Exportverbot von Hard- und Software aus, die dazu geeignet sind, Internetnutzer auszuspionieren. Die Piratenpartei beweist Weitsicht und möchte das Thema auf europäischer Ebene anpacken: Sie will dem EU-Datenschutzbeauftragten bei Verstößen die Möglichkeit zu Sanktionen in Form empfindlicher Geldstrafen geben.</p>
<h3>Vorratsdatenspeicherung</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Vorratsdatenspeicherung_t3n.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-131627" alt="Vorratsdatenspeicherung_t3n" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Vorratsdatenspeicherung_t3n-305x170.jpg" width="305" height="170" /></a>Der Staat hat für die Sicherheit der Bürger zu sorgen. Doch nicht erst seit den Enthüllungen über PRISM und Tempora stellt sich die Frage, wie weit die Überwachung gehen und der Staat in die Privatsphäre eindringen darf. Die Vorratsdatenspeicherung (VDS), also das Speichern personenbezogener Daten ohne Anfangsverdacht, wird teilweise sehr kritisch gesehen. Die Grünen, die Linke und die Piratenpartei lehnen diese Form der Datenspeicherung rundheraus ab, die FDP möchte sie nicht anlasslos, sondern nur bei konkretem Verdacht anwenden. Die SPD legt Wert darauf, die Speicherung von Verbindungsdaten ausschließlich zur Verfolgung schwerster Straftaten anzuwenden; ausdrücklich abgelehnt wird im Wahlprogramm der SPD auch eine Speicherung von Bewegungsprofilen. Ambivalent erscheint dagegen die Haltung der CDU/CSU: Waren diese immer schon Verfechter der anlasslosen Speicherung von Verbindungsdaten, so taucht der Begriff „Vorratsdatenspeicherung“ im aktuellen Wahlprogramm, das erst nach den Enthüllungen von Edward Snowden verabschiedet wurde, gar nicht mehr auf. Stattdessen heißt es, dass „Mindestspeicherfristen für Verbindungsdaten […] notwendig“ seien, um schwere Straftaten zu verhindern. Hier liegt der Verdacht nahe, dass Merkel und Co. lediglich einen anderen, vermeintlich harmloseren Namen gewählt haben, der ein altes Phänomen beschreibt. Auch die Dauer der Frist wird von der CDU nicht näher definiert. Es wird nur auf die EU-Richtlinie verwiesen, die eine Speicherung zwischen mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren vorsieht. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Vorratsdatenspeicherung auch auf europäischer Ebene gekippt wird.<br />
(*Hier wird kein Status Quo gekennzeichnet, denn die aktuelle Rechtslage ist unklar, seitdem das Bundesverfassungsgesetz 2010 das geltende Gesetz zur VDS verworfen hat.)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/netzpolitik-check-was-wollen-die-parteien-131549/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geld regiert die Welt &#8211; Digitale Presseschau KW 22</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/geld-regiert-die-welt-digitale-presseschau-kw-22-129181/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/geld-regiert-die-welt-digitale-presseschau-kw-22-129181/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 May 2013 14:04:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Liberty Reserve]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Netzausbau]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Spielfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Urhebervertragsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Torsten Albig]]></category>
		<category><![CDATA[virtuelle Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Cyber-Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[wählen per Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Drosselkom]]></category>
		<category><![CDATA[Content]]></category>
		<category><![CDATA[Geldwäsche]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ingress]]></category>
		<category><![CDATA[Schleswig-Holstein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=129181</guid>

					<description><![CDATA[Es geht immer nur um das Eine: ums Geld! Mit Traffic-Geiz Kosten sparen, mit Daten spielend Umsatz machen, mit Urheberrechten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht immer nur um das Eine: ums Geld! Mit Traffic-Geiz Kosten sparen, mit Daten spielend Umsatz machen, mit Urheberrechten Gewinne einklagen. Geldwaschmaschine online anschmeißen, et voilà. Zum Glück sorgt man sich wenigstens im hohen Norden noch um die Ehre. Genauso wie das ZDF, das seine Reporter um die ganze Welt jagt, um die Wahrheit herauszufinden. Was das wohl gekostet hat?</p>
<h3>Video(s) der Woche</h3>
<p><a title="interaktive Landkarte" href="http://kartentool.zdf.de/themenkarte/wo-ist-netzneutralitaet-gesetzlich-festgeschrieben" target="_blank" rel="http://kartentool.zdf.de/themenkarte/wo-ist-netzneutralitaet-gesetzlich-festgeschrieben noopener noreferrer"><img decoding="async" class="size-full wp-image-129183  alignnone" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Karte1.png" width="486" height="340" /></a><br />
Nanu, kein Video? Doch, aber heute gibt es ausnahmsweise mal nicht DAS Video der Woche, sondern gleich mehrere. Im Zuge des ZDF-Faktenchecks wurde zur Frage, ob Deutschland in Sachen Netzneutralität wirklich ein Entwicklungsland ist, eine <a href="http://kartentool.zdf.de/themenkarte/wo-ist-netzneutralitaet-gesetzlich-festgeschrieben" target="_blank" rel="noopener noreferrer">interaktive Landkarte</a> erstellt, die Informationen und Videos zur Netzneutralität in aller Welt enthält. Einfach auf das <a href="http://kartentool.zdf.de/themenkarte/wo-ist-netzneutralitaet-gesetzlich-festgeschrieben" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kamera-Symbol</a> der einzelnen Staaten klicken und die Videoauswahl der Woche genießen.</p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/drosselung-die-maer-vom-teuren-traffic-oder-wie-viel-kostet-ein-gbyte-1305-99300-2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stau auf der Datenautobahn</a></h3>
<p>Die Telekom hat sich in den vergangenen Wochen nicht viele Freunde gemacht, die Drossel-Pläne sorgen für Unmut. Die Argumentation, die Datenbremse sei nötig, weil der Traffic so teuer ist, könnte sich nun aber als nicht stichhaltig erweisen: tatsächlich lägen die Preise pro GByte für große Contentanbieter im niedrigen Cent-Bereich, kleinere Anbieter müssten erheblich tiefer in die Tasche greifen. Der mögliche wahre Drosselgrund könnte ein anderer sein: in Ballungszentren mit sehr hohem Datentraffic sind die Anschlusspunkte oft überlastet und können die Datenmenge nicht schnell genug abwickeln. Besserung könnte hier wohl nur ein weitreichender Netzausbau verschaffen, was sehr kostenintensiv sei. Somit liegt die Vermutung, die Telekom wolle mit der Datenobergrenze von 75 GB lediglich das eigene Netz entlasten, nicht allzu fern.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/geldwaesche-ermittlungen-gegen-liberty-reserve-drehscheibe-der-cyberkriminalitaet-1.1683453" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kein Kavaliersdelikt</a></h3>
<p>Geldwäsche gibt es mindestens so lange wie das Geld selbst. Der nun in den USA aufgeflogene Fall geht allerdings weit über die Verbreitung von ein paar Blüten hinaus: Liberty Reserve, einem Anbieter für digitale Währung mit digitalem Bezahlsystem, wird vorgeworfen, über 6 Milliarden Dollar (!) illegal in Umlauf gebracht zu haben. Zudem seien damit eine Vielzahl krimineller Machenschaften begünstigt worden, Kinderpornographie, Kreditkartenbetrug und Drogenhandel konnten jahrelang durch digitale Gelder von Liberty Reserve über das Internet betrieben werden. Die New Yorker Staatsanwaltschaft bezeichnet den Fall als umfangreichsten Geldwäsche-Skandal aller Zeiten.</p>
<h3><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article116542339/Wahl-Debakel-schuert-Angst-vor-virtueller-Demokratie.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eine Schande für die Demokratie</a></h3>
<p>Die Wahlbeteiligung sinkt seit Jahren kontinuierlich; aktuellstes Beispiel ist die Kommunalwahl in Schleswig-Holstein: gerade einmal 46% bedeuten (wieder einmal) einen historischen Tiefstand. Das Interesse an lokaler Politik schwindet mehr und mehr, norddeutsches Schietwetter am Wahltag dürfte sein Übriges dazu beigetragen haben. Landesvater Torsten Albig (SPD) warnt davor, die demokratische Basis zu verlieren: „Dann bekommen wir eine virtuelle Demokratie, in der alle paar Jahre Wahl gespielt wird“. Wie macht man die Wahl bei den Bürgern also wieder attraktiv? Einer der Vorschläge ist, zukünftig per Internet wählen zu lassen. Ach, du arme Demokratie&#8230;</p>
<h3><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Urhebervertragsrecht-Verkorkst-und-ohne-Alternative-1871830.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetzeslücken</a></h3>
<p>Das Urheberrecht ist immer wieder Gegenstand langwieriger Debatten. Das Institut für Rundfunkrecht der Universität zu Köln widmete sich jüngst dessen juristischem Fundament, dem Urhebervertragsrecht. Kritisiert wurde vor allem der Gesetzgeber: Selbstregulierungsmechanismen seien über 10 Jahre lang nicht ausverhandelt worden und greifen daher nur in seltenen Fällen; Rechtssicherheit sei in vielen Fällen nicht gegeben, sodass Streitfälle vor Gericht oftmals anhand von nur sehr vagen Kriterien entschieden werden könnten. Joachim Bornkamm, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof, zeigte sich enttäuscht vom Gesetzgeber und spricht in diesem Zusammenhang von einer „kleinen Lösung“. Eine Überarbeitung und Klarstellung des Urhebervertragsrechtes durch den Bundestag werde in absehbarer Zeit nicht erwartet.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/google-ingress-die-ganze-welt-als-spiel-a-902267.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die tun nichts, die wollen nur spielen</a></h3>
<p>„Ingress“ heißt der neue Schrei aus dem Hause Google. Dabei handelt es sich um ein Spiel für User von Android-Smartphones. Der Clou dabei: das Spielfeld ist die reale Welt. Die Spieler müssen physisch durch die Stadt laufen und sich mit unsichtbaren Portalen verbinden, was letztlich eine Vernetzung ergibt, die auf einer verfremdeten Google-Maps-Karte dargestellt wird. Der Spieler wird per GPS auf dieser Karte verortet; als netter Nebeneffekt könnte sich für Google entpuppen, dass allerhand Daten gesammelt werden könnten, Bewegungs- und Landschaftsprofile würden so ganz nebenbei in die Datenbanken des US-Konzerns wandern. Dass der Spielstand tatsächlich in „Mind Units“ (MU) angegeben und (möglicherweise!) aus den Nutzerdaten der Android-Smartphones berechnet werden könnte, wirft doch so einige Fragen auf: Steckt dahinter eine Ideologie, die sich immer weiter Zugang in die Köpfe der Menschen verschaffen will? Bild: Screenshot</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-04/harper-reed-datenschutz" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a></h3>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/geld-regiert-die-welt-digitale-presseschau-kw-22-129181/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
