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	<title>Neutralität &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Neutralität &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Internet Governance Forum Deutschland 2016: zur Ethik der Digitalisierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Donat]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2016 15:01:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Personalisiertes E-Shopping, selbstfahrende Autos und Fitness-Tracker: einen bequemeren Alltag können Algorithmen sicherlich ermöglichen. Der Preis dafür ist aber hoch. So [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_150213" aria-describedby="caption-attachment-150213" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DSC07712.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-150213" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DSC07712.jpg" alt="Panel des Internet Governance Forum Deutschland 2016 &quot;Encoding Values&quot;" width="640" height="280" /></a><figcaption id="caption-attachment-150213" class="wp-caption-text">Im Panel (v.l.n.r.): Matthias Spielkamp (iRights/Algorithm Watch), Dr. Mirja Kühlewind (Transport AD/ETH Zürich, IETF), Constanze Bürger (Bundesministerium der Innern), Prof. Dr. Iris Eisenberger (BOKU Uni Wien), Dr. Benedikt Köhler (DataLion), Moderatorin Lena-Sophie Müller (Initiative D21)</figcaption></figure>
<p><strong>Personalisiertes E-Shopping, selbstfahrende Autos und Fitness-Tracker: einen bequemeren Alltag können Algorithmen sicherlich ermöglichen. Der Preis dafür ist aber hoch. So diskutierten letzten Freitag auch die TeilnehmerInnen des Panels „Encoding Values – zur Ethik von Protokollen“ des diesjährigen Internet Governance Forum Deutschland (IGF-D) über die Ethik digitaler Gesellschaften und die technische (Un)Kontrollierbarkeit von Algorithmen.</strong></p>
<p>Kontrovers diskutierten die Panellisten auf dem IGF-D 2016 über die Objektivität von Algorithmen und die Frage, ob die Einführung eines allgemein gültigen Wertekodexes eine Lösung darstelle. Einigkeit herrschte jedoch in einem anderen Punkt: „Wie es wirklich funktioniert, wissen wir, glaub ich, alle nicht“, konstatierte Dr. Benedikt Köhler (<a href="http://datalion.com/de/home_de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DataLion</a>). Dr. Mirja Kühlewind von der Internet Engineering Taskforce (<a href="https://www.ietf.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IETF</a>) stellte fest, dass „seit Snowden“ die Frage „Wie können wir Werte schützen?“ in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt ist. Auch wenn die Ethik der Digitalisierung immer mehr zum Thema wird, so bleiben dennoch essentielle Fragen rund um die (Un)Kontrollierbarkeit von Algorithmen unbeantwortet.</p>
<h3>Kann ein Algorithmus überhaupt neutral sein?</h3>
<p>In der Debatte um die theoretische Möglichkeit digitaler Neutralität und Objektivität betonte Matthias Spielkamp (<a href="https://irights.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iRights</a>/<a href="http://algorithmwatch.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Algorithm Watch</a>), dass (halb-)automatisierte Prozesse auch nicht unbedingt wertneutral seien. Als Beispiel führte Spielkamp die Nutzung einer Software in den USA an, die helfen sollte, zukünftige Kriminelle zu prognostizieren. <a href="https://www.propublica.org/article/machine-bias-risk-assessments-in-criminal-sentencing" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Ergebnis</a>: technisch generierte Parteilichkeit durch Algorithmen. Menschen mit schwarzer Hautfarbe wurden automatisch als höheres Risiko eingestuft. Zugleich warf Spielkamp die Frage auf, inwiefern eine alternative Handhabung durch Menschen überhaupt weniger diskriminierend verlaufen könne.</p>
<p>Mehr Informationen preiszugeben als beabsichtigt – die Erfahrung hat auch Benedikt Köhler bereits gemacht, durch Algorithmen. Im Sinne einer <a href="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/09/blogrolls.PNG" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kartographie</a> der deutschsprachigen Blogosphäre stellte er Blogvernetzungen – d.h. ein Blog verlinkt einen weiteren Blog – graphisch dar. Letztendlich kontaktierten ihn kartographierte Blogger, warum sie denn als nah vernetzt zu privat-bekannten BloggerInnen dargestellt wurden, ohne jemals einen Link zu ihrem Blog gesetzt zu haben. Köhler betonte, einen „neutralen Algorithmus“ genutzt zu haben. Dennoch: lediglich ähnliche NutzerInnen zweier Blogs können bereits private Vernetzungen andeuten. So verbinde ein neutraler Algorithmus auch Dinge auf eine Weise, die niemand steuern kann, geschweige denn offenbaren will. Köhler zufolge „macht das der Algorithmus selbst“. Auch den transparenten Umgang mit Algorithmen erachtet Köhler daher als „notwendig“, aber „nicht hinreichend“. Das sah Professorin Dr. Iris Eisenberger (<a href="https://www.boku.ac.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BOKU Uni Wien</a>) anders, da sie bereits zuvor den entscheidenden Schritt in Richtung Neutralität ausmache. Für sie sei ein Algorithmus bereits wertend, sobald sich ein Unternehmen für einen speziellen Algorithmus entscheide.</p>
<h3>Die Lösung für „interdisziplinären Analphabetismus“: Transdisziplinarität</h3>
<p>Moderatorin Lena-Sophie Müller (<a href="http://www.initiatived21.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a>) fragte in die Runde, wie die Ethik nun zu den richtigen AkteurInnen kommt sowie von ihnen gestaltet und verinnerlicht werden könne. Constanze Bürger (<a href="http://www.bmi.bund.de/DE/Home/startseite_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesministerium des Innern</a>) stellte dazu fest, dass es einen allgemein gültigen Wertekodex bislang noch nicht gebe und sprach sich für einen internationalen Wertekatalog der digitalen Welt aus. Während die Regierungen derzeit keinen ethischen Gestaltungsrahmen setzen, sind nicht-staatliche Akteure schon einen Schritt weiter: Matthias Spielkamp berichtete, dass bei Algorithm Watch bereits ein <a href="http://algorithmwatch.org/das-adm-manifest-the-adm-manifesto/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kriterienkatalog</a> erstellt wurde. Nichtsdestotrotz bleibe in der ethischen Diskussion die Frage eine ganz andere, so Spielkamp: „Man sollte sich als Gesellschaft fragen, welche Innovationen überhaupt eingeführt werden sollten, wenn sie nicht kontrollierbar scheinen. Manche Dinge sollte man nicht zulassen.“</p>
<p>Mit diesem Statement saß Spielkamp nicht alleine im Panel. Auch Prof. Dr. Iris Eisenberger plädierte für „Regeln von Menschen für Maschinen“ und diagnostiziert in der heutigen Zeit einen „interdisziplinären Analphabetismus“. Viele Menschen wüssten gar nicht, dass sie Werte implementieren. Zu Beginn gelte es, eine riesige Kommunikationslücke zwischen verschiedenen Disziplinen zu schließen, so Eisenberger. Dem schloss sich Spielkamp an, indem er sich abschließend für eine transdisziplinäre Betrachtung aussprach, die es bald geben werde und müsse – „aber nicht nächste Woche.“</p>
<p>Titelbild: Panel des IGF-D 2016 &#8220;Encoding Values&#8221; von <a href="http://politik-digital.de/user/jdonat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jana Donat</a> / <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>, licenced <a href="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 3.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Die Edit-Wars der Wikipedia &#8211; Teil 1</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaftadainterviewmoeller1_060119-shtml-2543/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.<!--break--></p>
<p><strong>Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.</strong></p>
<p><strong>Herr Möller, in Ihrem Buch Die heimliche Medienrevolution zitieren Sie an vielen Stellen Wikipedia als Quelle. Ist das überhaupt eine zitierfähige Enzyklopädie? Wenn man da ein Stichwort aufruft, weiß man doch nie, ob der Eintrag von heute nicht morgen schon komplett verändert ist.</strong></p>
<p>Erik Möller: Die Wikipedia ist in mancherlei Hinsicht zitierfähiger als andere Enzyklopädien, die in der Regel keine Quellen benennen, wo häufig nur der Autorenname unter dem Artikel steht und nur im besten Fall eine Bibliographie enthalten ist. Wenn ich mich als Buchautor frage, ob ein bestimmter Wikipedia-Artikel glaubwürdig ist, dann sehe ich mir seine Historie an, um festzustellen, welche Veränderungen vorgenommen wurden. Dann schaue ich, wer daran mitgearbeitet hat und ob Quellen enthalten sind. Außerdem haben wir kürzlich das Feature „Permanentlink“ hinzugefügt, sodass eine spezifische Version einer Seite zitiert werden kann.</p>
<p><strong>Welche Philosophie hat Wikipedia?</strong></p>
<p>Erik Möller: So viele Philosophien wie Teilnehmer. Das ist natürlich auch ein Problem. Die zentrale Philosophie, auf die sich alle verständigen können, ist die Schaffung eines Sammelsuriums des Wissens unter dem Gesichtspunkt des neutralen Standpunktes. Das ist das allumfassende Dogma, an das sich jeder Wikipedianer halten muss. Neutraler Standpunkt heißt ganz konkret: Der Artikel darf nicht für sich selbst Stellung beziehen, sondern muss die unterschiedlichen Sichtweisen zum Thema darstellen. Auf diese Weise lässt man dem Leser die Möglichkeit, zu entscheiden, wem er glaubt. Das hat dazu geführt, dass trotz sehr unterschiedlicher politischer und persönlicher Philosophien Wikipedianer dennoch zusammenarbeiten können. Bei kontroversen Artikeln – über Abtreibung, über Homöopathie, über den Nahost-Konflikt – gilt bei Wikipedia: Das sind die verschiedenen Ansichten zu dem Thema, und auch wenn wir völlig anderer Meinung sind, halten wir uns an den Neutralen Standpunkt, auch „NPOV“ genannt, für Neutral Point Of View.</p>
<p><strong>Besteht nicht die Gefahr, dass Wikipedia bei wenig nachgefragten, wenig kontrollierten Artikeln eine Plattform für unsachliche oder falsche Information bietet?</strong></p>
<p>Erik Möller: In der Tat kann bei Wikipedia jeder selbst entscheiden, über welches Thema er schreibt. Deshalb existieren auch Artikel, in die wenig Zeit und Arbeit investiert wurde. Das Wichtige ist jedoch, dass der Leser weiß, was Wikipedia ist und wie Wikipedia funktioniert, sodass er damit verantwortungsvoll umgehen kann. Ich glaube, es gibt kaum eine Online-Community, die selbstkritischer ist, was Inhalt und Qualität betrifft, als die Wikipedia. Vor ein paar Wochen war es in den Medien eine große Story, als der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales äußerte: „Einige Artikel sind schlecht!“ Wir waren sehr überrascht, dass es dazu solch einen Medienwirbel gab. Für uns ist es ganz normal, bei internen Diskussionen festzustellen: „Diese Seite ist Müll. Die müssen wir überarbeiten!“</p>
<p><strong>Aber Experten gehen doch in der Wikipedia unter, wenn jeder Laie den Artikel eines Spezialisten zerstören kann.</strong></p>
<p>Erik Möller: Das ist vor allem dann ein Problem, wenn der Experte kämpfen und dauerhaft Zeit investieren muss, um seinen Artikel in eine brauchbare Form zu bringen. Das kommt aber nur selten vor, weil die anderen Wikipedianer meist sehen: Das ist ein Mann vom Fach, der hat Recht. Ich stelle mich allerdings dagegen, wenn ein Titelträger reinkommt und tönt: „Ich bin Doktor und dieser Artikel ist Müll! Das muss verändert werden.“ Dann kommt ein 14-Jähriger und erwidert: „In einer Quelle steht das aber anders drin“, worauf der Doktor gar nicht eingeht.</p>
<p><strong>Also arbeitet Wikipedia gegen die Eliten?</strong></p>
<p>Erik Möller: Nein, wir sind für die Eliten. Wir sind sogar so genau, dass uns das „Nein“ eines Professors nicht genug ist. Es geht darum, dass man seine Aussagen belegen kann. Das ist die Elite, die wir wollen. Das ist die Elite, die sich so gut auskennt, dass sie auf Quellen verweisen kann. Es gibt Leute, die diese Autorität des Titels, des Experten ausnutzen möchten, um Artikel auf sehr propagandistische Weise zu verändern.</p>
<p><strong>Weiter zum<br />
<a href="adainterviewmoeller2_060119.shtml">zweiten Teil</a> des Interviews mir Erik Möller.</p>
<p></strong></p>
<p><strong>Dies ist ein Vorabdruck aus dem neu gegründeten Netz-Magazin<br />
<a href="http://www.webwatching.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WebWatching</a>, das Studierende des Hamburger Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft entwickelt haben. WebWatching wird ab dem 1.02.06 abrufbar sein.</strong></p>
<p><strong></p>
<p>Weitere Links zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/buchbesprechungen/buecher/bonin050913.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
<strong>Verändern Weblogs und Wikis das Netz?</strong><br />
</a></li>
<li><strong><br />
<a href="http://www.politik-digital.de/buchbesprechungen/buecher/boninmoeller050913.shtml">Kommentar zur Rezension: Wir sind das Netz</a><br />
</strong></li>
<li><strong><br />
<a href="http://www.wikipedia.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikipedia.de</a><br />
</strong></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Edit-Wars der Wikipedia &#8211; Teil 2</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaftadainterviewmoeller2_060119-shtml-2544/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.<!--break--></p>
<p>
                              <strong>Erik Möller, freier Journalist, aktiver Wikipedianer und Mitbegründer des Projekts Wikinews, spricht mit Ada von der Decken im Interview über die Edit-Wars der Wikipedia, den Glauben an die Glaubwürdigkeit und die echte Info-Elite.</strong>
                            </p>
</p>
<p>
                              <strong>Die Wikipedia wächst monatlich um sieben Prozent. Weltweit gibt es sie in hundert Sprachen. Mehr als 400 Autoren schreiben regelmäßig für die deutsche Ausgabe, die bereits über 330.000 Artikel umfasst. Welche Möglichkeiten zur Qualitätskontrolle gibt es bei diesem Monsterprojekt?</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Wikipedia hat interne Regeln und Richtlinien: Fakten und Aussagen sollen möglichst viele Quellenzitate zugrunde gelegt werden. Exzellente Artikel können von anderen Wikipedianern nominiert und gewählt werden. Durch Qualitätsoffensiven ist die gesamte Wikipedia-Gemeinschaft aufgefordert, Artikel bestimmter Themenfelder zu bearbeiten. Sehr lange wird schon über ein Feature diskutiert, das dem Permanentlink ähnelt: Artikel sollen von der Wikipedia-Gemeinde geprüft werden. Unsere letzte stabile Version, bei der wir uns für die Qualität, für die sachliche Richtigkeit des Artikels verbürgen, bleibt dann als Artikel-Basis erhalten. Leider gibt es in diesem Bereich noch keine größeren Fortschritte. Es fehlt am richtigen Push dahinter. Bei solchen Fragen behält Jimmy Wales sich die Entscheidung vor. Aber in zwei bis drei Jahren werden wir das Instrument auf jeden Fall haben.</p>
<p>
                              <strong>Im Zusammenhang mit Wikipedia ist ja viel von den „Edit-Wars“, die Rede. Was hat es damit auf sich?</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Das sind Kämpfe um die jeweils gerade gültige Version eines Artikels: Verfechter verschiedener Ideologien tragen ihren Streit nicht in einer Diskussion aus, sondern ändern bestehende Artikel in einseitige Stellungnahmen um. Das ist momentan eines der größten Probleme der Wikipedia. Wobei es nicht so dramatisch ist, wenn sich nur zwei Ideologien gegenüberstehen. Die kämpfen zwar gegeneinander, aber kommen langfristig zu einem Kompromiss. Doch je mehr Positionen und Personen hier im Spiel sind, desto langwieriger kann es werden. Allerdings: Noch viel problematischer ist es, wenn es nur eine Ideologie gibt und es gar nicht zu einem Edit-War kommt. Wenn Leute schreiben können was sie wollen, ohne dass Wikipedianer anderer Meinung den Inhalt überprüfen, ist das Neutralitätsprinzip außer Kraft.</p>
<p>Ein Beispiel: Die faktische Definitionsmacht der Artikel über Mormonen in der englischen Wikipedia liegt bei dieser Glaubensgemeinschaft selbst, da sich ansonsten kaum jemand dafür interessiert. Es sind nur einige Religionskritiker, die die historischen Aussagen der Mormonen in Zweifel ziehen. Das reicht aber nicht für eine relevante Gegenwehr. Entsprechend wirken diese Mormonen-Artikel als stammten sie aus ihren eigenen Werbebroschüren. Um den neutralen Standpunkt sicherzustellen, müssten Wikipedianer die Artikel gemeinsam mit der Glaubensgemeinschaft überarbeiten und eine stabile Version erstellen. Danach könnten die Mormonen den aktuellen Artikel wieder in ihre gewünschte Form bringen. Solange daneben eine geprüfte stabile Version besteht, ist das nicht schlimm.</p>
<p>
                            <strong>Sie haben vor einem Jahr Wikinews initiiert. Auch da kann jeder selbst zum Autor werden – allerdings von tagesaktuellen Beiträgen. Stellt sich das Problem der Glaubwürdigkeit bei dieser Nachrichtenplattform nicht in verschärfter Form?<br />
                            <br /></strong><br />
                            <br />Erik Möller: Ich glaube nicht an Glaubwürdigkeit, sondern lege Wert auf Transparenz. Ich will wissen, warum ein Artikel so geworden ist, wie er ist. In keinem Medium bekomme ich mehr Transparenz als bei Wikinews. Für jeden Artikel sind die Bearbeitungsschritte einsehbar, auf den Diskussionsseiten kann ich die Aussagen der Autoren zuordnen. Bei Originalberichterstattungen besteht Dokumentationspflicht. Transparenz ist hundertprozentig gegeben. Beim Spiegel hingegen habe ich zum Beispiel überhaupt keine Transparenz. Wenn ich da einen Artikel lese, weiß ich nicht, ob der Autor, die Redaktion oder der Ressortleiter das so veröffentlichen wollte.</p>
<p>
                              <strong>Unterwegs sein, Interviews führen, in Archiven graben, zum Telefon greifen, Termine besuchen. Die eigene Recherche – das ist doch das Herzstück des Journalismus. Kann Wikinews das leisten?</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Es gibt auf Wikinews das Original Reporting, wo wirklich jemand zu einer Ausstellung, zu einer Veranstaltung oder zu einer Organisation gegangen ist und anschließend einen Bericht dazu veröffentlicht. Das ist mir auch sehr wichtig, weil man Originalberichterstattung in Blogs kaum findet. Das möchte ich noch intensivieren.</p>
<p>
                              <strong>Aber ohne Finanzierung ist doch kein Journalismus möglich!</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Ja, das ist eindeutig ein Problem der unabhängigen Medien, das gelöst werden muss. Es ist weniger die Glaubwürdigkeit als die Finanzierbarkeit des Ganzen. Ohne Geld wird man richtigen Journalismus nicht realisieren können. Man wird sich an Spendenmodellen orientieren müssen, bei denen eine große Anzahl von Menschen kleine Beträge spendet. Wenn man bedenkt, dass die Wikimedia-Stiftung bei ihrem letzten Spendenaufruf 200.000 US-Dollar in zwei Wochen gesammelt hat, ist es kein großer Schritt, ein Recherchebudget zu schaffen, um das sich aktive Wiki-Nutzer bewerben können. Aufgrund meiner Erfahrung mit der Organisation glaube ich nur, dass die Wikimedia dafür zu unbeweglich ist.</p>
<p>
                              <strong>Wird Wikinews in zwanzig Jahren die Tagespresse ersetzt haben?</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Ob Wikinews mal eine wirklich große Sache wird? Wie gesagt – die Finanzierung muss gesichert sein. Journalismus braucht Mittel. Wenn Wikinews das nicht schafft, wird es an seiner Stelle ein kollaboratives Blog leisten, also ein Blog als Gemeinschaftswerk. Da habe ich gar keinen Zweifel. Wikinews ist ein Modell und daneben werden andere entstehen. Und dann wird es spannend, glaube ich.</p>
<p>
                              <strong>Was wünschen Sie sich für die Zukunft?</strong>
                            </p>
<p>Erik Möller: Ich wünsche mir, dass der Bürger in Zukunft mehr partizipiert und nicht nur konsumiert. Das ist gewissermaßen unvermeidlich, weil es mehr Websites mit den entsprechenden Möglichkeiten geben wird. Darin sehe ich viel Potential, auch für demokratische Veränderung.</p>
</p>
<p>
                              <strong>Zurück zum<br />
                              <a href="adainterviewmoeller1_060119.shtml">ersten Teil</a> des Interviews mir Erik Möller.</strong>
                            </p>
<p>
                              <strong>Dies ist ein Vorabdruck aus dem neu gegründeten Netz-Magazin<br />
                              <a href="http://www.webwatching.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WebWatching</a>, das Studierende des Hamburger Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft entwickelt haben. WebWatching wird ab dem 1.02.06 abrufbar sein.</strong>
                            </p>
<p>
                              <strong>Weitere Links zum Thema:</strong>
                            </p>
<ul>
<li>
                                <a href="http://www.politik-digital.de/buchbesprechungen/buecher/bonin050913.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                                  <strong>Verändern Weblogs und Wikis das Netz?</strong><br />
                                </a>
                              </li>
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                                <strong><br />
                                  <a href="http://www.politik-digital.de/buchbesprechungen/buecher/boninmoeller050913.shtml">Kommentar zur Rezension: Wir sind das Netz</a><br />
                                </strong>
                              </li>
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                                <strong><br />
                                  <a href="http://www.wikipedia.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikipedia.de</a><br />
                                </strong>
                              </li>
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		<title>Koppelung an Partei mehr ein Nachteil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Hauser]]></category>
		<category><![CDATA[Neutralität]]></category>
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		<category><![CDATA[dol2day]]></category>
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					<description><![CDATA[politik-digital sprach mit dol2day-Betreiber Andreas Hauser darüber, ob das Politiksimulations-Spiel der CDU 
<a href="http://www.wahlkreis300.de/">www.wahlkreis300.de</a> zum ernstzunehmenden Konkurrenten wird.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>politik-digital sprach mit dol2day-Betreiber Andreas Hauser darüber, ob das Politiksimulations-Spiel der CDU<br />
<a href="http://www.wahlkreis300.de/">www.wahlkreis300.de</a> zum ernstzunehmenden Konkurrenten wird.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> dol2day ist der &quot;Marktführer&quot; im Bereich Politiksimulationen im Internet. Fühlt sich die Redaktion geehrt, dass die Idee nun prominent in den Wahlkampf der<br />
<a href="http://www.cdu.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU</a> integriert worden ist?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Die starke Anlehnung des Wahlkreis300 an der Idee von<br />
<a href="http://194.9.168.118/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dol2day</a> bestätigt sicherlich das von uns bereits vor zwei Jahren erstellte Konzept einer Internetdemokratie. Allerdings sind wir stark verwundert, dass die CDU scheinbar keine Kosten und Mühen gescheut hat, um eine parteipolitische Variante zu kreieren. Besonders die Neutralität der redaktionelle Betreuung ist für die praktische Umsetzung einer Internetdemokratie zwingend erforderlich und in diesem Fall nicht gegeben.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Inwiefern hat sich wahlkreis300.de an der dol2day-Umgebung orientiert bzw. welche Unterschiede weist wahlkreis300.de zur Plattform von dol2day auf?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Wahlkreis300.de hat die grundlegende Eigenschaften von dol2day übernommen. Der Funktionsumfang ist zwar nicht mit dol2day zu vergleichen, die grundlegenden Strukturen sind aber nahezu identisch. Insofern hätten wir uns sicherlich gefreut, wenn Frau Dr. Merkel auf der<br />
<a href="/econsumer/verbraucherschutz/cebit2002.shtml">CeBIT</a> zumindest einen Hinweis auf den Ideengeber gegeben hätte.
</p>
<p>
Der entscheidende Unterschied zwischen dol2day und dem Wahlkreis300 ist der Umgang mit der politischen Neutralität. Der Gedanke einer Internetdemokratie zeichnet sich dadurch aus, dass viele unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen und über Parteigrenzen hinweg Entscheidungen getroffen werden. Durch die Betreuung seitens der CDU wird sich Wahlkreis300.de den Vorwurf gefallen lassen müssen, diese Neutralität nicht wahren zu können.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Um das Projekt scheint ein juristischer Streit zwischen den Parteien auszubrechen. Grund dafür ist die unerlaubte Verwendung von Parteilogos und die Besetzung parteipolitischer Positionen in der virtuellen Wahlkampfumgebung. Gibt es ähnliche Probleme auch bei dol2day?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Es gab zu Beginn des Projektes vor fast zwei Jahren eine vergleichbare Diskussion mit einer Bundestagspartei bzgl. des Namens ihres virtuellen Pendants. Mit der Feststellung, dass dol2day keinerlei politische Richtung bevorzugt und durch die Unterstützung von dol2day Mitglieder wurde das Problem aber einvernehmlich gelöst.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Der Server von wahlkreis300.de ist seit der Eröffnung der Plattform beinahe öfter offline als online. Woran könnte das liegen?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Das Wahlkreis300.de Team kämpft nun offenbar mit all den Kinderkrankheiten aus denen dol2day bereits herausgewachsen ist. Ich könnte mir vorstellen, dass die verantwortlichen Personen die zahlreichen Probleme technischer und insbesondere organisatorischer Art unterschätzt haben, die sich bei einem solch komplexen System zwangsläufig ergeben. Außerdem gibt es zur Zeit keinerlei Maßnahmen, die dem Missbrauch durch Nutzer des Angebotes vorbeugen.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Die CDU begreift wahlkreis300.de als &quot;politisches Bildungsangebot&quot; für Jung- und Erstwähler. Was kann man dort lernen?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Plattformen wie dol2day bieten politisch interessierten Menschen und natürlich auch den Jungwählern die Möglichkeit, sich spielerisch der Politik zu nähern und die Funktionsweise einer Demokratie kennen zu lernen. Besonders wichtig ist es, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch nach außen vertreten zu können. Solche Plattformen sind die einzige und beste Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichsten Meinungen auseinander zu setzten und andere Denkweisen kennen zu lernen. Die Meinungsvielfalt könnte allerdings in der parteipolitischen Betreuung von Wahlkreis300.de ihre Grenzen finden.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Haben die dol2day-Mitspieler das Projekt bereits wahr genommen und wie beurteilt die Community das Angebot?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Unsere Benutzer haben wahlkreis300.de sehr schnell wahrgenommen und eine lebhafte Diskussion darüber entfacht. Negativ stößt den Mitgliedern insbesondere auf, dass es sich um keine unabhängige Instanz handelt die den Wahlkreis300 zur Verfügung stellt. Hinzu kommen zur Zeit die Serverprobleme und der im Vergleich zu dol2day geringere Funktionsumfang.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Was bedeutet die Popularität von wahlkreis300.de für dol2day? Wird es eine Abwanderung von dol2day-Spielern in Richtung wahlkreis300.de geben, weil man dort enger an die &quot;richtige&quot; Politik angekoppelt ist?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Dass das Angebot an eine &quot;richtige&quot; Partei gekoppelt ist, ist sicher mehr ein Nachteil, denn ein Vorteil. Genau so werten es zumindest die dol2day-Mitglieder und befürchten eine starke Beeinflussung der Wahlkreis300-Mitglieder durch die CDU.
</p>
<p>
Da der &quot;User-Strom&quot; in beide Seiten fließt, gibt es bei uns keine Befürchtung, dass Mitglieder abwandern werden. Durch die zusätzliche Publicity richten wir uns eher auf einen Mitgliederzuwachs ein.
</p>
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<tr>
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			Erschienen am 21.03.2002
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<!-- Content Ende --></p>
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