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	<title>New Economy &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>New Economy &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Neue Technologien von gestern</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Großes Geld, dreidimensionales Web, virtuelle Fernsehansagerinnen und alle Küchengeräte über die Maus zu bedienen. Das Internet werde unser aller Leben umkrempeln, heißt es seit langem. Heute surfen zwar die meisten und versenden E-Mails, aber der große technologische Umbruch scheint das nicht zu sein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Großes Geld, dreidimensionales Web, virtuelle Fernsehansagerinnen und alle Küchengeräte über die Maus zu bedienen. Das Internet werde unser aller Leben umkrempeln, heißt es seit langem. Heute surfen zwar die meisten und versenden E-Mails, aber der große technologische Umbruch scheint das nicht zu sein.<!--break--><br />
                    <strong>War dies schon die digitale Revolution oder steht uns dieser erst noch bevor? Was ist aus den Hypes geworden, die in den letzten Jahren aufkamen?</strong></p>
<p>Gegen Ende der 1990er Jahre stürzten sich viele Menschen ins Internet-Business in der Manier des amerikanischen Goldrausch. Domainnamen wurden wie Claims abgesteckt und für Millionen Dollar weiterverkauft, wenn sie eingängig genug waren. Wer nicht in einer Internet-Agentur arbeitete, war out. Jede Woche tauchte in den Wirtschafts- und Nachrichtenmagazinen eine neue Gründer-Boygroup auf, alle mit riesigen Maskottchen, in Fabrik- oder Altbauetagen und mit ihrem Logo auf dem Shirt. Der Trend ging zum Zweit-Start-up. Das Internet, das in seinen Anfangszeiten für grenzenlose Information, Kommunikation und Freiheit stand, war ein Synonym für das schnelle Geld geworden.<br />
                    <br />Das Ende des Hypes ist bekannt:<br />
                    <a href="http://www.google.de/search?q=cache:Db8G2KUMak8C:www.boo.com/%2B&amp;hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Boo.com</a>, der spektakulär gestartete und kaum bedienbar gestaltete Online-Fashionhändler, machte im Mai 2000 den Anfang. Gigabell folgte, hunderte weitere Firmen der Neuen Wirtschaft beantragten Insolvenz. Mit den handelnden Personen starb auch die Hofberichterstattung &#8211; Net-Business, econy und andere Magazine wurden eingestellt oder verkauft. &#8220;New Economy&#8221; ist für Unternehmen der Neuen Medien beinahe rufschädigend geworden. Sie sitzen noch immer in Fabrik- oder Altbauetagen, sind aber stolz darauf, keinen Risikokapitalgeber im Aufsichtsrat sitzen zu haben. Sogar<br />
                    <a href="http://www.amazon.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">amazon.com</a>, einer der Start-up-Pioniere, wird jetzt zu einem ganz normalen Unternehmen: Vor wenigen Tagen meldete Jeff Bezos die ersten schwarzen Zahlen.<br />
                    <br />Und in den Webrubriken und Netzwelten der Medienlandschaft rücken andere Themen in den Blickpunkt. Pornographie und Propaganda, die Schattenseiten des Internet, lösen den Hype des schnellen Geldes ab.</p>
<p>
                      <strong>Mythos Multimedia</strong>
                    </p>
<p>Glanz sollte auch durch Multimedia ins Web gebracht werden. Audio- und Videostreaming, also das direkte Abspielen von Musik- oder Filmdaten aus dem Internet, ohne dass diese erst heruntergeladen werden müssen, versprach, den vernetzten Rechner zum allumfassenden Medium werden zu lassen. Fernseher, Radio und (Bild-)Telefon zusätzlich zum unüberschaubaren Informationsangebot. Die nötige Technik und Bandbreite für reibungslose, sprich ruckelfreie Video-Konferenzen ist nicht leicht zu haben. In den meisten Fällen muss darum das kleine Fenster des<br />
                    <a href="http://www.real.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Real Player</a> genügen, um beispielsweise bei ins Web übertragenen Nachrichtensendungen und Pressekonferenzen zuzusehen. Ein weiterer Grund dafür, dass das Streamen in Deutschland nicht so recht ankommt, könnten die vergleichsweise hohen Internetgebühren sein. Der durchschnittliche US-Amerikaner widmet eine Stunde seines Tages gestreamten Filmen oder Musik &#8211; der Deutsche bringt es nur auf durchschnittlich 11 Minuten. Die Flatrates, die hierzulande Abhilfe hätten schaffen können, haben weitgehend das Zeitliche gesegnet, eine bundesweit verfügbare Flatrate bietet nicht ein einziges Telekommunikationsunternehmen mehr an. Die letzten, wenigstens in Großstädten angebotenen Flatrates haben die<br />
                    <a href="http://www.telekom.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telekom</a> und<br />
                    <a href="http://www.arcor.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arcor</a> im Angebot.</p>
<p>Wenn die Anbieter der Streams auf die Idee kommen, sich ihre Leistung bezahlen zu lassen, könnte aber auch eine Flatrate zu spät kommen: Fernsehen im Internet, ob<br />
                    <a href="http://www.heute.t-online.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heute-Journal</a> oder<br />
                    <a href="http://www.ftv.com/fashionTV.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mode-Kanal</a> kostet ja bisher noch nichts. Keine Rundfunkgebühren und Decoder-Pakete fallen an. Die nötige Software ist bei<br />
                    <a href="http://www.microsoft.com/windows/mediaplayer/en/default.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microsoft</a> und Real Media kostenlos erhältlich. Tatsächlich kann vom Musikvideo, über den Westernklassiker bis hin zum Online-Radioprogramm bis heute ein großes Angebot an Digital-Waren kostenlos genutzt werden. Die Gratis-Musik-Quelle Napster, die noch bis zum letzten Sommer als der Inbegriff von neuer Preisfreiheit im Datennetz herhielt, ist jedoch vorerst versiegt. Musikanbieter wie<br />
                    <a href="http://www.musicnet.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Music Net</a> , dahinter stecken die Musikriesen BMG, Warner, EMI und Zomba, oder<br />
                    <a href="http://www.pressplay.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressplay</a>, der Konkurrent aus den Häusern Sony, Universal und Vivendi, erheben nicht nur Gebühren dafür, dass Musik heruntergeladen und auf CD gebrannt wird. Schon das bloße Streaming kostet Geld. So kostet ein Monatspaket von MusicNet, dass 100 Downloads und 100 Streams beinhaltet, US $9,95 in den Vereinigten Staaten &#8211; in Deutschland sogar ganze US $29,99. Auch beim Konkurrenten Pressplay müssen für das selbe Angebot satte 25 Dollar auf den Tische gelegt werden. Musik-Börsen wie Gnutella oder KaZaa, bei denen bis heute kostenfrei getauscht wird, versuchen dem Schicksal des Vorläufers Napster zu entrinnen. Ohne zentralen Server entgehen sie nationalen Gerichtsurteilen, die sie zum Abschalten verpflichten könnten. Napster, der inzwischen von Bertelsmann aufgekaufte Vorreiter im Plattentausch will in Kürze neu ins Netz starten &#8211; diesmal allerdings ohne die großen Namen der Musikszene im Angebot zu haben und außerdem gebührenpflichtig. Mit fünf bis zehn Dollar pro Monat wäre zumindest der bestehende Marktpreis unterboten. Ein Streaming-Programm, das richtig anmachen soll, verspricht der<br />
                    <a href="http://www.playboy.com/zmega.html">Playboy</a> auf seine Seite zu bringen. 20 Millionen US-Dollar stellte der Konzern im letzten Jahr bereit, um Technik und Inhalt für das sexy Streaming zu entwickeln. Bisher ist von Streaming jedoch beim Playboy noch nichts zu sehen. Ob man sich am Ende doch mit dem bewährten eigenem TV-Sender und Online-Video-Bestellung zufrieden geben wird? Streaming-Angebote fast jeder Art, die keinen müden Pfennig kosten, zeigt der<br />
                    <a href="http://www.webtimer.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webtimer</a>. Bei der großen Auswahl liegt die Vermutung, die Streaming-Welle sei vorüber, einigermaßen fern. Wenn Breitbandzugänge sich weiter verbreiten, dürfte die Nachfrage steigen. Das könnte dann allerdings bald einen Preisanstieg zur Folge haben.</p>
<p>
                      <strong>Avatare</strong>
                    </p>
<p>Avatare sind animierte Figuren im Cyberspace. Mit ihrer Hilfe sollte sich das Web noch weiter von der Zweidimensionalität des Bildschirms lösen, gemütlicher, herzlicher &#8211; eben dreidimensionaler werden. Könnte sich der User im anonymen Datenraum vielleicht nach persönlicher Ansprache sehnen? Könnten virtuelle Berater den Verkauf im Netz begleiten, wenn die direkte Kundenbetreuung im Geschäft unter den Tisch fällt? Solche oder ähnliche Gedanken hatten wohl die Werbestrategen als sie sich Figuren wie Robert-T-Online, Cor@Deutsche Bank oder Liam Loewe ausdachten. Was bei Joe Camel, dem berühmten Werbekamel des gleichnamigen US-Zigarettenkonzerns, funktioniert hat, hätte ja auch zur Erfolgsnummer von T-Online oder der Deutschen Bank werden können.<br />
                    <br />Stattdessen wurde Robert-T-Online ungewollt zum<br />
                    <a href="http://www.golem.de/0102/12406.html%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Absender</a> des unangenehmen &#8220;Kournikova&#8221;-Wurms. Die Betreffzeile &#8220;Neues von Ihrem Internetdienstleister &#8211; Robert T. Online informiert&#8221; mit dem Absender &#8220;support@t-online.de&#8221; täuschte den Telekom-Kunden eine seriöse Herkunft der E-Mail vor. Heute ist der gescholtene Robert auf der Homepage des Konzerns nur nach langer Suche in alten Archiven zu finden. Burschikos und Blond strahlt zwar<br />
                    <a href="http://www.db-cora.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cor@</a> von der Deutschen Bank dem Besucher entgegen, leider führen aber sämtliche Navigationspunkte auf der Seite bei Anklicken ins Nichts. Ebenfalls blauäugig und mit einem charmantem Lächeln bietet sich Liam Loewe auf der Seite des Fernsehherstellers zur virtuellen Produktberatung an: &#8220;Ich bin Loewe Spezialist, Navigationshilfe und technisches Lexikon in Personalunion. Nutzen Sie diese Chance!&#8221;. Der nette Mattscheibenverkäufer im silbernen Zwirn gibt auch Auskunft über sein &#8220;Privatleben&#8221;. Er sei 27 Menschenjahre alt, jedoch erst am 13. August 2000 geboren und wohne im Cyberspace, auf der Festplatte des Hauses Loewe. Zur Information: Er hat keine Partnerin!<br />
                    <br />Immerhin weiß Liam, der auch mit den Augen zwinkern kann, dass er kein Mensch ist.<br />
                    <br />Aber auch an anderer Stelle im Netz tauchen die kleinen Figuren auf. Bei<br />
                    <a href="http://www.electronic-arts.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Electronic Arts</a> kann man sich einen Platz im Simulations-Spiel Sims kaufen. Mit $ 25,99 für die Spiel-CD-Rom darf bei dem virtuellen Single-Treff jeder &#8220;mal Kuppler sein&#8221; wird dort geworben. Avatare für alle! Bei<br />
                    <a href="http://gexserve.genie.de/global_root/init.php?data=babyfred.inc.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">genie.de</a> findet sich die Fantasiefigur &#8220;Baby Fred&#8221;. Grußpostkarten, schenkelklopfende &#8220;Cheffe&#8221;-Witze und Baby-Fred´s Begegnungen mit Stars wie Nadja ab del Farrag gehören zur Spaßpalette. Auch das Baby-Sprachlexikon oder die von Baby-Fred gelesenen Nachrichten scheinen mal ein Highlight der Seite gewesen zu sein. Der letzte Eintrag auf der News-Seite stammt allerdings vom Juli 2001. Hat die Sommerpause der Witzfigur den Garaus gemacht?</p>
<p>Digitale Geschöpfe, die das Kindchen-Schema gelangweilter Büroinsassen ansprechen sollen, haben es schwer zu überleben. Das Massensterben der Tamagotchis nach dem Abklingen des großen Hypes von 1997, sollte da als Mahnmal der Vergänglichkeit im Gedächtnis der computerisierten Welt erscheinen.<br />
                    <br />Mit anderem Ehrgeiz als die Spaßmacher und Kundenbetreuer, die Avatare erschaffen haben, nähert sich seit dem 1.Januar 2001 das<br />
                    <a href="http://www.fraunhofer.de/german/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frauenhofer-Institut</a> den Cyber-Figuren. Im Projekt &#8221;<br />
                    <a href="http://212.205.85.111:8087/Avatar_Conference/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Avatar-Conference</a>&#8221; des Stuttgarter Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation haben sich die Forscher das Ziel gesetzt, die weltweit verstreute Wissenschafts-Gemeinde im virtuellen Raum zusammenzuführen. Experten sollen auf Avatar-Konferenzen über ihre Arbeit berichten. In Direktzeit könnten die Kollegen sich auf der Suche nach der Wahrheit letztem Schluss in die Debatten einschalten. Räumliche Distanz als Ursache ungleich verteilter Information und von Missverständnissen könnte so überwunden werden. Zukunftsmusik? Wie das Frauenhofer-Institut Anfang 2001 mitteilte, ist das Projekt auf 24 Monate angelegt. Am 28. Februar dieses Jahres sollen die Ergebnisse<br />
                    <a href="http://www.iao.fraunhofer.de/d/kontakt/news.hbs?pageid=243&amp;catid=36#243" target="_blank" rel="noopener noreferrer">publik gemacht</a> werden.</p>
<p>
                      <strong>Mobile Web</strong>
                    </p>
<p>Der erste große Hype, der einen drahtlosen Internetzugang überall versprach, war WAP. Das erinnert allerdings bis heute eher an die Anfangstage des btx als an die Zukunft des World Wide Web. Auf kleinen Handydisplays, auf denen niemals die ganze Seite zu sehen ist, mit einer über die Telefontastatur nur mühsam zu bedienenden Navigation, das alles zu horrenden Preisen &#8211; es ist nicht weit her mit dem S-Bahn-Surfen.<br />
                    <br />Eine etwas ausgereiftere Technik des wireless web kommt &#8211; wenn auch nur mit sehr begrenzter Reichweite &#8211; aus Skandinavien. Mit dem Laptop auf dem Balkon sitzen und den Drucker im Arbeitszimmer aktivieren, die Heizung per Palm aufdrehen, über das Headset telefonieren, obwohl das Handy im Koffer auf dem Rücksitz liegt, und nie mehr Kabelstränge mit Tesafilm an Tischunterseiten befestigen müssen. Die Erfüllung all dieser Träume verspricht seit 1998 ein Chip, der kaum größer ist als ein Zwei-Euro-Stück und den Namen eines Vikingerkönigs aus dem 10. Jahrhundert trägt:<br />
                    <a href="http://www.bluetooth.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bluetooth</a> (vom skandinavischen Blatand, also Blauzahn).<br />
                    <br />Über Bluetooth können Daten per Funk von einem sogenannten Master-Gerät an bis zu sieben Peripheriegeräte übertragen werden. Das können zum Beispiel Organizer, Freisprecheinrichtungen, mp3-Player, Lautsprecher oder Haushaltsgeräte sein. Auch die Infrarot-Technik von Fernbedienungen und kabellosen Kopfhörern könnte von Bluetooth abgelöst werden. Das Netz von acht Geräten kann durch den Einsatz weiterer Master ausgebaut werden. Die Reichweite von 10 Metern ist für die meisten Anwendungen ausreichend und kann mit einem Verstärker auf 100 Meter erweitert werden. Bluetooth sendet im für jeden zugänglichen 2,4 GHz ISM-Band (Industrial Scientific Medical-Frequenz) und erreicht je nach Nutzung der Kanäle Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen 64 kBit/s, was ISDN-Geschwindigkeit entspricht, und 721 kBit/s.<br />
                    <br />Fast 2.000 Unternehmen sind inzwischen in der 1998 gegründeten Special Interest Group versammelt und entwickeln Lösungen für die drahtlose Kommunikation mittels Bluetooth. Erste mit der Technik ausgestattete Geräte sind bereits auf dem Markt: Handys, Notebooks und Headsets.<br />
                    <br />Experten sagen Bluetooth eine große Zukunft voraus. Auch wenn das medieninteresse nachgelassen hat und gerüchteweise schon mal das Ende der Technologie verkündet wurde &#8211; da der Preis des Chips bei Serienfertigung auf unter 5 Euro sinken dürfte, könnte es tatsächlich zum überall verwendeten Modul werden.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 24.01.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p class="tidy-3">
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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		<title>Neuer Brennstoff: Das Klimpergeld</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/econsumerverbraucherschutzmicropay-shtml-2877/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Brennstoff der digitalen Wirtschaft scheint aufgebraucht zu sein. Die Träume des unerschöpflichen, kostenlosen, weil werbefinanzierten Informationsangebotes, muten im Rückblick naiv und unausgegoren an. Reifere Anbieter sind sich bewusst, was ihre Angebote wert sind. Ihre Preise sind zwar gering, aber auch mit Kleinstbeträgen lässt sich im Internet Geld verdienen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Brennstoff der digitalen Wirtschaft scheint aufgebraucht zu sein. Die Träume des unerschöpflichen, kostenlosen, weil werbefinanzierten Informationsangebotes, muten im Rückblick naiv und unausgegoren an. Reifere Anbieter sind sich bewusst, was ihre Angebote wert sind. Ihre Preise sind zwar gering, aber auch mit Kleinstbeträgen lässt sich im Internet Geld verdienen.<!--break-->
                  </p>
<p>Ausgebrannte Marketing-Budgets, einbrechende Werbeeinnahmen, überhöhte Erwartungen &#8211; die Realität hat viele internetbasierte Geschäftsideen und Utopien heimgesucht, wie der Sensenmann. Geschlossene oder verkleinerte Internetredaktionen zeugen von dieser Entwicklung ebenso, wie nicht mehr existente oder schlicht aufgekaufte Angebote.</p>
<p>Nicht nur die ausgebliebenen Einnahmen aus der Werbung und der erhofften Wunderwaffe des Community-Building, also dem Aufbau von Online-Gemeinschaften, die sowohl inhaltlich zum Angebot beitragen, wie auch durch geschickte Profilbildung eine zielgerichtetere Werbefokussierung erlauben (wie<br />
                  <a href="http://www.uni.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.uni.de</a> oder<br />
                  <a href="http://www.hausarbeiten.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.hausarbeiten.de</a>) belasten der Branche. Besonders im Bereich der Online-Periodika machen Service-Anbieter sich gegenseitig Konkurrenz, wenn sie ihr komplettes Offline-Angebot im Internet gratis bereitstellen, zum Beispiel mittels durchsuchbarer Archive, die inzwischen mehrere Jahre zurückreichen und sowohl im Netz als auch als Archiv-CDs vermarktet werden.</p>
<p>Die Service-Anbieter, an denen der Kelch des Zusammenbruchs bisher vorübergegangen ist, kommen zu der Erkenntnis, dass auch bezahlte Informationsangebote nicht umsonst sein müssen. Neben ungelösten Fragen zum Copyright digitaler Informationen ist gerade das Erschließen neuer Erlösquellen und Käuferschichten durch flexible Preisgestaltung &#8211; durch Preise überhaupt &#8211; ein wichtiger Faktor, der sich auf das Fortbestehen vieler guter Angebote im Netz auswirken kann. Auf der Suche nach neuen Finanzmitteln, um zu überleben und das Angebot aufrechtzuerhalten, wird ein großes Tabu gebrochen: Information im Netz werden kostenpflichtig, von der Musik bis zum geschriebenen Wort.</p>
<p>Erste Versuche wurden bereits unternommen. Im Bereich der Musik zeigt das Beispiel<br />
                  <a href="/archiv/econsumer/nap.shtml">Bertelsmann / Napster</a>, wie es nicht funktioniert. Das Download-Angebot der Songs bei<br />
                  <a href="http://www.napster.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Napster</a> zum Pauschalpreis ist sehr begrenzt und wird wohl an der fehlenden Nutzerbereitschaft scheitern. Solange nämlich alternative kostenlose Angebote wie das<br />
                  <a href="http://gnutella.wego.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gnutella-Netzwerk</a> bestehen, wird wohl kaum einer auf die Preisvorstellungen von Bertelsmann / Napster eingehen. Da auch hohe<br />
                  <a href="breitband.shtml">Bandbreite</a>, ohne die der Musik-Download eh keinen Spaß macht, weiterhin Zukunftsmusik bleiben dürfte, wird sich zumindest hierzulande die gewünschte Nachfrage nicht so bald einstellen.</p>
<p>Den Anbietern von Text- und Bilddokumenten stellen sich ganz andere Probleme. Die Bereitschaft, für das Angebot Geld zu bezahlen, ist hier allerdings viel eher vorhanden &#8211; gerade wenn es um spezialisierte oder aktuelle Information geht. Ganz weit vorne stehen die Online-Angebote von offline erscheinenden Zeitungen, Magazinen oder Fachpublikationen. Vor allem die inzwischen recht umfangreichen, digitalisierten Archive bieten einen großen Mehrwert, für den sich durchaus Geld verlangen lässt. Schließlich werden CD-ROM, auf der mehrere Jahrgänge nach Schlagworten durchsuchbar sind, auch nicht gratis abgegeben.</p>
<p>Ein kostenpflichtiges Angebot im Text-Bereich scheint vor allem dann sinnvoll, wenn ein tatsächlicher Mehrwert geboten wird, zum Beispiel eine umfassende Recherchemöglichkeit, Angebote an Zusatzinformation oder hoch spezialisiertes Expertenwissen.</p>
<p>Für die Recherche in zahlreichen Zeitungsarchiven wird bereits Geld verlangt, oftmals in Form einer Pauschale, die sich nicht nach der Menge der tatsächlich genutzten Information richtet. Natürlich gibt es mittlerweile auch die Internet-Variante zum klassischen Zeitungsabo: Das Online-Abo. Auch hier wird bereits am Eingang der Eintritt kassiert, egal ob man tatsächlich eintritt und das Angebot nutzt oder einfach nur ab und zu mal vorbeischaut. Ähnlich wie bei einem Zeitungsabonnement wird auch mitbezahlt, was ungelesen ins Altpapier wandert.</p>
<p>Eine Alternative dazu wäre, nur die verwendete Information, den gelesenen Artikel, und nicht alle bereitgestellten Beiträge in Rechnung zu stellen. Der Griff in das Portemonnaie der User erfolgt dabei relativ behutsam. In der Manier eines Supermarktes kann der Besucher in den Archiven stöbern und nach Artikeln, Beiträgen oder andere Information suchen. Zwar offenbart sich dem Interessierten nicht der volle Text &#8211; schließlich isst man die Pizza ja auch nicht vor dem Kauf &#8211; er kann aber der Zusammenfassung entnehmen, um was es geht. Wenn dies nicht seinem Geschmack entspricht, kann er das Angebot verlassen, ohne etwas gekauft zu haben. Selbst der böse Blick der Kassiererin fällt weg.</p>
<p>Wird etwas von Interesse gefunden, dann ist die Hausarbeit, der Artikel aus dem Fachmagazin oder das Bild des Playmates von vor 4 Monaten nur ein Klick-and-Pay entfernt.<br />
                  <br />Der Nutzer profitiert von dieser pay-as-you-go-Variante vor allem dadurch, dass er im Gegensatz zu einem Abonnement (sowohl on- als auch offline) tatsächlich nur für das bezahlt, was er auch tatsächlich an Information konsumiert. Anbieter können ihrerseits Preise staffeln, zum Beispiel nach Umfang oder Aktualität eines Artikels.</p>
<p>Die pay-as-you-go-Methode ist allerdings mit dem Problem behaftet, dass pro Artikel nur Kleinstbeträge berechenbar sind (das sogenannte Micropayment). Solche Beträge mit dem Kunden abzurechen, gleich ob per Kreditkarte oder per Rechnung, bringt einen im Verhältnis großen Verwaltungsaufwand und hohe Gebühren mit sich, so dass letztlich wenig für die eigene Kasse bleibt.<br />
                  <br />Während ein Supermarkt erst ab einem gewissen Betrag auch andere Bezahlmöglichkeiten als Bargeld anbietet, stehen Online-Angebote so wieder am Anfang der Problemkette.</p>
<p>Um diese zu durchbrechen, haben sich viele angestrengt neue Konzepte zu Online-Bezahlung ausgedacht, wie zum Beispiel eCash oder Cybercash. Groß gestartet, mit mindestens einer renommierten Bank im Rücken (<br />
                  <a href="http://www.ecash.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eCash</a> mit der<br />
                  <a href="http://www.deutsche-bank-24.de/pdfs/infodienste/fn_ecash.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Bank</a>,<br />
                  <a href="http://www.cybercash.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cybercash</a> mit der Commerzbank und der Dresdner Bank) fordern die Firmen den Zahlwilligen auf, sich mit einer neuen Software auszustatten, ihr separates Cyber-Konto zu füllen und loszushoppen.<br />
                  <br />Inzwischen wird das Projekt &#8220;eCash&#8221; &#8216;unter ferner liefen&#8217; geführt. Auf der Webseite der Cybercash GmbH werden noch zahlreiche Partner genannt, stichprobenartige Tests zeigen aber keine Spuren dieser einst so groß angekündigten Idee.<br />
                  <br />Der Grund für das Versagen: Die Käufer wollen sich nicht so recht mit der fremden Zahlungsidee anfreunden und scheuen sich, sie einzusetzen. Schließlich muss eine zusätzliche Software installiert und Geld vorab überweisen werden, nur um dann doch fast nirgendwo einkaufen zu können. Ach die Anbieter halten sich zurück und zeigen wenig Bereitschaft, die notwendigen Vorbedingungen zu schaffen. Die kritische Masse wurde auf beiden Seiten nie erreicht um flächendeckende Akzeptanz für das Cybercash zu erreichen. Zudem ist das Vertrauen in die Sicherheit derartiger Online-Transaktionen noch immer nicht allzu groß.</p>
<p>Um die Fixkosten, die bei einer Transaktion mit Kleinstbeträgen (Micropayments) entstehen, zu reduzieren, bündeln Anbieter in Deutschland, wie<br />
                  <a href="http://www.paybox.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">paybox</a> oder<br />
                  <a href="http://www.firstgate.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">firstgate</a>, die Abrechnung der Zahlungen eines Kunden und buchen diese monatlich ab, ähnlich wie ein Kreditkartenunternehmen. Dadurch sinken die Gebühren, die pro Transaktion entstehen würden, z.B. Bankgebühren, Provisionen an Kreditkartenfirmen etc.<br />
                  <br />Zusätzlich sinken die Einrichtungskosten enorm, da die technische Infrastruktur des Abrechnungsanbieters genutzt wir. Folglich kann das eigentliche kostenpflichtige Angebot auch auf einem fremdgehosteten, kostengünstigen Server abgelegt werden. Probleme wie eine übliche SSL-Verschlüsselung oder gesicherte Datenbanken werden einfach ausgelagert.<br />
                  </p>
<p>Der Kunde bemerkt davon nur insofern etwas, als er nach dem Klicken auf einen kostenpflichtigen Link, der zu jeglichen internettauglichen Inhalten führen kann, zuerst umgeleitet wird auf den Server des Abrechnungsproviders. Dort werden die Kundendaten aufgenommen, inklusive der Bankverbindung. Ist der Kunde bereits registriert verkürzt sich dieser Schritt auf ein einfaches Login. Für den Kunden von Vorteil ist, dass er seine sensiblen Daten nur ein einziges Mal, nämlich bei der Anmeldung beim Zahlungsanbieter, eingeben muss. Danach werden Daten übermittelt, die nur mittelbar für einen Dritten verwertbar sind. Bedenkt man, dass es keine absolute Datensicherheit im Internet geben kann ist durch diese Prozedur das mögliche Höchstmaß an Datenschutz und -sicherheit gewährleistet.</p>
<p>Hat der Kunde diese Anmeldeprozedur erfolgreich beendet, wird die Zahlung auf seinem Konto vermerkt und zum Ende des monatlichen Abrechnungszeitraumes mit seinen anderen Zahlungen abgebucht. Der User gelangt unterdessen auf den bezahlten Inhalt, den er herunterladen und respektive einsehen kann.</p>
<p>
                    <a href="http://www.ecash.com/online/"><br />
                      <img fetchpriority="high" decoding="async" height="194" alt="eCash Grafik" src="/econsumer/images/architecture.gif" width="487" border="0" /><br />
                    </a>
                  </p>
<p>Der Verwaltungsaufwand auf Seiten des Info-Anbieters ist somit denkbar gering, da er nur mit einer Einrichtung abrechnen muss. Die Verwaltung des kostenpflichtigen Angebots erfolgt ebenso simpel, nämlich durch ein einfaches Web-Interface, auf dem Preise, Sonderangebote und die bepreisten Informationen administriert werden können. Da muss nur noch das Angebot stimmen und für kaufbereite Interessierte verfügbar sein.</p>
<p>Diese Möglichkeit der Abbuchung von Kleinstbeträgen eröffnet vor allem Nischenanbietern neue Kundenfelder, da diese in den meisten Fällen von Kunden abgerufen werden, die sie genau in diesem Moment benötigen und aus diesem Grund nicht an einem Abonnement interessiert sind. Die Kundenbindung ist gerade bei diesen Anbietern schwierig bzw. auch nicht unbedingt ein Ziel.<br />
                  <br />Aber auch größere Anbieter, wie die<br />
                  <a href="http://www.stiftung-warentest.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Warentest</a>, der<br />
                  <a href="http://www.focus.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Focus</a> oder der<br />
                  <a href="http://www.playboy.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Playboy</a> setzen auf diese Methode, da sie für den Kunden Vorteile gegenüber einem Abonnement bietet, wodurch sich eventuell auch neue Käuferschichten erschließen lassen. Der Vorteil liegt hier ebenfalls in der Möglichkeit des einmaligen Kaufs ohne weitere Verpflichtungen. Überzeugt die Information kann immer noch ein Abonnement angeboten werden.</p>
<p>Die Information muss natürlich ihren Preis wert sein, denn nur weil man für etwas Geld verlangen kann, hat man noch kein Geschäftsmodell. Allerdings bieten Micropayments die Möglichkeit, Nischen gerade für spezialisierte Informationsanbieter zu schaffen. Vom aktuellen Computertest hin zu aktuellen Nachrichten über Aktiengesellschaften oder die Hausarbeit über das Paarungsverhalten indischer Laubfrösche.</p>
<p></p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 24.01.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                  <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mitbestimmung-Online &#8211; Gewerkschaften im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/mitbestimmungonline_gewerkschaften_im_netz-3407/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2001 13:27:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[New Economy]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Bsirske]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wilde Ehen&#8221;? Mitbestimmungspraxis und -bedarf in der New Economy</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wilde_ehen_mitbestimmungspraxis_und_bedarf_in_der_new_economy-590/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[nkluge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[New Economy]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie wird sich die Mitbestimmung 
in den Unternehmen des neuen Mittelstands und der sogenannten New 
Economy entwickeln, nachdem die Branche von ihrer ersten Krise erschüttert 
worden ist? Welche Rolle spielt dabei die Novelle des Betriebsverfassungsgesetzes 
und wie ist sie zu bewerten? Eine wissenschaftliche Einschätzung 
aus gewerkschaftlicher Perspektive nimmt Dr. Norbert Kluge vor, 
Leiter des Forums Mitbestimmung und Unternehmen - eine gemeinsame 
Initiative von Bertelsmann Stiftung und Hans-Böckler-Stiftung.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie wird sich die Mitbestimmung<br />
in den Unternehmen des neuen Mittelstands und der sogenannten New<br />
Economy entwickeln, nachdem die Branche von ihrer ersten Krise erschüttert<br />
worden ist? Welche Rolle spielt dabei die Novelle des Betriebsverfassungsgesetzes<br />
und wie ist sie zu bewerten? Eine wissenschaftliche Einschätzung<br />
aus gewerkschaftlicher Perspektive nimmt Dr. Norbert Kluge vor,<br />
Leiter des Forums Mitbestimmung und Unternehmen &#8211; eine gemeinsame<br />
Initiative von Bertelsmann Stiftung und Hans-Böckler-Stiftung.</span><!--break--> </p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit der Mitbestimmung in den<br />
Unternehmen des neuen Mittelstands könnte es sein wie mit wilden Ehen:<br />
Die Formen des Zusammenseins werden lockerer, man vertraut vor allem<br />
auf sich selbst und braucht zumindest zu Anfang des noch jungen Glücks<br />
nichts und niemand, außer sich selbst. Gefördert wird diese Haltung<br />
durch gute und sichere Umfeldbedingungen, die einen Wechsel von<br />
Beziehungen leicht ermöglichen und im Falle des Scheiterns nicht zur<br />
persönlichen sozialen Katastrophe werden lassen. Kommt die Beziehung in<br />
die Jahre, werden Verträge doch attraktiver, vielleicht gerade deshalb,<br />
weil man sich nun besser kennt. (&#8230;)</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber vielleicht muss man heute<br />
selbst unter diesen Umständen nicht mehr unbedingt heiraten und kann<br />
versuchen, eigene Wege des Zusammenlebens zu gehen. Darin könnte das<br />
Neue in den Arbeitsbeziehungen der New Economy liegen. Davon werden<br />
auch mehr und mehr die Verhältnisse in der Old Economy erfasst. Nicht<br />
absolute und krisensichere Bindung steht auf dem Wunschzettel vieler<br />
Wissensarbeiterinnen und -arbeiter, aber das Interesse an<br />
Verbindlichkeit. Und persönliche Freiräume in der Arbeit und hohe<br />
soziale Standards stehen selbstverständlich hoch im Kurs. Solange man<br />
selbst dafür sorgen kann, tut man`s. Und wenn das nicht mehr so einfach<br />
geht &#8211; wie gegenwärtig in der Krise -, greift man gerne und pragmatisch<br />
auf die Idee kollektiver Sicherung und Gestaltung zurück. Warum sollte<br />
man dafür auch das Rad neu erfinden? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;Kooperationskapital Mitbestimmung&quot; als Aufgabe für die Politik</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mitbestimmung ist nach wie vor<br />
eine überzeugende Idee. In einen akzeptanzfähigen stabilen Rechtsrahmen<br />
gegossen und zu flexibler Ausfüllung dieses Rahmens vor Ort fähig,<br />
spricht alles für die Fortschreibung dieses Regimes der Arbeits- und<br />
Wirtschaftsbeziehungen &#8211; auch unter dem Zeichen der New Economy.<br />
Mitbestimmungsgesetze bilden die unverzichtbare Handlungsgrundlage. Ein<br />
gutes Gesetz ist immer besser als ein schlechtes. Und deshalb ist es zu<br />
begrüßen, wenn eine Regierung im Interesse am Erhalt des<br />
&quot;Kooperationskapitals Mitbestimmung&quot; Gesetze, die nicht mehr in die<br />
Zeit passen, auf Vordermann bringen will. Politischer Handlungsbedarf<br />
ist gegeben, weil sich die Konturen der zukünftigen Arbeitsgesellschaft<br />
bereits in der New Economy abzeichnen und immer mehr auch tradierte<br />
Unternehmen und Tätigkeiten erfassen. (&#8230;)<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Den einen &#8211; Arbeitgebern &#8211; gehen<br />
die Mitbestimmungsvorschläge zu weit, und sie würden das Abendland<br />
unternehmerischer Freiheiten und wirtschaftlicher Prosperität näher an<br />
den Abgrund bringen (zu neu-deutsch: zum &quot;Standortnachteil<br />
Mitbestimmung&quot; werden). Und den anderen &#8211; Gewerkschaften &#8211; geht die<br />
Mitbestimmung nicht weit genug. All dies beeindruckt die guten,<br />
eingelaufenen, gefährdeten oder wilden Ehen in den Betrieben und<br />
Unternehmen natürlich vor Ort wenig. Und nach Verabschiedung neuer<br />
Mitbestimmungsgesetze ging bisher weder das Abendland unter, noch wurde<br />
ein Unternehmer auf kaltem Wege um seine Verfügungsrechte gebracht,<br />
kein Sozialismus brach aus und Blütenträume von vermeintlich<br />
gewerkschaftlich verwalteter Arbeiterselbstverwaltung wurden auch nicht<br />
wahr.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Denn es gab und gibt, über alle<br />
Lagergrenzen und über alles verbalradikale Gezerre hinweg, eine<br />
fundamentale und &#8211; nach wie vor &#8211; breit akzeptierte Übereinstimmung<br />
über die prinzipielle Notwendigkeit und Funktion, sowie über die<br />
positiven Effekte von Mitbestimmun. (&#8230;)<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/forschung/ehe1.doc">Gesamttext zum Download</a> (54KB, Word.doc)</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zuerst erschienen, in: Gewerkschaftliche Monatshefte Nr. 4/2001.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Kreditkarten im Internet sicherer als im Restaurant&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotkreditkarten_im_internet_sicherer_als_im_restaurantquot-411/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[New Economy]]></category>
		<category><![CDATA[AOL]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Gebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Heddendorp]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Uwe Heddendorp im Chat am 19. Februar 2001</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Uwe Heddendorp im Chat am 19. Februar 2001</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es sei gefährlicher, <i>&quot;einem Kellner seine Kreditkarte in die Hand zu drücken, als sie im Internet für einen Zahlungsvorgang einzusetzen&quot;</i>,<br />
versicherte Uwe Heddendorp im Chat von stern.de und politik-digital.<br />
Der Geschäftsführer von AOL Deutschland stellte sich am 19. Februar<br />
2001 den Fragen der Chatgemeinde. Sicherheit im Internet, Entwicklung<br />
des eCommerce und die Konkurrenz mit T-Online kamen zur Sprache.<br />
Besonders interessierten sich die User aber für die künftigen<br />
Online-Gebühren und die Frage nach der lang ersehnten Einführung einer<br />
günstigen Flatrate.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ziel sei zwar eine Flatrate unter 50 DM, so Heddendorp, allerdings würde AOL dabei unter den <i>&quot;derzeitigen Bedingungen richtig drauflegen&quot;</i>.<br />
Denn noch immer warte man auf ein Angebot der Deutschen Telekom, das<br />
einen Großhandelstarif für die Nutzung des Ortsnetzes beinhalte. Aber<br />
bis zum Jahresende, tippte der AOL-Geschäftsführer, werden <i>&quot;günstige Flatrates das Standard-Angebot sein&quot;</i>. Es sei <i>&quot;wichtig,<br />
dass das Internet wie ein Medium betrachtet und bepreist wird. Man<br />
stelle sich vor, TV würde ab morgen in Pfennig pro Minute abgerechnet,<br />
dann würde die Nutzung radikal zusammen brechen&quot;</i>. Deshalb sei die Einführung einer Flatrate für die Internet-Nutzung auch so bedeutsam &#8211; damit <i>&quot;die Menschen endlich vom tickenden Gebührenzähler befreit werden und in Ruhe die Inhalte ausprobieren können&quot;</i>. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Angesprochen auf die derzeitigen Probleme der meisten New Economy-Firmen, äußerte Heddendorp, dass sich momentan <i>&quot;die Spreu vom Weizen&quot;</i> trenne und am <i>&quot;Ende des Jahres einige vom Markt verschwunden sein werden&quot;</i>. Für eCommerce-Unternehmungen mit <i>&quot;echten Business-Modellen&quot;</i> sieht er aber weiterhin <i>&quot;gute Chancen&quot;</i>. Die Zahl der Internet-Nutzer wachse stetig weiter und bei den Online-Umsätzen sei die Tendenz ebenfalls steigend.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In der Zukunft möchte AOL <i>&quot;das<br />
Internet noch einfacher und nützlicher machen, damit auch die, die<br />
heute noch meinen, ohne Internet auszukommen, maximalen Anreiz haben,<br />
den Anschluss zu finden&quot;</i>. Durch die Fusion mit Time Warner sei man<br />
nun in der Lage, solche Anreize zu schaffen und breitbandig attraktive<br />
Entertainment-Inhalte über das Netz anzubieten. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Am Ende des Chats wurde<br />
schließlich noch die alles entscheidende Frage geklärt, wie viele<br />
eMail-Adressen Boris Becker bei AOL hat. Und da das Internet ja <i>&quot;das demokratischste aller Medien&quot;</i> ist, sollte es wohl jedem von uns möglich sein, es zumindest in diesem Punkt dem ehemaligen Tennisstar gleich zu tun:</p>
<p><i>&quot;7! Und das mit nur einem Account!&quot;</i><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/news/chat/2001/02/07/chalt_heddendorp.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
<p>
			&nbsp;
			</p>
<p>			<center><br />
			<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
			Sie diesen Artikel!</span></a></i><br />
			</center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			</span><br />
			<center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
			Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
			</center></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Der Teufel steckt im Detail</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/der-teufel-steckt-im-detail-923/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/der-teufel-steckt-im-detail-923/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jun 2000 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[New Economy]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/der-teufel-steckt-im-detail-923/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>
Mit altbekannten Forderungen will die New Economy der Politik Dampf machen, doch noch beherrscht sie
das ABC des Wirtschafts-Lobbyismus nicht perfekt.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><br />
Mit altbekannten Forderungen will die New Economy der Politik Dampf machen, doch noch beherrscht sie<br />
das ABC des Wirtschafts-Lobbyismus nicht perfekt.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Erst herrscht Polit-Tourismus in der deutschen Start-up-Szene: Die CDU bläst unter Führung des frischgekürten<br />
Internetsprechers Thomas Heilmann, Geschäftsführer der Werbeagentur Scholz &amp; Friends, zur Internetoffensive.<br />
Und so streift Fraktionsvorsitzender Friedrich Merz samt Bundestagskollegen Ende Juni zu später Stunde<br />
staunend durch die Räume des Berliner Meinungsportals <a href="http://www.dooyoo.de/">dooyoo</a>, sein Generalsekretär Ruprecht Polenz<br />
inspiziert den <a href="http://www.firsttuesday.de/">First Tuesday</a> und die Regierungspartei reagiert prompt. Eine Woche später bittet<br />
SPD-Generalsekretär Franz Müntefering 22 Vertreter der digitalen Wirtschaft zum Abendessen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein neues politisches Schlachtfeld ist eröffnet: Die New Economy. Dem Sieger winken eine neue, spendenstarke<br />
Wählerklientel sowie ein medienkräftiges Thema mit Hip-Bonus. Geduldig hören sich deshalb die Volksvertreter<br />
die Klagen der AG-Jung-Vorstände an und versprechen artig eine Vertiefung der gewonnen Erkenntnisse im<br />
parlamentarischen Betrieb &#8211; erst nach der parlamentarischen Sommerpause versteht sich. Das ist<br />
dooyoo-Mitgründer Felix Frohn-Bernau natürlich viel zu spät: &quot;Gleich morgen früh sollten sie anfangen&quot;,<br />
fordert er energisch und doch vergebens. Er ahnt: &quot;Im Zweifel gibt es die subventionsstarke Unterstützung<br />
doch wieder für die Old Economy.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Und so überwiegt bei der New Economy die Skepsis über das, was aus Berlin und Brüssel von der<br />
Vätergeneration kommt. Enttäuscht vom politischen Establishment charakterisiert sich<br />
<a href="http://www.intershop.de/">Intershop</a>-Gründer<br />
Stephan Schambach heute als &quot;Parteiagnostiker&quot;. Seine klare Vorstellung von der Rolle, die Politik in der<br />
Neuen Digitalen Welt zu spielen hat, lautet: &quot;Sie soll Polizist sein und nicht Lehrer. Es geht nicht darum,<br />
den Bürgern und Betrieben zu sagen, was sie tun sollen, das wissen die schon selber.&quot; Kreative Impulse<br />
erhofft er sich dagegen nicht. Die jungen Macher schwanken also zwischen offener Ablehnung und<br />
konstruktivem Dialog. Und so bleibt fürs erste viel Cross-Promotion nach dem Motto: &quot;Ich lobe Deine<br />
Aufgeschlossenheit und Du meine.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Szenenwechsel: Einen Tag nach der dooyoo-Exkursion sitzt Heilmann dann zum Streitgespräch mit seinem<br />
SPD-Counterpart Jörg Tauss (SPD) im Hotel Adlon. Gastgeber ist der Online-Geschenkdienst<br />
<a href="http://www.yousmile.de/">youSmile.de</a>,<br />
der das Polit-Thema als medienwirksamen Promo-Turbo für die Unternehmensdarstellung gefunden hat und<br />
nun &#8211; stellvertretend für Deutschlands Start-up-Szene &#8211; Forderungen an die Bundespolitik erhebt. Doch Streit<br />
will bei diesem Evangelisten-Treffen von Neuer Wirtschaft und alter Politik nicht so recht aufkommen, alle<br />
Beteiligten kennen die Gebote des Net-Business. Die Kritik der New Economy an der Berliner Politik, verpackt<br />
in einem 8-Punkte-&quot;Forderungskatalog&quot; bleibt pauschal und trifft daher die Parteienvertreter nicht. Denn das<br />
demonstrativ jugendlich-legere Auftreten der Start-up-Vertreter steht im offenen Widerspruch zu den altbekannten<br />
und schlagwortartigen Klagen von der Überregulierung, dem internationalen Wettbewerbsdruck und dem Wunsch<br />
nach massiver Unterstützung, sprich Subventionen, wie sie die Politik als konstantes Wehklagen der Old<br />
Economy bereits in den Ohren hat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neu und New Economy-spezifisch sind die Fragen der steuerlichen<br />
Belastung von Mitarbeitern, die mit Aktienoptionen bezahlt werden, sowie von Business-Angels, die sich<br />
an vielversprechenden Start-ups mit Geld und Know-how beteiligen. Angesichts widersprüchlicher Kritik<br />
an der Berliner Politik- mal &quot;zu langsam&quot; (Steuerrecht), mal &quot;zu kurzfristig&quot; (UMTS-Lizenzen) &#8211; mahnte Tauss<br />
die youSmile-Macher zur Konsistenz: &quot;Wenn Sie Rechtssicherheit wollen, müssen sie akzeptieren, dass<br />
diese automatisch mit Gesetzen verbunden ist.&quot; Auch die Forderung, die Milliarden-Einnahmen aus der<br />
Versteigerung der UMTS-Lizenzen statt zum Schuldenabbau komplett in den Ausbau der New Economy<br />
zu investieren, findet wenig Anklang. Heilmann: &quot;Ich wüßte gar nicht, wo wir da soviel Geld sinnvoll anlegen<br />
sollen.&quot; Für die Start-Up-Gründer geht es offensichtlich um die schnelle Mark in kurzer Zeit. Die Lösung der<br />
Mitarbeiterfrage ist deshalb für sie vorrangig eine steuer- und betriebsrechtliche. CDU-Heilmann ist dagegen<br />
an langfristigen Lösungen interessiert und sieht die Prioritäten anders: &quot;Mit einer Reform des Bildungswesens<br />
müssen wir auf die Herausforderungen der New Economy schnell reagieren&quot;, eine bloße flächendeckende<br />
Vernetzung reiche nicht, um eine Wissenslücke zwischen Informationsreichen und analogen Habenichtsen<br />
zu verhindern und qualifiziertes Personal am eigenen Standort heranbilden. Heimische Online-Elite statt<br />
Profi-Import per Green-Card, lautet die Strategie.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während der youSmile-Forderungskatalog wohl als Eintagsfliege folgenlos ins digitale Nirvana verschwindet, will<br />
dooyoo-Chef Frohn-Bernau der deutschen Start-up-Szene eine feste institutionelle Stimme geben. Ein Verein<br />
soll her, der im Wettstreit mit etablierten Verbänden wie dem Deutschen Multimedia Verband<br />
(<a href="http://www.dmmv.de/">dmmv</a>) oder dem <a href="http://www.eco.de/">eco Forum</a><br />
Einfluss auf die Multimedia-Politik nimmt.&quot;Wir wollen nicht nur die bestehenden Regelungen kritisieren, sondern<br />
konstruktiv eigenständige Vorschläge erarbeiten&quot;, betont Felix Frohn-Bernau, Sprecher der Initiative.<br />
Firmenbeiträge sollen Professionalität bei der Lobbyarbeit gewährleistet. Nachdem jedoch das erste Treffen<br />
zur Vereinsgründung ergebnislos verlief, soll es diese Woche im zweiten Anlauf klappen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während die Next Generation also noch an den Grundstrukturen ihrer heimischen Lobby-Arbeit feilt,<br />
arbeiten die etablierten Player mit der Suche nach einem geeigneten Europa-Kandidaten für die Wahl der<br />
Internet-Organisation ICANN schon längst an der internationalen Ausdehnung ihres Einflussbereiches. Noch haben<br />
die dynamischen Vertreter das ABC des Profi-Lobbyismus also gelernt. Wie geschmiert es dagegen bei der<br />
Old Economy läuft, zeigt das Beispiel IBM: Während Deutschland Chef Erwin Staudt als Sprecher der<br />
<a href="http://www.initiatived21.de/">Initiative D21</a> die Internet-Politik der Bundesregierung mitformuliert,<br />
berät sein oberster Öffenlichkeitsarbeiter Thomas Mickeleit als Mitglied einer frischgegründeten<br />
Internet-Kommission die CDU-Opposition. Per Doppelpass zum Ziel lautet die Devise oder wie ein routinierter<br />
Lobbyist mit Blick auf die Bemühungen der Start-ups formuliert: &quot;Lieber mittendrin, als nur dabei.&quot;<br />
</span>
</p>
<table border="0" bordercolor="#3366ff" cellpadding="3" cellspacing="2" width="515">
<tbody>
<tr>
<th colspan="2" bgcolor="#ffcc00"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zentrale Forderungen der New Economy</span></th>
</tr>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffffcc" width="100%"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
			1. Keine Ad-Hoc-Besteuerung von Firmenanteilen<br />
			2. Einbeziehung von Stock-Options als Bemessungsgrundlage für die Green-Card-Aufenthaltserlaubnis<br />
			3. Großzügigere Bemessungsgrundlage bei der Besteuerung von Anteilen und Aktivitäten für Business-Angels<br />
			4. Chancengleichheit bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen<br />
			5. Keine zusätzliche Besteuerung von Internet-Dienstleistungen<br />
			6. Keine zusätzlichen Gesetze zur Regelung des Internet-Business<br />
			7. Flexibilisierung des Arbeitsrechts</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Fallstricke für Dotcoms</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fallstricke_fuer_dotcoms-920/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Hottelet]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[New Economy]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerreform]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/fallstricke_fuer_dotcoms-920/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Steuerreform benachteiligt die New Economy gegenüber der Old Economy</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Steuerreform benachteiligt die New Economy gegenüber der Old Economy<br />
Keine Gelegenheit lässt die Bundesregierung aus, sich in den Medien als politische<br />
Speerspitze des Internet-Booms zu präsentieren. Schröder &#038; Co. tun alles, um die New<br />
Economy zu fördern, lautet die Botschaft. Doch die Realität sieht anders aus. Die vom<br />
Bundesrat abgesegnete Steuerreform hält einige Fallstricke für die vorwärts stürmenden<br />
Dotcoms bereit.<br />
Größte Stolperfalle ist die Benachteiligung von Personengesellschaften gegenüber<br />
Kapitalgesellschaften bei der Betriebsveräußerung. Gerade mittelständische Firmen, die<br />
in der New Economy weitaus stärker den Ton angeben als in der Old Economy, sind häufig<br />
Personengesellschaften (OHG, KG oder GbR). Die eindeutigen Gewinner der Steuerreform sind<br />
dagegen die großen Aktiengesellschaften der Old Economy. Sie können ihre zahlreichen<br />
Beteiligungen an Unternehmen künftig steuerfrei veräußern. Kein Wunder, dass die<br />
Sektkorken bei den Großbanken in Frankfurt knallten. Der Bundeskanzler hatte sich erneut<br />
als &#8220;Genosse der Bosse&#8221; erwiesen.<br />
Die Regelung für Betriebsveräußerungen sieht nach der Steuerreform für<br />
Anteilseigner so aus: Die Steuerfreiheit von Teilhabern wurde von zehn auf ein Prozent<br />
gesenkt. Das heißt, wer mehr als ein Prozent Eigentum an einem Unternehmen hält,<br />
muss seinen Veräußerungsgewinn versteuern. Bereits 1999 wurde die Steuerfreiheit von<br />
25 auf zehn Prozent herabgesetzt. Für Internet-Start-Ups, häufig Drei-Mann-Betriebe,<br />
sind steuerfreie Veräußerungsgewinne damit in unerreichbare Ferne gerückt. Gerade in<br />
der jetzigen Phase der Übernahme junger IT-Firmen durch die arrivierten Großen wirkt<br />
sich die Steuerreform für erfolgreiche Gründer fatal aus. Sie müssen einen Teil ihres<br />
Verkaufsgewinns nach ihrem persönlichen Einkommensteuersatz an den Fiskus abführen,<br />
während die Großbanken ihre zahlreichen Beteiligungen lukrativ abstoßen können,<br />
ohne dass der Finanzminister davon eine Mark sieht.<br />
Die auf Druck der Opposition versprochene Nachbesserung der Reform nützt der<br />
Internet-Branche nichts. Denn nur wer älter als 55 Jahre ist, darf nach der<br />
Gesetzesvorlage ein einziges Mal für den Verkauf seines Betriebs einen ermäßigten<br />
Steuersatz, nämlich den halben durchschnittlichen persönlichen Steuersatz, in Anspruch<br />
nehmen. Interessant für mittelständische Handwerker, aber nicht für die Dotcom-Szene,<br />
bei der man mit 35 Jahren schon fast zum alten Eisen gehört.<br />
Kein Wunder, dass Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer von Bitkom<br />
(Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien), an der<br />
rot-grünen Steuerreform einiges auszusetzen hat: &#8220;Wir hätten uns natürlich die<br />
Gleichstellung der Personengesellschaften bei der Betriebsveräußerung gewünscht.<br />
Es gibt ja nicht nur die berühmten Start-Ups; wir haben in der IT-Branche einen<br />
soliden Mittelstand von 10.000 Unternehmen, die seit Jahren als Personengesellschaften<br />
existieren. Das ist der größte Teil unseres Verbandes.&#8221; Auch dauere es zu lange, bis<br />
die Entlastung der Unternehmen greife, nämlich erst im Jahre 2005. Bis dahin müssten<br />
Unternehmer einen Spitzensteuersatz von 45 Prozent bezahlen, wenn man den<br />
Solidaritätszuschlag einberechne.<br />
Damit nicht genug: &#8220;Ein weiterer gravierender<br />
Schwachpunkt aus unserer Sicht ist es, dass es wiederum versäumt wurde, das komplizierte<br />
Steuerrecht zu vereinfachen. Gerade für den Mittelstand stellt die ausufernde<br />
Steuergesetzgebung ein großes Problem dar.&#8221; Der Klage einiger Unternehmen und Verbände<br />
gegen die Steuerreform vor dem Bundesverfassungsgericht wolle man sich aber nicht<br />
abschließen. Rohleder: &#8220;Das dauert Jahre. Unsere Branche denkt dagegen in Drei-Monats-<br />
Zyklen.&#8221; Derzeit klopft Bitkom an die Türen des Bundeskanzleramts und der Ministerien,<br />
um weitere Nachbesserungen der Reform zu erreichen. Allerdings mit mageren Aussichten:<br />
&#8220;Momentan herrscht Jubelstimmung in Berlin, dass die Steuerreform den Bundesrat passiert<br />
hat. Da herrscht wenig Neigung zu Änderungen&#8221;, sagt Rohleder.<br />
Doch nicht nur das Eichelsche Gesamtkunstwerk, auch die Abgabenlast bereitet der<br />
IT-Branche Kopfzerbrechen. &#8220;Allein durch die Änderung des Urheberrechts-Gesetzes,<br />
wonach für Faxgeräte und Scanner künftig höhere GEMA-Abgaben anfallen, kommen Kosten in<br />
Höhe von 100 Millionen Mark auf uns zu&#8221;, so Rohleder. Darüber hinaus werde die von<br />
Brüssel forcierte Elektroaltgeräte-Verordnung die Unternehmen stark belasten.<br />
&#8220;In der Außendarstellung setzt sich die Bundesregierung vehement für uns ein. Aber<br />
wenn es budgetäre Zwänge gibt, sieht die Praxis häufig anders aus&#8221;, lautet Rohleders<br />
Fazit.<br />
Ähnlich kritisch fällt die Einschätzung der Steuerreform bei dem<br />
Deutschen Multimedia Verband (dmmv) aus. Der dmmv zählt 1100 Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche<br />
zu seinen Mitgliedern. &#8220;Wir befürworten eine Nachbesserung. Die Regelung bei<br />
Betriebsveräußerungen behindert gerade die Internet-Start-Ups&#8221;, sagt Burkard Luhmer,<br />
der im dmmv für rechtliche Fragen und e-Commerce zuständig ist. &#8220;Der Missmut in der<br />
Branche kann dazu führen, dass sich Business Angels künftig mit Engagements zurückhalten.<br />
Dadurch ginge den Gründern wertvolles Know-how verloren.&#8221; Die Befürchtung: Wenn<br />
Kapitalgeber ihr riskantes Engagement in Start-Ups durch den späteren Verkauf ihrer<br />
Anteile nicht versilbern können, profitieren sie lieber bequem von Aktienkursgewinnen<br />
der etablierten Unternehmen.<br />
Das Bundesfinanzministerium reagiert auf die Kritik mit Achselzucken:<br />
&#8220;Die Steuerfreiheit von Betriebsveräußerungen für Kapitalgesellschaften ist Ergebnis der<br />
Umstellung auf das Halbeinkünfteverfahren. Danach wird erst dann besteuert,<br />
wenn Kapital das Unternehmen verlässt. Und das ist nicht der Fall bei einem<br />
Beteiligungsverkauf&#8221;, sagt Ministeriumssprecherin Andrea Herrmannsen. &#8220;Die Regelung ist<br />
also in sich logisch. Außerdem erhalten die Personengesellschaften eine Verbesserung bei<br />
der Einkommensteuer und können künftig die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer<br />
anrechnen. Wir sehen daher keinen Anlass für eine Nachbesserung. Man kann nicht Äpfel<br />
mit Birnen vergleichen.&#8221;<br />
Etwas konzilianter gibt sich Jörg Tauss, Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für<br />
Neue Medien: &#8220;Ich hätte mir gewünscht, wenn man mehr für die Start-Ups getan hätte.<br />
Eine Diskussion darüber wäre sinnvoller gewesen als der Streit über das<br />
Halbeinkünfteverfahren und den Spitzensteuersatz. Aber die Linie in Bund und Ländern<br />
war einhellig, man wollte keine Ausnahmen machen.&#8221; Wer kein Geld zur Gründung einer<br />
GmbH habe und stattdessen eine Personengesellschaft gründe, würde ohnehin nicht hoch<br />
besteuert. &#8220;Und wer sehr schnell mit seinem Start-Up Geld gemacht habe, soll auch<br />
ordentlich Steuern zahlen&#8221;, meint Tauss. Den Vorwurf, die Steuerreform führe nicht zur<br />
Vereinfachung des Steuerrechts, kontert der Bundestags-Abgeordnete so: &#8220;Einerseits<br />
will die New Economy ein einfacheres Steuersystem, andererseits ruft sie nach<br />
Sonderregelungen für die Internet-Branche. Das ist ein Widerspruch.&#8221; Letzten Endes, so<br />
Tauss, sei das Problem aber grundsätzlicher Natur: &#8220;Steuern und Internet &#8211; das sind<br />
immer noch zwei Welten.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Start ups &#8211; gemeinsam stärker</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/start_ups_gemeinsam_staerker-922/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[sdalferth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[European Net Economy Forum]]></category>
		<category><![CDATA[New Economy]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jetzt ist es endlich amtlich: die New Economy hat eine offizielle Interessenvertretung.
Das <a href="http://www.enef.org/">&#34;European Net Economy Forum&#34; (enef)</a> hat vor einer Woche seine Arbeit
aufgenommen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jetzt ist es endlich amtlich: die New Economy hat eine offizielle Interessenvertretung.<br />
Das <a href="http://www.enef.org/">&quot;European Net Economy Forum&quot; (enef)</a> hat vor einer Woche seine Arbeit<br />
aufgenommen.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ziel der Vereinigung ist das focusierte Lobbying für die New Economy, die sich von den etablierten<br />
Interessenvertretungen der Old Economy nicht ausreichend vertreten gefühlt hat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nachdem schon Ende Juni im Rahmen eines Workshops von Startups unter der Leitung des Geschäftsführers von<br />
dooyoo, Felix Frohn-Bernau, die Notwendigkeit einer zu gründenden Interessenvertretung betont worden war<br />
(politik-digital <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/econsumer/teufel.shtml">berichtete</a>), schuf man jetzt Tatsachen. Dass es nicht schneller<br />
ging, lag an der nötigen Abstimmung der immerhin 15 Startups, welche die Organisation mitgegründet haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Sprecher von enef, Kilian Lenard, der im &quot;normalen Leben&quot; Rechtsanwalt in Berlin ist, wird auch die<br />
Vereinsgeschäfte übernehmen. Diese werden sich inhaltlich auf die direkte Lobbyarbeit für die Interessen der<br />
New economy Unternehmen konzentrieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Darunter fallen neben dem selbstverständlichen Ziel von Interessenvertretungen, nämlich der Stärkung der<br />
Wettbewerbsposition der vertretenen Klientel, auch steuerpolitische Fragen. Die Absicht von enef ist es,<br />
konstruktiv mit der Politik zusammenzuarbeiten. So sollen nicht nur Verbesserungsvorschläge vorgelegt werden,<br />
sondern es ist auch geplant, in einem fünfköpfigen Beirat, der aus Persönlichkeiten aus Wissenschaft und<br />
Wirtschaft bestehen wird, ausgearbeitete Konzepte zum Umgang mit der New economy vorzulegen. Dies wird<br />
neben der Arbeit im Beirat auch über eine  Kooperation mit verschiedenen Grosskanzleien geschehen, für die der<br />
Grundstock schon gelegt ist, so Kilian Lenard.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Notwendigkeit der Gründung einer eigenen Interessenvertretung ergab sich, nach Ansicht der Unternehmen, aus<br />
der mangelnden Unterstützung, die die Startups in den etablierten Organisationen erfahren haben. Zwar forderten<br />
bereits größere Organisationen einzelne Startups zum Beitritt auf, doch letztere sind nach Angaben von Kilian<br />
Lenard in dieser Beziehung &quot;gebrannte Kinder&quot;. Das Ziel ist es, eine Institution zu gründen, die sich nicht nur aus<br />
Gründen der &quot;Hipness&quot; mit der New Economy beschäftigt, sondern deren ureigenen Anliegen eine adäquate<br />
Vertretung ist. In den alten Interessenvertretungen liegt das Hauptgewicht auf der traditionellen Wirtschaft, wodurch<br />
sich die Unternehmen der New Economy leicht in die zweite Reihe abgedrängt sahen. Dies soll bei enef auf keinen<br />
Fall passieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch wenn die Initiative zu einer solchen Organisation aus Deutschland kommt, will enef nicht nur eine deutsche<br />
Vereinigung sein. Geplant ist, in ganz Europa Ableger zu gründen. So finden schon Gespräche mit Unternehmen in<br />
England, Frankreich, Italien und Spanien statt. Danach ist auch eine Ausweitung auf andere europäische Länder<br />
geplant. Die Ausweitung der Interessenvertretung auf einen europäischen Horizont liegt schon in der Natur der<br />
New Economy begründet, die nicht an nationalen Grenzen halt macht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch auch innerhalb Deutschlands ist das Interesse an einer solchen Interessenvertretung sehr groß. So gab nach<br />
Angaben von Kilian Lenard seit der ersten Pressemitteilung am 25. Juli schon Anfragen von mehr als 25 Unternehmen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch die Aufmerksamkeit der Presse und der Öffentlichkeit ist enef sicher. Das mag zum Teil an der generellen<br />
Medienresonanz liegen, die der New Economy in der letzten Zeit widerfahren ist. Doch lässt die ganze Konzeption<br />
der Interessenvertretung auf substantielle Arbeit schliessen, die zeigt, dass enef mehr als eine mediale<br />
Eintagsfliege sein will. </span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mission possible II &#8211; Das Interview</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/mission_possible_ii_das_interview-925/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/uncategorized/mission_possible_ii_das_interview-925/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[New Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Sprecher]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Heilmann]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/mission_possible_ii_das_interview-925/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Unternehmer, Professor und seit neustem Internetsprecher der CDU:
Thomas Heilmann scheut keine Mühe wenn es darum geht, seine digitale Mission zu erfüllen. politik-digital sprach mit
ihm über Impulse, Tempo und Dynamik für die deutsche Wirtschaftspolitik.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Unternehmer, Professor und seit neustem Internetsprecher der CDU:<br />
Thomas Heilmann scheut keine Mühe wenn es darum geht, seine digitale Mission zu erfüllen. politik-digital sprach mit<br />
ihm über Impulse, Tempo und Dynamik für die deutsche Wirtschaftspolitik.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Heilmann, Sie sind ja nicht zuletzt mit ihrem &quot;Incubator&quot; econa selber tief im IT-Geschäft. Wenn sie mit den<br />
jungen Start-up Unternehmern reden und erklären, dass die CDU die richtige Partei für sie ist, glaubt man Ihnen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Das versuche ich gar nicht. Meine Rolle als Unternehmer hat mit meiner privaten<br />
Rolle als Internetsprecher der CDU nichts zu tun. Ich weiß überhaupt nicht, wo meine Geschäftspartner<br />
politisch stehen und will das auch nicht wissen. Ich würde als Unternehmer nie Werbung für die CDU gegenüber<br />
meinen Kunden machen. Ich verstehe meine Rolle bei der CDU vielmehr so, dass ich Input auf der inhaltlichen<br />
Ebene leiste: was muss man jetzt in der Politik machen, um dem neuen Zeitalter gerecht zu werden.<br />
</span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/images/heilmann.jpg" alt="Thomas Heilmann" border="1" height="135" hspace="0" vspace="0" width="106" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Thomas Heilmann</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Hat es bei ihrer Nominierung zum Internetsprecher ein Arbeitsprofil gegeben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Ich habe natürlich Wert auf ein Arbeitsprofil gelegt und habe Frau Merkel meine Ziele<br />
in einem Brief dargelegt. Klar musste sein, dass ich das ehrenamtlich mache, dass die Aufgabe zeitlich begrenzt<br />
ist, dass es eine Kommission geben muss.<br />
Das Internet ist kein parteipolitisches Thema. Das Internet ist ein Thema, an das sich die Politik erst herantasten<br />
muss. Eine schwierige Aufgabe, bei der Frau Merkel gesagt hat: der widmen wir uns jetzt mal ganz intensiv.<br />
Eine der Maßnamen ist, dass es jetzt die Kommission und mich gibt. Ich finde es gut, wenn andere Parteien<br />
nachziehen, Konkurrenz kann nicht schaden, wir brauchen einen Wettbewerb der Ideen und Konzepte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Zur Kommission: Wer hat über die Zusammensetzung entschieden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Die sieben Politiker wurden vom Präsidium bestimmt, ich bin dazu aber gehört worden.<br />
Die Wirtschaftler habe im Wesentlichen ich vorgeschlagen und man ist meinen Empfehlungen gefolgt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie sieht die Agenda für die Kommission aus?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b>Bis zum nächsten Sommer wollen wir ein Entwicklungsprogramm schreiben.<br />
Wichtigste Themen sind Bildung und Wirtschaftordnung, einschließlich Steuerrecht und schließlich Standortfragen.<br />
Dass das Internet in Deutschland kommen wird, ist sicher, dafür braucht man die Politik nicht.<br />
Die Frage ist, wo die Produkte herkommen, wo die Wertschöpfung und die Gewinne liegen werden.<br />
Im Moment sieht es so aus, dass Deutschland kein &quot;Cluster&quot; wird. Die Messe ist allerdings noch nicht gelesen,<br />
wir brauchen mehr Tempo.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sie trennen zwischen ihrem Leben als Unternehmer und als<br />
Internetsprecher der CDU, sehen das ihre Mitarbeiter und Kunden genauso?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Sie kaufen ja auch keine SPD-Rechner, nur weil Herr Staudt, der Chef von IBM, Mitglied der SPD ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Bei dem Arbeitsprofil, das sie aufgestellt haben, wurden Dinge genannt, die sie machen wollen und Dinge,<br />
die sie nicht tun werden. Welche Bereiche werden sie nicht antasten?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Es gibt hunderte von Dingen, die ich nicht machen werde oder kann. Was ich nicht leisten kann ist,<br />
die CDU-Pages zu betreuen, ich kann mich auch nicht um Innenpolitik oder Rechtspolitik kümmern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sie kommen aber zwangläufig in Berührung mit anderen Themen, wenn sie sich um das Internet kümmern,<br />
Einwanderungspolitik, Steuerpolitik.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Ich beschränke mich darauf, bei diesen Themen die neuen Aspekte, die sich durch die Neuen Medien ergeben, aufzuzeigen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sie haben ja in einer ersten Reaktion vor der Überregulierung gewarnt. Planen sie einen Entwurf zur<br />
Internet-Steuergesetzgebung?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Zum Thema Internetsteuer wird es von uns einen Entwurf geben. Wirtschaft sollten<br />
wir nicht durch staatliche Maßnamen lenken, dazu ist der Staat zu langsam und besonders im Bereich Internet<br />
nicht ausreichend informiert. Aber: die Standortfragen und Steuerfrage müssen schnell geklärt werden. Eine<br />
hohe Internetnutzung kann für Unternehmen ein interessantes Standort-Argument sein. Leider sind wir auch<br />
da noch Mittelfeld. Eine starke Nutzung alleine reicht natürlich nicht. Dazu müssen natürlich auch noch das<br />
Kapital und die richtigen Leute kommen, damit im Land etwas passiert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie wollen Sie dafür sorgen, dass ihr Grundlagenpapier, das die<br />
Kommission erarbeiten wird, hinterher nicht zum Feigenblatt wird, hinter dem sich die Parteien verstecken.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Ein Papier hat dann Wirkung, wenn es überzeugend ist. Dann hängt es natürlich<br />
auch noch von uns Kommissionsmitgliedern ab, die Inhalte in die CDU zu tragen. Generell besteht in der<br />
CDU aber ein großes Interesse an dem Thema. Sollten meine Vorschläge nicht ankommen, habe ich Pech gehabt.<br />
Mir bleibt da lediglich die Kraft der Überzeugung. Ich habe keine Hausmacht, nur Argumente.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> In einigen Köpfen scheint das Thema ja schon<br />
angekommen zu sein, siehe Frau Merkel. Wird das Thema Internet auch im nächsten Wahlkampf bestimmend werden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Das Thema Wirtschaftspolitik für´s Internet ist zu kompliziert, als das es ein wirkliches<br />
Wahlkampfthema sein kann. Das wird eher ein Feinschmeckerthema für eine bestimmte Klientel.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Und Jungwähler, denen man ein frischeres Profil zeigen will?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> In der Hierarchie der Themen kommt zuerst die Arbeitslosigkeit. Das Internet kommt<br />
auf der Liste noch gar nicht vor. Vielleicht wird es bis 2002 etwas an Bedeutung gewinnen, ein Top-Thema wird<br />
es nicht werden, auch wenn es über kurz oder lang unsere Wirtschaftordung in ihren Grundfesten erschüttern wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Man könnte das Thema Internet für eine Partei zur<br />
Profilbildung verwenden. Werden Sie bei der Internetkampagne der CDU ein Wörtchen mit reden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Das ist nicht meine Aufgabe. Ich kenne natürlich die handelnden Personen. Vielleicht<br />
fragen die mich gelegentlich um Rat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Der Generalsekretär Polenz verspricht sich vom Internet<br />
eine Belebung der innerparteilichen Demokratie. Kann das konkret heißen, dass die CDU ihren Kanzlerkandidaten<br />
für 2002 per Mitgliederentscheidung auch online wählen wird?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Dazu muß es erst einmal mehrere Kandidaten geben, die zur Wahl stehen. Wenn es<br />
denn eine Urwahl geben sollte, dann ist es durchaus sinnvoll, dass die Abstimmung auch mit Unterstützung des<br />
Internets stattfindet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> In welchen Bereichen belebt das Internet die innerparteiliche<br />
Demokratie?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Ein Vorteil des Internets ist die Möglichkeit ohne großen Aufwand Meinungsforen<br />
innerhalb einer Partei zu bilden. Wem seine Ortsgruppe nicht gefällt, sucht sich eine im Internet. Das sind klare<br />
strukturelle Vorteile, gegen die man in der CDU nichts einzuwenden hat. Die Arbeit an der parteipolitischen<br />
Basis ändert sich ganz grundlegend. Noch ein Beispiel: Grade ist auf der unabhängigen Seite dol2day der<br />
CDU-Kandidat zum Internetkanzler gewählt worden. Die Teilnahme hat natürlich niemand im Präsidium<br />
beschlossen, das ist einfach passiert. Dieses Beispiel zeigt doch, wie stark die CDU in der Internetgesellschaft<br />
verankert ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Als eines ihrer Ziele für die Agenda haben Sie vorhin die<br />
Bildung genannt. Wollen Sie dazu anregen, die Neuen Medien als Schulfach zu verankern?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Das Internet deckt in der Schulbildung meiner Meinung nach drei Bereiche ab und stellt<br />
auch dreierlei Anforderungen an die Lehrpläne: Zunächst ist der Umgang mit dem Internet ja eine Basisanwendung,<br />
vergleichbar mit Lesen und Schreiben. Zusätzlich kann es als Handwerkszeug für alle anderen Fächer benutzt<br />
werden. Dazu kommen dann noch die wirtschaftlichen Aspekte, die generell stärker in den Schulunterricht<br />
eingebunden werden sollten, um die Leute für die Zukunft zu rüsten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie sehen sie die Lage der Universitäten in diesem<br />
Zusammenhang, ist es sinnvoll, dass an den Unis ständig neue Studiengänge zu schaffen, für einen Bedarf<br />
in der Branche, der sich schneller ändert, als dass die Studenten Examen machen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Die Antwort ist der Wettbewerb. Natürlich brauchen wir neue Inhalte an den<br />
Universitäten. Wenn aber der Staat eine Prognose darüber abgeben soll, welche Programmierer wir in fünf Jahren<br />
brauchen werden, dann liegt diese Einschätzung sicher neben der Realität. Wir brauchen deshalb ein neues<br />
Konzept für die Aus- und Weiterbildung, bei dem sich auch die Unternehmen stärker engagieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>: Sie sind ja selber auch Gastprofessor an der Hochschule<br />
der Künste in Berlin für den Fachbereich Gesellschafts- und Wirtschaftkommunikation. Was raten Sie ihren<br />
Studenten?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Sich, auch wenn sie den akademischen Weg der Ausbildung gewählt haben, mit dem<br />
Basiswissen, den grundlegenden Fähigkeiten zu rüsten. Dazu gehören so profane Dinge, wie einen<br />
wasserdichten Businessplan aufzustellen, mit Cashflow-Analyse und Marketingkonzept.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Ist die CDU das ideale Umfeld, um das Thema Internet<br />
breitenwirksam zu machen, oder denken Sie, dass jede Partei geeignet ist, Hauptsache der Stein wird ins<br />
Wasser geworfen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Die CDU ist seit ihres Bestehens immer die Partei gewesen, die wirtschaftliche<br />
Entwicklungen gefördert und für möglichst viele Menschen nutzbar gemacht hat. Die CDU hat die größte<br />
Tradition und die meiste Erfahrung, mit neuen Wirtschaftsfragen umzugehen und sie breitenwirksam zu<br />
machen. Es ist aber so, dass keine Partei gegen das Internet ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Hätten Sie auch das Angebot der SPD angenommen,<br />
Internetsprecher zu werden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Ich nehme nicht gerne Angebote an, die mir gar nicht gemacht wurden. Ich stehe<br />
der CDU aber näher als der SPD.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Wenn Frau Merkel 2002 ihr Schattenkabinett bildet und<br />
ihnen anbietet, der erste deutsche Internetminister zu werden, würden Sie das annehmen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Sie hat es mir nicht angeboten und ich erwarte das auch nicht. Zudem bin ich ja<br />
auch noch Unternehmer und könnte nicht so ohne weiteres von heute auf morgen in die Politik wechseln.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Brauchen wir einen Staatsminister für Internet?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Die Frage ist so isoliert nicht zu beantworten. Es geht ja hier um ein horizontales<br />
Thema, dass viele, fast alle Ressorts berührt. Vielleicht sollte der nächste Wirtschaftsminister &quot;internetminded&quot;<br />
sein. Als reine Showmaßname oder symbolischen Akt brauchen wir jedenfalls keinen zusätzlichen Minister.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Was hat sie als Unternehmer bewogen, sich in der Politik<br />
zu engagieren?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Ich habe einige Grundüberzeugungen, die erste lautet: es ist falsch, dass die<br />
Politik in Deutschland eine abgekapselte Kaste ist. Eine größere Fluktuation zwischen Politik und anderen<br />
Bereichen wie in den USA täte den Sachthemen gut. Zweitens bin ich davon überzeugt, dass wir in Deutschland<br />
den Wohlstand nur sichern können, wenn wir jetzt in diesem Bereich richtig handeln. Ich fühle mich als<br />
Unternehmer gewissermaßen angehalten, denn auch ich habe viel Unterstützung bekommen.<br />
Wenn mir meine Umgebung es mir nicht ermöglicht hätte, Unternehmer zu werden, dann wäre ich heute nicht<br />
da, wo ich bin. Ich möchte davon auch etwas zurückgeben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sie haben ihre Funktion als Impulsgeber beschrieben. Wie lange werden ihre Impulse als Internetsprecher<br />
der CDU zu Verfügung stehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Heilmann:</b> Das Präsidium hat sein Mandat für zwei Jahre, ebenso die Kommission. Wir hoffen unsere Arbeit auch in<br />
diesem Zeitraum beenden zu können. Vielleicht widme ich mich danach wieder etwas ganz anderem. Ich sehe<br />
mich in befristeter digitaler Mission.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wir bedanken uns für das Interview!<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview führten Caroline Welzel und Philipp Stradtmann.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Mit Volldampf vorsichtig voraus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[New Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Maximilian Cartellieri]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bayern soll Hightech-Standort werden. Maximilian Cartellieri, der
Vorstandssprecher von ciao.com und Mitglied im neuen Internetbeirat des Freistaates, sprach mit
politik-digital über das Interesse der Politik an seiner Branche.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bayern soll Hightech-Standort werden. Maximilian Cartellieri, der<br />
Vorstandssprecher von ciao.com und Mitglied im neuen Internetbeirat des Freistaates, sprach mit<br />
politik-digital über das Interesse der Politik an seiner Branche.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Herr Cartellieri, Sie sind zur Zeit als Experte im Internetbeirat<br />
der bayrischen Staatsregierung und versuchen die Rahmenbedingungen der New Economy zu verbessern. Was<br />
umfasst Ihr Forderungskatalog?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Maximilian Cartellieri:</b> Generell gesagt: Mehr Flexibilität und weniger Regulierung, konkret ist der Bereich der Besteuerung zu nennen.<br />
Die Besteuerung von Mitarbeiter-Optionen liegt oft bei über 50%. Das ist prohibitiv, weil man gute Leute aus<br />
traditionellen Unternehmen so nur schwer in die Start-up Branche bekommt. Dann gibt es Gesetze wie das<br />
Nachgründungsprüfungsgesetz aus dem Jahre 1924, die uns behindern, oder die Regelung der<br />
Umsatzsteuerrückzahlung,  die für junge Unternehmer oft Cashflowprobleme mit sich bringt, weil das Geld<br />
monatelang beim Finanzamt liegt. Stichwortartig kann ich noch das Rabattgesetz, das Kündigungsgesetz und<br />
natürlich das Ladenschlussgesetz nennen. Hier muss dringend nachgebessert werden.<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/econsumer/images/mc.jpg" alt="Maximilian Cartellieri" border="1" height="111" hspace="0" vspace="0" width="106" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Maximilian Cartellieri</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>p.d.: Ist die Lage in Deutschland für dotcoms schwieriger als<br />
in anderen Ländern?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Maximilian Cartellieri:</b> Ich denke schon. Ich habe längere Zeit im Ausland gearbeitet, auch im europäischen<br />
Ausland, und kann rückblickend sagen, dass die deutsche Bürokratie in unserem Bereich besonders behindert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Ist das Interesse der Politik an den Start-ups sachlich oder<br />
glauben Sie, dass sich manche Politiker nur mit dem Etikett &quot;internetminded&quot; schmücken wollen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Maximilian Cartellieri:</b>Hier in Bayern ist das sehr ernst gemeint. Herr Dr. Stoiber und das Kabinett nehmen<br />
sich viel Zeit für den Themenkomplex. Bayern soll als Hightech-Standort ausgebaut werden und steht ja auch im<br />
Bundesdurchschnitt gut da. Ich kann allerdings nicht ganz ausschließen, dass bei einigen Leuten &#8211; auf Seiten der<br />
Unternehmer wie der Politik &#8211; die Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund steht: die Politik hat natürlich auch das<br />
Wählerpotential der New Economy erkannt und umgekehrt ist die politische Einmischung mancher Unternehmer<br />
eine willkommene Werbung für das eigene Business. Da muss man aufpassen, dass die Euphorie nicht zum<br />
Verdruss wird und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die New Economy nicht nur als Sommerloch<br />
taugt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Glauben Sie, dass &quot;Wanderer zwischen den Welten&quot; wie<br />
Thomas Heilmann etwas bewegen werden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Maximilian Cartellieri:</b>Auf jeden Fall. Solche Seiteneinsteiger sind für beide Seiten sehr hilfreich. Vor allem<br />
die Politiker sind teilweise mit Sachfragen konfrontiert, die sie überfordern. Da braucht die Politik engagierte<br />
Impulsgeber mit Sachkenntnis. &quot;Der Bundestag ist mal voller, mal leerer aber immer voller Lehrer&quot;, dieser Satz<br />
trifft leider zu und für die Probleme der dotcoms brauchen wir Experten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Wie sieht die Marschroute des bayrischen Internetbeirats aus?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Maximilian Cartellieri:</b>Wir haben nächste Woche ein Treffen, in dem die ersten Arbeitsergebnisse<br />
präsentiert werden. Wir wollen schnell arbeiten und haben unsere Ziele hochgesteckt. Allerdings sind wir von<br />
Dr. Stoiber als Experten geladen unter dem Vorsitz von Dr. Hubert Burda. Wir empfehlen dem Kabinett die<br />
Themen. Wann diese Vorschläge dann tatsächlich in konkrete Politik umgesetzt werden, kann ich nicht sagen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Was ist für Sie persönlich der Anreiz, bei dem politischen<br />
Prozess mitzumischen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Maximilian Cartellieri:</b>Ich kenne die Probleme, die sich Start-ups stellen, aus eigener Anschauung. Wenn<br />
ich mich über die deutsche Regelungen beim Handelsregister, wo ein Eintrag bis zu 8 Wochen dauert, aufrege,<br />
und dann die Chance bekomme da Einfluss zu nehmen, kann ich mich dieser Chance nicht verschließen. Als man<br />
mich gebeten hat, in den Internetbeirat zukommen, habe ich sofort zugesagt. Das sehe ich als eine Bürgerpflicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Im Moment herrscht auf beiden Seiten des Tisches<br />
Aufbruchsstimmung. Glauben Sie, dass jetzt wirklich genug Bewegung in die Gesetzgebung kommt, um<br />
Deutschland attraktiv zu machen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Maximilian Cartellieri:</b>Die Bewegung ist da, aber schnell genug kann es gar nicht gehen. Immerhin haben<br />
die Politiker erkannt, dass völlig neue Formen der Arbeit bereits Realität sind und dass wir neue Spielregeln<br />
brauchen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die alten Regeln und Gesetze auch einen Sinn haben. Man<br />
kann jetzt nicht alles nach den Bedürfnissen der Start-ups ausrichten. Deswegen können die neuen<br />
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht übers Knie gebrochen werden. Wir Unternehmer müssen aufpassen,<br />
dass wir nicht durch unsinnige oder übertriebene Forderungen den Prozess zur Farce geraten lassen. Aufgabe der<br />
Politik ist es, die Interessenkonflikte auszusortieren. Ich denke wir gehen in die richtige Richtung, in gemäßigtem<br />
Tempo und ohne Brechstange.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Herr Cartellieri, wir danken ihnen für dieses Gespräch.</span></p>
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