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	<title>Netzsperrengesetz &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Netzsperrengesetz &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#8220;Sperren waren nie ein wirksames Instrument&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 13:08:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperrengesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>
		<category><![CDATA[Lars Klingbeil]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Dienstagabend verständigten sich die Spitzen der schwarz-gelben 
Koalition darauf, das Gesetz zum Sperren kinderpornografischer Seiten aus dem Jahr 2009 zu kippen. politik-digital.de sprach mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Lars 
Klingbeil, Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien sowie in der Enquete-Kommission &#34;Internet und digitale Gesellschaft&#34; über die gestrige Entscheidung.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstagabend verständigten sich die Spitzen der schwarz-gelben<br />
Koalition darauf, das Gesetz zum Sperren kinderpornografischer Seiten aus dem Jahr 2009 zu kippen. politik-digital.de sprach mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Lars<br />
Klingbeil, Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien sowie in der Enquete-Kommission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221; über die gestrige Entscheidung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Schlagwort &#8220;Zensursula&#8221; war im Sommer 2009 allgegenwärtig. Um Kinderpornografie im Internet zu bekämpfen, setze die Große Koalition<br />
auf Initiative der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen<br />
(CDU) ein Gesetz zum Sperren entsprechender Internetseiten durch.<br />
Kritiker bemängelten bereits damals, dass die Folgen solcher Sperren<br />
nicht abzusehen seien und man mit einfachsten Mitteln trotzdem auf<br />
pornografische Netzinhalte zugreifen könne. Am gestrigen Dienstag<br />
verständigte sich die schwarz-gelbe Koalition nun<br />
endgültig darauf, das Gesetz zu kippen.<br />
politik-digital.de sprach mit Lars<br />
Klingbeil über die Entscheidung.</p>
<p><a href="http://www.lars-klingbeil.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/klingbeil-skaliert_1.jpg" alt="" width="128" height="172" align="right" /></a></p>
<p><strong>Herr Klingbeil, in Ihrer gestrigen Sitzung haben Vertreter der regierungstragenden<br />
Fraktio</strong><strong>nen die endgültige Abschaffung des Internet-Sperrengesetzes aus dem Sommer 2009 beschlossen</strong><strong>.</strong><strong> B</strong><strong>e</strong><strong>reits vorher war die Sperr-Praxis ausgesetzt. Ein Zustand, der seitens der SPD-Bundestagsfrak</strong><strong>tion </strong><strong>als rechtswidrig kritisiert worden ist. Sehen Sie Ihre Bedenken nun ausgeräumt?</strong><br />
Die Koalition muss jetzt ein sauberes Aufhebungsgesetz vorlegen oder einem der von den Oppositionsfraktionen eingebrachten Aushebungsgesetze zustimmen. Dann haben wir die Chance, uns bei der Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet konsequent aufs Löschen zu konzentrieren. Sperren waren nie ein wirksames Instrument.</p>
<p><strong>Welche weiteren Maßnahmen sind nach Ansicht der Sozialdemokraten beim<br />
Kampf gegen (Kinder-) Pornografie im Internet nun zu treffen?<br />
</strong>Wir müssen die internationale Zusammenarbeit beim Löschen intensivieren und mindestens europäisch, besser weltweit zu einem gemeinsamem Vorgehen kommen. Das BKA und die weiteren polizeilichen Behörden müssen personell besser ausgestattet werden, um eine wirksame Löschung zu gewährleisten. Auch die Gründung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften kann ein sinnvoller Ansatz sein.</p>
<p><strong>An dem Zustandekommen des ursprünglichen Gesetzes zu den Internet-Sperren sind die Sozialdemokraten nicht unbeteiligt gewesen. Inwieweit hat Ihnen auch Ihr Wechsel auf die Oppositionsbänke kurz nach Inkrafttreten des nun gekippten Gesetzes dabei geholfen, auf dem Feld der Netzpolitik und im Verhältnis zur &#8220;Netzgemeinde&#8221; Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen?</strong><br />
Es geht mir nicht darum, der Netzgemeinde zu gefallen, sondern darum, für eine Politik einzutreten, die verantwortlich und sinnvoll ist. Netzsperren sind das Gegenteil davon. Von daher bin ich froh, dass sich diese Meinung zunächst in der SPD und nun auch in der Bundesregierung durchgesetzt hat.</p>
<p><strong>Die FDP &#8211; namentlich die Bundesministerin der Justiz &#8211; sieht die<br />
gestrige Einigung in ersten öffentlichen Äußerungen als eigenen politischen Erfolg an. Bei Themen wie der Vorratsdatenspeicherung herrscht weiterhin Dissens zwischen den Koalitionären. Lässt sich aus Ihrer Perspektive ein stringentes Regierungshandeln auf den netzpolitisch relevanten Feldern beobachten?<br />
</strong><br />
Wenn es einen Bereich gibt, der exemplarisch dafür steht, wie weit sich CDU und FDP mittlerweile inhaltlich voneinander entfernt haben, dann sind es sicher die Bürgerrechte und die Netzpolitik. An vielen Stellen herrscht Stillstand, weil sich die Parteien nicht einigen können. Der ehemalige Innenminister de Mazière hatte ja eine große und ganzheitliche Internetstrategie für Deutschland angekündigt. Zu sehen ist davon nichts. Dabei geht es nicht nur um Netzsperren oder Vorratsdaten, sondern auch darum, endlich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale des Internets konsequent zu nutzen.</p>
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		<title>Datenschutz: Schäuble für Lebenswerk &#8220;geehrt&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/datenschutz-schaeuble-fuer-lebenswerk-geehrt-0-4608/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Kemmerich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 08:10:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother Award]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperrengesetz]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei den &#34;BigBrotherAwards 2009&#34; in Bielefeld wurde Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mit dem Lifetime-Award &#34;geehrt&#34;. Auch Familienministerin Ursula von der Leyen bekam einen Negativpreis für ihren Einsatz für das umstrittene Netzsperrengesetz.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den &quot;BigBrotherAwards 2009&quot; in Bielefeld wurde Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mit dem Lifetime-Award &quot;geehrt&quot;. Auch Familienministerin Ursula von der Leyen bekam einen Negativpreis für ihren Einsatz für das umstrittene Netzsperrengesetz.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Die &quot;BigBrotherAwards&quot; werden seit dem Jahr 2000 an Verantwortliche von &quot;Datenschutzvergehen, Überwachungstechnologien- und gesetzen, sowie uferlosen Datensammlungen&quot; verliehen. Als besonders &quot;preiswürdig&quot; erachtete die Jury &quot;Schäubles obsessive Bestrebungen den demokratischen Rechtsstaat in eine präventiv-autoritären Sicherheitsstaat umzubauen&quot;.
</p>
<p>
Ursula von der Leyen wurde in der Kategorie Politik mit einem &quot;BigBrotherAward&quot; bedacht. In ihrer Begründung nannten die Juroren den Einsatz der Bundesfamilienministerin für &quot;Inhaltskontrollen im Internet&quot; als ausschlaggebend. Unternehmen, die Überwachungstechnologien für Internet und Telefon vertreiben,  sind die Preisträger der Kategorie Wirtschaft. Alle Informationen zu der diesjährigen Preisverleihung und den weiteren Award-Gewinnern gibt es unter <a href="http://www.bigbrotherawards.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bigbrotherawards.de</a> .</p>
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