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	<title>Nico Lumma &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Nico Lumma &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Innovation go home &#8211; Digitale Presseschau KW39</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Rieder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2014 15:24:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Andrea Voßhoff]]></category>
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					<description><![CDATA[Ja, der NSA-Skandal ist noch immer nicht vorbei und Aufklärung ist nicht in Sicht. Da klingt es fast schon verlockend, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, der NSA-Skandal ist noch immer nicht vorbei und Aufklärung ist nicht in Sicht. Da klingt es fast schon verlockend, das ganze ärgerliche Gerede über Datenschutz und staatliche Überwachung hinter sich zu lassen und sich dem Internet komplett zu verweigern. Warum es trotzdem keine Lösung ist, sich der neuen Bewegung der Anti-Digitalen anzuschließen, lesen sie in unserer aktuellen Presseschau.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&#038;v=eoS5sckmLqs<br />
Wussten Sie, dass Firmen wie Amazon nicht nur speichern, welche Bücher Sie auf ihrem E-Book-Reader lesen, sondern auch, welche Passagen Sie markieren, welche Anmerkung Sie speichern und welche Kapitel Sie überblättern? Unser Video der Woche fragt sich, was die Verfügbarkeit dieser Informationen für die Zukunft der Literatur bedeuten könnte und bietet eine ganz einfache Lösung.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-09/bnd-ueberwachung-ermittler-maulkorb-datenschutz/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blinde Kuh mit den Aufklärern</a></h3>
<p>Zugegeben, es war naiv, wer ernsthaft auf eine Aufarbeitung des Spähskandals hoffte. Doch aktuell wird man das Gefühl nicht los, dass die deutsche Bundesregierung alles tut, um Aufklärung in der NSA-Affäre zu verhindern. Nachdem den Mitgliedern des NSA-Untersuchungsausschusses sowieso nur weitgehend geschwärzte Unterlagen vorgelegt werden, <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-09/nsa-bnd-akten-geheim-konsultation" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hält das Kanzleramt nun hunderte von Aktenordnern zu Kontakten zwischen deutschen und ausländischen Geheimdiensten zurück.</a> Die Begründung: Man müsse die beteiligten Länder erst fragen, ob das parlamentarische Kontrollgremium die Akten sehen darf.<br />
Wenn sie auf dem Papier schon keine Informationen erhalten, könnte man doch einfach direkt bei den Beteiligten nachfragen, dachten sich die Parlamentarier, und luden den Leiter der Abhörstation Bad Aiblingen in den Ausschuss. <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-09/bnd-nsa-ausschuss-zeuge-bad-aibling" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Doch auch der konnte den Aufklärern leider nicht weiterhelfen, denn die Bundesregierung hatte ihm nur eine äußerst begrenzte Aussagegenehmigung erteilt.</a><br />
Der Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI) Andrea Voßhoff will die Regierung auch gleich noch einen Maulkorb verpassen &#8211; sicher ist sicher. Die obersten Datenschützer hatten in der Vergangenheit gerne mal zu unangenehmen Themen nachgeforscht. Einem Gesetzentwurf zufolge soll die BfDI künftig erst mal die Regierung um Erlaubnis fragen, bevor sie sich öffentlich zu Missständen äußert. Kontrollorgane, die nicht kontrollieren dürfen – klingt paradox, ist aber Realität.<br />
<a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-09/bnd-ueberwachung-ermittler-maulkorb-datenschutz/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>zeit.de</em></a></p>
<h3><a href="http://www.cicero.de/salon/feuilleton-das-dogma-der-neuen-netz-konservativen/58250" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anti-digitales Deutschland</a></h3>
<p>Der Begriff „konservativ“ gilt heutzutage fast als Schimpfwort und so versuchen Medien, Parteien und selbst die Kirchen alles, um nicht als rückwärtsgewandt zu gelten. Doch gerade entsteht ein selbstbewusstes neues konservatives Milieu: Die Bewegung der Anti-Digitalen. Ihr Anliegen ist die Rettung des analogen Menschen vor der digitalen Verschwörung durch Großkonzerne. Alexander Pschera sieht darin eine typisch deutsche Haltung, die von der Angst vor dem Verlust der eigenen Deutungshoheit getrieben ist und vernachlässigt, dass Neugierde der Motor von Erkenntnis und gesellschaftlicher Entwicklung ist.<br />
Auch Nico Lumma findet, man sollte sich doch zunächst mit den eigenen Unzulänglichkeiten beschäftigen, bevor man den Silicon-Valley-Kapitalismus geißelt, wie es Sigmar Gabriel am Wochenende auf dem SPD-Parteikonvent getan hat. Die Stärke US-amerikanischer Großkonzerne sei Ausdruck der Schwäche und mangelnden Innovationsfreude der europäischen digitalen Wirtschaft, schreibt er auf <a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/kurz-und-schmerzhaft/der-transformer-ist-das-silicon-valley-das-neue-manchester-seite-all/10743232-all.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">handelsblatt.com</a>.<br />
Innovationsfreude und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Konzepten sind jedoch nicht gleichzusetzen mit einem leichtgläubigen Bejubeln disruptiver Geschäftsmodelle, wie dem von Uber.<a href="http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-09/uber-taxi-kartell-kommentar" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Denn wenn die Abschaffung staatlicher Restriktionen gefordert wird, nur um zugleich private Regelwerke aufzustellen, ist das alles andere als progressiv.</a><br />
<a href="http://www.cicero.de/salon/feuilleton-das-dogma-der-neuen-netz-konservativen/58250" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>cicero.de</em></a></p>
<h3><a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/piraten-eine-zombie-partei-liquidiert-sich-selbst/10740816.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klar zum Kielholen!</a></h3>
<p>Und zum Schluss noch zur Piratenpartei. Die einstigen digitalen Revoluzzer zerlegen sich gerade vor unser aller Augen selbst. Die einen freut‘s, die anderen trauern. Ein Abgesang auf die ehemaligen Hoffnungsträger.<br />
<a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/piraten-eine-zombie-partei-liquidiert-sich-selbst/10740816.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>tagesspiegel.de</em></a><br />
&nbsp;<br />
Foto: Screenshot<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Politikverdrossenheit: „Bürger brauchen Klarheit und Offenheit“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 16:28:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Partizipation]]></category>
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					<description><![CDATA[Kann man der Politikverdrossenheit mit digitalen Mitteln zu Leibe rücken? Über diese Frage diskutierten die Grünen-Vorsitzende Renate Künast und der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild_udl-digital.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129041" alt="UdL Digital Talk mit Renate Künast und Nico Lumma" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild_udl-digital.jpg" width="640" height="444" /></a>Kann man der Politikverdrossenheit mit digitalen Mitteln zu Leibe rücken? Über diese Frage diskutierten die Grünen-Vorsitzende Renate Künast und der Online-Experte Nico Lumma beim Polit-Talk „UdL digital“ mit Moderator Cherno Jobatey und etwa 100 Interessierten.<br />
Die Wahlbeteiligung sinkt seit Jahren, immer weniger Menschen interessieren sich für politische Prozesse, noch weniger beteiligen sich aktiv an ihnen; die Parteien haben mit Mitgliederschwund zu kämpfen. Das Interesse an Politik und Demokratie scheint so niedrig wie nie zu sein. Beinahe jeder dritte Bundesbürger zeigt sich<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/forsa-umfrage-anteil-der-politikverdrossenen-steigt-auf-30-prozent-a-899891.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> laut einer aktuellen Umfrage</a> mittlerweile politikverdrossen. Digitale Werkzeuge können eine Schlüsselrolle spielen, um dieser Tendenz entgegenzuwirken. Konzepte wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liquid_Democracy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LiquidDemocracy</a> und <a href="https://www.govdata.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenGovernment</a> ermöglichen die Beteiligung und direkte Kommunikation von Bürgern über das Netz und sollen die Menschen zur Mitgestaltung der Politik animieren.<br />
„Kann die Digitalisierung Politikverdrossenheit abbauen oder befeuert sie diese?“ war am Mittwochabend also die Kernfrage, über die Nico Lumma, Online-Kommunikationsexperte, und Renate Künast, Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, im Berliner Base Camp diskutierten.<br />
Künast verwies angesichts des allgemeinen Desinteresses an politischen Vorgängen zunächst auf die immer globaler und internationaler werdende Politik, in der alles mit allem zusammenhängt: „Da weiß man oft nicht, wo der eigene Bezug dazu ist, da Politik heute sehr komplex und schwierig nachvollziehbar ist.“ Blogger Nico Lumma kritisierte zunächst langwierige politische Verhaltensmuster, in denen keine Visionen mehr entstünden: „Die Politik hat sich da in eine Ecke drängen lassen, Entscheidungen werden als &#8216;alternativlos&#8217; dargestellt. Diese Vorgehensweise verstört viele Menschen“. Dank sozialer Medien wie Facebook, Twitter und Co. gebe es heute zwar viele gute Mittel, um zu partizipieren, jedoch lasse sich die oft unverständliche Politiksphäre nicht leicht durchdringen und nachvollziehen. Daher bedürfe es Tools, mit denen sich politisch hochkomplexe Abläufe verständlicher machen ließen. In die gleiche Richtung argumentierte auch Renate Künast: „Als Bürger braucht man Klarheit und Offenheit; es muss für jeden deutlich ersichtlich sein, wo und wie ich was erreichen kann, über welche Kanäle Parlamente und Politiker erreichbar sind und was mit meinen Forderungen geschieht“. Die Bürger dürften nicht das Gefühl haben, dass ihre Forderungen ins Leere laufen. Die Grünen-Politikerin räumte jedoch ein, dass das Internet nicht per se demokratisch sei. „Die Politik muss Werkzeuge bereitstellen, um das Internet für demokratische Bürgerbeteiligung nutzen zu können.“ Angebote wie etwa LiquidFeedback müssten an die Lebenswirklichkeit der Menschen angepasst werden. Nico Lumma forderte die Politik daher auf, partizipative Angebote zu unterbreiten und diese Tools so zu gestalten, dass die Menschen diese verstünden und auch benutzen könnten. Zudem forderte er eine größere Flexibilität bei der Ausgestaltung dieser Instrumente: „Man sollte sich nicht darauf versteifen, ein großes, übergeordnetes Liquid-Tool für alle möglichen Themen und Personen zu schaffen“. Besser würde es funktionieren, gezielt mit kleinen Angeboten für jeweils verschiedene Anliegen zu reagieren. Diese Werkzeuge müssten außerdem themen- und personenabhängig sein.<br />
Die ehemalige Verbraucherschutzministerin Künast mahnte jedoch an, dass Formate wie LiquidFeedback derzeit keinen Anspruch auf Repräsentativität erheben könnten, da bei Weitem nicht alle Gesellschafts- und Altersgruppen derlei Angebote annehmen würden: „Wir müssen Mittel und Wege bereitstellen, dass quer durch die Gesellschaft eine Online-Partizipationsbereitschaft entstehen kann.“ Außerdem sei die Mitmachquote naturgemäß stark vom Thema abhängig.<br />
Abschließend forderte Lumma, die Politik müsse transparenter werden und Experimenten wie Open Data eine Chance geben. „Durch Offenheit und Transparenz lässt sich eine Menge erreichen. Politik ist oft zu behäbig und träge, zu detailverliebt. Durch offenere und klarere Vorgänge ließe sich Politik sehr viel besser nachvollziehen, das wird sich dann auch in den Online-Beteiligungsquoten niederschlagen!“ Einig waren sich Renate Künast und Nico Lumma vor allem darin, dass man in vielerlei Hinsicht noch ganz am Anfang einer Entwicklung stehe und noch viel lernen müsse. Ebenso betonten sie, dass Online-Bürgerbeteiligung vor allem die Möglichkeit bietet, der Politik Anregungen zu geben und ein Stimmungsbild abzubilden.<br />
Die Komplexität des Themas lässt einen Königsweg hin zu Patentlösungen wie so oft in der Politik nicht zu. Dennoch muss die Debatte um die Bürgerbeteiligung weitergehen, gerade, weil sie das große Potential birgt, die politische Mitmachkultur und damit das Rückgrat der Demokratie wieder anzukurbeln und neue Impulse zu setzen.<br />
&nbsp;<br />
Bild: © UdL digital<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/49286959@N05/sets/72157633597960663/with/8802123394/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Bilder:</a></p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Fragen über Fragen &#8211; Digitale Presseschau KW 20</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fragen-ueber-fragen-digitale-presseschau-kw-20-128884/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 15:27:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was erwartet uns in der Zukunft? Werden wir völlig digitalisiert und gläsern sein, oder dürfen wir auch noch ein paar [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was erwartet uns in der Zukunft? Werden wir völlig digitalisiert und gläsern sein, oder dürfen wir auch noch ein paar Geheimnisse behalten? Trifft man sich zukünftig auch noch physisch, oder nur noch digital? Gibt es in ferner Zukunft noch Parteien oder wird die Demokratie abgeschafft? Hmm&#8230; gibt’s die Antwort darauf vielleicht bei Facebook? Oder doch eher bei Twitter? Hoffentlich lassen sich die Antworten leichter als manche Parteienseiten im Internet finden.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=PRxfL03WIH4<br />
Die Realität in Kuba ist leider viel trauriger, als man bei den Gedanken an feine Havanna-Zigarren und edlen Rum denken möchte. Das Castro-Erbe des gelebten Sozialismus formte ein Land, wo Menschen stundenlang für ein paar Scheiben Brot anstehen müssen; auch freier Internetzugang ist ein Privileg, von dem vor allem Regierungskritiker meilenweit entfernt sind. Yoani Sanchez hat es dennoch geschafft. Sie betreibt einen Blog, auf dem sie sich kritisch über die Zustände in ihrem Heimatland Kuba und die Regierung äußert. Welchen Kampf es dafür auszufechten gilt und welche Möglichkeiten ihr das Internet in ihrem Ringen um Freiheit und Gerechtigkeit bietet, erzählt sie in diesem Video von der re:publica.</p>
<h3><a href="http://www.heise.de/security/meldung/Vorsicht-beim-Skypen-Microsoft-liest-mit-1857620.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kein Respekt vor dem Briefgeheimnis?</a></h3>
<p>Skype macht das Leben leichter: egal wo man sich befindet, mit dem Dienst für Chat- und Telefonie im Internet ist weltweite Kommunikation kein Problem. Geschäftspartner und Privatmenschen machen weltweit davon Gebrauch, ohne auch nur einen Cent für Gespräche und Chats zu bezahlen. Was viele nicht wissen: mit der Anmeldung gibt man sein Einverständnis, dass Anbieter Microsoft in den Chats mitlesen darf. So wurden nun Vorfälle aus den USA bekannt, wo Microsoft verschlüsselte https-URLs – die gut und gerne mal vertrauliche Informationen enthalten können – mitlas. Skype rechtfertigt diese Praxis mit einem Verweis auf die Datenschutzbestimmungen; so werde nur mitgelesen, um Spam, Betrug und Phishing aufzuspüren. Bemerkenswert dabei ist nur, dass bisher ausschließlich die mit Eigentümerinformationen gefütterten verschlüsselten https-URLs mitgelesen wurden, nicht jedoch freie http-URLs.</p>
<h3><a href="http://wissen.dradio.de/netzpolitik-politisch-mitbestimmen-im-netz.36.de.html?dram:article_id=246408" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was wird aus der Online-Partizipation?</a></h3>
<p>Die Piraten erregten großes Aufsehen mit den Entscheidungen auf ihrem Bundesparteitag. Die Vorreiter in Sachen E-Democracy und Online-Partizipation bekamen keine Zweidrittelmehrheit für eine Ständige Online-Mitgliederversammlungen und verbindliche Abstimmungen via Internet zustande, die Projekte sind damit vorerst gescheitert. Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos-Computer-Clubs, erklärt im Audio-Interview mit dem DRadio, welche Bedenken derartige Tools zwecks Datenschutz und Anonymität bereiten, und welche Chancen sie den technisierten Verfahren trotz dieser Niederlage bei den Piraten einräumt.</p>
<h3><a href="http://blog.zeit.de/zweitstimme/2013/05/16/die-webseiten-der-parteien-fur-die-bundestagswahl-weiterhin-fast-unsichtbar-in-google-ergebnislisten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hat jemand die Parteien im Wahlkampf gesehen?</a></h3>
<p>Auch wenn sich die Parteien bisher wenig kämpferisch zeigen: bald ist Bundestagswahl, es ist Wahlkampf! Will man sich im Internet über relevante Suchwörter wie &#8216;Wahlkampf&#8217;, &#8216;Bundestagswahl&#8217; oder auch &#8216;Energiewende&#8217; erkundigen, dann, so sollte man meinen, blinken sofort die Parteienhomepages auf dem Bildschirm und preisen sich und ihre Programme für die Wahl an. Ein Irrglaube! Wikipedia sowie verschiedene Seiten von Medien und Behörden besiedeln hier die vorderen Plätze. Möchte man Parteien in den Suchergebnissen sehen, müssen die Namen der Parteien oder der Spitzenkandidaten schon in die Suche eingefügt werden. Wie ist so etwas möglich? Schließlich sollten gerade die Parteien als Träger der politischen Machtwillens daran interessiert sein, sich im Internet öffentlichkeitswirksam zu platzieren. In Design, Struktur und Programmierung ihrer Webseiten haben die Bundesparteien also noch erheblichen Nachholbedarf, wollen sie nicht weiterhin in den Google-Ergebnislisten unsichtbar bleiben.</p>
<h3><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/social-media-werden-auch-fuer-die-politik-wichtiger-1.18080721" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wanna follow me, my Friend?</a></h3>
<p>Von den Politikern lange als neumodischer Randnotiz verschrien, sind die Sozialen Netzwerke heute aus der Politik beinahe nicht mehr wegzudenken. Nicht nur Spitzenpolitiker nutzen Facebook und Twitter regelmäßig, um über ihre Ansichten zu informieren. Laut einer Studie der Universität St. Gallen sind gut zwei Drittel aller deutschen Bundestagsabgeordneter online aktiv, obwohl man sich lange nicht in diese &#8216;jugendlichen&#8217; Sphären hineintraute. Obwohl die Studie auch besagt, dass auf den sozialen Netzwerken eher junge Abgeordnete aus urbanen Wahlkreisen aktiv seien als ältere Parlamentarier und jene aus ländlichen Gegenden. Auch die Parteien sind mit Profilen unter anderem auf dem Videoportal Youtube vertreten, um dort junge Wählern zu erreichen; gerade in Wahlkampfzeiten stellen diese Medien ein viel beachtetes Werbemittel dar. Online-Kommunikationsexperte Nico Lumma: „Ohne Social Media werden die die Politiker junge Wähler immer schwerer erreichen können. Für die Politik ist das die Neuauflage von etwas, was früher als Mundfunk bezeichnet wurde.“</p>
<h3><a href="http://www.kircher-burkhardt.com/#!/blog/godfather-gunter-dueck-big-data-kann-die-gesellschaft-verandern" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie soll das bloß werden?</a></h3>
<p>Wie sieht die Zukunft aus? Wird die Welt bald nur noch von Robotern und Maschinen regiert, wie sieht der volldigitalisierte Alltag aus? Und ist er womöglich näher als gedacht? Gunter Dueck, in vieltätiger Funktion mit Technik, Internet und Zukunft verbandelt, gibt in diesem lesenswerten Interview einen waghalsigen Ausblick auf die zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in einer Big-Data-Welt. Der ehemalige IBM-Manager, dessen Vorträge bei der re:publica regelmäßig große Begeisterung auslösen, prognostiziert darin eine surreal anmutende Welt mit computergesteuertem Straßenverkehr und telefonierenden Waschmaschinen. Für das noch aktuelle Hier und Jetzt rät er der Netzgemeinde, das ethnozentristische Geweih abzuwerfen, um ihrer kulturell verengten Sicht endlich einen größeren Horizont zu geben. Im Klartext: Augen auf, sonst verschlaft ihr die Zukunft!</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/datenverkehr-die-telekom-benachteiligt-andere-anbieter-im-internet-12182561.html?utm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amigo-Affäre?</a></h3>
<p>Mit ihren Plänen zur Geschwindigkeitsdrosselung hat die Telekom in den letzten Wochen viel Unmut auf sich gezogen. Und obwohl sie von fehlenden Gesetzen und Regelungen zur Netzneutralität profitiert, könnte es nun kartellrechtliche Probleme geben. Die Telekom plant, eigene Angebote sowie Formate von Partnerunternehmen von der Datendrosselung auszunehmen. Trotz aller rechtfertigenden Argumente (Kapazitätsmangel, Kosten des Netzausbaus, etc.) muss sich die Telekom in ihrer marktbeherrschenden Position so den Vorwurf gefallen lassen, Online-Dienste mit datenlastigem Service zu Kooperationsverträgen mit ihr drängen zu wollen. Denn Google, YouTube und viele weitere Plattformen werden auch in Zukunft als freundlicher Gratis-Anbieter wahrgenommen werden; eine Kooperation mit der Telekom scheint da eine naheliegende Lösung für sie zu sein. Christoph Wagner in der FAZ: „Sachliche Gründe für die unterschiedliche Behandlung von Anbieterdaten lassen sich […] schwerlich finden.“</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/05/das-internet-ist-ein-tsunami/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freies Internet? Viel zu gefährlich!</a></h3>
<p>Das Internet als Kommunikationsmittel bietet bekanntlich viele Möglichkeiten der Freiheit. Für so manches autoritäre Regime viel zu viel Freiheit; so gibt es reichlich Beispiele autokratisch regierter Staaten, wo man bestrebt ist, seine Bürger per Zensur vor allzu demokratielastigen Inhalten zu schützen. Kasachstan ist so ein Land, das mit dem seit 1991 an der Macht klebenden Autokraten Nursultan Nasarbajew in der Rangliste der Pressefreiheit der Reporter ohne Grenzen Jahr um Jahr auf den hintersten Plätzen zu finden ist. Seine Tochter nutzte indes das von ihr ins Leben gerufene Eurasische Medienforum, um politische Meinungsführer aus aller Welt ausgiebig vor den Gefahren des Internets als „Katalysator von Unwahrheiten“ und „Tsunami, den es zu managen gilt“ zu warnen. Welchen Zweck ein Medienforum dann erfüllt ist zumindest unklar.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-04/harper-reed-datenschutz" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a></h3>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Nico Lumma, D64</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Germar Molter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 11:04:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzpolitischer Rückblick 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Lumma]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitischer Rückblick]]></category>
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					<description><![CDATA[2012 war ein gutes netzpolitisches Jahr, weil die Aufmerksamkeit für das Thema in Politik und Gesellschaft weiter zugenommen hat. Damit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/netzpolitischer-rueckblick-was-denken-netzkoepfe-ueber-das-jahr-2012/lumma2/" rel="attachment wp-att-125298"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-125298" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lumma2-305x360.jpg" alt="by Nico Lumma" width="305" height="360" /></a>2012 war ein gutes netzpolitisches Jahr, weil die Aufmerksamkeit für das Thema in Politik und Gesellschaft weiter zugenommen hat. Damit ist noch längst nicht alles erreicht, aber so langsam merkt man, dass sich etwas bewegt.</p>
<p>Der Protest gegen ACTA war wirkungsvoll und hat ein Vorhaben zum Scheitern gebracht, von dem alle ausgingen, dass es nicht mehr zu stoppen sei, das war schon ein toller Erfolg. Die Themen Vorratsdatenspeicherung und Leistungsschutzrecht sind leider immer noch nicht vom Tisch, da existieren leider noch zu große Beharrungskräfte.</p>
<p>Der Transformationsprozess, in dem wir uns gerade befinden, wird für immer mehr Teile der Gesellschaft greifbarer und damit rücken immer mehr Themen der digitalen Gesellschaft in den Fokus. Wichtig ist es jetzt, die Chancen zu nutzen und die Zukunft aktiv zu gestalten.</p>
<p><em><a href="http://lumma.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nico Lumma </a>arbeitet bei<a href="http://digitalpioneers.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Digital Pioneers N.V. </a>in Hamburg und gründete 2011 den Verein <a href="http://d-64.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">D64 &#8211; Zentrum für digitalen Fortschritt</a> mit, in dem er als Co-Vorsitzender aktiv ist. Er ist Mitglied im <a href="http://netzpolitik.vorwaerts.de/gesprachskreis-netzpolitik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesprächskreis Netzpolitik des SPD-Parteivorstandes</a> und leitet den <a href="http://www.spd-hamburg.de/82088/arbeitskreise.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AK Digitales Leben und Arbeiten</a> in Hamburg der<a href="http://www.spd-hamburg.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> SPD Hamburg</a>.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was denken Netzköpfe über das Jahr 2012?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Germar Molter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2012 16:44:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Lumma]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitischer Rückblick]]></category>
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					<description><![CDATA[Top oder Flop? Wir haben Netzköpfe gefragt: War 2012 ein gutes oder ein schlechtes netzpolitisches Jahr? Was hat sich positiv [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/netzpolitischer-rueckblick-was-denken-netzkoepfe-ueber-das-jahr-2012/2012leuchtend/" rel="attachment wp-att-124802"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-124802" alt="Ludie Cochrand via Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2012leuchtend-630x354.jpg" width="630" height="354" /></a>Top oder Flop? Wir haben Netzköpfe gefragt: War 2012 ein gutes oder ein schlechtes netzpolitisches Jahr? Was hat sich positiv entwickelt? Wo hapert es noch?  Lesen Sie hier, wie unsere Autoren das Jahr 2012 aus netzpolitischer Sicht einschätzen.</p>
<h3></h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/netzpolitischer-rueckblick-was-denken-netzkoepfe-ueber-das-jahr-2012/lumma2/" rel="attachment wp-att-125298"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-125298" alt="by Nico Lumma" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lumma2-305x360.jpg" width="305" height="360" /></a>2012 war ein gutes netzpolitisches Jahr, weil die Aufmerksamkeit für das Thema in Politik und Gesellschaft weiter zugenommen hat. Damit ist noch längst nicht alles erreicht, aber so langsam merkt man, dass sich etwas bewegt. Der Protest gegen ACTA war wirkungsvoll und hat ein Vorhaben zum Scheitern gebracht, von dem alle ausgingen, dass es nicht mehr zu stoppen sei, das war schon ein toller Erfolg. Die Themen Vorratsdatenspeicherung und Leistungsschutzrecht sind leider immer noch nicht vom Tisch, da existieren leider noch zu große Beharrungskräfte.</p>
<p>Der Transformationsprozess, in dem wir uns gerade befinden, wird für immer mehr Teile der Gesellschaft greifbarer und damit rücken immer mehr Themen der digitalen Gesellschaft in den Fokus. Wichtig ist es jetzt, die Chancen zu nutzen und die Zukunft aktiv zu gestalten.</p>
<p><em><a href="http://lumma.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nico Lumma </a>arbeitet bei Digital Pioneers N.V. in Hamburg und gründete 2011 den Verein <a href="http://d-64.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">D64 &#8211; Zentrum für digitalen Fortschritt</a> mit, in dem er als Co-Vorsitzender aktiv ist. Er ist Mitglied im Gesprächskreis Netzpolitik des SPD-Parteivorstandes und leitet den AK Digitales Leben und Arbeiten der SPD Hamburg.</em></p>
<h3><strong><a href="http://politik-digital.de/category/themen/netzpolitischer-rueckblick-2012/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lesen Sie hier weitere Rückblicke von Dorothee Bär, Gregor Hackmack u.a.</a></strong></h3>
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			</item>
		<item>
		<title>Manager und Blogger Nico Lumma:</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/sommerreihe-immer-online/manager-und-blogger-nico-lumma-119421/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 14:19:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sommerreihe "Immer online?"]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Lumma]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Erreichbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Smartphone aus! Urlaub! &#8211; Was für ein Quatsch. Wenn ich das schon lese, dass Leute meinen, für den Urlaub Vorschriften [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Smartphone aus! Urlaub! &#8211; Was für ein Quatsch. Wenn ich das schon lese, dass Leute meinen, für den Urlaub Vorschriften zu erlassen. Spann mal aus, kein iPhone. Kein Roaming. Kein iPad. Ich glaube, es hackt!</p>
<p>Ich verbringe meinen Urlaub so wie ich es möchte (oder meine Familie mich lässt) und dazu gehört auch die Nutzung irgendwelcher elektronischen Geräte. Oder wie meine Frau immer sagt &#8220;aber da sind meine Freunde drin&#8221;. Das ist doch genau der Punkt: ich möchte selbstbestimmt definieren, ob und wie ich im Urlaub mein iPhone benutze. Wenn dann irgendwelche Leute auch noch <a title="Artikel: Plädoyer für hohe Roaming-Kosten" href="http://netzwertig.com/2012/07/12/mobile-daten-im-ausland-plaedoyer-fuer-hohe-roaming-kosten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meinen</a>, dass die hohen Roamingkosten positiv zu sehen sind, weil sie dabei helfen, im Urlaub abzuschalten, dann frage ich mich echt, wie tief im 20. Jahrhundert einige Menschen immer noch stecken.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/manager-und-blogger-nico-lumma/foto-nico-lumma/" rel="attachment wp-att-119422"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-119422" title="Foto Nico Lumma" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-Nico-Lumma.jpg" alt="Foto Nico Lumma" width="250" height="250" /></a>Das Smartphone an sich ist doch keine Geißel, sondern eine wahnsinnige Erleichterung für viele umständliche Dinge des Alltags, und noch dazu eine Spielekonsole und ein Brieftaubenschwarm auf Steroids. Mit dem Smartphone finde ich heraus, welches Restaurant empfehlenswert ist, finde den Weg dorthin, mache Fotos, schicke sie meinen Freunden, bestelle kurz ein eBook fürs Kind, recherchiere Ausflugsziele, und so weiter und so fort. Wir reden überall von Medienkonvergenz und das passiert doch auch im Urlaub. Ist ein Kindle erlaubt, weil man da nur Bücher lesen kann, ein iPad aber nicht, weil man da auch daddeln oder gar twittern kann?</p>
<p>Natürlich kann ich das auch mit einem Reiseführer, einer Karte, einer Kamera, vielen Postkarten, Briefen und Büchern und so erledigen, aber im Urlaub soll man sich doch entspannen, warum meinen dann irgendwelche Leute, man solle das Smartphone ausschalten? Mir wird nicht klar, warum andere Menschen verordnen wollen, wie man seinen Urlaub zu gestalten hat. Aber achtet mal drauf, derartige Tipps gibt es an jeder Ecke. Ich jedenfalls war gerade im Urlaub und das einwöchige 100 MB Roaming-Paket der Telekom hatte ich nach einem Tag aufgebraucht und wurde erst wieder entspannt, als ich eine lokale Data-SIM mit 1 GB erstanden hatte. Ich fühle mich ohne Smartphone mit Daten-Nutzung abgeschottet von der Welt, quasi wie im Blindflug. Das kann man entspannend finden, aber ich möchte mir diesen Zustand selber wählen können.</p>
<p><em><br />
Nico Luma arbeitet als COO für die Digital Pioneers N.V. in Hamburg. Er bloggt auf <a title="Homepage Nico Lumma" href="http://lumma.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lumma.de</a> und ist seit 1995 eigentlich nicht mehr offline gewesen. Er ist im Gesprächskreis Netzpolitik des SPD Parteivorstandes und leitet den AK Digitales Leben und Arbeiten in Hamburg der SPD Hamburg. 2011 war er Mitbegründer des Vereins D64 &#8211; Zentrum für digitalen Fortschritt. Unter<a title="Twitteraccount Nico Lumma" href="https://twitter.com/Nico" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> @Nico</a> findet man ihn auf Twitter.</em></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Ich habe wenig Spaß an Genöle&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/ich-habe-wenig-spass-an-genoele-487/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jun 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[blogg.de]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Lumma]]></category>
		<category><![CDATA[Shoppero]]></category>
		<category><![CDATA[webzweinulljobs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b>Am 5. Juni war Nico Lumma, Geschäftsführer der
Interdings GmbH und Blogger im „Lummaland“, zu Gast
in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten.
Was er in Weblogs nicht mehr lesen will und was sich hinter seinem
Werbedienst Shoppero verbirgt, steht im Chat-Protokoll</b>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b>Am 5. Juni war Nico Lumma, Geschäftsführer der<br />
Interdings GmbH und Blogger im „Lummaland“, zu Gast<br />
in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten.<br />
Was er in Weblogs nicht mehr lesen will und was sich hinter seinem<br />
Werbedienst Shoppero verbirgt, steht im Chat-Protokoll</b>.<!--break-->
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich willkommen zur Blogsprechstunde,<br />
dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten.<br />
Unser Gast heute ist Nico Lumma, verantwortlich für eine ganze<br />
Reihe von Projekten: Shoppero.com, mabber, dem Bloghoster blogg.de<br />
und der Web 2.0 Arbeitsvermittlung webzweinulljobs.de. So, hier<br />
ist es 16 Uhr. Nico, kann es losgehen?<a href="http://lumma.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/nlumma85.jpg" alt="Nico Lumma" align="right" border="0" height="120" width="85" /></a></p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Klar, gerne.<br />
<b><br />
Moderator:</b> Unsere Nutzer konnten bereits im Vorfeld Fragen<br />
stellen. Auch wenn Nico schon angekündigt hat, von Sabine Christiansen<br />
gelernt zu haben, wie man „Fragen beantwortet, ohne das Thema<br />
zu beachten&quot;, freuen wir uns auf einen informativen Chat. Hier<br />
die erste Frage:
</p>
<p>
<b>Rantanplan:</b> Du hast heute gebloggt, dass du Blogs<br />
aus dem Feedreader gelöscht hast. Wie muss ein Blog sein, damit<br />
Du es liest?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Na ja, ich habe nicht alle Blogs gelöscht,<br />
nur einige. 🙂 Wie ein Blog sein muss: Das kann ich kaum sagen,<br />
das hängt von meinen Launen ab. Generell finde ich es klasse,<br />
wenn Leute ein oder mehrere Themen behandeln und von diesen auch<br />
Ahnung haben. Noch dazu sehe ich Blogs als Online-Konversation an,<br />
ich finde also Diskurs auch recht angenehm. Sprich: Wenn nur rumgenölt<br />
wird, oder geätzt wird, dann habe ich da wenig Spaß dran.<br />
Ach ja, schön ist es auch, wenn man auf andere Argumente eingeht,<br />
sonst bringt mir das kein Spaß.</p>
<p><b>Moderator: </b>Nächste Frage zum selben Eintrag:<br />
<b><br />
Thorsten:</b> In einem Eintrag von heute hast du die Blogosphäre<br />
ziemlich kritisiert. Wieso steht denn momentan (bei einigen) die<br />
Selbstreferenzialität so stark im Vordergrund?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Das liegt am Wetter. Germanische Blogger<br />
sind immer selbstreferentiell. Ich würde das nicht überbewerten,<br />
macht ja nix, wenn man sich mal damit auseinandersetzt, warum man<br />
etwas macht. Aber wenn man keine anderen Themen mehr hat, dann wird<br />
es langweilig. Außerdem habe ich nicht „die Blogosphäre&quot;<br />
ziemlich kritisiert, denn „die&quot; gibt es nicht. Ich habe<br />
einen Teil kritisiert. Jeder kann sein Format finden. Ich finde<br />
konstruktiven Dialog besser als nur Genöle. Aber in der Tat<br />
habe ich das Gefühl, dass die Diskursfähigkeit bei einigen<br />
Lautsprechern nicht so ausgeprägt ist.</p>
<p><b>holladiewaldfee:</b> Also eine Absage an die &quot;Motzblogger&quot;?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Was heißt „Absage&quot;?<br />
Das Schöne an den Blogs ist ja, dass man lesen kann, was man<br />
will 🙂</p>
<p><b>lara</b>: Was muss sich in der Blogosphäre deiner<br />
Meinung nach ändern?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Das ist mir zu allgemein gefragt. Die<br />
Blogosphäre gibt es nicht, es gibt einige Vielschreiber und<br />
einige vielgelesenen Blogs, dort würde ich es begrüßen,<br />
wenn es Änderungen gäbe, also z.B., dass ein Diskurs wenigstens<br />
versucht wird, dass mal nachgefragt wird, bevor gebloggt wird, dass<br />
ordentlich verlinkt wird, et cetera. Und dass vor allem nicht immer<br />
dieser Anspruch kommt, dass man nicht nur alles besser weiß,<br />
sondern es auch noch besser kann. Hinterfragen finde ich gut, aber<br />
nachhaken noch viel mehr. Nur, wie gesagt, das gilt nicht für<br />
alle und jeden Blogger.</p>
<p><b>june:</b> Wie stehst du denn zu der Einteilung in A-Blogger<br />
und den long tail? Was dran oder Humbug?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Ach na ja, das mit der A-List ist so<br />
eine Sache. Es gibt einige Blogger, die sind etwas bekannter als<br />
andere, aber natürlich haben diese längst nicht die Reichweite<br />
herkömmlicher Medien, wohl aber einen netten Multiplikator-Effekt.<br />
ich persönlich finde aber den großen Rest viel spannender<br />
🙂 Also in der Nische ist viel mehr zu finden, als man glaubt.</p>
<p><b>cold:</b> Was sind denn deiner Meinung nach die Perlen<br />
im Web 2.0? Was macht einen guten Web 2.0 Dienst aus?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Natürlich in aller erster Linie<br />
<a href="//www.mabber.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mabber.com</a> und<br />
<a href="http://www.shoppero.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shoppero.com</a><br />
🙂 Nein, im Ernst, ich mag Dienste, wo der User involviert ist,<br />
wo er sich einbringen kann und wo er auch etwas „von hat&quot;.<br />
Also Dienste wie <a href="http://www.flickr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr.com</a>,<br />
aber auch andere, wie z.B. <a href="http://www.imageloop.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">imageloop</a>.<br />
Es gibt viel Gedöns, für den ich zu alt bin, aber eben<br />
auch viele witzige Sachen. Wichtig ist mir nur, dass die User nicht<br />
verarscht werden und sich ins Zeug legen, einen Dienst groß<br />
machen und dann nix davon haben.</p>
<p><b>Moderator:</b> Nochmal zurück zum großen<br />
Rest:</p>
<p><b>Mensa:</b> Sag mal ein schönes lesenswertes Beispiel<br />
aus dem ganzen Rest!</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Oh nein, ertappt. 🙂 So spontan und<br />
auch mit nachdenken fällt mir da natürlich nix ein, ich<br />
finde Perlen immer beim Umherwandern durch Blogs und Blogrolls.<br />
Einer meiner Lieblings“treffer&quot; auf diese Art war vor<br />
ein paar Jahren „<a href="http://rungholt.wordpress.com/" target="_self" rel="noopener noreferrer">Letters<br />
from Rungholt</a>&quot;, die mittlerweile recht bekannt ist. Und<br />
mit ihren Schilderungen aus einem Kibbuz aus Israel doch recht spannend<br />
zu lesen ist. Das sind so Sachen, die ich mag: Jemand hat ein Thema<br />
für sich gefunden und bloggt einfach Sachen, die man nirgendwo<br />
anders zu lesen bekommt. Ich lese derzeit, berufsbedingt, viel Blogs<br />
von Gründern, Web2.0-Leuten, etc. Da findet man viele interessante<br />
Sachen, aber eben oft auch sehr spezielle.</p>
<p><b>Galeria</b>: Du sagst Beispiele aus dem Servicebereich<br />
wie Fotocommunity etc. Wie stehst Du zu Web 2.0 als Graswurzeljournalismus<br />
etc.?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Also erst einmal finde ich es grandios,<br />
dass wir dank Blogs und Foto- oder Videoplattformen jetzt ganz hervorragend<br />
ohne viel Aufwand publizieren können, was wir wollen und wie<br />
wir es wollen. Aber Graswurzeljournalismus ist mir zu viel mit Anspruch<br />
aufgeladen, ich glaube nicht, dass das unbedingt funktionieren wird.<br />
Das klingt irgendwie so angestrengt 🙂</p>
<p><b>sdf:</b> Ist das web 2.0 die nächste Blase oder<br />
glaubst du an die Zukunft des &quot;Mitmach-Internets &quot;?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Ich glaube generell an die Zukunft,<br />
so auch hier. Ich sehe keine Blase, ich sehe einen wachsenden Markt,<br />
viele neue Sachen, einige sinnvolle Anwendungen, einige hirnrissige,<br />
aber das ist doch völlig normal. Nicht alles, was gelauncht<br />
wird, hat dauerhaften Bestand.</p>
<p><b>Moderator:</b> Rückfrage von Galeria:</p>
<p><b>Galeria:</b> Warum sollte es nicht funktionieren? Taugen<br />
Blogger nicht als Journalisten?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Doch, klar. Und andersrum oft auch.<br />
Aber „Graswurzeljournalismus&quot; klingt nach einer breiten<br />
Bewegung, nach Regelmässigkeit, etc., und ich glaube nicht,<br />
dass dies so ohne weiteres durch Web 2.0-Tools abgedeckt werden<br />
kann. Boah, das Foto von mir links oben irritiert mich beim Tippen.<br />
🙂</p>
<p><b> Moderator:</b> Selbst schuld 😉</p>
<p><b>Sebastian25:</b> Wie entspannt darf man denn als Web-Gründer<br />
sein? Es hagelt doch blitzschnell Kritik.</p>
<p><b> Nico Lumma:</b> Es hilft, wenn man entspannt ist.<br />
Kritik ist gut, da kann man viel lernen und besser machen. Allerdings<br />
macht der Ton die Musik. Ich blogge seit vier Jahren und habe daher<br />
auch schon einiges an Kritik ausgeteilt und selber abbekommen.</p>
<p><b> Moderator:</b> Kommen wir mal zu deinen eigenen Projekten,<br />
da gibt es ja einige:</p>
<p><b>stiller:</b> In der ersten Woche stand Shoppero bei<br />
technorati unter den Top Ten. Hast du mit so einer Resonanz gerechnet?<br />
Die Kommentare waren ja auch nicht immer nur positiv. Hat sich das<br />
geändert?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Danke für die Frage. Wir hatten<br />
auf viel Resonanz gehofft, aber nicht mit so viel. Wir haben vor<br />
circa vier Wochen gelauncht und in der Tat war einiges holprig.<br />
Das haben wir jetzt nach und nach gefixt, neue Features hinzugepackt,<br />
und und und, daher ist nun das Produkt viel runder und wir sind<br />
dankbar für die viele Kritik.</p>
<p><b>ammul ocin:</b> Wie läuft Shoppero denn so an?<br />
Bist du zufrieden?</p>
<p><b> Nico Lumma:</b> Ich bin sehr zufrieden. Das Team rödelt<br />
wie kein zweites, ist hochmotiviert und die Resonanz von unseren<br />
Usern wird immer positiver.</p>
<p><b>Rumpel:</b> Was ist denn das Revolutionäre an<br />
Shoppero?</p>
<p><b> Nico Lumma:</b> Ganz einfach: Wir beteiligen die User<br />
an den Werbe-Umsätzen. Und wenn ich da weiter ausholen soll:<br />
Wir erlauben Usern, dass sie sich Adgets basteln, also eigene Werbung<br />
zusammenklicken können. Diese bauen sie ein, wo sie wollen.<br />
Im Blog, im Forum, bei MySpace, et cetera. Und dann schicken sie<br />
über diese Adget genannten Widgets User auf Shoppero. Und wenn<br />
dann Besucher von dort auf Shoppero kommen, werden die User direkt<br />
an den entsprechenden Werbeeinnahmen beteiligt, und zwar mit 60<br />
Prozent. Dazu kommen dann noch 20 Prozent von den Werbe-Einnahmen,<br />
die auf einer Artikelseite entstehen.</p>
<p><b> Jay:</b> Sollte man bei Projekten wie Shoppero nicht<br />
das ganze erstmal ausführlich testen, bevor man irgendwelche<br />
Alphaversionen ins Netz lässt? Man gewinnt den Eindruck, dass<br />
Shoppero nur wegen einer Konferenz in Hamburg gestartet wurde.</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Tja, der Eindruck täuscht total<br />
und das würde ich sofort entrüstet zurückweisen.<br />
Nein, im Ernst: Wir wollten schnellstmöglich starten und hatten<br />
uns in der Tat die next07 als Ziel gesetzt. Man kann das so machen<br />
wie wir, oder man kann nicht sechs Wochen entwickeln, sondern sechs<br />
Monate. Wir wollten aber frühzeitig die User mit einbeziehen<br />
und von der Kritik unserer User lernen. Das hat geklappt, auch wenn<br />
ich auf einige Bugs und Problemchen gerne verzichtet hätte.<br />
So haben wir die Chance, in einer frühen Phase viele Wünsche<br />
zu berücksichtigen. Denn: Ohne die User klappt das irgendwie<br />
nicht so gut. 🙂</p>
<p><b> jonhe:</b> Inwieweit unterscheidet sich dein Werbe-Bündelungs-Konzept<br />
von Johnny &#8211; Spreeblick &#8211; Haeuslers?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> adical geht den klassischen Weg der<br />
Online-Vermarktung. Kampagnen werden auf Websites platziert, hier<br />
sind es eben Blogs. Dazu werden die Kampagnen möglichst für<br />
die Zielgruppe angepasst, et cetera. Bei Shoppero binden die User<br />
ihre selber gebastelten Adgets ein, wo sie wollen, wann sie wollen,<br />
wie sie wollen. Und stellen Produkte vor, die sie selber auswählen.<br />
Das ist also etwas ganz anderes, aber eben auch für eine ganz<br />
andere Zielgruppe. Bei uns profitieren die User von der Werbung<br />
auf Shoppero. Aber: Bei uns schreiben die User eben auch Reviews<br />
selber, also tun direkt etwas für ihre Einnahmen. Wir sind,<br />
um das mal konkret abzugrenzen, kein Vermarkter. Wir kümmern<br />
uns um die so genannte Mikro-Monetarisierung für einen großen<br />
Batzen von Usern.</p>
<p><b>teichtier:</b> An welche Zielgruppe wendet sich denn<br />
Shoppero, an welche adical?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Shoppero wendet sich an alle, die a)<br />
Interesse an Produktbeschreibungen und -empfehlungen haben, b) ein<br />
eigenes Blog haben, oder ein Social Network Profil, etc. und c)<br />
gegen das Verdienen von etwas Geld nicht abgeneigt sind. adical<br />
richtet sich an reichweitenstarke Blogs.</p>
<p><b> Moderator: </b>Zu blogg.de:</p>
<p><b>Lucinda:</b> Wie bist du denn auf die Idee gekommen,<br />
einen eigenen Blog-Hoster zu gründen?</p>
<p><b> Nico Lumma:</b> Das war damals, Ende 2002, da hatten<br />
wir nix, noch nicht einmal Blogs, und da dachte ich, so ein Bloghoster<br />
wäre ziemlich knorke. Und Anfang 2003 sind wir dann gestartet.<br />
Die Idee war natürlich, dann das vermarktbare Inventar durch<br />
Orangemedia vermarkten zu lassen, also Werbeerlöse zu erzielen<br />
und damit die Blogs zu finanzieren. </p>
<p><b> Moderator:</b> Es gibt eine Nachfrage:</p>
<p><b>ammul ocin:</b> Was ist den Orangemedia?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Orangemedia.de ist ein Online-Vermarkter<br />
in Hamburg, bei dem ich 2000 als IT-Leiter angefangen habe. Dort<br />
wurde dann auch blogg.de gegründet. </p>
<p><b>Jay:</b> Wann gibt es eigentlich mal was Neues von<br />
dir als Bloghoster bzw. Blogdienstleister? <a href="//www.blog.de" target="_top" rel="noopener noreferrer">blogg.de</a><br />
scheint ein wenig zu &quot;schlafen&quot; und Blogstats.de sind<br />
ja ganz weg.</p>
<p><b> Nico Lumma:</b> Mist, ich dachte, diese Frage würde<br />
nicht kommen. 🙂 Blogstats.de ist ein Thema, an dem wir schon seit<br />
längerem ziemlich werkeln, aber Deadlines kommuniziere ich<br />
nicht mehr. blogg.de ist in der Tat mittlerweile etwas gereift,<br />
dort sind wir gerade am überlegen, wie es weiter gehen soll.<br />
Mittlerweile kann man an jeder Ecke ein Blog mit drei Klicks zusammenbasteln,<br />
daher müssen wir sehen, wie wir uns in Zukunft positionieren<br />
wollen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Zum nächsten Projekt: webzweinulljobs.de:</p>
<p><b> HollaDieWaldfee:</b> Sie nennen es Arbeit &#8211; wie passen<br />
denn die digitale Bohéme und <a href="http://www.webzweinulljobs.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">webzweinulljobs</a><br />
zusammen? Ist eine feste Anstellung nicht viel zu langweilig für<br />
den Kreativen2.0?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Keine Ahnung, ob das zu langweilig<br />
ist für einige. Ich stelle lieber Festangestellte ein, und<br />
da ich permanent am suchen bin, kam irgendwann die Idee zu webzweinulljobs.de.<br />
Allerdings ist man als Angestellter bei einem Web 2.0-Startup sicherlich<br />
näher an einer Selbständigkeit dran als an einer Verbeamtung,<br />
und da meine ich eher die innere Einstellung als häufiges Wechseln.</p>
<p><b>Jay:</b> Nachfrage blogg.de: Bleibt es denn erhalten?<br />
Dein Blog läuft ja glaube ich auf blogg.de, aber weitere Projekte<br />
von Dir sind ja teilweise auf WordPress (web2.0jobs?), oder?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Es bleibt erhalten, aber ich darf doch<br />
auch mal etwas anderes austesten, oder? 🙂 Und WordPress hat sich<br />
in den letzten Jahren echt ziemlich ordentlich entwickelt.</p>
<p><b>NRW:</b> Du scheinst ja ziemlich gefragt zu sein und<br />
reist oft in der Weltgeschichte rum. Wie schaffst du da deine ganzen<br />
Projekte eigentlich? Und nebenbei noch bloggen&#8230;</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Permanenter Schlafmangel. Nein, ehrlich<br />
gesagt habe ich bei mabber, blogg.de und Shoppero.com drei sehr<br />
gute Teams, auf die ich mich 100 Prozent verlassen kann und die<br />
mir den Rücken frei halten. Ohne die ging es null. </p>
<p><b>sceptizism:</b> Mal ehrlich: Hunderte von Online-Tagebüchern,<br />
Nichtigkeiten-Gelaber auf Twitter, Hallo-ich-bin-hier-Anzeigen wie<br />
Plazes.com &#8211; braucht die Welt das alles?</p>
<p><b> Nico Lumma:</b> Definiere „die Welt&quot;.</p>
<p><b> Moderator:</b> Stellvertretend für sceptizism:<br />
Vielleicht der Otto-Normal-Internetnutzer &#8211; falls es ihn denn gibt.</p>
<p><b>Nico Lumma: </b>Ich brauche einige Blogs als Informationsquelle,<br />
andere als Unterhaltung, ich brauche Twitter zur Belustigung am<br />
Abend und ich nutze Qype, wenn ich essen gehen will, ich mabbere<br />
den ganzen Tag über und ich gucke bei Shoppero nach Produkten.<br />
Ich brauche viele Dienste nicht, andere manchmal, andere oft. Das<br />
ist ja das Coole: Man kann es sich aussuchen. Es ist lediglich ein<br />
Angebot. das kann man nutzen, oder auch nicht. Es besteht keine<br />
Verpflichtung. Und, wenn ich das mal so sagen darf, es ist eine<br />
typisch deutsche frage. Anderswo heißt es: Cool, etwas Neues,<br />
ah, ein Konkurrent, in Deutschland heißt es: Noch was Neues,<br />
wer braucht denn das? ich finde neue Sachen klasse 🙂</p>
<p><b>isdochegal</b>: Du willst in der Stadt leben, schreibst<br />
du. Müssen Blogger urban people sein bzw. warum gibt es so<br />
wenig Blogger vom platten Land?</p>
<p><b>Nico Lumma: </b>Ja, ich denke, nur wenn man regelmäßig<br />
Döner isst, kann man ordentlich bloggen. Ehrlich gesagt habe<br />
ich keine Ahnung, wie die Stadt/Land-Verteilung ist. Und es kommt<br />
auf das Thema an. Wenn ich Interesse an Agrar-Blogs hätte,<br />
würde ich die Schreiber sicherlich eher auf dem Land finden.<br />
Aber dank Internetz kann ich das auch bequem von zuhause machen<br />
🙂</p>
<p><b> Moderator:</b> Eine Zukunftsprognose bitte &#8211; auch<br />
wenn wir ja schon gelernt haben, das es die Blogosphäre so<br />
nicht gibt:<br />
<b> Mellinda:</b> Wie sieht die Blogosphäre in zwei<br />
oder drei Jahren aus? Größer, qualitativ besser?</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Größer. facettenreicher.<br />
Viel mehr Mixtur aus unterschiedlichen Elementen, wie Musik, Video,<br />
Bilder, et cetera. „Qualitativ besser&quot; hängt immer<br />
davon ab, wo der eigene Schwerpunkt liegt.</p>
<p><b>Jay:</b> Glaubst Du, dass Blogs irgendwann mal politischen<br />
Einfluss hierzulande haben werden? In Frankreich soll ja Sarkozy<br />
auch durch den Web-Wahlkampf gewonnen haben.</p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Irgendwann hoffentlich schon, aber<br />
die politische Klasse an sich, auch eine tolle Verallgemeinerung,<br />
hat kein Interesse an bottom-up Kommunikation. Die sind noch im<br />
Broadcast-Modus, den kennen sie, der hat sie an die entsprechenden<br />
Positionen gebracht. Aber selber bloggen, Blogs lesen und kommunizieren,<br />
das gehört nicht zum Media-Mix eines Politikers und seines<br />
Stabes in Deutschland. Nur zu Wahlkampfzeiten wird das halbherzig<br />
mal versucht, um es danach gleich wieder sein zu lassen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Eine Frage zum Foto:</p>
<p><b>Lummerland:</b> Ist das Foto links ober eigentlich<br />
auch dein Passbild 😉 Wie ist es entstanden und warum hast du das<br />
verwendet?</p>
<p><b> Nico Lumma:</b> Das Foto ist mit Photobooth entstanden,<br />
einem Tool für OS X, was idealerweise das Fratzenmachen wie<br />
vorm Spiegel auch noch als Bild festhält. Ist allerdings auch<br />
nicht das offizielle Pressefoto:)</p>
<p><b>Moderator: </b>Danke. Die Zeit ist auch schon rum,<br />
danke an alle Nutzer für Ihre Fragen und an Nico Lumma für<br />
die Antworten.
</p>
<p>
<b>Nico Lumma:</b> Büdde, gerne doch.
</p>
<p><b>Moderator:</b> Nächste Woche ist an dieser Stelle<br />
Thomas Knüwer vom Handlesblatt-Blogg Indiskretion Ehrensache<br />
zu Gast, am 12. Juni von 16 bis 17 Uhr. Fragen können Sie schon<br />
stellen unter: <a href="http://www.talksalon.de/?cid=51&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.talksalon.de/?cid=51&amp;id=poldi</a>.<br />
Das letzte Wort heute hat Nico Lumma. </p>
<p><b>Nico Lumma:</b> Huch. das wars schon 🙂 Nee, im Ernst:<br />
auf <a href="http://lumma.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://lumma.de</a> ist ein mabber<br />
Widget, dort kann man mich jederzeit ansprechen. 🙂 Vielen dank<br />
fürs mitlesen und für die vielen Fragen. Ich hoffe, ich<br />
konnte einige beantworten. 🙂</p>
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