<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Nordpol &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/nordpol/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Tue, 27 May 2008 18:19:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Nordpol &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>&#8220;Wettbewerb um letzte Rohstoffreserven&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/wettbewerb-um-letzte-rohstoffreserven-3899/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/wettbewerb-um-letzte-rohstoffreserven-3899/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2008 18:19:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Gas]]></category>
		<category><![CDATA[Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Öl]]></category>
		<category><![CDATA[Nordpol]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Nordpolkonferenz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wettbewerb-um-letzte-rohstoffreserven-3899/</guid>

					<description><![CDATA[Am Dienstag, den 27. Mai 2008, war Alexander Rahr, Experte für Russland und Energiepolitik bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er sprach über die Konferenz der Nordpol-Anrainerstaaten und über die russische Energiepolitik.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag, den 27. Mai 2008, war Alexander Rahr, Experte für Russland und Energiepolitik bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er sprach über die Konferenz der Nordpol-Anrainerstaaten und über die russische Energiepolitik.<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Herzlich willkommen im tagesschau-Chat. Im ARD-Hauptstadtstudio ist<br />
heute unser Chat-Gast Alexander Rahr. Alexander Rahr ist bei der<br />
Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik unter anderem<br />
zuständig für Energiepolitik und Russland und hat das Buch<br />
„Russland gibt Gas&quot; geschrieben &#8211; also der richtige Mann für<br />
eine Diskussion über das strategische Wettrennen um Einfluss und<br />
Öl am Nordpol. Vielen Dank, dass Sie zum Chat gekommen sind und<br />
hier die erste Frage:
</p>
<p><b></b></p>
<p>
<b>phlo:</b><br />
Wieso entdecken die Anrainerstaaten des Nordpols erst jetzt seine<br />
wirtschaftliche und politische Brisanz?
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/arahr250_0.jpg" alt="Alexander Rahr " title="Alexander Rahr" height="212" width="250" />
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Alexander Rahr </i>
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Die Rohstoffvorkommen am Nordpol sind sehr sehr schwer zu<br />
fördern. Vor einigen Jahren hat man eine Förderung von Öl<br />
und Gas am Nordpol als utopisch angesehen. Jetzt sind die Preise so<br />
nach oben gesprungen, dass sich wiederum eine Investition in diese<br />
schwierige Förderungsstruktur lohnt. Außerdem hat Russland<br />
hier Gas gegeben und andere Staaten vor gewisse Fakten gestellt.<br />
Russland sagt, dass die Öl- und<br />
Gasreserven in der größten Nordpolregion auf dem<br />
russischen Festlandssockel liegen würden, deshalb nicht einer<br />
internationalen Kontrolle unterstehen und Russland sie alleine<br />
fördern möchte. Das hat eine<br />
Anti-Reaktion im Westen hervorgerufen. Es findet jetzt eine Konferenz<br />
statt, die versuchen wird, die Ungereimtheiten zu lösen.
</p>
<p>
<b>Rose:</b><br />
Warum ist ein unterseeischer Festlandrücken für einen<br />
Gebietsanspruch ausschlaggebend?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Das internationale Recht weist noch Lücken auf. Aber<br />
das ist die Frage, die jetzt wahrscheinlich auch auf der Konferenz<br />
beantwortet werden muss, inwieweit sich diese vermuteten<br />
Rohstoffvorkommen in der Tat auf diesem Festlandsockel befinden oder<br />
nicht. Es ist eine Diskussion, die jetzt von Fachleuten geführt<br />
werden muss, und möglicherweise werden zwei gegensätzliche<br />
Vorstellungen aufeinander stoßen. Möglicherweise die<br />
russische und die norwegische. Aber nach dem bekannten Modell im<br />
internationalen Recht kann schon ein Staat auf dessen Festlandsockel<br />
sich Ressourcen befinden, diese für sich in Anspruch nehme, auch<br />
wenn der Sockel sich auf dem Meer weit unter Wasser befindet. Deshalb<br />
muss die Konferenz die Frage eindeutig klären, ob sich die<br />
Ressourcen tatsächlich auf einem solchen Festlandsockel befinden<br />
oder nicht. Die Definition wird sehr schwierig.
</p>
<p>
<b>&quot;Es gibt noch keinen Präzedensfall&quot; </b>
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Falls Sie das für sich sagen können: </p>
<p><b>Benutzername:</b><br />
Zu wem gehört der Lomonossow-Rücken denn Ihrer Meinung<br />
nach, zu Russland oder zu Dänemark?</p>
<p><b>Alexander<br />
Rahr</b>: Die Frage ist wirklich sehr, sehr schwer zu lösen,<br />
weil erst jetzt die internationale Gemeinschaft nach vielen Jahren<br />
anfängt, sich mit dieser Frage zu beschäftigen.<br />
Wahrscheinlich ist das so ein typischer Aspekt, wo alle Seiten<br />
irgendwie Recht haben. Die Gegend des Nordpols ist juristisch nicht<br />
eindeutig definiert.
</p>
<p>
<b>phlo:</b> Gibt<br />
es bereits vergleichbare Streitigkeiten, eine Art Präzedenzfall?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Es gibt im Vergleich zu diesem Fall heute keinen<br />
eindeutigen Präzedenzfall. Jedenfalls nicht einer, der in der<br />
jüngsten Geschichte irgendwie erkennbar war. Deshalb ist die<br />
Suche nach einem Lösungsansatz, der für alle Seiten<br />
annehmbar ist, auch relativ schwierig. Ich vermute, dass die<br />
Entwicklung in der Nordpolregion vor allem auch deshalb so schwierig<br />
zu definieren ist, weil die geologische Erforschung dieses Gebietes<br />
hier auch nicht hundertprozentig stattgefunden hat.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Das heißt auch, es gibt noch keine Sicherheit, wie groß<br />
die Ölvorräte dort möglicherweise sind?</p>
<p><b>Alexander<br />
Rahr</b>: Es gibt Vermutungen, aber keine verlässlichen Angaben.<br />
Vielleicht gibt es geheime Angaben, die die russische Seite und die<br />
amerikanische Seite gestützt auf Satellitenaufklärung<br />
vorliegen haben. Aber eines steht fest: Der Wettbewerb um die<br />
Kontrolle des letzten großen bedeutenden Rohstoffreservoirs<br />
unseres Planeten hat begonnen. Das Zeitalter der Renaissance der<br />
Ressourcen ist eingeläutet. Und<br />
Russland möchte seinen Status als Energiesupermacht festigen.<br />
Eine Kontrolle über den Lomonossow-Festlandsockel wird Russland<br />
in die Situation bringen, dass es zu seinen fast unerschöpflichen<br />
Reserven noch weitere große Gasfelder hinzuaddieren könnte.
</p>
<p>
<b>&quot;Russland ist noch keine hunderprozentige Energiesupermacht&quot; </b>
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Dann wäre Russland die Energie-Supermacht der Zukunft.
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Russland versucht, seinen Weltmachtstatus durch seine<br />
Energiereserven und eine Energieaußenpolitik zu festigen.<br />
Allerdings ist Russland noch keine hundertprozentige<br />
Energiesupermacht, weil es alleine diesen Status nicht erheben kann.<br />
Es wird für Russland von großer Bedeutung sein, inwieweit<br />
es andere erdgasproduzierende Länder in seine<br />
Energieaußenpolitik einbinden kann. Russland<br />
versucht derzeit zusammen mit den zentralasiatischen Staaten und<br />
möglicherweise mit dem Iran eine Gas-OPEC zu begründen, die<br />
dann natürlich für den Westen eine enorme Herausforderung<br />
werden würde. Diese OPEC könnte schon im Oktober 2008<br />
stehen.
</p>
<p>
<b>lebe!:</b><br />
Besteht eine realistische Chance, dass Russland aus einer Förderung<br />
von fossilen Brennstoffen am Pol ein ähnliches<br />
energiepolitisches Gewicht bekommt wie es heute die OPEC hat? Und wie<br />
wird der Rest der Welt reagieren? Hat Russland die Mittel und den<br />
Willen seine Interessen mit (begrenzten) bewaffneten Konflikten<br />
durchzusetzen? Wie groß ist die Gefahr, dass daraus ein offener<br />
Krieg direkt vor der europäischen Haustür ausbricht?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Ich rechne nicht mit kriegerischen Auseinandersetzungen<br />
oder einem neuen dritten Weltkrieg um Öl und Gas. Aber völlig<br />
abwegig ist diese Vorstellung keinesfalls. Was<br />
früher als unmöglich galt, wird heute eine Tatsache,<br />
nämlich dass die Länder, die über Energieressourcen<br />
verfügen, heute in der Lage sind, die künftige Weltordnung<br />
zu kreieren. Russland gehört zu diesen Staaten genauso wie<br />
andere Staaten des mittleren Ostens und die USA. Die EU verliert in<br />
dieser Konstellation an Macht. Nichtsdestotrotz wird gerade die<br />
Europäische Union von Energieimporten aus nicht-demokratischen<br />
Ländern, die aber über Energieressourcen verfügen,<br />
abhängig werden. Wir haben erst seit wenigen Monaten begriffen,<br />
in welcher Lage wir sind. Und aus Sicht der russischen Führung<br />
und aus Sicht der Regierung von Venezuela oder Algerien oder dem Iran<br />
oder auch Turkmenistans scheint es legitim zu sein, die neuen<br />
Instrumente (Waffen will ich hier nicht sagen) als Machtfaktoren in<br />
der künftigen Weltordnung einzusetzen. Schauen Sie unsere<br />
Reaktionen darauf an: Die CDU in Deutschland debattiert<br />
beispielsweise über die Stärkung des<br />
Bundessicherheitsrates, der, wenn es nach einigen führenden<br />
CDU-Politikern gehen sollte, auch für die Sicherung der<br />
Energietransportwege in den Westen zuständig sein soll.
</p>
<p>
<b>Sarana:</b><br />
Welche Ergebnisse erwarten Sie von der Nordpolkonferenz? Welche<br />
Ansprüche werden sich durchsetzen?
</p>
<p>
<br />
<b>Alexander Rahr</b>:<br />
Meiner Meinung nach wird diese Konferenz die Expertenebene nicht<br />
verlassen. Es werden unterschiedliche Dokumentationen vorgelegt. Die<br />
endgültigen Entscheidungen, wenn diese überhaupt noch<br />
möglich sind, über die Aufteilung der Ressourcen am Nordpol<br />
kann eigentlich nur die UNO regeln.
</p>
<p>
<b>Rechtsstatus des Nordpols ist noch unklar</b>
</p>
<p>
<b>Ato:</b> Was sagt denn<br />
die UN zu den Ansprüchen der Staaten? </p>
<p><b>Alexander Rahr</b>:<br />
Die UNO besteht aus unterschiedlichen Staaten und die UNO spricht mit<br />
zahlreichen Stimmen. Wir müssen die Ergebnisse dieser und vieler<br />
anderer Konferenzen abwarten, bis wir einen Überblick darüber<br />
haben wie der Rechtsstatus der Rohstoffreserven, der fossilen<br />
Reserven, in der Nordpolregion dokumentiert und später auch<br />
formal aussehen kann.</p>
<p><b>Baum:</b> Ist es nicht möglich,<br />
die Nordpolgebiete unter internationale Verwaltung zu stellen?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Das ist ein strittiger Punkt. Sie stehen im Prinzip unter<br />
internationaler Verwaltung. Aber der Nordpol ist eine terra<br />
incognita, in der die Ausbeutung von Bodenschätzen noch nicht<br />
richtig beginnen konnte. Das Hissen der<br />
russischen Fahne auf dem Meeresgrund im August letzten Jahres zeugt<br />
aber davon, dass die Russen Teile der internationalen Gewässer<br />
eben als eigenes Territorium betrachten, weil nach neuen geologischen<br />
Erkenntnissen russischer Forscher der oben erwähnte<br />
Lomonossow-Festlandsockel weit in die Tiefe des Meeres reicht und<br />
alles, was sich in diesem Festlandssockel befindet, dann nicht unter<br />
internationaler Kontrolle, sondern unter der Kontrolle Russlands<br />
steht.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Für die Antarktis wurde 1959 ein Vertrag abgeschlossen, der<br />
Gebietsansprüche und Ausbeutung zumindest „eingefroren&quot; hat.<br />
Halten Sie einen solchen Vertrag auch für die Arktis denkbar?<br />
Also ein Moratorium, damit man erst einmal zehn oder zwanzig Jahre<br />
Zeit zur Lösung des Konflikts bekommt?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Das war ja der Sinn der Sache, erst mal zu warten und nach<br />
den geologischen Erkenntnissen Ausschau zu halten. Kein Staat sah<br />
sich damals auch finanziell in der Lage die Energiereserven<br />
auszubeuten. Daneben verfügen, wie gesagt, Länder wie USA<br />
oder Russland über ganz andere Reserven, Öl- und Gasfelder,<br />
die viel einfacher und viel billiger zu fördern sind.
</p>
<p>
Ich denke, das<br />
symbolische Hissen der russischen Fahne im August letzten Jahres hat<br />
aber nicht nur symbolisch einen Wettbewerb &#8211; um das milder zu<br />
formulieren &#8211; um die letzten großen vermuteten<br />
Energierohstoffreserven provoziert. Wenn die USA, Norwegen, Dänemark<br />
jetzt nicht reagiert hätten, hätte Russland die Welt vor<br />
vollendete Tatsachen gestellt. Ich glaube dass die Gas- und<br />
Ölreserven des Nordpols auch in den nächsten zehn Jahren<br />
von niemandem wirklich gefördert werden können. Dazu<br />
müssten die Bohrtechnik und die Fördertechnik noch<br />
ausgereifter werden. Aber der Versuch, sich der Kontrolle dieser<br />
Ressourcen heute zu sichern, ist auch ein Bestandteil der<br />
Energiegeopolitik deren Auswirkungen wir alle bald zu spüren<br />
bekommen werden.
</p>
<p>
<b>&quot;Russland versteht sich mehr und mehr als Nationalstaat&quot; </b>
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Zur internationalen Bedeutung haben Sie ja schon etwas gesagt, ich<br />
würde die folgende Frage daher gerne erweitern mit dem Nachsatz<br />
„in der russischen Öffentlichkeit&quot;.</p>
<p><b>Benutzername:</b><br />
Wie viel tatsächliche Bedeutung kommt Russlands symbolischem Akt<br />
zu, seine Flagge im Polarmeer zu hissen?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Wir wissen, dass Russland sich heute mehr und mehr als<br />
Nationalstaat versteht mit einem ganz &#8211; vielleicht immer radikaler<br />
werdendem &#8211; Nationalstolz. Wenn sie die russische Öffentlichkeit<br />
ansprechen, so wollen die meisten Russen nach allen Umfragen heute<br />
als Großmacht respektiert werden. Nach den Demütigungen<br />
der 90er Jahre sind solche Symbolhandlungen wie das Hissen der<br />
russischen Fahne auf dem Meeresboden des Nordpols Balsam für die<br />
russische Seele.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Was waren die Demütigungen der 90er Jahre &#8211; können Sie das<br />
noch näher erläutern?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: In den 90er Jahren wachten die Russen von einem Tag auf den<br />
anderen auf und sahen, dass sie einen Drittel ihrer Territorien des<br />
alten russischen Reiches verloren hatten. Die Ersparnisse des alten<br />
sowjetischen Mittelstandes waren über Nacht ausradiert, Russland<br />
und seine Wirtschaft von westlicher Unterstützung und<br />
Finanzkrediten zu hundert Prozent abhängig. Radikale Ideen<br />
geisterten in den Köpfen der Eliten. Die NATO wurde zwei Mal bis<br />
fast an die Grenzen Russlands erweitert. Russland ist heute so klein<br />
wie in der Zeit Peter des Großen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Eine Meinung von:</p>
<p><b>waterwalk:</b> Wenn Russland als<br />
Großmacht respektiert werden will, sollte es sich mal offener<br />
und selber respektvoller gegenüber anderen Staaten verhalten.<br />
Irgendwie missbillige ich diese arrogante Art, die die letzten Jahre<br />
unter Putin an den Tag gelegt wurden. Ich hoffe, dass eher ein<br />
Zusammenspiel mit der EU angestrebt wird, anstatt einer einseitigen<br />
Abhängigkeit. Dies wird auf Dauer allen schaden. </p>
<p><b>Alexander<br />
Rahr</b>: Ich glaube es ist das Problem, von welcher Seite man die<br />
Sache sieht. Genau das, was unser verehrter Leser den Russen<br />
vorwirft, werfen die Russen uns vor: Dass wir russische legitime<br />
Interessen in der Außen- und Wirtschaftspolitik Russlands<br />
völlig ignorieren. Dass wir Russland in unser Wertesystem<br />
hineinzwingen möchten, in das es nicht hinein will. Dass wir<br />
Westler alle arrogant sind und Russland ständig nur belehren.<br />
Aber ich muss jetzt ganz klar unterstreichen, dass aus meiner Sicht<br />
einseitige Abhängigkeiten nicht entstehen werden. Die Russen<br />
brauchen Europa und den Westen als Konsumenten für ihre<br />
Energieprodukte, denn wir zahlen für russisches Gas und Öl<br />
hohe Preise. Und das Geld benötigt Russland, um sich in den<br />
nächsten zwanzig bis dreißig Jahren auf unseren Stand zu<br />
modernisieren.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Hat sich eigentlich mit dem Präsidentenwechsel in dieser<br />
Strategie etwas geändert?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Das ist noch nicht ersichtlich. Medwedjews Besuch in Berlin<br />
in der nächsten Woche wird möglicherweise mehr Klarheit<br />
schaffen. Aber aus der Wahlkampagne des neuen Präsidenten wissen<br />
wir, dass er eine liberalere Sicht der Wirtschaft hat als Putin.<br />
Gerade die deutsche Regierung sieht in Medwedjew einen wichtigen<br />
Modernisierungspartner. Man glaubt mit ihm die strategische<br />
Partnerschaft im Sinne Europas vertiefen zu können. Die<br />
große Frage ist, wie unabhängig wird Medwedjew sein unter<br />
einem übermächtigen Premier Putin.
</p>
<p>
<b>Russland versteht Schelte für Schröder nicht</b>
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Bundeskanzler Schröder wurde schwer gescholten für sein<br />
Engagement für eine Ostesseepipeline. Ist das aus russischer<br />
Sicht nachvollziehbar?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: In Russland versteht man nicht, wieso Deutschland seinen<br />
alten Kanzler so arg gescholten hat für sein Engagement für<br />
die Ostseepipeline. Russland hat seine eigene Sicht auf die<br />
Diversifizierung seines Energieexports. Das russische Argument<br />
lautet: Wir brauchen eine Pipeline, die unser Gas direkt an die<br />
sicheren Konsumenten, wie Deutschland, liefert, weil die<br />
herkömmlichen Leitungswege über Ukraine und Weißrussland<br />
unsicher geworden sind. In Europa<br />
herrscht derweilen ein Krieg über die Verlegung neuer Pipelines.<br />
Der Status der „Energiesupermacht&quot;, den Russland für sich<br />
anstrebt, kann nicht nur durch nachgewiesene Reserven an Öl- und<br />
Gas gewonnen werden, sondern man muss auch die notwendigen Wege<br />
finden, um die Energieressourcen an die Konsumenten zu liefern.<br />
Es gibt aber auch andere Staaten in der<br />
Europäischen Union, zu denen gehört Deutschland, die diesen<br />
machtpolitischen Ansatz nicht teilen und für eine größtmögliche<br />
Diversifizierung eintreten. Ich finde es<br />
ist sehr wichtig, wenn wir russisches Gas über die<br />
Ostseepipeline, aber auch über die Druschba-Pipeline über<br />
Mittelosteuropa bekommen. Inzwischen geistert schon der Begriff<br />
„Energie-NATO&quot; in der westlichen Öffentlichkeit herum. Man<br />
spricht von Solidarität mit den Staaten, denen möglicherweise<br />
das Gas und Öl irgendwann einmal abgedreht werden könnte.<br />
Die USA drohen vehement mit Sanktionen<br />
gegenüber den Staaten, die ein Gaskartell errichten wollen. Sie<br />
sehen: Wir werden in der Zukunft möglicherweise vor großen<br />
Herausforderungen stehen.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Die Strategie in Sachen Transport der Energie ist also genauso<br />
wichtig die Förderung. </p>
<p><b>Alexander<br />
Rahr</b>: Das eine kann ohne das andere nicht existieren.<br />
Pipelines werden in den nächsten zehn bis<br />
fünfzehn Jahren weiterhin die Haupttransportader für den<br />
Weg nach Europa sein. Ob irgendwann einmal die Möglichkeit<br />
bestehen wird, Flüssiggas so wie Öl per Tanker aus dem<br />
Persischen Golf oder Lateinamerika nach Rotterdam oder Hamburg zu<br />
schaffen, ist eine noch nicht hundertprozentig gelöste<br />
technische Frage.  Also werden wir<br />
weiterhin auf das bewährte Pipelinesystem bauen müssen.<br />
Allerdings werden ökologische Aspekte, siehe Umweltverschmutzung<br />
durch möglicherweise lecke Pipelines in der Ostsee oder am<br />
schwarzen Meer oder in der kaspischen See, an Aktualität<br />
gewinnen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Dass Energie teuer wird, haben inzwischen alle gemerkt. Haben Sie das<br />
Gefühl, dass a) die deutsche und b) die europäischen<br />
Politiker die Brisanz der künftigen Energieversorgung schon in<br />
vollem Umfang erkannt haben?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Nein, wir erwachen langsam aus unserem Dornröschenschlaf.<br />
Noch vor zweieinhalb Jahren haben wir die Ausmaße des heutigen<br />
Krieges um Energiepipelines überhaupt nicht im Visier gehabt.<br />
Wir haben auch den langjährigen Gaskonflikt zwischen Moskau und<br />
Kiew überhaupt nicht beachtet. Die Preissteigerung auf den<br />
Energiemärkten, die 1999 begann, hat alle Experten überrascht.<br />
Bis heute sind die Ursachen für diese rapide Preissteigerung<br />
nicht hundertprozentig klar. Es scheint, dass der größte<br />
Auslöser der hohen Energiepreise der Energiehunger der<br />
chinesischen und indischen Wirtschaften war. Aber auch die politische<br />
unklare Lage im Nahen und Mittleren Osten, verschärft durch die<br />
Kriege nach dem 11. September 2001, hat nicht zur Stabilität auf<br />
den Weltenergiemärkten geführt. Es herrscht teilweise auch<br />
im Westen eine Schönrederei. Zum Beispiel im Verhältnis zu<br />
Russland. Es gibt Experten, die behaupten dass die Energiepreise bald<br />
wieder unter 20 Dollar pro Barrel sinken werden und es dann mit der<br />
russischen Arroganz vorbei ist. In meinem Buch „Russland gibt Gas&quot;<br />
folge ich einer anderen Argumentation, die sagt, dass die<br />
Energiepreise eher noch steigen werden. Ein Land wie Russland sitzt<br />
auf unermesslichen Öl- und Gasreserven. Wir kritisieren und<br />
schimpfen auf Russland, das es nicht genug Öl- und Gas fördert.<br />
Aber im Kreml sitzen gewiefte Schachspieler. Eiskalt wird nur das<br />
gefördert, was heute verkauft werden kann. Indirekt werden die<br />
Preise dadurch hoch gehalten. Auf dem Gasmarkt agiert Russland<br />
genauso wie die OPEC-Staaten im Bereich Öl. Russland wird nur<br />
dann mehr fördern, wenn es für sein Gas und Öl noch<br />
mehr Geld bekommt. Und in Russland rechnet man, dass der Höhepunkt<br />
des Öl- und Gaszeitalters um das Jahr 2025 erreicht werden wird.<br />
Dann wird Russland in der Tat seinen Energiesupermachtstatus<br />
manifestieren.
</p>
<p>
<b>&quot;Wir hätten pragmatischer sein sollen&quot; </b>
</p>
<p>
<b>Klops:</b> Sie sprechen von<br />
„Dornröschenschlaf&quot;. Welche Reaktionen wären denn<br />
angemessen gewesen?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Ich will nicht zynisch klingen: Aber diese unsägliche<br />
Debatte über gemeinsame Werte gegenüber Russland und China<br />
ist aus meiner Sicht noch ein Nachwirken der romantischen Phase der<br />
90er Jahre, als der Westen sich als der große Sieger im Kalten<br />
Krieg betrachtete. Aus meiner Sicht hätten wir die<br />
Energieallianz mit Staaten wie Russland aber auch Kasachstan und<br />
Turkmenistan viel pragmatischer, vielleicht auch aus unserer Sicht<br />
eiskalt, vorantreiben müssen. Heute<br />
beharren wir im Umgang mit Russland auf Gesetzesrahmenbedingungen der<br />
90er Jahre, in die wir die energieproduzierenden Länder<br />
hineinpressen wollten. Aber die Welt<br />
verändert sich, so dass wir unser Regelwerk, mit dem wir in den<br />
90er Jahren stark waren, im 21. Jahrhundert nicht mehr punkten<br />
können. Nehmen wir zum Beispiel die<br />
Energie-Charta: Noch heute fordern die naiven Europäer von<br />
Russland, dass Moskau die Kontrolle über seine Energiepipelines<br />
einer internationalen Obrigkeit unterstellt. Diese<br />
Energie-Charta, die das einfordert, wird aber auch von Amerika und<br />
Norwegen und auch von Algerien und anderen Öl- und Gas<br />
fördernden Ländern nicht unterschrieben. Wir<br />
müssen uns schleunigst auf Kompromisse einigen und ein Regelwerk<br />
errichten, indem wir die Konsumenten, die Produzenten und die<br />
Transiteure in der Energieweltwirtschaft auf eine Stufe stellen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Die Schlussfolgerung heißt:
</p>
<p>
<b>Dann:</b> Dann<br />
wird die Abhängigkeit des Westens von Russland wachsen?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Objektiv scheint es so zu sein. Aber Russland würde<br />
sich zu früh freuen, wenn es eine solche Abhängigkeit<br />
Europas von Moskau anstreben würde. Der<br />
Westen ließ sich auch von der arabischen OPEC in den 70er<br />
Jahren nicht unterkriegen. Über die gemeinsamen Abhängigkeiten<br />
zwischen Produzenten und Konsumenten haben wir ja schon gesprochen.<br />
Wenn unsere Abhängigkeiten von Russland so<br />
groß werden würden, dass Moskau die europäische<br />
Politik diktieren könnte, würden die Europäer<br />
Milliarden ausgeben, um alternative Energiequellen zu erforschen.<br />
Man würde das Ende des Gaszeitalters<br />
einläuten und zur Atomkraft zurückkehren, was Länder<br />
wie Italien und Frankreich schon längst tun. Aber<br />
man muss nicht immer nur das Schlechte denken. Das russische oder das<br />
algerische oder das turkmenische Erdgas ist eine der saubersten<br />
Energiequellen, die es heute gibt. Es ist relativ leicht zu gewinnen<br />
und über Pipelines relativ leicht zu befördern.<br />
Anstatt den Faktor Gas so zu politisieren,<br />
sollten wir versuchen, im möglichen Rahmen zu kooperieren. Ich<br />
finde es sehr wichtig, dass gerade deutsche, französische,<br />
italienische Energiefirmen inzwischen zusammen mit Gasprom direkt an<br />
der Förderung russischer Energieträger beteiligt sind.<br />
Dieser Prozess muss noch weiter verstärkt<br />
werden. Aber man muss auch die Russen verstehen, die als<br />
Gegenleistung für die Öffnung ihres Marktes ihre Konzerne<br />
wie Gasprom stärker auf westlichen Konsummärkten platzieren<br />
möchten. Aber auch diese Debatte ist bei uns höchst<br />
politisiert.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Typisch deutsche Diplomatie ist ja das Vermeiden von lauten Worten<br />
und offenem Streit und das Verhandeln hinter den Kulissen. Ist das<br />
für die Bundesregierung der richtige Weg im Umgang mit Russland?
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Ich will schon wieder nicht zynisch klingen: Wenn es in<br />
Russland in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens und der<br />
Politik noch eine Rechtlosigkeit gibt, muss das angesprochen werden.<br />
Aber ich denke nicht auf Kosten einer sehr<br />
wichtigen Zusammenarbeit in anderen wirtschaftlichen, politischen<br />
Bereichen, von der die Stabilität Europas und möglicherweise<br />
auch der Weltfrieden abhängen. Das<br />
heißt nicht, dass wir den Russen den Strick verkaufen, an dem<br />
sie uns dann aufhängen. Es geht darum, dass man auch mit<br />
Ländern, die ein anderes Wertesystem haben als das unsrige,<br />
vernünftige Kooperationen zusammenbringt. Ich<br />
wage die folgende These: Hätte es in Russland Ende der 80er<br />
Jahre nicht diesen radikalen Bruch von Kommunismus in Richtung<br />
Demokratie gegeben, hätte es mit anderen Worten die<br />
„Gorbatschows Perestroika&quot; nicht gegeben, hätte Russland den<br />
chinesischen Weg der Transformation aus der kommunistischen Ideologie<br />
und Planwirtschaft Richtung Kapitalismus und Demokratie gewählt.<br />
Die 90er Jahre wären von einem<br />
autoritäreren Führungsstil im Kreml viel stärker<br />
geprägt gewesen. Aber es hätte vielleicht nicht wie jetzt<br />
im 21. Jahrhundert einen Rückschlag in Sachen Demokratie in<br />
Russland gegeben. Was ich damit sagen<br />
will ist, dass Russland uns vielleicht in den 90er Jahren eine<br />
Demokratie vorgemacht hat, die wir als Durchbruch Russlands zum<br />
Westen betrachteten, die aber in Wirklichkeit nur auf Sand gebaut<br />
war. Ich bin wirklich alles andere als<br />
ein Rassist. Aber in meinen monatlichen Reisen nach Russland in den<br />
letzten zehn bis fünfzehn Jahren stelle ich nüchtern fest,<br />
dass in einem Land wie Russland, in dem es nie Demokratie gab, das<br />
Verständnis für das, was wir als liberale Werte empfinden,<br />
in breiten Teilen der Bevölkerung nicht vorhanden<br />
ist.
</p>
<p>
<b>Deutschland als Russlands Anwalt gegenüber dem Westen </b>
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Zum<br />
Abschluss noch das Ergebnis unserer kleinen Umfrage, die wir im Chat<br />
gemacht haben: „Glauben Sie, dass sich die Nordpol-Anrainerstaaten<br />
über die Ressourcen-Ausbeute einigen werden?&quot; Nur ein Achtel<br />
glaubt daran, 86 Prozent nicht.
</p>
<p>
<b>Alexander<br />
Rahr</b>: Der Besuch von Medwedew in Deutschland am 5. Juni wird<br />
keine neue Ära der Freundschaft in den Beziehungen einleiten.<br />
Aber es ergeben sich neue Chancen einer Vertiefung der strategischen<br />
Partnerschaft. Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig, dass die Russen<br />
Deutschland weiterhin als einen ihrer Anwälte gegenüber dem<br />
Westen betrachten. Und ich finde, dass Frau Merkel trotz ihrer<br />
zögerlichen Haltung gegenüber Russland diese Anwaltsrolle<br />
weiter spielen wird, so wie Helmut Kohl und Gerhard Schröder vor<br />
ihr. Und diese Anwaltsrolle wird es auch ermöglichen, dass<br />
letztendlich, das will ich hoffen, nicht nur ein loser Energiedialog,<br />
sondern eine feste Energieallianz zwischen der Europäischen<br />
Union und Russland entsteht.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Das<br />
waren 60 Minuten tagesschau-Chat. Mein Name ist Wolfram Leytz.<br />
Herzlichen Dank, Herr Rahr, dass Sie Zeit für die Diskussion mit<br />
den Lesern von tagesschau.de und politik-digital.de zu diesem<br />
zukunftsträchtigen Thema hatten. Das Protokoll des Chats gibt&#8217;s<br />
wie immer in Kürze auf den Websiten von tagesschau.de und<br />
politik-digital.de. Das tagesschau-Chat-Team wünscht allen noch<br />
einen schönen Abend!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/wettbewerb-um-letzte-rohstoffreserven-3899/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>tagesschau-Chat mit Alexander Rahr</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/projekt/tagesschau-chat-mit-alexander-rahr-3897/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/projekt/tagesschau-chat-mit-alexander-rahr-3897/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Wittig]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2008 09:23:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Projektvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau-Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Rahr]]></category>
		<category><![CDATA[Nordpol]]></category>
		<category><![CDATA[Nordpolkonferenz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/tagesschau-chat-mit-alexander-rahr-3897/</guid>

					<description><![CDATA[Am Dienstag, 27. Mai, von 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr ist Alexander Rahr, Russland- und Energiepolitikexperte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Gast im tagesschau-Chat zur Nordpolkonferenz. <a href="http://www.talksalon.de/?cid=166&#38;id=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen sie Ihre Fragen schon jetzt.</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag, 27. Mai, von 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr ist Alexander Rahr, Russland- und Energiepolitikexperte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Gast im tagesschau-Chat zur Nordpolkonferenz. <a href="http://www.talksalon.de/?cid=166&amp;id=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen sie Ihre Fragen schon jetzt.</a><!--break--></p>
<p>
Kalter Krieg im Ewigen Eis? In Grönland beraten die Außenminister der Nordpol-Anrainerstaaten ab Dienstag über die Zukunft des Arktischen Ozeans. Russland, Dänemark, Kanada, die USA und Norwegen beanspruchen Gebiete in der Region. 2007 hisste ein Expeditions-U-Boot in 4261 Metern Tiefe die russische Nationalflagge auf dem Meeresgrund unter dem eisbedeckten Nordpol. </p>
<p>Dahinter steckt  mehr als eine symbolische Geste: Unter dem Meeresboden liegen Öl- und Gasvorräte, deren Ausbeutung sich mit steigenden Rohstoffpreisen lohnen wird. Mit Rückgang des ewigen Eises wird die Polregion außerdem für Schifffahrt und Öltransporte interessant.</p>
<p>Warum hat Russland den Nordpol symbolisch in Besitz genommen? Welche Rolle spielen die Rohstoffreserven in der russischen Energiepolitik? Beginnt ein Wettlauf um die Ausbeutung des Polar-Gebiets? Alexander Rahr beantwortet im tagesschau-Chat Ihre Fragen. <a href="http://www.talksalon.de/?cid=166&amp;id=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier können Sie Ihre Fragen schon jetzt stellen</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/projekt/tagesschau-chat-mit-alexander-rahr-3897/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
