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	<title>Netzregulierung &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Netzregulierung &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Europarat fordert ungehinderten Internetzugang</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/europarat-fordert-ungehinderten-internetzugang-5437/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 09:46:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Governance Forum]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzregulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Europarat]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/europaratlogo_0.jpg" align="left" height="93" width="180" />Der Europarat hat vergangene Woche vier grundlegende Papiere zur Netzpolitik verabschiedet, die den ungehinderten Zugang zum Netz besser schützen sollen. Die Dokumente sollen den Standpunkt des Europarats beim heute beginnenden &#34;Internet Governance Forum&#34; (IGF) im kenianischen Nairobi abstecken.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/europaratlogo_0.jpg" align="left" height="93" width="180" />Der Europarat hat vergangene Woche vier grundlegende Papiere zur Netzpolitik verabschiedet, die den ungehinderten Zugang zum Netz besser schützen sollen. Die Dokumente sollen den Standpunkt des Europarats beim heute beginnenden &quot;Internet Governance Forum&quot; (IGF) im kenianischen Nairobi abstecken.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Der Europarat vereinigt neben den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union noch weitere 20 europäische Staaten, darunter auch Russland und die Türkei. In diesem Forum werden Debatten über allgemeine europäische Fragen vor allem im Bereich der Menschenrechte und der Achtung demokratischer Grundsätze geführt. Vergangene Woche nahm sich das Ministerkomitee netzpolitischer Themen an.
</p>
<p>
Die Empfehlungen zum <a href="https://wcd.coe.int/wcd/ViewDoc.jsp?Ref=CM/Rec%282011%298&amp;Language=lanEnglish&amp;Ver=original&amp;BackColorInternet=C3C3C3&amp;BackColorIntranet=EDB021&amp;BackC%20olorLogged=F5D383" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schutz von Universalität, Integrität und Offenheit des Internet</a> thematisieren insbesondere Maßnahmen zur Pflege der grenzübergreifenden Netzinfrastrukturen. Dabei gelte es, großflächige Netzausfälle sowie negative Effekte nationalstaatlicher Netzregulierung zu verhindern. Der Zugang und die Nutzung des Internet würden häufig durch technische, aber auch mutwillig verursachte Störfälle beeinträchtigt. Ende März legte beispielsweise eine <a href="http://www.stern.de/digital/online/skurriler-diebstahl-rentnerin-klaut-kabel-und-georgiens-internet-1671982.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">75-Jährige Frau</a> durch den Diebstahl eines Glasfaserkabels den Netzzugang in Armenien und Georgien für einige Stunden lahm. Bislang war kein Staat offiziell verpflichtet, gegen derartige Vorfälle präventive Sicherheitsmaßnahmen zu veranlassen. Die Empfehlungen legen den Staaten daher nun nahe, unter Einbeziehung relevanter zivilgesellschaftlicher Interessenvertreter entsprechende Sicherheitspläne zu entwickeln. Das jeweilige nationalstaatliche Handeln solle dabei jedoch nicht den transnationalen Internetverkehr beeinträchtigen.
</p>
<p>
Die nun formulierte <a href="https://wcd.coe.int/wcd/ViewDoc.jsp?Ref=CM/Del/Dec(2011)1121/5.1&amp;La%20nguage=lanEnglish&amp;Ver=app10&amp;BackColorInternet=DBDCF2&amp;BackColorIntranet=FDC8%2064&amp;BackColorLogged=FDC864" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erklärung zum Schutz von Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit im Internet</a> wurde dementsprechend von den Bedenken getragen, dass Zensuraktivitäten einzelner Staaten auch den Informationszugang anderer Länder beschränken könnten. Im <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ministerrat-fordert-ungehinderten-Netzzugang-1349470.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gespräch mit heise.de</a> nannte Jan Malinowski, Chef der Abteilung Informationsgesellschaft, Medien und Datenschutz beim Europarat, Armenien als Negativbeispiel. Aufgrund der Beschränkungen der türkischen, iranischen und russischen Behörden gebe es dort lediglich einen gefilterteten Zugang zum Netz. Unter anderem behindere das Europaratmitglied Türkei den Informationsfluss in Bezug auf den Völkermord an den Armeniern. Die Mitgliedsstaaten des Europarates sollen daher generelle Filtermaßnahmen unterlassen und staatliche wie private Zensur verhindern. Staatliche Zugangsbarrieren für bestimmte Inhalte kollidierten mit der Informations- und Meinungsfreiheit und seien lediglich zulässig, wenn sie mit der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Einklang gebracht werden können.
</p>
<p>
Ferner empfiehlt das Ministerkomitee, den bislang gültigen <a href="https://wcd.coe.int/wcd/ViewDoc.jsp?Ref=CM/Rec(2011)7&amp;Language=lanEnglish&amp;Ver=original&amp;Site=COE&amp;BackColorInternet=C3C3C3&amp;BackColorIntranet=EDB021&amp;BackColorLogged=FDC864" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Begriff der Medien</a> deutlich breiter zu fassen und um weitere Online-Formate zu erweitern. Die Empfehlung umfasst dabei auch einen potenziellen Katalog an Kriterien zur Einstufung als Medium. Die Periodizität des Inhaltes, der Anspruch, den öffentlichen Diskurs mitzugestalten, und die Einhaltung von Mindeststandards in Sachen Verantwortlichkeit und Transparenz seien dabei genauso wichtig wie die Beachtung von journalistischen und ethischen Standards. Durch die Ausweitung des Medienbegriffs könnten soziale Netzwerke oder Whistleblower-Seiten künftig Privilegien klassischer Medien, wie das Recht auf Quellenschutz, erhalten. Andererseits müssten diese sich dann auch an klare Regeln, wie die Achtung der Privatsphäre oder der Würde eines Menschen halten. Auf die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Kommunikationsstrukturen in sozialen Netzwerken geht die Empfehlung allerdings nicht ein.
</p>
<p>
Die abschließend formulierten <a href="https://wcd.coe.int/wcd/ViewDoc.jsp?Ref=CM/Del/Dec(2011)1121/5.1&amp;La%20nguage=lanEnglish&amp;Ver=app8&amp;BackColorInternet=DBDCF2&amp;BackColorIntranet=FDC86%204&amp;BackColorLogged=FDC864" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prinzipien zur Netzpolitik</a> fassen die grundlegenden Gedanken der Mitgliedsstaaten nochmals zusammen. So soll unter anderem die Universalität des Netzes bei gleichzeitiger Achtung der sprachlichen und kulturellen Diversität gefördert werden.
</p>
<p>
Die Vorschläge des Europarates sollen im Rahmen des von heute bis Freitag stattfindenden <a href="http://www.intgovforum.org/cms/component/content/article/42-igf-meetin%20gs/761-2011-igf-meeting" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet Governance Forum (IGF)</a> in Nairobi diskutiert werden. Das im Jahre 2006 von den Vereinten Nationen initiierte Forum führt verschiedenste Interessenverteter zusammen und findet dieses Jahr unter dem Motto &quot;Internet als Katalysator des Wandels: Zugang, Entwicklung, Freiheiten und Innovationen&quot; statt.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 23)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 10:39:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Gauck]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendmedienschutzstaatsvertrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen Partizipation und Boykottaufrufen: Die Netzgemeinde beteiligt sich rege an aktuellen Themen wie der Bundespräsidentenwahl und der BP-Ölkatastrophe. Wie gut Netzbeteiligung funktioniert, zeigen auch politische E-Partizipationsbeispiele: Mehr Infos dazu in der Linkliste.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen Partizipation und Boykottaufrufen: Die Netzgemeinde beteiligt sich rege an aktuellen Themen wie der Bundespräsidentenwahl und der BP-Ölkatastrophe. Wie gut Netzbeteiligung funktioniert, zeigen auch politische E-Partizipationsbeispiele: Mehr Infos dazu in der Linkliste.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-06/mygauck-bundespraesident" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetgemeinde für Joachim Gauck als Bundespräsident</a>
</p>
<p>
Die Internetuser setzen sich mehrheitlich für die Wahl von Joachim Gauck als Nachfolger von Horst Köhler ein und fungieren dabei sogar als „wahre Volkspartei&quot;, berichtet zeit.de. Digitale Initiativen pro Gauck gebe es bereits auf Twitter, Facebook &amp; Co. So entstehe im Netz die erste Kampagne zu einer klassischen Politik-Personalie, so der Autor Kai Biermann. Man schuf sogar ein Gauck-Mosaik aus 3100 Twitter-Kommentaren, gegen Wullf dagegen kursieren <a href="http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=m2010-06-04-1708&amp;pc=s02" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Boykott Aufrufe</a>.<a href="http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/das-ist-unterschichtenfaehig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
</p>
<p>
<a href="http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/das-ist-unterschichtenfaehig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Unterschichtenfähige&quot; Pöbelei gegen Netzregulierer</a>
</p>
<p>
Nach den Datenschutzdiskussionen bei Facebook und Google werden die Rufe nach mehr Reglementierung im Internet immer lauter. Dies stößt bei der Netzgemeinde jedoch auf große Ablehnung. Medienkontrolleur Norbert Schneider stand der taz zu diesem Thema Rede und Antwort. Goodwill reiche nicht, Grundverabredungen mit den sozialen Netzwerken müssten her, so das Fazit.<a href="http://www.zeit.de/2010/24/Politik-im-Internet" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
</p>
<p>
<a href="http://www.zeit.de/2010/24/Politik-im-Internet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beispielhafte E-Partizipation in Deutschland</a>
</p>
<p>
Auf <a href="http://www.solingen-spart.de/dito/web?action=content&amp;journal=223&amp;view=cnt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Solingen-spart.de</a> können die Bürger mitentscheiden, an welchen Ecken gekürzt wird: Bürgermeister Norbert Feith stellte seine Kürzungsliste online zur Diskussion. Auch <a href="http://www.hamburg-domplatz.de/demos.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hamburg zeigt</a>, wie das Internet zu einem Ort konstruktiver politischer Beteiligung und der Bürger zum Lieferanten neuer Ideen wird. Für mehr Transparenz und einen Online-Rettungsversuch in Sachen Gesundheitsreform plädiert zeit.de.<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ministerpraesidenten-verabschieden-Jugendmedienschutzstaatsvertrag-1019953.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
</p>
<p>
<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ministerpraesidenten-verabschieden-Jugendmedienschutzstaatsvertrag-1019953.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jugendmedienschutzstaatsvertrag verabschiedet</a>
</p>
<p>
Die Ministerpräsidenten haben am 10. Juni 2010 den Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) verabschiedet, der künftig den Jugendmedienschutz in Rundfunk und Internet regeln soll. Ergänzend zur erzieherischen Verantwortung der Eltern wolle man so ein Instrument bieten, auch im Internet mittels „Kennzeichnen und Filtern&quot; Kinder zu schützen. In Kraft treten soll der Vertrag ab 1. Januar 2011.<a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-06/bp-gegenmacht-social-web" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
</p>
<p>
<a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-06/bp-gegenmacht-social-web" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Netz lehnt sich auf gegen BP-Konzern</a>
</p>
<p>
Die jüngste Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, bei der bis zu <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/oelkatastrophe142.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">6,4 Mio Liter Öl täglich</a> ins Meer fließen, ruft auch die Demonstranten im Netz auf den Plan: Der satirische <a href="http://twitter.com/BPGlobalPR" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter-Account BP Global PR</a> findet unter den mittlerweile rund 155.200 Usern (Stand: 11. Juni) eine enorme Anhängerschaft. Auch diverse <a href="http://www.fr-online.de/top_news/2683942_BP-Boykott-funktioniert-US-Amerikaner-tanken-bei-Konkurrenz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BP-Boykott-Aufrufe</a> kratzen mächtig am Image des Konzerns.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Eine eigene Domain für die Hauptstadt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/icann-sgerdesmeierdotberlin060724-shtml-2624/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Internetrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Top Level Domain]]></category>
		<category><![CDATA[Businessmodel]]></category>
		<category><![CDATA[Netzregulierung]]></category>
		<category><![CDATA[ICANN]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Governance]]></category>
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					<description><![CDATA[(Interview, 27.07.2006) Die Firma dotBERLIN will bei der Internetverwaltung ICANN die Top-Level-Domain .berlin für die Hauptstadt beantragen. Simone Gerdesmeier führte ein eMail-Interview mit dotBERLIN-Geschäftsführer Dirk Krischenowski über Ziele, Hürden und Probleme des Projekts.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Interview, 27.07.2006) Die Firma dotBERLIN will bei der Internetverwaltung ICANN die Top-Level-Domain .berlin für die Hauptstadt beantragen. Simone Gerdesmeier führte ein eMail-Interview mit dotBERLIN-Geschäftsführer Dirk Krischenowski über Ziele, Hürden und Probleme des Projekts.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">
                              <strong>Welche Vorteile ergeben sich durch eine .berlin-Endung für den Nutzer?</strong>
                            </p>
<p>Für Internetnutzer werden .berlin-Domains mit einer Berliner Identität im Internet in Verbindung gebracht. Für den Internetnutzer ergibt sich mit .berlin, wie mit .de, eine semantisch klare regionale Zuordnung des Internetangebotes unter einer .berlin-Domain. Das können Inhalte aus Berlin, von Berlinern oder über Berlin sein. Immerhin gibt es auch mehrere tausend Personen, die Berlin mit Nachnamen heißen und mit .berlin eine sehr schöne Domain registrieren können.</p>
<p>Bei .berlin werden wir zudem erstmals das Kernprinzip einer intuitiven Nutzung in wichtigen Bereichen des täglichen Lebens etablieren. Unter rathaus.berlin wird man das Berliner Rathaus finden, unter kindergarten.berlin die Berliner Kindergärten, unter dachdecker.berlin Dachdecker und unter wetter.berlin das lokale Wetter in Berlin. Mit der Schaffung einer Vielzahl solcher Leuchtturm-Domains wird .berlin schnell bekannt und beliebt werden.</p>
<p>
                              <strong>Welche Kernzielgruppen wollen Sie mit einer City-TLD ansprechen?</strong>
                            </p>
<p>Kernzielgruppe bei City-TLDs sind Unternehmen (insbesondere KMUs) und Privatpersonen. Daneben gibt es eine Reihe von weiteren Zielgruppen, für die sich City-TLDs sehr gut eignen, z.B.:</p>
<ul>
<li>Anbieter lokaler Services und lokaler Suche (ebay.stadt, google.stadt, branchenverzeichnis.stadt</li>
<li>Generische Portale, die mit City-TLDs erst richtig Sinn machen: kino.stadt, wetter.stadt, taxi.stadt</li>
<li>Verwaltungen und Behörden, die in der Regel nur mit der jeweiligen Stadt.de repräsentiert sind, aber nicht mit kurzen und prägnanten Adressen wie z.B. finanzamt.stadt, ordnungsamt.stadt</li>
<li>die, die keine passende andere Domain gefunden haben, weil unter .com und .de sehr viele kurze und aussagekräftige Domains bereits vergeben sind</li>
</ul>
<p>
                              <strong>Wie funktioniert Ihr Business-Modell?</strong>
                            </p>
<p>Wie bei anderen TLDs verbleibt jeweils ein Teil der Registrierungsgebühren bei der Betreiberorganisation, bei .de Denic, bei .com Verisign oder bei .eu EURID. Genauso verhält es sich auch bei .berlin. Ein Teil der eingenommenen Registrierungsgebühren verbleibt in der dotBERLIN GmbH &amp; Co. KG, deren Basis eine Vielzahl von Gesellschaftern sein wird, die die Berliner Community aus den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialwesen, Kultur, Sport und Bürgerschaft repräsentieren. Bereits Gesellschafter sind Organisationen wie der Berliner Innungsverband, die Stadtmarketingorganisation BTM, die Gelben Seiten, der Hotelverband und eine Reihe von Internetprovidern. Dadurch wollen wir sicher stellen, dass Überschüsse aus dem Betrieb von .berlin auch den Berlinern und Berlin zugute kommen.</p>
<p>
                              <strong>Wie finanziert sich .berlin in der Zeit, in der das Businessmodell noch nicht greift?</strong>
                            </p>
<p>Als Gründer haben wir das initiale Startkapital aus eigenen und Freundesmitteln aufgebracht. Darüber hinaus unterstützen mittlerweile verschiedene Unternehmen, Organisationen und auch Privatpersonen aus der Berliner Community .berlin finanziell, z.B. als Sponsor oder Gesellschafter.</p>
<p>
                              <strong>Welche Institutionen/Organisationen unterstützen Sie bei Ihrem Projekt, welche lehnen eine Unterstützung ab? Und welche Motivationen stecken dahinter?</strong>
                            </p>
<p>Unterstützung für .berlin kommt aus der Wirtschaft, IT- und Kulturszene. Auch Organisationen, die sich um die Vermarktung Berlins als Standort kümmern, begrüßen .berlin als einmalige Chance. Die Befürworter sehen eine Reihe nachhaltiger Vorteile von übergeordneter Bedeutung für die Berliner Gemeinschaft, da die .berlin Domainendung</p>
<ul>
<li>einen wirtschaftlich langfristigen und relevanten Standortvorteil für Berlin im Wettbewerb mit anderen Städten und Regionen schafft</li>
<li>als Identität stiftendes Projekt Selbstbewusstsein für die gesamte Region schafft und damit auch einen Beitrag zur inneren Einheit und Stärkung Berlins leistet</li>
<li>Wettbewerb fördert und gleichzeitig Chancengleichheit verbessert</li>
<li>den kommunikativen und kulturellen Pluralismus fördert sowie der Imageförderung von Berlin dient und die Marke Berlin national und international stärkt</li>
</ul>
<p>Auf Ablehnung sind wir bisher eigentlich nicht gestoßen, allenfalls auf Skepsis oder Desinteresse, insbesondere bei Organisationen, die wir noch nicht umfassend über die Vorteile und den Nutzen von .berlin informieren konnten. Eine Liste von unterstützenden Organisationen finden Sie auf unserer Startseite<br />
                            <a href="http://www.dotberlin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.dotberlin.de</a>.</p>
<p>
                              <strong>Eine .de-Domain kostet für den Endnutzer etwa 6-10 Euro pro Jahr. Wieviel wird eine .berlin-Domain pro Jahr kosten?</strong>
                            </p>
<p>Die Preisspanne für eine .de-Domain beträgt heute zwischen etwa 5 und 110 Euro, je nach Provider. Der untere Preisrahmen bei .de ist erst durch die enorme Anzahl von .de-Domains möglich geworden.</p>
<p>Die .berlin-Domains werden sich im Preisrahmen der gerade herausgekommenen .eu-Domains bewegen, der zwischen etwa 20 und 40 Euro liegt. Mit einer zunehmenden Zahl von Registrierungen werden dann sicher auch die Preise für .berlin-Domains fallen.</p>
<p>
                              <strong>Die Stadt New York versucht ebenfalls, eine dot.nyc-Tld bei der Icann zu beantragen. Welche Parallelen gibt es zur .berlin-Initiative? Gibt es gemeinsam organisierte Bemühungen zur Erlangung der Rechte für die lokalen Domainendungen?</strong>
                            </p>
<p>Sowohl .berlin als auch .nyc sind TLDs für die Communities der jeweiligen Stadtbewohner, die der Berliner und die der New Yorker. Wir arbeiten mit dem Begründer der .nyc-Initiative, Thomas Lowenhaupt, eng zusammen, um gemeinsame Richtlinien und eine best-Practice für die so genannten City-TLDs zu entwickeln. Dieses wird es der ICANN erheblich erleichtern, die City-TLDs zuzulassen.</p>
<p>Interessanterweise haben in den letzten Monaten neben Städten mittlerweile auch eine Reihe von europäischen Regionen das Konzept einer eigenen Domainendung aufgegriffen: Schottland (<br />
                            <a href="http://www.dotsco.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">.SCO</a>), Walis (<br />
                            <a href="http://www.dotcym.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">.CYM</a>), Bretagne (<br />
                            <a href="http://bzh.geobreizh.com/www/bzh" target="_blank" rel="noopener noreferrer">.BZH</a>), Galizien (<br />
                            <a href="http://www.puntogal.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">.GAL</a>) sowie Lateinamerika (<br />
                            <a href="http://www.lacnic.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">.LAC</a>).</p>
<p>Auch mit diesen Initiativen stehen wir in Kontakt.</p>
<p>
                              <strong>Was sind die Kernprobleme bei der Beantragung einer neuen lokalen TLD?</strong>
                            </p>
<p>Einer der entscheidenden Faktoren auf dem Weg zu jeder neuen TLD war bislang der Zeitpunkt, zu dem man sich bewerben konnte. In der aktuellen Situation zeichnet sich ab, dass der neue Bewerbungszeitpunkt Anfang 2007 sein wird. Ansonsten wird erwartet, dass lokale TLDs mit weniger Problemen im Zulassungsprozess behaftet sind als bspw. die abgelehnten .XXX und .MAIL aus der Bewerbungsrunde im Jahr 2004. Lokale TLDs bringen, da ähnlich wie nationale TLDs, wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung mit:</p>
<ul>
<li>Eine klar umrissene Community, für die es die TLD geben soll</li>
<li>Eine sich bewerbende Betreiberorganisation, die sich aus Repräsentanten der Community zusammensetzt und in der regionalen Internet-Community verhaftet ist</li>
<li>Eindeutiger Bedarf für die lokale TLD in der Community</li>
<li>Ein klares Geschäftsmodell</li>
</ul>
<p>
                              <strong>Nach welchen Gesichtspunkten handelt die ICANN bei der Vergabe neuer TLDs? Spielen da Ihrer Meinung nach eher wirtschaftlich-liberale oder politische Beweggründe eine Rolle?</strong>
                            </p>
<p>Im aktuellen strategischen Plan der ICANN ist festgelegt, dass neue TLD geschaffen werden sollen. Dieser Plan basiert auf Prinzipien und dem Auftrag der ICANN, die die Förderung von Wettbewerb, eine breite Repräsentation von Internet-Communities weltweit und die Schaffung von TLDs beinhalten.</p>
<p>In der Vergangenheit mag es bei der Zulassung von TLDs einen Beauty-Contest gegeben haben, bei dem neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch politische eine Rolle gespielt haben mögen. Am Beispiel .CAT (Katalonien) kann man allerdings sehen, dass auch politisch schwierige TLDs erfolgreich angegangen wurden.</p>
<p>Für die neue TLD-Runde werden klare und objektive Regeln erwartet, nach denen die Bewerber beurteilt werden. Dabei werden insbesondere betriebwirtschaftliche, finanzielle, organisatorische und technische Kriterien eine Rolle spielen. Wichtig sind aber auch die Vergabekonventionen einschließlich deren Durchsetzungsmechanismen, Zielgruppen, Marketingstrategien und der allgemeinen Nutzen der neuen TLD. Immer wichtiger sind auch Maßnahmen zum Schutz geistigen Eigentums und der Privatsphäre. Alles dies wird .berlin in seiner Bewerbung liefern, schließlich arbeiten wir auch aktiv an diesen Regeln mit.</p>
<p>
                              <strong>Es gibt ja verschiedene &#8220;Berlins&#8221; in der Welt. Erhalten Sie aktive Unterstützung aus dem Ausland?</strong>
                            </p>
<p>Über verschiedene Kanäle unterhalten wir auch Beziehungen zu anderen Berlins weltweit. Im Fall Berlin mögen die Einwohner der „anderen Berlins“ nur rund 3% aller Berliner ausmachen. Prinzipiell finden die „andere Berlins“ die Idee gut. Was den Namen Berlin bekannt macht, kommt auch den kleinen Berlins zugute.</p>
<p>Von uns will die ICANN in der Bewerbung eine Lösung für den Fall sehen, wenn es zwei etwa gleich große Stadtgemeinschaften gibt, die sich um eine TLD bewerben. Z.B. gibt es sowohl in Großbritannien als auch in den USA Städte wie Boston, Birmingham, Cambridge oder Oxford, die eine Einwohnerzahl bedeutender Größenordnung besitzen. Die Lösung kann nur so aussehen, dass die Einwohner beider Städte die gleichberechtigte Möglichkeit zur Registrierung von Domains haben.</p>
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                              <strong>Welche Form von Netzregulierung wünschen Sie sich?</strong>
                            </p>
<p>Wir denken, dass die ICANN ein gutes Beispiel dafür ist, wie eine notwendige supranationale Regulierungsorganisation für das Internet aussehen kann. Ziel der Netzregulierung sollte es sein, eine Legitimierung der jeweiligen Instanz durch die dauerhafte und breit angelegte Beteiligung von Internetusern, der Wirtschaft, verschiedenen Interessengruppen und Regierungsinstitutionen an den Entscheidungen zu erhalten. Insbesondere wirtschaftliche schwächere Gruppen dürfen dabei durch Überregulierung nicht zu kurz kommen, schließlich müssen immer noch viele digitale Gräben überwunden werden.</p>
<p>Im Fall von TLDs hat sich weltweit das privatwirtschaftliche Management eindeutig als Erfolgsmodell herausgestellt, die .de-Domain ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Aber wie die Denic pflegt auch .berlin einen engen Dialog mit Regierungsvertretern, nationalen und internationalen für das Internet zuständigen Institutionen und Organisationen sowie mit Vertretern der Internet Community.</p>
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                              <strong>Dirk Krischenowski ist Geschäftsführer von dotBERLIN. Der Text wurde am 28.07. in der Einleitung von &#8216;Die Firma dotBERLIN hat bei der Internetverwaltung ICANN die Top-Level-Domain .berlin für die Hauptstadt beantragt&#8217; in &#8216;Die Firma dotBERLIN will bei der Internetverwaltung ICANN die Top-Level-Domain .berlin für die Hauptstadt beantragen&#8217; geändert.</strong>
                            </p></p>
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