<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Nutzerverhalten &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/nutzerverhalten/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Tue, 09 Jun 2015 12:48:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Nutzerverhalten &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ein umkämpftes Feld – politische (Wahlkampf-)Kommunikation in der Türkei</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-kommunikation-in-der-tuerkei-145990/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/online-kommunikation-in-der-tuerkei-145990/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[René Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2015 12:48:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=145990</guid>

					<description><![CDATA[Am 7. Juni 2015 wurde für die kommenden vier Jahre ein neues türkisches Parlament gewählt. Der Wahlkampf lief die vergangenen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/türkei.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145997" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/türkei.jpg" alt="türkei" width="640" height="280" /></a>Am 7. Juni 2015 wurde für die kommenden vier Jahre ein neues türkisches Parlament gewählt. Der Wahlkampf lief die vergangenen Wochen auf Hochtouren. Politiker aller Parteien bereisten die verschiedenen Landesteile. Doch auch das Netz wurde ausgiebig einbezogen. Warum waren die verschiedenen Onlinedienste bei der Mobilisierung am Bosporus wichtig? Wir haben vor dem Hintergrund der innenpolitischen Konflikte der Vergangenheit einen Blick auf die komplizierte Beziehungsstruktur zwischen Politik und Internet in der Türkei geworfen.</p>
<p>Europaweit haben seit der Schließung der Wahllokale vor allem die krachenden Verluste der AKP, der Partei des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, für medialen Aufruhr gesorgt. Die Politik Erdogans war in den vergangenen Jahren ob seines mitunter harten Durchgreifens gegen innenpolitische Widersacher weltweit kritisiert worden. Welches Potential kann bei einer solchen innenpolitischen Gemengelage das Netz bei der Information und Mobilisierung der Wählerschaft spielen?</p>
<p>Erste Hinweise auf die mögliche Bedeutung des Internet bei der Mobilisierung liefert ein Blick auf die demografischen Daten: Die türkische Bevölkerung liegt hier mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 42 Jahren. Diese strukturellen Daten und die Annahme, dass besonders junge Menschen internetaffin sind, lassen einen Blick auf die digitale Mobilisierungsfähigkeit in der Türkei lohnenswert erscheinen. Und tatsächlich: <a href="https://freedomhouse.org/report/special-reports/struggle-turkeys-internet#.VXBAt0YXugQ" target="_blank" rel="noopener noreferrer">empirische Untersuchungen</a> zeigen einige bemerkenswerte Fakten über die Nutzung von Internet-Diensten. Pro Kopf warten die Türken im europäischen Vergleich mit der zweithöchsten täglichen Nutzungsdauer auf, hinter dem Vereinigten Königreich. In der Altersgruppe der 15- bis 64-Jährigen verfügen 90 Prozent über einen Facebook-Account und 70 Prozent haben sich bei Twitter angemeldet. Im weltweiten Vergleich stehen die Türkinnen und Türken auf dem vierten Platz der fleißigsten Twitterer und generieren soviel Traffic wie deutsche und französische Zwitscherer zusammen. Das Internet dient besonders jungen Menschen als Hauptinformationsquelle und erreicht in der Gruppe der 15- bis 24jährigen nahezu den gleichen Wert wie das Fernsehen. Fast die Hälfte aller Befragten in dieser Altersgruppe nutzen soziale Medien als Nachrichtenkanäle. Diese genannten Daten beeindrucken, vor allem vor dem Hintergrund einer im OECD-Vergleich noch ausbaufähigen Breitbandinfrastruktur.</p>
<p>Angesichts dieser Zahlen verwundert es nicht, dass sich die türkische Politik, insbesondere in Wahlkampfzeiten, die Breitenwirkung diverser Onlinedienste zu Nutze macht. Im Vorfeld der Wahl liefen die Parteiaktivitäten bei Twitter, Facebook &amp; Co. auf Hochtouren.</p>
<p>Ob nun Regierungspartei oder Opposition: sie alle greifen intensiv auf die Möglichkeiten der digitalen Wähleransprache zurück und teilen beinahe stündlich Beiträge. Diese werden von den Nutzern – wie sich in den vergangenen Tagen und Wochen beobachten ließ – ebenso engagiert kommentiert und „geliked“. Zahlreiche türkische Politiker sind aktive Twitterer. Auffällig ist die große Anzahl an Unterstützern für die türkischen politischen Parteien auf Facebook. Ein vergleichender Blick auf die verifizierten Facebook-Präsenzen der türkischen Parteien zeigt im Vergleich zu den digitalen Auftritten in der deutschen Parteienlandschaft eine erheblich höhere „Gefällt mir“-Ausbeute. Selbst eine kleine Oppositionspartei wie die pro-kurdische HDP (Demokratische Partei der Völker) erreicht das Zehnfache an Likes der deutschen CDU. Für die politische Kommunikation ist das Internet mittlerweile eine feste Größe in der Türkei.</p>
<p><strong>Kritisches Verhältnis zwischen Politik und Online-Diensten </strong></p>
<p>Wie die türkische Denkfabrik TEPAV in einer <a href="http://www.tepav.org.tr/upload/files/1297779538-1.How_does_Internet_Usage_Change_in_Turkey.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie zum Wandel des Internets</a> aus dem Jahre 2011 feststellt, nehmen die Internetnutzung und die Relevanz des Internetsektors für den heimischen Markt zu. Dennoch, so das abschließende Fazit, wirft die Regulierungspolitik die Frage auf, welches Verhältnis die politischen Entscheidungsträger gegenüber den verschiedenen Onlinediensten pflegen.</p>
<p>Ein zentrales Problem stellt bis heute die <a href="http://policyreview.info/node/366/pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">restriktive Zensurpraxis</a> dar. Wenngleich die Gesetzeslage zur Regulierung schon zuvor verschärft wurde, gab es in Folge verschiedener innenpolitischer Krisen weitere beschränkende Maßnahmen. Im Mai 2013 kam es zu Protesten gegen ein geplantes Bauprojekt im zentral gelegenen Gezi-Park in Istanbul, wobei die Demonstrationen sich mit zunehmender Dauer der Proteste gegen die Regierungspolitik allgemein richteten.</p>
<p>Soziale Medien spielten hier als Kommunikations- und Organisationsplattformen eine wesentliche Rolle, weshalb politische Beobachtern wiederholt Analogien zu den Aufständen des „Arabischen Frühlings“ im Frühjahr 2011 zogen. Zudem kam es ab Dezember 2013 zu Korruptionsvorwürfen gegen Personen aus dem Umfeld der Regierungspartei Adalet ve Kalkınma Partisi (AKP). Verbreitet wurden diese über die Videoplattform YouTube sowie über Twitter.</p>
<p>Die Reaktion der türkischen Behörden? Im März 2014 kam es zur temporären Sperrung dieser Dienste, wobei das Verfassungsgericht die Blockaden wenig später für rechtswidrig erklärte. In der jüngeren Vergangenheit kam es zudem wiederholt zur vorübergehenden Sperrung verschiedener Webseiten wie WordPress, Geocities, Facebook und anderen. Der heutige Präsident Erdoğan verteidigte sein Vorgehen dereinst mit martialischen Worten: „Twitter und solche Sachen werden wir mit der Wurzel ausreißen“. Unterstützung bekam er von AKP-Anhängern die sich unter dem Hashtag <a href="https://twitter.com/search?q=%23TwitterTurkiyedenBuyukDegildir&amp;amp;src=hash" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#TwitterTurkiyedenBuyukDegildir</a> (zu Deutsch: „Twitter ist nicht größer als die Türkei“) mit der Twittersperre solidarisierten, im Rahmen des 140-Zeichen-Dienstes, versteht sich. Der Bürgermeister von Ankara und AKP-Politiker, Melih Gökçek, ließ sich auch nicht durch offizielle Sperren vom Twittern abhalten.</p>
<p>Die wiederholten Sperren der Onlinedienste spiegeln nicht nur den Einflussgrad der staatlichen Kontrolle über Massenmedien wider, sondern werfen auch ein düsteres Licht auf die Wahrung von grundlegenden Rechten wie der Redefreiheit. Das Verhältnis zu den verschiedenen Diensten im Internet erschwert somit auch die Beziehungen Ankaras zur Europäischen Union. Ob das aktuelle Wahlergebnis zu einem Umdenken der türkischen Regierung oder gar zu einer weiteren Verschärfung der restriktiven Innenpolitik führt, werden wohl erst die kommenden Wochen zeigen.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/oraletosman/5723338022/in/photolist-9HKAZL-9HHpsc-9HH4av-9HKEwW-9HHkt8-9HHmjD-9HHg1D-9HKFgN-9HKP59-9HKGQN-9HGTZH-9HGWtk-9HGNFH-9HGZ2Z-9HL8Bj-9HL3Lo-9HGVFt-9HL9B5-9HHabn-9HHds8-9HGZHZ-9HL5gf-9HKPCL-9HKV5d-9HHjt6-9HKzpJ-9HL1Yy-9HKCqU-9HGLAi-9HH2eB-9HH1pH-8g38hJ-9HHfa2-9HL7Lb-9HKHsW-9HGGVg-9HKKK9-9HL32s-9HGKbi-9HGMWM-9HKZdQ-9HKG4b-9HKNkS-9HHoHn-9HHn3V-9HKWJw-9HLdM3-9HKXL7-aKZdBn-7ysETMhttp://" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Özgür Elbir </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC 2.0)</a></p>
<p><a href="https://www.flickr.com/photos/oraletosman/5723338022/in/photolist-9HKAZL-9HHpsc-9HH4av-9HKEwW-9HHkt8-9HHmjD-9HHg1D-9HKFgN-9HKP59-9HKGQN-9HGTZH-9HGWtk-9HGNFH-9HGZ2Z-9HL8Bj-9HL3Lo-9HGVFt-9HL9B5-9HHabn-9HHds8-9HGZHZ-9HL5gf-9HKPCL-9HKV5d-9HHjt6-9HKzpJ-9HL1Yy-9HKCqU-9HGLAi-9HH2eB-9HH1pH-8g38hJ-9HHfa2-9HL7Lb-9HKHsW-9HGGVg-9HKKK9-9HL32s-9HGKbi-9HGMWM-9HKZdQ-9HKG4b-9HKNkS-9HHoHn-9HHn3V-9HKWJw-9HLdM3-9HKXL7-aKZdBn-7ysETMhttp://" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/online-kommunikation-in-der-tuerkei-145990/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitaler Populismus in Europa</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/digitaler-populismus-in-europa-5912/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/digitaler-populismus-in-europa-5912/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Vaccaro]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 15:31:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Anhänger]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Populismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/2011/11/digitaler-populismus-in-europa/</guid>

					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/pop_party2.jpg" height="180" width="480" />Der britische Think Tank Demos veröffentlicht eine Studie zum erstarkenden europäischen Populismus. Neu: Die Erhebung beruht auf Daten, die über die Facebook-Anhängerschaft überwiegend rechts-populistischer Parteien generiert wurden.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/pop_party2.jpg" height="180" width="480" />Der britische Think Tank Demos veröffentlicht eine Studie zum erstarkenden europäischen Populismus. Neu: Die Erhebung beruht auf Daten, die über die Facebook-Anhängerschaft überwiegend rechts-populistischer Parteien generiert wurden.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Vor dem Hintergrund der Debatte um Rechtsterrorismus in Deutschland stellt <a href="http://www.freitag.de/politik/1146-raus-aus-dem-untergrund" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Jana Hensel heute auf Freitag.de </a> die Frage, wie es sein kann, dass drei Rechtsextremisten in den Terror abglitten. Geht man einen Schritt zurück und fragt nach dem Einstieg in den Rechtsextremismus, sollte sicherlich auch das Wirken rechts-populistischer Parteien untersucht werden.<br />
Die Anfang vergangener Woche veröffentlichte Studie mit dem Orginaltitel <a href="http://www.demos.co.uk/publications/thenewfaceofdigitalpopulism" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„The rise of populism in Europe can be traced through online behaviour. The New Face of Digital Populism“</a> nimmt die wachsenden populistischen Bewegungen Europas und ihre Online-Anhänger unter die Lupe. Die Grundannahme der Autoren: Das Wachstum dieser Parteien spiegele sich online. Demnach werden verstärkt Social-Media-Kanäle benutzt, um Inhalte zu vermitteln, Mitglieder zu werben und sich zu organisieren. Damit gebe es auch eine neue Form der Anhängerschaft, die sich über das Internet rekrutiere und von den bisherigen Anhängern unterscheide.
</p>
<p>
<b>Methodik und Hintergrund</b>
</p>
<p>
Finanziert wurde die Studie von George Soros‘  <a href="http://www.soros.org/">Open Society Foundation</a>, durchgeführt von dem unabhängigen Politik-Think Tank Demos. Erklärtes Ziel des Forschungsprojekts ist es, die wachsende Bedeutung sozialer Netzwerke für die erstarkenden populistischen Parteien Europas sowie die von diesen Gruppierungen besetzten Themen zu dokumentieren und die Ergebnisse der Gesellschaft sowie dem politischen Establishment zugänglich zu machen.<br />
Die Untersuchung beruht auf insgesamt 12.320 Datensätzen. Befragt wurden die Facebook-Fangemeinden von insgesamt 14 populistischen europäischen Parteien, darunter Anhänger von Bloc Identitaire (Frankreich), British National Party (Groß-Britannien), Dansk Folkeparti (Dänemark), Casa Pound Italia (Italien), Freiheitliche Partei Österreichs und Die Freiheit aus Deutschland.<br />
Die politischen Ziele dieser oft als „populistisch-extremistisch“ oder als „neue Rechte“ bezeichneten Parteien sind neben der grundsätzlichen Ablehnung von Einwanderung mit der Absicht, die eigene nationale bzw. europäische Kultur zu schützen, globalisierungs- und häufig auch kapitalismuskritische Grundätze. Kombiniert werden diese Ideen mit einer Rhetorik, die sich gegen das (politische) Establishment richtet, sowie der Bezug auf Menschenrechte und Freiheit.<br />
Für die Erhebung wurden neben demographischen Daten auch Informationen über die Wahrnehmung der gesellschaftlichen und individuellen Lage, politische Einstellungen und Aktivitäten sowie die Motivation zur Mitgliedschaft und zum Engagement in populistischen Parteien ermittelt.<br />
Dabei ermittelten die Autoren der Studie die Anhängerschaft der Parteien über die „Fan-Mitgliedschaften“ der Facebook-Profile. Anschließend wurden auf den persönlichen Profilen der Parteianhänger Anzeigen geschaltet, die nach Anklicken auf eine Onlinebefragung weiterleiteten.
</p>
<p>
<b>Ergebnisse</b>
</p>
<p>
Die Online-Anhänger populistischer Parteien sind vorwiegend jung und männlich. Im Vergleich mit dem jeweiligen nationalen Durchschnitt sind unter ihnen überdurchschnittlich viele Arbeitslose. Viele sind nicht nur im Netz, sondern auch als  Parteimitglieder aktiv und überdurchschnittlich häufig auf Demonstrationen anzutreffen.<br />
Die Bewahrung der nationalen und kulturellen Identität und – vor allem bei den Jüngeren – die Angst vor zunehmender Einwanderung sind die Hauptidentifikationsmerkmale mit den Parteien. Ein geringes Vertrauen in die Justiz, ein hohes Maß an Politikverdrossenheit und ein pessimistischer Blick in die Zukunft ihres Landes kennzeichnet große Teile der Anhängerschaft. Von vielen wird die EU für den Verlust an kultureller Identität verantwortlich gemacht. Die große Mehrheit der Befragten lehnt Gewalt ab.
</p>
<p>
Ein eigenes Kapitel thematisiert den Übergang von Online-Gefolgschaft zu Offline-Aktivismus. Laut  Studie wird die Entscheidung, eine populistische Partei auch tatsächlich zu wählen, am stärksten von Ängsten gegenüber dem Thema Einwanderung und dem islamistischen Terrorismus begünstigt. Vorbehalte gegenüber Multikulturalität und der etablierten Politik begünstigen die Entscheidung zum Parteibeitritt. Bedenken gegenüber einer zunehmenden Korruption innerhalb der Gesellschaft stellen den Hauptgrund für den Schritt auf die Straße und die Teilnahme an Demonstrationen dar.
</p>
<p>
<b>Fazit</b>
</p>
<p>
Interessant an der Studie ist neben den erwartbaren Ergebnissen insbesondere die Vorgehensweise. Direkt und relativ unkompliziert lässt sich über Facebook ein Bild der Online-Anhängerschaft von Parteien herstellen. Online-Anhängerschaft beschreibt dabei gleichwohl ein weites Spektrum, das von Sympathisantentum bis zur Parteimitgliedschaft reichen kann. Insbesondere an die  Sympathisanten ist auf herkömmlichem Wege nur schwer und äußerst aufwendig heranzukommen. Soziale Medien bieten hier mit Sicherheit neue Möglichkeiten, diese zu erreichen.
</p>
<p>
Die konkreten Ergebnisse bieten jedoch wenig Überraschung. Dass sich die Online-Anhängerschaft populistischer Parteien vorwiegend aus jüngeren Menschen zusammensetzt, dürfte auf die entsprechenden Online-Gewohnheiten älterer und jüngerer Nutzer zurückzuführen sein. Dass überwiegend Männer diesen Gruppierungen anhängen, ist aus bisherigen Studien bereits bekannt. Auch die ermittelten politischen Einstellungen und Sichtweisen von Online-Anhängern unterscheiden sich nicht von den bekannten Ergebnissen aus älteren „Offline-Studien“.So ist es hinlänglich bekannt, dass sich Anhänger populistischer Parteien zu großen Teilen aus einem politikverdrossenen, unterprivilegierten Milieu rekrutieren, das drohenden sozialen Abstieg häufig mit kultureller Abgrenzung zu kompensieren versucht. Hier drängt sich die Frage auf, ob diese Befunde nicht größtenteils für Anhänger (rechts-) populistischer Vereinigungen im Allgemeinen gelten.<br />
Interessanter sind die Erkenntnisse über den Übergang von reiner Online-Gefolgschaft zu Wählerschaft, der Teilnahme an Demonstrationen oder politischem Aktivismus. Hier werden die Stärken der Methode am besten sichtbar. Weiterhin von Interesse wäre es jedoch, an dieser Stelle außerdem zu erfahren, wie sich diese Übergänge von denen der Offline-Symphatisanten unterscheiden und welchen Einfluss Social Media hier – jenseits der reinen Reichweite – haben. Insgesamt wäre eine stärkere Thematisierung der Unterschiede von Online- und Offline-Anhängern wünschenswert gewesen. Das sprengt jedoch den Ansatz der Studie.
</p>
<p>
In den kommenden Wochen werden länderspezifische Berichte veröffentlicht, die detailliertere Ergebnisse präsentieren und über die politik-digital.de berichten wird.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/digitaler-populismus-in-europa-5912/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitale Spaltung. Informationsgesellschaft im neuen Jahrtausend – Trends und Entwicklungen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/digitale_spaltung_informationsgesellschaft_im_neuen_jahrtausend_trends_und_entwicklungen-63/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/buecherreport/digitale_spaltung_informationsgesellschaft_im_neuen_jahrtausend_trends_und_entwicklungen-63/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:43:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/digitale_spaltung_informationsgesellschaft_im_neuen_jahrtausend_trends_und_entwicklungen-63/</guid>

					<description><![CDATA[Wird die Digitalisierung unsere Gesellschaftsstruktur komplett verändern? Ist das Internet ein demokratisches oder ein totalitäres Medium? Wer profitiert vom globalen Datennetz? &#8222;Solche technischen Fragen sind gegenwärtig die politisch interessanten&#8220;, meinte der Philosoph Vilém Flusser bereits vor nahezu 20 Jahren. </strong></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wird die Digitalisierung unsere Gesellschaftsstruktur komplett verändern? Ist das Internet ein demokratisches oder ein totalitäres Medium? Wer profitiert vom globalen Datennetz? „Solche technischen Fragen sind gegenwärtig die politisch interessanten“, meinte der Philosoph Vilém Flusser bereits vor nahezu 20 Jahren.<br />
Bis heute bleibt Flussers These aktuell: Beispielhaft dafür steht die nur scheinbar nebensächliche Teilung der Gesellschaft in „Onliner“ und „Offliner“, die sich mittlerweile zu einer höchst problematischen sozialen Spaltung auszuwachsen droht. Mit den Ursachen und Folgen dieser Problemlage beschäftigte sich die Baden-Badener Sommerakademie 2002, die von der SWR-Medienforschung, der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg sowie der Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung ausgerichtet wurde. Nun ist bei VISTAS unter dem Titel „Digitale Spaltung“ der zugehörige Sammelband erschienen. Die zumeist lesenswerten 80 Seiten liefern kritische Analysen, normative Konzepte, Fallbeispiele aus der Praxis und empirisch erhobene Daten rund um die Internet-Nutzung der Deutschen.<br />
<strong>Der &#8220;klassische&#8221; User ist männlich, finanziell gut situiert und gebildet</strong><br />
Diese wissenschaftlichen Befunde machen schnell klar: Das Internet ist noch immer ein Elite-Medium. Weite Teile der Gesellschaft wollen oder können das Datenuniversum nicht für ihre Zwecke nutzen &#8211; typische User sind (nicht nur) in Deutschland männlich, finanziell gut situiert und gebildet. Die sozialen bzw. ökonomischen Vorteile dieser ohnehin schon privilegierten Minderheit wachsen durch die „digitale Spaltung“ weiter.<br />
Allerdings sind einige der ausführlichen Grafiken und Zahlenkolonnen, die insbesondere Walter Klingler und seine Kolleginnen von der SWR-Medienforschung im längsten Beitrag des Bandes aufführen, unterdessen schon ziemlich veraltet. So wird etwa die Medien-Bindung der Deutschen nur für das Jahr 2000 angegeben. Die meisten Erhebungen sind jedoch auf den Zeitraum 1997 bis 2002 bezogen und damit auch im Sommer 2003 noch einigermaßen aufschlussreich.<br />
Beispielsweise hat sich in den analysierten Jahren die Zahl der Online-NutzerInnen in Deutschland von 4,1 Millionen auf 28,3 Millionen erhöht. Anzumerken ist, dass dies trotz der gewaltigen Steigerung gerade einmal 44,1 Prozent der mindestens 14-Jährigen waren. Auf der anderen Seite der „digitalen Kluft“ standen noch immer mehr als die Hälfte der Deutschen.<br />
<strong>Die staatliche Internet-Politik sollte engagierter sein</strong><br />
Der Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis, Florian Rötzer, wird in seinem einleitenden Essay nicht müde zu betonen, dass das „Internet für alle“ (wie Herbert Kubicek es in seinem Beitrag anpeilt) ohnehin noch längst nicht die automatische Lösung aller weltweiten Web-Probleme nach sich zöge: „Die drei primären Kulturtechniken, nämlich Lesen, Schreiben und Rechnen, und vermutlich noch die überaus entscheidenden Kulturtechniken der kognitiven Neugier und Wachheit, einer einigermaßen andauernden Konzentrationsfähigkeit und einer gewissen Frustrationstoleranz, sind unabdingbare Voraussetzungen dafür, die neuen Informations- und Kommunikationstechniken wirklich ausnutzen zu können.&#8221; Rötzers Urteil über die staatliche Internet-Politik fällt dabei ebenso vernichtend aus wie das von Dieter Klumpp, seines Zeichens Geschäftsführer der Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung.<br />
Klumpp hält die Einrichtung temporärer Public-Private-Agenturen zum Vorantreiben digitaler Innovationen für sinnvoll. Zugleich merkt er resignativ an: „Beim Stichwort Agenturen’ denkt der schlanke Staat’ wegen seiner leeren Kassen derzeit eher an Werbe-Agenturen, die das bisher Erreichte in Hochglanzbroschüren unter die Leute bringen.“<br />
<strong>Praktische Ansätze zur Überwindung der &#8220;digitalen Spaltung&#8221; verheißen Positiveres</strong><br />
Solch düsteren Analysen stehen die praktischen Ansätze zur Überwindung der „digitalen Spaltung“ gegenüber, von denen Herbert Kubicek oder auch Claus Hoffmann berichten. Kubicek ist Professor für Angewandte Informatik mit dem Schwerpunkt Informationsmanagement und Telekommunikation an der Universität Bremen. In seinem Aufsatz beschreibt er die Bemühungen des Netzwerks „Digitale Chancen“, das beispielsweise eine Datenbank der Internetzugänge- und Lernorte in Deutschland aufgebaut hat.<br />
Hoffmann wiederum arbeitet für die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg. Dort leitet er den Bereich „Bildung/Veranstaltungen“. In seinem kurzen Beitrag erläutert er das „start und klick!“-Programm der Landesstiftung Baden-Württemberg, das seit September 2001 Computer- und Internetkenntnisse unter das Volk bringt. Jährlich finden Tausende Kurse statt, bis zu 130.000 Personen lernen dabei den Umgang mit den Neuen Medien.<br />
Gleich, ob sie sich nun mit „eGovernment“, mit „Info-Channeling“ oder mit den zu erwartenden Auswirkungen der technischen Entwicklung auf das Bildungs-System beschäftigen – insgesamt vermitteln alle acht Beiträge des Sammelbandes den Eindruck, dass die Frage nach dem Internet-Zugang „für alle“ enormen gesellschaftlichen Sprengstoff in sich birgt.<br />
Um es noch einmal mit Vilém Flusser zu sagen: „Wer […] ´politisch’ im Sinne der hergebrachten Kategorien denkt und etwa meint, daß Technik politisch neutral sei, geht an der gegenwärtigen Kulturrevolution vorbei.“</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/buecherreport/digitale_spaltung_informationsgesellschaft_im_neuen_jahrtausend_trends_und_entwicklungen-63/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Planlose Selbstdarsteller im Blogkosmos</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzkultur-chartmann_blogstudie_070214-shtml-2918/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/netzkultur-chartmann_blogstudie_070214-shtml-2918/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Feb 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/netzkultur-chartmann_blogstudie_070214-shtml-2918/</guid>

					<description><![CDATA[(Artikel) Die meisten Blogger sind Selbstdarsteller und Weblogs haben einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinung - warum trotzdem nur wenige Internetnutzer die für sie relevanten Blogs im Internet finden, untersuchten Ansgar Zerfaß und Janine Bogosyan von der Uni Leipzig in der „Blogstudie 2007“.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel) Die meisten Blogger sind Selbstdarsteller und Weblogs haben einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinung &#8211; warum trotzdem nur wenige Internetnutzer die für sie relevanten Blogs im Internet finden, untersuchten Ansgar Zerfaß und Janine Bogosyan von der Uni Leipzig in der „Blogstudie 2007“.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Für ihre<br />
                            <a href="http://www.blogstudie2007.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> befragten die<br />
                            <a href="http://www.communicationmanagement.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forscher</a> von der<br />
                            <a href="http://www.uni-leipzig.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universität Leipzig</a> in Kooperation mit der Suchmaschine „<br />
                            <a href="http://www.ask.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ask.com</a>“ mehr als 600 Internetsurfer zu ihrem Leben in der Blogosphäre. Das bemerkenswerteste Ergebnis: Blognutzer sind vor allem „investigative Multiplikatoren“. Sie schätzen sich als gut vernetzt ein, wollen mehr Wissen sammeln und Informationen aktiv weitergeben. Aus dieser Erkenntnis leiten die Macher der Blogstudie fünf verschiedene Typen von Blognutzern ab: Ein Viertel aller Blognutzer zählt zu den „Wissensdurstigen“. Sie gebrauchen Blogs, „um etwas zu lesen, das ich aus anderen Medien nicht erfahre“. Je ein Fünftel ist „Informationssucher“ oder „aktiver Konsument“. Sie wollen vor allem Empfehlungen und Tipps bekommen, oder Hintergründe zu aktuellen Themen erfahren. In diesen Kategorien findet sich der Großteil der Blogleser wieder. Aktive Blogger sind dagegen oft „<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/index.shtml#social_networks">Social Networker</a>“. Sie nutzen Weblogs, um sich mit anderen auszutauschen. Genau so viele passen auf den Typ „<br />
                            <a href="http://www.whudat.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Selbstdarsteller</a>“– ein Fünftel der Befragten bloggt, „weil ich etwas zu sagen habe und selbst gern schreibe“.</p>
<p>
                              <strong>Blogger vertrauen Fachblogs</strong>
                            </p>
<p>Die Bedeutung von Blogs für die Meinungsbildung halten die Befragten für groß: Gut die Hälfte aller Internetnutzer denkt, dass Blogs öffentliche Diskussionen beeinflussen und gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen. „Drei von vier Blognutzern sagen, dass sie in Blogs Informationen finden, die man sonst nirgendwo findet.“ Acht von zehn Befragten behaupten sogar, dass Blogger Insiderwissen an die Öffentlichkeit tragen. Ihrer Meinung nach setzen besonders Fachblogs von Experten, wie das<br />
                            <a href="http://www.lawblog.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">law blog,</a> und Journalistenblogs, wie<br />
                            <a href="http://www.sixtus.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mario Sixtus</a>, wichtige Anstöße für neue Ideen und Themen. Die Befragten bringen speziell den Expertenblogs viel Vertrauen entgegen. Nur zwei Prozent der Befragten bezeichnen Fachweblogs als unglaubwürdig. Die Blogs von Unternehmen, sogenannte<br />
                            <a href="http://www.fixing-blog.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Corporate</a><br />
                            <a href="http://www.blog-frosta.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogs</a>, müssen sich dagegen in Acht nehmen: Fast ein Drittel der Befragten glaubt, dass die Inhalte in solchen Blogs nicht wahr und korrekt sind.</p>
<p>Laut der Studie herrscht außerdem eine große Orientierungslosigkeit in der Blogosphäre, was aber mit der Kooperation mit der Suchmaschine „ask.com“ zusammenhängen kann: Den meisten Befragten scheinen Web 2.0-Werkzeuge wie die Blogsuchmaschine<br />
                            <a href="http://technorati.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Technorati</a> oder das Linktipp-Netzwerk<br />
                            <a href="http://del.icio.us/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">del.icio.us</a> nicht auszureichen, um neue Weblogs zu entdecken. 70 Prozent wünschen sich, dass die gängigen Suchmaschinen Blogs leichter finden. Bislang finden die meisten befragten User die für sie interessanten Blogs nur zufällig: Sieben von zehn Befragten entdecken über die Blogrolls bekannter Weblogs auf neue Angebote und fünf von zehn stoßen durch Hinweise von Freunden oder per Zufall auf fremde Blogs.</p>
<p>
                              <strong>Blogstudie als Wegweiser</strong>
                            </p>
<p>Die Ergebnisse der Blogstudie 2007 lassen sich nur schwer auf alle Internetnutzer in Deutschland anwenden. An der Studie nahmen meist „Heavy User“ und „Trendsetter“ teil – also Menschen, die mindestens einmal täglich im Internet surfen. Die Autoren zogen keine eigene Stichprobe, sondern luden die Internetuser zum Mitmachen ein. Ein Achtel aller Befragten konnte mit dem Begriff „Weblog“ nichts anfangen. Insgesamt schreiben 35 Prozent der Befragten ein eigenes Blog – was stark über dem Bundesdurchschnitt liegt. Nach dem<br />
                            <a href="http://www.tns-infratest.com/03_presse/Presse/20060920_TNS_Infratest_Weblog_Lifereport.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital Live Report 2006</a> sind nur sieben Prozent der Internetnutzer, denen der Begriff Weblog geläufig ist, aktive Blogger.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/netzkultur-chartmann_blogstudie_070214-shtml-2918/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Netz fördert die politische Entscheidungsfindung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-hworchnetznutzusa060112-shtml-2477/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-hworchnetznutzusa060112-shtml-2477/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationswissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wissensgesellschaft-hworchnetznutzusa060112-shtml-2477/</guid>

					<description><![CDATA[Die Rolle des Internets hat im politischen Entscheidungsfindungs-prozess in den USA an Bedeutung gewonnen. Das ist das wesentliche Ergebnis der fünften 
                            Untersuchung seit Oktober 2000 des `
                            Center for the Digital Future’ der USC Annenberg School, in der US-Bürger über ihren Umgang mit dem Internet befragt wurden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Die Rolle des Internets hat im politischen Entscheidungsfindungs-prozess in den USA an Bedeutung gewonnen. Das ist das wesentliche Ergebnis der fünften<br />
                            <a href="http://www.digitalcenter.org/pdf/Center-for-the-Digital-Future-2005-Highlights.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Untersuchung</a> seit Oktober 2000 des `<br />
                            <a href="http://digitalcenter.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Center for the Digital Future</a>’ der USC Annenberg School, in der US-Bürger über ihren Umgang mit dem Internet befragt wurden.</p>
<p><!--break--></p>
<p>
                            <strong>Immer mehr Nutzer mit niedrigem Einkommen</strong></p>
<p>Im Vergleich zu den Untersuchungen aus den Vorjahren zeigt die Erhebung die mit 78,6 Prozent bisher höchste Quote an Internetnutzern in den USA. Diese waren durchschnittlich 13,3 Stunden wöchentlich im Netz &#8211; auch dies ist der höchste Wert seit Beginn der Umfragen. Die Nutzung erfolgte allerorten: während der Arbeit, im Internetcafé oder bei Freunden. Zwei Drittel der Amerikaner surften 2005 jedoch daheim, ein deutlicher Anstieg von knapp 50 Prozent im Jahr 2000. Auffallend ist der Anstieg von Nutzern aus den unteren Einkommensschichten. In keiner anderen Einkommensschicht wuchs der Anteil der Internet-User so rasant wie dort. Bemerkenswert ist zudem die Erkenntnis, dass der Anteil an Usern jenseits des 55. Lebensjahres beständig zunimmt.</p>
<p>
                              <strong>Hitliste 2006</strong>
                            </p>
<p>Die Umfrage listet die zehn populärsten Internetaktivitäten der Amerikaner auf. Wie schon in den Jahren zuvor blieb das Hauptmotiv für die Nutzung des Internets der Gebrauch von eMails. 2005 nutzten 90 Prozent zu diesem Zweck das Internet. Das entspricht gut 70 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die übrigen beliebtesten Online-Aktivitäten im Jahr 2005 sind unspektakulär: allgemeines Web-Surfing, das Lesen von Nachrichten, das Suchen nach Informationen zu Medizin, Hobbies und Reisen sowie deren Buchung, Einkaufen und Online-Banking. Bei den Online-Aktivitäten lässt sich ein messbarer Unterschied zwischen weniger erfahrenen und erfahrenen Nutzern feststellen: Während bei den Erfahrenen User die Breitband-Technologie weit verbreitet ist, greifen weniger erfahrene Nutzer eher auf das „altbewährte“ Modem zurück.</p>
<p>
                              <strong>Warum das Netz nicht genutzt wird</strong>
                            </p>
<p>Für die Nichtnutzung des Internets (21,4% der Befragten) konstatiert die Studie eine weite Bandbreite an Gründen. Die beiden Hauptgründe haben 2005 erneut an Bedeutung verloren, womit sich der Trend seit 2003 fortsetzt. Abermals ist der Anteil derjenigen, die als Grund „kein Computer vorhanden“ angaben, geschrumpft. Deutlich ist der Rückgang der Nichtnutzer, welche die Kosten des Surfens als Begründung für ihre Enthaltung angaben. Hier ist der Wert um die Hälfte zurückgegangen.</p>
<p>
                              <strong>Politische und Gesellschaftliche Effekte des Internets</strong>
                            </p>
<p>Zum ersten Mal wurden die Interviewten 2005 nach ihrer Beteiligung in Online-Communities befragt. Als Grund für die Nutzung wurde von den meisten Teilnehmern angegeben, dass das Internet ein privates Hobby sei. Danach folgt die Teilhabe an sozial orientierten Communities. Berufliche Interessen wurden an dritter Stelle genannt. Insgesamt gab nur eine geringe Anzahl von Nutzern an, dass sich durch das Internet ihr Kontakt mit Interessensgenossen gesteigert habe. Dies stimmt mit den Erkenntnissen der vorherigen Befragungen überein. Eine Ausnahme bildet der Bereich der politischen Interessen. Hier wuchs die Zahl jener leicht an, die ein Anwachsen ihrer Kontakte durch das Internet konstatierten. Im familiären Bereich zeigt sich ein etwas anderes Bild: Mehr als 40 Prozent der Internet-Nutzer äußerten, die Technologie habe ihren Kontakt mit Familie und Freunden intensiviert oder gar erheblich intensiviert.</p>
<p>
                              <strong>Bedeutung für die politische Kommunikation nimmt zu</strong>
                            </p>
<p>Insgesamt verdeutlicht die Umfrage 2005 die zunehmende Bedeutung des Internets für die private und öffentliche sowie für die politische Kommunikation im weitesten Sinne. So stimmten fast zwei Drittel der Befragten (61.7%) der Auffassung zu, das Internet sei für politische Kampagnen wichtig. Dies taten auch 52 Prozent der Nicht-Nutzer. Ähnliche Werte ergeben sich beim Thema „politische Entscheidungsfindung“. 2005 glaubten 60,4 Prozent der Nutzer und immerhin ein gutes Drittel der Nicht-Nutzer, dass das Internet ein Mittel zum besseren Verständnis des politischen Geschehens sei. Bei beiden Gruppen setzt dies einen kontinuierlichen Anstieg seit 2000 fort. Dass das Internet als Informationsquelle im politischen Entscheidungsprozess an Bedeutung gewonnen hat zeigt zudem der hohe Prozentsatz an Nutzern, die während der Präsidentschaftswahlkampf 2004 surften, um näheres über die verschiedenen Kandidaten zu erfahren.</p>
<p>Doch ist nach Meinung der Befragten das Internet mittlerweile nicht nur für Bürger, sondern ebenso für Politiker interessant. Jedenfalls stieg im Vergleich zu den Vorjahren 2005 zum ersten Mal die Zahl der Befragten, die das Web als mögliches Mittel sahen, politische Macht zu erlangen. Allerdings scheinen die Bürger, was die Verlässlichkeit von Informationen angeht, die den Seiten politischer Kandidaten zu entnehmen sind, misstrauisch zu sein. Zwar wurden solche Seiten genutzt, jedoch nicht als hauptsächliche Quelle. Hier war das Vertrauen in allgemeine Medien-Webseiten größer.</p>
<p>Durch die vergleichende Umfrage soll langfristig der Einfluss der Online-Technologie auf die US-Gesellschaft untersucht werden. Dabei werden nicht nur die Veränderungen von Jahr zu Jahr berücksichtigt, sondern es wird auch zwischen Internet-Nutzern und Nicht-Nutzern unterschieden. Die Nutzer wiederum werden in erfahrene (mehr als 8 Jahre Erfahrung) und weniger erfahrene Nutzer unterteilt. Die Befragung umfasst ihrem Anspruch entsprechend weite Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in den Vereinigten Staaten. Neben den Auswirkungen auf die Politik betrifft dies etwa die Beeinflussung des Konsums, Veränderungen von familiären Beziehungen, Einflüsse auf das Verhalten am Arbeitsplatz oder den Umgang Minderjähriger mit dem Internet.<br />
                            </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-hworchnetznutzusa060112-shtml-2477/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grenzen der eGovernment-Akzeptanz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernmentstudienegovgrenzen051212-shtml-2678/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernmentstudienegovgrenzen051212-shtml-2678/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Demografie]]></category>
		<category><![CDATA[Akzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[Statistisches Bundesamt]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernmentstudienegovgrenzen051212-shtml-2678/</guid>

					<description><![CDATA[Eines der im Aktionsprogramm „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“ thematisierten Ziele der Bundesregierung ist es, die wichtigsten Verwaltungsdienstleistungen über das Internet abzuwickeln und damit sämtliche Abläufe komfortabler, schneller und unbürokratischer zu gestalten. Wie die Online-Dienste genutzt werden, beschreiben Dr. Ihre Kahle und Ulrike Timm vom Statistischen Bundesamt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Eines der im Aktionsprogramm „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“ thematisierten Ziele der Bundesregierung ist es, die wichtigsten Verwaltungsdienstleistungen über das Internet abzuwickeln und damit sämtliche Abläufe komfortabler, schneller und unbürokratischer zu gestalten. Wie die Online-Dienste genutzt werden, beschreiben Dr. Ihre Kahle und Ulrike Timm vom Statistischen Bundesamt.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Im Mittelpunkt dieser Strategie steht die im Juli 2003 beschlossene Initiative der Bundesregierung zum Bürokratieabbau. In diesem Zusammenhang interessiert insbesondere die Nachfrageseite: In welchem Umfang werden Möglichkeiten des so genannten eGovernment von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt? Welche Vorteile verbinden sie mit den elektronischen Behördengängen? Welches sind umgekehrt die hauptsächlichen Gründe gegen die Abwicklung von Behördenbesuchen über das Internet?</p>
<p>Die europäischen Piloterhebungen zur „Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten“ bieten Anhaltspunkte zur Beantwortung dieser Fragen. Die Pilotstudien wurden seit 2002 jährlich vom Statistischen Bundesamt in Zusammenarbeit mit den Statistischen Landesämtern und mit Unterstützung des Statistischen Amts der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der privaten Nutzung von PC und Internet und insbesondere nach den Zwecken der Internetnutzung. Das Thema Internetnutzung für eGovernment-Zwecke stellte 2004 einen wichtigen Teilaspekt der vielseitigen Erhebung dar. Weitergehende Ergebnisse, nicht nur zum eGovernment, wurden in einem Artikel der Zeitschrift Wirtschaft und Statistik (7/2005) veröffentlicht. Darüber hinaus stellt das Statistische Bundesamt für die Pilotstudien 2003 und 2004 auf seiner Homepage umfangreiche Ergebnisdarstellungen in Form von Pressebroschüren und Tabellenanhängen zum kostenlosen<br />
                            <a href="http://www.destatis.de/informationsgesellschaft/d_home.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Download</a> zur Verfügung.</p>
<p>
                              <strong>Kontakt mit Verwaltungsdienstleistungen</strong>
                            </p>
<p>In welchem Umfang wird das Internet für allgemeine Kontakte mit öffentlichen Einrichtungen genutzt? 58% der Bevölkerung ab 10 Jahren in Deutschland nutzte im 1. Quartal 2004 das Internet. Von den Personen, die das Internet nutzten, hatten wiederum 51% im ersten Quartal Online-Kontakte mit öffentlichen Einrichtungen. Bei differenzierterer Betrachtung ging knapp die Hälfte aller Internetnutzer/-innen (48%) im ersten Quartal 2004 auf den Internetseiten von Behörden auf Informationssuche. Dagegen nutzten nur 20% die Online-Angebote zum Herunterladen von Formularen – beispielsweise für Steuerzwecke, Zollanmeldungen, Fahrzeuganmeldungen oder andere Bescheinigungen. Bei der Abgabe von Formularen blieben die Meisten hingegen beim „traditionellen“ Weg zum Amt: Lediglich 10% der Internetnutzer/-innen versandten die Formulare über das Internet. Vor allem die Informationssuche erfreut sich gegenüber 2003 (40%) zunehmender Beliebtheit; der Anteil der Internetnutzer/-innen, die Formulare auf elektronischem Wege herunter geladen oder versandt haben, nahm dagegen nicht weiter zu (2003: 21% bzw. 11%). Insbesondere Selbstständige und Personen mit hohem Bildungsabschluss nutzten die Angebote öffentlicher Einrichtungen überdurchschnittlich stark.</p>
<p>
                              <strong>Jeder Zehnte nutzt bereits eGovernment-Dienstleistungen</strong>
                            </p>
<p>Die vorangegangene Frage zielte zunächst auf Behördenkontakte in einem weit gefassten Sinn: „Suche nach Informationen“ kann beispielsweise auch bedeuten, auf der Internetseite einer Behörde Öffnungszeiten zu erfahren. In diesem Verständnis ist ein Kontakt zu einer Behörde nicht notwendigerweise Ersatz für einen Behördengang im eigentlichen Sinne. Bietet das Internet im Verständnis der Bevölkerung überhaupt eine Alternative zum persönlichen Besuch? Wird auf die Internetnutzung anstelle eines persönlichen Behördengangs fokussiert, so hat in der Bevölkerung ab 15 Jahren knapp jede/r Zehnte (9%) schon einmal einen Behörden-„Gang“ per Internet durchgeführt, bei einem weiteren Viertel (25%) bestand daran generelles Interesse. Dabei zeigt sich ein enger Zusammenhang mit der Häufigkeit der Behördenbesuche der Personen: Mit steigender Zahl der Behördengänge pro Jahr nimmt der Anteil der Personen zu, die zumindest einen Teil davon auch via Internet erledigen. Steht seltener als ein Mal pro Jahr ein Gang zu einer öffentlichen Einrichtung auf der Tagesordnung, liegt der Anteil der eGovernment-Nutzer/-innen lediglich bei 5%; von den Personen, die häufiger als fünf Mal jährlich ein Amt aufsuchen, nutzen dagegen 16% die Möglichkeit, diese Besuche online zu erledigen.</p>
<p>
                              <strong>Ummelden &#8211; die Killer-Applikation im eGovernment</strong>
                            </p>
<p>Dabei treffen nicht alle potenziellen Angebote auf gleich starke Resonanz. Insbesondere bei Meldeangelegenheiten, aber auch bei Diensten, die das Kraftfahrzeugwesen betreffen, besteht der größte Bedarf nach Angeboten über das Internet: 85% bzw. 80% der 15-jährigen und älteren Bevölkerung hätten daran Interesse. Zugleich ist jedoch der Anteil derer, die diese Dienste bereits online nutzen, relativ klein (2% bzw. 3%). Die elektronische Arbeitsvermittlung (8%) sowie die Online-Steuererklärung (9%) werden – neben allgemeiner Information und Beratung (15%) – bereits von einem deutlich höheren Anteil genutzt.</p>
<p>
                            <strong>Die Soziodemografie der eGovernment-Nutzerschaft</strong></p>
<p>Das Interesse an bestimmten Behördendienstleistungen als Online-Angebot ist in verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterschiedlich stark. Beispielsweise ist die Inanspruchnahme staatlicher Leistungen per Internet für einen überdurchschnittlich hohen Anteil der Alleinerziehenden (64%) und Paare mit Kindern (62%), aber auch der Arbeitslosen und Studierenden (je 67%) interessant. Dieselben Personengruppen wünschen auch überdurchschnittlich stark eine Arbeitsvermittlung per Internet. An der Abwicklung von KfZ-Dienstleistungen melden vor allem Berufstätige Bedarf an (85%).</p>
<p>Bei der Überlegung, Behördengänge online abzuwickeln, fallen vor allem Zeitgründe ins Gewicht: Jeweils über 90% der Personen, die an Online-Angeboten der öffentlichen Verwaltung interessiert sind bzw. diese derzeit schon nutzen, sehen die Hauptvorteile in der Zeitersparnis und der Unabhängigkeit von Öffnungszeiten. Gefolgt wird dies von Kostenvorteilen (75%). Der Aspekt „höhere Transparenz“ – ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung im Zusammenhang mit der beabsichtigten Entbürokratisierung – scheint dagegen für die Kundinnen und Kunden der öffentlichen Verwaltungen kein zentrales Thema darzustellen, nur 20% sehen darin einen wesentlichen Vorteil des eGovernment.</p>
<p>Allerdings sei daran erinnert: Trotz der Relevanz, die dem Thema von politischer Seite beigemessen wird, haben 66% Bevölkerung ab 15 Jahren eGovernment-Angebote weder genutzt noch haben sie Interesse daran. Bei der Ablehnung von Online-Behördengängen spielt – neben der fehlenden Möglichkeit, ins Internet zu gehen – vor allem der Wunsch nach persönlichem Kontakt und Beratung eine Rolle. Im Vergleich mit den zuvor skizzierten Vorteilen zeichnet sich damit ab, dass die Inanspruchnahme des Angebots von Behördendiensten übers Internet vor allem im Spannungsfeld zwischen gewünschter zeitlicher Flexibilität und dem gleichzeitigen Bedarf an individueller Beratungsleistung steht.</p>
</p>
<p>
                              <strong>Der Text erschien ursprünglich in der Dezemberausgabe der Zeitschrift<br />
                              <a href="http://www.kommune21.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommune 21</a>. Die Autorinnen Dr. Irene Kahle und Ulrike Timm sind Mitarbeiterinnen des Statistischen Bundesamtes.</strong><br />
                              
                            </p></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/egovernmentstudienegovgrenzen051212-shtml-2678/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sittengemälde der russischen Surfer</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-jsteinerrussland050926-shtml-2964/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-jsteinerrussland050926-shtml-2964/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wissensgesellschaft-jsteinerrussland050926-shtml-2964/</guid>

					<description><![CDATA[Dieser Text steht unter 
                              Creative Commons-License und kann weiter verwendet werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Text steht unter<br />
                              <a href="http://creativecommons.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Creative Commons-License</a> und kann weiter verwendet werden.<!--break--></p>
<p>
                              <strong>In Russland ist das Internet schon längst kein mysteriöses Phänomen mehr. Vor mehr als 11 Jahren, im März 1994, wurde die Domain .ru angemeldet. In dieser Dekade hat das RUNET, die russischsprachige Sparte des Netzes viele Höhen und Tiefen durchlebt. Das russische Marktforschungsunternehmen<br />
                              <a href="http://www.rmh.ru" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Romir</a> hat am Dienstag, den 26. Juni erneut eine<br />
                              <a href="http://rmh.ru/news/res_results/148.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zur Nutzung des RUNET veröffentlicht.</strong>
                            </p>
<p>Das Portrait des typischen RUNET-Users könnte man ungefähr so beschreiben. Ein etwa dreißigähriger Mann, der als Manager in einem mittelständischen oder großen Unternehmen tätig ist, geht jeden Tag mindestens einmal online.</p>
<p>Ungefähr dreizehn Prozent aller Russen benutzen das Internet. 56 Prozent der User sind Männer. 44 Prozent sind Frauen. Die meisten User fallen mit einer Altersspanne von 18-24 Jahren in den attraktivsten Teil der werberelevanten Zielgruppe. Etwa zwanzig Prozent der RUNET-User sind zwischen 25 und 34 Jahre alt. Der Anteil der 35-44 Jährigen nimmt nur zehn Prozent ein. Mit gerade einmal vier Prozent verschwinden die User, die älter als 45 sind, in der Bedeutungslosigkeit.</p>
<p>Das ergibt ein Durchschnittsalter von 30 Jahren. Neunundzwanzig Prozent der User verfügen über ein überdurchscnittlich hohes Einkommen. Der Großteil der RUNET-User verdient aber nur zwischen 3000 und 5000 russische Rubel im Monat. Das entspricht 86,8 bis 144,7 Euro sind.</p>
<p>Im Vergleich zum letzten Quartal des Jahres 2004 hat die Internet-Nutzung durch Männer etwas zugenommen. Frauen surften in den ersten Monaten dieses Jahres etwas weniger im Netz. Die 18-24 Jährigen waren viel öfter online als Ende letzten Jahres, jedoch nicht so viel wie Anfang 2004. Die 35-44 Jährigen nutzten das Internet im ersten Quartal 2005 ebenfalls etwas weniger. Ein leichten Anstieg der Internet-Nutzung kann man bei Menschen über 44 erkennen.</p>
<p>Siebenundzwanzig Prozent der Internet-Nutzer studieren zur Zeit. Zwanzig Prozent sind berufstätige und hochqualifizierte Fachleute. Siebzehn Prozent sind als Angestellte tätig. Die Angaben ergeben sich aus einer dreimonatigen Umfrage unter tausendfünfhundert volljährigen Menschen in einhundert Städten und Siedlungsgebieten der Russischen Föderation.</p>
<p>
                              <strong>Dieser Text steht unter<br />
                              <a href="http://creativecommons.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Creative Commons-License</a> und kann weiter verwendet werden.</strong>
                            </p></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-jsteinerrussland050926-shtml-2964/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Online-Trends in Deutschland 2005</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-ardzdfonlinetrends050919-shtml-2892/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-ardzdfonlinetrends050919-shtml-2892/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wissensgesellschaft-ardzdfonlinetrends050919-shtml-2892/</guid>

					<description><![CDATA[Moderates Wachstum und offene Wachstumspotenziale]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Moderates Wachstum und offene Wachstumspotenziale<!--break--></p>
<p>
                              <strong>Folgt nach dem Boom das Ende der digitalen Spaltung? Im Herbst 2005 sind rund 58% der Deutschen ab 14 Jahren online. Insbesondere die internetfernen Bevölkerungsgruppen holen auf. Weblogs finden entgegen der öffentlichen Wahrnehmung nur geringe Verbreitung. Zu diesen Ergebnissen kommt die ARD/ZDF Online-Studie 2005.</strong>
                            </p>
<p>Verschiedene Studienreihen untersuchen die Entwicklung der Internetnutzung in Deutschland. Seit 1997 ermittelt auch die ARD/ZDF Online-Studie ihre quantitativen und qualitativen Trends. Gestaffelt nach soziodemografischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht und Bildungsstand durchleuchtet die Studie das Nutzungsverhalten der Deutschen im Netz. Auf Grundlage von Repräsentativbefragungen unter Onlinern und Offlinern zeichnet die ARD/ZDF Online-Studie Internetbiografien verschiedener Nutzergruppen nach und fasst zukünftige Entwicklungen prognostisch ins Auge. Ergänzt wird sie durch die ARD/ZDF-Offline-Studie, die nach den Motiven und Gründen der Internet-Abstinenz forscht.</p>
<p>
                              <strong>Moderates Wachstum und offene Wachstumspotenziale</strong>
                            </p>
<p>Nach dem Boom zur Jahrtausendwende findet das Internet in Deutschland noch immer eine stetige, aber deutlich verlangsamte Verbreitung. Die Zuwachsrate stagniert laut ARD/ZDF Online-Studie<br />
                            <br />im Jahr 2005 bei rund 5%. Damit ist die Zahl aller Internetnutzer in Deutschland, einschließlich derer, die sich nur sporadisch im World Wide Web bewegen, auf 37,5 Mio. Bundesbürger angestiegen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt 57,9%. Nahezu deckungsgleich bewegt sich der Anteil der Onliner, die mindestens einmal im Monat auf das Internet zugreifen, bei 56,7%. Damit nutzen 2005 rund 36,7 Mio. Bundesbürger das Internet regelmäßig. Die Annäherung beider Kennwerte kann laut Birgit van Eimeren, Leiterin der ARD/ZDF-Projektgruppe Multimedia, als ein Indiz für die höhere Nutzungsintensität des Internets gewertet werden. Die höchsten Zuwachsraten registrieren die Autoren der Studie dabei erstmals in bisher eher online-abstinenten Gruppen. Insbesondere die Altersgruppe der ab 50-jährigen holte im Jahr 2005 deutlich auf. Als homologen Befund weist die Studie ein ebenso relativ starkes Wachstum bei den Bevölkerungsgruppen mit formal niedrigen und mittleren Bildungsabschlüssen nach. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt ein niedriger formaler Bildungsgrad ein wesentliches Hemmnis in der weiteren Verbreitung des Internets. Diese Trends und Auffassungen der ARD/ZDF Online-Studie 2005 werden durch die Autoren des (N)Onliner Atlas 2005 (tns emnid, Initiative D21) und der Forschungsgruppe Wahlen bestätigt, die in ihren Untersuchungen zur Internetnutzung zu ähnlichen Ergebnissen kommen.</p>
<p>
                              <strong>Schließung digitaler Spalten und offene Wachstumspotentiale</strong>
                            </p>
<p>Als generellen Trend legt die ARD/ZDF Online-Studie 2005 den Schluss nahe, dass die digitalen Spalten der Wissensgesellschaft zunehmend geschlossen werden. Nach Auffassung von Birgit von Eimeren, , sind Alter und Bildung immer weniger bestimmend für die gesellschaftliche Teilhabe am Internet. Der Befund einer Schließung der digitalen Spalten korreliert mit der stetigen Angleichung der Internetverbreitung zwischen Ost und West. Demnach sind nunmehr rund 55% der Bevölkerung in den neuen Bundesländern online, gegenüber 58,7% in Westdeutschland. Die Vergleichszahlen für 2003 hatten noch ein Gefälle zwischen Ost und West von über 10% registriert. Auch zwischen den Geschlechtern ist ein Trend zur Egalisierung der Internetnutzung festzumachen. Laut Studie haben sich die Anteile der männlichen und weiblichen Onliner in den nutzungsstarken Altersgruppen der unter 40-jährigen bereits angeglichen. Betrachtet man die Internetverbreitung bei Frauen und Männern jedoch unabhängig von der Altersvariable, so bleiben die feinen Unterschiede zwischen den Geschlechtern markant. Während im Jahr 2005 67,5% der deutschen Männer online sind, sind noch immer über 50% der Frauen von der Teilhabe am Internet ausgeschlossen. Insbesondere bei Frauen über 50 Jahren ist das Internet folglich kaum verbreitet. Hier sehen die Autoren der Studie<br />
                            <br />das größte offene Wachstumspotential.</p>
<p>
                              <strong>Trends des Nutzungsverhaltens</strong>
                            </p>
<p>Als Gründe für die gestiegene Internetverbreitung gerade in den bisherigen Randgruppen der Internetgemeinschaft können laut ARD/ZDF Online-Studie die wachsende Bedeutung und Anerkennung des Internets als zentrales Informations- und Kommunikationsmedium, sowie die gesunkenen Kosten für Hardware und Onlinenutzung und das vereinfachte technische Handling geltend gemacht werden. Das Nutzungsverhalten der Onliner zeigt dabei an, dass das Internet weiterhin primär als Kommunikations- und Informationsplattform genutzt wird. Dabei hat sich nach Ansicht der Autoren das Anwendungsspektrum stärker differenziert. Insbesondere Onliner mit noch relativ junger Internetbiografie nutzen das Internet verstärkt zum eShopping, das sich als laut Studie als dritte Säule der Internetnutzung etabliert hat. Dabei werden die Möglichkeiten, die das Internet bietet, deutlich intensiver als noch in den Vorjahren genutzt. Täglich decken laut Studie rund 12% aller Internetnutzer ihren Informationsbedarf gezielt im World Wide Web, und sogar 40% aller Onliner rufen täglich ihre E-Mails ab. Der Trend zu einer höheren Nutzungsintensität des Internets gilt unabhängig von den verschiedenen Nutzungsformen für alle Routinen im Netz.</p>
<p>
                              <br />
                              <strong>Die Offliner: Grenzen des Wachstums</strong>
                            </p>
<p>Entgegen der stetigen Wachstumsraten kann aber eine flächendeckende Integration des Internets in den Alltag der Bundesbürger, wie es bei den klassischen Informations- und Unterhaltungsmedien Fernsehen und Radio der Fall ist, nicht konstatiert werden. Die ARD/ZDF Offline-Studie zeigt, dass noch immer 27,2 Millionen Bundesbürger das Internet nicht nutzen. Die größte Gruppe der Offliner stellen demnach jene, die dem Internet desinteressiert oder ablehnend gegenüberstehen. Diese Gruppe der Internetverweigerer setzt sich zu 77% aus Rentnern zusammen und weist einen ebenso hohen Frauenanteil aus. Diese Gruppe der Internetverweigerer wird nach Ansicht der Autoren relativ konstant bleiben, so dass davon auszugehen ist, dass auch in Zukunft rund 25% der Gesamtbevölkerung nicht an der Informations- und Kommunikationsplattform Internet partizipieren werden. Hier liegen laut Studie die vorläufig definitiven Grenzen der Internetverbreitung in Deutschland. Für das nächste Jahr prognostizieren die Autoren erst einmal eine gleich bleibende Wachstumsrate von 4-5%.</p>
<p>
                              <strong>Weblogs: Nutzung verbleibt im Dunkeln</strong>
                            </p>
<p>Noch keine Berücksichtigung in den diesjährigen Studien zur Internetnutzung in Deutschland fand das öffentlich virulente Thema privater und politischer Weblogs. Dennoch liegen erste Informationen über ihre Nutzung bereits vor. Nach Birgit van Eimeren ergaben die Pre-Tests der ARD/ZDF Online-Studie, dass Weblogs entgegen der öffentlichen Wahrnehmung nur geringe Verbreitung finden. Erhellendes ist für 2006 zu erwarten. Dann soll die Nutzung der Weblogs über das Stadium der Pre-Tests hinaus in die ARD/ZDF Online-Studie aufgenommen werden.</p>
<p>
                              <br />
                              <strong>Links:</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.nonliner-atlas.de/pdf/pressemitteilungen/2005_06_22_D21-TNS_Infratest_NOA05_zefinal.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(N)Onliner Atlas 2005</a> (pdf-Pressemitteilung)</p>
<p>
                            <a href="http://www.ard-werbung.de/showfile.phtml/08-2005_eimeren.pdf?foid=15242" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARD/ZDF Online-Studie</a>: Nach dem Bomm: Größter<br />
                            <br />Zuwachs bei internetfernen Gruppen (pdf)</p>
<p>
                            <a href="http://www.ard-werbung.de/showfile.phtml/08-2005_gerhards.pdf?foid=15243" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARD/ZDF Offline-Studie</a>: Offliner: Zwischen interessierter<br />
                            <br />Annäherung und bewusster Distanz zum Internet (pdf)</p>
<p>
                            <a href="http://www.forschungsgruppe.de/Ergebnisse/Internet-Strukturdaten/web_II_05.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forschungsgruppe Wahlen</a> (pdf)<br />
                            </p>
<p>
                              
                            </p></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-ardzdfonlinetrends050919-shtml-2892/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>E-Government 2004:Lücke zwischen Angebot und Nachfrage</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-studien-accenture-shtml-2602/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-studien-accenture-shtml-2602/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mbraeuer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Nov 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Accenture]]></category>
		<category><![CDATA[Akzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsbeschaffung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-studien-accenture-shtml-2602/</guid>

					<description><![CDATA[Angebot und Nachfrage treffen im E-Government nicht zusammen.
                          Während die Bürger/innen vor allem die Websites der öffentlichen
                          Verwaltungen zur reinen Informationsbeschaffung nutzen, wollen die Verwaltungen durch reine Online-Transaktionen Geld sparen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Angebot und Nachfrage treffen im E-Government nicht zusammen.<br />
                          <br />Während die Bürger/innen vor allem die Websites der öffentlichen<br />
                          <br />Verwaltungen zur reinen Informationsbeschaffung nutzen, wollen die Verwaltungen durch reine Online-Transaktionen Geld sparen.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Dies ist eine Kernaussage der Studie „E-Government 2004“. Zum fünften Mal hat die Unternehmensberatung „accenture“ ihre inter-nationale Studie zum E-Government durchgeführt. Mit dieser werden jeweils die Trends in der elektronischen Verwaltung beschrieben. Für die diesjährige Untersuchung wurde erstmals eine Meinungsumfrage von Bürger/innen in 22 untersuchten Ländern zur Akzeptanz und Nutzung der elektronischen Dienstleistungen durchgeführt.</p>
<p>
                          <span class="fett">Fortschritte haben an Geschwindigkeit verloren – Deutschland fällt zurück</span></p>
<p>Die Fortschritte in der E-Government-Entwicklung sind gegenüber dem Vorjahr langsamer geworden. Dabei haben sich die Abstände zwischen den Ländern verringert. An der Spitze liegt nach wie vor Kanada, gefolgt von Singapur und den USA. Deutschland ist in der Bewertung auf Platz 14 (im Vorjahr Platz 10) zurück gefallen. Nach guten Ausgangspunkten konnte es den Anschluss nicht halten. In Deutschland ist E-Government, im Vergleich zu allen anderen untersuchten Ländern, am wenigsten akzeptiert.</p>
<p>
                          <span class="fett">Mit E-Government sparen</span></p>
<p>In Zeiten hohen Kostendrucks hat sich der Blickwinkel verlagert: Ursprünglich sollten mit Hilfe des E-Governments vor allem die Dienstleistungen verbessert werden. Momentan liegen die Einsparpotenziale im Fokus. In Kanada wurde berechnet, dass eine Transaktion mit persönlichem Kontakt 44 Dollar kostet. Im Vergleich mit einer reinen Online-Transaktion, die weniger als ein Dollar kostet, bietet sich hier ein enormes Sparpotenzial.<br />
                          <br />Allerdings nutzen auch in Ländern mit sehr guten E-Government Angeboten nur wenige diese Dienstleistungen. Daher wird vor allem auf eine Stärkung der Akzeptanz der Angebote gesetzt. Zum Beispiel wird in Frankreich, Irland und Singapur bei elektronisch eingereichten Steuererklärungen die Abgabefrist verlängert. In den USA erhalten Bürger, die ihre Steuererklärung online einreichen, ihre Rücker-stattungen doppelt so schnell. Solche Ergebnisse sind aber nur zu erreichen, wenn die Nutzer von den Angeboten wissen. Mit Kampag-nen wird daher versucht, die Angebote bekannt zu machen. In den Ländern, in denen solche Marketingaktivitäten liefen, konnten die stärksten Akzeptanzsteigerungen bei den Bürger/innen gemessen werden.</p>
<p>                          <span class="fett">Die Sicht der Bürger/innen: Lieber zum Telefon greifen oder zum Amt gehen</span></p>
<p>Die Mehrheit der Bürger nutzt die Online-Angebote der öffentlichen Verwaltung zur reinen Informationsbeschaffung. Dies gilt auch für jene Länder mit den am stärksten ausgebauten elektronischen Dienstleistungsangeboten. Dabei interessieren sich die Nutzer/innen vor allem für Tourismus und Gesundheit. Konkrete Angebote, wie das Abgeben der Steuererklärung oder das Beantragen von Ausweisen werden hingegen kaum in Anspruch genommen.</p>
<p>Ein zentraler Grund zur Nichtnutzung von E-Government-Angeboten liegt in der Schwierigkeit, die richtige Website für das Anliegen zu finden (26%). Hinzu kommt, dass die telefonische Abwicklung von Anfragen (20%) und der persönliche Gang zur Behörde (34%) vielen Bürger/innen einfacher erscheint. Zusätzlich bestehen Bedenken wegen der Sicherheit der Transaktionen und des Datenschutzes.<br />
                          <br />Nur ein kleiner Teil der Befragten nimmt an, dass durch E-Government die Transaktionen erleichtert werden. Dies ist auf die bislang nur geringe Inanspruchnahme von Online-Transaktionen zurück zu führen. Als Lösung empfiehlt „accenture“ eine Verbesserung der Kundenfreundlichkeit der Dienstleistungen. Zusätzlich soll für die elektronischen Dienstleistungen verstärkt geworben werden.<br />
                          <br />Es bleibt abzusehen, ob mit solchen Maßnahmen mehr Menschen E-Government Dienstleistungen nutzen werden.</p>
<p>Download der Studie<br />
                          <a href="http://www.accenture.de/static_pdf/st_eGov_0504_ge.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.<br />
                          </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-studien-accenture-shtml-2602/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Diktatur der Quote?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/zehn-jahre-online-journalismus/netzkulturdikatatur_der_quote-shtml-2593/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/zehn-jahre-online-journalismus/netzkulturdikatatur_der_quote-shtml-2593/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[btueshaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zehn Jahre Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Boulevardisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Page Impression]]></category>
		<category><![CDATA[Werbewirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/netzkulturdikatatur_der_quote-shtml-2593/</guid>

					<description><![CDATA[Erst bilden sich überall kleine Klick-Pfützen. Schon zur Mittagspause meldet das erste Ressort statistisches Hochwasser. Und bis zum Ende des Tages vereinen sich die Top-Story und ihre zahlreichen Hintergrundartikel und Foto-Serien zu einem gewaltigen PI-Strom, der sich auf direktem Wege in die nächste Redaktionskonferenz ergießt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Erst bilden sich überall kleine Klick-Pfützen. Schon zur Mittagspause meldet das erste Ressort statistisches Hochwasser. Und bis zum Ende des Tages vereinen sich die Top-Story und ihre zahlreichen Hintergrundartikel und Foto-Serien zu einem gewaltigen PI-Strom, der sich auf direktem Wege in die nächste Redaktionskonferenz ergießt.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Seit zehn Jahren regnet es unablässlich Page Impressions auf die online-journalistischen Angebote Deutschlands nieder. Täglich, monatlich, jährlich immer mehr und besonders oft so viel wie noch nie. Gemessen wurden die Niederschläge schon immer. Vor allem immer genauer Nur landeten die Wetterdaten lange Zeit mit einiger Verspätung auf dem Tisch des Redakteurs.</p>
<p>Gegen Ende der ersten Dekade ihrer Arbeit halten immer modernere Messungstools Einzug in die Online-Redaktionsräume. Da stellen kleine bunte Kästchen Teaser dar, wechseln im Minutentakt ihre Farbe und bilden so etwas wie die digitale Landkarte der Portal-Startseite. In den Kästchen wiederum wuseln Zahlenkolonnen umher. So, als würden sie den Puls der im Teaser verlinkten Story messen. Um hier zu überleben, braucht man keine gute Kondition. Man braucht einen guten Start.</p>
<p>In Zeiten der Realtime-Quoten muss der komplette Teaser auf Anhieb stimmen, das Bild Aufmerksamkeit anziehen und der Text zum Klicken verlocken, wenn der Online-Redakteur eine neue Geschichte ins Rennen um die Gunst der User schickt. Gehen die Abrufszahlen in den Keller, wird die Geschichte entweder ausgetauscht oder der Teaser „veredelt“. Tilman Aretz von der Nachrichtenmanufaktur (produziert den<br />
                            <a href="http://www.n-tv.de/" target="_self" rel="noopener noreferrer">n-tv.de</a>-Webauftritt) fordert dann Schlagzeilen, die „griffiger, emotionaler, überraschender und irritierender“ sind. „Wenn wir der Meinung sind, dass wir optimierenkönnen, tun wir das“, stimmt Oliver Eckert, Redaktionsleiter bei<br />
                            <a href="http://www.bild.t-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bild.t-online.de</a>, zu. Neben den Headlines „überdenken und überarbeiten wir auch die Bildsprache“, um ein Thema dem User „einfacher und ansprechender zu präsentieren“.</p>
<p>In der Redaktion von<br />
                            <a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sueddeutsche.de</a> gibt es die Echtzeit-Messung erst in einigen Wochen. Chefredakteur Helmut Martin-Jung verspricht sich davon, „besser auf das reagieren zu können, was die Leser interessiert“. Allerdings wolle er sich „nicht allein davon leiten lassen“, sondern es „nur als zusätzliche Hilfe“ verwenden. „Sonst könnten wir Scharon und Konsorten ja von Haus aus ausblenden, denn die werden halt wenig geklickt.“ Ähnlich wie Aretz, würde Martin-Jung eine Überschrift nachträglich ändern. Er kritisiert gleichzeitig aber die Gefahr der zunehmenden Boulevardisierung: „Es ist eben so primitiv. Wenn nur das Wort Sex in der Überschrift auftaucht, dann wird der Artikel schon doppelt so oft geklickt.“ Die technische Neuerung in der eigenen Redaktion sei „Segen und Fluch zugleich“, so wie in „praktisch allen Medien, in denen man unmittelbar die Quote feststellen kann.“</p>
<p>„Wir orientieren uns am täglichen Rhythmus, in der Rückschau auf den vergangenen Tag“, erklärt Michael Maier den Umgang mit den Klickzahlen bei der<br />
                            <a href="http://www.netzeitung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzeitung</a>. Für Nachbesserungen an Teasern „nur nach journalistischen Kriterien“ gäbe es genügend „handwerkliche Erfahrungswerte“. Dennoch: „Jeder Journalist ist sein eigener Blattmacher geworden“, schätzt Maier die Auswirkungen dieser neuen Transparenz des Nutzerverhaltens auf die Redaktionsarbeit ein. Er warnt aber auch vor Leichtfertigkeit angesichts der Verantwortung. In einigen Portalen von Internetprovidern seien ihm oft “Pseudomeldungen begegnet, wo man schon riecht, dass sie aufgeblasen und marktschreierisch sind.“</p>
<p class="fett">Klicks gegen den Kostendruck</p>
<p>Doch die Zähltools alleine lassen noch keine Überschrift reißerischer, kein Teaserbild aufwühlender werden. Sueddeutsche.de-Chefredakteur Helmut Martin-Jung macht vor allem wirtschaftliche Faktoren dafür verantwortlich, dass Medienunternehmen im Internet wie sonst nirgendwo auf die Quote schauen. „Alle Online-Angebote stehen unter dem Druck zu beweisen, dass sie kostendeckend sein können.“ Die Möglichkeiten, die Zahlen zu verbessern, nutze man eben &#8211; so gut es gehe &#8211; aus. „Es ist der Zwang, Erfolg zu haben“.</p>
<p>Doch dieser Erfolg definiert sich nicht etwa über einen hohen Anteil an eigenen Geschichten, exklusiven Korrespondenten-Berichten oder multimedial vorbildlich aufbereiteten Artikeln. Am Ende stehen die Anbieter mit der größten Erotikdatenbank im Hintergrund ja doch wieder ganz vorne im Reichweiten-Ranking. Ausgedehnte Bilder-Serien stehen an jeder Ecke bereit zum nutzerinduzierten Durchklicken, winzig kleine Service-Themen werden in noch kleinere Informationshäppchen zerstückelt, plattes Entertainment kommt mit Foto-Galerien der besten fünf, schnellsten zehn oder reichsten 50 einer Gattung aus &#8211; wenn schon nicht das „Was“, so wird doch in Zukunft immerhin das „Wo“ eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung des onlinejournalistischen Erfolgs von<br />
                            <br />Portalen spielen.</p>
<p class="fett">Neues Messverfahren</p>
<p>„Dem Markt sollen transparentere Daten verschafft werden.“ So trägt die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) dem Wunsch der Werbewirtschaft nach differenzierterer Auskunft über die Seitenabrufe in Zukunft Rechung. Jörg Bungartz, bei der IVW zuständig für den Online-Bereich, erklärt die Gründe für die Einführung eines neuen Zählsystems: „Bisher wurden nur die Gesamtdaten veröffentlicht. Wer aber in den einzelnen Rubriken der Stärkste ist, kam bislang nicht deutlich hervor.“ Seit September gilt nun ein Katalogisierungssystem, pünktlich zum zehnten Geburtstag des Onlinejournalismus, dass „den neuen Charakter des Online-Mediums wiederspiegelt“.</p>
<p>Das Aus der Klickmaschinen? Im Gegenteil: Wieso sollten nicht auch Foto-Serien durch die Bedeutungsverringerung der PageImpressions endlich die journalistische Daseinsberechtigung erhalten, die ihnen schon immer zustand. Denn sie haben nun nicht länger maßgeblichen Anteil an der Bewertung der journalistischen Qualität eines Angebotes auf der Basis nackter Abrufszahlen. „Die Währung der Zukunft werden Visits bleiben“, wagt Bungartz eine Prognose trotz der zunehmend erschwerten Messbarkeit durch Cookie-resistente Internetsurfer. Andere Messverfahren setzen auf weichere, weniger genau zu bestimmende Faktoren wie die Verweildauer eines Nutzers im Portal.</p>
<p>Der Onlinejournalismus in Deutschland hat zehn Boom-Jahre hinter sich und stößt vielleicht schon bald an seine mittelfristigen PI-Grenzen. Spiegel Online-Redakteur Frank Patalong prophezeite erst kürzlich auf einer Frankfurter Tagung, dass die Leserzahlen von<br />
                            <a href="http://www.spiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel Online</a> durch einen täglichen Mehrausstoß von Meldungen kaum mehr zu steigern seien. Vielmehr ginge es nun darum, die Qualität des Vorhandenen zu verbessern.</p>
<p>Doch was hat die Statistiken explodieren lassen? Cicero-Redakteur Peter Littger kritisierte in seinem Artikel „Die Bild der Zukunft“, die Online-Redakteurstätigkeit stünde unter großem Einfluss einer ausgereiften Aufmerksamkeitsökonomie. Boulevardthemen gehörten nun einmal zum normalen Nachrichtenpektrum, entschuldigt sich der Berufsstand. „Am Ende kommt es auf die Mischung an“, sagt Spiegel Online-Chef Mathias Müller von Blumencron. Das sagt aber auch Oliver Eckert, der<br />
                            <a href="http://www.bild.t-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bild.de</a> bestückt. Klar,<br />
                            <a href="http://www.spiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel Online</a> schiebt eher<br />
                            <br />selten mal ein reines Boulevardthema auf den Sonnenplatz der Startseite, als Aufmacher ganz nach vorne.</p>
<p>Sonnenplatz? Pardon, Schlechtwetterzone. Denn im „sichtbaren Bereich“ einer Seite entladen sich erfahrungsgemäß die heftigsten Klickgewitter. Der Onlinejournalist hat sich daran gewöhnt. Auch in Zukunft wird er dem Druck der niederprasselnden Quoten mit allen Konsequenzen ausgesetzt sein.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/zehn-jahre-online-journalismus/netzkulturdikatatur_der_quote-shtml-2593/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
