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	<title>Netzwerk Recherche &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Netzwerk Recherche &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Werde Online-Schnüffler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Kemmerich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 15:57:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mehr e-Demokratie wagen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die britische Plattform <a href="http://helpmeinvestigate.com/" target="_blank" title="helpmeinvestigate.com" rel="noopener noreferrer">helpmeinvestigate.com</a> aus Birmingham dient der Vernetzung von Bürgern, die zu Themen von öffentlichem Interesse Antworten suchen. Die Idee: Ein User setzt das Thema und alle schnüffeln mit - hoffentlich.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die britische Plattform <a href="http://helpmeinvestigate.com/" target="_blank" title="helpmeinvestigate.com" rel="noopener noreferrer">helpmeinvestigate.com</a> aus Birmingham dient der Vernetzung von Bürgern, die zu Themen von öffentlichem Interesse Antworten suchen. Die Idee: Ein User setzt das Thema und alle schnüffeln mit &#8211; hoffentlich.</p>
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<a href="http://helpmeinvestigate.com/" target="_blank" title="helpmeinvestigate.com" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/helpmeinvestigate.jpg" alt="helpmeinvestigate.com" title="helpmeinvestigate.com" align="left" height="95" hspace="5" vspace="5" width="134" /></a>Das Projekt will &quot;vernetzen, mobilisieren und aufdecken&quot;. So tauschen sich die Nutzer zum Beispiel über die Frage aus, wie gerechtfertigt es ist, dass in London 35 Prozent mehr öffentliches Geld pro Kopf ausgegeben wird als in den West Midlands.
</p>
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Das System hinter dem Projekt ist im Prinzip ein einfaches Wissensforum. Allerdings ist die einfache Benutzerführung, seine Offenheit und das lokale Thema exemplarisch für simple, aber effektive Partizipationsportale.</p>
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		<title>Theorie des Onlinejournalismus: Es besteht Forschungsbedarf</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/theorie-des-onlinejournalismus-es-besteht-forschungsbedarf-4054/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jzenthoefer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 09:36:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internet hat alles verändert. Freunde finden, Freunden schreiben, Freunde treffen – all das geht heute virtuell. Wir verändern das Netz, und das Netz verändert uns. Das ist klar. Wie aber geht es mit den Journalisten um? Wie reagieren die Informationsmacher auf das neue Medium? Sehen Sie es als Chance oder Bedrohung? Und: Wie verändert das schnelle Medium Internet den schnell sein müssenden Journalismus?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet hat alles verändert. Freunde finden, Freunden schreiben, Freunde treffen – all das geht heute virtuell. Wir verändern das Netz, und das Netz verändert uns. Das ist klar. Wie aber geht es mit den Journalisten um? Wie reagieren die Informationsmacher auf das neue Medium? Sehen Sie es als Chance oder Bedrohung? Und: Wie verändert das schnelle Medium Internet den schnell sein müssenden Journalismus?<!--break--></p>
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Thorsten Quandt (Juniorprofessor an der FU Berlin) und Wolfgang Schweiger (Vertretungsprofessor an der TU Dresden) haben als Herausgeber des Bandes „Journalismus online – Partizipation oder Profession?“ Antworten auf diese Fragen gesucht. Die 18 Beiträge reichen von der wissenschaftlichen Darstellung der Journalismusforschung zum Thema Internet zu ganz praktischen Beschreibungen von Podcasting oder Weblogs. Unter den Autoren finden sich Elvira Steppacher (ifp-Geschäftsführerin), Christoph Neuberger (Professor in Münster) und Dirk von Gehlen (Chefredakteur von jetzt.de).
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<b>Online-News mit eigener Sprache<br />
</b>
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Was haben die Autoren für den politischen Journalismus herausgefunden? Online-Nachrichten sind nicht einfach ins Netz transferierte Zeitungen. So schreibt Thorsten Quandt: „Im Online-Bereich bekommt der Leser ein deutlich anders akzentuiertes Nachrichtenrepertoire zu sehen, und auch die Tonalität der Berichterstattung weicht vom Print ab. Die Qualität von Online-Nachrichten liegt damit nicht einfach in der Ausnutzung aller technologischen Optionen. Vielmehr scheinen die webbasierten Nachrichten eigenständige, medienspezifische Themenstrukturen und Sichtweisen abzubilden.“ Dadurch würden sie sich, so der Autor, nach und nach von den traditionellen Medien (insbesondere dem Print-Bereich) abnabeln. Sie finden eine eigene Identität und Sprache.
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<b>Journalistischer Qualitätsverlust<br />
</b>
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Wie wird für politische Berichterstattung recherchiert? Antwort: Über Google. Dabei nutzen Journalisten fast ausschließlich die Standard-Suchfunktion, fast nie „Google News“ und noch seltener andere Suchmaschinen. Fast immer wird nur die erste Ergebnisseite überfolgen – die dritte Seite wird nie mehr in Betracht gezogen. Nicht beantwortet wird die Frage, ob sich Journalisten „fast blind“ auf Google verlassen. Normalnutzer tun das nämlich. Unumstritten ist, dass sich unreflektiertes Googlen negativ auf die journalistische Qualität auswirken kann. Ob es das auch tut, und wie; darüber besteht noch Forschungsbedarf. Leider werden diese Fragen im Band nicht beantwortet.
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<p>
<b>„Danaergeschenk Google“<br />
</b>
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Wenig sauber recherchiert sind auch die Aussagen über eine vermeintliche Manipulation der Trefferlisten. Was über die Methoden der Suchmaschinenoptimierung zu lesen ist, ist naiv – und teilweise falsch. Die Optimierung von Webseiten wird pauschal als „externe Manipulation“ bezeichnet. Dabei dienen gerade diese Maßnahmen dazu, das Web kundenfreundlicher zu machen. Inhalte sollen passgenauer gefunden werden, zum Beispiel durch das Google Webmaster Tool. Google erhebt auch keine Platzierungsgebühren für vordere Ränge. Nicht belegt ist auch die heikle Aussage, dass Suchmaschinen Bereiche des Internets vernachlässigen, „die nur schwer zu erfassen“ ist. Wenn im Buch also die Forderung laut wird, dass die Nutzung von Suchmaschinen Teil der journalistischen Ausbildung werden muss, sollte das am besten auch für einige Professoren gelten. Krone der Absurdität ist, dass der akademische Elfenbeinturm sogar Galtungs „strukturelle Gewalt“ von 1975 aus der Mottenkiste holt, um darunter das „Danaergeschenk Google“ zu subsumieren.
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<b>Begrenzte Partizipation<br />
</b>
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Aussagekräftiger sind die Beiträge über Weblogs. Immer mehr Menschen arbeiten journalistisch im Netz – in den USA vor allem Nicht-Journalisten. Einer der erfolgreichsten Weblogs der USA (dailykos) wird von einem jungen hispanischen Juristen betrieben. Er hat täglich fast eine halbe Million Besucher. Zum Vergleich: Bildblog.de hat gerade mal 40.000 Besucher. Leser können sich oft durch Kommentarfunktionen beteiligen. Das tun sie in politisch spannenden Zeiten – bei Wahlen – oder auch großen Tragödien. Elvira Steppacher zeigt in einem Beitrag, wie der Fall Natascha Kampusch in den Weblogs der großen österreichischen Medien von den Lesern begleitet wurde – und damit auch einen Rückkanal an die Redaktionen bildete. Partizipation pur? Ein wenig. Als viele Leser schrieben, nun sei es doch genug und man solle Frau Kampusch in Ruhe lassen, reduzierten einige Medien die Berichterstattung tatsächlich. Trotzdem: Nie haben Mitarbeiter der Zeitungen oder Sender, die solche Möglichkeiten der Leserteilnahme geschaffen hatten, auf Stellungnahmen der User geantwortet. Auch unwahre Behauptungen wurden redaktionsseitig nicht richtiggestellt. Wie es scheint, haben Journalisten noch Probleme damit, wenn Leser das einfordern, was sie selbst von der Politik wollen – Partizipation.</p>
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			</item>
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		<title>Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der Internet-Kommunikation</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/chancen_risiken_und_nebenwirkungen_der_internet_kommunikation-49/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:42:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
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		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett"><font size="2">(7. Juli 2006) </font>Die uralte Maxime        Cogito, ergo sum - Ich denke, also bin ich scheint in Zeiten von        World Wide Web, Email und weltweiter Vernetzung nicht mehr zu gelten.        Blogito, ergo sum - Ich blogge, also bin ich lautet der Trend im        Internet. Dieser Grundsatz ziert auch das Cover des neuen Sammelbandes        vom "Netzwerk Recherche" ("nr"), der kürzlich        erschienen ist.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett"><span style="font-size: x-small;">(7. Juli 2006) </span>Die uralte Maxime Cogito, ergo sum &#8211; Ich denke, also bin ich scheint in Zeiten von World Wide Web, Email und weltweiter Vernetzung nicht mehr zu gelten. Blogito, ergo sum &#8211; Ich blogge, also bin ich lautet der Trend im Internet. Dieser Grundsatz ziert auch das Cover des neuen Sammelbandes vom &#8220;Netzwerk Recherche&#8221; (&#8220;nr&#8221;), der kürzlich erschienen ist.<!--break--></p>
<p>Auf der Titelseite ist ein Mann zu sehen, der in einem spartanisch eingerichteten Raum mit abgedunkelten Fenstern sitzt und den Satz in seinen PC tippt. Das Bild passt thematisch zum Buch, beschäftigt sich dieses doch mit Trends und Gefahren der Online-Kommunikation. Eine Gefahr wird im Titelbild nämlich auch angedeutet: die soziale Isolation von Internet- oder Weblog-Freaks.<br />
<span class="fett"><br />
</span>Unter dem Titel „Online-Journalismus. Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der Internet-Kommunikation“ wird dann auch folgerichtig auf verschiedene – positive wie negative – Aspekte des Journalismus im Netz eingegangen. Dass dabei vor allem die Weblogs im Vordergrund stehen, mag Zufall sein; es wird jedoch ohne Zweifel der Beliebtheit des Formats gerecht.<br />
Was sonst häufig in öden Protokollen zusammengefasst wird, ist hier leserfreundlich aufgemacht: das Buch beinhaltet die Ergebnisse einer Kommunikations-Fachtagung des ‚nr’. Zu Beginn des Sammelbandes wird eine originelle Zusammenfassung der Beiträge angeboten. Statt einfache Inhaltsangaben niederzuschreiben, werden die Texte in Form von Blog-Postings präsentiert und sind als solche bereits mit einigen Statements des Webloggers Jan Michael Ihl „gewürzt“. Das ist eingängig und ein guter Service, weil der Leser direkt einschätzen kann, welche der folgenden Texte für ihn interessant sein können.<br />
Ausgangspunkt des Buches ist die Frage, was im Onlinejournalismus möglich ist – was gibt es schon und was ist in Zukunft denkbar? Das berührt auch das Problem, was überhaupt unter Onlinejournalismus zu verstehen ist. Dieser Aspekt wird an verschiedenen Stellen im Sammelband diskutiert, vor allem bezogen auf die Frage: Sind Weblogs Journalismus? Um die aufgeworfenen Fragestellungen adäquat zu beantworten, werden unterschiedliche Themenkomplexe bearbeitet, die sich grob in vier Kategorien einteilen lassen.<br />
• Einige Autoren setzen sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Protests und des Austausches von Interessen im Internet auseinander und stellen diverse (Polit)Kampagnen vor. Dabei wird vor allem das Problemfeld der (Gegen-) Öffentlichkeit im Netz behandelt.<br />
• Über Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen und NGOs berichten drei Autoren, die aus der beruflichen Praxis kommen. Kathrin Voss berät NGOs in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und promoviert derzeit zu diesem Thema. Ulrich Müller berichtet in seinem Aufsatz von Erfahrungen, die er beim Aufbau einer eigenen Watchdog-Organisation gemacht hat. Und auch Klaus Eck ist als Unternehmensberater beruflich mit der Öffentlichkeitsarbeit verbunden; darüber hinaus betreibt er das bekannte Weblog „PR-Blogger“. Er untersucht in seinem Beitrag den Einsatz von Weblogs in der PR, etwa in Form von CEO-Blogs.<br />
• Der Bereich Journalismus und digitale Medien beschäftigt sich mehrheitlich mit dem Aufkommen von Weblogs und ihrem Nutzen für professionellen Journalismus.<br />
• Das Thema Onlinejournalismus im Allgemeinen wird anhand von Beispielen vorgestellt. So referiert Julia Bönisch über den Stellenwert von Spiegel Online. Der Beitrag profitiert von den praktischen Erfahrungen, die die Autorin bei Spiegel Online gesammelt und in einer Diplomarbeit an der Universität Eichstätt ausgewertet hat. Christoph Schultheis berichtet von seiner Arbeit beim BILDBlog. Auch die neuen Arbeitsbedingungen für Videojournalisten im Internet werden betrachtet.<br />
In den einzelnen Beiträgen des Sammelbandes werden diese vier Ansätze immer wieder verknüpft. Ole Reißmann präsentiert beispielsweise Weblogs als Angebot der Gegenöffentlichkeit und Günter Metzges, Initiator der Online-Plattform Campact, stellt die Protestmedien einer NGO vor.<br />
Die Autoren arbeiten mit zahlreichen Belegen und Zitaten aus wissenschaftlicher Literatur. Dennoch nehmen wissenschaftliche Formulierungen nicht Überhand. Vielmehr wird der insgesamt gut verständliche Text zusätzlich durch Cartoons und die Nennung von beispielhaften Webseiten aufgelockert. Dass in den einzelnen Texten häufig dieselben Beispiele angeführt werden, ist kein Nachteil, sondern trägt zu einer Art „Verknüpfungswissen“ bei. Der Leser erkennt, dass ein Angebot thematisch nicht nur mit einem der oben vorgestellten Themenkomplexe gekoppelt ist. Stattdessen setzen die Autoren ihre Beispiele in der Regel mit mehr als einem Themenfeld in Bezug: So wird die politische Kampagnenplattform MoveOn aus den USA sowohl als Exempel für die Entwicklung von Gegenöffentlichkeit im Internet wie auch als Beispiel für die Kommunikationsarbeit von NGOs herangezogen.<br />
Über die einfache Lektüre hinaus bietet das Buch in einem umfangreichen Anhang weiteren Leser-Service. Wer die Thematik vertiefen möchte, erhält hier Hinweise auf wissenschaftliche Literatur oder auf weiterführende Webseiten. Ein umfangreiches Linkverzeichnis und ein Glossar zum Nachschlagen unbekannter Begriffe sind ebenfalls vorhanden.<br />
Ein Portrait vom Netzwerk Recherche rundet die Vorstellung ab. Auch die Autoren werden vorgestellt. Die Kurzbiografien geben einen Einblick in die Arbeitsfelder der einzelnen Schreiber. Hier wird deutlich, dass Autoren aus allen denkbaren Metiers zu Wort kommen: aus der Wissenschaft, dem Journalismus und der Blogosphäre. Dies vermittelt dem Leser das Gefühl, einen Rundum-Einblick in den Onlinejournalismus bekommen zu haben.<br />
Mehr als ein Einblick kann es jedoch nicht sein: Für Weblogkenner bietet der Sammelband nicht viel Neues, für Einsteiger hingegen ist er sehr gut geeignet. Dennoch wird in einigen Artikeln mehr als Basiswissen verlangt, wenn etwa die Begriffe „Top-Down-Prozesse“ (S. 29) oder „Grassroots-Organisationen“ (S. 39) ohne Erklärung zu Papier gebracht werden.<br />
Auffällig ist darüber hinaus, dass die Länge der Beiträge sehr stark variiert. Einige Artikel sind so kurz, dass sie eher einem ausformulierten Flyer ähneln. Hier bleiben am Ende meist mehr Fragen offen, als beantwortet sind. Möchte der Leser mehr erfahren, muss er sich an die Literaturangaben halten. Andere Beiträge hingegen berichten relativ ausführlich und geben einen guten Überblick über die Thematik. Diese extreme Ungleichgewichtung der verschiedenen Beiträge wirkt irritierend.<br />
Fachlich jedoch sind die Beiträge einwandfrei und gut recherchiert. Sie bauen auf der relevanten wissenschaftlichen Literatur auf und tragen dementsprechend zur aktuellen Forschungsdiskussion bei.<br />
Der allgemeine Tenor des Sammelbands ist gut zu erkennen. Die meisten Autoren sind der Ansicht, dass das Internet und seine Angebote die klassischen Medien nicht ersetzen, sondern ergänzen werden. In der Kommunikationsarbeit sollte man sich nicht nur auf die multioptionalen Möglichkeiten des Netzes stützen. Auch die etablierten Medien werden ein wichtiges Element der Kommunikationslandschaft bleiben. Der Leser kann seine eigenen Ansichten dementsprechend gut in den Stellungnahmen der Autoren verorten.</p>
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